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	<title>SteinerWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>GA 223</title>
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		<updated>2025-04-08T01:11:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* FÜNFTER VORTRAG Dornach, 8. April 1923 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:GA223.jpg|thumb|{{RSV|223}}]]&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;center centered&amp;quot; width=&amp;quot;500px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3&amp;gt;RUDOLF STEINER&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3&amp;gt;VORTRÄGE&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h4&amp;gt;VORTRÄGE VOR MITGLIEDERN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
DER ANTHROPOSOPHISCHEN GESELLSCHAFT&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3&amp;gt;Der Jahreskreislauf&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
als Atmungsvorgang der Erde&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die vier großen Festeszeiten&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h5&amp;gt;Fünf Vorträge, gehalten in Dornach&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom 31. März bis 8. April 1923&amp;lt;/h5&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3&amp;gt;Die Anthroposophie&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
und das menschliche Gemüt&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h5&amp;gt;Vier Vorträge, gehalten in Wien&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom 27. September bis 1. Oktober 1923&amp;lt;/h5&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3&amp;gt;GA 223&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;h3&amp;gt;1990&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Inhaltsverzeichnis =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[GA 223#Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten|Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten]]&lt;br /&gt;
** [[GA 223#ERSTER VORTRAG Dornach, Karsamstag, 31. März 1923|ERSTER VORTRAG Dornach, Karsamstag, 31. März 1923]]&lt;br /&gt;
** [[GA 223#ZWEITER VORTRAG Dornach, Ostersonntag, 1 . April 1923|ZWEITER VORTRAG Dornach, Ostersonntag, 1 . April 1923]]&lt;br /&gt;
** [[GA 223#DRITTER VORTRAG Dornach, Ostermontag, 2. April 1923|DRITTER VORTRAG Dornach, Ostermontag, 2. April 1923]]&lt;br /&gt;
** [[GA 223#VIERTER VORTRAG Dornach, 7. April 1923|VIERTER VORTRAG Dornach, 7. April 1923]]&lt;br /&gt;
**[[GA 223#FÜNFTER VORTRAG Dornach, 8. April 1923|FÜNFTER VORTRAG Dornach, 8. April 1923]]&lt;br /&gt;
* [[GA 223#Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt 2|Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt]]&lt;br /&gt;
** [[GA 223#ERSTER VORTRAG Wien, 27. September 1923|ERSTER VORTRAG Wien, 27. September 1923]]&lt;br /&gt;
** [[GA 223#ZWEITER VORTRAG Wien, 28. September 1923|ZWEITER VORTRAG Wien, 28. September 1923]]&lt;br /&gt;
** [[GA 223#DRITTER VORTRAG Wien, 30. September 1923|DRITTER VORTRAG Wien, 30. September 1923]]&lt;br /&gt;
** [[GA 223#VIERTER VORTRAG Wien, 1. Oktober 1923|VIERTER VORTRAG Wien, 1. Oktober 1923]]&lt;br /&gt;
* [[GA 223#HINWEISE|HINWEISE]]&lt;br /&gt;
* [[GA 223#Literatur|Literatur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ERSTER VORTRAG Dornach, Karsamstag, 31. März 1923 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit, in welcher die großen Festtage des Jahres an unsere Seele herantreten, ist es gut, aus der Erkenntnis der geistigen Weltzusammenhänge sich immer wiederum den Sinn des Festjahres vor das Auge zu führen, und ich möchte das heute in der Weise tun, daß ich Ihnen darlege, wie aus der ganzen Konstitution der Erde heraus zu verstehen ist, was sich ja immerhin unter dem Einfluß geistiger Erkenntnisse als das Festesjahr im Laufe langer Zeiten festgelegt hat. Wir müssen nur, wenn wir in einem solchen Zusammenhange Über die Erde und ihre Tatsachen sprechen, uns klar darüber sein, daß wir die Erde nicht auffassen dürfen als den bloßen Zusammenhang von Mineralien und Gesteinen, als der sie von der mineralogischen und geologischen Wissenschaft angesehen wird, sondern wir müssen die Erde als einen lebendigen, beseelten Organismus ansehen, der aus seinen inneren Kräften das Pflanzliche, das Tierische, das Physisch-Menschliche hervortreibt. So daß, wenn wir von einem gewissen Gesichtspunkte, wie wir es heute tun werden, von der Erde sprechen, wir die Gesamtheit alles Lebendigen, alles beseelt Körperlichen, das sich auf der Erde findet, zu dem Wesen der Erde hinzurechnen wollen, und dann trifft dasjenige zu, was ich jetzt auseinandersetzen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen ja, die Erde mit all den Wesenheiten, die zu ihr gehören - betrachten Sie nur die Pflanzendecke der Erde -, verändert im Laufe eines Jahres vollständig ihre Gestaltung, verändert alles das, womit sie gewissermaßen als mit ihrer Physiognomie hinausschaut in den Weltenraum. Jeweils nach einem Jahre ist die Erde wiederum ungefähr bei demselben Punkte angelangt, in welchem sie mit ihrem Aussehen vor einem Jahre stand. Sie brauchen ja nur daran zu denken, wie Ungefähr alles in bezug auf die Witterungsverhältnisse, in bezug auf das Hervorkommen der Pflanzen, in bezug auf das Erscheinen tierischer Wesenheiten, wie in bezug auf all dieses die Erde an diesem Märzende 1923 ungefähr wiederum bei dem Punkte ihrer Entwickelung angelangt ist, an dem sie am Märzende des Jahres 1922 stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen heute einmal diesen Kreislauf der Erde als eine Art großer Atmung betrachten, welche die Erde vollzieht gegenüber ihrer kosmischen Umgebung. Wir können noch andere Vorgänge, die an der Erde und um die Erde sich abspielen, als eine Art Atmungsvorgänge auffassen. Wir können auch von einer täglichen AtmUng der Erde sprechen. Allein wir wollen heute einmal den Jahreslauf im großen wie einen mächtigen Atmungsprozeß der Erde ins Auge fassen, wobei allerdings nicht die Luft von der Erde aus- und eingeatmet wird, sondern diejenigen Kräfte, welche zum Beispiel in der Vegetation des Pflanzlichen wirken, die Kräfte, die im Frühling aus der Erde die Pflanzen heraustreiben, die im Herbst wiederum sich zurückziehen in die Erde, welk werden lassen die grünen Pflanzenbestandteile und endlich ablähmen das Pflanzenwachstum. Also wie gesagt, nicht eine Luftatmung ist es, von der wir sprechen, sondern die Atmung, die Ein- und Ausatmung von Kräften, von denen man eine Teilvorstellung gewinnen kann, wenn man auf das Pflanzenwachstum im Laufe eines Jahres sieht. Diesen Jahresatmungsprozeß der Erde wollen wir uns heute einmal vor die Seele führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen wir hin zunächst auf die Zeit, in welcher die Erde sich in der sogenannten Wintersonnenwende befindet, im letzten Drittel des Dezember nach unserer heutigen Jahresrechnung. In dieser Zeit müssen wir in bezug auf diesen Atmungsvorgang die Erde so ansehen, wie wir den Menschen ansehen bei seiner Lungenatmung, wenn er eingeatmet hat, wenn er die Atemluft in sich hat und sie in sich verarbeitet, wenn er also den Atem in sich hält. So hat die Erde diejenigen Kräfte, in bezug auf die ich jetzt von Aus- und Einatmung spreche, in sich. Sie hält sie, diese Kräfte, mit dem Ende des Dezember. Und was da mit der Erde geschieht, kann ich Ihnen in der folgenden Weise schematisch aufzeichnen. Denken wir uns, das (siehe Schema Seite 13, rot) stellte die Erde vor. Wir können in bezug auf diese Atmung nur immer einen Teil der Erde betrachten. Wir betrachten denjenigen Teil, den wir selbst bewohnen; auf der entgegengesetzten Seite der Erde liegen die Bedingungen ja eben entgegengesetzt. Wir müssen uns die Atmung der Erde so vorstellen, daß an einem Orte der Erde Ausatmung ist, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
am entgegengesetzten Einatmung, aber wir brauchen darauf heute keine Rücksicht zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stellen uns vor die Dezemberzeit. Wir stellen uns vor das, was ich hier als Gelbes einzeichne, als eben der gehaltene Atem in unserer Gegend. Die Erde hat vollständig eingeatmet; sie hält die Kräfte, von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 013.png|center|200px|Zeichnung aus GA 223, S. 13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denen ich eben gesprochen habe, in sich zusammen. In diesem Augenblicke des Jahres ist die Erde so, daß man sagen kann, sie hält ihr Seelisches in sich. Sie hat ihr Seelisches ganz in sich gesogen, denn die Kräfte, von denen ich gesprochen habe, die sind das Seelische der Erde. Die Erde also hält mit Ende Dezember ihr Seelisches ganz in sich. Sie hat es ganz aufgesogen, so wie der Mensch, wenn er eingeatmet hat, die Luft ganz in sich hält. Das ist die Zeit, in welche mit Recht die Geburt Jesu gesetzt wird, weil da die Erde gewissermaßen im inneren Besitz ihrer gesamten Seelenkraft ist. Und indem Jesus geboren wird in diesem Zeitpunkte, wird er herausgeboren aus einer Erdenkraft, die alles Erdenseelische in sich trägt. Und einen tiefen Sinn haben in der Zeit des Mysteriums von Golgatha die Eingeweihten, die, ich möchte sagen, der alten Einweihung noch würdig waren, einen tiefen Sinn haben diese Eingeweihten verbunden mit der Anschauung, die sie ausgebildet haben von dem Fallen der Geburt Jesu in diesen Zeitpunkt der irdischen Einatmung, des irdischen Atemhaltens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Eingeweihten haben etwa das Folgende gesagt. Wenn man in alten Tagen, da unsere Einweihungsstätten gestanden haben innerhalb der chaldäischen, innerhalb der ägyptischen Kultur von jener Wesenheit, die das Hohe Sonnenwesen darstellt, sprach und man wissen wollte, was dieses Hohe Sonnenwesen zu sagen hatte den irdischen Menschen, dann bildete man sich über diese Sprache des Hohen Sonnenwesens auf die folgende Weise eine Ansicht. Man beobachtete das Sonnenlicht in seiner Geistigkeit nicht direkt; man beobachtete das Sonnenlicht in der Art, wie es vom Monde zurückgestrahlt wird. Indem man den Blick hinaufwendete zum Monde, sah man mit Hilfe des alten hellseherischen Seelenblickes mit dem Heranfluten des Mondenlichtes die Offenbarung des Geistes des Weltenalls. Und in einer mehr äußerlichen Weise ergab sich der Sinn dieser Offenbarung, indem man die Konstellation des Mondes in bezug auf die Fixsternbilder und in bezug auf die Planeten beobachtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So beobachtete man denn in den chaldäischen und namentlich in den ägyptischen Mysterien zur nächtlichen Stunde den Stand der Sterne, namentlich in bezug auf das heranflutende Mondenlicht. Und geradeso wie der Mensch aus den Buchstaben, die er auf seinem Papierblatt hat, sich den Sinn desjenigen klar macht, was er lesen will, so schaute man hin, wie Widder, Stier zum flutenden Mondenlichte standen, wie Venus, wie die Sonne selber und so weiter, zum flutenden Mondenlichte standen. Und aus dem Verhältnis, wie die Sternbilder und Sterne zueinander standen, namentlich wie sie orientiert wurden durch das flutende Mondenlicht, las man ab, was der Himmel der Erde zu sagen hatte. Man brachte das in Worte. Und nach dem Sinne dessen, was da in Worte gebracht wurde, suchten die alten Eingeweihten. Sie suchten, was jenes Wesen, das später der Christus genannt wurde, dem irdischen Menschen zu sagen hatte. Auf das sahen jene alten Eingeweihten hin, was die Sterne im Verhältnisse zum Monde dem irdischen Leben sagen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nun, als das Mysterium von Golgatha herannahte, da ging, möchte ich sagen, eine große geistig-seelische Metamorphose durch alles Mysterienwesen. Da sagten die Ältesten dieser Eingeweihten zu &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihren Schülern: Jetzt kommt eine Zeit, wo fortan nicht mehr die Sternkonsteliationen auf das flutende Mondeniicht bezogen werden dürfen. Das Weltenall spricht anders zu den irdischen Menschen in der Zukunft. Es muß das Licht der Sonne direkt beobachtet werden. Wir müssen herüberwenden die geistigen Erkennerblicke von den Offenbarungen des Mondes zu den Offenbarungen der Sonne. Was dazumal zuerst in den Mysterien Lehre wurde, das machte einen gewaltigen Eindruck auf diejenigen Menschen, die noch zu den Eingeweihten eben der älteren Zeiten in der Epoche des Mysteriums von Golgatha zählten. Und von diesem Gesichtspunkte aus beurteilten diese Eingeweihten das Mysterium von Golgatha. Aber sie sagten: Es muß etwas in das Erdengeschehen hereinfallen, was diesen Übergang von dem Mondenhaften zu dem Sonnenhaften bewirken kann. - Und so kamen sie auf die kosmische Bedeutung der Geburt Jesu. Die Geburt Jesu sahen sie an als etwas, was von der Erde aus den Impuls gab, fortan nicht mehr den Mond zum universalen Regenten der Himmelserscheinungen zu machen, sondern die Sonne selber. Aber das Ereignis, das da hineinfällt, das muß besonderer Art sein - so Sagten sie sich. Und diese besondere Art ergab sich ihnen durch das Folgende. Sie fingen an zu verstehen den inneren Sinn dieses Erdengeschehens im letzten Drittel des Dezember. Sie fingen an zu verstehen den Sinn des Erdengeschehens zu der Zeit, die wir jetzt die Weihnachtszeit nennen. Sie sagten sich: Auf die Sonne muß alles bezogen werden. Aber die Sonne kann auf die Erde nur Gewalt ausüben, wenn die Erde ihre Kräfte ausgeatmet hat. Zur Weihnachtszeit hat sie sie eingeatmet, hält sie den Atem in sich. Wird da der Jesus geboren, so wird er zu einer Zeit geboren, in der die Erde gewissermaßen nicht spricht mit den Himmeln, in der die Erde mit ihrem Wesen ganz in sich selber zurückgezogen ist. Da wird der Jesus in einer Zeit geboren, in der die Erde einsam durch den kosmischen Raum hinrollt, ohne ihren Atemzug hinauszusenden, so daß dieser Atemzug durchwellt werden könnte von der Sonnenkraft, von dem Sonnenlichte. Die Erde hat gewissermaßen ihr Seelisches in dieser Zeit nicht dargeboten dem Kosmos; sie hat ihr Seelisches in sich zurückgezogen, sie hat es in sich aufgesogen. Der Jesus wird in einer Zeit auf der Erde geboren, in der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|16}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Erde allein ist mit sich gegenüber dem Kosmos. - Fühlen Sie dieses, ich möchte sagen, kosmische Empfinden, das einer derartigen Berechnung zugrunde liegt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfolgen wir jetzt die Erde weiter im Jahreslauf. Verfolgen wir die Erde bis in die Zeit, in der wir eben jetzt stehen. Verfolgen wir die Erde ungefähr bis zu der Zeit der Frühlingssonnenwende, bis zum Ende des März. Da müssen wir schematisch die Sache so zeichnen: Die Erde (siehe Schema Seite 17, rot) hat eben ausgeatmet; die Seele ist noch halb in der Erde, aber die Erde hat die Seele ausgeatmet, die flutenden Seelenkräfte der Erde ergießen sich in den Kosmos hinaus. Ist nun die Kraft des Christus-Impulses seit dem Dezember innig mit der Erde verbunden, mit dem Seelischen der Erde, dann finden wir jetzt, wie dieser Christus-Impuls mit dem hinausflutenden Seelischen die Erde zu umstrahlen beginnt (Pfeile). Dem, was da als durchchristetes Erdenseelisches in den geistigen kosmischen Raum hinaus- strömt, dem muß aber jetzt begegnen die Kraft des Sonnenlichtes selber. Und die Vorstellung entsteht: Jetzt beginnt der Christus, der sich mit der Erde seelisch im Dezember zurückgezogen hat in das Erdeninnere, um isoliert zu sein von den kosmischen Einflüssen, mit der Ausatmung der Erde selber seine Kräfte hinausatmen zu lassen, sie hinzureichen zum Empfange des Sonnenhaften, das ihm entgegenstrahlt. Und wir erlangen eine richtige schematische Zeichnung, wenn wir nun das Sonnenhafte als dasjenige, was sich mit der von der Erde ausstrahlenden Christus-Kraft vereinigt, also zeichnen (gelb):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Christus beginnt mit dem Sonnenhaften zusammenzuwirken zur Osterzeit. Die Osterzeit fällt daher in die Zeit der Ausatmung der Erde. Aber es darf dasjenige, was da geschieht, nicht bezogen werden auf das zurückflutende Mondeniicht, sondern auf das Sonnenhafte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem entstammt die Festlegung der Osterzeit am ersten Sonntag nach dem Frühllngsvollmonde, nach dem Vollmonde, der nach der Frühlingssonnenwende kommt. Und der Mensch müßte, solches empfindend, gegenüber der Osterzeit sagen: Habe ich mich mit der Kraft des Christus vereinigt, so flutet auch meine Seele mit der Ausatmungskraft der Erdenseele hinaus in die kosmischen Weiten und empfängt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonnenkraft, die der Christus von der Erde jetzt ebenso zuführt den Menschenseelen, wie er sie vor dem Mysterium von Golgatha diesen Menschenseelen vom Kosmos herein zugeführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 017.png|center|400px|Zeichnung aus GA 223, S. 17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit tritt aber noch etwas anderes ein. Wenn in denjenigen Zeiten, in denen das Wichtigste auf der Erde auf das flutende Mondenlicht bezogen wurde, Feste festgesetzt wurden, dann wurden sie rein festgesetzt nach dem, was man im Raume beobachten konnte: wie der Mond stand zu den Sternen. Man entzifferte den Sinn, den der Logos in den Raum hineingeschrieben hatte, um Feste festzusetzen. Wenn Sie sich die Festsetzung des Osterfestes, wie wir es jetzt haben, ansehen, so werden Sie sehen, die Raumesfestsetzung geht bis zu einem gewissen Punkte, bis zu dem Punkte, an dem man sagen kann: Es ist der Vollmond nach Frühlingsbeginn. - Bis daher alles raumhaft. Jetzt aber fällt man aus dem Raum heraus: Sonntag nach dem Frühlingsvollmond, Sonntag, wie er nicht räumlich festgesetzt wird, wie er im Zyklus des Jahreskreislaufes festgesetzt wird, wie sich im Zyklus der Wochentage immer folgen Saturntag, Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Saturntag und so weiter, immer im Kreislauf. Jetzt tritt man aus dem Raum heraus, indem man von der räumlichen Festsetzung der Mondenkonstellation zu dem reinen zeitlichen Verlaufe im Jahreszyklus der Sonntage übergeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war das weitere, das man in den alten Mysterien empfunden hat: daß die alten Feststellungen also auf den kosmischen Raum bezogen wurden und daß man mit dem Mysterium von Golgatha herausging aus dem kosmischen Raum in die Zeit, die selber nicht mehr auf den kosmischen Raum bezogen wurde. Man riß gewissermaßen das, was man auf den Geist bezog, vom reinen Räumlichen hinweg. Es war ein gewaltiger Ruck der Menschheit nach dem Geiste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gehen wir im Jahreslauf, ich möchte sagen, in der Atmung der Erde weiter, dann finden wir, wie im Juni die Erde den dritten Zustand hat. Die Erde hat an dem Fleck, den wir jetzt beobachten, ganz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 018.png|center|400px|Zeichnung aus GA 223, S. 18]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ausgeatmet. Das ganze Seelenhafte der Erde ist in den kosmischen Raum hinaus ergossen, das ganze Seelische der Erde ist dem kosmischen Raum hingegeben. Das Seelenhafte der Erde durchtränkt sich mit der Kraft der Sonne, mit der Kraft der Sterne. Der Christus, der mit diesem Seelenhaften der Erde verbunden ist, vereinigt auch seine Kraft mit der Sternenkraft und der Sonnenkraft, die da fluten in dem an das kosmische All hingegebenen Seelenhaften der Erde. Es ist Johanni, es ist Johannizeit. Die Erde hat voll ausgeatmet. Die Erde zeigt in ihrer äußeren Physiognomie, mit der sie hinausblickt zum Weltenall, nicht ihre eigene Kraft, wie sie sie in sich zeigte zur Wintersonnenwende, die Erde zeigt auf der Oberfläche die rückstrahlende Kraft der Sterne, der Sonne, alles dessen, was kosmisch außer ihr ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alten Eingeweihten haben besonders lebhaft, namentlich in den nördlichen Gegenden Europas, den inneren Sinn und Geist dieser Zeit, unserer Junizeit, gefühlt. Sie haben ihre eigene Seele mit der Erdenseele in dieser Zeit hingegeben gefühlt den kosmischen Weiten. Sie haben sich lebend gefühlt nicht innerhalb des Irdischen, sondern in den kosmischen Weiten. Und vor allen Dingen haben sie sich etwa das Folgende gesagt: Wir leben mit unserer Seele in den kosmischen Weiten. Wir leben mit der Sonne, wir leben mit den Sternen. Und wenn wir den Blick zurückwenden auf die Erde, die sich erfüllt hat mit sprießenden, sprossenden Pflanzen, die alles mögliche an Tieren hervorgebracht hat, dann sehen wir in den sprießenden, sprossenden Pflanzen, in den farbenentfaltenden, farberglitzernden Blumen, sehen in den hin und her sich bewegenden Insekten, in den die Luft durchmessenden Vögeln mit ihren mannigfaltigen farbigen Federdecken wiederum von der Erde wie spiegelnd zurückglänzen dasjenige, was wir in die Seele aufnehmen, wenn wir gerade die Erde verlassen und uns mit dem hinausflutenden Atem der Erde verbinden, um kosmisch, nicht irdisch zu leben. Aber was sich da tausendfältig farbig, sprießend, sprossend, von der Erde hinauswachsend zeigt in den Weltenraum, das ist von derselben Art. Nur ist es eben die Reflexion, die rückstrahlende Kraft, während wir die direkte Kraft in unseren Menschenseelen tragen. - Das war das Sich-Fühien derjenigen Menschen, die inspiriert waren von den Einweihungsstätten, welche insbesondere das Sommersonnenwendefest verstanden. So sehen wir hineingestellt das Johannifest in den großen Atemzug des Irdischen gegenüber dem Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfolgen wir diesen Atemzug noch weiter, so kommen wir endlich zu jenem Stadium, das Ende September eintritt. Die ausgeatmeten Kräfte beginnen wiederum sich zurückzubewegen, die Erde beginnt wiederum einzuatmen. Die Erdenseele, welche hinausergossen war in den Kosmos, zieht sich wiederum in das Innere der Erde zurück. Die Menschenseelen nehmen in ihrem Unterbewußten oder in ihren hellseherischen Impressionen dieses Einatmen des Erdenseelenhaften als Vorgänge ihrer eigenen Seele wahr. Die Menschen, die inspiriert waren von der Einweihungserkenntnis über solche Dinge, sie konnten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich Ende September dann sagen: Was uns der Kosmos gegeben hat und was mit unserer eigenen Seelenkraft durch den Christus-Impuls sich verbunden hat, das lassen wir wiederum zurückfluten in das Irdische, in jenes Irdische, das den ganzen Sommer hindurch nur der Reflexion gedient hat, das also wie ein Spiegel sich verhalten hat gegenüber dem Kosmos, dem außerirdischen Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 020.png|center|400px|Zeichnung aus GA 223, S. 20]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Spiegel verhält sich aber so, daß er nichts von dem hindurchläßt, was vor ihm ist. Weil die Erde ein Spiegel des Kosmischen im Sommer ist, ist sie gewissermaßen auch in ihrem Inneren undurchsichtig, undurchlässig für das Kosmische, undurchlässig deshalb für den Christus-Impuls während der Sommerzeit. Da muß der ChristusImpuls gewissermaßen in der Ausatmung leben; die Erde erweist sich selber als undurchlässig für den Christus-Impuls. Die ahrimanischen Kräfte setzen sich fest in dieser für den Christus-Impuls undurchlässigen Erde. Und wenn der Mensch wiederum zurückkehrt mit den durch die Ausatmung der Erdenkräfte in die eigene Seele aufgenommenen Kräften, auch mit den Christus-Kräften, so taucht er unter in die ahrimanisierte Erde. Da aber ist es so, daß im jetzigen Zeitlauf der Erdenentwickelung, seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, aus Geisteshöhen der untertauchenden Menschenseele zu Hilfe kommt die Kraft des Michael, die bei diesem Rückfluten der Erdenatmung in die Erde selbst hinein den Drachen Ahriman bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das haben wie prophetisch vorausgesehen diejenigen, die auch schon in den alten Mysterien den Jahreslauf geistig verstanden haben. Sie wußten, daß für ihre Zeit noch nicht dieses Geheimnis herangekommen war: daß die Kraft des Michael der untertauchenden Menschenseele zu Hilfe kommt. Aber sie wußten, daß, wenn die Seelen immer wieder geboren werden, diese Michael-Kraft eintritt, diese Michael-Kraft zu Hilfe kommt den Erdenmenschenseelen. In diesem Sinne haben sie den Jahreskreislauf angesehen. Sie finden daher im Kalender aus alter Weisheit eingeschrieben auf den 29. September, einige Tage nach der Herbst-Tagundnachtgleiche, den Michaeltag. Und Michaeli ist gerade für die einfachen Leute auf dem Lande eine außerordentlich wichtige Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Michaeli ist durch seine Einstellung in den Jahreskreislauf auch für diejenigen eine wichtige Jahreszeit, welche den ganzen Sinn unserer gegenwärtigen Erdenepoche zu verstehen vermögen. Muß man doch, wenn man mit dem richtigen Bewußtsein sich in die gegenwärtige Zeit hereinstellen will, verstehen, wie in dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts die Michael-Kraft in der Art, wie das eben für unsere Zeit sein muß, den Kampf mit dem Drachen, den Kampf mit den ahrimanischen Mächten aufnimmt. Muß man sich doch selber einfügen in den Sinn der Erden- und Menschheitsentwickelung, indem man mit dem eigenen Bewußtsein in der rechten Weise an diesem kosmisch-geistigen Kampfe teilnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher ist der Michaeltag ein Bauernfeiertag. Sie wissen, was ich für einen Sinn damit verbinde: ein Feiertag der einfachen Menschen. Er ist dazu berufen, aus dem Einsehen des ganzen Sinnes des irdisch-kosmischen Jahresatemzuges immer mehr und mehr das Ergänzungsfest für das Osterfest zu bilden. Denn so wird die Menschheit, die wiederum das Erdenleben auch im geistigen Sinne verstehen wird, einmal denken müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Sommerausatmung geschah, ist die Erde ahrimanisiert. Wehe, wenn in diese ahrimanisierte Erde die Geburt Jesu hineinfiele! Bevor wiederum der Kreislauf vollendet ist und der Dezember herankommt, der den Christus-Impuls in der durchseelten Erde geboren werden läßt, muß die Erde durch geistige Kräfte gereinigt sein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von dem Drachen, von den ahrimanischen Kräften. Und vereinigen muß sich die Michael-Kraft mit dem, was hineinflutet als Erdenatmung von der Septemberzeit an bis in die Dezemberzeit, vereinigen muß sich damit die reinigende, die das böse Ahrimanische besiegende Michael-Kraft, damit in der richtigen Weise das Weihnachtsfest herankommen und in der richtigen Weise sich die Geburt des Christus-Impulses vollziehen kann, der dann weiter reift bis zu dem Beginn der Ausatmung, bis zu der Osterzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen wir, daß man sagen kann: Zur Weihnachtszeit hat die Erde ihr Seelisches in sich aufgenommen, hat die Erde ihr Seelisches in dem großen Jahresatemzug in sich aufgenommen. Der Christus-Impuls wird in dem von der Erde aufgenommenen Erdenseelischen im Innern der Erde geboren. Er flutet hinaus in das Kosmische mit dem Ausatmen der Erde gegen die Frühlingszeit hin. Er wird dessen ansichtig, was sternenhaft ist, und tritt mit ihm in Wechselwirkung, aber so, daß er nicht mehr räumlich bloß in Beziehung tritt, sondern zeitlich, so daß das Zeitliche aus dem Räumlichen herausgenommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ostern ist am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. Der Mensch erhebt sich mit seinem Seelischen innerhalb der Vollausatmung hinaus in das Kosmische, durchtränkt und durchdringt sich mit dem Sternenhaften, nimmt den Atem der Welt mit dem Erdenatem selber auf, durchdringt sich mit dem Österlichen. Und mit dem, womit er begonnen hat sich zu durchdringen seit der Osterzeit, steht er am stärksten drinnen zur Johannizeit, muß dann zurückkehren mit der Erdenseele und zugleich mit seinem eigenen Seelenhaften in die Erde, ist aber angewiesen darauf, daß Michael ihm zur Seite steht, damit er in der richtigen Weise eindringen kann in das Irdische nach Besiegung des Ahrimanischen durch die Michael-Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr und mehr zieht sich das Seelische der Erde mit der eingezogenen Atemkraft in das Irdische selber zurück, bis die Weihnachtszeit da ist, und in der richtigen Weise feiert dann die Weihnachtszeit derjenige heute, welcher sich sagt: Michael hat die Erde gereinigt, damit zur Weihnachtszeit in der richtigen Weise die Geburt des Christus-Impulses stattfinden kann. - Dann findet wiederum das Hinausfluten in das Kosmische statt. Da nimmt Christus bei dem &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinausfluten den Michael mit, damit Michael diejenigen Kräfte, die er verbraucht hat bei seinem Kampfe gegen das Irdisch-Ahrimanische, aus dem Kosmischen sich wiederum aneignen kann. Mit dem Österlichen beginnt auch Michael wiederum in das Kosmische sich zu versenken, durchwebt sich mit dem Kosmischen am stärksten in der Johannizeit. Und ein Mensch, der im rechten Sinne in der Gegenwart erfaßt, was ihn verbindet als Menschen mit dem Irdischen, der sagt sich: Es beginnt für uns das Zeitalter, in dem wir den Christus-Impuls richtig sehen, wenn wir ihn im Jahreskreislauf von der Kraft des Michael in der richtigen Weise begleitet wissen, wenn wir gewissermaßen sehen den Christus ziehen, flutend ins Irdische und hinauf in das Kosmische, begleitet in der entsprechenden Weise von dem in der Erde kämpfenden Michael, von dem in den Weltenweiten die Kampfeskraft sich erobernden Michael (siehe Lemniskate).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 023.png|center|200px|Zeichnung aus GA 223, S. 23]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wird auch der Ostergedanke im richtigen Sinne unserer Zeit dann erfaßt werden, wenn der Mensch versteht, zu jenem allergrandiosesten Bilde, das hineingestellt ist, Aufklärung bringend in das Erdendasein, zu dem Bilde des aus dem Grabe erstehenden, den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tod besiegenden Christus heute hinzuzufügen die Wesenheit des Michael, zur Rechten des Christus Jesus, beim Durchwirken der Erdenatemkraft mit Christus-Kraft während eines Jahreskreislaufes in der Erdenatmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versteht man so zu jeder der vier großen Festeszeiten des Jahres, also auch zur Osterzeit, den Christus-Gedanken in sich lebendig zu machen, so macht man ihn heute in dem Sinne lebendig, wie er lebendig werden muß, wenn man sich als Erdenmensch ihn richtig in seine Gegenwart mit vollem Verständnis hereinzustellen vermag. Die Hoffnung auf das Kommen der Michael-Kraft im Dienste der Christus-Kraft beseelte diejenigen, die in der richtigen Weise den Christus-Impuls bis in unsere Zeit herein verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verpflichtung, im Sinne des Michael-Gedankens sich mit dem Christus-Impuls zu durchdringen, erwächst uns insbesondere für die heutige Zeit. Wir durchdringen uns in der richtigen Weise, wenn wir den Auferstehungsgedanken zu verbinden wissen mit dem wirksamen Michael-Gedanken, wie er sich hereingestellt hat in die Menschheitsentwickelung in der Weise, wie ich das ja öfter auseinandergesetzt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ZWEITER VORTRAG Dornach, Ostersonntag, 1 . April 1923 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe gestern versucht, aus dem Esoterischen des Ostergedankens heraus Ihnen zu sprechen davon, wie eine Art Anknüpfung an den Naturlauf von seiten des geistig Durchdrungenen dadurch wird geschehen müssen, daß aufgenommen werde gewissermaßen eine Herbstesfeier in die Jahresfeste, eine Herbstesfeier als eine Art Michael-Fest, welches in die Herbstsonnenwende ungefähr so hineinfallen müßte, wie das Weihnachtsfest in die Wintersonnenwende, das Osterfest in die Frühlingssonnenwende, das Johannifest in die Sommersonnenwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich versuchen, diesen dem heutigen Zeitalter angemessenen Ostergedanken mehr nach seinem Gefühlsgehalt näher auszuführen, um Ihnen dann morgen die ganze Bedeutung gerade einer solchen Betrachtung darzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir heute das Osterfest feiern und um uns blicken in das Bewußtsein der zeitgenössischen Menschheit, dann müssen wir uns doch, wenn wir ehrlich mit unserem eigenen menschlichen Inneren sind, gestehen, wie wenig wahr heute für einen großen Teil der Menschheit der Ostergedanke eigentlich ist. Denn wovon hängt die Wahrheit des Ostergedankens ab? Diese Wahrheit hängt doch davon ab, wie der Mensch eine Vorstellung damit verknüpfen kann, daß die Christus-Wesenheit durch den Tod gegangen ist, den Tod besiegt hat, durch die Auferstehung gegangen ist und nach dem Erleiden des Todes, nach der erfolgten Auferstehung, sich zunächst mit der Menschheit so verbunden hat, daß sie noch Offenbarungen geben konnte denjenigen, weiche vorher die Apostel, die Jünger waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Auferstehungsgedanke ist ja immer mehr und mehr abgeblaßt. Er war so lebendig in der ersten Entstehungszeit des Christentums, daß uns aus dieser Epoche die Paulus-Worte herüberklingen: «Und wäre der Christus nicht auferstanden, so wäre euer Glaube eitel!» Paulus hat geradezu das Christentum geknüpft an den Ostergedanken, das heißt an den Gedanken der Auferstehung. Für diejenigen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, welche die Bildung der heutigen Zeit aufgenommen haben, ist ja die Auferstehung etwas, was man ein Wunder nennt, und wird als Wunder aus dem Bereich dessen, was Wirklichkeit ist, Wirklichkeit sein kann, hinausverwiesen, so daß für alle diejenigen, für welche der Auferstehungsgedanke nicht mehr zu durchdringen ist, das Osterfest eigentlich nur einer alten Gewohnheit entspricht, wie auch die übrigen christlichen Feste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wir haben das ja von den verschiedensten Gesichtspunkten im Laufe der Jahre erwähnt. Es wird erst wiederum notwendig sein, daß eine Erkenntnis der geistigen Welt als solcher an die Menschheit herankommt, um Ereignisse, die nicht in den Bereich der sinnlichen Wirklichkeit gehören, zu verstehen. Und als eine solche Tatsache wird angesehen werden müssen dasjenige, was mit dem Auferstehungsgedanken verknüpft ist. Dann wird auch wiederum der Ostergedanke wirklich lebendig werden können. Für ein Menschengeschlecht, das die Auferstehung in den Bereich der unwirklichen Wunder versetzt, kann der Ostergedanke nichts Lebendiges sein. Dieser Ostergedanke ist ja entstanden in derjenigen Epoche der Menschheit, in welcher noch Reste des alten ursprünglichen menschlichen Erkennens der geistigen Welt vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen, daß im Ausgangspunkt der menschlichen Erdenentwickelung die Menschen gewissermaßen eine instinktive Hellsichtigkeit gehabt haben, durch die sie in die geistige Welt Einblicke gewinnen konnten, durch die sie die geistige Welt so betrachteten, daß sie ihnen der physisch-sinnlichen Welt ebenbürtig war. Diese instinktive ursprüngliche Hellsichtigkeit ist der Erdenmenschheit abhanden gekommen. Sie war etwa in den ersten drei Jahrhunderten der christlichen Entwickelung wenigstens in ihren letzten Resten noch vorhanden. Daher konnte noch in diesen ersten Jahrhunderten ein gewisses, auf alte menschliche Einsichten begründetes Verstehen des Ostergedankens Platz greifen. Ein solches Verstehen wurde abgelähmt im 4. Jahrhundert, wo sich vorbereitete, was ja dann im vollsten Maße aufgetreten ist seit dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts: das Leben der Menschen in den abstrakten toten Gedanken, wie wir das des öfteren erörtert haben. In diesen abstrakten Gedanken, in denen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Naturwissenschaft groß werden konnte, mußte auch der Ostergedanke zunächst ersterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist die Zeit gekommen, wo dieser Ostergedanke wiederum als ein lebendiger Gedanke erwachen muß. Aber er muß, um zu erwachen, eben aus dem Zustande des Todes in den Zustand der Lebendigkeit übergehen. Das Lebendige ist dadurch charakterisiert, daß es anderes Lebendiges aus sich hervortreibt. Als der Ostergedanke in den ersten christlichen Jahrhunderten in der Christenheit sich ausbreitete, da waren die Gemüter noch empfänglich genug, um innerlich Gewaltiges zu erleben im Anblick des Grabes Christi und im Anblick der aus dem Grabe ersteigenden, nunmehr mit der Menschheit verbundenen Wesenheit. Die Gemüter konnten innerlich kräftig erleben, was sie in diesem gewaltigen Bilde sich vor die Seele hingestellt fanden. Und dieses innerliche Erleben war eine Realität im menschlichen Seelenleben. Nur das ist eine Realität im menschlichen Seelenleben, was diese menschliche Seele wirklich in einer Weise ergreift, wie sonst die sinnliche Außenwelt eben die Sinne ergreift. Die Menschen fühlten sich anders geworden dadurch, daß sie das Ereignis des Todes und der Auferstehung Christi anschauten. Sie fühlten sich seelisch durch diese Anschauung so verwandelt, wie sich sonst der Mensch durch physische Ereignisse im Laufe seines Lebens auf der Erde verändert fühlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch wird verwandelt um das siebente Jahr herum durch den Zahnwechsel, der Mensch wird verwandelt um das vierzehnte, fünfzehnte Jahr herum durch die Geschlechtsreife. Das sind leibliche Verwandlungen. In der Anschauung des Ostergedankens fühlten sich die ersten Christen innerlich-seelisch verwandelt. Sie fühlten sich dadurch also aus einem gewissen Stadium des Menschseins herausgehoben und in ein anderes Stadium versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kraft, diese Gewalt hat der Ostergedanke im Laufe der Zeit verloren. Und er kann sie nur wiederum gewinnen, wenn das, was ja nach Naturgesetzen nicht eingesehen werden kann, die Auferstehung, innerhalb einer geistigen Wissenschaft, einer das Geistige begreifenden Wissenschaft wiederum eine Realität gewinnt. Aber eine Realität wird für das, was geistig erfaßt wird, nur gewonnen, wenn dieses Geistige &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht bloß in abstrakten Gedanken erfaßt wird, sondern wenn es im lebendigen Zusammenhange mit der auch vor die Sinne tretenden Welt begriffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Geistige nur in seiner Abstraktion festhalten will, wer zum Beispiel sagt, man soll das Geistige nicht hinunterziehen in die physisch-sinnliche Welt, der sollte nur gleich auch von dem Gedanken ausgehen, daß die göttliche Wesenheit verunziert werde, wenn man vorstellt, daß sie die Welt erschaffen habe. Das Göttliche wird ja doch nur dann in seiner Größe und Gewalt begriffen, wenn man es nicht hinausversetzt über das Sinnliche, sondern wenn man ihm die Kraft zuschreibt, in diesem Sinnlichen zu wirken, dieses Sinnliche schöpferisch zu durchdringen. Es ist eine Herabwürdigung des Göttlichen, wenn man dieses Göttliche gewissermaßen bloß in abstrakte Höhen, in ein Wolkenkuckucksheim hinausversetzen will. Und so wird man niemals in geistigen Realitäten leben, wenn man das Geistige nur in seiner Abstraktheit erfaßt, wenn man es nicht mit dem ganzen Weltenlaufe, wie er uns entgegentritt, in Zusammenhang bringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weltenlauf tritt uns ja für unser irdisches Leben zunächst so entgegen, daß dieses irdische Leben eine Anzahl von Jahren umfaßt, daß diese Jahre in einem regelmäßigen Rhythmus die Wiederkehr gewisser Ereignisse darstellen, wie ich schon gestern angedeutet habe. Nach einem Jahre kommen wir ungefähr auf dieselben Geschehnisse der Witterung, der Sonnenkonstellation und so weiter zurück. Der Jahreslauf ist gewissermaßen etwas, was sich in unser irdisches Leben in rhythmischer Weise hineinstellt. Wir haben gestern gesehen, daß dieser Jahreslauf eine Aus- und Einatmung des Seelisch-Geistigen der Erde durch diese Erde selber darstellt. Wenn wir die vier Hauptpunkte dieses Erdenatmungsprozesses, wie wir sie gestern vor unsere Seele haben treten lassen, noch einmal uns vergegenwärtigen, so müssen wir sagen: Die Weihnachtsfesteszeit stellt uns dar das innere Atemhalten der Erde. Das Seelisch-Geistige ist von der Erde völlig aufgesogen. Tief im Inneren der Erde ruht alles das, was die Erde entfaltet hat während der Sommerzeit, um es vom Kosmos anregen zu lassen. Alles was sich öffnete und hingab den kosmischen Kräften während der Sommerzeit, ist von der Erde eingesogen, ruht in den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|29}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiefen der Erde zur Weihnachtszeit. Der Mensch lebt ja nicht in den Tiefen des Irdischen, er lebt physisch auf der Oberfläche der Erde. Er lebt aber auch geistig-seelisch nicht in den Tiefen der Erde, sondern er lebt eigentlich mit dem Umkreis der Erde. Er lebt auch geistig-seelisch mit der die Erde umkreisenden Atmosphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher hat alle esoterische Wissenschaft immer anerkannt das Wesentliche der Erde zur Wintersonnenwendezeit, zur Weihnachtszeit, als ein zunächst Verborgenes, als etwas, was mit gewöhnlichen menschlichen Erkenntniskräften nicht durchschaut werden kann, was in den esoterischen Mysterienbereich gehört. Und in allen älteren Zeiten, in denen auch etwas Ähnliches da war wie unser heutiges Weihnachtsfest, galt es, daß dasjenige, was sich mit der Erde zur Weihnachtszeit abspielt, nur begriffen werden könne durch die Einweihung in die Mysterienerkenntnis, durch die Einweihung, wie man es noch in Griechenland nannte, in die chthonischen Mysterien. Durch diese Einweihung in die Mysterienerkenntnis entfremdete sich gewissermaßen der Mensch von dem Umkreis der Erde, in dem er mit seinem gewöhnlichen Bewußtsein lebt, so weit, daß er untertauchte in etwas, in das er physisch nicht untertauchen konnte: daß er in das Geistig-Seelische untertauchte und kennenlernte, was die Erde während der Vollwinterzeit dadurch wird, daß sie ihr Geistig-Seelisches einsaugt. Und kennen lernte dann der Mensch durch diese Mysterieneinweihung, daß die Erde zur Wintersonnenwendezeit ganz besonders empfänglich wird für die Durchdringung mit den Mondenkräften. Das galt als das Geheimnis, wenn ich mich im modernen Sinne ausdrücken darf, als das Weihnachtsgeheimnis der alten Mysterien: daß man eben zur Weihnachtszeit die Art und Weise kennen lernt, wie die Erde dadurch, daß sie mit ihrem Seelisch-Geistigen durchtränkt und durchdrungen ist, besonders empfänglich wird für die Wirksamkeit der Mondenkräfte im Inneren der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man traute zum Beispiel in gewissen älteren Zeiten niemandem eine Erkenntnis der Heilwissenschaft zu, der nicht in die Wintergeheimnisse eingeweiht war, der nicht verstand, wie die Erde durch ihr Atemhalten für die Wirksamkeit der Mondenkräfte in ihrem Inneren besonders empfänglich ist, wie sie zu dieser Zeit insbesondere die Pflanzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit den Heilkräften durchdringt, wie sie etwas ganz anderes aus der Pflanzenwelt, aber auch aus der Welt namentlich der niederen Tiere macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ein Hinuntersteigen in die Tiefen des Irdischen empfand man die Weihnachtseinweihung. Aber man verknüpfte mit dieser Weihnachtseinweihung noch etwas anderes. Man verknüpfte mit dieser Weihnachtseinweihung etwas, was man in einem gewissen Sinne als eine Gefahr für die menschliche Wesenheit empfand. Man sagte sich etwa: Wenn man wirklich liebend anschaute, sein Bewußtsein damit erfüllend, dasjenige, was in der Erde als Mondenkräfte zur Weihnachtszeit lebt, dann kommt man in eine Art von Bewußtseinszustand, in dem man innerlich sehr stark sein muß, sich sehr gekräftigt haben muß, um auszuhalten den von allen Seiten herkommenden Anprall der ahrimanischen Mächte, die in der Erde gerade durch die Aufnahme der Mondenwirksamkeit leben. Und nur in der Stärke, die man in sich selber in seinem Seelisch-Geistigen entwickelte, um den Widerstand dieser Kräfte zu brechen, nur in dieser Stärke sah man dasjenige, was den Menschen auf die Dauer sein Erdendasein aushalten lassen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dann, einige Zeit nach der Feier dieser Weihnachtsmysterien, versammelten die Mysterienlehrer ihre Schüler, und wie eine Art Offenbarung teilten sie ihnen das Folgende mit. Sie sagten ihnen: Ja, gewiß, mit vollem Bewußtsein durchschauen, was zur Wintersonnenwende innerhalb der Erde wirkt, das kann man durch die Einweihung. Aber es steigt ja, namentlich wenn der Frühling heraufkommt, mit der wachsenden Pflanzenwelt dasjenige aus den Tiefen der Erde und durchdringt alles Wachsende, Sprießende, durchdringt auch den Menschen selber, was da die ahrimanischen Mächte bewirken. In der Zeit, in der dem Menschen noch göttliche Kräfte mitgegeben waren, wie sie ihm eben mitgegeben waren im Erdenbeginne, da konnten durch dieses ursprüngliche göttliche Erbe die Menschen den Anprall der ahrimanischen Mächte, die sich auf diese Weise durch die Wintermondeszeit über die Menschheit ergossen, aushalten. Aber - so sagten die Eingeweihten ihren Schülern - es wird eine Zeit über die Menschheit kommen, wo gewissermaßen die Menschen betäubt sein werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
über das Geistige durch das, was die Erde an Mondenkräften aufnimmt zur Winterzeit. Mit dem Wachsen und Sprießen im Frühling wird es wie ein Berauschtsein gegenüber dem Geistigen über die Menschheit kommen und der Menschheit das Bewußtsein nehmen, daß es überhaupt ein Geistiges gibt. Dann wird die Menschheit, wenn sie nicht die Möglichkeit findet, diesen berauschenden Kräften Widerstand zu leisten, der Erde verfallen und nicht sich mit der Erde weiter entwickeln können zu künftigen andern, höheren Stadien der Erdenentwickelung. - In düsteren Farben malten die Eingeweihten das Zeitalter, das mit dem 15. Jahrhunderte anbrechen mußte für die Menschheit, wo die Menschheit allerdings groß sein wird in abstrakten toten Gedanken, wo die Menschheit aber nur dadurch wiederum geistfähig werden kann, daß sie neue Kraft gewinnt, um das Berauschende, das aus der Erde aufsteigt, zu besiegen durch die eigengeistige Kraft, welche die Menschheit entwickeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns solche Vorstellungen machen, versetzen wir uns ungefähr in den Zusammenhang des natürlichen Jahreslaufes mit dem, was im Geist lebt. Wir bringen zusammen das, was sonst abstrakt, was nur nachgedacht wäre, mit demjenigen, was der natürlich-sinnliche Verlauf ist, wie er uns zum Beispiel in den Jahreszeiten entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Entgegengesetzte dieses Weihnachtsmysteriums ist das Johannimysterium bei der Sommersonnenwende. Da hat die Erde ganz und gar ausgeatmet. Da ist das Geistig-Seelische der Erde ganz hingegeben den überirdischen Mächten, den kosmischen Mächten. Da nimmt das Geistig-Seelische der Erde auf alles das, was außerirdisch ist. Ebenso wie vom Weihnachtsmysterium, so sagten die alten Eingeweihten vom Johannimysterium, daß es gilt - die Ausdrücke sind natürlich modern, aber es hat für diese Mysterien auch immer alte Formen gegeben -, daß es nötig sei, um die Geheimnisse des Johannimysteriums, das heißt die Geheimnisse der Himmel, zu durchdringen, die Einweihung, Initiation zu erlangen. Denn der Mensch gehört dem Umkreis der Erde an; er gehört weder dem Inneren der Erde an, noch gehört er den Himmeln an als irdischer Mensch. Daher muß er eingeweiht sein in die Geheimnisse des Unterirdischen, um die Geheimnisse des Überirdischen kennenzulernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewissermaßen als etwas, wo sich Überirdisches und Unterirdisches&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Waage halten, wurden angesehen das Ostermysterium und das Michael-Mysterium, das Herbstesmysterium, das aber, wie gesagt, erst eine rechte Bedeutung in der Zeit gewinnen soll, die der unsrigen gegenüber als Zukunft erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ostermysterium trat in seiner vollen Größe in die Menschheitsentwickelung herein durch das Geheimnis von Golgatha. Das Ostermysterium wurde verstanden, wie ich schon sagte, in der Zeit, als noch die Reste des alten Hellsehens vorhanden waren. Da konnten die Menschen sich noch erheben in ihrem Gemüte zu dem auferstandenen Christus. Das Ostermysterium wurde daher in denjenigen Kultus verwoben, der nun nicht ein Initiationskultus, sondern ein Kultus für die allgemeine Menschheit wurde: das Ostermysterium wurde verwoben in den Messekultus, in den Kultus der Messehandlung. Aber mit dem Zurückgehen der alten primitiven Hellsichtigkeit ging auch das Verständnis für das Ostermysterium verloren. Zu diskutieren beginnt man ja über eine Sache erst dann, wenn man sie nicht mehr versteht. Alle die Diskussionen, die dann eingesetzt haben nach dem ersten christlichen Jahrhunderte über die Art und Weise, wie man den Ostergedanken zu fassen hat, die rühren schon davon her, daß man den Ostergedanken nicht mehr in das unmittelbare elementare Verständnis hereinbringen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wir haben ja oftmals auch auf den Ostergedanken anwenden können dasjenige, was uns die anthroposophische Geisteswissenschaft gibt. Und das ist das Wesentliche, daß diese anthroposophische Geistesforschung wiederum hinweist auf Lebensformen, die nicht innerhalb Geburt und Tod der sinnlichen Welt sich erschöpfen, und daß sie auch gegenüber dem, was sinnlich erforschbar ist, das geistig Erforschbare stellt, daß sie begreiflich macht, wodurch der Christus mit seinen Jüngern verkehren konnte, auch nachdem der physische Leib zerstäubt war. Der Auferstehungsgedanke gewinnt wiederum Lebendigkeit im Lichte der Geistesforschung. Aber vollständig begriffen wird dieser Auferstehungsgedanke nur dann, wenn er, ich möchte sagen, auch mit seinem Gegenpol verbunden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was stellt denn eigentlich der Auferstehungsgedanke dar? Die Christus-Wesenheit ist aus geistigen Höhen herabgestiegen, untergetaucht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|33}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in den Leib des Jesus, lebte auf der Erde in dem Leib des Jesus, trug dadurch gewissermaßen die Kräfte des Außerirdischen in die Erdensphäre herein; und indem sie die Kräfte des Außerirdischen in die Erdensphäre hereintrug, waren von diesem Zeitpunkte, von dem Zeitpunkte des Mysteriums von Golgatha an, diese überirdischen Kräfte mit den Kräften der Menschheitsentwickelung verbunden. Seither ist das, was die Menschen in der alten Zeit nur draußen in den Weltenweiten schauen konnten, zu empfinden innerhalb der Menschheitsentwickelung der Erde. Der Christus hat sich nach der Auferstehung mit der Menschheit verbunden, lebt seither nicht nur in außerirdischen Höhen, lebt innerhalb des Erdendaseins, lebt in der Entwickelung, in der Entwickelungsströmung der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Ereignis muß vor allen Dingen angesehen werden nicht nur vom Gesichtspunkte des Irdischen aus, sondern auch vom Gesichtspunkte des Überirdischen. Man kann sagen: Man soll den Christus nicht nur so betrachten, wie er aus Himmelswelten herankommt an die Erde und Mensch wird, also den Menschen gegeben wird, sondern man soll dieses Christus-Ereignis auch so betrachten, wie der Christus fortgeht aus der geistigen Welt auf die Erde hinunter. - Die Menschen sahen gewissermaßen den Christus in ihrem Bereiche ankommen. Die Götter sahen den Christus die himmlische Welt verlassen und untertauchen in die Menschheit. Für die Menschen erschien der Christus; für eine gewisse geistige Welt entschwand er. Und indem er durch die Auferstehung ging, erschien er, ich möchte sagen, von der Erde aus leuchtend gewissen geistigen Wesenheiten des Außerirdischen wie ein Stern, der jetzt ihnen in die geistige Welt von der Erde aus hineinscheint. Geistige Wesenheiten verzeichnen das Mysterium von Golgatha so, daß sie sagen: Es begann von der Erde aus ein Stern hereinzuleuchten in das geistige Reich. - Und als etwas außerordentlich Wesentliches für die geistige Welt wurde es empfunden, daß der Christus in einen menschlichen Leib untergetaucht ist, mitgemacht hat in einem menschlichen Leib den Tod. Denn indem er in einem menschlichen Leib den Tod mitmachte, konnte er unmittelbar nach diesem Tode etwas unternehmen, was zunächst seine früheren Göttergenossen nicht haben unternehmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|34}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese früheren Göttergenossen hatten wie eine feindliche Welt gegen sich dasjenige, was man auch in älteren Zeiten Hölle nannte. Aber die Wirksamkeit dieser geistigen Wesenheiten hatte ihre Grenze an den Pforten der Hölle. Diese geistigen Wesenheiten wirkten auf den Menschen. Des Menschen Kräfte ragen auch hinein in die Hölle; das ist ja nichts anderes als das Hineinragen, das unterbewußte Hineinragen des Menschen in die ahrimanischen Kräfte zur Winterzeit und beim Aufstieg dieser ahrimanischen Kräfte in der Frühlingszeit. Die göttlich-geistigen Wesen empfanden das als eine ihnen gegenüberstehende Welt. Sie sahen das aus der Erde aufsteigen, sie empfanden dieses als eine außerordentlich schwierige Welt; aber sie standen mit dieser Welt in Verbindung nur auf dem Umwege durch den Menschen, sie konnten sie gewissermaßen nur anschauen. Dadurch, daß heruntergestiegen war der Christus auf die Erde, selber Mensch geworden war, konnte er hinuntersteigen in den Bereich dieser ahrimanischen Kräfte und sie besiegen, was eben in den Glaubensformein mit dem Hinuntersteigen in die Hölle ausgedrückt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist der andere Pol der Auferstehung gegeben. Das hat Christus für die Menschheit getan, daß er, von göttlichen Höhen herunter- steigend, Menschengestalt annehmend, in die Lage versetzt wurde, wirklich hinunterzusteigen in den Bereich, dessen Gefahren der Mensch ausgesetzt ist, in den früher Götter, die sich nicht dem Menschentode ausgesetzt hatten, nicht hinuntersteigen konnten. Damit hat er auf seine Art den Sieg über den Tod errungen, und damit trat, ich möchte sagen, wie der andere Pol dieses Hinabsteigens in die Hölle das Aufsteigen in die geistige Welt hinzu, trotzdem er auf der Erde bleibend war: weil der Christus sich mit der Menschheit so vereinigt hatte, daß er zu dem hinuntergestiegen war, dem die Menschheit ausgesetzt ist. Während der Winterzeit und Frühlingszeit konnte er das für die Menschen erobern, was aus außerirdischen Regionen wiederum in die Erde von der Johannizeit ab zum Herbste hin hereinwirkt. Und so sehen wir in dem Ostergedanken gewissermaßen vereinigt das Hinuntersteigen in die höllische Region, und durch dieses Hinuntersteigen das Erobern der himmlischen Region für die weitere Menschheitsentwickelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|35}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles gehört zu einem richtigen Begreifen des Ostergedankens. Aber was wäre dieser Ostergedanke, wenn er nicht lebendig werden könnte! Es war nur möglich, in alten Zeiten die richtige Empfindung mit dem Gedanken der Wintersonnenwende zu verbinden dadurch, daß man auf der andern Seite den Johannigedanken hatte. Schematisch gezeichnet: Hatte man das Irdische mit seinem tief verborgenen Winterlichen (orange), so war das Dazugehörige dasjenige, was zur Sommerzeit im überirdischen Umkreise war (orange), beides nur durch die Einweihung erreichbar, aber verbunden durch das, was im irdischen Umkreise, im Atmosphärenumkreise war (grün).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 035.png|center|450px|Zeichnung aus GA 223, S. 35]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihnachten fordert Johanni, Johanni fordert Weihnachten. Der Mensch müßte erstarren unter den ahrimanischen Mächten, wenn er nicht den auflösenden luziferischen Mächten ausgesetzt sein könnte, welche dem Gedanken wiederum Flügel geben, so daß er nicht er- starren muß, sondern unter der Einwirkung des Lichtes wiederum auftauen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst hat die Menschheit in ihrer Entwickelung nur den einen Pol, den Osterpol, und dieser Osterpol ist abgelähmt worden. Das Osterfest hat nicht mehr seine innere Lebendigkeit. Es wird seine innere Lebendigkeit wieder bekommen, wenn man über dieses Osterfest in der folgenden Weise denken kann, wenn man sich wird sagen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|36}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
können: Durch das, was symbolisch ausgedrückt wird in dem Herab- steigen zur Hölle - was in Wirklichkeit verstanden werden kann als die Auferstehung -, wurde dem Menschen ein Gegengewicht gegeben gegen etwas, was herankommen mußte, gegen das Abgelähmtwerden aller geistigen Anschauung, gegen das Ersterben im irdischen Leben. - Prophetisch vorbauen wollte der Christus Jesus demjenigen, was kommen mußte: daß der Mensch eigentlich während seines Lebens auf der Erde zwischen Geburt und Tod das Überirdische, das Geistige so vergißt, daß er diesem überirdischen Geistigen gewissermaßen ab- stirbt. Diesem Absterben des Menschen im irdischen Leben steht gegenüber der Ostergedanke von dem Sieg des überirdischen Lebens über das irdische Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite steht dieses: Der Mensch steigt herunter aus seinem vorirdischen Leben. Aber in dem Zeitalter, das mit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts angebrochen ist, wird der Mensch im irdischen Leben immer mehr und mehr vergessen seinen überirdischen Ursprung, wird gewissermaßen für sein Seelisches im irdischen Leben ersterben. Das steht auf der einen Seite. Auf der andern Seite aber steht: Da gab es ein geistig-himmlisches Wesen, das hat durch seine Tat, die aus den Himmeln in die Erde hereinwirkte, das Gegenbild hingestellt: jenes geistige Wesen, das hinunterstieg in einen Menschenleib und das durch seine eigene Wesenheit das Überirdisch-Geistige in der Auferstehung unter die Menschen der Erde hereingesetzt hat. Zum Andenken dafür haben wir das Osterfest, das im Bilde hinstellt vor die Menschheit die Grablegung des Christus Jesus, die Auferstehung des Christus Jesus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist ins Grab gelegt worden und nachher auferstanden - das ist der Ostergedanke; das ist der Ostergedanke, wie er sich in die kosmischen Weistümer hineinstellt. - Siehe hin auf dich, o Mensch, du steigst herunter aus überirdischen Welten; dir droht die Gefahr, zu ersterben für deine Seele in dem irdischen Leben. Da aber erscheint der Christus, der dir vor Augen stellt, wie dasjenige, in dem auch du urständest, das Überirdisch-Geistige, wie das den Tod besiegt. Das steht vor dir in dem größten der Bilder, die vor die Menschheit haben hingestellt werden können: die Grablegung des Christus Jesus, die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|37}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auferstehung des Christus Jesus. Er ist hineingelegt worden in das Grab. Er ist auferstanden aus dem Grab und denjenigen, die ihn schauen konnten, erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber mit den herabgelähmten Seelenkräften kann dieses Bild nicht mehr lebendig werden. Wo kann es heute noch lebendig werden in den abgelähmten Seelenkräften, wie sie heute sind? In einem traditionellen Glauben kann der Mensch noch hinschauen auf das, was ihm die Osterfesteszeit gibt: auf das grandiose Bild der Grablegung und Auferstehung. Aus der inneren Kraft der Seele heraus kann er von sich selber nichts mehr verbinden mit diesem Ostergedanken, mit dem Gedanken der Grablegung und der Auferstehung. Aus der geistigen Erkenntnis heraus muß er wiederum etwas damit verbinden. Und das kann kein anderes sein als dieses: Ja, es ist möglich, daß der Mensch Geist-Erkenntnis an sich herankommen lasse und daß er begreife das andere. Stellen wir es vor uns hin, damit wir es uns tief in die Seele einschreiben, dieses andere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ostergedanke: Er ist ins Grab gelegt, er ist erstanden. Stellen wir dagegen den andern Gedanken vor uns hin, der über die Menschheit kommen muß: Er ist erstanden und kann beruhigt ins Grab gelegt werden. - Ostergedanke: Er ist ins Grab gelegt, er ist erstanden. - Michael-Festgedanke: Er ist erstanden und kann beruhigt ins Grab gelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Gedanke, der Ostergedanke, bezieht sich auf den Christus, der zweite Gedanke bezieht sich auf den Menschen, auf den Menschen, der gerade die Kraft des Ostergedankens begreift: wie durch Geist-Erkenntnis, wenn er eingetreten ist in das irdische Leben der Gegen- wart, wo sein Seelisch-Geistiges erstirbt, seine Seele auferstehen kann, so daß er lebendig wird zwischen Geburt und Tod, so daß er im irdischen Leben innerlich lebendig wird. Dieses innerliche Erstehen, dieses innerliche Auferwecktwerden, das muß der Mensch begreifen durch Geisteswissenschaft; dann wird er beruhigt ins Grab gelegt. Dann wird er in das Grab gelegt, durch das er sonst denjenigen Mächten verfallen müßte, die als ahrimanische Mächte innerhalb des Erdenbereiches zur Wintersonnenwendezeit wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Fest, das diesen Gedanken enthält: Er ist erstanden und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|38}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kann beruhigt ins Grab gelegt werden -, dieses Fest muß hineinfallen in die Zeit, wenn die Blätter beginnen gelb zu werden, von den Bäumen zu fallen, wenn die Früchte reifen, wenn die Sonne jene Gewalt bekommen hat, durch die sie das, was im Frühling Sprießendes, Sprossendes, Wachstumkräftiges war, zur Reife bringt, aber auch zum Welken bringt und wiederum hinneigen läßt zum Inneren der Erde; wenn das, was auf der Erde sich entwickelt, beginnt ein Symbolum des Grabes zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir das Osterfest hinein in die Zeit, wo das Leben beginnt zu sprießen und zu sprossen, wo die Wachstumskräfte ihre höchste Höhe erreichen, so müssen wir das andere Fest, das da enthält: Er ist erstanden und kann beruhigt ins Grab gelegt werden -, hinverlegen in diejenige Zeit, wo es beginnt, in der Erdennatur welk zu werden, wo Grabesstimmung sich ausbreitet innerhalb der Erdennatur, wo vor des Menschen Seele treten kann das Symbolum des Grabes. Da wird rege in dem Menschen der Michael-Gedanke: jener Gedanke, der sich nun aber nicht wie der Ostergedanke in den ersten Jahrhunderten des Christentums, an das Anschauen richtet. In den ersten Jahrhunderten des Christentums wurde die Anschauung hingerichtet auf den ins Grab gelegten und auferstandenen Christus. Im Anschauen wurde die Seele mit ihren stärksten Kräften erfüllt, kräftig gemacht. In dem Festesgedanken der Herbstessonnenwende muß die Seele ihre Stärke fühlen, indem nun nicht appelliert wird an ihr Anschauen, sondern an ihren Willen: Nimm den die ahrimanischen Mächte besiegenden Michael-Gedanken in dich auf, jenen Gedanken, der dich kräftig macht, Geisteserkenntnis hier auf Erden zu erwerben, damit du die Todesmächte besiegen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der Ostergedanke sich an die Anschauung richtet, so richtet sich dieser Gedanke an die Willensmächte: aufzunehmen die Michael-Kraft, das heißt, aufzunehmen die Kraft der geistigen Erkenntnis in die Willenskräfte. Und so kann der Ostergedanke lebendig werden, unmittelbar herangebracht werden an das menschlich Seelisch-Geistige, indem ebenso, wie der Johannigedanke empfunden wurde als der Gegenpol des Weihnachtsgedankens, nun der Michael-Gedanke, der Gedanke des Michael-Festes zur Herbsteszeit als der Gegenpol des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|39}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ostergedankens empfunden wird. Wie der Weihnachtsgedanke hervorgetrieben hat durch innere Lebendigkeit den Johannigedanken nach einem halben Jahre, so muß hervortreiben der Ostergedanke den Michael-Gedanken. Die Menschheit muß eine esoterische Reife erlangen dazu, nun wiederum nicht bloß abstrakt zu denken, sondern so konkret denken zu können, daß sie wieder Feste-schöpfend werden kann. Dann wird sie mit dem sinnlichen Erscheinungsverlaufe wiederum etwas Geistiges verbinden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Gedanken bleiben alle abstrakt. Aber unsere Gedanken mögen noch so großartig, noch so geistvoll sein - wenn sie abstrakt bleiben, werden sie nicht das Leben durchdringen können. Heute, wo die Menschheit nachdenkt darüber, wie sie das Osterfest auf irgendeinen abstrakten Tag setzen könne, nicht mehr nach der Sternenkonstellation, heute, wo alles höhere Erkennen verdunkelt ist, wo man keinen Zusammenhang mehr hat zwischen der Einsicht in die moralisch-geistigen und naturalistisch-physischen Kräfte, heute muß wiederum die Kraft in dem Menschen erwachen, unmittelbar mit der sinnlichen Erscheinung der Welt etwas Geistiges verbinden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worin bestand denn die geistige Kraft des Menschen, Feste schaffen zu können im Laufe des Jahres je nach dem Verlauf der Jahreserscheinungen? Sie bestand in der ursprünglichen geistigen Kraft. Heute können die Menschen nach der alten traditionellen Gewohnheit Feste fortfeiern, aber die Menschheit muß wiederum die esoterische Kraft gewinnen, von sich aus etwas in die Natur hineinsagen zu können nach dem natürlichen Ablauf. Gefunden werden muß die Möglichkeit, den Herbstes-Michael-Gedanken als Blüte des Ostergedankens zu fassen. Während der Ostergedanke der Ausfluß der sinnlichen Blüte ist, muß die Blüte des Ostergedankens, der Michael- Gedanke, als der Ausfluß des physischen Abwelkens in den Jahreslauf hineingestellt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen müssen wiederum lernen, das Geistige mit dem Naturlauf zusammendenken zu können. Es ist heute dem Menschen nicht bloß gestattet, esoterische Betrachtungen anzustellen; es ist heute notwendig für den Menschen, Esoterisches wiederum tun zu können. Das aber werden die Menschen nur tun können, wenn sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|40}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
imstande sind, ihre Gedanken so konkret, so lebendig zu fassen, daß sie wiederum nicht nur denken, indem sie sich zurückziehen von allem Geschehen, sondern indem sie denken mit dem Lauf des Geschehens, zusammen denken mit den welkenden Blättern, mit den reifenden Früchten so michaelisch, wie man österlich zu denken verstand mit den blühenden Pflanzen, mit den sprossenden Pflanzen, mit den sprießenden Blüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man verstehen wird, mit dem Jahreslauf zu denken, dann werden sich in die Gedanken diejenigen Kräfte mischen, welche den Menschen wiederum Zwiesprache werden halten lassen mit den göttlich-geistigen Kräften, die sich aus den Sternen offenbaren. Aus den Sternen herunter haben sich die Menschen die Kraft geholt, Feste zu begründen, die innerliche menschliche Gültigkeit haben. Feste müssen die Menschen aus innerer esoterischer Kraft begründen. Dann werden sie aus den Zwiesprachen mit welkenden, mit reifenden Pflanzen, mit der ab sterbenden Erde, indem sie die rechte innerliche Festesstimmung dazu finden, wiederum auch Zwiesprache halten können mit den Göttern und menschliches Dasein an Götterdasein anknüpfen können. Dann wird auch der richtige Ostergedanke wieder da sein, wenn dieser Ostergedanke so lebendig sein wird, daß er den Michael-Gedanken aus sich hervortreiben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== DRITTER VORTRAG Dornach, Ostermontag, 2. April 1923 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dürfen nicht unterschätzen, welche Bedeutung für die Menschheit so etwas hat wie die Hinlenkung aller Aufmerksamkeit auf eine Festeszeit des Jahres. Wenn auch in unserer Gegenwart das Feiern der religiösen Feste mehr ein gewohnheitsmäßiges ist, so war es doch nicht immer so, und es gab Zeiten, in denen die Menschen ihr Bewußtsein verbanden mit dem Verlauf des ganzen Jahres, indem sie bei Jahresbeginn sich so im Zeitenverlaufe stehend fühlten, daß sie sich sagten: Es ist ein bestimmter Grad von Kälte oder Wärme da, es sind bestimmte Verhältnisse der sonstigen Witterung da, es sind bestimmte Verhältnisse da im Wachstum oder Nichtwachstum der Pflanzen oder der Tiere. - Und die Menschen lebten dann mit, wie allmählich die Natur ihre Verwandlungen, ihre Metamorphosen durchmachte. Sie lebten das aber so mit, indem ihr Bewußtsein sich mit den Naturerscheinungen verband, daß sie gewissermaßen dieses Bewußtsein hinorientierten nach einer bestimmten Festeszeit, sagen wir also: im Jahresbeginne durch die verschiedenen Empfindungen hindurch, die mit dem Vergehen des Winters zusammenhingen nach der Osterzeit hin, oder im Herbste mit dem Hinwelken des Lebens nach der Weihnachtszeit hin. Dann erfüllten die Seele jene Empfindungen, die sich eben ausdrückten in der besonderen Art, wie man sich zu dem stellte, was einem die Feste waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erlebte man also den Jahreslauf mit, und dieses Miterleben des Jahreslaufes war ja im Grunde genommen ein Durchgeistigen desjenigen, was man um sich herum nicht nur sah und hörte, sondern mit seinem ganzen Menschen erlebte. Man erlebte den Jahreslauf wie den Ablauf eines organischen Lebens, so wie man etwa im Menschen, wenn er ein Kind ist, die Äußerungen der kindlichen Seele in Zusammenhäng bringt mit den ungelenken kindlichen Bewegungen, mit der unvollkommenen Sprechweise des Kindes. Wie man bestimmte seelische Erlebnisse zusammenbringt mit dem Zahnwechsel, andere seelische Erlebnisse mit späteren Veränderungen des Körpers, so sah &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|42}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
man das Walten und Weben von Geistigem in den Veränderungen der äußeren Naturverhältnisse. Es war ein Wachsen und Abnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aber hängt zusammen mit der ganzen Art und Weise, wie sich der Mensch überhaupt als Erdenmensch innerhalb der Welt fühlt. Und so kann man sagen: In der Zeit, in der im Beginne unserer Zeitrechnung angefangen wurde, die Erinnerung an das Ereignis von Golgatha zu feiern, das dann zum Osterfest geworden ist, in der Zeit, in der das Osterfest im Laufe des Jahres lebendig empfunden worden ist, in der man den Jahreslauf so miterlebte, wie ich es eben gekennzeichnet habe, da war es im wesentlichen so, daß die Menschen ihr eigenes Leben hingegeben fühlten an die äußere geistig-physische Welt. Sie fühlten, daß sie, um ihr Leben zu einem vollständigen zu machen, bedürftig waren der Anschauung der Grablegung und Auferstehung, des grandiosen Bildes vom Ereignis von Golgatha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von solchem Erfüllen des Bewußtseins aber gehen Inspirationen für die Menschen aus. Die Menschen sind sich dieser Inspirationen nicht immer bewußt, aber es ist ein Geheimnis der Menschheitsentwickelung, daß von diesen religiösen Einstellungen gegenüber den Welterscheinungen Inspirationen für das ganze Leben ausgehen. Zunächst müssen wir uns ja klar sein darüber, daß während eines gewissen Zeitalters, während des Mittelalters, die Menschen, die das geistige Leben orientiert haben, die Priester waren, jene Priester, welche vor allen Dingen auch damit zu tun hatten, die Feste zu regeln, tonangebend zu sein im Feste-Feiern. Die Priesterschaft war diejenige Körperschaft innerhalb der Menschheit, welche vor die übrige Menschheit, die Laienmenschheit, die Feste hinstellte, den Festen ihren Inhalt gab. Damit aber fühlte die Priesterschaft diesen Inhalt der Feste ganz besonders. Und der ganze Seelenzustand, der sich dadurch einstellte, daß solche Feste inspirierend wirkten, der drückte sich dann aus im übrigen Seelenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hätte im Mittelalter nicht dasjenige gehabt, was man die Scholastik nennt, was man die Philosophie des Thomas von Aquino` des Albertus Magnus und anderer Scholastiker nennt, wenn diese Philosophie, diese Weltanschauung und alles, was sie sozial in ihrem Gefolge hatten, nicht inspiriert gewesen wären gerade von dem wichtigsten &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|43}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kirchengedanken: von dem Ostergedanken. In der Anschauung des heruntersteigenden Christus, der im Menschen ein zeitweiliges Leben auf Erden führt, der dann durch die Auferstehung geht, war jener seelische Impuls gegeben, der dazu führte, jenes eigentümliche Verhältnis zwischen Glauben und Wissen, zwischen Erkenntnis und Offenbarung zu setzen, das eben das scholastische ist. Daß man aus dem Menschen heraus nur die Erkenntnis der sinnlichen Welt bekommen kann, daß alles, was sich auf die übersinnliche Welt bezieht, durch Offenbarung gewonnen werden muß, das war im wesentlichen durch den Ostergedanken, wie er sich an den Weihnachtsgedanken anschloß, bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wiederum die heutige naturwissenschaftliche Ideenwelt eigentlich ganz und gar ein Ergebnis der Scholastik ist, wie ich oftmals hier auseinandergesetzt habe, so muß man sagen: Ohne daß es die naturwissenschaftliche Erkenntnis der Gegenwart weiß, ist sie im wesentlichen ein richtiger Siegelabdruck, möchte ich sagen, des Ostergedankens, so wie er geherrscht hat in den älteren Zeiten des Mittelalters, wie er dann abgelähmt worden ist in der menschlichen Geistesentwickelung im späteren Mittelalter und in der neueren Zeit. Schauen wir darauf hin, wie die Naturwissenschaft in Ideen das verwendet, was heute ja populär ist und unsere ganze Kultur beherrscht, sehen wir, wie die Naturwissenschaft ihre Ideen verwendet: sie wendet sie an auf die tote Natur; sie glaubt sich nicht erheben zu können über die tote Natur. Das ist ein Ergebnis jener Inspiration, die angeregt war durch das Hinschauen auf die Grablegung. Und solange man zu der GrabIegung hinzufügen konnte die Auferstehung als etwas, zu dem man aufsah, da fügte man auch die Offenbarung über das Übersinnliche zu der bloßen äußeren Sinneserkenntnis hinzu. Als immer mehr und mehr die Anschauung aufkam, die Auferstehung wie ein unerklärliches und daher unberechtigtes Wunder hinzustellen, da ließ man die Offenbarung, also die Übersinnliche Welt, weg. Die heutige naturwissenschaftliche Anschauung ist sozusagen bloß inspiriert von der Karfreitagsanschauung, nicht von der Ostersonntagsanschauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß diesen inneren Zusammenhang erkennen: Das Inspirierte ist immer das, was innerhalb aller Festesstimmungen miterlebt wird &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegenüber der Natur. Man muß den Zusammenhang erkennen zwischen diesem Inspirierenden und dem, was in allem Menschenleben zum Ausdrucke kommt. Wenn man erst einsieht, welch inniger Zusammenhang besteht zwischen diesem Sich-Einleben in den Jahreslauf und dem, was die Menschen denken, fühlen und wollen, dann wird man auch erkennen, von welcher Bedeutung es wäre, wenn es zum Beispiel gelänge, die Herbstes-Michael-Feier zu einer Realität zu machen, wenn es wirklich gelänge, aus geistigen Untergründen heraus, aus esoterischen Untergründen heraus die Herbstes-Michael-Feier zu etwas zu machen, was nun in das Bewußtsein der Menschen überginge und wiederum inspirierend wirkte. Wenn der Ostergedanke seine Färbung bekäme dadurch, daß sich zu dem Ostergedanken: Er ist ins Grab gelegt worden und auferstanden - hinzufügte der andere Gedanke, der menschliche Gedanke: Er ist auferstanden und darf in das Grab gelegt werden, ohne daß er zugrunde geht -, wenn dieser Michael-Gedanke lebendig werden könnte, welche ungeheure Bedeutung würde gerade solch ein Ereignis haben können für das gesamte Empfinden und Fühlen und Wollen der Menschen! Wie würde sich das einleben können in das ganze soziale Gefüge der Menschheit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was die Menschen erhoffen von einer Erneuerung des sozialen Lebens, es wird nicht kommen von all den Diskussionen und von all den Institutionen, die sich auf Äußerlich-Sinnliches beziehen, es wird allein kommen können, wenn ein mächtiger Inspirationsgedanke durch die Menschheit geht, wenn ein Inspirationsgedanke die Menschheit ergreift, durch welchen wiederum Moralisch-Geistiges unmittelbar im Zusammenhange gefühlt und empfunden wird mit dem Natürlich-Sinnlichen. Die Menschen suchen heute, ich möchte sagen, wie die unter der Erde befindlichen Regenwürmer das Sonnenlicht, während man, um das Sonnenlicht zu finden, eben über die Oberfläche der Erde hervorkommen muß. Mit allen Diskussionen und Reformgedanken von heute ist nichts zu machen in Wirklichkeit; allein von dem mächtigen Einschlage eines aus dem Geiste heraus geholten Gedankenimpulses ist etwas zu erreichen. Denn man muß sich klar sein darüber, daß gerade der Ostergedanke seine neue Nuance bekommen würde, wenn er ergänzt würde durch den Michael-Gedanken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|45}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir diesen Michael-Gedanken einmal näher. Wenn wir den Blick auf den Ostergedanken hinwerfen, so haben wir zu beachten, daß Ostern in die Zeit des aufsprießenden und sprossenden Frühlingsiebens fällt. In dieser Zeit atmet die Erde ihre Seelenkräfte aus, damit diese Seelenkräfte im Umkreise der Erde sich durchdringen mit dem, was astralisch um die Erde herum ist, mit dem außerirdischen Kosmischen. Die Erde atmet ihre Seele aus. Was bedeutet das? Das bedeutet, daß gewisse elementare Wesenheiten, weiche ebenso im Umkreise der Erde sind wie die Luft oder wie die Kräfte des Pflanzenwachstums, ihr eigenes Wesen mit der ausgeatmeten Erdenseele verbinden für die Gegenden, in denen eben Frühling ist. Es verschwimmen und verschweben diese Wesenheiten mit der ausgeatmeten Erdenseele. Sie entindividualisieren sich, sie verlieren ihre Individualität, sie gehen in dem allgemein Irdisch-Seelischen auf. Zahlreiche Elementarwesen schaut man im Frühling gerade um die Osterzeit, wie sie aus dem letzten Stadium ihres individuellen Daseins, das sie während der Winterzeit gehabt haben, wolkenartig verschwimmen und aufgehen im allgemein Irdisch-Seelenhaften. Ich möchte sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 045.png|center|300px|Zeichnung aus GA 233, S. 45]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Elementarwesen waren während der Winterzeit innerhalb des Seelenhaften der Erde, wo sie sich individualisiert hatten (siehe Zeichnung: grün im gelb). Die sind vor dieser Osterzeit noch mit &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|46}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einer gewissen Individualität behaftet, fliegen, schweben gewissermaßen herum als individuelle Wesenheiten. Während der Osterzeit sehen wir, wie sie in allgemeinen Wolken zusammenlaufen und eine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 046.png|center|300px|Zeichnung aus GA 223, S. 46]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gemeinsame Masse bilden innerhalb der Erdenseele (grün im gelb). Dadurch aber verlieren bis zu einem gewissen Grade diese Elementar- wesen ihr Bewußtsein. Sie kommen in eine Art schlafähnlichen Zu- stand. Gewisse Tiere führen einen Winterschlaf; diese Elementar- wesen führen einen Sommerschlaf. Das ist am stärksten während der Johannizeit, wo sie vollständig schlafen. Dann aber fangen sie wiederum an, sich zu individualisieren, und man sieht sie schon als besondere Wesen in dem Einatmungszug der Erde klar zur Michaeli-Zeit, Ende des September.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber diese Elementarwesen sind diejenigen, die der Mensch nun braucht. Das alles liegt ja nicht in seinem Bewußtsein, aber der Mensch braucht sie trotzdem, um sie mit sich zu vereinigen, damit er seine Zukunft vorbereiten kann. Und der Mensch kann diese Elementarwesen mit sich vereinigen, wenn er zu einer Festeszeit, die in das Ende des September fiele, mit einer besonderen inneren seelenvollen Lebendigkeit empfinden würde, wie die Natur gerade gegen den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|47}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbst zu sich verändert; wenn der Mensch empfinden könnte, wie da das tierisch-pflanzliche Leben zurückgeht, wie gewisse Tiere sich anschicken, ihre schützenden Orte aufzusuchen für den Winter, wie die Pflanzenblätter ihre Herbstesfärbungen bekommen, wie das ganze Natürliche verwelkt. Gewiß, der Frühling ist schön, und die Schönheit des Frühlings, das wachsende, sprießende und sprossende Leben des Frühlings zu empfinden, ist eine schöne Eigenschaft der menschlichen Seele. Aber auch empfinden zu können, wenn die Blätter sich bleichen, ihre Herbstesfärbungen annehmen, wenn die Tiere sich verkriechen, fühlen zu können, wie im absterbenden Sinnlichen ersteht das glitzernde, glänzende Geistig-Seelische, empfinden zu können, wie mit dem Gelbfärben der Blätter ein Untergang des sprießenden, sprossenden Lebens da ist, aber wie das Sinnliche gelb wird, damit das Geistige in dem Gelbwerden als solches leben könne, empfinden zu können, wie in dem Abfallen der Blätter das Aufsteigen des Geistes stattfindet, wie das Geistige die Gegenoffenbarung des verglimmenden Sinnlichen ist: das sollte als eine Empfindung für den Geist den Menschen in der Herbsteszeit beseelen. Dann bereitet er sich in der richtigen Weise gerade auf die Weihnachtszeit vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durchdrungen sollte der Mensch werden aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft heraus von der Wahrheit, daß gerade das geistige Leben des Menschen auf Erden zusammenhängt mit dem absteigenden physischen Leben. Indem wir denken, geht ja unsere physische Materie in dem Nerv zugrunde. Der Gedanke ringt sich aus der zugrunde gehenden Materie auf. Das Werden der Gedanken in sich selber, das Aufglänzen der Ideen in der Menschenseele und im ganzen menschlichen Organismus Sich-verwandt-Fühlen mit den sich gelbfärbenden Blättern, mit dem welkenden Laub der Pflanzen, mit dem Dürrwerden der Pflanzen, dieses Sich-verwandt-Fühlen des menschlichen Geistseins mit dem Naturgeistsein: das kann dem Menschen jenen Impuls geben, der seinen Willen verstärkt, jenen Impuls, der den Menschen hinweist auf die Durchdringung des Willens mit Geistigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch aber, daß der Mensch seinen Willen mit Geistigkeit durchdringt, wird er ein Genosse der Michael-Wirksamkeit auf Erden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|48}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn der Mensch in dieser Weise gegen den Herbst zu mitlebt mit der Natur und dieses Mitleben mit der Natur in einem entsprechenden Festesinhalt zum Ausdrucke bringt, dann kann er jene Ergänzung der Osterstimmung wirklich empfinden. Dadurch aber wird ihm noch etwas anderes klar. Sehen Sie, was der Mensch heute denkt, fühlt und will, ist ja inspiriert von der einseitigen Osterstimmung, die noch dazu eine abgelähmte ist. Diese Osterstimmung ist im wesentlichen ein Ergebnis des sprossenden, sprießenden Lebens, das alles wie in eine pantheistische Einheit aufgehen läßt. Der Mensch ist hingegeben an die Einheit der Natur und an die Einheit der Welt überhaupt. Das ist ja auch das Gefüge unseres Geisteslebens heute. Man will alles auf eine Einheit, auf ein Monon zurückführen. Entweder ist einer Anhänger des Allgeistes oder der Allnatur: danach ist er entweder ein spiritualistischer Monist oder ein materialistischer Monist. Es wird alles in einem unbestimmten All-Einen gefaßt. Das ist im wesentlichen Frühlingsstimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaut man hinein in die Herbstesstimmung mit dem aufsteigenden freiwerdenden Geistigen (gelb), mit dem, ich möchte sagen, abtropfenden, welkwerdenden Sinnlichen (rot), dann hat man den Ausblick auf das Geistige als solches, auf das Sinnliche als solches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 048.png|center|300px|Zeichnung aus GA 223, S. 48]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|49}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühlingsprießende Pflanze hat in ihrem Wachstum, in ihrem Sprossen und Wachsen das Geistige darinnen. Das Geistige ist mit dem Sinnlichen durchmischt, man hat im wesentlichen eine Einheit. Die verwelkende Pflanze läßt das Blatt fallen und der Geist steigt auf: man hat den Geist, den unsichtbaren, übersinnlichen Geist, und herausfallend das Materielle. Es ist so, wie wenn man in einem Gefäß zuerst eine einheitliche Flüssigkeit hätte, in der irgend etwas aufgelöst ist, und man dann durch irgendeinen Vorgang es bewirken würde, daß sich aus dieser Flüssigkeit etwas absetzt, was als Trübung herunterfällt. Da hat man die zwei, die miteinander verbunden waren, die ein einziges bildeten, nun getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Frühling ist geeignet, alles ineinander zu verweben, alles in eine undifferenzierte, unbestimmte Einheit zu vermischen. Die Herbstesanschauung, wenn man nur richtig auf sie hinschaut, wenn man sie in der richtigen Weise kontrastiert mit der Frühlingsanschauung, sie macht einen aufmerksam darauf, wie Geist auf der einen Seite wirkt, Physisch-Materielles auf der andern Seite. Und man darf natürlich dann nicht einseitig bei dem einen oder bei dem andern stehenbleiben. Der Ostergedanke verliert ja nicht an Wert, wenn man den Michael-Gedanken hinzufügt. Man hat auf der einen Seite den Ostergedanken, wo alles, ich möchte sagen, in einer Art pantheistischer Vermischung auftritt, in einer Einheit. Man hat dann das Differenzierte, aber die Differenzierung geschieht nicht in irgendeiner unregelmäßigen, chaotischen Weise. Wir haben durchaus eine Regelmäßigkeit. Denken Sie sich den zyklischen Verlauf: Ineinanderfügung, Ineinandermischung, Vereinheitlichung, einen Zwischenzustand, wo die Differenzierung geschieht, die vollständige Differenzierung; dann wiederum das Aufgehen des Differenzierten im Einheitlichen und so fort. Da sehen Sie immer außer diesen zwei Zuständen noch einen dritten: da sehen Sie den Rhythmus zwischen dem Differenzierten und dem Undifferenzierten, gewissermaßen zwischen dem Einatmen des Herausdifferenzierten und dem Wiederausatmen. Einen Rhythmus sehen Sie, einen Zwischenzustand, ein Physisch-Materielles, ein Geistiges; ein Ineinanderwirken von Physisch-Materiellem und Geistigem: ein Seelisches. Sie lernen sehen im Naturverlaufe die Natur durchsetzt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|50}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von der Urdreiheit: von Materiellem, von Geistigem, von Seelischem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aber ist das Wichtige, daß man nicht stehenbleibt bei der allgemein-menschlichen Träumerei, man müsse alles auf eine Einheit zurückführen. Dadurch führt man alles, ob nun die Einheit eine spirituelle, ob sie eine materielle ist, auf das Unbestimmte der Weltennacht zurück. In der Nacht sind alle Kühe grau, im spirituellen Monismus sind alle Ideen grau, im materiellen Monismus sind sie ebenso grau. Das sind nur Empfindungsunterschiede. Darauf kommt es gar nicht an für eine höhere Anschauung. Worauf es ankommt, ist, daß wir als Menschen mit dem Weltenlauf uns so verbinden können, daß wir das lebendige Übergehen von der Einheit in die Dreiheit, das Zurückgehen von der Dreiheit in die Einheit zu verfolgen in der Lage sind. Dann, wenn wir dadurch, daß wir den Ostergedanken in dieser Weise ergänzen durch den Michaeli-Gedanken, uns in die Lage versetzen, die Urdreiheit in allem Sein in der richtigen Weise zu empfinden, dann werden wir sie in unsere ganze Seelenverfassung aufnehmen. Dann werden wir in der Lage sein, einzusehen, daß in der Tat alles Leben auf der Betätigung und dem Ineinanderwirken von Urdreiheiten beruht. Und dann werden wir, wenn wir das Michael-Fest so inspirierend haben, für eine solche Anschauung, wie das einseitige Osterfest inspirierend war für die Anschauungen, die nun einmal heraufgekommen sind, dann werden wir eine Inspiration, einen Natur-Geistimpuls haben, um in alles zu beobachtende und zu gestaltende Leben die Dreigliederung, den Dreigliederungsimpuls einzuführen. Und von der Einführung dieses Impulses hängt es doch zuletzt einzig und allein ab, ob die Niedergangskräfte, die in der menschlichen Entwickelung sind, wiederum in Aufgangskräfte verwandelt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man möchte sagen, als von dem Dreigliederungsimpuls im sozialen Leben gesprochen worden ist, da war das gewissermaßen eine Prüfung, ob der Michael-Gedanke schon so stark ist, daß gefühlt werden kann, wie ein solcher Impuls unmittelbar aus den zeitgestaltenden Kräften herausquillt. Es war eine Prüfung der Menschenseele, ob der Michael-Gedanke in einer Anzahl von Menschen stark genug ist. Nun, die Prüfung hat ein negatives Resultat ergeben. Der Michael-Gedanke &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|51}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist noch nicht stark genug in auch nur einer kleinen Anzahl von Menschen, um wirklich in seiner ganzen zeitgestaltenden Kraft und Kräftigkeit empfunden zu werden. Und es wird ja kaum möglich sein, die Menschenseelen für neue Aufgangskräfte so mit den urgestaltenden Weltenkräften zu verbinden, wie es notwendig ist, wenn nicht ein solch Inspirierendes wie eine Michael-Festlichkeit durchdringen kann, wenn also nicht aus den Tiefen des esoterischen Lebens heraus ein neugestaltender Impuls kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich statt der passiven Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft nur wenige aktive Mitglieder fänden, so würden über einen solchen Gedanken Erwägungen angestellt werden können. Das Wesentliche der Anthroposophischen Gesellschaft besteht ja darin, daß allerdings Anregungen innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft ausgelebt werden, daß aber die Mitglieder eigentlich hauptsächlich den Wert darauf legen, teilzunehmen an dem, was sich abspielt; daß sie wohl ihre betrachtenden Seelenkräfte hinwenden zu dem, was sich abspielt, daß aber die Aktivität der eigenen Seele nicht verbunden wird mit demjenigen, was als ein Impuls durch die Zeit geht. Daher kann natürlich bei dem gegenwärtigen Bestande der anthroposophischen Bewegung nicht davon gesprochen werden, daß so etwas wie dieses, was jetzt gewissermaßen wie ein esoterischer Impuls ausgesprochen wird, in seiner Aktivität erwogen werden kann. Aber verstehen muß man doch, wie eigentlich der Gang der Menschheitsentwickelung geht, wie nicht aus dem, was man in oberflächlichen Worten äußerlich ausspricht, die großen tragenden Kräfte der Weltentwickelung der Menschheit kommen, sondern wie sie, ich möchte sagen, aus ganz andern Ecken heraus kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alte Zeiten haben das immer gewußt aus ursprünglichem, elementarischem, menschlichem Hellsehen heraus. Alte Zeiten haben es nicht so gemacht, daß die jungen Leute zum Beispiel lernen: So und so viele chemische Elemente, dann wird eins entdeckt zu den fünfundsiebzig, dann sind es sechsundsiebzig, dann wird wieder eins entdeckt, dann sind es siebenundsiebzig. Man kann nicht absehen, wie viele noch entdeckt werden können. Zufällig fügt sich eins zu fünfundsiebzig, zu sechsundsiebzig und so weiter. In dem, was da als Zahl angeführt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|52}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird, ist keine innere Wesenhaftigkeit. Und so ist es überall. Wen interessiert heute, was, sagen wir in der Pflanzensystematik, irgendwie eine Art von Dreiheit zur Offenbarung bringen würde! Man entdeckt Ordnung neben Ordnung oder Art neben Art. Man zählt ab so, wie man zufällig hingeworfene Bohnen oder Steinchen abzählt. Aber das Wirken der Zahl in der Welt ist ein solches, das auf Wesenhaftigkeit beruht, und diese Wesenhaftigkeit muß man durchschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man denke zurück, wie kurz die hinter Uns liegende Zeit ist, wo dasjenige, was Stoffeserkenntnis war, zurückgeführt wurde auf die Dreiheit: auf das Salzige, das Merkurialische, das Phosphorartige, wie da eine Dreiheit von Urkräftigem geschaut wurde, wie alles, was sich als einzelnes fand, eben in irgendeine der Urkräfte der Drei hineingefügt werden mußte. Und anders noch ist es, wenn wir zurückblicken in noch ältere Zeiten, in denen es übrigens auch durch die Lage der Kultur den Menschen leichter war, auf so etwas zu kommen, denn die orientalischen Kulturen lagen mehr der heißen Zone zugeneigt, wo das dem älteren elementaren Hellsehen leichter möglich war. Heute ist es der gemäßigten Zone allerdings möglich, in freier, exakter Hellsichtigkeit zu diesen Dingen zu kommen; aber man will ja zurück in alte Kulturen! Damals unterschied man nicht Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Frühling, Sommer, Herbst und Winter zu unterscheiden, verführt, weil man darinnen die Vier hat, zu einem bloßen Aneinanderreihen. So etwas wie den Jahreslauf beherrscht von der Vier zu denken, wäre zum Beispiel der altindischen Kultur ganz unmöglich gewesen, weil da nichts von den Urgestalten alles Wirkens darinnen liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich mein Buch «Theosophie» schrieb, da konnte ich nicht einfach aneinanderreihen: physischer Leib, ätherischer Leib, astralischer Leib und Ich, wie man es zusammenfassen kann, wenn die Sache schon da ist, wenn man die Sache innerlich durchschaut. Da mußte ich nach der Dreizahl anordnen: physischer Leib, Ätherleib, Empfindungsleib; erste Dreiheit. Dann die damit verwobene Dreiheit: Empfindungsseele, Verstandesseele, Bewußtseinsseele; dann die damit verwobene Dreiheit: Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch, drei mal drei, ineinander verwoben (siehe Schema), dadurch wird es zu sieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|53}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Sieben ist eben drei mal drei ineinander verwoben. Und nur, wenn man auf das gegenwärtige Stadium der Menschheitsentwickelung blickt, kommt die Vier heraus, die eigentlich im Grunde genommen eine sekundäre Zahl ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 053.png|center|300px|Zeichnung aus GA 223, S. 53]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Will man auf das innerlich Wirksame, auf das sich Gestaltende sehen, muß man auf die Gestaltung im Sinne der Dreiheit schauen. Daher hat die alte indische Anschauung gehabt: heiße Jahreszeit, ungefähr würde das umfassen unsere Monate April, Mai, Juni, Juli; feuchte Jahreszeit, die würde ungefähr umfassen unsere Monate August, September, Oktober, November; und die kalte Jahreszeit würde umfassen unsere Monate Dezember, Januar, Februar, März, wobei die Grenzen gar nicht so festzustehen brauchen nach Monaten, sondern nur approximativ sind. Das kann verschoben gedacht werden. Aber der Jahreslauf wurde gedacht in der Dreiheit. Und so würde überhaupt die menschliche Seelenverfassung sich durchdringen mit der Anlage, diese Urdreiheit in allem Webenden und Wirkenden zu beobachten, dadurch aber auch allem menschlichen Schaffen, allem menschlichen Gestalten diese Urdreiheit einzuverweben. Man kann &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|54}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schon sagen, reinliche Ideen zu haben auch von dem freien Geistesleben, von dem Rechtsleben, von dem sozial-wirtschaftlichen Leben ist nur möglich, wenn man diesen Dreischlag des Weltenwirkens, das auch durch das Menschenwirken gehen muß, in der Tiefe durchschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gilt alles, was auf solche Dinge sich beruft, als eine Art von Aberglaube, währenddem es als hohe Weisheit gilt, einfach zu zählen: eins und wieder eins, zwei, drei und so weiter. Aber so verfährt ja die Natur nicht. Wenn man aber seine Anschauung lediglich darauf beschränkt, auf dasjenige hinzuschauen, in dem sich alles verwebt, zum Beispiel auf das Frühlingshafte allein, auf das man natürlich hinschauen muß, um zu sehen, wie sich alles verwebt, so kann man eben nicht den Dreischlag wiedergeben. Wenn man aber den ganzen Jahreslauf verfolgt, wenn man sieht, wie sich die Drei gliedert, wie das Geistige und das physisch-materielle Leben als Zweiheit vorhanden ist und das rhythmische Ineinanderweben von beiden als das Dritte, dann nimmt man wahr dieses Drei in Eins, Eins in Drei, und lernt erkennen, wie der Mensch sich selber hin einstellen kann in dieses Weltenwirken: drei zu eins, eins zu drei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das würde menschliche Seelenverfassung werden, weltendurchdringende, mit Welten sich verbündende menschliche Seelenverfassung, wenn der Michael-Gedanke als Festesgedanke so erwachen könnte, daß wirklich dem Osterfest an die Seite gesetzt würde in der zweiten Septemberhälfte ein Michael-Fest, wenn dem Auferstehungsgedanken des Gottes nach dem Tode hinzugefügt werden könnte der durch die Michael-Kraft bewirkte Auferstehungsgedanke des Menschen vor dem Tode. So daß der Mensch durch die Auferstehung Christi die Kraft finden würde, in Christus zu sterben, das heißt, den auferstandenen Christus in seine Seele aufzunehmen während des Erdenlebens, damit er in ihm sterben könne, das heißt, nicht tot, sondern lebendig sterben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solches inneres Bewußtsein würde hervorgehen aus dem Inspirierenden, das aus einem Michael-Dienst kommen würde. Man kann sehr wohl einsehen, wie unserer materialistischen Zeit, die aber identisch ist mit einer ganz und gar philiströs gewordenen Zeit, so etwas ferne &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|55}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
liegt. Gewiß, man kann auch nichts davon erwarten, wenn es ein Totes, Abstraktes bleibt. Aber wenn mit demselben Enthusiasmus, mit dem einmal in der Welt Feste eingeführt worden sind, als man die Kraft hatte, Feste zu gestalten, wiederum so etwas geschieht, dann wird es inspirierend wirken. Dann wird es aber auch inspirierend wirken für unser ganzes geistiges und für unser ganzes soziales Leben. Dann wird dasjenige im Leben stehen, was wir brauchen: nicht abstrakter Geist auf der einen Seite, geistlose Natur auf der andern Seite, sondern durchgeistigte Natur, natürlich gestaltender Geist, die eines sind, und die auch wiederum Religion, Wissenschaft und Kunst in eines verweben werden, weil sie verstehen werden, die Dreiheit im Sinne des Michael-Gedankens in Religion, Wissenschaft und Kunst zu fassen, damit sie in der richtigen Weise vereinigt werden können im Ostergedanken, im anthroposophischen Gestalten, das religiös, künstlerisch, erkenntnismäßig wirken kann, das auch wiederum religiös, erkenntnismäßig differenzieren kann. So daß eigentlich der anthroposophische Impuls darin bestehen würde, in der Osterzeit zu empfinden Einheit von Wissenschaft, Religion und Kunst; in der Michaelzeit zu empfinden, wie die Drei - die eine Mutter haben, die Ostermutter -, wie die Drei Geschwister werden und nebeneinander stehen, aber sich gegenseitig ergänzen. Und auf alles menschliche Leben könnte der Michael-Gedanke, der festlich lebendig werden sollte im Jahreslauf, inspirierend wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von solchen Dingen, die durchaus dem real Esoterischen angehören, sollte man sich durchdringen, wenigstens zunächst erkenntnismäßig. Wenn dann einmal auch die Zeit kommen könnte, wo es aktiv wirkende Persönlichkeiten gibt, so könnte so etwas tatsächlich ein Impuls werden, der doch so, wie die Menschheit ist, einzig und allein wiederum Aufgangskräfte an die Stelle der Niedergangskräfte setzen könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|56}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== VIERTER VORTRAG Dornach, 7. April 1923 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der letzten Zeit habe ich oftmals hinweisen müssen auf den Zusammenhang des Jahreslaufes mit irgendwelchen menschlichen Verhältnissen, und ich habe ja während der Ostertage hingewiesen auf den Zusammenhang des Jahreslaufes mit der Begehung menschlicher Feste. Ich möchte heute in sehr alte Zeiten zurückgehen, um gerade im Zusammenhange mit dem Mysterienwesen der Menschheit in alten Zeiten etwas über diesen Zusammenhang des Jahreslaufes mit menschlichen Festen noch zu sagen, das vielleicht dasjenige, was wir schon besprochen haben, nach der einen oder andern Seite noch vertiefen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festlichkeiten während des Jahres bedeuteten den Menschen sehr alter Erdenzeiten eigentlich ein Stück von ihrem ganzen Leben. Wir wissen, daß in diesen alten Zeiten das menschliche Bewußtsein in ganz anderer Weise wirkte als später. Man möchte diesem alten Bewußtsein etwas Träumerisches zuschreiben. Und aus diesem Träumerischen sind ja diejenigen Erkenntnisse des menschlichen Bewußtseins, der menschlichen Seele hervorgegangen, die dann die Mythenform angenommen haben, die auch zur Mythologie selber wurden. Durch dieses mehr träumerische, man kann auch sagen, instinktiv-hellseherische Bewußtsein schauten die Menschen tiefer hinein in dasjenige, was geistig in der Umgebung des Menschen ist. Aber gerade dadurch, daß die Menschen auf diese Art intensiv teilnahmen nicht nur an dem Sinnenwirken der Natur, wie das heute der Fall ist, sondern an den geistigen Geschehnissen, gerade dadurch waren die Menschen auch mehr hingegeben an die Erscheinungen des Jahreslaufes, an die Verschiedenheit des Wirkens in der Natur im Frühling und im Herbste. Ich habe auch darauf gerade in der letzten Zeit hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute aber will ich Ihnen einiges andere darüber mitteilen: wie namentlich das Hochsommerfest, das dann zu unserem Johannifeste geworden ist, und das Tiefwinterfest, das zu unserem Weihnachtsfest geworden ist, im Zusammenhange mit den alten Mysterienlehren begangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|57}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde. Da müssen wir allerdings uns klarmachen, daß jene Menschheit, von der wir für ältere Erdenzeiten sprechen, nicht in derselben Weise zu einem vollen Ich-Bewußtsein kam, wie wir das heute tun. Im traumhaften Bewußtsein liegt nicht ein volles Ich-Bewußtsein; und wenn kein volles Ich-Bewußtsein da ist, nehmen die Menschen auch nicht dasjenige wahr, worauf gerade die Menschheit der heutigen Zeit so stolz ist. Die Menschen jener Zeit nahmen nicht wahr, was in der toten Natur, in der mineralischen Natur lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halten wir das durchaus fest: Das Bewußtsein war ein solches, das nicht in abstrakten Gedanken verlief, das in Bildern lebte, aber es war traumhaft. Dadurch lebten sich die Menschen viel mehr ein, als das jetzt der Fall ist, sagen wir im Frühling in das sprießende, sprossende Pflanzenleben und Pflanzenwesen. Wiederum fühlten sie, könnte man sagen, das Entblättern im Herbste, das Welkwerden der Blätter, das ganze Hinsterben der pflanzlichen Welt, fühlten auch tief mit die Veränderungen, welche die Tierwelt im Laufe des Jahres durchmachte, fühlten die ganze menschliche Umgebung anders, wenn die Luft von Schmetterlingen durchflattert, von Käfern durchsurrt wurde. Sie fühlten gewissermaßen ihr eigenes menschliches Weben zusammen mit dem Weben und Wesen des pflanzlich-tierischen Daseins. Aber sie hatten nicht nur kein Interesse, sondern auch kein rechtes Bewußtsein von dem Mineralischen, von dem Toten draußen. Das ist die eine Seite dieses alten menschlichen Bewußtseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Seite ist diese, daß auch kein Interesse vorhanden war bei dieser alten Menschheit für die Gestalt des Menschen im allgemeinen. Es ist das heute sogar recht schwierig vorzustellen, wie nach dieser Richtung hin das menschliche Empfinden war; allein ein starkes Interesse für die menschliche Gestalt in ihrer Raumesform hatten die Menschen im allgemeinen nicht. Sie hatten aber ein intensives Interesse für das Rassenhafte des Menschen. Und je weiter wir in alten Kulturen zurückgehen, desto weniger interessiert eigentlich den Menschen so für das allgemeine Bewußtsein die menschliche Gestalt; dagegen interessiert die Menschen, wie die Farbe der Haut ist, wie das Rassentemperament ist. Auf das schauen diese Menschen hin. Auf der einen Seite also interessiert diese Menschen das Tote, Mineralische &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|58}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht, und auf der andern Seite interessiert sie nicht die menschliche Gestalt. Es war ein Interesse vorhanden, wie gesagt, für das Rassige, nicht aber für das allgemein Menschliche, auch nicht in bezug auf die äußere Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nahmen eben als eine Tatsache die großen Lehrer der Mysterien bin. Wie sie darüber dachten, das will ich Ihnen durch eine graphische Zeichnung darlegen. Sie sagten: Die Menschen haben ein traumhaftes Bewußtsein; dadurch gelangen sie dazu, das Pfianzenleben in der Umgebung scharf aufzufassen. - Durch ihre Traumesbilder lebten ja diese Menschen das Pflanzenleben mit, aber es reichte dieses Traumbewußtsein nicht bis zu der Auffassung des Mineralischen. So daß die Mysterienlehrer sich sagten: Nach der einen Seite geht das menschliche Bewußtsein zum Pflanzenhaften (siehe Schema), das träumerisch erlebt wird, aber nicht bis zum Mineralischen; das liegt außerhalb des menschlichen Bewußtseins. Und nach der andern Seite fühlt der Mensch in sich das, was ihn noch mit der Tierheit verbindet, das Rassenmäßige, das Tierhafte (siehe Schema). Dagegen liegt außerhalb des menschlichen Bewußtseins das, was den Menschen durch seine aufrechte Gestalt, durch die Raumesform seines Wesens eigentlich zum Menschen macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 058.png|center|400px|Zeichnung aus GA 223, S. 58]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das eigentlich Menschliche liegt außerhalb dessen, was diese Menschen in alten Zeiten interessierte. Wir können also das menschliche Bewußtsein dadurch bezeichnen, daß wir es im Sinne dieser alten Menschheit innerhalb dieses Raumes eingeschlossen denken (siehe &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|59}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schema, schraffiert), während das Mineralische und das eigentlich Menschliche außer dem Bereich dessen lagen, wovon im Grunde genommen diese alte Menschheit, die außerhalb der Mysterien ihr Dasein verbrachte, etwas wußte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was ich jetzt ausgesprochen habe, galt nur so im allgemeinen. Durch seine eigenen Kräfte, durch das, was der Mensch in seinem Wesen erlebte, konnte er nicht bis jenseits dieses Raumes zum Mineralischen auf der einen Seite, zum Menschlichen auf der andern Seite dringen. Aber es gab von den Mysterien ausgehende Einrichtungen, welche im Laufe des Jahres den Menschen, wenigstens annähernd, so etwas brachten wie das menschliche Ich-Bewußtsein einerseits und Anschauung des allgemein Mineralischen auf der andern Seite. So sonderbar es dem Menschen der heutigen Zeit klingt, so ist es doch so, daß die alten Mysterienpriester Feste eingerichtet haben, durch deren besondere Verrichtungen die Menschen sich über das Pflanzenhafte hinaus zum Mineralischen erhoben und dadurch in alten Zeiten in einer gewissen Jahreszeit ein Aufleuchten des Ich hatten. Wie wenn in das Traumbewußtsein das Ich hereinleuchtete, so war es. Sie wissen, daß auch in den Träumen der Menschen von heute das eigene Ich, das die Menschen dann schauen, manchmal noch einen Bestandteil des Traumes bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so leuchtete zum Johannifest durch die Verrichtungen, die für einen Teil der Menschheit, die eben daran teilnehmen wollte, veranstaltet wurden, so leuchtete herein das Ich-Bewußtsein eben zu dieser Hochsommerzeit. Und zu dieser Hochsommerzeit konnten die Menschen wenigstens so weit das Mineralische wahrnehmen, daß sie mit Hilfe dieses Mineralwahrnehmens eine Art Ich-Bewußtsein bekamen, wobei ihnen allerdings das Ich als etwas erschien, das von außen her in die Träume hereinkam. Und um das zu bewirken, wurden in den ältesten Hochsommerfesten, in den Festen zur Sommersonnenwendezeit, die dann unsere Johannifeste geworden sind, die Teilnehmer angeleitet, ein musikalisch-poetisches Element zu entfalten voll von Gesang begleiteter, streng rhythmisch angeordneter Reigentänze. Erfüllt von eigentümlichen musikalischen Rezitativen, die von primitiven Instrumenten begleitet wurden, waren gewisse Darstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|60}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Aufführungen. Solch ein Fest war durchaus in Musikalisch-Poetisches getaucht. Der Mensch strömte das, was er in seinem Traumbewußtsein hatte, in musikalisch-sanglicher, in tanzartiger Weise wie in den Kosmos hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was dazumal unter der Anleitung derjenigen Menschen, die selber wieder ihre Anleitung von den Mysterien hatten, für solche mächtige, weit ausgebreitete Volksfeste der alten Zeiten an Musikalischem, an Gesanglichem geleistet worden ist, dafür kann der moderne Mensch nicht ein unmittelbares Verständnis haben. Denn was dann später Musikalisches, Poetisches geworden ist, das steht weit ab von jenem primitiven, elementaren, einfach Musikalisch-Poetischen, das zur Hochsommerzeit unter der Anleitung der Mysterien in jenen alten Zeiten entfaltet wurde. Alles zielte darauf hin, daß, während die Menschen ihre von Gesang und primitiven poetischen Aufführungen begleiteten Reigentänze machten, sie in eine Stimmung kamen, durch die eben dasjenige geschah, was ich jetzt genannt habe das Herein- leuchten des Ich in die menschliche Sphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn man diese alten Menschen, die die Anleitungen hatten, gefragt hätte: Ja, wie kommt man denn eigentlich darauf, solche Gesänge, solche Tänze zu bilden, durch welche das, was ich geschildert habe, entstehen kann? - dann hätten diese alten Menschen wiederum eine für den modernen Menschen höchst paradoxe Antwort gegeben. Sie hätten zum Beispiel gesagt:, Ja, vieles ist überliefert, vieles ist schon da, das haben noch ältere gemacht! - Aber in gewissen alten Zeiten hätten die Menschen so gesagt: Man kann es auch heute noch lernen, ohne daß man etwas auf eine Tradition gibt, wenn man nur das, was sich offenbart, weiter ausbildet. Man kann auch heute noch lernen, wie man sich der primitiven Instrumente bedient, wie man die Tänze formt, wie man die Gesangsstimme meistert. - Und nun kommt eben das Paradoxe, was diese alten Leute gesagt hätten. Sie würden gesagt haben: Das lernt man von den Singvögeln. - Aber sie haben eben in einer tiefen Weise verstanden den ganzen Sinn dessen, warum eigentlich die Singvögel singen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja längst vergessen worden von der Menschheit, warum die Singvögel singen. In der Zeit, in der der Verstand alles beherrscht, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|61}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in der die Menschen intellektualistisch wurden, gewiß, die Menschen haben sich ja auch da Gesangskunst, poetische Kunst bewahrt, aber den Zusammenhang des Singens mit dem ganzen Weltenall haben sie in der Zeit des Intellektualismus vergessen. Und selbst jemand, der begeistert ist für die musische Kunst, der die musische Kunst hinaus- stellt über alles Banausisch-Menschliche, der sagt aus diesem späteren intellektualistischen Zeitalter heraus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ich singe, wie der Vogel singt, &lt;br /&gt;
Der in den Zweigen wohnet.&lt;br /&gt;
Das Lied, das aus der Kehle dringt,&lt;br /&gt;
Ist Lohn, der reichlich lohnet.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das sagt der Mensch eines gewissen Zeitalters. Der Vogel selber würde es nämlich niemals sagen. Der Vogel würde niemals sagen: «Das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, der reichlich lohnet.» Und ebensowenig hätten es die alten Mysterienschüler gesagt. Denn wenn in einer bestimmten Jahreszeit die Lerchen, die Nachtigallen singen, dann dringt das, was da gestaltet wird, nicht durch die Luft, aber durch das ätherische Element in den Kosmos hinaus, vibriert im Kosmos hinaus bis zu einer gewissen Grenze; dann vibriert es zurück auf die Erde, und dann empfängt die Tierwelt dieses, was da zurückvibriert, nur hat sich dann mit ihm das Wesen des Göttlich-Geistigen des Kosmos verbunden. Und so ist es, daß die Nachtigallen, die Lerchen ihre Stimmen hinausrichten in das Weltenall (rot) und daß dasjenige,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 061.png|center|300px|Zeichnung aus GA 223, S. 61]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was sie hinaussenden, ihnen ätherisch wieder zurückkommt (gelb) für den Zustand, wo sie nicht singen, aber das ist dann durchwellt von dem Inhalte des Göttlich-Geistigen. Die Lerchen senden ihre Stimmen hinaus in die Welt, und das Göttlich-Geistige, das an der Formung, an der ganzen Gestaltung des Tierischen teilnimmt, das strömt auf die Erde wiederum herein auf den Wellen dessen, was zurückströmt von den hinausströmenden Liedern der Lerchen und Nachtigallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann also, wenn man nicht aus dem intellektualistischen Zeitalter heraus, sondern aus dem wirklichen, allumfassenden menschlichen Bewußtsein heraus redet, eigentlich nicht sagen: «Ich singe, wie der Vogel singt, der in den Zweigen wohnet. Das Lied, das aus der Kehle dringt, ist Lohn, der reichlich lohnet», sondern man müßte dann sagen: Ich singe, wie der Vogel singt, der in den Zweigen wohnet. Das Lied, das aus der Kehle hinaus strömt in Weltenweiten, kommt als Segen der Erde wiederum zurück, befruchtend das irdische Leben mit den Impulsen des Göttlich-Geistigen, die dann weiterwirken in der Vogelwelt, und die nur deshalb in der Vogelwelt der Erde wirken können, weil sie den Weg hereinfinden auf den Wellen desjenigen, was ihnen hinausgesungen wird in die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sind ja nicht alle Tiere Nachtigallen und Lerchen; es singen auch selbstverständlich nicht alle hinaus, aber etwas Ähnliches, wenn es auch nicht so schön ist, geht von der ganzen tierischen Welt in den Kosmos hinaus. Das verstand man in jenen alten Zeiten, und deshalb wurden die Schüler der Mysterienschulen angeleitet, solches Gesangliche, solches Tänzerische zu erlernen, das sie dann aufführen konnten am Johannifest, wenn ich es mit dem modernen Ausdruck nennen darf. Das sandten die Menschen in den Kosmos hinaus, natürlich in einer jetzt nicht tierischen, sondern vermenschlichten Gestalt, als eine Weiterbildung dessen, was die Tiere in den Weltenraum hinaussenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es gehörte noch etwas anderes zu jenen Festen: nicht nur das Tänzerische, nicht nur das Musikalische, nicht nur das Gesangliche, sondern hinterher das Lauschen. Erst wurden die Feste aktiv aufgeführt, dann gingen die Anleitungen dahin, daß die Menschen zu Lauschern wurden dessen, was ihnen zurückkam. Sie hatten die großen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|63}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen an das Göttlich-Geistige des Kosmos gerichtet mit ihren Tänzen, mit ihren Gesängen, mit all dem Poetischen, das sie aufgeführt hatten. Das war gewissermaßen hinaufgeströmt in die Weiten des Kosmos, wie das Wasser der Erde hinaufströmt, das oben die Wolken bildet und als Regen wieder hinabträufelt. Also erhoben sich die Wirkungen der menschlichen Festesverrichtungen und kamen jetzt zurück, selbstverständlich nicht als Regen, aber als etwas, was sich als die Ich-Gewalt dem Menschen offenbarte. Und es hatten die Menschen eine feine Empfindung für jene eigentümliche Umwandelung, welche gerade um die Johannifesteszeit mit der um die Erde herum befindlichen Luft und Wärme geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber geht natürlich der heutige Mensch der intellektualistischen Zeit hinweg. Er hat etwas anderes zu tun als die Menschen der alten Zeiten. Er muß zu diesen Zeiten, wie auch zu andern Zeiten, zum Five o`clock tea gehen, zu Kaffees gehen, muß ins Theater gehen und so weiter. Er hat eben etwas anderes zu tun, was nicht von der Jahreszeit abhängt. Über alldem, was man da treibt, vergißt man jene leise Umwandelung dessen, was sich in der atmosphärischen Umgebung der Erde vollzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nämlich so, daß diese Menschen der alten Zeit gefühlt haben, wie Luft und Wärme anders werden um die Johannizeit, um die Hochsommerzeit, wie sie etwas Pflanzenhaftes bekommen. Denken Sie einmal, was das für eine Empfindung war: eine feine Empfindung für alles, was in der Pflanzenwelt vorgeht. Nehmen wir an, das sei hier die Erde, und aus der Erde überall kommen die Pflanzen heraus; da hatten die Menschen eine feine Empfindung für alles, was mit der Pflanze sich heranentwickelt, was in der Pflanze lebt. Im Frühling hatte man so ein allgemeines Naturgefühl, das höchstens noch in der Sprache erhalten ist. Sie finden im Goetheschen «Faust» das Wort: es «grunelt». Wer merkt denn heute, wenn es grunelt, wenn die Grünheit, die im Frühling aus der Erde herauskommt, die Luft durchweht und durchwellt? Wer merkt denn, wenn es grunelt und wenn es blüht! Nun ja, heute sehen das die Menschen. Da gefällt ihnen das Rote, das Gelbe, das da blüht; aber sie merken es nicht, daß da die Luft etwas ganz anderes wird, wenn es blüht, oder gar wenn es fruchtet. Also dieses &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|64}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Miterleben mit der Pflanzenwelt ist weg für die intellektualistische Zeit. Für diese Menschen aber war es vorhanden. Daher konnten sie auch empfinden, wenn ihnen jetzt nicht von der Erde heraus das Gruneln, das Blühen, das Fruchten, sondern wenn ihnen das aus der Umgebung, aus der Luft kam, wenn Luft und Wärme selber von oben herunter (schraffiert) etwas wie Pflanzenhaftes aus strömten. Und dieses Pflanzenhaftwerden von Luft und Wärme, das versetzte das Bewußtsein hinein in jene Sphäre, wo dann das Ich herunterkam als Antwort auf dasjenige, was man musikalisch-dichterisch in den Kosmos hinaussandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 064.png|center|300px|Zeichnung aus GA 223, [S. 64] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also diese Feste hatten einen wunderbaren intimen menschlichen Inhalt. Es war eine Frage an das göttlich-geistige Weltenall. Die Antwort bekam man, weil man so, wie man das Fruchtende, das Blühende, das GruneInde der Erde empfindet, von oben herunter aus der sonst bloß mineralischen Luft etwas Pflanzenhaftes empfand. Dadurch trat in den Traum des Daseins, in dieses träumerische alte Bewußtsein auch der Traum des Ich herein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn dann das Johannifest vorüber war und der Juli und August wieder kamen, dann hatten die Menschen das Gefühl: Wir haben ein Ich; aber das Ich bleibt im Himmel, das ist da oben, das spricht nur zur Johannizeit zu uns. Da werden wir gewahr, daß wir mit dem Himmel zusammenhängen. Der hat unser Ich in Schutz genommen. Der zeigt es uns, wenn er das große Himmelsfenster öffnet; zur Johannizeit zeigt er es uns! Aber wir müssen darum bitten. Wir müssen bitten, indem wir die Festesverrichtungen der Johannizeit aufführen, indem wir da bei diesen Festesverrichtungen uns in die &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|65}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unglaublich traulichen, intimen musikalisch-poetischen Veranstaltungen hineinfinden. So waren schon diese alten Feste die Herstellung einer Kommunikation, einer Verbindung des Irdischen mit dem Himmlischen. Und Sie spüren, meine lieben Freunde: Dieses ganze Fest war in Musikalisches getaucht, in Musikalisch-Poetisches, es wurde plötzlich in der Hochsommerzeit für ein paar Tage - aber es war gut von den Mysterien her vorbereitet -, es wurde plötzlich in den einfachen Ansiedlungen der Urmenschen überall poetisch. Das ganze soziale Leben war in dieses musikalisch-poetische Element getaucht. Die Menschen glaubten eben, sie brauchten das, wie das tägliche Essen und Trinken, zu dem Leben im Jahreslaufe, daß sie da in diese tänzerisch-musikalisch-poetische Stimmung hineinkamen und auf diese Weise ihre Kommunikation mit den göttlich-geistigen Mächten des Kosmos herstellten. Von diesem Feste blieb dann das, was in der späteren Zeit kam: daß, wenn ein Mensch dichtete, er zum Beispiel sagte: Sing` mir, o Muse, vom Zorn des Peleiden Achilleus -, weil man sich da noch erinnerte, daß einstmals die große Frage an das Göttliche gestellt worden war und das Göttliche antworten sollte auf die Frage der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso, wie sorgfältig vorbereitet wurden diese Feste zur Johannizeit, um die große Frage an den Kosmos zu stellen, damit der Kosmos zu dieser Zeit dem Menschen verbürge, daß er ein Ich hat, das nur eben die Himmel in Schutz genommen haben, so wurde in derselben Weise vorbereitet das Wintersonnenwendefest, das Tiefwinterfest, das jetzt zu unserem Weihnachtsfest geworden ist. Aber wie zur Johannizeit alles getaucht war in das musikalisch-poetische Element, in das tänzerische Element, so war in der Tiefwinterzeit alles zunächst so vorbereitet, daß die Menschen wußten: sie müssen still werden, sie müssen in ein mehr beschauliches Element hineinkommen. Und dann wurde hervorgeholt alles, was in alten Zeiten, von denen die äußere Geschichte ja nichts berichtet, von denen man nur wissen kann durch die Geisteswissenschaft, was in alten Zeiten da war während der Sommerzeit an verbildlichten Elementen, an plastisch verbildlichten Elementen, die ihren Höhepunkt erreichten in jenen tänzerischen, musikalischen Festen, von denen ich Ihnen soeben gesprochen habe. Während&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|66}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jener Zeit kümmerte sich die alte Menschheit, die gewissermaßen da aus sich herausging, um sich mit dem Ich in den Himmeln zu vereinigen, nicht um dasjenige, was man damals lernte. Außerhalb des Festes hatten sie ja zu tun mit der Besorgung all dessen, was eben in der Natur für den menschlichen Unterhalt zu besorgen war. Das Lehrhafte fiel in die Wintermonate, und das erlangte auch seine Kulmination, seinen Festesausdruck eben zur Wintersonnenwende, zur tiefen Winterzeit, zur Weihnachtszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fing man an, die Menschen, welche wiederum unter der Anleitung der Mysterienschüler standen, vorzubereiten darauf, allerlei geistige Verrichtungen zu tun, die während des Sommers nicht getan wurden. Es ist schwierig, weil natürlich die Dinge sich von dem, was heute getan wird, sehr unterscheiden, mit heutigen Ausdrücken das zu benennen, was die Menschen so von unserer September-Oktoberzeit an bis zu unserer Weihnachtszeit hin trieben. Aber sie wurden an- geleitet zu dem, was wir etwa heute nennen würden Rätselraten, Fragen beantworten, die in irgendeiner verhüllten Gestalt gegeben wurden, so daß sie aus dem, was in Zeichen gegeben war, einen Sinn herausfinden sollten. Sagen wir, die Mysterienschüler gaben denen, die so etwas lernen sollten, irgendein symbolisches Bild; das sollten sie deuten. Oder sie gaben ihnen, was wir ein Rätsel nennen würden; das sollten sie auflösen. Sie gaben ihnen irgendeinen Zauberspruch. Was der Zauberspruch enthielt, sollten sie auf die Natur beziehen und es damit auch erraten. Aber namentlich wurde sorgfältig vorbereitet, was dann bei den verschiedenen Völkern verschiedenste Formen angenommen hat, was zum Beispiel in nordischen Ländern dann in einer späteren Zeit gelebt hat als das Hinwerfen der Runenstäbe, so daß sie Formen bildeten, die dann enträtselt wurden. Diesen Betätigungen gab man sich zur Tiefwinterzeit hin, aber insbesondere wurden solche Dinge gepflegt, allerdings in der alten primitiven Form, die dann zu einer gewissen primitiven plastischen Kunst führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei diesen alten Bewußtseinsformen war nämlich das Eigentümliche - so paradox es wieder für den heutigen Menschen klingt - das Folgende: Wenn der Oktober heranrückte, so machte sich in den menschlichen Gliedern etwas geltend, was nach irgendeiner Betätigung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|67}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
strebte. Im Sommer mußte der Mensch sich im Bewegen seiner Glieder dem fügen, was der Acker von ihm forderte; er mußte die Hand an den Pflug legen, er mußte das oder jenes tun. Da mußte er sich an die Außenwelt anpassen. Wenn die Ernte vorüber war und die Glieder ausruhten, dann regte sich in ihnen das Bedürfnis nach irgendeiner Betätigung, und dann bekamen die Glieder die Sehnsucht, zu kneten. Man hatte an allem plastischen Bilden seine besondere Befriedigung. So wie zur Johannizeit ein intensiver Trieb nach Tanz, nach Musik auftauchte, so tauchte gegen die Weihnachtszeit hin ein intensiver Trieb auf, zu kneten, zu bilden, aus allerlei weichen Massen, die da waren, zu bilden, auch alles Natürliche dazu benützend. Namentlich hatte man eine feine Empfindung für die Art und Weise, wie zum Beispiel das Wasser anfing zu gefrieren. Da gab man ganz besondere Impulse. Man stieß nach dieser oder jener Richtung. Dabei bekamen die Eisformen, die sich im Wasser bildeten, eine besondere Gestalt, und man brachte es dahin, daß man, mit der Hand im Wasser drinnen, Formen ausführte, während einem die Hand erstarrte, so daß dann, wenn das Wasser gefror unter den Wellen, die man da aufwarf, das Wasser die sonderbarsten künstlerischen Formen annahm, die dann natürlich wiederum zerschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von alledem ist ja nichts mehr geblieben im intellektualistischen Zeitalter als höchstens das Bleigießen in der Silvesternacht. Da wird noch Blei in das Wasser hineingegossen, und man findet, daß es Formen annimmt, die man dann erraten soll. Aber das ist das letzte ab- strakte Überbleibsel von jenen wunderbaren Betätigungen der inneren menschlichen Triebkraft in der Natur, die sich zum Beispiel so äußerte, wie ich es beschrieben habe: daß der Mensch die Hand in das Wasser steckte, das schon im Gefrieren war, daß er die Hand erstarrt bekam und nun probierte, wie er das Wasser in Wellen formte, so daß das gefrierende Wasser dann mit den wunderbarsten Gestalten antwortete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch bekam auf diese Weise die Fragen heraus an die Erde. Durch die Musik, durch die Poesie wandte er sich in der Hochsommerzeit mit seinen Fragen an die Himmel, und die antworteten ihm, indem sie ihm das Ich-Gefühl hereinsandten in sein träumendes Bewußt-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|68}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sein. In der Tiefwinterzeit wandte er sich für das, was er jetzt wissen wollte, nun nicht hinaus an die Himmel, sondern er wandte sich an das irdische Element, und er probierte, was das irdische Element für Formen annehmen kann. Und an diesem merkte er, daß die Formen, die da herauskamen, sich in einer gewissen Weise ähnlich verhielten den Formen, welche die Käfer, die Schmetterlinge bildeten. Das ergab sich für seine Anschauung. Aus der Plastik, die er herausholte aus dem Naturwirken der Erde, ergab sich für ihn die Anschauung, daß überhaupt aus dem irdischen Elemente die verschiedenen Tierformen herausgebildet werden. Zur Weihnachtszeit verstand der Mensch die Tierformen. Und indem er arbeitete, seine Glieder anstrengte, sogar ins Wasser sprang, gewisse Beinbewegungen machte, dann heraus- sprang und probierte, wie das Wasser antwortete, das erstarrende Wasser, da merkte er an der Außenwelt, welche Gestalt er als Mensch selber hat. Das war aber nur zur Weihnachtszeit, nicht sonst; sonst hatte er nur für das Tierische, für das Rassenhafte eine Empfindung. Zur Weihnachtszeit kam er dann auch an das Erleben der menschlichen Gestalt heran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie also in jenen alten Mysterienzeiten vermittelt wurde das Ich-Bewußtsein von den Himmeln herein, so wurde die menschliche Gestaltempfindung vermittelt aus der Erde heraus. Der Mensch lernte zur Weihnachtszeit die Erde in ihrer Formkraft, in ihrer plastisch bildnerischen Kraft kennen und lernte erkennen, wie ihm die Sphärenharmonien sein Ich hereinklangen in sein Traumbewußtsein zur Johannizeit im Hochsommer. Und so erweiterten zu besonderen Festeszeiten die alten Mysterien das Menschenwesen. Auf der einen Seite wuchs die Umgebung der Erde in den Himmel hinaus, damit der Mensch wissen konnte, wie die Himmel sein Ich in Schutz halten, wie da sein Ich ruht. Und zur Weihnachtszeit ließen die Mysterienlehrer die Erde auf die Anfrage der Menschen auf dem Wege durch das plastische Bilden antworten, damit der Mensch da allmählich das Interesse bekam für die menschliche Gestalt, für das Zusammenfließen aller tierischen Gestalt in die menschliche Gestalt. Der Mensch lernte sich innerlich seinem Ich nach in der Hochsommerzeit kennen; der Mensch lernte sich äußerlich in bezug auf seine Menschenbildung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|69}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erfühlen in der tiefen Winterzeit. Und so war das, was der Mensch als sein Wesen empfand, wie er sich eigentlich fühlte, nicht allein zu erlangen dadurch, daß man einfach Mensch war, sondern daß man mit dem Jahreslauf mitlebte, daß einem, um zum Ich-Bewußtsein zu kommen, die Himmel die Fenster öffneten, daß, um zum Bewußtsein der menschlichen Gestalt zu kommen, die Erde gewissermaßen ihre Geheimnisse entfaltete. Da war der Mensch eben innig, intim verbunden mit dem Jahreslaufe, so intim verbunden, daß er sich sagen mußte: Ich weiß ja von dem, was ich als Mensch bin, nur dann, wenn ich nicht stumpf dahinlebe, sondern wenn ich mich erheben lasse im Sommer zu den Himmeln, wenn ich mich einsenken lasse im Winter in die Erdenmysterien, in die Erdengeheimmsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen daraus, daß es einmal schon so war, daß die Festeszeiten in ihren Verrichtungen eben als etwas aufgefaßt wurden, das zum menschlichen Leben gehört. Der Mensch fühlte sich nicht nur als Erden- wesen, sondern er fühlte sich als Wesen, das der ganzen Welt angehörte, das ein Bürger der ganzen Welt war. Ja, er fühlte sich so wenig als Erdenwesen, daß er auf das, was er durch die Erde selbst war, eigentlich erst aufmerksam gemacht werden mußte durch Feste, die nur zu einer bestimmten Jahreszeit begangen werden konnten, weil zu andern Jahreszeiten die Menschen, die mehr oder weniger den Jahreslauf er- lebten, es gar nicht hätten miterleben können. Es war eben alles, was man durch Feste erfahren und miterleben konnte, an die betreffende Jahreszeit gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Weise, wie es einmal in primitiven Zeiten war, kann der Mensch, nachdem er seine Freiheit im intellektualistischen Zeitalter errungen hat, gewiß nicht wiederum zum Miterleben mit dem Kosmos kommen. Aber er kann dazu kommen auch mit seiner heutigen Konstitution, wenn er sich wiederum einläßt auf das Geistige. In dem Ich-Bewußtsein, das ja jetzt die Menschheit schon lange hat, ist etwas eingezogen, was früher nur durch das Himmelsfenster im Sommer zu erlangen war. Aber deshalb muß der Mensch sich gerade etwas anderes, was wiederum über das Ich hinausliegt, durch das Verständnis des Kosmos aneignen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist heute dem Menschen natürlich, von der menschlichen Gestalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|70}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im allgemeinen zu sprechen. Wer in das intellektualistische Zeitalter eingetreten ist, hat nicht mehr ein so starkes Gefühl von dem Tierisch-Rassenhaften. Aber wie das früher als eine Kraft, als ein Impuls, der nur aus der Erde heraus gesucht werden konnte, über den Menschen gekommen ist, so muß heute durch das Verständnis der Erde, das nicht durch Geologie oder Mineralogie, sondern wiederum nur auf geistige Art gegeben werden kann, der Mensch wiederum zu etwas anderem kommen als bloß zur menschlichen Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 070.png|center|200px|Zeichnung aus GA 223, S. 70]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die menschliche Gestalt nimmt, so kann man sagen: In sehr alten Zeiten hat der Mensch sich innerhalb dieser Gestalt so gefühlt, daß er nur das Äußerlich-Rassenhafte, das im Blute liegt, fühlte, daß er nicht bis zu der Haut hin empfunden hat (siehe Zeichnung, rot); er war nicht aufmerksam auf die Grenze. Heute ist der Mensch so weit, daß er auf die Umgrenzung aufmerksam ist. Er empfindet die Umgrenzung als das eigentlich Menschliche an seiner Gestalt (blau). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|71}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Mensch muß nun über sich hinauskommen. Er muß das Ätherisch-Astralische außer sich kennenlernen. Das kann er eben durch geisteswissenschaftliche Vertiefung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen wir, daß das gegenwärtige Bewußtsein dadurch erkauft worden ist, daß allerdings vieles von dem Zusammenhang des Bewußtseins mit dem Kosmos verlorengegangen ist; aber nachdem der Mensch einmal zum Erleben dessen gekommen ist, was seine Freiheit und seine Gedankenwelt ist, muß er wiederum hinauskommen und muß kosmisch erleben. Das ist dasjenige, was die Anthroposophie will, wenn sie so von einer Erneuerung der Feste spricht, ja gar von dem Kreieren von Festen wie dem Michaelfest im Herbste, von dem neulich gesprochen worden ist. Man muß wiederum ein inneres Verständnis dafür haben, was in dieser Beziehung der Jahreslauf dem Menschen sein kann. Und er wird dann etwas Höheres sein können, als er einstmals in der geschilderten Weise dem Menschen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|72}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== FÜNFTER VORTRAG Dornach, 8. April 1923 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Betrachtung, die ich gestern hier angestellt habe über jenes Verhältnis, das sich in alten Zeiten unter dem Einfluß der Mysterien zwischen dem Menschen und dem Naturlauf ausgebildet hatte, auf einen noch weiteren Horizont zu bringen, will ich heute eingehen auf dasjenige, was in jenen alten Zeiten geglaubt worden ist in bezug auf alles, was man durch diesen Naturlauf als Mensch von dem Weltenall empfing. Sie haben ja aus dem gestrigen Vortrage entnehmen können - auch vielleicht in Erinnerung an manches, was ich über solche Dinge um die letzte Weihnachtszeit noch in dem uns nun entrissenen Goetheanum ausführen konnte -, daß der Jahreslauf in seinen Erscheinungen empfunden wurde, ja auch heute noch empfunden werden kann als ein Lebensablauf, als etwas, was in bezug auf den äußeren Verlauf ebenso der Ausdruck eines dahinterstehenden lebendigen Wesens ist, wie die Äußerungen des menschlichen Organismus solche Offenbarungen eines Wesens, der menschlichen Seele selber sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnern wir uns daran, wie die Menschen unter diesem alten Mysterieneinfluß zur Hochsommerzeit, zu der Zeit, die wir heute als die Johannizeit empfinden, ein gewisses Verhältnis zu ihrem Ich empfunden haben; zu demjenigen Ich aber, das sie dazumal noch nicht sich selbst ausschließlich zuschrieben, sondern das sie noch versetzten in den Schoß des Göttlich-Geistigen. Diese Menschen glaubten eben, daß sie durch alle diese Verrichtungen, die ich geschildert habe, sich während der Hochsommerzeit ihrem Ich näherten, das sich durch den übrigen Jahreslauf hindurch vor den Menschen verbirgt. Natürlich dachten sich die Menschen als ganzes Wesen überhaupt im Schoße des Göttlich-Geistigen befindlich. Allein sie dachten, während der übrigen Dreiviertel des Jahres offenbart sich ihnen nichts von dem, was zu ihnen als ihr Ich gehört; nur in diesem einen Viertel, das seinen Höhepunkt zur Johannizeit hatte, da offenbart sich ihnen gewissermaßen durch ein Fenster, das hereinerrichtet war aus der göttlich-geistigen Welt, die Wesenheit ihres eigenen Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|73}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wurde aber diese Wesenheit des eigenen Ich innerhalb der göttlich-geistigen Welt, in der sie sich offenbarte, nicht in einem so neutralen, gleichgültigen, ja, man kann schon sagen phlegmatischen Erkenntniswege gedacht, wie das heute der Fall ist. Wenn heute von dem Ich gesprochen wird, so denkt ja der Mensch eigentlich dabei kaum irgendwelche wirkliche Beziehung zu dieser oder jener Welt. Er denkt sich das Ich gewissermaßen als einen Punkt, von dem ausstrahlt, was er tut, in den einstrahlt, was er erkennt. Aber es ist durchaus eine Art phlegmatischer Empfindung, die der Mensch heute gegenüber seinem Ich hat. Man kann nicht einmal sagen, daß der heutige Mensch in seinem Ich, trotzdem dieses ja das Ego ist, den eigentlichen Egoismus empfindet; denn wenn er ehrlich sein will, kann er sich ja gar nicht sagen, er habe sein Ich besonders gern. Er hat seinen Leib gern, er hat seine Instinkte gern, er hat diese oder jene Erlebnisse gern. Aber das Ich ist ja nur ein Wörtchen, das als Punkt empfunden wird, und in dem eben all das Angedeutete so mehr oder weniger zusammengefaßt wird. Aber in jener Zeit, in der die Annäherung an dieses Ich festlich begangen wurde, in der man schon lange Vorbereitungen machte, um gewissermaßen sein Ich im Weltenall zu treffen, in der Zeit, in der man dann wiederum empfand, wie dieses Ich sich allmählich zurückzog und den Menschen mit seinem leiblich-seelischen Wesen - was wir heute nennen würden physisch-ätherisch-astralisches Wesen - allein ließ, in jener Zeit empfand man das Ich wirklich in Beziehung zu dem ganzen Kosmos, zu der ganzen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber was man vor allen Dingen empfand gegenüber diesem Ich in seinem Verhältnis zur Welt, das war nicht etwas Naturalistisches, wenn wir das heutige Wort gebrauchen, das war nicht etwas, was nur als äußere Erscheinung aufgefaßt wurde, sondern es war etwas, was im wesentlichen als der Mittelpunkt der alten, der uralten moralischen Weltanschauung galt. Man nahm nicht an, daß dem Menschen große Naturgeheimnisse geoffenbart wurden in dieser Zeit. Gewiß, solche Naturgeheimnisse, wir haben sie gestern ausgesprochen, auf die achtete der Mensch nicht in allererster Linie damals, sondern er hatte die Empfindung, daß vor allen Dingen dasjenige, was er als moralische Impulse in sich aufnehmen soll, sich in dieser Hochsommerzeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|74}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
offenbart, in der Licht und Wärme ihren höchsten Stand erreichen. Es war die Zeit, die der Mensch empfand als die göttlich-moralische Erleuchtung. Und was man vor allen Dingen als Antwort von den Himmeln erhalten wollte durch die musikalischen, poetischen, tänzerischen Aufführungen, die damals gepflegt wurden, was man erwartete, das war, daß sich offenbarte aus den Himmeln in allem Ernste dasjenige, was die Himmel in moralischer Beziehung von den Menschen verlangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es sich einmal zutrug, daß alle diese Verrichtungen gepflogen wurden, die ich gestern beschrieben habe, daß in schwüler Sommerzeit diese Feste gefeiert wurden und dann ein mächtiges Gewitter hereinbrach mit Blitz und Donner, dann fühlte man gerade in dem Hereinbrechen von Blitz und Donner die moralische Ermahnung der Himmel an die Erdenmenschheit. Aus diesen alten Zeiten ist zurückgeblieben, was sich etwa in der Anschauung über den Zeus findet, daß er der Donnergott ist, der Gott, der mit dem Blitze ausgestattet ist. Ähnliches knüpft sich an den deutschen Donar-Gott an. Das auf der einen Seite, und auf der andern Seite das Folgende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man empfand ja da, ich möchte sagen, die in sich gesättigte, warme, leuchtende Natur, man empfand dasjenige, was leuchtende, wärmende Natur während des Tages war, auch in die Nachtzeit hinein und man machte nur den Unterschied, daß man sich sagte: Während des Tages ist die Luft angefüllt mit dem Wärmeelemente, mit dem Lichtelemente. Da weben und leben im Wärme- und im Lichtelemente die geistigen Boten, durch die sich die höheren göttlichen Wesenheiten den Menschen kundgeben wollen, sie ausstatten wollen mit moralischen Impulsen. Aber des Nachts, wenn sich zurückziehen die höheren geistigen Wesenheiten, dann bleiben die Boten und offenbaren sich auf ihre Weise. - Und so empfand man besonders zu dieser Hochsommerzeit das Walten und Weben der Natur in den Sommernächten, in den Sommerabenden. Und was man da erlebte, war einem etwas wie ein in der Wirklichkeit erlebter Sommertraum, ein Sommertraum, durch den man sich der göttlich-geistigen Welt besonders genähert hatte; ein Sommertraum, von dem man überzeugt war, daß da alles, was Naturerscheinung war, zu gleicher Zeit moralische Sprache der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Götter war, daß da aber auch allerlei Elementarwesen wirkten und sich auf ihre Art den Menschen zeigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was die Ausschmückung des Sommernachtstraumes, des Johanninachtstraumes ist, das ist dasjenige, was später geblieben ist von den wunderbaren Ausgestaltungen, welche die menschliche Imagination einmal vollzog für alles das, was geistig-seelisch diese Hochsommerzeit durchzog, was aber im großen und kleinen genommen wurde als eine geistig-göttlich-moralische Offenbarung des Kosmos an die Menschen. Und so dürfen wir sagen, daß die Vorstellung, die da zugrunde lag, diese war: In der Hochsommerzeit offenbarte sich die göttlich-geistige Welt durch moralische Impulse, die den Menschen eingepflanzt wurden in Erleuchtung (siehe Schema Seite 76). Und was man da ganz besonders empfand, was da wirkte auf die Menschen, das empfand man als ein, ich möchte sagen, Übermenschliches, das hereinspielte in die menschliche Ordnung. Der Mensch wußte aus dem Mitempfinden dieser Festlichkeiten, die da gefeiert wurden, daß er, so wie er nun einmal in jener Zeit war, über sich selber hinausgehoben wurde ins Übermenschliche, daß gewissermaßen die Gottheit die ihr von dem Menschen zu dieser Zeit entgegengestreckte Hand nahm. Alles, was man glaubte göttlich-geistig zu haben, das schrieb man den Offenbarungen dieser Johannizeit zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun der Sommer zu Ende ging und die Herbsteszeit heraufkam, wenn die Blätter welk wurden, die Saaten reiften, wenn also das volle strotzende Leben des Sommers bleichte, die Bäume kahl wurden, dann empfand man, weil überall in diese Empfindungen hineingeströmt wurden die Erkenntnisse der Mysterien: Die göttlich-geistige Welt zieht sich wiederum von dem Menschen zurück. Er spürt, wie er auf sich selbst zurückgewiesen wird; er wächst gewissermaßen aus dem Geistigen heraus in die Natur hinein. - So empfand der Mensch dieses Hineinleben in den Herbst als ein Herausleben aus dem Geistigen, als ein Hineinleben in die Natur. Die Blätter der Bäume mineralisierten sich, die Saaten wurden dürr, mineralisierten sich. Alles neigte sich gewissermaßen nach dem Jahrestode der Natur hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Verwobensein mit dem Mineralischwerden dessen, was auf Erden war und die Erde umgab, empfand man ein Verwoben-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|76}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 076.png|center|600px|Zeichnung aus GA 223, S.76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden des Menschen selber mit der Natur. Der Mensch stand dazumal in seinem inneren Erleben noch näher dem, was sich äußerlich zutrug. Und so dachte er auch, sann er auch in dem Sinne, wie er dieses Verwobenwerden mit der Natur erlebte. Sein ganzes Denken nahm diesen Charakter an. Würden wir heute in unserer Sprache das ausdrücken wollen, was da der Mensch empfand, wenn der Herbst kam, so müßten wir folgendes sagen. Ich bitte Sie aber, die Sache so aufzufassen, daß ich mit heutigen Worten spreche, daß man also dazumal natürlich nicht in der Lage gewesen wäre, so zu sprechen. Dazumal war ja alles durchaus Empfindung, man charakterisierte die Dinge ja nicht denkend. Wenn man aber in heutigen Worten, in unseren Worten sprechen wollte, so müßte man sagen: Der Mensch empfand diesen Übergang so, daß er mit seiner Denkrichtung, mit seiner Empfindungsart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|77}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Übergang fand vom Geisteserkennen zum Naturerkennen (siehe Schema Seite 76). Das empfand der Mensch, daß er gegen den Herbst zu nicht mehr im Geist-Erkennen war, sondern daß der Herbst von ihm verlangte, daß er die Natur erkennen sollte. So daß wir bei der Herbstwende nicht mehr die moralischen Impulse haben, sondern das Erkennen der Natur. Der Mensch fing an, über die Natur nachzudenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war es auch in der Zeit, als man damit rechnete, daß der Mensch ein Geschöpf, ein Wesen innerhalb des Kosmos war. In jener Zeit hätte man es als einen Unsinn betrachtet, im Sommer Naturerkennen in der damaligen Form an den Menschen heranzubringen. Der Sommer ist da, um den Menschen in Beziehung zum Geistigen der Welt zu bringen. Wenn die Zeit begann, die wir heute die Michaelizeit nennen würden, da war es, daß man sagte: Aus alledem, was der Mensch um sich herum empfindet in den Wäldern, in den Bäumen, in den Pflanzen, da wird er angeregt, Naturerkenntnis zu treiben. - Es war überhaupt die Zeit, in welcher die Menschen dazu kommen sollten, Erkenntnis, Nachdenklichkeit zu ihrer Beschäftigung zu machen. Es war ja auch die Zeit, wo das die äußeren Lebensverhältnisse möglich machten. Also es ging über das menschliche Leben von der Erleuchtung in das Erkennen. Es war die Zeit der Erkenntnis, der immer sich steigernden Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Mysterienschüler ihren Unterricht empfingen von den Mysterienlehrern, dann gaben ihnen diese solche Sprüche mit, wie wir sie dann in den Sprüchen der griechischen Weisen irgendwie wieder nachgebildet finden. Aber es sind diese sieben Sprüche der sieben griechischen Weisen nicht die der ursprünglichen Mysterien. In den ursprünglichen Mysterien gab es für den Hochsommer den Spruch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Empfange das Licht&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und man bezeichnete mit dem Lichte eigentlich die geistige Weisheit. Man bezeichnete dasjenige, innerhalb dessen das eigene menschliche Ich strahlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Herbst wurde der Spruch geprägt in den Mysterien, um zu ermahnen zu dem, was getrieben werden sollte von den Seelen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Schaue um dich.&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|78}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun näherte sich dann die Entwickelung des Jahres und damit auch dasjenige, was der Mensch in sich selber von sich verbunden mit diesem Jahre fühlte, es näherte sich das der Winterzeit. Wir kommen in den Tiefwinter hinein, der unsere Weihnachtszeit enthält. Ebenso wie sich der Mensch in der Hochsommerzeit über sich hinausgehoben fühlte zu dem göttlich-geistigen Dasein des Kosmos, so fühlte sich der Mensch in der Tiefwinterzeit wie unter sich herunterentwickelt. Er fühlte sich gewissermaßen wie von den Kräften der Erde umspült, von den Kräften der Erde mitgenommen. Er fühlte so etwas, wie wenn seine Willensnatur, seine Instinkt- und Triebnatur durchsetzt und durchströmt wäre von Schwerkraft, von Zerstörungskraft und andern Kräften, die in der Erde sind. Der Mensch fühlte den Winter nicht so in diesen alten Zeiten, wie wir ihn fühlen, daß uns bloß kalt wird und daß wir zum Beispiel Stiefel anziehen, damit uns nicht kalt wird, sondern der Mensch fühlte das, was von der Erde herauf kam, als etwas, was sich jetzt mit seinem eigenen Wesen vereinigte. Er fühlte sozusagen den Gegensatz des schwülen, des lichtvollen Elementes als ein frostiges Element, das heraufkam. Das Frostige, das fühlen wir ja auch noch heute, denn das bezieht sich auf die Körperlichkeit, aber der alte Mensch fühlte seelisch als Begleiterscheinung des Frostigen das Dunkle, das Finstere. Er fühlte gewissermaßen, als ob sich überall, wo er ging, aus der Erde heraus das Finstere höbe und ihn wolkenförmig einschlösse, nur bis zu seiner Körpermitte herauf allerdings, aber so fühlte der Mensch. Und dann sagte er sich - ich muß das wiederum mit etwas neueren Worten charakterisieren -, dann sagte sich der Mensch: Während des Hochsommers stehe ich der Erleuchtung gegenüber, da strömt in diese Erdenwelt herein, was himmlisch-überirdisch ist, jetzt strömt das Irdische herauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber etwas vom Irdischen hat der Mensch schon während der Herbstwende erlebt und empfunden. Da hat er aber von der Erdennatur etwas erlebt und empfunden, was ihm gewissermaßen noch konform war, was noch etwas mit ihm zu tun hatte. Wir könnten etwa auch sagen: Der Mensch fühlte in der Herbstwende das Natürliche in seinem Gemüte, in seiner Gefühlswelt. Jetzt aber fühlte er, wie wenn die Erde ihn in Anspruch nähme, wie wenn er umgarnt würde von den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Kräften der Erde in bezug auf seine Willensnatur. Das fühlte er wie das Gegenteil der moralischen Weltordnung. Er fühlte zugleich mit dieser Schwärze, die ihn wolkenförmig einhüllte, die Gegenkräfte gegen das Moralische ihn umgarnen. Er fühlte die Finsternis schlangenförmig aus der Erde aufsteigen und ihn umwinden. Aber er fühlte zu gleicher Zeit mit diesem noch etwas anderes. Schon während des Herbstes hatte er gefühlt, daß sich etwas regt, was wir heute Verstand nennen. Während im Sommer der Verstand ausdünstet und von außen herein das Moralisch-Weisheitsvolle kommt, konsolidiert sich während des Herbstes der Verstand. Der Mensch nähert sich dem Bösen, aber sein Verstand konsolidiert sich. Man hat durchaus etwas wie eine Schlangenoffenbarung gefühlt in der Tiefwinterzeit, aber zugleich das Konsolidieren, das Stärkerwerden der Klugheit, des Nachdenklichen, dessen, was den Menschen schlau und listig machte, was ihn dazu anspornte, die Nützlichkeitsprinzipien im Leben zu verfolgen. Das alles empfand man in dieser Weise. Und so wie im Herbste allmählich die Erkenntnis der Natur heraufkam, so kam in der Tiefwinterzeit heran an die Menschen die Versuchung der Hölle, die Versuchung von seiten des Bösen. So empfand man das. So daß, wenn wir hier schreiben (siehe Schema Seite 76): Moralischer Impuls, Erkennen der Natur -, wir nun hier, bei Tiefwinter, schreiben müssen: Versuchung durch das Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das war eben die Zeit, in der der Mensch entwickeln mußte, was sich in ihm ja ohnedies naturhaft zusammenschloß: das Verstandesmäßige, das Schlaue, das Listige, das auf das Nützliche Gerichtete. Das sollte der Mensch bezwingen durch die Besonnenheit. Es war die Zeit eben, in der der Mensch entwickeln mußte nun nicht den offenen Sinn für die Weisheit, den man von ihm im Sinne der alten Mysterienweisheit verlangte während der Zeit der Erleuchtung. Gerade in der Zeit, in der sich das Böse in der angedeuteten Weise offenbarte, konnte der Mensch den Widerstand gegen das Böse in entsprechender Weise empfinden: er sollte besonnen werden. Er sollte vor allen Dingen jetzt bei dieser Wendung, die er da durchmachte, während er von der Erleuchtung zum Erkennen übergegangen war, eben vom Geisteserkennen zum Naturerkennen, jetzt übergehen vom Naturerkennen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|80}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zur Anschauung des Bösen. So faßte man das auf. Und den Schülern der Mysterien, denen man Lehren geben wollte, die ihnen Geleitworte sein konnten, wie man ihnen im Hochsommer sagte: Empfange das Licht -, wie man ihnen im Herbst sagte: Schaue um dich -, ihnen sagte man im Tiefwinter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Hüte dich vor dem Bösen.&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man rechnete darauf, daß durch diese Besonnenheit, durch dieses Sich-Hüten vor dem Bösen die Menschen zu einer Art von Selbsterkenntnis kommen, die sie dann dazu führt, einzusehen, wie sie im Jahreslaufe abgewichen waren von den moralischen Impulsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abweichen von den moralischen Impulsen durch das Anschauen des Bösen, seine Überwindung durch die Besonnenheit, das sollte den Menschen gerade in der Zeit, die auf die Tiefwinterzeit folgte, zum Bewußtsein kommen. Deshalb wurde in diese Weisheit allerlei aufgenommen, was die Menschen anleitete, Buße zu tun für dasjenige, wovon sie eingesehen hatten, daß es abweichend war von dem, was sie an moralischen Impulsen durch die Erleuchtung bekommen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir nähern uns dem Frühling, der Frühlingswende. Und ebenso wie wir hier (siehe Schema Seite 76: Hochsommer, Herbst, Tiefwinter) die Erleuchtung haben, das Erkennen, die Besonnenheit, so haben wir für die Frühlingswende dasjenige, was empfunden wurde als Bußetätigkeit. Und an die Stelle des Erkennens beziehungsweise der Versuchung durch das Böse trat jetzt etwas, was man nennen konnte die Umkehr, die Wiederhinwendung zu seiner höheren Natur durch die Buße. Haben wir hier geschrieben: Erleuchtung, Erkennen, Besonnenheit -, so müssen wir hier schreiben: Umkehr zur menschlichen Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie noch einmal zurückblicken zu dem, was in der Tiefwinterzeit die Zeit der Versuchung durch das Böse war, so werden Sie sagen müssen: Da fühlte sich eben der Mensch wie versenkt in die Klüfte der Erde. Er fühlte sich umgarnt von der Erdenfinsternis. Da war es, wo gerade so, wie er gewissermaßen während der Hochsommerzeit aus sich herausgerissen war, wie sein Seelisches über ihn selbst erhoben wurde, wo sich jetzt innerlich, um nicht umgarnt zu werden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|81}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von dem Bösen während der Tiefwinterzeit, das Seelische frei machte. Dadurch war während der Tiefwinterzeit, ich möchte sagen, ein Gegenbild da zu dem, was in der Hochsommerzeit da war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hochsommerzeit sprachen die Naturerscheinungen auf geistige Art. Man suchte in Blitz und Donner insbesondere die Sprache der Himmel. Man blickte auf die Naturerscheinungen hin, aber man suchte in den Naturerscheinungen geistige Sprache. Selbst in den Kleinigkeiten suchte man in der Johannizeit die geistige Sprache der EIementarwesen, aber außerhalb. Man träumte gewissermaßen außerhalb des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tiefwinterzeit nun versenkte man sich in sich und träumte innerhalb des Menschen. Indem man sich losriß von der Umgarnung der Erde, träumte man innerhalb des Menschen, wenn man sein Seelisches losreißen konnte. Und von diesem ist geblieben dasjenige, was sich knüpft an die Schauungen, an das innere Schauen der dreizehn Nächte nach der Wintersonnenwendezeit. Es sind überall an diese alten Zeiten Erinnerungen zurückgeblieben. Sie können geradezu das norwegische Olaf-Lied als eine spätere Ausbildung dessen ansehen, was in alten Zeiten in ganz besonderem Maße vorhanden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann nahte die Frühlingszeit. Heute hat sich die Sache etwas verschoben; die Frühlingszeit war damals mehr gegen den Winter zugeneigt. Überhaupt wurde das Ganze angesehen als in drei Jahresperioden gelegt. Es wurden auch die Dinge zusammengeschoben, aber dennoch, das, was ich Ihnen hier mitteile, wurde wiederum gelehrt. So wie man zur Hochsommerzeit sagte: Empfange das Licht -, zur Herbsteszeit, zur Michaelizeit: Schaue um dich -, so wie man in der Tiefwinterzeit, in derjenigen Zeit, wo wir das Weihnachtsfest haben, sagte: Hüte dich vor dem Bösen -, so hatte man für die Zeit der Umkehr einen Spruch, der nur für diese Zeit dazumal als wirksam gedacht worden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Erkenne dich selbst&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gerade gegenübergestellt dem Erkennen der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hüte dich vor dem Bösen - könnte man auch so aussprechen: Hüte dich, zucke zurück vor dem Erdendunkel. - Aber das hat man nicht gesagt. Während man zur Hochsommerzeit die äußere Naturerscheinung &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|82}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Lichtes für die Weisheit nahm, also zur Hochsommerzeit gewissermaßen auf naturhafte Weise sprach, so würde man den Spruch zur Winterzeit nicht hineingegossen haben in den Satz: Hüte dich vor der Finsternis -, sondern da sprach man die moralische Deutung aus: Hüte dich vor dem Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall sind dann die Anklänge an diese Feste geblieben, soweit man die Dinge verstanden hat. Natürlich ist alles anders geworden, als das große Ereignis von Golgatha eintrat. In die Zeit der tiefsten Menschenversuchung, in die Winterzeit hinein fiel die Geburt Jesu. Die Geburt Jesu fiel in die Zeit, in der der Mensch eben umklammert war von den Erdenmächten, gewissermaßen hinunterversenkt war in die Erdenklüfte. Sie finden unter den Sagen, die sich anschließen an die Geburt Jesu, auch eine, welche davon spricht, daß Jesus in einer Höhle zur Welt gekommen sei, womit eben hingedeutet wird auf etwas, was als Weisheit in den allerältesten Mysterien empfunden wurde: daß der Mensch da dasjenige, was er zu suchen hat, finden könne trotz seiner Umklammerung von dem Irdisch-Finsteren, das zugleich die Gründe enthält, warum der Mensch dem Bösen verfallen kann. Und ein Anklang an all das ist dann, daß in die Zeit, wo der Frühling herannaht, die Bußezeit gelegt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Hochsommerfest ist natürlich das Verständnis noch mehr geschwunden als für die andere Seite des Jahreslaufes. Denn je mehr der Materialismus über die Menschheit hereinbrach, desto weniger fühlte man sich hingezogen zur Erleuchtung oder dergleichen. Und was für die gegenwärtige Menschheit von ganz besonderer Wichtigkeit ist, das ist eben diejenige Zeit, die von der Erleuchtung, die zunächst den Menschen noch unbewußt bleibt, hinführt gegen die Herbsteszeit hin. Da liegt der Punkt, wo der Mensch, der ja in das Naturerkennen hinein muß, im Naturerkennen das Abbild eines Gottgeist-Erkennens erfassen soll. Dafür gibt es kein besseres Erinnerungsfest als das Michaeli-Fest. Von diesem muß ausgehen, wenn es in der richtigen Weise gefeiert wird, die allmenschliche Erfassung der Frage: Wie wird in dem gloriosen Naturerkennen der Gegenwart die Geist-Erkenntnis gefunden, wie metamorphosiert man die Naturerkenntnisse so, daß aus dem, was der Mensch als Naturerkenntnisse hat, ihm &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|83}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Geist-Erkenntnis wird? - Wie wird, mit andern Worten, dasjenige besiegt, was, wenn es in sich verläuft, den Menschen mit dem Untermenschlichen umgarnen müßte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Wendung muß eintreten. Das Michaeli-Fest muß einen bestimmten Sinn bekommen. Der Sinn ergibt sich dann, wenn man das Folgende empfinden kann: Die Naturwissenschaft hat den Menschen dazu geführt, die eine Seite der Weltentwickelung zu erkennen, zum Beispiel, daß sich aus niederen tierischen Organismen höhere, vollkommenere und so weiter bis herauf zum Menschen ergeben haben im Laufe der Zeit, oder daß der Mensch während der Keimesentwickelung im Mutterleibe die Tierformen nacheinander durchmacht. Das ist aber nur die eine Seite. Die andere Seite ist die, welche vor unsere Seele tritt, wenn wir uns sagen: Der Mensch hat sich aus seiner ursprünglich göttlich-menschlichen Anlage herausentwickeln müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dieses (siehe Zeichnung) die ursprüngliche menschliche Anlage ist (hell schraffiert), so hat sich herausentwickeln müssen der Mensch zu seiner heutigen Entfaltung. Er hat nach und nach von sich abstoßen müssen zuerst die niederen Tiere, dann immer weiter und weiter alles das, was an Tierformen da ist. Das hat er überwunden, von sich herausgesetzt, abgestoßen (dunkel schraffiert). Dadurch ist er zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GA223 083.png|center|300px|Zeichnung aus GA 223, S. 83]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seiner ursprünglichen Bestimmung gekommen. Ebenso ist es bei seiner Embryonalentwickelung. Der Mensch stößt nach und nach alles ab, was er nicht sein soll. Dadurch aber bekommen wir den eigentlichen Sinn der heutigen Naturerkenntnis nicht. Was ist der Sinn der heutigen Naturerkenntnis? Der liegt in dem Satze: Du schaust in dem, was dir Naturerkenntnis zeigt, dasjenige, was du von der Menschenerkenntnis ausschließen mußt. - Was heißt das? Das heißt: Der Mensch muß heute Naturwissenschaft studieren. Warum? Wenn er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|84}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in das Mikroskop hineinsieht, so weiß er, was nicht Geist ist. Wenn er durch das Teleskop in die Ferne des Weltenraumes sieht, so offenbart sich ihm dasjenige, was nicht Geist ist. Wenn er auf eine andere Weise im physikalisch-chemischen Laboratorium experimentiert, offenbart sich ihm, was nicht Geist ist. In seiner reinen Gestalt offenbart sich ihm alles, was nicht Geist ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In alten Zeiten haben die Menschen, wenn sie angeschaut haben, was heute Natur ist, noch den Geist durchscheinen gesehen. Heute müssen wir die Natur erkennen, um eben sagen zu können: Das alles ist nicht Geist, das ist Winterweisheit. Und alles, was Sommerweisheit ist, das muß andere Gestalt haben. - Damit der Mensch den Stoß bekommt, den Impuls bekommt zum Geist, muß er das Ungeistige, das Widergeistige erkennen. Und einsehen muß man solche Dinge, die heute noch kein Mensch zugibt. Heute sagt zum Beispiel jeder: Nun ja, wenn ich irgendein kleines Lebewesen habe, das man mit freiem Auge nicht sieht, so lege ich es unter das Mikroskop; da vergrößert es sich mir, dann sehe ich es. - Ja, aber man wird einsehen müssen: Diese Größe ist ja verlogen; ich dehne das Lebewesen aus, ich habe es nicht mehr, ich habe ein Gespenst. Das ist nicht mehr Wirklichkeit, was ich da sehe. Ich habe eine Lüge an die Stelle der Wahrheit gesetzt! - Es ist natürlich für die heutige Anschauung Wahnsinn, aber es ist gerade die Wahrheit. Wenn man einsehen wird, daß man Naturwissenschaft braucht, damit man an diesem Gegenbilde der Wahrheit den Stoß bekommt zur Wahrheit hin, dann wird die Kraft entwickelt sein, die symbolisch angedeutet werden kann in der Überwindung des Drachen durch den Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dazu gehört etwas, was nun eigentlich auch schon, ich möchte sagen, auf geistige Art in den Annalen steht, aber es steht so, daß dann, als man keine rechte Ahnung mehr hatte von dem, was im Jahreslauf lebt, man die Sache auf den Menschen bezog. Da setzte man auf dasjenige, was zur Erleuchtung hinführt, den Begriff der Weisheit; da setzte man auf dasjenige, was hinführt zum Erkennen, den Begriff des Mutes; bei der Besonnenheit blieb es (siehe Schema Seite 76), und auf das, was der Buße entsprach, setzte man den Begriff der Gerechtigkeit. Hier haben Sie die vier platonischen Tugendbegriffe: Weisheit, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|85}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mut, Besonnenheit, Gerechtigkeit. Es wurde in den Menschen hineingenommen, was der Mensch vorher aus dem Leben des Jahreslaufes empfing. Das aber wird beim Michael-Fest ganz besonders in Betracht kommen: daß das wird sein müssen ein Fest zu Ehren des menschlichen Mutes, der menschlichen Offenbarung des Michael-Mutes. Denn was ist es, was heute den Menschen von der Geist-Erkenntnis zurück- hält? Seelische Mutlosigkeit, um nicht zu sagen seelische Feigheit. Der Mensch will passiv alles empfangen, will sich hinsetzen vor die Welt wie vor ein Kino und will sich alles sagen lassen durch das Mikroskop und Teleskop. Er will nicht in Aktivität härten das Instrument des eigenen Geistes, der eigenen Seele. Er will nicht Michael-Nachfolger sein. Dazu gehört innerer Mut. Dieser innere Mut, der muß sein Fest bekommen in dem Michael-Fest. Dann wird von dem Fest des Mutes, von dem Fest der inneren mutigen Menschenseele ausstrahlen, was auch den andern Festeszeiten des Jahres rechten Inhalt geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, wir müssen sogar den Weg fortsetzen: wir müssen hereinnehmen in die menschliche Natur das, was früher draußen war. So steht es heute nicht mehr mit dem Menschen, daß er nur im Herbste das Erkennen der Natur und so weiter entwickeln könnte. Es steht schon so, daß im Menschen die Dinge heute ineinanderliegen, denn nur dadurch kann er seine Freiheit entfalten. Aber dabei bleibt es doch richtig, daß, ich möchte sagen, in einem verwandelten Sinne das Feste-Feiern wiederum notwendig wird. Waren die Feste ehemals Feste des Gebens des Göttlichen an die Irdischen, empfing der Mensch ehemals Unmittelbar die Gaben der himmlischen Mächte bei den Festen, so besteht heute, wo er in sich die Fähigkeiten hat, die Metamorphosierung des Festgedankens darin, daß es Feste der Erinnerungen sind. So daß sich der Mensch in die Seele schreibt dasjenige, was er in sich vollbringen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da wird es wiederum am besten sein, als das stärkstwirkende Fest der Erinnerung, dieses Fest, das den Herbst beginnt, das Michael-Fest zu haben, denn da spricht zu gleicher Zeit die ganze Natur eine bedeutsame kosmische Sprache. Die Bäume werden kahl, die Blätter verwelken, die Tiere, die den Sommer hindurch als Schmetterlinge die Luft durchflatterten, als Käfer die Luft durchsurrten, ziehen sich zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Tiere verfallen in den Winterschlaf. Alles lähmt sich ab. Die Natur, die durch ihre eigene Wirksamkeit dem Menschen geholfen hat durch Frühling und Sommer, die Natur, die im Menschen gewirkt hat durch Frühling und Sommer, zieht sich zurück. Der Mensch ist auf sich zurückgewiesen. Was jetzt erwachen muß, wo die Natur einen verläßt, das ist der Seelenmut. Wiederum werden wir hingewiesen, wie es ein Fest des Seelenmutes, der Seelenkraft, der Seelenaktivität sein muß, was wir als Michael-Fest auffassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es, was allmählich dem Festesgedanken einen Erinnerungscharakter geben wird, der aber schon angedeutet worden ist mit einem monumentalen Worte, mit welchem darauf hingewiesen wurde, daß in aller Zukunft dasjenige, was vorher Feste der Gaben waren, Erinnerungsfeste werden oder werden sollen. Dieses monumentale Wort, das das Fundament für alle Festgedanken sein muß, also auch derjenigen, die wieder entstehen werden, dieses monumentale Wort ist: «Dieses tut zu meinem Angedenken.» Da ist der Gedanke des Festes nach der Erinnerungsseite hingewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie das andere, was im Christus-Impuls liegt, lebendig fortwirken muß, sich gestalten muß, nicht bloß totes Produkt bleiben darf, zu dem man zurückschaut, so muß auch dieser Gedanke empfindungs- und gedankenzeugend weiterwirken, und man muß verstehen, daß die Feste bleiben müssen, trotzdem der Mensch sich ändert, und daß daher auch die Feste Metamorphosen durchmachen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|87}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|88}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|89}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ERSTER VORTRAG Wien, 27. September 1923 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird, wenn von Anthroposophie heute in manchen Kreisen die Rede ist, neben manchem unzutreffenden Worte auch dieses gesagt, daß Anthroposophie intellektualistisch sei, daß sie zu stark an den wissenschaftlichen Verstand appelliere, und daß sie zu wenig Rücksicht nehme auf die Bedürfnisse des menschlichen Gemütes. Deshalb habe ich gerade für diesen kurzen Vortragszyklus, den ich zu meiner großen Befriedigung wieder in Wien hier vor Ihnen halten darf, das Thema gewählt: «Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das menschliche Gemüt ist gewiß von der Erkenntnis ausgeschIossen worden durch die intellektualistische Entwickelung der Zivilisation in den letzten drei bis vier Jahrhunderten. Man wird heute allerdings nicht müde, immer wieder und wieder zu betonen, daß der Mensch nicht stehenbleiben könne bei dem nüchternen, trockenen Verstande und seinen Einsichten, aber man baut doch, wenn es sich um Erkenntnisse handeln soll, ausschließlich auf diesen Verstand. Auf der andern Seite wird immer wieder und wieder hervorgehoben, das menschliche Gemüt müsse zu seinem Rechte kommen; allein man gibt ihm dieses Recht nicht. Man spricht ihm jede Möglichkeit ab, irgendwie eine Beziehung zu den Weltengeheimnissen draußen zu gewinnen; man schränkt sozusagen das menschliche Gemüt gerade in das ein, was nur die persönlichen Angelegenheiten des Menschen sind, in dasjenige, worüber nur die persönlichsten Angelegenheiten des Menschen entscheiden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wollen wir nun zunächst, ich möchte sagen, wie in einer Art historischer Erinnerung davon sprechen, wie dieses menschliche Gemüt in älteren Zeiten der Menschheitsentwickelung auch erkenntnismäßig sprechen durfte, wie es große, gewaltige Bilder vor die Menschenseele hinzaubern durfte, die aufklärend auf den Menschen wirken sollten, wenn es sich darum handelte, daß der Mensch seine Eingliederung in den ganzen Weltengang finden könne, in den Kosmos,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|90}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in die Zeitenfolge. Diese Bilder bildeten im Grunde genommen in jener Zeit, als das menschliche Gemüt noch weltanschauungsmäßig sprechen durfte, gerade das Wichtigste in diesen Weltanschauungen. Sie stellten die großen, umfassenden Weltenzusammenhänge dar und stellten den Menschen in diese großen, umfassenden Weltenzusammenhänge hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte, weil ich gerade dadurch eine Grundlage für die weitere Betrachtung des menschlichen Gemütes vom anthroposophischen Gesichtspunkte aus schaffen kann, heute eines jener grandiosen, majestätischen Bilder vor Ihre Seele führen, die so zu wirken bestimmt waren, wie ich es jetzt angedeutet habe; zugleich eines jener Bilder, welche vor allen Dingen dazu bestimmt sind, in einer neuen Art, von der wir noch sprechen wollen, auch in der Gegenwart wieder an den Menschen herangerückt zu werden. Ich möchte heute zu Ihnen sprechen von dem Bilde, das Sie alle kennen, dessen Bedeutung aber nach und nach im menschlichen Bewußtsein zum Teil verblaßt ist, zum Teil mißverständlich erfaßt ist: von dem Bilde des Kampfes, des Streites Michaels mit dem Drachen. Ergreifend wirkt es noch auf viele Menschen, aber der eigentliche tiefere Gehalt, wie gesagt, ist entweder verblaßt oder wird mißverstanden, mindestens wird er nicht so an das menschliche Gemüt herangebracht, wie er einst zu diesem menschlichen Gemüt gestanden hat, ja wie er selbst noch im 18. Jahrhundert im Gemüte vieler Menschen gestanden hat. Man macht sich heute gar keinen Begriff davon, wieviel sich in dieser Beziehung geändert hat, wieviel von dem, wovon der sogenannte gescheite Mensch sagt, es seien phantastische Bilder, als die ernstesten Bestandteile der alten Weltanschauungen genommen wurde. So war das insbesondere mit dem Bilde vom Streit des Michael mit dem Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn heute der Mensch darüber nachdenkt, wie er sich selber auf der Erde entwickelt hat, dann kommt er - im Sinne seiner materialistischen Weltauffassung - dazu, die jetzige, in einem gewissen Sinne relativ vollkommenere Menschengestalt auf unvollkommenere Gestalten, auf physisch-tierische Vorfahren, immer weiter und weiter zurückzuführen. Man kommt dadurch eigentlich von dem jetzigen Menschen, der in der Lage ist, sein eigenes Wesen innerlich seelischgeistig &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|91}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu erleben, zu viel materielleren Geschöpfen, von denen der Mensch abstammen solle, die dem materiellen Dasein eben viel näher standen. Man nimmt an, daß sich die Materie allmählich immer mehr und mehr zu einem Erleben des Geistigen heraufentwickelt habe. So war die Anschauung einer verhältnismäßig noch kurz zurückliegenden Zeit nicht, sie war gegenüber dieser Anschauung eigentlich geradezu umgekehrt. Wenn noch im 18. Jahrhundert diejenigen Menschen, die damals - viele waren das ja auch noch nicht - nicht angefressen waren von materialistischer Anschauung, von materialistischer Gesinnung, mit dem Seelenblick zurückschauten in die Vorzeit der Menschheit, dann sahen sie nicht auf weniger menschliche Wesen als ihre Vorfahren hin, sondern sie sahen auf geistigere Wesen hin, als es der Mensch selber ist. Sie sahen auf Wesen hin, denen die Geistigkeit so eigen war, daß diese Wesen noch nicht einen physischen Leib annahmen in dem Sinne, wie es der Mensch heute auf der Erde - die übrigens auch noch nicht in diesen älteren Zeiten vorhanden war - tut. Wenn sie auf die Menschheit zurückschauten, schauten sie hin auf Wesenheiten, die in einer höheren, geistigeren Art lebten, und die, wenn ich mich grob ausdrücken darf, einen Leib von viel dünnerer, mehr geistiger Substanz hatten. In diese Sphäre, von der die Menschen da sprachen, versetzte man noch nicht hinein Wesen von der Art des heutigen Menschen, sondern höherstehende Wesen mit höchstens einem ätherischen Leib, nicht mit einem physischen Leib, Wesen, die gewissermaßen die Menschenvorfahren sein sollten. Man schaute zurück in eine Zeit, in der auch noch nicht die sogenannten höheren Tiere da waren, in der höchstens diejenigen Tiere da waren, die man heute wie in ihren Nachkommen in den gallertartigen Tieren der Meere findet. Das war sozusagen auf dem Vorfahr der Erde als unter dem Menschen stehendes Tierreich vorhanden; darüber ein Reich, das, wie gesagt, nur Wesen hatte in höchstens einem ätherischen Leib. Das was wir heute aufzählen im Sinne meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» als die Wesen der höheren Hierarchien, würde in anderer Form heute noch das sein, was dazumal in einer gewissen Beziehung als Vorfahrenschaft des Menschen gedacht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wesenheiten - Angeloi, Archangeloi, Archai - in ihren damaligen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|92}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formen, sie waren vor allen Dingen noch nicht zur Freiheit bestimmt in dem Sinne, wie wir heute beim Menschen von Freiheit sprechen. Der Wille dieser Wesen wurde nicht so erlebt, daß sie selber jenes eigentümliche Gefühl gehabt hätten, das wir aussprechen mit den Worten: Wir wollen willkürlich etwas. - Diese Wesen wollten nicht willkürlich etwas, sie wollten das, was als der göttliche Wille in ihre Wesenheit einfloß. Diese Wesenheiten hatten ihren Willen vollständig in dem göttlichen Willen beschlossen. Die göttlichen Wesen, die über ihnen standen oder stehen und die in ihren Zusammenhängen die göttliche Weltenlenkung bedeuten, «wollten» gewissermaßen durch die niedrigeren Geister der Archangeloi und Angeloi, so daß diese niedrigeren Geister durchaus in der Richtung, im Sinne des über ihnen stehenden göttlich-geistigen Willens wollten. So war die Ideenwelt dieser älteren Menschheit, daß sie sich sagte: In jener alten Zeit war überhaupt der Zeitpunkt noch nicht gekommen, wo sich Wesen entwickeln konnten, die in ihrem Bewußtsein das Freiheitsgefühl haben sollten. - Im Sinne der göttlich-geistigen Weltenordnung war dieser Zeitpunkt auf eine spätere Epoche verlegt. Da sollte dann gewissermaßen ein Teil der im göttlichen Willen beschlossenen Geister zum eigenen, freien Willen kommen. Er sollte zum eigenen, freien Willen kommen, wenn in der Weltenentwickelung dazu die Zeit wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will mit alledem heute nicht etwas schildern, was ich vom anthroposophischen Gesichtspunkte aus irgendwie schon rechtfertigen wollte, darüber werden wir dann in den nächsten Tagen sprechen, sondern ich will die Vorstellungen schildern, die gerade bis ins 18.Jahr- hundert herein bei erleuchtetsten Geistern gelebt haben. Ich will sie historisch schildern, denn nur dadurch, daß wir sie uns in ihrer historischen Gestalt vor die Seele rücken, werden wir auch zu einer neuen Anschauung darüber kommen, inwiefern diese Vorstellungen in einer andern Form wieder erneuert werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da aber - so sagten sich diese Menschen - erhob sich unter diesen Geistern, deren kosmisches Schicksal es eigentlich war, im Willen der göttlichen Geister beschlossen zu sein, eine Anzahl von solchen Wesenheiten, die ihren Willen gewissermaßen abschnüren wollten von dem göttlichen Willen, die ihren Willen emanzipieren wollten vom &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|93}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
göttlichen Willen. Es erhoben sich in einem übermenschlichen Hochmut Wesenheiten, die, bevor die Zeit dazu da war, in der die Freiheit reifen sollte, zu dieser Freiheit ihres Willens kommen wollten. Und als den Bedeutendsten, den Anführer dieser Wesenheiten dachte man sich dasjenige Wesen, das dann Gestalt bekommen hat in dem Drachen, den Michael bekämpft, jener Michael, der oben geblieben ist im Reiche derjenigen Geister, die ihren Willen auch weiterhin orientieren wollten im Sinne des göttlich-geistigen Willens, der über ihnen steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Stehenbleiben im göttlich-geistigen Willen entstand bei Michael der Impuls, das Richtige zu tun mit demjenigen Wesen, das vorzeitig, wenn ich so sagen darf, zur Freiheit gegriffen hat. Denn die Gestalten, welche die Wesenheiten der Hierarchie der Archangeloi, Angeloi, Archai hatten, waren einfach nicht angemessen einem Wesen, das in der angedeuteten Art einen freien, von dem Göttlichen emanzipierten Willen haben sollte. Dazu sollte im Laufe der Entwickelung der Welt die Gestalt erst später entstehen, nämlich die menschliche Gestalt. Aber das alles wird in eine Zeit versetzt, in der im Zusammenhange des Kosmos die menschliche Gestalt noch nicht möglich war; auch die höheren tierischen Gestalten waren noch nicht möglich, nur jene niederen tierischen Gestalten, die ich vorhin charakterisiert habe. Und so mußte sozusagen eine kosmisch widerspruchsvolle Gestalt entstehen. In die mußte gewissermaßen der widersetzliche Geist gegossen werden. Es konnte nicht eine Tiergestalt sein, die erst später entstehen durfte, es konnte auch nicht eine der Tiergestalten sein, wie sie dazumal waren in der gewöhnlichen, sozusagen weichen Materie. Es konnte nur eine Tiergestalt sein, welche von den in der physischen Welt möglichen Tiergestalten abwich, aber doch wiederum, weil sie einen kosmischen Widerspruch darstellen sollte, tierähnlich wurde. Und die Gestalt, die einzig und allein aus dem heraus, was damals möglich war, geschaffen werden konnte, diese Gestalt ist die Gestalt des Drachen. Natürlich wurde sie dann von dem einen so, von dem andern anders aufgefaßt, wenn sie gemalt oder sonstwie wiedergegeben werden sollte; sie wird mehr oder weniger treffend oder auch unzutreffend dargestellt werden, je nachdem derjenige, der sie darstellt, eine innere imaginative Einsicht hat in das, was dazumal möglich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|94}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
war für eine Wesenheit, die einen widersetzlichen Willen entwickelt hat. Aber unter denjenigen Gestalten jedenfalls, die in der physischen Welt in der Tierreihe bis zum Menschen herauf möglich geworden sind, ist diese Gestalt nicht. Sie mußte eine übersinnliche bleiben. Aber eine solche übersinnliche Gestalt konnte nicht in jenem Reiche sein, in dem die Wesen der höheren Hierarchien, Archangeloi, Angeloi und so weiter sind, sie mußte sozusagen unter diejenigen Gestalten versetzt werden, die im Laufe der physischen Entwickelung entstehen konnten. Das ist der Sturz des Drachen vom Himmel auf die Erde. Das ist die Tat des Michael, daß gewissermaßen diese Gestalt in eine Form kam, die übertierisch ist, übersinnlich ist, die aber nicht im Reiche des Übersinnlichen verbleiben darf, denn trotzdem sie eine übersinnliche ist, widerspricht sie dem Reiche des Übersinnlichen, in dem sie vor ihrer Widersetzlichkeit war. Und so wurde diese Gestalt in die Welt versetzt, welche die physische Welt ist, aber als eine überphysische, übersinnliche. Sie lebte fortan in dem Reiche, in dem die Mineralien, Pflanzen, Tiere sind; sie lebte fortan in dem, was als Erde entstand. Aber sie lebte nicht so, daß Menschenaugen sie sehen könnten, wie Menschenaugen die gewöhnlichen Tiere sehen können. Wenn das Seelenauge sich hinaufrichtet in die Welten, die sozusagen in dem höheren Weltenplane vorgesehen waren, so schaut es in seinen Imaginationen die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Wenn das menschliche physische Auge sich richtet auf die physische Welt, so schaut es das, was in den verschiedenen Reichen der Natur bis herauf zur physisch-sinnlichen Menschengestalt entstanden ist. Wenn sich aber das Seelenauge auf das richtet, was in der physischen Natur ist, dann schaut es diese in sich widerspruchsvolle Gestalt des Widersachers, desjenigen, der tierisch und doch wieder nicht tierisch ist, der in der sichtbaren Welt lebt und wieder selbst nicht sichtbar ist: es schaut die Gestalt des Drachen. Und in dem ganzen Entstehen des Drachen schauten diese Menschen einer älteren Zeit die Tat des Michael, der im Reiche des Geistigen in jener Gestalt zurückgeblieben war, die dem Reiche des Geistigen angemessen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun entstand die Erde, mit der Erde der Mensch, und der Mensch sollte so entstehen, daß er gewissermaßen ein Doppelwesen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|95}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde. Auf der einen Seite sollte er mit einem Teil seines Wesens, mit seinem seelisch-geistigen Teile hinaufragen in das, was man die himmlische, die übersinnliche Welt nennt; mit dem andern Teile seines Wesens, mit dem physisch-ätherischen Teile, sollte er angehören derjenigen Natur, die als die Erdennatur, als ein neuer Weltenkörper entstand, jener Weltenkörper, auf den der abtrünnige Geist, derWidersacher, versetzt wurde. Dort mußte der Mensch entstehen. Er war dasjenige Wesen, das in diese Welt gehört nach dem ursprünglichen Ratschluß, der dem Ganzen zugrunde liegt. Der Mensch gehörte auf die Erde. Der Drache gehörte nicht auf die Erde, war aber auf die Erde versetzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun bedenken Sie, was der Mensch auf der Erde, als er im Laufe der Entwickelung mit der Erde erstand, nun antraf auf dieser Erde. Er traf das an, was als äußere Natur sich aus den früheren Naturreichen entwickelt hatte, was dann die Tendenz annahm, die dann gipfelte in dem jetzigen Mineralreich, in unserem Pflanzenreich, Tierreich bis herauf zu seiner eigenen physischen Menschengestalt. Das traf er an. Er traf, mit andern Worten, das an, was wir gewohnt sind, die außermenschliche Natur zu nennen. Was war diese außermenschliche Natur? Sie war die Fortsetzung und ist heute noch die Fortsetzung desjenigen, was von den höchsten schaffenden Mächten im fortlaufenden Entwickelungsplane der Welt gemeint war. Der Mensch darf daher, indem er dies in seinem Gemüte erlebt, in .die äußere Natur hinausschauen, darf die Mineralien anschauen mit alledem, was mit der mineralischen Welt zusammenhängt, darf in die wunderbaren Kristallformen hinausschauen, darf aber auch auf die Berge, die Wolken und die andern Formen hinschauen, und er schaut dann diese äußere Natur gewissermaßen in ihrem Ertötetsein, in ihrem Unlebendigsein. Aber der Mensch schaut sie so an, wie das, was als Uniebendiges da ist, was eine ehemalige göttliche Welt selbst aus sich herausgesetzt hat, so wie der menschliche Leichnam - allerdings jetzt in einer andern Bedeutung - aus dem lebendigen Menschen im Tode herausgesetzt wird. Ist dieser Anblick des menschlichen Leichnams zunächst, so wie er dem Menschen entgegentritt, nicht irgend etwas, was auf den Menschen einen bejahenden Eindruck machen kann, so &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|96}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darf aber dasjenige, was in gewissem Sinne auch göttlicher Leichnam ist, aber Leichnam auf einer höheren Stufe und im Mineralreich erstanden ist, von dem Menschen als das angesehen werden, was in der Form, in der Gestalt das ursprünglich gestaltlos-lebendige Göttliche spiegelt. Und in dem, was dann als die höheren Naturreiche hervorgebracht wird, wird eine weitere Spiegelung desjenigen gesehen, was ursprünglich als gestaltlos Göttliches vorhanden war. So darf der Mensch hinausschauen in die ganze Natur und darf fühlen von der Natur, daß diese außermenschliche Natur ein Spiegel des Göttlichen in der Welt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist schließlich dasjenige auch, was die Natur dem menschlichen Gemüte geben soll. Naiv, nicht durch Spekulation, soll der Mensch in der Lage sein, beim Anblicke dieser oder jener Naturwesenhaftigkeit Freude, Sympathie, ja vielleicht inneres Jauchzen, inneren Enthusiasmus gegenüber den Gestaltungen, gegenüber dem Sprießen und Blühen in der Natur zu empfinden. Und dann soll in bezug auf das, was er sich nicht ganz klarmacht bei diesem Jauchzen, bei diesem Enthusiasmus, bei dieser überströmenden Freude über die Natur, in seinen Untergründen eigentlich die Empfindung leben, wie er in seinem ganzen Gemüte sich so innig verwandt fühlt mit dieser Natur, indem er sich sagen kann, wenn es ihm auch nur dumpf zum Bewußtsein kommt: Das haben die Götter aus sich heraus als ihren Spiegel in die Welt hineingestellt, dieselben Götter, denen mein eigenes Gemüt entstammt, dieselben Götter, von denen ich auf einem andern Wege komme. - Und eigentlich sollte alles innere Jauchzen über die Natur, alle Freude über die Natur, alles was als ein so befreiendes Gefühl in uns aufkommt, wenn wir die Frische in der Natur innerlich lebendig nacherleben, darauf gestimmt sein, daß das menschliche Gemüt sich verwandt fühlt mit dem, was in der Natur draußen als Spiegel der Gottheit lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Mensch steht so in seiner Entwickelung drinnen, daß er die Natur in sich hereinnimmt, hereinnimmt durch das Ernähren, hereinnimmt durch das Atmen, hereinnimmt - wenn auch auf geistige Weise - dadurch, daß er die Natur mit seinen Sinnen anschaut, sie wahrnimmt. Auf dreifache Weise nimmt so der Mensch die äußere &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|97}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natur in sich herein: indem er sich ernährt, indem er die Luft atmet, indem er wahrnimmt. Dadurch ist der Mensch ein Doppelwesen. Er ist mit seiner geistig-seelischen Wesenheit verwandt den Wesenheiten der höheren Hierarchien, und er muß einen Teil seines Wesens aus dem gestalten, was als Natur draußen vorhanden ist. Das nimmt er in sich herein. Und indem es aufgenommen wird als Nahrungsmittel, als Atmungsanregung, ja selbst in jener feinen ätherischen Weise, in der es lebt im Wahrnehmungsprozeß, setzt es im Menschen die Vorgänge, die man draußen in der Natur sieht, fort. Das lebt im Menschen auf als Instinkt, als Trieb, als tierische Lust, als alles das, was aus den Tiefen der Menschennatur als Animalisches im Menschen auf- steigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir das nur recht. Da haben wir draußen die wunderbar gestalteten Kristalle, die Mineralmassen, die sich zu den gigantischen Bergen auftürmen, die frischen Mineralmassen, die als Wasser über die Erde in der verschiedensten Weise sich ergießen; da haben wir die in einer höheren Gestaltungsfähigkeit vor uns sprießende pflanzliche Substanz und Wesenhaftigkeit, da haben wir die verschiedensten tierischen Gestalten, und da haben wir auch die menschlich-physische Gestalt selber. Das alles, was da draußen lebt, ist Spiegel der Gottheit, steht in wunderbarer naiver Unschuld vor dem menschlichen Gemüte, weil es die Gottheit spiegelt und im Grunde genommen nichts ist als das reine Spiegelbild. Man muß nur die Spiegelung verstehen. Verstehen kann sie der Mensch zunächst nicht mit seinem Intellekt; verstehen kann er sie, wie wir in den nächsten Vorträgen noch hören werden, gerade mit seinem Gemüt. Aber wenn er sie mit seinem Gemüte recht versteht - und er hat sie in den früheren Zeiten, von denen ich jetzt spreche, mit seinem Gemüte verstanden -, dann sieht er sie als den Spiegel der Gottheit. Aber jetzt betrachtet er, was draußen in der Natur lebt in den Salzen, was in den Pflanzen lebt und in den tierischen Bestandteilen, die dann in seinen eigenen Leib hineinkommen, und beobachtet, was im unschuldigen Grün der Pflanzen sprießt, und was selbst noch in naiver Weise im tierischen Leibe animalisch vorhanden ist. Das betrachtet der Mensch nun, sich innerlich anschauend, wie es in ihm als die Triebe aufwallt, als die tierischen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|98}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
animalischen Lüste, als tierische Instinkte; er sieht, was die Natur in ihm wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war das Gefühl, das noch viele der erleuchtetsten Menschen im 18. Jahrhundert gehabt haben. Sie haben lebendig noch den Unterschied gefühlt zwischen der Natur draußen und der Natur, wie sie wird, wenn der Mensch sie verzehrt, veratmet, wahrnimmt. Sie haben so recht den Unterschied gefühlt zwischen der naiven äußeren, sinnenfälligen Natur und der menschlichen innerlich quellenden Sinnlichkeit. Was da als Unterschied lebte, das stand in einer wunderbar scharfen Lebendigkeit vor vielen Menschen noch, die im 18. Jahrhundert vor sich selber und ihren Schülern geschildert haben Natur und Mensch und das Eingespanntsein von Natur und Mensch in den Streit zwischen Michael und dem Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem wir nun diesen polarischen Gegensatz, Natur draußen in ihrer elementarischen Unschuld, Natur im Menschen in ihrer Schuld, vor dem Seelenauge des Menschen selbst noch des 18. Jahrhunderts sehen, müssen wir uns jetzt an den Drachen erinnern, den Michael in diese Welt der Natur hereingestellt hat, weil er ihn in der Welt der Geistigkeit zu belassen nicht würdig fand. Draußen in der Welt der Mineralien, in der Welt der Pflanzen, selbst in der Welt der Tiere, da hat jener Drache, der in seiner Gestalt der Natur widerspricht, keine der Formen angenommen, welche die Naturwesen angenommen haben. Er hat jene, für uns heute vielfach so phantastische Drachenform angenommen, die in der Übersinnlichkeit bleiben muß. Sie kann nicht hinein in ein Mineral, sie kann nicht hinein in eine Pflanze, sie kann nicht hinein in ein Tier, und sie kann auch nicht hinein in einen physischen Menschenkörper. Aber sie kann hinein in das, was im physischen Menschenkörper jetzt die äußere unschuldige Natur in Form der Schuld im aufwallenden Triebleben geworden ist. Und so sagten sich noch viele Menschen im 18. Jahrhundert: Und es ward der Drache, die alte Schlange, heruntergeworfen vom Himmel zur Erde. Da hatte sie aber zunächst keine Stätte. Dann aber errichtete sie ihr Bollwerk im Wesen des Menschen, und so ist sie nun in der menschlichen Natur verschanzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So lieferte jenes gewaltige Bild vom Michael und dem Drachen für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|99}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jene Zeiten noch ein Stück Menschenerkenntnis. Wollte man noch für das 18. Jahrhundert die der damaligen Zeit entsprechende Anthroposophie hinstellen, dann müßte man davon sprechen, daß im Menschen, insofern er die äußere Natur durch Ernähren, Eratmen und Wahrnehmen in sich hereinnimmt, die Stätte für den Drachen geschaffen wird. Der Drache wohnt in der menschlichen Natur. Ich möchte sagen, so genau lebte das in den Gemütern der Menschen des 18. Jahrhunderts noch, daß man sich ganz gut vorstellen könnte, solche Menschen des 18. Jahrhunderts hätten vielleicht irgendein Seherwesen auf einen fremden Weltenkörper verpflanzt und es die Erde aufzeichnen lassen. Da würde dieses Seherwesen die Erde so gezeichnet haben, daß alles, was im Mineralischen, Pflanzlichen, Tierischen, kurz, im Außermenschlichen lebte, drachenfrei gezeichnet worden wäre, daß dagegen sich der Drache geschlungen hätte durch die animalische Wesenhaftigkeit des Menschen und damit ein Erdenwesen dargestellt hätte. Damit aber war die Situation für jene Menschen auch noch des 18. Jahrhunderts eine andere geworden gegenüber der Situation, aus der das Ganze in der vormenschlichen Zeit hervorgegangen ist. Für die vormenscliliche Zeit mußte man den Drachenstreit des Michael sozusagen ins Objektiv-Äußerliche verlegen. Jetzt aber war der Drache nirgendwo äußerlich zu finden. Wo war denn der Drache, wo mußte man ihn suchen? Überall, wo Menschen auf der Erde sind! Da war er. Wollte also jetzt Michael seine Mission fortsetzen, die er in der vormenschlichen Zeit in der objektiven Natur gehabt hat, wo er den Drachen äußerlich als das Weltengetier zu besiegen hatte, so mußte er jetzt seinen Kampf im Inneren der Menschennatur verrichten. Es wurde der Streit Michaels - schon seit langen Zeiten, seit dem grauen Altertum, aber eben bis zum 18. Jahrhundert - in das Innere des Menschen verlegt. Doch diejenigen, die so sprachen, wußten, daß sie nun in das Innere des Menschen ein Ereignis verlegt hatten, das früher ein kosmisches Ereignis war. Und sie sagten etwa: Schauet hin in uralte Zeiten. Da muß man sich vorstellen, daß damals der Drache durch Michael vom Himmel auf die Erde verstoßen wurde, ein Ereignis, das sich in den außermenschlichen Welten abspielte. Und schauet hin auf die neuere Zeit. Da muß man sich denken, wie der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|100}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mensch auf die Erde kommt, wie er die äußere Natur in sich hereinnimmt, sie umgestaltet, so daß der Drache von ihr Besitz ergreifen kann. Und man muß den Drachenkampf des Michael von da an auf die Erde verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Wendung des Gedankens war nicht von jener Abstraktheit, in der man heute oftmals so gerne spricht. Heute liebt man es, mit möglichst kurzmaschigen Gedanken auszukommen. Man sagt: Nun ja, früher haben die Menschen ein solches Ereignis wie den Streit Michaels mit dem Drachen eben nach außen verlegt. Im Verlaufe der Entwickelung ist die Menschheit innerlicher geworden, und jetzt wird daher ein solches Ereignis nur noch im Inneren geschaut. - Man braucht diejenigen wahrhaftig nicht zu beneiden, die bei diesen Abstraktionen stehenbleiben können, aber den Gang der Weltgeschichte der menschlichen Gedanken treffen diese Leute ganz gewiß nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn so, wie ich es jetzt dargestellt habe, geschah es, daß der äußere kosmische Streit des Michael mit dem Drachen in die innere menschliche Wesenheit hineinversetzt wurde, weil der Drache nur noch in der Menschennatur seinen Platz finden konnte. Damit aber war gerade in das Michael-Problem hineingelegt das Auf keimen der menschlichen Freiheit, denn der Mensch wäre rein zum Automaten geworden, wenn der Kampf in ihm sich ebenso fortgesetzt hätte, wie er früher draußen war. Indem der Kampf in das Innere des Menschen verlegt wurde, wurde er, gewissermaßen äußerlich abstrakt genommen, ein Kampf der höheren gegen die niedere Natur im Menschen. Aber er konnte für das menschliche Bewußtsein nur diejenige Form annehmen, welche die Menschen zum Aufschauen nach der Gestalt des Michael in den übersinnlichen Welten hinleitete. Und im Grunde genommen gab es noch im 18. Jahrhundert zahlreiche Anleitungen für die Menschen, die alle darauf hinausliefen, wie sie sich in die Sphäre des Michael begeben könnten, um mit Hilfe der Michael-Kraft in sich den in ihrem eigenen Animalischen wesenden Drachen zu bekämpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Mensch, der hineingeschaut hätte in das tiefere Geistesleben noch des 18. Jahrhunderts, hätte etwa malerisch so dargestellt werden müssen: Äußerlich die menschliche Gestalt, im niederen animalischen Teile der Drache, sich windend und selbst das Herz umwindend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Dann aber hinter dem Menschen gewissermaßen - weil der Mensch das Höhere mit dem Hinterhaupte sieht -, die äußere kosmische Gestalt des Michael, überragend, glanzvoll, sein kosmisches Wesen behaltend, aber spiegelnd dieses Wesen im Inneren der menschlichen höheren Natur, so daß der Mensch ein ätherisches Spiegelbild in seinem eigenen Ätherleibe bietet von der kosmischen Gestalt des Michael. Und dann wäre in diesem Menschenhaupt sichtbar geworden, aber hinunterwirkend zum Herzen, die Kraft des Michael, zermalmend den Drachen, so daß sein Blut herunterfließt vom Herzen in die Gliedmaßen des Menschen. Das war das Bild, das vom innermenschlichen Streit Michaels mit dem Drachen noch zahlreiche Menschen des 18. Jahrhunderts in sich herumtrugen. Das war zu gleicher Zeit das Bild, welches in der damaligen Zeit vielen Menschen nahelegte, wie der Mensch mit Hilfe des Oberen das Untere, wie man sich ausdrückte, zu besiegen hat, wie der Mensch die Michael-Kraft für sein eigenes Leben braucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verstand sieht die Kant-Laplacesche Theorie, sieht den Kant-Laplaceschen Urnebel, vielleicht einen Spiralnebel; aus diesem gliedern sich die Planeten ab, lassen in der Mitte die Sonne erscheinen; auf einem der Planeten entstehen nach und nach die Naturreiche, entsteht der Mensch. Und wenn dann die Zukunft vorausgeschaut wird, dann geht das alles wiederum in den großen Kirchhof des Naturdaseins über. Der Verstand kann nicht anders, als die Sache so zu denken. Deshalb, weil diesem Verstande immer mehr und mehr die Alleinherrschaft in der menschlichen Erkenntnis zugestanden worden ist, wurde nach und nach die Weltanschauung dasjenige für die allgemeine Menschheit, was sie jetzt geworden ist. Aber bei allen diesen Leuten, auf die ich vorhin hingewiesen habe, wirkte, ich möchte sagen, das Auge des Gemütes. Im Verstande kann sich der Mensch isolieren von der Welt, denn es hat jeder seinen eigenen Kopf und im Kopfe seine eigenen Gedanken. Im Gemüte kann er das nicht, denn das Gemüt ist nicht an den Kopf, das Gemüt ist an den rhythmischen Organismus des Menschen gebunden. Die Luft, die ich jetzt in mir habe, habe ich vor kurzem noch nicht in mir gehabt, da war sie die allgemeine Luft, und sie wird, wenn ich sie wieder ausatme, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
wiederum die allgemeine Luft sein. Nur der Kopf isoliert den Menschen, nur der Kopf macht ihn zum Eremiten auf der Erde. Selbst in bezug auf die Organe ist der Mensch in dem, was die physische Organisation seines Gemütes ist, nicht in dieser Weise isoliert, da gehört er dem allgemeinen Kosmos an, ist nur ein Stück im Kosmos. Aber nach und nach ist das Gemüt unsehend geworden, der Kopf allein ist sehend geworden. Der Kopf allein aber entwickelt nur die Intellektualität, isoliert den Menschen. Ja, als der Mensch noch mit dem Gemüte sah, da sah er nicht abstrakte Gedanken in den Kosmos hinein zu dessen Deutung, zur Erklärung, sondern da sah er hinein noch grandiose Bilder wie das Bild des Kampfes Michaels mit dem Drachen. Da sah dieser Mensch, was in seiner eigenen Natur und Wesenheit lebte, etwas, was in der Art, wie ich es heute geschildert habe, aus der Welt, aus dem Kosmos sich herausgebildet hat. Da sah er wie lebendig werden den inneren Michael-Kampf im Menschen, im Anthropos, hervorgehend aus dem äußeren Michael-Kampf im Kosmos. Da sah er Anthroposophie aus Kosmosophie sich herausentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so werden wir überall, indem wir zu einer älteren Weltanschauung zurückgehen, von abstrakten Gedanken, die uns kalt und nüchtern berühren, die uns frösteln machen ob ihrer Intellektualität, zu Bildern geführt, deren eines der grandiosesten dieses Bild Michaels im Streite mit dem Drachen ist, Michaels, der den Drachen erst auf die Erde gestoßen hat, wo dann der Drache, ich möchte sagen, seine Menschenfestung gewinnen konnte. Und dann wurde Michael der Bekämpfer des Drachen im Menschen in der geschilderten Art. In diesem Bilde, das ich vor Ihre Seele hingestellt habe, ist Michael kosmisch hinter dem Menschen. Im Menschen lebt ein ätherisches Abbild des Michael, das den eigentlichen Kampf im Menschen ausführt, wodurch der Mensch im Michael-Kampfe allmählich frei werden kann, weil nicht Michael den Kampf ausführt, sondern die menschliche Hingabe und das dadurch hervorgerufene Abbild des Michael. In dem kosmischen Michael bleibt immer noch jenes Wesen leben, zu dem der Mensch aufschauen kann, und das den ursprünglichen kosmischen Kampf mit dem Drachen eingeleitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrhaftig, nicht bloß auf der Erde geschehen Ereignisse. Diese&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|103}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ereignisse, die auf der Erde geschehen, sind im Grunde genommen für den Menschen unverständlich, wenn er sie nicht als die Bilder von Ereignissen ansehen kann, die in der übersiniilichen Welt geschehen, wenn er nicht die Ursachen dazu in der übersinnlichen Welt sehen kann. Und so geschah schon einmal im Reiche des Übersinnlichen, kurz vor unserer Zeit, eine Michael-Tat, jene Michael-Tat, die ich etwa in der folgenden Art charakterisieren möchte. Ich muß dabei in der Art reden, die man heute als anthropomorphisch verpönt, aber wie sollte ich sie denn anders erzählen, als daß ich Menschenworte gebrauche für dasjenige, was sich in der übersinniichen Welt abspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Zeit wurde weit zurückliegend gedacht als die vormenschliche Zeit, in der Michael den Drachen auf die Erde herabwarf. Aber dann trat der Mensch auf der Erde auf, und da stellte sich das ein, was ich geschildert habe: immer mehr und mehr kommend der innere menschliche Kampf des Michael mit dem Drachen. Gerade gegen das Ende des 19. Jahrhunderts war es, daß Michael sagen konnte: Nun hat sich das Bild im Menschen so verdichtet, daß der Mensch es innerlich gewahr werden kann, daß er nun in seinem Gemüte erfühlen kann den Drachenbesieger, wenigstens im Bilde etwas erfühlen kann. - In der Entwickelung der Menschheit bedeutet das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts wahrhaftig etwas außerordentlich Wichtiges. In den älteren Zeiten war zunächst nur etwas wie ein dünnes Bild des Michael im Menschen; es verdichtete sich immer mehr und mehr. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war es folgendermaßen: In den früheren Zeiten war stark der unsichtbare übersinnliche Drache, der in den Trieben und Instinkten, in den Wünschen und in der animalischen Menschenlust wirkte; er bleibt für das gewöhnliche Bewußtsein untersinnlich, er lebt im Animalischen des Menschen. Aber da lebt er, lebt sich aus; da lebt er aufstachelnd den Menschen, allmählich ihn untermenschlich zu machen, da lebt er in alledem, was den Menschen herabziehen will. Es war so, daß Michael immer selber eingriff in die menschliche Natur, damit die Menschen nicht gar zu sehr herabkamen. Aber im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war es so, daß das Michael-Bild im Menschen so stark wurde, daß es nur sozusagen von dem guten Willen des Menschen abhing, um nach oben fühlend, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|104}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bewußt sich zum Michael-Bilde zu erheben, damit ihm auf der einen Seite wie im unerleuchteten Gefühlserlebnis sich das Drachenbild dar- stelle, und dann auf der andern Seite, in geistiger Schau und doch schon für das gewöhnliche Bewußtsein, die Leuchtgestalt des Michael vor dem Seelenauge stehen kann. So kann dann vor dem Menschen der Gemütsinhalt stehen: Da wirkt in mir die Drachenkraft, die mich herunterziehen will; ich schaue sie nicht, ich fühle sie als das, was mich unter mich bringen will. Aber ich schaue im Geiste den leuchtenden Engel, dessen kosmische Aufgabe es immer war, den Drachen zu besiegen. Ich konzentriere mein Gemüt auf diese Leuchtgestalt, ich lasse ihr Licht in mein Gemüt hereinstrahlen. - Dann wird das so erleuchtete und erwärmte Gemüt die Michael-Kraft in sich tragen, und im freien Entschlusse wird der Mensch in der Lage sein, durch sein Bündnis mit Michael die Drachenkraft in seinem Untermenschen zu besiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde der gute Wille in den weitesten Kreisen aufgebracht, eine solche Vorstellung zu einer religiösen Kraft zu erheben und in jedes Gemüt einzuschreiben, dann würden wir nicht matte Ideen haben in unserem Leben der Gegenwart, wie wir sie heute überall finden können, wie sie als Reformgedanken und dergleichen auftreten, sondern dann würden wir etwas haben, was wieder innerlich den ganzen Menschen erfassen kann, weil solches sich einschreiben kann in das lebendige Gemüt, in jenes lebendige Gemüt, das in dem Augenblick, wo es nur wirklich lebendig wird, auch in eine lebendige Beziehung zum ganzen Kosmos kommen wird. Und es würden dann jene Leuchtgedanken des Michael die ersten Ankündiger sein des Wiederhineindringens des Menschen in die übersinnliche Welt. Es würde das erkenntnismäßige Schauen sich religiös verinnerlichen, sich religiös vertiefen können. Der Mensch würde dadurch vorbereitet sein für die Feste des Jahres, deren Verständnis ihm aus alten Zeiten auch nur noch herabdämmert, aber wenigstens dämmert, um jenes Fest mit vollem Bewußtsein zu begehen, das im Kalender am Ende des September, im Beginne des Herbstes steht: das Michael-Fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bedeutung wird dieses Fest erst wieder haben, wenn wir in die Lage kommen, eine solche lebendige Schauung vor die Seele hinzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|105}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und indem wir in der Lage sind, es in lebendiger Weise zu empfinden und es zu dem instinktiven sozialen Impuls der Gegenwart zu machen, könnte dieses Michael-Fest, weil hier die Impulse unmittelbar aus dem Geistigen kommen, als die Krönung, ja als der eigentliche Anfang der Impulse angesehen werden, die wir brauchen, wenn wir aus dem heutigen Niedergange herauskommen wollen, wenn wir zu allem Reden über Ideale etwas hinzufügten, was nicht aus dem Menschenkopfe oder der Menschenbrust wäre, sondern was ein Ideal wäre, herausgesprochen aus dem Kosmos. Und indem dann die Bäume ihr Laub verlieren, die Blüten zu Früchten reifen, indem die Natur uns ihren ersten Frost schickt und sich anschickt, in den Wintertod zu gehen, könnten wir dann, so wie wir das Osterfest mit dem sprießenden, sprossenden Frühling fühlen, so das Aufgehen des Geistigen, mit dem sich der Mensch verbinden soll, fühlen. Und dann würden wir als Bürger des Kosmos Impulse hineinbringen können in das Leben, die, weil sie keine abstrakten Gedanken sind, nicht so unwirksam bleiben werden, wie sonst abstrakte Impulse unwirksam sind, sondern die ihre Wirksamkeit unmittelbar erweisen werden. Seeleninhalt wird das Leben erst wieder bekommen, wenn wir Impulse in unserem Gemüte aus dem Kosmos heraus entwickeln können. Davon will ich dann im nächsten Vortrag weiter sprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|106}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ZWEITER VORTRAG Wien, 28. September 1923 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was ich gestern zum Schlusse der Betrachtung über die alte Vorstellung vom Streite Michaels mit dem Drachen sagen konnte, war Ihnen wohl schon ein Hinweis darauf, wie eine Art Wiederbelebung desjenigen für unsere Zeit notwendig ist, was an Weltanschauungselementen in diesem gigantischen Bilde einmal für die Menschheit gelegen hat für eine, wie wir gesehen haben, gar nicht so weit zurückliegende Menschheit. Denn ich konnte an den verschiedensten Stellen des gestrigen Vortrages darauf hinweisen, daß in zahlreichen Seelen des 18. Jahrhunderts noch diese Vorstellung voll lebendig war. Bevor ich aber in den nächsten Vorträgen von dem werde zu sprechen haben, was aus dem Geiste unserer Zeit heraus, aus einer wirklichen Geistesanschauung unserer Zeit zu einer Wiederbelebung dieser Vorstellung führen kann und führen muß, ist es notwendig, daß ich heute - gewissermaßen als episodische Einschiebung - eine allgemeinere anthroposophische Betrachtung vor Ihnen anstelle. Aus dieser wird sich dann ergeben, in welcher Weise die angedeutete Vorstellung wieder belebt werden kann, so daß sie eine wahre Kraft im Denken, Fühlen und Handeln der Menschheit wiederum werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir das Verhältnis des Menschen zur Natur und zur ganzen Welt ins Auge fassen, das der Mensch heute hat, so werden wir sagen können, wenn wir nur unbefangen genug dieses heutige Verhältnis mit dem Verhältnis der früheren Zeiten vergleichen können: Der Mensch ist eigentlich im Grunde genommen heute ein wahrer Einsiedler gegenüber den kosmischen Mächten geworden, ein Einsiedler insofern, als er durch seine Geburt in das physische Dasein hereingeführt wird und nicht mehr jene Erinnerungen an das vorirdische Dasein hat, die wirklich einmal die ganze Menschheit hatte. In der Zeit, in welcher der Mensch sonst nur zum Gebrauche seiner Verstandes- und Gedächtniskräfte erwächst, bis zu welcher man sich im Erdenleben zurückerinnert, hatte einmal in der ganzen Menschheit der Mensch in den älteren Epochen der Menschheitsentwickelung zugleich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|107}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Aufleuchten einer wirklichen Erinnerung, eines wirklichen Zurückschauens an vorirdische Erlebnisse, an Erlebnisse, die er als geistig-seelisches Wesen vor seinem Erdenleben durchgemacht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das eine, was den Menschen gewissermaßen zum Weltenemsiedler heute macht, daß er sich nicht bewußt ist, wie sein irdisches Dasein an ein Geistdasein angeschlossen ist. Das andere ist dieses, daß der Mensch heute seinen Blick hinausrichtet in die Weiten des Kosmos, daß er die äußeren Gestalten der Sterne und Sternbilder schaut, daß er aber ein inneres geistiges Verhältnis zu dem Geistigen im Kosmos nicht mehr hat. Ja, man kann auch weiter gehen. Der Mensch richtet heute seinen Blick auf die Reiche der Natur, die ihn auf der Erde umgeben, auf die mannigfaltige Schönheit der Pflanzen, auf das Gigantische der Berge, auf die ziehenden Wolken und so weiter; allein auch da muß er sich auf dasjenige beschränken, was Eindruck macht auf seine Sinne, er fürchtet sich sogar sehr häufig, wenn er eine intimere, tiefere Beziehung zu den Weiten der Natur bekommt, daß ihm die naive Anschauung der Natur verlorengehen könne. Aber so notwendig diese Entwickelungsphase der Menschheit dazu war, daß der Mensch dasjenige entwickele, was wir im Bewußtsein der Freiheit, im Freiheitsgefühl erleben, so notwendig das für den Menschen war, um zu seinem vollen Selbstbewußtsein zu kommen, zu jener inneren Stärke, die das Ich mit voller Kraft im Menschen sich aufrichten läßt, so notwendig, wie gesagt, dieses Einsiedlerleben des Menschen im Kosmos war: es darf nur ein Übergang sein zu einer andern Epoche, in welcher der Mensch wiederum den Weg zurückfindet zu dem Geistigen, das allen Dingen und Wesenheiten denn doch zugrunde liegt. Und gerade dieses Zurückflnden zum Geistigen muß durch diejenige Kraft erreicht werden, die dem Menschen werden kann, wenn er die Michael-Idee in ihrer wahren Gestalt und in derjenigen Gestalt, die sie für unsere Zeit annehmen muß, im rechten Sinne ergreifen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brauchen für das Denkerische, wir brauchen für das Gemütsleben, wir brauchen auch für das Tatenleben das Durchdrungensein mit dem Michael-Impuls. Aber es genügt natürlich nicht, wenn nun so etwas gehört wird wie: Ein Michael-Fest müsse wiederum lebendig werden in der Menschheit, und es sei nun an der Zeit, dieses Michael- &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|108}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fest hinzuzufügen zu den andern Festen des Jahres. - Es genügt nicht, daß dann einige sagen: Also fangen wir einmal an, begehen wir einmal ein Michael-Fest! - Wenn dasjenige in der Welt erreicht werden soll, was mit Anthroposophie anzustreben ist, dann darf selbstverständlich nicht die sonst heute in der Welt übliche Oberflächlichkeit gerade bei den Einrichtungen des Anthroposophischen eine Rolle spielen, sondern dann muß, wenn aus dem Anthroposophischen irgend etwas herauswächst, dieses mit dem allerintensivsten Ernste herauswachsen. Und um uns ein wenig einzuleben in das, was dieser Ernst sein soll, möchte ich Sie doch bitten, einmal zu erwägen, wie denn die heute verblaßten, einmal lebendigen Feste sich in die Menschheitsentwickelung hineingestellt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist denn etwa das Weihnachtsfest, ist das Osterfest hervorgegangen aus dem Entschlusse von einigen wenigen, die gesagt haben: Wir haben eine Idee, in einer bestimmten Zeit des Jahres ein Fest zu feiern, und wir machen die nötigen Veranstaltungen dazu? - Das ist natürlich nicht der Fall. Damit so etwas wie das Weihnachtsfest in der Menschheit Eingang finden konnte, war ja nötig, daß der Christus Jesus geboren wurde, daß diese Tatsache in der weltgeschichtlichen Entwickelung der Erde eingetreten ist, daß ein überragendes Ereignis dastand. Und das Osterfest? Es hätte keinen Sinn jemals in der Welt gehabt, wenn es nicht das Erinnerungsfest an dasjenige gewesen wäre, was durch das Mysterium von Golgatha geschehen ist, wenn nicht dieses Ereignis in die ganze Menschheitsentwickelung einschneidend für die Erdengeschichte eingegriffen hätte. Wenn heute diese Feste verblaßt sind, wenn am Weihnachtsfeste nicht mehr der ganze Ernst gefühlt wird, ebensowenig am Osterfeste, so sollte das vielleicht gerade dazu führen, durch ein intensiveres Verständnis der Geburt des Christus Jesus und des Mysteriums von Golgatha auch diese Feste wiederum zu vertiefen. Keinesfalls dürfte aber die Idee Platz greifen, daß man, um nun zu diesen Festen auch noch mit derselben Oberflächlichkeit ein weiteres hinzuzufügen, nun zum Herbst beginnt, das Michael-Fest einfach einzurichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muß irgend etwas da sein, das - wenn vielleicht auch in geringerem Maße - in derselben Weise einschneidend sein kann in der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|109}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelung der Menschheit, wie alle die Ereignisse einschneidend waren, die zu Festen geführt haben. Es muß ganz gewiß dazu kommen, daß in allem Ernste ein Michael-Fest gefeiert werden kann, und es muß für dieses Michael-Fest aus der anthroposophischen Bewegung heraus ein Verständnis erwachsen können. Aber so wie äußere Ereignisse, Ereignisse im Objektiven des Werdens, zum Weihnachtsfest, zum Osterfest geführt haben, so muß etwas im Inneren der Menschheit - derjenigen Menschheit, die den Entschluß faßt, so etwas zu tun - ganz anders werden, als es vorher gewesen ist. Es muß Anthroposophie zu einem gründlichen Erlebnis werden, einem Erlebnis, von dem der Mensch wirklich in einer ähnlichen Weise so zu sprechen vermag, wie er zu sprechen vermag, wenn ihm die ganze Kraft, die in der Geburt des Christus Jesus liegt, die im Mysterium von Golgatha ist, aufgeht. Wie gesagt, im geringeren Maße mag das der Fall sein beim Michael-Fest, aber es muß so etwas von seelenumgestaltender Kraft aus der anthroposophischen Bewegung hervorgehen. Das möchte man, daß Anthroposophie diese Kraft bekäme, Seelen umzugestalten. Und das wird sie nur können, wenn dasjenige, was in ihren, wenn ich so sagen darf, Lehren liegt, tatsächlich Erlebnis wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wollen wir gerade heute einiges von jenen Erlebnissen vor unsere Seele hinstellen, die durch Anthroposophie in das Innere des Menschen einziehen können. Wir unterscheiden ja im menschlichen Seelenleben Denken, Fühlen und Wollen, und wir sprechen, indem wir namentlich auf das Fühlen hinschauen, von dem menschlichen Gemüt. Wir finden unser Denken kalt, trocken, nüchtern, wir finden es uns gewissermaßen geistig auszehrend, wenn die Gedanken in abstrakter Form in unserer Seele leben, wenn wir nicht in der Lage sind, heraufzusenden in diese Gedanken die Wärme, den Enthusiasmus des Fühlens. Wir können einen Menschen nur dann gemütvoll nennen, wenn uns in seinen Gedanken, indem er sie zu uns äußert, etwas entgegenströmt von der inneren Wärme seines Gemütes. Und wir können eigentlich an einen Menschen erst dann heran, wenn er uns gegenüber nicht nur pfflchtgemäß, korrekt handelt, wenn er auch der Welt gegenüber nicht bloß pfiichtgemäß, korrekt handelt, sondern &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|110}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn in seinen Handlungen etwas liegt, das uns sehen läßt, es fließt in sie aus der Enthusiasmus seines Herzens, die Wärme, die Liebe für die Natur, für jedes Wesen. So sitzt gewissermaßen in der Mitte des Seelenlebens dieses menschliche Gemüt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wenn auch das Denken, wenn auch das Wollen einen bestimmten Charakter angenommen haben durch jene Tatsache, daß der Mensch ein kosmischer Einsiedler geworden ist, am meisten hat eigentlich das menschliche Gemüt einen bestimmten Charakter unter dieser kosmischen Einsiedelei bekommen. Das Denken mag seine vollkommenen Berechnungen über das Weltenall vor sich hinstellen, es ergötzt sich vielleicht an der Spitzfindigkeit dessen, was da errechnet wird, aber es empfindet eben nicht, wie fern es im Grunde genommen dem warmen Pulsschlag des Lebens steht. Und in dem korrekten, rein pflichtgemäßen Handeln kann sich mancher Mensch vielleicht befriedigen, ohne daß er so recht fühit, wie das Leben in diesem nüchternen Handeln nur ein halbes Leben ist. Beides geht nicht ganz nahe an die menschliche Seele heran. Dasjenige aber, was zwischen Denken und Wollen liegt, alles das, was das menschliche Gemüt umfaßt, geht schon sehr, sehr nahe an das ganze menschliche Wesen heran. Und wenn wir manchmal glauben, daß auch das, was das Gemüt eigentlich erwärmen, erheben, enthusiasmieren soll, bei der eigentümlichen Anlage manches Menschen in der Gegenwart erkalten könne, so ist das eine Täuschung. Es ist doch schließlich so: Für das, was der Mensch innerlich erlebt, bewußt erlebt, läßt sich - sagen wir das Paradoxe - zur Not gemütlos sein, aber es läßt sich nicht gemütlos sein, ohne daß irgendwie doch durch die Gemütlosigkeit das menschliche Wesen ergriffen werde. Und wenn der Mensch es seelisch ertragen kann, vielleicht durch Seelenlosigkeit sich zur Gemütlosigkeit zwingt, so wird das in irgendeiner andern Form an seinem ganzen Wesen fressen, wird bis in die physische Organisation, bis in Gesundheit und Krankheit hinein fressen. Vieles, was in unserer Zeit an Niedergangserscheinungen auftritt, hängt im Grunde genommen gerade mit der Gemütlosigkeit zusammen, in die viele Menschen sich hineingefunden haben. Aber was alles mit diesen mehr im allgemeinen hingestellten Sätzen gemeint ist, wird uns erst entgegentreten, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|111}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn wir die gestern begonnenen Betrachtungen ein wenig vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, der einfach in die gegenwärtige Zivilisation hineinwächst, sieht die Dinge der Außenwelt an, nimmt sie wahr, macht sich darüber seine abstrakten Gedanken, hat vielleicht an der lieblichen Blüte, an der majestätischen Pflanze auch seine herzliche Freude, seine herzliche Befriedigung, gewinnt sogar vielleicht, wenn er Phantasie hat, ein gewisses inneres Bild von der lieblichen Blüte, von der majestätischen Pflanze. Allein er ahnt nicht, welches seine tiefere Beziehung ist - sagen wir zunächst, um das eine herauszugreifen - zu der Welt der Pflanzen. Es genügt wahrhaftig für eine geistige Anschauung nicht, daß wir von Geist und Geist und wieder Geist reden, sondern es ist da nötig, daß wir uns der wahrhaftig geistigen Beziehungen bewußt werden, die wir zu den Dingen um uns herum haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir eine Pflanze betrachten, wie man es gewohnt ist, sie heute zu betrachten, so ahnt man gar nicht, daß in dieser Pflanze eine elementarische Wesenheit steckt, ein Geistiges steckt, daß in jeder solchen Pflanze etwas drinnen ist, dem es nicht genügt, daß wir sie an- schauen und uns die abstrakte Bildvorstellung machen, die wir uns heute gemeiniglich auch von Pflanzen machen. Denn in jeder solchen Pflanze steckt elementarisches geistiges Wesen, aber es steckt so dar- innen, daß es gewissermaßen in der Pflanze verzaubert ist. Und im Grunde genommen schaut nur derjenige eine Pflanze richtig an, der sich sagt Dies ist in aller Schönheit die Unihüllung eines geistigen Wesens, das drinnen verzaubert ist. - Gewiß, im großen kosmischen Zusammenhange ein relativ unbedeutendes Wesen, aber ein Wesen, das eine tiefe Beziehung zum Menschen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist eigentlich so innig verknüpft mit der Welt, daß er keinen Gang in die Natur machen kann, ohne daß die intimen Beziehungen, in denen er zur Welt steht, eine intensive Bedeutung für ihn haben. Wenn die Lilie auf dem Felde erwächst aus dem Keim, bis zur Blüte kommt, dann müssen wir uns schon - ohne Personifikation - ganz intensiv vorstellen, daß diese Lilie auf etwas wartet. Ich muß es mit Menschenworten wiederum aussprechen, wie ich das &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|112}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gestrige Bild auch mit Menschenworten aussprechen mußte. Die Menschenworte treffen natürlich die Dinge nicht ganz, aber sie drücken doch das aus, was als Realität in den Dingen drinnen ist. Diese Lilie, indem sie ihre Blätter, aber namentlich ihre Blüte entfaltet, wartet eigentlich auf etwas. Sie sagt sich: Es werden Menschen an mir vorübergehen, Menschen, die mich anschauen, und wenn genügend Menschenaugen ihren Blick auf mich geheftet haben werden, dann werde ich - so sagt der Geist der Lilie - aus der Verzauberung entzaubert sein und werde meinen Weg in geistige Welten antreten können! - Gewiß, Sie werden sagen: Es wachsen viele Lilien, auf die nicht menschliche Augen blicken. - Bei denen ist das eben anders. Lilien, auf die nicht menschliche Augen blicken, finden ihre Entzauberung auf einem andern Wege. Denn das erste menschiiche Auge, das auf eine Lilie blickt, ruft die Bestimmung hervor, daß diese Lilie durch Menschenaugen entzaubert werde. Es ist ein Verhältnis, das die Lilie zum Menschen eingeht, indem der Mensch zuerst seinen Blick auf die Lilie wirft. Überall in unserer Umgebung sind diese elementarischen Geister, und sie rufen uns eigentlich zu: Schauet doch nicht so abstrakt die Blumen an und macht euch nicht bloß die abstrakten Bilder davon, sondern habt ein Herz, ein Gemüt für das, was geistig-seelisch in den Blumen wohnt. Das will durch euch aus seiner Verzauberung erlöst werden. - Und das menschliche Dasein sollte eigentlich eine fortdauernde Erlösung sein verzauberter Elementargeister in den Mineralien, Pflanzen und Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine solche Idee kann in ihrer vollen Schönheit empfunden werden. Aber gerade indem sie im richtigen geistigen Sinne erfaßt wird, kann sie auch im Lichte der vollen Verantwortlichkeit empfunden werden, in die sich der Mensch dadurch zum ganzen Kosmos hineinstellt. Und die Art und Weise, wie sich der Mensch in der Gegenwart, in der Zivilisationsepoche der Entwickelung der Freiheit zu den Blumen verhält, ist eigentlich ein Nippen an demjenigen, an dem er eigentlich trinken sollte. Er nippt, indem er sich Begriffe und Ideen bildet, und er sollte trinken, indem er mit seinem Gemüt sich mit den Elementargeistern der Dinge und Wesenheiten um ihn herum verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|113}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sagte: Wir brauchen nicht zu denken an diejenigen Lilien, auf die niemals ein menschlicher Blick fällt, aber wir müssen an diejenigen denken, auf die der menschliche Blick fällt, denn die bedürfen des Gemütsverhältnisses, das der Mensch zu ihnen eingehen kann. Nun aber, von der Lilie geht die Wirkung aus. Und mannigfaltig, großartig und gewaltig sind die geistigen Wirkungen, die fortwährend von den Dingen der Natur an den Menschen herantreten, indem der Mensch seinen Weg durch die Natur nimmt. Derjenige, der in diese Dinge hineinschauen kann, sieht eigentlich fortdauernd, wie unendlich mannigfaltig und großartig alles das ist, was an den Menschen von allen Seiten durch die Elementargeistigkeit der Natur heranströmt. Und es strömt in ihn ein. Es ist dasjenige, was - ich habe es gestern im Sinne der äußeren Vorstellung auseinandergesetzt - aus dem Spiegel der äußeren Natur, die ein Spiegel des Göttlich-Geistigen ist, fortwährend dem Menschen als ein Geistiges entgegenströmt, das da ist als ein Übersinnliches, das über die Natur ergossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nun ist - wir werden über diese Dinge im Sinne wirklicher anthroposophischer Vorstellung in den nächsten Tagen noch genauer zu sprechen haben - zunächst in dem Menschen diejenige Kraft enthalten, die ich gestern als die Kraft des Drachen beschrieben habe, die Michael bekämpft, des Drachen, mit dem Michael im Streit ist. Ich habe angedeutet, wie dieser Drache zwar eine tierähnliche Gestalt hat, aber eigentlich ein übersinnliches Wesen ist, wie er durch seine Widersetzlichkeit als übersinnliches Wesen in die Sinneswelt verstoßen ist und nun in ihr haust. Ich habe angedeutet, wie er nur im Menschen ist, weil die äußere Natur ihn nicht haben kann. Die äußere Natur in ihrer Unschuld, als ein Spiegel der göttlichen Geistigkeit, hat mit dem Drachen nichts zu tun. Ich habe gestern dargestellt, wie er in den Menschenwesenheiten sitzt. Dadurch aber, daß er ein solches Wesen ist, daß er ein Übersinnliches in der Sinneswelt ist, zieht er in demselben Augenblicke dasjenige an, was aus den Weiten der Natur an den Menschen als übersinnliches Elementarisches heranströmt, verbindet sich mit dem, und statt daß der Mensch durch seine Seelenhaftigkeit, durch sein Gemüt die Elementarwesen, sagen wir der Pflanzen, aus ihrer Verzauberung erlöst, verbindet er sie mit dem Drachen, läßt er &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|114}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie in seiner niederen Natur mit dem Drachen untergehen. Denn alles in der Welt ist in der Strömung einer Entwickelung, nimmt die verschiedensten Wege der Entwickelung. Und jene Elementarwesen, die in den Mineralien, Pflanzen und Tieren leben, müssen zu höherem Dasein aufsteigen, als sie es haben können in den gegenwärtigen Mineralien, Pflanzen und Tieren. Das können sie nur, wenn sie durch den Menschen durchgehen. Der Mensch ist wahrhaftig auf der Erde nicht nur dazu da, daß er die äußere Kultur begründet. Der Mensch hat innerhalb der ganzen Weltenentwickelung ein kosmisches Ziel, und dieses kosmische Ziel hängt mit solchen Dingen zusammen, wie ich sie eben beschrieben habe: mit der Höherentwickelung jener Elementarwesen, die im irdischen Dasein auf einer niederen Stufe stehen, aber zu einer höheren Stufe bestimmt sind, und die, wenn der Mensch in ein bestimmtes Verhältnis zu ihnen kommt, und wenn das alles mit rechten Dingen zugeht, zu einer höheren Entwickelungsstufe kommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war nun in der Tat in den alten Zeiten der instinktiven Menschenentwickelung, da die Menschen in ihrem Gemüt als Erleben hatten das Seelisch-Geistige, und da ihnen das Geistig-Seelische ebenso ein Selbstverständliches war wie das Natürliche, so, daß in der Tat die Weltenentwickelung vorrückte, indem gewissermaßen die Strömung des Daseins durch den Menschen in einer regelrechten Weise durchging. Aber gerade in der Epoche, die jetzt ihren Abschluß finden muß, die jetzt zu einer höheren Geistigkeit vorrücken muß, ist es so gewesen, daß Unzähliges von Elementarwesenhaftigkeit innerhalb des Menschen dem Drachen ausgeliefert worden ist. Denn es ist gerade das die Wesenhaftigkeit dieses Drachen, daß er dürstet und hungert nach diesen Elementarwesen; er möchte überall herumschleichen, er möchte alle Pflanzen und Mineralien abschlecken, um in sich die Elementarwesen der Natur aufsaugen zu können. Denn mit denen will er sich verbinden, mit denen will er sein eigenes Dasein durchdringen. In der außermenschlichen Natur kann er das nicht, er kann es nur in der innermenschlichen Natur. Er kann es nur in der menschlichen Natur, weil dort für ihn eine Möglichkeit des Daseins ist. Und wenn das so fortginge, dann wäre die Erde dem Verfall anheimgegeben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|115}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann würde unbedingt der Drache, von dem ich gestern gesprochen habe, im irdischen Dasein Siegen. Er würde aus einem ganz bestimmten Grunde Siegen, weil dadurch, daß er sich gewissermaßen in der Menschennatur vollsaugt mit den Elementarwesen, etwas geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geschieht dadurch physisch, seelisch und geistig etwas. Geistig: nun, der Mensch würde niemals zu dem albernen Glauben an eine bloß materielle Außenwelt, wie sie die Naturforschung heute annimmt, würde niemals zu einer Annahme von toten Atomen kommen, wie er heute kommt, und zu ähnlichem. Der Mensch würde niemals zu solchen fortschrittfeindlichen Gesetzen kommen, wie dem von der Erhaltung der Kraft und der Energie und der Erhaltung der Materie und dergleichen, wenn nicht der Drache in ihm die Elementarwesen von außen aufsaugen wurde. Dadurch, daß die Elementarwesen von außen in ihm siuen, wird der menschiiche Blick von dem Geistigen der Dinge abgelenkt. Wenn der Mensch nach außen sieht, dann sieht er nicht mehr das Geistige in den Dingen, das mittlerweile in ihn eingezogen ist, sondern er sieht nur die tote Materie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und im Seelischen? Alles, was der Mensch jemals geäußert hat an demjenigen, was ich Feigheiten der Seele nennen möchte, rührt von dem her, was der Drache an Elementargewalten in ihm aufsaugt. Oh, wie sind sie verbreitet, diese Feigheiten der Seele! Der Mensch weiß ganz gut: Dies oder jenes soll ich tun, dies oder jenes ist in einer bestimmten Lage das Richtige. - Er kann sich nicht dazu aufraffen, er kann es nicht tun, irgend etwas wirkt als seelische Schwere in ihm. Es sind die Elementarwesen im Leibe des Drachen, die in ihm wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und physisch? Der Mensch würde niemals von demjenigen geplagt werden, was man die Bazillen der Krankheiten nennt, wenn nicht in ihm durch jene geistigen Wirkungen, die ich jetzt beschrieben habe, sein Leib fähig gemacht würde, ein Boden für Bazillenwirkungen zu sein. Bis in die physische Organisation gehen diese Dinge hinein. Und man möchte sagen: Sieht man richtig den Menschen in geistiger, seelischer und physischer Verfassung, sieht man, wie er nach diesen drei Richtungen hin heute ist, so sieht man, daß - allerdings zu einem guten Zwecke, zum Zwecke der Erlangung seiner Freiheit - der Mensch nach drei Richtungen hin vom Geistigen abgeschnitten worden ist, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|116}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
daß er die geistigen Kräfte nicht mehr in sich hat, die er haben könnte. Und so sehen Sie, wie durch diese dreifache Schwächung seines Lebens, durch das, was der vollgesogene Drache in dem Menschen geworden ist, der Mensch abgehalten wird, die Schlagkraft des Geistigen in sich zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt zweierlei Art, Anthroposophie zu erleben. Es gibt noch mannigfaltige Differenzierungen dazwischen, ich will nur die beiden Extreme anführen. Die eine Art ist diese: Man setzt sich auf seinen Stuhl, nimmt ein Buch, liest es, findet es ja ganz interessant, findet es tröstlich für den Menschen, daß es einen Geist gibt, daß es eine Unsterblichkeit gibt, man findet sich recht wohl dabei, daß es das gibt und daß der Mensch der Seele nach nicht tot ist, wenn er auch dem Körper nach tot ist. Man findet sich mehr befriedigt an einer solchen Weltanschauung als an einer materialistischen, man nimmt sie auf, wie man vielleicht die abstrakten Gedanken der Geographie aufnimmt, nur daß, was er bei der Anthroposophie erhält, für den Menschen tröstlicher ist. Gewiß, das ist die eine Art: Man steht von seinem Sitz wieder so auf, wie man sich eigentlich niedergesetzt hat, nur daß man eine gewisse Befriedigung an der Lektüre gehabt hat. Ich könnte ja auch von einem Vortrage reden, statt von der Lektüre. Nun gibt es eine andere Art, Anthroposophie auf sich wirken zu lassen, die Art, daß man Dinge, wie zum Beispiel die Idee vom Streite Michaels mit dem Drachen, so in sich aufnimmt, daß man eigentlich innerlich verwandelt wird, daß es einem ein wichtiges, einschneidendes Erlebnis ist, und daß man im Grunde genommen als ein ganz anderer von seinem Sitze wieder aufsteht, nachdem man so etwas gelesen hat. Zwischen diesen beiden Arten gibt es noch alle möglichen Nuancen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die erste Art Leser kann zum Beispiel gar nicht gerechnet werden, wenn von der Wiederbelebung des Michael-Festes die Rede ist, sondern es kann nur auf diejenigen gerechnet werden, die vielleicht, wenigstens annähernd in ihrem Willen das haben, Anthroposophie als etwas Lebendiges in sich aufzunehmen. Und das ist dasjenige, was innerhalb der anthroposophischen Bewegung erlebt werden sollte: diese Notwendigkeit, die Gedanken, die man zunächst als Gedanken empfängt, als Lebensmächte zu empfinden. Ich werde jetzt etwas ganz &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|117}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paradoxes sagen: Manchmal begreift man die Gegner der Anthroposophie viel besser als die Anhänger. Die Gegner sagen: Ach, diese anthroposophischen Gedanken sind phantastisch, sie entsprechen keiner Wirklichkeit. - Die Gegner weisen sie ab, sie sind nicht weiter von ihnen berührt. Man kann ein solches Verhältnis gut verstehen, man kann die verschiedensten Gründe dafür anführen, meistens ist es die Furcht vor diesen Gedanken, die nur unbewußt bleibt, aber immerhin, es ist ein Verhältnis. Oftmals aber kommt dieses vor, daß die Gedanken zwar aufgenommen werden, daß man aber durch die Gedanken, die von alledem abweichen, was sonst in der Welt aufgenommen werden kann, nicht einmal so viel fühlt, wie man fühlt, wenn man an den Knopf einer Elektrisiermaschine den Knöchel hält und elektrisiert wird. Da fühlt man durch den elektrischen Funken wenigstens körperlich einiges Zucken. Ein solches Einschlagen eines Funkens in die Seele ist dasjenige, was einem, wenn es nicht vorhanden ist, so ungeheuren Schmerz machen kann. Dies hängt mit dem zusammen, daß unsere Zeit notwendig hat für die Menschen, nicht nur vom Physischen ergriffen zu werden, sondern notwendig hat, vom Geistigen ergriffen und gepackt zu werden. Der Mensch vermeidet es, gestoßen, gezerrt zu werden, aber er vermeidet es nicht, Gedanken an sich herankommen zu lassen, die von andern Welten handeln, die sich als etwas ganz Besonderes in die gegenwärtige Welt der Sinne herein- stellen, und vermeidet es nicht, diesen Gedanken gegenüber dieselbe Gleichgültigkeit zu haben wie den Gedanken der Sinne gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Sich-Aufschwingen dazu, daß man von den Gedanken über das Geistige so erfaßt werden kann wie durch irgend etwas Physisches in der Welt: das ist Michael-Kraft! Vertrauen haben zu den Gedanken des Geistigen, wenn man die Anlage dazu hat, sie überhaupt aufzunehmen, so daß man weiß: Du hast diesen oder jenen Impuls aus dem Geistigen. Du gibst dich ihm hin, du machst dich zum Werkzeug seiner Ausführung. Ein erster Mißerfolg kommt - macht nichts! Ein zweiter Mißerfolg kommt - macht nichts! Und wenn hundert Mißerfolge kommen - macht nichts! Denn kein Mißerfolg ist jemals ausschlaggebend für die Wahrheit eines geistigen Impulses, dessen Wirkung innerlich durchschaut und ergriffen ist. Denn erst dann hat man &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|118}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vertrauen, das richtige Vertrauen zu einem geistigen Impuls, den man in einem bestimmten Zeitpunkt faßt, wenn man sich sagt: Hundert Male habe ich Mißerfolg gehabt, das kann mir aber höchstens beweisen, daß für mich in dieser Inkarnation die Bedingungen zur Realisierung dieses Impulses nicht gegeben sind. Daß dieser Impuls aber richtig ist, das schaue ich durch seinen eigenen Charakter. Und wenn es auch erst nach der hundertsten Inkarnation sein wird, daß für diesen Impuls die Kräfte zu seiner Realisierung mir erwachsen - nichts kann mich überzeugen von der Durchschlagskraft oder Nichtdurchschlagskraft eines geistigen Impulses als dessen eigene Natur. - Wenn Sie sich dies im Gemüte des Menschen als das große Vertrauen für irgend etwas Geistiges ausgebildet denken, wenn Sie sich denken, daß der Mensch felsenfest halten kann an etwas, was er als ein geistig Siegendes durchschaut hat, so festhalten kann, daß er es auch dann nicht losläßt, wenn die äußere Welt noch so sehr dagegen spricht, wenn Sie sich dies vorstellen, dann haben Sie eine Vorstellung von dem, was eigentlich die Michael-Kraft, die Michael-Wesenheit von dem Menschen will, denn dann erst haben Sie eine Anschauung von dem, was das große Vertrauen in den Geist ist. Man kann irgendeinen geistigen Impuls zurückstellen, selbst für die ganze Inkarnation zurückstellen, aber hat man ihn einmal gefaßt, so darf man niemals wanken, ihn in seinem Inneren zu hegen und zu pflegen; dann allein kann man ihn aufsparen für die folgenden Inkarnationen. Und wenn auf diese Weise das Vertrauen zu dem Geistigen eine solche Seelenverfassung begründet, daß man in die Lage kommt, dieses Geistige als so real zu empfinden wie den Boden unter unseren Füßen, von dem wir wissen, daß, wenn er nicht da wäre, wir mit unseren Füßen nicht auftreten könnten, dann haben wir ein Gefühi in unserem Gemüte von dem, was eigentlich Michael von uns will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden ohne Zweifel zugestehen, daß von diesem Vertrauen, von diesem aktiven Vertrauen in den Geist im Laufe der letzten Jahrhunderte, ja des letzten Jahrtausends der Menschheit unendlich viel dahingeschwunden ist, daß es eigentlich heute für die meisten Menschen so ist, daß gar nicht aus dem Leben die Zumutung an sie herantritt, ein solches Vertrauen zu entwickeln. Das aber ist es, was kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|119}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mußte. Denn was sage ich damit eigentlich, indem ich dieses aus- spreche? Ich sage: Im Grunde genommen hat der Mensch die Brücke zur Michael-Kraft hinter sich abgebrochen. Aber in der Welt hat sich mittlerweile manches ereignet. Der Mensch ist gewissermaßen von der Michael-Kraft abgefallen; der starre und straffe Materialismus des 19. Jahrhunderts ist ja ein Abfall von der Michael-Kraft. Aber im Objektiven, im äußeren Geistigen hat die Michael-Kraft gesiegt, hat gerade im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts gesiegt. Dasjenige, was der Drache hat erreichen wollen, durch die menschliche Entwickelung hat erreichen wollen, das wird nicht erreicht werden. Aber das andere Große steht heute vor der menschlichen Seele, daß der Mensch aus eigenem, freiem Entschluß den Sieg des Michael über den Drachen wird mitmachen müssen. Das aber bedingt, daß der Mensch wirklich die Möglichkeit findet, aus jener Passivität des Verhältnisses zum Geistigen, in dem er heute so vielfach ist, herauszutreten und in ein aktives Verhältnis zum Geistigen zu kommen. Die Michael-Kräfte lassen sich nicht erringen - auch nicht durch das passive Gebet - durch irgendeine Art von Passivität. Die Michael-Kräfte lassen sich einzig und allein dadurch erringen, daß der Mensch mit seinem liebevollen Willen sich zum Werkzeug für die göttlich-geistigen Kräfte macht. Denn die Michael-Kräfte wollen nicht, daß der Mensch zu ihnen fleht, sie wollen, daß der Mensch sich mit ihnen verbündet. Das kann der Mensch, wenn er mit innerer Energie die Lehren von der geistigen Welt aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So können wir hindeuten auf dasjenige, was im Menschen eintreten muß, damit der Michael-Gedanke wieder lebendig werden kann. Der Mensch muß das Erlebnis des Geistigen wirklich haben können. Er muß dieses Erlebnis des Geistigen aus dem bloßen Gedanken, nicht etwa erst aus irgendeiner Hellsichtigkeit heraus, gewinnen können. Es wäre schlimm, wenn jeder Mensch hellsichtig werden müßte, um dieses Vertrauen zu dem Geist haben zu können. Dieses Vertrauen zu dem Geist kann ein jeder haben, der überhaupt nur Empfänglichkeit hat für die Lehren der Geisteswissenschaft. Durchdringt sich der Mensch immer mehr und mehr mit diesem Vertrauen für das Geistige, dann wird über ihn etwas kommen wie eine Inspiration, eine Inspiration,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|120}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf die eigentlich alle guten Geister der Welt warten. Der Mensch wird den Frühling erleben, so erleben, daß er die Schönheit, die Lieblichkeit der Pflanzenwelt empfindet, daß er seine innigste Freude über das sprießende, sprossende Leben hat, aber er wird zu gleicher Zeit ein Gefühl dafür bekommen, daß in allem sprießenden, sprossenden Leben eiementarisch Geistiges verzaubert ist. Er wird ein Gefühl, einen Gemütsinhalt dafür bekommen, daß jeder Blütensproß ihm Zeuge wird für die Tatsache, daß in der blühenden Pflanze Wohnung nimmt ein verzaubertes Elementarwesen. Und der Mensch wird ein Gefühl dafür bekommen, wie in diesem Elementarwesen die Sehnsucht lebt, gerade durch ihn erlöst zu werden, nicht übergeben zu werden dem Drachen, dem es durch seine eigene Unsichtbarkeit ja verwandt ist. Der Mensch wird ein Gefühl dafür bekommen, wenn dann die Blumen im Herbste abwelken, daß es ihm gelungen ist, etwas beizutragen, damit die Welt in ihrer Geistigkeit wiederum ein Stückchen weiterkomme, und daß mit der abwelkenden und sich senkenden Blüte, mit der Blüte, die in den Samen übergeht, die hart und welk wird, ein Elementarwesen aus der Pflanze schlüpft. Entsprechend dem, wie sich der Mensch mit der starken Michael-Kraft durchdrungen hat, wird er es sein, der dieses elementarische Wesen nach aufwärts führt, in die Geistigkeit, nach der es strebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Mensch wird den Jahreslauf miterleben. Er wird den Frühling erleben wie die Geburt von Elementarwesen, die nach Geistigkeit streben, und er wird den Herbst erleben wie die Befreiung dieser Elementarwesen aus den abwelkenden Pflanzen, aus den abwelkenden Blüten und so weiter. Der Menscb wird nicht nur für sich allein als ein kosmischer Eirisiedler im Herbste um ein halbes Jahr älter geworden sein, als er im Frühling war. Der Mensch wird zusammen mit der werdenden Natur dann um ein Stück des Lebens fortgeschritten sein. Der Mensch wird nicht bloß so und so oft den physischen Sauerstoff ein- und ausgeatmet haben, er wird teilgenommen haben an dem Werden der Natur, teilgenommen haben an der Verzauberung und Entzauberung von Geistwesen in der Natur. Der Mensch wird nicht nur sein Älterwerden empfinden, er wird die Verwandlung der Natur mit als sein Schicksal empfinden. Er wird zusammenwachsen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|121}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit dem, was draußen wächst, er wird größer werden in seinem Wesen, indem sich sein Individuelles als freies Wesen in das Kosmische hineinopfernd ergießen kann. Das wird dasjenige sein, was er beitragen kann zum günstigen Entscheid des Streites Michaels mit dem Drachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so können wir darauf hinweisen, daß dasjenige, was zu einem Michael-Fest führen kann, ein menschliches Gemütsereignis sein muß, das Gemütsereignis, das in der angedeuteten Weise den Jahreslauf wiederum wirklich als ein Reales erlebt. Sagen Sie aber nicht, indem Sie diesen abstrakten Gedanken hinstellen vor Ihre Seele, Sie würden dieses erleben, sagen Sie das erst, wenn Sie tatsächlich Anthroposophie so aufgenommen haben, daß Anthroposophie Sie jede Pflanze, jeden Stein anders anschauen lehrt, als Sie vorher die Pflanze oder den Stein angeschaut haben, sagen Sie es auch erst, nachdem die Anthroposophie Sie gelehrt hat, das ganze Menschenleben in seinem Werden anders anzuschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte Ihnen dadurch eine Art Blick geben auf dasjenige, was sich gerade im menschlichen Gemüt vorbereiten muß, damit dieses Menschengemüt geeignet werde, die Natur um sich herum zu empfinden wie die eigne Wesenheit. Notdürfrig haben sich die Menschen noch bewahrt, sagen wir, ihren Blutkreislauf so zu erleben, daß sich in ihm zugleich ein Seelisches neben dem Materiellen abspielt. Wenn die Menschen nicht krasse Materialisten sind, haben sie sich das noch bewahrt. Aber den Pulsschlag des äußeren Daseins wie das Innere zu empfinden, den Jahreslauf wieder so mitzuerieben, wie man das Leben innerhalb seiner eigenen Haut erlebt, das ist das, was zum MichaelFest vorbereiten muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte, daß diese Vorträge - wie sie dazu bestimmt sind, die Beziehungen zwischen der Anthroposophie und dem menschlichen Gemüt vor die Seele zu rücken - auch wirklich nicht bloß aufgefaßt werden mit dem Kopfe, sondern daß sie gerade auch mit dem Gemüte aufgefaßt werden. Denn eigentlich ist alle Anthroposophie ziemlich vergeblich in der Welt und unter den Menschen, die nicht mit dem Gemüte aufgefaßt wird, die nicht Wärme hineinträgt in dieses menschliche Gemüt. Gescheitheit haben die letzten Jahrhunderte reichlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|122}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
über die Menschen gebracht; im Denken sind die Menschen so weit fortgeschritten, daß sie schon gar nicht mehr wissen, wie gescheit sie sind. Das ist schon so. Gewiß glaubt mancher, die Menschen wären dumm in der Gegenwart. Es mag zwar zugegeben werden, daß es auch Dumme gibt, aber dies ist eigentlich nur aus dem Grunde, weil die Gescheitheit so groß geworden ist, daß die Menschen aus einer Schwäche ihres Gemütes heraus mit ihrer Gescheitheit nichts anzufangen wissen. Ich sage immer, wenn es von jemandem heißt, er wäre dumm: Da ist nichts anderes im Spiele, als daß der mit seiner Gescheitheit nichts anzufangen weiß. Ich habe schon vielen Verhandlungen zugehört, wo über den einen oder andern Redner deshalb gelacht worden ist, weil man ihn für dumm hielt, manchmal aber erschienen mir die, über die man am meisten lachte, wirklich als die Gescheitesten. Gescheitheit also haben die letzten Jahrhunderte den Menschen genug gebracht. Was sie aber heute brauchen, ist Wärme des Gemütes, und die kann die Anthroposophie geben. Wenn jemand Anthroposophie studiert und sagt, sie lasse ihn kalt, dann kommt er mir vor wie einer, der Holz in den Ofen legt und wieder Holz hineinlegt und dann sagt Es wird ja ewig nicht warm. - Aber er sollte nur das Holz anzünden, dann wird es schon warm werden! Die Anthroposophie kann man vortragen, sie ist das gute Holz der Seele; aber anzünden kann es jeder nur selber. Das ist das, was jeder in seinem Gemüte finden muß: das Zündholz für die Anthroposophie. Wer die Anthroposophie kalt und nüchtern und intellektuell findet, dem fehlt nur die Möglichkeit, diese sehr brennende, sehr wärmende und das Gemüt durchseelende Anthroposophie anzuzünden, so daß sie ihn mit ihrem Feuer durchglühen kann. Und so wie man für das gewöhnliche Holz nur ein kleines Zündholz braucht, so braucht man auch für die Anthroposophie nur ein kleines Zündholz. Damit aber werden wir die Michael-Kraft im Menschen entzünden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|123}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== DRITTER VORTRAG Wien, 30. September 1923 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe Ihnen im ersten dieser Vorträge darzulegen versucht, wie als eine menschenbestimmende Idee, eigentlich als ein menschenbestimmender Impuls selbst bis ins 18. Jahrhundert herein der Streit Michaels mit dem Drachen vorhanden war, und ich habe dann im zweiten der Vorträge versucht zu zeigen, wie eine fruchtbare Wiederbelebung dieses Impulses möglich ist und eigentlich auch möglich werden muß. Bevor wir nun aber über das Besondere, sagen wir der Einrichtung eines Michael-Festes im Herbstbeginn des Jahres sprechen, was ich dann morgen tun will, möchte ich auch heute noch von einzelnen Vorbedingungen zu einer solchen Absicht sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich darum, daß solche Impulse wie der Michael-Impuls eigentlich immer damit zusammenhängen, daß der Mensch eine übersinnliche Einsicht bekommt in seinen Zusammenhang nicht nur mit den Erdenverhältnissen, sondern mit den kosmischen Verhältnissen, daß er lernt sich nicht nur als ein Erdenbürger zu fühlen, sondern als ein Bürger des ihm wahrnehmbaren Weltenalls, sei es auf geistige Art wahrnehmbar, sei es im Abbilde auf physische Art. Nun sind in der allgemeinen Bildung heute die Bedingungen zum Erfühlen des Zusammenhanges des Menschen mit dem Kosmos möglichst geringe. Wir müssen sagen: Der Mensch kennt gewiß auch durch seine materialistisch kolorierte Wissenschaft die Erdenverhältnisse bis zu einem solchen Grade, daß er - wenigstens was sein materielles Leben im weiteren Sinne des Wortes betrifft - sich mit diesen Erdenverhältnissen verbunden fühlt. Begeisternd wirkt allerdings dieses Wissen von einem solchen Verbundensein nicht. Deshalb sind alle äußeren Zeichen für ein solches Verbundensein eigentlich schattenhaft geworden. Schattenhaft sind die menschlichen Gefühle für die traditionell überkommenen Feste. Während diese Feste - das Weihnachtsfest, das Osterfest - in alten Zeiten der Menschheitsentwickelung einen tiefgehenden Einfluß auf das ganze soziale Leben, auf die sozialen Einrichtungen hatten, sind sie heute kaum etwas anderes als ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|124}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schattenhafter Abglanz dessen, was sie einmal waren, dieser lebt sich aus in allerlei Gebräuchen, die aber eine tiefgehende soziale Bedeutung nicht mehr haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man daran denken muß, das Michael-Fest gerade mit seiner sozialen Tragweite - von ihr werde ich morgen sprechen - irgendwie zu realisieren, dann muß natürlich erst eine Empfindung davon geschaffen werden, was ein solches Michael-Fest bedeuten könnte. Denn ein solches Michael-Fest dürfte nicht denselben Charakter tragen wie heutige Festlichkeiten, sondern es müßte herausgeholt sein, wie ich schon vorgestern hier andeutete, aus Tiefen der menschlichen Wesenheit. An die wird man aber nur herankommen, wenn man wieder eindringt und eintritt in den Zusammenhang des Menschen mit dem außerirdischen Kosmos und mit dem, was sich aus dem außerirdischen Kosmos für den Jahreslauf ergibt. Ich möchte Ihnen, um auf dasjenige hinzudeuten, was ich eigentlich hiermit meine, nur vor die Seele führen, wie abstrakt, wie schrecklich wenig den Menschen berührend alles dasjenige ist, was heute in das Menschenbewußtsein an Gefühlen, Empfindungen über das außerirdische Weltenall hereinkommt. Denken Sie nur in dieser Beziehung an alles das, was heute Astronomie, Astrophysik und so weiter leisten. Sie errechnen den Weg der Planeten, meinetwillen die Orte der Fixsterne, sie kommen dazu, durch spektralanalytische Untersuchungen Schlüsse zu ziehen auf die stoffliche Zusammensetzung dieser Weltenkörper. Aber was alles da auf diese Weise herauskommt, was hat es denn für einen Bezug auf das innere, intime Seelenleben des Menschen? Dieser Mensch fühlt sich gerade mit all dieser Himmelsweisheit als Einsiedler auf dem, was er als Erdenplaneten ansieht. Und dasjenige, was heute als Denkungsart mit diesen Dingen verknüpft wird, ist im Grunde genommen nur ein System von sehr engmaschigen Begriffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir einmal, um uns das vor die Seele zu führen, einen im gewöhnlichen Leben durchaus vorhandenen, wenn auch minderwertigen Bewußtseinszustand: den Bewußtseinszustand des traumerfüllten Schlafes. Ich will Ihnen nur mit ein paar Worten, damit wir Anhaltspunkte für die heutige Betrachtung gewinnen, das vor Augen führen, was sich auf den traumerfüllten Schlaf bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|125}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der traumerfüllte Schlaf knüpft entweder an, wie ich schon gestern im öffentlichen Vortrage sagte, an innere Zustände des menschlichen Organismus, verwandelt solche inneren Zustände des Organismus in Bilder, die wie Sinnbilder aussehen, so daß zum Beispiele die Herzbewegungen symbolisiert werden in Feuerflammen und dergleichen; wir werden sehr leicht im einzelnen konkret herausfinden können, wie Traumessinnbilder mit inneren organischen Zuständen und Vorgängen zusammenhängen. Oder es symbolisieren sich äußere Ereignisse des Lebens, die als Erinnerungen in uns vorhanden sind und dergleichen. Es ist unter allen Umständen in die Irre führend, wenn man den Vorstellungsinhalt des Traumes sehr stark ernst nimmt. Er ist interessant, er hat eine sensationelle Seite, er ist das, was viele Menschen außerordentlich interessiert, für den aber, der tiefer in die menschliche Natur hineinschaut, ist der vorstellungsmäßige Trauminhalt von einer außerordentlich geringen Bedeutung. Dagegen ist der dramatische Ablauf des Traumes von der allergrößten Bedeutung. Ich will es durch ein Beispiel veranschaulichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann jemand träumen, er unternehme eine Bergpartie. Die Bergpartie ist außerordentlich schwierig, je höher er steigt, desto schwieriger wird sie. Er kommt so in eine Region, wo ihn die Kraft verläßt, er kann nicht mehr weiter, die Verhältnisse werden so ungünstig, daß er nicht weiter aufsteigen kann, er muß stehenbleiben. Etwas wie Ängstlichkeit, etwas von Enttäuschung kommt noch in seinen Traum hinein. Vielleicht wacht er dann auf. Es liegt diesem Traume etwas zugrunde, was man eigentlich nicht in dem Vorstellungsmäßigen der Traumbilder sehen sollte, sondern in dem gefühlsmäßigen Erleben einer Absicht, in der Steigerung der Hindernisse, die dieser Absicht sich entgegenstellen, und im Ankommen an immer unüberwindlicheren Hindernissen. Denken wir uns das alles in gefühlsmäßig-dramatischer Weise verlaufend, so haben wir gewissermaßen einen Gefühlsinhalt, der als dramatischer Inhalt hinter den eigentlichen Vorstellungsbildern des Traumes lebt. Dasselbe, was in diesem Gefühlsinhalt liegt, könnte nun auch ganz anders geträumt werden. Der Betreffende könnte träumen, er gehe in eine Höhle hinein, es wird immer finsterer und finsterer, er tastet sich immer weiter und weiter fort, kommt endlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|126}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ein sumpfiges Gebiet. Da watet er noch ein bißchen, aber nachdem er lange genug gewatet hat, kommt er an eine Art Morast. Er kann nicht weiter. Dieselbe Gefühls- und Empfindungsdramatik liegt in diesem Bilde. Derselbe Traum in seinem dramatischen Inhalt könnte noch auf viele Arten geträumt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorstellungsinhalt eines Traumes kann immer verschieden sein. Das was hinter dem Traume an Bewegungen, an Spannung und Entspannung, an Erwartung und Enttäuschung liegt, ist das Wesentliche für den Traum. Aber der Traum kleidet sich in Bilder. Wodurch entstehen diese Bilder? Sie entstehen dadurch, daß zum Beispiel beim Aufwachen irgend etwas erlebt wird von dem Ich und dem astralischen Leib, die außerhalb des physischen Leibes und des ätherischen Leibes sind. Was da erlebt wird als übersinnliches Erleben, ist selbstverständlich etwas, was sich gar nicht auf Bilder aus der sinnlichen Welt zurückbringen läßt, aber indem Ich und astralischer Leib unter- tauchen in physischen Leib und Ätherleib, werden sie dazu veranlaßt, aus dem Vorrat der Bilder, die da sind, dasjenige zu entnehmen, was sich gerade bietet. Und so wird die eigentümliche Traumdramatik in Bilder gekleidet. Nun fängt der Inhalt dieser Bilder an, uns zu interessieren. Der Zusammenhang ist ein ganz anderer als der der äußeren Erlebnisse. Woher kommt das? Lauter äußere oder innere Erlebnisse nimmt der Traum, aber er bringt sie in einen andern Zusammenhang. Warum ist das? Das ist, weil der Traum ein Protest ist gegen die Art, wie wir in der physisch-sinnlichen Welt zwischen Aufwachen und Einschlafen leben. Wir leben in dieser physisch-sinnlichen Welt zwischen Aufwachen und Einschlafen eingewoben mit unserem ganzen Leben in Naturgesetzmäßigkeit. Diese Naturgesetzmäßigkeit durchbricht der Traum. Er läßt sich diese Naturgesetzmäßigkeit nicht gefallen, er reißt die Ereignisse heraus, bringt sie in eine andere Folge. Er protestiert gegen die Naturgesetzmäßigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch sollte lernen, daß in dem Augenblick gegen die Naturgesetzmäßigkeit protestiert wird, in welchem man überhaupt in das Geistige eintaucht. In dieser Beziehung sind sogar in einer gewissen Weise, ich möchte sagen drollig diejenigen Leute, die mit der gewöhnlichen naturwissenschaftlichen Methode in die Geisteswelt eindringen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|127}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wollen. Außerordentlich charakteristisch ist in dieser Beziehung das Buch von Dr. [[A:Ludwig Staudenmaier|Ludwig Staudenmaier]] über «Die Magie als experimentelle Naturwissenschaft». Ein solcher Mensch geht von der Ansicht aus: Alles was begriffen werden soll, soll nach naturwissenschaftlicher Denkweise begriffen werden. - Nun geht Staudenmaier nicht gerade auf den Traum aus, aber er geht aus auf die sogenannten medialen Erscheinungen, die im Grunde genommen eine Fortbildung der Traumwelt sind. Beim gesunden Menschen bleibt der Traum ein Erlebnis, das nicht in die äußere Organisation übergeht. Beim medialen Wesen ist es so, daß das, was sonst vom Ich und astralischen Leib erlebt wird und sich formt in die Bilder des physischen Leibes und des Ätherleibes, dann auch übergeht in die Erlebnisse des physischen Leibes und des Ätherleibes, und dadurch entstehen alle diejenigen Erscheinungen, die beim Mediumwesen zutage treten. Staudenmaier wollte sich - darin hat er durchaus recht - nicht nach dem richten, was andere Medien ihm geben, und so machte er sich denn selbst in einer gewissen Weise zum Medium. Er träumte sozusagen schreibend. Er fing an, die Feder und den Bleistift anzusetzen, so wie er immer bei Medien gesehen hatte, und richtig - es ging! Nur war er höchst erstaunt über das, was da zutage trat, er war erstaunt über den Zusammenhang, den er früher niemals irgendwie sich gedacht hätte. Alles mögliche schrieb er da auf, was ganz außerhalb des Bereiches seines bewußten Lebens war. Und so stark war das zuweilen außerhalb seines bewußten Lebens, daß er fragte: Ja, wer seid ihr, die da schreiben? - Geister -, antworteten sie. Er mußte aufschreiben: Geister! - Denken Sie sich, der Materialist, der doch keine Geister anerkennt, mußte aufschreiben: Geister! - Nun war er doch überzeugt davon, daß das, was da schreibt, lügt. Er fragte also weiter, warum ihn die Geister so anlügen. Da sagten sie: Ja, wir müssen dich so anlügen, das ist so unsere Art. - Dann fragte er sie über allerlei, was auf ihn selber Bezug hatte. Da kam sogar einmal heraus, daß sie sagten: Kohlkopf. - Es ist nun nicht anzunehmen, daß es in seiner eigenen Seelenverfassung lag, sich selber als Kohlkopf zu bezeichnen. Also es kam da allerlei heraus, was sich so charakterisierte, daß es sagte: Wir müssen dich anlügen. - Daß er aber dann sich sagte: Geister gibt es natürlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
nicht, da spricht eben mein Unterbewußtes. - Aber nun wird die Sache immer beunruhigender, denn nun ist das Unterbewußte etwas, was zum Oberbewußten Kohlkopf sagt und was lügt, und ein solcher Vorgang müßte dazu führen, daß die betreffende Persönlichkeit sich sagen muß: In meinem Unterbewußtsein bin ich ein kompletter Lügner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das alles weist auch schließlich auf nichts anderes hin als auf dies, daß so wie die Traumwelt auch jene Welt, in die man da hinuntertaucht, Protest einlegt gegen den naturgesetzlichen Zusammenhang. Alles was wir denken, wollen und empfinden können in der physisch-sinnlichen Welt, wird entstellt, sobald wir in diese mehr oder weniger unterbewußte Welt eindringen. Warum? Nun, es ist eben der Traum die Brücke hinüber in die geistige Welt, und die geistige Welt ist durchaus durchwoben von einer Gesetzmäßigkeit, die nicht die naturgesetzliche ist, die einen ganz andern inneren Charakter hat. Der Traum ist der Übergang dazu. Wer da glaubt, die geistige Welt mit Naturgesetzen begreifen zu können, der irrt sich gar sehr. Und so ist der Traum gewissermaßen der Vorherverkünder für die Notwendigkeit, daß, wenn wir eindringen in die geistige Welt, wir nicht einfach die Naturgesetze fortsetzen können. Wir können die Methoden fortsetzen, indem wir uns dazu vorbereiten, aber wir kommen in eine ganz andere Gesetzmäßigkeit hinein, wenn wir in die geistige Welt eindringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dasjenige, was oftmals so wenig bedacht wird. Es ist wirklich so, daß es heute als Grundsatz gilt, daß man die Welt nur nach der Verstandesfähigkeit, die sich im Laufe der letzten drei bis vier Jahrhunderte erst herausgebildet hat, erfassen kann und erfassen soll. Das hat sich langsam gebildet. Heute gibt es jene Menschen gar nicht mehr - in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat es diese Menschen noch gegeben - von der Art zum Beispiel eines [[A:Johannes Müller|Johannes Müller]], dem Lehrer [[A:Ernst Haeckel|Haeckels]], der selbst zugestanden hat, daß ihm manches Problem, das er rein als Physiologe zu erforschen suchte, nicht aufging, wenn er darüber nachdachte im gewöhnlichen vollwachen Zustande; daß aber dann der Traum über ihn gekommen ist, der ihm wieder das Gewebe vorgeführt hat, das er im Wachzustande präpariert hatte, der &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|129}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihm alle die Hantierungen wieder vorgeführt hat. Da ging ihm dann im Traume manches von der Lösung solcher Rätsel auf. Johannes Müller war noch davon durchdrungen, daß man im Schlafe in diesem eigentümlichen Weben des Geistigen ist, wo man nicht berührt wird von der harten Notwendigkeit der physischen Naturgesetzlichkeit, wo man sogar in die physische Naturgesetzlichkeit eindringen kann, weil auch dieser physischen Naturgesetzlichkeit etwas von demjenigen zugrunde liegt, was geistig ist, und weil das Geistige in seinen Grundlagen nicht von physischer Naturgesetzlichkeit ist, sondern diese nur an seiner Oberfläche uns darbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muß man wirklich paradox werden, wenn man solche Gedanken so zu Ende führt, wie sie sich auf ganz selbstverständliche Weise aus der Geistesforschung heraus ergeben. Kein Mensch, der im Sinne der heutigen Naturwissenschaft denkt, wird glauben, daß ein Licht, wenn es hier an einem bestimmten Orte leuchtet, im Umkreise in einiger Entfernung noch ebenso stark leuchtet. Der Physiker berechnet die Abnahme der Lichtstärke mit dem Quadrat der Entfernung, und ebenso berechnet er auch die Abnahme der Schwerkraft. Er sagt sich mit Bezug auf diese physischen Entitäten: Was hier auf der Oberfläche der Erde gilt, das nimmt in seiner Gültigkeit ab, indem wir in den Umkreis des Kosmos kommen. - Nur für den Inhalt seines Denkens läßt er das nicht gelten. Und doch ist es mit diesem Denken nicht anders als mit dem, was man hier in den Erdenlaboratorien, in den Kliniken, überhaupt auf der Erde - bis auf das Zwei-mal-zwei-ist-Vier - von den Erdendingen erfährt. Wenn die Schwerkraft abnimmt im Quadrat der Entfernung, warum sollte denn das, was Naturgesetzmäßigkeit ist, nicht auch abnehmen mit dem Quadrat der Entfernung in seiner Gültigkeit und von einer gewissen Entfernung an nicht mehr gelten? Das ist aber das, worin die Geisteswissenschaft eindringt. Und sie muß sagen: Wollt Ihr den Orionnebel oder den Nebel in den Jagdhunden erforschen, so macht Ihr dasselbe, wie wenn Ihr Erdenbegriffe anwendet und irgendwie die Venus zum Beispiel beleuchten wolltet mit einer Erdenkerze. - Wenn man aus der Geistesforschung heraus die Wahrheit durch solche Analogien hinstellt, so kommt sie den Menschen paradox vor. Und doch, in jenem Zustande, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
in dem wir im Schlafe eindringen in die geistige Welt, haben wir mehr Möglichkeiten, zum Beispiel den Orionnebel oder den Nebel in den Jagdhunden zu erforschen, als mit den Möglichkeiten, die durch das Arbeiten in den Laboratorien und auf den Sternwarten zustande kommen. Man würde viel mehr darüber erforschen, wenn man über diese Dinge träumen würde, als über sie verstandesmäßig nachzudenken. Kommt man in den Kosmos hinein, dann nützt es nichts, diejenigen Dinge, die man auf der Erde erforscht hat, auf diesen Kosmos anzuwenden. So stehen wir heute mit unserer Bildung darinnen, daß wir eigentlich das, was wir in unserer kleinen Erdenzelle als richtig befinden, auf den ganzen Kosmos anwenden möchten, und leicht ersichtlich ist es, daß dabei in Wirklichkeit nicht die Wahrheit zutage treten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man von solchen Erwägungen ausgeht, dann wird einem manches, was in älteren Zeiten bei einer primitiven, aber eindringlichen hellsichtigen Anschauungsart vor der Menschheit stand, doch wertvoller, als es der heutigen Menschheit ist. Und man wird nicht einmal an denjenigen Menschenerkenntnissen, die einst im Hirtenstande der Urzeit entstanden sind, so oberflächlich vorbeigehen, als man es heute gewöhnlich tut. Denn diese Leute haben manches besser geträumt von den Geheimnissen der Sterne bei ihrem Hirtenleben, als heute die Leute bei ihrem gescheiten Leben auf den Sternwarten erforschen, errechnen und mit dem Spektroskop feststellen können. So sonderbar es klingt, es ist so. Aber in diesen geheimnisvollen Zusammenhang des Menschen mit dem Weltenall kommt man hinein, wenn man manche Überreste, die aus alten Zeiten erhalten sind, in geisteswissenschaftlicher Art betrachtet. Und da gestatten Sie, daß ich heute von dem spreche, was sich ergeben kann, wenn man auf der einen Seite geisteswissenschaftlich die tiefe religiös-ethische, aber auch soziale Bedeutung der alten druidischen Einrichtungen prüft, und andrerseits der alten Einrichtungen der Mithrasmysterien, denn wir werden, indem wir das noch vor unserer Seele vorüberziehen lassen, Anhaltspunkte dafür gewinnen, wie die Gestaltung eines Michael-Festes eigentlich zu denken ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In bezug auf die Druidenmysterien war ja der Vortragszyklus, den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
ich vor wenigen Wochen in Penmaenmawr in Wales zu halten hatte, unmittelbar an derjenigen Stätte Englands, wo die Insel Anglesey vorgelagert ist, wirklich von ganz besonderer Bedeutung, weil dort eine Stelle ist, wo in Trümmern herumliegend viele Erinnerungen an die alten Opferstätten, an die Mysterienstätten der Druiden sich finden. Heute sind die Überreste, diese alten Kromlechs, Dolmen, eigentlich ziemlich unansehnlich. Man steigt auf diese Bergeshöhen hinauf, findet dort Steine so zusammengestellt, daß sie eine Art Kammer abschließen, ein größerer Stein liegt darüber, oder man findet auch im Kreise - es sind ursprünglich immer zwölf gewesen - solche Kromlechs angeordnet. Gerade in der unmittelbaren Nähe von Penmaenmawr konnte man hinaufsteigen und fand zwei solcher unmittelbar aneinandergrenzender Sonnenzirkel. Und gerade in dieser besonderen Gegend, wo auch noch im geistigen Leben der Natur so vieles vorhanden ist, was anders wirkt, als sonst die Natur heute in andern Gegenden wirkt, konnte man mit höchster Deutlichkeit dasjenige wieder prüfen, was ich in verschiedenen anthroposophischen Vor- trägen gerade mit Bezug auf die Druidenmysterien auseinandergelegt habe. Es ist dort, wo auch auf der Insel Anglesey eine Niederlassung der Gesellschaft des Königs Artus war, es ist in dieser Gegend tatsächlich eine besondere geistige Atmosphäre vorhanden. Ich muß sie folgendermaßen charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man von übersinnlichen Dingen spricht, so kann man nicht in derselben Art seine Gedanken bilden, wie man sie sonst im Leben oder in der Wissenschaft bildet. Da bildet man abstrakte Gedanken, da zieht man Schlüsse und so weiter. Wenn man nun auch darauf angewiesen ist, mehr oder weniger sogar abstrakt zu reden, denn das verursacht unsere Sprache, die abstrakt geworden ist, in seinem inneren Seelenwesen kann man nicht, wenn man geisteswissenschaftlich darstellen will, so abstrakt sein. Da muß alles in Bildern verlaufen. Bilder, lmaginationen muß man vor der Seele haben. Bilder, Imaginationen vor der Seele haben, bedeutet aber doch etwas anderes noch, als Gedanken in der Seele haben. Gedanken in der Seele sind, je nachdem man innerlich mehr oder weniger träge ist, außerordentlich geduldig, man kann sie halten. Die Imaginationen haben immer ein &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Eigenleben. Man fühlt ganz genau: eine Imagination stellt sich vor einen hin. Es ist anders und doch wieder ähnlich, wie wenn man schreibt oder zeichnet. Man schreibt oder zeichnet mit der Seele. Aber Imaginationen sind nicht etwas so abstrakt Festgehaltenes wie die bloßen Gedanken. Man schreibt sie. Nun, in den meisten Gegenden Europas, wo die Zivilisation schon einen so abstrakten Charakter angenommen hat, da huschen diese Imaginationen verhältnismäßig sehr schnell vorüber, man hat immer einen inneren Kampf zu bestehen, wenn man Übersinnliches darstellen will. Es ist schon so, wie wenn man schreiben würde, und durch irgendeine dämonische Kraft das Geschriebene sogleich wiederum verlöschte. Es ist gleich wieder nicht mehr da. So ist es bei den Imaginationen, durch die man das Übersinnliche vorstellungsgemäß macht, als Seelenerlebnis bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geistige Atmosphäre nun in jenen Orten in Wales, die ich nannte, hat die Eigentümlichkeit, daß sich dort Imaginationen zwar schwieriger einschreiben in das Astralische, aber sie bleiben dafür länger vorhanden, sie sind tiefer eingeprägt. Das ist das, was man gerade in jener Gegend als etwas so Auffälliges wahrnehmen konnte. Und es war schon wirklich so, daß alles darauf hindeutete, dort auch auf eine mehr geistige Art den Weg zurück machen zu können zu dem, was jene Druidenpriester - nicht in den Verfallszeiten dieser Druidenkulte, wo diese etwas ziemlich Unsympathisches, ja sogar sehr Schlimmes hatten, sondern in den Blütezeiten - damals eigentlich wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß sich nur einen solchen Kromlech anschauen: er schließt auf eine primitive Weise einen gewissen Raum ab, der zugedeckt war. Wenn Sie nun das Sonnenlicht betrachten, so haben Sie zunächst das physische Sonnenlicht. Dieses physische Sonnenlicht ist aber durchaus überall durchdrungen von den geistigen Wirkungen der Sonne. Und bloß von dem physischen Sonnenlicht so zu sprechen, wie das der Physiker heute macht, wäre genau so, wie wenn man mit Bezug auf einen Menschen bloß sprechen wollte von seinen Muskeln, seinen Knochen, seinem Blut und so weiter, und keine Rücksicht nehmen würde auf das in ihm waltende Seelisch-Geistige. Das Licht ist durchaus nicht bloß «phos». Das Licht ist Phosphor, Lichtträger, hat ein Aktives, hat Seelisches. Dieses Seelische des Lichtes geht dem Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
in der bloßen Sinneswelt verloren. Wenn nun der Druidenpriester sich in diese Grabstätte stellte - die Kromlechs waren zumeist, wie andere alte Kultstätten auch, über Gräbern errichtet -, dann stellte er diese Vorrichtung hin, die in einer gewissen Weise undurchlässig war für die physischen Sonnenstrahlen. Aber die geistigen Sonnenwirkungen gingen durch sie durch, und der Druidenpriester war dafür besonders geschult, die geistigen Sonnenwirkungen wahrzunehmen. Und so sah er durch die besonders ausgewählten Steine - sie waren immer besonders ausgewählt - in jenen Raum hinein, wohin die geistigen Sonnenwirkungen kamen, die physische Sonnenwirkung aber ausgeschlossen war. Und nun hatte er seine Anschauung intim geschult. Denn das, was man da sieht in einer solchen primitiv hergestellten Dunkelkammer, das ist anders im Februar, anders im Juli oder August, anders im Dezember. Im Juli ist es so, daß es einen leicht gelblichen Anflug hat, im Dezember dagegen ist es so, daß es eine leicht bläuliche Innerlichkeit hat. Wer das beobachten kann, schaut in den qualitativen Veränderungen, die in einer solchen Dunkelkammer dieses abgeschlossene Schattengebilde im Laufe des Jahres annimmt, den ganzen Lauf des Jahres in den Wirkungen des Geistig-Seelischen der Sonnenstrahlung. Und wiederum in diesen Sonnenzirkeln stehen die Vorrichtungen so, daß sie wie die Zeichen des Tierkreises in der Zwölfzahl angeordnet sind. Gerade an dem Berge, den wir bestiegen hatten, gab es einen größeren solcher Sonnenzirkel, und in einer geringen Entfernung davon war ein kleinerer. Wenn man sich etwa in einem Luftballon in die Höhe erhoben und auf diese beiden Druidenkreise heruntergeschaut hätte und die kleine Entfernung zwischen ihnen dabei nicht beachtet hätte, so würde man - das hatte etwas Ergreifendes - denselben Grundriß gesehen haben, wie ihn das heruntergebrannte Goetheanum in Dornach hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Druidenpriester hatte sich dafür geschult, daß er dem, was er da vor seiner Seele hatte, es ansah, wie zu jeder Tageszeit, aber auch zu jeder Jahreszeit, der Schatten der Sonne anders fiel. Er konnte diese Schattengestaltungen verfolgen und aus ihnen heraus genau angeben: jetzt ist diese Märzzeit, jetzt ist diese Oktoberzeit. Er stand in der Wahrnehmung, die ihm dadurch vermittelt wurde, drinnen in dem, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|134}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was im Kosmos vorging, aber auch in dem, was vom Kosmos aus Bedeutung für das Erdenleben hatte. Nun denken Sie sich nur, was man heute macht, wenn man den Einfluß des kosmischen Lebens für das irdische Leben bestimmen will. Was machen selbst die Bauern? Sie haben ihren Kalender, in dem steht, was man an dem oder jenem Tage machen soll. Es wird auch das nur annähernd gemacht, denn die gründlichen Erkenntnisse, die einmal von diesen Dingen da waren, sind heute verglommen, aber Kalender gab es zur alten Druidenzeit nicht, es gab nicht einmal eine Schrift. Was der Druidenpriester aus seiner Sonnenbeobachtung heraus sagen konnte, war, was man über den Zusammenhang des Himmels mit der Erde wußte. Und wie der Druidenpriester sagte: Jetzt steht die Sonne so, daß der Weizen gesät werden sollte - oder: Jetzt steht die Sonne so, daß der Zuchtstier durch die Herde geführt werden muß -, so geschah es. Diese Zeiten hatten einen Kult, der wahrhaftig nicht ein abstraktes Gebet war, sondern sie hatten einen Kult, der das unmittelbar praktische Leben einrichtete nach dem, wie man sich mit dem Geistigen des Weltenalls in Verbindung setzte. Die große Sprache des Himmels wurde abgelesen, und sie wurde in den irdischen Dingen angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aber ging bis in die Intimitäten des sozialen Lebens hinein. Der Druidenpriester gab aus dem, was er aus dem Weltenall ablas, an, was man an diesem oder jenem Tage des Jahres so zu machen habe, daß es in einem günstigen Zusammenhange im ganzen Weltenall drinnensteht. Das war ein Kultus, durch den tatsächlich das ganze Leben eine Art Gottesdienst war. Dagegen ist selbst die mystischeste Mystik von heute eine Art Abstraktion, denn sie läßt sozusagen die äußere Natur walten, kümmert sich nicht weiter um sie, sondern schaltet und waltet da nach Traditionen, während sie sich innerlich erhebt, sich möglichst in sich abschließt und in sich konzentriert, um eine abstrakte Beziehung zu einem wolkenkuckucksheimmäßigen Göttlich-Geistigen zu bekommen. Das war allerdings anders in jenen alten Zeiten. Da verband man sich im Kultus, der aber eine reale Beziehung zum Weltenall hatte, mit dem, was die Götter in der Welt schufen und immerfort wirkten. Und als Mensch auf der Erde führte man das aus, was man aus solchen Einrichtungen, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie sie die Druiden hatten, als den Willen der Götter in der Sternenschrift ablas. Aber diese Sternenschrift mußte man erst lesen. Es ist etwas ungeheuer Ergreifendes, gerade dort an Ort und Stelle sich so ganz zurückversetzen zu können in das, was einmal in der Blütezeit der Druidenkultur so gewirkt hat, wie ich es jetzt geschildert habe. Und man findet in jenen Gegenden - auch noch in andern Gegenden bis nach Norwegen hinüber - überall solche Überreste der alten druidischen Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So findet man auch wieder in Mitteleuropa, in den Gegenden Deutschlands bis in die Rheingegend, auch bis nach Westfrankreich hinein überall Überreste, Erinnerungen an den alten Mithraskultus. Auch von ihnen will ich nur das Wesentlichste angeben. Sie finden überall als das äußere Symbolum des Mithraskultus den Stier, auf dem der Mensch reitet, ein Schwert stößt in den Hals des Stieres. Sie finden einen Skorpion, der den Stier beißt, oder die Schlange unten. Sie finden aber überall, wenn die Bilder vollständig sind, dieses Stierbild mit dem Menschen umgeben von dem Sternenhimmel, namentlich mit den Tierkreiszeichen. Wiederum können wir uns fragen: Was drückt eigentlich dieses Bild aus? - Was dieses Bild ausdrückt, wird eine äußere, antiquierte Geschichte niemals erforschen, weil sie nicht die Beziehungen herstellen kann, durch die man darauf kommen kann, was eigentlich dieser Mensch auf dem Stiere bedeutet. Um darauf zu kommen, muß man erst wissen, was diejenigen, die bei diesem Mithraskult dienten, für eine Schulung durchgemacht haben. Die ganze Zeremonie läßt sich natürlich so abwickeln, daß sie eine schöne oder auch meinetwillen eine häßliche Zeremonie ist, und daß man dabei gar nichts irgendwie Vernünftiges herausbekommt. Es konnte auch nur derjenige etwas Vernünftiges herausbekommen, der eine gewisse Schulung durchgemacht hatte, daher sind auch alle die Beschreibungen der Mithrasmysterien trotz des Vielversprechenden, was die Bilder hatten, eigentlich Wischiwaschi. Denn derjenige, der dem Mithraskult dienen wollte, mußte besonders sein Empfindungsvermögen in einer feinen, intimen Weise ausbilden. Darauf kam alles beim Mithrasschüler an, daß er so sein Empfindungsvermögen ausbildete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Nun habe ich gestern im öffentlichen Vortrage gesagt, daß das Herz des Menschen eigentlich ein unterbewußtes Sinnesorgan ist. Der Kopf nimmt unterbewußt durch das Herz wahr, was in den physischen Funktionen des Unterleibes und der Brust vorgeht. So wie wir durch das Auge die äußeren Vorgänge in der Sinneswelt wahrnehmen, so ist das Herz des Menschen in Wirklichkeit ein Sinnesorgan mit Bezug auf die angegebenen Funktionen. Der Kopf - namentlich macht es das Kleinhirn - nimmt unterbewußt durch das Herz wahr, wie das Blut sich mit den verarbeiteten Nahrungsmitteln speist, wie die Nieren, die Leber und so weiter funktionieren, was da alles im Organismus vorgeht. Dafür ist für das Obere des Menschen das Herz das Sinnesorgan. Dieses Herz nun als Sinnesorgan zu einer gewissen Bewußtheit heraufzuheben, bildete die Schulung desjenigen, der beim Mithraskult beschäftigt werden sollte. Er mußte eine feine, bewußte Empfindung dafür bekommen, was im menschlichen Organismus in Leber, Nieren, Milz und so weiter vorgeht. Der obere Mensch, der Kopfmensch mußte fein empfinden, was im Brust- und Gliedmaßenmenschen vorgeht. Eine solche Schulung in den älteren Zeiten war nicht eine Verstandesschulung, wie wir sie heute gewohnt sind, sondern eine Schulung des ganzen Menschen, die vorzugsweise auf das Gefühlsvermögen ging. Und wenn dann der Schüler die nötige Reife erlangt hatte, konnte er sagen, so wie wir auf Grund der Wahrnehmung durch äußere Augen sagen, da sind Regenwolken, oder da ist blauer Himmel: Jetzt ist diese Verarbeitungsart in meinem Organismus, jetzt jene Verarbeitungsart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist tatsächlich das, was im menschlichen Organismus vorgeht, nur für den Abstraktling für das ganze Jahr gleich. Wenn einmal die Wissenschaft wieder zu wirklichen Wahrheiten über diese Dinge vorgedrungen sein wird, dann werden die Menschen erstaunen darüber, wie - wenn auch nicht in jener grobklotzigen Art, wie es durch die heutigen Feininstrumente schon erforscht werden kann - in ganz anderer Art für den Menschen festgestellt werden kann, wie sein Blut anders wird, wie er anders verdaut im Januar als im September, so daß das Herz als Sinnesorgan ein wunderbares Barometer ist für den Jahreslauf im menschlichen Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|137}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür wurde der Mithrasschüler erzogen, in sich selbst den Jahreslauf durch die Herzorganisation wahrzunehmen, durch die Herzwissenschaft, die ihm den Gang der durch die Verdauung metamorphosierten Speise im Organismus überlieferte und der Aufnahme des Verdauten in das Blut. Und in dem, was da wahrgenommen wurde, zeigte sich eigentlich am Menschen, in der Bewegung des inneren Menschen, der ganze Lauf der äußeren Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, was ist denn unsere abstrakte Wissenschaft, wenn wir noch so genau die Pflanzen und die Pflanzenzellen, die Tiere und die tierischen Gewebe beschreiben, was ist denn diese abstrakte Wissenschaft gegenüber dem, was einmal in einer mehr instinktiven Weise dadurch vorhanden war, daß sich der ganze Mensch zum Erkenntnisorgan machen konnte, daß er wie der Mithrasschüler sein Gefühlsvermögen als Erkenntnisorgan ausbilden konnte. Der Mensch trägt die tierische Natur in sich, und er trägt sie wahrhaftig in einer intensiveren Weise in sich, als man gewöhnlich meint. Und das, was durch ihre Herzwissenschaft die einstigen Mithrasschüler wahrgenommen haben, ließ sich nicht anders darstellen als durch den Stier. Und die Gewalten, die durch den Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen wirken und nur gezähmt werden durch den oberen Menschen, diese Gewalten werden durch alles dasjenige angegeben, was da als Skorpion, als die Schlange figuriert um den Stier herum. Und der eigentliche Mensch in seiner Krüppelhaftigkeit sitzt oben mit der primitiven Macht, indem er mit dem Michael-Schwerte in den Hals des Stieres hineinstößt. Aber was da zu besiegen ist, wie es sich darstellt im Jahreslaufe, das wußte eben nur der, der in dieser Beziehung geschult war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt gewinnt dieses Symbolum erst an Bedeutung. Man kann es mit dem, was der Mensch heute gewöhnlich weiß, noch so viel anschauen oder malerisch darstellen wollen, es kommt nichts dabei heraus. Es kommt erst etwas dabei heraus, wenn man etwas von der Herzwissenschaft der alten Mithrasschüler weiß. Und dann studierte der Mensch aber wirklich, wenn er durch sein Herz sich selber ansah, den Geist des Jahresganges der Sonne durch den Tierkreis. Daher war ganz richtig - und die Erfahrungen macht man auf diese Weise, daß der Mensch als ein höheres Wesen auf seiner niederen Natur reitet &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|138}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um den Menschen herum im Kreise angeordnet der Kosmos, denn das Geistige des Kosmos erfuhr man auf diese Weise. Es ist wirklich so, daß man, je mehr man durch die wieder heraufkommende Geistwissenschaft hineinschaut in das, was ein altes halbbewußtes, traumhaftes, aber doch Hellsehen zutage gefördert hat, vor diesem einen immer größeren Respekt bekommt. Man wird wirklich andächtig gegenüber den alten Kulten, wenn man in sie eindringt und wiederfinden kann, wenn man tiefer in sie hineindringt, wie der Mithraskult zum Beispiel dazu da war, daß der alte Mithraspriester, indem er in den Jahreslauf eindringen konnte, seiner Gemeinde angeben konnte, was an jedem einzelnen Tage des Jahres zu tun war. So war der Mithraskult dazu da, vom Himmel zu erforschen, was auf der Erde zu geschehen hat. Denken Sie sich nur, was für ein anderer Enthusiasmus, was für eine andere Impulsivität sich ergibt für das, was auf der Erde zu tun ist, wenn man sich auf der Erde fühlt als Tätiger, so daß in diese Tätigkeit die Impulse einströmen, die man durch die große kosmische Schrift erst erforscht hat, die man abgelesen hat aus dem Weltenall, indem man von einem solchen Wissen ausging und mit dem, was sich als Impulse ergab, auf die einzelnen Verrichtungen des Lebens einging. So unsympathisch das uns auch nach heutigen Begriffen sein mag und mit Recht ist, für die alten Begriffe war es gut und das Richtige. Aber man muß, indem man diese Reserve macht, sich klarmachen, was es heißt, vom Himmel abzulesen, was auf der Erde im Menschenleben zu geschehen hat, und sich so mit seinem Göttlichen eins zu wissen, statt im Sinne von Adam Smith oder Karl Marx darüber zu diskutieren, was in bezug auf das soziale Leben zu tun sei. Erst wer sich diese Gegensätze vor die Seele stellen kann, weiß hineinzuschauen in das, was heute notwendig ist an neuen Impulsen für das soziale Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wenn man sich diese Grundlagen schafft, bekommt man die richtige Seelenverfassung für das Hinausgehen der Erkenntnis von der Erde in den Weltenraum; nicht mehr hinaufzuschauen in der Art, wie man es gewöhnlich macht, zu Merkur, Venus, Saturn und so weiter, indem man bloß die abstrakte Rechnerei oder das Spektroskop gebraucht, sondern diejenigen Mittel dann anzuwenden, die in Imagination,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|139}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inspiration und Intuition liegen. Da kommt man dann allerdings dazu, schon von der Imagination an, daß die Himmelskörper etwas ganz anderes werden, als wie sie teilweise durch sinnliche Anschauung, teilweise aber auch nur durch Schlüsse sich der heutigen Astronomie darstellen. Dem heutigen Astronomen stellt sich der Mond zum Beispiel als irgendein schon alt gewordener mineralischer Himmelskörper dar, der wie eine Art Spiegel das Sonnenlicht zurückwirft, das dann unter gewissen Verhältnissen auf die Erde fällt. Um die Wirkungen dieses Sonnenlichtes überhaupt kümmert man sich dann nicht gerade sehr viel. Eine Zeitlang hat man die Dinge auf das Wetter angewendet. Allein an die Beziehungen der Mondphasen zum Wetter haben die ganz Gescheiten des 19. Jahrhunderts selbstverständlich nicht geglaubt; die einen kleinen mystischen Anflug in ihrer Seele hatten, wie zum Beispiel Gustav Theodor Fechner, hatten es aber geglaubt. Ich habe schon öfter in unseren Kreisen die Geschichte erzählt, wie an einer Universität zusammen gewirkt haben 5chleiden, der große Botaniker des 19. Jahrhunderts, und Gustav Theodor Fechner, und wie Schleiden es selbstverständiich als einen Aberglauben hin- gestellt hat, daß Fechner sorgfältig statistisch nebeneinandergestellt hat, wieviel Regenwasser die Vollmondtage und wieviel die Neumondtage ergeben. Für den Professor Schleiden war das, was in bezug auf die Mondwirkungen für das Wetter Gustav Theodor Fechner sagte, ein purer Aberglaube. Aber nun trug sich einmal folgendes zu. Die beiden Professoren hatten auch Frauen, und damals war es in Leipzig noch so, daß man für die Wäsche das Regenwasser sammelte; man stellte dazu Fässer auf, in denen man es sammelte. So sammelten natürlich auch die Frau Professor Fechner und ebenso die Frau Professor Schleiden ihr Regenwasser in solchen Fässern. Wenn es mit natürlichen Dingen zugegangen wäre, dann hätte eigentlich die Frau Professor Schleiden sagen müssen: Es ist eine Dummheit, sich darum zu bekümmern, was für einen Einfluß die Mondphasen auf die Menge des Regenwassers haben. - Aber trotzdem es der Herr Professor Schleiden als eine Dummheit bezeichnete, darüber ernste Erwägungen anzustellen, kam die Frau Professor Schleiden in einen furchtbaren Streit mit der Frau Professor Fechner darüber, daß beide Frauen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gleichzeitig an der gleichen Stelle ihre Fässer für das Regenwasser aufstellen wollten. Die Frauen wußten aus ihrer Lebenspraxis heraus, was es mit dem Regenwasser auf sich hat, während die Männer auf ihren Kathedern sich ganz anders gebärdeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Äußeren des Mondes ist es also so, wie ich es geschildert habe. Aber besonders wenn man von der Imagination zur Inspiration kommt, stellt sich einem gleich der Mond mit seinem geistigen Inhalte dar. Dieser geistige Inhalt des Mondes ist nun nicht bloß etwas, was man im abstrakten Sinne meint, sondern es ist eine wirkliche Mondenbevölkerung, und der Mond stellt sich in der geisteswissenschaftlichen Anschauung einem dar als eine Art Festung im Kosmos. Nach außen werden vom Monde nicht nur die Lichtstrahlen der Sonne, sondern die äußeren Wirkungen des Universums überhaupt auf die Erde zurückgestrahit. Aber im Inneren des Mondes ist eine abgeschlossene Welt, eine Welt, die man heute nur erreicht, wenn man in einem gewissen Sinne zum Geistigen aufsteigt. Manches an Andeutungen, die sich in älteren Literaturen über die Beziehungen des Mondes zu anderem Wesenhaften im Kosmos finden, können Sie nachlesen und vergleichen mit dem, was jetzt aus der Anthroposophie heraus über das Wesen des Mondes gesagt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben öfter gehört, wie man, wenn man in der Erdenentwickelung zurückgeht, zu alten Zeiten kommt, wo die Menschen nicht nur jene instinktive Weisheit gehabt haben, von der ich auch heute schon gesprochen habe, sondern wo sie als Lehrer Wesenheiten hatten, die niemals einen physischen Leib annahmen, höhere geistige Wesenheiten und solche Wesenheiten, die nur einen ätherischen Leib annahmen, deren Unterricht in bezug auf die Menschen darin bestand, daß diese Wesen zu den Menschen nicht sprachen, wie wir heute sprechen, sondern daß sie innerlich den Menschen die Weisheit eingaben, gewissermaßen dem ätherischen Leibe einimpften. Die Menschen wußten, daß diese höheren Wesenheiten da sind, geradeso wie wir wissen, daß irgendein physischer Lehrer oder dergleichen da ist, aber sie wußten auch, daß diese Wesen durchaus in einem Geistdasein um die Menschen herum sind. Auf diesen Unterricht höherer geistiger &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|141}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesenheiten führt alles das zurück, was selbst bis in die katholische Kirche hinein anerkannt wird als die Urweisheit der Menschen, jene Urweisheit, die einmal da war, von der selbst die Veden und die hehre Vedantaphilosophie nur schattenhafter Abglanz sind. Jene Urweisheit, die niemals aufgeschrieben ist, war so da, daß sie der Mensch nicht erdachte, sondern daß sie im Menschen erwuchs, denn die Einflüsse der Urlehrer müssen wir uns nicht so vorstellen, daß es ein demonstrierender Unterricht gewesen wäre. Wie wir heute als Kinder die Sprache lernen, nachahmend die älteren Menschen, ohne daß da ein besonderer Unterricht stattfindet, wie wir überhaupt vieles so entwickeln, als wenn es aus unserem Inneren herauswächst, so war in jenen Zeiten ein geheimnisvoller Einfluß der Urlehrer auf diese älteren Menschen vorhanden, nicht ein abstrakter Unterricht, so daß der Mensch sich einfach in einem bestimmten Lebensalter wissend wußte. So wie der Mensch heute in einem bestimmten Lebensalter Zähne bekommt oder geschlechtsreif wird, so ging damals auch das Wissen den Menschen in dieser Weise auf. Mancher Student würde, glaube ich, froh sein, wenn es heute auch noch etwas Derartiges gäbe, daß ihm das Wissen einfach aufginge, ohne daß er sich besonders anzustrengen hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es war ein ganz anderes Wissen als das heutige. Es war ein Wissen, das organische Kraft im Menschen war, das mit der Wachstumskraft und so weiter zusammenhing. Es war also diese Urweisheit von einem ganz andern Charakter, und das, was da geschah mit Bezug auf diese Urweisheit, kann ich nur durch einen Vergleich darstellen. Denken Sie sich, ich gieße in ein Glas erst irgendeine Flüssigkeit, gebe dann ein Salz hinein. Ich löse das Salz auf, so daß ich eine trübliche Flüssigkeit habe, dann mache ich irgend etwas, daß sich das Salz unten als Bodensatz niederschlägt und oben die Lösungsflüssigkeit übrigbleibt, dann ist die Lösungsflüssigkeit oben reinlicher, heller, und unten ist der Bodensatz dichter. Wenn ich nun das, was die Menschen durchwoben hat während der Zeit der alten Urweisheit, schildern will, so ist es so gemischt aus dem geistig ganz Reinen und dem physisch Animalischen. Wenn wir heute denken, so glauben wir, daß diese abstrakten Gedanken so, ohne irgend etwas zu sein in uns, walten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|142}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und weben, und daß wiederum etwas für sich zum Beispiel das Atmen und die Blutzirkulation ist. Aber das war für den Urmenschen in den früheren Erdenzeiten alles eines: er mußte atmen, und sein Blut zirkulierte in ihm, und er wollte in der Blutzirkulation. Dann zog sich das Denken des Menschen mehr nach dem Kopfe herauf und wurde reinlicher, wie in dem Glase die dünner gewordene Flüssigkeit oben, und unten bildete sich sozusagen der Bodensatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war zu der Zeit, als sich die Urlehrer immer mehr und mehr zurückzogen von der Erde, als diese Urweisheit nicht mehr in dieser alten Art gegeben wurde. Und wohin zogen sich diese Urlehrer zurück? Wir finden sie in dieser Mondenfestung wieder! Dadrinnen sind sie und führen ihr weiteres Dasein. Und auf der Erde blieb der Bodensatz zurück, nämlich die jetzige Art der Fortpflanzungskräfte. Diese Fortpflanzungskräfte waren noch nicht in der heutigen Form da, als die Urweisheit auf der Erde vorhanden war, sie sind erst so geworden, gewissermaßen als der Bodensatz. Ich will nicht sagen, daß sie etwas Schlechtes sind, aber es ist in diesem Zusammenhange der Bodensatz. Und das, was oben gewissermaßen die Lösungsflüssigkeit ist, ist heute unsere abstrakte Weisheit. So daß wir da sehen, wie mit der Entwickelung der Menschheit auf der einen Seite das mehr Geistige, im abstrakten Sinne, heraufkommt, und wie auf der andern Seite die gröberen animalischen Dinge als Bodensatz sich ergeben. Auf diese Weise bekommt man nach und nach eine Vorstellung von dem geistigen Inhalt des Mondes. Solch eine Wissenschaft war aber - dazumal hatte sie einen mehr prophetischen Charakter - in dem instinktiven Hell- sehen der Menschen schon vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geradeso wie man vom Monde in dieser Art spricht, indem man, ich möchte sagen, auf seine Bevölkerung, auf sein Geistiges hinweist, so kann man auch vom Saturn sprechen. Lernt man durch geisteswissenschaftliche Anstrengung den Saturn kennen, was sich auch schon der Imagination ein wenig, aber nicht viel, mehr aber der Inspiration und Intuition ergibt, so ergibt sich dadurch, daß man sich immer mehr und mehr so vertieft in das Weltenall, daß man verfolgt den sinnlichen Wahrnehmungsprozeß. Der Mensch erlebt diesen sinnlichen Wahrnehmungsprozeß, er sieht irgendein Ding, fühlt dann an &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|143}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Ding das Rot. Das ist noch etwas ganz anderes, als wenn man durch die angegebenen Methoden, die Sie in meinen Büchern beschrieben finden, aus dem physischen Leibe herauskommt und dann anschauen kann, wie ein äußerer Gegenstand auf den menschlichen physischen Organismus wirkt, wie da, von innen aufsteigend, die Ätherkräfte dasjenige erfassen, was als physischer Vorgang, als physisch-chemischer Vorgang zum Beispiel im Auge beim Wahrnehmungsprozeß sich abspielt. Ich möchte sagen, das gewöhnliche Sich-Exponieren der Welt in der Wahrnehmung, auch in der wissenschaftlichen Beobachtung, es rührt nicht sehr den Menschen. Wenn man aber auf diese Weise aus sich heraustritt und dann sich vor sich hat in seinem ätherischen Leibe, mit dem Astralischen vielleicht noch, und dann nachträglich sieht, wie ein solcher sinnlicher Wahrnehmungs- oder Erkenntnisvorgang zustande gekommen ist, trotzdem man als geistiges Wesen aus seinem Physisch-Sinnlichen herausgetreten ist, dann fühle man einen mächtigen, einen intensiven Vorgang in seiner Geistigkeit. Was man da erlebt, ist ein wirkliches Entrücktsein. Die Welt wird groß. Und was man sonst gewohnt ist, nur im äußeren Umkreis zu sehen, den Tierkreis in seinen äußeren Sternbilderoffenbarungen, das entsteht als etwas, was von innen aufsteigt. Wer da etwa sagen würde: In dem, der so spricht, steigen Reminiszenzen auf-, der kennt den betreffenden Vorgang nicht. Denn das, was da aufsteigt, sind wahrhaftig keine Reminiszenzen, sondern das sind mächtige, von Intuitionen durchzogene Imaginationen, und man beginnt dann das, was man sonst nur von außen gesehen hat, jetzt von innen zu sehen. Man wird als Mensch in die ganzen Geheimnisse des Tierkreises verwoben. Und aus dem Inneren des Universums, wenn man den günstigen Augenblick erfaßt, kann einem dann auch innerlich zum Beispiel das Saturngeheimnis aufleuchten in seinem Vorübergange über die Tierkreisbllder. Das Lesen im Kosmos besteht darin, daß man die Methoden findet, aus den innerlich gesehenen Himmelskörpern in ihrem Vorbeigang an den Tierkreisbildern zu lesen. Das, was einem der einzelne Planet sagt, gibt einem die Vokale der Weltenschrift. Und was sich um die Vokale herumgestaltet, wenn die Planeten vorüberziehen an den Tierkreisbildern, das gibt die Konsonanten, wenn ich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|144}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mich vergleichsweise ausdrücken darf. Man lernt tatsächlich das Wesen des Planetarischen kennen, wenn man so von innen heraus sich eine Anschauung von demjenigen erobert, was man sonst nur in seiner Außenseite schaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Weg, um zum Beispiel den Saturn nach seiner wahren inneren Wesenheit kennenzulernen. Da ergibt sich einem dann: Da ist seine Bevölkerung, sie ist die Gedächtnisbewahrerin unseres Planetensystems. Alles was in unserem Planetensystem seit Urzeiten geschehen ist, bewahren wie in einem mächtigen kosmischen Gedächtnis die Saturngeister. Wer daher studieren will, was der geschichtliche, der große kosmisch-geschichtliche Verlauf unseres Planetensystems ist, darf wahrlich nicht darüber spekulieren, wie es Kant und Laplace gemacht haben, daß da einmal ein Urnebel war, der sich verdichtete und in spiralige Bewegung gekommen ist, von dem dann die Planeten sich abspalteten und die Sonne in der Mitte blieb, um die nun die Planeten kreisen. Ich habe schon öfter darüber gesprochen und gesagt: Es ist schön, wenn man den Kindern das Experiment vormacht, bei welchem man einen in einer Flüssigkeit schwimmenden Öltropfen hat, durch ein Kartenblatt von oben eine Nadel durchsteckt, nun den Öltropfen in eine drehende Bewegung bringt, so daß kleinere Öltropfen sich von ihm loslösen. Es mag sonst gut sein im Leben, wenn man sich vergißt. Aber man darf in einem solchen Falle nicht vergessen, was man im Experiment selbst macht, daß man nämlich selbst erst den Öltropfen in die drehende Bewegung gebracht hat. Und man müßte dementsprechend bei der Kant-Laplaceschen Theorie den Drehenden nicht vergessen, müßte ihn ins Weltenall hinaus- versetzen, sich dort einen großen, mächtigen «Herrn Lehrer» denken, der da die Stecknadel dreht. Dann hätte man wahr und ehrlich gesprochen. So aber, wie die Wissenschaft heute von diesen Dingen spricht, so spricht sie eben nicht ehrlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schilderte Ihnen, wie man dazu kommt, in Wirklichkeit zu sehen, was in den Planeten, was in den Himmelsgebilden überhaupt lebt. Am Saturn muß man studieren, wie das Planetensystem in seinem kosmisch-historischen Werden beschaffen ist. Eine geistige Wissenschaft also kann erst wiederum dasjenige in der menschlichen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|145}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seelenverfassung geben, was dem Menschen wie eine kosmische Erfahrung vorkommen kann. Wir sprechen heute eigentlich nur von irdischen Erfahrungen. Kosmische Erfahrung führt uns hinaus zu einem Miterleben des Kosmos. Und erst wenn wir den Kosmos so miterleben, dann werden wir wiederum einen vergeistigten, spirituellen Instinkt dafür bekommen, was der Jahreslauf ist, in den wir mit unserem organischen und mit unserem sozialen Leben hineinverwoben sind. Wir werden einen Instinkt dafür bekommen, wie doch die Erde in einem ganz andern Verhältnis zum Kosmos steht im Frühling zum Sommer hin, und wiederum in einem andern Verhältnisse steht vom Sommer zum Herbst in den Winter hinein. Dann werden wir einen Sinn bekommen, wie das Leben auf der Erde anders dahinfließt, wenn der Frühling mit seinem Sprießenden und Sprossenden da ist, und wie es anders verläuft, wenn der Herbst mit seinem Ertötenden in der Natur da ist. Wir werden einen Sinn bekommen für den Unterschied des aufwachenden Naturlebens im Frühling von dem schlafenden Naturdasein im Herbst. Dadurch wird der Mensch wiederum reif werden, sich mit seinen Festen, die eine soziale Bedeutung haben können, in den Naturlauf so hineinzustellen, wie ihn die Naturkräfte durch seine physische Organisation hineinstellen in seinen Atmungsablauf und seine Blutzirkulation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir auf das hin, was innerhalb unserer Haut ist, so leben wir da in Atmung und Blutzirkulation. Was wir da sind, das sind wir als physische Menschen, gehören mit dem, was da in uns vorgeht, dem Weltenlauf an. Da leben wir aber nach außen ebenso hineinverwoben in das äußere Naturdasein, wie wir nach innen verwoben sind in unsere Atmung und unsere Blutzirkulation. Und was ist denn der Mensch in Wahrheit in seinem Bewußtsein? Ja, er ist eigentlich ein Regenwurm, aber noch dazu ein solcher Regenwurm, für den es nie regnet. Es ist so schön, wenn man in gewissen Gegenden geht, wo es viel regnet, da kommen dann die Regenwürmer heraus, und man muß sich dann in acht nehmen, was man ja tut, wenn man ein Tier liebt, daß man sie nicht zertritt. Und man denkt sich dann, die armen Kerle müssen immer da unten sein, nur beim Regen kommen sie einmal aus der Erde heraus, und wenn es nicht regnet, dann bleiben sie &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|146}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unten. Aber ein solcher Regenwurm ist der heutige materialistische Mensch, nur einer, für den es nie regnet. Denn wenn wir den Vergleich festhalten wollen, müßte für ihn der Regen in dem Hereinglänzen der geistigen Erkenntnis bestehen, denn sonst wurmt er immer da unten herum, wo es nie Licht wird. Diese Regenwurmnatur muß die Menschheit heute überwinden. Sie muß aus ihr heraus, muß an das Licht, an das Geisteslicht des Tages. Und der Ruf nach dem Michael-Fest ist der Ruf nach dem Geisteslicht des Tages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf das wollte ich Sie hinweisen, bevor ich über die Dinge sprechen kann, die ein Michael-Fest als ein besonders bedeutungsvolles, auch sozial bedeutungsvolles Fest inaugurieren können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|147}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== VIERTER VORTRAG Wien, 1. Oktober 1923 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Betrachtungen, die hier in den letzten Tagen von mir vor Ihnen angestellt worden sind, zielten darauf hin, darauf aufmerksam zu machen, wie der Mensch wiederum aus einem Erdenbürger gewissermaßen ein Bürger des Kosmos werden kann, wie der Horizont seines Lebens sich hinausdehnen kann in die Weltenweiten, und wie dadurch das Leben auch innerhalb der irdischen Sphäre nicht nur eine Bereicherung nach Seiten der Ausdehnung, sondern auch eine Bereicherung nach Seiten der Intensität innerer Impulse erlangen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe das letzte Mal davon gesprochen, wie eine wirkliche Geistesanschauung den Menschen hinführt zu durchschauen, wie die Planeten unseres Planetensystems nicht nur jene physischen Körper sind, von denen die heutige Astronomie spricht, sondern wie sie uns wirklich bewußt werden können als Offenbarungen von geistigen Wesenheiten. Ich habe in dieser Beziehung vom Monde, ich habe vom Saturn gesprochen. Bei der Kürze dieser Betrachtung kann ich nun natürlich nicht auf alle einzelnen Planeten eingehen, das ist auch für unser gegenwärtiges Ziel nicht von Belang. Ich wollte nur darauf hinweisen, wie man die ganze menschliche Seelenverfassung von der Erde in die Weltenräume hinaus erweitern kann. Dadurch aber wird es einem erst möglich, die äußere Welt als zu sich gehörig zu betrachten, ebenso wie man als zu sich gehörig das betrachtet, was innerhalb der menschlichen Haut vor sich geht, wie man also als zu sich gehörig betrachtet seine Atmung, seine Blutzirkulation und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heutige Naturwissenschaft betrachtet ja auch unsere Erde so, als ob diese unsere Erde ein bloßer mineralischer, toter Körper wäre. In der heutigen Zivilisation denkt der Mensch gar nicht daran, daß er mit dem, was er zum Beispiel kosmologisch betrachtet, gar keine Wirklichkeit im Auge hat. Für Wirklichkeitsempfinden ist die heutige Seelenverfassung außerordentlich stumpf. Der Mensch nennt leicht zum Beispiel einen Salzkristall wirklich, er nennt auch eine Rose wirklich, und er unterscheidet diese beiden Wirklichkeiten nicht voneinander. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Aber ein Salzkristall ist eine in sich abgeschlossene Wirklichkeit, die für sich bestehen kann, eine Rose nicht. Eine Rose hat nur eine Existenz, wenn sie am Rosenstock ist. Eine Rose, ich meine die Blüte der Rose, kann nicht für sich da draußen entstehen. Wenn wir also überhaupt die Vorstellung einer Rosenblüte haben, an der wir unsere Freude haben mögen, sofern wir diese Vorstellung äußerlich realisiert haben, dann haben wir ein Abstraktum, auch wenn wir dieses Abstraktum betasten können, wir haben aber keine wahre Wirklichkeit, die hat nur der Rosenstock. Und ebensowenig hat eine wahre Wirklichkeit jene Erde mit ihrem Urgestein, Schiefer- und Kalkgestein und so weiter, von der uns heute die äußere Wissenschaft erzählt, denn diese Erde gibt es gar nicht, sie ist nur erdacht. Und die wirkliche Erde, hat sie nicht aus dem Festen Pflanzen hervorgebracht, hat sie nicht die Tiere, die Menschen hervorgebracht? Das gehört zur Erde, gehört ebenso zur Erde wie der kristallinische Schiefer der Gebirge, und wenn ich nur eine Erde betrachte, die aus Stein besteht, so habe ich keine Erde. Das ist keine Realität, was die äußere Naturwissenschaft auf irgendeinem Gebiete in der Geologie heute betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So handelt es sich eigentlich für unsere ganze letzte Betrachtung darum, nicht nur logisch, sondern wirklichkeitsgemäß vorzugehen. Wir können heute sagen: Die offenbaren Irrtümer der heutigen Bildung genieren uns eigentlich wenig; das leicht Widerlegliche geniert uns wenig. Was am schlimmsten im heutigen Wissen, in der heutigen Erkenntnis ist, das ist das, was sich scheinbar gar nicht widerlegen läßt. - Sehen Sie, es gehört wirklich Geist-Reichtum, exakte Erkenntnis dazu, um alle diejenigen Dinge zu berechnen, die zum Beispiel die heutige geologische Wissenschaft für die Entstehung der Erde berechnet, die Entstehung der Erde vor so und so vielen Millionen Jahren. Allerdings weichen da diese Rechnungen um Kleinigkeiten voneinander ab. Manche Geologen sagen zwanzig Millionen, manche zweihundert Millionen Jahre, aber zwanzig Millionen oder zweihundert Millionen sind heute für die Menschen auch Bagatellen auf andern Gebieten geworden. Trotzdem aber diese Leute so verschiedener Ansicht sind, ist die Rechnungsmethode, die da angewendet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|149}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird, wirklich eine solche, daß man allen Respekt davor haben kanti. Sie ist exakt, sie ist genau. Aber wie ist sie? Sie ist so, wie wenn ich das menschliche Herz untersuchen würde heute, dann in einem Monat wieder. Durch irgendwelche, sagen wir feinere Untersuchungen komme ich darauf, Veränderungen dieses menschlichen Herzens festzustellen, und ich weiß dann, wie sich dieses Herz im Laufe eines Monats verändert hat. Dann beobachte ich wieder, wie es sich nach einem weiteren Monat verändert hat und so weiter. Das heißt, ich wende auf das menschliche Herz dieselbe Methode an, die die Geologen anwenden, um die geologischen Zeiträume nach Millionen von Jahren zu berechnen, da rechnet man ja auch auf Grund der Ablagerungen und so weiter in den Erdschichten, um daraus, wenn man die kleinen Veränderungen in der entsprechenden Weise zusammenhält, Zahlenangaben zu errechnen. Aber wie kann ich es mit meinen Ergebnissen, die ich über die Veränderungen des menschlichen Herzens gewonnen habe, nun machen? Ich kann jetzt die Methode auf die Veränderungen anwenden und ausrechnen, wie dieses menschliche Herz vor dreihundert Jahren ausgeschaut hat und wie es nach dreihundert Jahren ausschauen wird. Die Rechnung kann stimmen. Nur ist dies Herz vor dreihundert Jahren nicht da gewesen und wird nach drei- hundert Jahren auch nicht da sein. So können die geistvollsten, exakten Rechnungsmethoden dazu führen, daß man heute in der geologischen Wissenschaft Angaben darüber macht, wie die Erde vor drei Millionen Jahren ausgeschaut habe, wo es noch kein Silur gegeben habe und so weiter. Die Rechnung kann durchaus stimmen, aber die Erde war noch nicht da. Und ebenso kann heute ausgerechnet werden - das tun die Physiker -, wie nach zwanzig Millionen Jahren die verschiedenen Substanzen ganz anders sein werden. In dieser Beziehung haben die amerikanischen Forscher außerordentlich interessante Forschungen und Darstellungen gegeben, zum Beispiel wie dann Eiweiß aussehen würde; nur wird die Erde als physischer Weltenkörper dann nicht mehr da sein! Logische Methoden also, Exaktheit sind eigentlich gerade das Gefährliche, denn sie lassen sich nicht widerlegen. Es läßt sich nicht widerlegen, wenn man ausrechnen würde, wie das Herz vor dreihundert Jahren ausgeschaut hat, wenn die Methode &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
richtig ist, oder wie die Erde vor zwanzig Millionen Jahren ausgeschaut hat, es läßt sich auch nichts damit tun, wenn man sich um diese Widerlegungen bemühte, sondern wir müssen ein wirklichkeitsgemäßes Denken, eine wirklichkeitsgemäße Weltanschauung erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine solche allseitige Erfassung der Wirklichkeit kommt es gerade bei der Geisteswissenschaft auf allen Gebieten an. Und durch solche Methoden, wie ich sie gestern dargestellt habe, durch solche verinnerlichten Methoden, durch die man, wie ich gestern zeigte, die Mond- und die Saturnbevölkerung kennenlernt, lernt man nun auch nicht nur das Verhältnis der Erde zu ihren eigenen Wesen, sondern das Verhältnis jedes Wesens des Weltenalls zu dem Wesen des Kosmos kennen. Überall in der Welt ist im Materiellen, das nur der äußere Ausdruck für das Geistige ist, das Geistige enthalten. Imagination, Inspiration und Intuition finden überall in dem Sinnlichen, in dem Physischen das Geistige, aber sie finden dieses Geistige nicht bloß so, daß man es, sagen wir, in scharfen Konturen erfassen kann, sondern sie finden das Geistige in einer unaufhörlichen Beweglichkeit, in einem unaufhörlichen Leben. Und geradeso wie das, was die Geologie als die Gesteine uns liefert, keine Wirklichkeit hat, sondern die Erde zunächst auch in ihrem Hervorbringen von Pflanzen, Tieren und physischen Menschen gesucht werden muß, so muß die Erde, wenn sie in ihrer Gesamtwirklichkeit erfaßt werden soll, auch erfaßt werden als die äußere physische Ausgestaltung des Geistigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man lernt zunächst durch die Imagination kennen, wie das Erden- geistige sich dennoch in einer gewissen Beziehung unterscheidet von dem, wenn ich mich so ausdrücken darf, Menschengeistigen. Tritt ein Mensch vor mich hin, so sind allerdings viele, mannigfaltige Äußerungen seines Wesens vor meiner Anschauung. Ich sehe, wie er geht, ich höre, wie er spricht, ich sehe seine Physiognomie, ich sehe die Gesten seiner Arme und Hände. Das alles aber leitet mich an, nach einem einheitlichen Seelisch-Geistigen, das in ihm die Herrschaft hat, zu suchen. Geradeso wie hier schon der Instinkt nach einem einheitlichen Seelisch-Geistigen in dem abgeschlossenen Menschenwesen suchen muß, so findet die imaginative Erkenntnis, wenn sie die Erde betrachtet, nun nicht ein einheitliches Erdengeistiges, sondern sie findet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
gerade das Erdengeistige als eine Vielheit, als eine Mannigfaltigkeit. Man sollte daher nicht aus Analogie vom Geistigen des Menschenwesens schließen auf einen einheitlichen Erdengeist, denn die wirkliche Anschauung gibt eine Mannigfaltigkeit von Erdengeistigkeit, sozusagen von geistigen Wesenheiten, die in den Reichen der Natur der Erde leben. Aber diese geistigen Wesenheiten machen ein Leben durch, sind in einem Werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun schauen wir uns einmal an, was diese Imagination, die durch die Inspiration unterstützt wird, im Laufe eines Jahres an Erden- werden wahrnimmt. Lenken wir zuerst den Seelenblick auf den Winter. Die Erde bedeckt sich äußerlich mit Frost und Schnee, die Keime sozusagen der Erdenwesen, der Pflanzen, sind zurückgenommen in die Erde. Gerade das, was keimend mit der Erde zusammenhängt - von der Tier- und Menschenwelt können wir dabei absehen -, zieht die Erde in ihr Inneres zurück. Wir lernen zu dem sprießenden, sprossenden Leben des Frühlings und des Sommers im Winter das ersterbende Leben kennen. Aber was bedeutet in geistiger Beziehung dieses ersterbende Leben des Winters? Es bedeutet, daß jene geistigen Wesenheiten, die wir als elementarische geistige Wesenheiten bezeichnen können, die das eigentlich Belebende namentlich in den Pflanzen sind, sich in die Erde selber zurückziehen, mit der Erde inniglich verbunden sind. Das ist im Winter der imaginative Anblick der Erde, daß die Erde gewissermaßen ihre geistigen Elementarwesen in ihren Körper aufnimmt, sie in ihrem Körper birgt. Die Erde ist im Winter am geistigsten, das heißt am meisten durchdrungen von ihren elementarischen Geistwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei demjenigen, der dieses anschaut, geht wie alle übersinnliche Anschauung auch diese in die Empfindung, in das Gefühl über. Er schaut während des Winters auf die Erde empfindend hin und sagt sich: Da, wo die Schneedecke liegt, wird aber der Erdenkörper so zugedeckt, daß in diesem Erdenkörper die elementargeistigen Wesen des Erdendaseins selber wohnen. Kommt der Frühling, dann verwandelt sich die Verwandtschaft dieser elementargeistigen Wesen mit der Erde in die Verwandtschaft mit der kosmischen Umgebung. Was während des Winters in diesen Wesen eine tiefe Verwandtschaft abgegeben &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|152}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat mit der Erde selber, wird während des Frühlings mit der kosmischen Umgebung verwandt, die Elementarwesen streben aus der Erde heraus. Und der Frühling besteht eigentlich darin, daß die Erde ihre Elementarwesen in Hingabe an das Weltenall entströmen läßt. Diese Elementarwesen brauchen im Winter das Ruhen im Schoße der Erde, sie brauchen im Frühling das Ausströmen durch die Luft, durch die Atmosphäre, das Bestimmtwerden durch die geistigen Kräfte des Planetensystems, die geistigen Kräfte von Merkur, Mars, Jupiter und so weiter. Alles das, was vom Planetensystem auf die Erdengeister wirken kann, das wirkt im Winter nicht, es beginnt zu wirken im Frühling. Und es ist wirklich so, daß wir hier einen kosmischen Vorgang beobachten können, der mehr geistig ist im Verhältnis zu einem Vorgang im Menschen, der mehr materiell ist: dem Atmungsvorgang im Menschen. Wir atmen die äußere Luft ein, bergen sie in unserem eigenen Leibe, wir atmen sie wieder aus; wir atmen ein, wir atmen aus. Einatmen, ausatmen ist ein Bestandteil des menschlichen Lebens. Die Erde hat ihre ganze Geistigkeit im Winter eingeatmet, beginnt, wenn der Frühling kommt, ihre Geistigkeit wieder in den Kosmos hinauszuatmen. Und der Mensch empfand das in sehr alten Zeiten der Menschheitsentwickelung, als noch eine Art instinktives Hellsehen vorhanden war. Er empfand daher das An- gemessene des Erdendaseins zur Wintersonnenwende in dem Weihnachtsfest. Da wo die Erde am geistigsten ist, da durfte sie ihm das Geheimnis des Weihnachtsfestes bergen. Der Erlöser konnte sich nur mit einer Erde verbinden, die ihre ganze Geistigkeit in ihren Schoß aufgenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber für das Fest, für welches die Empfindung aufleben sollte, daß der Mensch nicht nur der Erde angehört, sondern daß er dem ganzen Weltenall angehört, und daß er als Erdenbürger mit seiner Seele am Weltenall erwachen kann, für dieses Auferstehungsfest konnte nur diejenige Zeit in Anspruch genommen werden, welche alles Erdengeistige in den Kosmos hinausführt. Daher sehen wir das Weihnachtsfest verbunden mit Erdentatsachen, mit der Winterfinsternis der Erde, mit dem - in einem gewissen Sinne - Schlafen der Erde. Das Osterfest dagegen sehen wir so in den Jahreslauf eingezeichnet, daß wir es nicht &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|153}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Erdenangelegenheiten bestimmen, daß wir es bestimmen nach kosmischen Angelegenheiten. Der erste Sonntag nach Frühlingsvollmond ist bestimmend für das Osterfest. Also die Sterne mußten den Menschen in früheren Zeiten sagen, wann das Osterfest sein soll, weil da die ganze Erde sich öffnet dem Kosmos. Da mußte die Schrift des Kosmos zu Hilfe genommen werden, da mußte der Mensch gewahr werden, daß er nicht nur ein Erdenwesen ist, daß er im FrühIingsosterfest sich selber öffnen muß den kosmischen Weiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es tut einem wirklich in der Seele weh, wenn diese großartigen Gedanken einer durchlebten Zeit der Menschheit, die in bezug auf solche Gedanken noch größer war als die heutige, nun heute so diskutiert werden, wie wir es schon seit zwanzig, fünfundzwanzig Jahren gewohnt sind, daß allerlei Leute, die es glauben gut zu meinen mit der Menschheit, sich darüber unterhalten, wie man doch das Osterfest nicht so beweglich halten sollte; wenigstens sollte man es auf den ersten Sonntag im April festsetzen, also äußerlich, ganz abstrakt. Ich habe Diskussionen anhören müssen, wo man darauf aufmerksam machte, wie das in den Bilanzbüchern der Kaufleute Unordnung mache, daß das Osterfest so beweglich ist, und wie es viel regelmäßiger mit den Geschäften abgehen würde, wenn das Osterfest streng geregelt wäre. Es tut einem, wie gesagt, in der Seele weh, wenn man sieht, wie weltenfremd diese Zivilisation geworden ist, die sich praktisch dünkt, denn ein solcher Vorschlag ist das Unpraktischste, was sich denken läßt; unpraktisch, weil diese Zivilisation zwar für den Tag Praxis begründen kann, nie aber für das Jahrhundert. Für das Jahrhundert kann nur dasjenige Praxis begründen, was im Einklange mit dem Weltenall ist. Da muß aber der Jahreslauf den Menschen immer hinweisen können auf das innere Leben mit dem ganzen Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gehen wir vom Frühling nach dem Sommer zu, so verliert die Erde immer mehr und mehr ihre Geistigkeit im Inneren. Diese Geistigkeit, die Elementarwesen, gehen vom Irdischen in das Außer- irdische, kommen ganz unter den Einfluß der kosmischen, planetarischen Welt. Das war einstmals die ungeheuer tiefe Kulthandlung, die innerhalb gewisser Mysterienstätten in derjenigen Zeit entfaltet wurde, in der wir heute das Johannifest im Hochsommer ansetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Johannifest im Hochsommer war einstmals diejenige Zeit, wo die Eingeweihten, die Mysterienpriester derjenigen Stätten, wo Johannifeste in ihrer ursprünglichen Bedeutung abgehalten wurden, tief durchdrungen waren davon: Was du in der tiefen Winterzeit, bei Wintersonnenwende, suchen mußtest, indem du durch die geistig durchsichtig werdende Schneedecke in das Innere der Erde schautest, das findest du jetzt, indem du den Seelenblick hinausrichtest. Und die Elementarwesen, die während der Winterzeit innerhalb der Erde von dem Erdengründigen bestimmt waren, sind jetzt bestimmt von den Planeten. Du lernst von den Wesen, die du im Winter in der Erde suchen mußtest, während der Hochsommerzeit ihre Erlebnisse mit den Planeten kennen. - Und so wie sonst der Mensch unbewußt seinen Atmungsvorgang als etwas erlebt, was zu seinem Dasein innerlich gehört, so erlebte der Mensch einstmals sein Dasein hinzugehörig zu dem Jahreslaufe - im Geistigen, das zur Erde gehört. Er suchte die ihm verwandten Elementarwesen der Natur während des Winters in den Erdentiefen; er suchte sie während der Hochsommerzeit in Wolkenhöhen. Er fand sie in den Tiefen der Erde innerlich durchwoben und durchlebt von den eigenen Erdenkräften in Verbindung mit dem, was die Mondenkräfte in der Erde zurückgelassen haben; er fand sie während der Hochsommerzeit hingegeben an die Weiten des Weltenalls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn die Hochsommerzeit sich neigt, dann beginnt auch wieder die Erde einzuatmen ihr Geistiges, so daß von der Johannizeit abwärts, wenn die Erde ihr Geistiges einatmet, sich wiederum diejenige Zeit vorbereitet, wo die Erde ihr Geistiges in sich tragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist heute wenig geneigt, auf dieses Einatmen und Aus- atmen der Erde hinzuschauen. Die menschliche Atmung ist mehr ein physischer Vorgang, die Erdenatmung ist ein geistiger Vorgang, ist ein Hinausschreiten der elementarischen Wesenheiten der Erde in Weltenräume und ein Eingesenktwerden dieser Wesenheiten in die Erde. Aber wirklich, geradeso wie der Mensch das, was in seiner Blutzirkulation vorgeht, in seiner inneren Lebenshaltung miterlebt, so erlebt er eigentlich als vollmenschliches Wesen den Jahreslauf mit. Wie das Kreisen des Blutes innerlich wesentlich ist für sein Dasein, so ist - in einem weiteren Sinne - für das Menschendasein wesentlich &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|155}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieses Kreisen der elementarischen Wesenheiten von der Erde hinauf zum Himmel und wieder zur Erde zurück. Und nur die Grobheit der Empfindung läßt den Menschen heute nicht mehr ahnen, was da eigentlich in ihm selber abhängt von diesem äußeren Gang im Jahre. Aber indem der Mensch im Laufe der Zeit sich wird bemühen müssen, die Vorstellungen aufzunehmen, welche Geisteswissenschaft, über- sinnliche Erkenntnis ihm liefert, indem er jene innere Aktivität wird entwickeln müssen, die er braucht, um dasjenige wirklich sich innerlich-seelisch gegenwärtig zu machen, was als geisteswissenschaftliche Resultate ihm anvertraut wird, wird ein solches Erfassen dieser geisteswissenschaftlichen Resultate auch seine Empfindungsfähigkeit feiner machen. Dies ist es eigentlich, was Sie alle sollten erwarten von der Vertiefung in jene Übersinnliche Erkenntnis, welche die Anthroposophie meint. Wenn Sie ein anthroposophisches Buch lesen, meinetwillen sogar wenn Sie einen Zyklus lesen, und Sie lesen ihn so, daß Ihr Lesen gleicht dem Lesen eines andern Buches, daß Ihr Lesen so abstrakt vor sich geht wie das Lesen eines andern Buches, dann haben Sie eigentlich gar nicht nötig, anthroposophische Literatur zu lesen. Da rate ich lieber, lesen Sie Kochbücher oder technische Lehrbücher oder dergleichen, denn das ist dann nützlicher, oder eine Anleitung, wie man am besten Geschäfte macht. Anthroposophische Bücher lesen oder anthroposophische Vorträge anhören, hat nur dann einen Sinn, wenn man gewahr wird, daß man, um diese Resultate aufzunehmen, sich ganz anders stimmen muß als für andere Resultate. Das geht schon daraus hervor, daß diejenigen Menschen, die heute sich eigentlich für die besonders Klugen halten, diese anthroposophische Literatur doch für einen Wahnsinn halten. Ja, sie müssen doch auch Gründe dafür haben, daß sie sie für einen Wahnsinn halten. Die Gründe sind diese, daß sie sagen: Alles andere sagt anderes, alles andere stellt uns die Welt anders dar. Wir können uns doch nicht darauf einlassen, daß da diese Anthroposophen kommen und die Welt ganz anders darstellen! - Ja, anders ist es eben, was als anthroposophische Resultate in die Welt tritt, als das, was einem heute sonst erzählt wird. Ich muß schon sagen: Die Politik, die manchmal befolgt wird von manchen unserer Freunde, Anthroposophie dadurch schön &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
machen zu wollen vor der Welt, daß man eigentlich die Sache so hin- stellt, als ob es gar keine Widersprüche gäbe mit den trivialen Meinungen der andern: diese Bestrebungen kann man eigentlich nicht richtig finden, obwohl man sie immer wieder antrifft. Man braucht eine andere Einstellung, eine ganz andere Orientierung der Seele, wenn man das nun wirklich plausibel, faßbar, begreiflich, gescheit und nicht für wahnsinnig halten will, was Anthroposophie sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man aber diese andere Orientierung bekommt, dann wird nach einiger Zeit nicht nur der menschliche Intellekt dadurch eine Schulung durchmachen, sondern es wird das menschliche Gemüt eben eine Schulung durchmachen; es wird feiner empfindlich werden, dieses Gemüt. Und das Gemüt wird nicht nur den Winter so fühlen, daß man sich da den Winterrock anzieht, wenn es kalt wird, und es wird den Sommer nicht nur so fühlen, daß man eine Anzahl Kleider ablegt, wenn es wieder warm wird, sondern man wird im Laufe des Jahres jene feinen Übergänge vorgehen fühlen von dem frostigen Schnee im Winter zur schwülen Hochsommerzeit im Erdendasein. Und man wird lernen, den Gang des Jahres wirklich so zu empfinden, wie wir empfinden die Äußerungen eines lebendigen, beseelten Wesens. Ja man kann durch richtiges Anthroposophiestudieren das Gemüt so weit bringen, daß einem der Jahreslauf so sprechend wirklich wird, daß man sich den Äußerungen dieses Jahreslaufes gegenüber fühlt wie den Zusprüchen oder den Absprüchen einer Freundesseele. Wie man aus den Worten der Freundesseele, aus dem ganzen Gebaren der Freundesseele empfinden kann den warmen Pulsschlag des beseelten Wesens, der einen wahrhaftig anders anspricht als irgend etwas Lebloses, Unbeseeltes, so wird die erst stumme Natur wie beseelt für den Menschen zu sprechen beginnen können. Der Mensch wird Seele, im Werden verlaufende Seele im Jahreslaufe empfinden lernen, wird hinhorchen lernen auf das, was das Jahr zu sagen hat, wie auf das große lebendige Wesen, während er es sonst in seinem Leben mit kleinen lebendigen Wesen zu tun hat, er wird lernen sich in den ganzen beseelten Kosmos hineinzustellen. Wenn aber dann der Sommer übergeht in den Herbst und der Winter sich naht, dann wird ihm gerade dadurch ein Besonderes aus der Natur heraus sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Wer diejenige feine Empfindung gegenüber der Natur, die ich charakterisieren wollte, nach und nach sich aneignet - und der Anthroposoph wird nach einiger Zeit bemerken, daß dies das Gefühlsresultat, das Gemütsresultat seines anthroposophischen Strebens sein kann -, wird unterscheiden lernen: Naturbewußtsein, das da entsteht während der Frühlings- und Sommerzeit, Und eigentliches Selbstbewußtsein, das da sich wohlfühlt während der Herbstes- und Winterzeit. Naturbewußtsein: die Erde entwickelt, wenn der Frühling kommt, ihr sprießendes, sprossendes Leben. Und wer die richtige Empfindung gegenüber diesem sprießenden, sprossenden Leben hat, wer sprechen läßt in sich, was da eigentlich während des Frühlings vorhanden ist - man braucht es nicht bewußt zu haben, es spricht auch im Unterbewußtsein zum vollen menschlichen Leben -, wer das alles hat, der sagt nicht bloß: Die Blume blüht, die Pflanze keimt -, sondern der fühlt wahrhaftig ein Hingegebensein an die Natur, so daß er sagen kann: Mein Ich blüht in der Blume, mein Ich keimt in der Pflanze. - Dadurch erst entsteht Naturbewußtsein, daß man mit- machen lernt dasjenige, was im sprießenden, sprossenden Leben sich entwickelt, sich entfaltet. Mit der Pflanze keimen können, mit der Pflanze blühen können, mit der Pflanze fruchten können: das ist das, was Herausgehen des Menschen aus seinem Inneren bedeutet, was Aufgehen in der äußeren Natur bedeutet. Geistigkeit entwickeln, bedeutet wahrhaftig nicht, sich verabstrahieren. Geistigkeit entwickeln bedeutet, dem Geist in seinem Weben und Werden nachfolgen können. Und wenn so der Mensch, indem er mit der Blüte blüht, mit dem Keime keimt, mit der Frucht fruchtet, selber in seiner feinen Naturempfindung die Frühlings- und Sommerzeit hindurch dieses Natur- empfinden entwickelt, so bereitet er sich dadurch vor, gerade in der Hochsommerzeit hingegeben an das Weltenall, an den Sternenhimmel zu leben. Dann wird jedes Leuchtkäferchen etwas wie eine geheimnisvolle Offenbarung des Kosmischen; dann wird, ich möchte sagen jeder Hauch in der Atmosphäre zur Hochsommerzeit eine Ankündigung vom Kosmischen innerhalb des Irdischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber, wenn die Erde wieder einatmet, und wenn man gelernt hat, mit der Natur zu empfinden, mit den Blumen zu blühen, mit den &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Keimen zu keimen, mit den Früchten zu fruchten, dann kann man allerdings nicht anders, weil man gelernt hat, mit seinem eigenen Wesen in der Natur zu sein, als nun auch das Herbsten und das Wintern mitzuerleben. Wer gelernt hat, mit der Natur zu leben, der bringt es auch dahin, mit der Natur zu sterben. Wer gelernt hat, im Frühling mit der Natur zu leben, der lernt auch, im Herbst mit der Natur zu sterben. Und so ist es, daß man auf eine andere Weise wieder hineinkommt in jene Empfindungen, die einmal den Mithraspriester so innerlich durchseelten, wie ich es in diesen Tagen beschrieben habe. Der Mithraspriester empfand in seinem eigenen Leibe den Jahreslauf. Das ist nicht mehr der gegenwärtigen Menschheit angemessen. Aber das muß immer mehr und mehr der Menschheit der nächsten Zukunft angemessen werden, und die Anthroposophen sollen Pioniere dieses Erlebens sein, den Jahreslauf mitzuerleben, mit dem Frühling leben zu können, mit dem Herbst sterben zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Mensch darf nicht sterben. Der Mensch darf sich nicht überwältigen lassen. Er kann mit der sprießenden, sprossenden Natur mitleben, er kann an ihr das Naturbewußtsein entwickeln. Aber wenn er das Sterben mit der Natur miterlebt, dann ist dieses Miterleben die Aufforderung, in seinem Inneren die eigenen Schaffenskräfte seines Wesens diesem Sterben entgegenzustellen. Dann sprießt und sproßt das Geistig-Seelische, das eigentliche Selbstbewußtsein in ihm auf, und er wird im innerlichen Erleben, wenn er das Sterben der Natur im Herbste und Winter mitmacht, der Auferwecker seines eigenen Selbstbewußtseins im höchsten Grade. Und so wird der Mensch, so metamorphosiert er sich selber im Jahreslaufe, indem er erlebt: Naturbewußtsein - Selbstbewußtsein. Da muß dann, wenn das Sterben der Natur mitgemacht wird, die innere Lebenskraft erwachen. Wenn die Natur ihre Elementarwesen hineinnimmt in ihren Schoß, muß die innere Menschenkraft zum Erwachen des Selbstbewußtseins werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael-Kräfte - jetzt spürt man sie wieder! Aus ganz andern Voraussetzungen ist das Bild des Streites Michaels mit dem Drachen in alten instinktiven Hellseherzeiten entstanden. Jetzt aber, indem wir in aller Lebendigkeit begreifen: Naturbewußtsein - Selbstbewußtsein, Frühlings-, Sommer-, Herbst-, Winterzeit, stellt sich mit dem Ende &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
des September wieder dieselbe Kraft vor den Menschen hin, die ihm vergegenwärtigt, was eben, wenn man das Sterben der Natur mitmacht, aus diesem Grabe als siegende Kraft sich entwickeln soll, welche im Inneren des Menschen zur Hellheit das wahre, das starke Selbstbewußtsein entfacht. Jetzt ist wieder der über den Drachen siegende Michael da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So muß einfach anthroposophisches Wissen, anthroposophische Erkenntnis als Kraft in das menschliche Gemüt einfließen. Und der Weg geht von unseren trockenen, abstrakten, aber exakten Vorstellungen dahin, wo die ins Gemüt aufgenommene lebendige Erkenntnis uns wiederum hinstellt vor etwas, was so lebensvoll ist wie in alten Zeiten das herrliche Bild des Michael, der den Drachen bekämpft. Anderes als abstrakte Begriffe steht damit wiederum in der Weltanschauung vor unseren Seelen. Glauben Sie nicht, daß solches Erleben ohne Folgen für das Gesamtdasein des Menschen auf der Erde ist. Wie der Mensch sich in das Unsterblichkeitsbewußtsein, wie er sich in das Bewußtsein des vorirdischen Daseins einlebt, das habe ich oftmals im Laufe der Jahre in den anthroposophischen Zusammenkünften auch hier in Wien dargestellt. Ich wollte Ihnen gerade bei diesem Zusammensein darstellen, wie der Mensch aus der geistigen Welt - aber jetzt in völlig konkretem Sinne - in sein Gemüt herein die geistige Kraft bekommen kann. Es genügt wahrlich nicht, daß man im allgemeinen in pantheistischer oder sonstiger Weise davon spricht, dem Äußeren liege auch ein Geist zugrunde. Das wäre geradeso abstrakt, wie wenn man sich damit begnügen möchte, zu sagen: Ein Mensch hat eben Geist. - Was bedeutet das, nur sagen zu können: Ein Mensch hat Geist? - Geist hat für uns erst eine Bedeutung, wenn der Geist zu uns in konkreten Einzelheiten spricht, wenn er sich uns in konkreten Einzelheiten in jedem Augenblicke offenbart, wenn er uns Trost, Erhebung, Freude geben kann. Der pantheistische Geist in den philosophischen Spekulationen hat gar keine Bedeutung. Der lebendige Geist, der in der Natur zu uns spricht, wie die Menschenseele in einem Menschen zu uns spricht, er ist es erst, der belebend und erhebend in das menschliche Gemüt einziehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber wird dieses menschliche Gemüt aus einer solchen, im&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemüte verwandelten Erkenntnis auch für das Erdendasein jene Kräfte gewinnen, welche die Menschheit gerade für das soziale Leben braucht. Die Menschheit hat sich durch drei bis vier Jahrhunderte angewöhnt, alles Naturdasein und auch das Menschendasein nur mit intellektuellen, abstrakten Vorstellungen anzuschauen. Und jetzt, wo die Menschheit vor die großen Probleme des sozialen Chaos gestellt wird, möchte man mit diesem Intellektualismus auch die sozialen Probleme lösen. Niemals aber werden die Menschen damit etwas anderes als Schimären erzeugen. Um auf dem sozialen Gebiete mitreden zu können, dazu gehört ein volles Menschenherz. Aber das kann nicht da sein, wenn der Mensch nicht seine Beziehung zum Kosmos und namentlich zum geistigen Inhalt des Kosmos findet. In dem Augenblick wird die Morgendämmerung auch für ein notwendiges Lösen der augenblicklichen sozialen Fragen da sein, in dem die menschlichen Gemüter Geistbewußtsein in sich aufnehmen werden, jenes Geistbewußtsein, das sich zusammensetzt aus der Abwandlung von Naturbewußtsein: Frühling-Sommerbewußtsein, zum Selbstbewußtsein: Herbst-Winterbewußtsein. Im tiefen Sinne hängt dadurch zum Beispiel nicht der Verstandesinhalt des sozialen Problems, sondern die Kraft, die das soziale Problem braucht, davon ab, daß eine genügend große Anzahl von Menschen solche geistigen Impulse in das Innere aufnehmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles aber ist notwendig, sich vor das menschliche Gemüt zu führen, wenn man daran denkt, daß zu den drei Festen, die abgeschattet sind in Weihnachtsfest, Osterfest, Johannifest, hinzugefügt werden soll das Herbstesfest, das Michael-Fest. Schön, ungeheuer schön wäre es, wenn dieses Michael-Fest Ende September mit aller menschlichen Herzenskraft gefeiert werden könnte. Aber es darf nicht so gefeiert werden, daß man diese oder jene Veranstaltungen macht, die als abstrakte Gemütsempfindungen verlaufen, sondern zu einem Michael-Fest gehören Menschen, die alles das in ihren Seelen voll erfühlen, was im Inneren des Menschen das Geistbewußtsein rege machen kann. Denn wie steht das Osterfest da unter den Festen des Jahres? Ein Auferstehungsfest ist es. Es erinnert uns an jene Auferstehung, die durch das Herabkommen des Sonnengeistes Christus in &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|161}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einen menschlichen Leib sich im Mysterium von Golgatha vollzogen hat. Erst der Tod, dann die Auferstehung für die äußere Anschauung des Mysteriums von Golgatha. Wer das Mysterium von Golgatha in diesem Sinne versteht, der schaut in diesem Erlösungsweg Tod und Auferstehung an. Und er spricht dann vielleicht in seiner Seele: Ich muß mich mit dem Christus, welcher der Sieger ist über den Tod, verbünden in meinem Gemüte, um im Tode die Auferstehung zu finden. - Aber das Christentum ist nicht abgeschlossen mit den Traditionen, die sich an das Mysterium von Golgatha knüpfen, es muß weitergehen. Das menschliche Gemüt verinnerlicht sich im Laufe der Zeit, und der Mensch braucht zu diesem Feste, das ihm vor Augen stellt Tod und Auferstehung des Christus, jenes andere Fest, durch das dem Menschen in verinnerlichter Weise der Jahreslauf erscheint, so daß er zuerst im Jahreslaufe die Auferstehung der Seele finden kann, erst die Seele zur Auferstehung bringen muß, damit sie in würdiger Weise durch die Todespforte gehen kann. Osterfest: erst Tod, dann Auferstehung; Michael-Fest: erst Auferstehung der Seele, dann Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wird das Michael-Fest zu einem umgekehrten Osterfest. Im Osterfest feiert der Mensch die Auferstehung des Christus vom Tode. Im Michael-Fest muß der Mensch mit aller Intensität der Seele fühlen: Wenn ich nicht wie ein Halbtoter schlafen will, so daß ich mein Selbstbewußtsein abgedämpft finde zwischen Tod und neuer Geburt, sondern in voller Klarheit durch die Todespforte durchgehen will, muß ich, um das zu können, durch innere Kräfte meine Seele auferwecken vor dem Tode. - Erst Auferweckung der Seele, dann Tod, damit im Tode dann jene Auferstehung, die der Mensch in seinem Inneren selber feiert, begangen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mögen diese Vorträge ein wenig dazu beigetragen haben, sozusagen die Brücke zu schlagen zwischen den bloßen Verstandeserkenntnissen der Anthroposophie und demjenigen, was Anthroposophie sein kann den menschlichen Gemütern. Dann werde ich sehr froh sein und in der Zukunft lieb zurückdenken können gerade an das, was wir in diesen Vorträgen besprechen konnten, in diesen Vorträgen, die ich wahrhaftig nicht zu Ihrem Verstande, die ich zu Ihrem Gemüte sprechen wollte, und durch die ich auf eine Art, wie man es &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|162}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heute nicht gewohnt ist, hinweisen wollte auch auf die sozialen Anregungen, welche die Menschheit heute sogar sehr nötig hat. Stimmung für soziale Impulse werden wir eigentlich erst durch eine solche innerliche Vertiefung des Gemütes in die Menschheit hereinbekommen. Das ist es, was mir jetzt besonders stark vor die Seele tritt, wo ich diese Vorträge, die ich wirklich vor Ihnen hier, vor den lieben Österreichern, aus einem inneren Herzensbedürfnis heraus gehalten habe, abschließen muß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|163}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= HINWEISE =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textgrundlagen: Die Vorträge wurden stenographisch aufgenommen und von den Stenographen in Klartext übertragen. Dieser Übertragung licgt der gcdruckte Text zugrunde. Die Vorträge «Der Jahreskreislauf» wurden von der Betufsstcnographin Helene Finckh mitgeschrieben, die seit 1917 regelmälsig die Vorträge im Auftrag Rudolf Steiners aufnahm. Die Vorträge «Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt» wurden von Walter Vegelahn mitgeschrieben, einem tüchtigen Laienstenographen, der vor allem in Berlin in den Jahren vor dem ersten Weltkn`eg eine große Zahl von Vorträgen aufnahm und dessen Texte im allgemeinen zuverläßig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werke Rudolf Sleiners innerhalb der Gesamtausgabc (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Seite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25 die Paulusworte: 1. Kor. 15, 14.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29 Chtonische Mysterien: Die Mysterien der Erdentiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50 Dreigliederungsimpuls im sozialen Leben: Vgl. Rudolf Steiner «Aufsätze über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915-1921», GA Bibl.-Nr. 24.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52 das Salzige, das Merkurialische, das Phosphorartige: z. B. bei Jakob Böhme. Siehe Rudolf Steiner «Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens . . .», GA Bibl.Nr. 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61 «Ich singe, wie der Vogel singt»: Goethe in «Der Sänger».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63 es «grunelt»: In «Faust» Il, 2. Akt, Felsbuchten des Ägäischen Meeres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72 was ich . . . um die letzte Weihnachtszeit . . . ausführen konnte: Siehe «Die geistige Kommunion der Menschheit» in «Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt - Die geistige Kommunion der Menschheit», GA Bibl.-Nr. 219.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77 Sprüche der sieben Weisen: Diese waren im delphischen Heiligtum eingeschrieben. Vgl. dazu O. Willmann «Geschichte des ldealismus», Bd. I, S. 245 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81 das norwegische Olaf Lied: Siehe «Welten-Neujahr. Das Traumlicd vom Olaf Ästeson», Dornach 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86 «Dieses tut zu meinem Angedenken»: Lukas 22, 19; 1. Kor. 11, 24 und 25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
89 Zu den Vorträgen «Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt»: Rudolf Steiner hielt diese Vorträge für die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft in Österreich anläßlich einer Versammlung in Wien zur Begründung der österreichischen Landesgesellschaft, die am 1. Oktober vollzogen werden konnte. Nach seiner &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|164}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückkehr aus Wien berichtete er in Dornach am 5. Oktober über alle Veranstaltungen und erwähnt den Vortragszyklus «Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt» folgendermaßen: «Die Wiener Tagung, die eben abgelaufen ist, von der ich komme, ist in einer ganz befriedigenden Weise verlaufen. Es hat sich darum gehandelt, daß zwei öffentliche Vorträge gehalten worden sind am 26. und 29. September, die recht gut besucht waren: Der erste Vortrag über Anthroposophie als Zeitforderung, der zweite Vortrag über die moralisch-religiöse Bedeutung der Anthroposophie. Dann war ich in der Lage, vier Zweigvorträge im Rahmen dieser Tagung zu halten, in denen ich namentlich die Beziehung der Anthroposophie zum menschlichen Gemüte behandelt habe, wobei einiges von dem eingeflossen ist, was hier schon von den verschiedensten Gesichtspunkten aus erörtert worden ist: von der Bedeutung und der möglichen Erneuerung des Michaelifestes.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
125 gestern im öffentlichen Vortrage: «Die Anthroposophie und die ethisch-religiöse Lebenshaltung des Menschen», in «Was wollte das Goetheanum und was soll die Anthroposophie?». GA Bibl.-Nr. 84.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
127 Dr. Ludwig Staudenmaier, geb. 1865. «Die Magie als experimentelle Naturwissenschaft», 2. Aufl. Leipzig 1922, S. 24, 25.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
128 Johannes Peter Müller, 1801-1858, Naturforscher, Begründer der physikalisch-chemischen Schule in der Physiologie, vergleichender Anatom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
131 in Penmaenmawr: Siehe «Initiations-Erkenntnis. Die geistige und physische Welt- und Menschheitsentwickelung in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, vom Gesichtspunkte der Anthroposophie», GA Bibl.-Nr. 227.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
133 Druidenpriester: Vgl. «Druidenstein», farbige Wiedergabe einer Pastellskizze von Rudolf Steiner, Gesamtausgabe K 54.18, Dornach 1964.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
138 Aaam Smith, 1723-1790, englischer Nationalökonom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Marx, 1818-1883, der Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
139 Gustav Theodor Fechner, 1801-1887, Naturforscher und Philosoph. Siehe seine Schrift «Professor Schleiden und der Mond», Leipzig 1856.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matth. Jakob Schleiden, 1804-1881, Botaniker, entdeckte 1838 den zelligen Aufbau der Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
144 Immanuel Kant, 1724-1804.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pierre Simon Laplace, 1749-1827, französischer Asrronom und Mathematiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn man den Kindern das Experiment vormacht: Es handelt sich hier um den sog. Plateauschen Versuch, entwickelt von dem Physiker J. A. F. Plateau (1801-1883).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man vergleiche hierzu die Darstellung, die Vincenz Knauer in seinen Vorlesungen über «Die Hauprprobleme der Philosophie», Wien u. Leipzig 1892, S. 281, gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
148 Bagatellen auf andern Gebieten: Die Geldentwertung in den Nachkriegsjahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
155 von diesem äußeren Gang im Jahre: Vgl. «Anthroposophischer Seelenkalender». Der Weg der Seele durch den Jahreslauf. Dornach 1982.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Literatur =&lt;br /&gt;
* [[a:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten&#039;&#039;, [[GA 223]] (1990), ISBN 3-7274-2231-9 {{Vorträge|223}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 223 Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]] [[Kategorie:GA (Mitgliedervorträge)]] [[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Taschenbücher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
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		<title>GA 346</title>
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		<updated>2024-09-09T19:05:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* FÜNFTER VORTRAG Dornach, 9. September 1924 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz1 centered&amp;quot; width=&amp;quot;100%&amp;quot;&lt;br /&gt;
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| &amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;gt;[https://anthro.world/Die_Apokalypse_des_Johannes_-_alle_Vorträge_von_Wolfgang_Peter Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter]&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeden &#039;&#039;&#039;Dienstag&#039;&#039;&#039; live ab &#039;&#039;&#039;19h&#039;&#039;&#039;. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Mehr Infos dazu auf auf [[Datei:Rosenfenster-gelb.png|20px|link=https://anthro.world/Die_Apokalypse_des_Johannes_-_alle_Vorträge_von_Wolfgang_Peter|anthro.world]]&amp;amp;nbsp;[https://anthro.world/Die_Apokalypse_des_Johannes_-_alle_Vorträge_von_Wolfgang_Peter anthro.world]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Datei:GA346.jpg|thumb|{{RSV|346}}]]&lt;br /&gt;
__NOTOC__&lt;br /&gt;
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&amp;lt;h3&amp;gt;RUDOLF STEINER&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;h4&amp;gt;VORTRÄGE UND KURSE ÜBER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
CHRISTLICH-RELIGIÖSES WIRKEN&amp;lt;/h4&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;h3&amp;gt;Apokalypse und Priesterwirken&amp;lt;/h3&amp;gt;&lt;br /&gt;
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und Fragenbeantwortungen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
in Dornach vom 5. bis 22. September 1924,&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
wiedergegeben nach Notizen von Teilnehmern&amp;lt;/h5&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Inhaltsverzeichnis ==&lt;br /&gt;
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* [[GA 346#Rudolf Steiner über diesen Kurs|Rudolf Steiner über diesen Kurs]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#BEGRÜSSUNG Dornach, 5. September 1924|BEGRÜSSUNG Dornach, 5. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#ERSTER VORTRAG Dornach, 5. September 1924|ERSTER VORTRAG Dornach, 5. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#ZWEITER VORTRAG Dornach, 6. September 1924|ZWEITER VORTRAG Dornach, 6. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#DRITTER VORTRAG Dornach, 7. September 1924|DRITTER VORTRAG Dornach, 7. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#VIERTER VORTRAG Dornach, 8. September 1924|VIERTER VORTRAG Dornach, 8. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#FÜNFTER VORTRAG Dornach, 9. September 1924|FÜNFTER VORTRAG Dornach, 9. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#SECHSTER VORTRAG Dornach, 10. September 1924|SECHSTER VORTRAG Dornach, 10. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#SIEBENTER VORTRAG Dornach, 11. September 1924|SIEBENTER VORTRAG Dornach, 11. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#ACHTER VORTRAG Dornach, 12. September 1924|ACHTER VORTRAG Dornach, 12. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#NEUNTER VORTRAG Dornach, 13. September 1924|NEUNTER VORTRAG Dornach, 13. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#ZEHNTER VORTRAG Dornach, 14. September 1924|ZEHNTER VORTRAG Dornach, 14. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#ELFTER VORTRAG Dornach, 15. September 1924|ELFTER VORTRAG Dornach, 15. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#ZWÖLFTER VORTRAG Dornach, 16. September 1924|ZWÖLFTER VORTRAG Dornach, 16. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#DREIZEHNTER VORTRAG Dornach, 17. September 1924|DREIZEHNTER VORTRAG Dornach, 17. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#TEILNEHMERFRAGEN|TEILNEHMERFRAGEN]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#VIERZEHNTER VORTRAG Dornach, 18. September 1924|VIERZEHNTER VORTRAG Dornach, 18. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#FÜNFZEHNTER VORTRAG Dornach, 19. September 1924|FÜNFZEHNTER VORTRAG Dornach, 19. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#VORBESPRECHUNG vor dem sechzehnten Vortrag Dornach, 20. September 1924|VORBESPRECHUNG vor dem sechzehnten Vortrag Dornach, 20. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#SECHZEHNTER VORTRAG Dornach, 20. September 1924|SECHZEHNTER VORTRAG Dornach, 20. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#SIEBZEHNTER VORTRAG Dornach, 21. September 1924|SIEBZEHNTER VORTRAG Dornach, 21. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#ACHTZEHNTER VORTRAG 22. September 1924|ACHTZEHNTER VORTRAG 22. September 1924]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#WANDTAFELZEICHNUNGEN UND -ANSCHRIFTEN|WANDTAFELZEICHNUNGEN UND -ANSCHRIFTEN]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#NOTIZBUCHEINTRAGUNGEN|NOTIZBUCHEINTRAGUNGEN]]&lt;br /&gt;
* [[GA 346#ÜBERSICHT ÜBER DIE VORTRÄGE UND KURSE|ÜBERSICHT ÜBER DIE VORTRÄGE UND KURSE]]&lt;br /&gt;
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** [[GA 346#Zu dieser Ausgabe|Zu dieser Ausgabe]]&lt;br /&gt;
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* [[GA 346#Literatur|Literatur]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|11}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Rudolf Steiner über diesen Kurs =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 5. Oktober 1924 schrieb Rudolf Steiner im Nachrichtenblatt («Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht. Nachrichten für deren Mit­glieder»):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;An die Mitglieder!&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Worte, die ich anläßlich des im September&amp;lt;br&amp;gt;am Goetheanum abgehaltenen Kurses&amp;lt;br&amp;gt;über die Apokalypse aussprechen möchte&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Kursen, die zwischen dem 4. und 23. September hier am Goetheanum gehalten worden sind, war ein solcher für die Priester der Christengemeinschaft. Er war im strengsten Sinne nur auf diesen Kreis beschränkt. Nur die Mitglieder des Vorstandes am Goetheanum waren die einzigen Teilnehmer außerhalb dieses Kreises.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Priesterschaft hatte schon vor längerer Zeit den Wunsch ausge­drückt, für den Inhalt dieses Kurses die Apokalypse zugrunde zu legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es existiert ein vormals für die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft gedruckter, von mir in Nürnberg vor den Mitgliedern der damals Theosophischen Gesellschaft 1908 gehaltener Vortragszyklus «Theosophie an der Hand der Apokalypse».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem damals Gesagten konnte sich das diesmal Vorgebrachte nicht decken. Damals waren unsere lieben Freunde aus der Mitgliedschaft von der Erwartung erfüllt, vor allem die Erkenntnisse kennen­zulernen, die der Mensch über die Entwickelung der Menschheit auf Erden und der Erde innerhalb des Sternensystems durch die Anschau­ung der übersinnlichen Welt haben kann. Mit einem solchen Thema kann man an den Inhalt der Apokalypse anknüpfen. Denn dieser Inhalt ist eigentlich ein Rätsel für alle diejenigen Persönlichkeiten, die die Bibel lesen. Er steht ja am Ende dieses Buches. Und er enthält in einem prophetischen Charakter Angaben über die Erd- und Mensch­heitsentwickelung. Indem ich in dem Nürnberger Vortragszyklus zeigen konnte, wie man in der Bildsprache des Apokalyptikers dasjenige vielfach wiederfinden könne, was von den ins Geistige weitergeführten, aber im Sinne neuerer wissenschaftlicher Gewissenhaftigkeit gehaltenen Forschungen der Anthroposophie über die Entwickelung der Menschheit und der Erde innerhalb des Sonnensystem gesagt werden kann, war es möglich, das Verhältnis auch der esoterischen Wahrheiten des Christentums zur Anthroposophie in das rechte Licht zu stellen. Ich konnte gewissermaßen damals die Einsicht vor die Zuhörer stellen davon, daß man ewige, die Menschenseele tief berührende Wahrheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von zwei Seiten hören könne: von der Seite des im esoterischen Christentum erworbenen Schauens und von der des geisteswissen­schaftlichen Erkennens; und man hört ein Gleiches, wenn man richtig hört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesmal hatte ich eine andere Aufgabe. Und obwohl ich nicht über das berichten werde, was seiner Wesenheit nach eben nur für den Priesterkreis bestimmt sein kann, fühle ich mich doch verpflichtet, hier das zu sagen, was Anthroposophen über einen Vorgang wissen sollen, der sich innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft abspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was als geistige Substanz durch die Priesterschaft der Christengemeinschaft strömt, ist ihr vor zwei Jahren innerhalb des seither abge­brannten Goetheanums aus der geistigen Welt durch meine Vermittlung gereicht worden. Dieses Darreichen war ein solches, daß die Christengemeinschaft gegenüber der Anthroposophischen Gesellschaft völlig selbständig dasteht. Es konnte bei der Begründung gar nichts anderes als eine solche Selbständigkeit angestrebt werden. Denn diese Bewegung für christliche Erneuerung ist nicht aus der Anthroposophie herausgewachsen. Sie hat ihren Ursprung bei Persönlichkeiten genom­men, die vom Erleben im Christentum heraus, nicht vom Erleben in der Anthroposophie heraus einen neuen religiösen Weg suchten Sie empfanden den Drang, in einem lebendigen Ergreifen des übersinnli­chen Gehaltes des Christentums die Verbindung der Menschen-seele mit ihrer ewigen Wesenswelt zu finden. Sie glaubten fest daran, daß es ein solches lebendiges Ergreifen geben müsse. Aber sie empfanden, daß die Wege, die sich ihnen gegenwärtig für die Erlangung des Priesteramtes öffnen, sie zu diesem Ergreifen nicht führen können. So kamen denn diese Zöglinge eines ehrlich und geistgemäß gemeinten Priestertums vertrauensvoll zu mir. Sie hatten Anthroposophie kennen gelernt. Sie waren überzeugt, daß ihnen Anthroposophie vermitteln könne, was sie suchten. Aber sie suchten nicht den anthroposophischen Weg, sie suchten einen spezifisch religiösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verwies sie darauf, daß der Kultus und die ihm zugrunde liegende Lehre allerdings durch die Anthroposophie dargereicht wer­den können, trotzdem die anthroposophische Bewegung die Pflege des geistigen Lebens von anderen Seiten aus als ihre Aufgabe betrachten müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gelang dann, an Dr. Rittelmeyer mit den Bestrebungen dieser Zöglinge eines geistig orientierten christlichen Priestertums heranzu­treten. In ihm war eine Persönlichkeit vorhanden, die christlicher Priester und Anthroposoph im wahrsten Sinne des Wortes war. Er hatte, zwar ohne den Kultus, aber in weitem Sinne dem Geiste nach, die christliche Erneuerung in dem Wirken seiner Person dargelebt. Aus der Anthroposophischen Gesellschaft heraus für die christliche Erneuerung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|13}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etwas darreichen, forderte wie selbstverständlich die praktische Frage heraus: wie wird Rittelmeyer das Dargereichte aufnehmen? Wie wird er sich zu der Verwirklichung des Gewollten stellen? Denn die anthroposophische Bewegung mußte in Rittelmeyer das Vorbild einer Persönlichkeit sehen, die Christentum und Anthroposophie in der inneren Harmonie des Herzens und in der äußeren Harmonie des Wirkens vereint hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Rittelmeyer sagte aus vollem Herzen heraus «Ja». Damit war für die selbständige Bewegung für christliche Erneuerung ein fester Ausgangspunkt gewonnen. Und es konnte, was geschehen sollte, hier im Goetheanum vor zwei Jahren inauguriert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seither ist die Priestergemeinschaft der christlichen Erneuerung ih­ren Weg in der energischsten Weise gegangen. Sie entfaltet eine segens­reiche und heilsame Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach zwei Jahren - der Jahrestag der eigentlichen Begründung fiel in die Kurszeit - empfanden nun diese Priester das Bedürfnis, in ein näheres Verhältnis zur Apokalypse zu treten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich glaubte für ein solches näheres Verhältnis etwas tun zu können. Meine Geisteswege hatten mir ermöglicht, den Spuren des Apokalyptikers nachzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so meinte ich, daß ich in diesem Kurse eine Darstellung ermöglichen werde, die dieses «Priesterbuch» im wahren Sinne dem «Priester» als geistigen Führer übermitteln kann. Die Menschen-Wei­hehandlung steht in der Mitte des Priesterwirkens; von ihr strahlt aus, was durch Kultusart von der Geistwelt in die Menschenwelt dringt. Die Apokalypse kann in der Mitte der Priesterseele stehen; von ihr kann in alles Priesterdenken und Priesterempfinden einstrahlen, was die opfernde Menschenseele aus der Geistwelt gnadevoll empfangen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So dachte ich über die Aufgaben dieses Kurses fär Priester, als an mich der Wunsch herangetreten ist, ihn zu halten. In diesem Sinne habe ich ihn nun gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|15}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= BEGRÜSSUNG Dornach, 5. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Johannes Werner Klein:&#039;&#039; Weil Herr Dr. Rittelmeyer auf seine Krankheit Rücksicht nehmen muß, ist mir der Auftrag zugefallen, aus unserem Kreise heraus einige Worte zu sprechen und auszudrücken, wie wir das Schicksal dankbar empfinden, wiederum vor Sie hintreten zu dürfen, und wie wir uns empfinden müssen als eine Schar von Menschen, die in den Untergangswo­gen und in den Sturmeswellen der Zeit wie in einem Schiff zusammenstehen und immerdar die Gefahr des Ertrinkens vor sich sehen, und die sich weder hinwenden können zu der Repräsentanz des äußeren, noch zu der des sogenannten geistigen Kulturlebens unserer Zeit. Wir müssen es als beson­dere Gnade betrachten, hier in Dornach vor Sie hintreten zu dürfen und empfinden es besonders dankbar, daß Sie uns hergerufen haben und daß Sie hier zu uns sprechen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jetzt zwei Jahre her, daß wir das letzte Mal als Kreis hier vor Ihnen standen, in jener gewaltigen Zeit, wo der Lebensauftrag sich heruntergesenkt hat auf uns. Die meisten von uns sehen zum ersten Male seitdem die Stätte wieder, wo dies geschah, sehen mit Erschütterung die letzten physischen Reste des Goetheanums und können nicht anders, als mit ihren Gedanken jenen Ort aufsuchen des weißen Saales, wo das Schicksal des Lebens so stark zu ihnen gesprochen hat, jenen Ort, wo da draußen jetzt am tiefsten die Erde aufgerissen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und doch lebt als das Größte, als das Stärkste in unserem Bewußtsein der Abglanz der Tatsache, die sich seitdem hier abgespielt hat: Das Herüberklin­gen jener Botschaft der Weihnachtstagung. Es lebt die Freude in uns, die in jener Zeit uns gegeben wurde: Es gibt wiederum eine Mysterienstätte auf der Erde. - Und deshalb ist es unser erstes, wenn wir jetzt wiederum als Kreis vor Sie hintreten, zum Ausdrucke zu bringen, wie sehr es unser Wunsch ist, so intensiv und so stark wie möglich Anschluß zu finden und uns hineinzu­stellen in die Impulse, die seit jener Zeit ausgehen von dieser Stätte hier. Es haben die Freunde jetzt ausnahmslos alle ihr Gesuch eingereicht aus persön­licher Initiative um Aufnahme in die Hochschule für Geisteswissenschaft. Wir wollen damit als Kreis zum Ausdruck bringen, daß wir uns denkbar innigst und tiefst als Kreis hineinstellen wollen in das Werk von Dornach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun haben wir inzwischen wieder ein Jahr lang draußen gearbeitet. Unsere Arbeit ist in den Grenzen von Deutschland geblieben, aber wir haben als Kreis doch einen ziemlichen Zuwachs erfahren dürfen; und wenn Sie es erlauben, werden wir jetzt Ihnen die neuen Freunde unseres Kreises vorstellen. (Es werden elf Persönlichkeiten vorgestellt, die sich nach der im Herbst 1922 erfolgten Begründung der Christengemeinschaft dem Priester-kreis angeschlossen haben.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|16}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tagungen, die wir in dem letzten Jahre miteinander gehabt haben, sie betrachten wir nicht als das wesentlichste, was wir geleistet haben. Aber dennoch konnten diese Tagungen für uns der klarste Spiegel dafür werden, daß die geistige Welt ein Interesse gewonnen hat an unserem Arbeiten, daß wir einen Platz erhalten durften in den geistigen Welten, für den eine Führung da ist. Aber dieses Bewußtsein kann uns jetzt die Plattform abge­ben, daß das Vertrauen zu unserer Sache mehr und mehr keimend vom Kopfe auch herunter in unsere wirklichen Tiefen wirken kann. Und mit diesem heraufragenden Vertrauen zu unserer Sache treten wir vor Sie hin, da Sie uns die Stimme der wahren Verkündigung der geistigen Welt sind und möchten Sie bitten, das zu geben was uns ermöglichen kann, weiter durch die Zeit den Weg zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|17}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ERSTER VORTRAG Dornach, 5. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Wenn ich zunächst in Beantwortung dieser lieben Worte einiges zu sagen habe, so ist es dieses: Es war voll berechtigt, daß Sie im Namen der Priesterschaft diese Worte eben gesprochen haben, und man kann nicht immer sagen, daß das, was aus dem besten Willen heraus von Menschen gesprochen wird, voll berechtigt ist. In diesem Falle konnte es gesagt werden. Es wird das gesagt aus dem Grund, weil zu alle dem, was aus dem inneren spirituellen Impuls, der hier vom Goetheanum aus durch die anthroposophische Bewegung gehen soll, immer etwas hinzu­gehört, was weit hinausgeht nicht nur über alles theoretische Verstehen, sondern über alles Verstehen überhaupt. Es ist etwas, was sich dem nähert, das man so aussprechen kann: Heute werden für die Menschen die Aufgaben wieder groß. Sie werden groß aus dem Grunde, weil die Kräfte jener Zeiten erschöpft sind, in denen es der Menschheit möglich war, sich mehr oder weniger von den Impulsen der alten Mysterien abzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Impulse der alten Mysterien haben ja göttliche Substanzen und göttliche Kräfte in voller Realität auf der Erde entfaltet. Die Menschheit mußte sich so entwickeln, daß eine Zeit kam, in der sie sich mehr oder weniger selbst überlassen war, und daß in die­ser Zeit die göttlichen Substanzen und Kräfte nicht unniittelbar durch die Menschen auf der Erde wirken konnten. Die Kräfte, die in dieser Zwischenzeit menschlicher Entwickelung durch die Er­denmenschheit gegangen sind, sind erschöpft. Und das ist viel­leicht die allerbedeutsamste, wenn auch nicht die höchste, so doch eine wichtige und tief einschneidende okkulte Wahrheit, daß die Kräfte, die ohne die Mysterien innerhalb der Menschheitsevolu­tion wirksam werden durften, erschöpft sind, und daß die Menschheitsevolution nicht weitergeht, wenn nicht wieder My­sterienkräfte in sie einziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Einfluß dieser Wahrheit muß es namentlich gefühlt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|18}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden, daß heute etwas anderes als nur Verstehen notwendig ist für denjenigen, der in irgendeinem Zweige der anthroposophi­schen Bewegung aus wirklicher Spiritualität heraus wirken will. Es muß wieder etwas von dem kommen, was ähnlich ist dem Wirken in den alten Mysterien und das man bezeichnet hat mit dem opfernden Hingegebensein des ganzen Menschen, mit dem Aufgehen des ganzen Menschen in seiner Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde nicht deutlich zu sehen sein - und es ist eben deutlich zu sehen -, daß innerhalb Ihrer Priesterschaft dieser Jmpuls in lauterer Innerlichkeit wirkend vorhanden ist, den ganzen Men­schen opfernd hinzugeben für die Sache, die Sie als heilig erkannt haben, so würden Ihre Worte nicht die tiefe Wahrheit haben. Aber ich darf Ihnen vor allen den göttlichen Mächten, die unserer Sache leuchtend vorstehen, sagen: Ihre Worte, die Sie ausgespro­chen haben von Ihrer Begeisterung und Hingabe an die Sache, sind volle, reine, lautere Wahrheit. Es war deutlich zu sehen, wie diese Priesterschaft als Ganzes von dem edelsten innerlichsten Streben beseelt ist, die Opfer, die heute gebracht werden müssen, mit der inneren Spiritualität des Menschen zur vollen Ausgestal­tung zu bringen. Und es darf schon gesagt werden, daß dasjenige, was Sie getan haben, der Anfang ist zu demjenigen, was die gött­liche Wesenheit der Welt befriedigen kann. Ich sage Ihnen damit ein gewichtiges Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiß, Sie sind innerhalb Deutschlands geblieben mit Ihrer Wirksamkeit. Aber das ist geschehen aus Gründen, die wahrschein­lich doch in nicht allzu ferner Zeit gewiß überwunden werden. Denn das Interesse an jener religiösen Erneuerung, das in Ihren Herzen geflammt hat, als Sie hier zu mir gekommen sind zur Begründung Ihres priesterlichen Wirkens, ergreift die Seelen auch uber weite außerdeutsche Gebiete hin. Und es wird ja nur von der inneren Kraft, die in Ihnen sein kann, abhängen, wie weit die Möglichkeit vorhanden ist, über Deutschland hinauszukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich kann man nur tiefbewegten Herzens daran denken, wie die Inauguration und Initiation Ihrer Bewegung mit der hei­ligen Menschenweihehandlung sich vor zwei Jahren hier vollzogen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat, an der Stätte, aus der wir zuerst die Flammen heraus­schlagen sehen mußten, die dann unser geliebtes Goetheanum zerstört haben. Sie sehen, daß heute an dieser Stätte gerade am tiefsten aufgegraben ist. Aber es ist ja auch tatsächlich durch Ihre schöne Hingabe begonnen worden, dasjenige, was dazumal in dem dann von den Flammen zuerst verzehrten Raum geschehen ist, in eine rechte heilige Erdentat zu verwandeln. Und wenn Sie mit dem heiligen Eifer, der Sie zuerst ergriffen hat, fortfahren werden, so werden die Impulse innerhalb Ihrer Priesterschaft sich in der rechten Weise entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden diesmal, wo Sie wiederum versammelt sind an diesem Orte, in demjenigen Licht und in derjenigen Wärme, die uns aus der Geisteswelt entgegengekommen sind durch die Weih­nachtstagung, gewissermaßen als geistige Gegenleistung für die irdischen Verluste, die durch die Flammen bereitet worden sind, wichtige Fragen zu besprechen haben. Wir werden das zu bespre­chen haben, was wirklich geeignet sein kann, die Impulse Ihrer Seelen weiterzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden diesmal versuchen, an uns herantreten zu lassen den tiefen Gehalt der Apokalypse, werden aber von der Betrach­tung der Apokalypse ausgehend alles an unserer Seele vorüberzie­hen lassen, was gerade in diesem Augenblick für Ihre Priester­schaft von besonderer Wichtigkeit ist. Und wir werden gerade durch die Betrachtung der Apokalypse das in den Mittelpunkt unserer ganzen Arbeit hier setzen können, was dem priesterlichen Wirken den Sinn gibt: die Menschenweihehandlung. Und so wer­den vor uns stehen auf der einen Seite die Menschenweihehand­lung und auf der anderen Seite die Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einigen Worten wird es heute schon angedeutet werden, wie wir dies jetzt hier inaugurieren wollen oder wie wir durch diese Arbeit Ihre Priesterbewegung inaugurieren wollen. Und so wollen wir das, was im Laufe der Zeit aus den unmittelbaren Bedürfnissen Ihres Priesterwirkens heraus zu sagen sein wird, was zu bringen sein wird über dieses praktische Priesterwirken, was an Rückblicken auf die Vergangenheit und an Ausblicken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|20}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in die Zukunft zu leisten sein wird, all das wollen wir aufsparen auf die Zeit, wo es sich an die innere Betrachtung anschließt. Und heute werde ich zunächst vor Ihnen aussprechen, in wel­cher Art diese unsere Arbeit hier in den nächsten Tagen einge­richtet sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So begrüße ich Sie zunächst alle aus dem vollsten Herzen her­aus im Namen aller der Mächte, die Sie hier vereinigt haben und von denen Sie wissen, daß es die Scharen der Christus nachfolgen­den Mächte sind. Sie mögen geben die rechte religiöse Impulsivi­tät, die rechte theologische Einsicht und die rechten Impulse für das Kultuswirken in der Gegenwart, das Sie aus dem tiefsten christlichen Sinne heraus religiös, theologisch, zeremoniell über-nehmen möchten. In diesem Sinne wollen wir beisammen sein Lind aus diesem Sinne soll die Arbeit gestaltet werden, die wir nun zusammen vornehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gehen davon aus, daß wir auf das Große in unserer Zeit hinweisen, auf jenes Große, das bestehen muß in einer ganz neuen Stellung der Menschenseele zu dem, was durch priesterliches Wirken geht. Das, was anwesend ist im priesterlichen Wirken, wenn die Menschenweihehandlung vollzogen wird, ist etwas, was die Menschen immer gesucht haben, solange es eine Menschheit auf Erden gibt. Wollen wir aber durchschauen, in welchem Lichte heute die Menschenweihehandlung dem Priester erscheinen muß, der sie zelebriert und dem Laien, der sie aufnimmt, so müssen wir zunächst einen Blick werfen auf das, was die Menschenweihe­handlung im Laufe der Zeiten in der Menschheitsentwickelung auf Erden gewesen ist, was sie ist, und was sie werden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber zu dem, was die Menschenweihehandlung heute ist, wenn sie zelebriert wird, muß von einer anderen Seite her kommen das Durchdrungensein mit dem wahren Inhalt dessen, was Johannes, der durch Christus selbst Eingeweihte, der christlichen Nachwelt hat geben wollen mit der Apokalypse. Es gehört im Grunde ge­nommen beides zusammen: rechter Sinn im Zelebrieren der Men­schenweihehandlung und rechter Sinn im innerlichen Sichdurch­dringen mit der Substanz der Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen wir jetzt ab von der besonderen Gestalt, welche nun einmal die Apokalypse des Johannes für den Christen hat. Bezeich­nen wir alles dasjenige als «Apokalypse», was als okkulte Wahrheit gegeben wird, um der Menschheit den rechten priesterlichen Im­puls für ihre Fortentwickelung zu verleihen. Da fällt vieles unter den Begriff der Apokalypse, was eben konzentriert zusammenge­faßt ist in der Apokalypse des Johannes und das gestimmt ist auf den Christus. Immer war, indem man gestrebt hat nach einer Apokalypse, ein Verständnis dafür vorhanden, daß der tiefe volle Sinn für die Aufnahme des Apokalyptischen in dem Darinnenste­hen in der Menschenweihehandlung gegeben sein muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird uns vieles anschaulich werden können, wenn wir zu­nächst uns sagen: Es gab einst Mysterien, die ich nennen will die alten Mysterien. Wir wollen uns jetzt in dieser Einleitung nicht mit Zeitangaben aufhalten, sondern nur die vier aufeinanderfol­genden Stadien der Mysterien charakterisieren. Es gab alte Myste­rien, es gab halbalte Mysterien, es gab ein halbneues Mysterien-wesen, und wir stehen jetzt am Ausgangspunkt eines neuen My­sterienwesens. Vier Stadien haben wir damit vor uns, vier Stadien in der Entwickelung der menschlichen Auffassung für Apokalyp­se und Menschenweihehandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir hinschauen auf die alten Mysterien, die in der ersten Morgendämmerung menschlicher Entwickelung auf der Erde unter den Menschen bestanden, die alles, was heilig, wahr und schön war, unter die Menschen zu bringen hatten, dann können wir sagen: Das Wesentliche der alten Mysterien war dieses, daß in ihnen die Götter von ihren Göttersitzen zu den Menschen herun­tergestiegen sind, und daß die Menschen in priesterlicher Würde innerhalb der Mysterien unmittelbar von Wesen zu Wesen mit den Göttern verkehrt haben. So wie heute Mensch und Mensch verkehren miteinander, Wesen mit Wesen, so verkehrten in jenen alten Zeiten in den Mysterien die Götter mit den Menschen und die Menschen mit den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kber so wie es Naturgesetze gibt, die für die Zeit gelten, so gibt es urewige Gesetze, die aber die menschliche Freiheit durchaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht beeinträchtigen; und unter diesen urewigen Gesetzen sind auch solche, welche sich auf den Verkehr der Götter mit den Menschen beziehen. Diese urewigen Gesetze kamen namentlich damals in Betracht, als in den heiligen Mysterien der menschlichen Urzeit die Götter selbst mit den Menschen verkehrten, und als alles, was menschliche Unterweisung war, sich abspielte zwischen den göttlichen Lehrern und den Menschen selbst. Als das, was sich im Kultus abspielte, so vor sich ging, daß unter den Zelebrierenden mitten drin auch die übersinnlich kraftenden Götter waren, da vollzog man in jenen alten Mysterien dasjenige, was der Menschen­weihehandlung immer den Sinn gegeben hat: die Transsubstantia­tion. Was aber war in den alten Mysterien die Transsubstantiation?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den alten Mysterien war die Transsubstantiation dasjenige, was die Götter betrachteten als das letzte, durch das sie mit den Menschen in Beziehung traten. Die Zeremonien wurden bestimmt nach den urewigen Gesetzen, von denen ich sprach. Aus gewissen Konstellationen der Sterne, die man in der wahren alten Astrolo­gie kennenlernte und dem Zusammenfallen dieser Konstellationen mit den Verhältnissen, die die Menschen bestimmen können, wurde der Weg gebahnt von den Göttern zu den Menschen und von den Menschen zu den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr könnt wahrnehmen, wenn Ihr die Zeitrechnungen alter Zeiten überschaut: Es gab verschiedene Zeitrechnungen, solche zum Beispiel, in denen 354 und andere, in denen 365 Tage ange­nommen wurden. In diese Zeitrechnungen wurden Schalttage oder Schaltwochen eingesetzt, um das auszugleichen, was in der menschlichen Berechnung nicht übereinstimmte mit dem, was der wahre Gang des Kosmos ist. Nie stimmte das, was die Menschen berechnen konnten, mit dem wahren Gang des Kosmos überein. Es blieb immer irgendwo ein kleiner Rest übrig. Das nun, was ein solcher kleiner Rest war, wo die menschliche Zeitberechnung nicht übereinstimmte mit dem kosmischen Weltengang, das faß­ten die Priester der alten Mysterien ganz besonders ins Auge. Sie bestimmten diese gewissen Zeiten, wo dieses Nicht-Zusammen­fallen besonders auffällig war, indem sie das Jahr einteilten in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|23}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Monate und Wochen, wobei ihnen nach den Mondenmonaten eine gewisse Anzahl Tage übrigblieb bis zum Beginn des nächsten Jahres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade auf diese Zeiten hinzuschauen, wo die Menschen, in­dem sie solche Tage oder Wochen einschalteten, damit sozusagen ausdrückten das Nicht-Zusammenfallen menschlicher Berech­nung mit dem Gang des Kosmos, und wo die Priester diese Zeiten als heilige Wochen ansahen, dazu ist alle Veranlassung für den, der sich in den Gang der Menschheitsentwickelung hineinfinden will. In solchen heiligen Wochen, die so recht auffällig machten, daß das Denken der Götter anders ist als das der Menschen, in solchen Zeiten, in denen diese Differenz anschaulich wird, kann aber, wenn das Herz der Götter und das Herz der Menschen zusammenstimmen, der Weg gefunden werden von den Göttern zu den Menschen und von den Menschen zu den Göttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war etwas, was die Menschen innerhalb der alten Astrolo­gie beobachteten und was sie in der richtigen Weise durchschauen ließ, wann die Götter in die Mysterien kamen. Es gab am Ende eines jeden Jahres oder am Ende eines Mondenzyklus von acht­zehn Jahren oder am Ende von anderen Perioden immer heilige Zeiten, welche die Differenz, die Grenze zwischen menschlicher Intelligenz und göttlicher Intelligenz bezeichneten, und in denen die Priester der Mysterien erkennen konnten, daß die Götter den Weg zu ihnen, und die Menschen den Weg zu den Göttern finden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Zeiten waren es auch, in denen jene alten Priester die Sonnen- und Mondenwirksamkeit festzuhalten suchten in den Substanzen, mit denen sie die Menschenweihehandlung zelebrier­ten, um das, was sie in den heiligen Zeiten empfangen hatten, auszudehnen über alle übrigen Zeiten des Jahres, in denen sie zu zelebrieren hatten. So bewahrten sie auch das, was die Götter aus den Erdensubstanzen und -kräften in den heiligen Zeiten gemacht hatten. Sie behielten das Wasser jener Zeiten, das Merkurische, um in der übrigen Zeit des Jahres damit die Menschenweihehand­lung so zu zelebrieren, daß sie die Transsubstantiation in der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weise enthielt, wie es von den Göttern selbst getan worden war bei jenen Menschenweihehandlungen, die in den «toten Zeiten», wie man es nannte, die aber eben die heiligen Zeiten waren, sich vollzogen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wollten die Menschen in jenen alten Mysterien, zu den Zeiten, in denen die kosmische Sprache galt unter den Menschen, nicht die menschliche Sprache, sich in Verbindung setzen mit den Göttern, die dann herunterstiegen in die Mysterien und die jedes-mal neu heiligten, was die Menschenweihehandlung war, die aber jedesmal auch den Menschen, die diese Menschenweihehandlung vollzogen oder an ihr teilnahmen, zurückließen Verständnis für das Apokalyptische. So wurden die großen Wahrheiten gelehrt in jenen alten Zeiten, als das Darinnenstehen in der Menschenweihe­handlung bedeutete das Durchdriingenwerden mit der Substanz des Apokalyptischen. Menschenweihehandlung ist der Erkennt­nisweg, Apokalypse ist das Objekt der heiligen Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir kommen dann zu den halbalten Mysterien, zu den Myste­rien, von denen wenigstens ein kleiner Abglanz noch in das Geschichtliche heraufgeht, während von den Mysterien, die ich Ihnen als die alten charakterisiert habe, nichts mehr in das Ge­schichtliche heraufkommt, sondern nur erforscht werden kann durch die okkulte Wissenschaft. Es war das schon die Zeit, in der die Götter sich zurückzogen von den Menschen und nicht mehr in ihrer eigenen Wesenheit herunterstiegen in die Mysterien, wo sie aber noch ihre Kräfte heruntersandten. Es war die Zeit, in der die Menschenweihehandlung durch die Transsubstantiation jenen Glanz des Göttlichen erhalten sollte, der immer über der Men­schenweihehandlung zu strahlen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Transsubstantiation wurde jetzt nicht mehr so vollzogen, daß aus dem astrologischen Verfolgen der kosmischen Vorgänge hergenommen wurde, was an Substanzen und Kräften einfließen sollte in das Zelebrieren der Transsubstantiation, sondern es wur­de das Geheimnis auf eine andere Weise gesucht. Es wurde na­mentlich das innere Wesen desjenigen aufgesucht, was man in der alten Alchimie noch genannt hat: die Fermente. Das, was ein bestimmtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|25}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alter erreicht hat und in bezug auf sein substantielles Dasein unverändert hindurchgegangen ist durch die verschiede­nen Stadien, in denen es die Umwandlung anderer Substanzen bewirkt hat, das ist ein Ferment. Wir brauchen uns, wenn wir einen trivialen Vergleich wählen wollen, nur zu erinnern, wie man Brot backt; es geschieht nach demselben Prinzip. Man bewahrt von dem alten Teig ein kleines Teil auf und gibt es als Ferment dem neuen Teig zu. Wir stellen uns vor, wie in den Zeiten der halbalten Mysterien uraltes Substantielles, das durch die Um­wandlung anderer Substanzen durch die Zeiten hindurch seine eigene innere Substanz bewahrt hat, aufbewahrt wurde in heiligen Gefäßen, die in den Mysterien selber etwas uralt Heiliges, etwas Ehrwürdiges waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden den heiligen Gefäßen die Substanzen als Fermente entnommen, mit denen die Transsubstantiation in der alten, noch heiligen Alchimie vollzogen worden ist. In diesen Zeiten wußte man: Der Priester, der eingeweiht war, versteht die Verwandlung, die Transsubstantiation durch die in den Substanzen bewahrten Kräfte, er wußte, daß sie in den heiligen Kristallgefäßen mit Son­nenglanz erstrahlten. Das, was man darin suchte und wozu man sie brauchte, das war, daß man darin das Erkenntnisorgan bei den Zelebrierenden sah für die Aufnahme desjenigen, was das Apoka­lyptische ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab in der Zeit dieser halbalten Mysterien jene Erscheinung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priester wurde erprobt in dem Augenblick, wo er vor die heilige Stätte hintrat und die alten Fermente anfingen, die Substan­zen in den heiligen Kristallgefäßen so zu verwandeln, daß er in dem Kristallgefäß sehen konnte, wie die Substanzen Sonnenglanz ver­breiteten. Das Gefäß, in dem eine kleine Sonne war, war eine Monstranz. Es war ein Sanktissimum, das heute nur nachgebildet werden kann. In dem Moment, in dem er das Sonnenglänzen des Sanktissimums sah, war er innerlich Priester geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute sieht in der katholischen Kirche ein jeglicher das Sank­tissimum, der in die Kirche hineingeht, weil es nur ein Symbol ist für das, was es einmal war. Einmal aber war es so, daß nur derjenige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirklich Priester war, der das Sanktissimum sah, wenn er in den aufbewahrten Substanzen ein Sonnenglänzen sah. In diesem Augenblick war seine Erkenntnis aufgeschlossen für das Apoka­lyptische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kamen diejenigen Mysterien, deren Abglanz die Messe der neueren Zeit ist. Denn auf eine sehr komplizierte Art sind aus den halbneuen Mysterien die katholische Messe, die armenische Messe und andere Messen zur Entwickelung gekommen. Trotz­dem sie sich veräußerlicht haben, tragen diese Messen noch das volle Initiationsprinzip in sich. In diesen halbneuen Mysterien trat an die Stelle der Anwesenheit der Götter in den alten Mysterien und an die Stelle der von den Göttern ausgesandten Kräfte in den halbalten Mysterien dasjenige, was der Mensch wahrnehmen kann, wenn innerlich in ihm wach wird das Wort, das magische Wort, das Wort, in dem Innerlichkeit ertönt, das Wort, das bis zur tiefsten Erkenntnis der innerlichen Wesenheit des Lautes geht. Denn in der Zeit der halbneuen Mysterien stand der Men­schensprache gegenüber die Kultussprache, jene Kultussprache, von der in den einzelnen Religionsbekenntnissen noch letzte Re­ste vorhanden sind, in der alles beruht auf Rhythmus, auf inner­lichem Verständnis des Lautes und auf Verständnis für das innere Eindringen des Lautes aus Priestermund in Menschenherzen. Das magische Wort, das das Kultwort ist, gesprochen an heiliger Stät­te, war der erste Weg hinauf zu den Göttern, zunächst zu den göttlichen Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Menschheitszeit - alte Mysterien - die Götter steigen herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweite Menschheitszeit - halbalte Mysterien - die Götter schicken ihre Kräfte herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dritte Menschheitszeit - halbneue Mysterien - der Mensch er­lernt die magische Sprache und beginnt hinaufzusteigen in dem Intonieren der magischen Sprache zu den Kräften der Götter-welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war der Sinn alles dessen, was intoniert wurde innerhalb der Menschenweihehandlung in dem dritten Zeitalter der Myste­rien. Und das war in jener Zeit, in welcher innerhalb der Myste­rien als zeitgemäßer religiöser Kultus das Kabiren-Element lebte. Denn beteiligt sind die Kabirendienste, die Kabirenopfer, die in Samothrake gefeiert wurden, an alle dem, was in den halbneuen Mysterien das Zeremonielle ist und an allem, was dazugehört zu dem priesterlichen Zeremonial.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stellen vor unsere Seele den Kabirenaltar von Samothrake. Die Kabiren, die daraufstanden als äußere Denkmäler, waren Opferkrüge, in denen jetzt nicht Fermentsubstanzen waren, sondern Substanzen, welche die menschliche Erkenntnis finden konnte, wenn sie in das innere Spirituelle der Substanz eindringen konnte. Solche Substanzen, die in den Opferkrügen darin waren, Opfersubstanzen, wurden entzündet, der Rauch stieg in die Höhe, und die magische Sprache wirkte so, daß in dem aufsteigenden Rauch erschien die Imagination dessen, was das Wort intonierte. So wurde äußerlich sichtbar im Opferrauch der Weg hinauf zu den göttlichen Kräften. Im Opferrauch wußten sich die Priester in der Atmosphäre, durch die die Transsubstantiation vollzogen wurde.* Das war das dritte Stadium in der Entwickelung der Mysterien und desjenigen, was in der Menschenweihehandlung für den Menschen enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese ersten Stadien sind zwar in die Dekadenz gekommen, doch ist noch heute manches Äußerliche davon erhalten. Begon­nen hat nun eine neue Zeit der Mysterien, eine neue Zeit für die Menschenweihehandlung und für das Verständnis des Apokalyp­tischen, in dem Augenblick, wo Sie drüben in dem abgebrannten Goetheanum inauguriert haben die neue Priesterschaft der Bewe­gung für eine christliche Erneuerung. Das, was nun Euer Herz durchströmen muß, um die Menschenweihehandlung in dem vier­ten Stadium der Mysterien richtig zu vollziehen, damit wollen wir morgen beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- - -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Siehe Hinweis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ZWEITER VORTRAG Dornach, 6. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zusammenhang zwischen der Menschenweihehandlung und dem Apokalyptischen wollen wir zunächst näher betrachten, um dann an die Apokalypse des Johannes und ihre Bedeutung für das gegenwärtige und zukünftige Priesterwirken selbst herangehen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir mußten gestern hinweisen auf drei vergangene Epochen der Mysterien, insofern diese Mysterien versuchten, durch dasje­nige, was im Priester vorging, den Priester zur apokalyptischen Stimmung zu bringen. Wir haben auf sehr alte Mysterien hinge­wiesen, in denen die Götter selbst herabstiegen, um in den Myste­rien mit den Menschen zusammen zu wirken, und wir haben auf halbalte Mysterienzeiten hingewiesen, in denen die Götter ihre Kräfte herabschickten und so den Menschen ermöglichten, da­durch, daß sie in dem Bereich der Götterkräfte lebten, mit den Göttern zusammen im Weltall zu wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sagte: Der Weg kehrte sich völlig um in der dritten Epoche, in den halbneuen Mysterien. Da handelte es sich darum, daß der Mensch diejenigen Kräfte, die er zunächst selbst entwickeln muß­te, so gestaltete, daß sie zu den Göttern hinaufführen konnten. Lind wir sehen da, wie der Mensch durch die Intonierung des magischen Wortes in der Kultuszeremonie den Weg zu den gött­lich-geistigen Kräften der Welt suchte - sei es, daß er dieses ma­gische Wort in den Rauch sprach auf die gestern angedeutete Weise und durch das Wort aus dem Rauch die Imaginationen hervorholte, sei es, daß das Wort unmittelbar in der ganzen Seelenstimmung des Menschen wirkte -, so daß er im Worte gewahr wurde des göttlich-geistigen Wirkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diesem Entwickeln eines gewissen religiösen Sinnes durch den Menschen - den man eigentlich nur gesondert beschreiben kann -, ging ja immer parallel das, was notwendige Voraussetzung war: eine gewisse Form der Transsubstantiation, die der Mittelpunkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|29}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der heiligen Menschenweihehandlung war. Die Priester der Gegenwart und der nächsten Zukunft sind dazu berufen, diese Transsubstantiation und damit alles, was eigentlich im priester­lichen Wirken liegt, in einer neuen Form zu erleben. Das wird nicht gut möglich sein, ohne gründlich zu verstehen, worin die Transsubstantiation und die Apokalypse in den vier aufeinander folgenden Perioden der Menschheitsentwickelung eigentlich dem Leben nach bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eine haben wir gesehen: Die Menschenweihehandlung -mit der Transsubstantiation - ist ein Handeln der Menschen in Gemeinschaft mit der göttlich-geistigen Welt. Ohne das Bewußt­sein, daß der Mensch gemeinschaftlich mit den Göttern handeln kann, ohne dieses Bewußtsein ist ein priesterliches Wirken über­haupt nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werfen wir noch einmal den Blick auf die älteste Form der Menschenweihehandlung und auf die älteste Form des Transsub­stantiierens, dann finden wir, daß zu gewissen Zeiten, die eigent­lich Differenzzeiten darstellen zwischen dem, was der Mensch als Zeitfolge im Jahreslauf berechnen kann und dem, was im Kosmos sich vollzieht, die Götter den Weg zu den Menschen finden. Die Götter stiegen herab in solchen ausgesparten Zeiten, in den heili­gen Zeiten, in denen der Mensch in die von ihm berechnete Zeit gewissermaßen etwas einfügen mußte, weil der Gang des Kosmos nicht mit seinen Berechnungen übereinstimmt. In diesen Zeiten also, in denen der Mensch sich unmittelbar unter kosmischen Einfluß stellen mußte, um die Transsubstantiation zu vollziehen, bewahrte er dann etwas von diesen Substanzen auf, die aus dem Kosmos heraus eine Verwandlung erfahren hatten, um mit diesem Aufbewahrten die Transsubstantiation in den folgenden Zeiten zu vollziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Zeiten war der angemessene Aufenthalt der Priester und der Laiengläubigen für die Transsubstantiation die Erdhöhle, die Fels enhöhle. Und in der Tat, überall in den alten Mysterienzei­ten, in denen ein volles Bewußtsein von der Anwesenheit der Götter und der Bedeutung der Transsubstantiation entwickelt wurde, sehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|30}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir, daß erstrebt wird, die heilige Handlung zu verlegen in Felsen-tempel, in Erdtempel, in das Unterirdische der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß das versucht wurde, hängt zusammen mit den Erfahrun­gen und Erlebnissen, die der Priester bei der Transsubstantiation machte. Die Transsubstantiation besteht ja in der Verwandlung der in der irdischen Materie gegebenen Substantialität. Und man kann, wenn man den Prozeß vollständig überschauen will, die Kommunion, das Aufnehmen des Transsubstantiierten in die ei­gene Menschenwesenheit, dazurechnen, so daß eigentlich die zwei letzten Hauptteile der Menschenweihehandlung, die Transsub­stantiation und die Kommunion, in dieser Beziehung eine Einheit bilden, und das Evangeliumlesen und das Offertorium die Vorbe­reitung dazu darstellen. Wenn wir in diesem Zusammenhang in der Transsubstantiation und in der Kommunion eine einheitliche priesterliche Handlung, eine einheitliche Kultushandlung sehen, so können wir auf jene Auffassung deuten, die in den ältesten Mysterien jene Initiierten hatten, die man auch wohl die «Väter» nannte. Die «Väter», das bezeichnete einen Grad des Initiiertseins, den Grad des «Vaters». Daher ist ja der Name geblieben, den heute noch die Priester vieler Konfessionen tragen: Pater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, der Priester erlebte, während er die Transsubstantiation im Erdtempel, im Felsentempel vollzog, das Einswerden seines physischen Organismus mit der ganzen Erde. Deshalb der Felsen-tempel, deshalb der Erdtempel. In Wahrheit müssen wir uns ja -auch wenn wir in unserem heutigen gewöhnlichen Erdenbewußt­sein leben zwischen Geburt und Tod - in der Wirklichkeit eins fühlen mit dem, was uns im Kosmos umgibt. Und so war es ja während der ganzen irdischen Entwickelung der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Luft, die Sie jetzt in ihrem Leib haben, war ja kurz vorher außerhalb des Leibes, und sie wird kurze Zeit nachher wieder außerhalb des Leibes sein. Die Luft, die außerhalb Ihres Leibes ist, und die Luft, die innerhalb Ihres Leibes ist, ist ein Ganzes. Die ganze Erscheinung ist diese: Es ist ein Luftmeer da, und indem der Mensch einatmet, verwandelt sich ein Teil dieses Luftmeeres in den Menschen. Die Luft ist aufgenommen, sie dringt überall&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|31}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hinein, sie füllt den Menschen aus, sie wird selbst menschliche Form. Diese Form löst sich beim Ausatmen sogleich wieder auf in das Luftmeer. Es ist ein fortwährendes Entstehen und Vergehen des luftförmig gestalteten Menschen. Es fällt uns nur nicht ins Bewußtsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der alte indische Yogi seine Atemübungen bewußt voll­zogen hat, war das jedesmal auch in seinem Bewußtsein. Er fühlte sich nicht abgesondert, sondern eins mit dem ganzen Luftmeer der Erde, er fühlte das fortwährende Entstehen und Vergehen des luftförmigen Menschen in jeder Systole und Diastole. Das kann man ohne weiteres durch bloße Atemübungen erleben, die nur heute nicht mehr angemessen sind für die Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Mensch ist ja nicht bloß im Physischen irdischer Mensch. Er ist irdischer Mensch, indem vorzugsweise das tätig ist, was wir den physischen Leib nennen, er ist aber auch Flüssig­keitsmensch. Der ganze Mensch ist ausgefüllt von der in ihm zir­kulierenden Flüssigkeit, wodurch irdischer Mensch und Flüssig­keitsmensch aufeinander wirken und sich gegenseitig beeinflus­sen. Der Flüssigkeitsmensch ist vorzugsweise abhängig von dem Ätherleib, denn die Kräfte des Ätherleibes wirken weniger in dem, was fest ist, sondern mehr in dem, was flüssig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann tragen wir noch den Luftmenschen und den Wärme-menschen in uns. Der Luftmensch, der die Atmung besorgt, steht unter den Kräften des astralischen Leibes, und der Wärmemensch ist vorzugsweise unter die Wirkung der Ich-Organisation gestellt. Sie brauchen nur sich daran zu erinnern, daß, wenn Sie mit dem Thermometer an irgendeiner Stelle des Körpers messen, außen oder innen, diese Temperatur differenziert ist. Schon bei dieser groben Art der Wärmemessung zeigt sich, daß der Mensch ein differenzierter Wärmeorganismus ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So finden wir im Menschen die vier Elemente: die Erde unter dem Einfluß des physischen Leibes, das Wasser unter dem Ein­fluß des Ätherleibes, die Luft unter dem Einfluß des astralischen Leibes, und die Wärme, das Feuer, unter dem Einfluß der Ich-Organisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|32}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was durch die Transsubstantiation im Verein mit der Kommunion bei den alten Vätern bewirkt worden ist, ist das, daß sie nun die physische Organisation in Zusammenhang mit der Erde fühlten, wenn sie sich in den Felsen- oder Erdtempel bege­ben hatten, um unmittelbar zusammenzuwachsen mit dieser irdi­schen Entwickelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was der Mensch heute denkt über seine eigene Wesenheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- wie er sagt: wissenschaftlich denkt -, ist ja eigentlich grund­falsch, ist ja im Grunde genommen Unsinn. Alles, was sich auf den Menschen bezieht, muß ganz anders vorgestellt werden. Und diese Vorstellungen ergaben sich für die alten Väter aus dem hei­ligen Menschenweiheopfer durch eine unmittelbare Anschauung infolge der Transsubstantiation. Sie wußten, wir atmen nicht nur Luft durch unsere Atmungsorgane, wir nehmen fortwährend aus dem Kosmos alle möglichen Stoffe durch unsere Sinnesorgane auf; durch das Haar, durch die Haut werden fortwährend alle möglichen Stoffe aus dem Kosmos aufgenommen. Und so, wie der bewußt Atmende die Luft einziehen fühlt in seine Atmungs­organe, so fühlte der alte Priester aus der Kieselumgebung, in der er im unterirdischen Weihetempel war, die Substanzen in sich übergehen und seine Nerven-Sinnesorganisation durchdringen. So wie der Luftmensch die Luft weitergehen fühlt, wenn er be­wußt atmet, so durchdringen diese Substanzen den ganzen Orga­nismus. Der alte Priester wußte, daß der Stoffwechsel-Glied-maßen-Mensch in seiner substantiellen Zusammensetzung nichts hat von dem, was man ißt. Nichts von dem, was man ißt, geht in den Stoffwechsel-Gliedmaßen-Menschen hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Substantielles wird aufgenommen aus dem Kosmos. Die ganze Ernährungstheorie von heute ist in Wahrheit unwahr. Dasjenige, was gegessen wird und umgewandelt wird durch die Verdauungs­Organisation, das fühlte der zelebrierende Vater den Weg nehmen vom Stoffwechsel-Menschen zum Nerven-Sinnes-Menschen, vor­zugsweise zum Kopf, und er wußte: Was du ißt, wird in dir ver­wandelt zur Substanz des Hauptes und desjenigen, was damit zusammenhängt. Gerade das aber, was in dir die Organe bildet,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|33}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
welche den Stoffwechsel besorgen, wird aus dem Kosmos durch eine feinere Atmung aufgenommen. Und so fühlte er die Substan­tialität des Kosmos von allen Seiten aufgenommen durch die Sinne und Nerven und konstituieren seinen Stoffwechsel-Glied-maßen-Menschen. Er fühlte die nach unten gehende Strömung, die von allen Seiten des Kosmos ihren Ursprung nimmt und von oben nach unten in seinen Organismus strömt. Und er fühlte, daß das, was der Mensch unmittelbar als Nahrung aufnimmt und was im Körper verwandelt wird, den umgekehrten Weg nimmt und gerade den oberen Menschen konstituiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine abwärtsfließende und eine aufwärtsfließende Strömung hatte der Vater in sich, indem er die Transsubstantiation vollzog. Vollzog er dann die Kommunion, so wußte er, weil sein physi­scher Leib ihm in diesen Strömungen bewußt geworden war, sich in Zusammenhang mit dem Kosmos. Er einverleibte das, was er eben durch das Zelebrieren auf dem Altar erhalten hatte, der von oben nach unten gehenden und der von unten nach oben gehen­den Strömung in sich; er einverleibte, indem er eins geworden war mit der Erde, das, was er auf dem Altar zubereitet hatte, mit Strömungen, die gemeinsam der Erde und seinem Leib angehören, mit dem Göttlichen auf der Erde, das ein Spiegel ist des Uni­versums. Er wußte sich eins mit dem Universum, mit dem, was außerhalb war. Er wußte, daß diese Mahlzeit, die er auf diese Weise eingenommen hatte, eine Mahlzeit war, die sein kosmischer Mensch vollzog. Aufgehen fühlte er durch das, was einströmte in die nach abwärts und in die nach aufwärts gehende Strömung, den göttlichen Menschen selber, der ein Genosse der herabgestiegenen Götter sein durfte. Er fühlte sich von den Göttern in seinem physischen Leibe zum göttlichen Menschen umgestaltet, selber transsubstantiiert. Und in diesem Augenblick war es, daß er aus dem tiefsten Herzen das aussprach: Ich bin jetzt nicht der, der da herumgeht in der physischen Welt; ich bin der, in dem der Gott, der herabgestiegen ist, lebt; ich bin der, dessen Name alle Laute umfaßt, der gewesen ist im Anfang, der ist in der Mitte, der sein wird am Ende. Ich bin das Alpha und das Omega.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|34}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es hing dann ab von der Art und Weise, wie sein Inneres durch dieses Erfühlen sich gestaltete, wieweit er wirklich teilneh­men konnte an den Geheimnissen des Kosmos, an dem göttlichen Wirken und Schaffen im Kosmos, an dem Sich-Offenbaren der Kräfte und Substanzen und Wesenheiten im Kosmos unter dem göttlich-geistigen Schaffen. Das war das Wirken des Priesters in den alten Mysterien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir in die halbalten Mysterien, dann finden wir, daß da innerhalb der Tempel, die nun nicht mehr aus denselben Sehnsuch­ten heraus in das Unterirdische der Erde verlegt wurden - oder wenn sie dahin verlegt wurden, so geschah es aus Tradition, es wurde nicht mehr lebendig verstanden, aber es lebte gerade dadurch die Tradition weiter, auch wenn sie den lebendigen Inhalt verloren hatte -, daß da in den Tempeln, die bereits über die Erde herauf sich erhoben hatten, namentlich alles das eine große Rolle spielte, was Weihwasser ist, was Waschungen sind, was solche Opferhandlun­gen sind, die mit dem Wasser zusammenhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind ja noch solche Traditionen vorhanden geblieben in dem Vollziehen der Taufe, in dem Untertauchen ins Wasser beim Tau­fen. Es handelt sich hier darum, daß nun dasjenige, was der Prie­ster vollzog, weniger mit dem unmittelbaren Elemente zusam­menhing, sondern daß schon durch die aufgewandte innere Kraft der Opferhandlung nunmehr eins wurde mit dem Universum der Flüssigkeitsmensch, der Mensch, in dem die Kräfte des Ätherlei­bes wirken. Es war so, daß jetzt, wenn die Transsubstantiation vollzogen wurde und wenn alles das in der Weihehandlung vor­ausging und folgte, was in irgendeiner Weise zu tun hat mit dem flüssigen Element, daß dann der Mensch wieder fühlte, wie in ihm nunmehr zeitlich arbeitete die Organisation des ätherischen Lei­bes. Und im Vollzug der Transsubstantiation fühlte der Mensch, wie gewissermaßen sein Wachstum von Kindheit auf sich gestal­tete unter dem Einfluß des flüssigen Elementes in ihm, wie es sich weitergestaltete und wie in diesem Strömen von der Vergangen­heit durch die Gegenwart bis in die Zukunft hinein der Ätherleib wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|35}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sich durch den physischen Leib die alten Priester eins fühlten mit dem irdischen Element, so fühlte sich der Transsub­stantiierende in den halbalten Mysterien der zweiten Mysterien-epoche eins mit dem, was als Wäßriges im ganzen Kosmos lebt. Er fühlte die Wachstumskräfte von allen Wesen in sich selbst aufkeimen, sprossen, wachsen, sich entfalten zu dem entwickelten Organismus und sich wieder zusammenziehen zum Keim. Er fühlte diese sprossende, sprießende, lebende, sterbende Tätigkeit, indem er die Transsubstantiation vollzog. Er konnte sich in jedem Moment sagen: Jetzt weiß ich, wie Wesen in der Welt entstehen, wie Wesen in der Welt sterben. - Denn die aufsteigenden und die absteigenden Kräfte des Ätherischen waren in ihm tätig. Er fühlte sozusagen die Ewigkeit in der heiligen Transsubstantiation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir wiederum zusammennehmen die Transsubstan­tiation mit der Kommunion als eine einheitliche Opferhandlung, Weihehandlung, dann wußte der kommunizierende Priester von dem Aufgehen der auf diese Art verwandelten Substanzen, wie es gestern geschildert worden ist, in seinem ätherischen Wasser­Menschenwesen. Eins fühlte er sich da mit allem, was bewahrt die Unsterblichkeit, was entsteht und vergeht, geboren wird und stirbt im Weltenall. Geburt und Tod wehten über den Altar und vom Altar in die Schar der Gläubigen hinein. Es war ein Durch­strömtwerden mit Ewigkeitsgefühlen. Und dieses Durchströmt-werden mit Ewigkeitsgefühlen war eben dasjenige, das an die Stelle des Alten getreten war, das ein Sich-Einsfühlen war mit dem gesamten Kosmos durch die Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als dann das dritte Zeitalter heraufkam, sollte gerade der Mensch in der heiligen Weihehandlung bewußt miterleben sein Einswerden mit dem Luftelement und durch das Luftelement mit dem Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer anderen Weise wurde drüben im Orient bei dem als Menschenindividualität einsam strebenden Yogi bewirkt, daß er sich bewußt wurde des Strömens göttlich-geistiger übersinnlicher Weltenkräfte im Einatmen und im Ausatmen. Der Yogi ergriff direkt den Atem. Schon in Westasien, noch mehr in Europa,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|36}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde nicht mehr direkt, unmittelbar der undifferenzierte Atem ergriffen, sondern es wurde in den Atem hinein intoniert das magische Wort. Dadurch wurde im magischen Wort, im Kult­wort, der Atem, die im Menschen ein- und ausströmende Luft erfaßt. Daher kam es, daß in dem, was entweder in den Opfer­rauch gesagt wurde oder was unmittelbar durch die Intonation des magischen, des Kultuswortes erlebt wurde, sich offenbarte das Hinaufstreben der menschlichen Kräfte zu den göttlichen Kräf­ten. Man fühlte gewissermaßen: Man selber intonierte das magi­sche, das Kultuswort, das Gebetswort. - Jedes Gebet hat im Grunde genommen diesen Sinn: Der Mensch bemüht sich, mit seinen Kräften hinaufzusteigen in die göttlich-geistige Region; er begegnet da den Göttern. Und indem er da das Wort intoniert, spricht nicht mehr er, sondern es spricht im Kultwort die sich offenbarende Gottheit; sie offenbart sich im Luftelement. Der Mensch fühlte sich von seinem eigenen Astralleib aus in demjeni­gen, was die Kräfte der Luft beherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun müssen Sie sich einmal überlegen, wie groß, wie stark der Übergang war von den halbalten Mysterien zu den halbneuen Mysterien, von der zweiten in die dritte Epoche. Das, was die alten Väter erlebten, wurde ja im physischen Leib erlebt. Es war eine Steigerung der Tätigkeit des physischen Leibes. Das, was der Son­nenpriester der zweiten Epoche erlebte, war eine Steigerung des Ätherleibes, des Flüssigkeits-Menschenleibes. Das, was der Priester der dritten Epoche erlebte, indem er das Kultwort intonierte und da erlebte das Strömen der göttlich-geistigen Kräfte, das wurde im Astralleib erlebt. Der astralische Leib ist für das gewöhnliche Bewußtsein da schon nur mehr zum geringsten Teil ein Vermittler des Bewußtseins gewesen. Nur in den älteren Zeiten der dritten Epoche konnten die Priester noch im magisch gesprochenen Kult-wort erfühlen: Indem ich spreche, spricht der Gott in mir. - Dann aber nahm das ab. Der astralische Leib blieb in seinen Wirkungen unbewußt dem Bewußtsein, das immer mehr heraufkam. Er ist ja völlig unbewußt dem heute vorhandenen Bewußtsein. Daher wur­de nach und nach der verbale Inhalt des Kultus etwas, was bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|37}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denjenigen, die berufen waren, die göttliche Gegenwart bedeuten konnte, und bei denen, die unberufen waren, das Intonieren eines ihnen nicht zum Bewußtsein Kommenden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ja dann immer mehr so geworden bei einer großen Anzahl der Priester, die im Katholizismus dienten. Es kam daher so, daß die Menschenweihehandlung, die Messe, nach und nach das wurde, was allerdings der Priester zelebrierte, in dem er aber nicht mehr selbst anwesend war. Aber man kann nicht mit diesen intonierten Worten zelebrieren, ohne die Inkorporation von Luft-wesenheiten, das heißt, ohne daß Geistigkeit anwesend ist. Es gibt nirgends ein gestaltetes Materielles, in dem nicht sofort Geistig­keit Platz greifen würde. Und so ist, wenn mit dem wirklichen Kultwort die Weihehandlung zelebriert wird - sei es auch durch den unwürdigsten Priester -, vielleicht nicht seine Seele, aber immer Geistiges vorhanden; so daß in der Tat der Gläubige unter allen Umständen, wenn die Liturgie eine richtige ist, einem geisti­gen Vorgang beiwohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nachdem das im letzten Stadium der dritten Epoche im­mer mehr dekadent wurde, glaubten die mehr nach dem Rationa­listischen hin arbeitenden Bekenntnisse, die evangelischen Be­kenntnisse, das Zelebrieren im Kultus überhaupt von sich abwer­fen zu können. Es war kein Bewußtsein von der Bedeutung des Kultus mehr vorhanden, von der unmittelbar realen Zusammen­arbeit der Menschen mit den Göttern. Das hat dann die Zeiten innerlichen Erlebens herbeigeführt, in denen wir heute leben. Die Menschenweihehandlung, die unmittelbar das göttlich-geistige Leben herunterbringt auf die Erde, wurde allmählich etwas Un­verstandenes. Was durch sie erlebt werden soll, Apokalyptik, wurde etwas Unverstandenes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das waren im Grunde genommen die Erlebnisse, die diejenigen von Euch gehabt haben, die da eines Tages gekommen sind und gesagt haben: Es muß eine christliche Erneuerung eintreten. - Sie empfanden das, was in der heutigen Zivilisation lebt und was auch im religiösen Leben der heutigen Zivilisation lebt, sie empfanden das religiöse Leben aller Konfessionen bereits als getrennt von der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|38}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wirklichen, realen geistigen Welt. Sie suchten den Weg wieder zur wirklichen, realen geistigen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es ja, was wegweisend ist und was uns zugleich in die Tiefe der Mysterien hineinführen wird, die mit der Apokalypse zusammenhängen: daß die Transsubstantiation in der ersten Epo­che zusammenhängt durch das Erleben mit dem physischen Leib, in der zweiten Epoche durch das Erleben mit dem Ätherleib und in der dritten Epoche durch das Erleben mit dem Astralleib; und an Euch, an Eurem innerlichen Erleben des Wirkens und Webens der Geistigkeit in der Welt hängt es, daß die Weihehandlung und die Apokalyptik von dem Ich der Menschheit ergriffen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist aber jede richtige Auffassung von dem, was durch diese Bewegung für religiöse Erneuerung getan werden soll, davon abhängig, daß dies zu Tuende unmittelbar aufgefaßt werde als die Ausführung einer uns gestellten, einer uns übersinnlich gestellten Aufgabe, einer Aufgabe, die in den Dienst der übersinnlichen Mächte das stellt, was sie tut. Denn entweder muß das, was Ihr tut, in das Wesenlose verrinnen und nur eine Art von Störung gewesen sein in der jetzigen Evolution des Weltalls, wenn Ihr nicht die Tiefe Eurer Aufgabe erfaßt; oder aber Ihr erfaßt die Tiefe Eurer Aufgabe, Ihr fühlt diese Aufgabe von vornherein verbunden nicht mit dem Wirken von Menschen, sondern verbunden mit dem Wirken von Göttern durch die Erdenevolution hindurch. Dann müßt Ihr Euch sagen: Wir sind dazu berufen, die vierte Mysterienepoche der menschlichen Erdenentwickelung mitzugestalten. - Dann allein, wenn Ihr den Mut und die Kraft und den Ernst und die Ausdauer habt, in dieser Weise Euch in Eure Aufgabe zu finden, dann allein ist diese Aufgabe in den Dienst der Mächte gestellt, welche den Inhalt jenes Kultus haben unmittelbar herunterfließen lassen aus der geistigen Welt, als wir vor zwei Jahren hier zusammen waren. Dann allein ist das real, was Ihr durch den Inhalt dieses Kultus, der eine Offenbarung aus der geistigen Welt ist und der als solcher Euch überstrahlt hat, übernommen habt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann werdet Ihr immer mehr fühlen und empfinden, es war so: Der Christus ist zunächst in einer kosmisch realen, tellurisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|39}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
realen Handlung in das Erdenleben eingezogen. Das Myste­rium von Golgatha ist als reale Handlung da. Der Mensch muß es in unserer Zeit mit seinem Ich erst vereinigen. Denn das erste Angedenken an das heilige Abendmahl war noch getaucht in die dritte Mysterienepoche, in die Epoche, wo der astralische Leib die in dem Luftigen sich vollziehenden Kultwirkungen aufnahm und beherrschte. Jetzt aber handelt es sich darum, daß mit voller Be­wußtheit der Mensch sein tiefstes Inneres verbindet mit dem Christus und anfängt, die Apokalypse in einer neuen Weise zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie verstand man in der ersten Mysterienepoche die Apo­kalypse? Man erlebte sie als die Anwesenheit der Götter, die da sind der Anfang, die Mitte und das Ende, das Alpha und das Omega.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie verstand man in der zweiten Mysterienepoche die Anwe­senheit der göttlichen Kräfte? Man erlebte sie in dem, was als Sphärenmusik durch die Welt klang, in dem vom Himmel zur Erde strömenden Weltenwort, das alles geschaffen hat, das in al­lem schafft, in allem lebt. Man erlebte in dieser Zeit dasjenige wie in einem Augenblick, was im Anfang, in der Mitte und am Ende ist. Man erlebte in dem kosmischen Weltenwort das Alpha und das Omega. Und immer, wenn in den verschiedenen Epochen von dem Alpha und dem Omega gesprochen wurde - gewiß mit anderen Lauten, aber eigentlich ähnlich noch den griechischen Lauten -, immer war das Bestreben da, zu erkennen, was eigent­lich in diesem Alpha und Omega enthalten ist, in dem Ersten und dem Letzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der dritten Mysterienepoche, wie verstand man da die Apokalyptik? Man verstand die Apokalyptik so, daß der Mensch das noch halbbewußte Kultwort entfaltete. Wenn der Mensch dies halbbewußte Kuitwort intonierte und dies sich selber transsub­stantiierte, wie ich es durch das folgende veranschaulichen kann, dann wurde in der dritten Epoche das Apokalyptische wahrge­nommen. Vielleicht hat jemand von Euch - oder die meisten von Euch - an einem Tage, wo er empfänglich mit Sinnen und Seele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|40}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Eindrücken der Außenwelt hingegeben sein konnte, irgend etwas Musikalisches gehört, ist mit diesem musikalischen Ein­druck schlafen gegangen, und ist dann mitten im Schlafen aufge­wacht. Da war es vielleicht so, wie wenn er lebte in einem Gewo­ge, aber in einem transformierten Gewoge desjenigen, was er am Tage als Symphonie gehört hatte. So war es bei den Priestern in der dritten Mysterienepoche. Es ist das, was für sie geschah, ver­gleichbar mit diesem trivialen Erleben, das ich eben herangezogen habe. Sie zelebrierten die Weihehandlung mit dem Kultwort, von dem sie erlebten, daß in ihm anwesend wurde die Gottheit. Sie hatten das Kuitwort hinaufgeschickt, die Gottheit war in das Kultwort eingeströmt. Sie gingen in jener Stimmung, in der es sich gebührt von der heiligen Handlung wegzugehen, von ihr weg, und sie erlebten in dem Transsubstantiierten nicht nur das, was menschliches Kultwort war, in dem anwesend wurde die göttliche Geistigkeit, sondern sie erlebten nun dasjenige, was sie ausgesprochen hatten, transsubstantiiert, transformiert; sie erleb­ten das übersinnliche Echo dessen, was sie selbst intoniert hatten in der Liturgie der Messe, indem es ihnen transformiert zuströmte und ihnen das Apokalyptische offenbarte. Der Gott offenbarte als Gegengabe für die entsprechend zelebrierte Opferhandlung das Apokalyptische. So empfand man das Apokalyptische in der drit­ten Mysterienepoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenige, der sich zum Priester gemacht fühlte durch den Christus Jesus selber, der Verfasser der Apokalypse, die uns be­schäftigen soll, er fühlte gewissermaßen als der erste, was nachher kaum je oder wenigstens nur von sehr wenigen wiedererlebt worden ist; er fühlte das Aufgehen des apokalyptischen Inhaltes in dem eigenen Ich. Denn der astralische Leib war es, der das Echo in sich aufnahm, von dem ich gesprochen habe, wo der Gott das Apokalyptische gab als Gegengabe gegenüber dem Worte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenige, der die Apokalypse des Johannes verfaßt hat, der fühlte sein vollbewußtes Ich eins mit jenem Inhalt, den er nieder­gelegt hat in der Apokalypse. Das war so, daß gerade aus dem längst verglommenen Opferdienst von Ephesus aus inspirierende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|41}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anregung kam für den von Christus Jesus selber sich gesaibt füh­lenden Priester, den Verfasser der Apokalypse, so daß er sich fühlte wie in einem fortwährenden Zelebrieren der uralt heiligen Weihehandlung. Er fühlte, wie dieses völlige Erfülltsein des Ich mit dem Sinn der Weihehandlung nun auch ein völliges Erfüllt-sein mit dem Inhalt des Apokalyptischen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist die Apokalypse so aus Johannes herausgesprochen, wie eigentlich im gewöhnlichen Bewußtsein einzig das Wörtchen «Ich» herausgesprochen wird aus dem Menschen. Wenn der Mensch «Ich» sagt, spricht er sein Inneres aus in diesen wenigen Lauten. Es kann nichts anderes damit gemeint sein als die eine, individuelle menschliche Wesenheit. Aber dieses eine enthält einen reichen Inhalt. Und ein reicher Inhalt ist der Inhalt der Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir alles das, was religiöses Fühlen und Vertiefen der Seele geben kann, wenn alles das, was als energisch angestrebte Erleuchtung, als Hinstreben zum Verständnis des Übersinnlichen, im Geiste des Menschen wirken kann, wenn wir uns anregen lassen durch die Betrachtung der drei vergangenen Mysterien-epochen, wenn dasjenige, was in der ersten, zweiten und dritten Mysterienepoche lebte, uns zum lebendigen Inspirator für die vierte werden kann, und wenn wir die Kraft des Geistes Gottes in der Seele wirken lassen, wie es heute wiederum möglich ist -, dann werden wir erleben können, daß es numerisch nicht nur eine Apokalypse gibt, sondern daß es so viele Apokalypsen gibt, wie menschliche Gott-hingegebene Iche aus den einzelnen Priestern zu Christus sprechen, der durch diese Bewegung für christliche Erneuerung wiedergefunden werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apokalypse bleibt eine ihrer Qualität nach, numerisch kann sie der Inhalt werden jeder einzelnen Priesterseele. Umge­kehrt, jede einzelne Seele, die die Menschenweihehandlung voll­zieht, kann Priesterseele werden dadurch, daß sie in sich die Vor­bereitung durchmacht, das Ich zu identifizieren mit dem Inhalt der Apokalypse. Wir sind als Menschen Iche, wir werden im modernen Sinne des Wortes Priester, wenn die Apokalypse nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|42}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bloß im Evangelium steht, wenn die Apokalypse aber auch nicht nur in unseren Herzen steht als ein fertig Geschriebenes, sondern wenn das Ich sich bewußt wird, daß es in jedem Augenblick des Lebens selbsterzeugend einen Abdruck der Apokalypse hervor­bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie dies als Bild: Jemand schreibt den Inhalt eines Buches. Es wird in die Druckerei geschickt. Es ist das ein schein­bar pedantisch-philiströses Bild, das Ihnen aber doch dienen kann. Das Buch wird gedruckt und geht in soundsovielen nume­risch voneinander verschiedenen, aber inhaltlich einsseienden Ex­emplaren in die Welt. Eines ist es, worauf Ihr hingewiesen werdet gleich im Beginn der Apokalypse, eines ist es, was von Christus selbst dem Johannes geoffenbart wird. Denn «dies ist die Offen­barung Jesu Christi, empfangen von seinem Diener Johannes» (Apk. 1, 1). Eines ist der Inhalt, aber vervielfältigt wird es im Selbsterzeugen dieses Inhalts aus der Weisheit der übersinnlichen Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist Verstehen der Apokalypse des Johannes. Das heißt aber auch, im tieferen Sinne des Wortes das Wort verstehen: Der Chri­stus hat uns zu Priestern geweiht. - Ihr habt gefühlt, was es be­deutet, wenn der Apokalyptiker sagt, ihn habe der Christus selber zum Priester gesalbt. Die Salbung zum Priester erfolgt, wenn gefühlt wird, wie in Johannes der Inhalt der Apokalypse entstan­den ist. Wenn gefühlt wird, daß diese Menschen von heute, die Priester werden wollen, es dadurch werden, daß sie selbsterzeu­gend in sich selbst das Ich in der Apokalypse erleben, wird das Ich apokalyptisch; dann ist das Ich priesterlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon dann morgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|43}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= DRITTER VORTRAG Dornach, 7. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben gestern hingewiesen auf den bedeutenden Einschnitt, der dadurch in der Menschheitsentwickelung entstanden ist, daß ja von der dritten Mysterienepoche an die Teilnahme des Men­schen am Kosmischen innerhalb der Menschenweihehandlung, die Transsubstantiation, sich vollzieht im astralischen Leibe. Das ist in demjenigen Glied der menschlichen Wesenheit, welches für das gewöhnliche Bewußtsein während des Schlafes herausgeht aus dem physischen Leibe, und das während der Zeit des Getrennt-seins vom physischen Leibe nicht empfänglich ist für Wahrneh­mungen aus der Umgebung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun machen wir uns einmal klar, wie dieser astralische Leib eigentlich im heutigen Menschen wirkt. Er ist es ja, der eigentlich die Gedanken über die Umgebung, die Gedanken, durch die wir die Welt begreifen, dem Menschen vermittelt. Denn in dem Augenblick, wo der astralische Leib aus dem physischen und dem ätherischen Leib fort ist, sind Gedanken über die Umgebung nicht mehr da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können diesen Gedanken noch dadurch ergänzen, daß wir uns klarmachen, daß die Ich-Organisation, das eigentliche Ich im Menschen, wie er heute ist, der Empfänger der Sinneseindrücke ist. Die Sinneseindrücke ersterben wiederum, wenn die Ich-Orga­nisation herausschlüpft aus dem physischen und dem Ätherleib. So daß wir zeichnen können: Hier ist der physische Leib des Menschen (Tafel 2), hier ist der Ätherleib des Menschen. Der astralische Leib und die Ich-Organisation sind ja während des Schlafes außerhalb. Diese Ich-Organisation liefert die Sinnesemp­findungen, die Sinneswahrnehmungen, wenn der Mensch wacht. Die Sinneswahrnehmungen sind daher nicht da im Schlaf, weil die Ich-Organisation nicht im physischen und im Ätherleib ist, und weil, während der Mensch schläft, die Ich-Organisation nicht für die Eindrücke der Umgebung empfänglich ist. Der astralische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|44}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leib liefert die Gedanken nur, wenn er im physischen und im Ätherleib ist. Wenn er aus diesen heraus ist, ist er unempfindlich für die Dinge der Welt und liefert keine Eindrücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser astralische Leib war es aber, der in der dritten Myste­rienepoche, als der Mensch durch das Kultuswort sich in Verbin­dung setzen sollte mit den göttlich-geistigen Wesenheiten, und der Priester durch alles dasjenige, was er durchmachte an vorbereiten­den Übungen, empfänglich dafür wurde, wie ich Ihnen beschrieben habe, in der Kommunion die Transsubstantiation in sich selber zu verarbeiten, und durch diese Verarbeitung der Transsubstantiation empfänglich zu werden für das Apokalyptische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieselbe Art des Vorganges muß nun von unserer gegenwärti­gen Epoche an stattfinden bei den Menschen in der Ich-Organi­sation. Diese Ich-Organisation muß so beschaffen werden, daß die Transsubstantiation von ihr erlebt werden kann, obwohl im gewöhnlichen Bewußtsein durch die Ich-Organisation nur Sin­neseindrücke erlebt werden können; und sie muß so beschaffen sein, daß sie durch die Transsubstantiation teilnehmen kann an dem Apokalyptischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür kann der Mensch wirklich heute empfänglich werden, das heißt, es kann der Mensch wirklich zum Priester werden, wenn er diejenigen Vorstellungen in sich aufnimmt, die wahrhaft spirituelle Abbilder der übersinnlichen Welt sind. Und damit haben wir im Grunde den inneren Zusammenhang gekennzeich­net zwischen der heute zu Recht bestehenden Esoterik und dem­jenigen, was in der Priesterseele leben muß. Wir haben das ge­kennzeichnet, was die Christengemeinschaft zum Träger eines wesentlichen Teils der neuen Mysterien machen kann. Wir müs­sen nur bedenken, wie eigentlich das beschaffen ist, was heute als Anthroposophie an die Menschen herantritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe oftmals ein Bild gebraucht. Ich sagte: Der Mensch ist ja heute geneigt, alles das als Inhalt der Erkenntnis in sich aufzu­nehmen, was irgendwie durch die äußere Wahrnehmung, durch das äußere Experiment gestützt ist. Er will aber alles das nicht als Erkenntnis aufnehmen, was nicht durch äußere Wahrnehmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|45}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder durch Experiment gestützt ist. Wer sich so verhält, der gleicht aber einem Menschen, der sagte: Auf der Erde muß jeder Stein, damit er nicht herunterfällt, gestützt werden; also müssen auch die Planeten im Weltall gestützt werden, damit sie nicht her­unterfallen. - Daß die Planeten sich ohne Stützen gegenseitig tra­gen im Weltall, ist heute selbstverständlich, weil es traditionell und autoritativ gelehrt wird. Daß die anthroposophischen Wahr­heiten auch solche sind, die nicht durch äußere Beobachtung oder durch das Experiment gestützt zu werden brauchen, sondern sich gegenseitig stützen und tragen, das wird vielfach bezweifelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Augenblick, wo man gewahr werden kann, anthropo­sophische Wahrheiten gelten dadurch, daß eine Wahrheit die an­dere stützt, so daß diese Wahrheiten sich gegenseitig stützen, in dem Augenblick fängt man auch an, die übliche Redensart nicht mehr zu gebrauchen: Ich sehe noch nicht selber hinein in die geistige Welt und kann daher nicht begreifen, was Inhalt der An­throposophie ist. - In dem Augenblick beginnt man damit, An­throposophie zu verstehen durch das gegenseitige Sich-Stützen ihrer Wahrheiten und kann sich dann weiter hineinarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aufgabe, das, was durch die Anthroposophie gegeben wird an Erkenntnissen über die geistige Welt, zu durchdringen, das ist es ja, was die Priesterschaft zunächst auf ihren inneren Weg bringen kann, auch bringen muß. Wir brauchen ja nur uns klar-zumachen, daß die Seelenverfassung, die Seelenstellung, in die der Mensch wirklich hineinkommt, wenn er in ehrlicher Weise An­throposophie zu seinem Besitz macht, geeignet ist, an so etwas wie die Apokalypse heranzutreten, so daß man sich sagen kann:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar ist die Apokalypse einmal vorliegend, aber diese Apokalyp­se, indem ich sie auf mich wirken lasse, wird in jedem ihrer Bilder, in jeder Imagination, eins mit meinem eigenen Ich. - Und es kommt dann der Augenblick, wo diese Apokalypse nicht nur eigene Erfahrung, sondern eigenes Erzeugnis des menschlichen Ichs sein kann. Wir müssen nur versuchen, an die Apokalypse in einem anthroposophischen Sinn heranzutreten. Einen anderen Zugang zu ihr gibt es heute nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|46}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden wir einmal versuchen, zunächst einige Haupt­punkte der Apokalypse spirituell zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Satz «Ich bin das Alpha und das Omega» (Apk. 1, 8) versteht man nur, wenn man weiß, daß der Laut A - Alpha - in alten Zeiten nicht jener abstrakte, gesonderte, nichtsbedeutende Bestandteil des Wortes war, als den wir ihn heute empfinden, sondern der Laut war wirklich wert, eine Benennung zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschheit hat ja die Laute der Sprache, die eigentlich ein so großes Mysterium umschließen, in einer merkwürdigen Weise behandelt. Die Menschheit hat die Laute der Sprache behandelt wie ein Polizeisoldat einen Verbrecher behandelt. Sie hat die Lau­te der Sprache numeriert, wie wir die Verbrecher numerieren, wenn sie in ihre Zelle kommen. Und wie sie da ihre Namen ver­lieren und Nummern bekommen, so haben auch die Laute durch die Numerierung ihre Wesenheit überhaupt verloren. Es ist das bildlich gesprochen, aber es ist eine volle Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn gehen wir zurück hinter jene romisch-lateinische Zeit, in der man die Laute numeriert hat, dann finden wir in der Mensch­heit das volle Bewußtsein davon - was ja im Hebräischen durch­aus der Fall war -, daß der Laut mit vollem Recht einen Namen Iragen kann, daß man zu ihm sagen kann: Alpha - oder Aleph im IIebräischen -, weil er eine Wesenheit ist, weil er ein Göttliches ist, ein übersinnlich Wesenhaftes. Und schauen wir uns diesen ersten Laut des sogenannten Alphabets an, so haben wir schon eine Art von geistiger Begriffsentwickelung durchzumachen, wenn wir darauf kommen wollen, was das Alpha eigentlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen, Anthroposophie geht zurück bei der Darstellung der Evolution des Irdischen zu den vorirdischen planetarischen Daseinsstufen Mond, Sonne, bis zum Saturnzustand, und es wird versucht, dasjenige heraufzuholen innerhalb der Betrachtung der Weltentwickelung, was mit der Evolution des Menschen zusam­menhängt. Denn auf dem alten Saturn finden wir den ersten kos­mischen Menschenkeim, der dann, nach den mannigfaltigsten Transformationen durch die Daseinsstufen von Sonne, Mond und Erde, der heutige physische Menschenleib geworden ist. Der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|47}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mensch ist schon auf dem alten Saturn in seiner ersten Keim-anlage vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht ist für denjenigen, der mit ernster Ehrlichkeit die Wahrheit auf diesem Gebiete durchschauen will, doch von großer Bedeutung, einmal die Frage aufzuwerfen: Wie war das Erleben dieses Menschenkeimes auf dem alten Saturn? Das Leben auf dem alten Saturn war in Wärmezuständen verlaufend. Wärme- und Kältedifferenzen nahm der Mensch in sich auf. Der Mensch lebte in solchen Zuständen, die ihm von den Wärmeverhältnissen des Kosmos viel sagten, die ihm auch viel Geistiges sagten, die ihm aber nur ein gewisses Gebiet des Geistigen erschlossen, das wirkte in Wärme- und Kältedifferenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir dann vorschreiten von dem alten Saturn zur alten Sonne, so finden wir, daß nun der Mensch innerhalb seines physi­schen Körpers so lebte, daß dieser physische Körper nun differen­ziert ist in Wärme und Luft, so daß der Mensch im Sonnendasein einen aus Wärmeäther und dem Luftelement bestehenden Organis­mus hatte. Wir haben da schon im Menschen selber eine Differen­zierung. Der Mensch wird innerlich reicher. Er nimmt nicht nur Wärmedifferenzen wahr, wie er es während des Saturnzustandes der Erde erlebte, sondern es taucht auch etwas auf, was man ein Innerliches nennen kann. Was Wärme ist, nimmt der Mensch auf der Sonne wahr, aber er nimmt auch einen innerlichen Atmungs­rhythmus in sich wahr, der wiederum Geheimnisse des Kosmos ausdrückt, der ein Spiegelbild ist von Geheimnissen des Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir brauchen nur darauf hinzuschauen, wie die menschliche Wesenheit reicher wird, indem sie sich entwickelt in der Zeit vom Saturnzustand zum Sonnenzustand der Erde, und wiederum reicher wird, während die Erde vom Sonnenzustand zum Mond-zustand sich entwickelt, und vom Mondzustand zur Erde. Und noch reicher wird die menschliche Wesenheit werden, indem sie sich weiterentwickelt durch die zukünftigen planetarischen Zu­stände hindurch bis zum Jupiter und weiter bis zum Vulkan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen wir uns: Wie war das Verhältnis des Menschen zur Welt auf dem alten Saturn? Das Verhältnis des Menschen zur Welt war&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|48}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf dem alten Saturn so, daß er von der Welt zwar quantitativ unendlich viel in Wärmedifferenzen wahrnahm, aber qualitativ zunächst noch wenig. Noch wenig Welt war in dem Menschen. Der Mensch war zwar als Mensch vorhanden, aber er war sozu­sagen bloß Mensch, es war noch nicht viel Welt in ihm. Indem er vorrückt durch Sonne, Mond, Erde, bis zum Jupiter, wird sein Inneres mehr und mehr von Welt erfüllt. Immer reicher wird sein Leben an Welt. Hier auf der Erde haben wir schon ein großes Stück Welt in uns. Und wenn einst die Erde angekommen ist in dem Stadium, wo sie wieder vergehen wird, dann wird der Mensch ein großes Stück Makrokosmos in irdischen Abbildern verarbeitet in sich tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir tragen schon einen Teil des Kosmos in uns, aber mit dem gewöhnlichen Erkennen weiß man es nicht. Indem der Mensch aufrückt durch Imagination, Inspiration, Intuition zum Geist-Erkennen, wird zugleich sein inneres Erleben immer großartiger und großartiger im Seelischen. Ach, was ist das Auge des Men­schen, wie es heute das gewöhnliche Bewußtsein kennt! Aber dieses Auge des Menschen ist in jeder seiner Einzelheiten ein Kosmos, großartig und gewaltig wie der Makrokosmos. Wunder­bar enthüllt sich jedes einzelne Organ im Menschen schon im physischen Leib als eine Welt. So daß der Mensch, wenn er um sich blickt als Initiierter, eine Welt sieht, eine Welt da unten mit ihren Elementen, oben mit den Sternen, mit Sonne und Mond. Schaut er in sich: Jedes Organ, Auge, Ohr, Lunge, Leber und so weiter ist für sich eine Welt, und ein großartiges Ineinanderwir­ken von Welten ist dieser physische Leib des Menschen: Welten, die fertig sind, Welten, die erst im Keime sind, Welten, die sinn­lich sind, die halb übersinnlich, die ganz übersinnlich sind. Der Mensch trägt wahrhaft, indem er sich durch Evolutionen hin­durch entwickelt, immer mehr Welten in sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So können wir unterscheiden den Menschen im Beginn der alten Saturnentwickelung, wo er ganz im Anfang des Menschseins ist, aber noch nicht Welt in sich trägt. Das erste, was der Mensch während der alten Saturnentwickelung erhalten hat, war die Empfindung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|49}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
daß er Wärmekörper war, daß er den Umfang dieses Wärmekörpers wahrnahm. So daß wir sagen können, schematisch: Der Mensch empfand sich auf dem alten Saturn als Wärme, aber er empfand nach und nach, nachdem er sich zuerst als eine Art Wärmemolluske gefühlt hatte, etwas wie eine Ansammlung von Wärme, dann etwas wie eine äußere Haut, eine Wärmehaut, eine etwas kältere Umhüllung, als die Wärme in ihm war. Das Innere fühlte er etwas wärmer, in mannigfaltiger Differenzierung, außen die Wärme von der geringsten Intensität als Wärmehaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sprechen das in unserer Sprache heute aus, aber unsere Sprache hat etwas Abstraktes, unsere Sprache zaubert nicht das Großartige einer solchen Vorstellung vor unsere Seele, wenn wir hineinsehen in die vergangenen Zeitenläufe bis zum alten Saturn zurück. Aber diejenigen, die nur ein wenig von dieser Anschau­ung berührt werden, werden wiederum berührt von der heiligen Scheu, in der diese Dinge angesehen wurden in den alten Myste­rien. Noch in den altgriechischen chthonischen Mysterien sprach man von diesen Dingen so, daß man in einer gewissen Weise den Saturnmenschen kannte, der noch nicht die Wärmehaut hatte, und man wußte von diesem Saturnmenschen, daß er als erstes von der umgebenden Welt die Wärmehaut angenommen hat, die in ihrer Konfiguration die Welt nachahmte. Das war das erste, was der Mensch von der Welt angenommen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schaute damals seelisch-subjektiv das aus, was der Mensch, als er noch ein Wärmemensch war, in sich erlebte? Er erlebte in sich reine Verwunderung über die Welt. Wenn es ausgedrückt werden soll, was er erlebte, so war es reine Verwunderung. Denn man kann die Wärme nicht anders begreifen denn als reine Ver­wunderung. Äußerlich ist es Wärme, innerlich wird es empfunden als reine Verwunderung. Bloß weil die Menschen so unendlich tolpatschig geworden sind mit ihren Begriffen, sprechen sie von der Unerklärbarkeit des «Dinges an sich» wie der alte Kant. Das «Ding an sich» der Wärme ist Verwunderung; und der Mensch war als Saturnmensch ebensogut Verwunderung, wie er Wärme war. Er lebte in Verwunderung, in Staunen über sein eigenes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|50}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dasein, denn er kam nun erst in dieses Dasein. Das ist Alpha: Der in Verwunderung lebende Wärmemensch, der Saturnmensch. Und das erste, was der Mensch als Welt, als das Gehäuse der Welt empfand, die Haut, das ist Beta, das Haus, dieses Haus des Men­schen. Der Mensch in seinem Haus, in seinem Tempel. Und das Haus war das erste, was der Mensch von der Welt bekommen hat; die Haut - Beta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gehen wir so durch das Alphabet, so gehen wir damit durch die Welt. Indem der Mensch alles, was Welt ist, nach und nach aufnimmt und mit seinem ganzen Wesen vereint, bis er der­einst auf dem Vulkan den ganzen Umfang der Welt, dieses ganze große All, zu dem er gehört, mit sich vereinigt haben wird, da wird er derjenige sein, der er war im Beginn der Saturnentwicke­lung und die ganze Welt. Er wird sein Alpha und Omega, der Mensch, und in ihm alles vereinigt, was Welt ist. Mit dem «Ich bin das Alpha und das Omega» der Apokalypse des Johannes haben wir das bezeichnet, was der Mensch sein wird am Ende der Vul­kanzeit. Am Ende der Vulkanentwickelung wird auch der Mensch sagen dürfen: Ich bin das Alpha und das Omega.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir von dem aus, was wir uns vorgestellt haben als Anfang, Mitte und Ende der Menschheitsevolution, zu dem My­sterium von Golgatha. Wir haben jene Wesenheit, die in Jesus sich verkörperte durch das Mysterium von Golgatha, ungefähr in der halben Weltzeit der menschlichen Entwickelung auf dem Standort in der Weltenevolution, auf dem der Mensch am Ende der Vulkanentwickelung sein wird. Wir haben da die Wesenheit als Gott, die der Mensch als Mensch am Ende der Vulkanentwicke­lung sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worin besteht das Gott-Sein gegenüber dem Menschsein? Das Gott-Sein gegenüber dem Menschsein besteht darin, daß in der Zeitenreihe der Gott vorher das ist, was der Mensch später sein wird. Sagen Sie nicht, dadurch würde der Gott zum Menschen heruntergeholt oder zum Menschen gemacht. Das wird er nicht. Denn für die übersinnliche Anschauung ist zwar die Zeit - wenn ich mich des paradoxen Ausdruckes bedienen darf - gleichzeitige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|51}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Realität. Der Abstand zwischen dem Menschen und Gott aber erscheint in dem, was zur Zeit des Mysteriums von Golgatha stattfindet. Man darf, wenn man diese Verhältnisse ins Auge fas­sen will, nicht verschiedene Zeiten und nicht Wesen verschiedener Zeiten miteinander in ein Verhältnis bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, in solchen Schriften, wie die Apokalypse des Johan­nes eine ist, ist vieles noch ausgedrückt in der Mysteriensprache und kann nur verstanden werden, wenn es aus der Mysterienspra­che herausgeholt wird. Und es darf durchaus nicht überraschen, daß der Verfasser der Apokalypse in der Mysteriensprache spricht, denn in seiner Zeit war das den Menschen noch geläufig. Sie wußten damals noch, daß die Laute übersinnliche Wesenhei­ten sind, daß Alpha der Mensch als übersinnliche Wesenheit an seinem Anfang ist, und daß, wenn man vom Alpha zum Beta kommt, man sich vom Menschen zur Welt, das heißt auch zur göttlichen Welt wendet, und daß, wenn man durch alle Laute des Alphabets hindurch bis zum Omega kommt, man die ganze gött­liche Welt in sich schließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist im Grunde genommen das Erschütternde, daß wir heute die Laute nur so erleben, daß sie für uns Trivialitäten sind. Denn was sind alle die Laute anderes für uns als Trivialitäten? Wer nur das Abc kennt, kennt nicht viel. Das sind Trivialitäten. Aber diese Trivialitäten, sie weisen im Ausgangspunkt hin auf göttlich-geistige Wesenheiten, und unsere trivialen Buchstaben sind die Abkömm­linge von dem, was für die Menschheit einstmals göttlich-geistige Wesenheiten waren. Das ganze Alphabet war eine Summe von solchen göttlich-geistigen Wesenheiten. Götter waren die Laute, die von allen Seiten an den Menschen herantönten. Die Laute A, B - Alpha, Beta -: der Mensch, der Mensch in seinem Haus und so weiter. Alpha und Omega: der Mensch mit der ganzen Welt. Die Laute empfand der Mensch als dasjenige, was - wenn er es aus­sprach - ihn durchdrang mit Geistigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in dem Intonieren der Kultussprache in der dritten Myste­rienepoche noch da war, das war der letzte Rest dieses Lebens des Göttlich-Geistigen in den Lauten. Das wurde in den allerältesten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|52}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeiten noch voll verstanden. Wenn der Mensch nacheinander das intonierte, was heute unser abstraktes traditionelles Alphabet ist, da intonierte er das Weltenwort. Durch das, was er intonierte, verband er sich mit allen Göttern: Im Urbeginne war das Wort. -Das heißt dasselbe, wie wenn der Christus sagt: Ich bin das Wort -, oder wenn er sagt: Ich bin das Alpha und das Omega.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, die Apokalypse ist noch in der Mysteriensprache abgefaßt und sie bedient sich noch solcher Bezeichnungen, die an die große Zeit erinnern, wo der Mensch den Makrokosmos als sprechendes Weltall gefühlt hat. Wir haben heute das, was in alten Zeiten ein höchstes Geistiges war für die Menschen, die Laute der Sprache, abgeschattet zur Trivialität. Wir müssen fühlen können, was da geschehen ist. Was ist denn geschehen? Die Laute sind da, aber die Götter sind für den Menschen nicht mehr in den Lauten da. Die Götter haben die Laute verlassen. Und die ahrimanischen Wesenheiten stecken auf dämonische Art in unseren Lauten. Die Volksvorstellung, daß die Laute unserer Sprache, wenn sie nur-mehr fixiert werden, etwas von schwarzer Magie in sich enthalten, ist durchaus nicht unbegründet. Darin ist eine gesunde Volksvor­stellung enthalten. Denn die göttlichen Laute von ehemals sind ahrimanisiert. Die Götter von ehemals haben die Laute verlassen, ahrimanische Wesenheiten sind eingezogen. Und wenn wir nicht wieder den Weg zurück finden auf diesem Gebiet, dann wird der Mensch schon durch die Sprache sich immer mehr mit ahrimani­schen Mächten durchdringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So fühlend gegenüber der Sprache müssen wir an die Apoka­lypse herantreten. Dann wird uns erst in aller Größe und Gewalt dasjenige erscheinen, was in der Apokalypse vor unsere Seele gestellt ist. Denn was will der Verfasser der Apokalypse? Er will das, was auch alle anderen wollen, die zu Recht von Christus so sprechen, daß sie aus der Erkenntnis heraus sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes will den Christus vor die Menschheit hinstellen. Er macht aufmerksam darauf, daß der Christus da ist. Er beginnt die Apokalypse damit, daß der Christus da ist. Denn nimmt man die ersten Worte der Apokalypse und übersetzt sie sinngemäß in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|53}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unsere Sprache, so heißt es nicht anders als: Sieh die Erscheinung Jesu Christi! Sieh hin, ich will sie dir zeigen, diese Erscheinung Jesu Christi, die Gott gegeben hat!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst also wird durch den Verfasser der Apokalypse in seiner Art, eben auf apokalyptische Art, darauf hingewiesen, daß der Christus vor der Menschheit erscheinen will. Aber er macht zu­gleich darauf aufmerksam, daß er nicht bloß von der Erscheinung, von der Imagination Jesu Christi, die gewissermaßen ein Schauen voraussetzt, berichten will, sondern er will auch darauf aufmerk­sam machen, daß die göttliche Weltenmacht, die diese Erschei­nung hereingestellt hat in die Welt, dasjenige, was sie in die Sicht­barkeit gestellt hat, auch in Worten zum Ausdruck bringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Worte, die von Gott selbst sind, sie sind die Interpreta­tion der Erscheinung Jesu Christi und Gott hat sie geschickt durch einen Engel an seinen Diener Johannes. So müssen wir den Anfang der Apokalypse auffassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist da eigentlich von einem Zweifachen die Rede: Es ist die Rede von einem Imaginativen, von einem Bilde des Christus, und von dem, was die Botschaft des Christus ist. Und das, wovon in dem zweiten Satz gesprochen wird, daß es von Johannes bekräf­tigt und bezeugt wird, das ist die Erscheinung des Christus und die Interpretation dieser Erscheinung: Der Christus im Bilde und der Christus im Worte. Den Christus im Bilde und den Christus im Worte will der Verfasser der Apokalypse vor den Menschen hinstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit werden wir zugleich auf etwas hingewiesen, was dazu­mal den Menschen ganz selbstverständlich war, was aber heute vollständig für den Menschen verlorengegangen ist. Wir sprechen heute in unserer ärmlichen Psychologie von Sinneswahrnehmung und von Vorstellung. Und damit die Sache möglichst arm wird, lassen die Leute die Sinneswahrnehmung durch die Sinne entste­hen, und die Vorstellung läßt man den Menschen im Innern ma­chen. Alles ist nur subjektiv, es ist gar nichts von Kosmischem da. Die Leute machen aus einer reichen Welt eine «kantige», und es wird vollständig vergessen, daß der Mensch im Weltall darinsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|54}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was bei uns zur Armut der Vorstellung zusammenge­schrumpft ist, ist das intuitive Element des Wortes: das zweite, was Johannes bekräftigt, wovon er Zeugnis gibt, Mitteilung macht. Das, was wir Wahrnehmung mit Bezug auf Übersinnliches nennen, stellt der Apokalyptiker als die Erscheinung des Christus hin. So daß wir sagen mussen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieh die Erscheinung Jesu Christi, gegeben von Gott, dessen Dienern zu zeigen., was im Laufe kurzer Zeiten geschehen soll;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde das Wort später deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat sie ins Wort gebracht und gesandt durch seinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Engel an den Diener Johannes. Dieser hat bekräftigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes Wort und die Erscheinung Jesu Christi, die er&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gesehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was Johannes im Brief von Gott empfangen hat, und das, was er gesehen hat, das will er den Menschen geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist notwendig, daß wir in dieser Weise wieder konkret auf das Schrifttum des Christentums eingehen. Und es ist Ihre Aufga­be als Priester, die das nun wiederum aus dem tiefsten ehrlichsten Impuls ihrer Herzen sein wollen, darauf zu dringen, daß Kon­kretheit in das Schrifttum hineinkommt. Denn es ist doch so, daß der Mensch, wenn er mit dem, was heute seine Sprache ist, die Evangelien liest, er im Grunde genommen unehrlich zu Werke geht, wenn er sagt, er verstehe sie. Das, was ich Ihnen gesagt habe, steht so im Beginn der Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Dies ist die Offenbarung Jesu Christi» - so steht es in einer Übersetzung -, «die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in der Kürze geschehen soll; und hat sie gedeutet und gesandt durch seinen Engel zu seinem Knechte Johannes.» - So steht es da, und es wird in aller Welt dies als Wortlaut der Apo­kalypse den Leuten gesagt. Aber niemand kann in Wirklichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|55}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich darunter etwas vorstellen. Und so ist es bei dem größten Teil der Evangelien. Weil man mit dem Wortlaut, der nichts mehr gibt von dem, was ursprünglich dasteht, den Leuten klarzumachen versucht, daß dieser Wortlaut etwas sei, dadurch ist allmählich die Vorstellung entstanden, daß man überhaupt nicht tiefer eindrin­gen solle in die Evangelien. Denn wie sollte man das auch ma­chen? Wenn man die Evangelien in irgendeiner modernen Sprache liest, so versteht man, wenn man ehrlich ist, nichts mehr. Denn was da in den modernen Sprachen steht, drückt nichts mehr aus. Man muß erst wieder zurückgehen auf das, was ursprünglich da ist, wie wir es in bezug auf die zwei ersten Sätze gemacht haben und wie wir es für weitere machen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sagt auch, für gewisse Partien der Evangelien müsse man zum Griechischen zurückgehen. - Nun, ich habe allen schuldi­gen Respekt vor dem Griechisch-Können unserer Zeitgenossen, die sich redlich Mühe geben mit dem Verständnis des Griechi­schen. Aber die Wahrheit ist, daß heute kein Mensch mehr richtig Griechisch versteht, weil wir überhaupt nicht mehr das in uns haben, was der Grieche in sich hatte, wenn er sprach oder wenn er zuhörte. Wenn wir jemandem zuhören oder selbst sprechen, sind wir ja im Grunde genommen wie Mehlsäcke. Wir bleiben innerlich so ruhig, wie das Mehl im Sack ruhig bleibt, wenn es ordentlich verpackt ist. Das war bei dem Griechen nicht der Fall. In dem Griechen vibrierte sein Bewußtsein, wenn er zuhörte, er wurde innerlich lebendig, und aus der Lebendigkeit heraus sprach er. Die Worte, die er hörte und die, die er sprach, waren für ihn noch lebendige Körper, sie waren für ihn lebendig. Gar nicht zu reden von den orientalischen Völkern. Heute sind sie zwar in der Dekadenz, aber sie sind nicht so wie der europäische Mensch, der nicht mehr innerlich lebendig verneh­men kann, wenn er spricht oder zuhört. Hören Sie nur einem Orientalen zu, wie Sie es zum Beispiel bei Rabindranath Tagore tun können, hören Sie zu, wie diese Menschen selbst in ihren wenig bedeutenden Exemplaren das innere Weben und Leben darstellen, das in der Sprache lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|56}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist es so, daß man sogar meint, man hätte die Sprache, wenn man ein Lexikon nimmt, in dem auf der einen Seite das englische Wort und auf der anderen Seite das deutsche Wort steht. In vollkommener Ruhe setzen die Menschen die deutschen Worte so hin, wie die englischen Wort dastehen. Gar keine Ahnung haben die Menschen, daß man da über einen Abgrund schreitet, daß man in eine ganz andere Welt hineinkommt, und daß wirklich das, was in der Sprache lebt, behandelt werden muß als ein Gött­liches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das muß dem Menschen wieder zum Bewußtsein kommen. Dann wird er innerlich die Forderung stellen, zurückzukehren zu dem, was herausschwingt aus solchen alten Mitteilungen wie zum Beispiel der Apokalypse, die vor unsere Seele hinzaubert die Er­scheinung Jesu Christi. Wie eine gewaltige Erscheinung wird sie vor uns stehen, wenn wir sie so schauen können, wie wenn das ganze Wolkenelement sich plötzlich konzentrierte und uns ganz wunderbare Herrlichkeit hergäbe, Menschengestalt und Engelge­stalt annähme. Wie wenn Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus der Wolkensubstanz herauswellte und offenbarte den spiri­tuellen Substanzgehalt der Welt, die den Menschen in sich ein­schließt, so ist da hingestellt die Erscheinung Jesu Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erscheinung, sie ist zunächst so da, daß wir vor ihr ver­stummen, daß wir eins mit der Welt werden und aufhören, für unser Bewußtsein da zu sein. Wir stehen der Erscheinung so ge­genüber, daß die Erscheinung allein da ist und wir selber nichtig werden. Darauf gewahren wir hinter der Erscheinung den offen­barenden Gott, den Vatergott, der die Erscheinung gegeben hat:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hält hinter der Erscheinung das inspirierende Wort. Das Wort, das die Interpretation der Erscheinung ist, es ist sein Geheimnis. Aber es ist die Zeit da, in welcher das Geheimnis von Gott einem Engel gegeben wird, der es als die briefliche Botschaft Gottes herunterbringt zu den Menschen, auf dem Wege, auf dem die Inspiration von Gott zu den Menschen kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald der Mensch verstummt ist, verschwunden ist, aufgegan­gen ist in der Erscheinung und beginnt, nicht nur in sich selbst zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|57}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sein, sondern innerlich aufnimmt den göttlichen Brief, den er nur erst zu entsiegeln hat, der mit sieben Siegeln verschlossen ist, den er aufnimmt als den ihm mit sieben Siegeln von der Gottheit übersandten Brief, dann wird er das selber, was in dem Brief steht. Dann kommt er dazu, das als seine eigene Ich-Wesenheit zu se­hen, was in dem Brief steht. Dann steht er mit den göttlichen Ideen, mit dem göttlichen Begriff, mit der geistigen Vorstellung vor der Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie sich den Priester Johannes so vorstellen, die Erschei­nung Jesu Christi vor sich, so selbstlos für sich verschwindend, wenn Sie ihn so von den Engeln empfangen sehen den siebenfach versiegelten Brief Gottes, und wenn Sie entstehen sehen den Ent­schluß, den Brief des Gottes selbst zu entsiegeln und den Inhalt der Menschheit mitzuteilen-, dann haben Sie das Bild, die Imagination, die am Ausgangspunkt der Apokalypse steht. Denn im Aufgenom­menen müssen wir das Wort, das dasteht, deuten, daß es so ist, wie ich es in der Imagination beschrieben habe. - Das will der Verfasser der Apokalypse sagen. Deshalb spricht er: Selig ist, wer da lieset und höret die Worte des Makrokosmos, und der da aufnimmt und in sich bewahrt, was geschrieben ist in dem Buch - wenn der Mensch es versteht -, denn die Zeit ist gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist gekommen. Es ist nicht bloße Willkür, es liegt im Karma der Gemeinschaft für christliche Erneuerung, daß wir uns jetzt in diesem Zusammenhang über die Apokalypse besprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|58}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= VIERTER VORTRAG Dornach, 8. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bild, das der Verfasser der Apokalypse uns zeigt, stellten wir gestern vor unsere Seelen hin, das Bild der Erscheinung Jesu Chri­sti, das der Vatergott gegeben hat, und bemerken durfte ich, wie dann dasjenige, was als Erklärung zum Verständnis des Bildes füh­ren soll, aufzufassen ist wie ein Brief von Gott selbst an Johannes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt durchaus im Wesen des Mysteriums und in der Art, wie man aus dem Mysterium heraus spricht und vorstellt, daß dann im weiteren der Verfasser der Apokalypse auch selber als der Briefschreiber aufgefaßt wird. Denn im Wesen des Mysteri-ums war es so, daß der Schreiber eines solchen Dokumentes sich durchaus nicht als dessen Verfasser fühlte in dem Sinne, wie wir heute den Verfasser eines Werkes auffassen, sondern er fühlte sich gewissermaßen als das Werkzeug des geistigen Schreibers. Er fühlte, daß in dem unmittelbaren Aufschreiben nichts Persön­liches mehr enthalten sei. Deshalb darf Johannes nun durchaus weiter so handeln, wie wenn er das, was er zu schreiben hat, unter göttlichem Befehl als eine göttliche Botschaft schriebe. Das geht in einer wirklich mysterienhaften Art aus allem folgenden hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann schon sagen: Die Gegenwart bedarf wieder des Ver­ständnisses für solche Dinge, wie es der Übergang ist von der Erscheinung Jesu Christi in den ersten Versen der Apokalypse zu den folgenden, den sieben Sendschreiben an die einzelnen Ge­meinden. Denn die Gegenwart hat eigentlich das Verständnis für diese Dinge, das gang und gäbe war in den Mysterien und das auch durchaus noch in der Denkweise des ersten Christentums lag, einfach ganz und gar vergessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist wieder etwas von dem, was an Euch ist, in der weiteren Entwickelung Eures Priestertums weiterzuführen. Ihr müßt be­denken, das, was in der Apokalypse gesagt wird und das inspiriert geschrieben worden ist, das wird gerichtet an die Engel der Ge­meinde zu Ephesus, der Gemeinde zu Thyatira, der Gemeinde zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|59}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sardes und so weiter. An Engel sollen diese Briefe gerichtet werden. Das ist etwas, worüber ja das moderne Verständnis sogleich stol­pern muß. Wesentlich ist, daß wir das folgende richtig auffassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu mir kam einmal ein Mann, der eigentlich sich in der letzten Zeit seines Lebens ungeheuer stark bemüht hatte, zum vollen Verständnis der anthroposophischen Geistesanschauung zu kom­men. Ihr müßt solche Dinge gerade in Eurem Priestertum wissen, denn es sind ja schließlich typische Erscheinungen der Gegen­wart. Es ist nur ein Beispiel, das ich herausgreife, bei dem die Sache, auf die es ankommt, besonders eklatant hervortritt, aber es ist etwas, was Euch auf Euren Priesterwegen immer wieder begeg­nen wird; und auf das Wirken auf Eurem Priesterweg kommt es ja an. Er sagte zu mir: «Es scheint eigentlich so, als ob durch die Anthroposophie angestrebt würde, die Bibel wörtlich zu neh­men». - Ich sagte ihm: «Ja». - Dann brachte er mir allerlei Beispie­le vor, von denen er meinte, daß die Bibel doch nicht wörtlich genommen werden könne, sondern nur symbolisch. Ich sagte zu ihm: «Gewiß, es gibt sehr viele sogenannte Mystiker, Theosophen und so weiter, die suchen in der Bibel allerlei Symbole und der­gleichen, sie lösen die Bibel auf in lauter Symbole. Das tut An­throposophie nicht. Sie sucht nur durch das, was, vielleicht von der symbolischen Sprache ausgehend, dazu führen kann, den ursprünglichen Text in seiner wirklichen Bedeutung zu lesen. Und da», sagte ich, «habe ich noch nie gefunden, daß, wenn man nur den ursprünglichen Text den im Laufe der Zeit entstandenen späteren Mißverständnissen gegenüberstellt, die Bibel nicht über­all, wo ich es nachprüfen konnte, wörtlich zu nehmen wäre.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist gerade als letztes Ziel zu erreichen: das Wörtlichneh­men der Bibel. Man kann geradezu sagen: Wer die Bibel noch nicht wörtlich nehmen kann, hat ja die Stellen, wo er die Bibel nicht wörtlich nehmen kann, auch noch nicht begriffen. Das ist allerdings in der neuen Zeit bei sehr vielen der Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier berühren wir etwas Esoterisches, das vielleicht im bis­herigen Verlauf unseres Zusammenseins überhaupt noch nicht so stark hervorgetreten ist, das aber doch einmal auch vor Euren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|60}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
meditativen Sinn treten muß. Denn zuweilen sprießt und spritzt heute - ich möchte sagen, nicht wie Blitzesfiammen, denn die kommen von oben her, aber wie Vulkanfiammen, denn die kom­men von unten her - mancherlei, was in diesem oder jenem Be­kenntnis von alten Mysterien zurückgeblieben ist. So gab es ja -ich habe diese Tatsache schon öfter erwähnt - einen Hirtenbrief eines Erzbischofs, welcher nichts Geringeres als das folgende be­hauptete. In dem Brief war die Frage aufgeworfen: Wer ist höher, der Mensch oder Gott? - Und es wurde in diesem Hirten­brief, obwohl in einer gewundenen Rede, aber doch auf der ande­ren Seite auch wieder unverblümt, darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn der Priester am Altar steht, wenn also der Mensch als Priester am Altar steht - von den übrigen Menschen gilt das nicht, aber für die Priester -, er höher sei als Gott, mächtiger als Gott, denn er könne Gott zwingen, irdische Gestalt in Brot und Wein anzunehmen. Wenn der Priester konsekriert, wenn er die Transsubstantiation vollzieht, dann müsse der Gott am Altar an­wesend sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Auseinandersetzung, die tief in altes Mysterienwe­sen zurückgeht, und es ist auch eine Auseinandersetzung, die in­nerhalb des esoterischen Brahmanismus im Orient, insofern er aus dem Mysterienwissen heraus ist, heute durchaus noch geläufig ist. Es ist geläufig und im Einvernehmen mit allem Mysterienwesen die Vorstellung, daß der Mensch ein Wesen ist, das die Gottheit mit umspannt, eigentlich der Höhere gegenüber der Gottheit. Und es fühlte sich der Brahmanenpriester, namentlich der von ehemals, in dieser Verfassung seiner Seele als - wenn ich mich so ausdrücken darf - überpersönlicher Träger der Gottheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine schwerwiegende Vorstellung, die da hereinleuchtet aus altem Mysterienwesen. Aber sie muß schließlich wenigstens einmal dem meditativen Leben der Priesterseele anvertraut wer­den. Denn es widerspricht ja vollständig dem, was sich namentlich im evangelischen Bewußtsein nach und nach ergeben hat. Dem evangelischen Bewußtsein gegenüber ist das, was in dem angezo­genen Hirtenbriefe steht, natürlich eine Torheit. Nun, wir werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|61}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darauf noch zurückkommen im Laufe dieser Auseinandersetzun­gen über die Apokalypse. Es liegt ja in dem allen nur die ins Große erhobene Vorstellung von dem, was uns an dieser Stelle der Apokalypse, auf die ich hier hinweise, entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes schreibt in göttlichem Auftrage, unter göttlicher In­spiration, an die Engel der sieben Gemeinden. Er fühlt sich also in demjenigen Zustand, in dem er da schreibt, durchaus als derje­nige, der den Engeln der sieben Gemeinden Rat, Mahnung, Mis­sion und so weiter geben soll. Wie ist das konkret vorzustellen? Auf wen hat man deuten müssen, wenn zum Beispiel von dem Engel der Gemeinde von Ephesus oder von Sardes oder von Phil­adelphia die Rede war? Auf wen hat man deuten müssen? So wenig das dem heutigen Menschen verständlich ist, damals gab es durchaus Menschen, welche man heute gebildete Menschen nen­nen würde - christlich gebildete Menschen würde man heute zu den in analoger Lebensstellung Befindlichen sagen -, es gab da­mals durchaus einen Kern von Menschen, die verstanden, was das heißt: Es schreibt eine prophetische Natur, eine weissagende Natur wie die des Johannes, der, indem er in dieser Seelenverfas­sung ist, in der er schreibt, höher steht als die Engel; er schreibt an die Engel der Gemeinden. Aber man hätte unter den Leuten, die das verstanden, gar nicht einmal hingedeutet etwa auf ein Übersinnliches, indem man «Engel» sagte. Man hatte die Vorstel­lung: Christliche Gemeinden sind gegründet worden, bestehen fort; und der Schreiber der Apokalypse denkt daran, daß er seine Briefe richtet an zukünftige Zeiten, in denen das, was er von die­sen Gemeinden sagen muß, kommen wird. Er spricht durchaus nicht von den gegenwärtigen Zuständen. Er spricht von zukünf­tigen Zuständen. Aber hätten diejenigen, die dazumal aus dem, was sich als traditionelle Anschauung ergab aus den alten Myste­rien heraus, deuten müssen auf den, der der Briefempfänger sein soll, sie hätten gedeutet auf den der Gemeinde vorstehenden Bischof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite waren sie sich durchaus klar darüber, daß der eigentliche Leiter der Gemeinde der übersinnliche Angelos ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf der anderen Seite würden sie gedeutet haben auf den Bischof, den kanonischen Verwalter der Gemeinde. Denn es war die dama­lige Vorstellung, daß jemand, der der Verwalter einer solchen Gemeinde wie die zu Sardes, zu Ephesus, zu Philadelphia war, als Würdenträger der wirkliche irdische Träger der übersinnlichen Angelos-Wesenheit ist. So daß also tatsächlich Johannes, indem er schreibt, sich innerlich erfaßt fühlt von einem höheren Wesen als es der Angelos ist. Er schreibt an die Bischöfe der sieben Gemein­den als an Menschen, die durchdrungen sind nicht nur von ihrem eigenen Engel - das ist ja jeder -, sondern die durchdrungen sind von dem leitenden, führenden Engel der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun spricht er davon, was er diesen Gemeinden zu sagen hat, und er weist durchaus auf die Zukunft hin. Wir müssen die Frage aufwerfen: Warum werden sieben Briefe an sieben Gemein­den gerichtet? Diese sieben Gemeinden sind ja selbstverständlich die Repräsentanten der verschiedenen Nuancen des Heidentums und des Judentums, aus denen Christus hervorgegangen ist. Für Konkreta war in jenen Zeiten ein viel intensiveres Verständnis als später. Man wußte in der Zeit, aus der die Apokalypse stammt, selbstverständlich ganz genau: Da ist zum Beispiel die Gemeinde zu Ephesus, die einstmals die ganz grandiosen Mysterien von Ephesus geboren hat, in denen auf die Weise, wie es in alten Zeiten eben durchaus üblich sein konnte, auf die künftige Erscheinung Christi hingewiesen worden war. Einen Kultus gab es in Ephesus, der vermitteln sollte die Verbindung der in Ephesus Opfernden und der Zeugen des Opferdienstes mit den göttlich-geistigen Mächten und auch mit dem kommenden Christus. Die alte heid­nische Gemeinde von Ephesus war wohl diejenige, die mit ihrer Vorprophetie des künftigen Christentums und mit ihrem heidni­schen Kult diesem Christentum ganz besonders nahegestanden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher wird an den Engel der Gemeinde von Ephesus geschrie­ben von den sieben Leuchtern. Die Leuchter sind ja die Gemein­den selber, das wird ausdrücklich ausgesprochen in der Apoka­lypse. Gerade der Brief an die Gemeinde von Ephesus muß in seiner wahren Gestalt genommen werden, so wie es dasteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|63}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutlich wird darauf hingewiesen, daß eigentlich diese Gemeinde von Ephesus diejenige war, die am intensivsten das Christentum aufgenommen hat, die mit der ersten Liebe dem Christentum zugetan war. Denn es wird ja gesagt, sie habe sich diese erste Liebe nicht bewahrt. Von der künftigen Zeit, die in Aussicht steht, von der will der Apokalyptiker in seinem Brief sprechen. So sehen wir schon an dem Beispiel dieses Mahnbriefes an die Ge­meinde zu Ephesus, daß der Apokalyptiker die Entwickelung, welche die Gemeinde nimmt, so charakterisiert, daß in der Ge­meinde auf das geschaut wird, was aus alten Zeiten herauflebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war in der Tat so, daß die einzelnen Gemeinden, von denen hier die Rede ist, verschiedene Nuancen des Heidnischen oder des Jüdischen darstellen, daß sie verschiedene Kulte hatten und durch diese verschiedenen Kulte sich in verschiedener Weise den gött­lichen Welten näherten. Und jeder Brief beginnt immer so, daß man sieht, in jeder dieser Gemeinden hat sich das Christentum auf be­sondere Art aus den alten heidnischen Diensten herausentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß sich nur klar darüber sein, daß in den ersten Zeiten der christlichen Entwickelung noch eine Seelenverfassung der Menschen da war, die wirklich ganz verschieden ist von der heu­tigen Seelenverfassung, insbesondere der von Europa - im Orient ist es ja nicht so. Dieses Sehen des Religiösen in einem begriff­lichen Inhalt, den man logisch charakterisieren kann, das war den alten Mysterienvorstellungen der ersten christlichen Jahrhunderte noch ganz, ganz fremd, wirklich ganz fremd. Da sagte man sich etwa: Der Christus ist eine Erscheinung des gewaltigen Sonnen-wesens. Hinstreben zu ihm aber muß die Gemeinde von Ephesus, die Gemeinde von Sardes, die Gemeinde von Thyatira und so weiter, jede auf ihre Art, aus ihrem Kultus heraus. Jede kann auf ihre besonders nuancierte Weise sich ihm nähern. Und daß das durchaus zugegeben wird, das ist ja überall angedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nehme eine solche Gemeinde wie die von Ephesus, die fortsetzen mußte die alten tiefen Mysterien von Ephesus; sie mußte anders sein als zum Beispiel die Gemeinde von Sardes. Die Gemein­de von Ephesus hatte einen Kultus, der tief durchdrungen war von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|64}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Anwesenheit göttlich-geistiger Substanzen im irdischen Leben. Der Priester, der in Ephesus herumging, hätte sich ebenso gut als Gott wie als Mensch bezeichnen können. Er wußte sich als Träger des Gottes. Das ganze Bewußtsein des Religiösen in Ephesus wurzelt eigentlich in Theophanie, in der Erscheinung des Gottes in den Menschen. Die Priesterschaft von Ephesus stellte jeweilig den entsprechenden Gott dar, und es war sogar eine bestimmte Auf­gabe, dieses Theophanische, dieses Zur-Erscheinung-Bringen des Göttlichen so recht in die Seelen hineinzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, unter den Priesterinnen von Ephesus ging in der Verrichtung der Kulthandlungen diejenige herum, die im we­sentlichen die lebendige menschliche Ausgestaltung der Artemis, der Diana, der Mondgöttin war. Verlangt wurde von den Leuten, daß die irdische Erscheinung nicht unterschieden wurde von der Göttin selber, also daß in der irdisch-menschlichen Erscheinung die Göttin gesehen wurde. Alte Mysterienveranstaltungen, sagen wir zum Beispiel öffentliche Aufzüge, stellten hintereinanderge­hende Menschen dar, die die Götter waren. Und wie man heute lernen muß, adäquate Begriffe von den Dingen zu haben, so mußte man dazumal die Seelenvorstellungen und Seelenempfin­dungen sich beibringen, in dem Menschen, der Priester oder Priesterin war, den Gott zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es auch kein Wunder, daß, nachdem nun einmal der Apokalyptiker, wie ich es angedeutet habe, in der Mysterienspra­che spricht, er sich gerade an die Gemeinde von Ephesus wendet, wo diese besondere Art zu denken, zu fühlen, zu empfinden am intensivsten ausgebildet war. Daher war es der Gemeinde von Ephesus natürlich, das wesentlichste Symbol des Kultus in den sieben Leuchtern zu sehen. Diese stellten das Licht dar, das auf Erden lebt, das aber göttliches Licht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz etwas anderes war es bei der Gemeinde von Sardes. Diese Gemeinde war die christliche Fortsetzung eines alten, sehr ausge­bildeten astrologischen Sternendienstes, wo man wirklich wußte, wie der Gang der Sterne mit den irdischen Angelegenheiten zu­sammenhängt, und wo man alles, was im Irdischen geschah, was&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|65}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
etwa höhere oder niedere Häupter befahlen, aus den Sternen ab­las. Die Gemeinde von Sardes war herausentwickelt aus einem Mysterienwesen, das in höchstem Grade zählte auf die Erfor­schung der Lebensgeheimnisse und Lebensimpulse aus dem nächtlichen Sternenhimmel. Bevor man von der Gemeinde von Sardes als einer christlichen Gemeinde reden konnte, mußte man gerade von ihr sprechen als derjenigen, die am meisten festhielt an dem alten traumhaften Hellseherzustand, denn gerade diesem traumhaften Hellsehertum ergab sich das nächtliche Geheimnis des Makrokosmos. Und da, wo festgehalten wurde an dem alten traumhaften Hellsehertum, das als Tradition fortbewahrt wurde, wurde wenig gesehen auf das, was der Tag gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Beziehung ist schon wirklich sehr bezeichnend der Unterschied des Sonnendienstes und der Sonnenlehre zu Ephesus und zu Sardes, insofern man wirklich bei Ephesus wie bei Sardes von den alten Weistümern sprechen kann. Man lehrte ja in allen diesen alten Mysterien - und die Lehre der Mysterien ging hinaus zu den Laien - das, was für die damalige Zeit auch Wissenschaft war, denn eine von den Mysterien getrennte Wissenschaft gab es nicht. In Ephesus war die Sonnenlehre eine solche, daß man schon unterschied zwischen den fünf Planeten, die man annahm auf der einen Seite: Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Merkur, und auf der anderen Seite die Sonne mit dem Mond. Man zeichnete die Sonne aus, die wir ja heute gegenüber den Planeten einen Fixstern nen­nen, indem man sie abtrennte von den Planeten und sie als Tages-gestirn verehrte - vor allem in Ephesus -, weil man in der Sonne von ihrem Aufgang bis zum Niedergang das lebenspendende Prinzip sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war es nicht in den alten Zeiten in Sardes. In Sardes gab man nichts auf die Tagessonne, man empfing ihr Licht als eine Selbst­verständlichkeit, aber man gab nichts auf die Tagessonne in der Stadt Sardes, sondern da galt nur die Nachtsonne, die man in den alten Mysterien die «Mitternachtssonne» nennt und die als gleich­bedeutend mit den Planeten angesehen wurde. Den Mond unter­schied man nicht von den übrigen Planeten, und die Sonne wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|66}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
angesehen als ein wirklich mit den anderen Planeten gleichstehen­der Planet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sardes zählte man so auf: Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Merkur, Sonne, Mond. - So hätte man es in Ephesus nicht gemacht. In Ephesus sagte man: Saturn, Jupiter, Venus, Merkur auf der einen Seite, auf der anderen Seite die dem Erdenleben nahestehenden Tag- und Nachtgötter Sonne und Mond. - Das ist also der große Unterschied, und darauf bezog sich alles Kultische in Sardes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war in dieser ersten christlichen Zeit sogar so, daß in Ephe­sus der alte heidnische Kult fortlebte, der nur nach dem Christ­lichen hin orientiert war, während in Sardes fortlebte die Nuance des alten heidnischen Kultes, der nach dem Astrologischen hin orientiert war, wie ich das eben dargestellt habe. Daher ist es natürlich, daß der Apokalyptiker schreibt von Sardes: «das da hat die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne» (Apk. 3, 1). -Jetzt sind es nicht die Leuchter, welche auf dem Altar stehen, nicht das Licht, das mit der Erde verbunden ist, sondern es ist das Licht, das oben steht im Makrokosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie tief der Apokalypseschreiber noch im alten Mysterienwesen steht, könnt Ihr entnehmen, wenn Ihr Euch die Frage beantwortet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wirft der Apokalypseschreiber der Gemeinde von Sardes vor, worauf sie besonders zu achten hat? Der Gemeinde von Sardes wirft er in erster Linie vor, daß sie wachen soll, daß sie den Über­gang finden soll zur Tagessonne, der Ausgangsstätte des Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis ins Wort hinein ist dasjenige, was dasteht, daher im eigent­lichen Sinn zu nehmen, wenn man nur zu dem ursprünglichen Sinn wirklich vordringt und weiß, wie in alten Zeiten mit dem religiösen Leben verfahren worden ist und wie eigentlich als der Letzte im großen Stil - Nachwirkungen sind immer da - der Apokalypseschreiber gesprochen hat. So ist zum Beispiel Alexan­der der Große bei seiner Ausbreitung des Griechentums muster­gültig mit dem religiösen Leben verfahren, was uns ja überall entgegentritt, wenn wir die Ausbreitungszüge Alexanders in reli­giöser Beziehung ins Auge fassen. Da ist kein Überreden der Menschen und da sind keine Dogmen. Da wird einer Volksgemeinschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|67}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alles das gelassen, was sie hat an Kultus, an Überzeu­gung, und nur soviel wird hineingegossen, wie gerade aufgenom­men werden kann. So sind auch die Sendboten Buddhas verfah­ren, die heraufzogen nach dem babylonischen Gebiete und hinüber nach ägyptischem Gebiete. Nachdem sie gewirkt hatten, konnte man äußerlich im Kultus und im Gebrauch des Wortes im wesentlichen nicht unterscheiden die spätere Zeit von der frühe­ren. Innerlich war sie jedoch gewaltig zu unterscheiden, denn hineingegossen war in das, was dem Gott dieser Völker geheiligt war, alles das, was die besondere Nuance des Kultus, des Opfer-dienstes, der Uberzeugung aufnehmen konnte. Im Grunde ge­nommen fand etwas Ähnliches ja auch in den europäischen Gebieten in den älteren Zeiten statt: nicht ein eigenmächtiges Überfluten der Menschen mit vielen Dogmen, sondern ein An­knüpfen an das alte Mysterienwesen der jeweiligen Völker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das sind zunächst Bausteine, die man kennenlernen muß, damit man so etwas wie die Apokalypse richtig liest, damit nicht ein auch nur spärlicher Rest zurückbleibt von dem Absur­den, zu dem die heutige Theologie vielfach in bezug auf die Apo­kalypse gekommen ist. Dieses tolerante Hineinbauen in das Be­stehende, das zum Beispiel dem Apokalypseschreiber öfter das Wort in den Mund gibt: «Ihr wollt Juden sein und seid es nicht» (Apk. 2, 9; 3, 9), das will er aus den Herzen, aus den Seelen der dort sitzenden Leute sprechen. Solche Dinge und andere haben ja dazu geführt, die Apokalypse überhaupt nicht als christliches Dokument gelten zu lassen, sondern als ein jüdisches Dokument anzusehen. Man muß es eben verstehen, wie diese Dinge aus der alten Vorstellungsweise hervorgegangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wir werden auf die Einzelheiten dann noch genauer einzugehen haben, aber eine Vorstellung muß möglichst heute schon berührt werden: Derjenige, der dazumal unter Inspiration geschrieben hat, der war sich klar darüber, daß man mit einer bestimmten Anzahl typischer Erscheinungen eine Wirklichkeit erschöpfend darstellen kann. Sehen Sie sich an, wie wunderbar individuell die sieben Gemeinden in den sieben Briefen der Apokalypse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|68}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
charakterisiert werden. Ganz wunderbar. Sie sind da alle so beschrieben, daß sie sich scharf voneinander abheben, daß sich jede in ihrer besonderen Eigenart uns darstellt. Der Schreiber der Apokalypse war sich klar darüber gewesen: Würde er eine achte Gemeinde beschreiben, so würde er etwas beschreiben müssen, was wiederum mit einer der vorhandenen Gemeinden ähnlich wäre. Ebenso würde das bei einer neunten sein. Mit diesen sieben Nuancen ist zugleich alles beschrieben, was möglich ist. Darüber war er sich klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist wiederum eine wunderbare Vorstellung, die aus alten Zeiten heraufragt. Mir ist das vor kurzer Zeit wiederum so leben­dig entgegengetreten, als wir von Torquay, wo wir unsere eng­lischen Sommerkurse hatten, hinausfuhren nach der Stätte, wo einst das Schloß des Königs Artus stand, des Artus mit seinen zwölf Rittern. Man sieht es heute dieser Stätte noch an, was sie einmal an lebendigem Leben bedeutete. Wenn man diese in das Meer hinausgehenden Landvorsprünge sieht, die besetzt sind mit den spärlichen noch vorhandenen Ruinen der alten Artusschlös­ser, die wunderbare Gestalt hatten, und dort den Blick hinausrichtet auf das Meer - (es wird an die Tafel gezeichnet:) in der Mitte ist ein Berg, hier das Meer und da das Meer -, dann sieht man das Meer diese dortige Gegend so merkwürdig durchseelend. Ein Bild, das einen Eindruck darbietet, der fortwährend wechselt. Während wir dort waren, wechselten in verhältnismäßig kurzer Zeit rasch hintereinander Sonnenschein und Regen. Das ist natür­lich in der alten Zeit auch der Fall gewesen. Heute ist es sogar stiller; in dieser Beziehung hat sich das Klima dort geändert. Nun schaut man in dieses wunderbare Wechselspiel, in das Ineinander-spielen der elementarischen Lichtgeister, die Beziehungen einge­hen mit den Wassergeistern, die von unten nach oben heraufstrah­len, und wiederum sieht man ganz besondere Geister-Erscheinun­gen, wenn das Meer anbrandet an das Land und sich losringend zurückgeworfen wird, oder wenn das Meer sich aufkräuselt. Nir­gends sonst als an dieser Stätte der Erde findet man dieses eigen­tümliche Leben und Weben der elementarischen Weltwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|69}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was ich dort sehen durfte, war das Instrument der Inspi­ration für die Teilnehmer der Artustafelrunde. Sie empfingen wirklich die Antriebe zu dem, was sie tun sollten, aus dem, was ihnen mit Hilfe dieser Meer- und Luftwesen gesagt wurde. Diese Artusritter wiederum, sie konnten nur zwölf sein. Ich sage, es trat mir das entgegen, weil man tatsächlich heute noch wahrnehmen kann, worauf die Einsetzung dieser Zwölfzahl beruhte. Es gibt eben zwölf Nuancen des Wahrnehmens, wenn man es in dieser Art mit durch elementarische Wesen zustande gekommenen Weltwahrnehmungen zu tun hat, zwölf Arten des Wahrnehmens. Wenn man aber als einzelner Mensch alle zwölf erfassen will, so wird immer eine durch die andere undeutlich. Die Ritter der Artustafelrunde haben ihre Aufgaben daher so verteilt, daß jede immer als eine dieser zwölf Nuancen aufgefaßt werden kann. Sie waren überzeugt, damit hatte jeder ein von dem anderen scharf differenziertes Gefühl von dem Weltall, dessen Aufgabe sie über­nahmen. Aber es konnte keinen Dreizehnten geben, denn der hätte wieder einem von den Zwölfen ähnlich sein müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt hier klar die Vorstellung zugrunde: Wenn Menschen sich ihre Aufgaben in der Welt teilen wollen, müssen es zwölf sein. Die bilden ein Ganzes, sie stellen die zwölf Nuancen dar. Wenn Menschen in Gemeinschaften, in Gemeinden, der Welt gegenüberstehen, bringt dies die Siebenzahl. Diese Dinge wußte man dazumal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apokalyptiker schreibt noch aus diesem übersinnlichen Zahlenverständnis heraus, und so spricht er auch im weiteren Verlauf der Apokalypse. Ich will heute zunächst nur über das Lesen der Apokalypse reden. Johannes macht uns darauf auf­merksam, wie da unter den Erscheinungen die ist, daß er sieht den Stuhl Christi, den Stuhl des verklärten Menschensohnes, um den herum 24 Älteste sitzen (Apk. 4, 4). Hier haben wir eine Nuan­cierung nach der Zahl Vierundzwanzig. Was bedeutet diese Nuancierung nach der Zahl Vierundzwanzig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinden haben eine Nuancierung nach Sieben, leibhaftige Menschen auf dem physischen Erdengrund haben eine Nuancierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|70}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Zwölf. Wenn es sich aber darum handelt, den Men­schen als Repräsentanten der menschlichen Entwickelung im überirdischen Leben anzusehen, dann kommen wir wiederum zu einer anderen Zahl. Es gab ja Führer der Menschheit, die von Epoche zu Epoche das zu offenbaren hatten, was die Menschheit an Offenbarungen aufzunehmen hatte, die einfach eingeschrieben sind in dem Weltenäther, den man auch die Akasha-Chronik nennt. Wenn wir die aufeinanderfolgenden großen Offenbarer der sich entwickelnden Menschheit nehmen, so können wir finden, wie da im übersinnlichen Reiche eingeschrieben ist, was die ein­zelnen Offenbarer zu geben hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich sollte man solch eine Individualität wie zum Beispiel Moses nicht nur aufsuchen, wie er als der Erden-Moses war, auch nicht nur, wie er nach den biblischen Dokumenten war, denn diese sind schon nach der Akasha-Chronik gegeben. Man sollte Moses aufsuchen, wie er auf dem Stuhle Christi sitzt. Das, was von seinem Erdensein das Ewige ist, das Bleibende sub specie aeternitatis, das ist fest eingegraben im Weltenäther. Es kann aber nur vierundzwanzig solche für die Ewigkeit gewählte Menschen­wirksamkeiten geben, denn bei der fünfundzwanzigsten würde eine Wiederholung einer vorhergehenden auftreten. Das war ein Wissen in der Vorzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollen Menschen auf Erden zusammenwirken, müssen es zwölf sein. Wollen menschliche Gemeinschaften zusammenwir­ken, müssen es sieben sein; die achte wäre eine Wiederholung von einer der sieben. Wirken aber sub specie aeternitatis die zusam­men, die im Laufe der Menschheitsentwickelung sich vergeistig­ten, die eine Etappe des Menschlichen darstellen, müssen es vier­undzwanzig sein. Das sind die 24 Ältesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun diese 24 Ältesten nehmen, von deren Offen­barungen einzelne schon da sind, andere erst kommen werden, so haben wir sie um den Stuhl Christi herum wie die Synthese, wie die Zusammenfassung aller Menschenoffenbarungen. Aber wir haben vor diesem Stuhl Christi den Menschen selber, der jetzt als Mensch aufgefaßt wird gegenüber dem, was als Glied, als einzelne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|71}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etappe des Menschlichen dasteht. Ich möchte sagen: Der Mensch an sich, wie man ihn auffassen muß, der ist unter dem Bilde der vier Tiere dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein grandioses Bild steht da vor uns. Der verklärte Menschen-sohn in der Mitte, auf dem Stuhl die einzelnen Etappen der Menschheit durch die Zeitenfolgen in den 24 Lenkern der 24 Stunden des großen Weltentages, und, ausgebreitet über alles das unter dem Bilde der vier Tiere, den Menschen selber, der alle einzelnen Etappen zu umfassen hat. Ein Wichtiges, Wesentliches tritt uns da entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was geschieht denn da vor dem sehenden Schauen des Apoka­lyptikers, der des Gottes Botschaft den Engeln ihrer Gemeinden überliefert und damit der ganzen Menschheit überliefert? Was geschieht da? Als die vier Tiere in Aktion treten, das heißt, als der Mensch seine Beziehung zur Gottheit entdeckt, da fallen die 24 Lenker der 24 Tagesstunden des großen Weltentages auf ihr Ant­litz. Da verehren sie dasjenige als das Höhere, was der ganze Mensch ist, gegenüber dem, was sie darstellen: eine Etappe der Menschheit. In den Ältesten sah man wirklich dieses Bild, das dann der Apokalyptiker vor die Menschheit hinstellt. Nur daß man in jenen ältesten Zeiten sagte: Derjenige, der auf dem Stuhl sitzt, wird kommen -, und der Apokalyptiker hat zu sagen: Der­jenige, der auf dem Stuhl sitzt, ist schon dagewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte heute über die Bedeutung des Lesens der Apokalyp­se sprechen. Aber richtig lesen lernen wir nur dann, wenn wir in die Lage kommen, von den alten Mysterien ausgehend eben das Lesen zu lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wollen wir versuchen, in der Apokalypse weiter zu leben. Denn es stehen tiefe Geheimnisse darin, die nicht nur so sind, daß Ihr sie kennenlernen sollt, sondern die schon so sind, daß manche derselben von Euch ausgeführt werden sollen, getan werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|72}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= FÜNFTER VORTRAG Dornach, 9. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Uns muß es ja vor allen Dingen darauf ankommen, die Apokalyp­se so zu lesen, wie sie in der Gegenwart gelesen werden soll. Schon aus dem Grunde, weil in der Gegenwart die geistige Ent­wickelung des Menschen im Zeichen der Bewußtseinsseele sich zu entfalten hat, muß dasjenige, was die Führung des geistigen Lebens ist, auch voll ins Bewußtsein hineintreten. Daher wird es sich für uns darum handeln, die Orientierung über das, was der Apokalyptiker gibt, vollbewußt in uns aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In früheren Zeitaltern bedeuteten die Mitteilungen des Apoka­lyptikers vielleicht mehr oder weniger nur etwas für die höchsten Eingeweihten, die es ja in späteren Zeiten immer weniger gab, aber sie bedeuteten nichts für die gewöhnliche Priesterschaft. Heute muß das, was in der Apokalypse enthalten ist, wirklich in das Bewußtsein der Priesterschaft einziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun haben wir gestern hingewiesen auf die sieben Gemeinden, und wir haben von einem Gesichtspunkt aus hingewiesen auf die Gemeinde von Ephesus. Die Welt ist wahrhaftig reich an Gesichts­punkten, und in ein und dieselbe Sache können viele Gesichtspunk­te hereinspielen. Wir können die Gemeinde von Ephesus so charak­terisieren, wie wir das gestern getan haben, und wir finden dann, wie aus heidnischen Voraussetzungen heraus innerhalb dieser einen Gemeinde das Christentum entwickelt worden ist. Wir können aber auch darauf hinweisen, wie in diesen Impulsen wirklich viel von dem enthalten war, was die Grundstruktur der ersten nachatlanti­schen Zeit war, mehr als das im Indien der späteren Zeit der Fall war. So daß man in dem, was zu Ephesus sich als Christentum entwickel­te, in gewissem Sinne die christliche Fortsetzung der Weltauffas­sung und Lebensanschauung der ersten nachatlantischen Zeit sehen kann, während in der Gemeinde von Smyrna, die in der Apokalypse an zweiter Stelle genannt wird, zunächst die urpersische Kultur gelebt hat, die dann übergegangen ist in das Christentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|73}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pergamon wiederum wird angeführt als diejenige Gemeinde, in der die dritte nachatlantische Kultur gelebt hat. Wir finden, wenn wir gerade das Sendschreiben an die Gemeinde von Perga­mon auf uns wirken lassen, wie da mehr oder weniger deutlich hingewiesen wird auf das Hermeswort, das innerhalb dieser Kultur gelebt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann werden wir in dem Brief an die Gemeinde von Thyatira verwiesen auf jene Kultur, die wir die vierte nachatlantische nennen, das ist diejenige, in die das Mysterium von Golgatha selbst hinein-fällt. Wir werden da, wenn wir dieses bedeutende Sendschreiben auf uns wirken lassen, überall daran erinnert, wie wirklich die Botschaft des Mysteriums von Golgatha unmittelbar wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann die schon gestern besprochene Gemeinde von Sar­des. Ich zeigte Ihnen, wie diese Gemeinde von Sardes ja in einer gewissen Weise astrologisch orientiert war, wie sie auf den Ster­nendienst hinorientiert war. Damit aber trägt diese Gemeinde von Sardes, wie es ja gewiß historisch nicht anders sein kann, viel Vergangenheit in sich, aber vor allen Dingen trägt gerade diese Gemeinde Zukunft in sich. Und jetzt wollen wir versuchen, das in unsere spirituelle Anschauung der Gegenwart hineinzubekom­men. Wir leben in der fünften nachatlantischen Periode. Wenn man hinschaut auf das, was in Sardes Vergangenheit war, so ist da auch etwas Keimhaftes, was noch nicht vollendet war zur Zeit, als Johannes die Apokalypse schrieb. Der ganze Ton dieses fünften Sendschreibens ist schon auch ein anderer als bei den vier voran­gehenden. Johannes weist im Schreiben an die Gemeinde von Sardes hin auf die Zukunft. Die Zukunft, auf die er damals hin­wies, die gewissermaßen keimhaft in Sardes verkörpert war, das ist unsere Zeit; das ist die Zeit, in der wir selber leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber wird ja die aufeinanderfolgende Epochenreihe der Entwickelung der nachatlantischen Zeit und zugleich die innere Entwickelung des Christentums noch von einer anderen Seite her in den sieben Siegeln angedeutet; in diesem Sendschreiben ist ja ineinander geheimnißt die Entwickelung der nachatlantischen Zeit und die Entwickelung des Christentums. Auch da haben wir&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|74}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in den sieben Siegeln die Geheimnisse der sieben Gemeinden an­gedeutet. Wir werden da gewahr - den anderen Sinn der sieben Siegel werden wir noch beschreiben -, wie auf die Eröffnung des vierten Siegels, das also entspricht einem Geheimnis der vierten nachatlantischen Epoche, ein fahles Pferd erscheint, und wie nun die Rede ist von dem Tode, der in die Welt gekommen ist (Apk. 6, 8). Damit wird zunächst eines der wichtigsten Geheimnisse der Apokalypse berührt, insofern dieses Geheimnis ganz besonders wichtig ist für unsere Zeit. In der vierten nachatlantischen Epoche tritt in gewissem Sinne wirklich der Tod in die Menschheit ein. Machen Sie sich das nur klar. Man lernt die menschliche Natur gut erkennen, wenn man so etwas wie den Tod betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir zunächst in die erste, zweite und dritte nachatlan­tische Epoche zurück. Die menschliche Seelenverfassung, über­haupt die ganze Verfassung des Menschen, sein Sich-Fühlen, ist in den früheren Epochen anders, als sie später geworden ist. Es war einst so, daß der Mensch ein deutliches inneres Fühlen seines Hineinwachsens in den Erdenaufenthalt hatte. Der Mensch hatte in seinem gewöhnlichen Bewußtsein noch eine deutliche Erinne­rung daran, daß er vor seinem irdischen Leben droben in der Geisteswelt lebte. Wenn auch in der letzten Zeit vor dem Myste­rium von Golgatha dieses Bewußtsein schon stark abgeschwächt war, es war doch in der ersten, zweiten und dritten nachatlanti­schen Epoche so bedeutsam vorhanden in jeder menschlichen Persönlichkeit, daß der Mensch wußte: Ich bin auch ein geistiges Wesen gewesen, bevor ich ein Kind geworden bin. - Diese Art von Seelenverfassung ist weniger in äußeren Dokumenten ent­halten, aber es war so. Man rechnete nicht allein mit dem Erden-aufenthalt, man rechnete mit einer Fortsetzung des Erdenaufent­haltes nach rückwärts in die geistige Welt hinein. Das war es, was in der vierten nachatlantischen Epoche auftrat, gerade in der Epo­che, die zusammenfiel mit dem Mysterium von Golgatha, daß der Mensch sein irdisches Leben sozusagen deutlich eingeschlossen sah durch die zwei Tore: das Tor der Geburt oder Empfängnis und das Tor des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|75}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bewußtsein, diese Art von Seelenverfassung, trat wirk­lich erst in der vierten nachatlantischen Epoche ein, so daß wir es also zu tun haben mit der Entfaltung dieses Bewußtseins, daß der Mensch streng eingeschlossen ist innerhalb der Grenzen des irdi­schen Lebens, etwa vom achten vorchristlichen Jahrhundert an bis in das l5jahrhundert nach dem Mysterium von Golgatha. Seit dieser Zeit bereitet sich ja ein neues Bewußtsein vor, aber da ste­hen wir erst im Anfang. Sie müssen nur denken, es sind ja seit dem Beginn dieser Zeit erst vier, fünf Jahrhunderte vergangen; das ist so, wie sich das vierte nachatlantische Bewußtsein im dritten vorchristlichen Jahrhundert entwickelt hatte. Es war eben dazu­mal noch ein ganz anderes Bewußtsein, als es in der Zeit der vollen Entfaltung der vierten nachatlantischen Epoche war. Die Menschheit der Gegenwart trägt ja zumeist noch nicht das Kleid des neuen Bewußtseins an sich, sondern sie trägt vielfach noch an sich das Bewußtsein, das eigentlich das Bewußtsein der vierten nachtatlantischen Epoche ist. Dafür sorgt eigentlich die ganze Zivilisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedenken Sie nur, wieviel eigentlich herübergetragen worden ist aus der vierten nachatlantischen Epoche, wie stark die Men­schen noch wie in der vierten nachatlantischen Epoche auf selbst­verständliche oder auch auf kokette Weise leben. Unsere ganze Gymnasialbildung ist so, daß noch die vierte nachatlantische Epo­che in ihr wirkt. Solange das Lateinische die Gelehrtensprache war - vierte nachatlantische Epoche. Und wir denken ja im öf­fentlichen Leben durchaus auch noch so, wie in der vierten nach­atlantischen Epoche gedacht worden ist. Wir sind sozusagen für die fünfte nachatlantische Epoche, für die Entwickelung der Be­wußtseinsseele noch gar nicht zur vollen Menschlichkeit gekom­men. Und deshalb sehen die Menschen der Gegenwart noch im­mer die Sache so, daß ihr Erdenleben zwischen den beiden Toren, dem Tor der Geburt und dem Tor des Todes, eingeschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist dieses Bewußtsein schon in der Entwickelung begriffen, es kommt nur bei den meisten Menschen noch nicht heraus; es kommt nur heraus bei einzelnen, besonders dafür Veranlagten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|76}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eine Anzahl von so veranlagten Menschen in meinem Leben kennengelernt, aber man beachtet sie für gewöhnlich nicht. Es ist das Bewußtsein, das der Mensch in der fünften nachatlan­tischen Zeit entwickelt so, daß es gar nicht völlig hinreicht für das Leben zwischen der Geburt und dem Tode, sondern so, daß der Tod eigentlich immer hereinspielt in das Erdenleben. Dem Men­schen wird bewußt werden, daß man eigentlich jeden Tag ein bißchen stirbt, daß eigentlich fortwährend das Sterben im Men­schen anfängt, daß der Tod fortwährend da ist. Einzelne Men­schen gibt es, die entweder den Tod stark fürchten, indem sie ihn als zehrend an ihrer Erdenmenschlichkeit empfinden; aber ich habe auch solche Menschen kennengelernt, die den Tod liebten, weil er sie immer begleitet, und die eigentlich immer nach ihm verlangten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas, was in der fünften nachatlantischen Epoche immer mehr und mehr heraufkommen wird: das Bewußtsein, den Tod neben sich hergehen zu sehen. Ich will es noch konkreter beschreiben. Der Mensch wird jenen intimen Feuerprozeß, der mit der Entwickelung der Bewußtseinsseele zusammenhängt, an sich wahrnehmen. Insbesondere wird der Mensch in solchen Momenten, wo er aus dem Schlafbewußtsein heraustritt und in das Wachbewußtsein tritt, dieses Wachbewußtsein wie eine Art Feuerprozeß in sich erleben, der ihn verzehrt. Denn die Bewußt­seinsseele ist schon ein Hochgeistiges; das Geistige aber verzehrt immer das Materielle. Und die Art und Weise, wie die Bewußt­seinsseele das Materielle und das Ätherische im Menschen ver­zehrt, ist eine Art intimer Feuerprozeß, ein Verwandlungsprozeß. Das wird der Mensch im Verlauf dieser fünften nachatlantischen Epoche immer mehr und mehr in sich wahrnehmen. Nur dürfen Sie sich dieses Feuer nicht so vorstellen wie eine brennende Ker­zenflamme; so physisch muß man sich das nicht vorstellen. Son­dern der Mensch wird es sozusagen in seiner Seele moralisch sich konstituieren fühlen, dieses Neben-ihm-Stehen des Todes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den meisten Menschen ist es ja heute so: Wenn sie sehen, wie gute Vorsätze oder starke Absichten, die sie haben, in dem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|77}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nächsten Augenblick, in der nächsten Stunde, dem nächsten Tage, dem nächsten Monat sich verflüchtigen, so nimmt man das ja bei der herrschenden materiellen Weltanschauung als etwas hin, was eben einfach geschieht. Das wird man aber immer mehr anders fühlen lernen. Man wird fühlen lernen, wie eine gute Absicht, zu deren Erfüllung man zu schwach war, am Leben zehrt, den Men­schen vermindert in seinem moralischen Gewicht, man wird füh­len lernen, wie er dadurch moralisch leichter, unbedeutender wird im Weltenall. Heute empfindet man das nur als eine Schwäche der Seele, nicht aber als etwas im Weltenall Fortwirkendes. Das wird man aber in der Zukunft empfinden. Ebenso wird der Mensch gewisse intellektuelle Tätigkeiten immer mehr als an ihm zehrend empfinden, wie durch ein seelisches Feuer zehrend. Es sind ja diese Erscheinungen durchaus heute schon gegeben, auch in gro­ßem Maßstab, aber sie sind bisher nicht in dieser Weise empfun­den worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Art, sich in die geistige Welt Stufe für Stufe hin­einzufinden, zum Beispiel indem man das berücksichtigt, was in dem Buch «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» angegeben ist. Dadurch kommt man in eine Harmonie hinein zwischen Geist, Seele und Leib. Aber so, wie die meisten Men­schen heute das geistige Leben betreiben, ohne diese Übungen, namentlich auch, wie in einzelnen Konfessionen das religiöse Leben betrieben wird, da wird dieses religiöse Leben in dem Menschen so wirksam, daß es ihn an moralischem Gewicht ver­mindert, leichter macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind Dinge, die immer mehr im Bewußtsein wahrgenom­men werden. Es ist schon so, daß der Mensch in dieser fünften nachatlantischen Epoche sich sehr ändern wird. Denn es ist eine bedeutende Änderung, wenn man durch das, was man seelisch ist, in seiner ganzen Menschlichkeit sich gekräftigt oder vermindert fühlt, wenn man das Schicksal nicht bloß als eine Sache der Ver­hältnisse fühlt, die äußerlich um einen herum sind und auf einen wirken, sondern wenn man das Schicksal als etwas fühlt, das einen moralisch leichter oder schwerer macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|78}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das ist das Bewußtsein, das sich in den Menschen vorbereitet, das man auch äußerlich, empirisch sich vorbereiten sehen kann. Es beginnt heute die Zeit, wo die Priesterschaft auf diese Dinge hinzuschauen hat, wenn die Gläubigen vor ihr stehen. Denn da handelt es sich nun darum, das, was da heraufzieht in das Bewußtsein der Menschen - was jetzt noch nicht voll bewußt ist, aber in allerlei Unruhe, Nervosität, disharmonischen Empfin­dungsgehalten sich zeigt -, dies so zu behandeln, daß der Mensch Trost hat, Stärkung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird immer weniger möglich sein, von seiten der Priester-schaft sich nur allgemeine Ideen zu bilden, nach denen man die einzelnen Menschen behandelt. In gewissem Sinn - Sie nehmen mir das nicht übel - war und ist ja auch heute noch die Schablone in vieler Beziehung das Maßgebende. Man kann ja wirklich hören, wenn man bei einem Menschen nachfrägt, der irgendwie an Wahnideen leidet und der bei einem Pfarrer Zuflucht gesucht hat, was der Pfarrer mit ihm gemacht hat. Nun, da konnte man hören, daß der Pfarrer versuchte, bei dem Menschen das Sündenbewußt­sein zu erwecken. Und auch in einem zweiten Fall konnte man hören, daß der Pfarrer wiederum versuchte, das Sündenbewußt­sein zu erwecken. So geht die Schablone durch alles hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich einmal an einem Tage drei Begräbnisse anhörte, ist mir aufgefallen, daß von demselben Pfarrer jedes Begräbnis mit dem­selben Satz begonnen wurde: «So hoch der Himmel über der Erde ist, so viel sind meine Gedanken höher als eure Gedanken.» -Immer war da diese Schablone, die noch verhältnismäßig berech­tigt war in der vierten nachatlantischen Epoche. Das hat sich, mit anderem, das ich erwähnt habe, herübererstreckt auch in die fünf­te Epoche und herrscht noch bei uns, während gerade in unserer Kulturepoche in alldem eine feinere Beobachtung und eine Um­wandlung eintreten muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit muß heute die Priesterschaft beginnen. Die Priester-schaft muß damit beginnen, wieder den Seelenblick hinüberlenken zu können in das Herz des anderen Menschen. Das können ja heute die wenigsten Menschen. Der Mensch bleibt dem anderen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|79}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen heute furchtbar unbekannt. Sehen Sie, wenn man mit einer gewissen Ehrfurcht - und ohne Ehrfurcht geht ja das Lesen der Apokalypse nicht -, wenn man mit Ehrfurcht in der Apoka­lypse die Stelle von den weißen Kleidern liest (Apk. 3, 4 - 5}, mit denen diejenigen angetan werden müssen, die die Aufgabe der fünften Kulturepoche erfüllt haben, dann bekommt man den Ein­druck: Hier handelt es sich darum, tief in diese besondere Be­wußtseinsart des Menschen durch den Priesterblick hineinzu­schauen, den Menschen, wie er nun im fünften nachatlantischen Zeitraum vor ihn hintritt, sozusagen kennenzulernen. Das ist die Mahnung: den Menschen kennenzulernen, nicht an den Kleidern, die er trägt, nicht durch das, was er in der äußeren Welt darstellt, sondern ihn an seinen Seelenkleidern kennenzulernen. Durch die­sen Brief an die Gemeinde von Sardes spricht der Apokalyptiker diese Mahnung gerade in unsere Gegenwart hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserer Gegenwart muß der Priester von allem Äußeren, in das der Mensch gestellt ist, durchdringen in seine Seele hinein. Der Priester muß in gewissem Sinne anfangen, den Menschen so anzusehen, wie ich es vorgestern charakterisiert habe, daß man den Menschen ansehen muß, wenn man auf sein Karma kommen will. Ich habe gesagt: Wenn man auf das Karma des Menschen kommen will, darf man ihn nicht auf seinen Beruf, nicht auf seine sozialen Verhältnissen und nicht auf sein Können oder Nichtkön­nen ansehen, sondern man muß tief in seine Seele hineingehen, in die Eigenschaften, in die Fähigkeiten, die in jedem Beruf im Grunde genommen zum Ausdruck kommen können. Denn man muß ja hinschauen auf dasjenige, was der Mensch im vorigen Erdenleben war. Nun, soweit braucht ja der Priester nicht zu gehen. Aber anfangen muß der Priester damit, alles Äußerliche zu durchschauen und auf das Innerliche zu sehen, das rein Mensch­liche, das, wodurch der Mensch jedesmal innerlich eben Mensch, individuell gearteter Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist schon so, wenn wir uns bis zu diesem Sendschreiben an die Gemeinde von Sardes in dem Buch der Apokalypse herauf-lesen, dann fühlen wir das, was da steht, wie eine unmittelbare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|80}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufforderung an die Gegenwart. Und wir können dann beim weiteren Lesen schon einen noch tieferen Eindruck empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie nur einmal über das folgende nach. Denken Sie, die fünfte nachatlantische Epoche geht vorüber. Während dieser Epoche verändert der Mensch sein Bewußtsein so, daß er das Arbeiten, das Wirken, das Werk des Todes an sich durchschaut. Er wird es durchschauen lernen, aber er wird es nicht so durch­schauen, daß ihm in jedem Augenblick sein Alter, das er erreichen kann, vor der Seele steht. Sehen wird er das Arbeiten des Todes an sich. Er wird den Tod fortwährend als Begleiter um sich haben. Um sich haben wird er ihn natürlich, aber was neu geschaffen werden muß auf den verschiedenen Lebensgebieten, das ist, daß der Mensch einen seelischen Gehalt wird haben müssen, der ihm dieses Den-Tod-neben-sich-stehen-Haben als etwas Naturgemä­ßes erscheinen läßt. In sich die Kräfte ewigen Seelenwachens er­weckt zu haben, das bedeutet: den Tod neben sich als einen guten Freund immerfort als Begleiter haben zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie hinausschauen in die Umgebung, so sehen Sie sie heute noch ganz im Lichte der vierten nachatlantischen Epoche. Sie sehen im Grunde genommen Leben, das den Tod in sich trägt, in jeder Planze, in jedem Stein, aber Sie sehen den Tod nicht, weil Sie ihn noch nicht in sich sehen. Die Menschen werden aber an­fangen, den Tod immer zu sehen. So wird man zu den Menschen der Gegenwart immer mehr sprechen müssen, denn wenn man mehr und mehr den Tod sieht, verwandelt sich ja das ganze Schauen des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, den Tod sehen, heißt mancherlei zu sehen, das sich heute hinter den Erscheinungen ganz und gar verbirgt. Wir sehen in einem gewissen Sinn die Natur heute sehr stabil, weil wir in ge­wisse feine Intimitäten der Natur gar nicht hineinschauen. Wir gehen durch das Land und sehen zum Beispiel Tafeln, auf denen steht: In diesem Ort ist Maul- und Klauenseuche. - In Wirklich­keit ist über einem solchen Ort etwas im Intimeren geschehen, was so gesehen werden kann, daß es sich vergleichen läßt mit demjenigen, was das sturmbewegte Meer oder ein Vulkanausbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|81}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
darstellt. Und so wird das sein, was in der sechsten nach­atlantischen Epoche an den Menschen herantritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil der Mensch noch nicht den Tod schaut, sieht er heute nur, wenn zum Beispiel der Vesuv speit oder wenn mächtige Erdbeben durch den Seismographen wahrgenommen werden, aber jene Span­nung im Ätherischen, die sich zum Beispiel dann auslebt, wenn in irgendeiner Gegend ein bedeutender Genius lebt oder geboren wird, sieht der heutige Mensch nicht. Ebensowenig sieht der Mensch jenes gewaltige Geisterwalten und Geisterweben, für das ja die Sterne und ihre Konfigurationen nur der äußere Ausdruck sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles in einem gewissen Sinne zu sehen, steht dem Men­schen in der sechsten nachatlantischen Epoche bevor. Die Sonne, wie sie jetzt ist, wird vom Himmel heruntergefallen sein, die Ster­ne werden vom Himmel heruntergefallen sein. Wo jetzt die Sterne in ihrer materiellen Abstraktheit erglänzen, wird man Geisteswal­ten und Geistesweben schauen. So wird sich im Laufe der fünften nachatlantischen Epoche die Selbstanschauung des Menschen sehr ändern und im Laufe der sechsten Epoche wird sich die ganze Welt um den Menschen herum ändern. Aber glauben Sie nicht, daß zum Beispiel der Initiierte die Welt geradeso sieht wie der Nicht-Initiierte. Und so ist es auch mit den aufeinanderfolgenden Bewußtseinsstufen. Der Mensch in den aufeinanderfolgenden Bewußtseinsstufen sieht die Welt nicht in gleicher Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß wir als Menschen in einem solchen Umwandlungsprozeß leben, in einem Prozeß der menschlichen Umwandlung und der Umwandlung des Weltbildes, das wird in der Apokalypse unter anderem dadurch angedeutet, daß in den ersten vier Briefen ver­hältnismäßige Gleichheit herrscht. Der erste Brief wird entsiegelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein weißes Pferd erscheint, ein Pferd. Der zweite Brief wird ent­siegelt: ein rotes Pferd erscheint, wieder ein Pferd. Der dritte Brief wird entsiegelt: ein schwarzes Pferd erscheint, wiederum ein Pferd. Der vierte Brief wird entsiegelt: es erscheint ein falbes Pferd, aber eben ein Pferd (Apk. 6. Kapitel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der fünfte Brief wird entsiegelt: es erscheint nicht mehr ein Pferd; es ist nicht mehr vom Pferd die Rede. Es wird das, um was&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|82}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es sich handelt, ganz anders angedeutet. Wenn wir fortschreiten im Lesen der Briefe, finden wir, wie in dieser Weise hingedeutet wird auf eine grundbedeutsame Verwandlung, die gerade während unserer Zeitepoche eintritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man kann nicht anders als sagen: Wir müssen uns schon vorbereiten, die neue, verwandelte Gemeinde von Sardes zu wer­den. Diese neue, verwandelte Gemeinde von Sardes, die wird Verständnis dafür haben müssen, daß es ja schließlich ein Triviales ist, Pflanzen, Tiere, Steine zu kennen, und daß man das alles erst richtig kennt, wenn man in jedem Stein, in jeder Pflanze die Ster­ne wirksam findet. Auch geistig müssen die Sterne herunterfallen vom Himmel. Man kann auch das schon wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte dafür nur ein besonderes Beispiel anführen. Solche Dinge werden ja in ihrer äußeren Konfiguration von den Men­schen genommen, aber man sieht nicht viel hin auf die Art, wie so etwas in der ganzen geistigen Entwickelung der Menschheit drin-nensteht. Jeder kann nur etwas tun auf seinem Platz, auf dem Platz, auf dem er steht. Bevor ich auf die letzte Reise nach Eng­land gefahren bin, ergab sich hier folgendes. Sie wissen ja viel­leicht, daß ich, wenn ich in Dornach bin, den Arbeitern dieses Baues jede Woche während der Arbeitszeit eine oder zwei Stun­den gebe, in denen ich ihnen von naturwissenschaftlichen und von geisteswissenschaftlichen Dingen spreche. Weil das unter der Ar­beiterschaft sehr gerne gesehen wird, mache ich das so, daß ich mir von den Arbeitern das Thema geben lasse. Die Arbeiter haben es gerne, wenn sie das Thema selbst geben können, und sie begeh­ren von mir auch solche Dinge zu wissen, wie sie im heutigen Geistesleben möglich sind. Das gehört schon zu dem, wofür auch die Priester volles Verständnis haben müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich die englische Reise machte, da kam ich in die Stun­de, und ein Arbeiter hatte die Frage präpariert: Ja, woher kommt es eigentlich, daß manche Pflanzen duften und andere nicht? Woher kommt der Duft der Blumen? - Ja, soweit sind nun diese Arbeiter erzogen durch die Vorträge, die ja schon seit langem stattfinden, schon seit Jahren, daß sie natürlich nicht vorlieb nehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|83}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
damit, daß man ihnen irgendeine chemische Erklärung gibt und ihnen etwa sagt: das ist dieser oder jener Stoff, der diesen oder jenen Duft verbreitet - Sie kennen ja die Art, wie unsere naturwissenschaftlichen Erklärungen meistens sind: die Armut kommt von der pauvreté -, sondern die Arbeiter verlangen nach wirklichen Erklärungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, sehen Sie, da mußte ich ihnen das folgende sagen - ich will hier nur kurz wiederholen, was ich eine Stunde lang ausein­andergesetzt habe -: Zunächst weist uns das, was duftet, auf un­sere Sinnesorgane hin; wir nehmen den Duft durch unser Ge­ruchsorgan wahr. Aber fragen wir uns einmal, ob wir unser Ge­ruchsorgan so ungeheuer fein ausgearbeitet haben, daß wir es bis zum Polizeihund bringen können. Daß das nicht gut möglich ist, werden Sie wohl zugeben müssen. Im Gegenteil, Sie werden zu­geben müssen, daß der Mensch ein grobes Geruchsorgan hat, nicht ein feines, und daß man, wenn man die Reihe in der Natur heruntergeht, auf verfeinerte Geruchsorgane trifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie zum Beispiel den Hund, der so feine Geruchsor­gane hat, daß er es zum Polizeihund bringen kann. Wenn Sie den Hund betrachten, so werden Sie sehen, daß seine Stirne zurück­geht, sie folgt den sich fortsetzenden Geruchsnerven, die hinein-tragen in das Wesen des Hundes den Geruch. Bei uns Menschen ist das aufgeplustert zur Stirne. Unser Intelligenzapparat ist ein umgewandeltes Geruchsorgan, besonders das Apperzeptionsver­mögen. Schon daraus geht hervor: Wenn wir zu niederen Wesen heruntersteigen, kommen wir zu feineren Geruchsorganen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun lehrt die Geisteswissenschaft: Eine große Anzahl von Pflanzen sind nichts weiter in ihrer Blüte und in ihrer Geruchs­entfaltung als Geruchsorgane, richtige vegetabilische Geruchssor­gane von ungeheurer Feinheit. Und was riechen diese? Sie riechen den Weltgeruch, der immer vorhanden ist. Und der Weltgeruch, der von der Venus ausgeht, ist ein anderer als der, der vom Mars oder vom Saturn ausgeht. Es ist zum Beispsiel so, daß Veilchen-gerüche das Geruchsecho desjenigen sind, was das Veilchen als Weltgeruch wahrnimmt. Solche wohlriechenden Pflanzen nehmen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|84}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus dem Weltgeruch dasjenige wahr, was von Venus, Merkur oder Mars kommt. Der Stinkasant, Ferula assa-foetida, nimmt den Geruch vom Saturn wahr und gibt ihn wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muß man den Leuten erklären, weil sie es verlangen, wie gewissermaßen die Sterne herunterfallen. Denn was sind schließ­lich die Wesen der Welt anderes als das, was die Sterne herunter-geben. Wenn man der Realität nach über diese Dinge spricht, so muß man sagen: Jetzt fallen ja wirklich schon die Sterne herunter, denn sie sind in den Pflanzen drinnen. Nicht nur der Geruch ist in ihnen, sondern die Pflanzen sind richtige Geruchsorgane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kam ich heute zur ersten Stunde wieder zu den Arbeitern und ließ mir die Fragen geben, die sie beantwortet haben wollten. Da haben sie die Frage gestellt: Wenn nun das in der letzten Stun­de über die Gerüche Gesagte richtig ist und die Pflanzen feine Geruchsorgane sind, woher kommen dann aber die Farben der Pflanzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun mußte ich die Erklärung abgeben, daß allerdings die Düfte der Pflanzen von den Planeten kommen, aber die Farben der Pflanzen von der Kraft der Sonne. Ich setzte das weiter aus­einander an Beispielen, aus denen das ersehen werden kann. Da war aber einer unzufrieden und sagte: Da haben Sie noch überse­hen, warum auch die Steine Farben haben. Ich verstehe schon - so sagte er -, warum die Pflanzen Farben haben, und daß eine Pflan­ze, wenn sie im Keller wächst, wo die Sonne nicht hinkommt, zwar Form und Duft hat, aber weil die Sonne nicht die Keller-mauern durchdringt, die Pflanzen fahl bleiben, sogar bis zur Farb­losigkeit. Wie ist es aber mit den Steinen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt mußte ich auseinandersetzen: Es gibt einen ,Tageslauf der Sonne, eine Umdrehung der Erde in 24 Stunden, einen Jahreslauf, der die Jahreszeiten bewirkt, der die Sonne hinaufgehen läßt bis zum Zenit und heruntergehen läßt. Es gibt aber noch etwas ande­res. Jetzt mußte ich das platonische Weltenjahr klarmachen, ich mußte erklären, daß die Sonne ihren Frühlingsaufgangspunkt -den sie jetzt in den Fischen hat - früher im Widder, noch früher im Stier, in den Zwillingen hatte und so weiter, und daß sie im&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|85}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verlaufe von 25 920 Jahren einmal mit dieser Konstellation rund herum durch den ganzen Tierkreis geht, daß es also einen Tages­lauf, einen Jahreslauf und einen Weltenjahreslauf der Sonne gibt. Und während der Jahreslauf der Sonne den Pflanzen ihre Farben gibt, brauchen die Steine, um ihre Farben zu bekommen, den Weltenjahreslauf der Sonne. In den Farben der Steine, im Grün des Smaragd, im Weingelb des Topas, im Rot des Korund, da lebt die Kraft, die sich entwickelt durch den Umgang der Sonne durch das platonische Weltenjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, wenn man da anfängt, aus dem Spirituellen heraus über die Welt zu sprechen, dann fragen die Leute auch über das Irdische so, daß sie nicht mehr zufrieden sind, wenn man ihnen das Irdische mit den Trivialitäten unserer Laboratorien und Se­ziersäle erklärt. Sie wollen schon richtig erkennen und fühlen sich dann sehr zufrieden, die Sache auf «Sardessche» Weise zu erken­nen, indem man die Sterne und ihre Wirksamkeit zu Hilfe nimmt. Was tut man da schließlich anderes, als es der Schreiber der Apo­kalypse tut: man stellt Sardes hinein in die Gegenwart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, es ist das nur ein Beispiel. Aber es muß eben damit begonnen werden, dieses Sternenempfinden, diese Sternenwesen­Empfindung hereinzutragen in die Gegenwart. Es muß damit be­gonnen werden, daß die Menschen wieder einsehen: Der Christus ist ein Sonnenwesen. - Das wird aber am allermeisten bekämpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich Ihnen solche Dinge sage, namentlich wenn ich Ihnen sage, wie diese moderne fünfte nachatlantische Epoche ge­wissermaßen das auferweckte Sardes sein muß, wie wir es kurz, prägnant, großartig charakterisiert finden in der fünften Gemein­de und im fünften Siegel, das nun entsiegelt werden muß, wenn ich Ihnen das sage, werden Sie fühlen, wir haben heute die Auf­gabe, dieses besondere Verständnis der Apokalypse zu entfalten: Die Apokalypse verstehen zu können als Aufgabe, die täglich an unser Herz herandringt. Es nützt heute nichts, die Apokalypse bloß zu interpretieren. Es ist notwendig, daß wir die Apokalypse in allem tun, sonst können wir es überhaupt lassen. Das bloße Interpretierenwollen hat nicht viel Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|86}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So habe ich Ihnen das zweite anzudeuten versucht, was zum Lesen der Apokalypse gehört. Gestern versuchte ich ja, das Formale anzugeben, heute versuchte ich Ihnen zu zeigen, wie zum Lesen der Apokalypse das Dabeisein mit dem Wollen gehört. Und das ist auch natürlich, denn die Apokalypsen sind immer entstanden durch Inspirationen des Willens. Und hier berühren wir einen wirklichen, einen lebensvollen apokalypti­schen Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt heute schon Leute, die in gewisser Beziehung apoka­lyptisch erzogen werden, aber sie werden apokalyptisch so erzogen, daß sie eine Art und Weise der Willenserziehung erhalten, die spezifisch auf die römisch-katholische Kirche hin-orientiert ist: das sind die Jesuiten. In der Jesuitenerziehung, namentlich in den Jesuitenexerzitien, liegt etwas stark Apokalyp­tisches. Die Jesuitenexerzitien enthalten eine Schulung des Wil­lens, wie sie immer dem Schauen des Apokalyptischen zugrunde liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Willenserziehung ist also dasjenige, was vor allen Dingen ins Auge gefaßt werden muß von demjenigen, der es heute mit einer wirklichen Priesterschaft im Sinne der christlichen Erneue­rung ernst nimmt. Er muß die Apokalypse verstehen, damit er in ihr sehen kann den richtigen Impuls für den Willen, während in der Tat ein sehr einseitiger Impuls für den Willen gegeben worden ist durch Ignatius von Loyola, zwar in großartiger Weise, aber in außerordentlich einseitiger Weise. Heute ist das schon ahrimanisch verhärtet, aber gerade bei der Betrachtung des Ignatius von Loyola zeigt sich, wie falsch wir die Welt anschau­en, wenn wir sie nicht geisteswissenschaftlich erkennen. Die Leute führen die heutige Jesuitenentwickelung noch immer auf Ignatius von Loyola zurück. Das ist aber nicht richtig. Ignatius von Loyola war längst wieder da in einer neuen Verkörperung und hat sich damit natürlich ganz herausgelöst aus der früheren Strömung. Er hat wieder gelebt als Emanuel Swedenborg, und die Jesuitenentwickelung ist seit jener Zeit völlig ins Ahrimani­sche hineingesegelt; sie knüpft nicht mehr an Ignatius an, sondern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|87}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie ist heute in ahrimanischem Sinne wirksam. Sie haben da, ich möchte sagen, das Schatten-Gegenbild dessen, was Sie selber sich anerziehen müssen, indem Sie, wie ich gesagt habe, in Ihr Ich das Apokalyptische aufnehmen, so daß Ihr Ich zur Summe von Wirkenskräften wird, die selber apokalyptisch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|88}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= SECHSTER VORTRAG Dornach, 10. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand in die alten Mysterien eingeweiht worden ist, so bestand das erste, was er erfahren sollte, darin, daß sein Sinn, seine ganze menschliche Seelenverfassung, hingelenkt wurde auf die Bedeutung des in der Siebenzahl verlaufenden Zyklus der Weltkulturentwickelung. Und wir sehen ja deutlich in der Apokalypse nachwirken dasjenige, was gerade aus dem Einweihungsprinzip der alten Mysterien heraus sich ergibt. Die Apokalypse hat diese Siebenzahl in der mannigfaltigsten Weise sowohl in ihrer Gliede­rung, in ihrer Komposition, wie auch in ihrem Inhalt. Nun han­delt es sich darum, daß ja damals dasjenige, was mit dieser Siebenzahl verbunden worden ist, nicht in äußerlicher Weise mit ihr verbunden wurde, wie man sich das gewöhnlich heute vorstellt, sondern man weihte den Betreffenden ein in das Wirken und Weben der Zahlen überhaupt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun möchte ich Sie hier, meine lieben Freunde, auf etwas auf­merksam machen, was ich auseinandergesetzt habe drüben in ganz anderem Zusammenhang, in dem Kurs über Sprachwissen­schaft. Da mußte ich auseinandersetzen, wie ein Erleben im Laute möglich ist, wie aber tatsächlich die Menschheit heute das Erleben im Laute verloren hat. Sie müssen nur sich einmal vor die Seele stellen, wie ja im Laute Elemente des gestaltenden und wesenden Wortes gegeben sind, und wie durch das Erleben dieser Laute der mannigfaltigste, ja der wundervollste Welteninhalt gestaltet wer­den kann durch die Kombination der etwa 32 Lautelemente. Ver­setzen Sie sich einmal in eine solche Zeit - und es gab ja Zeiten, wo der Menschheit das noch eine Realität war -, versetzen Sie sich in eine Zeit, welche ganz lebhaft weste in diesen Elementen der Laute und ganz lebhaft empfand das Wunderbare, das darin liegt, aus dem Erleben dieser 32 Lautelemente heraus eine Welt gestalten zu können. Man empfand wirklich in der Sprach-Gestal­tung, in der bildenden Gestaltung des Wortes, das Weben eines&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|89}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistigen, das man miterlebt im Sprechen. Man erlebte, daß in den Lauten Götter leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie diese 32 Laute nehmen, dann werden Sie sich leicht ausrechnen können, daß dabei etwa 24 Laute auf die Konsonanten und etwa sieben auf die Vokale kommen - natürlich sind die Dinge immer approximativ -, und Sie können jetzt im Sinne des Anfanges des Johannes-Evangeliums «Im Urbeginne war das Wort» ein Licht fallen lassen auf jenes Bild, das ja auch als apo­kalyptisches Bild gedacht werden kann: Das Alpha und das Omega ist umgeben von den sieben Engeln - den Vokalen - und von den 24 Ältesten - den Konsonanten. Und so empfand man auch, daß das Geheimnis des Weltenalls ganz in dem webte und lebte - mit der Bedeutung, die ich schon auseinandergesetzt habe -, was man in der heiligen Sprache des Kultus intonierte. Und man fühlte im Zelebrieren des Kultus die mächtige Anwe­senheit desjenigen, was von dem Welteninhalt in diesem symbo­lischen Bilde war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überhaupt muß wiederum von der Menschheit gefühlt werden, wo gerade von der Mysterienweisheit die Götter gesucht worden sind. Sie sind nicht in einem so Fernen, Transzendenten gesucht worden, wie man sich das heute vorstellt. Ihre Verleiblichung hat man in so etwas gesucht wie in den Lauten; und wenn man vom «Weltenwort» gesprochen hat, so hat man eben von demjenigen gesprochen, was wirklich durch die Welt webt und an dem der Mensch mit seiner Sprache teilnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso ist es mit den Zahlen. Wir haben ja heute eine durch und durch abstrakte Vorstellung von den Zahlen, gemessen an einer solchen Vorstellungsart, wie sie noch in der Apokalypse waltet. Nun, sehen Sie, wenn man in die ersten christlichen Jahr­hunderte zurückgeht, so findet man, daß damals deshalb ein ge­wisses Verständnis für so etwas wie die Apokalypse bei manchen Menschen da war, weil das Geheimnis der Zahl noch gefühlt wurde, weil noch erlebt wurde dieses eigentümliche Verhältnis in der Gliederung einer Zahlenreihe. Man hat durchaus nicht in die­ser Weise wie heute die Zahlenreihe als ein Aneinanderfügen von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|90}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eins zu Eins genommen, sondern man hat erlebt, was da liegt in der Drei, in der Vier, man hat erlebt das geschlossene Wesen der Drei, das offene Wesen der Vier, das mit dem Menschen verwand­te Wesen der Fünf. In der Zahl selbst fühlte man so ein Göttli­ches, wie man in den Buchstaben und Lauten ein Göttliches fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn nun in den alten Mysterien der Mensch soweit war, daß er in dieses Zahlengeheimnis eingeweiht wurde, dann war es seine Verpflichtung, in dem Lauf dieser Zahlengeheimnisse zu denken, zu fühlen, zu empfinden. Denken Sie, was damit gegeben ist. Wir haben in der Musik sieben Töne. Die Oktave, der achte, ist ja wie der erste. Wir haben im Regenbogen sieben Farben. Wir haben auch in anderem in der Natur die Siebenzahl. Denken wir uns, meine lieben Freunde, der Natur fiele es ein, im Regenbogen eine andere Anordnung der Farben zu treffen; es würde das ganze Weltenall durcheinanderfallen. Oder in der Tonskala würde man eine andere Einteilung der Töne machen - die Musik würde unerträglich werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß es auch im Menschenseelenwesen eine richtige Gesetzmä­ßigkeit gibt, wie im Lauf der Natur selbst, darauf wurde der Ein­zuweihende hingewiesen, und daß er nun nach seiner Einweihung nicht mehr willkürlich seine Gedanken hin- und herzuwerfen habe, sondern verpflichtet ist, innerlich in der Zahl zu denken, innerlich zu erleben das Zahlengeheimnis, so wie es in allen We­sen und Vorgängen webt und lebt und so wie in der Natur die Zahl lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die Apokalypse ist ja nun noch in einem Zeitalter verfaßt worden, in dem ein solches Hineinstellen des Menschen in das kosmische Geheimnis der Siebenzahl oder der Zwölf- oder der Vierundzwanzig- oder der Dreizahl eine absolute Gültigkeit hat­te. Seit dem Beginn unseres Bewußtseinsseelenzeitalters, also seit dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts, kommt wieder das zur Geltung, was vor dem strikten Gelten der Siebenzahl war, und es kommen allmählich Verschiebungen in der Siebenzahl heraus. Wir sind nicht mehr in der glücklichen Lage, eine Evolution so zu erleben, daß sie genau in der Siebenzahl verläuft. Wir sind schon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|91}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in demjenigen Entwickelungsstadium der Erde, wo gegenüber den Zahlengeheimnissen eine Unregelmäßigkeit beginnt, so daß für uns die Zahlengeheimnisse eine neue Bedeutung gewonnen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns erbauen an den Zahlengeheimnissen, wie sie in solch einem Dokument wie der Apokalypse leben, so ist es für uns so, daß wir durch dieses Sicheinleben in einen solchen Stoff wie die Apokalypse fähig werden, auch dasjenige, was immer mehr und mehr außerhalb der Zahlengeheimnisse verläuft, mit unseren Sinnen aufzufassen. Und so können wir sagen, wir leben uns in einer gewissen Weise heraus aus den Zahlengeheimnissen. Aber wir mussen sie uns aneignen, um sie in den Formen dann zu gebrauchen, wie es nunmehr dem menschlichen Geschehen auf der Erde entspricht und wie sie durch die Priesterschaft auf dem Gebiete des Religiösen zu behandeln sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem ich dies voraussetze, darf ich jetzt über gewisse Erschei­nungen doch noch so sprechen, als ob sie durchaus in Zahlenge­heimnissen verliefen, denn in einem gewissen Sinne dürfte ja das Weltgeschehen langsam erst aus den Zahlengeheimnissen heraus­kommen und in eine freilich nicht in der Zahl verlaufende Art des Weltgeschehens hineinkommen. Das war die Art des Denkens in den alten Mysterien: große Zyklen zu sehen, die in der Siebenzahl verlaufen, und andere, kleinere und kleinste Zyklen zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben wir in den sieben Gemeinden, die gleichzeitig als konkrete wirkliche Bildungen auf der Erde vorhanden waren, den Fortbestand der alten Kulturen und das Eintreten der neuen Kulturperioden gesehen, aber auf der anderen Seite haben wir auch einen kleineren Zyklus, den man in einer gewissen Weise verstehen lernt durch die Apokalypse. Wie dieser kleinere Zyklus ist, meine lieben Freunde, das wollen wir jetzt bedenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir zurückblicken auf die Zeit, in der das Mysterium von Golgatha stattgefunden hat auf der Erde, so treffen wir ge­genüber der geistigen Entwickelung der Menschen auch auf die Erzengelherrschaft des Oriphiel, desjenigen Erzengels, der vor­zugsweise von den Saturnkräften seine Impulse erhält (Tafel 4). Wir kommen dann in ein Zeitalter hinein, das als regierenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|92}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erzengel Anael hat, dann in das Zeitalter des Zachariel, denn in das Zeitalter des Raphael, dann des Samael, des Gabriel und in das jetzige, das Zeitalter des Michael. Wir haben ein erstes, ein zwei­tes, drittes, viertes, fünftes, sechstes und siebentes Zeitalter, so daß wir in bezug auf diesen kleineren Zyklus innerhalb unseres fünf­ten großen Zyklus im siebenten Zeitalter sind. Wir leben in dem Zeitalter, von dem man, wenn man mit heutigen Formen schrei­ben wollte, sagen müßte: Wir leben in dem Zeitalter Fünf/Sieben, im fünften nachatlantischen Kulturzeitraum, dem fünften großen Zyklus der Menschheitsentwickelung, und in bezug auf eine an­dere Gliederung - die Epochen der Erzengelherrschaften -, die sich mit dieser durchkreuzt, leben wir im siebenten Zyklus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein siebenter Zyklus, meine lieben Freunde, bedeutet einen Endzustand. Dem jetzigen ging voran der sechste Zyklus, der Gabriel-Zyklus. In einem sechsten Zyklus entscheidet sich immer sehr viel; das Ende wird vorbereitet. Aber der letzte Zyklus, der vorherging, wirkt in diesen sechsten Zyklus noch hinein. Der Michael-Zyklus begann etwa 1879, der Gabriel-Zyklus etwa 1471. Vorher war der Zyklus des Samael, jenes Erzengels, welcher seine Impulse vom Mars empfängt; es war der fünfte Zyklus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Zeitpunkt, in dem das fünfte nachatlantische Zeitalter beginnt, ist eben der Erzengel des fünften kleineren Zyklus an der Regierung. Er leitet aber schon durch drei bis vier Jahrhunderte vorher den Beginn dieses fünften nachatlantischen Zyklus wäh­rend des fünften Erzengel-Zyklus ein. Es fällt also der kleine Zyklus mit dem Beginn des großen Zyklus zusammen. Das heißt aber nichts Geringeres als: Die großen Zyklen werden bewirkt von Geistern der mittleren Hierarchie. Die dritte Hierarchie, zu der auch die Erzengel gehören, sind die dienenden Glieder der höheren Hierarchien. Das Gesetz der Zahl wirkt also so, daß beim Beginn des fünften Zyklus der fünfte Erzengel in seiner Haupttätigkeitszeit zusammenfällt mit den wiederum in der Fünf-zahl stehenden höheren Wesen aus einer höheren Hierarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist verhältnismäßig lange her, daß von diesen Dingen geredet wurde, aber immerhin ist davon länger geredet worden in der Welt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|93}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als man gewöhnlich denkt. In solchen Stätten wie zum Beispiel der Schule von Chartres ist schon im 12. Jahrhundert von diesen Geheimnissen gesprochen worden. Damals gab es noch eine apo­kalyptische Sprache. Diese ist immer so, daß das Weltenall sozu­sagen in der Perspektive, im Aspekt der Zahl gesehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Plato sagt: Gott mathematisiert, Gott geometrisiert -, so ist mit diesem göttlichen Geometrisieren oder Mathematisieren nicht unser bißchen abstrakte Geometrie oder Mathematik ge­meint, sondern jenes tiefe Erleben, das die Alten gehabt haben den Formen und den Zahlen gegenüber. Und es wird ja heute verspottet von dem Materialismus, aber es ist überall sichtbar, daß auch im organischen Leben das Gesetz der Zahl Sieben waltet. Man verfolge nur einmal in bezug auf die Zeit des Werdens das Auskriechen von Schmetterlingen und Larven oder die Entwicke­lung gewisser Krankheiten - überall wird man das Gesetz der Sieben waltend finden. Daß die Zahl etwas aus der Natur der Dinge Folgendes sei, das wurde den Eingeweihten klargemacht, und dadurch wurden sie hingewiesen darauf, zu sehen, wie die Dinge im Weltzusammenhange liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn wie merkt man auf, meine lieben Freunde, wenn man sich sagen muß: Der in der Zahl Fünf stehende Erzengel beginnt die Zeit seiner Herrschaft im fünften nachatlantischen Zeitraum mit aus den Marskräften herauskommenden Kräften. Wird ein Zeitalter mit Marskräften begonnen - das wird ja schon in der trivialen Vorstellung angedeutet -, so liegt etwas Kriegerisches darin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir auf die aufeinanderfolgenden Kulturperioden sehen, so sind sie abgeteilt durch bedeutsame Ereignisse. Und wenn wir zurückblicken auf das bedeutsame Ereignis, das den vorigen, den atlantischen Zeitraum von dem jetzigen, dem nachatlantischen Zeitraum trennt, der als der fünfte Zeitraum in seiner fünften Kulturperiode steht, so haben wir als Grenze zwischen beiden die als «Sintflut» bekannte Eiszeitperiode, den Untergang der alten Atlantis, und das Aufsteigen neuer Weltteile. Wir leben in der fünften nachatlantischen Periode, eine sechste und eine siebente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|94}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden folgen. Die Katastrophe, die uns trennt von der nächsten großen Periode, die kommen wird - nach der fünften die sechste und siebente Periode -, die wird dann nicht bloß ein so äußerli­ches Naturereignis sein, wie die Eiszeit eines war und wie alles das war, was durch die Erzählungen von der Sintflut angedeutet ist, sondern es wird sich die Scheidung der fünften von der sech­sten Periode mehr zeigen auf dem moralischen Felde. Ein Krieg aller gegen alle, auf den ich schon öfter hingedeutet habe, wird als eine moralische Katastrophe die fünfte von der sechsten großen Erdperiode trennen, allerdings verbunden mit Naturereignissen, aber die Naturereignisse werden mehr zurücktreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünfte Kulturperiode wurde eingeleitet von dem, was vom Mars kommt durch Samael, den Streitgeist, indem Streitelemente aus der geistigen Welt heruntergeholt wurden. Und im Beginn des Bewußtseinsseelenzeitalters sehen wir auch in unserem kleineren Zyklus, wie unser fünftes Zeitalter in sich etwas enthält von der Vorbedeutung, der prophetischen Vorbedeutung dessen, womit das große Zeitalter abschließen wird, nachdem auf den fünften der sechste und siebente Kulturzeitraum gefolgt sein werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diejenigen Stimmen vernimmt, die herrühren von Menschen an der Scheide des 14. zum 15. Jahrhundert, die noch etwas wußten von den geheimen Vorgängen, die hinter den offen­baren stehen, dann, meine lieben Freunde, finden wir schon in dieser Zeit, gerade in dieser Zeit der Marsregierung des Samael, Hinweise auf das Ende unseres großen Zeitalters, wenn sie auch nur in kleinen Andeutungen bestehen. Wenn man so die Zahl in Zusammenhang bringt mit dem, was geschieht, dann kommt man in das apokalyptische Denken hinein, dann lernt man gewisser­maßen apokalyptisch das Weltall lesen, und man wird überall finden, daß sich einem unzählige Geheimnisse enthüllen, wenn man in dieser Art apokalyptisch die Welt betrachten lernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bedenken wir, wie unser Zeitalter in dem kleinen Micha­el-Zyklus steht und in dem fünften nachatlantischen Kulturzeit­raum, im fünften großen Erdenzeitalter. Wir wollen untersuchen, was das bedeutet. Wir leben im fünften großen Erdenzeitalter, in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|95}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der nachatlantischen Periode. Dieses fünfte Zeitalter ist dasjenige, das den Menschen in einem gewissen starken Sinne losgelöst hat von der göttlichen Welt. Die atlantischen Menschen waren durch­aus noch so, daß sie sich Gott-durchdrungen fühlten, eigentlich nicht als einzelne Menschen sich fühlten, sondern wie in einer Umkleidung der Gottheit. Die Gottheit ist da, nicht der einzelne Mensch; so fühlte sich der atlantische Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Zeitalter ist im wesentlichen dazu da, den Menschen auf sich selbst zu stellen, ihn abzulösen von der Gottheit, und das ist ja durch vier Kulturperioden hindurch geschehen, langsam und allmählich. Das begann langsam in der altindischen Kulturperi-ode, die man wirklich noch nachfühlen konnte in den Mysterien von Ephesus. In der altindischen Kulturperiode fühlte sich der Mensch noch fast ganz darin in der Gottheit. Stark löste er sich los in der Zeit gegen die urpersische Periode hin. Verhältnismäßig weit ist er losgelöst in der dritten Periode, so daß er den Tod schon empfand als sich von der Ferne annähernd. In der grie­chisch-lateinischen Kulturperiode wird der Tod so weit empfun­den, daß aus dieser Zeit das bekannte Wort herrührt: «Lieber ein Bettler in der Oberwelt als ein König im Reiche der Schatten.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, wo die fünfte nachatlantische Kulturperiode - wie ich gestern sagte - dazu ausersehen ist, den Tod wie einen Begleiter allmählich mehr und mehr neben sich zu haben, werden wir moralische Kraft brauchen, um diese immerwährende Gegenwart des Todes zu ertragen. Da ist es wichtig für uns, daß gerade in unserer unmittelbaren Gegenwart zusammenfallen dieses Zeit­alter, wo die Bewußtseinsseele und damit die ständige Begleitung des Menschen durch den Tod hereinbricht, und die Zeit der Herr­schaft des Michael, jener Erzengelherrschaft, die in gewissem Sin­ne eine Art Ende, eine Art Vollkommenheitsziel bedeutet, aber Dekadenz und Vollkommenheit zugleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael, jener Geist, der in der Sonne lebte, der der wichtigste Diener des Christus-Geistes in der Sonne war, der erlebte zur Zeit des Mysteriums von Golgatha dieses von der anderen Seite her. Die Menschheit auf der Erde hat das Mysterium von Golgatha so&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|96}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erlebt, daß sie den Christus ankommen sah. Michael und die Sei­nen, die damals noch in der Sonne waren, haben es so erlebt, daß sie Abschied nehmen mußten von dem Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, meine lieben Freunde, man muß schon auf seine Seele wirken lassen die beiden Pole dieses alles überragenden kosmi­schen Ereignisses: das Hosianna auf der Erde, die Ankunft des Christus auf der Erde, und den Abschied von den Scharen des Michael oben auf der Sonne. Das gehört zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Michael erlebte eine große Metamorphose gerade in un­serem Zeitalter. Sein Regierungsbeginn bedeutet ein Dem-Chri­stus-Nachziehen auf die Erde herunter und wird in der Zukunft bedeuten ein Voranschreiten vor den Taten des Christus auf Er­den. Man wird wiederum verstehen lernen, was es heißt: Michael geht vor dem Herrn her. Wie im Alten Testament - vor Oriphiel war ja auch eine Michaelzeit - die Eingeweihten Asiens drüben davon gesprochen haben, daß Michael vor Jahwe einhergeht, wie das Antlitz als vorderster Teil eines Menschen vor ihm hergeht, so sprachen sie von Michael als dem Antlitz Jahwes, und so müssen wir lernen von Michael zu sprechen als von dem Antlitz Christi. Aber es ist ein anderes Zeitalter. Gewisse Dinge müssen zur höch­sten Vollkommenheit kommen. Ja, wir mussen in einer gewissen Weise lernen, etwas fruchtbar zu machen, was bisher noch nicht fruchtbar sein konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir einmal die sieben Gemeinden in der Apokalypse. Wenn wir sie zuteilen - was wir auch können - den Herrschafts­zeiten der Erzengel, und wenn wir den ersten Zeitraum nehmen, der dem Christus-Ereignis und der Entstehung des Christentums parallel ging und der noch andauerte, als die Apokalypse verfaßt wurde, dann wird er uns repräsentiert durch die Gemeinde von Ephesus. Wir können auch nach der Apokalypse in dieser Ge­meinde von Ephesus diejenige sehen, die in erster Liebe mit dem Christentum verbunden war. Das alles ist aber aus dem Geheim­nis der Zahl heraus zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir finden darauffolgend das Zeitalter des Anael, der seine Kräfte aus der Venus zieht. In diesem Zeitalter finden wir die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|97}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
großen Liebestaten, die für die Ausbreitung des Christentums geschahen, unzählige Liebestaten, namentlich diejenigen, die noch in den Spuren der irischen Mönche leben, die das Christentum verbreiteten in Europa. Aber wir finden auch im übrigen Leben des Christentums die Liebe als das Präponderierende unter dieser Herrschaft des Anael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt die Herrschaft des Zachariel, der seine Kräfte aus dem Jupiter zieht, Weisheitskräfte vorzugsweise, Kräfte, welche aber in diesem Zeitalter wenig verstanden werden konnten. Und statt einer eigentlichen Jupiterherrschaft beginnt schon damals die Erz­engelherrschaft sich mehr in den Hintergrund zu ziehen. Die Menschheit ist gewissermaßen nicht mehr heranreichend bis zu der Region des Jupiter und verleugnet den Jupitergeist. Das be­deutsame, von der Entwickelung der Menschheit zunächst viel hinwegnehmende Konzil von Konstantinopel, das achte, das die Trichotomie ausgeschaltet hat, fällt in diese Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kommt das Zeitalter, in dem etwas tätig ist, was in der äußeren Geschichte wenig beachtet wird. Die Menschheit ist, als das Zeitalter des Zachariel vorbei ist, im Grunde genommen krank an der Seele. Die Menschheit ist recht krank, und Krank­heitsstoffe verbreiten sich von Ost nach West, furchtbare Krank­heitsstoffe, die dem Christentum gefährlich werden, weil sie vom Materialismus herrühren, denn er ist es ja, der sich hereindrängte in das Christentum; und weil ja die Periode der Jupiterweisheit abgeschlossen ist, war es möglich, daß der Materialismus inner­halb der christlichen Kultur sich geltend machen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber hinter all dem steht etwas Merkwürdiges, das auf der Erde nur als Projektion vorhanden ist. Hinter all dem, was wie etwas Krankes zurückgelassen ist, steht etwas Merkwürdiges in dem Zeitalter, das auf Zachariel folgt seit dem 10., 11. Jahrhun­dert, dem Zeitalter des Raphael, des Arztes unter den Erzengeln. Es war das Zeitalter, in dem hinter den Kulissen der Weltge­schichte geheilt wurde, nicht offenbar im Äußeren, aber viel im Innern; viel wurde namentlich geheilt in bezug auf die Rettung gewisser moralischer Qualitäten, die damals daran waren zugrunezugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|98}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber dem, was durch den Mohammedanismus an Krankheitsstoffen nach Europa gebracht worden ist, wurde dasjenige heraufgerufen, was in einer anderen Form, durchdrun­gen von dem christlichen Prinzip, vom Orient kommen mußte. Man muß hinter den Kreuzzügen den Willen suchen - und im Prinzip liegt da die Ursache der Kreuzzüge -, die Menschheit zu heilen, zu heilen von dem Materialismus, der sowohl vom Mo­hammedanismus wie vom romischen Katholizismus drohte. Und Raphael, der Arzt unter der Erzengeln, ist im Grunde genommen der Inspirator derjenigen, die zuerst die Menschheit präpariert haben, jenen Orient zu suchen, nach dem ja die Kreuzzüge sich richteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da aber, meine lieben Freunde, stehen wir ja in dem vierten kleineren Zyklus innerhalb des eben ablaufenden vierten nach-atlantischen Zeitalters, innerhalb des vierten größeren, des grie­chisch-lateinischen Zeitalters. Aber dieser vierte größere Zeitraum war ja ausersehen, in sich das Mysterium von Golgatha zu be­schließen. Der vierte kleinere Zyklus, der Raphael-Zyklus, ist intim verwandt mit der ganzen Grundstruktur des vierten größe­ren. Denn wir sehen, wie der Erzengel Raphael, indem er die Menschen inspiriert zu den Kreuzzügen, zu der gewaltigen Ent­faltung ihres Blickes nach dem Orient hinüber, um das Mysterium Christi im Orient zu finden, wie Raphael die Impulse Christi besorgt, wie also gewissermaßen eine Atmosphäre spiritueller Art schwebt über dem Erdboden, über allem Geschehen. Diejenigen, die damals nur ein wenig hinter die Kulissen des äußeren Gesche­hens schauen konnten, waren eigentlich nur durch ein Spinnweb­chen von der unmittelbar anstoßenden geistigen Welt getrennt, so wie auch wir nur durch ein Spinnwebchen getrennt waren davon, als im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts Michael auf Erden sichtbar wirksam wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lebten damals in jenem Raphael-Zeitalter hervorragende Geister, zu denen zum Beispiel Joachim von Floris und Alanus ab Insulis gehörten. Sie sahen hinein in dieses Wirken Raphaels, in dieses hinter den Kulissen des äußeren Geschehens vor sich gehende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|99}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heilen der Menschheit. Das war der Hintergrund für das Zeitalter des substantiell kranken Geistigen, was auch dadurch bezeugt wird, daß in diesem Zeitalter ganz besonders damit ange­fangen wurde, das Lukas-Evangelium, das Evangelium der Hei­lung, zu verstehen. So findet man, wenn man die Zeit nach dem Geheimnis der Zahl anschaut, Gewichtiges zum Verständnis der Bedeutung der Ereignisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgte das Samael-Zeitalter, das aus dem Mars seine Grund-impulse empfängt. Streit-Kräfte beginnen, sie werden der Menschheit eingeimpft. Die Fünf gerät in Opposition zur Vier. Das ist immer das Eigentümliche beim Übergang von der Vier zur Fünf, daß die Fünf immer in Opposition gegen die Vier kommt. Gehen wir in die alten Mysterien zurück, in denen durch lange Zeit hindurch die Schüler, die Adepten, eingeweiht wurden in das Geheimnis der Zahlen, so finden wir da in einer gewissen Zeit, wie diese Schüler mit einer tiefen Überzeugung aus ihrem Unter­richt herausgehen, einer Überzeugung, die sie in die Worte klei­deten: Nun kenne ich die Zahl des Bösen, das ist die Zahl Fünf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Überall, wo im Weltenall nach dem Zahlengeheimnis die Zahl Fünf waltet, hat man es mit der Welt des Bösen zu tun; sie lehnt sich auf gegen die Vier, und es folgen große Entscheidungen, die dahin gehen, entweder im Guten oder im Bösen zur Sechs hinauf-zukommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch inwiefern eben das immer mehr in Konkretes hinein-führt, in die Weisheit des Herzens und der Menschenseele, davon morgen weiter. Ich wollte Ihnen zeigen, wie man an dem Faden der Zahl hineinkommen kann in das Betrachten der Ereignisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|100}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= SIEBENTER VORTRAG Dornach, 11. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehe wir in der Betrachtung der Apokalypse weiterschreiten, mussen wir nun zu den Mitteln des richtigen Lesens noch eines hinzufügen, das aber mehr von außen genommen ist. Es handelt sich ja durchaus darum, daß wir uns mit der gelesenen Apokalyp­se dann in unsere Gegenwart hineinstellen. Dazu müssen wir zunächst ins Auge fassen, aus welchen spirituellen Untergründen heraus diese Apokalypse entstanden ist. Ich meine das natürlich in diesem Augenblick nicht so, wie man heute ein Werk aus seiner Zeit heraus im trivialen historischen Sinn erklären will. Das ist nicht anwendbar auf Werke, die ja in der in der Apokalypse ge­schilderten Art aus der geistigen Welt heraus konzipiert sind. Aber dennoch müssen wir uns klar sein darüber: Die Apokalypse ist ja entstanden auf die Weise, wie sie eben nach den geistigen Bedingungen ihrer Zeit entstehen konnte, nicht nach den äußeren historischen Bedingungen, sondern nach den geistigen Bedingun­gen ihrer Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fassen wir nun einmal diese Zeit ins Auge, diese Zeit der ersten Jahrhunderte des Christentums, und bringen wir sie in spirituel­lem Sinne in Zusammenhang mit der allgemeinen Weltevolution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges Jahr, wenn wir die Evolution ansehen, die hinter den äußeren Ereignissen vor sich geht, ist das Jahr 333 nach Chri­stus. Dieses Jahr 333 stellt ja denjenigen Zeitpunkt dar, in dem das Ich hereinschlug in die Verstandes- oder Gemütsseele des Men­schen, wie sie sich ausgebildet hat zwischen dem Jahr 747 vor Christi Geburt und dem Beginn des Zeitalters der Bewußtseins-seele im 15. Jahrhundert. Dieses Jahr 333 steht da mitten drin. In diesem Zeitalter der Verstandes- oder Gemütsseele hat ja eine große Rolle gespielt die Ausbildung der griechischen Geistesart, und diese wirkte nach, bis eben das Zeitalter der Bewußtseinsseele kam. In dieses Zeitalter der Entwickelung der Verstandes- oder Gemütsseele fällt ja das Mysterium von Golgatha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|101}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun müssen wir uns darüber klar sein, daß dieses Hineinschla­gen des Ich in die Verstandes- oder Gemütsseele etwas außeror­dentlich Bedeutsames darstellt. Dieses Hineinschlagen des Ich, das um das Jahr 333 stattfindet, das erschüttert doch in der Tiefe der Seele und in der allerernstesten Weise gerade die Menschheit, die in Betracht kommt für das Empfangen der spirituellen Einflüsse. Von demjenigen, der Anteil haben will am spirituellen Leben und der in der Richtung des spiritu ellen Lebens wirken will, müssen die äußeren Tatsachen der geschichtlichen Entwickelung durchaus hinorientiert werden auf die spirituellen Hintergründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was haben wir denn in der Zeit, als gewissermaßen hinter den Kulissen der äußeren Ereignisse das Hereintreten des Ich in die Menschenseele stattfand, was haben wir denn da für hervorragen­de äußere Ereignisse, und wie müssen diese alle im Lichte dieses Hereintretens des Ich angesehen werden? Ja, meine lieben Freun­de, da beginnt plötzlich für den Menschen das ganze Verhältnis des Göttlichen zum Menschen unverstanden und wankend und strittig zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben in diesem Zeitpunkt den bedeutsamen Streit zwi­schen Arius und Athanasius. Mit dem Hereinschlagen des Ich in die Verstandes- oder Gemütsseele tauchen im Innersten des Men­schen, wenn auch noch etwas unbewußt, die Unklarheiten auf und damit die Frage: Wie lebt denn eigentlich das göttliche Ich in der Menschennatur? - In dieser Zeit wurde der Mensch wankend darüber, wie er sich das Verhältnis des Göttlichen zur Welt und zum Menschen selber zu denken hatte. Und da standen sich die beiden Anschauungen des Arius und des Athanasius in schroffer Weise gegenüber. Wir sehen dann, wie in Westeuropa die Ansicht des Athanasius die Oberhand gewinnt, und wie die Anschauung des Arius einem allmählichen Untergang entgegengeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fassen wir diesen Gegenstand jetzt einmal vom spirituellen Standpunkte auf, denn das ist ja vor allem wichtig, wenn wir den inneren Sinn und den inneren Geist von so etwas, wie es die Apokalypse ist, wirklich verstehen wollen. Arius sieht auf der einen Seite den Menschen, wie er immer höher und höher steigt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|102}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und sozusagen dem Göttlichen immer näher kommen soll, und er sieht auf der anderen Seite die göttliche Wesenheit; und er hat neben diesen großen Weltenprinzipien nun das Mysterium von Golgatha zu verstehen, die Natur Christi. Er will sich die Frage beantworten: Wie steckt in Christus selber die menschliche und wie die göttliche Natur? Hat man in Christus wirklich ein gött­liches Wesen zu sehen oder nicht? - Und er beantwortet eigent­lich diese Frage mit Nein. Er steht im Grunde genommen auf dem Boden, der dann bei einem großen Teil der europaischen Bevöl­kerung der allgemeine geworden ist: die Grenzscheide aufzurich­ten zwischen dem Menschen und Gott, die Innewohnung Gottes im Menschen nicht eigentlich zugeben zu wollen und einen Ab­grund zu setzen zwischen Gott und dem Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns nun ohne Vorurteil zurückversetzen in jene Zeit der ersten christlichen Entwickelung, die im Grunde nichts gemein hat mit derjenigen des späteren römischen Katholizismus, da später innerhalb des römischen Katholizismus das Christen­tum in die Dekadenz gekommen ist. Deshalb müssen wir uns auch darüber klar werden, daß ja in der Tat für die Weiterentwik­kelung der Menschheit es dazumal notwendig war, die ganze Fra­ge im Sinne des Athanasius zu entscheiden, der in dem Christus eben ein unmittelbar göttliches Wesen sah, der in dem Christus den wirklichen göttlichen Sonnengeist sah, wenn das auch in spä­terer Zeit wegen der Abneigung, den Christus kosmologisch vor­zustellen, in den Hintergrund trat. Aber in der ganzen Geistesart des Athanasius lag das, daß er den Christus wirklich als einen dem Vatergott gleichen Gott ansah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anschauung hat dann weitergewirkt, sie hat nur ihre Spitze verloren im Jahr 869 durch das achte Konzil in Konstan­tinopel, das im Grunde genommen dadurch die Lehre des ersten Konzils von Nicäa zerstört hat, daß die Trichotomie für ketze­risch erklärt worden ist. Damit beginnt dann auch die Dekadenz des kirchlichen Christentums, denn damit war das Hineinwachsen in die Geistigkeit für spätere Jahrhunderte innerhalb der katholi­schen Kirchenentwickelung durchaus abgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|103}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist durchaus jene Erschütterung, die im Innern des Men­schen stattfand beim Hereinbrechen des Ich in die Verstandes­oder Gemütsseele, welche durch dieses äußere Ereignis koloriert wird und welche diesem äußeren Ereignis den eigenen inneren Sinn gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir diese Dinge weiter historisch betrachten, so mussen wir uns sagen: Nach diesem Jahr 333 folgten diejenigen Zeiten, vor allem für die europäische Entwickelung, die mit dem alten Römertum brachen. Wir sehen, wie das alte Römertum, so wie es geworden war, eigentlich im Grunde genommen das Chri­stentum nicht aufnehmen konnte. Es ist ein grandioses Bild, das sich uns entrollt, wenn wir den Blick hinrichten auf dieses Jahr 333. Es ist ja zugleich das Jahr, das die Zeitepoche angibt, in welcher das Römertum von Rom aus weiter nach Osten verlegt wurde. Es flüchtete sich, unter demjenigen römischen Kaiser, dem römischen Cäsar, der das Christentum sich aneignen will, das Christentum von Rom aus weiter nach Osten. Wir müssen nicht so sehr auf die Auswüchse und Schäden sehen, die dann durch das Konzil von Konstantinopel eintraten, wir müssen mehr auf das hinblicken, was darin liegt, daß von Westen nach Osten geflüchtet werden muß, als in Rom das Christentum hereinschlägt. Das ist ungeheuer bedeutungsvoll. Von der geistigen Welt aus gesehen ist das ein so bedeutsames, leuchtendes Ereignis, daß demgegenüber alles, was der Byzantinismus an Schäden dann brachte, wenig in Betracht kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man möchte sagen, von ungeheurer Bedeutung ist es, daß das Christentum, als es in seiner äußeren Gestaltung vom Römertum berührt wurde, flüchten mußte. Auf dem Boden des Römertums allerdings, auf dem, was sich auf römischem Gebiet lange vorbe­reitet hat, geht ja dann das Christentum auf, nachdem es unter Konstantin nach dem Osten geflüchtet ist; aber indem es als Blüte aufgeht, wird es hineingezwängt in äußere, weltliche Formen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß sich nur einmal vorstellen, was das heißt, daß das prophetische Auge des Apokalyptikers auf das Christentum hin­sieht, wie es sich in Rom vorbereitet, wie aber in dem Moment, wo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|104}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Römertum selbst sich in ausgesprochener Weise für das Chri­stentum erklärt, das Christentum eigentlich die alten römischen Formen annimmt. Das ist eigentlich der Aspekt, der sich uns dar­stellt: Auf der einen Seite sehen wir den geistigen Streit zwischen Arius und Athanasius, und auf der anderen Seite sehen wir das alte Rom, das zum Christentum sich bekehrt. Aber indem das Chri­stentum nach Osten wandert, nimmt es die in Rom selbst zurück­bleibende Form, die römische Staatsgestaltung, an und wird, auch in seiner äußeren Wirksamkeit, die Fortsetzung des alten Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun sehen wir zunächst ab von gewissen Dingen, die wir noch tiefer spirituell werden erklären müssen, und sehen wir auf das Historische hin. Ja, dieses Historische sieht der Apokalyptiker in einer großen und gewaltigen Weise voraus. Er macht darauf aufmerksam - das heißt, er spricht es nicht deutlich aus, aber er hat es in seinem Gefühl, und in der Komposition seiner Schrift liegt es -, er macht darauf aufmerksam, wie das Wachstum des­jenigen, was innerhalb der Menschheit und äußerlich in der Geschichte vor sich gehen wird, 333 Jahre braucht nach dem My­sterium von Golgatha, und wie dann eine merkwürdige Schein-entwickelung des Christentums eintritt. Das christliche Römer­tum, entwurzelt, nach Osten hinübergegangen, das romische Christentum, sich den römischen Formen ganz anbequemend -das ist der Boden, auf dem alles dasjenige sich vorbereitet, was nun wiederum 333 Jahre dauert bis zum Jahr 666 (Tafel 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn Sie sich vor die Seele rufen, meine lieben Freunde, was wir gestern besprochen haben über das Sichversenken in die Zahl bei solch einem noch aus den alten Mysterien inspirierten Menschen wie dem Apokalyptiker, wenn Sie das nehmen, dann werden Sie sich sagen können: Dieser Apokalyptiker schaut auf die weiteren 333 Jahre hin, wo das Christentum in einer gewissen äußeren Scheinblüte sein wird, wo es aber nach zwei Seiten hin in trübe Nebel gehüllt sich entwickeln muß, ostwärts getrieben zur Zeit Konstantins und vom Westen das Alte wie ein Ahrimanisches bewahrend. Da bereitet sich etwas vor im Schoße der Entwicke­lung, was geblieben war vom nichtchristlichen alten Römertum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|105}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worin besteht dieses nichtchristliche Römertum? Nun, schau­en wir einmal hinein in die Mysterien, so finden wir, daß in den ausgebildetsten, in den größten Mysterien überall die Trichoto­mie, die heilige Dreizahl, eine tiefe Bedeutung hatte, und wir wollen uns jetzt einmal vor Augen stellen, wie diese Auffassung war. Da stellte man sich den Menschen vor, wie er geboren wird im Verlaufe der physischen Vererbungsströmung, den Menschen, wie er etwa gedacht worden ist innerhalb der Weltordnung von der hebräischen Geheimlehre. Man stellte sich den Menschen vor mit seinen Fähigkeiten und Eigenschaften, die er sich mitgebracht hatte durch die Vererbung, durch die Abstammung. Man stellte sich das Leben des Menschen sozusagen als eine in gerader Linie gehende Entwickelung vor, in die im wesentlichen nichts eingreift als dasjenige, was verursacht ist durch die Impulse der Vererbung. Ihr stammt von den physischen Elterngewalten ab, ihr tragt auch die geistigen Impulse der physischen Eltern waltend in euch -, so etwa war die Lehre der Väter in den alten Mysterien. Und bei dieser Lehre blieb es, sagen wir zum Beispiel in der hebräischen Geheimlehre, aber auch in anderen Geheimlehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Mysterien, welche als die höheren zu bezeichnen sind, fügte man aber nun ein anderes hinzu. In diesen Mysterien sprach man davon, wie der Mensch, indem er in sich trägt die Impulse der Vererbung und sich mit diesen entwickelt, nun aber während seines physischen Daseins zwischen Geburt und Tod aufnehmen kann einen anderen Impuls, denjenigen Impuls, durch den er sich herausheben, durch den er seelisch sich herausfinden kann aus den Vererbungsverhältnissen: den Sohnes-Impuls, den Christus-Impuls. Man sagte: Die Impulse der Vererbung liegen im Men­schen und bilden eine gradlinige Evolution zwischen seiner Ge­burt und seinem Tod. Sie sind vom Vater, vom Vater, der allem zugrundeliegt. Die Impulse des Sohnes aber gehen nicht ein in die Vererbungskräfte, sie müssen in die Seele aufgenommen und von der Seele verarbeitet werden, sie müssen die Seele so weiten kön­nen, daß sie frei wird von Leibeskräften, frei von Vererbungskräf­ten. Die Impulse des Sohnes gehen in die Freiheit des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|106}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein - so wie man Freiheit in den damaligen Zeiten verstand -, sie gehen in die Freiheit der Seele ein, wo diese frei ist von Ver­erbungskräften. Sie sind es, welche den Menschen seelisch wieder-geboren werden lassen. Sie sind es, welche den Menschen befähi­gen, sich während seines ihm vom Vater gegebenen Lebens selber in die Hand zu nehmen. So sah man in allen diesen alten Myste­rien den Vater-Menschen und den Menschen, der der Sohn des Vaters ist, der der Bruder Christi ist, der sich selber in die Hand nimmt, der dasjenige in sich aufnimmt, was in gewisser Beziehung frei ist vom Leibe, und der ein neues Reich in sich tragen muß, das nichts weiß von der Natur, das eine andere Ordnung darstellt als die Natur: das Reich des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man nun vom Vatergott sprechen, so würde man be­rechtigt sein - wenn auch nicht in der äußerlich materialistischen Weise wie heute, sondern mehr ähnlich wie in der hebräischen Lehre -, überall zu sprechen von Naturwirkungen, die zugleich Geistwirkungen sind, denn in den Naturwirkungen sind ja überall Geistwirkungen enthalten. Unsere Naturwissenschaft, wie sie vor einiger Zeit entstanden ist und wie sie heute wirkt, ist ja nur eine einseitige Wissenschaft vom Vater. Dazu kommen muß die Wis­senschaft vom Sohne, vom Christus, die Wissenschaft, die sich darauf bezieht, wie sich der Mensch selber ergreift, wie der Nlensch einen Impuls erhält, den er nur durch die Seele aufneh­men kann und der nicht aus den Vererbungskräften kommt. Daß der Mensch sich da hineinlebt, ist zunächst ohne Gesetzmäßig­keit, ohne Gesetzeskraft und -wirksamkeit. Die Wirksamkeit wird ihm hereingebracht durch den Geist, so daß wir im Sinne der alten Mysterien zwei Reiche haben: das Reich der Natur, also das Reich des Vaters, und das Reich des Geistes; und der Mensch wird hineingetragen aus dem Reich der Natur in das Reich des Geistes durch den Sohn, durch den Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns so recht bewußt werden, wie solche Anschauun­gen den Apokalyptiker noch beherrschten und auch in seiner ganzen Zeit innerlich in den Seelen herrschten, dann werden wir die Möglichkeit gewinnen, hineinzublicken in seine prophetische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|107}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seele, welche die Zukunft in großen Zügen überschauen konnte, um zu verstehen, wie er nun dasjenige ansah, was um das Jahr 666 sich ergießt über das nach zwei Richtungen hin in ein Scheinchri­stentum verfallende Christentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fiel sein prophetischer Blick auf jene Lehre, welche nun im Osten entsteht - um 666 -, und welche zurückgreift in jenes Mysterienwesen, das nichts weiß vom Sohn: die mohammedanische Lehre. Die mohammedanische Lehre kennt nicht diese Struktur der Welt, von der ich Ihnen gesprochen habe, sie kennt nicht die zwei Reiche, das Reich des Vaters und das Reich des Geistes, sie kennt nur allein den Vater. Sie kennt nur die starre Lehre: Es gibt nur einen Gott, Allah, und nichts, was neben ihm ist, und Mohammed ist sein Prophet. - Von diesem Gesichtspunkt aus ist die moham­medanische Lehre die stärkste Polarität zum Christentum, denn sie hat den Willen zum Beseitigen aller Freiheit für alle Zukunft, den Willen zum Determinismus, wie es nicht anders sein kann, wenn man die Welt nur im Sinne des Vatergottes vorstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Apokalyptiker empfindet: Da kann der Mensch sich nicht selber finden. Da kann der Mensch nicht durchchristet wer­den. Da kann der Mensch nicht sein Menschentum in sich ergreifen, wenn er nur erfaßt diese ältere Lehre vom Vater. - Und für eine innerlich so starre, geschlossene Weltanschauung wird dann die äußere Menschengestalt zum Schein. Denn der Mensch wird erst Mensch dadurch, daß er sich selbst erfaßt, indem er in sich den Christus lebendig macht. Dadurch wird er erst Mensch, daß er sich in die von der Natur ganz freien Reiche des Geistes, in die Geistesordnung, hineinfügen kann. Er wird nicht Mensch, wenn er zu­rückfällt in die Anschauung, die nur mit dem Vatergott rechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aber droht der Menschheit - so sagt im Grunde genom­men der Apokalyptiker -, daß die Menschheit, nachdem seit dem Jahre 333 das Ich hereindringt in den Menschen, die Menschheit nun irregemacht wird an der Durchdringung dieses Ichs mit dem Sohnesgott, mit dem Christus. Da steht etwas auf, nach einem Zeitraum, der ebensolange dauert, wie der Zeitraum gedauert hat seit dem Mysterium von Golgatha, da steht etwas auf, was droht,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|108}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Menschen auf der Stufe der Tierheit zu erhalten. 666 ist die Zahl des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dezidierter Weise sah der Apokalyptiker innerlich voraus, was den Menschen drohte. Das Christentum wird nach zwei Richtungen hin in ein Scheinchristentum verfallen - oder besser gesagt, es wird in ein in Nebel gehülltes Christentum hineingera­ten; und das, was ihm droht als ein solches Überflutetsein, das wird bezeichnet durch das Jahr 666, das in der geistigen Welt das bedeutsame Jahr war, wo überall eintritt, was im Arabismus, im Mohammedanismus lebt. Er bezeichnet dieses Jahr 666 mit aller Deutlichkeit. Diejenigen, die apokalyptisch lesen können, die ver­stehen das schon. Der Apokalyptiker sah voraus, wie dasjenige wirken würde, was da hereinbricht, wenn er in dem gewaltigen Worte die Zahl 666 als die Zahl des Tieres bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So nimmt er im Grunde genommen auf apokalyptische Art alles voraus, was dann folgt: Es folgt das Herüberströmen des Arabismus nach Europa, es folgt das Durchdrungenwerden des Christentums von einer Lehre, die nur dazu hat führen können, den Menschen in seiner Menschheit zu verkennen, indem die Vaterlehre dann durch den Materialismus umgesetzt worden ist, der zu der Auffassung der neuesten Zeiten geführt hat, man könne die Evolution des Menschen erklären, wenn man nur die Entwickelung der Tierreihe verfolgt bis hinauf zum Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist es nicht im Darwinismus noch so gewesen, daß, indem her­aufstieg die Zahl des Tieres, 666, der Mensch sich nicht mehr begreifen konnte als Mensch, sondern sich nur begreifen konnte als eine Art höheres Tier? Sehen wir nicht in der Imprägnierung des Christentums mit der materialistischen Form der Vaterlehre ahri­manische Widerstände gegen den Sohnesgott wirken? Wirkt das nicht noch bis in unsere Zeit hinein? Mußte ich doch oftmals sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nehme aus der neueren theologischen Literatur so etwas wie Harnacks «Wesen des Christentums»; Sie können in diesem Buch überall, wo der Name Christus steht, stattdessen den Vaternamen hinsetzen, denn Harnacks «Wesen des Christentums» ist nur eine Lehre vom Vatergott, nicht eine konkrete Christus-Lehre. Es ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|109}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vielmehr eine Verleugnung der Christus-Lehre, denn es ist an die Stelle des Christus der allgemeine Vatergott gesetzt, ohne daß auch nur ein Vorstoß gemacht wurde zu all dem, was Christologie ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zeit sieht der Apokalyptiker herankommen. Und indem er sie herankommen sieht, sieht er darin im Grunde genommen dem Wesen nach schon dasjenige, was - ich möchte es mit einem menschlichen Ausdruck sagen, der nicht recht das Spirituelle deckt, aber es gibt keinen anderen - sich auf seine Seele legt: die Schwierigkeit mit der Transsubstantiation. Meine lieben Freunde, Ihr wißt ja selber, wie Eure Seelen mit der Schwierigkeit der Transsubstantiation gekämpft haben, als diese Bewegung für christliche Erneuerung inauguriert wurde, und wieviel von Euch noch heute weiter gekämpft wird mit den Schwierigkeiten in der Auffassung der Transsubstantiation. Wir können an manche Dis­kussionsstunde denken, die wir drüben in jenem Zimmer, von dem aus der Brand des Goetheanums seinen Anfang genommen hat, gerade über die Transsubstantiation hatten. Denn in der Transsubstantiation ist ja die ganze Frage enthalten: Sohn und Vater. Und man möchte sagen: In dem Transsubstantiationsstreit, wie er dann heraufgezogen ist im Mittelalter, liegt auch etwas von derjenigen Bedrückung, die die Menschheit im Streite zwischen Arianismus und Athanasianismus gesehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Transsubstantiation handelt es sich darum, daß sie ja in der Tat nur eine Bedeutung haben kann, wenn ihr zugrundeliegt eine wirkliche, dem Spirituellen entsprechende Auffassung der Christologie, der Art, wie der Christus mit der Menschheit und mit der Erde verbunden ist. Aber durch das Hereinbrechen des Arianismus war die Transsubstantiationslehre immer ausgesetzt der Annäherung an die Vater-Lehre, der Annäherung daran, daß so etwas wie die Metamorphose, die sich vollzieht mit den für die Transsubstantiation in Betracht kommenden Substanzen, gestellt werden muß in die Reihe der Naturvorgänge, in das Geistige der Naturvorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle die Fragen, die sich an das Abendmahl anlehnen, entsprin­gen ja daraus, daß man sich eigentlich sagt: Wie kann dasjenige, was&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|110}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich in der Transsubstantiation vollzieht, so erfaßt werden, daß man es vereinigen kann mit dem, was man in dem Wirken des Vaters in der Evolution und in dem Wirken des Geistes in den Naturgesetzen hat? Nicht die Wunderfrage kommt dabei in Betracht, sondern die Frage des Sakramentalismus, die auf etwas ganz anderes hinausgeht als auf die triviale Wunderfrage, die ja im 19. und schon im 18. Jahrhundert den Menschen so sonderbare Schwierigkeiten gemacht hat. Dasjenige kommt in Betracht, daß in der Tat in der Welt gedacht werden muß die Ordnung des Vaters und die Ordnung des Geistes; und dazwischen steht der Sohn, der das Reich der Natur in das Reich des Geistes innerhalb der Menschenwelt hinaufhebt. Wenn wir dies vor unsere Seele hinstellen, dann erscheint uns in der Tat die Transsubstantiation als etwas, was wir gar nicht in der weiten Naturordnung sehen müssen, was aber nicht minder mit einer Realität ausgestattet ist, mit einer spirituellen Realität, mit einer wirklichen spirituellen Realität, von der ebenso gesprochen werden kann wie von der Realität der Naturordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Apokalyptiker sah auch voraus, wie schwer es der Menschheit werden würde - da die Zahl 666 in die menschliche Evolution hereinspielt mit einer solchen Gewalt -, wie schwer es den Menschen werden würde zu sagen: Es gibt eben neben der Naturordnung noch diese andere Ordnung, die geistige Ordnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier kommt nun etwas - man möchte sagen, wie die modern­ste Rettung -, was aus der Anthroposophie heraus Licht werfen kann gerade auf so etwas wie die Transsubstantiation. Denn durch Anthroposophie machen wir ja wieder lebendig, wie der Mensch in wiederholten Erdenleben lebt, und wie der Mensch, indem er mit seinem Tun innerhalb der äußeren physischen Welt steht, auch die Impulse hat, die in der Vererbungslinie liegen, wie er mit der Vererbung, mit der Vaterkraft zusammenhängt. Viel liegt in dem menschlichen Schicksal, wenn wir es nur äußerlich betrachten, was mit diesen Vererbungskräften zusammenhängt, was aus den in die Natur hineingeheimnißten Vaterkräften ge­schieht. Indem der Mensch aber so handelt, daß er mit seinem Tun den Geist in seine physische Leiblichkeit hineinbringt, die er&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|111}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zunächst im gegenwärtigen Dasein errungen hat, spielt da nun fortwährend alles dasjenige herein, was als Ergebnis aus den frü­heren Erdenleben kommt. Auch das wirkt in ihm, auch diese Kräfte liegen seinem Handeln zugrunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen Sie sich eine menschliche Handlung an. Sie kann an­gesehen werden von zwei Aspekten aus: vom Aspekt des Men­schen, der geboren ist von Vater, Mutter, Großvater, Großmutter und so weiter; aber man schaue die Handlung auch von dem anderen Aspekt an - da wirken in ihr die Kräfte, die die Nachwir­kungen sind von früheren Erdenleben. Wir haben da eine ganz andere Ordnung, deshalb können sie auch nicht von irgendeiner Naturwissenschaft, das heißt Vaterwissenschaft begriffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine Möglichkeit, zu zwei Dingen hinzuschauen, die essentiell dasselbe sind, wenn sie auch akzidentiell verschieden sind. Wir schauen hin auf der einen Seite, wie aus dem Menschen heraus das Karma, das Schicksal, als Ergebnis früherer Erdenleben sich entwickelt; wir haben da eine Gesetzmäßigkeit, die ganz und gar nicht eine Naturgesetzmäßigkeit ist, die aber da ist. Und schauen wir nun hin auf den Altar, so sehen wir, wie auch die Transsubstantiation äußerlich nicht sichtbar ist, und wie sie in den physischen Substanzen als geistige Realität sich vollzieht. Darin herrschen dieselben Gesetze. Zwei Dinge können wir zusammen­bringen: Die Art und Weise, wie Karma wirkt, und die Art und Weise, wie die Transsubstantiation sich vollzieht. Wer das eine versteht, kann auch das andere verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eines der Mysterien, die Ihr, meine lieben Freunde, in der neuen Priesterschaft erfassen müßt. Das ist eines der Myste­rien, unter deren Licht diese priesterliche Gemeinschaft sich aus der Anthroposophie heraus entwickeln muß. Das ist einer der innerlichen Gründe dafür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist aber zugleich hingewiesen auf die ungeheure Schwie­rigkeit, die für die Auffassung der Transsubstantiation dadurch bestand, daß man gar nicht eine solche Gesetzmäßigkeit begreifen konnte, wie sie zunächst im menschlichen Karma vorhanden ist und wie sie der Transsubstantiation zugrundeliegt. Jenes Jahr, in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|112}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem das Ich in den Menschen eingezogen ist, das ihn die Freiheit erringen ließ im physischen Leben, jenes Jahr 333, in dem das Christentum auf der einen Seite flüchten mußte nach dem Osten, auf der anderen Seite geflüchtet ist in das alte Römertum - das ja niemals ganz christlich sein konnte -, jenes Jahr 333 hat nicht nur den Einzug des Ich gebracht, sondern es hat auch einen Schatten, eine Finsternis geworfen, werfen müssen über die Zusammenhän­ge zwischen den verschiedenen Erdenleben. Es liegt das ja in der Evolution der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre damals das Ich nicht eingezogen in den Menschen, was wäre geschehen? Julian Apostata - den man eigentlich in bezug auf die alten Mysterien nicht Apostat, sondern Confessor nennen sollte -, Julian Apostata hätte gesiegt. Mit der Lehre der alten Mysterien, die er hatte einführen wollen, hätte geschehen können, daß das Ich, das hereingezogen ist aus spirituellen Welten, von der Menschheit so aufgenommen worden wäre, daß man damit auch die Karmalehre begriffen hätte. Es ist das natürlich nur eine Hypothese, wir wollen nur beleuchten, was hätte geschehen kön­nen. Die Menschheit mußte aber erst stärkere Wälle überschreiten und konnte nicht auf so leichte Weise hereinkommen in das Ver­ständnis des Christentums, wie es der Fall gewesen wäre, wenn Julian Apostata gesiegt hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde denn die Menschheit ausgesetzt dem Heraufkommen des Tieres, den Folgen, den Ergebnissen der Zahl 666. Wie gesagt, wir wollen dies in den nächsten Tagen noch mehr innerlich be­sprechen. So wurde der Menschheit entzogen die Karmalehre, und so wurde in die Menschheit hineingestellt die Transsubstan­tiationslehre, aber so, daß sie nichts Analoges hatte in der äußeren Weltanschauung, denn das Analoge zum Verständnis der Trans­substantiationslehre ist das Verständnis der Karmalehre. Die Kraft, durch die das Schicksal eines Menschen in aufeinanderfol­genden Erdenleben «gemacht» wird, das ist keine Naturkraft, das ist keine Vaterkraft - das ist die Kraft des Geistes durch die Ver­mittlung des Sohnes. Und die Kraft, welche am Altar wirkt bei der Umwandlung des Sanktissimum, ist dieselbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|113}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns das schon tief in die Seele hineinschreiben, um es richtig verstehen zu können. Wenn wir unsere Seele, unser Gemüt erheben können zu den geistigen Impulsen, die von Er­denleben zu Erdenleben wirken, dann verstehen wir auch das, was am Altar in der Transsubstantiation geschieht. Denn da ist es nicht anders:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das gewöhnliche Verständnis hinschaut auf das Sanktis­simum, sieht es nichts von dem, was wirklich geschieht, so wie man auch im Schicksal eines Menschen nichts von dem sieht, was wirklich geschieht, wenn man nur auf das hinschaut, was im materiellen Sinne aus den Kräften seiner Muskeln und seines Blu­tes hervorgeht - ich spreche nicht von den spirituellen Kräften, die in den Muskeln und im Blute wirken -, also aus dem, was in der Vererbungsströmung liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, meine lieben Freunde, das sind die Zusammenhänge, ohne deren Verständnis auch ein wahres Verständnis der Apoka­lypse und des Apokalyptikers nicht möglich ist. Die Impulse, die wir ganz deutlich lesen können in der Apokalypse, führen aber unmittelbar in die Gegenwart herein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|114}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ACHTER VORTRAG Dornach, 12. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Wenn wir die Hauptzentren, in denen der Apokalyptiker die Darstellung seiner Anschauungen kulminieren läßt, vor unsere Seelen stellen, wie wir das bisher mit einigem getan haben, so wird sich uns dann die ganze Komposition und der fortlaufende Inhalt der Apokalypse in aller Kürze ergeben. Deshalb ist es notwendig, daß wir in dem Betrachten dieser Hauptpunkte, dieser Hauptzentren heute noch fortfahren und morgen wirklich den fortlaufenden Inhalt auseinanderzusetzen beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe gestern darauf aufmerksam gemacht, wie dem Apoka­lyptiker in einer gewissen Weise vor Augen steht, wie über die Christenheit - die er dabei als die wirkliche Christenheit empfin­det - etwas hereinbricht, das sie hinlenken will zum Abfall vom Christus-Prinzip und sie zurücklenken will zu dem Vater-Prin­zip, das ja, wenn es siegt, in diesem Zeitraum nur materialistisch­naturalistische Formen annehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apokalyptiker sieht die Dinge und Vorgänge nach dem Geheimnis der Zahl - man könnte besser sagen: er schaut und empfindet nach dem Geheimnis der Zahl. Und wie der Musiker die Tonzusammenklänge nach dem Geheimnis der Zahl empfin­det, sich dessen aber höchstens an gewissen Stellen bewußt wird, so empfindet der Apokalyptiker mehr oder weniger bewußt schauend solche Geheimnisse, wie sie mit einer Zahl wie 666 verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun handelt es sich darum, daß wir in den Kosmos selber hineinschauen, um diese Geheimnisse von 666 noch weiter aus dem Kosmos herauszuholen. Bedenken wir doch, daß die ganze christ­liche Offenbarung eigentlich eine Sonnenoffenbarung ist, daß Christus das Wesen ist, das aus der Sonne kommt, und daß der Christus gewissermaßen vor sich hersendet Michael mit seinen Scharen - so wie in anderer Weise in der alten Zeit Jehova Michael vor sich hersandte. Stellen wir uns vor die Seele, daß wir selbst im&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|115}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michaelzeitalter leben, dann wird sich uns doch dasjenige, was zusammenhängt mit dem Christus-Impuls als Sonnenmysterium, in einer ganz tiefen Weise vor die Seele stellen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und immer werden wir uns tief vor die Seelen stellen müssen, daß bei der Bekämpfung des Christentums es darauf ankommt, gerade das zu bekämpfen, daß das eigentliche Geistige des Chri­stentums mit der Sonne zusammenhängt. Es könnte ja sozusagen den Gegnern des Christentums nichts wichtiger sein als dieses, daß die Menschen vollständig verlören die Anschauung von der Sonne als Geistwesen und nur behielten die Anschauung von der Sonne im physischen Dasein, wie ich das ja an anderer Stelle in diesen Vorträgen charakterisiert habe. Tatsächlich lag im Herein­brechen des Arabismus die große Gefahr vor, das Geheimnis der Sonne als das Geheimnis des Christus selber zu vergessen und der ganzen Evolution der Menschheit eine andere Richtung zu geben, als es die Michael-Richtung ist, die ja nur für die Menschheit überall sozusagen die Christus-Evolution vorzubereiten hat für das menschliche Verständnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Apokalyptiker, der hinter die Kulissen der äußeren geschichtlichen Entwickelung schaut, spielt sich dasjenige, was äußerlich in der Weltordnung geschieht, auf dem Grunde übersinnlicher Vorgänge ab. Und so wollen wir einmal sehen, wie diese übersinnlichen Vorgänge ausschauen, die der Apokalyptiker hinter den äußeren Ereignissen schaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Sterne unseres Planetensystems einschließlich der Sonne ins Auge fassen, so haben wir in jedem dieser Planeten gewissermaßen eine Versammlung von Wesenheiten. Auf der Erde haben wir eben die Versammlung der Menschen in ihrer Evolution. Und wenn wir uns eine uns tief in die Seele gehende Vorstellung von den Menschen auf der Erde machen wollen, so können wir ja einmal einen späteren Zeitpunkt der Entwickelung ins Auge fassen, in dem die Menschheit eine viel höhere Stufe erreicht haben wird als die heutige. Wir können uns zum Beispiel einmal die Vulkanentwickelung, die auf die Erdenentwickelung folgen wird, vor die Seele stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|116}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde, Ihr könnt Euch vorstellen, was jemand von der Erde für eine geistige Vorstellung bekommen müßte, wenn er sie vor sich hätte als einen Weltenkörper, der die Ver­sammlung von Vulkanmenschen enthält. Und dennoch wäre es die Erde mit ihren Menschen, nur in einem anderen Stadium. Es ist ja von großer Bedeutung für die Menschenseele, daß sie sich die Erde in dieser Weise als ein Ganzes vorstellt, daß sie nicht nur den heutigen Zustand der Menschheit auf der Erde nimmt, son­dern auch das, was im Keime schon in diesem heutigen Zustand enthalten ist, daß sie hinschaut auf das, was der Mensch in sich Irägt und was er daher auch ist: der Mensch im Vulkanzustand. Wenn wir die anderen Planeten anschauen, haben wir überall eine solche Versammlung von Wesenheiten. Wir müssen sagen, die Erde ist bestimmt, die eigentliche Entwickelungsstätte des Men­schen zu sein, deshalb liegt sie in der Mitte. Wir haben die ande­ren Planeten, zum Beispiel einen solchen wie den heutigen Jupi­ter, der uns durchaus zeigt, wie seine Wesen ganz anderer Art sind. Wir kommen ja mit diesen Wesenheiten zusammen, wenn wir unser Karma ausarbeiten zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Wenn wir uns diese Gesamtheit der Wesen vorstellen, die walten im Zusammenhang mit den einzelnen Planeten einschließ­lich der Sonne, dann bekommen wir dasjenige, was als die Gei­stigkeit jedes einzelnen dieser Planeten bis ins 14. Jahrhundert, selbst von den katholischen Kirchenlehrern, als die Intelligenz der Planeten angeschaut wurde. Wir können durchaus von der Intel­ligenz der Planeten als von einer Realität sprechen, so wie wir von der Erdenmenschheit sprechen können als der Intelligenz der Erde. Und jeder solche Planet hat nicht nur seine Intelligenz, sondern auch seinen Dämon; und das wußten, wie gesagt, die Kirchenlehrer bis ins 14., 15. Jahrhundert. Die Gesamtheit der Gegner der Intelligenzen auf einem Planeten sind Dämonen. Und so ist es auch auf der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun in dem Christentum vorzugsweise eine Evolu­tion im Sinne des Sonnengenius sehen, der Sonnenintelligenz, so mussen wir in dem, was der Evolution des Christentums widerstrebt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|117}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Sonnendämon sehen. Und das sah der Apokalyptiker. Er sah hinter die Kulissen desjenigen, was geschah, indem das Christentum aus Rom nach dem Osten flüchtete, und er sah das Christentum andere Formen des Erkennens annehmen. Er sah hereinbrechen in dieses nach zwei Seiten hin vom Schein bedrohte Christentum das mächtige Gegenprinzip des Arabismus. Und indem er hinter die Kulissen der äußeren arabischen und moham­medanischen Taten sah, war es ihm klar: da arbeitet gegen den Sonnengenius, gegen die Sonnenintelligenz, der Sonnendämon. -Den Sonnendämon mußte er daher hinstellen als dasjenige, was gegen das christliche Prinzip im Menschen so wirkt und lebt, daß der Mensch, wenn er sich diesem Sonnendämon ergibt, nicht er­reichen will den Anschluß an die Göttlichkeit Christi, sondern im Untermenschlichen bleiben will. «Dem Sonnendämon ergebene Menschen» ihrer Seelenart nach, so würde der Apokalyptiker, wenn er darum gefragt worden wäre, die Vertreter des Arabismus in Europa genannt haben. Und ihm war es klar, daß aus diesem Arabismus alles aufsteigt, was den Menschen an die Tierheit her-anbringt, in den Anschauungen, aber nach und nach ja auch in den Willensimpulsen. Wer könnte verkennen, daß das auch in den Willensimpulsen lebt. Die Dinge, die in der Welt als Realitäten geschehen, sind so, daß man nicht immer Ursache und Wirkung nebeneinander sieht; man sieht nicht die Absicht und das, was die Absicht im Auge hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb darf man sich fragen: Was würde denn geschehen, wenn der Arabismus, die Lehre des Sonnendämons, vollständig siegen würde? - Dann würde die Menschheit herausgeworfen aus dem Erleben solcher Zustände, wie sie von den Menschen erlebt werden müssen, wenn das Wirken des Karma aus früheren Inkarnationen oder die Transsubstantiation erfaßt werden soll. Letzten Endes war das, was aus dem Arabismus herausfloß, gegen das Verständnis der Transsubstantiation gerichtet. Gewiß, die äußerlichen Tatsachen schauen nicht so aus, aber der Sonnendämon, er hat die Absicht, indem er nur das alte Vater-Prinzip, die natürlichen Zusammen­hänge, gelten läßt, hinwegzufegen von der menschlichen Anschauung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|118}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jene Art des Zusammenhanges, die in allerhöchstem Maße tätig ist bei einem Sakrament wie der Transsubstantiation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so war für den Apokalyptiker der Sonnendämon ganz besonders am Werke um dieses Jahr 666. Er beschreibt ihn ja so, daß jeder Initiierte ihn wiedererkennt. Denn jede dieser geistigen Wesenheiten, die man die Intelligenzen der Planeten, die Intelli­genzen der Sonne, die Dämonen der Planeten und die Dämonen der Sonne nennt, sie haben innerhalb der Mysterien, in denen sie wesenhaft bei wichtigen Angelegenheiten anwesend sind, ihre Schlüsselzeichen, und der Sonnendämon hat dieses Zeichen:&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 118a.png|zentriert|70px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Apokalyptiker beschreibt den Sonnendämon als das zwei­hörnige Tier. In der lateinischen Zeit, in der man in der Myste­riensprache verknüpfte das Griechisch-Lateinische, hatte man ja jene Art von Lesen, die in den Zahlen las, schon etwas veräußer­licht, aber man las noch in den Zahlen. Der Apokalyptiker bediente sich der besonderen Lesart, die zu seiner Zeit üblich war. Er schreibt die Zahl 666. Er schreibt sie mit hebräischen Buchstaben.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:GA346 118b.png|zentriert|350x350px]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;center&amp;quot; width=&amp;quot;350px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:Times New Roman; font-size:15pt&amp;quot;&amp;gt;400,&amp;lt;/span&amp;gt; || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:Times New Roman; font-size:15pt&amp;quot;&amp;gt;200,&amp;lt;/span&amp;gt; || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:Times New Roman; font-size:15pt&amp;quot;&amp;gt;6,&amp;lt;/span&amp;gt; || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &amp;lt;span style=&amp;quot;font-family:Times New Roman; font-size:15pt&amp;quot;&amp;gt;60&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Buchstaben schreibt er in ihrem Zahlenwert, und er hat sie von rechts nach links zu lesen. Die Konsonanten, zu denen man die entsprechenden Vokale zu sprechen hat, ergeben den Namen des Dämons, der dieses Zeichen des Sonnendämons hat: Sorat. Sorat hieß in dieser Zeit der Sonnendämon, und der Apokalyptiker beschreibt dieses Zeichen und wir erkennen es genau. Der Apoka­lyptiker sieht alles dasjenige, was in dieser Art dem Christentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|119}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
entgegenwirkt - wie der Arabismus - als einen Ausfluß jenes Spirituellen, das repräsentiert wird durch Sorat, den Sonnendämon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, meine lieben Freunde, die Zahl 666 ist einmal da in jener Zeit, in welcher der Arabismus hineinschießt in das Christentum, um der abendländischen Kultur das Siegel des Materialismus auf­zudrücken, sie ist ein zweites Mal da, nachdem wieder 666 Jahre verlaufen sind: 1332, im 14. Jahrhundert (Tafel 6). Und da haben wir ein neues Erheben des Tieres aus den Fluten des Weltgesche­hens heraus. Es erscheint demjenigen, der so schaut wie der Apo­kalyptiker, das Weltgeschehen wie ein fortwährendes Fluten einer Epoche von 666. Das Tier erhebt sich, bedrohend das Christentum mit seinem Suchen nach dem wahren Menschentum, geltend ma­chend gegen das Menschentum das Tiertum; es regt sich Sorat. Im 14. Jahrhundert sehen wir wieder sich erheben den Sorat, den Widersacher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist die Zeit, in welcher aus tiefen Seelenuntergründen her­aus, viel mehr als aus dem Orientalismus heraus, der Tempelherren-Orden in Europa stiften wollte eine Sonnenansicht des Christentums, eine Ansicht vom Christentum, die wiederum hin­aufschaute zu dem Christus als einem Sonnenwesen, als einem kosmischen Wesen, die wiederum etwas wußte von den Geistig­keiten der Planeten und der Sterne, die wußte, wie im Welten-geschehen zusammenwirken die Intelligenzen weit auseinander-liegender Welten, nicht bloß die Wesenheiten eines Planeten, und die auch etwas wußte von den mächtigen Oppositionen, die statt­finden durch solche widerspenstigen Wesenheiten wie den Son­nendämon Sorat, der einer der mächtigsten Dämonen innerhalb unseres Systems ist. Im Grunde ist es Sonnendämonie, welche im Materialismus der Menschen wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist heute natürlich von einem gewissen Gesichtspunkt aus schwierig, davon zu sprechen, was aus der europäischen Zivilisa­tion geworden wäre, wenn der so mächtige, auch äußerlich mäch­tige Tempelherren-Orden - man hat ihm seine Schätze ja genom­men - seine Absichten hätte ausführen können. Aber in den Herzen und Seelen derjenigen, die nicht früher ruhen konnten, als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|120}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis dieser Orden 1312 untergegangen war und Jakob von Molay 1314 den Tod gefunden hatte, in den Herzen derjenigen, die die Widersacher des kosmischen, des in den Kosmos hinausschauen­den Christus waren, lebte Sorat wieder auf, und nicht zum gering­sten Teile so, daß er sich der damaligen Gesinnung der römischen Kirche bediente, um gerade die Templer zu töten. Damals war ja das Hervortreten dieses Sorat schon anschaulicher, denn es um­schwebt ein grandioses Geheimnis den Untergang dieses Tempel­herren-Ordens. Wenn man in das hineinschaut, was in diesen Menschen, die dazumal als Templer hingerichtet worden sind, vorging während ihrer Folterungen, dann bekommt man schon eine Vorstellung davon, wie das von Sorat angestiftet war, was in den Visionen der gefolterten Templer lebte, so daß sie sich selbst verleumdeten und man eine billige Anklage gegen sie hatte, die aus ihrem eigenen Munde kam. Das furchtbare Schauspiel stand vor den Menschen, daß diejenigen, die etwas ganz anderes vertra­ten, während ihrer Folterung nicht davon sprechen konnten, son­dern daß die verschiedenen Geister aus den Heerscharen des Sorat aus ihnen sprachen und über den Orden selbst die schändlichsten Dinge aus dessen eigenen Angehörigen sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweimal ist 666 erfüllt worden. Es ist jetzt die Zeit, in der in der geistigen Welt von Sorat und den anderen Gegendämonen alle Anstalten gemacht werden, um das Sonnenprinzip nicht auf die Erde hereinzulassen, um das aber, vorbereitend seine neue Herr­schaft, Michael kämpft mit seinen Scharen, Michael, der der Er­denregent war vor dem Mysterium von Golgatha, etwa zur Alex­anderzeit, und der dann abgelöst wurde von anderen Erzengeln, von Oriphiel, Anael, Zachariel, Raphael, Gabriel, und der seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wiederum die Erdenherr­schaft hat, um in seiner Art weiterzuarbeiten für den Christus, für den er gearbeitet hat, bis seine vorige Herrschaft zu Ende war, Llngefähr bis zum Ende der Alexanderherrschaft. Jetzt ist Michael wieder da auf der Erde, jetzt aber, um auf der Erde dienstbar zu werden in der Vorbereitung des Christus und des tieferen Ver­ständnisses für den Christus-Impuls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|121}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun habe ich im Laufe der Zeit hier und an verschiedenen anderen Orten ausgeführt, wie durch Michael in geistiger Bezie­hung das Christentum eingeleitet worden ist. Ein Stück davon habe ich neulich im Vortrag erwähnt, wo ich hingewiesen habe darauf, wie unter der Regentschaft Michaels zur Zeit von Aristo­teles und Alexander schon ein wirklicher christlicher Impuls ein­geleitet worden ist, und wo ich hingewiesen habe auf das Jahr 869, in dem eine Art von übersinnlichem Konzil sich abgespielt hat. Das hat sich ja weiter fortgesetzt. Und im Beginne des neuen Zeitalters, wo die Bewußtseinsseele eingreift - das habe ich ja ausgeführt -, haben wir, wenn wir hinaufschauen in das dem physischen Geschehen parallelgehende, zur Erdenmenschheit ge­hörende Geistgeschehen, den großartigen Anblick einer übersinn­lichen Schule mit Michael als Lehrer. Diejenigen, die für eine wirkliche christliche Fortentwickelung tätig sein sollen, sind in großen Scharen - seien sie nun in dieser Zeit nichtverkörperte Seelen, seien sie andere geistige Wesenheiten - um Michael wie in einer großen übersinnlichen Schule versammelt seit dem 14. bis 16. Jahrhundert, wo vorbereitet werden diejenigen Seelen, die dann zu der Zeit der Michael-Herrschaft zu Anfang des 20. Jahr­hunderts auf Erden erscheinen sollen. Hinschauend auf das, was da vorbereitet worden ist, ist es ja die anthroposophische Welt­anschauung, die im Sinne dieser Evolution arbeiten will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem, was da in den Anschauungen der alten Mysterienweisheit und in dem prophetischen Schauen künftiger Mysterienweisheit lebte, folgt, daß die Menschen, die das sozusagen innere Christentum annehmen, das vergeistigte Christentum, die hin­schauen in bezug auf den Christus zum Sonnengenius, daß diese Menschen mit einer Beschleunigung ihrer Evolution am Ende dieses 20. Jahrhunderts wiedererscheinen werden. Und alles das, meine lieben Freunde, was wir jetzt in diesem Zeitalter tun kön­nen, indem wir die Spiritualität der Lehre ergreifen, ist von großer Bedeutung, denn wir tun es für die Menschen in diesem Zeitaltet sub specie aeternitatis. Es ist eine Vorbereitung für dasjenige, was, zunächst in großen, umfassenden, intensiven Geistestaten, geschehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|122}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
soll am Ende des Jahrhunderts, nachdem viel vorangegangen ist, was einer Spiritualisierung der modernen Zivilisation wider­setzlich ist. Im Zeichen des zweiten Auftretens der 666 standen jene großen Umwälzungen in Europa, die durch die Kreuzzüge eingeleitet wurden, und im Untergang der Tempelritter fand diese Tatsache ihren äußeren Ausdruck. Immer weiter arbeitet Sorat dem entgegen, was vom Sonnengenius aus sich bemüht, für ein wahres Christentum zu wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben jetzt bevorstehend das Zeitalter der dritten 666:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1998. Zum Ende dieses Jahrhunderts kommen wir zu dem Zeit­punkt, wo Sorat wiederum aus den Fluten der Evolution am stärksten sein Haupt erheben wird, wo er sein wird der Wider­sacher jenes Anblickes des Christus, den die dazu vorbereiteten Menschen schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben werden durch die Sichtbarwerdung des ätherischen Christus. Es wird nur noch zwei Drittel des Jahrhunderts dauern, bis Sorat in mächtiger Weise sein Haupt erheben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde, beim Ablauf der ersten 666 war Sorat noch hineingeheimnißt in den Evolutionsgang der Ereignisse; man sah ihn nicht in äußerlicher Gestalt, er lebte in den Taten des Arabismus drinnen und der Initiat konnte ihn sehen. Als die zweiten 666 Jahre abgelaufen waren, zeigte er sich schon in dem Denken und Fühlen der gefolterten Templer. Und noch vor Ab­lauf dieses Jahrhunderts wird er sich zeigen, indem er in zahlrei­chen Menschen auftreten wird als diejenige Wesenheit, von der sie besessen sind. Man wird Menschen heraufkommen sehen, von denen man nicht wird glauben können, daß sie wirkliche Men­schen seien. Sie werden sich in einer eigentümlichen Weise auch äußerlich entwickeln. Sie werden äußerlich intensive starke Natu­ren sein mit wütigen Zügen, Zerstörungswut in ihren Emotionen. Sie werden ein Antlitz tragen, in dem man äußerlich eine Art Tierantlitz sehen wird. Die Soratmenschen werden auch äußerlich kenntlich sein, sie werden in der furchtbarsten Weise nicht nur alles verspotten, sondern alles bekämpfen und in den Pfuhl stoßen wollen, was geistiger Art ist. Man wird es erleben zum Beispiel in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|123}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem, was gewissermaßen konzentriert ist auf engem Raume in seinen Keimen im heutigen Bolschewismus, wie das eingefügt werden wird in die ganze Erdenentwickelung der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum ist es so wichtig, daß alles, was nach Spiritualität stre­ben kann, das auch wirklich tut. Denn das, was der Spiritualität widerstrebt, das wird da sein, denn das arbeitet sozusagen nicht unter der Freiheit, sondern unter der Determination. Diese Deter­mination geht dahin, daß am Ende dieses Jahrhunderts Sorat wie­der los sein wird, und daß das Streben, alles Geistige hinweg­zufegen, in den Absichten einer großen Anzahl von Erdenseelen sitzen wird, wie es prophetisch der Apokalyptiker vorausschaut in dem tierhaften Antlitz und in der tierhaften Stärke in bezug auf die Ausführung der Widersachertaten gegen das Spirituelle. Sind ja doch heute schon wahrhafte Wutentfaltungen vorhanden gegen das Spirituelle. Aber das sind nur die ersten Keime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen wir, wie der Apokalyptiker das alles voraussah. Er sah die wahre Entfaltung des Christentums als eine Sonnenangelegen­heit, aber er sah auch voraus diese Entsetzlichkeit der Entwicke­lung der Sonnendämonie. Das alles schwebte ihm vor. Auf das Hineintreten des Michael in die geistige Evolution der Menschheit mit dem Ende des 19. Jahrhunderts und des ätherischen Christus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird folgen das Herein-treten des Sonnendämons vor Ablauf dieses Jahrhunderts. Wir haben in diesem unserem Michael-Zeitalter, in dem wir leben, gerade wenn wir auf dem Gebiete des Theologischen, der Religion, arbeiten wollen, allen Grund, vor allem an der Apokalypse zu lernen, selbst apokalyptisch zu denken und zu empfinden, nicht kleben zu bleiben an dem, was bloß äußere Tatsachen sind, sondern uns zu erheben zu den dahinterstehenden spirituellen Impulsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebahnt wird ja der Weg für das Hereintreten der Dämonen, die Anhänger des großen Soratdämons sind. Man braucht nur mit denjenigen verständigen Menschen zu sprechen, die zum Beispiel etwas wissen über den Ausgangspunkt des ersten Weltkrieges. Man wird nie Unrecht bekommen, wenn man sagt, daß die etwa 40 Menschen, die schuldig sind am Ausbruch dieses Weltkrieges,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|124}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fast alle im Augenblick des Kriegsausbruches herabgedämpftes Bewußtsein hatten. Das ist aber immer das Eingangstor für ahri­manische Dämonenmächte, und einer der größten dieser Dämo­nen ist Sorat. Das sind die Versuche von Sorats Seite, zunächst wenigstens temporär in menschliche Bewußtseine einzudringen und Unheil, Verwirrung zu bewirken. Nicht der Weltkrieg, aber das, was folgte und das furchtbarer ist und immer noch furchtba­rer werden wird, zum Beispiel die gegenwärtige Verfassung Ruß­lands, das ist dasjenige, was durch die in die Menschenseelen ein-dringenden Soratgeister angestrebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß das so ist, das müssen wir wissen. Denn was hat in den Zeiten, in denen wahrhafte Spiritualität auf der Erde war, Prie­sterwirken bedeutet? Nie etwas anderes, meine lieben Freunde, als ein Wirken nicht bloß innerhalb der Erdenereignisse, sondern ein Wirken mit vollem Bewußtsein des Darinnenstehens in der geisti­gen Welt, des Verkehrs mit der Götterwelt. Und in keinem ande­ren Geiste hat der Apokalyptiker seine Apokalypse verfaßt. Der, der die Menschen ins Geistige führen will, muß in das Geistige hineinschauen. Jedes Zeitalter muß das auf seine Art tun. Wir brauchen nur die innere Gesetzmäßigkeit anzuschauen, mit der -ja wohl etwas veräußerlicht - die Reihenfolge der ägyptischen Pharaonen so logisch erscheint, und wir werden begreifen, daß diese Pharaonen in der Tat nicht zufällig aufeinander gefolgt sind, sondern daß in uralten Schriften ihnen vorgeschrieben war, was jeder, der einem anderen folgte, als seine Aufgabe zu betrachten hatte, und daß der Impuls zum Formulieren seiner Aufgabe eben ausging von dem, was dann später die hermetische Offenbarung, die Offenbarung des Hermes genannt wurde. Nicht die hermeti­sche Offenbarung ist gemeint, wie man sie heute mit einiger Ver­ballhornung kennt, sondern diese alte Hermesweisheit, die eben auch zu den großen Mysterien gehört, in denen man von der Offenbarung als einer dreimal heiligen sprach: einer Offenbarung vom Vater, einer Offenbarung vom Sohn, einer Offenbarung vom Heiligen Geiste. Das alles weist darauf hin, daß es sich bei dem Priestertum überall handelte um ein Herauswirken aus dem Spirituellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|125}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in die materielle Welt, und daß das Priestertum auch überall so verstanden worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das muß aber wieder Priesterimpuls werden, nachdem es eine Zeitlang gar nicht als Wahrheit empfunden werden konnte: aus der spirituellen Welt heraus zu wirken. Bei der Bildung der Menschheit, die im Zeitalter der Bewußtseinsseele allmählich auf allen Gebieten materialistische Formen angenommen hat, ist man eben weit davon entfernt, so etwas wie das Mysterium der Trans­substantiation und damit die spirituellen Geheimnisse des Chri­stentums erfassen zu können. Für den einzelnen, der priesterlich zu wirken hat, bedeutet es gegenüber dieser heutigen Zeitbildung schon eine Art von Unwahrheit, über die tiefen Mysterieninhalte zu sprechen, die mit der Transsubstantiation verbunden sind. Daher diese rationalistischen Diskussionen über die Transsub­stantiation, wie sie eintraten mit dem zweiten Soratangriff und wie sie sich fortpflanzen bis zum dritten Soratangriff. Es hat gar keine Bedeutung, die Apokalypse so zu nehmen, daß man sie le­diglich kommentiert. Es hat einzig und allein einen Sinn, wenn man an der Apokalypse selbst zum Apokalyptiker wird und aus diesem Apokalyptiker-Werden seine Zeit so verstehen lernt, daß man die Impulse dieser Zeit zu Impulsen des eigenen Wirkens machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da aber steht der Mensch der Gegenwart auch mit dem prie­sterlichen Wirken gerade drinnen, daß er hinschauen muß auf den Aufgang der Michaelszeit in den Siebzigerjahren des vorigen Jahr­hunderts, auf die Erscheinung Christi in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und auf den bedrohlichen Aufstieg des Sorat und der Soratanhänger am Ende des 20. Jahrhunderts. Richten wir als verstehende Menschen, die die Zeichen der Zeit zu deuten wissen, unser Leben ein im Sinne dieser drei Mysterien unserer Zeit: des Michael-Mysteriums, des Christus-Mysteriums und des Sorat­Mysteriums, dann werden wir auf dem Gebiete, das uns unser Karma angewiesen hat, in der richtigen Weise wirken und der Priester auf seinem priesterlichen Gebiete. Daran wollen wir dann morgen anknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|126}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= NEUNTER VORTRAG Dornach, 13. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Wir werden jetzt, da wir eine Anzahl von Elementen zusammengetragen haben, um hinter das Wesen der Apokalypse zu kommen, die Apokalypse selber ins Auge zu fas­sen haben und dabei die Sache so gestalten, daß wir beginnen bei einigen Fragen, die sich auf das Ende, das Ziel desjenigen bezie­hen, was der Apokalyptiker schaut und was er der Menschheit mitteilen will. Es wird sich nachher schon zeigen, warum diese Komposition der Betrachtung gewählt werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir zunächst auf dasjenige hinschauen, was der Apoka­lyptiker uns gibt, so ist es, man könnte sagen, eine Mitteilung an die Menschen, eine Offenbarung an die Menschen, aber eine Of­fenbarung, welche sich wesentlich unterscheidet von demjenigen, was auftritt, wenn andere, nicht aus der Hellsichtigkeit hervorge­hende Mitteilungen an die Menschen gebracht werden. Und so verweist der Apokalyptiker auch darauf, daß es ja ein besonderes Ereignis war, eine mächtige Erleuchtung, aus der heraus er in der Lage ist, seine Mitteilung an die Menschheit zu machen. Dadurch aber erscheint die Apokalypse in der Tat als etwas, was als ein zu dem Fortgang der christlichen Entwickelung dazugehöriges Ereignis, als eine dazugehörige Tatsache auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können sagen: Der große, der alles überragende Ausgangs­punkt der christlichen Entwickelung auf Erden, auf den vorher nur hingeschaut werden konnte, der früher nur erhofft werden konnte, das ist natürlich das Mysterium von Golgatha selbst. Aber dann kommen die einzelnen Tatsachen, die geschehen müs­sen, damit die christliche Entwickelung von dem Mysterium von Golgatha an durch die Zeiten und Ewigkeiten weiter fort läuft. Ein solches Geschehnis ist ja die Offenbarung, welche durch die Apokalypse geschieht. Der Verfasser der Apokalypse ist sich des­sen auch völlig bewußt, daß er damit nicht nur das, was er erfah­ren hat, hineinstellt in die Gegenwartsentwickelung und es den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|127}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anderen mitteilt, sondern daß das, was im Empfangen und Wei­terverbreiten der Apokalypse liegt, eine Tatsache ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das ist ja gerade das Wichtige bei der Unterscheidung des Christentums von anderen religiösen Bekenntnissen, daß man es in alten Religionsbekenntnissen zu tun hat mit Lehren, während in der christlichen Entwickelung die Tat von Golgatha das Wesent­liche ist und weitere Taten zu diesem Wesentlichen hinzukommen müssen. Daher ist es nicht von allererster, fundamentaler Bedeu­tung, daß der Mensch die Evangelien ausgelegt bekommt, sondern das Wesentliche ist, daß ein realer Zusammenhang mit dem Myste­rium von Golgatha durch das Christentum gesucht wird. Unter dem Einfluß des Intellektualismus hat das Christentum ja in neue­rer Zeit selbst intellektualistische Formen angenommen. Und so, kann man sagen, konnte selbst so etwas entstehen wie der berühmte Ausspruch: Jesus gehört nicht in die Evangelien. - Das hieße etwa, man könne den Inhalt der Evangelien als Lehren hinnehmen, aber den dahinterstehenden Lehrer hätte man nicht zu berücksichtigen, der käme nicht in Betracht. Allein der Vater, so heißt es, gehöre in die Evangelien. - Es ist das so, als ob es beim Mysterium von Golgatha im wesentlichen nur darauf ankäme, daß der Christus Jesus erschienen ware und eine Lehre vom Vater gegeben hätte. -Das ist aber nicht das Wesentliche. Das Wesentliche ist, daß die Tat auf Golgatha verrichtet worden ist, daß der Christus Jesus auf der Erde gelebt hat und die Tat auf Golgatha verrichtet hat. Und die Lehre ist eben nur das Akzessorische, das Akzidentelle. Dazu muß sich das Christentum wieder durchringen, dies anzuerkennen, aber auch es durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ist sich der Apokalyptiker bewußt, indem er die Offen­barung empfängt, daß diese Tatsache geschehen ist und daß diese Tatsache durch ihn weiterwirkt. Das ist es, worauf es ihm an­kommt. - Was geschieht denn dadurch fortlaufend? Nicht wahr, formal betrachtet lebt der Mensch, namentlich wenn wir seinen heutigen Zustand betrachten, so, daß er während des Tages seine vier «Kleider», den physischen Leib, den ätherischen Leib, den astralischen Leib und das Ich, mit einer gewissen Normalität verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|128}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trägt. Wenn er im Schlafzustand ist, sind der astralische Leib und das Ich außerhalb des physischen und ätherischen Leibes, sie sind in dem Geistgebiet der irdischen Umgebung, das hinter den sinnlich-physischen Erscheinungen ist. Sie sind ja zunächst beim Menschen heute nicht auf Wahrnehmbarkeit eingerichtet, das sind sie erst durch die Initiation. Der Mensch lebt ein dumpfes Dasein im Schlafe, von dem er nur ein allgemeines Gefühl hat beim Erwa­chen, oder er schaut Träume, die auf die oft beschriebene Weise aus dem Schlaf auftauchen. Wir haben auf der einen Seite in der gei­stigen Welt darinnen den astralischen Leib und das Ich des Men­schen, und die stehen eigentlich so in jener Welt drinnen, daß sie zunächst keine Impressionen, keine unmittelbaren Impressionen von Christus und seiner Wesenheit erhalten können. Wenn wir uns also nichts anderes denken als das, was ich jetzt erwähnt habe, würden das Ich und der astralische Leib jede Nacht in die geistige Welt hineingehen und würden da keinen unmittelbaren Zusam­menhang mit dem Christus haben; sie würden am Morgen wieder in dieses Irdisch-Physische zurückkommen und sie würden - da nun das Mysterium von Golgatha im Laufe der Erdenevolution vor sich gegangen ist - sogleich einen Eindruck von dem Christus haben, denn der Christus ist da in der Erdenaura. Aber dieser Eindruck würde dumpf bleiben. Geradeso wie sonst die nächt­lichen Eindrücke für den Tag dumpf bleiben, so würde dieser Eindruck, daß demjenigen, was da als physischer und ätherischer Leib im Schlafe liegt, der Christus innewohnt, nur so wahrgenom­men werden können, wie eben der Schlafzustand vom Erwachen­den wahrgenommen wird, und es würde kein deutliches, klares Erlebnis des Christus dasein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stellen uns vor, daß unmittelbar, nachdem das Mysterium von Golgatha auf der Erde vollendet war, Menschen da waren, welche die Sache noch miterlebt hatten, und welche aus den un­mittelbaren Eindrücken, die sie miterlebt hatten; wiederum auf andere die unmittelbaren Wahrnehmungseindrücke von dem Mysterium von Golgatha übertragen konnten. Christus hat ja auch seine Jünger in esoterische Schulung genommen nach seiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Auferstehung, er gab ihnen manche bedeutsame Lehren. Das alles pflanzte sich zunächst in den ersten Jahrzehnten fort, nachdem das Mysterium von Golgatha vollendet war. Das hätte einmal ein Ende nehmen müssen. Und wir sehen ja auch, wie es in gewissen Kreisen allmählich versiegt. Man kann schon sagen, es gab in den als gnostisch verschrieenen Schriften und sonstigen älteren Aus­führungen der alten Kirchenlehrer, die noch Schüler der Apostel waren oder Schüler der Apostelschüler, gewaltige esoterische Lehren über das Christentum, die von der Kirche dann ausgerot­tet worden sind, weil die Kirche dasjenige weghaben wollte, was immer mit diesen Lehren verbunden war: das Kosmische. Es sind ja ungeheuer bedeutsame Dinge von der Kirche vernichtet wor­den. Sie sind vernichtet worden, aber das Lesen in der Akasha-­Chronik wird sie wiederherstellen bis zum letzten I-Tüpfelchen, wenn es an der Zeit ist, sie wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre dennoch für die äußere historische Entwickelung dasjenige versiegt, was an großen Impressionen da war, aber in dem Augenblick, wo das Versiegen drohte, war eben auch die Apokalypse da. Und wenn die Apokalypse richtig aufgenommen wird - eine Probe wurde ja gerade, ich möchte sagen, im zweiten Stadium der Zeit nach dem Mysterium von Golgatha schon von verschiedenen Menschen geliefert -, wenn die Apokalypse, dieses grandiose Bild, dieses weissagende Bild der Evolution richtig aufgenommen wird, das heißt, wenn es in den astralischen Leib und namentlich in die Ich-Organisation aufgenommen wird, dann tragen Ich und astralischer Leib im schlafenden Zustande eine solche Offenbarung - die ja, wie ich Ihnen gleich in der ersten Stunde gesagt habe, unmittelbar von der geistigen Welt selber kommt, die eigentlich eine Art Brief ist, eine unmittelbare verbale Offenbarung aus der geistigen Welt, mit Visionen ver­knüpft -, dann tragen Ich und astralischer Leib im schlafenden Zustande eine solche Offenbarung hinaus in die Welt der Erdenaura. Und das, meine lieben Freunde, das bedeutet, daß allmählich von allen denjenigen, die die Apokalypse mit innerem Verständnis aufgenommen hatten, der Inhalt eingegraben wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
in den Äther der Erdenaura. So daß man sagen kann: den Grundton innerhalb der Erdenaura gibt die Anwesenheit des Christus, der weiterwirkt in der Erdenaura.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Christus-Impuls influenziert jede Nacht, wenn der astralische Leib und das Ich aus dem physischen und dem Äther-leib draußen sind, zunächst in tiefer Weise den Ätherleib des Menschen. Nur ist der Mensch zumeist nicht imstande, wenn er am Morgen mit seinem Ich und seinem astralischen Leib in den physischen Leib zurückkehrt, dasjenige wiederzufinden, was da an Christus-Impuls im ätherischen Leib enthalten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem nun im weiteren von den Johannes-Schülern der Inhalt der Apokalypse aufgenommen wird, gräbt sich der Sinn der Worte in den Äther der Erdenaura ein. Und dann wirkt vom Einschlafen bis zum Aufwachen auf den menschlichen Ätherleib dasjenige, was da in der Erdenaura eingegraben ist, was eingegraben wurde schon durch die großen bedeutsamen Impressionen, die der Verfasser, oder besser gesagt, der Empfänger der Apokalypse selbst erhalten hat von den göttlich-geistigen Wesenheiten. Das bedeutet, daß diejenigen Menschen, die eine Hinneigung haben zum Mysterium von Golgatha, in ihren Schlafzuständen ihren Ätherleib dem Inhal­te der Apokalypse aussetzen können. Es ist das eine reale Sache. Man kann durch die richtige Christus-Gesinnung sich einen sol­chen Schlafzustand herbeiführen, daß das von dem Inhalt der Apokalypse im Erdenäther Bewirkte, durch das Eintreten des Christus in der Erdenevolution Liegende, sozusagen in den mensch­lichen Ätherleib eingegraben wird. Das ist der reale Vorgang. Das ist als die fortwährende Tat der Apokalypse da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann im priesterlichen Wirken zu demjenigen, der einem in der Seelsorge anvertraut ist, ruhig sagen: Durch das Mysterium von Golgatha ist der Christus in die Erdenevolution eingetreten. Er hat zunächst zur Vorbereitung der Menschen das bewirkt, was in den Evangelien gegeben ist, damit die Menschen in ihren astra­lischen Leib und in ihr Ich - man muß das umkleiden in die entsprechende Terminologie, die man brauchen kann für die Be­kenner -, damit die Menschen in ihren astralischen Leib und in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|131}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihr Ich den Inhalt der Evangelien aufnehmen können, und da­durch präpariert werden, den Christus-Impuls beim Aufwachen in ihrem Ätherleib zu empfangen. - Indem aber der Apokalypti­ker in das sich entwickelnde Christentum hineingestellt ist, wird es ihm möglich, dasjenige, was er in konkreter Weise schildert, was in der Evolution des Christentums durch die verschiedenen Epochen hindurch bis in die Zukunftszeiten hinein ist, dem Ätherleib des Menschen einzuverleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, damit haben wir etwas in der Erdenevolution, was gegenüber den alten Mysterienlehren ein wesentlich Neues ist. Denn was haben die alten Mysterien eigentlich dem Initiaten ver­mittelt? Sie haben ihm dasjenige vermittelt, in das man hinein­schauen kann, wenn man das sozusagen von Ewigkeit her in der Welt Veranlagte in seiner geistigen Wesenheit überblickt, wenn man innerhalb des äußeren physischen Wirkens findet die von Ewigkeit her in ihren Bahnen wirkende göttliche Wesenheit. Der Initiierte der alten Mysterien hat gar nicht Anspruch darauf erho­ben, etwas anderes in seinen Ätherleib hereinzubekommen als das, was man eben durch die Ergebnisse der Initiation bekommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der christliche Initiierte bleibt dabei nicht stehen. Er will das, was erst im Lauf der Zeiten in die Erdenentwickelung eingetreten ist, alles, was mit dem Mysterium von Golgatha und mit Christus zusammenhängt, in seinen Ätherleib aufnehmen. So daß in der Tat für die Christenheit eine beginnende Initiation in der Offen­barung der Apokalypse liegt. Diese Offenbarung ist eine Art von beginnender Initiation, nicht des einzelnen, aber eine beginnende Initiation für die ganze Christenheit; und der einzelne kann sich vorbereiten, so daß er daran teilnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit aber, so kann man sagen, ist der Weg erst eröffnet, um über das Natur-Vaterprinzip hinauszukommen. Im Grunde ge­nommen ist alle alte Initiation der Form nach eine Vater-Initia­tion. Man suchte die Natur und den Geist in der Natur und konn­te damit zufrieden sein. Denn der Mensch stand selbst in dieser Welt der Natur darinnen. Nun ist der Christus dagewesen in der Erde. Nun bleibt er da. Er hat seine Tat auf Golgatha verrichtet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|132}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und bleibt nun da. Das, was durch das Mysterium von Golgatha geschehen ist, kann man nicht durch die bloße alte Initiation in sich aufnehmen, sondern da muß man sich erheben in eine Welt des Geistes, die nicht dieselbe ist, die durch die alten Mysterien strömte. Was durch die alten Mysterien strömte, erhoffte bloß, daß das Mysterium von Golgatha auch einmal durch die neuen Mysterien strömen sollte. Jetzt aber setzt sich der Mensch nicht mehr durch die Natur, sondern unmittelbar durch den Christus mit dem Geist in Verbindung. Der alte Initiat wählte immer den Umweg durch die Natur. Der neue Initiat - das war ja nicht im allerersten Jahrhundert, aber besonders in den späteren Jahrhun­derten nach dem Mysterium von Golgatha die Ansicht vieler halb oder teilweise Initiierter -, der neue Initiat setzt sich in Verbin­dung mit dem Geistwesen der Welt durch das, was durch Chri­stus in die Welt eingeflossen ist und durch das, was auf Christus aufbaut. So betrachtete ein solcher Initiat damals die Apokalypse. Er betrachtete sie als etwas, von dem er so sprach: Die Natur ist der eine Weg, um in die geistige Welt hineinzukommen; das, was durch die Apokalypse an grandiosem Wissen geoffenbart ist, ist der andere Weg, um in die geistige Welt hineinzukommen. Es ist das Bestürzend-Beglückende, wenn man in der geistigen For­schung immer wieder auf Menschen trifft - wie gesagt, nicht im allerersten christlichen Jahrhundert, aber in den etwas späteren, im 2. bis 6. Jahrhundert -, wenn man da auf Menschen trifft, die etwa sagen: Die Natur ist groß - sie meinten das, was man eben im Altertum von der Natur erkannte -, aber das, was durch den oder die Apokalyptiker aus dem Übersinnlichen geoffenbart ist, ist ebenso groß oder größer; denn die Natur führt zum Vater, aber das, was durch die Apokalyptiker eröffnet wird, führt durch den Sohn zum Geist. - Einen Weg zu dem reinen, unmittelbaren Geistigen suchte man damals durch die Apokalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit aber war zu gleicher Zeit hingedeutet auf die wirkliche Veränderung, die im Lauf der Menschheitsentwickelung eintreten muß und wird, wenn die Menschen sich dazu würdig machen. Man hatte es stark empfunden in alten Zeiten, daß der Mensch ja aus der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geistigen Welt stammt, daß er aber eine Entwickelung hat, die ihn mit demjenigen stark verbindet, das in der physisch-sinnlichen Welt ihm entgegenkommt. Man hat stark diese Verbindung mit der physisch-sinnlichen Welt gefühlt und war der Ansicht, daß der Mensch gerade dadurch ein sündiges, ein sündenhaftes Wesen geworden ist, daß er sich mit der Materie der Erde verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, demgegenüber sollte eine andere Zeit vorbereitet werden, und sie wird vom Apokalyptiker vorausgesehen und vorausver­kündet. Das Bild, die rechte Imagination dafür, suchte er, um dasjenige, was hinter diesem Geheimnis steckt, in imaginativen Bildern vor die Seelen hinzustellen. Und so erneuert er, faßt er zusammen eine Vorstellung, die in der hebräischen Geheimlehre gang und gäbe war. In der hebräischen Geheimlehre zeigt man das folgende: Die Seelen kommen aus der geistigen Welt. Diese See­len, die aus der geistigen Welt kommen, umkleiden sich mit dem, was von der Erde kommt; und wenn die Seelen sich äußerlich, für die alleräußerlichsten Verrichtungen des Geistes Häuser bauen, so entstehen Städte. Wenn sie aber die inneren Verrichtungen der menschlichen Seele umhüllen, so entsteht eben der menschliche Leib aus den Bausteinen der Erde. Es floß der Begriff des äußeren Wohnstättenbauens mit dem Begriff des eigenen Leibbauens zu­sammen. Und das war ja ein schönes, ein wunderbar schönes Bild, weil es sachlich begründet ist, daß man ein Haus als dasjenige ansah, in dem sozusagen das Verbreiten und Fortsetzen der Taten und Seelenvorgänge, Seelenfunktionen, seine Umhüllung findet, und daß man in dem äußeren Haus sozusagen die Hülle dafür sah. Man hatte diese wunderschöne Vorstellung: Wenn ich für mein äußeres Tun ein Haus aus Erdenmaterie auferbaue, so ist die Hausmauer, das ganze Haus, eine Hülle für das, was ich tue. Das ist nur eine erweiterte, ich möchte sagen, eine verhärtete, sklero­tisierte Fortsetzung dessen, was der Mensch sich als erstes Haus gebaut hat, denn als erstes Haus baut sich der Mensch ein Haus für die inneren Verrichtungen der Seele, und das ist sein Körper. Und wenn er nun seinen Körper als Haus hat, so baut er sich ein zweites Haus, das nun eben aus den Ingredienzien der Erde gebaut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|134}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird. Es war eine ganz gang und gäbe Vorstellung, daß man den Körper wirklich als Haus ansah und dieses Haus sozusagen als die Hülle, die der Mensch sich anzieht hier in der physischen Erdenwelt. Daher sah man das, was aus dem Seelenbildenden hervorgeht, an als ein Häuserbauen der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war ja in älteren Zeiten der Mensch wirklich auch äußerlich stark zusammengewachsen mit dem, was sein Haus war und der­gleichen. Wir wollen es zeichnen: Hier (Tafel 7, rechts unten) hat er seinen Körper mit der Haut. Und würde er jetzt im Verlauf seines Lebens noch eine andere Haut kriegen für die äußerliche Wirksamkeit der Seele, so wäre das wie ein Zelt, nur wächst das Zelt nicht von selber, sondern der Mensch macht es sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hat man gerade in der hebräischen Geheimlehre dieses Zusammenfließen im Beherrschen des Irdischen und im Aufneh­men der irdischen Ingredienzien zur menschlichen Entwickelung auf eine ganz bestimmte Art angesehen. Sehen Sie, in bezug auf das Physische wird man zugeben: Die Erde ist so eingerichtet, daß sie einen Nordpol hat, daß sich dort gewissermaßen die Kälte sammelt; und man kann äußerlich physisch-geographisch aus der Natur der Erde diesen Nordpol beschreiben und ihn als etwas Wesentliches der Erde ansehen. Die hebräische Geheimlehre hat das auch mit dem gemacht, was an seelischer Tätigkeit in den Kräften der Erde steckt, und sah nun - wie im Sinne eines geogra­phischen Nordpols - den Pol auf der Erde, wo alles zusammen-fließt an Kultur, wo also die Versammlung der vollkommensten Häuser ist, und das sah sie in Jerusalem, in der ganz konkreten Stadt Jerusalem. Das war der Pol für die Konzentrierung der äußeren Kultur um die Menschenseele herum, und die Krönung dieser Stadt war der Salomonische Tempel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun fühlte man, daß dies in der Evolution der Erde erschöpft ist. Diejenigen, die etwas von der hebräischen Geheimlehre ver­standen, die sahen in dem, was auf das Mysterium von Golgatha folgte, in der Zerstörung Jerusalems, nicht ein äußeres Ereignis, das durch die Römer bewirkt wurde. Die Römer waren nur die Handlanger der geistigen Mächte, die das ausführten, was ganz im&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plan der geistigen Mächte war. Denn, so stellten sie es sich vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese alte Art, von der Erde aus die Ingredienzien zu suchen, um den Menschenleib als Haus zu erbauen, ist erschöpft. Indem Jeru­salem zu seiner Größe gekommen ist, ist alles das erschöpft, was von der Erde aus an Substanz, an Materialität verwendet werden konnte, um den Menschenleib als Haus zu erbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Christliche umgesetzt, bedeutet diese hebräische Ge­heimlehre: Wäre das Mysterium von Golgatha nicht geschehen, so wäre dennoch die Zerstörung Jerusalems gekommen. Aber es wäre nicht hineingelegt worden in diesen Untergang des mit Hilfe der Erde schaffenden Menschenwesens dasjenige, was Neugestal­tung werden kann. Gewissermaßen der Keim zu einer völligen Neugestaltung ist in das Jerusalem hineingelegt, das zum Unter­gang bestimmt war. Die Mutter Erde erstirbt in Jerusalem. Die Tochter Erde lebt in der Erwartung eines anderen Keimes. Da werden dann nicht mehr durch Heranziehen der Ingredienzien aus der Erde die Leiber gebaut und die Häuser des alten Jerusa­lem, das dastand als die Krönung desjenigen, was auf der Erde vor sich geht, sondern die Erde erhebt sich als ein geistiger Pol des alten Jerusalem. Nicht mehr wird man imstande sein, aus den Ingredienzien der Erde heraus so etwas zustande zu bringen wie das alte Jerusalem. Dafür tritt aber die andere Zeit ein, die im Keime veranlagt wurde durch das Mysterium von Golgatha. Die Menschen bekommen nun von oben herunter das, was ihr Inneres umhüllt (Tafel 7), mehr von außen. Die neue Stadt senkt sich von oben herunter und gießt sich über die Erde aus: das neue Jerusa­lem. Das alte Jerusalem war aus der Erde und ihren Stoffen, das neue Jerusalem ist aus dem Himmel und seinen geistigen Ingre­dienzien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden eine solche Vorstellung zunächst merkwürdig finden gegenüber alle dem, was in unserer Zeit gedacht wird und was Sie eben lernen konnten aus dem, was in unserer Zeit gedacht wird. Wie stellt man sich denn in unserer Zeit anatomisch-physio­logisch den Menschen in seiner Entwickelung vor? Er ißt, er be­kommt Stoffe der Nahrung in seinen Magen, er verdaut sie, wirft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|136}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gewisse Stoffe ab und ersetzt das, was ersetzt werden muß. durch die Stoffe, die er aufnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist es aber nicht, sondern der Mensch ist ein dreigliedriges Wesen, er ist Nerven-Sinnes-Mensch, er ist rhythmischer Mensch und er ist Stoffwechsel-Gliedmaßen-Mensch. In den eigentlichen Stoffwechsel-Gliedmaßen-Menschen geht substantiell gar nichts von dem hinein, was in den Nahrungsmitteln liegt, sondern das nimmt alles der Nerven-Sinnes-Mensch auL Der Nerven-Sinnes-Mensch nimmt das auf, was gebraucht wird an Salzen und an solchen Stoffen, die immer fein verteilt sind in Luft und Licht, und leitet es in den Stoffwechsel-Gliedmaßen-Menschen. Der Stoffwechsel-Gliedmaßen-Mensch wird ganz von oben herunter genährt. Es ist gar nicht wahr, daß er aus den physischen Nah­rungsmitteln seine Substanzen erhält. Wenn Substantielles von der Erde in den Stoffwechsel-Gliedmaßen-Menschen kommt, so ist schon die Krankheit da. Alles, was durch die Nahrung aufge­nommen und was verdaut wird, alles das versorgt nur die Organe des Nerven-Sinnes-Menschen. Gerade der Kopf ist dasjenige, was substantiell von der Erde aus gebildet wird. Die Organe des Stoff­wechsel-Gliedmaßen-Menschen hingegen sind vom Himmel aus gebildet. Das, was im rhythmischen Menschen ist, hat eine nach beiden Seiten hin gehende ausgleichende Bedeutung. Der Mensch ißt nicht den Sauerstoff der Luft, sondern er atmet ihn ein. Es ist eine gröbere Art, wie der Mensch durch sein Nerven-Sinnes-System Substantielles aufnimmt, als für den Stoffwechsel-Glied-maßen-Menschen. Eine ungeheuer verfeinerte Atmung ist es, wo­durch der Mensch das aufnimmt, was er für den Stoffwechsel-Gliedmaßen-Menschen braucht. Die Atmung ist demgegenüber etwas Gröberes. Und was der Mensch mit dem Sauerstoff macht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Kohlensäure erzeugen -, das ist wiederum etwas Feineres gegen­über dem, was geschieht, damit die Nahrungsmittel, die durch den Magen gehen, den Kopf versorgen können. Der Übergang ist im rhythmischen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Wahrheit über den Bau des menschlichen Organis­mus und seine Prozesse. Was heute gelehrt wird in Anatomie und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|137}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Physiologie, ist vor dem Antlitz der Wahrheit nur ein Unsinn, herbeigeführt durch die materialistische Anschauung. In dem Augenblick, wo man so etwas weiß, weiß man, daß nicht nur das, was den menschlichen Körper aufbaut, von unten herauf kommt, vom Pflanzen-, Mineral- und Tierreich der Erde, sondern daß das, was gerade seine oftmals als die gröbsten angesehenen Organe ernährt, das von oben Kommende ist. Da wird man sich vor allem klar vorstellen können, daß eine Art Überschuß in der Ernährung von unten da war bis zu der Zeit, wo Jerusalem zugrunde ging. Dann beginnt wirklich mit dem Mysterium von Golgatha all­mählich das wichtig zu werden, was von oben kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch die Menschen in der genannten Art diese Tatsachen verkehrt haben, heute wird zunächst die Entwickelung so voll­zogen, daß in vieler Beziehung an die Stelle der alten Ernährung von unten die Ernährung von oben die Hauptsache bildet. Damit wird auch der Mensch umgebildet. Unser Kopf gleicht nicht mehr den Köpfen der Alten. Die Köpfe der Alten waren vielmehr so gebildet, daß sie eine etwas weiter zurückgehende Stirne hatten (Tafel 7). Die heutige Stirn des Menschen ist hervortretend, das äußere Gehirn ist wichtiger geworden. Das ist schon die Umge­staltung, denn gerade das, was da wichtiger wird im Gehirn, ist den Verdauungsorganen ähnlicher als das, was darunter liegt. Das peripherische Gehirn wird den Verdauungsorganen des Menschen ähnlicher als die feinen Gewebe des mittleren Gehirns, das heißt, die Fortsetzung der Sinnesnerven weiter gegen den Mittelpunkt des Kopfes hin. Denn gerade das, was Organ des Stoffwechsels ist, wird von oben ernährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dinge kann man bis ins einzelnste wirklich einsehen, wenn man den Willen hat, gegenüber gewissen Dingen so zu re­den, wie der Apokalyptiker sagt: Hier ist Weisheit. - Nur ist in unserer gewöhnlichen Erkenntnis, die heute unter den Menschen lebt und webt, nicht Weisheit, sondern Finsternis. Das, was man heute Ergebnisse der Wissenschaft nennt, ist durchaus Ergebnis des Kaliyuga, der äußersten Verfinsterung der menschlichen Men­talität. Man sollte das als ein Geheimnis betrachten und es nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|138}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auf die Straße tragen, denn das Esoterische besteht darin, daß es eben in einem gewissen Kreis bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das hat schon begonnen seit dem Mysterium von Golgatha, dieses Heranwachsen des neuen Jerusalem. Der Mensch wird, wenn seine Erdenzeit völlig erfüllt ist, dazu gekommen sein, daß er nicht nur durch seine Sinne in seinen eigenen Leib die Himmelssubstanz hineinarbeitet, sondern daß er diese Himmels-substanz durch das, was man geistiges Wissen und Kunst nennt, auch ausdehnt auf das, was dann die äußere Stadt sein wird, auf die Fortsetzung des Leibes in dem Sinne, wie ich das auseinander­gesetzt habe. Das alte Jerusalem war von unten nach oben gebaut, das neue Jerusalem wird von oben nach unten ganz wirklich ge­baut sein. Das ist die gewaltige Perspektive, die aus einer Vision, aus einer überkolossalen Vision des Apokalyptikers aufgegangen ist. Ihm geht dieses Gewaltige auf: Da steigt alles, was die Men­schen bauen konnten, aus dem Erdboden auf nach oben, und das konzentrierte sich in dem alten Jerusalem. Das hat nun ein Ende. Er sah dieses Aufsteigen und dieses Abschmelzen in dem alten Jerusalem und er sah die Menschenstadt des neuen Jerusalem herabkommen von oben, von den geistigen Welten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Zielpunkt, die letzte Tendenz der Offenbarung der Apokalypse. Sie enthält wirkliche christliche Menschheitswege und christliche Menschheitsziele. Wenn wir uns bemühen, sie zu ver­stehen, so kommen wir bei der Apokalypse auf eine gewisse Eigen­iümlichkeit, die so manche Menschen ahnen, aber nicht ganz durch­schauen können. Wer sich ernstlich bemüht, die Apokalypse zu verstehen, kann gar nicht anders als daß er sich sagt: Ja, wie mache ich das, wie komme ich hinein in eine solche Vorstellung wie die vom alten und neuen Jerusalem? Was tue ich, um hineinzukom­men? Ich kann doch nicht weiter bloß herumreden mit diesen Bildern, die zunächst keinen Inhalt für mich haben, ich muß doch in den Inhalt hineinkommen. - Um in den Inhalt hineinzukommen, braucht man eine Kosmologie und eine Anschauung vom Men­schen, wie sie nur durch eine neue Weltanschauung wie die Anthro­posophie gegeben werden kann, durch ein wirkliches Anschauen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|139}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der geistigen Welt. Man kommt durch die Apokalypse zur Anthro­posophie, weil man das Mittel der Anthroposophie braucht, um die Apokalypse zu verstehen, weil man merkt: Johannes hat die Apo­kalypse bekommen aus den Regionen, wo die Anthroposophie war, bevor sie zu den Menschen gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die Apokalypse ehrlich und ernst verstehen will, so muß man sie anthroposophisch verstehen. Bei so etwas wie dem Endziel, dem neuen Jerusalem, merken Sie es am allerstärksten. Sie müssen nur die Geheimnisse von dem Aufbau des Menschen von oben und von unten nicht bloß wie eine äußere Wissenschaft kennen, dann köniaen Sie diese Vorstellungen erweitern zu der gesamten Tätigkeit, die die Menschen auf der Erde verrichten, die auch von unten nach oben gerichtet ist und sich verwandelt in eine von oben nach unten gehende. Der Bau des alten Jerusalem wird sich verwandeln in den Geistbau des neuen Jerusalem, der von oben nach unten gebaut sein wird. Und die Menschen sollen hineinwachsen in das, was geistig gebaut wird, sie sollen nicht bloß in einem symbolisch-theoretisch-bildhaften Sinn die Apoka­lypse sehen, wie die Bibelexegeten es tun, sondern so, daß der Geist uns so real sein wird, wie eben durch Jahrtausende das materielle Physische real da war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das, was festgehalten werden muß: Die Apokalypse enthält nicht Bilder, sondern Hinweise auf ganz konkrete Tat­sachen, auf das, was geschehen wird, und nicht bloß das, was das Geschehen in Bildern andeuten will. Das ist das Wichtige. So haben wir uns hineinzufühlen, hineinzufinden in die Apokalypse. Davon dann morgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- - -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Siehe Hinweis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|140}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ZEHNTER VORTRAG Dornach, 14. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Wir haben gewissermaßen die Endper­spektive des Apokalyptikers vor unsere Seele gestellt, und wir sehen, wie diese Endperspektive tatsächlich so geschildert ist, daß sie in völliger Übereinstimmung steht, wenn wir sie richtig verste­hen, mit alle dem, was die exakteste geistige Wissenschaft in be­zug auf die Evolution sagen kann. Wir haben gesehen, daß in der Apokalypse jener Umschwung zum Ausdruck kommt, der ein­tritt im Bauen des Menschenwesens und der Kulturerscheinungen von unten nach oben, in eine Form des Bauens von oben nach unten. Und ich habe am Ende der vorigen Betrachtung darauf aufmerksam gemacht, daß, wer ehrlich nach dem Verständnis der Apokalypse sucht, gedrängt wird, diejenigen Dinge kennenzuler­nen, welche aus der Geistesforschung heraus über die Weltevolu­tion gesagt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen, daß es gewisse Stellen der Apokalypse gibt, in de­nen man nur einen Sinn finden wird und sie nur dann richtig erfassen kann, wenn man auf den Weg der anthroposophischen Menschenerkenntnis eingeht. Das ist durchaus dann der Fall, wenn man es mit einer solchen Offenbarung zu tun hat, die sich stützt auf Erlebnisse der geistigen Welt selber. Natürlich muß man zunächst den Sinn dafür haben, um einsehen zu können, daß so etwas wie die in der Apokalypse vorgeführten Bilder Offenba­rungen der geistigen Welt sind. Dann wird man auch über die Frage hinwegkommen: Ist denn der Apokalyptiker wirklich in der Lage gewesen, alle diese Einzelheiten, die wir wiederfinden in seinem Werk, von sich aus intellektuell einzusehen? - Nun, dar­um kann es sich ja eigentlich nicht handeln. Sondern es kann sich nur darum handeln, ob er ein wirklicher Seher war. Er sieht in die geistige Welt, und die Dinge der geistigen Welt sind ja nicht durch ihn wahr; sie sind durch ihren eigenen Inhalt wahr. Sie tragen auch durch das Sich-Offenbaren diesen eigenen Inhalt in sich und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|141}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht durch ihn. So können meinetwillen äußere rationalistische Forscher kommen und den Nachweis führen: Ja, derjenige, der die Apokalypse gegeben hat, war so und so weit gebildet, und man kann von ihm nicht erwarten, daß er in seiner eigenen Seele eine so weite Perspektive gehabt hat. - Ich will diese Frage, ob der Schreiber der Apokalypse diese Perspektive gehabt hat oder nicht, hier gar nicht erörtern. Ich will nur darauf aufmerksam machen, daß es darauf im Grunde nicht ankommt, daß wir die Bilder, die Offenbarungen der geistigen Welt sind, durch den Apokalyptiker erhalten, sondern es kommt darauf an, daß wir die Bilder als sol­che vor unsere Seele hinstellen und ihren Inhalt auf uns wirken lassen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun haben wir gewissermaßen das grandiose Endbild des neu­en Jerusalem vor unsere Seelen gestellt, das diejenigen Erlebnis-hintergründe hat, von denen ich gesprochen habe. Wir werden gut daran tun, von diesem Bild aus ein wenig zurückzugehen. Da haben wir die bedeutsame Stelle, wo wiederum ein grandioses Bild vor unsere Seele tritt, jenes grandiose Bild, wo der Apoka­lyptiker sieht, wie der Himmel aufgetan ist (Apk. 19, 11) und auf einem weißen Pferd diejenige Macht ihm entgegentritt, von der er eigentlich so spricht, daß wir gewahr werden: Er hat nicht nur in seinem Verstand, in seiner Intellektualität die Trichotomie der Gottheit, sondern er hat sie in seinem ganzen Menschen. Er redet so, daß er wirklich mit voller Seele sich bewußt ist, in den soge­nannten drei Personen hat man die drei Formen des Einigen Gottes vor sich, und man kann, wenn man sich gewissermaßen jenseits der physischen Welt stellt, nicht abwechselnd von dem einen oder von dem anderen sprechen, weil sie ineinander über­gehen. In die physische Welt gestellt allerdings ergibt das Bild drei Personen, und man muß unterscheiden zwischen dem Vatergott, der allen Naturtatsachen zugrundeliegt, auch denen, die in die menschliche Natur hineinwirken, dem Sohnesgott, der mit allem zu tun hat, was in die Freiheit des seelischen Erlebens hineinführt, und dem Geistgott, der da lebt in einer naturfernen, natuifrem­den, eben in einer geistig-kosmischen Ordnung. So scharf konturiert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|142}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erscheinen gewissermaßen die drei Personen der Gottheit hier auf dem physischen Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Mensch, wenn er die Schwelle zur geistigen Welt überschreitet, hineinkommt in einen Zustand, den ich beschrieben habe in meinem Buch «Wie erlangt man Erkennt-nisse der höhe­ren Welten?», wo er sich gewissermaßen in drei Wesenhaftig­keiten gliedert, so daß dann Denken, Fühlen, Wollen mit einer gewissen Selbständigkeit da sind, sehen wir, indem wir vom phy­sischen Plan ausgehend nach den höheren Welten kommen, die Dreieinige Gottheit immer mehr als Einheit uns entgegentreten. So muß natürlich gerade auf das hin die Apokalypse gelesen wer­den. Man darf nicht mit Anlehnung an die physische Welt unmit­telbar voneinander unterscheiden den Vatergott, den Sohnesgott, den Geistgott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenige, der in diesem grandiosen Bild auf einem weißen Pferd uns entgegentritt, der ist der Einige Gott. Und das Bild des Sohnesgottes haben wir mehr zu sehen in der Form der freien seelischen Entwickelung der Menschen auf Erden. Aber nun tritt etwas höchst Eigentümliches ein, etwas, was dieses Bild so gran­dios erscheinen läßt. Es ist ganz natürlich, ganz selbstverständlich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes, der Schreiber der Apokalypse, schaut den Himmel auf­getan, und das, was nun als Neues herabkommt, ist von der gei­stigen Welt nach abwärtssteigend. Das heißt, die ganze Kultur muß nun in der Weise angeordnet werden, daß sie von der geisti­gen Welt nach der physischen abwärts steigt. Wenn wir uns dies recht vor die Seele stellen, dann ist natürlich der Zustand, der da dem Endbild des Neuen Jerusalem vorausgehen muß, der, daß Johannes hineinschaut in die geistige Welt. Das heißt aber: Der Himmel ist ihm aufgetan. Er will damit einen Zukunftszustand andeuten, der für die Menschen da sein wird. Er sagt eigentlich nichts Geringeres als dieses:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor auf der Erde der Zustand eintreten wird, wo die geisti­gen Ingredienzien zum Aufbau des neuen Jerusalem von der gei­stigen Welt sich herabsenken, um von den Menschen aufgenom­men zu werden, bevor dieser Zustand kommen wird, daß die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|143}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sich bewußt werden, daß sie nun von oben herunter zu bauen haben, und nicht mehr wie früher die materiellen Ingredi­enzien von der Erde aus nach oben gehobeh werden, bevor dieser Zustand kommen wird - den ja Johannes als einen realen betrach­tet, wie ich neulich gesagt habe -, wo der Mensch vorzugsweise mit seinem Willen beteiligt sein wird, bevor dieser Zustand eintre­ten wird, wird ein anderer Zustand da sein, an dem der Mensch bloß mit seiner Erkenntnis beteiligt ist, wo er hineinschauen muß in die geistige Welt: Der Himmel ist aufgetan, und derjenige zeigt sich, der den Wesenheiten der Welt sendend und schöpferisch und heiligend zugrundeliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun folgt die bedeutsame Stelle, die das Bild so grandios macht: Und er trug einen Namen geschrieben an sich, den nur er selber kennt (Apk. 19, 12). - Das ist sehr bedeutsam. Kommt man an diese Stelle der Apokalypse, wo das steht, so sieht man da wiederum ein bedeutsamen Zeichen dafür, daß man es mit einer der größten spirituellen Offenbarungen zu tun hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen bezeichnen in den verschiedenen Sprachen das­jenige, was ihr Ich ist, in der verschiedensten Weise. Ich habe öfter auf die, ich möchte sagen spirituell triviale Tatsache hin­gewiesen, daß der Name «ich» ja niemals von einem einzelnen Menschen so ausgesprochen werden kann, daß er auch einem anderen gegeben werden kann. Ich kann nicht zu einem anderen «ich» sagen. Dadurch unterscheidet sich der Name des Selbstes von allen anderen Namen, denn die werden äußeren Objekten gegeben. Wenn ich aber «ich» sage in irgendeiner Sprache, so kann ich es nur zu mir selbst sagen. Ich kann es zu einem anderen eigentlich nur dann sagen, wenn ich, ja, durch einen realen geisti­gen Vorgang in ihn hinübergeglitten bin. Aber davon brauchen wir jetzt nicht zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den älteren Sprachen wurde das Selbst ja nicht bezeichnet, es lag im Verbum darin, es wurde nicht das Ich unmittelbar bezeich­net. Man bezeichnete mit dem Verbum das, was man tat, und damit gewissermaßen demonstrativ sich selber. Aber ein Name für das Selbst war nicht da. Das ist erst in der späteren Zeit eingetreten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|144}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
daß der Mensch dieses Selbst seines Menschenwesens mit einem Namen bezeichnete, in unserer deutschen Sprache mit dem Namen, der die Initialen Jesu Christi enthält, was schon eine bedeutsame symbolische Tatsache ist. Denken wir uns nun eine Steigerung dieser Tatsache, daß wir in der Sprache einen Namen haben, den jeder nur in Beziehung auf sich selbst aussprechen kann. Die Steigerung besteht eben in dem, was jetzt in der Apo­kalypse gesagt wird: daß der, der da aus der übersinnlichen Welt herunterkommt, den Namen an sich geschrieben trägt, den er nun nicht bloß für sich selbst ausspricht, sondern den einzig und allein er selbst versteht, den kein anderer versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun denken Sie sich, es kommt also dieser Offenbarer auf Johannes zu, zeigend in prophetischem Bilde dasjenige, was ein­mal für die Menschheit eintreten wird. Da kommt er herunter in Zukunftszeiten, derjenige, der den Namen hat, den nur er allein versteht. Was kann das alles überhaupt heißen? Es erscheint ja zunächst, wenn man das ehrlich begreifen will, ganz sinnlos. Warum heißt es denn: «... der der Welt das Heil bringen soll, der Welt die Gerechtigkeit bringen soll» -, das steht ja alles da in der Apokalypse (Apk. 19, 11) - «der Glaube und Erkenntnis wahr machen soll» - so steht es in der Apokalypse -, nicht wie Luther übersetzt: «der Treue und Wahrhaftigkeit bringt», sondern «der Glaube und Erkenntnis wahr machen soll»? - Ja, das ist doch ein Versteckspiel eigentlich; und wenn er einen Namen geschrieben hat, den nur er selbst versteht - was bedeutet das? Wir werden angeregt, hier tiefergehende Fragen zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun denken Sie sich recht anschaulich: Er trägt einen Namen, den nur er selbst versteht. Wie können wir denn dieses Namens teilhaftig werden? Er muß doch eine Bedeutung gewinnen für uns, er muß doch in uns wohnen können, dieser Name. Wie kann das geschehen? Wenn das Wesen, das diesen Namen versteht, eins wird mit uns selbst, in unser eigenes Selbst einzieht, dann wird in uns dieses Wesen den Namen verstehen und wir mit ihm, dann werden wir immerzu mit ihm in uns das Bewußtsein tragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus in uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|145}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dinge, die mit seinem Wesen zusammenhängen, die ver­steht er allein, aber er versteht sie in uns, und das Licht, das durch sein Verständnis in uns ausgestrahlt wird, weil er in uns, in unse­rem eigenen Wesen dieses Licht wird, gibt die Einsicht der Chri­stus-Wesenheit in uns selbst. Sie wird eine einwohnende, eine in dem Menschen einwohnende Einsicht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, damit ist aber etwas eingetreten. Damit ist erstens das eingetreten, was eine notwendig beabsichtigte Folge des My­steriums von Golgatha ist. Dieses Wesen, das durch das Mysteri­um von Golgatha gegangen ist, dieses Wesen, das in uns einziehen muß, damit wir mit seinem Verständnis, nicht mit unserem Ver­ständnis, die Welt begreifen, dieses Wesen trägt ein Kleid, das mit Blut, mit dem Blut von Golgatha besprengt ist. Und wir nehmen dieses zweite Bild hin. Der Apokalyptiker Johannes sagt uns, daß dieses mit dem Blut von Golgatha besprengte Kleid wiederum einen Namen hat. Das ist nicht derselbe Name, von dem früher die Rede war. Der Name für dieses mit Blut besprengte Kleid ist der Logos Gottes, der Logos, der Gott, das Wort Gottes (Apk. 19, 13). Derjenige also, der in uns wohnen soll und durch sein eigenes Verständnis in uns das Licht geben soll, das die Welt begreift, der erfüllt uns mit dem Wort Gottes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heiden haben das Wort Gottes in den Naturerscheinungen gelesen. Sie mußten es durch äußere Offenbarungen empfangen. Die Christen müssen das Wort Gottes, das schaffende Wort Got­tes dadurch empfangen, daß sie den Christus in sich aufnehmen. Die Zeit wird kommen, wo durch den Fortgang der Ereignisse alle Menschen, die das Christentum ehrlich in ihre Seelen aufneh­men, wissen werden, daß das Wort Gottes bei Christus ist, und daß dieses Wort Gottes seinen Keim hat in dem Verständnis des Mysteriums von Golgatha und des mit Blut besprengten Kleides. Wir haben also in der Sprache des Apokalyptikers den Christus eingeschlossen in das Mysterium von Golgatha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber noch ein drittes tritt auf: Christus in drei Gestalten: ein­mal durch sich selbst, das zweite Mal durch sein Kleid, das dritte Mal durch die Taten, die er entwickelt für die Menschen auf Erden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|146}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wird wiederum der Zustand bezeichnet, der eintreten muß, der natürlich nicht so eintreten wird, daß man auf ein ganz bestimmtes Jahr zu weisen hat, dem aber entgegengehen muß die christliche Entwickelung. Das dritte ist, daß aufmerksam gemacht wird auf ein Schwert, mit dem er wirkt, das das Schwert seines Wollens ist, das Schwert seiner Taten, die er unter den Menschen auf der Erde verrichtet hat dadurch, daß er ihnen innewohnt. Aber das, was er jetzt tut, das trägt den dritten Namen: König aller Könige, Herr aller Herren. Das ist die dritte Form. Was ist denn das Wesen eines Königs, das Wesen eines Herrn?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernen wir nur das lateinische Wort Dominus kennen in seiner wirklichen inneren Wesensbedeutung, so kommen wir darauf, was der Sprachgebrauch in diesem Falle bedeutet, ganz abgesehen von der Geistesforschung: Derjenige, der irgendwie auf Erden oder überhaupt in der Welt ausersehen ist, einem anderen Wesen die Richtung zu geben, ist der Herr. Aber wie lange bedarf es denn äußerer Herren auf der Erde? Wie lange bedarf es denn der Gebote äußerer Herren, selbst der Gebote äußerer Geistesherren über die Erde? - Nur bis zu dem Zeitpunkt, wo der Christus mit dem Namen, den er nur selber versteht, den Menschen inne­wohnt. Dann wird jeder Mensch auch dem Christus in seinem eigenen Wesen, in seiner eigenen Seele folgen können. Dann wird jeder in sich dasjenige zu verwirklichen streben, was aus der in­neren Liebe heraus den Willen des Menschen realisieren will; dann wird der Herr der Herren, der König der Könige in jedem einzelnen wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistig gesehen ist das die Zeit, in der wir selber jetzt leben. Und die Tatsache, daß wir in ihr leben, ist nur dadurch verhüllt, daß die Menschen fortfahren, in alten Bahnen zu leben und wirk­lich zunächst soviel als möglich diese Christus-Innewohnung ver­leugnen, auf allen Gebieten so viel als möglich verleugnen. Man muß schon sagen: Es ist heute in zahlreichen Menschen vieles, was sie in der rechten Weise vorbereitet auf das ätherische Er­scheinen des Christus, der ja ein aus der göttlichen Welt herab-kommendes Wesen ist. Aber die Menschen müssen sich dazu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|147}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vorbereiten dadurch, daß sie den Quell ihres Handelns, ihres Tuns in sich selber finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und damit berühren wir eigentlich aus dem Geist der Apoka­lypse heraus die Schwierigkeit des heutigen Priesterwirkens. Der Priester soll ja in gewissem Sinne der Dominus sein, er soll in gewissem Sinne leiten und führen. Der Priester hat die Bekenner­schaft vor sich, und seine priesterliche Würde setzt voraus, daß er der Führer, daß er in gewissem Sinne der König für diejenigen ist, die er zu führen hat. Er ist der Sakramente-Spender, er ist der Seelsorger. Aber auf der anderen Seite leben wir in der Zeit, wo die Menschen in sich die Essenz tragen, den Christus so weit in sich aufzunehmen, daß sie immer mehr ihre eigenen Führer wer­den können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, in diese Situation begibt sich derjenige, der heute nach der Priesterwürde greift. Und diese Priesterwürde ist den­noch gerade heute ganz voll berechtigt, sie ist aus dem Grunde voll berechtigt, weil das, was die Menschen als Essenz in sich tragen, zwar in den Menschen da ist, aber aus ihnen erst heraus-geholt werden muß, wirklich aus ihnen herausgeholt werden muß. Man braucht heute ja tatsächlich alles dasjenige, was hinter der priesterlichen Würde liegt, um aus den Menschen herauszuholen, was in ihnen ist. Denn wir leben in einer Zeit, die eigentlich etwas ganz Bestimmtes voraussetzt. Die äußere Welt kann dem, was da vorausgesetzt wird, sich eigentlich noch nicht restlos gegenüber­stellen. Denn die äußere Welt hat es zu tun mit den Menschen, wie sie nun einmal als Träger ihres physischen Leibes sind. Aber es wäre ein furchtbarer Ausblick, wenn die Menschen nur so in dieser Form, wie sie aus unserer heutigen Zivilisation heraus sind, in die nächsten Erdenleben hinüberleben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen, auf anthroposophischem Gebiet wird das zu ver­meiden gesucht. Den Seelen der Menschen wird etwas geboten, wodurch sie dasjenige aufnehmen können, was der Mensch heute aufnehmen und in die nächste Inkarnation hinüberleben soll. Aber das muß ja allgemein-menschlich werden. Die Menschen müssen heute ein Ich ausbilden, eine Individualität ausbilden, mit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|148}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der sie hinüberleben können in die nächste Inkarnation. Das ist nur möglich, wenn zu den Menschenerlebnissen dasjenige hinzu­gefügt wird, was durch die Gnade des Opfers, durch die Gnade des Sakramentes gegeben wird. Dadurch wird sich von den Men­schen nicht ihr Karma lösen, wohl aber dasjenige, was gerade in der heutigen Zeit im allerintensivsten Maße den Menschen anhaf­tet. Die Menschen gehen ja heute maskiert herum. Maskiert gehen sie herum. Und wenn einmal das Bedürfnis auftritt, die Menschen wirklich in ihrer Individualität zu sehen, so kann das in tragische Konflikte hineinführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher tragischer Konflikt trat ja schon auf bei Hölderlin, der einmal sagte, er sehe, wenn er die Deutschen anschaue, «Handwerker, aber keine Menschen, Denker, aber keine Men­schen, Priester, aber keine Menschen, Herren und Knechte, junge und gesetzte Leute, aber keine Menschen.» Und so differenziert er weiter; die Menschen tragen gewissermaßen das Siegel eines Außermenschlichen an sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute brauchen wir ein priesterliches Wirken, das zu den Menschen als Menschen spricht und das Menschheitliche kulti­viert. Das kann natürlich im Grunde genommen keine der heuti­gen Konfessionen. Denken Sie nur einmal, wie abhängig die Kon­fessionen sind. Gerade über diese Abhängigkeit der Konfessionen muß die Gemeinschaft für christliche Erneuerung hinauswachsen. Sie muß das ja durch ihr eigenes Schicksal. Niemand, kein Beruf, der aus der Anthroposophie herauswächst, ist in der gleichen Lage wie die Priesterschaft. Das ist eine ganz besondere Lage, und es ist vielleicht ganz richtig, das, was da vorliegt, einmal aus dem Geist der Apokalypse heraus zu sagen. Bedenken Sie nur einmal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei jeglichem anderen Wirken, das aus der Anthroposophie her­auswächst, sind die Menschen durch die äußeren Gewalten, die heute bestehen, in irgendeiner Weise abhängig von der Außen­welt. Wird jemand Pädagoge aus der Anthroposophie heraus -nun, wir sehen ja die gewaltigen Widerstände, die uns gemacht werden. Die Leute täuschen sich über das hinweg, aber wir wer­den nicht eine zweite Waldorfschule bekommen, wenn überall die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|149}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingung gestellt wird, daß nur Lehrer angestellt werden, die ein staatliches Siegel haben in irgendeiner Weise. Nur aus dem Grund konnte die Waldorfschule zustande kommen, weil wir sie zu ei­nem Zeitpunkt begründeten, in dem es in Württemberg noch kein solches Schulgesetz gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie die Mediziner: Wir können nicht ohne weiteres aus der Wurzel des Daseins heraus Mediziner aus der anthropo­sophischen Bewegung schaffen. Gewiß, wir könnten Mediziner schaffen, aber sie würden nicht approbiert werden, würden nicht anerkannt werden. Und in gewissem Sinne haben wir diese Schwierigkeit sogar bei dem Künstlerischen. Es wird gar nicht mehr lange dauern - wenn es auch heute noch nicht völlig so ist -, daß die Dinge hintendieren werden zu mancherlei, was heu­te schon in Rußland versucht wird, daß man auch für den Künst­ler eine staatliche Abstempelung fordern wird. Der Priester, der aus der anthroposophischen Bewegung zunächst herausgewach­sen ist, ist der einzige, der das sozusagen alles abstreifen kann. Wenn er etwas gelernt hat, ist es ja gut; für sein Wirken aber kann er das alles abstreifen. Er kann wirklich schon in der Theologie, die er nun vertritt, den ersten Grundstein des neuen Jerusalem legen, denn er vertritt eine Theologie, die von niemand als von ihm selbst anerkannt zu werden braucht. Das ist das Bedeutsame.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Lage seid Ihr allein. In dieser Lage sollt Ihr Euch auch fühlen und werdet Ihr gerade das Spezifische Eurer priesterlichen Würde fühlen. Man kann, wenn es sich um ein Land wie Rußland handelt, Priester vertreiben, aber man wird niemals in einem sol­chen Land etwas tun, um Priester staatlich abzustempeln. Man wird entweder die Priester lassen, wie sie sind, oder man wird sie gar nicht wollen, was ja heute wenigstens der Tendenz nach in Rußland schon verwirklicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann der Priester zum ersten Mal fühlen das Herannahen des neuen Jerusalem, das Herannahen des innewohnenden Chri­stus, des Christus, der der König der Könige, der Herr der Her­ren wird. Deshalb ist es recht gut, wenn der Priester gerade an dieser auf die Zukunft weisenden Stelle der Apokalypse stehenbleibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|150}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit inbrünstigem Herzen stehenbleibt, und den ganzen Enthusiasmus seiner Priesterseele, den er entwickeln soll, an die­ser Stelle der Apokalypse entwickelt. Denn die Apokalypse soll nicht Lehre sein, die Apokalypse soll werktätiges Leben in der Seele eines jeden von uns sein. Wir sollen fühlen, wie wir eins sind mit der Apokalypse. Wir sollen hineinstellen können dasjenige, in dem wir selber wirken und leben, in den Strom der Prophetie der Apokalypse. Da sehen wir uns dann versammelt um Johannes, den Apokalyptiker, der vor sich das Gesicht hat: Der Himmel hat sich aufgetan; derjenige kommt, der seinen Namen nur selber versteht, dessen Kleid den Namen des Wortes Gottes trägt, der der König der Könige, der Herr der Herren ist -, der kommt. -Und die Priesterschaft, die sich mit dem Kultus vereinigt, der nun wiederum aus der geistigen Welt geschöpft ist, die Priesterschaft, die die Transsubstantiation im Sinne des Heiligen Geistes selber wiederum aufrichtet, die Priesterschaft, die die neue Menschen­weihehandlung hat, das umgestaltete Alte, in der das Gültige vom Alten genommen ist, aber die Gestalt angenommen hat, die heute aus der geistigen Welt fließt -, diese Priesterschaft darf sich scha­ren um Johannes den Apokalyptiker, der hineinschaut in den aufgetanen Himmel. Denn wir dürfen jene Initiation, die sich vollzogen hat hier in dem Saal, den dann das Feuer ergriffen hat, in dem Lichte sehen, das da sich verbreitet, indem der Himmel aufgeht, das weiße Pferd herauskommt mit dem, der daraufsitzt, der seinen Namen nur selber kennt, der in uns einverleibt werden muß, wenn dieser Name uns etwas sein soll. Das heißt die Apo­kalypse verstehen; denn die Apokalypse muß lebendig verstanden werden, nicht bloß mit der Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber verbunden mit alle dem, was da als ein so grandioses Bild auftritt, verbunden mit alle dem ist tiefe, tiefe Weisheit. Bedenken Sie nur, was in unmittelbarer Nachbarschaft dieser bedeutsamen Vision auftritt. Hingewiesen wird der Mensch darauf, wie das Tier tätig ist, das ich ja charakterisiert habe, das Tier, das den Menschen hinunterweist vom Geistigen nach dem Physischen, das Tier, das der Apokalyptiker in drei Etappen herankommen gesehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|151}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat, das Tier, dessen eine Form nicht nur die materialistische Lebensauffassung, sondern die materialistische Lebenshaltung ist. Der Apokalyptiker weist auf zwei Zeitpunkte hin. Er weist ein­mal darauf hin, wie das Tier überwunden wird, und er weist zum anderen darauf hin, wie der stärkere Widersacher der Menschheit für tausend Jahre gebunden wird, um dann für kurze Zeit wieder­um los zu werden. Wir haben es also eigentlich mit zwei Wider­sachern des guten Prinzips zu tun, mit dem Tier und mit dem­jenigen, den die Tradition den Satan nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, in einer gewissen Weise ist ja für die äußere physische Welt das Tier überwunden, überwunden dadurch, daß dem Materialis­mus immerhin eine spirituelle Weltauffassung gegenübergestellt werden kann. Und in einer gewissen Weise ist ja in der Gegenwart Satan gebunden. Aber er wird wieder los werden. Satan ist gebun­den, und derjenige, der die Dinge durchschaut, auf die es in der Evolution ankommt, der weiß auch, daß Satan gebunden ist. Denn wäre Satan in der Gegenwart nicht gebunden, träte alles dasjenige hervor, was tatsächlich die Zornesschalen voll ausgießen könnte. Wenn Satan nicht gebunden wäre, dann würde in einer grausigen Art sich in der Außenwelt der Zusammenhang zeigen mit dem, was heute als materialistische Gesinnung und Lebenshaltung auf der Erde vorhanden ist. Dann würde der tiefste innere Zynismus den Materialismus als Wahrheit verkünden und eine solche Begierde bei dem nichtgebundenen Satan erregen, daß man sehen würde dieses Heraufziehen der materialistischen Gesinnung und Lebenshaltung und das Sich-Aneignen durch die ahrimanischen Mächte als die schauderhaftesten, furchtbarsten Krankheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre Satan nicht gebunden, dann würde man nicht bloß spre­chen müssen von einem Materialismus als Gesinnung und Le­benshaltung, sondern man würde von dem Materialismus als der bösesten Krankheit sprechen müssen. Statt dessen gehen heute die Menschen mit dem Zynismus und der Frivolität des Materialis­mus, selbst des religiösen Materialismus, durch die Welt, und es geschieht ihnen nichts. Aber es geschieht ihnen bloß aus dem Grunde nichts, weil Satan gebunden ist und die Gottheit den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|152}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen zunächst noch die Möglichkeit läßt, zum Spirituellen zu kommen, ohne dem Satan zu verfallen. Wäre der Satan da, dann würde gerade mancher, der als Lehrer innerhalb irgendeines Bekenntnisses steht und vom Materialismus befallen ist, einen schrecklichen, einen grausigen Anblick der Menschheit zeigen. Die Vorstellung, die da hinweist auf die mögliche Krankheit durch den Materialismus, auf den Aussatz des Materialismus, der eigentlich da wäre, wenn Satan nicht gebunden wäre, ist allerdings eine furchtbare Vorstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber innerhalb keines anderen Zusammenhanges als im Zusam­menhang mit der Apokalypse wird heute derjenige, der sich seiner Geistverantwortung gegenüber dieser Erkenntnis bewußt ist, eine solche Vorstellung erregen. Ich selber würde das Wort von dem Aussatz des Materialismus nicht in einem anderen Zusammenhang aussprechen als in dem, in dem ich es hier ausspreche, wo ich angeknüpft habe an die Apokalypse. Wer sich einlebt in die Vor­stellungen der Apokalypse, hat auch diese grausigen Bilder vor sich, die aber durchaus einer geistigen Realität entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apokalypse soll nicht nur unser Leben durchdringen, sie soll auch unser Wort durchdringen. Die Apokalypse, wenn wir sie in uns aufnehmen, ist nicht nur das Belebende in dem Priester-wirken, sie ist zugleich auch dasjenige, was uns gestattet, auf Din­ge hinzuweisen, auf die wir sonst im exoterischen Leben niemals hinweisen würden. Die Apokalypse soll nicht nur in unserem Ich leben, wenn wir sie verstehen wollen, die Apokalypse will auch in unserem Wort sprechen. Manches werdet Ihr Euch sagen, wenn Ihr in rechter Priesterschaft allein im Kämmerchen unter Euch seid, damit es in Euch lebe und unter Euch bleibe. Dann werdet Ihr die Kraft schöpfen, das rechte Wort wiederum auch vor Euren Gläubigen zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priestersein heute bedeutet, die ersten zu sein, die von der Apokalypse frei sprechen dürfen unter sich. Es ist diese Apoka­lypse das den Evangelien angefügte Priesterbuch. Ihr werdet umso mehr Priester werden, je mehr Ihr Euch einlebt in diesen inneren Geist der Apokalypse. Davon dann morgen weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|153}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ELFTER VORTRAG Dornach, 15. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Versetzen wir uns einmal in die Welt, in die der Apokalyptiker die Menschen durch die Schilderung der nächsten Erdenzeit versetzen will. Er schildert ja seine Visionen vom Hereinbrechen geistiger Welten und dem Ergreifen des irdi­schen Menschenwesens durch diese geistigen Welten. Nun läßt er diesem Ereignis vorangehen drei Etappen, die wir kennenlernen müssen. Mit jeder dieser drei Etappen wird etwas dargestellt, was in gewissem Sinne zuerst fallen muß, bevor die Menschheit wür­dig und fähig sein wird, in aller Reinheit die geistige Welt in ihr Arbeiten, Denken und Empfinden aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Etappe ist die des Falles Babylons - wir wollen sie zunächst mit diesen Worten des Apokalyptikers benennen. Die zweite Etappe ist der Sturz des Tieres und des ihm beigesellten, ja eben die Lehre des Tieres verbreitenden falschen Propheten. Die dritte Etappe ist der Sturz der göttlichen Gegenmächte, wie sie gewöhnlich genannt werden: des Satans. Diese drei Etappen, sie werden im Hinblick auf die Menschheitszukunft, im Hinblick auf eine zukünftige spirituelle Anschauung der Menschheitsevolution, wahrhaft recht gegenständlich, recht real. Und man hat wohl Grund, gerade innerhalb unseres Jahrhunderts, in unserer Zeit, in der sich viel für die Menschheitsevolution entscheiden wird, auf diese drei Stürze das seelische Augenmerk zu richten. Denn sie werden in einer gewissen Gestalt ja hereinbrechen, hereinbrechen nach der Zeit der ersten Erscheinung des Christus auf Erden im Ätherleibe, also eigentlich nach der zweiten Erscheinung des Christus auf Erden. Die Menschheit hat sich darauf vorzubereiten, wie sie sich einmal stark wird erweisen müssen, um diesen dreifachen Sturz der Widersacherschaft des Christus-Impulses ungefährdet für die Entwickelung der Seele durchmachen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir dürfen nicht vergessen, wie genau der Apokalyptiker ist. Er läßt jedesmal, wenn ein solcher Sturz geschieht, einen Engel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus den geistigen Welten herunterfahren, und wir merken - es ist das eigentlich etwas, was einen Menschen, wenn er nicht tiefer eindringt in eine geistige Auffassung der Welt, zunächst merk­würdig berühren kann -, wir merken, er läßt den herunterfahren­den Engel frohlocken über die großen Qualen, über die furcht­baren Dinge, die dann geschehen bei diesem Sturz; und es ist nötig für uns, dieses Frohlocken zu begreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sehen wir uns zuerst die drei Etappen des Sturzes der Widersachermächte Christi an, zunächst dasjenige, was der Fall Babylons genannt wird. Wir können uns vor die Seele stellen die Summe aller Verirrungen, in die die Menschen verfallen können durch die eigentliche menschliche Natur. Alles, was geeignet ist, den Menschen unter das ihm eigene spirituelle Niveau zu bringen, ist miteingeschlossen in dasjenige, was der Apokalyptiker eben die babylonische Versuchung nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist nur dann wahrhaft Mensch - obwohl er diese Menschlichkeit natürlich nicht in jedem Moment seiner Evolution haben kann, sondern sich erst erringen muß -, der Mensch ist nur dann wahrhaft Mensch, wenn in ihm eine völlige Harmonie zwi­schen dem Prinzip des Materiellen und des Spirituellen vorhanden ist, das heißt, wenn das Materielle nicht heraufspielt in vom Spi­rituellen unbeherrschte Emotionen. Das ist es gerade, um was es sich handelt und das mussen wir nur ja recht gut verstehen. Denn auch der Apokalyptiker könnte nicht so reden wie er redet, wenn er voraussetzen würde, daß Affekte, Leidenschaften und alles, was aus der Willenssphäre und der Gemütssphäre kommt, von vorn­herein ganz unberechtigt wäre. Gerade die Affekte und Leiden­schaften für unberechtigt zu erklären, gerade dieses asketische Streben im falschen Sinne, das entspringt auch wiederum dem Emotionellen, dem Leidenschaftlichen. Denn derjenige, der sich nicht stark genug fühlt, seine Leidenschaften von Spirituellem so zu durchdringen, daß er sie in den Dienst der guten Weltevolu­tion stellt, der huldigt eben seiner Emotion der Schwäche. Auch wenn er die gute Evolution will - wenn er in seiner Gemütssphäre verarmt, wird er seiner Schwäche huldigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|155}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also nicht um das Ausreißen der Emotionen, nicht um das Ausreißen der Affekte und Leidenschaften handelt es sich bei dem Apokalyptiker, sondern darum, daß die Emotionen nicht unbeherrscht bleiben durch das Spirituelle. Und alles dasjenige, was im Menschenleben die Emotionen darstellt, seien es große oder kleine, die unbeherrscht bleiben vom Spirituellen, alles das ist in der Apokalypse zusammengefaßt in dem Namen jener Stadt Babylon, in welcher geherrscht hat - ich möchte es stereotyp ausdrücken - der Abfall von der Spiritualität durch die Leidenschaften. Wir müssen dabei nur die damaligen starken, derben Ausdrücke - für die damalige Zeit waren sie nicht derb - in unsere Sprache übersetzen. Es ist ja die alte Vorstellungsart durchaus so, daß man sich nicht abstrakte Begriffe bildet, sondern daß man immer auf das Konkrete hinweist, auf etwas, was charakteristisch ist. So spricht auch der Apokalyptiker von Babylon. Warum gerade von Babylon?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Babylon, oder vielmehr an der Stätte von Babylon, waren in alter Zeit wirklich hohe Mysterien, in denen man eingeweiht werden konnte in die Geheimnisse des überirdischen Kosmos, in denen man Geheimnisse über die Sternenwelten und ihren geistigen Inhalt erfahren konnte. Gerade in Babylon war es so, daß die ältesten babylonischen Priester die menschlichen Traum-­Hellseherkräfte in einer Weise benutzten, die wir heute als mediales Hellsehen bezeichnen würden. Und auf einem solchen, in gewissem Sinne medialen Wege gestaltete sich heraus die wunderbare alte babylonische Lehre. Wir können ja heute sehen, daß Medien, auch wenn sie zunächst geeignet erscheinen, Geisti­ges zu vermitteln - es geschieht das ja vielfach, nur müßte es kontrolliert werden von einsichtigen Initiaten -, Einflüssen aus­gesetzt sind, die moralisch stark bedenklich sind. Medien kön­nen, weil in ihnen stattfindet ein bestimmtes Mißverhältnis zwischen dem, was sie offenbaren und dem, was sie sind, zuletzt oft nicht mehr Wahrheit von Lüge unterscheiden; und das kann sich ausdehnen bis zu einem Gebiet, wo Moral von Unmoral nicht mehr getrennt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|156}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen nur einsehen, meine lieben Freunde, wie das beim Medium zustandekommt. Nicht wahr, ein Mensch wird dadurch zum Medium - und das war auch so bei den babylonischen Prie­stern -, daß durch äußere Gewalt herausgezogen werden Ich und astralischer Leib aus dem physischen und dem Ätherleib. Aber in dem Augenblick, wo Ich und Astralleib beim Medium aus dem physischen und ätherischen Leib herausgezogen sind, sitzt auch schon eine andere Macht in diesem Ich und Astralleibe drinnen. Je nachdem, ob der Initiator, der so etwas bewirkt, gute oder böse Absichten hat, ob er der linken oder der rechten Richtung angehört, kann das eine gute oder eine böse Macht sein. In der alten baby­lonischen Zeit kamen auf einem solchen Wege ganz ausgezeichnete Erkenntnisse und Offenbarungen zutage. Aber in späterer Zeit und heute zeigt sich der Nachteil: Wenn das Medium wieder zurück­kommt in den physischen Leib, was tritt dann ein? Sehen Sie, mit der Logik, die man in der physischen Welt hat, um in der physi­schen Welt zwischen Lüge und Wahrheit zu unterscheiden, kommt man in der geistigen Welt nicht zurecht. Es ist ein völliger Irrtum, zu glauben, daß man die Begriffe von Lüge und Wahrheit, wie man sie in der physischen Welt mit Recht braucht, auch in der geistigen Welt anwenden kann. In der geistigen Welt ist nichts da, was man so unterscheiden sollte. Dort sind Wesenheiten da, die gut sind und solche, die böse sind. Man muß sie aus sich heraus erkennen, denn sie sagen einem nicht, welcher Art sie sind. Aber auch die bösen sind in ihrer Art wahr. Natürlich ist das schwer zu begreifen, wie überhaupt alles das schwer zu begreifen ist, was uns beim Betreten der geistigen Welt entgegentritt. Hier in der physischen Welt sagen wir zum Beispiel: Es ist die Gerade der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten. In der geistigen Welt kann das der längste Weg sein und jeder andere ist kürzer. Und so ist tatsächlich nichts von der Logik, die wir hier in der physischen Welt notwendig brauchen. in der geistigen Welt anwendbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher muß der wahre Initiat eine bestimmte Seelenverfassung für das Schauen in der geistigen Welt haben. Er muß sich voll verantworlich dafür fühlen, daß er in dem Augenblick, wo er&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|157}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wieder in die physische Welt zurückkehrt, mit physischen Begrif­fen zu arbeiten hat. Das kann das Medium nicht, weil es nicht mit Bewußtsein in die geistige Welt hinübergeht. Wenn es wieder zurückkommt, füllen Ich und Astralleib den physischen und äthe­rischen Leib aus mit einer Denkrichtung, die wohl richtig ist für die geistige Welt, die aber alles in der physischen Welt geltende moralische Fühlen und Empfinden korrumpiert. Daher wird das Medium korrumpiert gegenüber Wahrheit und Lüge, und das wirkt dann in alles andere hinein. Man kann in der Tat sagen, daß Babylon diese Entwickelung durchgemacht hat von der höchsten, bedeutsamsten Offenbarung der geistigen Welten bis zu einer furchtbaren Korruption. Was sich zunächst auf das Prinzip geisti­ger Offenbarung bezieht, auch in bezug auf das allgemeine Men­schenleben, in das es sich hineinerstreckt, das kann zu einer star­ken Korruption führen, so daß der Mensch, nachdem er in Spiri­tuelles hineingekommen ist, unsittlicher wird, als er vorher war mit seiner gewöhnlichen Menschlichkeit. Daher wurde Babylon eben als der Repräsentant für moralische Korruption genommen. Und die Ausdrücke, die in der Apokalypse vorkommen, bedeuten nichts anderes als diese, die eben damals für Korruption gang und gäbe waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber seit damals ist die ganze Menschheit, die dasjenige fort­geführt hat, was in dem Babylonischen gelebt hat, über die ganze Welt zu einer Stadt Babylon geworden. Das meint der Apokalyp­tiker. Unter der Erdenmenschheit ist heute die Stadt Babylon zu finden. Sie ist da, wo Menschen sind, die der babylonischen Ver­suchung zum Opfer gefallen sind. Und diese Haltung der Men­schen ist das, was fallen muß, bevor jener Endzustand kommen kann, von dem der Apokalyptiker spricht. Wenn wir untersuchen, was da tätig ist in der «babylonischen Korruption», so finden wir, daß überall in dieser babylonischen Korruption tätig ist das ahri­manische Prinzip. Ahriman steckt in den Menschen, und er ist eine Macht, die zunächst dem Menschen nahesteht innerhalb des Weltganzen. Er steckt in den Emotionen, die in dieser Weise kor­rumpiert werden. Dem Ahrimanischen steht als sein entgegengesetzter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|158}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pol das Luziferische gegenüber. In dem, was da in Baby­lon fällt, lebt das Ahrimanische, und dem ist das Luziferische entgegengesetzt. Was für ein Bild muß sich dem Apokalyptiker darstellen, wenn er das anschaut? Das Bild der frohlockenden Gesinnung der luziferischen Engel. Das dürfen wir uns nicht ver­hüllen, meine lieben Freunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war immer der große Irrtum mancher Weltanschauungen, daß das Schlechte gerade entgegengesetzt dem Besten zu finden sei, daß zum Beispiel dem bösen Prinzip unten immer von oben das gute entgegenkomme. So ist es aber nicht! Hier in diesem Kapitel der Apokalypse (Apk. 19) ist unten das Ahrimanische - Babylon -, und oben, wo die Engel frohlocken über den Sturz Babylons, ist das Luziferische. Das, was oben angestimmt wird als ein Frohlocken der Engel, das ist die Stimme Luzifers. Das Chri­stus-Prinzip ist immer der Ausgleich zwischen diesen beiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst wenn die Dreifaltigkeit der Weltkonstitution in der rich­tigen Weise verstanden wird, kann man auch das verstehen, was der Apokalyptiker hier sagt. Es ist dem gewöhnlichen menschli­chen Empfinden schlechterdings unbegreiflich, zu denken, daß reine, gute Geister jenes Jubelgeschrei da oben anstimmen, wenn unten solche Qualen über die Menschen kommen, wie sie hier geschildert werden. Das wird natürlich sofort verständlich, wenn man dies als Jubelgeschrei derjenigen Wesen ansieht, welche im Grunde genommen, bevor die Welt entstand, in der der Mensch seine geistige Ausgestaltung erfährt, dagegen waren, daß die Welt in dieser Weise entsteht. Die luziferischen Wesenheiten wollen die ganze Evolution auf einem ganz anderen geistigen Niveau halten; sie wollen nicht jene Verbindung, jene Ehe des Geistes mit der Materie, die im Erdendasein Platz gegriffen hat, so daß sie in ihren Seelen eigentlich empfinden: Jetzt, wo vom Erdendasein das aus­geschieden wird, was von Ahriman erfaßt ist, jetzt haben wir die Befriedigung, daß wenigstens ein Teil des Erdendaseins nicht fort­geführt wird und stürzt aus der Erdenevolution. In dieser Bezie­hung spricht eine grandiose Ehrlichkeit der Weltauffassung aus diesem Bild, das der Apokalyptiker geschildert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|159}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, der erste Sturz, der Fall Babylons, das ist dasjenige, was an Verirrung durch den Menschen selbst heraufgebracht wird. Auch wenn es influenziert ist vom Initiationsprinzip, es ist menschliche Verirrung. Indem Babylon fällt durch die menschliche Verirrung, wird ein Teil der Menschheit ausgeschieden von der weiteren Evolution der Welt zu einem Zeitpunkte, den wir in späteren Betrachtungen noch ausführen werden. Zunächst wollen wir nur qualitativ vor unsere Seele stellen, was eben kommen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Sturz ist das, wo nicht mehr der Mensch allein beteiligt ist. Bei denjenigen, die mit Babylon fallen, sind die eigentlich Beteiligten die Menschen; es ist menschliche Verirrung. Bei dem Sturz des Tieres und des falschen Propheten, der die Lehre des Tieres vertritt, fällt nicht Menschliches, sondern Übermenschliches, es fällt Geistiges. Es fällt dasjenige, was nicht inner­halb des Menschenreiches ist: das Tier, das hereinbricht über die menschliche Gemeinschaft, und es fällt derjenige, der die Lehren des Tieres verkündet: der falsche Prophet. Man hat es also zu tun mit etwas, was die Menschen von sich besessen machen kann, wo aber nicht die Schwäche der menschlichen Natur wirkt wie beim Medium, sondern es bewirkt direkt Übermenschliches im Men­schen den Impuls zum Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollten wir das Bild noch deutlicher machen, so könnten wir etwa das folgende sagen: Alle diejenigen, die am Sturz Babylons beteiligt sein werden, sie werden korrumpiert sein dadurch, daß sie Dinge angestrebt haben, die ihre Organisation nicht aushielt, Din­ge, denen gegenüber ihre Organisation schwach geworden ist, so daß sie eben korrumpiert wurde. Also die menschliche Organisa­tion handelt aus Schwäche beim Sturz Babylons. Beim Sturz des Tieres und des falschen Propheten ist es nicht so, wie wenn etwa ein Medium korrumpiert würde, weil es schwach geworden ist, sondern es ist so, als ob der Geist, der Ich und Astralleib des Mediums in Anspruch genommen hat, nun, nachdem die Hypnose aufgehört hat, in den physischen und ätherischen Leib hineinfahren würde und sich nun des physischen Leibes dieses Menschen bedie­nen würde, um durch ihn Unheil auf Erden anzurichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist genau die Vorstellung, die uns hier beim Apokalyptiker begegnet. Es wird eine Zeit kommen - das will der Apokalyptiker sagen -, in der wir auf der Erde Menschen werden herumgehen sehen, die das nicht aushalten können, was in der christlichen Verkündigung liegt, die zwar den Christus in ihre Seelen aufneh­men, aber mit ihrem physischen und ätherischen Leibe nicht bis zur Höhe des Christus kommen können und deshalb anderen Geistern sich hingeben, dies aber nicht mit vollem Bewußtsein tun und deshalb der Korruption verfallen. Das sind die ersten, diejenigen, die in den Fall Babylons einbegriffen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere werden zwar als Menschen herumgehen, sie werden aber verfallen sein dem Lose, daß eigentlich ihr Menschen-Ich aus ihnen heraus ist, so daß man sie nicht mehr als Menschen anspre­chen kann auf Erden, weil sie besessen sind von dem Tier und dem falschen Propheten. Das wird nach dem Sturz Babylons kommen. Nach dem Sturz Babylons werden Menschen auf Erden sein, die werden wie herumwandelnde Dämonen sein, in denen werden die ahrimanischen Mächte unmittelbar handeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle diese Dinge sind heute schon genügend Vorbedingun­gen da. Ich möchte sagen, keimhaft ist das alles schon vorhanden. Hat sich doch der furchtbare Fall ereignet, daß sich Ahriman durch einen Menschen - wenn auch nicht im ganzen Menschen, aber doch durch die temporäre Schwäche eines Menschen - bereits als Schriftsteller unter uns zeigen konnte. Nietzsche war ein glänzender, großartiger Schriftsteller, aber in den Zeiten, in denen er den «Antichrist» und «Ecce homo» geschrieben hat, war nicht die Nietzsche-Individualität in ihm. Ich kenne diese Nietz­sche-Individualität, ich habe sie sogar beschrieben in meinem «Lebensgang»; aber da ist Ahriman direkt Schriftsteller gewor­den, und Ahriman ist ein viel glänzenderer Schriftsteller als die Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird mehr und mehr so werden, daß die ahrimanischen Mächte eingreifen, indem die ahrimanischen Geister sich zu man­cherlei Verrichtungen der Menschenleiber bedienen werden. Und es wird eine Zeit kommen, in welcher ernsthaft die Christen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|161}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden die Frage stellen müssen, wenn sie dem oder jenem Men­schen begegnen: Ist das eigentlich ein Mensch oder eine ganz lose Hülle für ahrimanische Geister? - Zu den Unterscheidungen, die man heute hat, wird man in Zukunft diese hinzunehmen müssen. Das wird der zweite Sturz sein: die Dämonie des Tieres und sei­nes Verkünders; sie werden die Menschenleiber von sich besessen machen. Aber das Tier und sein Verkünder werden gestürzt wer­den. Wir haben also zuerst den Sturz der korrumpierten Men­schen und dann den Sturz gewisser korrumpierter Geister, die dem Menschen nahestehen. Diese Geister selbst fallen beim zwei­ten Sturz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann haben wir in der Apokalypse als dritten Sturz den Sturz des Satans. In Satan haben wir ein ganz hohes Wesen, welches aber andere Wege geht als diejenigen, die auf Erden gegangen werden können. Bei dem Tier und dem falschen Propheten haben wir es mit Menschen-verführenden Mächten zu tun, die den Wil­len haben, die Menschheit in moralischer und intellektueller Be­ziehung in falsche Bahnen zu bringen. Jene Macht, meine lieben Freunde, die gemeint ist bei dem Sturze Satans, will noch etwas ganz anderes. Die will nicht bloß die Menschheit aus ihrer Bahn bringen, sondern die ganze Erde. Diese Macht ist vom mensch­lich-irdischen Standpunkt aus gesehen ein furchtbarer Wider­sacher der Gottheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sehen Sie, man kann hypothetisch - denn nur so ist es möglich, ich möchte sagen, ohne in intellektuelle Sündhaftigkeit und namentlich in spirituelle Sündhaftigkeit zu verfallen - das folgende sagen. Wenn man es nicht vom Gesichtspunkt der menschlichen irdischen Entwickelung ins Auge faßt, wenn man andere, höhere Gesichtspunkte nimmt - wie steht dann im Wel­tenall diese Macht des Satans da gegenüber anderen Geistern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sehen Sie, es ist kein Wunder, daß Michael, der ja einen anderen Standpunkt hat als die Menschen, ganz anders über Satan denkt als die Menschen. Die Menschen bleiben im Abstrakten und denken, daß der Satan eine böse Macht ist. Aber Satan ist zugleich eine hohe Macht, wenn auch für die Richtungen, die für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|162}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Erde in Betracht kommen, eine verirrte Macht, aber er ist eine hohe Macht. Und Michael, der die Würde eines Erzengels hat, hat nicht den Rang des Satans, der die Würde einer Urkraft, eines Archai hat. Michael ist «nur» Erzengel. Vom michaelischen Standpunkt aus ist eigentlich Satan nicht eine zu verachtende Macht, sondern eine ungeheuer zu fürchtende Macht, weil Micha­el diese Macht, die in die Hierarchie der Archai hineingehört, höherstehend erscheint als er selbst. Nur schlägt Michael eben die Richtung ein, die im Sinne der Erdenentwickelung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael hat vor langer Zeit schon beschlossen, in denjenigen Planetenkreisen zu wirken, die durch das Sonnendasein vorge­zeichnet sind. Satan ist eine Macht, die fortdauernd in unserem Kosmos lauert. Es hat etwas Unheimliches, dieses Lauern des Satans. Man kann dies wahrnehmen, meine lieben Freunde, in den Augenblicken, wo man einen Kometen durch unseren Kosmos schießen sieht, der eine ganz andere Bahn hat als die Planeten (es wird an die Tafel gezeichnet).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man es kopernikanisch zeichnet - es ist ja astronomisch nicht ganz richtig, aber das ist hier schließlich einerlei -: Sonne; Merkur, Venus, Erde, Mars, das sind die inneren Planeten, und die äußeren: Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun -, so muß man sich vorstellen, daß Kometen in bezug auf die regelmäßigen Planeten­bahnen ganz unregelmäßige Bahnen haben. Die Vorstellung, daß diese Kometen lange Ellipsen beschreiben, ist ja ein Unsinn, aber darauf brauchen wir jetzt nicht einzugehen. Jedenfalls stimmen die Bahnen der Kometen, soweit sie innerhalb unseres planetari­schen Kosmos liegen, ganz und gar nicht überein mit den Bahnen der Planeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da lauert Satan, um jeden Kometen, der da kommt, abzu­fangen und ihn in seiner Schwungrichtung zu benutzen, damit er die Planeten aus ihrer Bahn herausbringen kann und damit auch die Erde. Das ist wirklich vorhanden im Weltall, daß die satani­schen Mächte fortwährend lauern, um das ganze Wandelstern-system umzugestalten. Dadurch würde aber dieses System der Wandelsterne, in deren Bahnen die Menschen sich bewegen sollen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|163}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jenen göttlich-geistigen Mächten weggenommen und in ganz andere Weltenevolutions-Richtungen hineingebracht werden. Diese Absicht wird von Michael als eine ganz furchtbare Verir­rung angesehen, von der sich aber Michael sagen muß: Ich könnte die Absicht nicht einmal haben, weil sie für ein Wesen, das in der Hierarchie der Archangeloi steht, von vornherein eine aussichts­lose Aufgabe wäre. - Nur bei Wesen, die in der Hierarchie der Archai stehen, können die Kräfte ausreichen, um so etwas zu vollführen. Michael, der innerhalb der Planetenbahnen aus der Sonne wirkt und der das geworden ist, was man im Okkultismus den Erzengel der Umlaufzeiten oder einen Planetengeist nennt, er hat längst beschlossen, in seinem Wirken bei diesen Umlaufzeiten zu bleiben. Es ist eine Engel-Entscheidung, bei diesen Umlauf­zeiten zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem gewissen Zeitraum der alten atlantischen Entwicke­lung konnte man in den Mysterien, zu denen die Götter dazumal herunterstiegen, wirklich wahrnehmen, wie die Heere der Arch­angeloi, also die Erzengel wie Oriphiel, Anael, Zachariel und so weiter damals den Entschluß gefaßt haben, in den vorgezeichne­ten Planetenbahnen sich zu bewegen. Das ist allerdings in einer bestimmten Zeit zustandegekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene mächtigen Scharen, welche unter Führung des Satans ste­hen, haben diesen Entschluß bis heute nicht gefaßt; sie streben heute noch an, jede Kometenbahn dazu zu benutzen, um das ganze Planetensystem zu einer anderen Konfiguration zu bringen. Da hat man es zu tun mit einem Widersacher Christi, der nicht nur den einzelnen Menschen korrumpieren will, der auch nicht nur eine Summe von Menschen, eine Menschengemeinschaft kor­rumpieren will, wie es das Tier und der falsche Prophet wollen, sondern wir haben es bei Satan und seinen Scharen zu tun mit Bestrebungen, die der Erde in ihrem Zusammenhang mit dem Planetensystem direkt - wenn ich es so ausdrücken darf - an den Leib gehen. Das ist der dritte Sturz in der Apokalypse. Bei den beiden ersten Stürzen haben wir das Frohlocken der luziferisch gearteten geistigen Wesenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|164}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dinge, die der Apokalyptiker uns sagt, müssen auch wir voraussehen. Die erste Etappe, der Sturz Babylons, wird verirrte Menschen zeigen, die die Verirrung schon in ihre physische Kon­stitution gezogen haben, so daß keine Aussicht ist, daß diese Menschenkörper, über die das Ich und der Astralleib die völlige Herrschaft verloren haben, in der Zukunft noch brauchbar sein werden. Diese Leiber müssen aufgegeben werden, wenn auch nicht das Ich und der Astralleib, die dazugehören; diese gehen dann in den Bahnen des Karma in der Menschheit als solche weiter. Wir sehen zu einem gewissen Zeitpunkt mit ihren Leibern herumwandelnde Menschen, die der babylonischen Versuchung anheimgefallene Menschen sind, deren Leiber herausfallen aus der Entwickelung. Das ist der Sturz Babylons.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Etappe ist, daß Menschen herumgehen werden -und das wird sichtbar werden -, von denen wird gesagt werden müssen: In ihnen leben die ahrimanischen Mächte selbst. Da han­delt direkt Ahriman. Das ist das Tier, der Sturz des Tieres und des falschen Propheten des Tieres, der aber kein Mensch ist, sondern ein Übermensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dritte ist, daß bemerkt wird: In den Naturgesetzen selber wird etwas unerklärlich. Das wird die größte und bedeutsamste Erfahrung sein, die die Menschen in der Zukunft werden machen müssen, zu erkennen: In den Naturgesetzen selber wird etwas unerklärlich, es laufen Erscheinungen nicht in den Naturgeset­zen. - Das wird in hohem Maße eintreten, und es wird nicht bloß eine irrtümliche Berechnung sein, daß ein Wandelstern an einer bestimmten Stelle stehen sollte, und er kommt nicht dorthin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden erste Schritte dem Satan gelingen, Unordnung in das Planetensystem hineinzuschaffen. Demgegenüber wird die Mensch­heit selber eine starke Spiritualität entwickeln müssen. Denn nur durch die starke Spiritualität der Menschen wird dasjenige ausge­glichen werden können was so an Unordnung bewerkstelligt werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das sind die Dinge, die wir heute voraussehen müs­sen, wenn wir die künftigen Etappen der Erden- und Menschheitsevolution&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|165}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
uns vor die Seele stellen. Das sind die Dinge, die wir sehen müssen, wenn der Apokalyptiker zu uns spricht. Ihr sollt erstreben, meine lieben Freunde, Euch hineinzuversetzen in dieses Zusammenfallen desjenigen, was aus der Anthroposophie heraus gewonnen werden kann mit dem, was der Apokalyptiker offenbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Kometen kann aus den vorhandenen Offenbarungen heute schon so gesprochen werden, daß der Satan im Weltall lau­ert, um die Kometenbahnen zu benützen und an die Stelle von Kosmos zu setzen. Wenn Ihr dies durch anthroposophisches Be­greifen in Euch aufnehmt und es in der Apokalypse wiederfinden könnt, dann liegt in diesem Wiederfinden etwas, was wichtig ist, eine Art seelisches Treffen der Apokalypse und damit des Apoka­lyptikers selbst. Das ist wichtig: des Apokalyptikers selbst. Das wird außerordentlich wichtig sein, daß der in die Zukunft hinein-lebende Priester immer mehr und mehr die Sehnsucht bekommen soll, dem Apokalyptiker, der ja nach dem Mysterium von Golga­tha so in die Zukunft hineingeschaut hat, jederzeit - ob er auf Erden oder nicht auf Erden weilt - begegnen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn das Gefühl muß entstehen in der Priesterschaft: Die Hilfe, die von Johannes, dem Schöpfer der Apokalypse, kommen kann zu demjenigen, der in christlichem Sinne wirken will, diese Hilfe ist eine ungeheuer bedeutende und eine solche, die man braucht. Wirklich aber mit dem Apokalyptiker Johannes zu ge­hen, wird nur möglich, wenn wir mit einer solchen Seelenhaltung, wie ich sie geschildert habe, der Apokalypse entgegenkommen. Dann wird Johannes unser Bundesgenosse. Er ist ja eng verbun­den mit dem Christus Jesus, er ist ja von Christus Jesus selber initiiert, er ist ein Initiierter des Christus Jesus. Er ist daher ein bedeutsamer Bundesgenosse, und durch ihn zu dem Christus zu kommen, ist von einer ungeheuren Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wirkliche Verständnis der Apokalypse führt schon tief hinein in das Gebiet, wo man mit der denkbar allergrößten Aus­sicht zur Begegnung mit Johannes und dann mit dem Christus selber kommen kann. Das ist von einer tiefen Wahrheit, aber einer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|166}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrheit, von der gewünscht werden kann, daß sie recht tief in Eurem Gemüt nachwirke. Denn es ist eine rechte Priesterwahr­heit, das heißt, eine den Priester auf rechtmäßige Weise in das spirituelle Gebiet hineinziehende Wahrheit. Hier wollen wir mor­gen fortfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|167}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ZWÖLFTER VORTRAG Dornach, 16. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Wir dürfen ja natürlich heute gedenken, daß es ein günstiger karmischer Fall ist, daß wir während der Zeit wieder beisammen sind, in welcher vor zwei Jahren die erste Menschenweihehandlung hier vollzogen werden konnte. Wir ha­ben ein Merkwürdiges in der Anordnung der Hauptpunkte in der Entwickelung unseres geistigen Lebens hier: Die Menschenweihe­handlung dazumal vor zwei Jahren, der Brand des Goetheanums, ein Jahr danach die Grundsteinlegung der Anthroposophischen Gesellschaft, und jetzt, nach dem zweiten Jahr, sind wir hier zusammen, um, wie es Ihr Bedürfnis ist, die Apokalypse zu be­trachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Betrachtung der Apokalypse hängt ja, wie ich von Anfang an erwähnt habe, eng zusammen mit demjenigen, was die Men­schenweihehandlung in sich schließt, und daher ist eigentlich jeder Tag, den wir jetzt an die Betrachtung der Apokalypse wen­den, schon eine Erinnerungsfeier an das, was wir dazumal vor zwei Jahren unter uns haben leben lassen, um in dieses Leben dasjenige hineinzubringen, was sich aus der geistigen Welt als der gegenwärtige moderne Kultus offenbaren wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wird es vielleicht mit Bezug auf die Koinzidenz der Ereig­nisse gerade richtig sein, daß wir heute diesen Punkt der Apoka­lypse vor uns haben werden, der dem Verständnis die größten Schwierigkeiten bietet, der aber eigentlich ganz in das Herz der Apokalypse hineinführt und der am allerinnigsten gerade mit dem Mysterium der Menschenweihehandlung deshalb zusammenhängt, weil er ja objektiv mit der Wesenheit des Christus zusammenhängt. Es ist eigentlich nur möglich, über diesen Punkt zu sprechen im Zusammenhang mit der Apokalypse. Denn die Apokalypse trägt so sehr an ihrer Stirne den christlichen Grundcharakter, daß es ganz zweifellos ist, daß wir damit nichts aus der christlichen Betrachtung irgendwie Abirrendes herausbekommen können, wenn wir das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|168}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
betrachten, was mit dieser Apokalypse auf naturgemäße Weise zusammenhängt. Und es darf Ihnen versichert werden, daß dasje­nige, was ich in bezug auf diesen Punkt, den wir heute besprechen wollen, werde zu sagen haben, sich auf eine ganz eklatante Weise aus den Gesichten des Apokalyptikers ergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, meine lieben Freunde, wir befinden uns seit dem Beginn des 15. Jahrhunderts in dem fünften nachatlantischen Zeit­raum, und innerhalb dessen am Beginn des erneuten Kampfes, den Michael wird zu führen haben innerhalb alles desjenigen, was in der nächsten Zeit zu geschehen hat, und wir blicken zurück von da aus auf den vierten nachatlantischen Zeitraum, der dem unsrigen unmittelbar vorangegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen ja, daß dieser vierte nachatlantische Zeitraum un­gefähr begonnen hat um das Jahr 747 vor dem Mysterium von Golgatha, daß in diesen vierten nachatlantischen Zeitraum hinein-fiel das Mysterium von Golgatha, das - zwar nicht ganz genau, weil es doch mehr oder weniger in der ersten Hälfte des vierten nachatlantischen Zeitraums stattfand, also nicht ganz genau -, das aber doch, wenn man jene Verschiebungen berücksichtigt, die immer in der Weltevolution stattfinden bei den Ereignissen, in die Mitte dieses Zeitraumes hineingestellt werden kann. Wir können also das, was mit unserer geistigen Entwickelung zusammenhängt, schematisch etwa so zeichnen, daß wir sagen (es wird gezeich­net): Der fünfte nachatlantische Zeitraum ist da. Ihm gingen voran der vierte, dritte, zweite, erste und so weiter, dann immer weiter zurück bis zur atlantischen Katastrophe, welche die Gestalt unse­rer Erdoberfläche ja endgültig wesentlich umgestaltet hat, wie wir wissen, welche sozusagen ein neues Antlitz unserer Erde herbei­geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun schauen wir uns einmal diesen vierten Zeitraum, den nachatlantischen an, was er darstellt. Ihm ging voran dasjenige, was ich öfter genannt habe den lemurischen Zeitraum in der Er­denentwickelung, dann dasjenige, was wir als den zweiten und als den ersten Zeitraum der Erdenentwickelung bezeichnen können. Allein diese drei ersten Zeiträume der Erdenentwickelung bis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|169}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zum atlantischen Zeitraum hin sind ja Wiederholungen: der erste des Saturnzeitalters, der zweite des Sonnenzeitalters, der dritte des Mondenzeitalters. Erst der vierte, der atlantische Zeitraum, stellt etwas Neues dar. Die vorhergehenden Zeiträume sind durchaus Wiederholungen, Wiederholungen allerdings auf einer höheren Stufe, aber eben Wiederholungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der atlantische Zeitraum, also dieser vierte Zeitraum, stellt et­was Neues dar. Und dasjenige, was damals geschehen ist während des atlantischen Zeitraumes, das traf ja ein, als die Erde noch wesentlich andere Formen hatte, als die späteren sind. Eine feste Erdkruste war ja namentlich in der Mitte der atlantischen Zeit nicht in demselben Sinne vorhanden wie heute. Die geologischen Zeiträume, die für diese Dinge angenommen werden, sind ja Illu­sionen. Die Zeiten, in denen sich die Erde verfestigt hat aus ver­hältnismäßig fest-flüssiger Beschaffenheit, sie liegen ja noch in der atlantischen Zeit. Und das Menschengeschlecht war während der atlantischen Zeit ein ganz anderes. Es hatte in der Mitte der atlan­tischen Zeit noch nicht das heutige feste Knochengerüst. Die Menschen in ihrer damaligen Bildung glichen eigentlich substan­tiell mehr oder weniger niederen Tieren, nicht in ihrer Form - in ihrer Form waren sie sehr edel gebildet -, aber substantiell glichen sie niederen quallenartigen Tieren in weicher, sich verknorpelnder Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können also sagen: Alle physischen Verhältnisse auf der Erde sind seit jenen Zeiten anders geworden und zeigen nicht mehr jene radikalen Metamorphosen, jene radikalen Umwandlun-gen, die in der Mitte der atlantischen Zeit noch möglich waren. Wir hatten dort zum Beispiel in der jeweiligen unmittelbaren Gegenwart die Möglichkeit des Metamorphosierens so, daß der Mensch, der von weicher Materie war, bald größer, bald kleiner, bald so und bald so gestaltet war, je nachdem sein Seeleninneres war. Denn jede Seelenregung prägte sich sogleich im physischen Leibe aus. Wer dazumal in der Mitte der atlantischen Zeit die Sehnsucht hatte, etwas weit weg Liegendes zu ergreifen, dessen Wille wirkte in seine quallenartigen Organe so hinein, daß diese&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|170}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich weit verlängerten. Es war also das ganze physische Gesche­hen ein anderes, die physischen Vorgänge in der jeweiligen Ge­genwart waren in ihrem ganzen Verlauf andere. Es zeigte sich in allen physischen Vorgängen, in allen Transformationen, Meta­morphosen ein Bild des wirklichen geistigen Geschehens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist das ja nicht so. Heute sehen wir hinaus, und in dem, was da draußen geschieht, selbst im Verlauf der Jahreszeiten, ge­wahrt ja der Mensch das Wirken des Geistes nicht mehr. Bei jenen schnellen Transformationen im alten atlantischen Zeitalter gab es für den Menschen keinen Zweifel, daß in dieser Welt Göttlich-Geistiges enthalten war. Wenn auch der atlantische Kontinent damals im wesentlichen schon in seinen Formen blieb, er war etwas außerordentlich Bewegliches, ringsum von webender dich­ter Flüssigkeit eingeschlossen, er war etwas, man kann nicht sagen Halbflüssiges, aber doch Zähflüssiges, das die noch so weich or­ganisierten Körper tragen konnte, die damals noch nicht auf dem Erdboden befestigten Pflanzen, die durchaus noch in dem sub­stantiell Weichen, Beweglichen mehr oder weniger schwebenden oder gleitenden Pflanzen. Also es waren ganz andere physische Verhältnisse. Man kann sagen: Meer und Land waren noch nicht in der Weise geschieden wie später, sie gingen noch ineinander über. Es war so, daß diejenigen, die damals die Verhältnisse sehen konnten, davon sprachen: In dem unmittelbar angrenzenden Meer, wo mehr und stärker das sich Metamorphosierende sich ausdrückt als auf dem fest-flüssigen Lande, da walten die Götter stärker. Rings um die Atlantis sah man die waltenden Götter. Man hatte keinen Zweifel, daß da diese Götter walteten, man nahm überall das Geistige und das Seelische zugleich mit dem Physi­schen wahr; und man schaute im Physischen das Seelische und das Geistige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kann man es durchaus als die Eigentümlichkeit des vierten nachatlantischen Zeitraumes ansehen - gewiß, in den Jahrhunder­ten, in denen er sich dem neuen fünften nachatlantischen Zeit­raum näherte, war das nicht mehr so deutlich, aber in den griechi­schen Zeiten war das ganz deutlich -, daß man in all dem, was in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|171}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Luft spielt, durchaus das göttliche Walten schaute. Im Fest­Flüssigen sah man das göttliche Walten in der alten Atlantis, in dem Flüssig-Luftförmigen der Wolkenbildung, der Dämmerungs­bildung und so weiter schaute man das göttliche Walten im vier­ten nachatlantischen Zeitraum. Es war das Bewußtsein der Men­schen in diesem vierten nachatlantischen Zeitraum noch nicht so deutlich, so daß wir keine definitionsähnlichen Beschreibungen davon finden, aber da war es; denn ich möchte wissen, wie der unbefangene Menschensinn jene wunderbaren Wolkenmalereien auf den Bildern der Frührenaissance anders verstehen kann, als daß gefühlt wurde, wie herausgeboren wird ein Geistiges, wie gefühlt wird im Lüfte-Wolken-Wesen, im luft-wässrigen Wesen das göttlich-geistige Wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, der Mensch ist in diesem Zeitalter so gewesen, daß er nicht das Physische der Wolkenbildung ins Auge faßte, son­dern dasjenige, was er als das sich durch die Wolken Offenbaren­de empfand. Die Empfindung ist eine ungemein schöne, aber für das moderne Bewußtsein schwer zu rekonstruierende. Wenn der Mensch - sogar noch des 8., 9. nachchristlichen Jahrhunderts -den Morgenhimmel ansah, wie die Dämmerung, die im Dämmer­schein glimmernde Wolkenbildung da vor seiner Seele stand, da fühlte er tatsächlich noch die Aurora, die Morgenröte als ein Lebendiges; und ebenso fühlte er in der Abenddämmerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So daß wir sagen können: In der alten Atlantis sah man das Geistige physisch. Nun folgte auf Atlantis die nachatlantische Zeit mit ihren sieben Zeiträumen. Die Wiederholung des Atlantischen, die Wiederholung dessen, was physisch vorgegangen ist in der Atlantis, ging in diesem vierten nachatlantischen Zeitraum seelisch vor sich. Jene mächtigen Erschütterungen, von denen ich gespro­chen habe: Den Jahren 333, 666, die seelische Erschütterungen in der Entwickelung der Menschheit sind, entsprechen durchaus physische Erschütterungen in der atlantischen Zeit. Und die Seher des griechisch-lateinischen Zeitalters spürten durchaus, daß, wenn sie so etwas sahen wie die Offenbarungen im Flüssig-Luftförmi gen, sich in ihren Seelen etwas zeigte wie eine Wiederholung früherer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|172}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdzustände, die damals im Physischen verliefen. Es war das Be­wußtsein dafür schon vorhanden, wenn auch in jenem herabge­dämpften Zustande, wie das Bewußtsein damals überhaupt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber in all dem, was da lebte in solchen Schulen wie zum Beispiel in der Schule von Chartres, die ich jetzt in den anthropo­sophischen Vorträgen erwähnte, da lebten durchaus noch solche Darstellungen, die zeigen, wie das seelische Erleben dieses grie­chisch-lateinischen Zeitraumes eine seelische Wiederholung des dichteren physischen Erlebens und Geschehens in der atlanti­schen Zeit war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt stehen wir im Zeitalter der Bewußtseinsseele. Das unmittelbare seelische Erleben im Luftförmig-Flüssigen ist erlo­schen. Aber, man möchte sagen, wie durch eine Art Katastrophe, mit der der fünfte, der nachatlantische Zeitraum begonnen hat, bereitet sich ja zunächst die weitere Entwickelung der Bewußt­seinsseele der Menschheit vor. Wir stecken immer noch ein wenig im Chaos dieser Entwickelung der Bewußtseinsseele in bezug auf die äußere Zivilisation. Aber gerade der Anbruch des Michaelzeit­alters soll in dieses Chaos ordnende Anschauung bringen. Diese Anschauung, sie wird darin bestehen, daß, so wie Erinnerungen in den Menschen heraufkommen, ganz geistig - nicht mehr wie in der atlantischen Zeit physisch, in der griechisch-lateinischen Zeit seelisch, sondern ganz geistig - Bilder auftauchen werden, etwas wie gedankliche Fata-Morgana-Bildungen, namentlich nach der Erscheinung des ätherischen Christus. In den Gedanken der Men­schen werden innerlich eine Art von inneren Fata-Morgana-Bil­dern auftauchen, die einen visionären Charakter haben, die aber im Zeitalter der Bewußtseinsseele vollständig bewußt sein wer­den. Und so wie man in der Wüste, durch die Wärme der Luft bewirkt, die Fata Morgana sieht - sie wird ja durch die Wärme der Luft bewirkt -, so wird der menschliche Gedanke getragen wer­den zum Verständnis desjenigen, was luftförmig-feurig, luft­förmig-wärmeartig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können sagen: In der atlantischen Zeit nimmt der Mensch das Göttliche wahr im Fest-Flüssigen, das heißt mehr in der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|173}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
äußeren physischen Materie, im vierten nachatlantischen, im grie­chisch-lateinischen Zeitraum, nimmt der Mensch das Geistige wahr in den wunderbaren Gebilden des Flüssig-Luftförmigen, und jetzt - also im fünften nachatlantischen Zeitraum, wo es die Bewußtseinsseele wahrnehmen wird - werden wir erleben, wie immer mehr und mehr im Bewußtsein auftauchen wird dasjenige, was luftförmig-feurig, was luftförmige Wärme ist; das wird vor dem Menschen in gewaltigen geistigen Bildern dasjenige aufstei­gen lassen, was die Griechen seelisch erlebt haben und was die Bewohner der Atlantis physisch erlebt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeitraum steht also in der Menschheitsentwickelung bevor, in dem mit der Klarheit der Gedanken Visionen über die Erden­vorzeiten und über die Herkunft des Menschen und alles, was damit zusammenhängt, auftauchen werden. Die darwinistische Anschauung, die ganz und gar aus reinen Schlußfolgerungen her­aus den Menschen eine niedere Abkunft gab, geht voran der Ent­wickelung des inneren Anschauens, der Entwickelung der wun­derbaren Imaginationen, die aus der menschlichen Innenwärme, verbunden mit dem Atemprozeß, wie konkrete, kolorierte, in­haltsvolle visionäre Gedanken auftauchen werden. Der Mensch wird wissen, was er war, indem er zuerst wie in einer Spiegelung schauen wird in den griechisch-lateinischen Zeitraum, und dann dahinter, was da war in der Atlantis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, meine lieben Freunde, dieses Schauen, das geht uns eigentlich recht unmittelbar an, weil es in der nächsten Epoche der Menschheit eintreten wird; dieses Schauen ist dasjenige, wo wir, weil es uns so naheliegt, geradezu den Apokalyptiker im Herzen schauen. Denn das Schauen, das unmittelbar bevorsteht, ist das, was er in dem Bilde andeutet: Das Weib, mit der Sonne bekleidet, den Drachen unter ihren Füßen, ein Knäblein gebärend (Apk. 12, 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das, was in diesem Bilde sich ausdrückt, werden in der Tat viele Menschen sehend werden noch im Laufe dieses Jahrhun­derts. Von diesem Bild strahlt vieles aus, das den Menschen ein Verständnis bringen wird. Zunächst leuchtet dieses Bild zurück in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|174}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das griechisch-lateinische Zeitalter, wo auf seelische Art sich vor­bereitet hat das Verständnis für die Gestalt des Bildes, wie es in der nächsten Zukunft erscheinen wird. Es hat die mannigfaltigsten Formen angenommen: Isis mit dem Horuskind, die Christus­Gebärerin mit dem Christus-Kind; diese Dinge haben wunderbar tief gerade im griechisch-lateinischen Zeitalter gelebt in vielen Metamorphosen, die noch traditionell erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der nächsten Zukunft werden die Menschen zurückschauen auf die Art des Schauens, wie die Menschen des vierten nachatlan­tischen Zeitraumes in den Wolken, das heißt im Luftförmig-Flüs­sigen dieses Bild gesehen haben. Und weiter wird zurückgeschaut werden auf dasjenige, was in den physischen Vorgängen der Atlan­tis lebte. Es wird geradezu so sein, wie wenn dieses Bild des son­nebekleideten Weibes, das ein Knäblein gebiert und den Drachen unter seinen Füßen hat, wie durch eine Art geistiges Fernrohr, eine Art Okular hinwiese auf eine weit zurückliegende Zeit, in der das Irdisch-Physische zusammenhing mit dem Überirdisch-Kosmi­schen. Es war dazumal ein viel innigerer Kontakt, der sich zwischen Erde und Planetenwelt und Sonnenwelt abspielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn sehen Sie, wir wissen ja: In der Zeit, als sich die alte Saturnzeit wiederholte, da war in der Erdenentwickelung viel von der Eigentümlichkeit des alten Saturns, wenn auch in einem ver­dichteten Zustand. Als der zweite Zeitraum in der Erdenentwik­kelung die Wiederholung der alten Sonnenzeit brachte, trennte sich die Sonne von der Erde, die während der Saturnentwickelung noch mit ihr verbunden war, und mit ihr alle Wesen, die zur Sonne gehörten. In der dritten Zeit der Erdenentwickelung, der lemurischen, trennte sich auch der Mond von der Erde, so daß diese Dreiheit: Erde, Sonne und Mond, die nächste irdische Rea­lität ist. Wie die Planeten dazukamen, finden Sie in meinem Buche «Die Geheimwissenschaft» charakterisiert. Aber wir müssen dann hinblicken auch auf alle die Vorgänge, die ich geschildert habe in bezug auf das Wiederzurückkommen der Menschenseelen während der atlantischen Zeit. Das sind Erdenvorgänge, von der Erdenperspektive aus gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|175}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen jetzt noch ein anderes hinzufügen. Sehen Sie, meine lieben Freunde, seit dem Mysterium von Golgatha wurde von denjenigen, die als Initiierte die Weltengeheimnisse erfaßten, der Christus als das Sonnenwesen angesehen, das vor dem Mysterium von Golgatha mit der Sonne verbunden war. Die Mysterienpriester der vorchristlichen Zeit sahen zur Sonne hinauf, wenn sie sich mit dem Christus verbinden wollten. Christus ist seit dem Mysterium von Golgatha Erdengeist geworden. Im Erdenleben, im Erdenwir­ken haben wir ihn zu suchen: Christus, den Sonnengeist. Die ihn schauen wollten, die mit ihm Gemeinschaft haben wollten vor dem Mysterium von Golgatha, mußten sich zur Sonne erheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Sonnengeist, den wir in der Art, wie er zur Erde gekom­men ist, durchaus zu Recht als ein männliches Wesen ansprechen, der ist in dieser Form - obwohl ähnliche Ereignisse auch für frü­here Zeiträume geschildert werden können, wie ich es wiederholt getan habe - glänzend geschildert im Gesichte des Apokalypti­kers, in jener tiefen Schauung, jener Vision, die unmittelbar, wie materiell, in der Mitte des atlantischen Zeitraumes in glänzender physischer Erscheinung dasteht. Nach diesem Zeitpunkt sahen die Mysterienweisen, wenn sie hinauf zur Sonne sahen, in der Sonne den Christus sich heranentwickeln und reif werden, bis zu dem Punkte, wo er durch das Mysterium von Golgatha gehen konnte. Sahen sie hin zu jenem Punkt der Entwickelung in der atlanti­schen Zeit, so sahen sie in dieser atlantischen Zeit eine Geburt sich vollziehen im Kosmos draußen innerhalb der Sonne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Priester, die in der Mitte der atlantischen Zeit die Geburt des Christus als männliches Wesen in der Sonne sahen, sie sahen vorher in der Sonne ein weibliches Wesen. Das ist der bedeu­tungsvolle Umschwung, der sich vollzog in der Mitte der atlanti­schen Zeit, daß man vor der Mitte der atlantischen Zeit innerhalb der geistigen Sonnenaura das kosmische Weib sah, «das Weib, mit der Sonne bekleidet». Dies ist wirklich dasjenige, was dazumal dem Geschehen im Überirdischen, im Himmel entsprach: «das Weib, mit der Sonne bekleidet, das dann ein Knäblein gebiert». Es wird von dem Apokalyptiker richtig bezeichnet als die Geburt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|176}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eines Knäbleins, das dieselbe Wesenheit ist, die dann durch das Mysterium von Golgatha ging und die früher andere Formen durchgemacht hat. Eine Art Geburt, die allerdings eine kompli­zierte Art von Metamorphose war, ging damals in der atlantischen Zeit vor sich. Man konnte sehen, wie die Sonne ihr Männliches, ihr Sohnhaftes gebar. Nun, was bedeutet das für die Erde? In der Mitte der atlantischen Zeit empfand man so etwas wie das Son­nendasein natürlich ganz anders als heute. Heute schaut man die Sonne so an, wie wenn sie eine Ansammlung von Kratern und brennenden Massen wäre; es ist das ein greulicher Anblick, den die heutigen Physiker beschreiben. Aber dazumal sah man so et­was, wie ich es jetzt beschrieben habe. Man sah wirklich das mit der Sonne bekleidete Weib, den Drachen unter ihren Füßen, ein Knäblein gebärend. Diejenigen, die so etwas sahen und verstan­den, sagten sich: Das ist für den Himmel die Geburt des Christus, das ist für uns die Geburt unseres Ich - auch wenn dieses Ich erst viel später in das Innere des Menschen einzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit diesem Zeitpunkt in der Mitte der Atlantis spielte sich die Entwickelung so ab, daß die Menschen sich ihres Ichs immer bewußter wurden. Allerdings waren sie sich ihres Ichs nicht so bewußt wie wir heute, sondern mehr auf elementare Art, aber sie wurden sich ihres Ichs immer bewußter, indem sie von den My­sterienpriestern darauf aufmerksam gemacht wurden: Die Sonne entzündet im Menschen das Ich. - Und durch diese Geburt, wie sie der Apokalyptiker im Bilde zeigt, entzündete sich fortwährend von außen durch die Sonneneinwirkung das Ich, bis zum vierten nachatlantischen Zeitraum, wo im Menschen das Ich eingezogen war. Das fühlte man; man fühlte den Menschen eigentlich als der Sonne angehörig. Das war eine dazumal ganz tief in die mensch­liche Natur einschneidende Empfindung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute, wo wir in bezug auf das seelische Erleben solche Zärtlinge geworden sind, können wir gar nicht ermessen, wie wogend und stürmend die Seelenerlebnisse der Menschen in früheren Zeiten waren. Denn gegenüber dieser Tatsache, daß dem Menschen das Ich aus dem Kosmos geschenkt wurde,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|177}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
empfand der Mensch dazumal auf der Erde so, daß alles das, was seine frühere Natur gewesen war, nun eine andere wird. Früher war er ja im wesentlichen auf seinen astralischen Leib angewie­sen, auf dasjenige, was im Astralischen lag, und das wirkte in dem Seelisch-Geistigen so, daß der Mensch während dieser alten Zeit die Vorstellung hatte: Hier (siehe Zeichnung auf Tafel 9, Tafel links) steht er, da oben ist die Sonne, das Ich ist noch nicht da, aber von der Sonne wirkt herunter das Astralische. Der Mensch trägt von der Sonne den astralischen Leib in sich, den astra­lischen Leib, der noch nicht durch das Ich beherrscht wird, der innerlich noch zwar verfeinerte, aber tierähnliche Emotionen trägt. - Jetzt ist er ein ganz anderer Mensch geworden, der Ich-Gewordene, der vorher nur von dem astralischen Leib durch-sprudelt war. Das alles kam von der Sonne her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun stellen wir uns einmal vor das Auge - ich will es ganz schematisch zeichnen (Tafel 9, unten links) -, wie das Bild, das Sonnenbild der ältesten atlantischen Zeit, durchdrungen war mit lebendigem Lichtschein, der sich sprudelnd in der unteren Hälfte des Sonnenwesens bewegte. Da heraus wird oben etwas geboren, man fühlte unbestimmt etwas von dem Antlitz hier. Da drunten im Sonnenwesen fühlte der Mensch den Ursprung dessen, was im eigenen astralischen Leib als Emotionen brodelte, aber auch alles dasjenige, was dem Menschen überhaupt sein seelisches und gei­stiges Wesen gab. Die nächste Phase, wie man die Sonne später gesehen hat, würde diese gewesen sein (siehe Tafel 9, unten Mitte): Deutlich sich herausschöpfend, das Antlitz klarer werdend, die Figur eines Weibes annehmend, noch undeutlich dasjenige, was dem Menschen bringen soll die Beherrschung durch das Ich. Immer kleiner wird der Raum, dasjenige, was sich da unten tie­risch windet; endlich kommt die Zeit, wo eben das Weib da ist in der Sonne, das Knäblein gebiert, und unter den Füßen des Weibes nun dasjenige, was früher da war (Zeichnung), also wo das Ich-gebärende Weib von der Sonne aus das Bild zeigt, den Drachen zu beherrschen: die astralische Welt der früheren Epoche, die jetzt unter ihren Füßen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|178}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da begann dazumal in der Sonne der Streit Michaels mit dem Drachen, und der führte dazu - das sah man durchaus in physi­scher Erscheinung -, daß alles dasjenige, was da in der Sonne war, sich langsam zur Erde hinbewegte und Erden-Ingredienz wurde, Erdeninhalt wurde, dadurch den Menschen nun in seinem Unbe­wußten beherrschend, während in sein Bewußtsein immer mehr einzog das Ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was da kosmisch vorging im atlantischen Zeitalter, das hatte sein mythologisches Gegenbild im griechisch-lateinischen Zeitalter. Das frühere Bild der Isis mit dem Horuskinde, das dann das Bild der Jungfrau mit dem Jesusknaben wurde, das wird von der Menschheit rückschauend als Vision erlebt werden können im nächsten Zeitalter, das uns unmittelbar bevorsteht. Der Mensch wird in diesem Bilde das sonnenbekleidete Weib sehen, das den Drachen unter den Füßen hat, der von Michael auf die Erde ge­worfen wurde, so daß er nicht mehr im Himmel zu finden ist. Dieses Bild, das sich dann verwandeln wird, wird erscheinen in dem Zeitalter, wo der Drache los sein wird und wo dasjenige eintritt, was ich Ihnen gestern beschrieben habe. Es ist tatsächlich so, daß der Menschheit ein vertieftes Schauen der Erdenvorzeit, des Menschheitsursprunges und zugleich ein ätherisches Schauen der Christus-Wesenheit bevorsteht, denn im Michaelzeitalter wird dasjenige eintreten, worauf der Apokalyptiker hindeutet, wenn er davon spricht, daß Michael das Drachengetier herabge­worfen hat auf die Erde, wo es in der Menschennatur wirkt. Aber Michael wird sich wiederum kümmern um dasjenige in der Men­schennatur, was er da als das Drachengetier herabgeworfen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns lebhaft vor, meine lieben Freunde, wie das ist. Man wird wieder hinschauen in die atlantische Zeit. Der Apoka­lyptiker tut es voraus, er hat die Vision des sonnenbekleideten Weibes, das das Jesusknäblein gebiert und den Drachen unter den Füßen hat. - Dieses Bild wird immer schwächer und schwächer, je mehr die atlantische Entwickelung vorrückt. Und am Ende der atlantischen Entwickelung tritt ein, daß sich aus dem Meere erhe­ben die neuen Kontinente, die Kontinente, welche die Kräfte enthalten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|179}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch die die Menschen der nachatlantischen Zeit in ihre verschiedenen Verirrungen gekommen sind. Aus dem Meere steigt es auf, das Tier mit den sieben Köpfen (Apk. 13, 1) und siebenfaches Land steigt aus dem Meere empor, den Menschen hinunterziehend durch das, was aus seinen Emotionen geistig von der Erde ausdünstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Form dieses aus dem Meere heraufsteigenden sieben­köpfigen Tieres erscheint ja auch dem Apokalyptiker die atlanti­sche Katastrophe, und es wird wieder erscheinen in der Zukunft, wenn dasjenige, worauf der Apokalyptiker hindeutet, in dem Michaelischen Zeitalter wieder eintritt. Es sind durchaus reale Vorgänge, von denen der Apokalyptiker spricht, die uns sehr angehen in bezug auf das geistige Leben der Menschheit. Und gerade das, was hier in diesem Bilde ist, hängt zusammen mit der Wesenheit des Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir leben einem Zeitalter entgegen, wo in der Tat wiederum gesehen werden wird, wie im Irdischen der Geist lebt, wo also auch die geistigen Vorgänge der Transsubstantiation vor der Men­schenseele werden auftreten können. Dann wird gerade in der Transsubstantiation erscheinen der irdische Abglanz desjenigen, was sich in Himmelsregionen so vollzogen hat, daß das, was seit der Mitte der atlantischen Zeit geschehen ist, ein kleiner Aus­schnitt dessen ist, und was alles zusammenhängt mit der Wesen­heit des Christus. Da wird man verstehen, wie eben eine solche Metamorphose, wie sie in der Transsubstantiation sich vollzieht, möglich ist, wenn man in demjenigen, was heute physisch und chemisch ist, überhaupt nur eine Episode sehen wird und auch die Transsubstantiation auf ganz etwas anderes und nicht nur auf das scheinbar Materielle beziehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So dürfen wir schon vertiefen unser Gedenken an die erste Menschenweihehandlung vor zwei Jahren, dieses Gedenken an das wahrhaftig vom Himmel Heruntersteigende, vom Himmel Herunterscheinende der atlantischen Zeit, an das in den Wolken Erscheinende der griechisch-lateinischen Zeit, an den auf Erden wandelnden, von den Menschen in ihren Visionen begriffenen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|180}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus, den in unserem Zeitalter ätherisch auf Erden wandeln­den, aber von den Menschen in Imaginationen, in Visionen begrif­fenen Christus. In der Transsubstantiation ist der Christus anwe­send und wird den Menschen immer mehr gegenwärtig sein. In den Vorgängen, die ich heute beschrieben habe, liegen die Wege, in denen der Christus allmählich den Erdenentwickelungs­geschehnissen innewohnend wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wollen wir das als eine Art Festesvorstellung heute in uns aufnehmen zum Andenken an die erste Menschenweihehandlung, die vor zwei Jahren im Goetheanum vollzogen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|181}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= DREIZEHNTER VORTRAG Dornach, 17. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Von einem bestimmten Gesichtspunkt aus habe ich ja bereits gezeigt, wie die Apokalypse auf dem Prinzip der Zahl, einem der okkulten Prinzipien, aufgebaut ist. Nun ha­ben Sie vielleicht gerade in der heutigen Auseinandersetzung über die fundamentalen rhythmischen Zahlen des Weltalls und des Menschen wiederum gesehen, wie tief begründet die Zahl, inso­fern sie Rhythmisches zur Offenbarung bringen kann, begründet ist im Weltall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist es mit den okkulten Offenbarungen, welche so gehal­ten sind wie die Apokalypse des Johannes, so, daß der Aufbau nach der Zahl eigentlich ganz selbstverständlich ist. Sehen Sie, diese Schauung, von der der Apokalyptiker spricht, die ergibt sich nach dem modernen Initiationsprinzip dann, wenn in die Imagi­nationen, die man vor sich hat, hereinspricht die Inspiration. Man hat dann die Schauung so, daß sich ausbreitet die Bildhaftigkeit der Imagination, und daß durch die Imagination hindurch die Inspiration spricht. Dann aber, wenn das eintritt, geschieht es nach dem Prinzip der Zahl - wobei für alle Okkultisten immer die Sieben die vollkommenste Zahl ist; es ist geradezu ein Satz des Okkultismus: Sieben ist die vollkommenste Zahl -, und man hat die Möglichkeit, nach dem Prinzip der Zahl die Dinge zu verfol­gen. Sie müssen sich dabei nicht vorstellen, daß diese Zahl Sieben von so großer Bedeutung ist für den Inhalt, den man empfängt. Sie ist aber von einer unermeßlich großen Bedeutung dafür, die Inspirationen zu hören. Wenn man selber in der Siebenzahl lebt, kann man in der verschiedensten Weise die Inspirationen verste­hen. Ich will Ihnen ein Beispiel sagen. Nehmen wir an, jemand empfindet für seine eigene Zeit wichtige geistige Hintergründe. Das ist natürlich in bezug auf das ganze Weltbild mehr oder weniger willkürlich, wenn man gerade für seine eigene Zeit die geistigen Hintergründe empfindet; menschlich ist das ja natürlich,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|182}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber es ist doch mehr oder weniger willkürlich. Nehmen wir also an, ich bin der Beobachter im Jahre 1924, so ist das Beobach­tungsjahr nur 1924; ein anderer ist der Beobachter im Jahre 1903, da ist das Beobachtungsjahr nur 1903. Wenn ich aber als Beob­achtender unabhängig davon bin, wann meine Beobachtung statt­findet und ich sehe richtig ein, was ich da in die Beobachtung nehme, und ich habe die Fähigkeit, um sieben Eindrücke zurück­zugehen, ganz gleichgültig, von wo aus, so ist nach den Gesetzen der geistigen Welt immer das, was den siebten Eindruck macht, wieder aufklärend für den ersten, das vierzehnte wiederum auf­klärend für die beiden. Es ist also mehr ein methodisches Prinzip, sich hineinzufinden in das, was einem etwas sagen kann. Nicht, wahr, so, wie man, wenn man eine Sprache versteht, den anderen Menschen verstehen kann, der in dieser Sprache redet, so ist es hier eigentlich die Hauptsache, daß man in der Siebenzahl leben kann. Und so muß man die Dinge auch auffassen. Denn dieses Offenbaren der Siebenzahl ist ja außerordentlich kompliziert. Es ist sozusagen alles mögliche im Weltenall nach der Siebenzahl geordnet, in geringerem Maße nach der Zwölfzahl und wiederum nach anderen Zahlen, und man kann von jedem Punkte aus im Vielfachen von Sieben die Ereignisse aufklärend verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich im Jahr 1908 in Nürnberg versuchte, die Apokalypse des Johannes zu interpretieren, war das ja für die ganze anthropo­sophische Bewegung eine andere Zeit. Da kam es vor allen Din­gen darauf an, gewissermaßen die Anthroposophie selber an der Hand der Apokalypse zu interpretieren. Man kann aus der Apo­kalypse heraus vieles interpretieren, weil auch die weltgeschicht­lichen Ereignisse, die zu erwähnen zunächst damals wichtig war, an der Apokalypse schon abgeschaut werden können. Aber für Sie ist es, wie ich schon wiederholt angedeutet habe, heute not­wendig, sich in Ihrem Ich mit der Apokalypse zu identifizieren und ganz konkret auf das Wirkliche zu schauen, daß die Apoka­lypse eine ganze Fülle, eine Vielfalt von in der Siebenzahl vorrückenden­&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- - -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Siehe Hinweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|183}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ereignissen zeigt. Indem ich vom Gesichtspunkte des Erlebens der Bewußtseinsseele hingedeutet habe auf jene Ereig­nisse, die da zusammenhängen mit dem «Weib, mit der Sonne bekleidet, ... den Drachen unter ihren Füßen» werden Sie selbst sehen, in welchem Zeitpunkt der apokalyptischen Rechnung wir jetzt leben. Wir leben jetzt in bezug auf die Bewußtseinsseele im Zeitalter der Posaunenklänge - nicht in bezug auf die Entwicke­lung des Astralleibes und nicht in bezug auf die Entwickelung der Menschheit im allgemeinen, das ist mehr in meinen Vorträgen von 1908 enthalten -, aber in bezug auf die eigentliche Entwickelung der Bewußtseinsseele, die nicht den anderen Entwickelungspro­zessen parallel geht, sondern sich wie hineinschiebt in diese, leben wir jetzt im Zeitalter der Posaunenklänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist es so, daß wir am Anfang der Entwickelung der Be­wußtseinsseele - wir stehen ja erst am Anfang der Bewußtseins­seelenentwickelung -, daß wir zunächst nur dann, wenn die Be­wußtseinsseele sich erhebt zu übersinnlichen Schauungen, die Posaunenklänge wahrnehmen, weil von den Menschen der Ge­genwart eben das, was unten im Irdischen vorgeht, nicht in über­sinnlichem Sinn gedeutet wird. Das ist ja das Bedeutsame, daß die Dinge nicht im übersinnlichen Sinn heute gedeutet werden, son­dern eben durchaus in einem gleichgültigen Sinn hingenommen werden. Ich habe ja des öfteren bei anthroposophischen Betrach­tungen auf einen gewissen Zeitpunkt im 19. Jahrhundert hinge­wiesen, auf den Anfang der vierziger Jahre. Ich sagte, dieser An­fang der vierziger Jahre stellt, geistig gesehen, einen wichtigen, einen bedeutungsvollen Einschnitt in der Entwickelung der zivi­lisierten Welt dar. Er ist sozusagen die Kulmination des Materia­lismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles in bezug auf den Materialismus war eigentlich 1843/44 schon entschieden. Das weitere war im Grunde genommen Aus­wirkung und wird noch weiter Auswirkung sein. Aber für das, was über die zivilisierte Menschheit Europas und ihres amerika­nischen Anhangs gekommen ist, ist schon der Zeitpunkt im Be­ginn der vierziger Jahre von einer unendlich großen Bedeutung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|184}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weil damals das Hereinbrechen der ahrimanischen Mächte in die Menschheitsangelegenheiten ein ungeheuer intensives war. Sie können sagen: Ja, nach den Jahren 1843/44 sind ja noch schlimme­re Ereignisse gekommen. - Aber sehen Sie, das ist nur scheinbar. Sie müssen nur denken, daß Ahriman gescheiter ist als die Men­schen. Im Jahre 1843/44 handelte im wesentlichen Ahriman. Der stellte die Dinge so, wie er es nach seiner Intelligenz macht. Das ist der Tiefpunkt oder meinetwillen der Kulminationspunkt des materialistischen Weges. Dann haben die Menschen weitergewirt­schaftet, und das, was die Menschen weitergewirtschaftet haben, ist zwar äußerlich scheinbar manchmal viel häßlicher, aber für die Gesamtheit der menschlichen Evolution nimmt es sich nicht so gräßlich aus; und wenn man es vom Gesichtspunkt des Spirituel­len betrachtet, ist es Auswirkung dessen, was projektiert war im Beginn der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts durch Ahriman.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesem Beginn der vierziger Jahre beginnt der sechste Po­saunen-Engel zu blasen, und er wird blasen, bis am Ende des 20. Jahrhunderts diejenigen Ereignisse eintreten, von denen ich ge­stern gesprochen habe, wo der siebente Posaunenengel zu blasen beginnt. Wir stehen also durchaus schon drinnen im Gebiet der Wehen. Es ist das zweite Wehe, das wir im Gebiet der Bewußt­seinsseele als zivilisierte Menschheit haben und dem schon etwa anderthalb Jahrhunderte dasjenige voranging, was die fünfte Po­saune war. Und wenn wir die Posaunen mit Bezug auf die Siebenzahl im Bewußtseinsseelenzeitalter zurückverfolgen, so kommen wir auf einen etwas früheren Zeitpunkt. Hier unten auf Erden beginnt das Bewußtseinsseelenzeitalter 1413. Aber die Dinge ver­schieben sich, frühere Zeiten wirken herein; wir kommen zurück mit den Posaunenklängen etwa bis in das Zeitalter der Kreuzzüge. Ja, an wirklichen okkulten Stätten hat man diese Zeit von dem Zeitalter der Kreuzzüge bis in unsere Zeit herein auch immer als das Zeitalter der Posaunenklänge aufgefaßt. Und Sie werden die Etappen desjenigen, was in der Apokalypse geschildert ist, auch darin finden können. Sie werden finden können, wie unter dem Hereinbrechen des Materialismus, sagen wir zum Beispiel, als der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|185}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopernikanismus heranrückte, ein Drittel der Menschen eigent­lich geistig getötet wurde, das heißt, aufhörte, volle Geistigkeit zu entwickeln. Und wirklich furchtbar erschütternd ist ja die in der Apokalypse geschilderte Heuschreckenplage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kommen wir aber auf eine Sache, die man, ich möchte sa­gen, nicht gern sagt, die aber natürlich zu den Dingen gehört, die gerade in das Priesterwirken hereinschlagen. Diese Heuschreckenplage ist ja, vom reinen Bewußtseinsstandpunkt aus gesehen, im allereminentesten Sinne schon eingetreten, nicht wahr, wenn wir theoretisch sprechen. Wenn wir zu Menschen sprechen, wo ja immer Gesundungen eintreten können bei kranken Verhältnissen, dann dürfen solche Dinge nicht erörtert werden; aber wenn es sich um priesterliches Wirken handelt, dann muß man doch wis­sen, mit wem man es bei den Menschen in der Regel zu tun hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ja so, daß in der Regel ungeheure Fröhlichkeit besteht bei denen, die sich heute liberale oder demokratische Menschen nen­nen, wenn sie wieder und wieder anführen können, daß sich die Menschheit in einem bestimmten Gebiet der Erde so ungeheuer vermehrt. Bevölkerungszunahme ist ja das, was so stark ersehnt wird besonders von demokratisch-liberalen Menschen, ich meine im politischen Sinn, auch von allen, wie sie meinen, geistig frei Denkenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, sehen Sie, erstens ist das nicht ganz richtig, weil die Sta­tistiken auf Irrtümern beruhen; man nimmt bei den statistischen Vergleichsrechnungen nicht die ganze Erde, man nimmt immer nur ein Stück der Erde und denkt nicht daran, daß die anderen Teile der Erde zu anderen Zeiten eben dichter bevölkert waren als heute. Es ist also im einzelnen nicht immer ganz richtig, aber im ganzen ist es schon richtig, daß in unserer Zeit eine Art überzäh­liger Menschen erscheinen, die ichlos sind, die keine Menschen in Wirklichkeit sind. Das ist eine furchtbare Wahrheit. Sie gehen herum, sie sind keine Inkarnationen eines Ich, sie werden hereingestellt in die physische Vererbung, bekommen Ätherleib und Astralleib, sie werden in gewissem Sinne innerlich ausstaffiert mit einem ahrimanischen Bewußtsein; sie machen den Eindruck von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|186}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, wenn man nicht genau hinsieht, aber sie sind nicht im vollen Sinne des Wortes Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine schreckliche Wahrheit, das ist vorhanden, das ist eine Wahrheit. Und direkt auf Menschen selber weist der Apoka­lyptiker hin, wenn er in der fünften Posaunenepoche von der Heuschreckenplage spricht. Und wiederum kann man den Apo­kalyptiker in seinem Schauen erkennen. Denn in ihrem astrali­schen Leib erscheinen solche Menschen durchaus so, wie sie der Apokalyptiker beschreibt: als ätherische Heuschrecken mit Men­schengesichtern. Es ist durchaus so, daß man über solche über­sinnlichen Dinge so zu denken hat, daß der Priester solche Dinge wissen muß. Denn er ist der Seelsorger. Er muß also auch die Worte finden können für alles das, was in einer solchen Seele vorgeht. Es brauchen durchaus nicht immer böse Seelen zu sein, es können eben Seelen sein, die bis zum Seelischen kommen, aber des Ichs entbehren. Man wird schon darauf kommen, wenn man auf diese Menschen stößt. Der Priester muß dies wissen, denn das beeinflußt ja die Gemeinschaft unter den Menschen. Und vor allen Dingen leiden diejenigen Menschen, die echt beseelt sind, von solchen Personen, die eigentlich als Menschen-Heuschrecken durch die Welt gehen. Und es kann und muß sogar die Frage entstehen: Wie hat man sich solchen Menschen gegenüber zu verhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solchen Menschen gegenüber hat man oftmals eine recht schwierige Aufgabe, weil sie durchaus tief fühlend sind; sie kön­nen außerordentlich tief fühlend sein, man merkt aber, es steckt nicht eine eigentliche Individualität in ihnen. Nur hat man ihnen das natürlich sorgfältig zu verbergen, daß keine Individualität in ihnen steckt, denn sonst wäre ja die notwendige Folge der Wahn­sinn. Aber trotzdem man ihnen das zu verbergen hat, handelt es sich darum, daß man für solche Seelen - Seelen sind es ja doch, wenn auch nicht Geister -, alles so einrichtet, daß diese Menschen den Anschluß finden an andere Menschen, in deren Gefolge sie sich entwickeln können, daß sie also gewissermaßen Mitgehende dieser anderen werden. Diese Menschen zeigen eigentlich ziemlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|187}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
genau die Natur und Wesenheit des Menschen bis zum zwan­zigsten Lebensjahr. Denn beim zwanzigsten Lebensjahr wird ja erst die Gemüts- oder Verstandesseele geboren und damit die Möglichkeit des irdischen Auslebens des Ich gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenige, der behaupten wollte, solchen ichlosen, individuali­tätslosen Menschen gegenüber solle man sich nicht teilnahmsvoll verhalten, da sie eine künftige Inkarnation nicht hätten, weil ja keine Individualität da sei, der irrt gar sehr. Er müßte dann auch behaupten, man solle sich den Kindern gegenüber nicht teil­nahmsvoll verhalten. Es ist in jedem einzelnen Fall zu entschei­den, was eigentlich in einem solchen Menschen steckt. Manchmal stecken postume Seelen in solchen Menschen, postum gegenüber den Menschenseelen, die in einem bestimmten Zeitalter der Ent­wickelung entstanden sind und sich als Menschen immer wieder­holt verkörperten. Aber es können auch zurückgebliebene Seelen sein, solche, die später von einem anderen Planeten wieder zu­rückgekommen sind, wohin in einem bestimmten Zeitalter fast die ganze Menschheit gegangen war. Auch solche Seelen können in solchen Menschenleibern stecken. Wir müssen also mit vollem Bewußtsein diese Menschen wie bleibende Kinder erziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das alles ist eigentlich schon in die Apokalypse hin­eingeheimnißt. Und wenn man so diese Vorstellungen nimmt, die ja als Imaginationen sich ergeben - in der Apokalypse sind sie ja manchmal furchtbar ins Herz schneidend; schrecklich, wenn da geredet wird von allem möglichen Leid, das über die Erdenmenschheit kommt -, da müssen wir sagen: In unserem Zeitalter ist viel von dem wirklich vorhanden, in geistigen Aspekten aller­dings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun gibt es aber natürlich auch, ich möchte sagen mild-groß­artige Vorstellungen in der Apokalypse, wie zum Beispiel die Engel, die mit dem Räucherwerk herabkommen, mit dem Rauchfaß (Apk. 8, 3). Auf den Opferrauch wird hier hingewiesen. Und dort fällt dann unser Blick auf vieles, was zur Zeit der Kreuzzüge stattgefunden hat. Mit den ersten Posaunen werden wir zurückversetzt zu den Kreuzzügen; bis in die Kreuzzugsepoche hinein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|188}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kommen wir ja, wenn wir die Bewußtseinsseelenentwickelung der Menschheit überblicken. Und da sehen wir, daß da einzelne Per­sönlichkeiten auftreten im Zeitalter der Kreuzzüge und der damit zusammenhängenden Zeit, die tatsächlich ungeheuer starke Im­pressionen hatten von ihrem Miterleben der geistigen Welt. Wir treffen da tatsächlich auf, ich möchte sagen, die Genies der Fröm­migkeit. Das ist außerordentlich wichtig, daß wir uns darüber klar sind. Wir treffen da auf die Genies der Frömmigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen wir weiter zurück, so finden wir zurückschauend vor unserem Bewußtseinsfeld die Zeit von dem Mysterium von Golgatha bis zum Zeitalter der Kreuzzüge und alle dem, was damit zusammenhängt und können dieses Zeitalter als eine klei­nere Epoche der Sieben-Siegel-Eröffnung ansehen. Man versteht das vollständig eben erst dann, wenn man sich über folgendes klar ist. Denken Sie nur, wieviele Persönlichkeiten gerade im Zeitalter der Kreuzzüge auftreten, die fast alle ihre Religiosität nach innen leiten in die Tiefe, in die Intensität des Gefühls, in das innere mystische Erleben. Das beginnt ja damals, während vorher im Grunde genommen noch hinaufgeschaut wurde in das ganze Weltall, wenn man die Welt des Göttlichen wahrnehmen wollte - jedenfalls von den maßgebenden Menschen, wenn auch unter dem fortwährenden Kampf mit der von Rom ausgehenden Strömung. Es war das Verständnis vorhanden für den Gott, der in der sinn­lichen Erscheinung, zu der man aufblickte, lebt und webt und wirkt. Dann aber wird alles mehr oder weniger nach innen gelei­tet. Die großen Genies der Mystik erscheinen. Vorher haben wir ein Anschauen des Weltalls als einer Offenbarung des Göttlichen; nachher haben wir ein Erfühlen dessen, was das Menschenherz erfühlen kann als inneres Licht-Entzünden, so daß vom Inneren des Menschen aus das Göttliche beleuchtet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Etappen, die die Apokalypse beschreibt, sind ja durchaus auch in der Ausbreitung des Christentums vorhanden. Wir haben da das erste stillsieghafte Vordringen des Christen­tums, wobei die Ausbreitung des Christentums eigentlich in der Kraft des siegenden Geistes, des siegenden Wortes liegt. Es wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|189}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Christentum ausgebreitet, ich möchte sagen, in den Unter­gründen des damaligen sozialen Lebens. Wir haben dann eine zweite Epoche, in welcher die Ausbreitung des Christentums viel von dem von der Erde wegnimmt, was man nennt: Friede. Es nimmt das Christentum an dem Streit in der zweiten Epoche ganz wesentlich teil. Wir sehen dann auch das Zeitalter, wo nach und nach ein Ersterben des inneren Impulses des Christentums ein­tritt, wo das Christentum zur Staatsreligion wird, was natürlich ein Ersterben des wirklichen ursprünglichen christlichen Impulses ist. Wir haben dann aber die Epoche, die man aufzufassen hat als diejenige des vierten Siegels, wo in der Weise, wie ich es geschil­dert habe, der Mohammedanismus hereinbricht. Und so wird weiter Siegel für Siegel eröffnet, und dasjenige, was dann unter dem Einfluß der Kreuzzüge geschieht, geschieht ja dennoch unter dem Einfluß bedeutender religiöser Genies, das kann man ja be­obachten, wenn man genauer verfolgt, was eigentlich geschehen ist. In dieser Beziehung ist die ganze Geschichtsschreibung eigentlich durch und durch Geschichtsfälschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn sehen Sie, vor den Kreuzzügen ist ja eigentlich alle Ver­breitung des Christentums, ich möchte sagen, im Guten gesche­hen. Und das, was da durch zahllose Mitglieder des Mönchtums wieder und wieder geschehen ist, auch das im äußeren Sinne Schlimme, ist ja, als das Christentum sich verbreitet hat, bis zu den Kreuzzügen, in Europa im Grunde genommen mehr oder weniger in unmittelbarer Anlehnung an die palästinensischen Er­zählungen geschehen. Die Evangelien waren allerdings nicht die Lektüre der Laien, sie waren Beschäftigung der Priester. Aber das, was dazumal geschah, stand durchaus unter dem Einfluß dessen, was die Priester ersehen konnten aus dem Evangelium. Die Prie­sterschaft hatte Evangelium und Kultus. Der Kultus war das, in dem sich die übersinnliche Welt auf sinnliche Weise spiegelte. Die Messe, das Meßopfer selber, war für die Priester dasjenige, in dem sie die unmittelbaren Tore zum Übersinnlichen sahen. Deshalb sahen sie allmählich immer mehr und mehr ab von einem hinaufblicken zur Offenbarung des Göttlich-Geistigen durch den Sternenhimmel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|190}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und alle die alten wunderbaren Weissagungen, die noch im Zusammenhang mit dem geblieben waren, was ich heute morgen - gegenüber der heutigen Astronomie und Astrologie - Astrosophie genannt habe, alle diese alten Weistümer wurden all­mählich fast ganz verhüllt, bis zu dem Zeitalter der Kreuzzüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zeitalter der Kreuzzüge sehen wir plötzlich überall Men­schen auftreten, die nun auch von Osten nach Westen wandern, entweder solche, die unmittelbar von den Kreuzzügen zurück­kommen, oder solche, die etwas später kamen und bei denen deshalb Dinge Wurzel gefaßt hatten, die Geheimnisse des Orients waren. Da sind nach Europa eine Fülle von Schriften aus dem Osten gebracht worden, die später zugrunde gegangen sind; es ist das dem Umstand zuzuschreiben, daß man nicht mit solchen Argusaugen gewacht hat über all dasjenige, was man schriftlich hatte, wie man heute darüber wacht. Dadurch ist kaum viel ge­blieben von dem, was schriftlich da war. Viel mehr ist durch die Tradition des Mündlichen wieder verbreitet worden vom Sinne eines kosmischen Christentums, und das hat Wurzel gefaßt gerade zur Zeit der Kreuzzüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wird eine Art siebentes Siegel eröffnet. Und man könnte sagen, was den Respekt vor dem Geschriebenen betrifft, soll man sich nur einmal vorstellen: Wenn das wahr ist, daß ein italieni­scher Professor die Livius-Handschriften entdeckt hat, was für ein Sturm da vom heutigen italienischen Staat gemacht wird - trotzdem alles ungewiß ist -, um diese Livius-Handschriften in die Hand zu bekommen. Man braucht gar nicht weit in der Zeit zurückzugehen und dem Staat wäre es höchst gleichgültig gewe­sen, ob das oder jenes gefunden worden ist. Das Interesse, Ge­schriebenes aufzubewahren, ist etwas, was erst später aufgekom­men ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich selbst habe ein gelungenes Stückchen gesehen in dieser Beziehung, als ich im Goethe-Schiller-Archiv war. Da bekamen wir einen Brief Goethes, der sonderbar aussah: dreckig, furchtbar zerrissen. Zu der Zeit, als ich im Goethe-Schiller-Archiv war, war das schon eine Sünde. So behandelt man Goethes Briefe nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|191}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir forschten nach, was dahinter war. Siehe da, der Brief war einmal im Besitz von Kuno Fischer gewesen, und der hatte ein­fach Goethes Brief in die Druckerei gegeben, hat ihn aber nicht abgeschrieben, sondern den Originalbrief mit seinen Notizen und Randbemerkungen an den Drucker geschickt. Es ist nur ein Wunder gewesen, daß der Brief sich trotzdem erhalten hat, da man damals im allgemeinen Manuskripte nicht behielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So braucht man sich nicht über die Tatsache zu wundern, daß in der Zeit, in der das Christentum sich durch die Kreuzzüge mit dem Orientalismus berührte, Wahrheiten sich verbreiteten im Christentum, die wir heute kabbalistische Wahrheiten nennen würden. Und mancher lebte in dieser Zeit, der vielleicht mehr wußte als Jakob Böhme, ohne daß das Aufsehen machte, während es in der Zeit Jakob Böhmes schon Aufsehen machte, daß so ein Mensch da war wie Jakob Böhme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist die Zeit der Kreuzzüge - wobei wir nicht so sehr auf die äußeren Ereignisse, die in den Geschichtsbüchern beschrieben werden, hinweisen wollen, als auf das, was im Bewußtsein der Menschen vor sich geht -, es ist die Zeit der Kreuzzüge das Zeit­alter, wo sich die Siegel-Zeit verwandelt in die Posaunen-Zeit. Tiefer fühlende Naturen haben die Zeit von den Kreuzzügen bis heute immer so gefühlt, daß sie sagten: Ach, es ist furchtbar, was da im Zeichen der Posaunenklänge - wenn ich es vom übersinn­lichen Gesichtspunkte betrachte - in den Menschenseelen vor sich geht. Aber die Menschen auf Erden hören nicht auf die Posaunen­klänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bewußtsein müßten eigentlich recht viele Menschen gerade von dieser Zeit haben, die wir eben jetzt als das Zeitalter der sechsten Posaune durchleben, von der Sie ja wissen, was ihre wesentlichsten Eigenschaften und was ihre wesentlichsten Aus­wirkungen sind. Ein Drittel der Menschen, so wird da angeführt (Apk. 9,15), wird getötet werden. Das geschieht natürlich erst im Lauf der Zeit. Mit «Töten» ist hier aber gemeint dieses Nichtvor­handensein des Ichs in denjenigen Menschen, die schon vorher vorbereitet waren durch die Heuschreckengestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|192}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die Dinge, die gerade den Priester zwingen, tiefer hineinzuschauen in das Gefüge desjenigen, was eigentlich ge­schieht. Der Priester soll es ja zu tun haben mit dem Übersinnli­chen. Wir sind ja nach allen Richtungen hin vom Übersinnlichen umgeben. Dasjenige, was an den Menschen beobachtet werden kann, insoweit sie einen physischen Leib haben, ist ja nur ein Ausschnitt aus dem Menschenleben. Sobald wir beginnen, in das Übersinnliche einzudringen, dann sehen wir ja die wirklichen Taten der Menschen, und wir sehen, daß sie sich deren Folgen oft gar nicht bewußt sind. Man kann manchmal gar nicht wissen, was ein Mensch im Leben eines anderen anrichtet, wenn er an ihm vorbeigeht, ohne sich um ihn zu kümmern, obwohl es eigentlich in seinem Karma gelegen hat, sich ihm gegenüber in diesem Er­denleben in einer bestimmten Weise zu verhalten. Später einmal wird dieses Karma allerdings einen größeren Zwang ausüben, es wird schon ausgeglichen werden, aber eigentlich hätte es in die­sem Leben ausgeglichen werden müssen. Das braucht man im äußeren physischen Leben nicht zu bemerken. Es ist eigentlich nichts gegen den betreffenden Menschen einzuwenden, er hat vom äußeren, bürgerlichen Gesichtspunkt aus alle seine Pflichten getan, aber er hat vielleicht im Sinne des Zusammenhanges mit der Weltevolution etwas getan, was furchtbar tiefe Wunden geschla­gen hat. Man kann nicht sagen, daß es sich dabei um überirdische Dinge handelt, sondern es handelt sich um übersinnliche Dinge, denn innerhalb des Irdischen geht das Übersinnliche fortwährend vor sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, die Apokalypse in diesem Ernst zu verstehen, das wird ja eine Notwendigkeit sein in dem Maße, wie das, was ich den ätherischen Christus genannt habe, innerhalb der Menschheit sichtbar werden wird. Daher entspricht es schon einer ganz ge­sunden Empfindung, die aus dem tiefsten Unterbewußtsein her­aufkam, daß Sie, meine lieben Freunde, gerade die Apokalypse zum Gegenstand dieser Betrachtungen machen wollten. Vielleicht hatten Sie sich das etwas anders vorgestellt, was ich gerade in der jetzigen Zeit über die Apokalypse geben kann, aber daß Sie von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|193}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mir Betrachtungen über die Apokalypse hören wollten, das war durchaus die Stimmung der Zeit in Ihren Herzen. Und man könnte schon sagen: Daß in Ihnen das Bedürfnis entstand, die Apokalypse zu verstehen, daß Ihr auch als Priesterschaft, die zu­sammengehört, Euch vereinigt in solchen Tendenzen, das zeigt, daß Ihr schon in gewissem Sinn Verwandtschaft habt mit dem Apokalyptiker, mit Johannes. Und so wird das, was vor allen Dingen für Euch notwendig ist, dieses Sichdurchdringen mit dem Geiste der Apokalypse, keinen Widerspruch darin finden, daß man bestimmte Epochen nach dem Prinzip der Siebenzahl unter­scheiden kann, daß man damit im Grunde genommen überall anfangen kann und daß sich dann findet, wie die Dinge gehen. Man wird überhaupt nicht die Zusammenhänge in der Weltenevo­lution finden, wenn man nicht das Prinzip der Zahl als Methode der Betrachtung anwendet. Sehen Sie, damit haben wir die Seite der Apokalypse berührt, die gerade für unsere Zeit wesentlich und fruchtbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun finden wir ja eingestreut in die Apokalypse, gewöhnlich an den Stellen, wo die Siebenzahl in andere übergeht, auch andere Ereignisse. Da tritt uns wiederum etwas entgegen, was ja sehr einer Aufklärung bedarf. Denken Sie nur, daß einem da in Zahlen entgegentritt: In einem bestimmten Zeitraum sind soundsoviele Menschen da, die das Siegel Gottes an ihrer Stirne tragen, die also zu den Glücklichen gehören, die gewissermaßen gerettet oder erlöst werden oder wie man es nennen will (Apk. 7, 4-8); die anderen aber können gar nicht zu einer Erlösung kommen. Wenn man so äußerlich die Apokalypse liest, ist es etwas, was beim Lesen zunächst etwas Bedrückendes haben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun muß man aber sich klar darüber sein, daß überall in alten Schriften ein Unterschied gemacht wird zwischen Rassenentwickelung und individueller Entwickelung der Menschen. Man muß sich durchaus darüber klar sein, daß kein einzelnes Individuum sich irgendwie bedrückt fühlte in früheren Zeiten, wenn man davon sprach, von einer Rasse würden einmal soundsoviele geret­tet, die anderen würden untergegangen sein. Denn keiner rechnete&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|194}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich dazu, weil man real dachte, ganz genau in derselben Weise, wie heute, wenn ein Mensch sich dazu drängt, daß ihm sein Leben versichert wird. Dabei wird ja ausgerechnet, wie lange man wahr­scheinlicherweise noch leben wird. Die Versicherungsanstalten, nicht wahr, nehmen Leute nicht an, die wahrscheinlich bald ster­ben; denn würden sie lauter Leute assekurieren, die bald sterben, so würden sie bald ihre Kassen leer haben. Sie wollen Leute ha­ben, die lange leben und lange einzahlen; daher müssen sie mit einer Wahrscheinlichkeitsrechnung, die ja eine ganz interessante Rechnungsmethode ist, bei dem, der zu versichern ist, aus den verschiedensten Antezedenzien heraus seine wahrscheinliche Le­bensdauer berechnen. Ich habe noch nie gefunden, daß jemand sich deshalb verpflichtet fühlte, in dem Moment zu sterben, den die Assekuranzgesellschaft als seinen wahrscheinlichen Tod nach ihrer gewiß richtigen Methode berechnet hat. Das gibt es nicht; man fühlt sich nicht verpflichtet, gerade dann zu sterben. Und da liegt auch eine Realität zugrunde. Sobald man in die Zahl hinein­kommt, erfaßt man nicht diejenige Stufe der Geistigkeit, auf der die menschliche Individualität steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, wenn man solche Dinge sagt, berührt man eben ein gewisses Mysterium, ein okkultes Geheimnis. Es beruht darauf, daß man glaubt, wenn man eins, zwei, drei, vier, fünf Individua­litäten abzählt und dann diese Zahl anwendet auf Geistiges, dieses Zählen müsse auch für die geistige Welt eine Bedeutung haben. Das hat es aber nicht in derselben Weise. Das Prinzip der Zahl tritt in dem Moment auf, wo die geistige Welt durchbricht und sich offenbart, sich offenbart meinetwillen im platonischen Wel­tenjahr oder in der Zahl der Atemzüge und so weiter, überhaupt da, wo die geistige Welt durchbricht. So daß man, wenn man zum Geistbewußtsein aufsteigt, an der Grenze, an der Schwelle in die geistige Welt hinein die Zahl braucht. Da kommt man nicht wei­ter, wenn man die Zahl oder etwas der Zahl Ähnliches nicht hat. Aber wenn man drüben im Geistigen ist und will mit den Zahlen etwas anfangen, dann paßt alles nicht. Daher kann sehr wohl ein solcher okkult Schreibender wie der Apokalyptiker, wenn er von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|195}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der auf der Erde sich abspielenden Rassenentwickelung spricht, sagen: Soundsoviele sind da, die werden errettet und soundsoviele werden untergehen - wir werden das nächste Mal sehen, was diese Zahlen bedeuten -, aber es kann dadurch sich nicht die einzelne Menschenindividualität betroffen fühlen, denn diese Zahlen sind wohl auf die Entwickelung der Rassen, nicht aber auf die Indivi­dualität des Menschen zu beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie das dann im Genaueren möglich ist zu verstehen, das werde ich dann noch das nächste Mal auseinandersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|196}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= TEILNEHMERFRAGEN =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die folgenden Fragen wurden Rudolf Steiner am 18. September 1924 vor dem Vortrag in schriftlicher Form übergeben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Handschrift von Johannes Werner Klein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Quell mancher Schwierigkeiten, die im Kreise sich gelegentlich bemerk­bar machen, ist unsere Unklarheit über die spirituellen Aufgaben und Hintergründe der sieben Amter, damit zusammenhängend über die irdische Führung unserer Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Sonderfragen über den Fortgang der gesamten Arbeit beschäftigen uns jetzt besonders:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. ob wir gut daran tun, weiterhin den Schwerpunkt auf das extensive Element zu legen, oder ob es im Interesse der besseren Vorbereitung auf die zukünftigen Aufgaben richtig ist, dem Bedürfnis nach intensiver Ver­tiefung unserer eigenen Persönlichkeiten in erster Linie eine Zeitlang zu folgen. - Diese Frage wird uns nahe gelegt durch den Abbau der physi­schen und seelischen Kräfte mancher im Kreise seit Herbst 1922, der uns zu Sorgen Anlaß gibt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. welche Wege wir einzuschlagen haben zur Begründung geistiger Kolonien in anderen Ländern;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. wie wir in den Gemeinden die Mitgliedschaft und im Zusammenhang damit die Austeilung der Kommunion handhaben müssen. Bis jetzt haben die meisten in diesem Punkte sehr freie Formen gehandhabt. An der allsonntäglich stattfindenden Gemeindekommunion haben in manchen Städten alle Anwesenden teilnehmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben uns in den Zusammenkünften der letzten Wochen viel beschäftigt mit den karmischen Bedingungen, die den einzelnen in den Kreis führten, um uns gegenseitig in unserer karmischen Differenziertheit und den Kreis als ganzen in seinem Aufgabenumfang zu erkennen. Durch die Offenbarungen Ihrer Vorträge stehen wir erneut vor der Frage der Wesenheit und karmi­schen Gliederung unseres Kreises.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang damit steht vor uns die Frage nach dem Karma der bisherigen christlichen Kirchen und des Hereinspielens dieses Karmas durch einzelne Persönlichkeiten in unseren Kreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im apokalyptischen Teil des Evangeliums (Markus 13,2a) steht der Satz:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Und so der Herr diese Tage nicht verkürzt hätte, würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählet hat, hat er diese Tage (der Wehen) verkürzt.» - Wie ist dieser Satz zu verstehen im Hinblick auf die kommenden Zeitereignisse, etwa des Krieges aller gegen alle?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|197}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies sind die Fragen, die den ganzen Kreis bewegen. Wir bitten aber wegen einiger auf diese Fragen bezüglicher Dinge, sowie wegen der Städtefragen und weniger, ganz kurzer Anliegen um die Möglichkeit, als Kreis der sieben Oberlenker und Lenker vor Sie einmal hintreten zu dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I. A. Joh. Werner Klein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Handschrift von Friedrich Doldinger:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. In der Katholischen Kirche werden bei der Weihe des Kirchenraums vom Bischof die Buchstaben in die Asche auf den Boden gezeichnet. Ist ein entsprechendes Ritual zur Weihe einer Kirche bei uns nötig? Von wem (Lenker?) würde es vollzogen werden müssen? (praktisch für Eröffnung eines nur Weihezwecken dienenden eigenen Raumes in Freiburg i. Br. zu Michaeli).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Verwendung von Kerzen zu Casualien. Kann der brennende siebenarmige Leuchter außerhalb der Menschenweihehandlung überhaupt verwendet werden, etwa wenn z. B. nahe beim Altar eine Taufe o. a. stattfindet?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Brevier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim ersten Dornacher Kurs, wo das Brevier gegeben wurde, waren viele, die dann nicht Priester wurden. Es hat sich herausgestellt, daß wohl hauptsächlich durch diese Persönlichkeiten, aber auch durch zunächst unklare Auffassungen in unserem Kreise, das Brevier an Menschen kam, die nie daran denken, Priester zu werden, zum Teil uns sogar praktische Schwierigkeiten bereiten in der Arbeit. Einige dieser Persönlichkeiten, die das Brevier als «liebevolles Geschenk» erhalten hatten und nicht wußten, daß es Meditationen für Priester sind, haben es nach Bekanntgabe des Sachverhaltes sogleich abgegeben. Der Priesterkreis möchte nun an alle, welche das Brevier besitzen, ohne die Angelobung geleistet zu haben, herantreten mit der Bitte um Aushändigung. Es herrschen aber im Kreise zum Teil noch Unklarheiten darüber, ob das bei allen unrechtmäßigen Besitzern, z. B. den Ehefrauen, möglich ist. - Beinahe alle von uns glauben sich aber darüber klar zu sein, daß nur durch eine radikale ausnahmslose Aufrollung des unrechtmäßigen Brevierbesitzes die notwendige Sauberkeit in dieser Sache erreicht werden kann, da ja das Brevier klar und deutlich nur für solche gegeben war, die sich unmittelbar zu priesterlichem Wirken vorbereiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache der unsachlichen Verbreitung des Breviers beunruhigt viele von uns. Vor allem ist - im Zusammenhang der Handhabung der Klassensprüche - die Frage entstanden, ob nicht das Brevier durch die Art der Verbreitung unwirksam geworden sei oder ob durch eine nunmehr erfolgende Einziehung der wünschenswerte Zustand noch hergestellt wer­den kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|198}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= VIERZEHNTER VORTRAG Dornach, 18. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Die an mich gestellten Fragen werde ich auch neben dem anderen zu beantworten suchen. Nur sind einzel­ne Fragen darunter, die ich, auch wenn sie von anderen gestellt worden sind, im engsten Kreise der Oberlenker beantworten möchte. Das kann in den nächsten Tagen noch geschehen, und diese Antworten können weitergegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem möchte ich Sie heute hinweisen auf ein Bild der Apokalypse, das eine Imagination des Apokalyptikers darstellt, wie sie vielfach in jene Bilddarstellungen übergegangen sind, wel­che im Anschluß an die Apokalypse entstanden sind. Man kann nicht immer sagen, daß diese Buddarstellungen, die im Anschluß an die Apokalypse entstanden sind, so glücklich seien, aber bei diesem Bild, um das es sich hier handelt - und das hereinfällt nach den gestrigen Auseinandersetzungen gerade in unsere Zeit in sei­ner Realisation -, konnte man kaum die einzelnen Teile verken­nen, weil sie einem ja durchaus charakteristisch in der Apokalypse entgegentreten. Aber um dieses Bild zu erfassen, ist es notwendig, daß wir eine gewisse parallele Sache gerade hier besprechen, die für unsere Zeit wichtig ist und die in anthroposophischen Zusam­menhängen auch schon berührt worden ist, die aber hier an dieser Stelle unserer Besprechung der Apokalypse eine besondere Be­leuchtung finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die Entwickelung des Menschen ins Auge fassen und dabei darauf achten, wie der Mensch beim Übergang seines Be­wußtseins aus der physisch-sinnlichen Welt in das Anschauen der geistigen Welt eigentlich zunächst ein dreigespaltenes Wesen wird - in der Art, wie ich es in den Kapiteln über den Hüter der Schwelle in meinem Buche «[[Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]» geschildert habe -, wird man sich sagen: Im Menschenwesen ist in der Form des physischen Wesens gerade eine Dreiheit und eine Einheit zusammengefaßt, und diese Zusammenfassung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|199}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist im Grunde genommen eine ganz deutliche. Es wird das deutlich, wenn man die Darstellung verfolgt, die bei der Gliederung des Menschen innerhalb der Anthroposophie ausge­sprochen wird. Nehmen wir da den Menschen nach Geist, Seele, Leib. Wie sich diese Gliederung verhält zur anderen, die gegeben wird in der Anthroposophie, das wird ja ohne weiteres klar sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, im Geiste, wie ihn der Mensch heute hat, leben ja die Gedanken, die Gedanken, wie ich sie darstelle etwa in meiner «Philosophie der Freiheit», wo sie eben nicht mit Sinnesanschau­ungen durchtränkt sind, sondern frei geschaffene, reine Gedanken im menschlichen Bewußtsein sind. Da sind die Gedanken ihrer Qualität nach zunächst nur ein Schein, sie sind so wenig eine volle Realität, daß sie nicht eine innere Kraft haben. Weil wir das Spie­gelbild nicht haben, können wir sie, nicht ganz, aber in einem gewissen Sinne doch, mit Spiegelbildern vergleichen. Das Bild, das im Spiegel erscheint, hat in der Richtung seiner Linien nicht Kraftentfaltung, es ist ganz passiv. Die menschlichen Gedanken haben in ihrer Entfaltung Kraft, so daß wir diese Kraft, so wie ich es gestern in der esoterischen Stunde gesagt habe, auch auffangen und willensdurchtränkt machen können. Aber zum Weltall in seinem vollinhaltlichen Sein verhalten sich diese Gedanken, die der Mensch im Leben hat, eigentlich wie Spiegelbilder, so daß wir schon im Menschenwesen zwar den Geist tragen, aber den Geist im Spiegelbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, meine lieben Freunde, das, was wir da in uns tragen, das stammt aus der Welt, die ich in meiner «Theosophie» beschrieben habe als Geisterland, und wir bringen eigentlich, indem wir auf Erden denken, die Ingredienzien des Geisterlandes im Schein, im Abglanz herunter auf die Erde. Wir tragen das, was die Theoso­phie das Devachan nennt, in das Erdgebiet herunter, indem wir denken, wenn das auch ein schwacher Abglanz ist. Wir tragen diese Inhalte auf Erden in uns, in schwachem Abglanze den Schein des Himmels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir über zum Seelischen, so lebt hier vorzugsweise das Gefühl. Als Gefühl lebt es im Wachzustande, in der Bildhaftigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|200}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Träume lebt es im Schlafzustande. Träume und Gefühle unter-scheiden such nur dadurch, daß die Gefühle Seeleninhalt des Wach-zustandes, die Träume Seeleninhalt des Schlafzustandes sind. Das, was wir als Erdenmenschen zwischen Geburt und Tod erleben in unseren Gefühlen, das stammt wiederum aus einer anderen Welt -die ich in meiner «Theosophie» beschrieben habe -, aus der Seelen-welt, die wir nach dem Tode in ihrer wirklichen Gestalt durchleben. Und zu dieser wirklichen Gestalt der Seelenwelt, die dann vor uns tritt - ich habe das geschildert nach einem gewissen Punkte hin in der «Theosophie» -, verhält sich unsere Gefühiswelt - die von uns nur geträumt wird, denn wir träumen nur diese Seelenwelt in unseren Gefühlen - eben nicht wie ein Spiegelbild, aber wie ein von den schöpferischen Elementarmächten in der Seele gehaltenes Bild. Die Wirklichkeit ist da noch nicht drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was unser Leib entwickelt, so wie wir nun als Erdenmenschen sind, ist kein Urbilderbewußtsein, aber er trägt die stärksten Rea­litäten des Seins in sich. In unserem Leib sind wir wirklich tätig, aber nur in der physischen Erdenwelt. So gehören die drei Glieder unserer menschlichen Wesenheit verschiedenen Welten an. Und Sie, meine lieben Freunde, indem Sie ja doch wirken wollen auf das Wesen des Menschen, werden daher in Ihrem Gefühl haben müssen eine Hindeutung auf das, was im Wesen des Menschen liegt. Sie müssen über diese Dinge eine richtige Anschauung ent­wickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir sind Mißverständnisse über Mißverständnisse gerade in bezug auf diese Gliederung von ganz guten Philosophen entge­gengebracht worden, Mißverständnisse über Mißverständnisse, die zeigen, wie schwierig es selbst ganz gut denken könnenden Menschen der Gegenwart ist, in die Anthroposophie richtig ein­zudringen. So faßte ein Philosoph in einer Besprechung die Glie­derung des Menschen so auf, als ob sie eine beliebige Einteilung wäre, die mit dem Verstande gemacht sei und die einen bloßen Formalismus bedeuten würde. Natürlich, man kann auch einen Tisch einteilen in Platte, Füße und so weiter, aber der ganze Tisch ist aus Holz, oder man könnte ihn auch von links nach rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|201}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einteilen. Aber mit einer solchen willkürlichen Einteilung hat man es bei der Gliederung des Menschen nicht zu tun, sondern, sagen wir es so: Man hat Wasserstoff in der Wirklichkeit und Sauerstoff in der Wirklichkeit, zusammen geben sie Wasser; sie sind Realitä­ten, nicht nur künstliche Schemata. So sind auch die Glieder der menschlichen Wesenheit nicht willkürlich gegliedert, sondern sie sind so in der Realität der Menschennatur aufgegangen, daß man sagen kann: Der Geist stammt aus dem Geisterland, die Seele aus der Seelenwelt, der physische Leib aus der physischen Welt; diese Glieder des Menschen kommen aus drei verschiedenen Welten her und sind im Menschen miteinander verbunden. Und indem der Mensch mit dem Bewußtsein aus der physischen Welt heraus-geht, spaltet sich sein Inneres, er wird drei aus eins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dasjenige, was so mit dem einzelnen Menschen vorgeht, ohne daß der einzelne Mensch als Individuum daran Anteil nehmen müßte, geht auch mit der ganzen Menschheit vor sich durch ihre verschiedenen Rassen- und Volksentwickelungen. Wir können sagen: Die sich entwickelnde Menschheit, die lebt ja in dem Un­terbewußtsein jedes einzelnen Menschen, aber das steigt eben nicht in das gewöhnliche Bewußtsein herauf, und sie macht ähn­liche Etappen ihrer Entwickelung durch wie der einzelne Mensch. Und eben jetzt in unserem Zeitalter wird im Entwickelungsgang der Menschheit so etwas durchgemacht wie der Übergang über die Schwelle und die Spaltung in drei. Dasjenige, was für den einzelnen Menschen das Vorbeigehen an dem Hüter der Schwelle ist, das muß der Mensch im Bewußtseinsseelenzeitalter sich aneig­nen, wenn er es haben will. Die Menschheit aber geht, für den einzelnen unbewußt für unser Zeitalter, an dem Hüter der Schwelle vorbei. Die ganze Menschheit macht das durch, was der Übergang über die Schwelle ist. Während die physische Leiblich­keit bis zum Ende des 18. Jahrhunderts herauf noch immer durch die ihr innewohnenden elementarischen Wesen dem Menschen etwas gegeben hat auf Erden, muß der Mensch in der Zukunft alles das, was er produktiv innerlich finden wird, auch seine Tu­genden, aus der geistigen Welt herausholen, nicht als einzelner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|202}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mensch, sondern als Menschheit. So daß ein Schwellendurchgang vorliegt in der Entwickelung der ganzen Menschheut, der, weil er auch der Zeut nach davor liegt, dem Apokalyptiker erscheint, bevor ihm die Vision sich vor Augen stellt von dem sonnenbeklei­deten Weibe, das den Drachen unter ihren Füßen hat. Da hat er die andere Vision, jene Vision, welche deutlich wiedergibt, daß der Apokalyptiker sagen will: Die Zeit kommt, wo die ganze Menschheit in ihrem zivilisierten Teile über die Schwelle zu treten hat, wo eine Dreiheit erscheint als die kosmusche Jmagination desjenigen, was die Menschheit durchmacht. Jmmer mehr Men­schen wird es geben, die neben dem Gefühl, das der Mensch ent­wickeln kann, wenn das Gesunde an das Pathologische angrenzt, die andere Empfindung haben werden: Meine Gedanken wollen mir davonlaufen, meine Füße werden durch die Erdenschwere nach unten gezogen. - Es gibt in der Gegenwart viele Menschen, die eigentlich dieses Gefühl sehr stark haben, ihre Gedanken flie­gen ihnen davon, ihre Füße werden von der Erde übermäßig an­gezogen. Nur wird so etwas durch unsere heutige Zivilisation dem Menschen ebenso ausgeredet, wie es den Kindern ausgeredet wird, wenn sie irgendwelche Visionen haben, die auf realer Grundlage beruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dasjenige aber, was in unserer Zeit stark lebt, erscheint vor dem hellseherischen Auge des Apokalyptikers als jene Figur, die sich aus Wolken herausbildet, sonnenähnliches Gesicht hat, in einen Regenbogen übergeht, und feurige Füße hat, von denen der eine auf dem Meer, der andere auf der Erde steht (Apk. 10, 1 u. 2). Man möchte sagen, das ist in der Tat die bedeutsamste Erschei­nung, die sich die gegenwärtige Menschenseele vor Augen stellen soll. Denn in dem, was oben wolkengeborenes Antlitz ist, liegen die Gedanken, die dem Geisterlande angehören; in dem, was Re­genbogen ust, liegt die Gefühlswelt der Menschenseele, die der Seelenwelt angehört; in den feurigen Füßen, die aus der Kraft der meerüberdeckten Erde heraus ihre Kraft erhielten, liegt das, was im Leibe des Menschen enthalten ist, der mit der physischen Welt zusammengehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|203}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden da, ich möchte sagen, auf das eigentliche Kultur­geheimnis der Gegenwart hingewiesen, das sich ja zunächst so äußert, daß die Menschen nicht gleich dreigespalten erscheinen, sondern so erscheinen - was ja in unserer jetzigen Zeit nun mit Händen zu greifen ist -, daß wir Wolkenmenschen haben, die nur denken können, während verkümmert sind die beiden anderen Teile: Regenbogen und Feuerfüße, daß wir Regenbogenmenschen haben, bei denen vorzugsweise das Gefühl ausgebildet ist, die auch zum Beispiel die Anthroposophie nur mit dem Gefühl erfas­sen können, nicht mit dem Verstande. Aber sie sind nicht nur in der anthroposophischen Gesellschaft, sondern auch draußen in der Welt vorhanden. Diese Menschen können die Welt nur mit dem Gefühl erfassen; bei ihnen ist verkümmert Denken und Wil­le, aber das Gefühl ist besonders ausgebildet. Dann gibt es heute Menschen, die eigentlich so handeln, wie wenn sie bloß den Wil­len hypertrophiert ausgebildet hätten. Verkümmert ist ihr Denken und Gefühl: Stiermäßig handelnde Menschen, nur den unmittel­bar äußeren Impulsen hingegeben - die feuerfüßigen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Vision Johannes des Apokalyptikers stellt schon auch diese drei Arten von Menschen dar, die wir antreffen im Leben. Wir müssen uns mit diesem Geheimnis gerade der heutigen Zivi­lisationsepoche schon bekanntmachen, damit wir in der richtigen Art die Menschen betrachten. Dies kommt ja übrigens auch her­aus, wenn man die großen Weltereignisse anschaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie einmal hin auf alles dasjenige, was jetzt in Rußland geschieht. Wir haben den Einfluß der Wolkenmenschen, der vor­zugsweise denkenden Menschen, bei denen Gefühl und Wille verkümmert sind. Den Willen möchten sie übergeben dem sozia­len Mechanismus, das Fühlen wird von ahrimanischen Mächten in Anspruch genommen, weil die Menschen es nicht selber in der Hand haben. Denker sind sie, aber weil der Erdenmensch durch­aus ahrimanisch und luziferisch gestaltet ist, ust ihr Denken so, daß man sagen kann - ich werde ein Bild gebrauchen, das jedem als ein durchaus selbstverständliches Bild erscheint, der Geustes­wissenschaft kennt; abschrecken wird es nur den, der sich erst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|204}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hineinleben muß in solche Sachen -: Wenn man die Gedanken von Lenin und den anderen nimmt und betrachtet diese Gedan­ken als ein Bild, wie sieht dasjenige aus, was ein Zusammenfluß der Gedanken Lenins, Trotzkis, Lunatscharskis und so weiter ist? Stellt man sich eine Welt aus diesen Gedanken vor, so bekommt man dasjenige, was man in der Physik ein Kraftsystem, ein System von Kräften nennt. Ja, meine lieben Freunde, mit diesen Kräften könnte man, wenn man ein Elementarriesengeist wäre, über eine weite Gegend hinaus Wolken formen, Donner und Blitze erregen, wenn man die Kräfte eben in Wolkenregionen betrachtet. Aber sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gehören nicht auf die Erde. Es ist ein Bild, das Sie vielleicht über­raschen wird, aber derjenige, der in die okkulten Hintergründe des Daseins hineinsieht, muß das sagen. In den Köpfen der füh­renden Russen weben und leben dieselben Kräfte, die im Blitz sind, die in den Wolken geformt werden über unseren Köpfen und die zur Erde die Blitze niederstrahlen, die Donner rollen. Dahinein gehören diese Kräfte, sie wirken deplaziert in den füh­renden Menschen des Bolschewismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, da haben Sie dasjenige, was in bezug auf vieles, was in unserer Zeit da ist, dem Apokalyptiker vorausschauend ganz klar ist. Und er wußte, solch ein epochaler Abschnitt, der umfaßt ja immer eine Zeit, die man auch schon nach der Zahl angeben kann. Ich habe ja selbst, meine lieben Freunde, eine bestimmte Anzahl von Jahren approximativ angegeben für denjenigen Zeit­raum, der etwa so etwas umfaßt wie die Bewußtseinsseelenent­wickelung, die Gemüts- oder Verstandesseelenentwickelung. Ich habe es angegeben als den zwölften Teil von 25 920 Jahren, die entsprechen einem solchen Abschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, es war wirklich für mich lange Zeit eine außerordentlich beschwerliche Crux, gerade an der Stelle mit der Apokalypse zurechtzukommen, von der ich jetzt spreche. Denn da wird von dem Apokalyptiker angegeben, daß er weissagt: 1260 Tage. In Tagen spricht man oft, wenn eigentlich Jahre gemeint sind. Aber wie kommen wir da beim Apokalyptiker auf die Zahl 1260? Es bedurfte schon eingehender Forschung, um dahinter zu kommen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|205}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
daß diese 1260 Tage (Apk. 12, 6) - verzeihen Sie den trivialen Ausdruck - ein wirklicher Druckfehler in den Überlieferungen der Apokalypse sind. An der Stelle soll es heißen «2160 Tage», dann stimmt es mit dem, was man auch heute sehen kann. Es ist sehr leicht möglich, daß irgend einmal in einer Schule, wo die Überlieferung besorgt worden ist, gerade weil man sehr viele Zahlen beim Schauen in Spiegelbildern sieht, eine Undeutlichkeit entstanden ist. Das ist aber etwas, was beim tieferen Hineinleben in die Apokalypse weniger in Betracht kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen Menschen nun, die so innerhalb der Rasse dastehen, daß sie eigentlich Wolkenmenschen sind, denen stehen wiederum die anderen gegenüber, die Regenbogenmenschen sind. Bei ihnen ist das Denken verkümmert, sie leben mit traditionellen Gedan­ken am liebsten, sie haben eine gewisse Scheu, mit den Gedanken an die geistige Welt heranzugehen. Zahlreiche Menschen gerade in mitteleuropäischen Gegenden treten uns als solche Regenbogen-menschen entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je weiter wir nach Westen gehen, desto mehr verkümmert ist eigentlich Denken und Fühlen und wir kommen zu krankhaften Ausbildungen der feuerfüßigen Menschen. Solche feuerfüßige Menschen sind gerade in den westlichen Gegenden Europas und vermutlich in Amerika zahlreich zu finden, so daß wir nach dieser Richtung auch die Erde gliedern können: Im Osten gibt es viele Wolkenmenschen, in der Mitte viele Regenbogenmenschen, im Westen viele feuerfüßige Menschen. Und man könnte sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgebreitet ist über die Erde, wenn man sie geistig von außen ansieht, etwas wie ein Bild gerade der Gestalt, die uns hier beim Apokalyptiker entgegentritt, wenn wir die Rassenentwickelung in Betracht ziehen. Würden wir uns etwa von der Erde erheben -geistig, man kann das nicht im Luftballon oder im Luftschiff machen -, würde man sich geistig erheben vielleicht von einem Punkte aus, der in Westfalen liegt, in die Höhe hinauf und würde zurückschauen auf die Erde, so würde Asien eine Art wolkenähn­liches, Sonnenformen annehmendes Gesicht haben; über Europa würde man Regenbogenfarben ausgebreitet sehen, und weiter hinüber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach Westen Feuerfüße, von denen der eine im Stullen Ozean steht, der andere auf den südamerikanischen Anden. Und man würde die Erde selber unter duesem Bild bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, meine lieben Freunde, diese für unsere Zeit tief ein­schneidendsten Weissagungen des Apokalyptikers sind etwas, was für das Priesterwirken außerordentlich wichtig ist, denn darin besteht ja gerade dieses große Rätsel unserer Zeit, das sich heraus­gebildet hat seut Napoleon. Unter dem Einfluß des Napoleonis­mus, des ersten Napoleon, entstand ja erst eugentlich mit voller Deutlichkeit dieses Streben der Menschen in due Rasse, in die Nation hinein, das heute in einer so unverständigen Weise durch den Wilsonianismus zum Ausdruck gekommen ist. Das ist ja et­was ganz Furchtbares, wie heute die Menschen hineinstreben in Rassen und Völker und wie sie allen Kosmopolitismus im Grunde begraben wollen. Das kommt aber daher, daß dieser Durchgang durch den Schwellenort eben vorliegt. Und wie sich der Mensch bei seiner Entwickelung in die geistige Welt spaltet, so spalten sich in Regionen, die dem einzelnen Menschenindividuum unbe­wußt bleiben, die Erdenmenschen nach Wolkenmenschen, Regen­bogenmenschen, feuerfüßigen Menschen. Diese Dreispaltung des Menschen, wie ich sie beschrieben habe für den einzelnen Men­schen in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», sie ist nun für die Erdenmenschheit eingetreten, sie ist jetzt da. Das gewaltige Bild, das der Apokalyptiker zeichnet, ist da in Asien, in Europa, in Amerika. Und die Menschen können zu­nächst nicht den Zusammenklang der drei Teile finden; statt den Zusammenklang in der Vereinigung zu suchen, suchen sie die Zersplitterung, und im einzelnen tritt das ganz merkwürdig auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann in diesem ganz äußerlichen Denken, das die Men­schen ergreift, zum Beispiel sehen, wie sich die Menschen nicht zusammenfinden in innerem Verstehen, sondern oftmals sich zu­sammenschließen nach Äußerlichkeiten. Wir können zum Bei­spiel sehen, wie zwischen Böhmerwald und Fichtelgebirge, von den Erzbergen im Politz-Adersbacher Sandsteingebirge herunter bis zur March, bis zum ehemaligen Preßburg - Pozsony hieß es&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|207}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Ungarn, ich weiß nicht, wie es heute heißt -, wenn wir die Mannhartsberge als Südgrenze nehmen, daß sich da in den Tsche­chen ein im eminentesten Sinne wolkenmenschliches Volk findet, das nur das Denken ausgebildet hat, und daß dieses nicht mit innerem Verständnis zusammengekommen, sondern zusammen-geschweißt worden ist mit den ganz anders gearteten Slowaken, bei denen das Denken gar nicht vorhanden ist, sondern die Re­genbogenmenschen im ausgesprochenen Sinne des Wortes sind. Wir sehen auf der anderen Seite, wie ganz äußerlich wiederum ein anderes Verhältnis, das kurz vorher gebildet worden ist, aufgelöst wird. In alldem waltet kein Geist mehr, sondern Erdenmenschen­tätigkeit, die den Geist ausschließen will. Wir sehen die ganze Slowakei kurz vorher losgelöst von Böhmen, Mähren, Schlesien, das das Gebiet ist, das ich vorher angegeben habe. Wir sehen diese ganze Slowakei früher vereinigt mit dem magyarischen Lande und mit den echten Magyaren. Sie müssen nur unterscheiden die ech­ten Magyaren von den eingewanderten Magyaren, die man schon an den Namen erkennt. Der echte Magyar heißt so, daß man es im Westen gar nicht aussprechen kann, besonders wenn er noch älter ist; er heißt aber Hirschfeld, wenn er einer der besonders schrei­enden und agitatorischen Magyaren der Gegenwart ist. Man muß schon auf die echten Magyaren zurückgehen. Bei diesen hat man es zu tun mit ausgesprochen feuerfüßigen Menschen, die kurze Zeit zusammengeschweißt waren mit den Regenbogenmenschen der Slowakei. So wird gewürfelt von dem heutigen Welt-Ungeist, daß die Slowaken früher mit den Magyaren, jetzt mit den Tsche­chen zusammengeworfen werden. So wird überhaupt heute ge­würfelt. Das drückt sich auch in den tiefergehenden Symptomen aus, darin zum Beispiel, daß ein wirklich bedeutender Mensch wie Masaryk, der an der Spitze der Tschechoslowakischen Republik steht, eigentlich Slowake ist, nicht Tscheche. Aber wer Masaryk kennt, weiß, daß er eben ein Regenbogenmensch ist, der gar nicht denken kann. Man lese seine Bücher und man wird sehen: In seinen Büchern denkt die Zeit. Er ist ein Regenbogenmensch, ein echter Slowake.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|208}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß nach duesen Kategorien die Menschen der Gegenwart schon anschauen können, um zu sehen, welches Zufallswürfel­spiel eigentlich getrieben wird, das natürlich im Weltenkarma schon begründet ist. Da müssen wir blicken auf jenes Zeitalter -das das unsrige eigentlich ist -, das von sich sagen kann, daß es immer mehr in das Bewußtsein der Menschen, in die Bewußt­seinsseele hineingeht. Vorher sahen die Menschen draußen die Sternenschrift geschrieben, sie sahen alles draußen geschrieben, was Inhalt ist von alter Tradition, von alter Weisheit. Was in alten Büchern steht, trägt dieser dreigespaltene Mensch wie Erinnerung an sich. Sieht man hin nach gewissen Stätten, so sieht man diese Gestalt, die ausgebreitet ist über Asien, Europa, Amerika. Was in den an Mysterien reichen Stätten Mazedoniens, Griechenlands, Kleinasiens, alles was in Ephesus, Samothrake, Delphi und an anderen Orten verkündet worden ist über die Welt, das ist das Buch, das erhalten ist aus den alten Zeiten; es ist in der Hand jenes Engels, der aus Wolken sein Antlitz, aus Regenbogen seine Brust, aus Feuer seine Füße bildet und mächtig dasteht. Aber all das ist für den Bewußtseinsmenschen heute so, daß wir das nur so rege und belebend erhalten können, wenn wir aus unserem Innern heraus den Quell suchen, wodurch wir das geistige Schauen ler­nen. Wir müssen das Buch, das vorher von außen geholt werden konnte, «verschlingen», in uns hineinbringen. Zunächst ist dieses Buch, das die Weltgeheimnisse enthält, für manche erst süß im Munde. Es kommen die Leute zu dem, was geistige Anschauung geben will, schon mit einer großen Vorliebe, es schmeckt ihnen wie Honig. Wenn aber die eigentlichen tiefen Lebenserfordernisse kommen, die zusammenhängen mit einer geistigen Erfassung der Welt, dann wird, gerade wenn es an den heutigen materialistisch gewordenen Menschen herantritt, das, was süß wie Honig ist nach den Worten des Apokalyptikers, zu einem Grimmen im Bauche, das schmerzhaft ist, wenn verdaut werden soll, was als geistige Nahrung den Menschen so notwendig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir auf all das hinschauen, dann müssen wir schon zu­gestehen: Bei diesem Würfeln, bei diesem Durcheinanderwerfen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|209}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da wird es notwendig, daß gerade aus derjenigen Geistgewalt, die uns den dreigliedrigen Menschen zeigt, jene Kraft kommt, die alles neu ausmessen kann. Ein Rohr wird gegeben vom Himmel herunter, eigentlich eine Meßlatte, mit der alles neu gemessen werden soll (Apk. 11, 1ff.&amp;gt;. Nun sehen Sie auf unsere Zeit hin, meine lieben Freunde. Muß nicht neu gemessen werden? Müssen wir nicht auf jenes abstrakte Gebilde der Länderkarte hinzuzeich­nen so etwas wie Asien als Wolkengestalt, Europa als regenbo­genfarbig koloriert, Amerika als feuerfüßig? Müssen wir nicht alles neu abmessen vom Gesichtspunkte des Geisteslebens aus? Stehen wir nicht mitten darin in der Ausführung desjenigen, was die Apokalypse uns darbietet?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fassen wir dieses, worin man drinnenstehen muß, mit vollem Bewußtsein auf, und wir kommen aus dem Laientum, das heute so viel im tiefsten Unterbewußtsein tun muß, heraus zu dem kei­neswegs rationalistischen Erfassen der Zeitaufgaben durch das, was neues Priestertum sein soll. Sehen Sie, das ist dasjenige, was gerade in Anlehnung an die jetzt vorliegenden Kapitel der Apo­kalypse gesagt sein soll. Die Dinge stimmen bis ins einzelne hin­ein. Wir werden das, was wir über Rassen- und individuelle Ent­wickelung zu sagen haben, dann gut sagen können, wenn wir morgen auf diese Dinge noch eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|210}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= FÜNFZEHNTER VORTRAG Dornach, 19. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen uns nun vorstellen, meine lieben Freunde, wie in unserer Zeit - natürlich in einem bestimmten Niveau zurückwei­send auf frühere Erdenerlebnisse - vorher keimhaft sich andeuten gewaltige spätere Umwälzungen. Wir können uns vorstellen, wie dasjenige, was mit den Wehen und so weiter in der Apokalypse steht, gerade in unsere Zeit so oft hereinspielt, und wie die Be­wußtseinsseele damit ergriffen werden kann (Apk. 8,13 / 9,12 / 11,14).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun müssen wir uns ja klar sein darüber, daß dasjenige, was ich gestern interpretierend geschildert habe, einen bedeutenden Einfluß auf die Gesamtgestaltung der menschlichen Evolution hat. Wir müssen dabei nur bedenken, daß die Dinge, die sozusa­gen im geistigen Felde vor sich gehen, weniger von Zeitgenossen und überhaupt wenig in unserer Zeit berücksichtigt werden, daß sie aber, wenn sie heute auch rein als solche geistigen Ereignisse angesehen werden, dennoch ihre weit über das Menschenbewußt­sein hinausgehende unermeßlich starke Wirksamkeit haben. Wenn ich zum Beispiel gestern davon gesprochen habe, daß ge­wisse führende Persönlichkeiten des europäischen Ostens von heute Gedanken hegen, die eigentlich die Kraft darstellen, die in den Wolkenbildungen spielen sollte, so ist das so, daß allerdings das, was heute in den Köpfen der russischen Führer vor sich geht, einmal, wenn es vom Keimhaften immer mehr und mehr in die späteren Wachstumszustände übergehen wird, darstellen wird dasjenige, was dann erscheinen wird als Wolkenereignisse. So daß man sagen kann, daß zum Beispiel die heutigen Umwälzungen in Rußland später einmal darstellen werden mächtige, ich möchte sagen Gewitterevolutionen, die sich über den Köpfen der Men­schen abspielen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kommen wir nun auf etwas, was auch zu den Geheimnissen des apokalyptischen Schauens gehört und was wiederum eine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|211}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stelle in der Apokalypse aufklären soll. Wir kommen dadurch immer mehr zu einer eigentlichen Interpretation der gewaltigen Visionen der Apokalypse, wir kommen zu dem, was wir uns mit unserem heutigen menschlichen Erleben ganz klarmachen sollten. Wenn wir den kurzen Zeitraum anschauen, in welchem wir heute gewohnt sind, das Leben anzuschauen, ohne dabei durch waghal­sige, zumeist törichte Hypothesen zum Anfangszustand oder zum Endzustand der Erde zu gehen, wenn man diesen Zeitraum über­sieht, ohne die geistige Beobachtung zu Hilfe zu nehmen, dann kann man sagen: Draußen geht die Natur ihren Gang. Wir sehen, wie kleinere Naturereignisse sich abspielen in den Jahresläufen, wie die größeren Naturereignisse sich abspielen in Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüchen und so weiter. Aber daneben gehen - ohne daß wir heute gedrängt sind, wegen des kurzen Zeitraumes, den wir überblicken, einen Zusammenhang zu konstruieren -, daneben geht das, was wir als Geschichte be­zeichnen, die Ereignisse dreißigjähriger Krieg, Ludwig XIV. und so weiter. Sie folgen einander oder sie gehen gleichzeitig vor sich, und es fühlt sich niemand gedrängt, einen Zusammenhang zwi­schen den zwei Reihen, den Naturereignissen und den geschicht­lichen Ereignissen, zu konstruieren, die man als parallelgehend ansieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht nur einen größeren Zeitraum zu überschauen, und man wird sogleich sehen, wie irreführend diese bloße Paral­lelvorstellung ist. Wenn man nämlich wirklich vom gegenwärtigen Erdenleben zurückschaut in ein früheres Erdenleben - was natür­lich heute noch als Theorie aufgefaßt werden muß, solange es nicht in Imaginationen, die der Geistesforscher gibt, begriffen wird -, wenn man dasjenige, was wiederholte Erdenleben sind, in die Realität, in das wirkliche Erleben hereinbringt, dann bekommt man sogleich den Eindruck: Man schaut hinaus auf die Wiese, in den Wald, und bemerkt, wie anders diese Dinge doch sind, als sie waren, als man in der vorigen Inkarnation auf der Erde war. Man merkt das, auch wenn man in einer durchaus ganz verschiedenen Gegend ist. Denn alles auf der Erde verändert sich fortwährend,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|212}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wo man auch war, die Pflanzenwelt namentlich, die Tierwelt, sie haben einen ganz anderen Charakter angenommen. Man emp­findet das zunächst in dem Augenblick, wo man etwas von der vorigen Inkarnation gewahr wird und dann wieder freimütig in die Natur hinaussieht, man empfindet das als etwas außerordent­lich Bestürzendes, Verblüffendes. Man bekommt etwas wie durch ein inneres Gefühl: Es hat sich dasjenige, was man da in der Um­gebung sieht, gar nicht aus dem herausgehoben, was zu der Zeit der früheren Inkarnation da war, sondern das Wesentliche ist wo­anders hergekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist so: Mit der gewöhnlichen naturwissenschaftlichen Welt­anschauung sieht man das, was als Natur fortläuft, in einer sol­chen geraden Linie (es wird an die Tafel gezeichnet). Das wäre das Jahr 1924&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 212.png|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun stellt man sich ja vor, dasjenige, was da heute auf der Wiese wächst, das sei halt entstanden aus den Samen des vorher Gewachsenen; und zurück bis 1260, 895 und so weiter verfolgt man nun immer Samenhervorgehen aus Samenhervorgehen und stellt sich das in einer geraden Linie vor. Das war aber nicht so. Ich habe öfter darauf aufmerksam gemacht: Die Körper, die Sie heute an sich tragen, die haben Sie, von wenigen Einschlüssen abgesehen, nicht vor sieben bis acht Jahren an sich getragen. Manches verhärtet sich im Lauf des Lebens - ich habe das darge­stellt im anderen Kurs -, aber jedenfalls haben Sie nichts von dem, was Sie heute in sich tragen, als dreijähriges Kind in sich gehabt. Die ganze physische Materie ist ausgewechselt. Und so ist auch in der Wiese mit allen Blumen nichts von dem, was in früheren Zeiträumen da war, sondern man muß sich vorstellen: Dasjenige, was heute Wiese ist, ist aus geistigen Welten heruntergestiegen; das, was damals Wiese war, ist wiederum aus geistigen Welten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|213}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
herabgestiegen und so fort, und dasjenige, was Wiese war vor Jahrhunderten, ist ganz vergangen. Es vererben sich nicht nur physische Keime fort, sondern es treten fortwährend Geistkeime aus den oberen Regionen an die Stelle dessen, was da war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dann, wenn man sich sagt, dasjenige, was heute Wiese ist, das war, sagen wir im 13. Jahrhundert nicht Wiese, sondern da war eine andere Wiese, die mittlerweile gestorben ist, dann, wenn man dies zuerst erfaßt hat, bekommt man eine Vorstellung von der Mission des Schnees, man bekommt eine Vorstellung davon, daß er der Träger des fortwährenden Absterbens ist. Schnee er­neuert sich jedes Jahr, auch das Eis, und indem in diese ganz elementare Gestaltung, die da in der Dynamik des Schnee- und Eisbildens liegt, fortwährend die Natur hineinstirbt, wird sie von oben fortwährend wieder erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist es durchaus in unserer Zeit. Aber es ist das auch ein Zustand, der nicht ganz bleibend ist. Wir werden gleich davon sprechen. Vorher möchte ich erst noch das folgende sagen: Indem man dies entdeckt, wenn man hinausschaut auf die Wiese - es hat darauf keinen Einfluß, ob man in einer Gegend vorher inkarniert war - und so ihr Hervorgehen über Schnee und Eis aus überirdi­schen Regionen merkt, weiß man: An der Wiese hast du mitge­baut in der Zeit von deiner letzten Inkarnation bis heute. Das, was du da selber in der jetzigen Inkarnation um dich hast, auch in der Natur, daran hast du mitgebaut. - Das merkt man zunächst; und nachher wird man gewahr, wie auch das nur ein vorübergehender Zustand ist. Die Naturgelehrten meinen immer, wenn sie irgend so etwas entdecken, was da draußen vor sich geht, das seien alles bleibende Zustände. Das ist aber im Grunde genommen Unsinn. Es bleibt nichts in Wirklichkeit. Es ist in Wirklichkeit so, daß die Dunge bis in die Naturgesetzlichkeit hinein sich verändern. Daher sind auch die Naturgelehrten in unserer Zeit dazu gekommen, nur die allerabstraktesten Naturgesetze als die bleibenden anzu­schauen. «Jede Wirkung hat eine Ursache», «Materie ist kon­stant»; solche Allgemeinheiten, die eigentlich gar nichts besagen, die werden dann als die ewigen Naturgesetze angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|214}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ust auch dueser Zustand, der uns due Erde um Wandel zeugt - um Grünenden des due Feuchtugkeut un Wärme auflösenden Sommers, um Welkenden des due Feuchtugkeut un Eus und Schnee verfestugenden Wunters -, er ust etwas, was nucht ummer da war und was nucht ummer da seun wurd. Es wurd vuelmehr eun Zustand euntreten, un dem etwas da seun wurd, was jetzt gar nucht da ist. Sehen Sue, wur haben heute den wechselnden Zustand - uch möch­te das ganz fest hunstellen und würde gerne haben, daß Sue das auch fest erfassen -, wur haben heute den wechselnden Zustand (es wird an die Tafel geschrieben):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Sommer, auflösend durch Wärme das Wässerige,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Winter, verhärtend durch Kälte das Wässerige zu Eus und Schnee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwuschen duesen beuden haben wur nun als eunen hin- und her­pendelnden Zustand den Herbst und den Frühling. Das wird all­mählich sich ausgleichen. Es wird nicht mehr so entschieden Som­mer sein, wo das Wässrige ganz aufgelöst wird, und nicht mehr so entschueden Winter, wo das Wässrige ganz zu Eis und Schnee verhärtet sein wird, sondern es wird eun Zwischenzustand eintre­ten, wo das Wässrige eine andere Konsistenz haben wird, eine wesentlich dickere als im Sommer, die nicht einfach in eine andere übergehen wird, sondern die bleiben wird. Eis und Schnee werden dann nicht so aussehen wie heute, sondern sie werden aussehen wie eine spiegelnde Masse, die durchsichtig ist, eine durchsichtige spiegelnde Masse, die Sommer und Winter bleibt. Wir haben da das Gläserne Meer, dessen Eintreten vom Apokalyptiker in der Apokalypse geschildert wird (Apk. 15,2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben hingewiesen auf eine Naturerscheinung, die wir erfassen aus dem Anschauen der Naturereignisse, wir haben sie in die Zeit hereingestellt; und sehen Sie, da wir nun auch wissen, daß dasjenige, was um uns herum gemacht wird, eigentlich von uns herrührt, daß wir dabei mitarbeiten, wie wir an der Wiese mitar­beiten, auf die uns unser Karma in den Inkarnationen stellt, so&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|215}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
müssen wir das auch ausdehnen können auf die große Umgestal­tung der Erde. Es ist richtig, der Mensch wird durch dasjenige, was er an Intellektualität durchlebt im Bewußtseinsseelenzeitalter, immer mehr und mehr gerade durch seine innere Dynamik beitra­gen, das gläserne Meer zu erzeugen, so daß die Menschheit in ihrem Zusammenwirken an den großen Ereignissen der Zukunft beteiligt sein wird. Da haben Sie nicht nur einen bloßen Paralle­lismus, da haben Sie ein einheitliches Wirken desjenigen, was sich im Menschen abspielt und desjenigen, was sich draußen in der Natur abspielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, jetzt werden Sie auch noch ein anderes zu begreifen vermö­gen, das ist das folgende, über das wir uns klar sein müssen: Wenn wir hineinkommen in dasjenige Göttliche, das im Gleichgewichts-zustande, in dem sich immer wiederholenden Gleichgewichtszu­stande zwischen dem Luziferischen und dem Ahrimanischen ist, und wenn wir dies in seiner tiefsten Wesenheit erfassen, so kom­men wir darauf, daß überall - wenn wir richtig schauen -, wo nicht Einfluß Luzifers und wo nicht Einfluß Ahrimans ist, eben das ist, was von dieser fortschreitenden göttlichen Geistigkeit kommt, die mit der Menschheitsevolution verbunden ist. Wenn wir in den Reichen, in die fortwährend Luziferisches hereinflutet und in die fortwährend Ahrimanisches hereinflutet, auf das den Gleichgewichtszustand haltende Göttliche sehen, so finden wir als die Grundkraft von all dem, was da fortströmt, den Menschen sowohl äußerlich bildend, wie innerlich durchseelend und durch­geistigend: lautere Liebe. Diese Grundkraft ist lautere Liebe. Das Weltenall besteht seiner inneren Substanz und Wesenheit nach, insofern es das All des Menschen ist, aus lauterer Liebe, es ist nichts anderes als lautere Liebe. Wir finden innerhalb des dem Menschen zugeordneten Göttlichen nichts anderes als lautere Lie­be. Aber diese Liebe ist eben ein Innerliches, sie kann innerlich von Seelen erlebt werden. Sie würde niemals zur äußeren Erschei­nung kommen, wenn sie sich nicht zunächst ihren Körper bildete aus dem Elemente, dem ätherischen Elemente des Lichtes. Und wenn wir richtig okkultistisch die Welt anschauen, so kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|216}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir einfach dazu, uns zu sagen: Das Grundwesen der Welt ist als Licht äußerlich erscheinende innere Liebewesenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist das nicht eine Glaubensüberzeugung dessen, der in diese Dinge hineinschaut, sondern es ist eine ganz objektiv gewonnene Erkenntnis: Das Weltall, insofern der Mensch darin wurzelt, ist durch das Licht äußerlich zur Erscheinung gelangende innerlich wesentliche Liebe. Wesentlich, weil wir es zu tun haben mit all den Wesenheiten der höheren Hierarchien, die von dieser Liebe getragen werden und die diese Liebe innerlich erleben, was aber, wenn wir eine abstrakte Idee anwenden wollen, als Liebe er­scheint. Der äußere Schein der Wesen ist Liebe, und der äußere Schein von Liebe ist Licht. Das ist es, was man in allen Mysterien immer wieder und wieder betont hat, was nicht bloße Glaubens-überzeugung, sondern was die wirklich gewonnene Erkenntnis jedes wahrhaften Okkultisten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber ist es so, daß dieses eine Strömung ist im Weltenall, eine Strömung, die allerdings uns als Menschen im wesentlichen angeht, aber eben eine Strömung. Wir können uns gut vorstellen das Zeitalter des Materialismus seit dem 15., 16., 17. Jahrhundert, auch die Kulmination des Materialismus während der vierziger Jahre des 19. Jahrhunderts -, wir können uns gut vorstellen die Ausgestaltung des Materialismus nachher mit allem, was die Men­schen denken und tun, mit all den furchtbar zerstörenden Kräf­ten, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Menschheit wüten, obwohl dies von vielen noch gar nicht einmal richtig be­merkt wird. Und über all dem webt die im Lichte sich entfaltende göttliche Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, meine lieben Freunde, nehmen Sie einmal ganz reines Wasser, absolut kristallreines Wasser, und nehmen Sie einen schmutzigen Schwamm, einen Schwamm, der innerlich Schmutz enthält. Bringen Sie ihn in dieses kristallkiare, kristallreine Was­ser, tauchen Sie ihn ein, drücken Sie ihn zusammen, lassen Sie das Wasser wieder herausfließen - es ist schmutzig, trübe. Sie haben durch den schmutzigen Schwamm das kristallklare Wasser auf-saugen lassen, haben es wieder herausgepreßt, und es ist schmutziges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|217}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wasser geworden. Was kann das reine kristaliklare Wasser dafür, daß es als schmutziges Wasser herausfließt, wenn man den Schwamm auspreßt? Was kann die im reinen Lichte quellende göttliche Liebe dafür, daß sie aufgenommen wird vom Zeitalter des Materialismus wie das klare Wasser von dem mit Unreinlich­keit durchsetzten Schwamm, und dadurch in der nächsten Er­scheinung etwas ganz anderes wird? - So können wir das Bild sehen: Kristallklares Wasser, aufgesogen von einem schmutzigen Schwamm, wird trübes, untrinkbares Wasser. Die göttliche, im Lichte erscheinende Liebe, aufgesogen im Zeitalter der Bewußt­seinsseelenentwickelung von all den Ingredienzien des Bösen, die in der Zeit der Bewußtseinsseelenentwickelung latent oder offen­bar in der Menschheit wüten, wird der göttliche Zorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Geheimnis des nächsten Zeitalters, daß durch das­jenige, was in der Menschheit geschieht, die göttliche Liebe er­scheinen wird in der Form des göttlichen Zornes - des göttlichen Zornes, der schützen wird vor allen materiellen Gestaltungen, die entstehen infolge des materialistischen Bewußtseinsseelenzeital­ters, der schützen wird dadurch, daß er diese Gestaltungen unter­gehen läßt, vor dem weiteren schädigenden Wirken. Ausgehend von dem, was dem Apokalyptiker erscheint, spricht er von der Ausgießung der Zornesschalen im nächsten Zeitalter (Apk. 16,1ff.). Das ist dasjenige, was in den Mysterien ausgesprochen wurde in einem Satze, der furchtbar erschütternd auf den ange­henden Initiaten wirkte: In der Sphäre der menschlichen Illusion tritt die göttliche Liebe in der Form des göttlichen Zornes in die Erscheinung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein viele Jahrtausende alter, durch die Mysterien gehender Satz, der in prophetischer Weise in den Visionen Johannis lebt, indem in der Apokalypse dasjenige geschildert wird, was voran­geht, wodurch die göttliche Liebe getrübt wird, und was dann geschehen muß als die nötige Erfüllung des Vorangehenden: die Ausgießung des göttlichen Zornes in dem Zeitalter, in dem, in viel stärkerem Grade als im unsrigen, das was Menschen tun, Einfluß haben wird auf das Naturgeschehen. Denn der Parallelismus, der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|218}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Menschen zu der Illusion treibt, als ob die Natur und der menschliche Geist und die menschliche Seele nebeneinanderliefen, dieser Parallelismus herrscht nur in den mittleren Zeiten der Evo­lution und bringt da diese Illusion hervor. Sogar in den Anfangs-und Endzuständen der kleineren Evolutionen, zum Beispiel der Evolution von der atlantischen Katastrophe bis zum Krieg aller gegen alle, herrschte immer ein großer Einfluß auf die Naturereig­nisse durch das, was im Menschen vorgeht. Deshalb ist es keine Fabel, daß, als sich ein großer Teil der Menschheit in den letzten Phasen der atlantischen Entwickelung in großem Maßstabe mit schwarzer Magie befaßte, dasjenige, was die Menschen da verbra­chen in ihrem Befassen mit schwarzer Magie, sich in der atlanti­schen Katastrophe in Naturerscheinungen erfüllte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so werden viele Dinge, die jetzt geschehen, in Naturer­scheinungen sich erfüllen. Da wird es nur eines davon sein, daß die russische Revolution, die eben auch viele okkulte Ursachen hatte, vom Himmel herunter in Stürmen von Donner und Blitz, die ganze Sommer hindurch dauern werden, sich ergießen wird über die Köpfe der Menschen, und daß anderes, was in unserer Zeit angesammelt wird als Weltenelement in Trübung der göttli­chen Liebe, erscheinen wird in denjenigen Naturerscheinungen, die wir gar nicht anders zu deuten vermögen werden, denn als Verwandlung der göttlichen Liebe in göttlichen Zorn, durch die Illusionen der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satz ist schon so ausgesprochen worden, wie ich ihn vor­hin ausgesprochen habe. Aber das, was da der göttliche Zorn ausgießt über die Menschen, das ist in Wahrheit immer noch eine Offenbarung der göttlichen Liebe. Denn würde in diesem Zeital­ter die göttliche Liebe sich der Schwachheit der Menschen schein­bar erbarmen, so wäre es eben kein wirkliches Erbarmen. Es wurde über alles hinweggesehen, was als notwendige Folge der menschlichen Gedanken und Taten geschehen ist; es würde dies das Liebloseste sein, denn dann würde die Menschheit verderben. Einzig und allein durch die Ausgießung des göttlichen Zornes, der aber nur die Metamorphose der göttlichen Liebe ist, kann das,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|219}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was die Menschheit bewirkt hat an schädigenden Dingen, hinweg­geschafft werden, was sonst unsagbar schädigend wirken würde auf die weitere Entwickelung der Menschheit. Der in den Schrif­ten geschriebene Satz ist so alt, daß er in Europa sehr häufig noch in orientalischer Form ausgesprochen wird, indem man sagt: In der Region der Maya tritt die göttliche Liebe als der göttliche Zorn zutage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, da haben Sie wieder ein neues Beispiel, wo man an der Apokalypse sieht, wie gründlich sie aus den in der Welt wal­tenden wesenhaften Ingredienzien herausgeholt ist. Je tiefer man in sie eindringt, desto mehr findet man alles in dieser Apokalypse, was nun wirklich in eminentestem Sinne zeigt, daß man sich auf die Apokalypse verlassen kann - wenn ich mich trivial ausdrük­ken soll. Sie ist im Grunde dasjenige, was dem Priester die Er­kenntnis dessen gibt, was geschieht im menschlichen Weltenlauf. Sie war ursprünglich der Priesterschaft gegeben als das eigentlich Esoterische des Christentums, neben dem anderen, das exoterisch war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden nun die am Vortage schriftlich eingereichten Fragen besprochen [siehe Seite 196f ]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Ja, also ich habe das Brevier persönlich nieman­dem gegeben, sondern nur damals im Kurs. Wir müssen unter­scheiden zwischen jenen Versammlungen, die wir gehalten haben noch im Goetheanum, und den späteren. Die eine war im Herbst 1921 im großen Saal des Goetheanums, bei der eine große Anzahl von solchen Persönlichkeiten war, von denen gedacht werden konnte, daß sie sich interessierten für die Bewegung für christli­che Erneuerung. Dann haben wir im September 1922 die engeren Versammlungen gehabt, vor denen Sie sagten, daß Sie mit gründ­licher Vorbereitung kommen, und die dann dazu geführt haben, daß die Bewegung wirklich inauguriert worden ist und die erste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|220}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weihehandlung vollzogen worden ist. Das sind zwei Etappen. Bei der zweiten Versammlung gibt es keine Persönlichkeiten, die dann abgefallen wären, da sind ja damals alle wirklich eingekleidet und als berechtigte Priester erklärt worden. Bei dieser im streng­sten Sinn den Ausgangspunkt des Priesterwirkens bildenden Ver­sammlung, da gibt es kein Abfallen mehr. Bei der ersten Ver­sammlung aber waren solche Persönlichkeiten, die dann nicht nur nicht Priester geworden sind, sondern von denen Sie gesagt ha­ben, daß sie sich sogar feindlich stellen, richtig feindlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Rittelmeyer.. Zum Beispiel der Jugendpastor Bruno Meyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner Klein spricht von der Verbreitung des Breviers. Es fehle die klare Kontrolle, wo es überall hingekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Und es gibt keine Möglichkeit, einen Überblick zu haben über die Persönlichkeiten, die damals im Herbst 1921 da waren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teilnehmer: Doch, die gibt es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Andere Persönlichkeiten haben das Brevier wohl nicht bekommen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Doldinger: Aber die haben es weitergegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teilnehmer bitten, gegebenenfalls eine Vormeditation zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: An eine Vormeditation müßte zuletzt gedacht werden. Ich möchte, bevor ich über diese Sache spreche, die andere von Ihnen gestellte Frage berühren, die mir im Zusammen­hang damit wichtig zu sein scheint, daß ist die Frage [aus dem Zettel vorlesend: Frage von Johannes Werner Klein], ob man gut daran tut, weiterhin den Schwerpunkt auf das extensive Element zu legen, oder ob es im Interesse der besseren Vorbereitung auf die zukünftigen Aufgaben besser ist, den Schwerpunkt auf die Intensive Vertiefung der eigenen Persönlichkeit zu legen. Man&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|221}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kann vielleicht nicht so ohne weiteres den Zusammenhang zwi­schen den beiden Fragen sehen, aber er ist da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter allen Umständen müßte die Möglichkeit gesucht wer­den, im jetzigen Stadium des Wirkens der Priesterschaft noch nicht einzuhalten mit der extensiven Arbeit, wie Sie sie nennen. Es kann verstanden werden, wie sehr das Bedürfnis nach einer inneren Vertiefung dringend ist, und es kann auch verstanden werden, wieviele Sorgen eben dasjenige, was hier mit dem Satz zusammengefaßt wird «Abbau der physischen und seelischen Kräfte», manchem im Kreise seit Herbst 1922 bereitete. Es kann das alles verstanden werden. Aber Sie dürfen nicht vergessen, meine lieben Freunde, daß diejenigen Dinge, die im ganzen Ernste aus der spirituellen Welt getan werden können, bis zu einem ge­wissen Punkte auch getan werden müssen in bezug auf das Exten­sive. Vorher haben wir keine Berechtigung, uns auf uns selbst zurückzuziehen, bevor wir nicht diesen Punkt erreicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit mehreren unserer Bewegungen haben wir da ganz furcht­bare Schläge erlebt, wie Sie wissen; ich habe ja in diesem Sinne vieles in den vergangenen Jahren zu erleben gehabt. Als die Hoch­schulbewegung begründet worden ist, sagte ich zu denjenigen, die sie begründeten, die ihr ihren Ausgangspunkt verschafften: Ja gut, wenn ihr so etwas macht, dann müßt ihr aber wissen, daß man so etwas nur machen darf, wenn man aushält mit seinen Kräften, gleichviel ob man Erfolg oder Mißerfolg hat, es ist notwendig, daß man aushält bis zu einem gewissen Punkt in der Verfolgung des geraden Weges. Das ist dann nicht geschehen, daher der starke Rückschlag, der uns gerade von der Hochschulbewegung kommt, denn es hat uns eigentlich wenig so sehr geschadet wie die in sich, das heißt in den Seelen zerbrochene Hochschulbewegung, die vollständig im Sand verlaufen ist. An ihre Stelle ist so etwas wie eine Verinnerlichung von jugendlichen Seelen getreten, das, was eben heute da ist. Aber die Hochschulbewegung ist eigentlich ganz zersplittert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist natürlich nicht etwas, was sich mit Ihrer Bewegung vergleichen läßt, aber das eine gilt auch hier: Wir müssen, wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|222}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir eine Bewegung inaugurieren, die unmittelbar aus der geistigen Welt ihren Urimpuls hat, ganz absehen von Erfolg oder Mißer­folg, ganz absehen von dem, was wird, und nicht in uns selbst beschließen: wir ändern den Kurs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird ja wirklich manches noch recht schwierig werden. Was den Abbau der physischen Kräfte betrifft, so handelt es sich na­türlich darum, daß da die Mittel und Wege gesucht werden müs­sen, diesen physischen Kräften wiederum aufzuhelfen, daß aber diejenigen unter Ihnen, die vom Abbau der seelischen Kräfte sprechen, zunächst einmal sehr stark mit sich nach dieser Rich­tung zu Rate gehen sollten, bei sich selber die Frage zu beantwor­ten: Inwiefern kann mir dasjenige, was aus dem lebendigen Quell dieser religiösen, vom Christus-Impuls durchdrungenen Bewe­gung fließt, inwiefern kann mir das jederzeit die seelischen Kräfte auf der Höhe erhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seelischen Kräfte, meine lieben Freunde, sie müssen durch dasjenige auf der Höhe erhalten werden können, was durch Kul­tus und Lehre fließt. Für die physischen Kräfte muß man die physische Gesundung suchen. Aber die seelischen Kräfte - man kann geradezu sagen, daß es eine Art Erprobung dieser Priester-bewegung wäre, ob man imstande ist, aus der Situation dieser Priesterbewegung das herauszuziehen, was die seelischen Kräfte auch dann auf der Höhe erhält, wenn die physischen Kräfte noch so sehr abgebaut werden. Mut, innere Intensität für die konkrete Arbeit, klares Verfolgen der priesterlichen Ziele, damit verbunde­nes sicheres Stehen auf dem göttlich-menschlichen Boden, der die Seele fest trägt im Weltenall, das dürfen wir nicht verlieren. Denn sonst würde das ein Beweis dafür sein, daß gerade das, was das Stärkste sein muß, nicht stark genug wäre. Das ist auch etwas, was nicht richtig ist. Es ist stark genug. Daher ist der Abbau der see­lischen Kräfte etwas, was mit irgendeiner Art von Illusion ver­bunden ist, zumeist damit, daß von ganz anderen Seiten her Ur­sachen von Depressionen kommen, die da die hellen Strahlen verdunkeln, die von dieser religiösen Bewegung selbst ausgehen und die jeden Abbau der seelischen Kräfte verhindern. Sehen Sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|223}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nur nach, Sie werden überall die seelischen Kräfte finden, wenn man auch meinen könnte, daß sie abgebaut seien; sie sind abge­baut durch irgend etwas, was von außen hereinspielt, was man zu stark gelten läßt in bezug auf diese seelischen Kräfte und demge­genüber man zu wenig den geistigen Quell selber aufruft. Aber das kann anders werden, wenn man sich der hohen Mission dieses Priesterberufes im vollsten Umfang bewußt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, sehen Sie, wenn ich dies sage, so meine ich allerdings, daß dies schon die Voraussetzung dazu ist, daß wir überhaupt daran denken können, etwas zu tun, um das Brevier, das also gefährdet ist, zu seiner ursprünglichen Wirksamkeit zu bringen. Jedenfalls die zwei Dinge, meine lieben Freunde, müssen zusammenkom­men, wenn sich, und das kann ja bis morgen geschehen, heraus­stellen sollte, daß Ihr klar werdet über die Frage - und zwar nur in bezug auf die seelischen Kräfte, denn für die physischen Kräfte haben wir ja klinisch-therapeutische Unternehmungen -, wie Ihr das, was in bezug auf die seelischen Kräfte gilt, aus Euren eigenen Erwägungen heraus von allen Illusionen befreit, so daß der Bewe­gung die Schwungkraft bleibt, mit der sie anfangs da war. Dann läßt sich weiter sprechen, was wir, auch wenn es nicht möglich sein sollte, alle Breviere zurückzubekommen, zur Wiedergutma­chung desjenigen, was am Brevier geschädigt ist, unternehmen können. Darüber können wir morgen weiter sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|224}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= VORBESPRECHUNG vor dem sechzehnten Vortrag Dornach, 20. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Sie haben gewünscht, daß noch etwas besprochen wird vor dem Vortrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Werner Klein spricht. [Der Wortlaut wurde nicht mitgeschrieben.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Nicht wahr, ich wollte ja natürlich auf Ihre Frage hin meine Worte genauso formulieren, wie die Frage formuliert war, und Ihre Frage stand schon in organischem Zusammenhang mit dem, was Sie von dem Abbau der physischen und seelischen Kräfte geschrieben hatten, als eine Art von Begründung oder Beleg für die Alternative, ob Sie entweder mehr extensiv oder mehr intensiv arbeiten sollten. Und ich konnte kaum einen ande­ren Schluß daraus ziehen als den, daß das Bemerken dieses Ab­baus der Kräfte im Sinne der gestellten Frage auch dazu hätte führen können, daß den Winter hindurch weniger extensiv gear­beitet würde und mehr ein Zurückziehen der Priesterschaft auf die innere Arbeit stattfinden sollte. So hatte ich die Frage aufge­faßt, daß diese Alternative vorliegt: Soll es beim extensiven Arbei­ten bleiben, wie es inauguriert ist, oder soll man mit Rücksicht auf die physischen und seelischen Kräfte einmal eine Zeitlang mehr innerhalb der Priesterschaft arbeiten? - Ich weiß nicht, ob ich die Frage, so wie sie formuliert war, mißverstanden habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Werner Klein spricht dazu. [Der Wortlaut wurde nicht mitge­schrieben.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Also nicht wahr, das lag auch in meiner Antwort, daß die extensive Arbeit vorläufig eine Notwendigkeit ist. Aber das schließt natürlich nicht aus, daß, wenn die Dinge so liegen, wie Sie es darstellen, sich daraus vielleicht eine Notwendigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|225}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ergeben könnte, über das zu sprechen, was da der Abbau der seelischen Kräfte ist. Der Abbau der physischen Kräfte ist ja nicht anders zu nehmen als eben als eine medizinische Aufgabe. Der Abbau der seelischen Kräfte ist ja natürlich etwas, was unter Umständen schon erörtert werden müßte, in der Art, wie es verstanden wird. Doch, will zunächst noch ein anderer darüber sprechen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Emil Bock fragt über karmische Zusammenhänge. Danach spricht Friedrich Doldinger. [Die Ausführungen wurden nicht mitgeschrieben.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Was ich allein, ich möchte sagen, als die einzige Schwierigkeit fühle, ist, daß man überhaupt von Schwierigkeiten nach der seelischen Seite hin redet. Man redet nicht von Schwie­rigkeiten nach der seelischen Seite hin, wenn man überzeugt ist, daß sie nicht da sind. Da müssen wir doch eines nehmen, und das ist dies: Die Art, wie sich seit zwei Jahren, seitdem die erste Menschenweihehandlung stattgefunden hat, die Bewegung für religiöse Erneuerung entwickelt hat, ist doch so, daß sie - wenn man alle Faktoren in Betracht zieht, die für eine solche Entwicke­lung in Betracht kommen - eigentlich alle wirklich mit Befriedi­gung erfüllen kann. Natürlich, Mißerfolge oder Hemmungen, die von außen kommen, die auch natürlich daher kommen, daß nicht jeder gleich in der alleridealsten Weise seiner Aufgabe gewachsen sein kann, die gibt es überall. Aber wenn wir absehen von diesen Einzelheiten, die ja vielfach mit der Fortentwickelung der Arbeit selbst überwunden werden können, und die nach dem Hauptzug der Entwickelung der Bewegung für religiöse Erneuerung auch ganz sicher versprechen überwunden zu werden, wenn wir das alles wirklich in Erwägung ziehen, dann müssen wir sagen: In bezug auf die seelischen Hemmungen - wenn wir sie als Hem­mungen der Bewegung selber ansehen -, liegt in einem gewissen Sinne eine Illusion vor, denn innerhalb der Bewegung leben sich diese Hemmungen nicht als Hemmungen aus. Es geht ja, trivial gesprochen, ganz gut vorwärts mit der Entwickelung der Bewe­gung. So muß man sagen: Die Hemmungen, die vorhanden sind,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|226}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind mehr oder weniger privater Natur bei den einzelnen Persön­lichkeiten. Wenigstens muß man es so ansehen. Sie sind nicht so, daß man von ihnen so sprechen sollte, als könnte irgend etwas in der Bewegung davon beeinflußt werden. Diejenigen Dinge aber, die in der Bewegung selber liegen und die sich vielleicht heute noch als Hemmungen abspielen, das sind einige Punkte, die vielleicht ja doch eine Besprechung notwendig machen. Nur handelt es sich darum, wie man diese Besprechung gestalten will. Vielleicht ist es möglich, daß ich zuerst mit den Lenkern allein über ein paar Punkte spreche, namentlich über einen, bevor eine allgemeine Besprechung stattfindet. Oder vielleicht ist es nicht tunlich, eine Besprechung über den Kreis der Lenker hinaus zu führen, sondern es dann den Lenkern ... zu überlassen, wie sie das in dem Priesterkreis selbst behandeln wollen. Also das sind Fragen, die einfach in der Linie der Entwickelung liegen. Aber seelische Hemmungen, die geeignet wären, als Hemmungen der Bewegung als solcher aufgefaßt zu werden, die brauchen eigent­lich nach der ganzen Art der Entwickelung, die die Christenge­meinschaft genommen hat, nicht anerkannt zu werden, ich möch­te sagen, nicht als Realität, sondern da ist manches Illusionäre da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich muß sagen, wichtig ist heute noch gar nicht das, was in Jhrer Frage gelegen hat, das intensive oder das extensive Element in der Arbeit. Nicht wahr, dasjenige, was in Ihrer Frage liegt, das ist in vieler Beziehung, ich möchte sagen, gar nicht da, vor allem doch durch die Tatsachen, denn das Wesentliche für die Bewe­gung ist die Intensität im Substantiellen, die Tatsache, daß die Bewegung vorliegt. Und da muß ich sagen, in bezug auf diese Intensität im Substantiellen finde ich, daß die Bewegung essentiell in einer wirklich richtigen Orientierung vorhanden ist und heute den Charakter hat, mit dem Spirituellen zu gehen. Ich könnte ja verschiedenes anführen als äußeren Beleg für die Sache, was sich mir ergeben hat beim Durchschauen Ihres letzten Heftes, wo Sie ja über Punkte der Apokalypse gesprochen haben, wie sie auf die Gegenwart anwendbar ist. Man braucht ja gar nicht darauf einzu­gehen, inwieweit das zutrifft oder nicht. Darauf kommt es gar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|227}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht an. Aber daß überhaupt die Fragen so aufgeworfen und in dieser Weise behandelt werden, daß man also vom Substantiellen aus schreibt, das sich mit dem Geistigen verbinden kann, das sind Dinge, die zeigen, daß die Bewegung wirklich in der richtigen Bahn läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so könnte vieles angeführt werden über die Erfolge, die Sie haben; ich meine wirkliche, intensive, nach der Intensität ge­hende innere Erfolge. Ich möchte das so formulieren: Es ist doch ein Erfolg, daß es überhaupt möglich ist, in einer so ernsten Weise, wie das aufgefaßt werden muß, was von dieser Gemein­schaft ausgeht, über alle solche Punkte zu sprechen, und wenn man weiß, daß die Zeitschrift schon eine Auflage von 6000 hat. Ja, nicht wahr, Sie müssen doch auch das Positive in Rechnung zie­hen; das ist doch ein starkes positives Ergebnis. Wenn ich alles nehme, was in dieser Richtung liegt, sage ich mir: was ist heute religiös möglich geworden, in einer ganz anderen Weise, als das vorher möglich war. Wo ist denn vorher die Möglichkeit gewesen vor 6000 Menschen - Leser sind natürlich mehr da -, wo ist vor­her die Möglichkeit gewesen, in einer Zeitschrift über solche Din­ge überhaupt zu sprechen? Es ist die Möglichkeit gewesen bei Sektierern, großen oder kleinen Sekten, die im Grunde genommen nicht ernstgenommen werden; und wiederum, wenn in der mo­dernen Theologie, die ganz auf der Höhe der Zeit sein will, über diese Dinge gesprochen wurde, wurden sie in einem ungläubigen, rationalisierenden Sinne behandelt. Aber auch der Ton, in dem hier in Ihrer Zeitschrift über die Apokalypse gesprochen wird -das ist doch eine Errungenschaft, daß das in einer Zeitschrift, die eine Auflage von 6000 hat, getan werden kann. Solche Dinge muß man als das Positive in Rechnung stellen. Ganz objektiv möchte ich das werten. Da kann man nicht davon sprechen, daß die Be­wegung in ihrer eigenen Entwickelung irgend etwas von Hem­mungen zeigt, die heute als Hemmungen aufzufassen wären. Ebenso müssen Sie bedenken, wie ungeheuer stark der Kultus wirkt bei allen Gelegenheiten, wo er stattfindet. Stellen wir uns also vor, daß dies in derselben Weise fortgeht, wie es bis jetzt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|228}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegangen ist, so wird die Bewegung nach zehn Jahren wirklich der Menschheit dasjenige sein können, was sie ihr sein soll. Deshalb, wenn mit Ihrer Frage gemeint war, ob der bisherige Kurs einfach fortgeführt werden soll oder nicht - etwas anderes konnte ich aus Ihrer Frage nicht herauslesen -, so kann ich nur sagen: Es liegt nicht der geringste Grund vor, daran zu denken, in irgendeiner anderen Weise die Dinge zu impulsieren, als es bisher geschehen ist. Das ist dasjenige, was ich meine in bezug auf die Bewegung für religiöse Erneuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegt nun aber dies vor, daß in mancher Beziehung die ein­zelnen nicht auf der Höhe der Bewegung waren. Verzeihen Sie, daß ich bis zu diesem Grade deutlich werde. Darüber sollte man nicht unzufrieden, sondern höchst befriedigt sein, denn das bietet alle Garantie, daß der einzelne in die Bewegung immer mehr hin­einwachsen wird, die eine solche geistige Substanz hat. Das alles ist doch etwas, was die Seelen stärken kann. Und wenn Sie dazu noch dies nehmen, das doch auch etwas ist, daß mit Ihnen zusam­men zum Beispiel jetzt die Apokalypse nach den verschiedensten Seiten hin enthüllt wird, so müßte das auch wieder als etwas Positives genommen werden. Mir scheint, daß viel Illusionäres darin liegt, daß man die privaten seelischen Hemmungen, die da sind, auf die Bewegung überträgt. Denn das, was sich von Ihnen auf die Bewegung überträgt, wird durch das Persönliche gemacht, und das ist etwas, was nach und nach ganz sicher wieder heraus kommt. So möchte ich die Sache ansehen. Ich weiß nicht, ob das in der Tendenz Ihrer Fragestellung liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann dürfen Sie nicht davor zurückschrecken, in bezug auf diese Sache sich zu sagen: Wie können wir es dahin bringen, daß der Rest von evangelisch-protestantischer Theologie, der noch in uns ist, aus unserer Seele herauskommt? - Der muß eigentlich ganz und gar heraus, weil das eben ein Extrem vorstellt, ebenso wie nach der anderen Seite die katholische Praktizierung ein Ex­trem ist. Die katholische Kirche sagt: Was geht uns der einzelne Priester an, der hat überhaupt keine Bedeutung, der einzelne Prie­ster; sondern das, was in Betracht kommt, ist das Substantielle,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|229}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das durch die Kirche vorliegt. - Der einzelne Priester, sobald er die Stola trägt, ist eben der Repräsentant der Kirche, und niemals habe ich gesehen, daß die maßgebenden Persönlichkeiten in der katholischen Kirche irgendwie unglücklich sind über Depressio­nen einzelner Priester oder über noch viel andere Dinge, als es Depressionen sind. Sie sind nie unglücklich darüber, weil sie rech­nen auf die geistige Führung, die allerdings heute sehr anfechtbar ist, aber die ja doch zum Geistigen hingeht. Aber der Protestan­tismus hat sich dadurch, daß er alles auf die Persönlichkeit gestellt hat, aus dem Geist mehr oder weniger herausgelöst. Das war das andere Extrem, und das muß eben noch aus den Gemütern her­aus. Es muß wirklich auf die Realität des spirituellen Lebens ge­sehen werden, denn diese Realität ist eben einfach da; und wenn der einzelne weiß: Was auch mit mir selbst sein kann, was auch da brodelt und dünstet in meiner eigenen Seele - der objektive Gang des spirituellen Lebens ist da. - Wenn man es von diesem Ge­sichtspunkt aus betrachtet, daß ja in den Seelen begreiflicherweise noch etwas evangelisch-protestantisch-theologisches Bewußtsein ist, schon aus dem Studium, aus der Erziehung und so weiter heraus, dann werden Sie natürlich innerlich geheilt werden kön­nen von den Schwierigkeiten, die sich ergeben mit bezug auf die Bewegung. Ich meine nicht, mit Bezug auf die einzelnen Seelen mit ihrem privaten Fühlen, das gehört auf einen ganz anderen Platz. Das ist auch im Katholizismus so da; natürlich wird der Betreffende immer zu einem anderen kommen, sich Rat holen können und so weiter, aber die Kirche steht als geschlossene Ein­heit den Laien und Gläubigen gegenüber. Nur liegt bei der katho­lischen Kirche natürlich das vor, daß sie allmählich in eine ahri­manisch spirituelle Führung gekommen ist, was man ja wirklich belegen kann, daß es so ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab am Anfang des Jahrhunderts eine Enzyklika des dama­ligen Papstes gegen den Modernismus. Sie wissen, daß solche Dinge so geschrieben sind, daß es immer heißt: Wir verwehren oder wir verbieten das und jenes -, und dann werden die positiven Behauptungen hingestellt. So ist der Syllabus der sechziger Jahre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|230}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geschrieben und so ist auch die Modernistenbulle geschrieben. Bei der Prüfung, die ich anstellte, stellte sich heraus, daß das, was damals päpstliche Enzyklika war, tatsächlich eine geistige Offen­barung war, nur war bei dem Offenbaren in die Schrift überall dort, wo eine positive Behauptung war in der geistigen Urschrift, eine negative Behauptung hineingekommen, so daß die Bulle das genaue Gegenteil von dem sagte, was geistig geoffenbart wurde. Daraus ist zu sehen, daß die katholische Kirche überall ihre spi­rituellen Inspirationen durch Ahriman gefälscht erhält. Aber das hindert nicht, daß eben doch Spirituelles da ist. Dieses Spirituelle ist in dieser Christengemeinschaft im eminentesten Sinne in der­jenigen Richtung da, die der heutigen Entwickelungsetappe der Menschheit entspricht. Die Christengemeinschaft ist auf geistigem Boden von geistigen Wesenheiten gestiftet in Wirklichkeit. Das ist das, was, wenn es in vollem Ernste genommen wird, alle Schwä­chezustände der Seelen heilen kann. Wir werden noch über man­ches sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|231}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= SECHZEHNTER VORTRAG Dornach, 20. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Jetzt möchte ich zuerst auf etwas zurück­kommen, um bei unserer Betrachtung dann davon auszugehen. Ich habe darauf aufmerksam gemacht, wie in der Tat, wenn man es richtig betrachtet, das Merkwürdige sich herausstellt, daß in den unterbewußten Sehnsüchten der Menschenseele heute wirk­lich ein starkes Bedürfnis nach Spiritualität lebt, und daß dasjeni­ge, was auf der Oberfläche verläuft, was äußerlich auf dem phy­sischen Plane erlebt wird, im Grunde etwas ganz anderes ist als das, was in Wahrheit in den Seelen der heutigen Menschen vor­geht. Nun gibt es dafür gerade heute, ich möchte sagen, eine ver­blüffende Tatsache. Ich habe vor einigen Tagen erwähnt, wie merkwürdig sich nach und nach der Inhalt meiner Arbeitervorträ­ge gestaltet durch die Fragen, die von den Arbeitern gestellt wer­den, und wie da in der Tat etwas gesehen werden kann von den Sehnsüchten, die sich entwickeln. Und ich habe darauf aufmerk­sam gemacht, daß man heute aus dem Geist der Apokalypse her­aus zu den Leuten sprechen kann, wenn man nur den entspre­chenden Ton findet. Wenn man nicht gleich mit der Apokalypse selbst kommt, so kann aus dem Geiste der Apokalypse heraus gesprochen werden wie unter uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hat sich heute die verblüffende Sache ereignet, daß ich für die heutige Betrachtung bei etwas angekommen bin, was ich Euch zu sagen habe, was sich aus dem ganzen Zusammenhang ergibt. Und heute morgen, als ich meinen Arbeitervortrag hielt, wo dies ja schon vollständig feststand, was wir jetzt zu betrachten haben, wurde von den Arbeitern eine Frage gestellt, bei der es notwendig wurde, naturwissenschaftliche Dinge vorzubringen, die ich heute hier vor Ihnen vorzubringen vorhatte. Da sehen Sie, wie unterir­dische Wirkungen da sind, Sie sehen, wie das, was hier real-spiri­tuell geschieht, indem diese Vorträge gehalten werden, dort Sehn­süchte hervorruft, die sonst nicht da wären. Es wäre nie dazu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|232}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gekommen, den heutigen Vortrag dort so zu halten, wenn nicht hier über die Apokalypse gesprochen würde. Und dennoch ist der Vortrag dort gehalten worden auf eine Frage hin, die gestellt worden ist, die ich aber äußerlich nicht kannte. Daran möchte ich zeigen, wie in der Tat unsere Zeit ergriffen wird von einem spi-rituellen Leben, das vielfach nur in den Unterbewußtseinen vor­handen ist und das vor allen Dingen den Priester angeht, der suchen muß, inwiefern aus den Seelen die Geneigtheit heraus­kommt, auf Spirituelles einzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden wir hier die Betrachtungen so anzustellen haben, daß es unter dem Geiste der Apokalypse geschieht. Sie sind unter den Umständen hier heute das Gegebene, aber heute morgen mußte ich von ganz anderen Gesichtspunkten aus auf eine Frage hin einiges über dieselbe Sache andeuten. Solche Dinge muß man ganz ernst nehmen, sie sind bedeutsam. Sehen Sie, wir müssen uns nämlich fragen, meine lieben Freunde, wie noch intimer, ich möchte sagen, die Terminologie des Apokalyptikers ist. Auf der Grundlage desjenigen, was ich schon gesagt habe, und wenn Sie alles zusammennehmen, was gesagt worden ist, werden Sie verste­hen, daß der Apokalyptiker, wenn er davon spricht, wie der Mensch in der ganzen Welt drinnensteht, im Grunde genommen eine Einheit vor sich hat von Sternenwelt und Erdenwelt, daß er das menschlich Wesenhafte ebenso an die Sternenwelt anknüpft wie an die Erdenwelt. Nun, sehen Sie, handelt es sich darum, daß wir auch auf das ganz Reale hinweisen müssen, was der Apoka­lyptiker meint, wenn er von Tieren spricht, von dem siebenköp­figen und dem zweihörnigen Tiere. Wir haben bis jetzt sozusagen rein auf dasjenige hingewiesen, was innerlich menschlich erlebbar ist. Aber Sie werden überall finden: Wo der Apokalyptiker so spricht, daß er von den Ruhesternen, von den Fixsternen spricht, da spricht er von dem göttlichen Geist, wie man so das ganze Mittelalter hindurch noch gesprochen hat. Wo er von den Wan­delsternen, von den Planeten spricht, da spricht er von engeli-schen Intelligenzen, von Intelligenzen, die Engelcharakter, hierar­chischen Charakter tragen. Wenn er aber von Tieren spricht,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|233}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
meint er auch etwas so Konkretes. Er läßt den Menschen teilneh­men mit Bezug auf seine Wesenheit sowohl an dem Kristallhim­mel wie am Fixstern- und Planetenhimmel, aber auch an demje­nigen, dem in seiner ganzen Entwickelung die Tierheit zugrunde­liegt, diese fortwährend in der Apokalypse eine gewisse Rolle spielenden Tiere. Was sind denn diese nun in der äußeren physi­schen Realität der Welt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, wo der Apokalyptiker vom Tiere redet, redet er ei­gentlich von der Kraft und Wirksamkeit von Kometen. Und erst, wenn Sie nun auch noch diese Terminologie kennen, wird Ihnen manches Licht aufgehen über das, was der Apokalyptiker schon gewußt hat über die Natur des Kometarischen, was dann aber vollständig vergraben worden ist. Deshalb wollen wir im Zusam­menhang mit der Apokalypse einmal etwas über die Natur des Kometarischen ins Auge fassen. Ich möchte Ihnen das so darstel­len: Sehen Sie, wenn man einfach das kopernikanische Weltsystem nimmt, so wie es nun einmal heute in der Schule behandelt wird (es wird an die Tafel gezeichnet): Sonne, Merkur, Venus, Erde, Mars, dann Jupiter, Saturn, und dazu kann man noch Uranus und Neptun zeichnen, dann findet man eine soweit berechenbare Re­gelmäßigkeit, daß man - wenn man nicht gerade arge Fehler macht in der Berechnung und wenn man auch die Dinge in Be­tracht zieht, die immer als Korrektur eingefügt worden sind - nur das Fernrohr dahin zu richten braucht, wo aus der Berechnung sich der Punkt ergibt, und findet den Stern dort im Fernrohr. Das sind berechenbare Dinge. Nun aber sind ja in diesem Planetensy­stem darinnen die verschiedenen Kometenbahnen. Diese Bahnen lassen sich für viele Kometen auch berechnen und diese Berech­nungen zeigen ja ganz merkwürdige Ergebnisse, solche, die, ich möchte sagen, einen eigentlich außer Rand und Band bringen könnten, wenn man sie einfach so nimmt, wie sie aus der heutigen astronomischen Berechnung folgen. Ich will nur von einem aus­gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war im Jahr 1773, da wurde in Paris bekanntgemacht, Lalande, der berühmte Astronom, würde in der Akademie einen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|234}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag halten über Kometen. Es verbreitete sich das Gerücht, er würde beweisen, daß noch im Jahr 1773 ein Zusammenstoß stattfinden würde zwischen einem Kometen und der Erde; wenn man die Bahn des Kometen berechne, so komme die Kometen­bahn mit der Erdbahn zur Kreuzung und es müsse ein Zusam­menstoß erfolgen. - Sie müssen sich nur einmal die Stimmung der Menschen in der damaligen Zeit vorstellen. Durch das Gerücht brach in Paris eine furchtbare Panik aus, zumal über die Nachricht, daß die Polizei, die ja immer auf ihrem Posten ist, gar nichts anderes habe tun können, als diesen Vortrag zu verbieten, da es ein gefährlicher Vortrag sei. Unter dem Eindruck dieses Gerüchtes gab es Fehl- und Frühgeburten in großer Menge, Todesfälle bei Schwerkranken, und katholische Priester hatten durch Erteilen von Absolutionen riesige Einnahmen, weil die Leute alle zur Beichte liefen und die Sakramente haben wollten, bevor die Welt untergeht. Dadurch, daß der Vortrag gar nicht stattgefunden hat, ist nicht gleich herausgekommen, was Lalande eigentlich in dem Vortrag hatte sagen wollen. Nun, die Berech­nung von Lalande stimmte soweit. Es konnte die Berechnung gar nichts anderes ergeben, als daß ein bestimmter Komet die Erdbahn kreuzen würde, und wenn er mit der Erde zusammen­stoßen würde, durch den Zusammenstoß ganz gewiß die Meeres-massen vom Äquator aus mit riesigen Überschwemmungen nach den zwischen Nord- und Südpol liegenden Ländermassen fließen müßten. Es ist das Furchtbare zwar nicht geschehen, aber die Berechnung hat doch gestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was da eigentlich zugrundeliegt, meine lieben Freunde, das kann sich aufklären, wenn wir die Sache bei einem anderen Ko­meten betrachten, nämlich bei dem berühmten Bielaschen Kome­ten. Mit Recht beobachtete man 1832 mit großer Aufmerksamkeit die Bahn des Bielaschen Kometen und alles, was sich mathema­tisch aus dessen Bahn prophezeien ließ. Und das damalige Er­scheinen dieses Kometen bewahrheitete auch alle Berechnungen. Der Komet kam so nahe an die Erde heran, daß man sich sagte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kommt jedesmal näher an die Erde heran, das wird einmal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|235}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gefährlich werden. - Und da der Bielasche Komet etwa alle sechs bis sieben Jahre so erscheint, daß er in die Nähe der Erdbahn kommt, wurde insbesondere die Erscheinung in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts mit riesiger Aufmerksamkeit verfolgt, denn da war der Komet nach der Berechnung bereits so nahe an die Erdbahn herangekommen, daß er dreizehnmal weni­ger als der Mond von der Erdbahn entfernt war. Also schon eine recht üble Sache. Als der Komet nun fortfuhr, der Erdbahn immer näher zu kommen, fiel den astronomischen Beobachtern auf, daß er immer lichtschwächer wurde, je näher er kam. Als man ihn 1846 wieder beobachten konnte, stellte sich heraus, daß der Ko­met, als er in die gefährliche Erdennähe kam, nicht nur licht-schwächer war, sondern es waren zwei da; er hatte sich gespalten, er war auseinandergekommen. Die sechziger Jahre waren ungün­stig für die Beobachtung, und nun war man erst recht neugierig auf die nächste Erscheinung des Kometen, die 1872 kommen soll­te. Denn wenn die Berechnung so klappte, wie es bei Lalande für den Kometen von 1773 geklappt hatte, so mußte eigentlich dazu­mal das Furchtbarste mit der Erde vorgehen. Ich war damals noch ein kleiner Bub, 1872, aber ich erinnere mich noch sehr genau, wie überall in der Gegend, wo ich war, aber selbstverständlich auch in anderen Gegenden, Broschüren vertrieben wurden: Die Welt geht unter. - Uber den Weltuntergang wurde recht viel gesprochen und viel darüber geschrieben. Man erwartete dies Ereignis schon mit einer gewissen Bangigkeit, ohne daß ich jetzt eine Statistik angeben könnte über die Fehlgeburten und Todesfälle und Abso­lutionen. Es kam dieser Tag heran - ich weiß mich sehr gut zu erinnern, wie da alles in Aufregung wartete -, und siehe da, der Komet kam überhaupt nicht wieder. Dafür kam der wunder-schönste, herrlichste Meteorregen. Ein ganz wunderbarer Meteor­regenfall, wie wenn ein nächtliches Feuer in vielen versprühenden Fünkchen vom Himmel herunterfiele auf die Erde. Der Komet hatte sich zunächst in zwei Teile und dann weiter gespalten in lauter kleine Splitterchen, die von der Atmosphäre der Erde auf­genommen werden konnten, die mit dem Wesen der Erde verbunden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|236}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurden. Er hat den Weg eingeschlagen, von der Erde absor­biert zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, sehen Sie, es erschien damals 1832 von einem bedeutenden Astronomen, Littrow, eine Abhandlung, die war sehr interessant. Ich kann Ihnen heute noch nur raten, beschäftigen Sie sich damit, sie war höchst interessant mit genau stimmenden feinen Berech­nungen. Da hat ein aufgeklärter Mensch über die Sache geschrie­ben. Er hat eine Berechnung aufgestellt und hat dabei alle Dinge in Erwägung gezogen. Er hat ausgerechnet, daß ein großes Unglück noch nicht hätte geschehen können durch einen Zusammenprall 1832, aber es wäre die Sache doch so, daß, wenn alle Verhältnisse so fortbestünden wie damals, als man die Kometenbahn berechnet hat, als der Komet noch eine Einheit und nicht zerspalten war, unbedingt eine Katastrophe würde eintreten müssen 1933. Das stimmt, 1933. Das heißt, wenn der Komet so geblieben wäre, wie er war, würde unbedingt die Katastrophe 1933 eintreten, daß alle Meere in riesigen Fluten so über die Erde verteilt würden, daß alles Leben auf der Erde ersterben müßte. Aber der Komet hat sich vorher aufgelöst, er wird in Partikeln von der Erde aufgenommen, die Erde nährt sich von dieser Weltsubstanz. Und statt daß 1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- wir sind ja nicht weit davon - der Zusammenstoß erfolgt, wird das, was die Erde schon aufgenommen hat, durch andere Substan­zen vergeistigt, und das Geistige steigt auf. Die Erde verdaut den Kometen, das Geistige steigt auf. Meine lieben Freunde, so steigt von Zeit zu Zeit in der Erde vergeistigtes Kometarisches auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun will ich Ihnen sagen, was das für einen Sinn hat. Es hat einen tiefen Sinn im Weltenzusammenhang. Ich habe ja öfters die grotesken Tatsachen hervorgehoben, die sich ereignet haben bei der Inaugurierung der Eisenbahn. Da ist nicht nur das passiert, daß der Berliner Postminister, als man den Vorschlag gemacht hat, er solle eine Bahn bauen lassen, sagte, er schicke jede Woche zwei Postwagen und niemand sitze darin, was habe also das Bau­en einer Eisenbahn für einen Sinn, sondern es wurde auch ein arztliches Kollegium in Nürnberg um ein Gutachten gefragt, ob man die Eisenbahn bauen solle von Nürnberg nach Fürth, und da&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|237}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hat das Ärztekollegium das Urteil abgegeben: Nein, man solle keine Eisenbahn bauen, denn die Nerven der Menschen würden furchtbar darunter leiden; die Menschen könnten dem nicht aus­gesetzt werden, ohne daß sie Schaden leiden würden an Leib und Seele. Wenn man sich aber doch gezwungen fühle, so sagte das Kollegium, dem törichten Drange der Menschen nachzugeben, so gebe es wenigstens den Rat, links und rechts der Bahn hohe Bret­terwände aufzurichten, damit die Bauern nicht Gehirnerschütte­rung bekommen. Dieses wissenschaftliche Votum hat damals das gelehrte Kollegium von Nürnberg abgegeben. Man lacht heute darüber, weil man denkt: Wie sind die Leute damals kleingeistig gewesen. Aber - ich habe das auch schon öfter erwähnt - ich kann in demselben Sinne nicht in Lachen ausbrechen, weil nach dem damaligen Stande der Wissenschaft das gelehrte Kollegium recht hatte. Wahrhaftig, wenn man die damalige wissenschaftliche Kunst nimmt, konnte man nicht anders als sagen: Wenn die Leute in den Eisenbahnen fahren, werden sie ihre Nerven ruinieren. -Bis zu einem gewissen Grade ist das auch der Fall. Wenn Sie die heutigen Nerven der Menschen mit denen früherer Menschen vergleichen, werden Sie einen kleinen Anhaltspunkt bekommen, um den Nürnberger Ärzten nicht ganz Unrecht zu geben. Denn ich habe als gewiß immer gehört, die Nürnberger hängen keinen, den sie nicht erst haben; und so meine ich, brauchen sie auch keine andere Wissenschaft als sie heute eben haben - Herr Dr. Rittelmeyer wird mir recht geben. So sagte in Wirklichkeit die Wissenschaft nichts anderes - und sie hätte damit recht - als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es keine Kometen gäbe, dann würden die Menschen in der Tat die Anforderungen, die an die Menschenphysis auf dem Umwege durch den Astralleib gestellt werden, nicht haben durch­machen können, wenn dieser Astralleib, der das Tierhafte im Menschen darstellt, nicht fortwährend seine Korrektur, seine richtige Therapie erführe durch dasjenige, was durch die absor­bierten Kometensubstanzen wieder zurückgestrahlt wird an die Oberfläche der Erde und ausgleichend auf die Menschenfähigkei­ten wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Sehen Sie, da haben Sie den Menschen in einer merkwürdigen Weise hineingestellt in das Weltall. Jetzt beschreiben Sie so etwas wie den Bielaschen Kometen von 1872: Feuer fällt vom Himmel, die Erde nimmt es auf, so daß derjenige, der geistig schauen kann, sieht, wie wieder etwas zurückkommt und den menschlichen Astralleib in günstigem oder auch ungünstigem Sinne beeinflußt. Es gibt Kometen, die den Menschen so beeinflussen, wie ich es jetzt geschildert habe, daß sie seine Nervosität therapeutisch aus­gleichen, und solche, die da wilde Kräfte des Astralen entfesseln, wenn sie, nachdem die Erde sie absorbiert hat, wieder heraufdrin­gen. So sieht der Apokalyptiker auf Kometenerscheinungen hin und schildert mit den Tieren zugleich die Kometenerscheinung, er parallelisiert sie, weil sie sich nach ihren Phänomenen parallelisie­ren lassen, er parallelisiert sie mit dem siebenköpfigen Tier, weil sie damals in jener Zeit noch viel mehr mit dem ganzen Physi­schen zusammenhingen, und weil in der Tat in einem Kometen, der siebengespalten war, eben himmlisch zum Ausdruck kam, was auf der Erde geschah. Und so wird auch das mit dem zweihörni­gen Tier, was ich Ihnen ausgeführt habe, auf die Kometengestalt bezogen: der Komet mit den zwei Schwänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, meine lieben Freunde, an die Kometen hat sich wüster Aberglaube angeschlossen, und der wüste Aberglaube, der sich an die Kometen angeschlossen hat, hat verhindert, daß man die Ko­meten überhaupt in ihrer richtigen Bedeutung berücksichtigt hat, abgesehen davon, daß man ihre Bahnen berechnet hat und belä­stigt worden ist durch die Launenhaftigkeit ihres Auftretens. Höchstens, daß mal ein guter Kopf wie Hegel sich herbeigelassen hat, auf andere Zusammenhänge des Kometenwesens mit dem irdischen Wesen aufmerksam zu machen. Hegel, der ja nicht ge­rade es ausgeschlossen hat, manchmal seine Freude zu haben an einem Gläschen perlenden Wein, hat die ganz richtige Wahrneh­mung gemacht, daß gute und schlechte Weinjahre mit den Kome­ten zusammenhängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bedenken Sie einmal die Sache in großen kosmischen Zusammenhängen, meine lieben Freunde. Die Erde verzehrt die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Kometensubstanz, sie gibt sie spiritualisiert wieder von sich und das vereinigt sich mit den Astralleibern der Menschen in gutem und in bösem Sinne. Das, was wir in einer gewissen Epoche am Himmel oben sehen als Kometen, wo ist es nach dieser Epoche? Ich habe in Paris 1906 in einem Vortrage darauf aufmerksam ge­macht - während man in der äußeren Wissenschaft noch nicht entfernt von der Sache sprach, später ist es auch spektralanalytisch gefunden worden -, daß in der Kometensubstanz Cyan enthalten ist, Verbindungen von Kohlenstoff und Stickstoff. Das bedeutet sehr viel, denn Cyan wird, in jener geringen Menge auf der Erde verteilt, zur Läuterung der astralen Leiber gebraucht. Ein unge­heuer bedeutender kosmischer Arzt ist im Kosmos tätig, der sol­che Therapien mehr oder weniger fortwährend ausführt. Beden­ken Sie: Das, was man in einer Epoche oben am Himmel sieht als Komet, das atomisiert sich, wie ich es beschrieben habe, es kommt als Feuerregen vom Himmel, später ist es im Erdboden, noch später geht es über vom Erdboden in die Pflanzen, in Wurzeln, Stengel, Blätter, Blüten. Wir essen die Kometeneinschläge, das kometarische Ferment, das vom Kosmos der Erde gegeben wird, wir essen es mit unserem Brote. Da schaut der Apokalyptiker auf die Erscheinung hin: Von einem Kometen günstige, vom anderen ungünstige Wirkungen erheben sich in ihrer Geistigkeit. Aus der Gefangenschaft der Erde wird los sein das Tier; das ist im kosmi­schen Sinne der Komet. Das Tier wird los sein, das bedeutet etwas für die Entwickelung der Menschen. So wird auf sehr starke Rea­litäten hingewiesen, auf große bedeutende Punkte in der Entwik­kelung der Menschheit und der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933, meine lieben Freunde, bestünde die Möglichkeit, daß die Erde mit allem, was auf ihr lebt, zugrunde ginge, wenn nicht die andere weise Einrichtung da wäre, die sich nicht errechnen läßt. Es ist so, daß die Berechnungen nicht mehr stimmen können dann, wenn die Kometen andere Formen angenommen haben. Man müßte im Sinne des Apokalyptikers sagen: Ehe denn der ätherische Christus von den Menschen in der richtigen Weise erfaßt werden kann, muß die Menschheit erst fertig werden mit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
der Begegnung des Tieres, das 1933 aufsteigt. - Das ist apokalyp­tisch gesprochen. Da verbindet sich die geistige Betrachtung mit der Naturbetrachtung. Da wird dasjenige, was im Weltenall ist, in seinem spirituellen Grundcharakter klar. Nehmen Sie die Be­schreibung der Bauern von 1872, die draußen standen und diesen Lichtregen betrachteten und fügen Sie hinzu, was man geistig wissen kann, wie ich das skizziert habe, und vergleichen Sie das mit mancher Beschreibung in der Apokalypse, und Sie werden sehen, daß eine wortliche Übereinstimmung da ist, Sie werden sehen, daß tatsächliche Naturereignisse gemeint sind in der Apo­kalypse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dasjenige, was auch mit Recht sagen läßt: Die Apoka­lypse ist ein Buch mit sieben Siegeln. Man muß sie in dieser Weise entsiegeln, damit man darauf kommt, was eigentlich gemeint ist. Wenn dann die Leute fragen, warum gibt der Apokalyptiker ein Buch mit Siegeln?, dann erscheint mir diese Frage eigentlich nicht viel weiser als die: Warum versiegeln wir unsere eigenen Briefe, wenn wir sie verschlossen schicken? - Damit diejenigen sie nicht lesen, für die sie nicht geschrieben sind. - So ist es auch beim Apokalyptiker. Er wollte eben, daß die Apokalypse nur gelesen wird von denen, die dazu berufen sind. Es versteht keiner, das Siegel aufzumachen, der nicht erst, ich möchte sagen, das Messer dazu erhält von den geistigen Mächten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, meine lieben Freunde, in den siebziger Jahren des vergan­genen Jahrhunderts, 1872, wo der Komet wiederkommen sollte, war dieser Lichtregen da, das heißt, es war alles schon viel geisti­ger als bei dem früheren Herankommen dieses Kometen. Dieser Komet wird jetzt immer nur so erscheinen, daß er in einem Regen von Lichtstrahlungen sich auf die Erde ergießt. Aber am Ende der siebziger Jahre war es so, daß in diesem Lichtgoldregen die Mi­chaelherrschaft an die Erde herankam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben Sie Naturereignisse, die eigentlich Geist-Ereignisse sind, und Geist-Ereignisse, die die Gewalt haben, Naturereignisse zu sein. Und nur, wenn Sie so die Welt durchschauen, daß alle Naturereignisse Geist-Ereignisse werden und daß alle Geist-Ereignisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
die Intensität von Naturereignissen haben, dann werden Sie zu einer wirklichen Einsicht in die Weltgestaltung kommen. Dann wird sich Ihnen Moralisches und Natürliches in einer Evo­lution zusammenfügen und die Geneigtheit entstehen, Erkennt­nisse aufzunehmen als Inhalt des religiösen Lebens. Dann braucht man nicht mehr zur Ausflucht zu greifen, daß Erkenntnis nicht der Inhalt des religiösen Lebens sein dürfe, sondern bloß der Glaube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es, was Sie gewinnen können durch eine tiefere Betrach­tung der Apokalypse. Ich hoffe, daß wir morgen oder übermor­gen mit den Betrachtungen fertig werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
= SIEBZEHNTER VORTRAG Dornach, 21. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Außer dem, was wir als Inhaltliches der Apokalypse besprochen haben, ist ja die Apokalypse, so wie sie vor uns steht, auch ein Einweihungsbuch, und zwar durch die Art und Weise, wie sie die Evolution in der Zeit schildert, die aufein­anderfolgenden Stadien, die eben erlebbar sein werden für dieje­nigen, die Ohren haben zu hören und Augen haben zu sehen, während sie natürlich vorübergehen werden an den ohren- und augenlosen Menschen. Diese verschiedenen Stadien werden uns durch das innere Wesen der Sache so vorgeführt, daß wir die Apokalypse durchaus als Einweihungsbuch ansehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns ja klar sein darüber, daß beim erkennenden Hineingehen in die Welt - das immer mehr ein Anschauen wer­den wird - dasjenige verschwindet, was wir zunächst als den In­halt des Seelenlebens haben und was im wesentlichen eine Art Spiegelbild der äußeren Natur ist. Also die physisch-sinnliche Welt verschwindet beim erkennenden Voranschreiten und all­mählich tritt wie aus dem Hintergrund von der anderen Seite her die geistige Welt hervor. Von dieser Art, sich zur geistigen Welt in ein Verhältnis zu setzen, hat nun der Apokalyptiker, wie er deutlich zeigt, eine ganz intensive, richtige Vorstellung, und das hat es ihm möglich gemacht, so sachgemäß die Dinge zu finden in seinen imaginativen Visionen, wie er sie gefunden hat. Denn, meine lieben Freunde, es ist einfach richtig, daß man auf zwei Wegen zur Anschauung der Welt kommen kann. Der eine Weg ist derjenige, wenn man sich einfach im Sinnlich-Physischen ergeht, es nach allen Seiten kennenlernt mit gewisser liebevoller Hingabe an das Sinnlich-Physische. Dann lernt man es immer mehr als das Werk der Götter kennen. Man hat dasjenige vor sich, was man im weitesten Umfange die Natur nennt, wenn man die Natur nicht bloß äußerlich-mechanisch, sondern auch innerlich-geistig be­trachtet. Aber man könnte sich vorstellen - und es ist durchaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
eine richtige Vorstellung -, daß man denselben Weltinhalt auch auf eine rein geistige Weise, von innen heraus durch die eigene Seele erhält. So daß man durchaus soweit gehen kann, davon zu sprechen, daß derjenige, der genügend innere Kraft hat, sehen kann - auch wenn er gar nichts von historischen Nachrichten hat -, daß an einer bestimmten Stelle des Weltgeschehens irgend etwas geschehen ist, das selbst in einer Naturerscheinung besteht. Man kann durchaus davon sprechen, daß man von innen heraus zu dieser Erkenntnis kommen kann: In irgendeinem Jahre, wo sich für die Menschheit etwas abgespielt hat, haben Erdbeben und so weiter stattgefunden. Diese Empfindung - die ja viele Men­schen leise oder laut haben -, daß der Mensch von innen heraus die Welt wirklich in ihren konkreten Einzelheiten kennenlernen kann, ist eine durchaus richtige Empfindung. Nun handelt es sich darum, was eigentlich vorliegt, wenn der Mensch auf diesem Wege der Imagination in die geistige Welt hineinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können das, um was es sich dabei handelt, durchaus im Zusammenhang mit der Apokalypse erörtern, denn in der Apoka­lypse treten uns die aufeinanderfolgenden verschiedenen Etappen entgegen, in denen der Apokalyptiker etwas sieht, was immer mehr und mehr in die geistige Welt hineinführt. So führt er zu­nächst vor die Briefe, dann die Siegel, geht dann über zu demje­nigen, was sich in der Menschensprache nur ausdrücken läßt durch Hörbares, also zu den Posaunen, und geht dann über zu dem, was ich Ihnen gestern charakterisiert habe als die göttliche Liebe, deren Widerpart der göttliche Zorn ist. Wenn wir den Apokalyptiker recht verstehen, so will er sagen: Soweit er dasje­nige, was Inhalt der Apokalypse ist, durch Briefe gibt, die ihm inspiriert sind, bezieht sich dieser Inhalt auf die physische Welt; in dem Augenblicke, wo er übergeht zu den Siegeln und die Siegel eröffnet, bezieht sich das, was er mit diesen Siegeln zu sagen hat, auf die astralische, die imaginative Welt, auf das, was man die Seelenwelt nennen kann; wo er übergeht zu den Posaunenklän­gen, kommen wir in das Geisterland hinein, und indem wir erle­ben göttliche Liebe und göttlichen Zorn, dem Inhalt der Apokalypse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
gemäß, kommen wir in das eigentliche Innere des Geister­landes hinein. Man muß nur bedenken, daß, während der Mensch diesen imaginativen Weg durchmacht, er ja mit seinem Erleben im Grunde genommen in der Welt drinnensteht, so daß sein Erleben Weiterleben ist. Das bemerkt er nur nicht in den Anfangsstadien. Im Verlaufe des Initiiertwerdens erfährt er es immer mehr, daß alles, was an ihm, durch ihn, mit ihm, in ihm geschieht, zu glei­cher Zeit Weltgeschehen ist. Er fühlt sich immer mehr und mehr hinausgegossen in den objektiven Weltinhalt. Das läßt der Apoka­lyptiker sehr deutlich durchblicken. So daß wir also schon sagen können: Der Inhalt der Briefe bezieht sich auf die physische Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir die physische Welt so, wie sie uns zunächst ent­gegentritt. Diese physische Welt ist ja nur scheinbar das, als was sie uns entgegentritt. Denn diese physische Welt würde uns nicht die Mannigfaltigkeit ihrer Farbennuancen, ihrer Wärmenuancen und alles desjenigen, was von allen Seiten der Weltumgebung auf den Menschen einfließt, so darbieten, wenn wir bei all dem, wie die Welt uns jetzt in diesem gegenwärtigen Zeitalter erscheint, nur an den physischen Inhalt denken und dabei eben übersehen wür­den, daß dasjenige, was uns physisch erscheint, eigentlich geistig ist. Wenn wir uns in die Seele einer solchen Menschenwesenheit versetzen, wie der Apokalyptiker ist, müssen wir uns, ich möchte sagen, die Seelensprache einer solchen Menschenwesenheit aneig­nen, und diese Seelensprache muß uns für unseren eigenen per­sönlichen spirituellen Gebrauch so zu eigen werden, daß man mit einem trivialen Ausdruck sagen kann: sie muß uns in Fleisch und Blut übergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So möchte ich Ihnen solche Teile der inneren Seelensprache eines Initiierten geben, die er exoterisch nach außen nicht immer gebraucht, die aber eigentlich sein Mittel ist, um seine Vorstellun­gen, sein besonderes Miterleben der geistigen Welt innerlich zu formen. Da ist zum Beispiel dieses: Dämpfe den Blitz und du begreifst die Farbe. - Das ist Initiiertensprache. Was heißt das? Der Initiierte sieht den Blitz in seiner Erscheinung, er sieht dieses aus dem Weltall herauskommende Auffiammen, er betrachtet es&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|245}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als das Aufglimmen des Geistes innerhalb des Weltenraumes, und er denkt diesen Blitz abgedämpft und immer abgedämpfter, also immer milder und milder, und bekommt die Abdämpfung, die milde Ausgestaltung des Farbigen; der Blitz verbreitet sich gewis­sermaßen und wird zur farbigen Fläche. Das ist die Vorstellung eines Initiierten Oder der Initiierte sagt: Lasse den Donner leiser werden, immer leiser und leiser und höre sein Modulieren, und das Musikalische ersteht. - Und so sieht der Initiierte dasjenige, was sich gewissermaßen als Sinnenteppich ausbreitet, als die Of­fenbarung nach der einen Seite hin, und es ist für ihn eine durch­aus reale Vorstellung, wenn man so denkt: Man hat den Weltin­halt in seiner kolorierten Mannigfaltigkeit - das, was ich aufzeich­ne (Tafel 12, links), könnte ebensogut wie es Farbe ist, auch Tönendes sein -, und wie der Weltinhalt an unsere Sinne herantritt, das ist wie der sinnlich-physische Schleier, der sich ausbreitet als unsere Wahrnehmungswelt, in die wir zunächst unsere abstrak­ten, scheinhaften Gedanken verweben. Hinter alidem sieht der Initiierte - also wenn Sie sich die Tafel (Tafel 12, ganz links) als den Teppich vorstellen, der überall ausgebreitet ist, es ist das, was in der Welt das Tonliche, das Farbige, das Wärmige ist -, hinter diesem Teppich sieht der Initiierte die einfallenden Blitze. Die sind dahinter, und dasjenige, was man ab und zu als wirklichen Blitz sieht, bricht einfach durch diesen Sinnenteppich von rück­wärts aus der geistigen Welt durch. In jeder Erscheinung des Blit­zes ist ein Hereinstrahlen der geistigen Welt. Und schauen wir uns diesen Blitz an, wie er gemildert und gedämpft ist zum gleich­mäßig Farbigen auf der Erde, so haben wir eben die Erde in ihrem Farbenkolorit vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir zum Himmel und nach den Sternen, so haben wir in den Sternen Punkte, die uns ebenfalls erscheinen wie aus dem Geistigen herauskommend, nur in dauernd lebender Offenbarung des Blitzenden. Aber in alidem sieht ja der Initiierte die äußere Offenbarung desjenigen, was dahinter ist, und er sagt sich: Ei­gentlich mußt du sehen - und er sieht es auch, wenn seine Seele immer aktiver und aktiver wird - die rote Rose. Sie beginnt ihr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Rot nach oben und unten wie in leisen Blitzen zu verspritzen, und während das Vordere sich abstumpft, greift nach rückwärts das Rot ein in die Sphäre der Seraphim, ebenso wie alles Tonliche eingreift in die Sphäre der Cherubim, und wie alles, was wir ta­sten, eingreift in die Sphäre der Throne. Und wenn man die Natur um sich sieht, hat man eigentlich in der physischen Welt alles als Illusion vor sich, denn in Wahrheit sind es die abgedämpften Werke der Seraphim, Cherubim und Throne. Schauen wir, meine lieben Freunde, in die farbige Welt, so wie sie erscheint, so ist sie nur die gleichmäßig abgetönte Blitzwirkung der Seraphim. Das ist eigentlich dasjenige, was in uralten Zeiten der Maja-Charakter der sinnlich-physischen Welt genannt worden ist, daß man nicht weiß, daß da in Wirklichkeit überall Seraphim Cherubim, Throne da sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun gehen wir etwas weiter in der Initiation. Gehen wir über zu dem, wo der Apokalyptiker den Hauptwert auf das Siegel-Eröffnen legt. Ja, was geschieht denn da? Da löst sich ab das Farbige der Welt, das Wärmeartige löst sich ab, und immer mehr und mehr treten Wirkungen auf, die geistig sind und die schon ähnlich werden den wahren Gestalten des Blitzartigen, die sich formen. Statt das Zickzack-Hervorbrechen der Blitze zu sehen, sehen wir beim Durchbrechen durch den Sinnesteppich dasjenige, was dahinter ist als geistige Welt; wir sehen dahinter sanftverlau­fende Blitze. Wir wissen, daß darin zunächst diejenigen Wesen leben, die die Diener sind der Seraphim, der Cherubim und der Throne. Ähnlich ist es mit dem Tonlichen, ähnlich ist es mit dem Wärmehaften, ähnlich ist es mit dem Faßbaren, Tastbaren. Und so, wie dasjenige verlöscht, was ja zunächst uns als der irdische Sinnenteppich erscheint und dahinter diese Welt von solchen blitzartigen Gebilden erscheint und solche in sich geschlossene Figuren aus dem Astralfeuer bildet und sich immer mehr und mehr erweitert, in demselben Maße beginnen die Sterne herunter­zustrahlen; so daß wir so wie Fäden des Lichtes dasjenige verfol­gen, was sie sind, und es mischen sich in die Dinge, die elementar wirken, Sternenfäden, Sternenstrahlungen, Lichter hinein. Es verbindet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
sich das Irdische mit dem Himmlischen, und wir wissen, wir kommen in den ersten Zustand der zweiten Welt hinein, wo alles noch naturhaft leuchtend ist, wo wir nur ahnen, daß dahinter Wesenheiten sind. Wir gewahren höchstens Elementarwesenhaf­tes, aber wir sehen in diesen Elementarwesenheiten gewisserma­ßen die Wirkungsorgane von starken, bedeutsamen, erhabenen Wesenheiten. Wir kommen sozusagen in den ersten Bezirk der Kyriotetes, Dynameis, Exusiai. Die sind gleichsam noch dahinter, aber sie treten herein in diese Wesenheiten, und wir kommen, indem wir weiter auf dem Initiationswege kommen, allmählich dazu, daß diese Wesen Kyriotetes, Dynameis, Exusiai sich allmäh­lich immer mehr in ihrer eigenen Wesenheit enthüllen. Das ist verknüpft damit, daß die weltentönende Sphärenharmonie herein-tritt, aber die einzelnen Töne dieser Weltenharmonie, die jetzt erklingen und die sich eigentlich nur in großen Zeiträumen zu Harmonien und zu Melodien zusammensetzen, die sich auch in der Zeit nur zu Harmonien bilden, wenn die Zeit eine Einheit wird, die führt der Apokalyptiker als Posaunenklänge an, so daß wir in den Tönen der Posaunen das reine Leben der zweiten Hierarchie haben, während die erste Hierarchie in ganz großer Mächtigkeit dem eigentlichen Sinnenerleben zugrundeliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weiter gelangen wir dazu, aus dieser Welt, in der, ich möchte sagen, alle Sinneswirkungen flutend und grandios und majestätisch geworden sind und damit sich nicht nur über die Dinge und Vorgänge der physischen Welt hinlagern, sondern der eigentliche Ausdruck des Wesenhaften sind, das in der zweiten Hierarchie in den Elementarwesen wirkt -, wir gelangen immer mehr dazu, aus dieser Welt in eine dritte Region hineinzukom­men, wo wir gar nichts Naturhaftes mehr, auch nicht in Elemen­tarisches aufgelöstes Naturhaftes mehr wahrnehmen, sondern wo wir alles, was wir wahrnehmen wollen, geistig wahrnehmen müs­sen. Wir kommen hinein in einen Bezirk der geistigen Welt, von dem wir in der folgenden Weise sprechen müssen; wir müssen uns sagen: Indem wir dasjenige durchgemacht haben, was wie die sich auflösenden, aber zu gleicher Zeit in Formen sich gestaltenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Sinneswahrnehmungen der Erde ist, die ergriffen werden von der sich erweiternden Sinneswahrnehmung der Sterne, sind wir dazu gelangt, wie in letzten Residuen der Sinneswahrnehmung alles, was in Kyriotetes, Exusiai, Dynameis im Weltenall wirkt, so zu erkennen, daß diese Wesenheiten wie innerlich gebunden sind an die wahre Substantialität der Sterne. Die Sternenwelt hat sich uns in die Wesenheiten der Hierarchien verwandelt. Wir leben, statt daß wir im Sinnenscheine aufblicken zu den Sternen, in der Welt der Hierarchien. Da sind die Hierarchien noch durchtränkt mit dem, was ich nennen möchte verspritzte und aufgelöste Sinnes­erkenntnis. Jetzt gelangen wir in den dritten Bezirk, wo wir nicht mehr sinnlich alles Irdische wahrnehmen, wo wir das Seelisch-Übersinnliche wahrnehmen müssen ohne den Einschlag des Sinn­lichen; wir gelangen in den Bezirk der eigentlichen geistigen Welt und lernen sie zuerst kennen in Angeloi, Archangeloi, Archai. Diese Wesenheiten kann man in ihrer Geistigkeit erkennen, und man muß wissen, wenn man ihnen als Maler und dergleichen Gestalt gibt, daß sie diese sinnliche Gestalt nur dadurch haben, daß sie in die seelisch-geistigen Elemente eingewoben sind, in die Wesenheit der höheren Hierarchien. Wir müssen wissen, wenn wir ihnen zum Beispiel Flügel malen, daß diese Flügel von den Wesenheiten der zweiten Hierarchie sind, die ihnen ihre Substan­tialität leihen, daß sie aber ein Haupt von der ersten Hierarchie erhalten, die ihnen diese Gestaltung und deren Inhalt leihen. Wir müssen uns nur durchaus bewußt sein, daß wir das, was innerhalb der dritten Hierarchie ist - Angeloi, Archangeloi, Archai -, nur im Geiste erblicken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was ich jetzt auseinandersetze, meine lieben Freunde, hat eine ungeheuer große historische Bedeutung, weil Sie, wenn Sie Schriften aus alter Zeit übernehmen, die sozusagen intim von die­sen geistigen Welten handeln, diese überhaupt nicht lesen können, ohne sich des Umstandes bewußt zu sein, daß durch das Hinein-leben in die geistige Welt wir zunächst gewissermaßen die nied­rigste Hierarchie auf geistige Art wahrnehmen, während wir die höheren Hierarchien noch mit den Ingredienzien der Sinneswelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
wahrnehmen. Und Sie müssen sich bewußt sein, daß durch die alte Initiationsweisheit, die das durchaus ganz richtig so geschil­dert hat, wie ich es jetzt schildere, allmählich in den Zeiten der Dekadenz des Spirituellen in allerlei Mißverständnisse hineinge­kommen ist. So finden wir bei den mehr weltlich gearteten Initi­ierten des Mittelalters die Sache immer so geschildert, daß der Erde nahestehen als die niedrigsten Hierarchien die Seraphim, Cherubim, Throne, und daß man aufsteigt durch Dynameis, Ky­riotetes, Archai zu den Engeln, Erzengeln und Urkräften. Sehen Sie sich nur einmal mittelalterliche Bücher an, die illustriert sind, so werden Sie sich nicht auskennen und werden fragen, warum die Engel über den Seraphim sitzen. Das ist, weil man diese Vor­gänge nicht mehr genau intim kannte und nicht mehr ganz orga­nisch sich vorstellte. Der Irrtum entstand namentlich, als die ur­sprünglich ganz reine Lehre schon während der Zeit der jüdisch-babylonischen Gefangenschaft in der vorchristlichen Zeit durch die Berührung der Juden mit den Babyloniern sich verunreinigt hat an den Symbolen der Babylonier, und durch die Kabbala, durch die mittelalterliche jüdische Mystik, hat dieser Irrtum von der Rangordnung der geistigen Hierarchien sich weiter ausgebrei­tet. Wenn man überhaupt die Entwickelung der Vorstellungen über das Geistige im menschlichen Entwickelungsgang verstehen will, muß man mit solchen Sachen bekannt sein, und es ist hier der richtige Ort, im Zusammenhang mit dem Verständlichmachen der Apokalypse diese Dinge zu besprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kommen wir hinaus in die geistige Welt. Die ersten Wesen­heiten, die uns im wirklich Geistigen entgegentreten, sind eigent­lich die der dritten Hierarchie. Der Apokalyptiker zeigt, wie er intim vertraut ist mit alledem, denn immer mehr ist sein Bestreben ein solches, daß er für alles, was er nun schildert, Engel erscheinen läßt, die die Erscheinungen tragen. Das ganz Phänomenale ist, daß Erdgebiete etwas widerspiegeln können, was die Engel als Boten der höheren Hierarchien hereintragen, und namentlich kommen wir mit diesem Engelerscheinen hinein in das Gebiet, wo wir wirklich erblicken, wie da durchaus die göttliche Liebe waltet als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|250}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die eigentliche Ingredienz der Welt, zu der wir Menschen ge­hören. Denn zunächst gewahren wir, wie die gewissermaßen nor­malen Angeloi, Archangeloi, Archai etwas sind wie die Verleib­lichung der höheren Hierarchien. So wie wir, wenn wir Hände, Arme, Füße, Beine und den übrigen Leib des Menschen anschau­en, die Empfindung haben: Das ist der Leib des Seelisch-Geisti­gen -, so bekommt man, indem man aufsteigt in die Welt der dritten Hierarchie, den Eindruck: Das sind Engel, aber sie sind wie Glieder, eigentlich wie die Leiblichkeit der höheren göttlichen Geister; sie sind geistig-seelische Leiblichkeit. So daß man emp­findet, meine lieben Freunde, man ist in reiner Geistigkeit, aber mit dieser Geistigkeit in der Leiblichkeit Gottes. Das ist das, zu dem man aufsteigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun muß man sich mit einer solchen Vorstellung befassen. Das ist etwas, was jeder tun muß, der wirklich den Okkultismus kennenlernen will, wie er dem Geistesleben zugrundeliegt. Sehen Sie sich einen Menschen auf Erden an in seiner physischen Leib­lichkeit, meine lieben Freunde, und Sie werden sich unmöglich die Organisation denken können im bloßen Aufbau, also bloß in dem, was im Menschen als Sprossendes, Sprießendes im Aufbau vor sich geht. Sie müssen sich vielmehr Abbauprozesse in den Organismus hineindenken, die zu Aussonderungen führen. Dieser Abbau, der die Leiblichkeit in einem fortwährenden Zerstörungs-prozeß zeigt, ist aber dazu bestimmt - weil er Abbau im Physi­schen ist -, das Geistige aufzunehmen, so daß der Geist dann in den physischen Abbauprozessen leben kann. Es lebt ja im menschlichen Organismus das Geistige nicht in den Aufbaupro­zessen. Wenn der Mensch wächst, wenn die physischen Vorgänge, die physischen Prozesse im Steigen sind, wird das Geistige unter­drückt, nicht gefördert. Es ist eine ganz alberne Vorstellung der Materialisten, daß sie denken, der Mensch brauche in seinem Gehirn nur das sprießende, sprossende Leben zu läutern, und die Fortsetzung der Lebensvorgänge verfeinere, verwandle sich da, und das bedeute Denken. Das Gehirn, wo es bloße Fortsetzung der Verdauungsvorgänge darstellen würde, würde nur dumpfes,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|251}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
pflanzenhaftes inneres Erleben haben. Nur indem abgebaut wird, indem das Gehirn fortwährend zerfällt, sozusagen durchlöchert wird von den physischen Vorgängen, tritt das Geistige in das Gehirn ein. Das Geistige findet eben auf dem Wege des Abbaues seine Bahn, um schaffend in das Physische einzugreifen. Und es werden die Abbauprozesse nun aufgenommen vom Physischen. Wir sehen, daß in das Wachstum ein Zurückhalten, ein Hemmen des Wachstums hineingebaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist, ich möchte sagen, eine unglaublich interessante Er­scheinung, das im einzelnen zu beobachten. Wenn man zum Bei­spiel den geistigen Blick hinwendet auf eine solche Erscheinung wie diese, so kann man sehen, wie da in einem elenden Dorfe heruntersteigt die Fichtesche Individualität in den irdischen Leib, wie sie sich hineinverkörpert in den physischen Leib, man sieht da, wie der Knabe heranwächst, man sieht, wie sich Stück für Stück in sein Wachstum hineinmischen Hemmungen des Wachs­tums, etwas zu stark gegenüber dem Normalen; es ist nicht viel, es ist außerordentlich wenig, aber es ist so. Da wächst dieser Knabe Fichte heran, wird immer größer und größer, aber er könnte schneller wachsen, wenn nicht fortwährend etwas ganz Winziges dieses Wachstum zurückhielte. In diesem Zurückhalten des Wachstums Fichtes - bei ihm war es so, daß er auf Lebenszeit klein blieb -, da entwickelte sich eben diese besondere Art seiner philosophischen Anlage. Da tritt das Geistige in Wirksamkeit innerhalb des Physischen. So daß man in dem Abbau etwas sehen muß, was einen nicht nur antipathisch berührt, sondern etwas, was einen sympathisch berührt, worüber man sich tröstet, etwas, was durchaus mit Liebe betrachtet werden kann, weil außer dem wachsenden, sprossenden Leben auch das da sein muß, was Hem­mungen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man nun gewahr wird, wie diese Angeloi-, Archange­loi-, Archai-Welt eigentlich die Leiblichkeit des göttlichen Geistes ist und man da dieses Weben und Leben und Treiben und Tun und Arbeiten von Angeloi, Archangeloi und Archai schaut, wie da die Welt gewoben wird, wie der einzelne Mensch versorgt wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|252}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in seinem Seelischen von seinem Angelos, wie verschiedene Men­schengruppen von den Archangeloi und Weltenströme des Ge­schehens von Zeitalter zu Zeitalter weitergeschoben werden durch die Archai, wenn man dieses ganze Weben dieses wunder-baren Gewandes, das da gewoben wird - das so schön ausge­drückt ist in der Proserpina-Sage, der Persephone-Sage Griechen­lands -, wenn man dieses ganze Gewand der Welt nimmt, dann flutet darinnen wie das rote Blut im Körper die göttliche Liebe. Aber es gestaltet sich als notwendige Beigabe die Strömung des göttlichen Zornes, der sich immer aus alle dem bildet, was Hem­mungen im Weltgeschehen sind, bewirkt durch wirklich mora­lisch empfindende Wesenheiten, die sich erst mit ihrem Morali­schen mit dem Weltengange in Einklang setzen müssen, und wir sehen gewissermaßen in der göttlichen Liebe die göttliche Leib­lichkeit in ihrem Sprießen und Sprossen, wir sehen in dem Zu­sammenhang mit den schwachen Geschöpfen, die aber doch die Wege kennzeichnen, in denen die Götter die Welt leiten wollen, wir sehen in dem, was von schwachen Geschöpfen ausgeht: Die­sen Geistleib des göttlichen Geistes durchsetzt etwas wie die Absonderungsprodukte im menschlichen physischen Leibe; dasje­nige, was sich im Menschen absondert in Drüsen, sondert sich da ab. Es erscheinen die Absonderungszentren wie die göttlichen Zornesschalen, die eingewoben sind in den Weltengang. Wir er­kennen den Zusammenhang gerade innerhalb dieser drei Welten zwischen göttlicher Liebe und göttlichem Zorn, und wir bekom­men innerlich die Ehrfurcht gebietende Vorstellung: Ja, was ge­schieht denn, indem die Zornesschalen sich ausgießen? Da denken die göttlich-geistigen Wesenheiten, wie sie unter den angeregten Untaten der schwachen Geschöpfe, wie sie gegen die Hemmun­gen den fortlaufenden Weltengang weiterbringen, und wie sie diese Hemmungen umformen in Vehikel des vorwärtsdringenden, geist-erfüllten Geschehens, damit der Mensch in seinem Abbau-wesen die Möglichkeit ergreift, nicht bloß physisch vegetierend, sondern geistig-seelisch im Leibe vorzudringen. Das alles stellt der Apokalyptiker ganz den Wegen der Initiation gemäß vor. Es&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|253}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist ein großartiges Hineinleben in den Weltengang durch die Apo­kalypse, bis in die konkreten physischen Ereignisse hinein, wie wir gestern und schon vorher gesehen haben. Es ist zu gleicher Zeit ein grandioses Hineinleben in die Wege der Einweihung, der Initiation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man so die Apokalypse betrachtet, dann wird sie erst etwas, was uns in gewisser Beziehung sehend macht für den Weltengang, so daß wir hineinschauen in dasjenige, was wir von der Zukunft brauchen und es in unsere Vorstellungen aufnehmen können. Sie wird aber weiter auch ein Meditationsbuch; sie ist in einer wunderbaren Weise als Meditationsbuch zu gebrauchen, sie ist in dieser Beziehung ganz großartig. Wenn Sie in der Apoka­lypse an eine Stelle kommen, die Ihnen zunächst für das Vorstel­len, für das Erfassen etwas Paradoxes bietet, so hören Sie ja auf zu denken und beginnen Sie zu meditieren, denn das ist immer auch eine Stelle, wo Sie spiritueller werden können, indem Sie das, was Sie intellektuell nicht mehr erfassen können, innerlich aufnehmen und verarbeiten. Wenn also zum Beispiel ein Satz auftritt, wo vom Erscheinen einer bösen Drüse die Rede ist (Apk. 16, 2), dann sagt natürlich der Intellektualist: Drüsen können nur bei Men­schen und Tieren sein. Was soll das? Das ist so ein poetisches Bild. - Man geht rasch darüber hinweg. Aber es ist nicht so. Der Apokalyptiker gebraucht das Wort Drüse, weil er weiß, daß das Reale im Mikrokosmos auch die Berechtigung hat, vorgestellt zu werden im Makrokosmos. Sie werden schon darauf kommen, wie das Drüsenhafte, das mit den Absonderungen zu tun hat, hin-überführt zu den Funktionen des göttlichen Zornes. So führen gerade die scheinbaren Paradoxa der Apokalypse dazu, das, was der heutige Mensch ja so gewöhnt ist, das bloß intellektuelle Verlaufen seines Seelenlebens, übergehen zu lassen in spirituelles Verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da kommen wir an den Punkt, wo es so notwendig ist, gerade bei priesterlichem Wirken, die Dinge klar und richtig zutreffend zu sehen. Die Menschen fühlen, daß das heutige Zeitalter die Seele ganz verintellektualisiert, deshalb bilden sich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|254}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diese Reaktionen: sie möchten auch Gemüt und Gefühl haben, sie ersehnen es auf allen Gebieten. Sehen Sie nur, wie die religiösen Bekenntnisse aufmucken gegenüber dem allgemeinen Intellektualismus. Sie wollen nicht mehr in intellektuellen For­men die Heilswahrheiten gepredigt haben, sie wollen sie aus dem Gefühl, aus dem Irrationalen heraus gestaltet haben. Es liegt dem gewiß eine berechtigte Sehnsucht zugrunde, aber wenn es nur in diesen Bahnen verläuft, führt es eben doch dazu, mit dem bloßen Fühlenwollen des religiösen Inhaltes das Religiöse überhaupt zu verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist es auch in der Pädagogik, die ja einen ganz merkwür­digen Gang durchgemacht hat, den die Priesterschaft wohl beachten sollte. Die Pädagogik ist ja von dem Instinktleben ausgegangen, sie hat am besten da gewirkt, wo man überhaupt nicht pädagogisch gedacht hat, sondern dasjenige gemacht hat, was der Instinkt eingegeben hat. Man hat in alter Zeit nicht Pädagogik getrieben, sondern gemacht, was der Instinkt eingege­ben hat. Erst seit man das instinktive Erziehen verlernt hat, redet man viel von Pädagogik, und unser vieles Reden davon ist das Zeugnis, daß wir die schlechtesten Pädagogen der ganzen Ent­wickelung sind. Die Menschen fangen dann an, am meisten von einer Sache zu reden, wenn sie sie nicht mehr haben. So fing man auch an, über die Transsubstantiation zu reden, als man sie und ihr Geheimnis nicht mehr verstand. Wenn man die oft vorzüg­lichen intellektuellen Diskussionsinhalte einer Zeitströmung ins Auge fassen will, muß man bei dem, was sich da ausdrückt, fragen: Was fehlt eigentlichen diesen Menschen? In der Zeit, in der die Arbeiterfrage besonders stark diskutiert wurde, bedeutete diese Diskussion, daß man möglichst wenig von dieser Frage verstand in Wirklichkeit. Das geht natürlich viel weiter in der Zeit, in der in die Menschheit die Schrift gekommen ist und immer mehr ihr Gebrauch sich umgewandelt hat in den Druck. Es war das Zeitalter, in dem die Menschen immer weniger die göttliche Schrift verstanden, die aus Sternen, Sonne und Wind spricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|255}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Teilnehmer der alten Artusrunde noch lesen konnten im aufsprudelnden Meer, im an die Felsen des Landes heransprit­zenden Wogengetriebe, im Vermischen desjenigen, was in den aufsprühenden Wogen sich verbindet mit den lichtgesättigten Luftwellen, in dieser Zeit, in der das alles abgelesen werden konn­te wie eine deutliche Schrift, war nicht das geringste Bedürfnis da, irgendeine fixierbare Schrift zu Hilfe zu nehmen. Es ist im Grun­de genommen so, daß man überall von dem Glanze des Sichtbaren auf das Abglimmen des Unsichtbaren, des Spirituellen schließen muß, um dann, wenn in der Zeit das Spirituelle besonders an die Oberfläche tritt, wahrzunehmen, wie die sinnlich-physische äuße­re Symbolik zurücktritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es, was uns eben darauf aufmerksam macht, daß wir nicht mit einer Verleugnung des Intellektualismus reagieren sol­len, mit einem dunklen, nebulosen Gemütsleben, sondern daß wir dieses Gemütsleben dadurch erhöhen, wenn wir das Intellektuelle immer mehr in die Metamorphose des Spirituellen einlaufen las­sen. Dann werden wir finden, daß sich unser Gemütsleben mit dem Geistgehalt der Offenbarungen, die objektiv sind, nicht mehr subjektiv, wirklich veredeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|256}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ACHTZEHNTER VORTRAG 22. September 1924 =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine lieben Freunde! Wir haben die Apokalypse betrachtet in ihrem inneren Geiste und wir haben sie betrachtet mit Bezug auf Euer Priesterwirken, und es ist ja ganz selbstverständlich, daß in Anknüpfung an die Apokalypse noch alles mögliche zu sagen wäre, daß namentlich die ganze Komposition der Apokalypse entrollt werden könnte. Aber es scheint mir, daß diese Veranstal­tung in Dornach ihren besten Inhalt dadurch bekommen kann, daß zunächst dasjenige, was hier in Anknüpfung an die Apoka­lypse gesagt worden ist, wirklich praktisch im priesterlichen Wir­ken weiter zutage tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben heute noch an eines anzuknüpfen. Wir müssen be­denken, daß wir ja leben im Zeitalter der Bewußtseinsseele, jener Etappe der gesamtmenschlichen Evolution, in der der Mensch die Intellektualität sozusagen in die Hand zu nehmen hat, in seine eigene Individualität hereinzugliedern hat. Natürlich ist dieses Zeitalter jetzt sozusagen das erste, das auf den Geist des Men­schen noch beschränkte, in welchem die Dinge, die die Aneignung der Intellektualität betreffen, ablaufen innerhalb des menschlichen Sinnens und Denkens. Es wird ein Zeitalter kommen, in dem auch die tieferen Kräfte der menschlichen Seele ergriffen werden von demjenigen, was sich jetzt mehr abspielt innerhalb des Sinnens und Trachtens und Denkens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenwärtig ist der Mensch noch in der Lage, sich Vorstellun­gen darüber zu machen, wie er sich der in seine eigene Individua­lität hereinbrechenden Intellektualität bedienen soll. Aber es wird dieser Zeitraum der Bewußtseinsseelenentwickelung nicht ablau­fen, ohne daß auch die Seelen selbst in ihren tiefsten Emotionen, in ihren Gefühlen, in ihren Leidenschaften ergriffen werden von der Intellektualität, und dann wird dasjenige eben noch tiefer und gründlicher im Menschen wohnen, was noch im Mittelalter ge­sucht worden ist in den Sternen, als man von engelischen Intelligenzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|257}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in den Sternen redete. Das alles wird ja im Menschen abgeladen. Und wenn dann später die Jupiterzeit kommt, so wird auch die menschliche Leiblichkeit ergriffen werden von der Intel­lektualität. Gerade gegenwärtig ist es daher noch möglich - weil die Dinge noch so liegen, daß der Mensch in Gedanken und Worte fassen kann, um was es sich handelt, weil die Seele noch nicht in ihrem innersten Gefüge von der Intellektualität ergriffen ist -, gerade gegenwärtig ist es daher namentlich im Priesterwir­ken noch möglich, dieses Wirken so zu orientieren, daß die Wel­tenzwecke, die Weltenziele wirklich erreicht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn sehen Sie, die Sache liegt ja so, daß der Mensch, indem er die Intellektualität an sich heranreißt aus dem Weltenall - und das liegt ja schließlich in der Weltenweisheit, daß er sie heranreißt-, daß der Mensch die Möglichkeit gibt, in unbewachten Momenten, die ja immer da sind, diese Intellektualität ergreifen zu lassen von jener ahrimanischen Macht, die in der christlichen Tradition der Satan genannt wird und der nicht verwechselt werden darf mit dem gewöhnlichen Teufel, welcher ja nicht die Eigenschaften des Satans hat, sondern eine niedrigere Macht ist. Satan hat den Rang von Urkräften, von Archai, und er ist derjenige, welcher im Ver­laufe der Weltevolution diese Intellektualität ergriffen hat, lange bevor sie in der Art, wie es geschildert wurde, an den Menschen herantritt. Er ist gegenwärtig sozusagen der umfassendste Besitzer der Intellektualität, und er strebt danach, die menschliche Intel­lektualität so stark an die seinige zu binden, daß der Mensch auf diesem Wege herausfallen kann aus seiner Evolution. Also das Mysterium von Golgatha unwirksam zu machen, danach strebt diese ahrimanische Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, diese ahrimanische Macht, die in der christlichen Tradition der Satan genannt wird, hat keine Kraft, weiter hinauf zu wirken in den verschiedenen Weltenniveaus, als bis zum Menschen. Man kann sich also nicht denken, daß zum Beispiel die Intelligenz eines Angelos unmittelbar ergriffen werden könnte von dieser satani­schen Macht. Nur in gewissen Ausnahmefällen kann das gesche­hen. Und das Wissen um diese Möglichkeit, daß in der Zukunft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|258}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Momente eintreten könnten, wo es der satanischen Macht auch möglich sein könnte, nicht nur die Menschen an sich zu binden auf dem Umweg durch die Intellektualität, sondern wo die satanische Macht auch Wesen aus dem Gebiete der Angeloi, namentlich der Archangeloi, an sich binden könnte, das gehört gegenwärtig noch zu den höheren Geheimnissen des Okkultismus, über die vorläufig nicht gesprochen werden kann, und die nur unter gewissen Bedin­gungen enthüllt werden können. So daß wir nur andeuten können, daß eben in der Zukunft einmal selbst eine Verführung und Ver­suchung von Wesen aus der Hierarchie der Angeloi und namentlich der Archangeloi möglich sein könnte. Heute haben wir zunächst damit zu rechnen, daß die in der christlichen Tradition Satan ge­nannte Macht die Gabe hat, sich sozusagen an dasjenige anzuhän­gen, was im Innern des Menschen mit einer solchen Selbständigkeit auftritt wie die Intellektualität; und dann, wenn gewissermaßen die im Menschen enthaltene Intellektualität ergriffen wird von der ahrimanischen Macht, dann kann der Mensch aus seiner Evolution herausgerissen werden in eine ganz andere Bahn, indem einfach sein Wesen nachgeris sen wird von seinem Intellekt, bei dem Satan in der Lage ist anzuknüpfen. Das wäre bei keiner anderen seelischen oder geistigen Kraft, bei keiner anderen leiblichen Kraft im Menschen möglich als lediglich bei dem Intellekt, denn der Intellekt sitzt so im Menschen, daß er im Menschen das Allerselbständigste vorstellt; alles übrige hängt an gewissen göttlichen Mächten. Daher hat Satan es dann, wenn er sich zum Beispiel an das Fühlen, an das Empfin­den, an das Begehren und Wünschen der Menschen heranmachen würde, immer noch zu tun mit den in diesen Seelenfähigkeiten darinsteckenden übermenschlichen Kräften. Die Intellektualität ist das erste, mit dem der Mensch sich ganz loslösen kann von den Wesenheiten, die seine persönliche Evolution bewirken, sie ist das erste, wo der Mensch durch seine ganz ureigene freie Kraft anknüp­fen muß an diejenigen Mächte, die von Anfang an bei seiner Ent­wickelung gestanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So muß der Mensch verstehen lernen, daß er sich freiwillig zu identifizieren hat mit den letzten Zielen der Apokalypse, wo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|259}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deutlich angedeutet wird von dem Apokalyptiker, daß da erschei­nen wird diejenige Macht, die das Alpha und Omega der durch­gehenden Schöpferkräfte, das durchgehende Schöpferwesen der Evolution darstellt, und daß der Mensch aus eigener Entschlie­ßung sich anzuschließen hat an dasjenige Wesen, das ihn geleitet hat, solange er noch nicht kosmosmündig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen großen Moment in der Menschheitsevolution kann al­lerdings Satan benützen, um in dieser Weise mit dem Intellekt den Menschen mit hinüberzuziehen in seinen eigentlichen Bereich. Jetzt schon können wir sehen, wie die satanische Macht bemüht ist, den Menschen in dieser Weise in ihre Evolution hineinzubrin­gen. Der Weg dazu ist der, daß man die Menschen zusammenfaßt in solchen Verbänden, wie wir sie ja überall heute im Keim ent­stehen sehen, wo die alten Gruppenseelen aufhören und eine neue Gruppenseelenhaftigkeit beginnen kann. Daher ist das, was zum Beispiel gegenwärtig im europäischen Osten geschieht, so furcht­bar satanisch, weil alles darauf hinführt, dort mit aller Kraft Men­schen so zusammenzufassen, daß Gruppenseelen notwendig wür­den. Wenn dann die Intelligentesten so hinübergenommen wer­den in das niedere Gebiet des Ahrimanischen, dann können die Gruppen, die da gebildet werden, als Gruppen nur ahrimanischen Mächten zugeteilt werden; und dann wäre das der Weg für die satanischen Mächte, um die Menschheit aus der Erdenevolution herauszureißen und in eine andere planetarische Evolution hin­einzubringen. Die Gruppenseelenhaftigkeit kann eben nur dann gelingen, wenn das intellektuelle Element in einer gewissen Weise vollständig emanzipiert wird. Dazu werden im Osten heute die allerraffiniertesten Ansätze gemacht. Und gerade für das Priester-wirken sollten Sie dies deshalb verstehen, weil diese Ansätze dort im Osten in der stärksten Weise hervortreten; es kommt aber durchaus in Mittel- und Westeuropa überall auch vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So muß zum Beispiel etwas besprochen werden, das als mehr oder weniger harmlos erscheint, das aber doch mit einem sehr bitteren Ernst im exoterischen Leben gesehen werden muß, das ist das Hineinlaufenlassen der Psychologie, der Seelenkunde, in eine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|260}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Experimentalbeobachtung. Das ist einer der Wege, welche dahin führen, daß das Seelische nicht im Sinne der alten göttlichen Mächte von Mensch zu Mensch wirkt, sondern daß es in emanzi­pierter Intellektualität vom äußerlich Zahlenmäßigen oder in son­stiger äußerlicher Weise bestimmt wird. Diese Dinge sind noch harmlos in Mitteleuropa. Aber Sie sollten bedenken, daß im We­sten - namentlich bei William James, aber auch bei anderen -aufgekommen ist, eine statistische Betrachtungsweise, also eine intellektualistische, vom Seelenleben emanzipierte Betrachtungs­weise anzuwenden selbst für die innere Umkehr des Menschen, für dasjenige, was man nennen könnte das innerlich religiöse Sich-finden, das bei vielen Menschen heute in einem gewissen Moment eintritt so gegen das zwanzigste Jahr. Gegen das zwanzigste Jahr hin tritt ja heute bei vielen Menschen der Moment eines innerli­chen, eines rein aus dem Innern heraus eintretenden Bekehrtwer­dens auf; die Menschen werden da von etwas erfaßt, das wie ein Aufwirbeln der Gottheit aus der eigenen Seele ist. In Amerika wird statistisch aufgenommen, wieviel Prozent der Bevölkerung solche inneren Bekehrungen durchmachen. Die Sache wird stati­stisch behandelt. Was daran satanisch ist, das ist eben das statisti­sche Behandeln, das Zusammenstellen dieser Dinge durch den emanzipierten Intellekt. Diese Bekehrungen sind ja alle nichts anderes als karmische Auslebungen, und deshalb muß man sie für jeden einzelnen Fall betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, es wird heute auf dem Gebiete der Naturwissen­schaften überall außerordentlich die statistische Methode ge­rühmt. Wer den Gang der heutigen Naturwissenschaft verfolgt, findet überall eine ungeheure Lobrede auf die statistische Metho­de gesungen. Die Menschen können gar nicht mehr an das Innere heran und suchen überall, aus den Statistiken Gesetze zu gewin­nen. Am schwersten ist das zu bekämpfen auf medizinischem Gebiet, wo es in der furchtbarsten Weise eingerissen ist, wo alle klinischen Methoden darauf ausgehen, bei Heilmitteln einfach in Statistiken zu registrieren, ob sie positiv oder negativ gewirkt haben und so weiter. Da nistet sich dieses statistische Element ein,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|261}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und gerade da ist es ganz wertlos, denn es besagt im Grunde genommen gar nichts, ob man weiß, wieviele Fälle so ausgehen und wieviele Fälle so ausgehen. Sondern es muß sich immer dar­um handeln, den einzelnen Fall durch und durch zu verstehen, gleichviel wie er ausgeht. Erst dann, wenn die ganzen Erkenntnis-methoden wieder dahin gelangt sind, den einzelnen Fall in seiner individuellen Gestaltung zu studieren, kann man die ganze Stati­stik - die ja, wie Sie wissen, gerade in sozialen Betrachtungen in der Sozialdemokratie eine riesige Rolle gespielt hat - nur insoweit gelten lassen, als sie, ich möchte sagen, zuletzt eingeführt werden kann, wenn man alles übrige individuell betrachtet hat; dann kann man sagen, in soundsoviel Fällen ist die Sache günstig oder sie ist ungünstig verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso hat die statistische Betrachtungsweise einen ungeheu­ren Unsinn angerichtet als Selbstmordstatistik oder als Verrück­tenstatistik. Man stellt fest, wieviel Prozent der Menschen in be­stimmten Berufen durch Selbstmord enden oder wahnsinnig wer­den. Es hat gar keinen Wert für wirkliche Erkenntnis, dies zu wissen. Denn das Wesentliche ist, wie der einzelne zum Selbst­mord kommt, wie der einzelne wahnsinnig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ist es mit dieser statistischen Betrachtungsweise, die heute überall eine große Rolle spielt, wo Naturwissenschaftler über Erkenntnistheorie schreiben, es ist mit dieser statistischen Betrachtungsweise wirklich so, wie wenn Satan los wäre. Es ist schon ganz schrecklich. Sehen Sie, diese Betrachtungsweise, die das Wirken der satanischen Macht eben in Mitteleuropa und im Osten gezeigt hat, ist Philosophie geworden bei Avenarius und bei Mach, bei denen wieder die führenden bolschewistischen Phi­losophen ihre Studien gemacht haben, die die Sache praktisch nach Rußland gebracht haben. Auch auf Seiten derjenigen, die gutmütig die fortschreitende Evolution der Menschheit sehen wollen, sieht man heute gewöhnlich diese Dinge so - nun ja, sie gehen so vor, aber man kümmert sich nicht darum -, daß in Mitteleuropa schon vor Jahrzehnten die Keime zum Bolschewis­mus gelegt wurden und nur nach Rußland hinübergetragen worden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|262}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind. Es ist, wie wenn man einen Keim nimmt und wegträgt, der dann irgendwo aufgehen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist jene satanische Macht heute schon überall durchaus am Werk und wendet sich überallhin, zu appellieren an den emanzi­pierten Intellekt, der die Dinge irgendwie ohne inneren Zusam­menhang mit der Sache betrachtet, so bei Seelischem, bei Geisti­gem, bei inneren Bekehrungen und so weiter. Wenn es Satan ge­lingen würde, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die Sache so­weit gebracht zu haben, wie er es haben will, dann würde eben in einer die Evolution der Menschheit schädigenden Weise dasjenige verlaufen, was ja dann herankommen muß. Denn sehen Sie, die Ereignisse, von denen der Apokalyptiker spricht, die kommen ja. Es handelt sich bloß darum, wie sie verlaufen. Und in den Ereig­nissen der Zukunft gibt es ja eigentlich überall noch zwei Even­tualitäten: die eine ist der mögliche Verlauf im Sinne der von den Göttern bedachten Menschheitsevolution, die andere Eventualität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- dagegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, die Intellektualität bricht herein, die Menschen werden immer intelligenter und intelligenter, nicht durch Inspiration, sondern durch eigene Kraft. Das bricht herein. Aber auf der an­deren Seite ist durch Einflüsse, die wiederum von luziferischer Seite herkommen, doch die Menschheit schwach erhalten worden. Und so wird es Gruppenbildungen geben, trotzdem im Zeitalter der Individualität, dem eigentlichen christlichen Zeitalter, das In­dividuelle das für die Menschheit Heilsame ist. Es wird Gruppen-bildungen geben, aber diese Gruppenbildungen müssen aus der Gefahr herausgehoben werden, in der sie sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so wird der Zeitpunkt eintreten, wo in der Tat die satani­sche Macht durch dasjenige, was sie an Anstrengungen entwickelt hat, um die Intelligenzkräfte der Menschheit zu gewinnen, wo diese satanische Macht so groß sein wird, daß sie an alle Gruppen, die sich gebildet haben, herantreten wird; so daß es wirklich so kommen wird, daß Satans Macht nach den vier Ecken der Welt wirken wird. Und diese Gruppen, kleinere Gruppen: Gog, oder größere Gruppen: Magog, sie werden der Versuchung, der Verführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
der satanischen Macht ausgesetzt sein. Und ob dann die­jenigen, die die Spiritualität niiulerweile in die Hand genommen haben, eine solche Intensität entwickeln, daß die menschliche Intellektualität mit Hilfe der Michael-Kraft dahin geführt werden kann, wo sie hingehört - an die Ursprungsmächte, die im Aus­gang der menschlichen Entwickelung da waren, und die dasjenige, was Menschen bisher geworden sind, weiterführen wollen mit der menschlichen Freiheit -, das ist dasjenige, was sich dann entschei­den wird. Davon wird ungeheuer viel abhängen, ob die Menschen dazu kommen werden, wirkliche Spiritualität, wirkliche Geistig­keit mit einer inneren Ordnung auch gründlich zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese ganze Angelegenheit der Menschheit muß eben heute schon hingeschaut werden beim priesterlichen Wirken, weil nur, wenn es uns gelingt, alles in die Bahnen zu lenken, die in dieser Linie laufen, die große Verführungsszene, die Satan beabsichtigt mit Gog und Magog, in einer solchen Weise ausgehen wird, daß es für die menschliche Entwickelung heilsam ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonst aber kann nichts anderes geschehen, als daß eines Tages in der Zukunft alles dasjenige herausgerissen wird aus der Menschheit, was die Menschen erlebt haben etwa seit dem 7. Jahr­hundert der nachchristlichen Entwickelung, seit dem Jahre 666, alles das, was sie erlebt haben schon unter dem Einfluß der ent­wickelten Individualität. Über alle früheren Inkarnationen der Menschheit würde Finsternis verbreitet, und es würde eine neue Weltevolution an die Stelle der irdischen gesetzt werden. Wir können heute schon klar die Anfänge davon sehen und wir kön­nen auch die große Gefahr sehen, die für die Menschheit heute durchaus schon besteht. Es werden alle Schwächen der Menschen dazu benützt - weil eben die denkbar größte Intellektualität bei den ahrimanischen Mächten ist -, es werden alle Schwächen der Menschen, namentlich ihre Eitelkeit und ihre Unwahrhaftigkeit, dazu benützt, um die Menschen herüberzubekommen. Was im Ausgangspunkte des Weltkrieges da alles gewirkt hat, das ist ei­gentlich etwas Furchtbares. Es ist furchtbar, wie Eitelkeiten der Menschen dazu benutzt worden sind von den satanischen Mächten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|264}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um, nachdem zuerst ein ungeheurer Schlafzustand da war, in wenigen Tagen [1914] einen Wirbel heraufzubringen, der die Menschen in einen furchtbaren Taumel versetzte, so daß sie heute noch nicht klar sind, was eigentlich dazumal geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist ja nur eine Phase. Die noch viel schlimmeren Phasen spielen sich heute vorläufig ab innerhalb rein intellektuel­ler sogenannter Geisteskämpfe der Gegenwart. Denn wo ist ei­gentlich noch Wahrheit? Man sieht überall, wie ja die Dinge so eingeleitet werden, daß Wahrheit des Wirkens für die Menschen immer weniger und weniger in Betracht kommt. Denken Sie nur daran, daß immer mehr und mehr gestrebt wird, das geistige Le­ben in die Bahnen des Staates hineinzubringen. Wieviel ist vom Geistesleben in den Bahnen des Staates! Alle diese Dinge setzen die Menschheit einer großen Gefahr aus, aber die Menschen sind nicht geneigt, nach dieser Richtung hin wirkliches Verständnis zu entwickeln. Das konnten Sie sehen, als mit der Dreigliederungs­bewegung sozusagen der erste Vorstoß gemacht werden sollte gegen die Verführung von Gog und Magog, um dasjenige, was in der Zukunft einmal eintreten soll, in solche Bahnen zu leiten, daß dann die weitere Entwickelung in einem für die Menschheit gün­stigen Sinne verlaufen könnte. Aber die Art und Weise, wie die Dreigliederungsidee aufgenommen wurde, die eigentlich die Menschheit über diese Schwelle der Entwickelung hätte hinüber-führen sollen, die zeigt eben, in welch ungeheuren Gefahren die Menschheit in bezug auf diese Dinge schwebt. Deshalb ist es vor allen Dingen notwendig, daß man in der Priesterschaft auch diese Dinge völlig ernst nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, es hat einmal eine solche Individualität gegeben - das war in den ersten Jahrhunderten der christlichen Entwickelung, so daß sie mitmachte das Jahr 666-, die mit einer gewissen hell­seherischen Kraft sah, was da eigentlich sich abspielte und was es bedeutete, daß die satanische Macht sich vorbereitete schon dazu­mal zu einer solchen Mission. Diese Individualität, die dazumal an der Stätte gelebt hat, wo der eigentliche kirchliche Kampf sich abspielte, in Rom, und die dann in Europa vorbereitete das Christentum,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|265}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erkannte das dazumal geistig klar. Später verwechselte sie nur, wie es so vielen gegangen ist, diese satanische Macht - von der ich Ihnen sagte, daß selbst Michael sie anerkennt in ihrer höheren Position - mit dem Teufel des Mittelalters und sprach vom Teufel, aber sie sprach vom Teufel so, daß man wirklich sieht, die satanische Macht ist gemeint. In Berlin ist diese Indivi­dualität wiederverkörpert in der ersten Hälfte des 19. Jahrhun­derts, Trahndorff hieß er, ein gewöhnlicher Gymnasiallehrer. Ja, er trat für die Existenz des Teufels ein, das heißt, eigentlich des Satans, er hat eine Schrift geschrieben: «Ist der Teufel ein Hirnge-spinst?», aber nicht nur das, er hat auch eine Ästhetik geschrieben. Befassen Sie sich mit dieser Ästhetik. Man hat keine Möglichkeit, bei Theologen auf Trahndorff hinzuweisen, weil er unberücksich­tigt geblieben ist; die Konsistorialräte und Oberkonsistorialräte in Berlin waren seine Feinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dinge laufen alle auf die Frage hinaus: Wird die Priester-schaft in der Lage sein, die geistige Welt in ihrer vollen Realität zu vertreten, nicht bloß in der sentimentalen Art, wie das in den letzten Jahrhunderten überall geworden ist, daß man, sobald es sich um den Geist handelt, die böse Macht gar nicht hereinbrin­gen will? Also darum handelt es sich, ob die Energie vorhanden ist, die Spiritualität wirklich zu vertreten. Das ist schließlich unter uns, meine lieben Freunde, wirklich die Hauptsache. Es ist die Hauptsache, daß solche Dinge wie Karmaerkenntnis, ehrliches Hinschauen auf frühere Erdenleben, dieselbe Seelenverfassung voraussetzen wie das Anschauen des Zelebrierens der Transsub­stantiation während der Menschenweihehandlung. Diese Vorstel­lungen müssen wiederum real werden innerhalb der Menschheit. Nur wenn sie real werden, wird es eine Möglichkeit geben, meine lieben Freunde, alles das, was gerade dem Apokalyptiker so sehr am Herzen gelegen hatte, hinzustellen als eine Perspektive für die Menschheit und das alles in die richtigen Bahnen zu bringen. Man möchte schon sagen, gerade die Dinge, die hier besprochen wor­den sind im Anschluß an die Apokalypse, sie sind solche Wahr­heiten, die man nicht empfangen sollte, ohne den ganzen Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|266}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit ihnen zu verbinden, die man nicht empfangen sollte, ohne sie selber wie eine Art Kommunion zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So daß man wirklich sagen möchte: Eine richtige Ecclesia umfaßt in ihrer äußeren Realität die Gläubigen, und die Priesterschaft muß sich ansehen als diejenige Wesenschaft innerhalb der Ecclesia, über deren Wirken das Geistige in die Menschheit fließt. Dazu bedarf es schon mit richtigem Verständnis auch der kleinen Sakramenten-kapelle mit dem Sanktissimum, dem Sanktissimum, wo eben ent­halten ist das Geheimnis der Transsubstantiation. Stellen wir uns vor, wir haben den Kelch, innerhalb dessen die Transsubstantiation sich vollzieht. Die Menschen suchen durch die Transsubstantiation den Weg zum Vater, zu jener Urwelt-Schöpfermacht, die in aller Realität darin weset, die daher nicht gefunden werden kann, wenn man einseitig nur nach dem Geistigen oder einseitig nur nach dem Materiellen geht, sondern die gefunden wird, wenn man die Einheit des Geistigen mit dem Materiellen unmittelbar entdeckt. Es ist eben heute wirkliches Verständnis für die Welt nur vorhanden, wenn auf dem Altar die Transsubstantiation vollzogen wird. Da vollzieht sich in der Tat das Heilige, daß der Vater gesucht wird und der Sohn den Menschen den Weg weist zu dem Vater, der Sohn, der nun eben den Weg vermittelt zum Geiste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kann der Mensch, indem er hinblickt auf dasjenige, was sich überall im Physischen darstellt, bei der Transsubstantiation finden das ganz verborgene Geistige im Physischen, das Walten der Seraphim, der Cherubim, der Throne, deren verborgenes Walten erscheint als physische Substanz. Will man es als Geistiges haben, so muß man den Weg zum Vater gehen. Den Weg zum Vater weist der Sohn, der dann dazu führt, daß das Geistige er­scheint aus dem Physischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Brot - wenn wir nur von diesem ausgehen, denn es kann auch für den Wein gezeigt werden -, das Brot ist Brot, aber der Vater kann in ihm gesucht werden. Christus weist den Weg, das Brot umgibt sich mit der Aura durch die Transsubstantiation, der Mensch erlebt in der Aura den Geist. Es ist so, daß der Wein nur die Verstärkung desjenigen ausmacht, was im Brote liegt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|267}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kann gesagt werden: Die Sehnsucht nach dem Vater lebt im sinnlichen Anblick, wo verborgen sind Seraphim, Cheru­bim, Throne. Christus führt den Menschen auf den Weg, so daß vor ihm in der gestern angedeuteten Weise wirksam werden Ky­riotetes, Dynameis, Exusiai, und er aufsteigt in dasjenige Gebiet, wo er heute die geistige Welt in ihrer Geistigkeit nur betrachten kann, wo aber der Heilige Geist mitten drinnen ist: Angeloi, Archangeloi, Archai.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das, meine lieben Freunde, steht in der Apokalypse drin­nen. Das zu verstehen und daraus den Schluß zu ziehen, daß das verstanden wird heute - was bedeutet das? Es bedeutet, daß der­jenige, der es versteht, sein eigenes Verständnis in der Apokalypse vorgezeichnet findet. Daher darf gesagt werden: Es kommt nur auf Euch an, meine lieben Freunde, ob Ihr wollt, daß in der Apokalypse von Euch gesprochen worden ist oder nicht. Denn wenn Ihr in wahrhaft spirituellem Sinne in Euer Priesterwirken die Impulse der Apokalypse aufnehmt, dann seid Ihr diejenigen, von denen in der Apokalypse gesprochen worden ist, daß sie kommen werden und die Gewalt des Tieres, des falschen Prophe­ten, des Satans abweisen werden. Und dann werdet Ihr wenig­stens im Geiste immerdar da, wo der Kelch für die Transsubstan­tiation steht, unter diesem Kelch Euch das apokalyptische Buch denken. Und indem Ihr Euch denkt: Der Kelch steht auf dem apokalyptischen Buch -, werdet Ihr in der Lage sein, Euch zu sagen: Da drinnen steht meine Berufung, und was wir darüber tun, das ist die Ausführung meiner Berufung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so, meine lieben Freunde, wollte ich nicht eine theoreti­sche Auseinandersetzung mit dieser Tagung geben, sondern ich wollte Euch - nachdem der berechtigte Wunsch in Euch entstan­den ist, etwas über die Apokalypse zu hören - das geben, was ich Euch gegeben habe und Euch damit die Apokalypse im Geiste unter den Kelch legen. Das ist es, wohin ich diese Betrachtung führen wollte. Es wird Euch unter allen Umständen gelingen, dasjenige zu erreichen, was in den Möglichkeiten liegt, meine lie­ben Freunde, wenn Ihr die Ideale Eures Wirkens so stark spannt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|268}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie Ihr sie spannen könnt, gerade dann, wenn Ihr die ernsten Betrachtungen der Apokalypse zum innerlichsten Impuls Eures eigenen Wirkens macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist dasjenige, was ich als das Ende dieser Betrachtungen vor Euch habe hinstellen wollen, meine lieben Freunde. Ihr könnt Euch denken, daß die intensivsten Gedanken auf ein intensives, eindringliches und der großen Aufgabe würdiges Wirken alles das begleiten werden, was Ihr nun wiederum im Anschluß an diese Betrachtung tun werdet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Friedrich Rittelmeyer spricht Dankesworte. [Die Worte Rittelmeyers wur­den nicht mitgeschriehen.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Wenn wir das verstehen, was in diesen Worten ausgesprochen ist, die ja nicht ein äußerliches, sondern ein inner­liches Herzensgelöbnis sind, und wenn wir verstehen, es in den Lichtschein der recht verstandenen Gnade zu stellen, so wird dasjenige, was geschehen soll, geschehen. Denn das, um was es sich handelt, ist, daß die Götter- und Menschenwege in der Gegenwart sich zusammenfinden. Michael wird der große Ver­mittler sein zwischen Götterwegen und Menschenwegen. Sehen wir auf sein Wirken! Lernen wir aus seinem vergangenen An­fangswirken das, was durch die Zukunft hin geschehen soll! Dann dürfen wir nicht nur mit einem gutgewollten, sondern mit einem mutigen Enthusiasmus in die Zukunft hineinsehen und werden immer mehr und mehr uns im Wollen zusammengeführt sehen mit dem göttlichen Willen, der die Menschen von Anfang an leitet, dann werden wir unsere Freiheit verbunden fühlen mit der Götter Freiheit. Das ist es, was wir empfinden müssen. Und dann werden wir an jedem Tag, wenn wir unser Tagewerk vollbracht haben, uns auch sagen dürfen, indem wir für den folgenden Tag nichts Kleineres, sondern Größeres wollen: Vielleicht schaut der Götter Auge zu uns hernieder und sagt: Ja, so sei es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|270}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= WANDTAFELZEICHNUNGEN UND -ANSCHRIFTEN =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bei den Vorträgen «Apokalypse und Priesterwirken»&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
vom 5. bis 22. September 1924 in Dornach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 1 1. Vortrag 5. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 2 3. Vortrag 7. Septemher 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 3 4. Vortrag 8. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 4 6. Vortrag 10. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 5 7. Vortrag 11. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 6 8. Vortrag 12. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 7 9. Vortrag 13. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 8 11. Vortrag 15. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 9 12. Vortrag 16. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 10 15. Vortrag 19. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 11 16. Vortrag 20. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 12 17. Vortrag 21. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafel 13 18. Vortrag 22. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|271}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 1.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 1 Dornach, 5. September 1924, 1. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 1 Dornach, 5. September 1924, 1. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|272}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 2.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 2 Dornach, 7. September 1924, 3. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 2 Dornach, 7. September 1924, 3. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|273}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 3.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 3 Dornach, 8. September 1924, 4. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 3 Dornach, 8. September 1924, 4. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|274}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 4.jpg|zentriert|519x519px|Tafel 4 Dornach, 10. September 1924, 6. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 4 Dornach, 10. September 1924, 6. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|275}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 5.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 5 Dornach, 11. September 1924, 7. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 5 Dornach, 11. September 1924, 7. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|276}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 6.jpg|zentriert|505x505px|Tafel 6 Dornach, 12. September 1924, 8. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 6 Dornach, 12. September 1924, 8. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|277}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 7.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 7 Dornach, 13. September 1924, 9. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 7 Dornach, 13. September 1924, 9. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|278}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 8.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 8 Dornach, 15. September 1924, 11. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 8 Dornach, 15. September 1924, 11. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|279}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 9.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 9 Dornach, 16. September 1924, 12. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 9 Dornach, 16. September 1924, 12. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|280}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 10.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 10 Dornach, 19. September 1924, 15. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 10 Dornach, 19. September 1924, 15. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|281}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 11.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 11 Dornach, 20. September 1924, 16. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 11 Dornach, 20. September 1924, 16. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|282}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 12.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 12 Dornach, 21. September 1924, 17. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 12 Dornach, 21. September 1924, 17. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|283}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 Tafel 13.jpg|zentriert|800x800px|Tafel 13 Dornach, 22 . September 1924, 18. Vortrag]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;center&amp;gt;Tafel 13 Dornach, 22 . September 1924, 18. Vortrag&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SE|284}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|285}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= NOTIZBUCHEINTRAGUNGEN =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus Notizbuch Archiv-Nr. NB 498&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|286}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 286.png|zentriert|824x824px]]&lt;br /&gt;
Die Menschen-Weihehandlung. / 1.) Alte Mysterien: Die Götter stiegen herab: / sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
waren in den Substanzen da: Die Ceremonien nach den Sternen. Differenz / Zeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/ die Sterne bewirken die Metamorphose -: Winter - Frühling - Sommer - Herbst /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Halbalte Mysterien: Die Götter sandten ihre / Kräfte: Die Ceremonien nach der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alchymie - / (Fermente) / 3.) Halbneue Mysterien: Die Menschen finden die / Kräfte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ceremonien nach den magischen / Worten. [Aristoteles: er kennt die Kabiren-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werke.{{SE|287}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 287.png|zentriert|824x824px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Neue Mysterien: die Menschen steigen zu den / Göttern hinauf: Die Ceremonien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nach der / Einsicht der Priester. = Wiederhervorbringung / der Apokalypse in der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seele -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Götter in der Apokalypse. - / 2.) Wahrnehmen in der Verwandlung: Fühlen der /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apokalypse. / 3. Abhören der Apokalypse / 4.) Geistiges Erzeugen der Apokalypse{{SE|288}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 288.png|zentriert|812x812px]]&lt;br /&gt;
Apokalypse: / 1.) Die Kräfte des phys. Leibes: sie geben / in ihren Verwandlungen die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sphäre des / reinen Geistes wieder: es wird ausgelöst / während sich kosmisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beeinflußt der / Stoff verwandelt der «göttliche Mensch» - / der Verg. Gg. Zkft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wahrnimmt. / 2.) Die Kräfte des aeth. Leibes: es wird / ausgelöst, während sich der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stoff unter / dem Einfluß des Astralischen verändert / der «geistige Mensch» - / 3.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kräfte des astralischen Leibes: / es wird ausgelöst, während der / Stoff unter dem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfluß des Aetherischen / steht, der Mensch als kosm. Intelligenz{{SE|289}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 289.png|zentriert|818x818px]]&lt;br /&gt;
Es wurde der Mensch zum Kosmos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde der Mensch zur Planeten- / sphäre. / Da wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch als «himmlischer Mensch» / auf Erden ={{SE|290}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 290.png|zentriert|814x814px]]&lt;br /&gt;
Der «Mensch»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der «Mondenmensch»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der «Sonnenmensch» - Michael&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der «Fixsternmensch» - Michael{{SE|291}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 291.png|zentriert|815x815px]]&lt;br /&gt;
1.) es wird anwesend im phys. Leib = Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) es wird anwesend im Aetherleib = Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Es wird anwesend im Astralleib = Rauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Es soll anwesend werden im «Ich» - Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) -: dadurch Erscheinung des / «Vaters» - des tragenden Gottes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) dadurch Erscheinung des / «Sonnengeistes» - des schöpferischen / Wortes. -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Dadurch Erscheinung des / «Mondengeistes». — / Des «Wortes», das / hinaufge-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sandt wird&lt;br /&gt;
{{SE|292}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 292.png|zentriert|823x823px]]&lt;br /&gt;
Sieh die Erscheinung Jesu Christi, gegeben / von Gott, dessen Dienern zu zeigen, /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was im Laufe kurzer Zeiten / geschehen soll; er hat sie ins Wort gebracht / und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gesandt durch seinen Engel an / den Diener Johannes -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser hat bekräftigt des Gottes Wort, / und die Erscheinung Jesu Christi, die er /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gesehen hat.{{SE|293}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 293.png|zentriert|829x829px]]&lt;br /&gt;
Abendmahl halten = / 24 Stühle Älteste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuhl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gläsernes Meer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Tiere — voll Augen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist mehr denn alles Menschlich = / Gewordne. -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 24 Ältesten = sie stellen die / einzelnen Stufen der Vollendung dar.{{SE|294}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 294.png|zentriert|816x816px]]&lt;br /&gt;
1.) Ephesus = 7 Leuchter / erste Liebe verlassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Smyrna = war ist (wird sein) / sind nicht Juden / = Satans / Schule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Pergamus = scharfe, zweischneidige Schwert / Lehre Bilams&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.) Thyatira = Auge wie Feuerflamme, / Füße wie Messing / Isebel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.) Sardes = sieben Geister Gottes und sieben / Sterne - / wachen{{SE|295}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 295.png|zentriert|819x819px]]&lt;br /&gt;
6.) Philadelphia = Wahrhaftige Schlüssel / Davids / Tempel Gottes / Namen Gottes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.) Laodicea - Amen, der treue und / wahrhaftige Zeuge, / Anfang der Kreatur /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gottes / lau{{SE|296}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 296.png|zentriert|819x819px]]&lt;br /&gt;
Das Lamm empfängt das Buch mit / 7 Siegeln -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Epoche nachatl: Ephesisch - Nicolaiten / Secte auf äußern Sinnenschein / gerichtet -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Ep: Smyrna: Persisch -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Ep. Pergamus: Hermeswort -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Ep. Thyatira:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Ep. Sardes: unsre Epoche:{{SE|297}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 297.png|zentriert|820x820px]]&lt;br /&gt;
6. Ep. / 7. Ep.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegel 1. weißes Pferd Bogen - sieghaft / 2. rotes Pferd Frieden / 3. schwarzes Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Waage / 4. fahl: Tod / 5. Seelen, die erwürgt waren/ weißes Kleid. / 6. Erdbeben -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonne verfinstert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewußtsein eingeengt: / Tod sehen im Leben: wie / er eingreift = wie das / Wachen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wegnimmt / die Kraft zu leben. / Eine Art Verbrennung / wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
was ist die Sehnsucht nach / Anthrop? Verbrennung - / Es entsteht CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; - zu viel -{{SE|298}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 298.png|zentriert|817x817px]]&lt;br /&gt;
4 Engel / Siegel / lebendigen Gottes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
versiegeln die / Knechte Gottes / auf ihren Stirnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trübsal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Siegel = Rauchwerk{{SE|299}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 299.png|zentriert|823x823px]]&lt;br /&gt;
Apokalypse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Das Ich erst mit dem Jahre 333 n. Chr. so / in Betracht kommend, daß nicht die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rede / mit Bezug auf die Gruppenseelen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Das Ich findet die Möglichkeit, seinen / Weg zu machen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ich, wenn es voll entwickelt ist, lebt nicht / im Körper, sondern es ist da: die Ich-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organisation.{{SE|300}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 300.png|zentriert]]&lt;br /&gt;
{{SE|301}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 301.png|zentriert|820x820px]]&lt;br /&gt;
11. September 1924: / 333: es herrscht 323 - 337 / Konstantin der Große. /325&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arianismus verworfen. - 1.) /Athanasius: Dogma. - 2.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) der aufsteigende Mensch: ähnlich / 2.) Athanasius: gleich / es wird gespürt das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herandringen des «Ich» / es geht um die Innewohnung: /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Constantinopel: / 666: Muawija: die Araber stellen / die Lehre ohne den Sohn dar: sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bringen / eine Lehre, die vorchristlich ist: Natur / dann / Freiheit / dann die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederaufrichtg.{{SE|302}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 302.png|zentriert|818x818px]]&lt;br /&gt;
Es wird noch einmal an den Menschen die / Frage gestellt: wohin gehört das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Ich» - / Es können die Geister, die «oben» und / «unten» sind, jede Art für sich, sich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des / Ich bemächtigen. - 333 v. Chr. Alexander löst / den gordischen Knoten mit dem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwert = Gordion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
336 - 323 Alexander{{SE|303}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 303.png|zentriert|822x822px]]&lt;br /&gt;
gerade als das M. v. G. beginnt, zieht der / Seelenteil heran, der das «Ich» aufneh-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
men / kann - dieser Seelenteil, der ganz frei vom / Leibe ist: da wird eine geistige Luft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erzeugt, / die dann bewirkt, daß die äußeren / Ereignisse von 333 an - nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verstanden / werden - es beginnt der Drang der / Verinnerlichung -{{SE|304}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 304.png|zentriert|818x818px]]&lt;br /&gt;
Sonnendämon: Er ist der Geist, der / Chr. und Mich, widerstrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wirkt weiter fort; nach je 666 Jahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Mohammed: er bringt durch seinen / Widerstand: Woraus die Kirchenlehrer / des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittelalters geschöpft.{{SE|305}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 305.png|zentriert|825x825px]]&lt;br /&gt;
1332 der Templerorden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aufgehoben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jacob von Molay&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
freie Hand für die Widerstrebenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aber:{{SE|306}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 306.png|zentriert|816x816px]]&lt;br /&gt;
Leben in dem Geistigen -: Gral erwuchs. -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Menschen: es involvierte das Wahre. -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siegel / Posaunen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zunächst das Äußere 1. / Dann die Siegel. 2. / dann Posaunen. 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wächst zunächst der Gral in das / Geistige hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann : er wird von den genommen.{{SE|307}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 307.png|zentriert|824x824px]]&lt;br /&gt;
13. September 1924 / Apokalypse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Von einem Menschen so etwas wie / Äpk! Sie steht dann durch die Echo- /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückwirkung in dem Weltenäther&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Durch den astral. Leib und das Ich bekommt / der Mensch aufnehmend die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdenkunde die / Möglichkeit, daß die Welt= / Imaginationen = nachts auf seinen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ätherleib / wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.) Chr. in der Erden-Aura = da die / Geheimnisse -{{SE|308}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 308.png|zentriert|819x819px]]&lt;br /&gt;
4.) Neuer Himmel - neue Erde / Meer ist nicht mehr / Neue Jerusalem - vom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Himmel / Braut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stimme = / Gott mit den Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geburt und Tod - Krankheit vergangen - Schreibe = !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Feuer und Schwefel = andre Tod / Weib / Jerusalem / heller Jaspis / 12 Engel =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namen der / 12 Geschlechter Israels / 12 Tore / 12 Gründe = 12 Apostel /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edelsteingründe / Tempel = Gott / Leuchter - Lamm / Menschenmaß!{{SE|309}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 309.png|zentriert|822x822px]]&lt;br /&gt;
Apokalypse :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) Himmel auf getan / weiß Pferd = Treu (?) und Wahrheit (?) / Augen Feuerflamme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
/ Haupt mit Kronen / Namen, den niemand wußte, als er selbst. / Blutbesprengtes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleid / Name heißt «Wort Gottes» = Kleid / Heer mit weißen Pferden / scharf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwert aus dem Munde / grimmiger Zorn = Ein König aller / Könige - Herr aller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herren{{SE|310}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 310.png|zentriert|820x820px]]&lt;br /&gt;
Engel in der Sonne:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
an die «Vögel» versammlet Euch zu / dem Abendmahl des großen Gottes / esset&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fleisch etc.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tier = ( = falscher Prophet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
feuriger Pfuhl, der mit Schwefel / brannte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satan gebunden. / Engel mit Schlüssel / zum Abgrund / 1000 Jahre gebunden{{SE|311}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 311.png|zentriert|824x824px]]&lt;br /&gt;
1000 Jahre: / darauf los werden: / die 1000 Jahre - / = erste Auferstehung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teufel bleibt noch = er ist nach / der Überwindung des Tieres nur / gebunden,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
andre Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Engel / Jerusalem{{SE|312}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 312.png|zentriert|822x822px]]&lt;br /&gt;
1000 Jahre / los Satanas / gequälet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hemmnisse =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und der Fall von Babylon / des Tieres und falschen Proph. / dann Satanas.{{SE|313}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 313.png|zentriert|822x822px]]&lt;br /&gt;
Menschensünden - Mensch erfaßt von der Erde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= was nur durch die Inspiration Menschengemeinschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erfaßt von Abirrungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= was nur von Geistwesen selbst Erde jetzt erfaßt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Gegnern{{SE|314}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 314.png|zentriert|816x816px]]&lt;br /&gt;
Apok. 16. Sept. 24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1000 Jahre Satanas los -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gog. Magog. / diejenigen, die Fürsten sind =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weib / Sonne bekleidet / Drache / Streit Mich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drache Kind fressen / Sohn{{SE|315}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 315.png|zentriert|823x823px]]&lt;br /&gt;
Die wirkliche Evolution:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mysterium: / Sehen: Der Mensch: er geht in die Tiefen bis / in die Mitte atl. Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da wird das «Ich» / geboren von dem Weiblichen in der Sonne -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ausgeworfen = der große Drache - alte Schlange&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkläger verworfen / der sie verklagte Tag und Nacht vor Gott -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überwunden / Teufel verfolgte Weib&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wüste - / Die Geburt des Irdischen -{{SE|316}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 316.png|zentriert]]&lt;br /&gt;
{{SE|317}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 317.png|zentriert|817x817px]]&lt;br /&gt;
Es ist die Sonne: / sie ist weiblich: sie gebiert / das Kind - / Mitte atl. Zeit = / Die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Myst. wenden den Blick hinauf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es entstehen: die Continente = / sie enthalten die Geister, die / vorher des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestalt / zu Grunde lagen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die astralische Tatsache - phys. Sat. / Das äth. Gegenbild - seelisch / 333 - Tier / Das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
phys. Spiegelbild = Babylon{{SE|318}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 318.png|zentriert|810x810px]]&lt;br /&gt;
Apokalypse:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Posaunen: I) 1/3 Bäume, grüne Gras -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II) 1/3 Meer ward Blut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
III) Wasserströme Wasserbrunnen / Wermut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cop. : IV. 1/3 Sonne 1/3 Mond 1/3 Sterne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V. Engel = Schlüssel zum Brunnen / des Abgrunds / Verfinsterung / Heuschrecken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht / Menschen allein beschädigen / die nicht hatten Siegel des / lebendigen Gottes{{SE|319}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 319.png|zentriert|820x820px]]&lt;br /&gt;
Weh&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heuschrecken - Menschen-Antlitz / König, der Engel des Abgrunds&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abaddon Apollyon -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VI. 1/3 Menschen getötet / Mund: Feuer, Rauch, Schwefel / Schwänze den Schlangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gleich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VII. -{{SE|320}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 320.png|zentriert|804x804px]]&lt;br /&gt;
7 Siegel = 7 Posaunen - / Rauchfass -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. weiß Pferd - Sieg / 2. rotes Pferd - Frieden nehmen / 3. schwarz Pferd = Wage /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. fahl - Tod = 1/4 Teil getötet / 5. weißes Kleid = / 6. großes Erdbeben - Mond wie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da waren die Menschen in einer erschütterten / Lage - die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Kämpfe / die Ausbreitg. durch Lehrer / Tod{{SE|321}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 321.png|zentriert]]&lt;br /&gt;
{{SE|322}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 322.png|zentriert|821x821px]]&lt;br /&gt;
Apokalypse: Engel Wolke bekleidet - Regenbogen / Haupt - Antlitz wie Sonne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Füße / wie Feuerpfeiler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Büchlein / rechten Fuß Meer linken Erde / schrie - sieben «Donner»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versiegle, was sieben Donner geredet/ Keine Zeit mehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gieb mir das Büchlein{{SE|323}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 323.png|zentriert|813x813px]]&lt;br /&gt;
Nimm hin / verschling es. - Bauchgrimmen im / Munde süss wie Honig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rohr / Messen / - Vorhof nicht messen / 1260 Tage weissagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zwei Zeugen / zwei Ölbäume / vor dem Herrn der Erde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leichname 3 1/2 Tage / Stadt fiel / 7000 Namen der Menschen / fielen / andre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gaben / Ehre Gott -{{SE|324}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 324.png|zentriert|816x816px]]&lt;br /&gt;
Apokal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rassen-Entwickelung = individuelle Entwickelg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gläsernes Meer - mit Feuer gemenget - / die den Sieg - / Harfen - Sänger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempel / 7 Engel mit den sieben Plagen -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zornesschalen - / Menschen Erde / Drüse / Meer - Blut eines Toten / Wasserströme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunnen - Blut / Sonne - Feuer, Hitze an / Menschen, / Stuhl des Tieres -{{SE|325}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 325.png|zentriert|813x813px]]&lt;br /&gt;
6. Euphrat - Weg den Königen bereitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
drei unreine Geister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harmagedon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luft = Es ist geschehen / Erdbeben Hagel -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird die Zeit kommen, da des Menschen / Wesen wird Einfluß auf das Erdgesche-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hen haben -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann, wenn die Bewußtseinsseele stark vom / Geistselbst wird durchdrungen sein -{{SE|326}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 326.png|zentriert|824x824px]]&lt;br /&gt;
Apokalypse: 20. Sept. 1924:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1773 Mai Weltuntergang - / 1832 Biela&#039;scher 11 Mill. Meilen / 1845 Zweiteilung /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1872 Feuerwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfall / des chaldäischen / Reiches&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(babylonische / Gefangenschaft) /Krösus. -{{SE|327}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 327.png|zentriert|828x828px]]&lt;br /&gt;
Dieser Komet wird 1933 - die Schädlichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wegnehmen und dann{{SE|328}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 328.png|zentriert|831x831px]]&lt;br /&gt;
Apokalypse 21. Sept:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.) 7 Briefe - phys. Welt. Symbole - / Sprache. -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7 Siegel - 1. Einweihung. -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sphärenharmonie: / 7 Posaunen: 2. Einweihung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
göttliche Liebe - göttlicher Zorn / 3. Einweihung.{{SE|329}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 329.png|zentriert|808x808px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
phys. Welt: die Natur steht draußen - / das Geistige bildlich darinnen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
astral, imag. - die Natur wird elementar; / das Geistige erscheint im Weben der /&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
elementarischen Welt - Mensch der / Weg der Götter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geisterland, die großen Rhythmen beginnen: die den / Menschen in ihren Schwin-&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gungen / mitumfassen - sein Leben / wird als Inhalt der Götter / herausgesetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zornesschalen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zorn: die erfüllte Antipathie der Seelenwelt - / die Absonderungen der Götter.{{SE|330}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ÜBERSICHT ÜBER DIE VORTRÄGE UND KURSE =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Rudolf Steiner den Mitarbeitern der Bewegung für religiöse Erneuerung gehalten hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. bis 16. Juni 1921&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Stuttgart gibt Rudolf Steiner einen ersten Kurs für Theologiestudieren­de: Sechs Vorträge und zwei Besprechungen. (Anthroposophische Grundlagen für ein erneuertes christlich-religiöses Wirken, GA 342&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. September bis 10. Oktoher 1921&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Bitten der Teilnehmer des ersten Kurses gibt Rudolf Steiner für einen nun wesentlich erweiterten Kreis von ca. 120 Teilnehmern in Dornach einen umfassenden Kurs von 29 Vorträgen und Diskussionsstunden. (Spirituelles Erkennen - religiöses Empfinden - kultisches Handeln, GA 343)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. bis 22. September 1922&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner gibt in Dornach einen Vortragskurs anläßlich der Begrün­dung der Christengemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vorträge bei der Begründung der Christengemeinschaft, GA 344)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. bis 14. Juli1923&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner hält in Stuttgart vier Vorträge für die Priester der im&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorjahr begründeten Christengemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vom Wesen des wirkenden Wortes, GA 345)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. bis 19. September 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dornach hält Rudolf Steiner achtzehn Vorträge für die Priester der Christengemeinschaft über die Apokalypse des Johannes (Apokalypse und Priesterwirken, GA 346)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|331}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= HINWEISE =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zu dieser Ausgabe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vortragskurs über die Apokalypse ist der fünfte Kurs, den Rudolf Steiner für die Mitglieder der Bewegung für religiöse Erneuerung gehalten hat. Im September 1924 - dem letzten Monat seiner Vortragstätigkeit über­haupt - hielt Rudolf Steiner vier bis sechs Vorträge täglich. Nebeneinander fanden mehrere Kurse statt. Im Mittelpunkt der damaligen Dornacher Ver­anstaltungen stand der Dramatische Kurs, der ursprünglich für Schau­spieler und Sprachgestalter gedacht war, zu dem aber der Andrang so groß war, daß diese Beschränkung nicht aufrechterhalten werden konnte und der daher vör einem Auditorium von über 700 Zuhörern abgehalten wurde. Für Ärzte und Priester hielt Rudolf Steiner vom 8. bis 18. September 1924 Vorträge über Pastoralmedizin und für die Mitglieder der Anthroposophi­schen Gesellschaft Vorträge über karmische Zusammenhänge. Ferner wur­den die Unterweisungen für die Mitglieder der Ersten Klasse der freien Hochschule fortgesetzt und auch die Vorträge für die am Goetheanumbau tätigen Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Im September war es» - so schrieb Marie Steiner (in «Was in det Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht. Nachrichten für deren Mitglie­der», Nr.36 vom 3. September 1944) - «daß Rudolf Steiner wie in einem letzten glanzvollen Aufleuchten seines Geistes, dem im Feuer übersinnlichen Erlebens schon verglühenden Körper die äußerste Kraftleistung abrang, durch die eine unvorstellbare Fülle von geistigen Gaben uns zuströmte. Es war wie ein Zusammenfließen, eine Konzentration alles dessen, was er im Laufe seines vier Jahrzehnte langen Wirkens für die Erweckung der Mensch­heit getan hatte: zugleich reife Frucht und in sich gedrängte Zukunftskraft, welche komende Zeitalter wird geistig befruchten können.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der vorliegende Kurs - an dem 57 Priester der Christengemeinschaft und die Vorstandsmitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft teilnahmen -begann im Saal der Schreinerei, wurde dann zunächst fortgesetzt im Haus Brodbeck, der heutigen Rudolf-Steiner-Halde, später wurde der Kurs in einen größeren Raum des sogenannten Baubüros verlegt, das sich in einer heute nicht mehr existierenden Baracke in der Nähe der Schreienerei befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Tafelzeichnungen: Die Original-Wandtafelzeichnungen und -anschriften Rudolf Steiners bei diesen Vorträgen sind erhalten geblieben, da die Tafel damals mit schwarzem Papier bespannt worden war. Sie sind in diesem Band im Anhang wiedergegeben. (Datumangaben auf den Tafeln sind nicht von der Hand Rudolf Steiners.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|332}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen authentischen Wortlaut Rudolf Steiners im Sinne eines wörtlich mit-geschriebenen Stenogrammes gibt es von diesen Vorträgen nicht, denn es war kein Stenograph zugezogen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herausgabe basiert auf einer Zusammenstellung von Teilnehmer-Notizen, die auf folgende Weise zustandegekommen ist: Nach Beendigung des Kurses wurden die von verschiedenen Teilnehmern gemachten Aufzeich­nungen eingesammelt und einer Gruppe zur Bearbeitung und Vervielfälti­gung übergeben. Hierüber hat Wolfgang Schickler im «Priester-Rundbrief» Nr.38 vom 30. Oktober 1924 berichtet. Wenngleich Schickler hauptsächlich über die technischen Schwierigkeiten des Vervielfältigens schreibt, geht doch aus seiner Darstellung auch hervor, daß mindestens sechs Persönlichkeiten mitgewirkt haben, um die verschiedenen Notizen zu entziffern, zusammen­zustellen, zu diktieren und zu tippen. Genannt werden Käthe Wolf-Gum­pold, Walter Gradenwitz, Johannes Thielemann, Arnold Göbel, Hermann Beckh. Schickler bezeichnet einen Teil der Notizen wegen ihrer Schwerles­barkeit scherzhaft als «Pali-Texte».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf diese Weise entstandene Rohtext wurde sogleich vervielfältigt, ohne daß zuvor eine kritische Durchsicht oder Bearbeitung durch eine kompetente Persönlichkeit aus dem Teilnehmerkreis erfolgt wäre. Über den Verbleib der Einzelnotizen selbst ist nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei dieser Notizen-Zusammenstellung - sie ist bis heute die einzige Unterlage für die Herausgabe der Vorträge - also nicht um wörtliche Mitschriften von Rudolf Steiners Vorträgen, und auch nicht um ein von einer bestimmten Persönlichkeit verantwortetes Referat der Vor-tragsinhalte. Die Aufzeichnungen könnten wohl am besten als eine Art von Erinnerungsprotokoll für die Teilnehmer bezeichnet werden. Der Ver­lauf der Vorträge und die wesentlichen Gedankengänge scheinen gut festge­halten zu sein, doch zeigen sich im Detail vielerlei Mängel und Unklarheiten; dies sind im wesentlichen :&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- fehlende oder unklare Satzkonstruktionen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Anakoluthe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- inhaltlich unklare Sätze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- offensichtliche Lücken, zumeist wenigstens daran erkennbar, daß der fortlaufende Gedankenfaden unterbrochen ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung der Worte «er», «sie», «es», ohne daß ersichtlich ist, was damit gemeint ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederholung eines vorangegangenen Substantives in falschem Zu­sammenhang, wodurch der Sinn eines ganzen Satzes völlig entstellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Verwendung falscher Zeiten, z.B. Gegenwart statt Konjunktiv oder Imperfekt statt Futurum, wodurch ebenfalls der Sinn entstellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Wiederholung der gleichen Ausführungen mit nur geringfügig verän­derten Worten, wobei unklar ist, ob hier Rudolf Steiner einen Gedankengang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|333}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder auch nur eine Satzpassage wiederholt hat, oder ob&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einfach die Notizen, die verschiedene Teilnehmer von der gleichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aussage gemacht haben, hintereinandergestellt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- unklare Wiedergabe von Zitaten, u.a.m.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der offensichtlichen Mängel der Aufzeichnungen mußten sich die Herausgeber zu einer Bearbeitung der Textunterlage entschließen. Diese wurde nach folgenden Richtlinien vorgenommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- klare Satzgliederungen herstellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Interpunktion und Rechtschreibung berichtigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Zitate nachweisen und berichtigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- unvollständige Sätze ergänzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- in Zweifelsfällen Textvarianten in die Hinweise aufnehmen und/oder erläutern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- bei unverständlichen Textstellen Parallelstellen im Werk Steiners nachweisen, um mit deren Hilfe einen sinnvollen Text zu erarbeiten. Hierfür ein Beispiel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unklare Ausführungen in der Textunterla ge:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Nun habe ich im Laufe der Zeit hier und an verschiedenen Orten ausge­führt, wie dieses Michaeltum in geistiger Beziehung eingeleitet worden ist. Ein Stück davon habe ich neulich im Vortrage erwähnt, wo ich hingewiesen habe darauf, wie 869 unter der Regentschaft Michaels von den Individuali­täten Alexander und Aristoteles eine wirklich christliche Impulsivität einge­leitet worden ist. Aber das ging ja weiter. Im Beginne des neuen Zeitalters, wo die Bewußtseinsseele eingreift - das habe ich ja ausgeführt - haben wir einen großartigen Einblick. Wenn wir hinaufschauen in das dem physischen Geschehen parallelgehende, zur Erdenmenschheit gehörende Geistgesche­hen, haben wir eine übersinnliche Schule mit Michael als Lehrer.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bearbeitung anhand des erwähnten Vortrages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Es ist der Vortrag vorn 10. September 1924, GA 238,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der wörtlich mitgeschriebenen worden ist.&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Nun habe ich im Laufe der Zeit hier und an verschiedenen anderen Orten ausgeführt, wie durch Michael in geistiger Beziehung das Christentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eingeleitet worden ist. Ein Stück davon habe ich neulich im Vortrag vom 10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
September 1924 erwähnt, wo ich hingewiesen habe darauf, wie unter der Regentschaft Michaels zur Zeit von Aristoteles und Alexander schon ein wirklicher christlicher Impuls eingeleitet worden ist, und wo ich hingewie­sen habe auf das Jahr 869, in dem eine Art von übersinnlichem Konzil sich abgespielt hat. Das hat sich ja weiter fortgesetzt. Und im Beginne des neuen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|334}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitalters, wo die Bewußtseinsseele eingreift - das habe ich ja ausgeführt -, haben wir, wenn wir hinaufschauen in das dem physischen Geschehen parallelgehende, zur Erdenmenschheit gehörende Geistgeschehen, den groß­artigen Anblick einer übersinnlichen Schule mit Michael als Lehrer.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel der Bearbeitung war die Erstellung eines verständlichen Textes, soweit dies aufgrund der mangelhaften Unterlagen möglich war. Selbstver­ständlich bleibt auch eine Bearbeitung letztlich immer unbefriedigend und kann niemals ein wörtlich mitgeschriebenes Stenogramm ersetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hinweise zum Text ==&lt;br /&gt;
Werke Rudolf Steiners innerha]b der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Seite&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11 Der seinerzeitige Druck dieser Worte Rudolf Steiners im Nachrichtenblatt be­ginnt mit einem grammatisch unzulänglichen Satz, vermutlich aufgrund eines Druckfehlers. Die handschriftliche Vorlage ist nicht erhalten. Für die vorliegen­de Wiedergabe dieses Aufsatzes wurden die damals gedruckten ersten Worte «In diese Kurse» geändert in «Unter diesen Kursen».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15 Johannes Werner Klein (1898-1984), damals Oberlenker in der Christengemein­schaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es haben die Freunde jetzt ausnahmslos alle ihr Gesuch eingereicht aus persön­licher Initiative um Aufnahme in die Hochschule für Geisteswissenschafi: In einem Brief vom 31. August 1924 hatte Emil Bock (damals Oberlenker in der Christengemeinschaft) an Rudolf Steiner geschrieben, daß von dem Kreise der Priester der Anschluß an die Erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswis­senschaft als eine Lebensfrage empfunden werde. Dem Brief waren Aufnahme-gesuche von siebzehn Persönlichkeiten des Kreises beigefügt. Vierundzwanzig Priester waren bereits früher Mitglieder der Ersten Klasse der Freien Hoch­schule geworden, fünfzehn weitere hatten Anträge gestellt, aber noch keine Antwort erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden elf Persönlichkeiten vorgestellt: Seit der Begründung der Christenge­meinschaft im September 1922 waren noch die folgenden Persönlichkeiten zum Priester geweiht worden: Harald Brock, Robert Goebel, Johannes Hemleben, Hermann Heisler, Josef Kral, Karl Ludwig, Karl Luttenberger, Rudolf Meyer, Ernst Moll, Hermann von Skerst, Gustav Spiegel, Johannes Thielemann, Käthe Wolf-Gumpold. ob diese alle an dem Vortragskurs teigenommen haben, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19 an der Stätte, aus der wir zuerst die Flammen herausschlagen sehen mußten: Der Brand des ersten Goetheanums in der Silvesternacht 1922/23 wurde zuerst im sogenannten «Weißen Saal» bemerkt, in welchem im September 1922 die Zu-sammenkünfte der Begründer der Christengemeinschaft stattgefunden hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|335}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27 ») An dieser Stelle enthält die interne Vervielfältigung der Christengemeinschaft noch die folgenden, offensichtlich mangelhaft mitgeschriebenen Sätze:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Dann waren die Substanzen so gemischt, wie es noch Aristoteles einem Alex­ander in alten Zeiten lehrte, daß aus dem Opferrauch herauskam die heilige Imagination, die den Weg zu den Göttern bedeutete; dann war diese Transsub­stantiation, die priesterliche Handlung eine richtige. Die Menschenweihehand­lung war wahrhaftig vollzogen. Der sie zelebrierte und der, der daran teilneh­men konnte, wußte, das ist das Erkenntnisorgan; denn indem auffiammt in dem Opferrauch und in dem Gebet, das zeremoniell gestaltet wird in dem magischen Wortverlauf, dasjenige was hinaufströmt zu den Göttern, kommt als Gnadenge­schenk entgegen von oben die Offenbarung, die das Apokalyptische ist.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hier nur angedeutete inhaltliche Aussage ist dargestellt in Rudolf Steiners Vortrag vom 22. Dezember 1922 «Die Mysterien der samothrakischen Kabi­ren«, enthalten im Band «Mysteriengestaltungen», GA 232.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42 Die Salbung zum Priester erfolgt ...: In der internen Vervielfältigung der Chri­stengemeinschaft lautet dieser Abschnitt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Die Salbung erfolgt, wenn gefühlt wird, wie in Johannes der Inhalt der Apo­kalypse entstanden ist, sobald man fühlt, diese Menschen von heute wollen Priester werden dadurch, daß sie selbsterzeugend in sich das Ich selbst in der Apokalypse erleben. Wird das Ich apokalyptisch, dann wird das Ich priester­lich.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54 so steht es in einer Übersetzung: In der Übersetzung Martin Luthers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
60 So gab es ja ... einen Hirtenbrief Gemeint ist der Erzbischof von Salzburg, Johannes Baptist Katschthaler, 1832-1914. Sein Hirtenbrief vom 2. Februar 1905 «Die dem katholischen Priester gebuhrende Ehre» ist publiziert in Carl Mirbt «Quellen zur Geschichte des Papstrurns und des Romischen Katholizismus», 4. Auflage Tübingen 1924, Kap. 645, S. 497-499. Nachfolgend die auf die priester liche Konsekrationigewalt bezugliche Stelle «Ehret die Pnester, denn sie haben die Gcwalt zu konsekrieren Kraft der Weihe hat der katholische Pnester und wieder nur er, und nicht die protestantischen Pastoren, diese wunderbare Ge walt. - Die Gewalt zu konsekrieren den Leib des Herrn mit dem kostbaren Blute, mit Seiner ganzen heiligen Menschheit und Seiner Gottheit unter den Gestalten des Brotes und des Weines gegenwartig machen; Brot und Wein ver­wandeln in den wahren Leib und das kostbare Blut unseres Herrn, welch&#039; hohe, erhabene, ganz wunderbare Gewalt! Wo im Himmel ist eine solche Gewalt, wie die des katholischen Priesters? Bei den Engeln? Bei der Mutter Gottes? Maria hat Christum, den Sohn Gottes, in Ihrem Schoße empfangen und im Stalle zu Beth­lehem geboren. Ja. Aber erwäget, was bei der heiligen Messe vorgeht! Geschieht nicht unter den segnenden Händen des Priesters bei der heiligen Wandlung gewissermaßen dasselbe? Unter den Gestalten des Brotes und Weines wird Christus wahrhaft, wirklich und wesentlich gegenwärtig und gleichsam wieder-geboren. Dort zu Bethlehem gebar Maria ihr göttliches Kind und wickelte es in Windeln, der Priester tut gleichsam dasselbe und legt die Hostie auf das Korpo­rale. Einmal hat Maria das göttliche Kind zur Welt gebracht. Und sehet, der Priester tut dies nicht einmal, sondern hundert- und tausendmal, so oft er zele­briert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort im Stalle war das göttliche Kind, das durch Maria der Welt gegeben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|336}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ward, klein, leiden fähig und sterblich. Hier auf dem Altare unter den Händen des Priesters ist es Christus in seiner Herrlichkeit, leidensunfähig und unsterb­lich, wie er im Himmel sitzt, zur Rechten des Vaters, glorreich triumphierend, vollkommen in jeder Beziehung. - Machen sie den Leib, das Blut des Hcrrn bloß gcgenwärtig? Nein. Sondern sie opfern, sie bringen dem himmlischen Vater das Opfer tar. Es ist dasselbe, was Christus blutiger weise auf Kalvaria unt unblutigetweise beim letzten Abendmal getan hat. Dort hat der ewige Hohe-priester Jesus Christus Sein Fleisch, Sein Blut und Leben selbst dem himmli­schen Vater zum Opfer gebracht, hier in ter heiligen Messe tut Er dasselbe durch seine Stellvertreter, die katholischen Priester. Die Priester hat er an Seine Stelle gesetzt, damit sie dasselbe Opfer, das Er dargebracht, fortsetzen. Ihnen hat Er das Recht über Seine heilige Menschheit übertragen, ihnen gleichsam Gewalt über Seinen Leib gegeben. Der katholische Priester kann Jhn nicht bloß auf dem Altare gegenwärtig machen, Ihn im Tabernakel verschließen, Ihn wie­der nehmen und den Gläubigen zum Genusse reichen er kann sogar Ihn, den menschgewordenen Gottessohn, für Lebendige und Tote als unblutiges Opfer darbringen. Christus, der eingeborene Sohn Gottes des Vaters, durch den Him­mel und Erde geschaffen sind, der das ganze Weltall trägt, ist dem katholischen Priester hierin zu Willen.-» (Hervorhebungen nach dem bei Mirbt wiedergege­benen Original.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
68 als wir von Torquay ... hinausfuhren nach der Stätte, wo einst das Schloß des Königs Artus stand: Fahrt nach Tintagel an der westlichen Felsenküste von Cornwall am 17. August 1924. Rudolf Steiner spricht hierüber in Torquay und in London in den Vorträgen vom 21. und 27. August 1924 (in GA 240, Seite 241 ff. und 288 ff.) sowie in Dornach, am 10. September 1924 (in GA 238, S. 49 f.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77 «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?«, GA 10.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
79 wie ich es vorgestern charakterisiert habe: Im Vortrag vom 7. September 1924 (in GA 238, Seite 28).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
82 ein Arbeiter hatte die Frage präpariert: Ja, woher kommt es eigentlich, daß manche Pflanzen duften und andere nicht?: Vortrag vor den Arbeitern am Goetheanumbau in Dornach am 9. August 1924 (in GA 354).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86 Ignatius von Loyola und Emanuel Swedenborg: Über das Karma dieser Persön­lichkeiten spricht Rudolf Steiner insbesondere im Londoner Vortrag vom 24. August 1924 (in GA 240).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
88 in dem Kurs über Sprachwissenschafi: »Sprachgestaltung und Dramatische Kunst», Vortragszyklus gehalten in Dornach vom S. bis 23. September 1924 (GA 282).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
91f. Über die Epochen der Erzengelherrschafien nach der mystischen Chronologie des Trithemius von Sponheim spricht Rudolf Steiner mehrfach auch in esoteri­schen Stunden (siehe GA 266) sowie in folgenden Vorträgen: In München am S. Dezember 1907 (in »Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe» Nr.67/68); in Arnheim am 19. Juli1924 (in GA 240), in Dornach am 8. August 1924 (in GA 237) und in Torquay am 18. August 1924 (in GA 243).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
93 Plato sagt: Gott ... geometrisiert: Nach Plutareh »Tischgespräche» (Quaest. conv. VIII,2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
95 Lieber ein Bettler in der Oberwelt: Aus Homers »Odysee», XI. Gesang, Vers 488-491&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|337}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
98 Joachim von Floris: Zisterzienserabt von Floris oder Fiore in Kalabrien, gest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1202, schrieb das «Evangelium aeternum« (Deutung biblischer Weissagungen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alanus ab Insulis (Alain de Lilie), um 1120-1202, scholastischer Philosoph, der letzte der großen Lehrer von Chartres, schrieb «Der Anticlaudian, oder die Bücher von der himmlischen Erschaffung des neuen Menschen«.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
99 die Zahl des Bösen, das ist die Zahl Fünf. Über die Bedeutung der Zahlen spricht Rudolf Steiner ausführlich im Stuttgarter Vortrag vom 15. September 1907 (in GA 101).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
101 Streit zwischen Arius und Athanasius: Streit über das Wesen des Vatergottes und des Sohnesgottes im 4. Jahrhundert. Arius (gest. 336, Stadtpriester von Alexandrien) lehrte, daß Christus dem Vatergott ungleich und in der Zeit ge­schaffen sei. Athanasius (295-373, Bischof von Alexandrien) bekämpfte diese Auffassung und lehrte die Wesenseinheit von Vatergott und Sohnesgott. Das Konzil von Nicäa (325) entschied sich für die Lehre des Athanasius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
102 im Jahr 869 durch das achte Konzil von Konstantinopel wurde bestimmt, daß der Mensch als aus Leib und Seele bestehend anzusehen sei und daß die Seele «einige geistige Eigenschaften« habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
103 unter demjenigen römischen Kaiser: Unter Konstantin dem Großen (Kaiser von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
306 bis 337).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
108 Harnacks »Wesen des Christentums»: Adolf Harnack, 1851-1930, evangelischer Theologe. Sein Buch «Das Wesen des Christentums« erschien im Jahr 1900. Siehe auch Hinweis zu Seite 127.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
118 Sorat: Die hebräischen Schriftzeichen und ihre Zahlenwerte sind hier so wieder­gegeben, wie es der bekannten Tradition entspricht. (Vgl. dazu auch den elften Vortrag in Rudolf Steiners «Die Apokalypse des Johannes«, GA 104, sowie den Sonderhinweis hierzu auf Seite 263 dieses Bandes.) Aufgrund welcher Quelle Rudolf Steiner die Schreibweise mit «dt» wählte (Notizbucheintragung siehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 304), konnte nicht festgestellt werden. - Eine andere Darstellung der Zahl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
666 findet sich in den Magischen Werken des Agrippa von Nettesheim, 22. Kapitel von Teil II:&lt;br /&gt;
[[Datei:GA346 337.png|zentriert|500x500px|Darstellung der Zahl 666 den Magischen Werken des Agrippa von Nettesheim, 22. Kapitel von Teil II.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|338}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Die vierte Tafel, die der Sonne, besteht aus dem Quadrat des Sechsers und enthält sechsunddreißig Zahlen, je sechs in einer Reihe und im Diameter, die Hundert und elf ausmachen; die Gesammtsumme aber beträgt Sechshundert und sechsundsechzig. Es stehen ihr göttliche Namen vor, nebst einer Intelligenz zum Guten und einem Dämon zum Bösen, sowie auch die Charaktere der Sonne und ihrer Geister aus ihr entnommen werden. ... «&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Sorat und der Zahl 666 vgl. auch Rudolf Steiners Vorträge vom 27. April 1907 (in GA 96) und vom 11. Oktober 1918 (in GA 184).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
119 Tempelherrenorden: Siehe den Vortrag Rudolf Steiners vom 25. September 1916 (in GA 171).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
121 neulich im Vortrag: Am 10. September 1924 (in GA 238)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
127 der berühmte Ausspruch: Jesus gehört nicht in die Evangelien: Der Aussprucb Adolf Harnacks, wiedergegeben in seiner Schrift «Das Wesen des Christen­tum5«, S. Vorlesung , lautet wörtlich: «Es ist keine Paradoxie und wiederum auch nicht ,,Rationalismus«, sondern der einfache Ausdruck des Tatbestandes, wie er in den Evangelien vorliegt: Nicht der Sohn, sondern allein der Vater gehört in das Evangelium, wie es Jesus verkündigt hat, herein.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
139 *) wie eben durch Jahrtausende das materielle Physische real da war: An dieser Stelle enthält die interne Vervielfältigung der Christengemeinschaft noch die folgenden Notizen eines anderen Teilnehmers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Sie werden übernehmen, insofern Sie dazu wurdig sind, das Neue Jerusalem nicht bloß als etwas Bildhaftes, wie es die modernen Exegeten hinstellen, son­dern als etwas, was so real von oben herunterhängt wie das, was altes Jerusalem war, von unten hinauf auf seinen Füßen stand.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
148 Hölderlin, der einmal sagte, er sehe, wenn er die Deutschen anschaue, Handwer­ker, aber keine Menschen: In «Hyperion«, Zweites Buch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
160 Nietzsche-Individualität, ich habe sie sogar beschrieben in meinem «Lebens-gang»: «Mein Lebensgang«, GA 28, XVIII. Kapitel. Ähnliche Ausführungen Rudolf Steiners finden sich in folgenden Vorträgen: Dornach, 8. August 1924 (in GA 237) und Arnheim, 20. Juli 1924 (in GA 240).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
168 daß der Mensch ... bald größer, bald kleiner ... gestaltet war: Ausführlicher spricht Rudolf Steiner hierüber im Vortrag vom 7. November 1915 (in GA 254).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
172 was da lebte in solchen Schulen wie zum Beispiel in der Schule von Chartres:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe hierzu die Vorträge Rudolf Steiners insbesondere im 4. Band der «Esote­rischen Betrachtungen karmischer Zusammenhänge«, GA 238.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
173ff. »Das Weib, mit der Sonne bekleidet, den Drachen unter ihren Füßen ... »:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzendes zu diesem Bild findet sich in folgenden Schriften und Vorträgen Rudolf Steiners:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Der theosophische Kongreß in München«, Bericht in der Zeitschrift «Luzifer-Gnosis» Nr.34 (Sommer 1907); Vortrag vom 21. Mai 1907 in München: Erläu­terungen zur Einrichtung und Ausgestaltung des Kongreß-Saales; Vortrag vom 16. September 1907 in Stuttgart: Die apokalyptischen Siegel. (Alle enthalten in dem Band »Bilder okkulter Siegel und Säulen. Der Münchner Kongreß Pfing­sten 1907 und seine Auswirkungen», GA 284.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|339}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
174 wie die Planeten dazukamen, finden Sie in meinem Buche «Die Geheimwissen­scbafi»: GA 13, im Kapitel «Die Weltentwickelung und der Mensch«.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
181 in der beutigen Auseinandersetzung über die fundamentalen rhythmischen Zah­len des Weltalls und des Menschen: Im 10. Vortrag des Pastoralmedizinischen Kurses, «Das Zusammenwirken von Ärzten und Seelsorgern«, GA 318.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
182 *) Wenn ich aber der Beobachtende bin ...: Der hier folgende Abschnitt zeigt die Mängel der Teztunterlage besonders deutlich, denn die überlieferten Notizen geben keinen klaren Anhaltspunkt dafür, was Rudolf Steiner hier wirklich ge­sagt hat. Ein einfaches Redigieren im Sinne der Darstellung im sechsten Vortrag, insbesondere auf Seite 90, verbietet sich, da möglicherweise ganz andere Ge­sichtspunkte angeführt worden sind. Der Leser ist hier darauf angewiesen, sich eine entsprechende Auffassung selbst zu erarbeiten. Hierzu mögen die nachstehenden Vorträge Rudolf Steiners eine Hilfe sein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stuttgart, 15. September 1907 (in GA 101)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 21. Dezember 1908 (in GA 107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
München, 31. August 1909 (in GA 113)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dornach, 6. Oktober 1914 (in GA 156)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin Oktober/November 1904:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwölf Vorträge über die planetarische Entwickelung (in «Beiträge zur Rudolf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner Gesamtausgabe. Nrn. 67/68, 69/70, 71/72 und 78).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
186 sie sind nicht im vollen Sinne des Wortes Menschen: Siehe auch «Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart«, Konferenz vom 3. Juli 1923, GA 300c, sowie den Dornacher Vortrag vom 22. Oktober 1920 im Band «Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhun­derts«, GA 200. - H.P. Blavatsky spricht von «soulless men« und vom «death of soul« in «Isis entschleiert«, Band II und in «Geheimlehre«, Band III.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
190 was ich heute morgen Astrosophie genannt habe: Im 10. Vortrag des Pastoral­medizinischen Kurses, «Das Zusammenwirken von Ärzten und Seelsorgern«,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 318.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
190 Da bekamen wir einen Brief Goethes: Goethes Brief an den Physiker Thomas Johann Seebeck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
191 der Brief war einmal im Besitz Kuno Fischers gewesen: Kuno Fischer &amp;lt;1824 bis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1907), Professor für Philosophie in Jena und Heidelberg, gab die Schrift heraus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Erinnerungen an Moritz Seebeck, nebst einem Anhange: Goethe und Thomas&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seebeck«, Heidelberg 1886 (mit zahlreichen Erstveröffentlichungen von Briefen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethes an Thomas Seebeck). Siehe auch R. Steiners Aufsatz aus demselben Jahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1886) «Das Verhalten Thomas Seebecks zu Goethes Farbenlehre», in GA 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
199 «Die Philosophie der Freiheit», GA 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so wie ich es gestern in der esoterischen Stunde gesagt habe: In der sechsten Wiederholungsstunde am 17. September 1924, in «Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goethea­num 1924«, GA 270 I-1V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Theosophie. Einführung in die übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbe­stimmung», GA 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|340}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
207 Thomas Garrigue Masaryk, 1850-1937, Professor für Philosophie und Sozio­logie in Prag, war von 1918-1935 Staatspräsident der Tschechoslowakischen Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
212 ich habe das dargestellt im anderen Kurs: Im Pastoralmedizinischen Kurs «Das Zusammenwirken von Ärzten und Seelsorgern», GA 318.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
224 Beim Durchschauen Ihres letzten Heftes: In der Zeitschrift «Die Christenge­meinschaft», I. Jahrgang, Heft 6, September 1924, hatte Emil Bock einen Auf­satz geschrieben mit dem Titel «Die Gegenwart als Weltenstunde. Die sieben Sendschreiben der Offenbarung Johannis».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
225 Emil Bock, 1895-1959, damals Oberlenker in der Christengemeinschaft. Friedrich Doldinger, 1897-1973, Lenker in der Christengemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
229 Enzyklika des damaligen Papstes gegen den Modernismus: Im Jahr 1907 hatte der Papst Pius X. den Modernismus zum «Sammelbecken aller Häresien« erklä­ren lassen. In dem Dekret «Lamentabili sane ezitu« und dem Rundschreiben «Pascendi dominici gregis» wurden alle Irrtümer des Modernismus verworfen; seit dem Jahr 1910 war für den gesamten Klerus die Ablegung des sogenannten «Antimodernisteneides« vorgeschrieben; erst 1967 wurde die Verpflichtung zur Ablegung dieses Eides wieder aufgehoben. - Siehe hierzu auch die Vorträge Rudolf Steiners vom 30. Mai und vom 3. und 6. Juni1920 in «Heilfaktoren für den sozialen Organismus«, GA 198, sowie vom 26. September 1921 in «Vorträ­ge und Kurse über christlich-religiöses Wirken«, Band II, GA 343.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Syllabus der sechziger Jahre: Der Enzyklika «Quanta cura» vom 8.12.1864 des Papstes Pius IX. war ein «Syllabus» beigegeben mit einem Verzeichnis von acht­zig Sätzen, worin die mit dem römischen Katholizismus nicht verträglichen »Irrtümer« des Denkens der modernen Zeit aufgeführt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
233 ff. Joseph Jérome de Lalande, 1732-1807, Jurist und Astronom, wurde 1761 Professor der Astronomie am Collége de France und 1768 Direktor der Stern-warte in Paris. Hauptwerke: «Traité d&#039;astronomie», Paris 1764; «Bibliographie astronomique», Paris 1803.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war im Jahr 1773: Im «Handbuch der Astronomie, ihrer Geschichte und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Litteratur« von Rudolf Wolf, Zürich 1892, heißt es hierüber (Drittes Buch, zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschnitt 578):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Als man im Frühjahr 1773 in Paris hörte, es gedenke Lalande der Akademie «Réflexions sur les Cométes qui peuvent approcher de la terre&amp;gt; vorzutragen, entstand große Spannung. Da jedoch diese Vorlesung in der betreffenden Sit­zung wegen Überfülle der Traktanden nicht mehr an die Reihe kam, so verbrei­tete sich, ob aus Dummheit oder Bosheit weiß man nicht, das Gerücht, Lalande habe auf den 12. Mai den Weltuntergang durch Zusammenstoß der Erde mit einem Kometen ankündigen wollen, sei aber von der Polizei daran verhindert worden, und dieses bloße Gerücht genügte, einen so panischen Schrecken zu verbreiten, daß nicht nur ganz Paris jenem Tage entgegenjammerte, sondern sogar infolge der Angst Frühgeburten, Todesfälle etc. eintraten, und unwürdige Geistliche, welche um schweres Geld Absolution anboten, die besten Geschäfte machten. Der schnelle Abdruck von Lalandes Abhandlung und verschiedene Versuche, durch Scherz und Ernst die Aufregung abzuschwächen, halfen wenig,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|341}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- erst nachdem der Schreckenstag ohne Störung irgend welcher Art verlaufen war, beruhigten sich nach und nach die Gemüter.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
236 Johann Joseph von Littrow, 1781-1840, seit 1807 Professor der Astronomie in Krakau, ab 1819 in Wien, zugleich Direktor der dortigen Sternwarte. In seiner Abhandlung «Über den gefürchteten Kometen des gegenwärtigen Jahres 1832 und über Kometen überhaupt», Wien 1832, schreibt Littrow über den Biela­sehen Kometen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Der Komet kömmt nämlich, in diesem Jahre am 29. Oktober (1832), bis auf die sehr kleine Distanz von 2 1/3 Erddurchmesser an die Bahn der Erde, aber nicht an die Erde selbst. Dazu würde erfordert werden, daß die Erde genau zu der­selben Zeit, d.h. am 29. Oktober, in diesem dem Kometen nächsten Punkte ihrer Bahn sich befände. Allein an diesem Tage ist die Erde noch sehr weit von jenem Punkte ihrer Bahn entfernt, in welchem sie allein dem Kometen nahe kommen oder von ihm etwas zu besorgen haben könnte Anders würde sich dies ver­halten, wenn der Komet, der am 27. November der Sonne am nächsten stehen wird, erst am 28. Dezember durch seine Sonnennähe ginge. In diesem Falle würde jene starke Annäherung des Kometen an die Erde selbst in der Tat statt­finden. ... Dies geschieht aber nicht während dem ganzen Laufe dieses Jahrhun­derts. Erst im Jahre 1933 fällt die Sonnennähe des Kometen auf den letzten ... Dezember, wenn er nämlich seine bisherige Umlaufszeit von 6 3/4 Jahren un­verändert beibehält. Allein die großen Störungen, welche der Komet während dieser langen Zeit von den Planeten, vorzüglich dem Jupiter, erleidet, werden bis dorthin die Elemente seiner Bahn so sehr geändert haben, daß auch dann leicht alle Gefahr für die Erde ungemein vermindert, wenn nicht ganz vernichtet werden kann.«&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Berliner Postminister: Der Generalpostmeister Karl Ferdinand Friedrich von Nagler, 1770-1846.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es wurde auch ein ärztliches Kollegium in Nürnberg um ein Gutachten gefragt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe hierzu R. Hagen, «Die erste deutsche Eisenbahn», 1885, S. 45, und M. Kemmerich, «Kulturkurioss», München 1909, S.282.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
238 Hegel ... hat die ganz richtige Wahrnehmung gemacht, daß gute und schlechte Weinjahre mit den Kometen zusammenhängen: In «Enzyklopädie der philoso­phischen Wissenschaften im Grundriß», 2. Teil: Naturphilosophie; hrsg. von C. Michelet, Berlin 1847, S. 154.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
239 Ich habe in Paris 1906 in einem Vortrage darauf aufmerksam gemacht: Während des Vortragazyklus, den Rudolf Steiner vom 25. Mai bis 14. Juni 1906 in Paris gehalten hat. Edouard Schuré, nach dessen Referaten die Vorträge im Band «Kosmogonie», GA 94, gedruckt wurden, hat diese Ausführungen allerdings nicht festgehalten. Daß durch Spektralanalyse in der Kometensubstanz Cyan festgestellt worden war, wurde um das Jahr 1910 veröffentlicht und zwar im Zusammenhang mit dem Erscheinen des Halleyschen Kometen. In Fachkreisen wurde über diese Tatsache schon Ende des 19. Jahrhunderts gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
247 wenn die Zeit eine Einheit wird: Zu diesen hier nur kurz angedeuteten Zusam­menhängen siehe Rudolf Steiners Vortrag über Zarathustra, Berlin, 19. Januar 1911 (in GA 60, Seite 268 ff.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SE|342}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
250 Es lebt ja im menschlichen Organismus das Geistige nicht in den Aufrauprozes­sen: Siehe hierzu Rudolf Steiners Ausführungen in «Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen«, GA 27, I. Kapitel, Seite 16/17.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
251 Johann Gottlieb Fichte, 1762-1814.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
253 Erscheinen einer bösen Drüse: Apk. 16, 2. So in der Übersetzung von Martin Luther. Neuere Bibelübersetzungen sprechen von «Geschwür«.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2641. Karl Friedrich Eusebius Trahndofff, 1782-1863, lebte in Berlin. Er schrieb «Der Teufel - kein dogmatisches Hirngespinst - Offenes Sendschreiben an den Herrn Dr. Sydow, Prediger an der Neuen Kirche zu Berlin«, Berlin 1853. Rudolf Stei­ner spricht hierüber auch im Berliner Vortrag vom 25. Januar 1916 (in GA 166).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er hat auch eine Ästhetik geschrieben: «Ästhetik oder Lehre von Weltanschau­ung und Kunst«, Berlin 1827.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= NAMENREGISTER =&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;G346-1995-SE343 - Priesterkurse V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;TI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NAMENREGISTER&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;TX&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; = ohne Namensnennung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alanus ab Insulis 98&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alexander der Große 66, 121&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aristoteles 121&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arius 101, 102, 104&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artus, König 68&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Athanasius 101, 102, 104&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Avenarius 261&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bock, Emil 225&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhme, Jakob 191&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buddha 67&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doldinger, Friedrich 197, 225&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fichte, Johann Gottlieb 251&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fischer, Kuno 191&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe, Johann Wolfgang von 190, 191&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Harnack, Adolf 108, 109, 127*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hegel, Georg Wilhelm Friedrich 238&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hölderlin, Friedrich 148&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Homer 95*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ignatius von Loyola 86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
James, William 260&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joachim von Floris 98&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Julian Apostata 112&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kant, Immanuel 49&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katschthaler, Johannes 60*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klein, Johannes Werner 15, 196, 224&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konstantin der Große 103, 104&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lalande, Joseph Jérome de 233-235&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lenin 204&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Littrow, Joseph Johann von 236*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Livius 190&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lunatscharski, Anatoli Wassiljew 204&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luther, Martin 54*, 144&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mach, Ernst 261&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Masaryk, Thomas Garrigue 207&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Molay, Jakob von 120&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moses 70&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nagler, Karl Ferdinand Friedrich von 236*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Napoleon 206&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nietzsche, Friedrich 160&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Plato 93&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittelmeyer, Friedrich 15, 237, 268&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner, Rudolf (Werke):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Philosophie der Freiheit (GA 4)199&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Theosophie (GA 9) 199, 200&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten? (GA 10) 198, 206&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geheimwissenschaft im Umriß (GA 13) 174&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Lebensgang (GA 29) 160&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Swedenborg, Emanuel 86&lt;br /&gt;
Tagore, Rabindranath 55&lt;br /&gt;
Trahndorff, Karl Friedrich Eusebius 265&lt;br /&gt;
Trotzki, Leo 204&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[a:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken V. Apokalypse und Priesterwirken&#039;&#039;, [[GA 346]] (2001), ISBN 3-7274-3460-0 {{Vorträge|346}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 346 Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]] [[Kategorie:GA (Christlich-religiöses Wirken)]] [[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;br /&gt;
[[en:GA 346]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=GA_243&amp;diff=10736</id>
		<title>GA 243</title>
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		<updated>2024-08-11T10:56:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* ZUR EINFÜHRUNG Aus: Rudolf Steiner «Unsere Sommerkurse in Torquay» */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:GA243.jpg|thumb|{{RSV|243}}]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
= ZUR EINFÜHRUNG Aus: Rudolf Steiner «Unsere Sommerkurse in Torquay» =&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;G243,1969,SE009 Das Initiatenbewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;TI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ZUR EINFÜHRUNG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus: Rudolf Steiner «Unsere Sommerkurse in Torquay»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Torquay, an der südwestlichen englischen Küste, haben diesmal die Freunde der anthroposophischen Bewegung in England die Sommerkurse veranstaltet. Mr. Dunlop, der feinfühlige, nach weiten Zielen schauende Anthroposoph, und Mrs. Merry, die unermüdlich Tätige und der Bewegung liebevoll Ergebene, haben sich, im Verein mit den anderen Freunden der großen Arbeit unterzogen, diese Kurse zu ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeit besteht in einem fortlaufenden Kurse für Mitglieder und Freunde der Anthroposophie, den ich an den Vormittagen halte und für den das Thema gewünscht worden ist: «Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung»; in einem Kursus für die Lehr­kräfte der in der Begründung begriffenen, im anthroposophischen Gei­ste gehaltenen Schule, der in den ersten Nachmittagsstunden stattfin­det; in fünf Eurythmieaufführungen, die von Marie Steiner geleitet werden und bei denen diese auch die Rezitation leistet; in Mitgliedervorträgen und Klassenstunden; ferner in Vorträgen Dr. v. Baravalles...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übersetzung meiner in deutscher Sprache gehaltenen Vorträge leistet in der aufopferndsten Art Mr. Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stehen, da ich dieses schreibe, mitten in dem Kurse darinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Vormittagsvorträgen setze ich mir zur Aufgabe, die Wege der menschlichen Seele zu den verschiedenen Bewußtseinszuständen zu zeigen, durch die sich dem Menschen die dem gewöhnlichen Be­wußtsein verborgenen Weltgebiete offenbaren. Zunächst habe ich dar­gestellt, welche Veränderungen die Bewußtseinsverfassung des Men­schen im Laufe der geschichtlichen Entwickelung durchgemacht hat. Ich habe dazu zwei Beispiele gewählt: die alten Chaldäer und die Leh­rer der Schule von Chartres im Mittelalter. Bei den Chaldäern ist ein Anschauen vorhanden, das an den Sinnesoffenbarungen auch noch das Geistige mit-wahrnimmt. Bei ihnen ist noch nicht das gedankenge­tragene Wachbewußtsein vorhanden, das die heutige Menscheit hat, sondern ein solches, das in Bildern Sinnliches und Geistiges wachend&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zusammenschaut; dafür aber bleibt ihnen auch der traumlose Schlaf nicht erinnerungslos; sie besinnen sich auf denselben und nehmen da­durch das Geistige wahr, dem der Mensch vor der Geburt und nach dem Tode angehört. Die Lehrer von Chartres sprechen aus ihrem Be­wußtsein heraus, das sie zwar nicht mehr voll entwickelt, aber dem Inhalte nach traditionell überliefert haben, von der «Natur» nicht wie der gegenwärtige Mensch als einer bloßen Summe von Naturge­setzen, sondern wie von einem lebendigen Wesen, das im lebendigen Tun die Erscheinungen der Natur hervorbringt. Die Anschauung dieses lebendigen Wesens, die der Mensch einstens besessen hat, ist damit verlorengegangen, daß die Erinnerungsfähigkeit an die Erlebnisse des traumlosen Schlafes erloschen ist. Ich ging dann dazu über, zu zeigen, wie der Mensch die verschiedenen Bewußtseinszustände in sich er­zeugt, wie er dadurch zu der Erkenntnis dessen kommt, was geistig hinter dem Menschen-, dem Tier-, Pflanzen- und Mineralreiche waltet. Ich schilderte die geistige Wesenhaftigkeit einzelner Metalle und deren Beziehung zu dem sich zur geistigen Anschauung entwickelnden, sowie auch zu dem kranken Menschen. Ich stellte ferner dar, wie der Be­wußtseinszustand ist, der das Leben des Menschen über den Tod hin­aus verfolgen kann. Auch stellte ich den Zuhörern vor Augen, wie ge­wisse Bewußtseinszustände, die entwickelt werden können, dem Men­schen ermöglichen, sein geistiges Gesichtsfeld von der Erde hinweg in den Kosmos, zu den Sternensphären zu erweitern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So versuche ich die Grundlage dafür zu gewinnen, die rechten Wege zur Erkenntnis der geistigen Welt zu zeigen, um dann weiter-gehend die Abirrungen auf unrichtige Bahnen anschaulich machen zu können...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ERSTER VORTRAG Torquay, 11. August 1924 =&lt;br /&gt;
Die Natur ist die große Illusion «Erkenne dich selbst»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum forschen wir überhaupt nach einem Geistigen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist mir der Wunsch ausgedrückt worden, in diesen Vorträgen zu sprechen über die Wege in die übersinnliche Welt, in das geistige Leben hinein, die Wege, welche zu übersinnlichen Erkenntnissen führen und die sich vereinigen können mit den in so großer, schöner Weise in der neueren Zeit gegangenen Wegen zur Erkenntnis der sinnlichen, der physischen Welt. Denn nur derjenige Mensch kann die Wirklichkeit erkennen, der zu den großen, bewunderungswürdigen Erkenntnissen, welche die Naturwissenschaft, die historische Wissenschaft, welche an­deres Erkennen in der neueren Zeit geleistet hat, hinzufügt dasjenige, was man in bezug auf die geistige Welt wissen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überall, wo uns die Welt entgegentritt, ist sie in Wahrheit geistig und physisch, und es gibt nirgends ein Physisches, das nicht hinter sich in irgendeiner Weise als den eigentlichen Akteur ein Geistiges hätte. Und es gibt nicht irgendein Geistiges, das, nur um sich zu langweilen in der Welt, ein wesenloses, tatenloses Dasein führte, sondern jedes Geistige, das irgendwo gefunden werden kann, wird auch bis ins Phy­sische hinein zu irgendeiner Zeit oder an irgendeinem Orte wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie man innerhalb der physischen Tatsachen auf der einen Seite, wie man durch die Anschauung des Geistigen auf der anderen Seite die Welt, in der der Mensch lebt, in ihrer Totalität erkennen kann, dar­über soll gesprochen werden, gesprochen werden so, daß die richtigen und die falschen Methoden dieser Erkenntnis hier in diesen Vorträgen zur Darstellung kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich, bevor ich den eigentlichen Gegenstand, mit dem ich morgen anfangen werde, bespreche, eine Art Einleitung geben, damit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, was eigentlich von diesen Vorträgen zu erwarten ist, was mit ihnen beabsichtigt ist. Es wird sich darum handeln, zunächst die Frage uns nahezulegen: Warum forschen wir denn überhaupt nach einem Gei­stigen? Warum befriedigen wir uns als Menschen, die in der Welt den­ken, in der Welt fühlen, die in der Welt etwas tun, warum befriedigen wir uns nicht damit, die sinnlich-physische Welt einfach aufzufassen, in ihr zu wirken? Warum streben wir nach der Erkenntnis eines Geistigen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich darf dabei auf eine alte Anschauung, ein altes Wort hinweisen, das aber eine immer erweiterte Wahrheit enthält, das herübertönt aus Urzeiten menschlichen Denkens und menschlichen Strebens, das wir aber auch finden, wenn wir heute forschen nach dem Wesen der Welt. Ohne daß hier auch nur das geringste gebaut werden soll auf fremde alte Anschauungen, möchte ich aber immer da, wo es am Platze ist, auf solche alten Anschauungen hinweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da tönt uns mit einem Alter von Jahrtausenden aus dem Orient herüber das Wort: Die Welt, die wir mit den Sinnen sehen, ist Maja. -Diese Welt, die wir mit den Sinnen sehen, ist die große Illusion, denn Maja ist ja die große Illusion. Und wenn - so fühlte man immer im Ver­laufe der menschlichen Entwickelung - diese Welt die große Illusion ist, so muß der Mensch über diese große Illusion hinaus zur wahren Wirklichkeit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber warum faßt denn der Mensch diese Welt, die er mit seinen Augen sieht, mit seinen Ohren hört, mit seinen übrigen Sinnen wahr­nimmt, als die große Illusion auf? Warum taten sich denn auf gerade in den ältesten Zeiten der Menschheit, wo der Mensch dem Geist näher-gestanden hat als heute, Mysterienstätten, die zu gleicher Zeit zur Pflege der Wissenschaft, der Religion, der Kunst, des praktischen Le­bens da waren, und die auf die Realität, auf die Wahrheit hinweisen wollten gegenüber dem, was im nur äußeren Leben die große Illusion darstellt, in der der Mensch erkennt und in der er mit seinem gewöhn­lichen Wirken zunächst auch lebt. Warum die überragenden Weisen, die ihre Schüler ausbildeten in den heiligen Mysterien der alten Zeiten, die zur Wahrheit führen wollten gegenüber der Illusion - warum das? Ja, diese Frage, sie beantwortet sich nur, wenn man etwas unbefan­gener, vorurteilsloser auf den Menschen selber hinsieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Erkenne dich selbst», so tönt ja ein anderes altes Wort wiederum zu uns. Und ich möchte sagen, aus dem Zusammenfügen dieser beiden Worte: «Die Welt ist Maja», aus dem Orient, «Erkenne dich selbst», aus der alten griechischen Weisheit - erfloß der ganzen neueren Mensch­heit ihr Streben nach einer spirituellen Erkenntnis. Aber in alten My­sterien erfloß auch das Streben nach der wirklichen Wahrheit aus die­sem Zusammenempfinden, daß die Welt eigentlich Illusion ist, daß der Mensch sich selbst erkennen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber erst im Leben kommt man zurecht mit dieser Frage; nicht im Denken, sondern im Wollen und im vollen Drinnenstehen in der uns Menschen zunächst zugänglichen Wirklichkeit. Nicht im vollen Be­wußtsein, nicht in deutlicher Erkenntnis, aber in einem intensiven Fühlen sagt sich jeder Mensch innerhalb jeder Erdenlokalität: So wie die äußere Welt, die du siehst, die du hörst, kannst du selbst nicht sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Empfindung ist eine tiefgehende, meine verehrten Anwesen­den. Man muß nur einmal sich das ganz klar vor die Seele stellen, was das bedeutet, wenn der Mensch sich sagt: So wie die äußere Welt, die du siehst, die du hörst, mit deinen übrigen Sinnen wahrnimmst, kannst du selbst nicht sein. - Wir betrachten die Pflanzen, wir sehen sie im Frühling mit ihren grünen Blättern aus der Wurzel aufsprießen. Wir sehen sie im Laufe des Sommers zur Blüte, gegen den Herbst zu als Frucht sich entfalten. Wir sehen sie entstehen und vergehen. Wir sehen das Leben eingespannt in einen Jahreslauf. Wir sehen allerdings, wie manche Pflanzen aus dem Irdischen Härteres, wenn ich so sagen darf, aufnehmen, sich mit Härterem durchdringen, einen Baumstamm sich bilden. Und als wir im Auto hierher gefahren sind, um schnell noch hierherzukommen gestern abend, sahen wir unterwegs recht, recht alte Pflanzen, die viel von dem Irdischen aufgenommen haben, um nicht in eines Jahres Lauf ihr Leben zu bannen, sondern um länger ihr Dasein zu führen und immer wieder neue und neue Sprossen an ihrem Stamme hervorzubringen. Aber der Mensch hat Gelegenheit, auch das Entstehen und Vergehen solcher Pflanzen zu beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch betrachtet die Tiere. Er sieht sie entstehen, er sieht sie vergehen. Er tut es zuletzt auch mit den Mineralien. Er beobachtet dasjenige, was sich in der Erde abgelagert hat an Mineralien, an den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mächtigen, grandiosen Gebirgszügen. Er ist in der neueren Wissenschaft darauf gekommen, daß auch diese grandiosen Gebirgszüge entstehen und vergehen. Und endlich wendet sich der Mensch zu irgendeiner An­schauung, sei sie ptolemäisch oder kopernikanisch, oder zu irgend­einem der alten oder der neueren Mysterien, und der Mensch kommt zu der Anschauung: Was du siehst in den majestätischen Sternen, was dir entgegenleuchtet aus Sonne und Mond mit all den wunderbaren, verwickelten Bahnen, all das entsteht und vergeht ja auch. - Und außer dem Entstehen und Vergehen trägt es Eigenschaften, die so sind, daß der Mensch, wenn er sich selbst erkennen soll, nicht annehmen darf, daß er gleich sei mit all dem, was da entsteht und vergeht, mit Pflanzen, Mineralien, mit Sonne, Mond und Sternen. Dann kommt der Mensch aber zu der Anschauung: Ich trage ja etwas in mir, was anders ist als das, was ich in meiner Umgebung sehe, was ich in meiner Umgebung höre. Ich muß auf die Wahrheit meines eigenen Wesens kommen. Das finde ich nicht in dem, was ich sehe und höre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es war in allen alten Mysterien der Drang, nach der Wahrheit des Menschenwesens zu kommen. Dieser Wahrheit des Menschenwesens gegenüber, die man suchte, empfand man dasjenige, was draußen im Raume und in der Zeit entsteht und vergeht, als die große Illusion. Und so suchte man um der Erkenntnis des Menschenwesens willen ein anderes, als die äußeren Sinne geoffenbart haben. Und dieses an­dere empfand man als eine geistige Welt. Wie diese geistige Welt eben richtig gesucht werden kann, das wird der Gegenstand der Vorträge sein. Denn Sie können sich ja denken, zunächst wird der Mensch das­jenige, was er gewöhnt ist als Weg zu haben, um in der Sinneswelt zu suchen, fortsetzen wollen. Er wird gerade so, wie er das Wesen der äußeren Sinneswelt sucht, sein Suchen auch in die geistige Welt hin­ein fortsetzen wollen. Wenn aber die Forschung über die Sinneswelt im gewöhnlichen Leben Illusionen gibt, dann steht ja zu erwarten, daß die Illusion nicht kleiner, sondern größer wird, wenn man die­selben Wege, die man zur Erkenntnis in die Sinneswelt wählt, auch in die geistige Welt zur Erkenntnis wählt. Und so ist es auch. Das wird sich uns zeigen. Forscht man, um in die geistige Welt hineinzukommen, so, wie man forscht in der Sinneswelt, kann die Illusion nicht kleiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
werden, sondern muß größer werden, und wir leben uns, indem wir die sinnliche Forschung fortsetzen in die geistige Welt hinein, nur in eine um so größere, stärkere Illusion hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wiederum, wenn wir ahnen vom Geistigen, wenn wir unbe­stimmt in dunkler Mystik vom Geistigen ahnen, träumen vom Gei­stigen, ja, dann bleibt uns das Geistige eben unbekannt. Wir ahnen es nur. Wir glauben nur; wir wissen nichts davon. Wenn wir diese Mystik, diesen Glauben, dieses Ahnen gegenüber der geistigen Welt bloß fort­setzen wollen, dann wird sie uns nicht bekannter, sondern immer un­bekannter. So daß der Mensch sozusagen zwei falsche Wege finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der einen Seite: er benimmt sich gegenüber der geistigen Welt so wie gegenüber der sinnlichen Welt. Da liefert ihm die sinnliche Welt zunächst die Illusion. Sucht er denselben Weg in die geistige Welt hinein fortzusetzen, wie es etwa die gewöhnlichen Spiritisten tun, so kommt er nicht etwa zu einer geringeren, sondern zu einer größeren Illusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ergibt sich der andere Weg, nicht mit durchdringlicher, mit klarer Forschung in die geistige Welt eindringen zu wollen, sondern glauben zu wollen, mystisch ahnen zu wollen. Dann bleibt die geistige Welt unbekannt. Wenn man sich noch so anstrengt, um diesen Weg des Ahnens, des Mystizierens fortzusetzen, wird sie immer unbekann­ter und unbekannter. In beiden Fällen kommt man nicht in die geistige Welt hinein. In dem einen Fall wird die Illusion größer, in dem an­deren Fall wird die Ignoranz größer. Gegenüber diesen beiden falschen Wegen ist eben der richtige zu suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wahren Wege in das geistig wirkliche Erkennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß sich vor Augen halten, wie unmöglich es ist, von der Erkennt­nis der Illusion in dem angegebenen Sinne zu der Erkenntnis des wahren Selbstes zu kommen, und auch wiederum von dem Ahnen des wahren Selbstes, von dem mystischen Fühlen des wahren Selbstes zu dem Durchschauen der Wirklichkeit in der Illusion zu kommen, wenn man&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich vorbereiten will, die wahren, die echten Wege in das geistig wirk­liche Erkennen hinein zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir einmal ganz unbefangen, was da vorgeht. Man kann eigentlich mit materialistischem Sinn niemals ein so großer Verehrer sein von all den neueren naturwissenschaftlichen Forschern, Darwin, Huxley, Spencer und so weiter, wie man es sein kann als Erkenner der geistigen Welt, denn diese Menschen und viele andere seit der Gior­dano Bruno-Zeit haben wirklich Unendliches getan, um dasjenige zu erkennen, was man zu allen Zeiten in den Mysterien als die große Illusion durchschaute. Man braucht sich gar nicht bei Darwin, Huxley, Spencer, bei Kopernikus, Galilei und so weiter an die Theorien zu halten. Mögen die Menschen theoretisch über das Weltenall denken, was sie wollen, wir wollen uns darauf gar nicht einlassen; aber wir wollen uns einmal klarmachen, welche Anregung gegeben worden ist durch alle diese Menschen, um im einzelnen dieses oder jenes Organ im Menschen, in der Pflanze, im Tier, dieses oder jenes Geheimnis, das im Steine waltet, rein materiell zu durchschauen. Man soll sich nur vorstellen, was wir alles über Drüsen-, Nerven-, Herz-, Hirn-, Lunge-, Leberleben und so weiter in der neueren Zeit durch die Anregung dieser Forschung beobachtet haben. Man wird schon die nötige Hoch­schätzung bekommen. Allein der Mensch kommt mit allen diesen Er­kenntnissen im ganzen wirklichen Leben nur bis zu einem Punkte. Das möchte ich Ihnen an drei Beispielen zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann außerordentlich minuziös erkennen, wie der erste Eikeim des Menschen sich bildet, wie sich nach und nach in wunderbarer Weise dieser Keim zum menschlichen Embryo gestaltet, wie er Organe nach und nach ansetzt, wie aus peripherisch angeordneten kleinen Organen zuletzt das wunderbare Herz-, und Zirkulationssystem sich aufbaut. Man kann das alles erkennen. Man kann erkennen, wie wunderbar sich in der Pflanze von der Wurzel auf bis zur Blüte und zum Samen alle die Dinge materiell entwickeln, und kann sich daraus eine Welt aufbauen nach den Anschauungen, die man sich gebildet hat, eine Welt, die bis zu den Sternen reicht. Es haben unsere astronomischen, unsere astro­physischen Theoretiker das getan. Man hat sich eine Welt aufgebaut aus einem Nebel-Sternsystem heraus, die zu immer deutlicherer und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
deutlicherer Struktur gekommen ist, Leben aus sich entwickeln konnte und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich das alles aufbauen. Aber zuletzt steht man da und frägt nun doch wiederum nach dem eigenen menschlichen Wesen, nach dem, was Antwort sein soll auf die Frage: «Erkenne dich selbst». Und wenn man sich nur mit demjenigen Selbst erkennt, das beschlossen ist in dem, was man erkennt an den Steinen, Pflanzen, Tieren, an den menschlichen Organen, am menschlichen Drüsen-, am menschlichen Zirkulationssystem - was erkennt man? Diejenige Welt erkennt man, die man bei der Geburt betritt, mit dem Tode verläßt. Nichts anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das aber erfühlt der Mensch in der Tiefe seines eigenen Wesens, daß das nicht seine wahre, letzte Grenze ist. Und so muß der Mensch aus dem Innersten seines Wesens alldem entgegenrufen, was in so großer Vollendung, in so großer Majestät an äußerer Erkenntnis an ihn heran-treten kann: Das alles nimmst du nur an zwischen der Geburt und dem Tode. Was bist du in deinem wahren Wesen? - In dem Augen­blick, wo die Frage der Naturerkenntnis und der Menschenerkenntnis sich religiös wendet, in dem Augenblicke kommt der Mensch mit dem, was hineinschaut in die Welt der großen Illusion, nicht weiter. Die Frage: Erkenne dich selbst, so daß du weißt, woher du stammst im Innersten deines Wesens, wohin du gehst mit dem Innersten deines Wesens - diese Frage, die Erkenntnisfrage ins Religiöse gewendet, bleibt unbeantwortet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war es, was die alten Mysterien ihren Schülern schon an den Pforten klarmachten: Du magst erkennen, was du willst mit deinen äußeren Sinnen, wendest du die Frage religiös, dann bleibt dir die große Menschheitsfrage, das große Menschenrätsel unbeantwortet. Und weiter. Wir mögen noch so genau hinschauen können auf die Art, wie ein menschliches Gesicht geformt ist, wir mögen noch so genau hin­schauen können, wie ein Mensch seine Arme und Hände bewegt, wie er geht und steht, wir mögen uns ein noch so feines Gefühl aneignen für die Gestalt eines Tieres, die Gestalt der Pflanzen, so weit wir das mit den Sinnen erkennen können - in dem Augenblick, wo wir dieses unser Fühlen, wo wir dasjenige, was wir so auffassen, künstlerisch wenden wollen, bleibt uns wiederum eine Frage unbeantwortet. Denn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wie haben die Menschen das, was sie von der Welt wußten, von jeher künstlerisch gewendet? Die Mysterien, sie haben in alten Zeiten dazu angeregt. Man wußte das oder jenes über die Natur nach den Erkennt­niskräften, die da waren. Aber man vertiefte dasjenige, was man so wußte, in die Anschauung des Geistigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht nur ins alte Griechenland zurückzugehen. Wenn wir heute einen Bildhauer, einen Maler sehen, er greift - wenigstens war das vor kurzer Zeit noch ganz der Fall, heute ist es schon weniger der Fall -, er greift nach dem Modell. Er will etwas nachmachen. Er will etwas imitieren. Das hat der Grieche nicht getan. Man glaubt das nur, daß es der Grieche getan habe. Der Grieche hat den geistigen Menschen in sich gefühlt. Wollte er bildhauerisch einen Arm in seiner Bewegung modellieren, dann wußte er: In dem, was ich da außen am Modell anschaue, da steckt das Geistige darinnen. - Er wußte, daß alles Ma­terielle nach dem Geistigen geschaffen ist, und er strebte danach, dieses Geistige nachzuschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maler noch zur Renaissancezeit stellte sich nicht hin und schaute das Modell an; es war ihm nur Anregung. Dasjenige, was er von innen heraus wußte, daß es im Arm, in der Hand lebte, das brachte er in die Bewegung hinein. Wie der Mensch innerlich mit dem Geiste lebte, das brachte er hinein. Bloß das Außere anschauen in der großen Illusion, in der Maja, bloßes Imitieren des Modelles läßt uns da stehenbleiben, wo wir stehen, nicht im Menschen, sondern vor dem Menschen. Künst­lerisch die Frage gewendet, stehen wir, wenn wir bei der Illusion ste­henbleiben, vor der großen Menschheitsfrage, vor den gewaltigen Men­schenrätseln, die unbeantwortet bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum war es schon an der Pforte der alten Mysterien, wo man nun dem Schüler, der eingeweiht werden sollte, klarmachte: Willst du innerhalb der äußeren Welt der Illusion stehenbleiben, kannst du nicht in die menschliche Wesenheit, aber auch nicht in die Wesenheit eines anderen Naturreiches eindringen. Du kannst kein Künstler werden. -Man war wiederum auf dem Wege der Kunst in die Notwendigkeit versetzt, an den Menschen das anschauliche «Erkenne dich selbst» heranzubringen. Da fühlte man die Notwendigkeit der spirituellen Er­kenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden sagen: Aber es gibt doch recht materialistische Bildhauer, materialistische Maler, die können doch auch etwas, die wissen ganz gut dem Modell die Geheimnisse abzulocken und es in die Gestalten, in die Stoffe hineinzulegen. - Gewiß, aber woher können sie das? Sie wissen das gar nicht von sich aus. Man durchschaut das nur nicht. Sie haben das gelernt von den älteren Malern; diese wieder von den älteren Malern. Tradition ist es. Man weiß, wie Altere das gemacht haben. Man sagt sich das nicht immer, weil man doch selber tüchtig sein will. Aber man ist es nicht. Man weiß nur, wie die Alteren tüchtig waren und macht es ihnen nach. Aber die Altesten von diesen Alteren, die haben eben das Geheimnis gerade aus den spirituellen Anschauungen der Mysterien heraus bekommen. Altere Maler, ältere Bildhauer haben es von den Mysterien bekommen; Raffael, Michelangelo haben es von solchen bekommen, die es noch aus den Mysterien bekamen. Aber wirkliche Kunst muß aus dem Spirituellen geschöpft sein. Anders geht es nicht. Sobald man an den Menschen herankommt, läßt einem das Anschauen der großen Illusion, der Maja, unbeantwortet die Lebens-rätsel, die Menschenrätsel. Wollen wir wiederum zum Ursprünglichen einer Kunst kommen, zum schaffenden Künstlerischen, brauchen wir wiederum einen Einblick in die spirituelle Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein drittes Beispiel: Man kann als Botaniker, als Zoologe wunderbar kennen jede Form der einem zugänglichen Pflanzen. Man kann in che­mischer Physiologie die Prozesse beschreiben, die in den Pflanzen vor sich gehen. Man kann die Prozesse kennenlernen, wie sich Nahrungs­mittel verwandeln in den Verdauungsorganen und innerhalb des Blutes und weiter bis zu den Nerven hin. Man kann das alles kennenlernen. Man kann ein sehr kluger, gescheiter Anatom oder Physiologe oder Botaniker oder Zoologe werden, vieles erforschen in der Welt der gro­ßen Illusion - will man heilend, medizinisch an den Menschen mit all diesen Kenntnissen herankommen, will man wiederum den Weg fin­den von der Natur des Menschen, ja, von der Innennatur des Menschen zu seinem Wesen: man kann es nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden sagen: Es gibt aber genug materialistisch denkende Arzte, die wollen nichts wissen von der geistigen Welt, die gehen nur nach dem, was man mit der Naturwissenschaft erforschen kann, und sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heilen doch. - Ja, warum heilen sie? Sie heilen, weil sie wiederum die Tradition aus einer alten Weltanschauung haben. Alte Heilmittel wa­ren ja auch aus den Mysterien heraus entnommen; aber sie haben alle eine merkwürdige Eigentümlichkeit. Wenn Sie, meine sehr verehrten Anwesenden, ein altes Rezept in die Hand nehmen: das ist ungeheuer kompliziert, das erfordert, um es darzustellen und zu dem anzuwenden, wovon einem gesagt wird nach der Tradition, daß es angewendet wer­den soll, außerordentlich viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie nun in die alten Mysterien gegangen wären und einen Mysterienarzt gefragt hätten, wie solch ein Rezept zustande kommt, der würde Ihnen nie geantwortet haben: Da mache ich chemische Ver­suche, da probiere ich zuerst einmal, ob die Stoffe miteinander sich so und so verhalten, und dann wende ich das bei den Kranken an und sehe, was sich da ergibt. - Das würde Ihnen der alte Mysterienarzt nie geantwortet haben, ihm wäre dies nicht eingefallen. Die Menschen wissen nur nicht, wie das in früheren Zeiten war. Der hätte Ihnen geantwortet: Ich lebe in dem Laboratorium - wenn wir es so nennen wollen -, das mir im Sinne des Mysteriums eingerichtet worden ist, und wenn ich zu einem Heilmittel komme, so haben mir das die Götter gesagt. - Denn er war sich klar darüber: Durch die ganze Stimmung, die in seinem Laboratorium erzeugt worden ist, kam er in lebendigen Verkehr mit der geistigen Welt. Da wurden geistige Wesen so gegen­wärtig für ihn, wie es sonst die Menschen sind. Und da wurde er sich bewußt: Durch den Einfluß der geistigen Wesen in der geistigen Welt kann er mehr sein als ohne solchen Einfluß. Und er setzte seine kom­plizierten Rezepte zusammen. Nicht mit Naturerkenntnis, nach Göt­terart setzte er sie zusammen. Man wußte innerhalb dieser Mysterien selber: Will man an den Menschen herankommen, dann darf man nicht in der Illusion stehenbleiben, dann muß man zur Wahrheit der gött­lichen Welt vordringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen sind heute in ihrem äußeren Erkennen der Wahrheit der göttlichen Welt noch viel ferner, als die Alten es waren mit ihren Mysterien. Aber der Weg muß wieder zurückgefunden werden. Denn das ist das dritte, was ich Ihnen als Beispiel anführen kann: Wenn man mit der allerausgebreitetsten Erkenntnis der Natur, das heißt der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
großen Illusion, gerüstet ist und will heilen - man steht wiederum mit unbeantworteten Fragen vor dem Menschenleben, vor dem Men­schenrätsel. Kommt man von der Illusion an den Menschen heran, von dem «Die Natur ist die große Illusion» zu dem «Erkenne dich selbst», wie es auch beim Heilen dargelegt werden muß: man kann keinen Schritt weitermachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kann man aus diesen Beispielen sagen: Der Mensch, der die Brücke schlagen will zwischen der Welt der großen Illusion, der Maja, und dem «Erkenne dich selbst», der sieht, wie er vor dem Nichts steht, wenn er nur von der Illusion ausgehen will, sobald er an den Menschen religiös fühlend, künstlerisch schaffend und helfend als Heiler, als Arzt herankommen will. Er kann es nicht, wenn er nicht übergeht zu einer ganz anderen Erkenntnis, als die Erkenntnis der äußeren Natur, die Erkenntnis der großen Illusion, der Maja, ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkenntnis der Welt in ihrer Totalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch geistige Anschauung innerhalb der physischen Thtsachen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen nun noch einen Vergleich anstellen zwischen der Art, wie man in alten Zeiten aus dem Geiste der Mysterien heraus versucht hat, die Totalerkenntnis von der Welt zu erwerben, und wie man es heute versucht, um daran uns zu orientieren in bezug auf die Wege zu einer solchen Totalerkenntnis von der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz anders sprach man vor einigen Jahrtausenden über die Welt und ihr Wesen, als heute diejenigen Gelehrten sprechen, die auf Auto­rität Anspruch machen. Wollen wir uns einmal einige Jahrtausende zurückversetzen in die Zeit, wo eine glänzende, majestätische Erkennt­nis in Vorderasien blühte, aus heiligen Mysterien heraus, wollen wir uns einmal mit einigen charakteristischen Strichen in die Art dieser Erkenntnis hinein vertiefen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wurde etwa im alten Chaldäa, sagen wir, folgendes gelehrt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch erlebt die äußersten Grenzen des Daseins, bis zu denen er kommen kann mit seinen Seelenkräften, wenn er den geistigen, den Seelenblick auf den wunderbaren Gegensatz lenkt zwischen dem Leben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn er schläft - das Bewußtsein ist dumpf, der Mensch weiß nichts von seinem Leben -, und demjenigen Leben, das er verbringt, wenn er wach ist - es ist hell um den Menschen herum, der Mensch weiß von seinem Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders wurden diese Wechselzustände zwischen Schlafen und Wa­chen vor Jahrtausenden empfunden. Der Schlaf war nicht so bewußt-los, das Wachen war nicht so bewußtvoll. Im Schlafe nahm man sich wandelnde, mächtige Bilder, webend-wellendes Weltenleben wahr; man war unter Wesenhaftem, wenn man schlief. Daß der Schlaf so bewußtlos geworden ist, ist erst mit der Entwickelung der Menschheit geschehen. Dafür aber war vor Jahrtausenden das Wachleben nicht so durchsonnt, nicht so durchleuchtet wie heute. Die Dinge hatten nicht feste Grenzen, waren verschwommen. Sie sprühten noch allerlei Gei­stiges aus. Es war kein so schroffer Übergang zwischen Schlafen und Wachen. Aber man konnte unterscheiden, und man nannte alles das, worinnen man lebte im Wachen der damaligen Zeit, etwa «Apsu». Das war die Welt des Wachens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nannte dasjenige, worin man war, wenn man schlief, das We­bend-Wellende, das, wodurch man nicht so gut unterscheiden konnte, wie wenn man wach war, Mineralien, Tiere und Pflanzen, man nannte das «Tiamat».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wurde in den chaldäischen Mysterien gelehrt: Mehr ist der Mensch im Wahren, im Wirklichen drinnen, wenn er im Tiamat schla­fend webt, als wenn er wachend unter den Mineralien, Pflanzen und Tieren lebt. Tiamat ist ursprünglicher, ist mehr der Welt des Mensch­lichen verbunden als Apsu; Apsu ist unbekannter; Tiamat stellt das­jenige dar, was dem Menschen naheliegt. Aber es traten Veränderungen ein im Tiamat im Laufe der Zeit. So sagte man und lehrte man den Schülern der Mysterien. Aus dem Weben und Leben entstanden Dämonengestalten, pferdeähnliche Gestalten mit Menschenköpfen, lö­wenähnliche Gestalten mit Engelsköpfen. Sie entstanden aus dem Ge­webe des Tiamat. Das, was da lebte als dämonische Gestalten, wurde dem Menschen feindlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da aber trat in die Welt ein mächtiges Wesen ein: «Ea». Wer heute noch Laute fühlt, der fühlt in dem Zusammenklange von E und A den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis auf jenes mächtige Wesen, das dem Menschen hilfreich im Sinne dieser alten Mysterienlehre zur Seite war, als die Dämonen aus Tiamat mächtig waren: Ea, Ia, was dann später, indem man die Seins-partikel «soph» voraussetzte. Soph Ea = Sophia wurde. Ea, ungefähr dasjenige, was wir mit dem abstrakten Worte: Weisheit, die in allen Dingen waltet, bezeichnen. Ia = die in allem waltende Weisheit, So­phia. Soph = eine Partikel, die ungefähr «seiend» bedeutet. Sophia, Sophea, Sopheia = die waltende Weisheit, die überall waltende Weis­heit schickte dem Menschen einen Sohn, jenen Sohn, den man dazumal mit dem Namen bezeichnete: «Marduk», den wir gewohnt worden sind in einer etwas späteren Terminologie als Michael zu bezeichnen, als den aus der Hierarchie der Archangeloi heraus waltenden Michael. Das ist dieselbe Wesenheit wie Marduk, der Sohn von Ea, der Weisheit, Marduk-Michael.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Marduk-Michael - so ist die Mysterienlehre - war mächtig, groß und gewaltig. Und alle jene Dämonenwesen, wie Pferde mit Menschenköpfen, Löwengestalten mit Engelsköpfen, alle diese weben-den, wogenden Dämonen standen eben in ihrem Zusammenhange als die große Tiamat ihm gegenüber. Er war mächtig, Marduk-Michael, den Sturmwind, der durch die Welt wogt, zu beherrschen. Also Tia­mat, alles das wurde wesenhaft vorgestellt, mit Recht, denn so sah man es, wesenhaft. Alle diese Dämonen zusammen bildeten einen mäch­tigen Drachen, der feuerwütig sich entgegenstellte als die Summe all der Dämonengewalten, die aus Tiamat, der Nacht, herausgeboren wur­den. Als ihr Wesen feuerwütig Marduk-Michael entgegentrat, da stieß er ihr erst seine anderen Waffen, dann die ganze Gewalt des Sturm-windes in die Eingeweide, und das Wesen Tiamat barst und rollte aus­einander, zerbarst in alle Welt. Und Marduk-Michael konnte oben formen den Himmel und unten die Erde. Und so entstand das Oben und Unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so lehrte man in den Mysterien: Der große Sohn der Ea, der Weisheit, er hat Tiamat bezwungen und aus einem Teil des Tiamat das Obere, die Himmel gebildet, aus einem anderen Teil des Tiamat das Untere, die Erde gebildet. Siehst du hin in die Himmel zu den Sternen, o Mensch, dann siehst du einen Teil desjenigen, was aus den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
furchtbaren Abgründen der Tiamat Marduk-Michael oben geformt hat zum Heile der Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und siehst du nach unten, wo die Pflanzen aus dem mineraldurch­setzten Irdischen wachsen, wo die Tiere sich gestalten, dann findest du den anderen Teil, den der Sohn der Ea, der Weisheit, aus Tiamat zum Heile der Menschheit umgeformt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so sah jene alte Menschheitszeit im alten Chaldäa zurück auf ein Gestalten in der Welt, sah hin auf Wesenhaftes. Alles das empfand man wesenhaft: diese Dämonengestalten, die die Nacht bevölkerten, all das, was aus diesen Nachtgestalten, aus den waltenden, webenden Wesenheiten in der Tiamat, die ich Ihnen geschildert habe, Marduk-Michael geformt hat als oben die Sterne, als unten die Erde - all das, was uns aus den Sternen entgegenglänzt: umgewandelte, durch Mar­duk-Michael umgewandelte Dämonen - all das, was uns aus der Erde selber herauswächst: durch Marduk-Michael umgewandelte Haut, um­gewandeltes Gewebe von Tiamat, so sah man in alten Zeiten dasjenige an, was man durch die alten Seelenfähigkeiten sich vergegenwärtigen konnte. Das war Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann haben die Leiter eines Mysteriums ihre Schüler ganz im Geheimen vorbereitet, seelenkräftig vorbereitet. Und wenn die Schüler solche Seelenkräfte entwickelten, dann haben sie die ersten Elemente desjenigen erkennen können, was wir heute schon den Kindern in der Schule als Elementarlehre davon beibringen, daß die Sonne stillsteht, die Erde sich herumdreht, daß sich aus Nebeln Welten gebildet haben. Diese Naturlehre, die wir heute in der Schule den Kindern beibringen, die war das große Geheimnis. Dagegen das, was vor aller Welt entfaltet wurde, das war dasjenige, was ich Ihnen eben erzählt habe von den Taten des Marduk-Michael. Wir lernen heute in unseren Schulen -wenn sie auch nicht mehr mysterienhaft aussehen -, auf unseren Uni­versitäten, aber auch schon in den niederen Schulen bis zur Volksschule hin dasjenige, was kopernikanische Weltanschauung als astrophysisches Weltenwissen ist, das die alten Weisen sich erst nach langer Vorberei­tung erringen durften und erringen konnten. Was heute jedes Schul­kind weiß, das konnte man in alten Zeiten nur wissen, wenn man ein­geweiht wurde. Heute lernt man alles dieses in der Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab eine Zeit - sie liegt noch weiter zurück als die Weisheit des alten chaldäischen Mysterienwesens -, da redeten die Menschen nur von solchen Dingen, wie ich sie Ihnen geschildert habe, von Ea, von Marduk-Michael, von der Apsu und Tiamat, nur von diesen Dingen redeten diese Menschen. Da verabscheuten sie alles, was diese schrullen­haften Mysterienlehrer sagten von der Bewegung der Sterne, von der Bewegung der Sonne, und wollten nur das Außere, Sichtbare erfor­schen, nicht das Unsichtbare, was sich eben, wenn auch in wesenhafter Form des alten Hellsehertums, vor die Menschheit hinstellte. Man ver­achtete dasjenige, was sich die alten Eingeweihtenlehrer und -schüler aneigneten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit, wo sich allmählich vorbereitete aus dem Orient das uralte Wissen. Da schätzte man beides. Man schätzte dasjenige, was man in dem Herausleben des Wesenhaften der geistigen Welt hatte, man schätzte zum Beispiel dasjenige, was die Taten des geistigen We­sens Marduk-Michael sind; man schätzte ebenso das, was man auf die Tafel zeichnen konnte (es wird gezeichnet): in der Mitte die Sonne, ringsherum die Sterne sich bewegend in Zyklen und Epizyklen. Man schätzte das alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit, in der man das Hineinschauen in geistige Wel­ten, in Dämonen- und Götterwelten nicht mehr hatte, und in der sich besonders ausbildete das andere, das intellektuelle Wissen, jenes Wis­sen, auf das der heutige Mensch so stolz ist, das sich allmählich bis zur Kulmination gegen unser Zeitalter hin ausgebildet hat. Wir stehen nun ungefähr in der äußeren Welt in jenem Zeitalter, wo man so verachtet das Spirituelle, wie in alten Zeiten das Materielle von denjenigen ver­achtet wurde, denen das Spirituelle selbstverständlich war. Wir müs­sen uns hineinleben in die Zeiten, wo wir wieder imstande sein wer­den, neben dem, was Astronomen, Astrophysiker, was Zoologen und Biologen lehren, dasjenige aufzunehmen, was die spirituelle Erkennt­nis an geistigen Wesensinhalten gibt. Diese Zeit ist gekommen. Dieser Zeit muß der Mensch entgegenleben, wenn er seine Aufgaben lösen will, wenn er wiederum zur religiösen Kunst, zur Heilkunde und so weiter kommen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie in alten Zeiten der Spiritualismus geleuchtet hat unter den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, das Materielle aber verachtet worden ist, und dann ein Zeitalter gekommen ist, wo man die materielle Erkenntnis aufgenom­men hat, die dann groß geworden ist und die Spiritualität verdrängt hat, so wie man also in einem Irrtum in alten Zeiten mit dem Spiri­tuellen allein gelebt und die äußere Welt verachtet hat, und so, wie man in der Zeit, als man das Materielle schätzte, irrtümlicherweise den Spiritualismus verachtet hat, so muß jetzt eine Zeit kommen, wo man von der umfassenden und wunderbaren Erkenntnis der äußeren Welt wiederum zu einem neuen Mysterienwissen kommen muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen, nachdem die materielle Erkenntnis, die so wunderbar geworden ist, von der alten Spiritualität die materiellen Stücke sich abgerissen hat, so daß wie von uralten Gebäuden nichts mehr vor­handen ist auf der Erde als höchstens jene Überreste, die man wie die alten materiellen Gebäude ausgräbt - wir müssen wiederum zu einer Spiritualität kommen, aber mit voller Erkenntnis dessen, was wir auf­zeigen können, wenn wir, in alte Erdenzeiten zurückblickend, wie in der Historie graben. Wir mussen wiederum zu solcher Spiritualität kommen durch ein neues, religiös vertieftes künstlerisches Gestalten, durch ein neues, in das Menschenwesen eindringendes Geistwissen durch Heilpraxis und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind drei Beispiele, die ich heute vor Ihnen ausgeführt habe, um wiederum Mysterien zu erbauen, vor denen wir dann stehen werden wie vor etwas, das uns bringen kann Erkenntnis der Wesenstotalität der Welt und Handeln des Menschen zum Heile der Menschheit im Sinne der Totalität, nicht bloß der einseitigen materiellen Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ZWEITER VORTRAG Torquay, 12. August 1924 =&lt;br /&gt;
Die drei Welten und ihre Spiegelbilder &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewußtseinsunterschiede der alten und der neuen Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man über geistige Forschung sich eine Anschauung bilden will, muß man vor allen Dingen zunächst einen Begriff bekommen von ver­schiedenen Bewußtseinszuständen, in denen die menschliche Seele sich befinden kann. Im gewöhnlichen Leben, das der Mensch heute in diesem Zeitalter auf der Erde führt, befindet er sich in einem ganz bestimmten Bewußtseinszustande. Dieser Bewußtseinszustand ist dadurch charak­terisiert, daß der Mensch einen gewissen Unterschied zwischen dem Wachen und dem Schlafen erlebt, die ungefähr, wenn auch nicht der Zeit nach zusammenfallend, übereinstimmen mit dem Gang der Sonne um die Erde beziehungsweise der Erde um sich selbst. In unserer gegen­wärtigen Zeit ist zwar die Ordnung, auf die ich hiermit deute, in einer gewissen Weise durchbrochen. Wenn wir aber in nicht sehr alte Zeiten mit dem regelmäßigen Leben zurückschauen, so finden wir ja, daß die Menschen damals von Sonnenaufgang ungefähr bis Sonnenuntergang gearbeitet haben und von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang ge­schlafen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserer Zeit ist das etwas durchbrochen. Ich habe sogar schon Menschen kennengelernt, die die Sache umgekehrt haben, indem sie bei Tag geschlafen haben und in der Nacht wach gewesen sind. Ich habe oftmals nachgeforscht, warum das so sei. Da haben die betreffenden Menschen, die gerade in meiner Bekanntschaft dann meistens Dichter oder Schriftsteller waren, gesagt, daß das eben so zum Dichten gehört. Aber ich habe die betreffenden Menschen dann niemals, wenn ich sie bei Nacht getroffen habe, beim Dichten angetroffen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, ich möchte eben darauf hindeuten, meine sehr verehrten An­wesenden, daß für das heutige Bewußtsein das die allerwichtigste Tatsache&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, sozusagen während der Sonnenzeit sich wach zu befinden, oder eine Zeit, die so lang ist wie die Sonnenzeit, sich wach zu befinden, und eine Zeit, die so lang ist wie die Nachtzeit, sich schlafend zu be­finden. Mit einem Bewußtsein, das solches erlebt, ist aber vieles, vieles andere verbunden. Es ist damit verbunden, daß man einen gewissen ganz bestimmten Wert auf die Sinneswahrnehmungen legt. Man sieht in den Sinneswahrnehmungen die hauptsächlichste Wirklichkeit. Und wenn man von den Sinneswahrnehmungen zu den Gedanken übergeht, sieht man in den Gedanken eben etwas bloß Gedachtes, etwas, was nicht so wirklich ist, wie die Sinneswahrnehmungen wirklich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch sieht heute den Stuhl als etwas Wirkliches an. Er kann ihn auf den Boden aufstoßen. Er hört das auch. Er sieht das als etwas ganz Wirkliches an. Er weiß auch, daß er sich auf den Stuhl setzen kann. Allein den Gedanken des Stuhles sieht der Mensch nicht als etwas Wirkliches an. Wenn er den Gedanken, von dem er glaubt, daß er in seinem Kopfe ist, aufschlägt, dann hört er das nicht. Und der Mensch glaubt auch nicht - für die heutige Konstitution des Menschen natürlich mit Recht -, daß er sich auf den Gedanken des Stuhles nie­dersetzen kann. Und Sie wären wohl alle nicht zufrieden, wenn wir Jhnen bloß Gedanken von Stühlen in den Saal hereingestellt hätten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, vieles andere noch ist verbunden mit diesem Erleben des Be­wußtseins, das sich nach der Sonne richtet. Das war nicht so der Fall bei denjenigen Menschen, die ihre Unterweisungen, die die Anregun­gen zu allen ihren Lebensverhältnissen von den Mysterien zum Bei­spiel der Chaldäer, die ich gestern erwähnt habe, erhalten haben. Diese Menschen lebten auch in ihrem Bewußtsein ganz anders als heutige Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst, sehen Sie, kann ich eine Außerlichkeit anführen, welche Ihnen zeigen kann, wie der Bewußtseinsunterschied der damaligen Zeit und der heutigen Zeit bei den Menschen ist. Wir kommen mit unserer Jahresberechnung, das Jahr zu dreihunderfünfundsechzig Tagen ange­nommen, nicht ordentlich zurecht. Wenn wir so fortzählen würden durch die Jahrhunderte, daß wir immer das Jahr zu dreihundertfünf­undsechzig Tagen zählten, so würde zuletzt etwas herauskommen, das mit dem Sonnenstande nicht mehr stimmte. Wir würden zurückbleiben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hinter der Sonne und ihren Zuständen. Wir machen daher dieses, daß wir alle vier Jahre einen Tag einschalten. Dann kommen wir un­gefähr im Laufe längerer Zeiträume mit dem Stand der Sonne zurecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie haben das die Chaldäer gemacht in ihren ältesten Zeiten? Nicht so wie wir. Sie haben für lange Zeiträume eine ähnliche Zählung gehabt wie wir, aber sie haben sie anders erreicht. Sie haben nötig gehabt weil sie das Jahr zu dreihundertsechzig Tagen gerechnet haben, alle sechs Jahre einen ganzen Schaltmonat einzufügen, nicht wie wir ein Schalt­jahr nach vier Jahren mit einem Schalttag, sondern nach sechs Jahren einen Schaltmonat einzufügen. So daß sie sechs Jahre mit zwölf Mona­ten gehabt haben, dann ein Jahr, das siebente, mit dreizehn Monaten, sechs Jahre mit zwölf Monaten, wiederum das siebente mit dreizehn Monaten und so fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, solche Dinge registrieren die heutigen Gelehrten. Sie sa­gen, das war so. Aber däß das mit intensiven Anderungen des Bewußt­seinszustandes der Menschen verbunden ist, das weiß man nicht. Diese Menschen, die nicht einen Schalttag nach vier Jahren, sondern einen Schaitmonat nach sechs Jahren eingeschaltet haben, schauten die Welt ganz anders an als wir. Warum? Weil sie diesen Unterschied zwischen Tag und Nacht gar nicht so empfanden wie wir heute. Sie empfanden, wie ich schon gestern angedeutet habe, bei Tag nicht eine solche Klar­heit und Helligkeit wie wir heute. Wenn irgend jemand mit dem heu­tigen Bewußtsein sich hierher stellt und in den Saal hineinsieht, sieht er die Menschen so - nun, wie Sie das wissen - mit scharfen Konturen. Bei dem einen sind sie weiter auseinandergetrieben, bei dem anderen schmäler und so weiter, aber man sieht die Menschen mit scharfen Konturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war nicht so bei denjenigen, die aus den alten chaldäischen Mysterien ihre Anregungen bekommen haben. Es war ganz anders bei ihnen. Man sah dazumal die Menschen sitzen - wenn ich jetzt dieses Bild gebrauche - nicht so, wie wir jetzt sitzen, das war nicht üblich dazumal, aber man sah die Menschen sitzen mit einem aurischen Nebel umgeben, den man mit zum Menschen dazurechnete. Und während man jetzt so philiströs jeden Menschen mit scharfen Konturen auf sei­nem Stuhle sitzen sieht, und das Ganze sich so ausnimmt, daß man&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ganz bequem zählen kann, hätte man dazumal so gesehen, daß man die linke und die rechte Stuhlanordnung hier so in einer Art von auri­scher Wolke, die sich hinzog wie ein Gas, gesehen hätte, hier eine Wolke, da eine Wolke, und dann dunklere Stellen, und diese dunklen Stellen hätten die Menschen angedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hätte man nicht im späteren, aber im ältesten Chaldäa noch dieses Bild gesehen. Bei Tag würde man nur die Stellen in diesem aurischen Nebelgebilde dunkel gesehen haben. Bei Nacht hätte man etwas ganz Ahnliches gesehen und auch im Schlafzustand, denn der war dazumal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 30&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht so tief wie der heutige. Er war mehr träumerisch. Man hätte das nicht so gesehen, wie man heute das sehen würde. Wenn heute einer schliefe und Sie alle hier sitzen würden, so würde er gar nichts von Ihnen sehen, wenn Sie auch alle hier sitzen würden. Dieser Schlaf war dazumal gar nicht erreicht, sondern man sah auch im Schlafe die Traumgestalt der aurischen Wolke links und rechts, und darinnen die einzelnen Menschen als Lichtgestalt, bei Tag in der aurischen Wolke dunkel, bei Nacht in der aurischen Wolke als Lichtgestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also einen so großen Unterschied im Anschauen der täglichen und der nächtlichen Verhältnisse, wie das heute der Fall ist, gab es dazu­mal nicht. Und so hat man auch nicht den Unterschied zwischen der am Himmel stehenden Sonne und der in der Nacht abwesenden Sonne empfunden, sondern man hat die Sonne so empfunden, daß man sie bei Tag als eine Lichtkugel, als einen Lichtkreis gesehen hat, ringsherum aber eine wunderbare Sonnenaura, so etwa, daß ich das in der folgen­den Weise zeichnen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hat sich vorgestellt: da unten ist die Erde, oben überall Wasser, ganz oben Schnee liegend. Von da oben, stellte man sich vor, kommt der Euphrat. Dann dachte man sich über dem Ganzen die Luft. Man sah da oben gehen die Sonne, umhüllt von einer wunderschönen Aura. So ging die Sonne von Osten nach Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann stellte man sich vor, daß es etwas gibt, wovon man etwa sagte, so, wie wenn man heute von einem Rohre sprechen würde: Abends geht die Sonne in dieses Rohr hinein, morgens kommt sie aus diesem Rohre heraus. Aber man sah die Sonne in diesem Rohre darinnen. Und man sah die Nachtsonne etwa so: in der Mitte einen grünblauen und ringsherum einen gelbroten Schein. So stellt man sich die Sonne vor, morgens aus dem Rohre heraus, in der Mitte hell, ringsherum von einer Aura umgeben. Sie geht über das Himmelsgewölbe, schlüpft im Westen in den Himmel, in das Rohr hinein, wird dunkel, hat eine Aura, die aber über das Rohr herausragt, und so geht sie unten weiter. Man sprach von einem Rohre, von einem Hohlraum, weil man eben die Sonne dunkel, schwarz sah. Man sprach das aus, was man sah. Also auch, wenn man hinaufsah zum sonnenbesetzten Himmel, sah man den Un­terschied nicht so stark zwischen Tag und Nacht wie heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen sah man etwas anderes in der damaligen Zeit sehr stark. Man sah hin auf seine Kindheit. Da hatte man die ersten sechs, sieben Jahre des Lebens zugebracht. Da sah man sich förmlich drinnenstecken noch in dem Göttlichen, in dem man darinnen war, bevor man auf die Erde herabgestiegen war. Dann sah man sich zwischen dem siebenten und vierzehnten Lebensjahre etwas herausschlüpfen aus dem aurischen geistigen Ei, weiter herausschlüpfen bis zu seinen Zwanzigerjahren; und erst wenn man in diesen Zwanzigerjahren war, fühlte man sich so recht auf der Erde. Da sah man dann etwas stärker den Unterschied zwischen Tag und Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sah am eigenen Menschenwesen eine Entwickelung heraufkom­men, die in Zeiträumen von sechs, sieben Jahren verlief. Das stimmte einen zusammen mit dem Gang des Mondes, nicht der Sonne. Der Mond, der in achtundzwanzig Tagen voll und weniger beleuchtet er­scheint, der stimmte einen zusammen mit dem, was man selbst erlebte durch die Zahl sechs, sieben, am eigenen Lebensgange. Und man emp­fand: Dasjenige, was da der Mond in einem Monat macht, das macht man in achtundzwanzig Jahren durch, in vier mal sieben Jahren. Und man drückte das in der äußeren Zeitrechnung aus; man schaltete alle sechs Jahre einen dreizehnten Monat ein. Man rechnete mit dem Monde, nicht mit der Sonne. Und man sah nicht hin auf die äußere Natur in der Weise wie heute. Heute sieht man, wenn man wacht, die äußere Natur in ihren scharfen Konturen ungeistig. Damals sah man bei Tag und Nacht die äußere Natur, nur nicht mit scharfen Konturen, aber man sah sie geistig aurisch. Heute sieht man bei Tag alles, bei Nacht nichts. Das alles drückt man dadurch aus, daß man der Sonne die Wichtigkeit beilegt, die Tag und Nacht bewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wichtigkeit hatte die Sonne für die alten Chaldäer in ihrer Mysterienweisheit nicht, sondern der Mond hatte diese Wichtigkeit, weil er in seinen Gestalten ein Abbild zeigte von dem, wie man selbst als Mensch heranwuchs. Man sah noch mehr auf den Menschen und seine Entwickelung hin. Man empfand sich ganz anders als Kind und als Jüngling und als erwachsener Mensch, während man heute das gar nicht empfindet. Es ist kein so großer Unterschied mehr zwischen den ersten sieben Jahren und den zweiten sieben Jahren, wenn man auf sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zurückblickt. Heute sind die Kinder schon gescheit, oh, so gescheit, daß man gar nicht mit ihnen auskommt. Man muß extra Erziehungsmetho­den ersinnen, um mit den Kindern nur fertig zu werden. Sie sind so gescheit wie die Großen. Und alle Menschen sind gleich gescheit, wie alt sie auch sein mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war im alten Chaldäa durchaus nicht der Fall. Da waren die Kleinen geistig so, daß sie noch in dem Göttlich-Geistigen drinnen-steckten, und man wußte später: als man klein war, da steckte man noch in dem Göttlich-Geistigen drinnen, und später wurde man erst irdisch, kroch aus dem aurischen Ei aus. Und man rechnete nicht mit dem, was die Sonne bewirkt, aber man zählte an dem Monde, an den Bildern, die der Mond nach der Siebenzahl angeordnet am Himmel darbietet; danach zählte man. Daher schaltete man im siebenten Jahre einen Monat ein - dasjenige, was sich auf den Mond bezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dieses äußere Kennzeichen der Zivilisationsentwickelung, daß wir heute mit Schalttagen, die Chaldäer mit Schaltmonaten gerechnet haben, das weist darauf hin in Wirklichkeit, daß der Bewußtseins-unterschied zwischen Tag und Nacht nicht vorhanden war bei den alten Chaldäern, dagegen mächtige Bewußtseinsunterschiede zwischen den einzelnen menschlichen Lebensaltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sagen heute, wenn wir uns morgens den Schlaf aus den Augen wischen: Ich habe geschlafen. - Die alten Chaldäer wachten auf mit dem einundzwanzigsten, zweiundzwanzigsten Lebensjahre, wurden hell in ihrem Anschauen der Welt und sagten: Ich habe geschlafen bis zum einundzwanzigsten, zweiundzwanzigsten Lebensjahre. - Sie glaub­ten dann, daß sie bis in die Fünfzigerjahre wach lebten, daß sie dann aber allerdings nicht einschliefen als Greise, sondern in ein viel heller bewußtes Leben kämen. Daher wurden die Greise angesehen als die­jenigen, welche weise waren, welche mit dem, was sie sich als Bewußt­sein seit dem zwanzigsten Jahre erworben hatten, nun hineingingen in die Schlafeswelt, aber da ungemein hellsichtig wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erlebte der alte Chaldäer drei Bewußtseinszustände. Wir erleben zwei, den dritten nur angedeutet als Traumzustand: Wachen, Schlafen, Träumen. Diese drei Zustände erlebte nicht so im Tageswechsel der alte Chaldäer, sondern er erlebte einen dumpfen, schlafenden Bewußtseinszustand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis in die Zwanzigerjahre hinein; dann einen Zustand, in dem er mit der Welt lebte, einen Wachzustand, wo er sagte, daß er aufgewacht sei, bis in die Fünfzigerjahre hinein. Und dann einen Zu­stand, wo die anderen von ihm sagten: Der nimmt sein irdisches Be­wußtsein in die geistige Welt hinein. Der ist jetzt so, daß er viel mehr weiß als die anderen. - Man sah zu den Alten als zu den Wissenden hinauf. Heute tut man das nicht. Heute betrachtet man sie als alte Schöpse, die schwachsinnig geworden sind. Das ist eben der große Un­terschied, der bis in die innerste Konstitution des Menschenlebens hin-eingeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Unterschied muß man sich klarmachen, denn er bedeutet ungeheuer viel für das Menschenwesen. Wir schauen eben einfach die Welt nicht nur durch einen Bewußtseinszustand an. Man lernt die Welt nur kennen, wenn man weiß, wie der Bewußtseinszustand ist, der beim Kinde zum Beispiel im alten Chaldäa vorhanden war. Er gleicht, das heißt, er ist nicht gleich, sondern er ist nur ähnlich unserem Traumzustand. Aber er ist ein viel lebendigerer Traumzustand. Er ist ein Traumzustand, aus dem heraus gehandelt wird. Heute tritt das als Krankheitszustand auf. Was heute krank ist, war bei den Chal­däern ein Bewußtseinszustand des Kindes. Und der Tageszustand, den wir heute so philiströs empfinden, war noch nicht vorhanden. Ich sage philiströs, denn daß wir alle Menschen in ihren physischen Konturen haben, meine sehr verehrten Anwesenden, das ist ja philiströs; die Menschen in ihren scharfen Konturen wahrzunehmen und sie gar zu malen in diesen scharfen Konturen, ist philiströs. Gewiß, man wird das nicht zugeben, aber es ist so. Dieser Zustand, der war also im alten Chaldäa noch nicht vorhanden, sondern da sah man eben, wie ich es beschrieben habe, die Menschen physisch und aurisch. Und im Alter sah man durch den Menschen durch bis in die Seele hinein. Es war ein dritter Bewußtseinszustand, der heute ausgelöscht ist, denn es ist der Zustand, wo wir traumlos schlafen. Mit dem läßt er sich vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so sehen wir, wenn wir die Sache historisch betrachten, daß wir beim Menschen, je weiter wir zurückgehen, auf verschiedene Bewußt­seinszustände kommen, die sich immer mehr und mehr unterscheiden, während wir heute mit den Bewußtseinszuständen, die wir im gewöhnlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben haben, gar nicht besonders Staat machen können. Darauf wird gar kein Wert gelegt, was der Mensch erlebt, wenn er ohne Träume schläft, denn davon weiß er in der Regel gar nicht viel zu erzählen. Es gibt ganz wenige Menschen, die wissen einem schon noch zu erzählen, was sie im traumlosen Schlafe auch heute noch er­leben; aber es gibt eben ihrer wenig, sehr wenig. Träumen, sagt man, das ist eben Phantasie, und den Wachzustand betrachtet man als den respektablen, als denjenigen Zustand, worauf man etwas halten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war es bei den alten Chaldäern nicht. Der kindliche Bewußtseins-zustand mit dem lebendigen, auch zur Aktivität führenden Träumen galt als derjenige, wo die Kinder noch halb drinnensteckten im vor-irdischen Leben, wo sie, wenn sie etwas sagten, einem etwas sagen konnten, das der göttlichen Welt angehörte. Man hörte den Kindern zu, weil man wußte: die haben sich Verschiedenes heruntergebracht aus der göttlichen Welt. Man sah ganz anders hin auf die Kinder da­mals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann war der Bewußtseinszustand da, wo die Menschen schon ir­disch waren, aber mit ihren Auren noch seelisch. Dann war der Be­wußtseinszustand der Greise da. Wenn man ihnen zuhörte, war einem klar: da erfährt man etwas über die geistige Welt, da wird einem kund­gegeben, was in der geistigen Welt vorgeht. Und von denen, die in den Mysterien immer höher und höher stiegen, von denen wurde gesagt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Fünfzigerjahren besiegen sie das bloß Sonnenhafte, treten ein in das eigentlich Geisteshafte, werden von Sonnenhelden zu Vätern -zu Vätern, die mit der geistigen Heimat der Menschen in Verbindung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wollte ich Ihnen aus dem Historischen heraus andeuten, wie ver­schiedene Bewußtseinszustände da sind im Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die naturhaft schaffende Phantasie des heutigen Traumes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen wir zunächst, um die menschlichen Bewußtseinszustände zu betrachten, den traumlosen Schlaf des heutigen Menschen weg und be­trachten wir dasjenige, was Sie ja alle kennen, den gewöhnlichen Wachzustand,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Sie eben dann haben, wenn Sie sagen: Ich bin wach, ich sehe die Gegenstände um mich her, ich sehe die anderen Menschen, ich hore sie zu mir sprechen, ich unterhalte mich mit ihnen und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nehmen wir dann den zweiten Zustand, den Sie auch alle kennen, wo sie vermeinen, im Schlafe zu sein, wo aber aus dem Schlafe herauftauchen die oft so beängstigenden, oft so wunderbar befreienden Träume, denen gegenüber Sie, wenn Sie in gesunder Lebensverfassung sind, sagen müssen: Das sind Dinge, die nicht zum gewöhnlichen heu­tigen Leben gehören, die aus irgendeiner naturhaften Phantasie herauf sich leben und weben, die in der verschiedensten Weise an den Men­schen herandringen. Der ganz philisterhafte Mensch wird nicht viel auf Träume hinschauen. Der abergläubische Mensch wird sie sich deu­ten lassen in einer äußerlichen Weise. Der poetische Mensch, der nicht philisterhafte, nicht abergläubische Mensch, sieht aber noch auf dieses wunderbare Traumesweben und Traumesleben hin. Denn es dringt da aus naturhaften Tiefen des Menschen etwas herauf, was zwar nicht so seine Bedeutung hat, wie der Abergläubische es meint, was aber doch darauf hinweist, daß auch der im Schlaf befindliche Mensch aus dem Naturhaften herauf Erlebnisse hat, die aufsteigen wie Wolken, wie Nebel, wie schließlich auch Berge sich erheben, im Laufe von langen Zeiten wieder versinken. Nur daß das im Traumesleben schnell geht, während im Weltenall langsam die Gebilde auf- und niedersteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und noch eine zweite Eigentümlichkeit haben die Träume. Wir träumen von Schlangen, die um uns sind, auch wohl von Schlangen, die uns berühren an unserem Körper. Menschen, welche in unfugartiger Weise zum Beispiel Kokain genießen, können dieses Schlangenerlebnis traumhaft in besonders hohem Maße haben. Wer sich dem Laster des Kokaingenusses hingibt, bei dem kriechen die Traumschlangen aus allen Winkeln des Leibes heraus in seiner Traumwahrnehmung, auch wenn er nicht schläft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so können wir sagen: Wir sehen auf Träume hin, die so geartet sind, wie die eben beschriebenen. - Wir werden immer, wenn wir acht-geben auf das Leben, sehen, daß das solche Träume sind, die uns an­zeigen, daß in unserem eigenen Inneren etwas nicht in Ordnung ist. Wir merken eine Verdauungsstörung, wenn wir solche Schlangenträume&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
haben. Die Windungen der Verdauungsorgane symbolisieren sich in der Traumanschauung in Windungen von Schlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder jemand träumt, er gehe spazieren und er komme plötzlich an eine Stelle, wo sich ein ganz weißer Pflock erhebt, der aber oben schad­haft ist - ein weißer Steinpflock, eine Steins äule, die oben schadhaft ist. Er wird unruhig im Traume über diese schadhafte obere Spitze des Pflockes. Er wacht auf: Zahnschmerzen! Er fühlt sich unbewußt ge­drängt, irgendeinen seiner Zähne anzugreifen. Ich meine den heutigen, gewöhnlichen Menschen, nicht einen älteren Menschen, der über solche Dinge erhaben war. Ein richtiger heutiger Mensch sagt: Jetzt muß ich zum Zahnarzt gehen, da gehört ja eine kleine Plombe hinein, der Zahn ist schadhaft. Was ist denn da geschehen? Dieses ganze Zahnerleben, mit Schmerz verbunden, das eine Unordnung im ganzen Organismus darstellt, stellt sich im symbolischen Bilde dar. Der Zahn ist ein wei­ßer Pflock, etwas schadhaft, etwas angefressen. Wir nehmen im Traum-bilde etwas wahr, was eigentlich in unserem Inneren ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder aber wir träumen lebhaft, daß wir in einem Zimmer sind, in dem wir gar nicht atmen können. Wir geraten im Traume in innere Unruhe, was aber alles Traumerleben ist. Da - wir haben es früher nicht gesehen - steht in einer Ecke ein Ofen, der ganz heiß ist. Es ist zu stark eingeheizt. Ah, jetzt wissen wir im Traume, warum wir nicht atmen können: es ist heiß im Zimmer! Das alles im Traume. - Wir wachen auf. Wir haben ein heftiges Herzklopfen und einen stark lau­fenden Puls. Die Zirkulation, die ins Unregelmäßige geraten ist, sym­bolisiert sich in dieser Weise im Außeren als Traum. Es ist etwas da, etwas, das in uns selber ist; wir nehmen es wahr, aber wir nehmen es nicht so wahr wie bei Tag. Wir nehmen es im symbolischen Bilde wahr. Oder aber wir träumen davon, daß da draußen irgendwo außerhalb des Fensters lebhaft die Sonne scheint. Aber das Sonnenlicht beunru­higt uns. Wir werden unruhig im Traum über diese scheinende Sonne, an der wir sonst Wohlgefallen haben. Wir wachen auf - das Haus des Nachbarn brennt. Ein äußeres Ereignis symbolisiert sich nicht so, wie es ist, sondern in einem ganz anderen Bilde. So sehen wir schon, es ist eine naturhaft schaffende Phantasie im Traume. Außeres drückt sich aus im Traume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun braucht es nicht dabei zu bleiben. Der Traum kann sich sozu­sagen aufraffen, seine eigene innere Bedeutung und Wesenheit zu ha­ben. Wir träumen irgend etwas, und der Traum, der sich uns aller­dings im Bilde darstellt, kann nicht auf ein Außeres bezogen werden. Wenn wir nach und nach darauf kommen, sagen wir, daß sich im Traume eine ganz andere Welt zum Ausdruck gebracht hat. Es sind andere Wesen handelnd, da begegnet uns ein dämonisches oder auch ein elfenartig schönes Wesen. Also nicht nur, daß unsere gewöhnliche physisch-sinnliche Welt, wie sie an uns und außer uns ist, im Traume sich bildhaft darstellt, es kann sich in den Traum auch eine ganz andere Welt hereindrängen, als unsere ist. Menschen können von der höheren übersinnlichen Welt in sinnlichen Traumesbildern träumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat das heutige menschliche Bewußtsein den Traum neben dem gewöhnlichen Wachbewußtsein. Und man muß ja in der Tat sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veranlagt sein zum Träumen macht uns eigentlich zu Poeten. - Die Menschen, die nicht träumen können, werden immer schlechte Poeten bleiben. Denn man muß sozusagen dasjenige, was naturhaft im Traume auftritt, übersetzen in die tagwachende Phantasie, um Poet, um über­haupt Künstler sein zu können, Künstler auf allen Gebieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenige zum Beispiel, der mehr von der Art träumt, daß sich ihm äußere Gegenstände symbolisieren, wie das brennende Haus des Nach­barn durch die in das Zimmer hereinscheinende Sonne, der wird am nächsten Tag, nachdem er einen solchen Traum gehabt hat, sich an­geregt fühlen zum Komponieren. Er ist ein Musiker. Derjenige, der, sagen wir, sein eigenes Herzklopfen als einen kochenden Ofen emp­findet, der wird am nächsten Tag sich angeregt fühlen, zu modellieren, oder Architekturgebilde zu schaffen. Er ist Architekt oder Bildhauer oder auch Maler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dinge hängen so zusammen, wie ich sie geschildert habe. Es bleibt im gewöhnlichen Bewußtsein bei dem, was ich eben beschrieben habe. Aber man kann jetzt weitergehen. Man kann dieses gewöhnliche Bewußtsein so ausbilden, wie ich es in meinen Büchern beschrieben habe, in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» oder in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß». Man kann das gewöhnliche Bewußtsein dadurch ausbilden, daß man gewisse seelische Übungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
macht - wir werden von ihnen noch zu sprechen haben -, daß man das ganze Gedankenleben, Gefühlsleben, Willensleben, das ganze Innen­leben dadurch, daß man sich ganz bestimmten Vorstellungen und auch Sprachzusammenhängen hingibt, aktiver macht, so daß die Gedanken wie zum Greifen werden, daß die Gefühle wie lebendige Wesen wer­den. Ich werde das noch später zu beschreiben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann tritt etwas ein, was der Anfang einer modernen Initiation ist. Dann tritt das ein, daß wir bei Tag fortträumen. Aber hier komme ich an einen Punkt, wo leicht Mißverständnisse möglich sind. Derjenige, der ganz naturhaft bei Tag ins Träumen hineinkommt, der ist mit sei­nem Träumen nicht besonders hoch zu schätzen. Allein derjenige, der trotz seines Tagträumens so wach ist wie ein anderer Mensch und den­noch fortträumen kann, deshalb, weil er Denken und Fühlen in sich viel aktiver gemacht hat als andere Menschen, der beginnt Initiat zu werden. Dann nämlich, wenn man dazu gelangt, dann tritt das Fol­gende ein. Dann sieht man wiederum - weil man doch ein vernünfti­ger Mensch ist, der während des Tages nicht unvernünftiger als die anderen ist, nicht allerlei tolle Streiche macht, weil man träumt, son­dern weil man gerade so nüchtern ist am Tage wie die anderen ver­nünftigen Menschen -, dann sieht man auf der einen Seite den Men­schen so, wie er ist für das gewöhnliche Bewußtsein: man sieht seine Nasenform, seine Augenfarbe, seine schöne oder häßliche Haaranord­nung und so weiter. Man sieht alles, aber man fängt an, um den Men­schen herum noch von etwas anderem zu träumen, aber jetzt die Wahr­heit zu träumen, die Aura zu träumen, und den inneren geistigen Sinn der Handlungen, die zwischen Menschen vollbracht werden, geistig zu sehen. Man fängt an, im vollen Wachleben sinnvolle, wirklichkeits­gemäße Träume zu haben. Das Träumen hört morgens beim Aufwa­chen nicht auf, dauert bis zum Einschlafen, dann setzt es sich in Schlaf um. Aber es ist sinnvoll. Das, was man an dem Menschen sieht, istwahr­haftig seelisch an ihm. Das, was man an Handlungen sieht, ist wahr­haftig geistig da. Man ist in einer Tätigkeit, wie sonst in bloßen Remi­niszenzen oder im bloßen Traume. Aber man träumt geistige Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweiter Bewußtseinszustand tritt zu dem ersten hinzu. Das Tagträumen wird ein höheres Wirklichkeitswahrnehmen, als es das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gewöhnliche Anschauen im philisterhaften Leben ist. Man sieht wäh­rend des vollen wachen Bewußtseins etwas zu der gewöhnlichen Wirk­lichkeit hinzu, was eine höhere Wirklichkeit ist. Der gewöhnliche Traum nimmt uns etwas von der Wirklichkeit. Er gibt uns nur phan­tastische Fetzen. Das, was man in der jetzt geschilderten Weise bei Tag träumt, womit sich alles durchsetzt, die einzelne menschliche Gestalt durchsetzt, die Tiere, die Pflanzen sich durchsetzen, wo die Handlun­gen sinnvolle Wahrnehmungen werden, so daß geistiger Inhalt in den Handlungen darinnen liegt, das alles gibt einem zu der gewöhnlichen Wirklichkeit etwas hinzu, macht diese Wirklichkeit reicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, da fügt sich tatsächlich zu dem, was man sonst im ge­wöhnlichen Bewußtsein wahrnimmt, ein Zweites hinzu, und man fängt jetzt an, die Welt ganz, ganz anders zu sehen. Am eklatantesten zeigt sich dieses Anderssehen, wenn man nun Tiere ansieht, die tierische Welt. Diese tierische Welt, sie erscheint einem jetzt so, daß man sagt: Ja, was habe ich denn vorher eigentlich gesehen? Nur einen Teil von dieser Welt habe ich ja gesehen. Das ist ja gar nicht alles, was ich früher von dem Tierischen gesehen habe. Ich habe ja nur das Außere von den Tieren gesehen. Eine ganz neue Welt fügt sich hinzu zu den Tieren, so daß für jede Tiergattung, für alle Löwen, für alle Tiger, für alle verschiedenen Tiergattungen etwas da ist, was einem Menschen gleicht, was richtig einem Menschen gleicht. So eine Tierart wird wirklich etwas ganz Besonderes. Es läßt sich schwer am Bilde des Men­schen veranschaulichen, aber ich bitte Sie, das in folgender Weise zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie sich einmal, Sie ergänzen gewissermaßen Ihren Leib. Binden Sie sich an jeden Finger Ihrer Hände einen Faden, also zehn Fäden an, und am Ende eines jeden Fadens eine Kugel in einer ge­wissen Ferne, die vielleicht sogar mit allerlei Figuren bemalt ist. Dann haben Sie also zehn solche Schnüre. Und eignen Sie sich ein furchtbar behendes Spiel Ihrer Finger an, so daß sie alle möglichen Bewegungen machen. Und jetzt machen Sie das auch mit Ihren Zehen. An jede Zehe binden Sie sich einen Faden an, am Ende eines jeden Fadens eine Kugel mit Figuren. Und jetzt gewöhnen Sie sich, so geschickt zu springen und die Zehen so geschickt zu bewegen, daß etwas ganz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wunderbares entsteht aus dieser Form. Jeder Finger ist viel länger und hat am Ende solch eine Kugel, die Figuren hat, und jede Ihrer Zehen hat das auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie sich, Sie sehen das nun mit Ihrer menschlichen Gestalt verbunden. Ihre Seele beherrscht das alles. Jede Kugel ist ein Einzelnes, aber in dem Augenblick, wo man das alles anschaut, glaubt man, das gehöre alles dazu. Sie sind nicht so verbunden mit allen diesen Kugeln und Schnüren wie mit Ihren Fingern und Zehen. Aber Sie beherrschen das alles. Das ist alles eine Einheit. Wenn Sie anfangen, das so zu be­herrschen, wie ich es erzählt habe, so sehen Sie da oben die Löwen­seele, und die einzelnen Löwen, die hängen so daran wie die Kugeln. Das ist eine Einheit. Vorher, wenn Sie die zwanzig Kugeln da liegen haben und schauen die zwanzig Kugeln an, dann ist das eine Welt für sich. Nun kommen Sie und fügen den Menschen dazu, fügen die ganze innere Beweglichkeit dazu - da wird es etwas ganz Neues. So ist es mit Ihrer Anschauung. Sie sehen da die Löwen einzeln herumgehen. Das ist so wie die Kugeln, die da herumliegen. Jetzt sehen Sie hin auf die selbstbewußte Löwenseele, die ja so wie ein Mensch ist in der gei­stigen Welt, und die einzelnen Löwen sehen Sie wie aufgefangen in den Kugeln, sehen da überall aus dem Selbstbewußtsein des Löwen die einzelnen Löwen herauskommen. Sie sind aufgestiegen zu einer ganz neuen Wesenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so steigen Sie für alles im Tierreich auf zu ganz neuen Wesen­heiten. Die Tiere haben auch so etwas wie Menschen an sich, Seelen­haftes, aber das ist nicht in der Welt, in der der Mensch sein Seelen­haftes hat. Wenn Sie durch die Welt gehen, dann tragen Sie ganz auf­dringlich auf der Erde Ihre Seele herum mit dem Selbstbewußtsein. Jedem Menschen können Sie Ihr Selbstbewußtsein an den Kopf wer­fen. Das kann der Löwe nicht. Aber da gibt es eine zweite Welt. Die grenzt an diese Welt, wo wir unser Selbstbewußtsein jedem Menschen an den Kopf werfen. Aber da droben, da tun das die Löwenseelen. Für die sind die einzelnen Löwen nur solche torkelnden Kugeln. So daß wir frappiert werden, besonders wenn wir das Tierreich in seiner wahren Wesenheit betrachten, durch ein Bewußtsein, das wir uns an­geeignet haben. Da kommt eine zweite Welt dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt sagen wir uns: Ach, in dieser Welt sind wir als Menschen ja auch eigentlich drinnen. Aber wir schleppen diese Welt hier herunter in die gewöhnliche Erdenwelt. - Das Tier läßt etwas oben: seine Gat­tungsseele, seine Artseele, und geht nur mit demjenigen, was da auf vier Beinen herumgeht, auf der Erde herum. Wir schleppen das, was die Tiere oben lassen, auf die Erde herunter, bekommen dadurch auch einen anders gestalteten Körper als das Tier, aber wir schleppen es eben doch herunter. So daß wir sagen können: Dasjenige, was in uns ist, gehört auch dieser höheren Welt an, nur schleppen wir es hier in die Erdenwelt herein als Menschen. Und so, sehen Sie, machen wir also Bekanntschaft mit einer ganz anderen Welt, mit einer Welt, die wir zunächst an den Tieren wahrnehmen. Aber wir müssen ein anderes Bewußtsein noch haben. Wir müssen das Traumbewußtsein zum Er­wachen bringen, dann können wir in dasjenige hineinschauen, was in der Tierwelt noch vorhanden ist. Derjenige, der das kann, der nennt dann diese zweite Welt die Seelenwelt gegenüber der physischen Welt, oder den Seelenplan, den Astraiplan gegenüber dem physischen Plan. Das, was Astraiplan, Astraiwelt ist gegenüber der physischen Welt, das erreicht man durch ein anderes Bewußtsein. Man muß sich also bekanntmachen damit, daß andere Bewußtseine uns in Welten hinein­schauen las&amp;amp;en, die nicht die Welt sind des gewöhnlichen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Durchkraftung des Seelenlebens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann nun in der Durchkraftung und Verstärkung des Seelen­lebens noch weitergehen. Man kann nicht nur, so wie ich es in den genannten Büchern beschrieben habe, meditieren, sich konzentrieren, sondern man kann anstreben, das, was man als starken Seeleninhalt in der Seele hat, wiederum fortzuschaffen. So daß man dazu kommt, nachdem man zuerst mit aller Gewalt das Seelenleben verstärkt hat, das Denken, das Fühlen stark gemacht hat, das alles wiederum abzu­schwächen und sogar ins Nichts zurückzuführen. So daß dasjenige her­gestellt ist, was man leeres Bewußtsein nennen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wenn man im gewöhnlichen Bewußtsein dieses Bewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
leer macht, schläft man ein. Man kann das ja auch experimentell ma­chen. Man hat einen Menschen. Man entzieht ihm zunächst die Augen­eindrücke, so daß er im Dunklen ist. Man entzieht ihm alle Gehörs-eindrücke, so daß er im Stummen, Lautlosen ist. Dann versucht man auch die anderen Sinne abzustumpfen. Der Mensch schläft allmählich ein. So ist es nicht, wenn man zunächst Denken und Fühlen verstärkt. Da kann man ganz willkürlich das Bewußtsein leer machen, und man wacht. Man tut nichts, als was man durch seine Willkür tun will, man wacht durch seine Willkür. Man schläft nicht ein. Aber man hat nicht mehr die Sinneswelt vor sich. Man hat nicht mehr seine gewöhnlichen Gedanken und Erinnerungen in sich. Man hat leeres Bewußtsein. Da kommt aber nun sogleich eine wirkliche geistige Welt herein in dieses leere Bewußtsein. So wie im gewöhnlichen Tagesbewußtsein die Sinnes-welt mit ihren Farben, mit ihren Tönen, mit ihrem Wärmereichtum hereinkommt, so kommt in dieses leere Bewußtsein eine geistige Welt herein. Wir sind umgeben, wenn wir erst das Bewußtsein wach und leer gemacht haben, von einer geistigen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum können wir frappierend intensiv dieses neue Bewußtsein und diesen Zusammenhang mit einer geistigen Welt wahrnehmen an etwas in der äußeren Natur. Wie wir vorher gewissermaßen die nächste Schichte des Bewußtseins wahrgenommen haben an der anderen Art, wie wir die Tiere anschauen, so können wir jetzt das anders gewordene Bewußtsein, das Auftreten der neuen Schichte des Bewußtseins wahr­nehmen an dem ganz Andersartigen, was wir an den Pflanzen sehen, an der Pflanzenwelt der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sehen wir die Pflanzenwelt der Erde im gewöhnlichen Bewußt­sein? Wir gehen hin über die Erde, wir sehen herauswachsen aus der mineralischen Erde den Farbenreichtum und die Grünheit der Pflan­zenwelt. Wir erfreuen uns an dem, was blau und gelb und rot und weiß blüht, was grün lebt. Wir nehmen diesen ganzen Teppich der Pflanzen­welt wahr, lassen ihn auf unser Gemüt wirken. Es wird innerlich lebendig. Es wird innerlich voller Freude. Es erhebt sich zu innerlichem Aufjauchzen, wenn wir diese wunderbar farbenglänzende Pflanzen­decke über die Erde hingebreitet und aus der Erde herausragen sehen. Jetzt schauen wir auf. Wir erblicken oben die Sonne, die uns blendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schauen hinaus in das blaue Himmelszelt. Wir erblicken nichts Besonderes als das, was sich uns eben bei Tag darbietet, wenn wir einen wolkenfreien oder wolkenbedeckten Tag haben, was Sie ja alle kennen. Wir wissen zunächst nicht, was es für eine Beziehung hat, die Pflan­zendecke, den Pflanzenteppich der Erde anzuschauen und hinaufzu-schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können aber auch noch weitergehen. Nehmen wir an, wir haben innerlich die tiefste Freude erlebt an dem Tagesteppich, der in der Pflanzenwelt die Erde bedeckt. Wir warten an einem schönen Tage bis zur hereinbrechenden Nacht. Wir blicken jetzt hinauf auf das Him­melsgezelt. Wir sehen die mannigfaltig angeordneten, in Figuren auf-leuchtenden, über den ganzen Himmel hin sich breitenden Sterne fun­keln, glänzen. Ein neues Aufjauchzen der Seele beginnt, etwas, was von oben wirkt, was von oben in unsere Seele freudig-innerliches Auf-jauchzen hereinsendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So können wir bei Tag hindeuten auf dasjenige, was in der Erde wächst in dem farbenreichen Teppich der Erde, in der Pflanzenwelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein innerlich uns mit Freude, mit Jauchzen durchdringendes Wahr­nehmen. Wir können dann hinaufblicken, können das uns bei Tag blau erscheinende Himmelsgewölbe nachts besät sehen mit den fun­kelnden, glänzenden Sternen. Wir können innerlich aufjauchzen über das, was sich von oben herunter in unserer Seele offenbart. Das gilt für das gewöhnliche Bewußtsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haben wir jenes Bewußtsein ausgebildet, das leer, aber wach ist, in das die geistige Welt hereingebrochen ist, dann sagen wir uns, wenn wir während des Tages unseren Blick ausbreiten über die Pflanzendecke und des Nachts hinaufschauen auf die glänzenden, funkelnden Sterne:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, während des Tages hat uns angelockt, mit innerlichem Jauchzen durchdrungen dasjenige, was als Farbenteppich die Erde bedeckt. -Aber was haben wir denn da eigentlich bei Tag gesehen? Jetzt blicken wir hinauf während der Nacht zum sternenglänzenden Himmel. Die Sterne funkeln nicht mehr bloß vor diesem wachend leeren Bewußt­sein, das heißt für die Erde leeren Bewußtsein. Die Sterne nehmen die mannigfaltigsten Gestalten an. Das bloße Funkeln der Sterne hat auf­gehört, und da oben ist wunderbares Wesenhaftes. Da breitet sich aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wachsendes, webendes Leben, groß und gewaltig und erhaben. Und wir stehen erkennend in Anbetung, anbetend im Erkennen. Ja, wir haben eine mittlere Stufe der Initiation erreicht und sagen uns: Pflan­zen, die sind ja erst da oben. Die wirklichen Pflanzenwesen, das ist dasjenige, was uns vorher nur in einzelnen Punkten in den Sternen entgegengestrahlt hat. - Es ist ja jetzt so, als ob da oben die wahre Pflanzenwelt erst wäre. Es ist, als ob das Veilchen uns nicht als Veil­chen erschiene, sondern als ob von dem Veilchen des Morgens, wenn es voll Tau wäre, wir nicht das Veilchen, sondern nur die einzelne Tau-perle erglänzen sehen würden. Wenn wir nur den einzelnen Stern sehen, da funkelt ja die einzelne Tauperle in dem Stern. In Wahrheit ist dahinter eine mächtige, wesenhafte, webende Welt. Zu der schauen wir hinauf. Jetzt wissen wir, was Pflanzenwelt ist. Die ist gar nicht auf der Erde, die ist draußen im Kosmos, ist mächtig und erhaben und gewaltig und groß. Und was ist das, was wir da unten gesehen haben bei Tag in der farbigen Pflanzendecke, was ist das? Das ist das Spiegel­bild von da oben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir wissen jetzt, der Kosmos mit seinem webenden Gestalten-leben, mit seinem wesenhaften Gestaltenleben, der spiegelt sich auf der Erde. Die ist ein Spiegel in ihrer Oberfläche. Wenn wir in einen Spiegel schauen, wissen wir, das ist nur Spiegelbild von uns. Wir stehen da. Wir spiegeln uns, so wie wir sind in der äußeren Form. Die Seele ist nicht darinnen. Der Himmel spiegelt sich nicht an der Erde in einer so ganz adäquaten Weise, sondern so, daß er in den Pflanzenfarben gelb, grün, blau, rot, weiß erglänzt. Das ist das Spiegelbild des Himmels, das schwache, schattenhafte Spiegelbild des Himmels. Und wir haben eine neue Welt kennengelernt. Da oben sind die Pflanzen Menschen, Wesen mit Selbstbewußtsein. Und zu der gewöhnlichen physischen Welt, zu der astralen Welt haben wir eine dritte, eine eigentlich gei­stige Welt hinzu. Die Sterne sind ja wie Tauperlen, die kosmischen Tauperlen aus dieser Welt. Die Pflanzen sind das Spiegelbild dieser Welt. Sie sind hier nicht alles, was an ihnen ist; ja sie sind in dem, als was sie uns auf der Erde hier erscheinen, nicht einmal eine Wesenheit, sie sind bloßes Spiegelbild gegenüber der unendlich mannigfaltig-reichen, intensiven Realität, die da oben in der eigentlich geistigen Welt ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und aus der die einzelnen Sterne als die kosmischen Tauperlen heraus-glänzen. Wir haben eine dritte, die eigentlich geistige Welt, und wir wissen jetzt, all das herrliche Pflanzenwesen spiegelt ja nur diese Welt ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt lernen wir kennen, wie wir als Menschen auch dasjenige in uns tragen, was von den Pflanzen die eigentliche Wesenheit da oben ist. Wir bringen nur ins Spiegelleben der Erde herunter das, was die Pflanzen oben lassen. Die Pflanzen bleiben oben im Geisterland. Sie senden auf die Erde ihre Spiegelbilder. Die Erde füllt sie ihnen mit Materie, mit Erdenmaterie aus, diese Spiegelbilder. Wir Menschen tra­gen unser Seelenhaftes, das auch dieser Welt angehört, hier in diese Spiegelwelt herein, sind nicht bloße Spiegelbilder, sondern sind jetzt auf Erden auch seelische Realitäten. Wir leben auf Erden zunächst in drei Welten: in der Welt des Physischen, in der Welt, in der die Tiere mit ihrem Selbstbewußtsein nicht leben. Aber wir leben als Menschen zu gleicher Zeit in einer zweiten Welt, in der die Tiere mit ihrem Selbstbewußtsein leben, in der astralischen Welt. Nur tragen wir diese mit uns herunter in die physische Welt. Wir leben auch noch in der dritten Welt, in der Welt, in der die Wahrheit des Pflanzenwesens lebt, in der geistigen Welt. Nur senden die Pflanzen auf die Erde bloß ihre Spiegelbilder herunter, wir unsere Seelenrealitäten. Und jetzt kön­nen Sie sagen: Ein Wesen, das hier auf der Erde Leib, Seele und Geist hat, lebt mit Leib, Seele und Geist in der physischen Welt und ist Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wesen, das auf der Erde Leib, Seele hat, aber in einer angren­zenden zweiten Welt den Geist hat, dadurch weniger wirklich ist in der physischen Welt, ist das Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 46&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Wesen, welches in der physischen Welt nur seinen Leib hat, in der zweiten Welt seine Seele, und in einer weiteren, dritten Welt seinen Geist, so daß der Leib nur noch das Spiegelbild des Geistes ist, nur von irdischer Materie ausgefüllt, das ist die Pflanze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erkennen an der Natur drei Welten. Sie erkennen, daß der Mensch diese drei Welten in sich trägt. Sie fühlen gewissermaßen die Pflanzen bis zu den Sternen hinaufwachsen. Sie sehen sich die Pflanzen an, sa­gen sich: Du bist ein Wesen, von dem ich ja auf Erden nur das Spiegel­bild sehe, das wesenlose Spiegelbild. Je mehr ich den Blick hinauf-wende, zu den Sternen des Nachts aufschaue, desto mehr sehe ich das wahre Wesen da oben. Natur, sie wird ganz, wenn ich von der Erde aufschaue bis zu den Sternen, wenn ich den Kosmos mit der Erde als eines anschaue. Dann schaue ich zurück auf mich als Mensch und sage mir: Was in der Pflanze bis da nach oben reicht, ich habe es auf der Erde in mir zusammengeschoben. Ich trage in mir als Mensch die phy­sische, die astralische, die geistige Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durchschauen, mit der Natur hinaufzuwachsen bis zu den Him­meln, in den Menschen hineinzuwachsen bis dahin, wo die Himmel sich in ihm eröffnen, das heißt, zum Geistesforschen aufsteigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= DRITTER VORTRAG Torquay, 13. August 1924 =&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;G243,1969,SE048 Das Initiatenbewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;TI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DRITTER VORTRAG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torquay, 13. August 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Form und Substantialität des Mineralischen mit Bezug auf die Bewußtseinszustände des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der kristallisierten Mineralien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich versuchte gestern zu zeigen, wie das innere Erleben der Seele ist, wenn der Mensch sich erhebt durch Trainierung, durch Übung der Seele zu anderen Bewußtseinszuständen, und ich versuchte zu zeigen, wie das, was man im gewöhnlichen Bewußtsein nur als die chaotischen, ungeordneten Erlebnisse des Traumes kennt, die während des Schlaf-zustandes auftreten, verwandelt werden kann in vollbewußte, exakte Wacherlebnisse, wie man dadurch zu einem Bewußtseinszustand kommt, der gewissermaßen der dem gewöhnlichen Bewußtsein nächstliegende ist, indem man zum Beispiel die Tierwelt erst in ihrer Totalität wahr­nimmt, wie sie hinaufreicht in eine höhere, in eine Seelenwelt, in eine Astralwelt. Und ich versuchte dann zu zeigen, wie der Pflanzenteppich der Erde in seiner Totalität erscheint, wenn man mit einem weiteren Bewußtseinszustande, der ausgeht von dem vollständig wachen, aber gegenüber der Sinneswelt, gegenüber der physischen Welt leeren Be­wußtsein, wenn man mit diesem Bewußtseinszustand sich zu der Ster­nenwelt erhebt und innerhalb der Sternenwelt erst kennenlernt die Wahrheit über den Pflanzenteppich der Erde; wenn man dann einsieht, wie dasjenige, was wir als die aus der Erde hervorsprossenden Pflan­zen schauen, ein Spiegelbild ist von Majestätischem, Großartigem, das uns äußerlich in der Sternenwelt nur entgegenglänzt wie etwa auf der Erde die Tauperlen an den Pflanzen. Ich möchte sagen, was da in den Weiten des Weltenraumes himmelwärts ausgedehnt ist, gewinnt Wesenhaftigkeit, gewinnt Gestalt, gewinnt Farben, gewinnt sogar Tö­nendes, wenn wir uns in dieser Weise mit dem leeren Bewußtsein zu ihm erheben. Dann können wir zurückschauen auf die Erde und erblicken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eben die Wahrheit über die Pflanzenwelt, daß sie ein Spiegel­bild ist eines kosmischen Wesens, eines kosmischen Geschehens und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun haben wir im Anschauen der Sternenwelt auf der einen Seite, der Pflanzenwelt auf der anderen Seite eine Eigentümlichkeit zu be­obachten. Und, meine verehrten Anwesenden, ich möchte diese Dinge nun ganz aus der inneren Erfahrung heraus schildern, wie sie sich ein­fach ergeben. Meiner Schilderung werden keinerlei literarische oder sonstige Traditionen zugrunde liegen, wird nichts Traditionelles zu­grunde liegen, sondern ich werde die Dinge zunächst so schildern, wie sie sich der unmittelbaren, spirituellen Erfahrung und Forschung er­geben. Und da möchte ich auf eine Eigentümlichkeit zunächst auf­merksam machen, die sich demjenigen ergibt, der so, wie ich es geschil­dert habe, in die Dinge hineinsieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns vor, wir hätten hier die Sternenwelt; da haben wir die Erdenwelt (siehe Zeichnung Seite 52). Wir stehen ja immer, wenn wir beobachten, an einem gewissen Punkte, den wir unseren Gesichts­punkt nennen können. Und mit dem zweiten Bewußtsein, von dem ich gesprochen habe, mit dem Bewußtsein, das Sterne und Pflanzenwelt so zusammenschaut, wie ich es geschildert habe, nehme ich deutlich wahr, wie da oben die wahrhaften Gebilde sind, wie sich diese spiegeln, aber nicht wie gewöhnliche Spiegelbilder, sondern als die realen Pflanzen, die die Spiegelung durch den Spiegel Erde ergibt. So ist der Anblick. Man kann diesen Anblick so schildern, daß man sagt: Da oben das kosmische Leben, da unten die Erde als Spiegel. - Und natürlich nicht wie tote, wesenlose, schattenhafte Spiegelbilder, sondern wie eine reale Spiegelung, durch die Erde bewirkt, kommen diese Pflanzen herauf. Man hat aber immer das Gefühl, da muß unten die Erde sein, da muß ein Spiegel sein, damit das, was im Kosmos ist, aus der Erde heraus­sprießen kann. Ohne die Erde, auf der wir stehen, auf der wir gehen, wären keine Pflanzen da. So wie ein Spiegel, wenn wir davor stehen, dem Lichte Widerstand entgegensetzt, wie Resistenz da sein muß, denn sonst erblicken wir den Spiegel nicht, so muß die Erde da sein als das Spiegelnde, damit die Pflanzen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun können wir aber weitergehen, indem wir von dem zweiten Bewußtsein,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das ich gestern geschildert habe, von der wachen Leerheit des Bewußtseins dazu übergehen, daß wir entwickeln eine Kraft der Seele, die gewöhnlich nicht als eine Erkenntniskraft geschätzt wird: die Kraft der Liebe zu allen Dingen, zu allen Wesen. Und wenn wir uns ganz mit dieser Kraft durchdringen, nachdem wir hinausgekommen sind in diese ganz andersartige Welt, die uns den Kosmos nicht mehr sternen-hell, sondern wesenoffenbarend zeigt, nachdem wir hinausgekommen sind, ich möchte sagen, in diesen spirituellen Ozean des Weltenalls, wenn wir dann uns dasjenige bewahren können, was wir ja auf Erden als eine Gabe unserer geistig-seelisch-physischen Organisation haben, wenn wir uns bewahren können und ins Unermeßliche ausdehnen kön­nen die Kraft der Liebe, der Hingebung zu allen Wesen, dann bilden wir auch unsere Erkenntniskraft immer mehr und mehr aus. Und dann erlangen wir die Fähigkeit, nun nicht bloß das tierische, das pflanzliche Reich hellsehend zu überblicken, sondern dann erblicken wir auch das mineralische Reich, und zwar zunächst jenes mineralische Reich, das seiner Natur nach den Kristall enthält. Kristalle, mineralische Kri­stalle, sie werden ein wunderbares Forschungs- und Beobachtungsobjekt für denjenigen, der gerade in die höheren spirituellen Welten eindrin­gen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat man sich durchgearbeitet durch das Anschauen der tierischen, der pflanzlichen Welt, so kann man an die kristallisierte mineralische Welt herankommen. Wiederum fühlt man sich gedrängt, von dem mi­neralisch Kristallisierten, das einem auf der Erde entgegentritt, den Blick zu erheben zum Weltenall, zum Kosmos. Wiederum schaut man in den Weiten des Kosmos Wesenhaftes, wie man dasjenige schaut, das dem Pflanzendasein zugrunde liegt. Aber die ganze Anschauung ist jetzt eine andere. Man erlebt etwas ganz anderes, wenn man im Schauen von einem kristallisierten Mineral ausgeht, als wenn man im Schauen von der Pflanzenwelt ausgeht. Man erlebt wiederum da draußen im Weltenall Wesenhaftes, man sagt sich wiederum: Was man hier unten im Erdendasein sieht als kristallisiertes Mineral, das ist veranlaßt durch Geistig-Lebendiges, das in den Weiten des Kosmos ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber indem das herunterwirkt, spiegelt es sich nicht auf der Erde oder durch die Erde. Sehen Sie, das ist das Wesentliche. Wenn wir vom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mineral uns erheben in den Kosmos und schauen wiederum zur Erde zurück, dann ist für das Mineralische die Erde kein Spiegel mehr. Es ist so, wie wenn die Erde gar nicht da wäre. Sie entfällt unserem Blicke. Wir können nicht sagen, wie wir es bei der Pflanze sagen können: Da unten ist die Erde, die spiegelt. - Nein, sie spiegelt nicht, sie verhält sich, wie wenn sie gar nicht da wäre. Wenn wir uns konzentriert haben auf ein solches Schauen, das ausgeht von dem kristallisierten Mineral, wenn wir den Blick hinausgewendet haben in die Weltenweiten und wiederum zurückschauen, dann ist unter uns ein beängstigender, ein zunächst beängstigender, furchtbarer Abgrund, ein Nichts. Wir müssen warten. Aber wir müssen Geistesgegenwart haben; das Warten darf nicht lange dauern. Warten wir zu lange, dann wird die Angst rie­sengroß, weil wir fühlen, wir haben den Boden unter den Füßen ver­loren. Das ist ein ganz ungewohntes Gefühl, das sich als eine riesen­große Angst äußert, wenn wir nicht Geistesgegenwart haben und aktiv durchdringen dieses Nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen durch die Erde durchschauen. Das heißt, sie ist nicht da. Wir müssen weiter schauen, weil sie nicht da ist. Und wir sind genötigt, für die Mineralien jetzt nicht nur das zu schauen, was über uns ist, sondern den ganzen Umkreis zu schauen. Die Erde muß wie wegge­löscht sein. Wir müssen unten dasselbe schauen wie oben, westwärts dasselbe wie ostwärts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kommt uns von der anderen Seite eine Strömung ent­gegen, die nun von unten heraufkommt, im Gegensatze zu der Strö­mung, die ja auch bei den Pflanzen vorhanden ist, die von oben her­unterkommt. Und wenn wir da hinausschauen und eine Strömung von da kommt, dann kommt eine andere Strömung von der entgegenge­setzten Seite. Von allen Seiten her erblicken wir einander begegnende Strömungen des Kosmos. Die treffen zusammen. Die treffen da unter uns zusammen. So daß wir von oben die Strömung für die Pflanzen haben, sie geht herunter, die Erde leistet Widerstand, die Pflanze wächst heraus. Wenn wir aber eine Strömung für das mineralische Reich be­trachten, haben wir hier eine entgegengesetzte Strömung, und durch das Zusammenkommen bildet sich die Form des Mineralreichs. Hier eine Strömung, hier die entgegengesetzte Strömung; hier wieder eine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 52&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strömung, hier die entgegengesetzte Strömung und so fort. Und frei durch die Begegnung dieser aus dem All des Kosmos einander be­gegnenden Strömungen entsteht das Mineral. Für das kristallisierte Mi­neral ist die Erde kein Spiegel. Da spiegelt sich nichts in der Erde. Da spiegelt sich alles in seinem eigenen Element.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie hinschauen auf das Gebirge draußen und einen Quarz­kristall finden, so ist er ja gewöhnlich unten aufsitzend; aber da ist er nur gestört durch das Jrdische, da greifen ahrimanische Mächte störend ein. In Wirklichkeit wird er so gebildet, daß von allen Seiten das gei­stige Element zusammenschießt, sich ineinander spiegelt, und frei schwe­bend im geistigen Weltenall sehen Sie den Quarzkristall. In jedem ein­zelnen Kristall, der sich vollkommen nach allen Seiten bildet, kann man eine kleine Welt schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nun gibt es ja viele Kristallformen, Würfel, Oktaeder, Tetra-eder, Dodekaeder, rhombische, dodekaedrische, monoklinische, triklinische&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestalten, alle möglichen Gestalten gibt es. Wir schauen sie. Wir schauen, wie die Strömungen zusammenkommen, einander treffen. Hier haben wir einen Quarzkristall, ein sechsseitiges Prisma, geschlos­sen durch sechsseitige Pyramiden; hier haben wir einen Salzkristall, der vielleicht würfelförmig ist; hier einen Pyritkristall, der vielleicht do­dekaedrisch ist. Wir schauen das alles. Jeder dieser Kristalle kommt so zustande, wie ich das beschrieben habe, und wir müssen uns sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also gibt es so vielerlei geformte Weltenströmungen, eigentlich so viele Raumeswelten, es gibt nicht eine Welt, es gibt so viele Raumeswelten, als die Erde aus Kristallen zusammengesetzt ist. - Wir schauen hinein in eine Ünermeßlichkeit von Welten. Wir schauen auf den Salzkristall und sagen uns: Da draußen im Weltenall west Wesenhaftes; der Salz-kristall ist uns die Manifestation für etwas, was den ganzen Welten-raum als Wesenhaftes durchdringt, eine Welt für sich. - Wir schauen den Pyritkristall, auch würfelförmig oder dodekaedrisch. Wir sagen uns: Da west im Weltenall etwas, was den ganzen Raum erfüllt; der Kristall ist uns die Ausprägung, die Manifestation einer ganzen Welt. -Auf viele Wesenheiten schauen wir, die je eine Welt in sich schließen. Und hier auf der Erde stehen wir als Mensch und sagen uns: Im Irdi­schen begegnen sich die Taten vieler Welten. Und indem wir Menschen auf der Erde denken und tun, fließt in unserem Denken und Tun das Denken und Tun der mannigfaltigsten Wesen zusammen. - Wir er­blicken in den unermeßlich mannigfaltigen Formen der Kristalle eine Offenbarung einer großen Fülle von Wesenheiten, die sich in mathe­matisch-räumlicher Gestalt in den Kristallen ausleben. Wir schauen die Götter in den Kristallen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist noch viel wesentlicher, in Verehrung des Weltenalls, ja in einer Art Anbetung des Weltenalls die wunderbaren Geheimnisse dieses Weltenalls auf die Seele wirken zu lassen, als theoretisch mit dem Kopf irgend etwas zu wissen. Und Anthroposophie sollte führen zu diesem Sich-Erfühlen im Weltenall. Hinzu schauen können soll der Mensch durch Anthroposophie zu jedem einzelnen Kristall das Weben und Walten eines Gottes im Weltenall. Dann erfüllt sich die ganze mensch­liche Seele mit Welteninhalt, nicht nur der Kopf mit Gedanken. Am wenigsten ist Anthroposophie dazu da, den Kopf mit Gedanken zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erfüllen. Anthroposophie ist dazu da, den ganzen Menschen mit Er­leuchtung über das Weltenall, mit Verehrung und Anbetung für das Weltenall zu erfüllen. In alle Gegenstände und in alle Vorgänge der Welt soll einziehen, ich möchte sagen, der innerliche seelische Opfer­dienst des Menschen. Und dieser Opferdienst soll Erkenntnis werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Substantialität und Metallität der mineralischen Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man so dem Raumesall, dem Raumeskosmos gegenübersteht und hineinblickt in dasjenige, was einem aus der kristallisierten mine­ralischen Welt erdenwärts entgegen sich formt, 4ann hat man zunächst einen befriedigenden Anblick. Allein der weicht sehr bald dem Wieder-auftreten jenes Ängstlichkeitszustandes, jenes Angstzustandes, von dem ich gesprochen habe. Bevor man diese göttergetragene, kristallisierte Welt empfindet, hat man die geschilderte Angst. Sie löscht sich zu-nächst aus, diese Angst, wenn man diese göttergetragene, kristallisierte Welt schaut. Aber das hört nach einiger Zeit auf, denn man bekommt ein eigentümliches Gefühl, das Gefühl: das alles, was sich da als der Kristall bildet, trägt dich nur zum Teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir das Beispiel, das ich gewählt habe: einen Salzkristall, den wir schauen, und einen Pyritkristall, einen Metallkristall. Da hat man das Gefühl, wenn man auf den Pyritkristall hinsieht, darauf kannst du bauen, das trägt dich. Wenn man auf den Salzkristall hin­sieht, so will es einem scheinen, als ob man durch ihn hindurchfallen könnte, als ob er einen doch nicht trüge. Kurz, dasjenige, was vorher als die große Angst da war, überhaupt zu versinken, weil die Erde ein Nichts geworden ist, das ist jetzt wieder teilweise da gegenüber gewissen Formen. Und namentlich mischt sich in dieses Gefühl, das man nun bekommen hat, ein Moralisches hinein. In diesem Augen­blicke, wo man zum zweiten Mal von dieser Angst durchdrungen wird, fühlt man in sich nicht nur alle Sünden, die man in den Lebens­läufen begangen hat, sondern auch alle diejenigen, deren man noch fähig sein könnte, die man noch begehen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles ist wie Gewichte, die sich einem anhängen, die einen da&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hineinstürzen wollen in den Schlund, in den Abgrund, der einem auf­getan wird durch die Mineralkristalle, durch die man durchfallen kann. Da muß man dann zu einer weiteren Empfindung kommen können, zu einem weiteren Erlebnis. Zu alledem, was man da durchmacht, ge­hört Mut, ein Mut, der davon ausgeht, daß man sich sagt: Du hast ja doch in deinem Inneren etwas, was dich weder nach oben, noch nach unten, noch nach rechts, noch nach links fallen macht, du hast den Schwerpunkt deines Wesens in deinem Inneren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh, meine sehr verehrten Anwesenden, man braucht im Leben nie­mals mehr Selbstvertrauen, mehr inneren Mut, als in dem Augenblicke, wo sich einem die Bleilast der eigenen Egoismen - denn Egoismen sind immer die Sünden - auf die Seele lastet gegenüber der kristallisierten mineralischen Welt. Das Durchsichtige, das heißt das Durchlässige, durch das man durchfallen kann, wird da schon zu einem furchtbaren Mahner. Und behält man den Mut, sagt man sich: Ein Tropfen des Göttlichen ruht in dir, du kannst nicht versinken, du bist von solcher Wesenheit, die göttlich ist -, wird einem das Erlebnis, nicht bloß Theorie, dann bekommt man den Mut, sich jetzt aufrechtzuerhalten und weiter gehen zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt lernt man ein anderes kennen an den Mineralien. Vorher hat man das kristallisierte Wesen der Mineralien kennengelernt. Jetzt lernt man ihre Substantialität, ihre Metallität kennen, dasjenige, was sie innerlich als Stoff durchdringt; vorher die Form, jetzt was sie durchdringt als Stoff. Und man kommt darauf, wie man in verschiede­ner Weise durch gewisse repräsentative Grundmetalle im Weltenall gehalten wird. Man lernt sich jetzt als Mensch in seiner Beziehung zum Kosmos kennen. Und man lernt die einzelnen Metallitäten, die Substantialitäten des mineralischen Wesens kennen. Man lernt wirk­lich in sich selber jenen Mittelpunkt fühlen, von dem ich jetzt eben gesprochen habe (siehe Zeichnung Seite 59).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun müssen Sie das, was ich sage, obwohl ich es mit Worten aussprechen muß, die Materielles bezeichnen, nicht materiell auffassen. Wenn man sagt: Herz, Kopf - so stellt sich der heutige materialistisch denkende Mensch den physischen Kopf, das physische Herz vor. Aber das ist ja alles zugleich geistig. Das ist ja aus dem Geiste heraus gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
56&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so bekommt man schon, wenn man den Menschen in seiner Totali­tät als geistig-seelisch-physisches Wesen nunmehr ganz geistig, ganz spirituell schaut, die deutliche Empfindung, im Herzen ist es zunächst, wo der Schwerkraftpunkt liegt, der einen nicht hinuntersinken, nicht hinauffliegen läßt, nicht nach rechts noch links drängt, sondern der einen hält. Man kommt, wenn man jenen Mut, den ich eben geschildert habe, beibehält, dazu, sich festgehalten im Weltenall zu finden. Was heißt aber: festgehalten im Weltenall sich zu finden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wenn man das Bewußtsein verliert, ohnmächtig wird, dann ist man nicht festgehalten. Wenn man ein innerliches starkes Schmerz-gefühl hat, so daß man sich stärker innerlich fühlt als im gewöhnlichen Leben - Schmerz ist ja eine Verstärkung des inneren Gefühles -, dann ist man wieder nicht beim gewöhnlichen Bewußtsein. Der Schmerz treibt aus dem gewöhnlichen Bewußtsein heraus. Man hat eine Art mittleren Bewußtseins im gewöhnlichen Erdenleben zwischen Geburt und Tod. Bei dem muß man sich aufrechterhalten. Wenn dieses Be­wußtsein zu dünn wird, wird man ohnmächtig. Wenn es zu dick wird, zu dicht, zuviel in sich selbst bewußt wird, kommt der Schmerz; das Aufgehen ins Nichts in der Ohnmacht, das Zusammengepreßtwerden im Schmerze sind nach beiden Seiten hin die Abirrungen des Bewußt­seins. Das gerade hat man jetzt als ein Gefühl gegenüber der kristalli­sierten mineralischen Welt, wenn man noch nicht die Metallität, die Substantialität hat, das Gefühl, in jedem Augenblicke könnte man in Ohnmacht hinaus verschwimmen in das Weltenall, oder in Schmerz zusammenbrechen, zusammensinken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da bekommt man eben das Gefühl: In dem, wo physisch die Herz-muskeln liegen, da drängt sich zusammen all das, was uns einen festen Halt gibt. - Und ist man mit dem Bewußtsein so weit gedrungen, wie ich es jetzt geschildert habe, dann nimmt man wahr, daß alles das, was einen im Erdenbewußtsein, im wachenden Erdenbewußtsein hält, was dieses Bewußtsein zu einem sogenannten normalen macht, wenn ich dieses häßliche, philiströse Wort «normal» gebrauchen darf, ist das in ungeheurer Feinheit in der Welt ausgebreitete, aber auf kein anderes Organ in solcher Unmittelbarkeit als auf das Herz wirkende Gold, Aurum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
57&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man also vorher wahr die Formung, die Kristallisation des Mineralischen, so nimmt man jetzt wahr die Substantialität, die Me­tallität. Man fühlt, wie die Metallität wirkt auf den Menschen selber. Draußen sehen wir den Kristall, der das Metallische formt, in Mine­ralform. Aber in uns wissen wir, daß die Kraft, die im Golde in un­geheuer feiner Dosierung im ganzen Weltenall ausgebreitet ist, unser Herz trägt, und damit das Bewußtsein aufrechterhält, das wir haben, wenn wir im Tagesleben, im gewöhnlichen Tagesleben sind. So daß wir sagen können: Auf das Herz des Menschen wirkt das Gold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können nun unsere Versuche machen. Wir können lernen, indem wir an das metallische Gold uns so erinnern, wie es ist, auf seine Farbe uns konzentrieren, auf seine Härte, auf seine ganze Substantialität uns konzentrieren und dann diese erlebte innere Erfahrung machen, daß das Gold mit unserem Herzen zu tun hat. Dann können wir es dahin bringen, daß wir durch andere Konzentration, durch Konzentration zum Beispiel auf das Eisen und seine Eigenschaften, darauf kommen, wie das Eisen wirkt. Das Gold wirkt unendlich harmonisierend, aus­gleichend auf den inneren Menschen. Er kommt in ein inneres Gleich­gewicht durch die Wirkung des Goldes. Konzentrieren wir uns scharf auf das Eisen, nachdem wir es gut kennengelernt haben, vergessen wir das ganze Weltenall, konzentrieren wir uns bloß auf das Eisen, so daß wir gewissermaßen selber in unserem Seelenleben ganz im Eisen auf­gehen, Eisen werden, uns als Eisen erleben, dann fühlen wir, wie wenn unser Bewußtsein aus dem Herzen heraufstiege. Wir fühlen uns noch ganz klar, aber wir fühlen, wie das Bewußtsein aus dem Herzen her-aufsteigt und bis zum Halse, zum Kehlkopf dringt. Hat man nun ge­nügend Übungen gemacht, dann schadet aber das nichts. Hat man noch nicht genügend Übungen gemacht, dann kommt eben die leise Ohn­macht. Man lernt diese leise Ohnmacht beim Aufsteigen des Bewußt­seins entweder dadurch kennen, daß man wirklich in eine leise Ohn­macht fällt, oder man lernt es dadurch kennen, daß man innere Aktivi­tät, starke Kraft des Bewußtseins entwickelt hat. Dann versetzt man sich nach und nach hinein in dieses Aufsteigen des Bewußtseins, und man kommt an jene Welt heran, auch durch eine solche Methode, wie ich sie eben beschrieben habe, von der ich gestern gesprochen habe als&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
58&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die, wo man die Tiere mit ihren Gattungsseelen sieht. Jetzt ist man aber in der Astralwelt drinnen dadurch, daß man sich auf die Metalli­tät des Eisens konzentriert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geht man auf die Form der Metalle, kommt man zu den Götter-wesen. Geht man auf die Metallität, auf die Substantialität, dann kommt man in die astralischen Welten hinein, in die astralische, in die Seelenwelt. Man fühlt das Bewußtsein hier am Hals heraufsteigend (siehe Zeichnung Seite 59), kommt in eine andere Sphäre des Bewußt­seins hinein, weiß, daß man das der Konzentration auf das Eisen ver­dankt, hat das Gefühl, man ist jetzt gar nicht mehr derselbe Mensch wie früher. Wenn man vollbewußt, exakt bewußt in diesen Zustand hineinkommt, hat man das Gefühl, man ist nicht mehr derselbe Mensch wie früher, man ist ätherisch geworden. Man ist aus sich heraus auf­gestiegen, ätherisch geworden. Die Erde geht weg, interessiert einen nicht mehr. Aber man erhebt sich in die planetarische Sphäre, die so­zusagen jetzt der Wohnplatz von einem ist. So kommt man immer mehr und mehr aus sich heraus, in das Weltenall hinein. Der Weg vom Gold zum Eisen ist der Weg ins Weltenall hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann weitergehen. Man kann sich jetzt ebenso, wie ich es für Gold und Eisen beschrieben habe, zum Beispiel auf Zinn konzentrieren, ein anderes Metall, wiederum auf die Metallität, auf die Farbe, die es hat, die Konsistenz und so weiter, so daß man mit seinem Bewußtsein ganz Zinn wird. Man fühlt, daß das Bewußtsein noch weiter herauf-steigt. Man fühlt, wenn man unvorbereitet, ohne die nötigen Übungen, als Mensch das durchmacht, wird man sehr stark ohnmächtig, es ist nur noch ein Funke des Bewußtseins da. Und hat man die Übungen durchgemacht, so hält man sich in dieser Ohnmacht drinnen und fühlt im Gegenteil, wie man noch weiter aus seinem Leibe herausschlüpft. Nun schlüpft man weiter heraus. Man fühlt, aufgestiegen ist bis zur Augengegend das Bewußtsein. Man fühlt sich in den Weiten des Wel­tenalls draußen. Man fühlt sich noch aber in den Sternen drinnen. Die Erde fängt aber an, als ein ferner Stern sichtbar zu werden. Und man denkt: Da unten hast du deinen Leib gelassen auf der Erde, du bist jetzt heraufgekommen in den Kosmos, erlebst das Sternenleben mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sehen Sie, das, was ich Ihnen da beschreibe, das ist aber nicht so&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ganz einfach. Denn das, was ich Ihnen beschreibe, was man erfährt, indem man den Initiatenweg durchmacht, so daß man fühlt beim Initiatenweg: dein Bewußtsein ist im Kehlkopf, du hast ein Bewußt­sein; es ist das Bewußtsein im Kehlkopf; daß man fühlt: dein Bewußt­sein ist da in den unteren Partien des Kopfes und in der Stirn. Daß man das fühlt, das weist nur darauf hin, daß das ja immer im Menschen vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 59&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
60&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle, die Sie hier sitzen, haben diese Bewußtseine in sich, Sie wissen es nur nicht. Wie haben Sie sie in sich? Ja, sehen Sie, der Mensch ist eben nicht ein einfaches Wesen. In dem Augenblicke, wo Sie Ihrer ganzen Kehikopforganisation bewußt würden, wenn Sie Ihr Gehirn wegschmeißen könnten, Ihre Sinne wegschmeißen könnten, nur Ihr Bewußtsein als Mensch im Kehlkopf und dem, was dazugehört, ent­wickeln würden, dann würden Sie eben dieses leise unterbewußte Ohn­machtsgefühl immer haben. Aber Sie haben es auch. Nur ist es zuge­deckt durch das gewöhnliche Herzbewußtsein, durch das Goldbewußt­sein. In Ihnen allen sitzt dieses Bewußtsein, das ich eben geschildert habe; ein Teil Ihres Menschen hat es. Ein Teil Ihres Menschen lebt damit in den Sternen draußen, ist gar nicht auf der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch weiter im Weltenall draußen lebt das Zinnbewußtsein. Es ist gar nicht wahr, daß Sie allein hier auf Erden leben. Sie leben auf Erden dadurch, daß Sie ein Herz haben. Das hält Ihnen das Bewußt­sein auf der Erde zusammen. Dasjenige, was im Kehlkopf sitzt (Eisen), das lebt draußen im Weltenall. Und noch weiter draußen lebt das­jenige, was über den Augen im Kopfe sitzt (Zinn). Eisen reicht hinauf bis zum Mars. Das Zinn reicht hinauf bis zum Jupiter. Durch das Gold nur sind Sie auf Erden. Sie sind immer im Weltenall; nur das Herzbe­wußtsein deckt Ihnen das zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt die Konzentration nun ein für Blei oder für ein ähnliches Me­tall, wiederum für die Substantialität, für die Metallität, dann gehen Sie ganz aus sich heraus. Dann wird Ihnen ganz klar: Da drunten auf der Erde ruht dein physischer, ruht auch dein Ätherleib. Das ist etwas Fremdes. Das ist da unten. Das geht mich jetzt so wenig an wie der Stein, der auf dem Felsen ruht. - Das Bewußtsein ist herausgestiegen aus Ihnen, hier aus dem oberen Teil des Kopfes. Im Weltenall ist immer eine geringe Dosierung von Blei vorhanden. Dieses Bewußtsein da oben, das ist weit hinausreichend. Und mit dem, was da noch in der Schä­deldecke mit diesem Bewußtsein beim Menschen immer vorhanden ist, damit ist er immer in einer vollständigen Ohnmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie an die Illusionen, in denen der Mensch da lebt. Er glaubt, wenn er so an seinem Schreibtisch sitzt, Konten oder Feuille­tons schreibt, da denkt er mit seinem Kopfe. Es ist aber gar nicht wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kopf ist gar nicht auf Erden. Er ist nur in seiner äußerlichen Of­fenbarung auf der Erde. Der Kopf reicht vom Hals an in das Welten­all hinaus. Das Weltenall offenbart sich bloß im Kopfe. Dasjenige, was macht auf Erden, daß Sie ein Erdenwesen sind zwischen Geburt und Tod, das ist das Herz. Und wenn einer gute oder schlechte Feuille­tons schreibt, Konten, die den anderen übervorteilen oder nicht über­vorteilen, so kommt das alles aus dem Herzen. Es ist nur eine Illusion, daß der Mensch mit seinem Kopf auf Erden lebt. Er lebt nicht mit seinem Kopf auf Erden. Der Kopf ist eigentlich fortwährend ohn­mächtig. Daher kann er auch in einer so außerordentlichen Weise gerade schmerzvoll werden, wie andere Organe nicht schmerzvoll werden. Ich werde das noch weiter ausführen. So daß, wenn wir daran denken, dahinterzukommen, wie wir sind, uns eigentlich fortwährend geist­wärts droht, daß der Kopf ins Weltenall hinaus zersplittert wird, daß das ganze Bewußtsein nach oben auseinandergeht, ins Mächtig-Ohn­mächtige zerfällt. Das alles wird durch das Herz zusammengehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es lebt der Mensch eigentlich so, daß wir sagen können: Im Kehl­kopf (Eisen) entwickelt er das Bewußtsein, das ich Ihnen beschrieben habe als das, was zu dem tierischen Reiche reicht, zu den höheren Ge­bilden, die dem Tierreich zugrunde liegen. Hier im gewöhnlichen Leben kommt es nur nicht zum Bewußtsein; es ist da, wo der Mensch immer zu den Sternen hinausschaut. Dadrinnen tragen Sie immer das Bewußtsein. Oben in der Augengegend (Zinn) ist das Bewußtsein der Pflanzengebilde, unten sind ihre Spiegelbilder (siehe Zeichnung, I). Und ganz oben, wo das Bleibewußtsein sitzt, wo wir hinaufreichen bis zum Saturn, da weiß unser Kopf nichts von dem Feuilleton, das wir schreiben, das schreiben wir mit dem Herzen. Aber der Kopf weiß von alledem, was ich Ihnen heute beschrieben habe, von alledem, was da drauf ist (siehe Zeichnung, II). Da kann nun einer sitzen, Irdisches beschreiben - es kommt aus seinem Herzen. Sein Kopf kann sich mitt­lerweile mit der Art und Weise befassen, wie sich ein Gott offenbart in einem Pyrit, in einem Salzkristall, in einem Quarzkristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn nun so das Initiatenbewußtsein auf diese Stühle schaut, so hören Ihre Herzen zu auf dasjenige, was ich sage; aber die drei übereinandergelagerten Bewußtseine, die sind im Kosmos. Da spielen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
62&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich Dinge ab, die ganz anderer Natur sind, als es im gewöhnlichen Erdenbewußtsein ist. Da leben vor allen Dingen in dem, was sich da abspielt, was sich immer hinausdehnt, die lebendigen Fäden, die für jeden das Karma spinnt und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, so lernt man allmählich aus dem Weltenall heraus den Menschen kennen. - Nun, wir haben den Menschen kennengelernt, der eigentlich mit der äußeren Welt zusammenhängt, sich nach außen fort­während zu zersplittern droht, ohnmächtig nach außen wird, vom Herzen zusammengehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Raumesbewußtsein in das Zeitbewuj&#039;tsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer ganz anderen Richtung bewegen wir uns geistig, wenn wir auf gewisse andere Arten der Metallität unsere Konzentration richten. Geradeso wie wir das tun können mit Eisen, Zinn, Blei, können wir es zum Beispiel auch vollbringen mit dem Kupfer. Wir können uns auf die Metallität des Kupfers konzentrieren, gewissermaßen aufgehen in dem Kupfer, ganz Kupfer werden im Seelenleben, in der Farbe, in der Konsistenz, in jenes eigentümliche oberflächlich Gerilltsein des Kupfers aufgehen, kurz, in alledem, was man seelisch an der Metallität des Kupfers erleben kann. Dann bekommt man nicht das Gefühl eines Überganges in Ohnmacht, sondern etwas Gegenteiliges tritt ein. Man bekommt das Gefühl, man wird innerlich mit etwas ausgefüllt. Man wird innerlich sich mehr fühlbar, als man sonst ist. Man hat förmlich das Gefühl, dieses Kupfer, über das man konzentriert denkt, das er­füllt einen von oben bis nach unten, bis in die Fingerspitzen, überall hin, bis in die Haut hinein. Es erfüllt einen. Es füllt einen mit etwas aus. Und dasjenige, womit es einen ausfüllt, das fühlt man von da ausstrahlend (siehe Zeichnung, II). Es strahlt dann von diesem Mittel­punkt, der unterhalb des Herzens liegt, in den ganzen Körper hinein. Man fühlt so einen zweiten Körper in sich, einen zweiten Menschen. Man fühlt sich innerlich gepreßt. Ein leiser Schmerz beginnt, der sich steigert. Man fühlt alles innerlich gepreßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wiederum mit dem Initiatengefühl durchdringt man das alles,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und man fühlt eben einen zweiten Menschen auf diese Weise im Men­schen. Und es wird bedeutsam, wenn man gerade mit dem Initiaten­gefühl nun so erleben kann, daß man sich sagen kann: Mit deinem ge­wöhnlichen Menschen, den du bekommen hast durch Geburt und Er­ziehung, mit dem du in der Welt herumgehst, mit dem du schaust durch deine Augen in die Welt, mit dem du hörst, mit dem du fühlst die Dinge, mit diesem Menschen gehst du herum; aber dadurch, daß du trainiert bist, daß du Übungen gemacht hast, dadurch bringst du auch diesen Menschen, diesen zweiten Menschen, der dich jetzt auspreßt, dazu, wahrnehmen zu können. - Er wird zwar ein eigentümlicher Mensch, dieser zweite Mensch. Er hat nicht so abgesonderte Augen und Ohren, er ist gleichsam ganz Auge und Ohr; aber er ist wie ein Sinnes­organ. Er nimmt fein wahr. Und er nimmt eben Dinge wahr, die wir sonst nicht wahrnehmen. Die Welt wird plötzlich bereichert. Und man kann dann wie eine Schlange, die beim Häuten ihre Haut abstößt, für eine gewisse Zeit, die gar nicht lange zu sein braucht, die nach Se­kunden dauern mag - man erlebt schon in Sekunden dann sehr viel -, mit diesem zweiten Menschen, der sich da einem, ich möchte sagen, als der Kupfermensch ausgebildet hat, herausgehen aus dem Leibe und sich frei in der Welt geistig bewegen. Er ist trennbar, wenn das auch alles Schmerz macht, wenn der Schmerz sich auch steigert, er ist trenn­bar vom Leibe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann herauskommen. Man kann jetzt, wenn man herauskommt, noch mehr erleben, als wenn man drinnen stecken bleibt. Man kann vor allen Dingen, wenn man es dazu gebracht hat, dieses Herausgehen zu ermöglichen, jemandem, der gestorben ist, in diejenige Welt folgen, in die er nach ein paar Tagen eintritt. Also jemand ist durch die Pforte des Todes gegangen, und alle die Beziehungen, die man als irdischer Mensch zu diesem Menschen gehabt hat, hören auf. Er wird verbrannt oder begraben. Er ist auf der Erde nicht mehr da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man mit diesem zweiten Menschen, den ich eben beschrieben habe, aus deni Leibe herausgeht, so kann man der Seele, die durch die Pforte des Todes gegangen ist, weiter nachfolgen. Man bleibt mit die­ser Seele zusammen. Und man erlebt dann, wie diese Seele in den ersten Jahren und Jahrzehnten, nachdem sie durch die Pforte des Todes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegangen ist, das Leben wieder rückwärts durchmacht. Es wird das eine Wahrheit. Man kann das beobachten. Man kann mit dem Toten weiterhin gehen. Man sieht, das, was er in den Tagen vor sei­nem Sterben hier auf Erden erlebt hat, das erlebt er zurück, das Letzte zuerst, das Vorletzte als zweites und so weiter. Er lebt alles zurück. Bis zu dem Zeitpunkte seiner Geburt lebt er sich zurück in einem Drit­tel der Lebenszeit. Wenn einer sechzig Jahre alt geworden ist, lebt er ungefähr zwanzig Jahre zurück, das ganze Leben rückwärts durch­laufend. Da kann man ihm folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Eigentümliche ist, da lernt man vieles vom Menschen so kennen, wie es eben unmittelbar nach dem Tode ist. Der Mensch lebt nicht nur die Dinge so zurück, wie er sie hier auf Erden erfahren hat. Verzeihen Sie, wenn ich ein derbes Beispiel nehme. Nehmen wir an, Sie haben drei Jahre vor Ihrem Tode jemandem eine Ohrfeige gege­ben - ich will ein derbes Beispiel nehmen. Da haben Sie Zorn gehabt über ihn. Der Zorn ist übergesprudelt. Ich weiß ja selbstverständlich, daß keiner, der hier sitzt, das tun würde, aber ich will eben ein derbes Beispiel wählen. Also nehmen wir an, Sie haben einen Zorn gehabt, der Zorn ist übergesprudelt, Sie haben einem anderen seelisch, physisch Schmerz gemacht. Sie haben Ihre Befriedigung gehabt. Sie waren zu­frieden. Sie haben ihn gestraft für das, was er Ihnen angetan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, wenn Sie zurückgehen und bei diesem Ereignis ankommen -nach einem Jahre kommen Sie bei diesem Ereignis an -, da erleben Sie nicht das, was Sie erlebt haben als Ihren Zorn, sondern was er als Seelenleid, als Körperleid erlebt hat. Sie leben sich ganz in ihn hinein. Sie bekommen dann die Ohrfeige im Seelischen. Sie haben den körper­lichen Schmerz richtig nachzufühlen. Und so für alle Ereignisse. Sie erleben die Ereignisse so, wie sie die anderen erlebt haben. In alldem kann man dem Menschen folgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, über diese Dinge hat man mehr gewußt als heute, in der Zeit, von der ich Ihnen in diesen Tagen erzählt habe, bei den alten Chaldäern, die aus den Mysterien heraus ihre Kulturimpulse gehabt haben. Bei diesen Chaldäern war es sehr merkwürdig. Da lebte man nicht so aus dem Herzen heraus wie heute, sondern man lebte wirklich bei den Chaldäern aus dem Kehlkopfe heraus. Die Chaldäer hatten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
65&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als ihr naturgemäßes Bewußtsein eine Art Eisenbewußtsein. Sie erlebten draußen im Weltenall. Die Erde kam ihnen nicht so hart und konsistent vor wie uns. Aber wenn sie in besonders günstigen Stunden da draußen lebten, zum Beispiel auf dem Mars lebten, mit den Marswesen zusam­men lebten, dann konnte für sie der Augenblick eintreten, daß vom Monde herüber Wesen kamen und gerade solche Wesen mitbrachten, die man wahrnimmt, wenn man in diesern zweiten Menschen ist, den ich eben beschrieben habe. Und da lernten auf einem Umwege im Wel­tenall draußen die Chaldäer hohe Wahrheiten kennen, die sich auf das Leben nach dem Tode beziehen. Sie wurden im Weltenall draußen unterri chtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute brauchen wir das nicht. Wir können unmittelbar dem Toten folgen. Wir können ihn begleiten, wie er seine Erlebnisse in umgekehr­ter Reihenfolge, aber auch in entgegengesetzter Ordnung erlebt. Und das Eigentümliche ist dabei, man fühlt sich, wenn man so aus seinem Leibe herausgegangen ist mit diesem zweiten Menschen, in einer Welt, die viel, viel wirklicher ist als unsere Erdenwelt. Es kommt einem dann die Erdenwelt und alles, was man da erlebt hat, wie Schatten vor ge­genüber der dichten, anspruchsvollen Wirklichkeit, in die man jetzt eingetreten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man Tote begleitet in der beschriebenen Weise, dann fühlt man alles doppelt schwer, dreifach schwer, dreifach hell, dreifach laut, alles viel realer, und die ganze physische Welt kommt einem recht schattenhaft vor. Wer in dieser Welt verkehrt durch das Initiatenbe­wußtsein, für den wird die physische Welt eine Summe von Gemälden, und es könnte schon sein, daß ein solcher Initiat, der aus seinen Auf­gaben heraus viel in dieser Weise mit Toten verkehrt hat, Ihnen sagen würde: Ihr seid ja alle nur aufgemalt. Ihr seid ja gar keine Wirklichkeit. Da seid Ihr auf Euren Stühlen aufgemalt. - Denn die eigentlichen Wirklichkeiten, die entdeckt man erst da auf der anderen Seite des Daseins. Da ist alles viel realer. Diese Realität, man kann sie schon erfahren, meine sehr verehrten Anwesenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht erinnern sich einige von Ihnen an meine Mysteriendra­men. Da kommt eine Gestalt vor, die Strader heißt. Diese Gestalt des Strader ist nach dem Leben gezeichnet. Es gab eine Persönlichkeit im&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
66&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, die noch in das 20. Jahrhundert herein lebte, deren Abbild, aber künstlerisch, dichterisch, nicht photo­graphenmäßig, der Strader ist. Nun, diese Persönlichkeit interessierte mich als Persönlichkeit im Leben sehr stark. Diese Persönlichkeit war im Leben zuerst Kapuziner, hatte dann umgesattelt und war Philosoph geworden, weilte auch einmal im Kloster von Dornach zu Besuch. Diese Persönlichkeit, die mich sehr im Leben interessierte, habe ich umge­arbeitet, umgestaltet. Sie lebt als Strader in meinen Mysterien - nur ähnlich, nicht gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kam das vierte Mysterium. Sie wissen, im vierten Mysterium stirbt Strader. Ich mußte ihn sterben lassen. Ich konnte nicht mehr weiter. Ich hätte nicht noch weiter den Strader gestalten können. Er hätte in einem fünften Mysterium nicht wiederum auftreten können. Es würde mir die Feder weggesunken sein, wenn ich hätte etwas schreiben wollen, ihn weiter charakterisieren wollen. Warum geschah das? Ja, sehen Sie, inzwischen war nämlich die wirkliche Persönlichkeit gestorben, die vom Kapuziner zum Philosophen geworden ist. Und durch das Interesse, das ich für diese Persönlichkeit hatte, konnte ich sie nun in die andere Welt verfolgen. Da wirkt sie viel realer. Da hört das, was in der physischen Welt zunächst noch beschrieben werden könnte, auf, ein so starkes Interesse zu haben wie dasjenige, was man jetzt mit einer solchen Persönlichkeit erlebt, wenn man sie nach dem Tode verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es stellte sich etwas Eigentümliches ein. Ein paar Anthropo­sophen kamen auf diesen Sachverhalt; sie kriegten heraus - es sind ja manche Menschen scharfsinnig, nicht wahr -, daß der Strader eine Art Ebenbild ist jenes Menschen. Sie forschten nach und kamen an den Nachlaß und an allerlei Interessantes, was der Mann zurückgelassen hatte, brachten mir das, setzten voraus, daß ich nun in ein hell jauch­zendes Interesse verfallen würde für alles das, was diese Persönlich­keit zurückgelassen hat. Ich konnte mich gar nicht dafür interessieren. Dagegen interessierte mich alles das, was der Mann jetzt tat nach dem Tode. Das ist viel realer. Daneben verschwand alles, was das Äußere darstellt, was er hinterlassen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man wunderte sich zunächst darüber, daß ich so interesselos war,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
67&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nachdem man sich so viel Mühe gegeben hatte, allerlei aus dem Nach­laß zu bekommen, was ich gar nicht haben wollte. Ich habe es heute noch nicht verlangt. Aber es ist eben so: die Erdenrealität wird zur Illusion gegenüber der mächtigen Realität, die einem dann entgegen­tritt, wenn man eine Individualität nach dem Tode verfolgt, wo sie drinnensteht in derjenigen Welt, die man selber erlebt an sich; wenn auf diejenige Art, wie ich es geschildert habe, man mit dem Menschen ausgefüllt wird, der herausgehen kann aus dem Leibe, wenn auch nur für kurze Zeit; aber in kurzer Zeit kann man viel erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eben diese unmittelbar an unsere physisch-sinnliche Welt angrenzende Welt, in der sozusagen die Toten unmittelbar leben, die viel realer leben, und man erlebt sie mit dem Menschen, der da heraus-schreitet. Jetzt ist man nicht ohnmächtig, jetzt ist man dichter in seinem Bewußtsein. Rückt man hinauf über das Herz mit seinem Bewußtsein, dann wird das Bewußtsein dünner; man kommt einer Ohnmacht nahe; rückt man unter das Herz hinunter, verdichtet sich das Bewußtsein. Man kommt in die Welten hinein, die Wirkliches sind. Man muß es nur ertragen können. Sie pressen, sie schmerzen. Aber wenn man mit dem nötigen Mut hineinstößt, so kommt man hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben wir jetzt das gewöhnliche Bewußtsein des Tages im Her­zen (I), ein zweites Bewußtsein im Kehlkopf (II), ein drittes Bewußt­sein in der Augengegend (III), ein viertes Bewußtsein im Kopf oben (IV), das schon ganz in den Kosmos hinausführt, und dann ein fünftes Bewußtsein (V), das einen jetzt nicht in die Raumeswelten hinaus, son­dern in die Zeiten zurückführt. In der Zeit geht man; in der Zeit macht man einen Weg, wenn man an dieses fünfte Bewußtsein heran­kommt; den Weg, den der Tote zurückgeht, den macht man. Man ist aus dem Raum herausgetreten, in die Zeit eingetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, auf das Versetzen in andere Bewußtseinszustände kommt alles an. Man lernt Welten kennen, wenn man sich in andere Bewußt­seinszustände versetzt. Der Mensch lebt hier auf Erden in einer Welt, weil er nur ein Bewußtsein hat, weil er die anderen Bewußtseinszu­stände verschläft. Verschläft man sie nicht, versetzt man sich in diese anderen Bewußtseinszustände, dann erlebt man die anderen Welten. Das ist das Geheimnis des Erforschens anderer Welten, daß der Mensch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
68&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
selbst in seinem Bewußtseinswesen ein anderer wird. Denn nicht durch ein Spintisieren oder Forschen mit denselben Mitteln, die man im ge­wöhnlichen Leben hat, komrat man in andere Welten hinein, sondern durch die Metamorphose, durch die Transformation des Bewußtseins in andere Bewußtseinsformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
69&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= VIERTER VORTRAG Torquay, 14. August 1924 =&lt;br /&gt;
Das Geheimnis des Erforschens anderer Welten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch die Metamorphose des Bewußtseins&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenhang der Metallität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit anderen Bewußtseinszuständen des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Form und der Substantialität, der eigentlichen Metallität des Mineralischen habe ich gesprochen, insofern diese Dinge, wenn sie an den Menschen herantreten, Bezug haben auf seine Bewußtseinszustände. Bevor ich die Betrachtung, die sich auf einige Metallsubstanzen aus­dehnen muß, werde fortsetzen können, muß ich eine bestimmte Be­merkung einflechten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte nun leicht glauben, daß in dem, was ich gesagt habe, eine Empfehlung läge, Bewußtseinszustände, die abweichen von dem gewöhnlichen menschlichen Bewußtseinszustand des heutigen alltäg­lichen Lebens, dadurch hervorzurufen, daß man sozusagen wie eine Art Nahrungsmittel sich diese Substanzen körperlich beibringt. Und wenn von den Methoden gesprochen wird, durch die man den Weg in die geistige Welt findet, und da gesprochen wird davon, welche inner­liche Schulung, Trainierung intimer Art man durchzumachen hat, dann kommen häufig die Menschen darauf, zu sagen: Ja, ich möchte sehr gerne etwas wissen von anderen Welten, von anderen Bewußtseins-zuständen, aber das ist so schwierig, diese Übungen zu machen, die einem angeraten werden; das dauert so lange.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann beginnen wohl die Leute mit solchen Übungen. Aber dann kommt das Leben, das so voller Gewohnheiten ist, aus denen man nicht heraus möchte. Dann werden die Übungen nach und nach etwas, was an innerlichem Enthusiasmus und innerlicher Intensität verliert. Die Sache verschwimmt so allmählich im seelischen Leben. Und dann kom­men die Leute zu nichts, finden es ungeheuer unbequem, so seelisch üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu sollen. Hören sie dann, daß bestimmte, sagen wir, Metallitäten mit anderen Bewußtseinszuständen zusammenhängen, dann sagen die Men­schen leicht: Ja, das ist bequemer. Wenn ich zum Beispiel, um einen Menschen nach dem Tode zu begleiten, bloß notwendig hätte, ein wenig Kupfer einzunehmen, warum soll ich dann nicht Kupfer einnehmen, um mir denjenigen Bewußtseinszustand zu verschaffen, der es mir mög­lich macht, den Toten durch sein ganzes Seelenleben zu begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sache wird noch verfänglicher, wenn nun die Menschen ver­nehmen, daß in alten Mysterien die Sache wirklich in einer gar nicht unähnlichen Weise getrieben worden ist; daß in alten Mysterien, aller­dings unter der strengen, unaufhörlichen Aufsicht derjenigen, die In­itiaten waren, solche Dinge schon geübt worden sind. Wenn die Leute auch noch das hören, dann sagen sie: Warum sollten denn nicht diese alten Methoden wiederum erneuert werden? Aber man berücksichtigt dabei nicht, daß die Körper der Menschen bis ins Innerste hinein eben etwas ganz anderes in alten Zeiten waren, als sie heute sind. Was war denn in alten Zeiten, auch noch in jenen chaldäischen Zeiten, von denen ich gesprochen habe in diesen Tagen, bei den Menschen vor allen Dingen vorhanden, besser gesagt, nicht vorhanden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, es war unsere heutige Intellektualität nicht vorhanden. Die Menschen dachten nicht so von sich aus, wie wir heute denken, sondern die Menschen empfingen ihre Gedanken als Inspiration. Wie wir uns heute bewußt sind, daß wir das Rot der Rose nicht machen, sondern daß die Rose auf uns einen Eindruck macht, so waren sich die alten Menschen darüber klar, daß auch die Gedanken von den Dingen hereinkommen, hereininspiriert sind. Und das war deshalb, weil die Körperlichkeit eine ganz andere war in jenen alten Zeiten. Bis in die Blutzusammensetzung hinein war die Körperlichkeit eine andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so konnte es kommen, daß in jenen alten Zeiten solche Metalle, wie diejenigen sind, von denen ich gesprochen habe, in einer außer­ordentlich feinen, wir würden heute sagen, homöopathischen Hoch-potenz den Leuten beigebracht worden sind, um die Übungen der Seele zu unterstützen. Aber sehen Sie, der ganze Körper war dazumal ein anderer. Und nehmen wir nun an, solch ein Mensch in alten Zeiten, also in jenen chaldäischen Zeiten, von denen ich gesprochen habe, solch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
71&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein Mensch habe ganz hochpotenziertes Kupfer bekommen und dann die Anweisung empfangen, er solle, bevor er dieses Kupfer bekommt -das war immer so -, bestimmte Seelenübungen machen, solch ein Mensch mußte ja nicht tagelang, sondern er mußte sich jahrelang trai­nieren, bevor ihm das hochpotenzierte Kupfer verabreicht worden ist. Und dann, wenn ihm das verabreicht worden war, dann hatte er, weil seine Körperlichkeit eben eine ganz andere war, durch die Trainierung fühlen gelernt, wie dieses fein verteilte, dieses in ganz feiner, hochpoten­zierter Substanz in ihm, in seinem Blute pulsierende Kupfer in den oberen Partien wirkte. Er hatte gefunden, daß, wenn er nach dieser sorgfältigen Trainierung das Kupfer bekam, er innerlich erlebte, daß seine Worte, die er aussprach, gewissermaßen wärmer wurden, wär­mer wurden dadurch, daß er in seinem Kehlkopf und in den Nerven, die vom Kehlkopf nach dem Gehirn gehen, selber warm wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, das beruhte darauf, daß der Mensch in jenen alten Zeiten wegen seiner anderen Körperlichkeit eine feine Empfindlichkeit ent­wickeln konnte für das, was so in ihm vorging. Geben Sie in derselben Lage einem Menschen in der Gegenwart hochpotenziertes Kupfer, dann wirkt das auch. Natürlich wirkt es. Aber es bewirkt, daß er kehlkopf-krank wird, und weiter zunächst nichts. Diesen Unterschied zwischen der alten Organisation und der neueren Organisation des Menschen muß man eben kennen, dann wird man nicht mehr die Begierde und Sehnsucht entwickeln, wie es in alten Zeiten noch üblich war, ja, im Mittelalter noch vielfach geübt worden ist, durch äußeres Einnehmen sich in andere Bewußtseinszustände zu versetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, heute ist der einzig richtige Weg der, daß der Mensch sich zunächst seelisch bekanntmacht, wie ich es gestern beschrieben habe, mit der Natur, mit der Wesenheit des Kupfers, daß er sich eine feine Empfindung verschafft von der Farbe des Kupfers, wie sie ist, wenn man das Kupfer irgendwie findet, von der Farbe des Kupfers, wie sie ist, wenn man es abschleift, daß er sich eine Empfindung verschafft, wie Kupfer in Kupfervitriol und der Säure drinnen wirkt und so weiter. Wenn sich der Mensch in dieser Weise ein Gefühl verschafft, dann wirkt dieses Gefühl, über das er nun meditiert, auf das er sich konzentriert, auf den neueren Menschen in der richtigen Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun können Sie sagen: Ja, du hast aber dein Buch geschrieben «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», und da steht gar nichts drinnen, daß man sich in dieser Weise ins Kupfer versetzen soll. -Schön, es steht nicht drinnen. Aber es stehen andere Dinge drinnen. Vor allen Dingen, prinzipiell steht das schon in meinem Buche, nur nicht gerade für das Kupfer, sondern für andere Dinge. Es wird da beschrieben, wie man sich in die Natur von Kristallen, von Pflanzen und so weiter versetzen soll. Diese elementaren Übungen werden ange­geben. Dann wird allerdings nicht gesagt, man solle die Natur des Kupfers kennenlernen; denn da müßte man nicht ein Buch, sondern eine Bibliothek schreiben. Es ist das aber auch nicht notwendig; denn es werden da Übungen gegeben, zum Beispiel Übungen im Selbstver­trauen, Konzentrationsübungen in bezug auf ganz bestimmte Inhalte. Ja, die decken sich mit dem, was ich eben darstellte von der Natur des Kupfers. Man sagt nicht, man soll vor sich die Natur des Kupfers ha­ben, sondern man sagt: Versuche einmal, irgendeinen einfachen Inhalt zu nehmen und konzentriere dich auf diesen jeden Morgen und jeden Abend. Das heißt nämlich, nur mit anderen Worten ausgesprochen, sich auf die Natur des Kupfers konzentrieren. Es wird nur als Seelen-inhalt das gegeben, was man auch in Anlehnung an die Metallität geben könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sage ich jemandem: Du sollst dich auf einen bestimmten Seelen-inhalt, zum Beispiel «Im Lichte strahlt Weisheit» jeden Morgen und jeden Abend konzentrieren, dann wirkt es, wenn er das wirklich tut, in seiner Seele. Und es wirkt gerade so, als wenn ich ihm gesagt hätte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lerne die Natur des Kupfers nach allen Seiten kennen und konzen­triere dich auf das Kupfer. - Nur ist das eine Mal vom Moralischen, das andere Mal vom rein Physikalischen, Chemischen ausgegangen. Und es ist für denjenigen, der nicht gerade Chemiker ist, viel besser, wenn er auf dem moralischen Wege in die geistige Welt hineinkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So also sehen Sie, wie diese Dinge sich verhalten müssen, weil der Weg, den man gehen würde in die geistigen Welten in Anlehnung an die Wege, die in den alten Mysterien gemacht worden sind, für den heutigen modernen Menschen ganz falsch wäre. Der richtige Weg ist heute derjenige, der das äußere naturhaft Physikalische ersetzt auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
73&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eine mehr moralische, seelische Art. Denn alle Zusammenhänge des Menschen mit der Natur sind eben anders geworden unter dem Ein­flusse der Entwickelung der menschlichen Körperlichkeit. Blutzusam­mensetzung, Gewebeflüssigkeit, Konstitution, sie sind ja alle heute anders als bei dem Menschen des alten Chaldäa. Unser Körper ist ein anderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anatom kann das nicht nachweisen. Erstens arbeitet der Ana­tom heute zumeist mit Leichen. Und wenn auch jüngst bei einer Natur­forscherversammlung gesagt worden ist, um eine Art Notschrei in bezug auf die Naturwissenschaft zu erlassen: Gebt uns Leichen! - die Anatomen finden nämlich, daß sie zu wenig Leichen haben, um alle Geheimnisse zu untersuchen -, chaldäische Leichen wird es doch sehr schwer sein, sich zu verschaffen, um diese Dinge zu untersuchen! Und zweitens würde der Anatom auch nichts mit seinen groben Mitteln finden. Diese Dinge müssen schon auf geistigem Wege erforscht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir haben eine andere Körperlichkeit als die Alten. Und aus dem Grunde muß man etwas ganz bestimmtes sagen. Wir können auch heute hochpotenzierte Substanzen, Metallität zum Beispiel herstellen. Aber warum tun wir das? Ja, sehen Sie, gerade die tiefere Einsicht in das Wesen der Natur, die gibt einem die nötige Orientierung, Richtung. Wenn man den menschlichen Körper wirklich kennt, so weiß man, daß er durch alle die Metalle, die ich angeführt habe, Zinn, Kupfer, Blei und so weiter, daß er durch alle diese Metalle verändert wird. Und ich habe Ihnen ja die Veränderung zunächst durch die Veränderung der Bewußtseinszustände angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun treten aber im menschlichen Körper auch im normalen Leben, wenn ich den philiströsen Ausdruck eben gebrauchen darf, Verände­rungen auf. Sagen wir zum Beispiel, wir haben eine Veränderung in der Gegend, von der ich gestern gesagt habe, daß von ihr die Kupfer-wirkung ausstrahlt. Nun, solch eine Veränderung drückt sich aus in allerlei Störungen der Verdauungsorgane, in allerlei Störungen des Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen, Störungen desjenigen Teiles des Menschen, der vorzugsweise mit dem Stoffwechsel, mit der Verdauung, mit der Verteilung der Nahrungsmittel im Körper zusammenhängt. Jede solche Störung im menschlichen Organismus, die man eine Krankheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
74&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nennt, ist aber auch verbunden mit dem Hervorrufen eines anderen Bewußtseinszustandes. Sie müssen das nur in seiner vollen Tragweite ins Auge fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie irgendwo ein krankes Organ haben, was bedeutet das? Nun, ich habe ja gestern gesagt: In der Gegenwart hat der Mensch sei­nen wachen Bewußtseinszustand im gewöhnlichen Leben durch sein Herz; die anderen Glieder der menschlichen Organisation haben an­dere Zustände, die kommen nur nicht herauf ins Bewußtsein. - Die Gegend Ihres Kehlkopfes mit alledem, was vom Kehlkopf aus mit dem Gehirn zusammenhängt, hat den nächsten Bewußtseinszustand, den ich neben dem gewöhnlichen gestern beschrieben habe, fortwäh­rend. - Die Gegend hier, die Gegend der Verdauungsorgane, hat fort­während den Bewußtseinszustand, der einen führt längs der Zeit, die die Toten nach dem Tode durchlaufen (siehe Zeichnung Seite 76). Da geht der Mensch immer mit. Jeder Mensch erlebt das Leben derjenigen Menschen, die er kennengelernt hat, nachdem sie durch die Pforte des Todes gegangen sind. Aber er erlebt sie unter seinem Herzen, nicht im Herzen. Daher weiß er nichts davon. Daher bleibt es im Unterbewußt­sein, Unbewußten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun in derselben Gegend, in der der Mensch fortwährend das Leben der Toten in den Jahren nach dem Tode erlebt, eine Störung eintritt, wenn also eine Verdauungsstörung als Krankheit auftritt, so wird der Bewußtseinszustand da unten geändert. Unter dem Herzen tritt ein zu starkes Bewußtsein auf. Was heißt zum Beispiel, eine be­stimmte Art von Magenkrankheit zu haben? Im physischen Leben heißt es natürlich dasjenige, was der Arzt physisch beschreibt. Und das, was ich hier vertrete, wird durchaus nicht das geringste gegen die physische Medizin einwenden. Sie wird voll anerkannt und gewürdigt. Wir stehen in der Anthroposophie nicht auf dem Standpunkte des Dilettantismus und der Laienhaftigkeit, der Scharlatanhaftigkeit, wel­che die physische Medizin ablehnt, sie kritisiert oder abkanzelt und der­gleichen. Wir erkennen sie voll an. Aber daneben, daß der Mensch das an sich hat, was man in der physischen Medizin beschreibt, wenn er eine bestimmte Art von Magenkrankheit hat, wird der Mensch durch eine solche Magenkrankheit geeigneter, das Leben der Menschen nach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
75&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Tode, unmittelbar nach dem Tode zu verfolgen. Was kann man also vom spirituellen Standpunkte aus sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man beschreibt zunächst selbstverständlich, damit man die Therapie angeben kann und so weiter, die Krankheit im physischen Sinne. Aber vom spirituellen Sinne aus könnte man sagen: Der Mensch hat den Drang, mit den Toten, die er gekannt hat, mitzugehen nach dem Tode. Aber er hat nicht die Fähigkeit, in das Bewußtsein, das unter seinem Herzen liegt, hinunterzukommen. Er weiß nicht, daß er in die Region der Toten geht. Das ist die spirituelle Seite der Krankheit. Man ist magenkrank, weil man zuviel mit Toten zusammen ist. Aber in dem Augenblicke, wo man zuviel mit Toten zusammen ist, wirken die To­ten auch zu stark. Es kommt aus der Welt, von der ich gestern gesagt habe, daß sie realer ist als die physische Welt, sehr viel herein in uns. Und wenn Sie eine Waage haben, die hier unterstützt ist (es wird ge­zeichnet), hier die Waagschalen sind, und da die Waage zu stark her­untersinkt, und Sie wieder Gleichgewicht hervorrufen wollen, da müs­sen Sie auf die andere Seite ein größeres Gewicht legen. Wenn die Waage aus dem Gleichgewicht gekommen ist, müssen Sie auf die andere Waagschale ein größeres Gewicht legen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir nun an, ein Mensch hat unter seinem Herzen ein so empfindliches Bewußtsein ausgebildet - aber es bleibt ihm unbewußt -, daß er zuviel mit Toten mitgeht, dann ist das wie ein Herabsenken der einen Waagschale bei der Waage. Das wird zu stark. Da muß man ein Gewicht auf die andere Waagschale legen. Wie tut man das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn hier (es wird auf die Zeichnung hingewiesen) ein zu starkes Bewußtsein ist, muß man das Bewußtsein hier (rot) schwächer ma­chen, denn im Herzen ist die Mitte des Waagebalkens (orange). Sie müssen also hier das Bewußtsein schwächer machen in dieser Re­gion. Wie tun Sie das? Sie geben dem Menschen Kupfer. Ich habe Ihnen ja gesagt, der moderne Mensch ist so organisiert in seinem Leib, daß das Kupfer auf die Kehlkopforgane wirkt. Aber Verdauungsorgane und Kehlkopforgane stehen in so naher Verbindung miteinander, wie der eine Waagebalken mit dem anderen. Man kann das eine durch das andere regulieren. Gibt man dem Menschen entsprechend dosiertes Kupfer, so geht er zu seinem Heile wieder mehr an der Region der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
76&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 76&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Toten vorbei, während er sonst immer mehr in der Region der Toten bleibt. Das ist die spirituelle Seite der Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher muß man heute sagen: Alle Substanzen, alle Substantialitäten haben eine physische Seite und eine moralische Seite, wie ich es vorhin beschrieben habe. Die physische Seite konnte von den alten Initiaten für ihre Schüler nach langer Trainierung so benützt werden, wie ich es gesagt habe; sie darf heute nicht mehr so benützt werden. Heute gehört die moralische Substanz in das Gebiet der seelischen Entwickelung; die physische Substanz gehört dem Arzt. Und mit Bezug auf die moralische Seite handelt es sich nur darum, daß derjenige, der die physische Seite kennt, auch die Möglichkeiten hat, in die physische Seite der Substanzen tief einzudringen, daß der auch unterstützt wird von der Erkenntnis der moralischen Seite der Substanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das muß für das heutige Erkennen, für das praktische Er­kennen auf dem Gebiet spiritueller Wege streng eingehalten werden. Die physische Seite der Substantialität gehört dem Arzt; die moralische Seite gehört dahin, wo seelische Entwickelung ist. Denn die mensch­lichen Organismen haben sich eben ganz prinzipiell geändert seit alten Zeiten. Und so intim einmal der Zusammenhang war zwischen der Erkenntnis der moralischen Seite der Substanzen und der physischen, so intim muß er wieder werden, nachdem er verloren worden ist. Ich werde gleich nachher über diesen Verlust sprechen. Aber das Verhält­nis, das besteht zum Beispiel zwischen physischer medizinischer Wis­senschaft und moralischer Wissenschaft, das muß trotzdem ein anderes sein heute, als es im grauen Altertum war. In beiden Fällen muß dieses Verhältnis bestehen. Aber es ist ein anderes heute, als es im Altertum war. Und auf der Erkenntnis solcher Dinge beruht die Einsicht, welches wahre und welches falsche Wege sind in die spirituelle Welt hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Veränderungen in der Stellung des Menschen zur Erkenntnis im Laufe der Geschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, es wird uns etwas nützen, wenn wir, um das, was ich ausgeführt habe, etwas mehr zu beleuchten, einen Blick werfen auf Veränderungen, die seit langen Zeiten in der ganzen Stellung des Menschen zur Er­kenntnis vor sich gegangen sind. Gehen wir von der Gegenwart aus und gehen wir ein wenig zurück in der Entwickelung der Menschheit, um zu sehen, wie verschieden man auf dem Gebiete der Erkenntnis, der For­schung, über die Dinge gesprochen hat. Wir reden heute, wenn wir un­seren Blick auf jene großen, wunderbaren Fortschritte werfen, die in der Erkenntnis von Wärmekräften, von Elektrizitätskräften, aber auch von Kräften in lebendigen Organismen in der neueren Zeit heraufgekommen sind, wir reden von der Natur und reden von der Naturerkenntnis, von der Naturwissenschaft, in England von der Naturphilosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir dasjenige überschauen, was man in den Schulen, schon in den untersten Schulen heute, in den gewöhnlichen Primarschulen, als Natur bezeichnet, so ist das etwas außerordentlich Abstraktes. Es ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
78&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Summe von Naturgesetzen, wie man sagt, die man lernen muß, etwas außerordentlich Abstraktes. Und die Abstraktheit der Sache drückt sich ja auch im Leben aus. Denken Sie nur, wie abstrakt fühlt und empfindet heute selbst der enthusiastischste Student der Natur­wissenschaft. Er muß, sagen wir in der Botanik, viele Namen auswendig lernen von Pflanzen und Pflanzengattungen, in der Zoologie von Tie­ren und Tiergattungen. Er vergißt sie wieder, muß sie immer und immer wieder lernen, wenn er Examen machen will. Und nach dem Examen vergißt er sie erst recht. Dann schaut er sie nach, wenn er sie braucht, in den Handbüchern. Und man kann nicht gerade sagen, daß das Verhält­nis eines Menschen, der heute Botanik oder Zoologie studiert, zu Botanik oder Zoologie etwa wie das Verhältnis eines Menschen zu einer geliebten Persönlichkeit ist. Das kann man nicht sagen. Das ist heute nicht so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natur ist etwas, was im Nebel verschwimmt. Es sind viele Gesetze:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gesetze über Schwerkraft, Gesetze über Wärme, Gesetze über Licht, Gesetze über Elektrizität, Gesetze über Magnetismus, Gesetze über Dampf und Wasser und Gleichgewicht und Verschiedenheit des Gleich­gewichtes; Naturwissenschaft, Naturerkenntnis ist, was man weiß über Steine und Pflanzen. Naturwissenschaft ist auch dasjenige, von dem man sagt, daß man es nicht weiß, über das Leben der inneren Konstitution der Organe der Pflanzen, der Tiere, der Menschen, kurz, vieles, von dem man heute sagt, daß man es weiß, vieles, von dem man sagt, daß man es nicht weiß. Das ist heute Naturwissenschaft, ist Naturphilosophie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es ist etwas, dem man nicht so recht einen warmen Hände-druck geben kann, denn es ist alles verschwommen, es ist alles dünn und abstrakt gedacht. Wir strengen uns heute an, dieses Abstraktum «Na­tur» zu bezwingen. Manche sind, das können wir schon sagen, diesem Abstraktum der Natur gegenüber etwas gleichgültig geworden. Wir bewahren eine wohlwollende Neutralität, wenn wir nicht zur völligen Jugend gehören, die ja in Opposition heute stark aufmuckt gegen dasjenige, was als Naturwissenschaft in den Schulen getrieben wird; wir bekennen uns zu einer wohlwollenden Neutralität. So war es nicht immer. Und ich möchte jetzt zunächst die Erkenntnisstimmun­gen ein wenig nach älteren Jahrhunderten hin charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir zum Beispiel zurückkommen so in das 9., 10., 11. Jahrhundert,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
79&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch ins 12., 13. Jahrhundert, aber da schon sehr wenig, da kommen wir zu Menschen, die wir, wenn wir heute das Wort anwenden würden, gelehrte Menschen, Wissenschafter nennen würden. Wir kom­men da zurück zu jenen großartigen Gelehrten im Sinne der damaligen Zeit, die in der bedeutsamen Schule von Chartres im 11., 12. Jahr­hundert gelehrt haben, kommen zurück zu Bernardus Silvestris, zu Bernardus von Chartres, zu Alanus ab Insulis. Wir kommen zurück dann zu solchen Persönlichkeiten, die in der damaligen Zeit noch, ich möchte sagen, mit dem Typus des Eingeweihten unter anderen Men­schen herumgingen, mit dem Typus eines Menschen, der viel weiß um die Geheimnisse des Daseins, wie jener großartige, im Sinne des Mittel­alters noch initiierte Joachim de Fiore, oder zu jener großartigen Per­sönlichkeit, die auch in jener Zeit gewirkt hat, die der Welt bekannt­geworden ist unter dem Namen Johannes von Auville. Ich erwähne diese Persönlichkeiten, zu denen ich auch viele andere hinzufügen könnte, deshalb, um in die Zeit hineinzukommen, um die Stimmung der Zeit in bezug auf die Erkenntnis zu charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man diesen Menschen mit der Seele gegenübersteht und sie reden von Natur, dann ist das eine ganz andere Sache, als wenn wir heute von Natur reden. Wenn man heute so einen Botaniker oder einen Pathologie-Anatomen oder einen Histologen trifft, ja, man hat so selten das Gefühl, daß seine Physiognomie, die er einem entgegen­bringt, von den Geheimnissen der pathologischen Anatomie oder der Zoologie kommt. Man hat viel eher das Gefühl, wenn man heute solch einem Pathologie-Anatomen oder Histologen oder auch einem Thera­peuten entgegentritt, daß die Physiognomie eher von dem Tänzchen kommt, das er am vorhergehenden Tag da oder dort getanzt hat. Man sieht durch diese Physiognomien eher in diese artigen Verhältnisse hin­ein, als auf dasjenige, was er erlebt aus den Geheimnissen der Natur heraus. So war es ganz gewiß nicht, wenn man einem Joachim de Fiore in die Augen geschaut hat oder einem Alanus ab Insulis oder einem Bernardus Silvestris, die in jenem Zeitalter gelebt haben, von dem ich eben gesprochen habe. Es ruhte auf dem Antlitz dieser Leute etwas von einem tragischen Zug, etwas von dem, was einem sagte: Wir leben in einem Zeitalter, das viel verloren hat. - Etwas Tragisch-Trauriges,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
80&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
möchte ich sagen, lebte aus der Vertiefung in die Erkenntnis auf dem Antlitze jener Leute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben wiederum - wenn man gesehen haben würde die Finger dieser Leute, diese Finger, die der heutige dekadente Mensch nervöse Finger nennen würde, die aber in sich hatten das lebende Zeugnis davon, daß diese Leute wiederum schürfen und arbeiten wollten in den alten Geheimnissen, von denen ihr Antlitz ausdrückte, daß sie ver­loren worden sind, dann würde man bemerkt haben: in diesen Menschen arbeitet etwas, das wieder heraufbringen möchte dasjenige, was in alten Zeiten da war. Manchmal ist ihnen das gelungen. Manchmal ist es ihnen gelungen, wieder die alten Zeiten, wenn auch im Schattenbilde, herauf­zuzaubern vor ihren Schülern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann sich schon vorstellen - es ist nicht ein poetisches Bild, das ich vor Sie hinstelle, es ist eine Wirklichkeit, meine sehr verehrten Anwesenden -, man kann sich schon vorstellen die Schule von Char­tres, wo heute noch die wunderschöne Kathedrale ist, lehrend Alanus ab Insulis, sprechend zu seinen Schülern von der Natur, etwa sagend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Natur - ein Wesen, das wir nicht mehr fassen können, das sich uns entzieht, wenn wir ihm nahen wollen. Die Menschheit hat Kräfte ent­wickelt, die sie zu anderen Dingen hinführen, die aber nicht mehr fähig sind, so die Natur zu erfassen, wie die Natur in alten Zeiten von den Erkennenden erfaßt worden ist. Denn die Natur war ein mächtig großes Geistwesen, das überall gewirkt hat, da, wo die Steine im Ge­birge sich gebildet haben, da, wo die Pflanzen aus dem Erdboden her­ausgewachsen sind, da, wo die Sterne am Himmel funkelten. Überall webte ein unermeßlich großes Wesen, das sich in der Gestalt eines wun­derbaren Weibes darstellt. Das sahen die Alten mit ihrem Schauen. Wir können uns nach den Angaben, welche die Alten gemacht haben, noch Vorstellungen davon bilden, was die Natur war, dieses überall Weben, Wirken, das in allem Umgebenden, in aller Wärme, in allen Lichter­scheinungen, in allen Farbenerscheinungen, in allen Lebenserscheinun­gen lebt und webt. Aber es entschlüpft uns, wenn wir ihm nahen wollen. Denn lebend-webend ist die Göttin Natura in allem. Eine Göttin, ein göttlich-geistiges Wesen, von dem man wußte, man kann es in seiner Wesenheit nur erkennen, wenn man es anschauen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Vorstellungen machte im 12. Jahrhundert noch solch eine Persönlichkeit wie Alanus ab Insulis seinen Schülern in der Schule von Chartres klar. Aber weil man im Nebel sich auflösend diese Göttin Natura sah, mit der Lebendigkeit all dessen, was wir heute als abstrakte, tote Naturgesetze finden, weil sie einem gleich wieder entschlüpfte, deshalb war dieser tragische, traurige Zug auf den Antlitzen dieser Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann gab es etwa solche Menschen, wie der große Lehrer des Dante war, Brunetto Latini, der durch einen besonderen karmischen Fall, daß er eine Art von Sonnenstich bei einer Wanderung bekommen hat - was viel wichtiger war als der Schmerz, den er über die Vertrei­bung der Welfen aus seiner Vaterstadt bekommen hatte -, der dadurch, daß sein Bewußtseinszustand infolgedessen ein anderer geworden war, noch wahrnehmen konnte diese Göttin Natura, wie er es in seinem Buche «Tesoretto» beschreibt. Und er schildert ganz anschaulich, in lebendiger Imagination, wie er auf dem Heimweg nach seiner Vater­stadt Florenz durch einen öden Wald kommt, wie er in diesem öden Wald an einen Berg herantritt, auf diesem Berge wirkend sieht die Göttin Natura, wie die Göttin Natura nun ihn aufklärt, was die menschliche Seele im Denken, Fühlen und Wollen ist, wie sie ihn aber auch aufklärt, was die vier Temperamente des Menschen ihrem Wesen nach sind, wie sie ihn auch aufklärt, was die fünf Sinne des Menschen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war alles eine wirkliche geistig-seelische Unterweisung, eine Realität, die er durchmachte unter dem Einfluß eines pathologischen Zustandes, als er von Spanien wiederum zurückkehrte nach seiner Va­terstadt Florenz. Und als er das alles durchgemacht hatte, sah er das Weben und Wesen der vier Elemente, Feuer, Erde, Wasser, Luft, sah das Weben und Wesen der Planeten, das Hinausgehen der menschlichen Seele in den Sternenhimmel. Das alles sah er unter dem Einfluß einer Geistlehre, die ihm zukam von der Göttin Natura.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles schildert ein Mensch der damaligen Zeit so anschaulich, wie es der heutigen Sprache nur irgend noch möglich ist. Zugleich aber hat man das Gefühl, er empfindet: Die anderen, die Alten haben das noch ganz anders gewußt; es entschlüpft einem heute immer. Man&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
muß sogar in einen herabgestimmten, pathologischen Zustand kommen, wenn man in diese Geheimnisse noch hineinschauen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ein ungeheurer Drang war in diesen Menschen, wiederum her­aufzuzaubern so etwas, wie es die wirkliche Gestalt der Natura ist. Und sehen Sie, wenn wir so diesen Gang zurückmachen im mensch­lichen Empfinden, im menschlichen Denken gegenüber der Erkenntnis, dann haben wir das Gefühl: Nun ja, wir stehen auch heute vor der Natur, aber wir bezeichnen sie mit einem Namen, der etwas ganz Abstraktes, eine Summe von Gesetzen ist. Wir sind stolz darauf, wenn wir diese Gesetze nur einigermaßen in einer Harmonie zusammen­fassen. Wir gehen einige Jahrhunderte zurück. Wir schauen ein leben­diges Verhältnis, das der Mensch zu einem göttlichen Wesen hatte, das webte und lebte und all dasjenige wirkte, was an Erscheinungen auf­trat: den Aufgang der Sonne, den Untergang der Sonne, die Erwär­mung der Steine, die Erwärmung der Pflanzen, die all das im leben­digen Weben und Treiben wirkt. Denken Sie, was das für eine ganz andere Wissenschaft ist! Die Wissenschaft enthielt die Taten der Göttin Natura. Es war schon auch ein Unterschied zwischen der Stimmung, wenn die Studenten von Chartres herauskamen - Zisterziensermönche waren sie zumeist -, und derjenigen Stimmung, die heute Studenten haben, welche aus der Schule herauskommen. Es war schon etwas an­deres und etwas Lebendigeres, etwas Wesenhafteres. Und ganz lebendig Wesenhaftes wird es eben in solchen Schilderungen wie der des Brunetto Latini, des großen Lehrers des Dante.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß das lebendig war, kann man sich ja vorstellen, denn all die herrlichen Bilder und Gestalten, die Dante in seiner «Commedia» hingemalt hat, sind ja hervorgegangen aus den lebendigen Schilderun­gen seines durch einen karmischen Fall eingeweihten Lehrers Brunetto Latini; wie ja auch viel von dem, was dann in solchen Schulen wie Chartres und anderen gelehrt worden ist, hervorgegangen ist aus sol­chen Eingeweihten wie Joachim de Fiore und anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hat dazumal den Ausdruck «Natura» gebraucht, aber nicht so abstrakt wie wir, sondern für etwas, was da ist, was in den äußeren Sinneserscheinungen wirkt, aber sich zurückzieht, einem entschlüpft. Und dann war noch etwas anderes. Nehmen Sie an - wiederum schildere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
83&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich nicht ein poetisches Bild, sondern etwas, was durchaus Rea­lität war -, nehmen Sie an, man wäre schon als ein etwas bejahrter Student im Kolleg gesessen, so nennt man es ja wohl auch, des Alanus ab Insulis. Man hätte das mitgemacht, was da sich abgespielt hat. Die Studenten wären entlassen worden, und man wäre mit Alanus ab Insulis einsam auf einem Spaziergang weitergegangen, das besprechend, was vorgekommen war. Was hätte man da erfahren?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, solch ein Gespräch hätte eine besondere Form annehmen können. Man hätte sprechen können von dieser Göttin Natura, die einem sich offenbart in den Erscheinungen der äußeren physisch-sinnlichen Welt, die einem aber entschlüpft. Dann würde Alanus ab Insulis, wenn er nun auch warm geworden war in der seelischen Unterhaltung, einem auf die Schulter geklopft haben und gesagt haben: Ach, hätten wir noch jenen Schlafzustand, den die Alten hatten, dann würden wir die andere Seite, die verborgene Seite der Göttin Natura kennenlernen. Aber wir schlafen ja hinein in das Unbewußte, wo sich den Alten gerade die andere Seite der Natur geoffenbart hat. Könnten wir noch so schlafen, so hellsichtig schlafen wie die Alten, dann würden wir die Göttin Natura kennen. - So sprechend, hätte einem Alanus ab In-sulis auf die Schulter geklopft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wäre man auch in einem solchen Falle in ein vertrauliches Ge­spräch mit Joachim de Fiore gekommen, dann hätte er nach einiger Zeit gesagt: Ja, es wird uns schwer, gegenüber unserem inhaltsarmen Schlafe, der das Bewußtsein ganz herabdämpft, die andere Seite der Natura, der großen Göttin kennenzulernen, die da schafft und webt in allem Schaffenden und Webenden. Die Alten haben sie gekannt nach ihren beiden Seiten. Und weißt du - würde er einem gesagt haben -, die Alten haben nicht das Wort «Natura» gebraucht. Sie haben nicht gesagt von dem Wesen, das wir heute mehr ahnen, als daß wir viel von ihm wissen, es ist die Göttin Natura. Sie haben ein anderes Wort gebraucht. Sie haben das Wort «Proserpina» gebraucht. Das ist die Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Davon hat man auch in der damaligen Zeit noch gewußt. Unsere abstrakte Natur, die wir in den Ideen tragen, ist die Umwandlung dessen, was ich Ihnen eben beschrieben habe. Und was gelebt hat in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
84&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Seelen von Persönlichkeiten wie Bernardus Silvestris, Alanus ab Insulis, Johannes von Auville, und in solchen Persönlichkeiten vor allen Dingen wie Brunetto Latini, was in ihnen gelebt hat, ist die Um­wandlung dessen, was die Alten in der Proserpina gesehen haben, der Tochter der Demeter. Demeter, das ganze Weltenall, Proserpina, es ist schon ganz philiströs, wenn man nun das neuere Wort ausspricht, Proserpina, die Natur. Die Natur, die nur die Hälfte ihrer Zeit auf der Oberwelt bleiben kann, das heißt, ihre physisch-sinnliche Seite zuwendet dem Menschen, die andere Hälfte des Lebens hinuntersteigt in jene Regionen, die der Mensch mit dem Schlafe erreicht, die er aber, weil der Schlaf wesensinhaltslos geworden ist, in der neueren Zeit nicht mehr erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Naturerkenntnis ist, ohne daß man ihr das heute in ihrer Abstraktheit ansehen könnte, eine Nachahmung desjenigen, was in dem Proserpina-Mythos im alten Griechenland lebte. Daß das emp­funden wurde von den Persönlichkeiten mit dem tragischen Antlitz, deren Namen ich Ihnen angeführt habe, daß das in jener Zeit selbst noch empfunden werden konnte, das ruft schon eine Vorstellung da­von hervor, wie die Wege der Erkenntnis sich geändert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die richtige Färbung von so etwas, wie ich es auch heute wie­derum im ersten Teil meiner Rede gesagt habe, die richtige Färbung dafür bekommt man doch nur, wenn man so zurückblickt auf die Art und Weise, wie einmal Erkenntnis war. Nicht um alte Erkenntnisse wiederum heraufzubeschwören, sondern um ein Gefühl hervorzurufen, was einmal Erkenntnis war, gebe ich solche Schilderungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bilder aus alten Zeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man in der Seele den Ausspruch festhalten will, den etwa Joachim de Fiore oder Johannes von Auville, einem auf die Schultern klopfend, im Mittelalter sagen konnte: Was wir heute als Natur ansehen, oder was auch entschwindet, weil wir es nicht erreichen können auf der anderen Seite des Lebens, das war einstmals Proserpina -, und wenn einem der Proserpina-Mythus, als Mythus ist er ja nur erhalten, in der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
85&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seele aufersteht, dann drängen sich heran an diese Eindrücke wieder­um die Bilder noch älterer Verhältnisse. Es sind die Bilder aus jener Zeit, in der nicht die abstrakte Natur, nicht die in tragischer Stim­mung empfundene Göttin Natura gelebt hat unter den Menschen, in den Seelen, sondern in der gelebt hat die hellstrahlende auf der einen Seite, die tragische Göttin auf der anderen Seite: Proserpina-Perse­phoneia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wie lebte sie in gewissen Zeiten der Erkenntnis, in jenen alten Zeiten, in denen sie noch voll lebendig war? Es waren nicht die Zeiten, meine sehr verehrten Anwesenden, in denen Plato über Philosophie geschrieben hat, in denen Sokrates über Philosophie gesprochen hat, nein, es waren nicht diese Zeiten. Es waren noch viel ältere Zeiten, alte Zeiten, in denen Erkenntnis etwas ungeheuer viel Lebendigeres unter Menschen war, als sie später selbst in den erleuchteten Zeiten des Griechentums geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuchen wir, es im Bilde vor unsere Seele zu stellen, um in diesem Bilde wachzurufen, was einmal im Verlaufe der Menschheitsentwicke­lung Erkenntnis war, um das richtige Licht auf dasjenige zu werfen, was wir schon auseinandergesetzt haben vom gegenwärtigen Gesichts­punkt und noch weiter auseinandersetzen werden in diesen Vorträgen. Versuchen wir einmal, ein kleines, natürlich nur unvollkommen ge­schildertes Bild hervorzurufen von jener Art von Mysterien, in die noch der griechische Philosoph Heraklit eingeweiht war, der «der Dunkle», «der Finstere» genannt wird, weil schon dunkel geworden war in der späteren Zeit, seelisch dunkel, dasjenige, was er empfangen hatte aus jenen Mysterien heraus. Versuchen wir einmal ein Bild vor unsere Seele hinzumalen aus der Zeit der Mysterienentwickelung, aus der das Griechentum vor allen Dingen geschöpft hat, geschöpft hat in bezug auf seine Phantasie, geschöpft hat auch in bezug auf die Aus­gestaltung seiner Mythen. Versuchen wir uns ein Bild vor die Seele zu stellen von den Ephesischen Mysterien, von den Mysterien von Ephesus, in denen ja auch noch Heraklit, der Dunkle, eingeweiht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren allerdings in Ephesus uralte Erkenntnisse noch herrschend, aber sie waren auch bewahrt in Ephesus bis in jene Zeiten hinein, in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
denen Homer gewirkt hat, ja, bis in die Zeiten hinein, wenn auch dann schwächer, in denen Heraklit eingeweiht worden ist. Es waren solche alten Mysterien in der allerstärksten Lebendigkeit vorhanden. Und es waren schon starke, mächtige Initiationsströmungen, die erflossen in jenem Tempel, der geschmückt war an seiner Ostseite mit jenem Bild­nis, das ja auch der Welt bekanntgeworden ist, mit dem Bildnisse der Göttin Diana, der Göttin der Fruchtbarkeit, die in ihrer Bildhaftigkeit die in der Natur überall strotzende Fruchtbarkeit zum Ausdrucke bringt. Und es wurden schon große Geheimnisse des Daseins, tief spirituelle Geheimnisse in die menschlichen Worte hineingezogen, wenn die Ge­spräche geführt wurden, etwa unmittelbar nachdem die an den Myste­rien Teilnehmenden ihre mächtigen Impulse empfangen hatten bei den Kulten und bei den Einzelheiten der Kulte im Tempel von Ephesus. Und es waren tiefe Gespräche, die das dann fortsetzten, wenn die am Kultus Teilnehmenden herausgetreten sind aus diesem Tempel und dann, etwa gerade dann, wenn die äußere Welt am fruchtbarsten ist für solche Dinge, in der Abenddämmerung, jenen Weg angetreten ha­ben, der von der Tempeipforte hineinführte in eine Waldung, die wun­derbare Gänge hatte, in jene Waldung, mit schwärzlich-grünen Bäumen bewachsen, wo sich die Wege in schöner Perspektive nach den ver­schiedenen Seiten von Ephesus verloren. Gespräche von solcher Art möchte ich in ein unvollkommenes Bild bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war es so, daß derjenige, der von der einen Seite initiiert war in die Geheimnisse von dazumal, dann wohl ins Gespräch kam mit einem Schüler oder einer Schülerin. Denn bemerkt werden muß, daß in jenen alten Zeiten die Gleichberechtigung des männlichen und weib­lichen Geschlechtes, gerade in denjenigen Zeiten, nach denen sie sogleich abgenommen hat, viel lebendiger war, als sie etwa in unserer Zeit ist. So daß wir ebensogut von Schülerinnen in Ephesus sprechen können wie von Schülern, in gleicher Weise. Und gerade der Proserpina-, der Persephoneia-Mythus in seiner spirituellen Gestalt war in jenen Ge­sprächen ganz lebendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wie wurde solch ein Gespräch über den Proserpina-Mythus geführt? Da war zunächst, sagen wir etwa der Lehrer, der eingeweihte Priester, der da aus dem, was er an Impulsen empfangen hatte, reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
87&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
konnte über die Geschehnisse in der Formenwelt, reden konnte über die Geschehnisse, die sich abspielen zwischen Wesenheiten, und etwa aus dieser Einweihung heraus das Folgende zu seinem Zögling sagen konnte: Sieh einmal, wir gehen durch die Dämmerung. Der Schlaf, der die göttliche Welt schaubar, sichtbar macht, er wird bald beginnen. Schaue dich an in deiner ganzen menschlichen Gestalt. Da drunten sind die Pflanzen; um uns herum ist der in der Dämmerung schattende, in seinem grünen Dämmerdunkel wunderbare Wald. Schon beginnen oben die ersten funkelnden Sterne sich zu zeigen. Schaue einmal das alles an. Schaue die Majestät, die Größe, aber auch das Sprießende, Spros­sende des Lebens oben und unten. Und dann schaue dich selbst an. Bedenke, wie in dir lebt und webt ein ganzes Weltenall, wie in alle­dem, was in dir zirkuliert, in alledem, was in dir sein Dasein in Ge­schehnissen hat, eine Fülle von Tatsachen, eine Fülle von Wesensver­wandlungen in jedem Augenblicke vorhanden ist. Fühle, wie du selber eine ganze Welt bist, die geheimnisvoller, großartiger, wenn auch dem Raume nach kleiner ist als das Universum, das du von der Erde bis zu den Sternen überschaust. Fühle das. Fühle dich als Mensch als eine Welt, als eine Welt, die eine größere Fülle hat als die Welt, die du mit deinen Augen schaust, mit deinen Gedanken umfängst. Fühle die Welt in dir innerhalb deiner Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann empfinde, wie du jetzt aus deiner Welt herausschaust in die Welt, die von der Erde bis zu den Sternen reicht. Du wirst dann vom Schlaf umfangen sein. Dann wirst du nicht in deinem Leib, nicht in deiner Welt sein, dann wirst du in der Welt sein, die du jetzt über-schaust von der Erde bis zu den Sternen. Dann wirst du aus dir heraus­gegangen sein mit deinem seelisch-geistigen Teil. Dann wirst du in der Sternenstrahlung, in der Erdenausdünstung leben. Dann wirst du mit dem Winde gehen. Dann wirst du mit dem Sternenstrahl denken. Dann wirst du in deiner Außenwelt leben und wirst zurückschauen auf das­jenige, was du als eine Welt in dir bist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es konnte in jenen alten Zeiten noch so gesprochen werden von dem Lehrer zu dem Zögling, denn es war eben noch das äußere An­schauen während des Tagwachens nicht so konturiert, sondern so, wie ich es Ihnen beschrieben habe. Und es war das Schlafen noch nicht von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
88&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
völliger Finsternis durchdrungen. Es war das Schlafen noch von Erleb­nissen über Erlebnissen durchdrungen, und man wies hin auf Erleb­nisse, wenn man auf den schlafumfangenen Zustand hinwies: Um dich ist jetzt Proserpina oder Persephoneia, Kore. Kore lebt in den Sternen. Kore lebt in den Sonnenstrahlen und Mondenstrahlen. Kore lebt in den aufwachsenden Pflanzen. Überall ist es Persephoneias Wirksam­keit, die da lebt, denn sie hat das Kleid gewoben, aus dem alles das ist. Und hinter alledem ist Demeter, ihre Mutter, für die sie das Kleid gewoben hat, das du jetzt schaust als äußere Welt. Natura würde man nicht gesagt haben. Persephoneia oder Kore würde man gesagt haben, hat man gesagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und siehe, wenn einer länger wach bleiben wird als du - so sagte der Lehrer zu seinem Zögling -, dann wird der, während du schläfst, dasjenige, was äußerlich als Gestalt der Proserpina in Pflanzen, in Bergen, in Wolken, in Sternen auftritt, ebenso sehen wie du. Denn das ist die Illusion, wie man das sieht. Nicht die Proserpina ist die Illusion, nicht dasjenige, was sie schafft in Bergen und Pflanzen und Wolken und Sternen ist Illusion, sondern so wie du schaust, das ist die Illusion. Und du wirst schlafen. Durch deine Augen, durch dieses wunderbare Daseinsrätsel Auge wird in dich einziehen Kore-Perse-phoneia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es wurde das so lebendig hingestellt, weil es so lebendig erlebt wurde, daß der Einschlafende nicht bloß fühlte: jetzt erlischt mein Sehvermögen, jetzt erlischt mein Hörvermögen - nicht bloß fühlte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
jetzt höre ich auf, wahrzunehmen -, sondern daß der Einschlafende wahrnahm, wie untertauchte Persephoneia durch das Augenpaar in den Leib, in den physischen Leib, in den ätherischen Leib, die von dem Seelisch-Geistigen im Schlafe verlassen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oberwelt, man ist in ihr im Wachen; die Unterwelt, man ist in ihr im Schlafen. Persephoneia ist durch das Auge in den schlafenden physischen und Ätherleib eingezogen. Persephoneia ist bei Pluto, dem Herrscher über den Schlafzustand im physischen und ätherischen Leibe. Die Wirksamkeit des Pluto im Vereine mit Persephoneia, die unter-getaucht ist in den physischen und Ätherleib während des Schlafes, die Tätigkeit des Pluto mit Persephoneia erlebte der schlafende Zögling,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
89&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der durch diese Direktion, die er bekommen hatte dadurch, daß ihm der Einzug der Kore durch die Tore der Augen klargemacht wor­den war, der das ins Lebendige umgesetzt hat und im Schlafe nun die Taten des Pluto und der Persephoneia erlebte. Der Zögling erlebte dies, während sein Lehrer anderes Entsprechendes erlebte, das mehr zusammenhing mit den Formdingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann, wenn sie wieder zusammenkamen, dann hatten sie beide ihre Geheimnisse erlebt. Dann konnten sie sprechen über eine Pflanze, über einen Baum. Dann schilderte wohl der Lehrer, wie sich die Formen bilden, denn das hatte sich ihm gerade dargestellt während des Schlafes. Dann drang er ein in die Formen der Blätter, des Stammes, in die Figuration der Welt, in jene Figurationen, die sich sozusagen von oben nach unten senken. Und vielleicht hatte der Zögling das andere erlebt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er konnte vielleicht dasjenige erlangen, wovon der Lehrer sprach, wenn er von den Geheimnissen des Chlorophylls, von den Geheimnissen der Pflanzensäfte, die von unten nach oben in der Pflanze sich ausbreiten, erzählte. So ergänzten sich wunderbar die Gespräche, indem im leben­digen Umfassen der Göttin Proserpina, die die andere Seite zeigte den Menschen während des Schlafens in der Unterwelt, diese Geheim nisse in die menschliche Seele herein sich offenbarten. Und so lernte in jenen alten Zeiten der Schüler von dem Lehrer, der Lehrer von dem Schüler. Denn auf der einen Seite waren die Offenbarungen geistig­seelisch, auf der anderen Seite seelisch-geistig. Und ein Gespräch, das in dieser Weise unter Menschen sich abspielte, gab in Menschengemein­schaft, in gemeinschaftlichem menschlichem Erleben die höchsten Er­kenntnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man war, indem man diese höchsten Erkenntnisse erlebte, in­dem man des Morgens wiederum die Morgendämmerung herankommen sah, von Osten herüber erglänzend das Tagesgestirn erlebte, hinein­erglänzend in den dunklen grünen Wald - mit seiner wunderbaren Perspektive verlaufend -, man war ein Stündchen über das eine oder andere in dem Reiche, das wir heute das Reich der Natur nennen, auf­gelebt; alles das floß im Gespräche zusammen. Und man war sich klar darüber, daß das alles der Umgang mit Persephoneia war. Man war sich klar darüber, daß dasjenige, was dann sich eingegliedert hat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
90&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in den Persephoneia-Mythus, daß das das Geheimnis der menschlichen Naturerkenntnis ist. Und es waltete ein Zauber, den ich Ihnen nur un­vollkommen andeuten konnte, über den Gesprächen, die geführt wur­den in Anlehnung an die Mysterien von Ephesus; es waltete dieser Zauber in den Gesprächen. Und in jenen Gesprächen lebten die Perse­phone-Erkenntnisse, lebten darin in aller Lebendigkeit, die dann ab­geschattet wurde zu dem, was wir heute als das Abstraktum «Natur» haben, und worüber tragische Trauer auf dem Antlitz trugen Menschen wie Joachim de Fiore.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wege in die menschliche Spiritualität und in die Spiritualität des Kosmos hinein, wir verstehen sie nur, wenn wir nicht nur auf die einzelnen Bewußtseine, die der Mensch erreichen kann, charakterisie­rend hindeuten, sondern wenn wir darauf hinschauen, wie im Laufe der Menschheitsentwickelung die Bewußtseine sich nach und nach me­tamorphosiert haben, wie andersartig die Erkenntnisse waren, welche lebten in den Gesprächen, die da führten diejenigen, die herausgingen aus dem Tempel von Ephesus - die wunderbaren Gespräche; und wie anders geartet die Gespräche waren, die da führten die Menschen mit Persönlichkeiten wie Joachim de Fiore, wie Alanus ab Insulis; und wie anders die Erkenntnisse heute sind, die wir wieder suchen müssen, um aus dem Äußeren in das Innere zurückzukommen, aus dem Oberen in das Untere, zurück aus dem Inneren in das Äußere, zurück aus dem. Unteren in das Obere zu kommen auf geistige, spirituelle Art. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= FÜNFTER VORTRAG Torquay, 15. August 1924 =&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;G243,1969,SE091 Das Initiatenbewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;TI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FÜNFTER VORTRAG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torquay, 15. August 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das innere Beleben der Seele durch die Eigenschaften des Metallischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kupferzustand des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe versucht, auf der einen Seite zu zeigen, wie der Mensch zu anderen Bewußtseinszuständen kommt, als diejenigen sind, die er im gewöhnlichen Leben des heutigen Alltags hat. Und ich hatte dann ver­sucht zu zeigen, wie der historische Gang der Menschheitsentwickelung aufweist, daß die Menschheit nicht immer in demselben Bewußtseins­zustande erkennend und handelnd gelebt hat, in dem sie heute lebt. Ich habe dann Ihren Blick versucht hinzulenken auf die Bewußtseins­zustände der Erkennenden im 10., 11., 12. Jahrhundert im Zusammen-hange mit der Art und Weise, wie damals die Erkenntnis gepflegt wor­den ist, zum Beispiel von der Schule von Chartres, und ich habe darauf hingewiesen, wie im Zusammenhange damit Erkenntnisse entstanden sind, die nicht den heutigen Bewußtseinszuständen angehören, etwa bei einer Persönlichkeit wie dem großen Lehrer Dantes, bei Brunetto La­tini. Ich habe dann gestern versucht, weiter zurück den Blick zu len­ken auf die besondere Art und Weise, wie sich der Mensch zur Welt verhalten hat etwa in den Mysterien von Ephesus. Wir sehen da, wie die Menschen durchaus in anderen Bewußtseinszuständen gelebt haben, wenn auch diese ziemlich verwandt sind dem gegenwärtigen alltäg­lichen und wissenschaftlichen Bewußtsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun möchte ich heute in jener Betrachtung fortfahren, in welche das Historische zunächst eine Art von Episode hineingebracht hat. Ich habe bemerkt, wie die Metallität, die eigentliche Substantialität des Mineralischen im Verhältnisse zum Menschen und zu seinen Bewußt­seinszuständen steht. Aus der Verwandtschaft des Menschen mit dem, was man als das Metall Kupfer bezeichnet, habe ich jenen Bewußtseinszustand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
92&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Menschen ersichtlich gemacht, der erreicht werden kann so, wie ich es beschrieben habe, der dann zu der Möglichkeit führt, die Erlebnisse des Toten, des sogenannten Toten über den Zeitpunkt hin­aus zu verfolgen, da er durch die Pforte des Todes gegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun müssen wir uns darüber klar sein, daß durch jenes halbpatho-logische Erlebnis, das ich Ihnen angedeutet habe, durch eine Art Son­nenstich, Brunetto Latini etwa in eine solche Art der Erkenntnis, wie ich sie Ihnen ja vorgestern beschrieben habe, hineingekommen ist. Und in der Tat, was er beschreibt, was ihm durch die Inspiration der Göttin Natura geworden ist, das kann ja erreicht werden in diesem, unserem gewöhnlichen Zustande nächstverwandten Bewußtseinszustand - denn es ist ein unserem gewöhnlichen Bewußtseinszustand sehr verwandter -, der da verfolgt die Erlebnisse, die die Toten unmittelbar in den Jahren durchmachen, nachdem sie durch des Todes Pforte gegangen sind. Und ich sagte, es ist ein viel realerer Zustand. Man steht da drinnen in einer Welt, die stärker drückt, stärker leuchtet, die alles stärker vollbringt als unsere gewöhnliche physische Welt. Nur dadurch, daß das so ist, kann man dasjenige mitmachen, was der durchmacht, der vor kurzem durch des Todes Pforte gegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber diese Welt, sie zeigt ja zugleich etwas ganz Besonderes. Wenn man sich in dieser Welt, die ich so beschrieben habe, befindet, dann kann man in dem Augenblicke, in dem man in diesem Bewußtseins-zustande ist, nicht hinschauen auf seine gewöhnlichen Tageserlebnisse, auf dasjenige, was man im gewöhnlichen Leben durchmacht, sondern man sieht von seinem eigenen Leben nur das, was unmittelbar dem Be­treten des Erdenlebens vorangegangen ist, was man durchgemacht hat noch in der geistigen Welt, bevor man das Erdenleben betreten hat. So daß man also sagen muß: Mit diesem Bewußtseinszustande ist man für den Menschen gar nicht in derselben Welt, in der man gewöhnlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich das graphisch vor. Wenn man in diesem Zeitpunkt ge­boren ist (es wird gezeichnet) und nun weiterlebt: In dem Augenblicke, wo man, wenn ich es so nennen darf, in den Kupferzustand kommt -Sie verstehen das nach dem vorgestrigen Vortrage -, ist man nicht, wenn man zum Beispiel vierzig Jahre alt geworden ist, mit seinem Erkennen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
93&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in der Gegenwart. Man ist aber auch nicht mit seinem Erken­nen etwa im fünfunddreißigsten oder dreißigsten Jahre, sondern man kann nur zurückgehen zu dem, was man in der geistigen Welt vor seiner Geburt unmittelbar erlebt hat. Man kann das für sich, man kann das für andere Menschen, man kann aber nicht dasjenige erfassen, in dem man im Alltag drinnensteht. Das gilt aber nur wiederum für den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Tiere gilt das, daß man zwar nicht dasjenige, was sie phy­sisch sind in der physischen Welt, so sieht wie sonst, sondern man sieht hinauf in die nächste Welt und sieht das, was ich Gattungs- oder Arten-seele genannt habe. Man sieht gewissermaßen die Aura der Tiergattun-gen. Aber man sieht überhaupt, wenn man dann hinausschaut in die Welt, diese Welt verändert, und man lernt etwas erkennen, was eigent­lich recht wichtig ist für die Menschheit, aber im gegenwärtigen, mate­rialistisch gesonnenen Zeitalter gar nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man mit alledem, was man heute lernen kann bis hinauf in die höchste Universitätswissenschaft aller Fakultäten, vor dasjenige Wesen hintritt, das ja noch da ist als Göttin Natura, von dem im le­bendigen Sinne die Lehrer der Schule von Chartres gesprochen haben, gesprochen hat Bernardus Silvestris, Alanus ab Insulis und andere, wenn man vor dieses Wesen hintritt, dann fühlt man sich gerade mit seinem heutigen Erkennen in einer recht unwissenden Stimmung. Denn man sagt sich: Du weißt ja eigentlich nach dem heutigen Wissen und Erkennen nur etwas, was auf diejenige Welt, die du zwischen Geburt und Tod durchlebst, Bezug hat, und was schon nicht mehr wahr ist, wenn du nur in die nächste spirituelle Welt mit deinem Bewußtsein so untertauchst, daß du den Toten noch über den Tod hinaus verfolgen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir lernen Chemie. Aber das, was wir in der Chemie lernen, das gilt nur für die Welt, in der wir leben zwischen Geburt und Tod. Die ganze Chemie hat keine Bedeutung in der Welt, in der man den Toten nach dem Tode verfolgt. Alles, was man hier lernt in der physischen Welt, hat für jene Welt gar keine Bedeutung, es ist nur eine Erinnerung, wenn man darinnen ist in jener Welt. Und diese Welt, in der man dann darinnen ist, die geht einem eben sogleich auf und man fühlt, die Welt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
94&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in der man so viel gelernt hat, diese alltägliche Welt, die schwindet. Die andere Welt geht sogleich auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, wir haben in dieser Welt, in der wir zwischen der Geburt und dem Tode stehen, einen Berg. Der Berg ist uns für diese Welt recht dicht. Wir schauen ihn zunächst von der Ferne. Er wirft uns das Licht zurück, das ihm die Sonne gibt. Wir sehen ihn in seinen Formen, in seinen Konturen. Wir gehen hin. Wir kommen ihm näher und immer näher. Wir fühlen, daß er uns Widerstand bietet, wenn wir ihn betreten. Er macht auf uns den Eindruck des Realen. Jetzt sind wir in einer anderen Welt. Alles das, wovon wir gesagt haben, es ist fest, das hört auf, scheint es, eine Bedeutung zu haben, und es ist etwas, was wie aus dem Berg herauskommt, immer größer und größer wird, was uns den Eindruck macht einer anderen Realität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weiter, wir sehen, wenn wir hier in der alltäglichen Welt ste­hen, über dem Berg die Wolke. Wir sind überzeugt, die ist da oben als zusammengedichteter Dunst. Sie hört ebenso auf, ihre Realität zu haben. Wiederum etwas ganz anderes kommt heraus aus dieser Wolke. Was da herauskommt, verbindet sich mit dieser nach und nach verschwin­denden Wolke und dem Berg, und etwas Neues kommt heraus, eine neue Realität ist da, was nicht etwa bloß ein Nebel ist, sondern was Ge­stalt hat. Und so mit allen Dingen. Wir sehen eine Menge Dinge hier, zum Beispiel viele Menschen. In dem Augenblick, wo sie in die geistige Welt eintreten, verschwinden die scharfen Konturen. Sie müssen sich schon zu dem Gedanken bequemen, meine Damen, daß man all Ihre schönen Kleider dann nicht mehr sieht. Dagegen ersteht aus alledem, was da sitzt, das Seelisch-Geistige. Aber aus der Umgebung kommt dasjenige heran, was geheimnisvoll in Luft und in der ganzen Umgebung waltet. Das kommt heran. Eine neue Welt entsteht. Und in dieser Welt ist der Tote nach dem Tode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nun werden wir ein anderes gewahr. Wir bemerken ein ande­res. Wenn diese Welt nicht wäre, in die wir jetzt eingetreten sind, wenn diese Welt nicht überall auch vorhanden wäre, wo die Welt vorhanden ist, die wir zwischen Geburt und Tod durchblicken, dann hätten wir keine Augen und keine Ohren, überhaupt keine Sinne als Menschen. Denn die Welt, die der Chemiker beschreibt, der Physiker beschreibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
95&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die kann uns keine Sinne geben. Wir wären ganz ohne Sinne, wir wären blind und taub. Die Sinne würden sich nicht in uns bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das ist das Uberraschende gewesen, als dieser Brunetto Latini von Spanien herübergekommen ist, in die Nähe seiner Vater­stadt Florenz gekommen ist und diesen leisen Sonnenstich hatte und dadurch versetzt wurde in diese andere Welt. Da merkte er: Deine Sinne hast du aus dieser anderen Welt. Du wärest als Mensch sinnen-los, wenn diese andere Welt nicht durchdränge die gewöhnliche Welt, die du sonst siehst. Du steht also als Mensch dadurch, daß dir deine Sinne eingesetzt sind in deinen Körper, im Zusammenhang mit dieser zweiten Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zu allen Zeiten hat man diese zweite Welt - wir können den Ausdruck beibehalten - die Welt der Elemente genannt. Da drinnen hat es keinen Sinn, zu sprechen von Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und so weiter. Davon können wir reden zwischen Geburt und Tod. Da drinnen hat es nur einen Sinn, zu sprechen von den Elementen Erde, Wasser, Luft, Feuer und Licht und so weiter. Denn das Spezifische von Wasserstoff, Sauerstoff und so weiter hat gar keinen Bezug zu unseren Sinnen. Was der Chemiker findet an dem Geruch von Veilchen oder von asa foetida, daß das eine einen sehr sympathischen, das andere einen höchst unsympathischen Geruch hat, was da chemisch gefunden wird, mit Namen von Stoffen bezeichnet wird, hat keine Bedeutung. Dagegen ist das alles, was da wirkt als Geruch, durchgeistigt. Luft-förmig müßte man es bezeichnen im Sinne der Welt, in die der Tote unmittelbar nach dem Tode eintritt, aber differenzierte Luft, überall durchgeistigte Luft. So daß unsere Sinne wurzeln in der Elementen-welt, in der Welt, wo es noch einen Sinn hat, von Erde, Wasser, Feuer, Luft zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, da kommt uns gegenüber einem falschen Gedanken der richtige Gedanke. Wie verhält sich der moderne Philosoph, der ja, wie er selber sagt, verständig, vernünftig geworden ist, der die Naivität der Anschauungen früherer Zeiten überwunden hat? Er sagt: Nun, die An­schauungen früherer Zeiten waren grob. Die haben nur von den groben Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft gesprochen. Wir wissen, daß es sieb­zig bis achtzig Elemente gibt, nicht vier oder fünf. - Würde ein Grieche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
96&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auferstehen - so wie er damals war, nicht in Wiederverkörperung -und würde sich das sagen lassen müssen, dann würde er sagen: Ja, ganz gewiß, ihr habt ja Sauerstoff, Wasserstoff und so weiter, das sind eure Elemente. Aber ihr habt vergessen, was wir in unseren vier Elementen hatten. Das seht ihr nicht mehr. Von dem wißt ihr nichts mehr. Aber mit all euren zweiundsiebzig oder fünfundsiebzig Elementen würden niemals Sinne entstehen, denn die entstehen aus den vier Elementen. Wir kannten den Menschen daher besser. Wir wußten, wie sich dieses Außere, Peripherische, das von Sinnen durchsetzt ist, im Menschen bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eindrücke, die von solchen alten, an die Initiation nahe heran­gekommenen Menschen, wie Brunetto Latini einer war, empfangen wurden, die können wir ja nur würdigen, wenn wir sie auf ihre Ge-mütstatsache hin würdigen, wenn wir das Überraschende, Frappie­rende, das die Seele Aufregende und Hinnehmende ins Auge fassen. Natürlich, wenn jemand bis dahin geglaubt hat, was seine Augen hier sehen, seine Ohren hier hören, das sei das Reale, und er kommt dann darauf, daß dieses Reale nicht einmal Auge und Ohr hervorbringen könnte, sondern daß da dasjenige dahinter sein muß hinter diesem Realen, was ich hier beschrieben habe, dann wirkt das natürlich zu­nächst erschütternd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das wiederum ist das Wesentliche, daß wir zu keiner solchen Erkenntnis kommen können, wenn wir in der gewöhnlichen toten Weise der Natur gegenüberstehen und bleiben, wie wir es sonst tun. Es beginnt sogleich alles zu leben, wenn wir in diese Welt eintreten. Wir sagen uns: Ja, der Berg, den wir kennen, er ist tot. Wir haben gar nicht gewußt, daß in dem etwas lebt. Aber es lebt etwas in ihm. Jetzt ist es da. Die Wolke erschien uns früher tot; jetzt erscheint das Lebende, das in ihr ist, das wir früher nicht gesehen haben. Alles wird lebendig. Aber in diesem lebendigen Weben offenbart sich eben auch wiederum Wesenhaftes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da drücken wir nicht aus unserem Gehirn Naturgesetze heraus, son­dern da stehen wir einer geistigen, einer spirituellen Wesenheit, eben der Wesenheit Natura gegenüber, die uns sagt dieses, die uns zeigt die­ses, die uns reale Mitteilungen macht. Und es wird eine Tatsache, daß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
man sich über die Tatsachen, die da sind in unserer Umgebung, mit Wesen einer übersinnlichen Welt verständigt. So tritt man eben ein aus dem bloß Abstrakten der Gesetzhaftigkeit der Welt in das Wesen-hafte, wo man sich, statt daß man Naturgesetze durch Experiment und Nachdenken zusammenbringt, Wesen einer anderen Welt gegenüber-fühlt, die für die Erkenntnis Mitteilungen machen, weil sie das wissen, was wir als Menschen erst lernen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kommt man hinein auf einem rechten Wege in die geistigen Welten. Man kommt dann dahinter: Würdest du nur Sinne haben, würde nur das Auge mit seinen Sehnerven, die Nase mit ihren Riech-nerven, das Ohr mit den Gehörnerven da sein, und würden sich diese Nerven alle bloß verbinden nach rückwärts, so würdest du gar nicht darauf kommen, daß es Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und so wei­ter gibt, daß es alle diese Dinge gibt, die man zwischen Geburt und Tod als Mensch wahrnimmt. Man würde hineinschauen in die Welt der Elemente. Überall würde man Erde, Wasser, Luft, Feuer schauen. Und dasjenige, was als weitere Differenzierung des Festen, Erdigen, des Flüssigen, Wässerigen da wäre, würde einen so wenig interessieren wie den Millionär das kleine Geld. Man würde sich einfach nicht dafür interessieren. Als Sinnenmensch wissen wir nichts von der elementa-rischen Welt. Aber in dem Augenblicke, wo wir dies, was ich erzählt habe, gewahr werden, werden wir auch gewahr, daß ja bei uns als Menschen die Sinnesnerven zurückgehen, sich mehr differenzieren, mehr vervollkommnen, da etwas darinnen noch ausbilden wie Gehirn. Dadurch kommen wir nicht mehr in uns hinein, sondern mehr aus uns heraus, und wir fügen zu dem Wesen der vier Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Luft, das andere hinzu, was wir eben sonst lernen zwischen Geburt und Tod.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dieses ganze Gehirn, das sich aufstülpt aus den nach rückwärts gehenden Sehnerven, Gehörnerven und so weiter, dieses ganze Gehirn, das uns so wertvoll ist als Menschen, das hat ja nur eine Bedeutung zwischen Geburt und Tod. Was da in der Schädeldecke drinnen noch besonders aufgestülpt ist beim Menschen, hat nur eine Bedeutung für das irdische Leben. Das Gehirn ist das Allerunbedeutendste für die geistige Welt. Daher muß man schon das Gehirn wieder ausschalten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
98&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn man nur in die erste Welt, die an die unsere angrenzt, hinein-kommen will. Das Gehirn muß man ausschalten. Das ist ein furchtbar störendes Organ für die höhere Anschauung. Und man muß mit dem ausgeschalteten Gehirn gleich wiederum in den Sinnen leben, aber jetzt in die Sinne hineindrücken das erweckte Spirituelle; dann be­kommt man die Imagination. Die Sinne nehmen sonst Sinnesbilder wahr in der äußeren physischen Welt und die setzt das Gehirn um in die ab­strakten Gedanken, in diese toten, abstrakten Gedanken. Schaltet man das Gehirn aus, lebt man wiederum in den Sinnen, dann empfindet man alles wiederum in Imaginationen. Das wird man gewahr. Dann eben weiß man auch, daß das Untertauchen in tiefere Lebenszustände ver­bunden ist mit dem Entwickeln höherer geistiger Bewußtseinszustände, als wir sie im gewöhnlichen Leben haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 98&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Sinne, die ja an unserer Oberfläche sind, Auge, Ohr, die nehmen fortwährend diese Welt wahr (siehe Zeichnung, rot). Da stehen wir, meine sehr verehrten Anwesenden. Unsere Sinne, die an unserer Oberfläche sind, die schauen diese elementarische Welt. Die schauen auch noch die Toten darinnen, Jahre nachdem sie gestorben sind. Daß das alles ausgelöscht ist, das rührt davon her, daß hinter den Sinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
99&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Gehirn ist (orange). Jetzt stehe ich da mit meinem Gehirn, meinen Sinnen. Dieser Mensch, der an meiner äußeren Oberfläche liegt, der schaut darinnen die geistige Welt, der schaut darinnen die Toten in den Jahren nach dem Tode. Aber mein Gehirn, das löscht das alles aus, löscht aus Erde, Wasser, Feuer, Luft; und ich schaue hin auf das, was in scharfen Konturen da ist als physische Welt, was nur da ist für die Welt, die ich zwischen Geburt und Tod durchlebe. Es ist eine Welt da ganz anderer Art. Ich lösche sie durch mein Gehirn aus und schaue auf die Welt, die eben dem Menschen als die Welt des gewöhnlichen Be­wußtseins bekannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so besteht ja für den neueren Menschen jene Meditation, von der ich gestern gesprochen habe. Für den älteren Menschen bestand nach jener Meditation auch noch der Genuß von solchen Metallitäten, wie ich es gestern auseinandergesetzt habe. So besteht ja das Versetzen zunächst in den nächsten Bewußtseinszustand darinnen, daß man das Gehirnbewußtsein ausschaltet und mit dem Geiste untertaucht in das Bewußtsein, das unsere Augen, Ohren haben. Die Tiere haben das auch, denn die haben physisch das Gehirn hinter den Sinnen nicht entwickelt. Nur haben sie nicht in sich die Ich-begabte Seele, so daß sie in ihre Sinne nicht untertauchen können mit dem Geiste. Sie tauchen nur mit dem Grob-Seelischen unter, sehen daher nicht dasjenige, was der Mensch, wenn er mit dem Geiste in seine Sinne untertaucht, in der Umgebung sehen kann. Aber in derselben Art sehen die Tiere; niedrig, nicht indi­viduell hoch, sehen die Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mysterium des Merkur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich nun weiter über die Metallität, also über das eigentlich Sub­stantielle des Mineralischen sagen werde, bitte ich Sie, meine verehrten Damen und Herren, mit all der Reserve ausgestattet zu betrachten, auf die ich gestern aufmerksam gemacht habe, und die ich zusammengefaßt habe in den Satz: Das innere Beleben der Seele durch die Eigenschaften des Metallischen, also das Ausbilden gewissermaßen eines inneren Zu­sammenlebens mit der Metallität in einem moralischen Sinne, das gehört&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für den heutigen Menschen der wirklichen spirituellen Entwicke­lung an. Das Beibringen von Metallität an den menschlichen Orga­nismus, das gehört in das Bereich des Arztes. - Also mit dieser Reserve bitte ich Sie, alles das aufzunehmen, was ich nun noch zu sagen haben werde über das Mysterium von anderen Metallen als die, welche ich schon besprochen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allen Dingen steht derjenige, der die Welt geistig betrachtet, das heißt, der die Physis, die physischen Substanzen auch so betrachten kann, daß er in ihnen das dahinter wirkende Spirituelle sieht, in einer für ihn sehr bedeutsamen Weise vor dem Mysterium des Merkur. Das Metall Merkur ist ja nur ein Teil dessen, was man in der Geisteswissen­schaft im allgemeinen das Merkuriale nennt; Metallisch-Flüssiges, alles, was metallisch-flüssig ist, ist das Merkuriale, nur daß in unserem Natur-zustande eben nur das eine Metall Quecksilber metallisch-flüssig ist und daher merkurial ist. Aber das ist ja nur ein Individuum aus der Gattung des Merkurialen. Wenn man in der Geisteswissenschaft von dem Merkurialen spricht, so spricht man von allem Merkurialen, be­trachtet das Quecksilber nur als den Repräsentanten des Merkurialen. Dieses Quecksilber, beziehungsweise das Merkur, gibt in der Tat ein bedeutsames Mysterium. Seine Wirksamkeit auf den Menschen ist so, daß es überhaupt alles das vom Menschen ausschaltet, was der Mensch an Wirkungen aus der physischen Welt erfährt, und auch noch aus der Welt, die ich eben jetzt beschrieben habe, aus der elementarischen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Menschen stehen ja so in der Welt da, daß wir einmal solche Organe wie unser Gehirn aus der physischen Welt heraus gebildet ha­ben. Viele andere Organe im Menschen sind noch aus der physischen Welt heraus gebildet, namentlich eine ganze Anzahl von wichtigen, für das physische Leben wichtigen Drüsenorganen. Ferner sind eine ganze Anzahl von Organen - ich habe ja eben die Sinne angeführt - heraus­gebildet aus der Welt, die ich als die des zweiten Bewußtseins beschrie­ben habe. Kupfer, Eisen, sie versetzen den Menschen in diese zweite Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders das Merkur. Das Merkur muß da sein in der Welt. Und es ist in feiner Dosierung überall da. Wir leben, wenn ich mich des Aus­drucks bedienen darf, in einer Atmosphäre von Merkur. Aber in dem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
101&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenblicke, wo der Mensch etwas mehr als dieses normale Merkur in sich aufnimmt, strebt sein Organismus dahin, alle Organe auszu­schalten, die aus der physischen Welt und aus der elementarischen Welt sind. Der Astralleib des Menschen wird sozusagen angeregt, nur die­jenigen Organe im Menschen in Anspruch zu nehmen, die herausge­bildet sind aus der Welt der Sterne. Daher wird der Mensch sogleich, wenn sein Bewußtsein sich auf die Metallität Merkur konzentriert, auf die Eigenschaften des Merkur, auf das Metallisch-Flüssige, das eigen­tümlich Unberührbare und doch wiederum Menschenverwandte, das im Merkurialen liegt, innerlich noch mit einem dritten Menschen aus­gefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sagte, durch die Beziehung zum Kupfer wird der Mensch aus­gefüllt mit einem zweiten Menschen, der innerlich preßt und drängt, der auch herausgehen kann aus dem gewöhnlichen physischen Leib, und dann folgen kann, wie ich charakterisiert habe, den Toten in den nächsten Jahren nach dem Tode. Das Quecksilber zieht sogleich alles dasjenige an sich, was im Menschen einen viel, viel dichteren inneren seelischen Organismus hervorruft. Der Mensch fühlt, wie wenn er er­greifen würde mit alledem, was ihm jetzt durch das Quecksilber wird, den ganzen Stoffwechsel seiner Organe. Wie durch die verschiedenen Gefäße die Säfte im Menschen fließen, das nimmt den Menschen plötz­lich in Anspruch, wenn er den starken Einfluß der Metallität des Quecksilbers erfährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist zunächst nicht etwas, was man als wunderbar und angenehm beschreiben kann, denn der Mensch fühlt, wie wenn er kein Gehirn hätte, keine Sinne hätte, aber wie wenn alles in ihm in Regsamkeit und Bewegung wäre, wie wenn alles in ihm in Kribbelndem und Krabbeln-dem, in innerem Rühren und Tun und Weben und Leben wäre. Da ist plötzlich alles in uns in innerer Regsamkeit. Und wir fühlen dieses, was in uns in innerer Regsamkeit ist, verbunden mit einer Regsamkeit im Äußeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles nach Trainierung der Seele bewußt durchgemacht, stellt sich eben so dar, wie ich es beschrieben habe. Durch den Einfluß des Quecksilbers, durch den Impuls des Quecksilbers fühlt der Mensch nicht sein Gehirn; das ist ein Loch. Das ist auch gut für die Wahrnehmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
102&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der spirituellen Welt; das Gehirn taugt nicht dazu. Andere Or­gane werden auch noch nicht gefühlt. Aber gefühlt wird das Durch­gehen von Bewegung durch den ganzen Organismus (rot). Und alle diese Bewegungen tun zunächst so weh, schmerzen so, wie wenn man innerlich müde wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 102&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bewegungen, sie stehen mit äußeren Bewegungen überall in Verbindung (orange). Es verbindet sich die innere Regsamkeit mit der äußeren Regsamkeit. Man hat den Eindruck, man hat da unter sich gelassen die Welt der Erde, die Welt der Elemente. Das ist alles unten. Das qualmt und dampft. Aber in diesem qualmenden, dampfigen, luf­tigen Bewegen, da sind eben geistige Wesenheiten. Die göttliche Natur, von der Brunetto Latini noch so lebensvoll spricht, hat sich umgedreht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
103&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist ja dasselbe wie die griechische Persephone, wie ich gestern aus-geführt habe. Vorher wandte sie ihr Antlitz mehr der Erde zu, erklärte einem dasjenige, was noch mit dem Irdischen zusammenhängt, wie das Leben, das der Mensch zuerst nach dem Tode zubringt. Jetzt dreht sie sich um, und man hat das Irdische und Elementarische unter sich, über sich die Welt der Sterne. Die Sternenwelten werden so die Umgebung, wie man vorher von Pflanzen und Tieren auf Erden umgeben war. Und man hat nicht etwa das Gefühl, was bist du für ein kleiner Knirps gegenüber der großen Sternenwelt, sondern man fühlt sich in seiner Größe gegenüber der großen Sternenwelt so, wie man sich der nächsten Umgebung auf Erden gegenüber fühlt. Man ist eben auch groß gewor­den. Man ist hineingewachsen mit seiner Größe in die Sternenwelten. Aber die Sterne sind nicht so Sterne, wie wir sie gesehen haben, als wir auf der Erde standen und sie mit Augen sahen, die Sterne enthüllen sich als Kolonien geistiger Wesenheiten. Wir sind wiederum in der Welt, die ich Ihnen schon beschrieben habe, die ich Ihnen beschrieben habe als hervorgerufen im Menschen durch seine Verwandtschaft mit der Metallität des Zinnes. Denn zwischen dem Merkur und dem Zinn ist eine innere Verwandtschaft nach der angedeuteten Richtung. Einen gewissen Teil unserer Menschenwesenheit nimmt das Merkur in An­spruch, hebt ihn heraus aus der übrigen Menschenwesenheit, trägt die­sen Teil der Menschenwesenheit in jene geistige Welt hinein, deren äußere physische Offenbarung die Sternenwelt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir sind jetzt wiederum woanders, dadurch, daß unser Be­wußtseinszustand sich geändert hat, daß wir nicht mehr durch die Sinne, durch das Gehirn unseren Bewußtseinszustand haben, sondern durch dasjenige, was jetzt aus unserem Organismus herausgehoben hat die Metallität des Merkur. Dadurch sind wir in einer ganz anderen Welt. Wir sind jetzt in der Welt der Sterne. Aber ich könnte auch an­ders sagen. Welt der Sterne, das bedeutet die Sache räumlich; in Wirk­lichkeit aber wandern wir aus der Welt, in der wir räumlich sind zwi­schen Geburt und Tod, mit der Entwickelung des genannten Bewußt­seinszustandes heraus und sind nun in der Welt, die wir durchleben als Mensch zwischen Tod und neuer Geburt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist in der Tat das Mysterium des Merkur, daß das Merkur den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
104&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen heraus trägt aus der Welt, in der er als der physisch-sinnlichen Welt ist, daß es ihn hineinträgt in die Welt, in der er zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ist, weil das Quecksilber, das Merkur, eine innere Verwandtschaft zu dem im Menschenwesen hat, was gar nicht von dieser Erde ist, sondern was hereingetragen ist aus der Welt, die wir durchleben zwischen Tod und neuer Geburt. Unser Säftekreislauf, dasjenige, was wir jetzt spüren, das ist nicht von dieser Welt, das ist hereinbestimmt aus der Welt, die wir durchlaufen zwischen Tod und neuer Geburt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt werden wir ein anderes gewahr, wiederum etwas, was Brunetto Latini unter dem Einflusse der Göttin Natura bemerkte. Wir werden gewahr: Wir leben in unserem Säftekreislauf, der sich aber ver­bindet mit dem Säftekreislauf des ganzen Kosmos; wir sind aus uns heraus und wir sind in jenem Land, das wir durchleben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Aber wir lernen die Natur dieses Säfte-kreislaufes jetzt kennen und lernen erkennen, wie in dieser inneren Regsamkeit, in diesem Säftekreislauf aus dem Lande heraus, das wir durchlaufen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, unser Tem­perament gebildet ist; so gebildet ist, daß wir entweder ein sanguini­scher oder ein cholerischer oder ein melancholischer oder ein phlegmati-scher Mensch geworden sind. Wir begreifen uns jetzt noch tiefer denn als Sinnesmensch. Wenn wir als Phlegmatiker durch die Welt gehen, müssen wir uns sagen: Unser Phlegma ist bedingt von dem, was wir durchgemacht haben zwischen dem letzten Tode und dieser Geburt. Ebenso das Cholerische, das Melancholische und Sanguinische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber in dieses Temperament, in das, was da im Säftekreislauf seinen physischen Ausdruck hat, in das ist noch etwas anderes hineingemischt. Bedenken Sie nur, was Sie in diesem Säftekreislauf haben. Gehen Sie als Anatom, als Physiologe vor, so haben Sie zunächst etwas Physisches. Das Physische ist nur der Ausdruck eines Geistigen. Aber das Geistige ist in bezug auf diesen Säftekreislauf gar nicht von dieser Welt, sondern es ist von der Welt, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in den Menschen hineinwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So daß, wenn wir auf unser Temperament zurückschauen - und das war auch das Allerfrappierendste für Brunetto Latini, als ihm die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
105&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Göttin die Temperamente erklärte-- man sich sagt: Da, in diesen Tem­peramenten, die im Säftekreislauf liegen, da hinein hat das Leben zwi­schen Tod und neuer Geburt das Siegel gedrückt. - Aber geht man jetzt tiefer, so ist dem beigemischt dasjenige, was man Karma nennt, was man die Schicksalsprüfung nennt. Schaut man dieses merkwürdige metallisch fließende Merkur in seinem physikalischen Dasein an, so lernt man es eben nur dann recht erkennen, wenn man weiß, daß dieses Geheimnis darinnen liegt: In einem Tröpfchen hinfließenden Queck-silbers offenbart sich dem Initiierten ein tiefgehender Zusammenhang. Und dieses Tröpfchen des dahinfließenden Quecksilbers, es ist im­stande, des Menschen Geistiges zusammenzuziehen mit denjenigen Or­ganen, die da stammen in ihren Formungen, in ihrem Ursprung aus dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist alles in der Welt miteinander verbunden, ineinander ver­woben. Das Physische ist nur die Illusion, eine physische Illusion. Das Geistige ist nur für das Physische eine Illusion, eine abstrakte Illusion. In Wahrheit ist Physisches in Geistiges, Geistiges in Physisches ver­woben. Und hat man beim schadhaft gewordenen menschlichen Orga­nismus die Bemerkung gemacht, dieser menschliche Organismus ist dadurch schadhaft geworden, daß jene Organe angegriffen sind, welche eigentlich gebildet sind aus dem Lande herein, das wir durchleben zwi­schen Tod und neuer Geburt, dann muß man Kräfte im menschlichen Organismus wachrufen, die diese Schäden ausbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie an, ein Mensch zeigt dem Arzte, er hat diejenige Or­ganisation - den Säftekreislauf - schadhaft, der eigentlich aus dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt heraus impulsiert wird. Ich stehe also vor einem Kranken, dessen Säftekreislauf sich von der gei­stigen Welt losgerissen hat. Das ist das Phänomen. Man diagnostiziert spirituell in der Sache. Immer ist das Spirituelle im Verhältnis zur physischen Diagnose so aufzufassen, wie ich das gestern auch ange­deutet habe. Ich betone das immer wieder, damit keine Mißverständ­nisse entstehen. Man diagnostiziert, der Mensch hat einen Säftekreis-lauf, der sich zu stark losgerissen hat von der spirituellen Welt, die wir durchleben zwischen Tod und neuer Geburt. Was muß man tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß therapeutisch diejenige Metallität dem Körper in der geeignetesten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
106&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weise zuführen, welche den Säftekreislauf wiederum in Kontakt bringt mit der spirituellen Welt. So wirkt das Merkur auf den Menschen. Das Merkur wirkt auf den Menschenorganismus so, daß es diejenigen Organe, die nur herausgebildet werden können aus der spiri­tuellen Welt, wenn sie sich losgerissen haben, wiederum in Kontakt bringt mit dieser spirituellen Welt. Da sehen Sie, welche, ich möchte sagen gefährliche, zu gleicher Zeit aber selbstverständlich notwendige Beziehung herrscht zwischen der Erkenntnis der Bewußtseinszustände im Menschen und der Erkenntnis der Krankheiten. Das eine geht in das andere über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dinge, die spielten ja eine so große Rolle in den alten Myste­rien. Und diese Dinge klären uns auch auf über so etwas, wie ich es gestern erzählt habe. Denken Sie sich, in einer Zeit, in der die Mensch­heit längst nicht mehr ein solches spirituelles Schauen hatte, daß die Göttin Natura erkannt wurde in ihrer belehrenden Art über die Na-turgeheimnisse, kehrt in einer gewissen Aufregung Dantes Lehrer, Bru-netto Latini, von seinem Gesandtenposten in Spanien zurück, kommt in die Nähe seiner Vaterstadt, wird weiter aufgeregt, weil er hört, wie es seiner eigenen Partei, der Welfenpartei, ergangen ist. Das alles voll­bringt er in der Verfassung, daß etwas wie ein leiser Sonnenstich in ihm zustande kommt. Die Metallität des Merkur hat einfach auf ihn aus der Umgebung gewirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn, was heißt es, wir bekommen einen leisen Sonnenstich? Das heißt, wir bekommen eine Wirkung aus dem überall in der feinsten Weise in unserer Umgebung im Kosmos dosierten Merkur. Diese Wir­kung hat Brunetto Latini bekommen. Dadurch hat er in einer Zeit, in der sonst es dem Menschen unmöglich war, so an die geistige Welt heranzutreten, wie er herangetreten ist, dadurch hat er die Möglichkeit bekommen, an diese geistige Welt heranzutreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weist Sie aber darauf hin, meine sehr verehrten Anwesenden, daß im Menschen, so wie er vor uns steht, etwas ist, was eine Verwandt­schaft hat nicht nur zu dem, was der Naturforscher vor uns ausbreitet, was eine Verwandtschaft hat nicht nur zu dem, was der vor uns aus­breitet, der schon den Toten verfolgen kann auf seinem nächsten Schritte nach dem Tode, sondern daß die menschliche Wesenheit, wie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie in uns ist, eine Beziehung, eine Relation hat zu noch weit Höherem, zu ganz Geistigem, wie wir es durchleben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Sie mögen die Form der Leber begreifen, die Form der Lunge begreifen, wenn Sie mit der gewöhnlichen Wissenschaft vor­gehen. Sie mögen den Bau der Sinnesorgane begreifen, wenn Sie das nächste Wissen zu Hilfe nehmen; aber das nimmt unsere heutige Physik nur in grober Weise in Anspruch. Sie lernen aber nie die Zirkulation des aufgerichteten Menschen kennen in ihrer Eigenart, wenn Sie nicht mit der Initiationswissenschaft herangehen. Und Sie lernen auch nie die Geheimnisse der Metallität kennen, wenn Sie nicht wiederum mit der Initiationswissenschaft herangehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit aber ist auch gesagt, daß Sie nie das Wesen der Krankheiten im Sinne des Ausgeführten kennenlernen, wenn Sie nicht mit der Ini­tiationswissenschaft an sie herangehen, denn Sie können ja mit der physischen Eigenschaft der Metalle nicht helfen. Mit den physischen Eigenschaften der Metalle können Sie Gehirne heilen, wenn man sie erst kennt. Sie können nicht einen Kreislauf der Säfte heilen. Aber das, was ich Ihnen da sage, ist auch uneigentlich gesprochen, denn Sie können nur die gröbste Masse des Gehirnes heilen. Aber im Gehirn ist auch Säftekreislauf. Daher können Sie in Wirklichkeit auch nicht Gehirne heilen mit den Metallen, sondern nur mit der spirituellen Erkenntnis. Sie können sagen: Ja, warum heilt denn die heutige Me­dizin doch? Sie heilt mit dem, was an Tradition ihr noch geblieben ist aus alten Zeiten. Man weiß noch, was die Alten gewußt haben über die Spiritualität der Metalle. Das wendet man an. Das wendet man zwischen dem an, was man rein physisch entdeckt hat und was nicht viel hilft. Und wenn einmal der Materialismus gesiegt haben würde und alles vergessen sein würde, dann würde kein Heilmittel mehr etwas helfen, das nur auf physischem Wege gefunden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stehen schon an dem Punkte der Menschheitsentwickelung, wo, weil allmählich die alten Traditionen aus dem ursprünglichen Hell-sehen geschwunden sind, auf neue Weise das Spirituelle gefunden werden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
108&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mysterium des Silbers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer ganz besonderen Art ist wiederum jenes Mysterium, das hinter der Metallität des Silbers steckt. Kann man sagen, hinter dem Kupfer steht diejenige kosmische Impulsivität, welche zunächst den ersten höheren Menschen in das Menschenwesen hereinzaubert; hinter dem Merkur steht eine zweite kosmische Kraft, welche einen zweiten Menschen hereinzaubert, der mit der Sternenwelt und damit mit der spirituellen Welt, die wir durchleben zwischen Tod und neuer Geburt, zusammenhängt, so muß man von der Metallität des Silbers noch etwas ganz anderes sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch eben in einer solchen Weise seine Verwandtschaft zum Silber steigert, größer macht, wie wir das für die Metallität des Kupfers, für die Metallität des Merkur gesehen haben, dann wendet er sich wiederum an eine noch tiefere Organisation in sich. Mit dem Merkur hat er sich an die Gefäßorganisation gewandt, die ihn in Zu­sammenhänge bringt mit einer Zirkulation im ganzen Kosmos, in Zu­sammenhang bringt mit der Spiritualität des Kosmos. Dadurch, daß er die Silberrelation steigert, bringt sich der Mensch in unmittelbaren Kontakt mit demjenigen, was herüberkraftet, herüberimpulsiert aus früheren Erdenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So daß wir sagen können: Konzentriert sich der Mensch auf die besonderen Eigenschaften des Silbers, was lange dauert, bis es wirk­sam wird, zieht der Mensch diejenigen Kräfte in sich zusammen, die damit zusammenhängen, daß jetzt nicht nur seine Gefäße Flüssigkeiten zirkulieren lassen, Säfte zirkulieren lassen, sondern daß Wärme durch die Zirkulation des Blutes kreist, dann stellt sich für den Menschen die Wahrheit ein, daß in dem, was als Wärme in seinem Blute kreist, was ihn erst zum menschlichen Wesen dadurch macht, daß er eine gewisse Wärme und dadurch Blutstofflichkeit, aber auch Blutgeistigkeit, Blutspirituali­tät in sich empfindet, wirksam ist dasjenige, was aus früheren Inkar­nationen herüberwirkt. - Und in der Verwandtschaft mit dem Sil­ber drückt sich unmittelbar dasjenige aus, was auf die Wärmeimpulsi-vität des Blutes wirken kann. Damit aber drückt sich auch aus, was uns spirituell hinüberleitet zu früheren Erdenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
109&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie, man erhält in dem Silber diejenige Metallität, die ge­wissermaßen den Menschen aufmerksam macht auf das, was in ihm jetzt in diesem Erdenleben noch aus früheren Erdenleben ist. Denn unser Blutkreislauf mit seinen wunderbaren Wärmedifferenzierungen, er ist nicht aus dieser physischen Welt heraus. Er ist auch nicht aus der elementarischen Welt heraus, die ich Ihnen geschildert habe. Er ist auch nicht einmal allein aus der Welt der Sterne heraus. Aus der Welt der Sterne heraus sind die Richtungen des Blutkreislaufes. Aber in dem, was im Blute eigentlich als Wärme unser Leben in der richtigen Weise durchpulsiert, wirkt dasjenige, was aus früheren Erdenleben heraus kraftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar an das appelliert man, wenn man an die Silberkräfte in ihrer Beziehung zum Menschen appelliert. So steht das Mysterium des Silbers im Zusammenhange mit den wiederholten Erdenleben. Das Silber ist eines der erschütterndsten Beispiele dafür, daß überall Spiri­tualität lebt, auch in dem Physischen. Wer das Silber mit rechten Augen anzusehen vermag, der weiß, daß das Silber das äußere Götterzeichen ist für die Kreisläufe des menschlichen Erdenlebens. Daher hängt auch das Mysterium des Silbers mit der Fortpflanzung zusammen, mit all jenen Geheimnissen, die sich auf die Fortpflanzung beziehen, aus dem Grunde, weil der Mensch ja durch die Fortpflanzung sein Wesen hin­überleitet zu den früheren Erdenleben. Das Wesen, das in früheren Erdenleben vorhanden war, dringt durch die Fortpflanzung in das physische Leben herein. Aber das ist dasselbe Geheimnis wie das Ge­heimnis des Blutes. Und das Geheimnis des Blutes, das Mysterium des Blutes ist das Mysterium des Silbers. Man kann hier sagen: Das Ge­heimnis der Blutwärme ist das Geheimnis, das Mysterium des Silbers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum zieht sich der Strom des Erkennens hinüber von diesem normalen Verlauf im Menschen zu dem pathologischen. Denken Sie, es wird im Menschen durch Umstände, die gerade in der gegenwärtigen Welt liegen, aus der das Blut nicht erwärmt werden darf - denn es muß erwärmt werden durch die Welten, die wir durchgemacht haben in früheren Erdenleben -, denken Sie, es wird das Blut in seiner Wärme beeinträchtigt von der gegenwärtigen Welt, nicht impulsiert von dem, woran wir durch ein spirituelles Band an den früheren Erdenleben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hängen. Dann entstehen diejenigen Krankheitszustände, von denen wir sagen können, sie sind dadurch da, daß alles, was mit unserer Blut­wärme zusammenhängt, losgerissen ist von dem, womit es eigentlich zusammenhängen sollte, von den früheren Erdenleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Fieber? Fieber, in spirituellem Sinne aufgefaßt, ist das Er­gebnis des Losreißens der menschlichen Organisation von der normalen Einordnung in die fortwirkenden früheren Erdenleben. Kann der Arzt diagnostizieren, daß bei irgendeinem Krankheitsfall dieses vorliegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist der Mensch; die Außenwelt hat auf ihn so gewirkt durch irgend etwas, daß er droht, seine Organisation loszureißen von früheren Er­denleben -, dann schreitet der Arzt zur Therapie durch Silber. Und ein sehr schönes Beispiel kann gerade in bezug darauf erzählt werden, das sich vor nicht zu langer Zeit in dem Klinisch-Therapeutischen Institut der Frau Dr. Wegman in Arlesheim zugetragen hat. Solch ein Zustand, der spirituell, so wie ich es angedeutet habe, eintreten kann, daß sich durch äußere Umstände plötzlich der menschliche Organismus in sei­ner Bluteigentümlichkeit von vorigen Erdenleben loszureißen droht, der kann ganz plötzlich eintreten. Und das ist in einem besonderen Krankheitsfall eben vor kurzer Zeit im Klinisch-Therapeutischen In­stitut von Frau Dr. Wegman eingetreten, dasjenige, was man in der materialistischen Medizin nennt «okkulte Fieber»: plötzliche hohe Temperatur bei einem schon Genesenden, die man gar nicht erwartet hat. Frau Dr. Wegman stand plötzlich vor diesem Falle. Aus ihrer in­spirierten medizinischen Erkenntnis heraus wandte sie eine Silberkur momentan an. Als sie mir das erzählte, stand der ganze Fall in seinem wunderschönen kosmischen Zusammenhang da. Man sieht daraus, wie die Dinge herüber und hinüber spielen aus demjenigen, was mit der Entwickelung des Menschen in die Spiritualität hinein zusammenhängt, und was auf der anderen Seite mit dem zusammenhängt, was ins Patho­logische und dann ins Therapeutische hineinführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Worauf beruht es denn, daß der Initiierte frühere Erdenleben über­blicken kann? Solange man so wie im gewöhnlichen Leben mit ihnen zusammenhängt, daß man eben durch sein Karma schreitet und einfach die früheren Erdenleben wirken, kann man nicht hinschauen auf die früheren Erdenleben. Hier ist man im gegenwärtigen Erdenleben. Man&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
111&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hängt mit den früheren Erdenleben zusammen; die wirken herüber. Ja, sie wirken so herüber, daß Sie unter ihrem Einfluß Ihr Karma aus­üben, daß Sie im Sinne Ihres Karma durch die Welt schreiten. Aber Sie können nicht zurückschauen. Sie können ja nicht mit dem gewöhn­lichen Bewußtsein zurückschauen. Wollen Sie zurückschauen, so müs­sen Sie den Faden erst für Augenblicke zerreißen, müssen sich los­reißen. Wenn Sie sich losgerissen haben, wenn objektiv geworden sind die früheren Erdenleben, dann können Sie zurückschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen natürlich sich die Fähigkeit erwerben - ich werde davon noch sprechen -, nachher den Faden wiederum in aller Normalität anzuknüpfen. Wenn Sie den Faden nicht wieder anknüpfen, werden Sie ein Geistesgestörter, nicht ein Initiierter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, hier haben Sie eine Erscheinung, die eintritt in der spiri­tuellen Entwickelung: das Losreißen von den spirituellen Fäden, die einen an frühere Erdenleben knüpfen. Die Krankheit macht das im abnormen Fall. Die Krankheit macht das auf pathologische Weise. Die Krankheit erweist sich als abnormes Auftreten desjenigen, was man in einer höheren Sphäre normal herbeiführen muß zum spirituel-len Schauen, zu anderen Bewußtseinszuständen. Wenn sich das Blut, abgesondert vom übrigen Organismus des Menschen, hingibt seinem Bewußtsein - denn das Blut hat ein besonderes Bewußtsein, wie ich Ihnen von solchen besonderen Bewußtseinen gewisser Körperorgane schon gesprochen habe -, wenn sich das Blut emanzipiert von dem übrigen Organismus, dann schaut es in anormalem Zustande zurück in die früheren Erdenleben. Aber es bleibt unterbewußt. Zum bewußten Zurückschauen muß der Faden erst abreißen. Zum krankhaften Zu­rückschauen muß der Faden nicht abreißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So führt uns die Betrachtung von so etwas wie die Metallität des Silbers, das sich eigentlich wie ein wunderbares Heilmittel erweist gerade bei allen Erkrankungen, die irgendwie auf Karmisches zurück­gehen, so führt uns das Mysterium des Silbers tief hinein in andere Mysterien der Welt, und wir haben damit zunächst ungefähr diejenigen Metallitäten erschöpft, welche in bezug auf die anderen Bewußtseins-zustände des Menschen zu erwähnen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden nun weiterschreiten in der Betrachtung dieser Bewußtseinszustände&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
112&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und in der Beziehung, die der Mensch herstellen kann durch diese Bewußtseinszustände zu anderen Welten; wir werden mit anderen Worten in den nächsten Vorträgen auf den rechten Wegen zur Spiritualität in der Betrachtung weiterschreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
113&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= SECHSTER VORTRAG Torquay, 16. August 1924 =&lt;br /&gt;
Initiationserkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tagwachen und das Traumbewufitsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von verschiedenen Bewußtseinszuständen, die aus den Kräften der Menschenseele heraus zu entwickeln möglich sind, habe ich Ihnen ge­sprochen. Und dasjenige, was man Initiationserkenntnis nennt, hängt davon ab, daß durch die verschiedenen Bewußtseine Erkenntnisse von der Welt geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wollen wir uns heute eine Vorstellung davon verschaffen, wie der Mensch durch diese verschiedenen Bewußtseine in Verbindung stehen kann mit der Welt. Stellen wir uns zunächst noch einmal vor das Auge, daß für das heutige Zivilisationsleben, für alles dasjenige, was die Menschheit heute anerkennt in bezug auf Wirklichkeit, in bezug auf Dasein, eigentlich nur ein Bewußtseinszustand besteht, das ist derjenige des wachen Tageslebens. Es sind außer diesem wachen Tagesleben für den Menschen heute in unserem Weltenzyklus, können wir sagen, ja noch zwei andere Bewußtseinszustände vorhanden. Die aber können zunächst nicht als unmittelbar maßgebend für irgendeine Erkenntnis angesehen werden. Es ist der Zustand des Traumbewußt-seins, in dem der Mensch heute nur Reminiszenzen an das Tagesleben erlebt oder auch kleine Durchbrüche aus dem geistigen Leben heraus. Aber im gewöhnlichen Traumleben sind sowohl die Reminiszenzen an das Tagesleben, wie auch die Durchbrüche, die Offenbarungen aus der geistigen Welt heraus so entstellt, so in einzelne ungleiche Bilder und Symbole getaucht, daß daraus keine Erkenntnis zu gewinnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns mit Hilfe der Initiationswissenschaft die Frage be-antworten wollen: Worinnen lebt denn der Mensch eigentlich, wenn er träumt? - so stellt sich eine solche Antwort folgendermaßen dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, wie er im gewöhnlichen Leben dasteht, trägt in sich erstens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
114&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
seinen physischen Leib, denjenigen, den heute die Sinne sehen, den die Wissenschaft der Anatomie, der Physiologie, der Biologie betrachtet (siehe Zeichnung, hell). - Das ist das erste Glied der Menschennatur, das jeder zu kennen glaubt, aber - wie wir noch sehen werden - heute eigentlich am wenigsten wirklich kennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als zweites Glied der Menschennatur - Sie können es genauer in meinen Büchern, namentlich in der «Theosophie» lesen -, als zweites Glied hat der Mensch den Ätherleib, den Bildekräfteleib, eine feine Organisation, die nicht mit Augen gesehen werden kann, die erst ge­sehen werden kann, wenn der Mensch das erste Bewußtsein ausbildet, von dem ich in diesen Tagen gesprochen habe, das folgen kann dem Toten in den nächsten Jahren nach dem Tode. Dieser Ätherleib oder Bildekräfteleib (orange), der steht in einer viel innigeren Verbindung mit dem Kosmos als der physische Leib, der in seiner ganzen Organisa­tion mehr selbständig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 114&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat aber der Mensch ein drittes Glied in seiner Organisation, das man selbstverständlich nennen kann, wie man will; aber mit An­lehnung an alte Terminologien nennen wir es astralischen Leib (grün). Das ist eine Organisation, die nicht mit Sinnen wahrgenommen werden kann, die aber auch nicht so wahrgenommen werden kann, wie der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
115&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ätherleib wahrgenommen wird. Wenn man mit denjenigen Erkennt-niskräften, mit denen man die äußere, heute angeschaute Natur wahr­nimmt, und auch mit den Erkenntniskräften, die ich als die des nächst­höheren Bewußtseins beschrieben habe, mit dem man den Toten folgt, wenn man mit alledem den astralischen Leib wahrnehmen wollte, so würde man da, wo der astralische Leib des Menschen ist, nichts anderes als die Leere, das Nichtsein wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann man also sagen: Der Mensch trägt in sich seinen physischen Leib, sinnlich wahrnehmbar. Der Mensch trägt in sich seinen Ätherleib; er ist imaginativ wahrnehmbar, er ist wahrnehmbar durch die Kräfte, die wir uns in der geschilderten Weise durch die Meditation, durch die Konzentration erwerben können. Aber wenn wir mit all diesen Kräften an den Menschen herantreten, nehmen wir von seinem astralischen Leib nur wahr die Leere, ein räumliches Nichts, wie ein Loch, ein allseitig geschlossenes Loch, das in den Raum hineingestellt ist. Erst dann, wenn man, wie ich es geschildert habe, zum leeren wachenden Bewußtsein kommt, wenn man also sich in völlig wachem Zustande der Welt so gegenüberstellen kann, daß man nichts vom Sinnlichen wahrnimmt, daß auch das Denken und die Erinnerungen schweigen, man aber doch eine Welt wahrnimmt, dann füllt sich diese Leere aus, und wir wissen, wir haben in dieser Leere das erste Geistige in uns, den astralischen Leib des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Glied der menschlichen Organisation ist das eigentliche Ich (rot). Dieses Ich nehmen wir nur wahr, wenn das leere Bewußtsein weiter und weiter entwickelt wird. Nun ist es beim Träumenden so, daß er abgesondert von sich liegen hat im Bette den physischen Leib und den Äther- oder Bildekräfteleib; abgesondert davon in der geistigen Welt sind der astralische Leib und das Ich. Aber wir können ja mit dem astralischen Leib und mit dem Ich, wenn wir nur das gewöhnliche Be­wußtsein haben, nicht wahrnehmen. Wodurch nehmen wir denn äußere Eindrücke in der gewöhnlichen Welt wahr, die wir zwischen Geburt und Tod durchleben? Dadurch, daß wir Augen in dem physischen Leibe eingesetzt haben, dadurch, daß wir Ohren in dem physischen Leibe eingesetzt haben. So wie der Mensch heute in der Weltenevolution ist, sind eben im gewöhnlichen Leben keine entsprechenden Organe, keine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
116&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augen, keine Ohren in dem astralischen Leib oder in dem Ich einge­setzt. Er geht also heraus aus seinem physischen und ätherischen Leib zum Träumen, gerade so, wie wenn er einen physischen Leib an sich hätte in der physischen Welt, aber keine Augen und keine Ohren, so daß es also finster und stumm um ihn wäre. Aber es ist doch nicht so, daß immer dieser astralische Leib und dieses Ich ohne Organe, ohne -natürlich sind sie dann seelisch gemeint - Augen und Ohren bleiben müssen. Gerade durch jene Seelentrainierung, von der ich in meinen Büchern gesprochen habe, können in den astralischen Leib und in die Ich-Organisation Organe hineinkommen, Seelenaugen, Seelenohren und so weiter. Dann kann der Mensch durch Trainierung, durch Übun­gen solches erreichen. Dann tritt eben bei ihm die Möglichkeit ein, durch Initiationsanschauung in die geistige Welt hineinzuschauen. Dann tritt er aus seinem physischen und aus seinem Ätherleib heraus und sieht das Geistige, wie er im physischen und Ätherleib das Phy­sische und auch in einem gewissen Sinne das Ätherische schaut. Das tritt ein bei demjenigen Menschen, der dann die Initiation besitzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim gewöhnlichen Träumer, wie ist es denn da? Nun, stellen Sie sich einmal ganz lebendig vor, wie es mit dem Einschlafen geht. Phy­sischer Leib (siehe Zeichnung, hell), Ätherleib (grün) bleiben im Bette&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 116&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
117&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
liegen. Der astralische Leib (gelb), die Ich-Organisation (rot) tre­ten heraus. Ich muß natürlich schematisch zeichnen. Jetzt ist in dem Momente, wo dieses stattfindet, im astralischen Leibe noch ein völliges Mitvibrieren mit dem physischen Leibe und mit dem Ätherleibe vor­handen. Sehen Sie, der Astralleib geht heraus. Er hat alles mitgemacht, was Augen, Ohren, was der Wille in der Bewegung im physischen Leib, im Ätherleib vom Morgen bis zum Abend an innerer Tätigkeit ausgeführt haben. Der Astralleib und das Ich haben alles das mitge­macht. Jetzt gehen sie heraus. Da zittert das alles noch nach, da ist das alles noch drinnen. Aber indem die Tageserlebnisse nachzittern, stoßen sie ja an die geistige Welt, die ringsherum ist, überall an, und es ent­steht ein chaotisch ungeordnetes Ineinanderwirken zwischen der Tätig­keit der äußeren geistigen Welt und dem, was da im astralischen Leib nachzittert, ein ungeordnetes Chaos. Das ist eine Tautologie; also es entsteht ein Chaos. Und der Mensch ist noch drinnen in alledem, was da entsteht, und wird es gewahr. Es macht auf ihn einen Eindruck, was er sich mitgebracht hat. Es zittert nach. Es wird Traum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber daß nicht viel gegenüber der Wirklichkeit damit anzufangen ist, das sehen Sie ja doch ein. Wie ist es beim Initiierten? Der Initiierte ist in der Lage, wenn er da herauskommt, sogleich alles das zu unter­drücken, was an Reminiszenzen, an Nachzittern aus dem physischen Leib und Ätherleib da ist. Also er unterdrückt dasjenige, was aus dem physischen und dem Ätherleib heraus da ist. Außerdem hat er durch die Meditation und Konzentration und durch die Entwickelung des leeren Bewußtseins die Möglichkeit, Seelenaugen, Seelenohren zu ha­ben. Er nimmt jetzt nicht das, was in ihm vorgeht, wahr, sondern das, was äußerlich in der geistigen Welt vorgeht. Statt der Träume treten Wahrnehmungen der geistigen Welt auf. So daß wir sagen können:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Traumbewußtsein ist ein chaotisches Gegenbild geistiger Wahr­nehmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist es bei dem Initiaten so, daß, wenn er zunächst auf den ersten Stufen diese inneren astralischen Organe, astralisches Sehen, astrali­sches Hören ausgebildet hat, daß er dann fortwährend in einer Art Kampf drinnensteht, in einem Kampfe, der darin besteht, gerade diese Reminiszenzen, dieses Nachzittern aus dem physischen und dem Ätherleibe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
118&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu unterdrücken. Man muß fortwährend dagegen kämpfen, wenn man in die imaginative Welt, in das Anschauen des Geistigen hinein­kommt, daß die Träume sich geltend machen. Da ist ein fortwährendes Ineinanderspielen von dem, was traumhaft werden will, von dem, was einen täuschen will, und von demjenigen, was die Wahrheit der geisti­gen Welt darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Kampf lernt schließlich jeder zu Initiierende kennen. Er lernt kennen, wie in dem Momente, wo er sich erkennend hineinversetzen will in die geistige Welt, immer wieder und wiederum die Nachbilder der physischen Welt auftreten, wie etwas heraufkommt, was wie stö­rende Bilder sich hinstellt vor die reinen Bilder der geistigen Welt. Und nur Geduld, Ausdauer können dasjenige überwinden, was da als ein starker innerer Kampf auftritt. Wenn man leichtsinnig zufrieden ist damit, daß das Bewußtsein mit Geistesbildern ausgefüllt wird, dann wird man sich sehr leicht in eine illusionäre Welt hineinträumen kön­nen, statt in die Welt geistiger Wirklichkeit hineinzukommen. Es ist für den wirklich zu Initiierenden eine außerordentlich starke, vernünf­tige innere Haltung notwendig. Bedenken Sie nur, was das alles erfor­dert. Aber es muß, wenn über die Wege in die geistige Welt hinein, über die geistige Forschung geredet werden soll, eben auf solche Dinge durch­aus aufmerksam gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist auf der einen Seite notwendig, wenn man überhaupt an die geistige Welt herankommen will, wirkliche Begeisterung, wirklichen Enthusiasmus haben zu können für das Hineinkommen in die geistige Welt. Ein innerliches Schlappsein, ein innerliches Gleichgültigsein, ein innerliches Trägesein verhindert einen daran. Und so ist auf der einen Seite notwendig, daß man eine innere Beweglichkeit hat, eine richtige innere Beweglichkeit, eine innere Aktivität. Das verleitet auf der an­deren Seite dazu, ins Phantastische hineinkommen zu können, alles mögliche sich auszuphantasieren. So muß man auf der einen Seite die Anlage haben, die einen in die höchsten Höhen der Phantasie hin-aufführen könnte, wenn man sich gehen lassen würde; auf der anderen Seite muß man einen nüchternen Sinn verbinden mit dem, was innere Aktivität, innere Beweglichkeit ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beides muß man haben als Initiat. Läßt man sich nur gehen, so ist es&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
119&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht gut. Nimmt man sich philisterhaft durch seinen Intellekt in die Hand und will alles ausdenken, ist es auch wieder nicht gut. Man muß beides harmonisch ineinander verweben können. Man muß sozusagen auf der einen Seite die Anlage haben, ein rechter Träumer werden zu können, und zugleich immer die Möglichkeit, keiner zu werden. Im Status nascendi muß man immer die Möglichkeit in der Seele haben, in alles mögliche Beweglich-Phantasievolle aufzusteigen. Immer wie­derum muß man, indem dieser Status eintritt, die Möglichkeit haben, sich ganz in innerer Haltung in der Hand zu haben. Man muß zugleich die Fähigkeit haben, ein phantasievoller Dichter sein zu können, und man muß die Fähigkeit haben, dem nicht nachgeben zu brauchen. Man muß sozusagen in jedem Momente, wo man erkennen will, auch die Möglichkeit haben, ein Drama, ein lyrisches Gedicht, alles mögliche zu schaffen. Aber man muß stoppen können dieses in die Phantasie Gehende und sich halten können bei jenen Kräften, die sonst nur im nüchternsten Leben ihre Bedeutung haben. Dann kommt man nicht in die Phantasie hinein, sondern in die geistige Wirklichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese innere Seelenverfassung kommt ungeheuer viel an bei der wirklichen Geistesschau. Daher ist es schon so, daß, wenn man auf der einen Seite den verständnisvollen Blick hinrichtet auf das Traum-bewußtsein und es versteht als dasjenige, was chaotische Bilder aus der geistigen Welt heraufbringt, man auf der anderen Seite weiß, daß nun die ganze Kraft der Persönlichkeit hinein muß in diejenige Kraft der Seele, die sonst nur träumt, um geistige Erkenntnis zu haben. Dann erst bekommt man einen Begriff von dem, was es heißt, in die geistige Welt hineinzukommen. Ich sage, das Traumbewußtsein bringt das Geistige herauf. Es könnte scheinbar im Widerspruch stehen mit dem, daß das Traumbewußtsein ja auch Bilder aus dem Leibesleben herauf-bringt. Aber der Leib ist nicht bloß leiblich, der Leib ist überall von Geistigkeit durchzogen. Und wenn einer davon träumt, daß eine vor­züglich duftende, Wohlgeschmack versprechende Mahlzeit vor ihm steht, und er eben daran geht - im Traume, meine ich -, diese Mahlzeit zu verzehren, trotzdem er nicht auch nur das Zehntel von dem in der Tasche hat an Geld, was diese Mahlzeit kosten würde, dann ist es so, daß in dem Symbol der Mahlzeit dennoch die wirklichen geistigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
120&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
astralischen Inhalte der Verdauungsorgane sich im Bilde vor ihn hin-stellen. Es ist doch im Traume immer der Geist, wenn es auch der Geist ist, der im Leiblichen sitzt. Der Traum bringt immer Geistiges herauf, aber eben sehr häufig das Geistige, das im Leiblichen sitzt. Das muß man erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß erkennen, wenn man von Schlangen träumt, daß da die Verdauungsorgane in ihren Windungen sich symbolisieren, oder daß die Blutadern im Kopfe drinnen sich symbolisieren. Man muß in diese Geheimnisse eindringen. Also man kann nur eine Vorstellung bekom­men von diesem Subtilen, Intimen, das sich in der Seele einstellen muß, wenn man durch die Initiationswissenschaft geistige Forschung an­stellt, wenn man das alles wirklich auch im intimsten Sinne berück­sichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lebensalter als Auffassungsorgane&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dritte Zustand, den der Mensch heute im gewöhnlichen Leben durchmacht, ist der traumlose Schlafzustand. Machen wir uns wieder klar, wie der Mensch ist im traumlosen Schlaf. Im Bette liegt der physische Leib und der ätherische Leib. Außerhalb des physischen Leibes und ätherischen Leibes ist der astralische Leib und die Ich-Organisation, das Ich. Das Nachzittern, die Reminiszenzen aus dem physischen und ätherischen Leibe haben aufgehört. Der Mensch ist bloß in seinem Ich und in seinem astralischen Leibe in der geistigen Welt. Aber er hat kein Organ. Er kann nichts wahrnehmen. Alles ist rings-herum Finsternis. Er schläft. Das ist das Schlafdasein: leben im Ich und im astralischen Leibe, ohne daß man die reiche, die mächtige Welt, die ringsherum ist, wahrnehmen kann. Man stelle sich einen Blinden vor. Alle die Farben, alle die Formen, die Sie ringsherum durch Ihre Augen wahrnehmen, sind für ihn nicht da. Er schläft für Farben und Formen. Man kann nicht überhaupt schlafen, man kann nur für etwas schlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt stellen Sie sich einen Menschen vor, der in seinem astrali­schen Leibe und in seinem Ich da ist, aber in dem gar keine Organe sind. Er ist für alles Geistige schlafend. So ist der Mensch im traumlosen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
121&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlafbewußtsein. Meditationen, Konzentrationen haben den Sinn, geistige Augen, Ohren in diesen astralischen Leib und in diese Ich-Organisation hineinzusetzen, und der Mensch beginnt, dasjenige, was in reichem Maße da ist, zu schauen, wahrzunehmen. Er nimmt geistig wahr. Gerade mit dem nimmt man geistig wahr, was im ge­wöhnlichen Bewußtsein die Welt verschläft. Das muß man innerlich aufrütteln durch Meditation und Konzentration. Das Unorganisierte, das man sonst in sich trägt, das muß man organisiert machen. Dann schaut man hinein in die geistige Welt. Und dann ist es so, daß man in dieser geistigen Welt so darinnen ist, wie man sonst durch Augen und Ohren in der physischen Welt darinnen ist. Und das ist eben die wirk­liche, die reale Initiationserkenntnis. Man kann nicht durch äußere Maßnahmen den Menschen geeignet machen, das Geistige zu schauen. Man kann ihn nur dadurch geeignet machen, daß er sein Inneres wirk­lich organisiert, das sonst unorganisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber war zu allen Zeiten in der Menschheitsentwickelung das Bestreben da, gewisse Menschen zur Initiation hinzubringen. Dieses Be­streben hat nur eine gewisse Unterbrechung erlitten in der ganz grob materialistischen Zeit vom 15.Jahrhundert bis zu unserer Gegenwart. Da haben die Menschen sozusagen vergessen, was die eigentliche In­itiation ist und haben alles dasjenige, was sie wissen wollten, ohne die Initiation erreichen wollen und dadurch allmählich den Glauben be­kommen, daß eigentlich nur die physische Welt sie angeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber, was ist diese physische Welt in Wirklichkeit? Man lernt sie ja nicht kennen, wenn man sie nur als physische Welt kennt. Man lernt sie ja nur kennen, wenn man auch ihren Geist, den sie immer in sich trägt, wirklich erkennend auffassen kann. Dazu muß die Menschheit wieder gelangen. Das ist der Sinn des großen Wendepunktes in unserer Zeit, daß uns die Welt das Bild der Zerstörung, des Chaotischwerdens, zeigt, daß aber für denjenigen, der einsichtig ist, in diesem Chaotisch-werden, in diesem furchtbaren Wüten menschlicher Leidenschaften, die alles verdunkeln und die alles schließlich in die Dekadenz hinein­bringen wollen, daß sich in alledem offenbart der Drang von geistigen Mächten, die dahinterstehen, um den Menschen in eine neue Geistig­keit hineinzuführen. Und in dem Hinhorchen auf diese Geistesstimme,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
122&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die in unser materialistisches Dasein hineintönt, besteht eigentlich die Veranlagung für anthroposophische Geisteswissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sagte, zu allen Zeiten war das Bestreben vorhanden, die mensch­liche Organisation so zu entwickeln, daß sie in die geistige Welt hinein­schauen kann. Aber verschiedene Bedingungen waren da. Wenn wir in sehr alte Zeiten der Menschheitsentwickelung zurückgehen, zurück­gehen in solche Zeiten, wie ich sie Ihnen in diesen Tagen als die chal-däischen Zeiten geschildert habe, ja bis zu einem gewissen Grade sogar noch in solche Zeiten, denen Brunetto Latini angehört hat, so finden wir, daß die Menschen nicht so verwachsen waren mit ihrem physischen und Ätherleib wie heute. Heute stecken ja die Menschen ganz gründ­lich in ihrem physischen und Ätherleib drinnen. Sie müssen drinnen-stecken, weil sie ja danach erzogen werden. Wie sollen denn schließ­lich die Menschen mit Geistern verkehren, wenn sie schon oftmals vor dem Zahnwechsel lesen und schreiben lernen müssen! Lesen und Schrei­ben, das erst im Laufe der Menschheitsentwickelung aus physischen Be­dingungen heraus erfunden worden ist, das können nämlich die Engel nicht, das können die Geister nicht. Und wenn man sein ganzes Men-schenwesen einrichtet auf dasjenige, was nur in der physischen Welt erfunden ist, dann hat man es natürlich schwer, herauszukommen aus dem, was physischer und Ätherleib ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Zeit ist in gewissem Sinne stolz darauf, alle Kultur so einzu­richten, daß der Mensch nur ja nicht irgendwie etwas erleben kann, wenn er sich trennt von seinem physischen und Ätherleib. Ich will nicht schimpfen über diese Kultur. Ich will sie nicht kritisieren. Sie muß so sein, wie sie ist. Sie mußte heraufkommen. Ich werde auch darüber noch sprechen, was sie bedeutet, aber es ist eben so. Es waren in alten Zeiten der astralische Leib und das Ich auch beim Tagwachen viel, viel selb­ständiger gegenüber dem physischen Leib und Ätherleib, als sie heute sind. Dafür waren aber auch die Initiierten davon abhängig, daß sie von der Natur aus eine solche Selbständigkeit hatten. Allerdings, in sehr alten Zeiten der Menschheitsentwickelung konnte in den Mysterien fast jeder initiiert werden. Man konnte jeden herausgreifen aus der Menschheit. Das war aber nur in sehr alten Zeiten, in den allerältesten Zeiten etwa der urindischen Kultur und der urpersischen Kultur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kamen die Zeiten, wo man schon darauf angewiesen war, die­jenigen Menschen zur Initiation auszuwählen, welche leicht aus ihrem physischen und Ätherleib herauskamen, die eine relativ große Selb­ständigkeit hatten für das Ich und für den astralischen Leib. Man war also von gewissen Bedingungen abhängig. Das hinderte nicht, daß man bei jedem sich bemühen konnte, ihn in der Initiation so weit zu bringen, wie er nur irgend gebracht werden konnte. Man tat das auch. Aber der Erfolg, der über ein gewisses Maß hinausging, hing vielfach davon ab, ob der Betreffende leichter oder schwerer in der Selbständigkeit seines Ich und seines astralischen Leibes war. Man war von Naturhaftem im Menschen, von Anlageartigem dennoch abhängig. Das ist deshalb so, weil der Mensch nun einmal in die Welt hereingestellt ist. So muß er auch in einer gewissen Weise von der Welt abhängig sein, solange er zwischen Geburt und Tod lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun können Sie die Frage aufwerfen, ob denn der Mensch auch heute für die Initiation solchen Abhängigkeiten unterworfen ist. In gewissem Sinne ist er es. Und weil ich in diesen Vorträgen ganz klar, ganz erschöpfend sprechen möchte über die Wege, die richtig sind und die falsch sind in die geistige Welt hinein, möchte ich auch die Abhän­gigkeiten, die heute bestehen für die Initiation, vor Sie hinstellen. Wol­len wir uns alles klar vor die Seele stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, der alte Mensch war mehr von seinen naturhaften An­lagen abhängig, wenn er Initiat wurde. Der neuere Mensch kann eigent­lich auch immer an die Initiation herangebracht werden, und es ist schon richtig, daß man immer durch entsprechende Seelentrainierung den astralischen Leib und die Ich-Organisation so gestalten kann, daß sie in die geistige Welt hineinschauen können, geistige Wahrnehmungen machen können. Aber mit Bezug auf die Vollständigkeit, die Voll­kommenheit dieser Wahrnehmungen ist man auch heute von etwas ab­hängig. Da kommt etwas sehr Feines und Intimes in Betracht, und ich bitte Sie, sich nicht gleich ein abschließendes Urteil zu bilden über dasjenige, was ich heute sagen werde, bevor der Inhalt der nächsten Vorträge an sie herangekommen sein wird. Ich kann das, was ich zu sagen habe, nur nach und nach charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist heute nämlich in der Initiation in einem gewissen Sinne&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
124&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von seinem Lebensalter abhängig. Nehmen Sie einmal an, konkret ge­sprochen, man sei meinetwillen 37 Jahre alt geworden, wenn die Initia-tion an einen herantritt. Man hat also das Leben von der Geburt gelebt bis zum 37. Jahre und hat vor, dann weiter zu leben. Jetzt wendet man, in der Regel unter einer Führung oder unter freiem Lernen nach litera­rischer Anleitung, die Regeln der Meditation, Konzentration oder an­derer Seelentrainierung auf sich an. Und man bekommt zunächst da­durch, daß man immer wieder und wieder sich meditativ in einen Gedankengehalt vertieft, die Fähigkeit, zurückzuschauen zunächst in sein Erdenleben. Man bekommt sein Erdenleben wie in einem einheit­lichen Tableau vor die Seele hingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also man ist 37 Jahre alt geworden. So wie man sonst im Raume hinschaut und sieht da die Menschen der ersten, der zweiten Reihe, dort den Tisch, hinten die Wand, so wie in die Perspektive hinein-schauend das Ganze gleichzeitig da ist, so sieht man auf einer gewissen Stufe der Initiation in die Zeit hinein. Es ist, wie wenn der Zeitver­lauf räumlich wäre. Man sieht so hinein. Man sieht da: Jetzt bis du 37 Jahre alt geworden; das hast du erlebt mit 36 Jahren, mit 35 Jahren; da geht es weiter bis zur Geburt hin. Jetzt schaut man hinein und hat das in einem einheitlichen Tableau vor sich. Aber nehmen Sie einmal an, man mache in Wirklichkeit auf einer gewissen Stufe der Initiation diese Rückschau. Da wird man, wenn man 37 Jahre alt geworden ist, zurückschauen können in die Zeit, die man verlebt hat von seiner Ge­burt bis ungefähr zum 7. Jahre, bis zum Zahnwechsel. Es ist fern. Man schaut dahin. Man wird dann hinschauen können auf die Zeit, die man verlebt hat vom 7. bis 14. Jahre, bis zur Geschlechtsreife. Man kann dann hinschauen auf die Strecke, die man durchlebt hat vom 14. bis 21. Jahre, und schaut da die Dinge. Dann kann man zurückschauen auf das übrige Leben, das man bis zu seinem 37. Lebensjahre durchlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann nun in, ich möchte sagen, zeitlich-räumlicher Perspek­tive das durchschauen. Fügt man nun hinzu zu diesem Hineinschauen in diese Zeit-Raumesperspektive das Bewußtsein, das vom leeren Be­wußtsein, vom wachenden leeren Bewußtseinszu&amp;amp;tand ausgeht, so durch-zuckt einen eine gewisse Kraft des Schauens. Man wird inspiriert. Aber sehen Sie, man wird jetzt in der verschiedensten Weise inspiriert. Man&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
125&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
merkt: Dasjenige, was man als Leben durchlebt hat zwischen der Ge­burt und dem 7. Jahre, das inspiriert einen anders, das zaubert einem etwas anderes vor die Seele als dasjenige, was man erlebt hat vom 14. bis zum 21.Jahre, und wiederum das Spätere. Jedes solches Lebens­alter gibt eine andere Kraft. Man kann in anderes hineinschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber man kann ja auch älter werden als 37 Jahre. Man kann, sagen wir, 63, 64 Jahre alt werden. Dann überschaut man auch die späteren Lebensepochen. Da erscheint einem ziemlich einheitlich die Lebens-epoche zwischen dem 21. und 42. Lebensjahre. Dann aber gliedert sich die Sache wiederum. Man bekommt deutliche Unterschiede in dem, was man schaut vom 42. bis zum 49. Jahr; in dem, was man schaut vom 49. bis 56. Jahr; und wiederum in dem, was man schaut vom 56. bis zum 63. Jahr. Da schaut man zurück auf deutliche Differenzierungen. Aber das ist man ja selbst; man ist das geistig in seinem Erdenleben. Und wird man für alles das inspiriert, so gibt einem all das, was man da in sich trägt, verschiedenartige Inspirationen. Man trägt seine Kindheit bis zum 7. Jahre in sich, das gibt einem eine andere Inspiration als die Kindheit, die man vom 7. bis zum 14. Jahre in sich trägt, und als die Kindheit vom 14. bis zum 21. Jahre. Aber das darf man nicht sagen; was man also als junge Damen- und junge Männerzeit hat, die man vom 14. bis 21. Jahre in sich trägt, das gibt eine andere Inspiration. Dann kommt eine ziemlich andere Inspiration heraus für das, was man zwischen dem 21. und 42. Lebensjahre in sich trägt, und dann wiederum kommen die ziemlich differenzierten Kräfte, die von höheren Lebens-altern herrühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also nehmen Sie an, man habe sich die Fähigkeit errungen, bildhaft in die eigenen Erlebnisse hineinzuschauen, und dazu sich errungen die Inspiration des leeren Bewußtseins, so daß man wieder ausgelöscht hat das bildhafte Bewußtsein und die Kräfte, so daß man auf die Augen nicht mehr hinschaut, aber durch die Augen schaut. Nehmen Sie an, man ist so weit gekommen, das heißt, durch die Inspiration so weit ge­kommen, daß man nicht mehr seine Lebensepochen mit ihren Tat­sachen sieht, sondern durch diese Lebensepochen sieht und hört; ein­mal durch die Lebensepoche zwischen dem 7. und 14. Jahr, einmal durch die Lebensepoche zwischen dem 49. und 56. Jahr. wie man einmal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
126&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch die Welt hört und einmal sieht. Da bedient man sich der Augen, da bedient man sich der Ohren. In der inspirierten Welt bedient man sich desjenigen, was einem Kraft gibt aus dem 7. bis 14. Lebens­jahre, oder desjenigen, was einem Kraft gibt aus dem 42. bis 49. Le­bensjahre. Da sind die Lebensalter differenzierte Auffassungsorgane geworden. - Also man ist ja in einem gewissen Sinne von seinem Alter heute abhängig. Man kann ganz gut mit 37 Jahren aus der Initiation heraus sprechen; aber man kann anders mit 63 Jahren aus der Initia­tion heraus sprechen, weil man da andere Organe ausgebildet hat. Die Lebensalter sind Organe. - Und nehmen Sie an, man will schildern nicht aus den Büchern, sondern aus der inspirierten Erkenntnis heraus Persönlichkeiten wie Brunetto Latini, wie Alanus ab Insulis - ich will naheliegende Beispiele wählen, weil diese Aufgaben uns in den letzten Tagen beschäftigt haben -, nehmen Sie an, ich will diese schildern. Ver­sucht man sie zu schildern, wenn man 37 Jahre alt geworden ist, dann hat man von ihnen folgendes erfahren: Sie stehen da in der Geistes­welt. In dem belebten Schlafbewußtsein stehen sie da. Man kann mit ihnen reden - nun, natürlich etwas cum grano salis gesprochen -, wie man mit physischen Menschen redet. - Das ist gewiß richtig, aber das Eigentümliche ist, sie konnen einem nur klarmachen, wenn sie mit einem in der Sprache des geistigen Lebens verkehren, was sie jetzt ge­rade in diesem Augenblicke an Weisheit, an innerer Geistigkeit erlangt haben. Und dann kommt man wohl darauf, daß man von ihnen viel, viel erfahren kann. Aber man muß es dann von diesen Geistern auf Treu und Glauben hinnehmen. Man muß es von ihnen hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, meine sehr verehrten Anwesenden, man glaubt schon daran, denn es ist ja schließlich keine Kleinigkeit, sagen wir, einem Brunetto La­tini in der geistigen Welt gegenüberzustehen. Man hat dann schon die Möglichkeit, zu unterscheiden, ob man ein wahnsinniges Traumgebilde, oder ob man eine geistige Wirklichkeit vor sich hat, wenn die nötigen Vor­bereitungen dazu gemacht worden sind. Es ist also schon möglich sozu­sagen etwas zu geben auf das, was einem durch Mitteilungen zukommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nehmen Sie an, man würde mit Brunetto Latini in der geistigen Welt sprechen, wenn ich mich wieder cum grano salis ausdrücke. Sie mussen sich das ja nicht so vorstellen, wie wenn wir da im Saale reden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
127&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
würden, aber man kann es schon so nennen. Nehmen Sie also an, man würde so mit 37 Jahren mit dem Brunetto Latini sprechen. Er würde einem allerlei sagen. Aber dann bekommt man den Drang, man möchte manches genauer wissen, richtiger wissen. Und siehe da, da sagt er einem: Ja, da müßte ich mit dir zurückgehen - wir stehen jetzt im 20. Jahrhundert -, ich müßte mit dir zurückgehen durch das 19., 18. Jahrhundert bis in mein Jahrhundert. Wir müßten den Weg zurück­machen. Wir müßten uns da hinstellen, wo ich gestanden habe, als ich der Lehrer Dantes war. - Ja, dann sagt er einem: Da mußt du noch ein wenig älter werden, wenn du mit mir diesen Weg machen willst, da mußt du noch etwas über das jetzige Lebensalter hinauskommen. Ich kann dir alles sagen. Du kannst alles wissen. Du kannst ein tief Initiierter werden, aber mitkommen kannst du nicht mit mir. Du kannst nicht in Realität durch deinen geistigen Willen den Weg wirk­lich zurückmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, da muß man älter geworden sein. Da muß man über das 42. Jahr vor allen Dingen herausgekommen sein, eigentlich in das 60. Jahr hineingekommen sein, wenn man ganz ungehindert nun in der geistigen Welt mit dem Betreffenden zurückgehen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die Dinge, die Ihnen zeigen, wie es mit dem Menschen-wesen eigentlich im tieferen Sinne liegt, und wie es seine Bedeutung hat, wenn der Mensch alt wird, wenn er noch jung ist. Erst wenn man auf solche Dinge schließlich das Augenmerk hin richtet, kann man auch begreifen - und ich werde darüber auch noch zu sprechen haben -, warum manche Menschen jung sterben, manche älter werden in diesem oder jenem Erdenleben und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ineinandergeschobenen Sternensphären&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben gesehen, wie das menschliche Seelenleben sich in die Wahr­nehmung der geistigen Welt nach der Seite der Menschenentwickelung hin erweitern kann. Ich habe ausgeführt, wie sich verändert, sagen wir der Verkehr mit einem Wesen, das als entkörperte Menschenseele in der geistigen Welt ist wie Brunetto Latini; wie sich ändert der Verkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
128&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
je nach den Bedingungen der Initiation, ob man mit den Organen schaut, die sich einem in der Jugend ergeben, oder mit denjenigen, die sich einem im Alter ergeben. Was in dieser Weise vor die Seele hintre­ten kann als der Ausblick des Menschen in die Erdenwelt und ihre Evolution, das kann ergänzt werden dadurch, daß man nun die Frage aufwirft: Wie erweitert sich nach einer anderen Richtung hin die menschliche Einsicht, das menschliche Bewußtsein? Und ich will eine solche andere Richtung Ihnen heute noch andeuten, um sie dann in den nächsten Tagen weiter auszuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir im gewöhnlichen Bewußtsein des Erdenlebens zwischen Geburt und Tod stehen, dann haben wir die Erdenumgebung um uns. Wir hätten nicht mehr die bloße Erdenumgebung um uns, wenn der Traum nicht chaotisch wäre, wenn wir im tiefen traumlosen Schlaf wahrnehmen würden für das gewöhnliche Bewußtsein. Man hat eben da andere Wahrnehmungs- oder Bewußtseinszustände, nicht bloß die gewöhnlichen. Aber man kann das Folgende sich vor Augen stellen. Das gewöhnliche Bewußtsein hat die Erdenwelt um sich. Ich will also das, was die nächste Umgebung der Erde ist - in das Innere der Erde sieht man ja nicht hinein -, so andeuten (siehe Zeichnung, Seite 130, grün). Das ist also, was man zunächst im gewöhnlichen Bewußtsein vor sich hat. Alles übrige im Weltenall, Sonne, Mond, die anderen Sterne leuchten in diese Sphäre herein. Man sieht sozusagen ihre kosmischen Andeutungen bei Sonne und Mond stärker, bei den übrigen Sternen schwächer. Sie liefern Andeutungen in diese physische Welt herein. Und die Physiker würden ja recht erstaunt sein, wenn sie auf ihre Art -denn auf unsere Art wollen sie es ja nicht - erfahren könnten, wie es da wirklich aussieht, wo der Mond ist, oder wo die Sonne ist. Denn so sieht es ja nicht aus, wie das in den Handbüchern der Astronomie oder der Astrophysik und dergleichen steht! Es sind ja nur Andeutungen, die man so sieht. Und man macht es ja auch im gewöhnlichen Leben in der Regel nicht so, wenn ein Mensch, den man kennenlernen will, vor einem steht, und man mit ihm reden kann, daß man sagt: Das ist un­genau, was ich da erfahre von dem Menschen; der muß recht weit weggehen, so daß ich ihn kaum sehe, dann werde ich ihn viel genauer kennen; ich will ihn dann beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
129&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewiß, es ist durch die Weltennotwendigkeit herbeigeführt, und die Physiker können ja nur die Sterne beschreiben, wenn sie recht weit weg sind. Aber das erweiterte Bewußtsein, das verwandelte Bewußtsein versetzt einen eben in die Sternenwelten selber. Und das erste, was man dabei lernt, ist eigentlich, über diese Sternenwelten ganz anders zu sprechen, als man im gewöhnlichen Leben über sie spricht. Im ge­wöhnlichen Leben sagt man: Ich stehe hier. Wenn es Nacht ist, sehe ich da drüben den Mond. - Das ist ja richtig. Man muß erst in ein anderes Bewußtsein hineinschlüpfen, wenn man anderes sagt. Das dauert zuweilen oft lang. Aber dann, wenn man in ein anderes Bewußtsein hineinschlüpft und dann etwa folgendes machen kann: hinschauen auf dasjenige, was man durchlebt hat mit dem ersten Bewußtsein, das dem Toten folgen kann, hinschauen auf das, was man durchlebt hat von der Geburt bis zum 7. Lebensjahre, bis zum Zahnwechsel, das dann in die Inspiration eingerückt ist, so daß es innerliche Kraft des Schauens geworden ist - dann sieht man eine andere Welt um sich. Die gewöhn­liche verblaßt, wird undeutlich, eine andere Welt sieht man um sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese andere Welt ist diejenige, die man die Mondensphäre nennen kann. Aber man sagt jetzt nicht, wenn man in diese Erfahrung hinein-kommt: Hier stehe ich, und da wiederum ist der Mond-, sondern man sagt: Ich bin in dem Monde dadrinnen - (Zeichnung, weiß). Und Mond ist einem alles das, was hier in diesem Kreise, den er beschreibt, be­ziehungsweise in dieser Kugel liegt. Dasjenige, was Mondumlauf ist, das ist nur die äußerste Grenze des Mondes. Man erlebt das, daß man im Mond darinnen ist. Sehen Sie, so im Mond darinnen sein könnte schon ein Kind mit 8 Jahren, wenn es auf seine ersten 7 Lebensjahre zurückblickte, wenn man es initiieren könnte. Da würde es sogar am leichtesten hineinschauen in diese Mondensphäre, weil es noch nicht durch das folgende Leben beirrt würde. Man kann es natürlich noch nicht initiieren mit 8 Jahren; aber theoretisch ist das durchaus möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schaut man also, wenn man mit der Kraft desjenigen schaut, was einem die ersten 7 Lebensjahre geben, in diese Mondensphäre hinein. Die Sache wird überhaupt da ganz, ganz anders, als man sie beschreibt mit dem gewöhnlichen Bewußtsein. Ich will Ihnen das durch einen Vergleich klarmachen. Sehen Sie, wenn der Biologe heute den Embryo&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
130&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 130&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
131&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
studiert in der Keimesentwickelung von den ersten Stadien bis später, dann studiert er den Keim in einem gewissen Stadium. Und an einer exzentrisch liegenden, also hier außen liegenden Stelle, da ist eine Ver­dickung des Materiellen. Da ist ein Einschluß. Da sieht man eine Art von Kern. Aber man kann und darf nicht sagen, obwohl man das ganz deutlich sieht durch das Mikroskop, man darf nicht sagen: Das ist bloß der Keim, bloß der Embryo -, sondern es gehört das andere eben auch dazu. Und so ist es, sehen Sie, beim Mond und auch bei den anderen Sternen. Das, was man da sieht als Mond, ist bloß eine Art von Kern und das ganze hier (weiß schraffiert) gehört zum Monde dazu. Und die Erde ist im Mond dadrinnen. Und wenn sich der Keim drehen könnte, dann würde dieser Kern auch hier herumgehen. Der Mond dreht sich und geht hier herum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Alten, die von diesen Dingen noch etwas wußten, sprachen daher nicht vom Mond, sondern von der Mondensphäre, und sie sahen in dem, was wir heute Mond nennen, eben nur einen Punkt der äußer­sten Grenze. Den sieht man jeden Tag woanders. Man sieht dann inner­halb von 28 Tagen die ganze Grenze der Mondensphäre. Die Kraft, hineinzuschauen in das, was da als Mondensphäre bleibt, wenn die Erde verblaßt, diese Kraft erlangt man, wenn die inneren Erlebnisse des Menschen zwischen der Geburt und dem 7. Jahre inspiratorische Kraft werden. Und wenn nun die Erlebnisse der zweiten Lebensepoche, zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife, inspiratorische Kraft werden, dann erlebt man die Sphäre des Merkur (rot). So daß man also daran die zweite Sphäre erlebt. Das also (grün) ist aus der Kraft vom Lebensanfang bis zum 7. Lebensjahre; dieses hier (rot) ist aus der Kraft vom 7. bis 14. Lebensjahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum stecken wir ja mit der Erde im Merkur darinnen. Es wird uns dasjenige, was Merkurerlebnisse sind, nur durch das Auge sicht­bar, das wir uns anschaffen können, wenn wir bewußt zurückdringen, anschauend zurückdringen in die Erdenerlebnisse zwischen dem 7. und 14. Jahre. Und wenn man dann geschlechtsreif wird, das Lebensalter durchlebt vom 14. bis 21. Lebensjahre, dann lebt man sich hinein in die Venussphäre (gelb). Die Alten waren gar nicht so dumm; sie haben in ihrer traumhaften Erkenntnis über diese Dinge viel gewußt, und sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
132&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
haben den Planeten, in den man sich hineinlebt, wenn man geschlechts-reif wird, mit einem Namen bezeichnet, der mit dem Liebesleben zu­sammenhängt, denn das beginnt in dieser Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter, wenn man auf dasjenige bewußt zurückschaut, an-deutend zurückschaut, was man zwischen dem 21. und 42. Lebensjahre erlebt, dann weiß man sich darinnen in der Sonnensphäre. Also die einzelnen Lebensalter geben einem, wenn man sie zu inneren Organen umwandelt, die Kraft, das Bewußtsein hinaus in den Kosmos zu er­weitern, stückweise zu erweitern. Wiederum ist es nicht so, daß man nicht vor dem 42. Lebensjahre etwas wissen könnte über die Sonnen-sphäre. Da können es einem aber die Merkurwesen sagen, denn die wissen es schon. Man erfährt es also dann indirekt, sozusagen durch übersinnlichen Unterricht. Um aber im eigenen Bewußtsein etwas zu erleben auf der Sonnensphäre, um hineinzutreten in die Sonnensphäre und in ihr so zu erleben, wie man spazierengeht in Torquay, dazu muß man nicht nur zwischen dem 21. und 42. Lebensjahre leben, sondern muß über das 42. Jahr schon hinaus sein, muß zurückschauen können, denn nur in der Rückschau offenbaren sich die Geheimnisse. Und wiederum, wenn man zurückschauen kann auf das Leben bis zum 49. Lebensjahre, offenbaren sich die Marsgeheimnisse. Kann man zu­rückschauen auf das Leben bis zum 56. Lebensjahre, offenbaren sich die Jupitergeheimnisse. Und die ganz tief verschleierten, aber unge­heuren Aufschluß gebenden Saturngeheimnisse, diese Geheimnisse, die, wie wir in den nächsten Vorträgen sehen werden, sozusagen das Tiefste des Kosmos verhüllen, die Saturngeheimnisse, sie offenbaren sich, wenn man zurückschaut auf dasjenige, was sich zuträgt vom 56. bis 63. Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können daraus sehen, meine sehr verehrten Anwesenden, wie der Mensch wirklich eine kleine Welt, ein Mikrokosmos ist. Er hängt zu­sammen mit demjenigen, was er im gewöhnlichen Bewußtsein der Erde niemals selber gewahr wird; aber er würde nicht das Leben innerlich gestalten, herrichten können, wenn nicht die Mondenkräfte von seiner Geburt bis zum 7. Jahre in ihm wirkten. Wie sie da wirken, das nimmt man später wahr. Er würde nicht dasjenige an sich bewirken können, was er zwischen seinem 7. und 14.Jahre erlebt, wenn nicht die Merkur-geheimnisse in ihm leben würden. Er würde nicht dasjenige in sich bewirken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
133&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
können, was er vom 14. bis 21. Jahre bewirkt, wo also zum Beispiel die gewaltigen produktiven Kunstkräfte in den Menschen ein­ziehen, wenn sie karmisch in ihm veranlagt sind, er würde das nicht erleben können, wenn er nicht innerlich verbunden wäre mit der Venus-sphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ohne sein Verbundensein mit der Sonnensphäre würde er kein reifes Erfahrungsverständnis für die Welt entwickeln können zwischen dem 21. und 42. Lebensjahre, wo wir aus der Lehrzeit hinauskommen, wo wir in die Gesellenzeit kommen. In alten Zeiten hat man ja auch so etwas ausgeprägt. Man war ein Lehrling bis zum 21. Jahre, wurde dann ein Geselle, ein Meister erst später. Also alles das, was da inner­lich vorgehen muß in dem Menschen zwischen dem 21. und 42. Lebens­jahre, das hängt zusammen mit dem, was im Sonnendasein, in der Sonnensphäre lebt. So rührt alles dasjenige, was im verwelkenden Da­sein zwischen dem 56. und 63. Lebensjahre im Menschen vorgeht, da­von her, daß die Saturnsphäre da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stecken darinnen mit der Erde in sich ineinanderschiebenden Sphären. Sieben Sphären sind ineinandergeschoben, und wir wachsen in das Ineinandergeschobene hinein im Laufe des Lebens, hängen so mit ihm zusammen. Unser Leben von der Geburt bis zum Tode wird her­ausevolviert aus der ursprünglichen Anlage, indem gewissermaßen die Sternensphären uns ziehen von der Geburt bis zum Tode. Wenn wir beim Saturn angekommen sind, dann haben wir alles dasjenige, was die Planetensphäre beziehungsweise die Wesen der Planetensphäre in Gna­den an uns tun können, durchgemacht und bekommen dann, im okkul­ten Sinne gesprochen, das frei im Weltenall sich bewegende, geschenkte Leben, das zurückschaut auf das planetarische Leben vom Initiaten­standpunkte aus, und das in gewisser Beziehung emanzipiert sein kann von dem, was in früheren Lebensaltern noch Notwendigkeiten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch über alle diese Dinge werde ich dann in den nächsten Tagen weitersprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= SIEBENTER VORTRAG Torquay, 18. August 1924 =&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;G243,1969,SE134 Das Initiatenbewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;TI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SIEBENTER VORTRAG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torquay, 18. August 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sternenerkenntnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geistigen Hintergründe des geschichtlichen Werdens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Menschheit und seine Differenzierungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben gesehen, wie der Mensch dadurch, daß er seine verschie­denen Lebensalter in geistiger Schau überblickt und beherrscht, zur Inspiration kommt, durch die er in der Lage ist, sein Bewußtsein stufenweise hinaufzuheben bis zu demjenigen, was ihm die Sternen-welt sagen kann, die Sternenwelt, die dann natürlich als ein Ausdruck, eine Offenbarung rein geistiger Wesenheiten und rein geistiger Tat­sachen aufgefaßt werden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun handelt es sich also darum, für die Wege in die geistige Welt hinein, für Forschungen über die geistige Welt die entsprechenden Bewußtseinszustände, die entsprechenden Seelenverfassungen wirklich anzustreben, und nicht in den Irrtum zu verfallen, mit dem gewöhn­lichen Bewußtsein die geistige Welt erreichen zu wollen. Ich möchte Ihnen das heute an besonderen Beispielen, oder besser gesagt Fällen, darlegen. Ich möchte Ihnen zeigen, wo die Möglichkeiten von Abirrun­gen in der geistigen Forschung liegen können. Da möchte ich zunächst einmal das Folgende voranstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch wirklich in die geistige Arbeit hineinkommt, durch die er die geistige Welt sich erschließen kann, durch die er die geistige Welt schauen und - wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf -mit ihr verkehren kann, dann nimmt er namentlich im geschichtlichen Werden der Menschheit, hinter dem er die geistigen Hintergründe sucht, große Differenzierungen, große Unterschiede wahr. Zum Bei­spiel gibt es da das Zeitalter, das dem unsrigen unmittelbar vorangeht. Unser Zeitalter, das wir, ich habe das schon angedeutet, das Michael-Zeitalter nennen können - ich werde die Gründe dafür noch weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
135&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in den Vorträgen angeben -, beginnt mit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, etwa in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Diesem Zeitalter geht aber ein anderes voran, das drei bis vier Jahr-hunderte gedauert hat und das ganz anderer Natur war für denjenigen, der die geistige Welt erforscht hat. Und wiederum diesem Zeitalter geht ein anderes voran, das wieder ganz anderer Wesenheit ist und so weiter. Man schaut also mit der Jnitiationserkenntnis in Vergangenheiten zu­rück und findet immer für gewisse Zeitalter eine ganz andere Art von Eindrücken. Ich möchte das nicht bloß im Abstrakten schildern, son­dern ich möchte es im Konkreten vor Ihre Seele hinstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe Ihnen im Verlauf dieser Vorträge von Persönlichkeiten gesprochen, die in irgendeiner Weise innerhalb der Menschheitsent­wickelung gelebt haben. Ich habe ihnen zum Beispiel von Brunetto Latini, dem großen Lehrer Dantes, gesprochen. Ich habe Ihnen von den Lehrern der Schule von Chartres, von Bernardus Silvestris, von Alanus ab Insulis, von Joachim de Fiore gesprochen, und ich könnte Ihnen von hunderterlei anderen Persönlichkeiten des 9., 10., 11., 12., auch noch des 13. Jahrhunderts sprechen, und da haben wir mit solchen Persönlichkeiten ein ganz bestimmtes Zeitalter bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn derjenige, der das geschichtliche Leben der Menschheit im gei­steswissenschaftlichen Sinne erforschen will, an dieses Zeitalter, also sagen wir, an das Dante-Zeitalter herantritt, an das Giotto-Zeitalter herantritt, an dasjenige Zeitalter also, in dem sich die Renaissance vorgebildet, präpariert hat, dann hat er den Eindruck, er müsse in der geistigen Welt unbedingt mit Menschen verkehren, das heißt mit entkörperten Menschenseelen; er müsse gewissermaßen auch Aug in Auge, natürlich vergleichsweise gesprochen, den Menschenseelen, wie sie leben zwischen ihrem letzten Tode und ihrer nächsten Geburt, entgegentreten. So hat man mit der Initiationserkenntnis das entschie­dene Gefühl, man möchte mit einer solchen Individualität, wie die des Brunetto Latini ist, sagen wir, geistig so verkehren als Mensch, wie man hier innerhalb der physischen Welt mit Menschen verkehrt. Ich habe auch versucht, in meine Darstellungen das einfließen zu lassen. Deshalb stellte ich dieses Zeitalter, wenn ich von Joachim de Fiore, von Brunetto Latini sprach, so dar, daß man merken konnte, da ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
136&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedürfnis vorhanden, möglichst persönlich, möchte ich sagen, die Schil­derung zu geben. Ich sprach vom «auf die Schulter klopfen» und der­gleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ganz anders dann in dem folgenden Zeitalter, in dem Zeitalter, das nach diesem beginnt und bis in das letzte Drittel des 19. Jahrhun­derts hinein reicht. Für dieses Zeitalter hat man mit der Initiationser­kenntnis viel weniger das Bedürfnis, mit den entkörperten Seelen, die dafür in Betracht kommen, persönlich, sozusagen individuell in Be­ziehung zu treten. Man möchte sie viel lieber in ihrer ganzen Umgebung schauen, und man möchte gar nicht direkt an sie herantreten, sondern irgendwie von der Erdenerkenntnis aus, von der Erkenntnis des ge­wöhnlichen Bewußtseins aus den Zugang zu ihnen gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verzeihen Sie, wenn ich hier etwas, was ganz objektiv ist, aus der unmittelbaren persönlichen Erfahrung heraus erzähle, aber diese per­sönliche Erfahrung ist eben in diesem Falle ganz objektiv. Sehen Sie, ich kann gerade darüber sprechen, weil in diesem Zeitalter, das dem unsrigen vorangegangen ist, Goethe gelebt hat, mit dem ich mich ja jahrzehntelang beschäftigt habe. Ich habe das entschiedene Bedürfnis gehabt, zunächst an Goethe heranzutreten, indem ich von seinen natur-wissenschaftlichen Schriften und von der Naturwissenschaft überhaupt mir den Weg zu ihm gebahnt habe. Erst verhältnismäßig spät ist das Bedürfnis entstanden, ihn unmittelbar auch als geistige Individualität in der geistigen Welt gegenüber zu haben. Das war nicht das erste. Das erste war, ihn sozusagen als Sternenmenschen nach seinem Tode im ganzen Weltenzusammenhang, im kosmischen Zusammenhang zu ha­ben, nicht persönlich-individuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man so jemanden dagegen wie den Brunetto Latini, oder namentlich diejenigen Menschen, die sich mit der Naturerkenntnis in diesem selben Zeitalter beschäftigt haben, in dem der Brunetto Latini gelebt hat, in der geistigen Welt aufsuchen will, dann hat man un­mittelbar das Bedürfnis, mit ihnen Meinungen, Anschauungen austau­schen zu können in ganz persönlichem Seelenverkehre. Das ist eben ein bedeutsamer Unterschied. Und dieser Unterschied hängt damit zusammen, daß die Zeitalter in ihrer inneren geistigen Struktur durch­aus voneinander verschieden sind. Heute leben wir in einem Zeitalter,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
137&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in dem es dem Menschen, der ganzen Menschheit besonders vorgesetzt ist, geistige Tatsachen unmittelbar als geistige Tatsachen zu ergreifen; das heißt, die Initiationswissenschaft, die unmittelbar hineinschaut in das geistige Leben, äußerlich als Menschenerkenntnis zu verbreiten. Dieses Zeitalter, das ja eben erst angefangen hat, darf nicht ablaufen, ohne daß in rein geistiger Weise diejenigen, die man gebildete Menschen nennt, die hauptsächlichsten zu erreichenden Tatsachen, also nicht die irdischen, nicht die physisch-sinnlichen Tatsachen, sondern diese gei­stigen Tatsachen wirklich erkennen. Es muß also von jetzt ab für dieses Zeitalter ein energisches Vertreten von einer unmittelbar in die geistige Welt hineinleuchtenden Geisteswissenschaft vorhanden sein, sonst würde die Menschheit auf Erden ihre Aufgabe in dem ihr vorgesetzten Sinne gar nicht erreichen können. Wir müssen in ein spirituelles Zeit­alter immer mehr und mehr einlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ging ein Zeitalter voran, in dem ganz andere Kräfte in der Menschheitsentwickelung herrschend waren. Und wenn wir von dem Gesichtspunkte aus sprechen, den ich im letzten Vortrage angeschlagen habe, von dem Gesichtspunkt wirklicher, echter Sternenerkenntnis, dann kommen wir dazu, zu sagen: In dem Zeitalter, in das wir als Menschen eingetreten sind in den siebziger Jahren des vorigen Jahr­hunderts, in diesem Zeitalter sind es vorzugsweise die von der Sonne kommenden spirituellen Kräfte, die in allem, im physischen Leben der Menschen, im seelischen Leben der Menschen, im wissenschaftlichen Leben, im künstlerischen Leben, im religiösen Leben herrschend werden müssen. Was der Welt die Sonne zu sagen hat, was in der Welt die Sonne zu tun hat, das muß in unserem Zeitalter immer weiter und weiter um sich greifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, Sonne ist für denjenigen, der wirklich erkennt, nicht der physische Gasball, als den ihn die heutige Physik beschreibt, sondern eine Summe von geistigen Wesen. Und die hauptsächlichsten geistigen Wesenheiten, die von der Sonne aus sozusagen das Geistige, das Spiri­tuelle so strahlen, wie physisch das Sonnenlicht oder ätherisch das Son­nenlicht strahlt, die gruppieren sich alle um ein gewisses Wesen, das wir nach einer alten christlich-heidnischen, christlich-jüdischen Benen­nung könnten wir auch sagen, als das Michael-Wesen bezeichnen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
138&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Michael wirkt aus der Sonne. Und das, was geistig die Sonne der Welt zu geben hat, kann man auch dasjenige nennen, was Michael mit den Seinigen der Welt zu geben hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ging eben das andere Zeitalter voran, das ich in der angedeu­teten Weise geschildert habe. Da waren es nicht die Sonnenkräfte, welche Menschenleben, Menschenwissen, Menschentun impulsierten, sondern da waren es die Mondenkräfte. Sie hatten für das Zeitalter, das in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts endete und drei bis vier Jahrhunderte vorher dauerte, sie hatten für dieses Zeitalter alles zu impulsieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wiederum gruppierten sich die maßgebenden Wesenheiten, die da auf die Erden- und Menschheitsentwickelung ihren großen Einfluß hatten, um ein Wesen, das, wiederum mit einer alten Bezeichnung, Ga­briel genannt werden kann. Wir könnten ja ebensogut eine Bezeichnung erfinden, aber da ja einmal die Bezeichnungen da sind - auf die Ter­minologie kommt es nicht an -, so kann man sie beibehalten. Man kann also nach der christlich-jüdischen Sitte diese Wesenheit mit dem Namen Gabriel bezeichnen. Man lernt ja auf die Art, wie ich es Ihnen gesagt habe, diese geistige Wirksamkeit aus den Sternenwelten, die im Menschen ist, kennen. Lernt man mit der Initiationswissenschaft das­jenige kennen, was im Menschen wirkt von seiner Geburt bis zum Zahnwechsel, dann lernt man alles dasjenige erkennen, was Monden­wirkungen im Weltenall sind. Das heißt, man lernt durch diese Rück­schau, durch diese inspirierte Rückschau auf das erste Kindesalter des Menschen so etwas besonders kennen wie das Gabriel-Zeitalter, in dem der Mond besonders wirksam ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen muß man schon etwas reifer werden, muß in die Vierziger-jahre kommen und zurückschauen können auf dasjenige, was im Men­schen wirkt zwischen dem zwanzigsten und vierzigsten oder genauer gesagt zwischen dem einundzwanzigsten und zweiundvierzigsten Le­bensjahre, um die besondere Eigentümlichkeit eines solchen Zeitalters wahrzunehmen, wie das unsrige es ist. So daß in dem Zeitalter, das dem unsrigen vorangegangen ist, gewissermaßen für die kosmische Weltenlenkung die Kinder das Allerwichtigste waren, die Säuglinge, die ganz jungen Kinder. Dahinein wurden die Kräfte, die das Zeitalter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
139&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
haben sollte, impulsiert. Für unser Zeitalter sind es die Menschen, die die Zwanziger-, die Dreißigerjahre erreicht haben, die von den Sonnenkräften aus die Impulse erhalten sollen. In unserer Zeit werden besonders die erwachsenen Menschen wichtig für die kosmische Füh­rung der ganzen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas, was sich als praktisches Resultat unmittelbar aus einer solchen realen Anschauung, wie ich sie vorgestern geschildert habe, auch wiederum in realen Anschauungen ergibt. Es sind nicht Tlieorien, die ich erzähle, es ist eben etwas, was sich aus der realen An­schauung ergibt. Sie können daher auch begreifen, daß man für die Er­kenntnis desjenigen Zeitalters, das als das Gabriel-Zeitalter unserem Michael-Zeitalter vorangegangen ist, nicht das besondere Bedürfnis hat, persönlich den Menschenseelen, die entkörpert sind, gegenüberzustehen. Man fühlt sich dann wie ein kleines Kind nämlich, das einem Erwach­senen gegenübersteht, weil man ihnen gegenübertreten muß mit der inspirierten Anschauung des allerersten Kindesalters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen wird es ganz anders, wenn man nun nach dem vorange­henden Zeitalter sucht, nach dem Zeitalter, in dem Alanus ab Insulis, Bernardus Silvestris, Joachim de Fiore, Johannes von Auville, Brunetto Latini gelebt haben. Dieses Zeitalter war beherrscht von Kräften, auf die man kommt, wenn man auf dasjenige hinblickt, was in dem Men­schen wirkt in dem Lebensalter, welches zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife liegt. Da wirken insbesondere die Merkur-kräfte, wie ich Ihnen im letzten Vortrage ausgeführt habe. Das ist tat­sächlich etwas ganz außerordentlich, ich möchte sagen, Großartiges, in das man da hineinkommt, wenn man, von diesem Lebensalter des Menschen ausgehend, sich sozusagen die Organe mit diesem Lebens­alter bildet, um das Geistige wahrzunehmen. Denn zwischen dem Zahnwechsel und der Geschlechtsreife ist man so recht lernbegieriges Kind. Das wird man wiederum, indem man von da ausgeht. Man möchte daher auch ganz persönlich den Menschen dieses Zeitalters ge­genüberstehen. Man tut es dann auch mit der Initiationserkenntnis. Man möchte so einem Brunetto Latini gegenüberstehen, wie ein zehn-, zwölfjähriges Kind einem, der mehr weiß, einem Erziehenden, einem Lehrenden. Und doch wiederum, mit der wirklichen Initiationswissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
140&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird man ja nicht unbewußt in bezug auf diejenigen Dinge, die man draußen in der physischen Welt hat. Man ist doch ein erwach­sener Mensch und zugleich ein neugieriges, wißbegieriges Kind. Man steht gleich und gleich dem Brunetto Latini gegenüber, und doch wie­derum mit einer ungeheuren Wißbegierde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gibt gerade für diescs Zeitalter, das zurückgeht vom 15. ins 9. Jahrhundert, die besondere Färbung für die Initiationserkenntnis; da kommen wir zurück in ein Zeitalter, wo also Merkur die haupt­sächlichsten Impulskräfte liefert für Erde und Menschheit. Und das Wesen, um das sich da alles gruppiert, das Wesen, das in dieser Zeit besonders wichtig war, das kann wiederum mit einem alten Namen als Raphael bezeichnet werden: Raphael in diesem Zeitalter, das der Renaissance vorangegangen ist, in diesem Dante-, Giotto-Zeitalter. Man möchte sagen, man möchte gerade die Leute, die in der Geschichte so ein wenig verborgen sind, die in der äußeren Geschichte nicht her­ausgekommen sind, persönlich kennenlernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hat eigentlich, auch wenn man in die Geisteswissenschaft hin­einkommt, diesem Zeitalter gegenüber ein merkwürdiges Gefühl. Erst ärgert man sich, daß in den Handbüchern so wenig steht über einen Brunetto Latini, über einen Alanus ab Insulis; man möchte da etwas wissen, das man äußerlich erwerben kann. Dann aber rückt man etwas vor und ist sehr froh, ist sehr dankbar, daß die äußere Geschichte da schweigt. Denn die äußere Geschichte notiert ja doch nur einen Fetzen als Dokument. Denken Sie nur einmal, was von unserer Zeit auf die Nachwelt wird kommen müssen, wenn die Zeitungsnotizen vor den historischen Hilfswissenschaften einmal alle als gültige oder ungültige Zeugnisse gelten sollen! Man ist dann dankbar, daß man nicht gestört wird durch dasjenige, was im Konversationslexikon steht über diese Persönlichkeiten. Und man versucht dann, diesen Menschen auf geistige Weise gegenüberzustehen, mit all den Mitteln, die es im heutigen Zeit­alter gibt innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft, dasjenige zu sagen, was über diese Menschen geisteswissenschaftlich erkundet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ist es insbesondere von großer Bedeutung, denjenigen ge­genüberzutreten, die in der damaligen Raphael-Zeit mit der Naturerkenntnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
141&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Verbindung standen. Tiefere Naturerkenntnis, medizi­nische Erkenntnis können durch manche Persönlichkeit vermittelt wer­den, die, ich möchte sagen, aus dem grauen Geistesdunkel dieser Zeit vom 9. bis 14., 15. Jahrhundert heraustritt für das geistige Schauen, die einführen kann in die Art und Weise, wie man dazumal über die Stoffe dachte, wie man über den ganzen Weltenzusammenhang mit dem Men­schen dachte. Und wenn man dann da hineinkommt, und manche Per­sönlichkeit kennenlernt, deren Name nicht genannt werden kann aus dem Grunde, weil der Name nicht auf die Nachwelt gekommen ist -aber die Persönlichkeiten sind ja da -, wenn man in dieses Zeitalter geistig hineinschaut, dann stehen manche von diesen Persönlichkeiten so da, daß man sagt: Da steht «Paracelsus maior», nur ist er nicht ge­nannt worden, während « Paracelsus minor » spater, in dem Gabriel­Zeitalter gelebt hat, und noch Reminiszenzen, noch Nachklänge ge­habt hat an den «Paracelsus maior», aber nicht mehr in jener unver­fälschten, großartigen Weise, geistigen Weise, in der sie bei dem «Pa­racelsus maior» war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder auch der «Jakob Bölime minor» tritt dann vor uns auf in dem späteren Gabriel-Zeitalter. Wiederum sagt man sich: Der hat ja da Großartiges erkundet, ist aus mancherlei Berichten darauf gekommen, hat die eigene Inspiration angeregt. - Aber wenn einem der «Jakob Böhme maior», der nicht auf die Nachwelt gekommen ist, so aus den Namen nur sporadisch auftaucht, wie Alanus ab Insulis oder Brunetto Latini, wenn da der «Jakob Böhme maior» auftritt, dann versteht man erst richtig den «Jakob Böhme minor». Und so muß man schon sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Vor-Renaissancezeitalter, aus dessem Ende die großen Ge­stalten Dante und Brunetto Latini aufleuchten, dann die Lehrer von Chartres aufleuchten, wo wie ein, ich möchte sagen, erratischer Block darinnen steht der Scotus Erigena, in diesem Zeitalter liegt etwas, was ungeheuer spirituell anregend sein kann. - Die äußere mittelalterliche Geschichte ist finster; aber hinter dieser Finsternis liegt ein gewaltiges Licht gerade für diejenige Zeit, von der ich jetzt gesprochen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
142&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondenwesenheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man betrachtend in dieses Raphael-Zeitalter eindringt, vom 9. bis zum 14., 15. Jahrhundert, dann hat man allerdings den Eindruck, daß die Gestalten, die darinnen sind, so ein Dante noch, Giotto, aber namentlich auch solche, die nicht äußerlich geschichtlich der Nachwelt überliefert sind, daß alle die anderen Gestalten, die ich Ihnen genannt habe, sehr stark hervortreten. Man bekommt einen unmittelbaren menschlichen Eindruck von ihnen. Raphael selber als Gestalt, die nie­maIs in einem physischen Leib verkörpert war, inkarniert war, bleibt mehr im Hintergrunde, und andere geistige Wesenheiten, die ständig der geistigen Welt angehören, wenigstens heute ständig der geistigen Welt angehören, treten auch weniger stark hervor. Gerade die Menschen, die verstorbenen Menschen, die treten für dieses Zeitalter dem spirituell beobachtenden Blick außerordentlich stark gegenständlich gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden Zeitalter, in diesem Gabriel-Zeitalter hat man den Eindruck, daß selbst Gestalten wie Goethe, Spencer, Lord Byron, Voltaire nur so schattenhaft in der geistigen Welt sich benehmen, sich verhalten. Dagegen treten da mit großer imponierender Intensität Wesenheiten auf, die nicht den Eindruck des Menschlichen, sondern eigentlich schon des Übermenschlichen machen, Wesenheiten, an denen man mit spiritueller Erkenntnis gewahr wird, sie leben heute - wie wir Menschen auf der Erde zwischen Geburt und Tod -, sie leben heute in der Mondensphäre ständig. Sie sind die Bewohner der Monden­sphäre. Imponierende Gestalten, die heute die ständigen Bewohner der Mondensphäre sind, die treten einem vor allen Dingen entgegen, und die menschlichen Seelen treten mehr in den Hintergrund. An diesen Gestalten erfährt man, daß sie aber einmal so mit der Erde verbunden waren, wie heute die Menschen verbunden sind. Nur gehen die Men­schen in physischen Leibern herum; diese Wesenheiten haben sich einstmals in feinen, mehr ätherischen Leibern auf der Erde bewegt. Und man lernt erkennen, daß man da durchaus Wesen begegnet, die ein­mal auf der Erde waren, die einmal auf Erden in uralten Zeiten mit der Menschheit verbunden waren, die übersinnliche Lehrer der Menschheit waren, Wesenheiten, die dann, nachdem sie ihre Aufgabe auf der Erde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
143&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erfüllt hatten, nach dem Monde gezogen sind, in die Mondensphäre eingezogen sind, nicht mehr heute mit der Erde verbunden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wissen ja - Sie können das nachlesen in meiner «Geheimwissen­schaft im Umriß» -, daß der Mond selber als Weltenkörper einmal mit der Erde verbunden war, sich dann von der Erde getrennt hat. Dieser Trennung des Mondes sind diese Wesenheiten nachgefolgt. Sie sind später selber Bewohner der Mondensphäre geworden, nachdem sie Bewohner der Erdensphäre waren. So daß man mit jener Stufe der Erkenntnis, von der ich in diesen Tagen gesprochen habe, mit der man den Toten folgen kann unmittelbar nach dem Tode, in den Jahren nach dem Tode in eine Welt eintritt, in der um einen herum, weil man ja noch die frühere Erkenntnis des gewöhnlichen Bewußtseins hat, natür­lich die Menschen leben, die man heute als physische Menschen auch physisch kennenlernt im wachen Tagesleben; dann lernt man aber er­kennen immer mehr mitten unter diesen Menschen, wenn man in das andere Bewußtsein eintritt, Geistgestalten, die eigentlich, so wie wir zur Erde, heute zum Monde gehören, die überall da sind, die sich überall auch für menschliche Angelegenheiten interessieren, nur auf eine etwas andere Weise wie die Menschen heute auf physische Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter diesen Wesenheiten, die einstmals die großen Lehrer der Menschheit waren, die heute die Erde nicht mehr bewohnen, sondern -wenn wir so es aussprechen dürfen, cum grano salis - den Mond be­wohnen, unter diesen Wesenheiten sind solche, die, ich möchte sagen, mit einer großen Erhabenheit auftreten, die die Vollendetsten derselben sind, die Besonnensten, die von innerlicher geistiger Größe Durchdrun-genen. Von ihnen ist sehr viel zu lernen in bezug auf die Geheimnisse des Kosmos. Sie haben ein Wissen, das weit über das dem Menschen mit dem heutigen Bewußtsein mögliche Wissen hinausgeht. Aber sie können dieses Wissen nicht ausdrücken in abstrakten Gedanken. Ich möchte sagen, sie dichten einen an, wenn man in ihre Nähe kommt, sie drücken alles in poetischen Formen, in künstlerischen Bildern aus; sie zaubern vor einen hin in ihrer Art Großartigeres, als Homer ge­schrieben hat, als die alten indischen Dichtungen enthalten, die der Welt bekanntgeworden sind. Aber es ist eine tiefe Weisheit in dem enthalten, was diese Wesen vor einen hinzaubern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
144&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sind aber unter diesen Wesen auch unvollkommenere. Wie es ja auf Erden auch Menschen gibt, die sozusagen sympathische Zeit­genossen und solche, die unsympathische Zeitgenossen sind, so gibt es auch unter diesen Wesenheiten schon solche, die nicht die Größe und Vollkommenheit ihrer Genossen erreicht haben, aber dennoch bis zu einem Punkte gekommen sind, schon dadurch, daß sie Schüler, auch wohl die Diener der anderen waren, die schon dazu gekommen sind, die Erde verlassen zu können, in der Mondensphäre zu leben, weiter­zuwirken. Bei diesen Wesenheiten fällt einem sogleich auf - wenn ich mich trivial ausdrücken darf -, wenn man ihre Bekanntschaft macht, sie haben ein brennendes Interesse für irdische Angelegenheiten, aber sie interessieren sich dafür auf ganz andere Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie müssen sich unter ihnen, unter diesen Wesen, nicht gleich un­sympathische, schreckliche Gestalten vorstellen. Sie sind durchaus, trotzdem sie unvollkommen sind gegenüber ihren Zeitgenossen, weit über das Maß desjenigen hinaus, was an Vornehmheit, an Gescheitheit, an Einsicht der heutige Erdenmensch erreichen kann mit dem gewöhn­lichen Bewußtsein. Aber sie haben durchaus eben die Gewohnheiten ihrer Genossen, andere Gewohnheiten, andere Neigungen, als heute ein gewöhnlicher Erdenbewohner hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte da im einzelnen auf etwas Besonderes hinweisen. Man hat natürlich, wenn man einmal mit solchen Wesen in Zusammenhang tritt, das Bedürfnis, sozusagen - man muß sich in diesen Dingen immer etwas trivial ausdrücken - sich mit ihnen auszusprechen, sich zu be­raten mit ihnen über das eine und andere. Nun, nehmen wir einmal an, man berate sich mit solchen Wesen - ich will einen Gegenstand herausgreifen - über die menschliche Schrift, über dasjenige, was Men­schen geschrieben haben. Also sagen wir, der eine Mensch hat meinet-willen bloß seinen Namen geschrieben, der andere Mensch hat seinen Namen geschrieben, also Namenszüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wenn man sich mit diesen Wesenheiten berät darüber, was da eigentlich vorliegt, dann sagen sie: Ach, ihr Menschen, ihr interessiert euch ja für das Alleruninteressanteste. Ihr interessiert euch für das­jenige, wovon ihr sagt, daß es das Wort bedeutet. Wenn da «Schmied» steht, interessiert ihr euch dafür, daß das «Schmied» heißt; oder wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
145&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
da «Coiffeur» steht, dann interessiert ihr euch dafür, daß da «Coiffeur» steht. Daß das Wort «Coiffeur» bedeutet, das ist ja das Alleruninter­essanteste. Viel interessanter ist es, zuzuschauen, wie ein Mensch, der das aufschreibt, seine Bewegungen dabei macht, wie der eine Mensch so schreibt, der andere Mensch anders, der eine schnell, der andere langsam, der eine geschickt, der andere ungeschickt, der eine automa­tisch, der andere malend. - Auf diese besondere Art, wie der Mensch sich verhält, wenn er schreibt, auf diese Art machen sie besonders auf­merksam. Die interessiert sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sie haben ja auch in der geistigen Welt, von der ich hier spreche, nun wiederum ihren Geistanhang; allerlei geistige Wesen, die auch nicht auf Erden sind, die niedriger sind als Erdenwesen, auch höher zuweilen, aber die nicht auf der Erde sind. Die leiten sie nicht an, sinn­haft das Irdische auszudrücken, sondern sie leiten sie an, die Schreib-bewegungen zu machen, dasjenige, was sich die Menschen da an Schreib-bewegungen nach der Zeit angeeignet haben, wo sie selber auf der Erde waren. Als diese Wesen auf Erden waren, die da Mondbewohner wur­den, da gab es ja noch nicht ein Schreiben in unserem Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun haben sie immer beobachtet im Verkehr mit den Menschen, wie das Schreiben entsteht, und haben sich für dasjenige interessiert was sie dazumal auch schon interessieren konnte, daß die Menschen mit ihren Fingern allerlei geschickte Bewegungen machen; das inter­essierte sie auch schon dazumal. Daß das übergeht, indem die Finger-geschicklichkeit unterstützt wird, in ein Rohr, von dem etwas her­abfließt, oder ein Rohr, aus dem etwas herausfließt, das kam erst später dazu. Dafür interessierten sie sich weniger, was auf das Pa­pier kommt. Dagegen für die Bewegungen, die gemacht werden, ganz außerordentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nun kam dazu, was da war von der Erde, und was geblieben ist, aber von dem Menschen dann weniger bemerkt worden war. Und da ist mancherlei, sehen Sie; da ist also erstens, wenn ich das gleich dazu zähle, was ich eben auseinandergesetzt habe, dasjenige, was der Mensch an Bewegungen ausstrahlt. Also, vom Menschen ausgestrahlte Bewegungen, das ist es, was da mit diesen Wesenheiten ganz besonders verhandelt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
146&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist das aber zunächst etwas, was noch nicht auf das eigentliche Gebiet dieser Wesenheiten leitet, denn es war eben zu ihrer Erdenzeit noch nicht da. Dagegen liegt schon etwas - im guten, nicht im schlech­ten Sinne - Menschenverachtendes darinnen, wenn sie von den ge­ringen Anlagen der gegenwärtigen Menschen sprechen für die Erkennt­nis dessen, was von dem Menschen an Ausdünstung, an Ausstrahlung des Flüssigen zustandekommt. Dafür haben sie ein ganz besonderes Ver­ständnis; das beachtet der gegenwärtige Mensch nicht. Also Ausstrah­lungen des Flüssigen, Hautausstrahlungen des Flüssigen, das ist es, was in dem Zeitalter dieser Wesenheiten ganz besonders wichtig und wesent­lich war. Man lernte den Menschen erkennen an dem, was man später nicht beachtete, an dem, was er um sich herum dunstend verbreitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dritte, wofür diese Wesenheiten besonders empfänglich sind, ist die Hautausatmung, also das Luftförmige, das der Mensch aus sich herausstrahlt. Für alle diese Ausstrahlungen der physischen Natur, die aber, wie wir in den nächsten Betrachtungen hören werden, durchaus einen halb geistigen Charakter gewinnen können, für alle diese Aus­strahlungen des Menschen, im Festen im Schreiben, im Flüssigen in der Hautausdünstung, im Luftförmigen in der Hautausatmung - der Mensch atmet ja durch die Haut auch fortwährend aus -, sind diese Wesenheiten besonders empfänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann viertens in der Wärmeausstrahlung. Alle diese Dinge, insofern sie auf Erden vorhanden sind, sind diesen Mondenwesen noch von ganz besonderer Wichtigkeit, und sie beurteilen den Menschen eben nach der Konfiguration seiner Bewegungen im Schreiben, nach der be­sonderen Art seiner Ausstrahlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kommt dann noch fünftens die Lichtausstrahlung, die durch­aus auch vorhanden ist. Jeder Mensch ist nicht nur in seiner Aura, son­dern auch in bezug auf den physischen Organismus und den Äther-Organismus leuchtend, lichtausstrahlend. Und diese Lichtausstrahlung, die so schwach ist, daß sie unter gewöhnlichen Verhältnissen nicht ge­sehen werden kann, die aber zum Beispiel heute schon von Naturfor­schern wie Moriz Benedikt in besonders hergerichteter Dunkelkammer sichtbar gemacht wird, diese Lichtausstrahlung, die dann in roten, gelben, blauen Strahlungen und Glimmungen um den menschlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
147&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Organismus herum ist, die ist beim Menschen an verschiedenen Stellen verschieden. Sie können von dem Naturforscher Moriz Benedikt lernen, wie er diese gefärbte Lichtausstrahlung in der Dunkelkammer sichtbar gemacht hat, so daß man die eine Seite, die linke Seite, mit dem ganz gewöhnlichen Lichte, die andere Seite wieder in anderem Lichte sehen kann. Da handelt es sich nur darum, daß die physikalische Anordnung in entsprechender Weise getroffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gibt es eine sechste Ausstrahlung, das ist die Ausstrahlung chemischer Kräfte. Die ist tatsächlich in umfassendem Maße heute nur in seltenen Fällen vorhanden auf der Erde. Das heißt, sie ist schon immer vorhanden, aber ich meine, sie kommt nur in seltenen Fällen in Betracht, spielt in seltenen Fällen eine Rolle, und zwar in den Fällen, wo die schwarze Magie angewendet wird. Wenn also Menschen sich ihrer chemischen Ausstrahlungen bewußt werden und diese anwenden, dann kommt auf Erden die schwarze Magie zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine siebente Art von Ausstrahlung ist direkt die unmittelbare gei­stige Lebensausstrahlung, die Vitalstrahlung. Ebenso bedeutend wie die schwarze Magie, in der fast immer die chemischen Ausstrahlungen entarten in unserer Zeit, und die etwas Verwerfliches, Böses ist, ist die Ausstrahlung des Lebens. Denn diese Mondenwesen, von denen ich da spreche, die können ihrerseits, in gutem Sinne aber, denn sie sind keine schwarzen Magier - schwarze Magier sind unter Umständen diejeni­gen nur, die auf Erden das tun und in das Böse verfallen -, diese Mon­denwesen können immer mit den Kräften, die in dieser chemischen Aus­strahlung liegen, rechnen und arbeiten. Aber nur dann, wenn Vollmond ist, wenn der Mond von der Sonne beschienen wird und sie sich in das Gebiet des Sonnenscheins begeben können, dann können sie unter der Einwirkung des Sonnenlichtes mit den Lebensausstrahlungen rechnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Lebensausstrahlungen, sehen Sie, das sind diejenigen, die nun im Gegensatze zu allem Verwerflichen gerade als etwas Gutes in unser Zeitalter hereinkommen müssen; denn mit all den Impulsen, welche im Michael-Zeitalter gegeben werden sollen, soll nach und nach diese Beherrschung der Lebensausstrahlung, der vitalen Ausstrahlung verbunden sein. Das soll hauptsächlich gelernt werden, nicht tot zu wirken mit dem, was aus der geistigen Welt kommt, sondern unmittelbar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
148&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lebendig zu wirken mit dem, was aus der geistigen Welt kommt. Lebendige Ideen, lebendige Begriffe, lebendige Anschauungen, leben­dige Empfindungen, nicht tote Theorien zu finden, das ist die Aufgabe des Zeitalters. Das kommt unmittelbar von den Gestalten, die mit dem Wesen, das wir als Michael bezeichnen, vereinigt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen hat man sich mehr, ich möchte sagen, an das Irdische ge­wendet im abgelaufenen Gabriel-Zeitalter. Man wollte nicht gleich hinein zu den Wesenheiten, die da unter Umständen dem Menschen sehr nahestehend sind, weil diese Wesenheiten sich für etwas inter­essierten, wofür sozusagen das Zeitalter weniger veranlagt sein sollte. Sie interessierten sich für alle diese okkulten Strahlungen, die aus dem Menschen hervorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An unsere Welt, wie wir sie als physische Welt zwischen Geburt und Tod haben, stößt ja sogleich eine andere, geistige Welt an, in der wir, so wie ich es beschrieben habe, die Toten finden. Aber in dieser Welt ist ja vieles andere darinnen. Und unter dem, was da darinnen ist, ist eben die Wirksamkeit von solchen Kräften, wie sie in den Strahlungen, den Ausstrahlungen der Menschen leben. Das ist in gewissem Sinne ein höchst gefährliches Weltengebiet, in das man da hineinkommt. Und man muß in diesen Tagen die öfter erwähnte auch seelisch-geistige Haltung haben, damit man das, was von diesen Mondenwesen kommt, von denen ich gesprochen habe, in gutem und nicht in bösem Sinne lenke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn, sehen Sie, es ist ja so, daß alle Kräfte, alle Impulse der gegen­wärtigen Epoche dem zueilen müssen, auf Erden die Vitalstrahlung zu verwenden. Aber ungeheuer naheliegend ist es, daß man da in das­jenige hineinkommt, was zwischen dieser Vitalstrahlung und allen an­deren Strahlungen, die man so gerne haben möchte, liegt: die schwarze Magie. Die Menschen möchten so gerne sichtbar machen, was in den Bewegungen zum Ausdruck kommt - wir werden davon zu sprechen haben -, sichtbar machen dasjenige, was in der Ausdünstung vorhanden ist und so weiter, was in der Lichtausstrahlung vorhanden ist. Das alles ist in einem gewissen Sinne verwandt mit etwas Gutem, mit dem, was eigentlich nur gut sein kann, weil das Michael-Zeitalter unter den Men­schen anbricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
149&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber zwischen alldem liegt die schwarze Magie, die abgehalten wer­den muß, wenn die guten, die richtigen Wege, und nicht die bösen, fal­schen Wege der übersinnlichen Forschung eingeschlagen werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Vom Menschen ausgestrahlte Bewegungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hautausstrahlungen des Flüssigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Hautausstrahlungen des Luftförmigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Wärmeausstrahlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Lichtausstrahlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Chemische Kräfteausstrahlung (schwarze Magie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Vitalstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mediale Naturen und ihre Ausstrahlungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, wenn nun in der geistigen Welt dieser Verkehr stattfindet zwischen den Menschen hier auf der Erde und den Mondenwesen -und im Unterbewußten findet er ja fortwährend statt -, dann ist es eben möglich, daß bei dieser Entwickelung des Interesses, welches ge­wisse Mondenwesen an den Bewegungen haben, die die Menschen beim Schreiben, beim Zeichnen auch ausführen, daß an diesem Interesse, das sich ja an diesen Mondenwesen geistig offenbart, wiederum ihrer­seits Interesse haben gewisse Elementarwesen der geistigen Welt. Ele­mentarwesen, die tiefer stehen als die Mondenwesen, die auch niemals auf Erden sich inkarnieren, die aber in der angrenzenden Welt, von der ich gesprochen habe, eben doch leben, ak geistig-ätherische Wesen le­ben. Wenn die sich wiederum interessieren für alles das, was da vorgeht, dann kann folgendes vorkommen. Wenn der Mensch hier auf der Erde beobachtet wird, so sieht man ja eben, daß seine Gedanken, die er dann, sagen wir, durch die Schrift mitteilt, auf seine ganze Menschenwesen­heit wirken. Sie sind zunächst im Ich vorhanden, aber sie wirken hin­über in den astralischen Leib, der seine Bewegungen im Sinne dieser Bewegungen ausführt, die wir beim Schreiben machen vom Ich aus. Sie wirken in den ätherischen Leib. Und sie wirken bis in den physischen Leib hinunter. Diese Wirkungen in den physischen Leib hinein, die beobachten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
150&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun gewisse Wesenheiten elementarischer Art und bekommen sozusagen auch die Sehnsucht, sich ebenso zu bewegen. Das können sie aber nicht, weil andere Gesetze in ihrer Welt herrschen, als in der Welt, in der geschrieben wird. Geschrieben wird ja nur in der physi­schen Welt der Menschen hier auf der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber folgendes ist möglich Es gibt gewisse Menschen, die, wenn sie schreiben oder auch denken, selbst fühlen, ganz tief in ihrem ätheri­schen Leib darinnenstecken. Alles in ihrem ätherischen Leib geht mit, drückt sich dann auch stark in dem physischen Leibe aus. Und bei die­sen Menschen kommt es dann vor, daß sie das, was in ihrem Ich ist, ganz unterdrücken, und eine Nachahmung des Schreibens, des Zeich­nens, in ihrem astralischen, ätherischen, physischen Leibe auflebt. Das sind die Medien. Solche Medien können dann, weil ihr Ich unterdrückt ist, in sich aufnehmen diese gelehrigen Elementarwesen aus der gei­stigen Welt, die sozusagen die Bewegungen des Schreibens von den Mondenwesen gelernt haben. Und es kommen dann solche Medien in eine Tätigkeit hinein, in der sie nicht Schreibbewegungen machen im Sinne ihres Ich, im Sinne ihres vollen Bewußtseins, sondern im Sinne des Elementarwesens, das in ihnen sitzt. Dadurch kommt alles das, was mediales Schreiben, mediales Zeichnen ist, durch die vom Menschen ausgestrahlten Bewegungen bei herabgedämpftem Bewußtsein zustande:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alles gewöhnlich Mediale. Da werden also die ausgestrahlten Bewe­gungen benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von gewissen Wesenheiten, die unter dem Einfluß der Mondenwe­senheiten besonders sich das Künstlerische aneignen, das in den Seelen der Menschen lebt, können die Ausstrahlungen der zweiten Art benutzt werden. Auch diese Wesenheiten gehen in solche Menschen hinein, die das Oberbewußtsein heruntergedämpft haben, und die ein gewisses künstlerisches Moment in ihrem ätherischen Leib haben, in ihrem astra­lischen Leib haben und dadurch es hineinleiten in die Ausstrahlungen. Da ist es unter Umständen recht interessant, wie dann solch ein Men­schenwesen gewissermaßen besessen sein kann von elementargeistigen Wesenheiten, und in seine Ausstrahlungen hineinbekommt so etwas wie plastisch existierende Träume, Zusammensetzungen zum Teil von dem, was das Menschenwesen selber im Leben wahrnimmt, weil das heruntergerutscht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
151&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist in den Äther- und astralischen Leib und in den Aus­strahlungen erscheint; zum Teil von Kundgebungen aus der Welt, in der nur die Elementarwesen sind, die in das Menschenwesen hineinge­krochen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, solche Ergebnisse hat der experimentierende Schrenck­Notzing bekommen. Er hatte gewisse mediale Naturen zur Verfügung, die ganz besonders, wenn das Bewußtsein heruntergerutscht war, also das Ich ausgeschaltet war, für die elementarischen Wesen behandelbar waren durch ihre Hautausstrahlungen flüssiger Natur. Es gibt ein interessantes Buch von Schrenck-Notzing. Die einen halten es ganz für Schwindel, die anderen sind entzückt davon. Bei denen, die entzückt darüber sind, braucht man nicht davon überrascht zu sein, daß sie die Dinge als etwas Wunderbares hinnehmen. Es ist ja etwas Wunderbares Es ist etwas Wunderbares, wenn da ein Medium vorhanden ist, mit dem experimentiert wird, und dann an einer bestimmten Stelle eine plastische Gestalt aus dem Körper herausgeht, welche etwas Geistiges hat, das nicht auf Erden vorhanden ist. Aber auch da ist bei manchem der Fälle hineingemischt ein Bild, das das Medium zuletzt in einer illustrierten Zeitung gesehen hat. So also strahlt aus dem Medium irgend etwas aus. Es ist die Hautausdünstung. In die strahlt hinein irgend etwas, sagen wir, ganz Geistiges; aber daneben etwas, was dieses Medium zuletzt in einer illustrierten Zeitung gesehen hat, zum Beispiel eine Gestalt Poincare&#039;s, so wie er in den Zeitungen erschienen ist, viel­leicht in einem Witzblatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht nicht darüber frappiert zu sein, daß die Menschen das erstaunlich finden. Aber man kann nämlich sehr davon frappiert sein, wie fashionable, mit den guten Sitten durchaus vertraute Persönlich­keiten, selbst Damen, nicht reden möchten von den Hautausdünstungen und in jeder Weise dasjenige umschreiben, was in dieser Weise an dem Menschen zutage tritt, wie sie aber lechzen danach, das Medium anzu­schauen, das diese plastischen Gestaltungen in nichts anderem zeigt als in den ganz gewöhnlichen Hautausdünstungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dinge, meine sehr verehrten Anwesenden, die Schrenck-Notzing experimentiert hat, die werden - so ist es nun einmal - geschwitzt. Und in dasjenige, was geschwitzt wird, geht eben das hinein, was an&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
152&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
plastischer Wesenheit, angeregt durch diese Elementarwesen, in den Hautausstrahlungen zum Ausdruck kommen kann. Ebenso kann durch gewisse elementare Wesenheiten die Hautausatmung, also die Luft, die herauskommt, dann angeregt werden. Sie ist aber so verbunden mit der eigenen menschlichen Gestalt, der Mensch legt so stark die eigene menschliche Gestalt in diese Hautausatmung hinein, daß diese Wesen­heiten zumeist nicht viel mehr vermögen, als ein Phantom des Men­schen selber herauszuleiten. Dann entstehen jene Manifestationen, jene Phänomene, wo eben das Phantom aus dem Menschen heraustritt. Es ist also die Erscheinung des Phantoms. Nicht so leicht ist nun Wärme­und Lichtausstrahlung aus dem Menschen herauszubringen, so daß darinnen irgend etwas zum Vorschein kommt von dem, was anregen solche Elementarwesen unter dem Einfluß von Mondenwesen. Da muß man schon gewisse Vorbereitungen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, heute ist selbst die Naturwissenschaft, wie ich Ihnen gesagt habe, so weit, daß sie gewisse Lichtausstrahlungen, die verbunden sind mit Wärmeausstrahlungen, in der physikalischen Dunkelkammer zur Anschauung bringt. Und gerade die Experimente von Moriz Benedikt sind ja in dieser Beziehung außerordentlich interessant. Aber die Mög­lichkeit, so richtig mit diesen Ausstrahlungen, mit Wärme- und Licht-ausstrahlungen zu arbeiten, haben eigentlich immer nur diejenigen Menschen gehabt und haben sie noch heute, die Vorbereitungen machen, in denen eben nicht nur die gewöhnlichen Machinationen der physischen Welt sich ausdrücken, sondern welche Vorbereitungen machen mit be­sonderen Räucherungen, mit der Entwickelung besonderer Dämpfe, auch mit der Entwickelung besonderer Gerüche, mit dem Mischen von besonderen Stoffen und so weiter, wodurch dann all jene magischen Vorgänge entstehen, von denen ja reichlich in einer älteren magischen Literatur die Rede ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle diese magischen Vorbereitungen haben den Zweck, es dazu zu bringen, daß diese Kräfte, die in den Wärme- und Lichtausstrahlungen des Menschen liegen, zur Geltung kommen. Und Sie können ja recht bedenkliche und recht gefährliche Anleitungen dazu lesen in den Schrif­ten von Eliphas Levi, auch in denjenigen von Encausse, der unter dem Namen Papus geschrieben hat. Da finden Sie bedenkliche und durchaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
153&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gefährliche Anleitungen zu solchen Dingen. Aber wir haben hier über das Objektive dieser Dinge, über das Wesen dieser Dinge zu spre­chen und müssen sie daher berühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle diese Dinge führen dann hin zur direkten schwarzen Magie, wo mit dem im Irdischen verborgenen Geistigen gearbeitet wird. Mit welchem Geistigen? Nun, ich habe Ihnen gesagt, und Sie können das in meiner «Geheimwissenschaft» nachlesen, daß einmal der Mond mit der Erde verbunden war. Aber zahlreiche Kräfte hat der Mond nicht mit sich hinausgenommen, die zu ihm gehören. Es sind viele zurück­geblieben in der Erde und durchsetzen nun Mineralien, Pflanzen und Tiere. Die sind heute noch da, diese Mondenkräfte. Wenn man also mit Mondenkräften auf der Erde hier arbeitet, Kräften, die eigentlich nicht zu den normalen Mineral-, Pflanzen-, Tier- und Menschenkräften gehören, dann kann man mit diesen Mondenkräften auf ungehörige Art direkt in das Gebiet hineinkommen, in dem man mit den Wesen­heiten zusammenkommt, die als Elementarwesen manches von den Mondenwesen lernen, aber auf eine Art lernen, wie ich es Ihnen ange­deutet habe, die nicht in unsere Welt gehört. Und so arbeitet der schwarze Magier auf der einen Seite mit den Mondenkräften, die noch hier auf Erden sind. Aber dadurch, daß er so arbeitet, kommt er in Zu­sammenhang mit Elementarkräften, die direkt, man möchte sagen, in­dem sie kiebitzen, zuschauen wie beim Halma oder Schachspiel, indem sie kiebitzen bei dem, was auf rechte Weise vorgeht zwischen den Men­schen und den Mondenwesen, lernen, der physischen Welt möglichst nahezukommen; die gucken entweder herein oder betreten diese phy­sische Welt auch. Aber der gewöhnliche Mensch, bei dem das alles im Unterbewußtsein bleibt, hat mit ihnen nichts zu tun. Der schwarze Magier, der mit den Mondenkräften arbeitet, der in seinen Retorten, in seinen Tiegeln und so weiter überall die Mondenkräfte besitzt, der wird umschwirrt von diesen Kräften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen Schwarzmagiern kann dann auch wohl ein guter Mensch manches lernen. Goethe hat das Umschwirrtwerden, das schon ganz bedenklich angrenzt an schwarze Magie, in seinem «Faust» im ersten Teil dargestellt. Da kommt der Mensch durch die Benützung dieser Mondenkräfte in die Region, wo Wesenheiten, die in den Dienst der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
154&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mondenkräfte eingetreten sind, zum Verkehr mit Menschen bereit sind. Und da entstehen dann die Zentren schwarzer Magie, wo eben die Mondenkräfte zusammenarbeiten mit Geistern, die direkt sich in den Dienst, aber in einen bösen Dienst der Mondenkräfte gestellt haben. Es ist auch dadurch, daß mancherlei gerade im Laufe der letzten Jahr­hunderte nach dieser Richtung gearbeitet worden ist, in der Erde eine bedenkliche Atmosphäre geschaffen worden. Und diese bedenkliche Atmosphäre ist da. Es schwirren und weben viele solche Kräfte herum, die aus einer Verbindung von menschlicher Tätigkeit mit Monden­ingredienzien und Mondendynamik mit Elementarwesenheiten hervor­gehen, die im Dienste ungehöriger Mondenkräfte stehen. Diese be­denkliche Atmosphäre, die ist da. Und das ist die Region, die gerade stark nun dem entgegenarbeitet, was aus der Sonnenregion kommen soll im Zeitalter des Michael, und was die Vitalstrahlung im reinen Seelisch-Geistigen ganz besonders berücksichtigen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da anknüpfend, wollen wir dann morgen weiterreden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Vom Menschen ausgestrahlte Bewegungen = Mediales&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Hautausstrahlungen des Flüssigen = Mediale Plastik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Hautausstrahlungen = Erscheinen des Phantoms&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Wärmeausstrahlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Lichtausstrahlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Chemische Kräfteausstrahlung (schwarze Magie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Vitalstrahlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
155&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ACHTER VORTRAG Torquay, 19. August 1924 =&lt;br /&gt;
Möglichkeiten der Abirrung in der geistigen Forschung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahrimanische Elementarwesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die Bewußtseinszustände, von denen gesprochen worden ist, entwickelt, so kommt man mit jedem Bewußtseinszustand in ein bestimmtes Weltgebiet. Ich will schematisch darstellen, wie das An­schauen des Menschen sich verhält zu diesen einzelnen Weltgebieten, in die man durch das Erringen von besonderen Bewußtseinszuständen, wie ich sie charakterisiert habe, kommen kann. Man kann selbstver­ständlich die Welten, die eigentlich ineinander sind, hier nur neben-einander darstellen. Ich habe ja auch gezeigt, wie die Mondenwelt, die Mondensphäre eigentlich unsere Sphäre durchdringt, wiederum die Merkursphäre unsere Sphäre durchdringt. Jetzt muß ich, um die ver­schiedenen Welten darzustellen, sie nebeneinander darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 155&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir dieses als unsere Welt bezeichnen (siehe Zeichnung), dann kommen wir dadurch, daß wir andere Bewußtseinszustände entwickeln, jeweilig in andere Welten. Nehmen wir also an, wir entwickeln denjenigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
156&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewußtseinszustand, den wir haben müssen, um in die Welt einzutreten, in die wir die Toten unmittelbar in den Jahren nach ihrem Tode verfolgen können. Ich werde diese Welt dadurch charakterisie­ren, daß ich sie anstoßend an unsere Welt hier aufzeichne (gelb). Wir würden dann den nächsten Bewußtseinszustand entwickeln, den Be­wußtseinszustand, durch den wir weiter hineinkommen in jenes Leben, das dann der Tote betritt, nachdem er den Weg rückwärts absolviert hat, und den ich den Zustand des leeren, aber wachenden Bewußt­seins gegenüber der physischen Welt genannt habe. Da würden wir hin-einkommen in eine weitere Welt (rot), in diese Welt, wo zum Beispiel der Mensch ganz besonders mit den Merkurwesen zusammenkommt, mit demjenigen Geschehen, mit denjenigen Tatsachen, die in der Sphäre des Raphael in dem gestern charakterisierten Sinne liegen. In dieser Sphäre lernt man vor allen Dingen die Heilkräfte der menschlichen Natur kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kommt man mit jedem Bewußtseinszustand in ein gewisses Gebiet der Welt. Dadurch aber lernt man diejenigen Wesen kennen, welche für irgendeine Zeit dieser Welt angehören. Wenn ich also die Menschen kennenlernen will, wie sie in den Jahren nach dem Tode leben, so muß ich mich mit dem Bewußtsein in die Welt begeben, in der dann die Toten wandeln. Jch kann sie in ihrer wirklichen Gestalt nicht in einer anderen Welt beobachten. Wenn ich die Merkurwesen betrachten will, muß ich mich mit meinem Bewußtsein in diese Welt der Merkur-wesen hineinbegeben. Daraus sehen Sie, daß wir als Menschen die Wel­ten in gewissem Sinne getrennt voneinander und für jede Welt ihren besonderen Bewußtseinszustand annehmen können. Das müssen wir auch, wenn wir in rechtem Sinne die Welt kennenlernen wollen, denn nur dadurch konnen wir uns in der richtigen Art vorbereiten, ein jedes Wesen in seinem wahren Charakter kennenzulernen. Ich will Ihnen an einem einfachen Beispiele zeigen, wohin ein solches Erkennen führt, also ein Erkennen, das für bestimmte Weltgebiete richtig den entspre­chenden Bewußtseinszustand entwickeln will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, wir sehen eine Pflanze, die Blätter, die Blüte. Wir haben gesehen, wie eine solche Pflanze eigentlich ein Spiegelbild dessen ist, was gestaltend, geformt draußen in der Welt ist. Dasjenige, was&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
157&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir gerade in der Welt finden können, von der wir jetzt gesprochen haben, das finden wir gespiegelt auf der Erde in unseren Pflanzen. Wie lernen wir die Pflanzen kennen? Wir lernen sie kennen, wenn wir unser Bewußtsein in diese Welt erheben. Aber da stellt sich etwas ganz Besonderes heraus. Da stellt sich heraus, daß wir einen großen, gewal­tigen Unterschied machen müssen zwischen den Pflanzen, die uns im Bereiche des Irdischen begegnen. Wenn wir irgendeine Pflanze, Ci­chorium oder irgendeine andere bestimmte Pflanze ansehen, so er­scheint sie auch in diesem geistigen Sinne anders als manche andere Pflanze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie zum Beispiel das gewöhnliche Veilchen und vergleichen Sie dieses Veilchen - um gleich ein radikales Beispiel zu haben -, mit der Belladonna, mit der Tollkirsche, dann wird man, wenn man so hinschaut auf die Pflanzenwelt, wie ich es charakterisiert habe, sehen, wie das Veilchen einem ganz offen vor dem Seelenauge steht, wenn man in der Welt ist, der das Veilchen angehört, also in der Welt des leeren, wachenden Bewußtseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht so ist es bei der Tollkirsche. Die Tollkirsche, Belladonna, sie zieht ihre Wesenheit noch aus anderen Welten herein. Ich kann das auch so charakterisieren: Man lernt eine gewöhnliche Pflanze kennen, indem man sieht, sie hat ihren physischen Leib, sie hat ihren Ätherleib; und dann sieht man, daß die Blüte und die Frucht umschwebt wird von dem allgemeinen Astralischen im Kosmos. Sie sehen also auf die Pflanze hin. Überall sprießt aus der Erde das Physische der Pflanze heraus. Überall hat die Pflanze ihren Ätherleib und darüber, wie in Wolken gelagert, das Astralische. So ist es bei solchen Pflanzen wie bei dem Veilchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Pflanze wie der Tollkirsche wird es anders. Bei der Bella­donna ist es so: die Pflanze wächst, hat hier ihre Blüte, hier drinnen entwickelt sich die Frucht (es wird gezeichnet). Da aber geht das Astra­lische in die Frucht hinein. Das Veilchen entwickelt die Frucht bloß im Ätherischen. Die Tollkirsche saugt mit der Frucht das Astralische ein. Dadurch wird sie giftig. Alle Pflanzen, die in irgendeinem ihrer Teile Astralisches aus dem Kosmos einsaugen, werden giftig. Dasselbe also, was, wenn es ins Tier kommt, dem Tier den Astralleib gibt, das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
158&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tier innerlich als ein Empfindungswesen ausgestaltet, es macht, wenn es in die Pflanze eintritt, die Pflanze zur Giftpflanze. Das ist sehr interessant, weil wir sagen können: Unser astralischer Leib trägt Kräfte in sich, die, wenn sie in die Pflanze kommen, als Gift sich darstellen. -Und so muß man auch das Gift auffassen. Nur dadurch kommt man zu einer innerlichen Erkenntnis des Giftes, daß man weiß, normaler­weise hat man als Mensch in seinem astralischen Leib eigentlich die Kräfte aller Gifte in sich, die es gibt, denn das gehört zum Wesen des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun will ich in dieser Auseinandersetzung nur einen bestimmten Begriff geben, den wir nachher verwerten müssen, damit wir eindrin­gen können in den Unterschied zwischen den wahren und den falschen Wegen der geistigen Forschung. Was sehen wir an einem solchen Bei­spiel? Wir haben ein Veilchen. Wir haben eine Tollkirsche. Wir sehen, wenn wir für jede Welt das richtige Bewußtsein entwickelt haben, in dem Veilchen ein Wesen, das in seiner richtigen Welt verbleibt, nichts heranzieht aus einer ihm fremden Welt. Bei der Tollkirsche sehen wir, daß sie etwas heranzieht aus einer ihr fremden Welt. Die Belladonna eignet sich etwas an, was eigentlich eine Pflanze nicht haben darf, was erst ein Tier haben soll. Und so ist es bei allen Giftpflanzen. Sie eignen sich dasjenige an, was sie als Pflanzen nicht haben sollen, sondern was erst dem Tiere gebührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun gibt es im Weltenall viele Wesen, die den verschiedensten Welten-gebieten angehören. Es gibt gerade in demjenigen Gebiete, das wir fin­den, wenn wir unmittelbar die Welt betreten, in der wir den Toten nach dem Tode ein paar Jahre, zehn, zwanzig, dreißig Jahre folgen können, bis sie diese Welt verlassen, eine ganze Anzahl von Wesen, die wirklich sind, die aber nicht sichtbar in unsere physische Welt herein­kommen. Ich möchte eben solche Wesen als eine bestimmte Art von Elementarwesen charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wenn wir dem Toten, nachdem er durch die Pforte des Todes gegangen ist, folgen, treten wir ein in eine Welt, in der auch allerlei Elementarwesen sind, die Formen haben, von denen man sagen kann, daß sie dieser Welt wirklich angehören. Wir können also sagen: Da diese Wesen dieser Welt angehören, sollten sie sich eigentlich nur all&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
159&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Kräfte bedienen, die in dieser Welt sind. - Nun sind aber unter diesen Elementarwesen solche, die nicht dabei bleiben, sondern die zuschauen, wenn zum Beispiel die Menschen schreiben, und die da hereinschauen und auf all die Tätigkeiten blicken, welche innerhalb der Menschenwelt, das heißt innerhalb derjenigen Welt, die die Men­schen zwischen Geburt und Tod durchleben, verrichtet werden. Fort­während haben wir solche Wesenheiten, die da zuschauen. Nun ist das Zuschauen an sich noch nichts irgendwie Schlimmes, denn der ganze Plan, in dem dasjenige begründet ist, was ich jetzt erzähle, besteht ja darinnen, daß alle die Welten, die an unsere anstoßen, also die Welt, die wir gleich nach dem Tode betreten, die Welt, die wir nach Jahrzehnten nach dem Tode betreten, daß alle diese Welten ja das nicht in sich haben, was der Mensch hier auf Erden um sich hat, und was er hier auf Erden lernt. Wenn man in diese an unsere Welten anstoßenden Welten eintritt, dann gibt es dadrinnen zum Beispiel kein Schreiben, kein Lesen in unserem Sinne. Es gibt auch keine Flugzeuge in unserem Sinne, auch keine Autos in unserem Sinne, nicht einmal gewöhnliche Gespanne in unserem Sinne. Das alles gibt es ja in diesen anstoßenden Welten nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann aber auch nicht sagen, daß wir auf Erden hier Autos bauen, schreiben und lesen, daß wir auf Erden Bücher schreiben, die ja auch nicht gelesen werden von den Engeln, wir können nicht sagen, daß das alles ohne Bedeutung sei für die Welt im allgemeinen. Sondern es ist so, daß gewissermaßen solche Wesenheiten, von denen ich gerade gesprochen habe, abkommandiert werden aus der unmittelbar an unsere anstoßenden Welt. Sie sollen gewissermaßen achtgeben, was da die Menschen treiben. Sie werden also aus anderen Welten heraus besonders beauftragt mit der Mission, sich zu kümmern um die Menschennatur, und dasjenige, was sie da lernen, für zukünftige Zeiten zu bewahren. Denn sehen Sie, wir Menschen können unser Karma von einem Leben in das andere tragen, können auch alles das von einem Leben in das andere tragen, was durch die äußere Kultur mit unserem Karma ge­schieht. Was wir im Auto erfahren als Mensch, das können wir von einem Erdenleben in das andere tragen; die Konstruktion des Autos nicht. Dasjenige, was bloß aus Erdenkräften heraus entstanden ist, das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
160&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
können wir Menschen selber nicht von einem Erdenleben ins andere hinübertragen. Dadurch hat die Menschheit im Verlauf der Zivilisation etwas begründet, was sie selber verlieren würde, wenn ihr nicht andere Wesen zu Hilfe kämen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sind diese Wesen, von denen ich sprach, besonders abkomman­diert, um das, was der Mensch nicht von einem Erdenleben ins andere tragen kann, für die Zukunft zu bewahren. Das ist das Bedeutsame, daß wir also mitten unter uns in der an uns anstoßenden Welt Wesen haben, die dazu bestimmt sind, das, was der Mensch von seiner äußeren Zivilisation nicht in die Zukunft hinübertragen kann, hinüberzu­tragen, damit der Mensch es in der Zukunft wiederum haben kann. Sehen Sie, so ist vieles, sehr vieles dadurch, daß in vergangenen Zeiten es manchen von diesen Wesen recht schwierig geworden ist, ihre Auf­gabe zu erfüllen, so ist manches von dem, was in alten Zeiten schon in der Zivilisation erfunden war, für die Menschheit doch wieder ver­lorengegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Wichtige, was ich Ihnen hier darlegen will, ist dieses, daß mitten unter uns Wesenheiten sind, die im Weltenplan damit beauftragt sind, all das in die Zukunft hinüberzutragen, was die Menschen nicht selber von einem Erdenleben in das andere hinübertragen können. Das ist vor allen Dingen zum Beispiel der abstrakte Inhalt unserer Biblio­theken. Den können wir Menschen nicht von einem Erdenleben ins andere hinübertragen. Dazu braucht es besondere Wesenheiten. Und diejenigen geistigen Wesenheiten, mit denen wir Menschen direkt in Verbindung stehen, die können das nicht. Und daher können wir es als Menschen auch nicht. Diese Wesenheiten mußten sich anderer We­senheiten bedienen, die lange ihnen fremd waren, die eine ganz andere Entwickelung durchgemacht haben als unsere mit uns zusammenhän­genden geistigen Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe in meinen Büchern diese anderen Wesenheiten, die eine ganz andere Entwickelung durchgemacht haben, ahrimanische Wesen­heiten genannt. Das ist eine ganz andere Evolution, die bei solchen Gelegenheiten mit der unsrigen zusammenkommt, zum Beispiel wenn wir hier ein Auto konstruieren. Das sind Wesenheiten, die also eine besondere Einrichtung in der Gegenwart, zum Beispiel die Autokonstruktion,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
161&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
aus ihren ahrimanischen Weltenkräften heraus verstehen können, und die hinübertragen in zukünftige Zeiten dasjenige, was in der Menschheitszivilisation einmal angeeignet worden ist, und was der Mensch nicht von einer Inkarnation in die andere hinübertragen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besessenheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun können wir mit den Vorstellungen, die wir auf diese Weise ge­wonnen haben, charakterisieren, was eigentlich ein medialer Mensch ist. Wir müssen natürlich unterscheiden zwischen einem medialen Men­schen im allerweitesten Sinne und zwischen dem, was man im eigent­lichen Sinne des Wortes ein Medium nennt. Denn im Grunde genom­men, meine verehrten Anwesenden, sind wir alle Medien, wenn man den Ausdruck Medium im weistesten Sinne nimmt. Wir sind zum Bei­spiel seelisch-geistige Menschen, bevor wir heruntersteigen in die irdi­sche Welt und das Leben vollbringen zwischen Geburt und Tod. Das­jenige, was wir in der geistigen Welt sind, das ist verkörpert in dem, was wir hier in der physischen Welt sind. In der physischen Welt sind wir ein Medium für unseren eigenen Geist. Also wenn man das Wort Medium im allerweitesten Sinne nimmt, so würde man jedes Wesen irgendwie als Medium bezeichnen können. Das ist nicht gemeint, wenn man im gewöhnlichen Sinne von einem medialen Menschen spricht. Ein medialer Mensch in unserer Welt, die wir zwischen Geburt und Tod durchleben, ist derjenige Mensch, welcher gewisse Gehirnpartien so entwickelt hat, daß sie aus seiner Gesamtwesenheit ausgeschaltet werden können. So daß also zu gewissen Zeiten bei einem Medium gerade diejenigen Gehirnpartien nicht als Grundlage für die Ich-Tätig­keit da sind, die diese Ich-Tätigkeit besonders unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir so recht zu uns Ich sagen, wenn wir unser Ich so recht ins Bewußtsein hereinbringen, dann ist immer diese Bewußtseinsentwicke­lung, diese Ich-Entwickelung gestützt auf ganz besondere Gehirnteile. Diese Gehirnteile werden ausgeschaltet durch denjenigen, der ein Me­dium ist. Dadurch bekommen gewisse Wesenheiten von der Art, wie ich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
162&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie jetzt eben charakterisiert habe, Appetit, statt des Menschen-Ich in diese Gehirnteile hineinzukriechen. Und ein solches Medium wird dann der Träger derjenigen Wesenheiten, die eigentlich die Zivilisation in die Zukunft hinübertragen sollten. Also wenn sie irgendwo ein Gehirn erhaschen, diese Wesen, das nicht von seinem Ich bewohnt ist zu einer gewissen Zeit, dann bekommen diese Wesen ungeheuren Appetit, in dieses Gehirn unterzutauchen. Und wenn ein Medium in Trance ist, wie man sagt, wenn also das Gehirn ausgeschaltet ist, dann kriecht solch ein Wesen, das unter ahrimanischem Einflusse steht und die Zivi­lisation in zukünftige Zeiten hinübertragen sollte, in das Gehirn hin­ein, und ein solcher Mensch ist dann in dieser Zeit statt eines Menschen­Ich der Träger eines elementarischen Wesens, das im Kosmos seine Pflicht versäumt. Fassen Sie diesen Ausdruck nur ganz wörtlich auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das im Kosmos seine Pflicht versäumt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflicht eines solchen Wesens im Kosmos ist, zu sehen, wie die Menschen schreiben. Sie schreiben mit denjenigen Kräften, die in diesen Gehirnpartien, von denen ich eben jetzt spreche, verankert sind. Statt daß diese Wesen bloß zuschauen, wie sie es sonst immer machen, geben sie acht, wo irgendwo ein mediales Gehirn ist, das ausgeschaltet werden kann. Dann kriechen sie herein und tragen dasjenige, was sie schon an Schreibkunst entwickelt haben durch Zuschauen, in die gegenwärtige Menschenwelt herein. So daß also solche Wesenheiten etwas, was sie eigentlich ihrer Aufgabe gemäß in die Zukunft hineintragen sollen, mit Hilfe von medialen Menschen in die Gegenwart hereinprojizieren. Dar­auf beruht das mediale Wesen, daß undeutlich dasjenige, was in der Zukunft als Fähigkeiten ausgebildet werden soll, schon in der Gegen­wart in einer chaotischen Weise ausgebildet wird. Daher das Prophe­tische des medialen Wesens, daher das Faszinierende. Es ist in der Tat etwas, was vollkommener arbeitet als der Mensch in der Gegenwart. Aber es ist hereingetragen durch Wesen in der Art, wie ich es Ihnen vorhin charakterisiert habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geradeso wie die Belladonna medial ist für die Astralwelt - die Belladonna ist ein Medium für gewisse Astralkräfte, die sie in ihre Frucht hereinzieht -, so ist ein Menschenmedium durch sein besonderes Gehirn eben ein Medium für diese elementarischen Wesenheiten, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
163&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nun schon einmal an unserer Zivilisation Anteil haben müssen, weil die Menschen nicht alles von einem Erdenleben in das andere hinüber-tragen können. Das ist das eigentliche Mysterium des Mediumwesens:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Besessenheit durch bestimmte Wesen. Nun können Sie sich denken, diese Wesenheiten sind ja auf der einen Seite wirkliche Geschöpfe der ahrimanischen Wesenheiten. Die ahrimanischen Wesenheiten sind im Weltall vorhanden als Wesenheiten von einer die Menschheit weit über­ragenden Intelligenz. Sobald wir in der unmittelbar an der unsrigen anstoßenden Welt, oder auch, wenn wir das Schauen entwickeln, noch in dieser physischen Welt an die ahrimanischen Wesen herankommen, sind wir erstaunt über ihre ungeheure Intelligenz, über ihre überragende Intelligenz. Weit intelligenter sind sie, als irgendein Mensch es sein kann. In der Intelligenz sind sie wahrhafte Übermenschen. Und wir bekommen erst Respekt vor solchen Wesenheiten, wenn wir eben ein­sehen, wie unendlich intelligent sie sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas von dieser Intelligenz geht dann über auf diese ihre Ge­schöpfe, diese Elementarwesen, die in Mediengehirne hineinkriechen, hineintauchen, so daß also allerlei Bedeutsames auf diesem Wege durch Medien herauskommen kann. Man kann allerlei Bedeutsames erfahren, insbesondere wenn man mit vollem, gut entwickeltem Bewußtsein hin­schauen kann auf das, was solche Medien produzieren. Es ist nicht so, daß man, wenn man in richtigem Sinne die Konstitution, die Beschaf­fenheit der geistigen Welt versteht, ableugnet, daß durch Medien aller­lei Richtiges herauskommen kann aus den geistigen Welten in die phy­sische Welt herein. Wichtiges, Bedeutsames kann durch Medien er-fahren werden; aber es ist kein richtiger Weg. Warum nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das können Sie eben gerade an solchen Pflanzen lernen, die Pflan­zenmedien sind, Medien für gewisse astrale Kräfte, die sie zu Gift-pflanzen machen. Man lernt, wie es sich mit diesen Dingen verhält, wiederum nur durch das gut entwickelte Bewußtsein kennen. Wie man das kennenlernt, möchte ich Ihnen auf folgende Weise schildern. Man liebt es mehr, anschaulich zu schildern, wenn es sich um die gei­stigen Welten handelt, als abstrakte Begriffe zu bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, man tritt ein mit der Initiatenerkenntnis in jene Welt, in der nach ihrem Tode die Toten sind. Man folgt ihnen. Es ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
164&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ja wirklich so, daß man, wenn man so den Toten folgt, wie in eine ganz andere Welt zunächst eintritt. Ich habe sie zum Teil beschrieben. Ich habe Ihnen charakterisiert, wie sie einen viel wirklicheren Eindruck macht als diese unsere Welt, in der wir zwischen Geburt und Tod sind. Aber wenn man nun eintritt in diese Welt, fällt einem sogleich auf, was da außer dem, daß die toten Menschenseelen da sind, für merk­würdige Geschöpfe sind. Bald nachdem der Mensch gestorben ist, sieht man, wenn man ihm da folgt, unter den Menschenseelen, die gestorben sind, also auch um diejenigen Menschenseelen herum, die eben verstor­ben sind, merkwürdige dämonenartige Gestalten. Gerade am Eingange dieses Seelenlandes, das der Tote zu betreten hat, und das man mit einem gewissen hellseherischen Blick mit ihm betreten kann, sieht man damönenhafte Gestalten, welche mächtig große - natürlich immer mit irdischen Verhältnissen verglichen, man kann ja, wenn man von groß und klein spricht, nur in Vergleichen sprechen -, welche mächtig groß entwickelte Schwimmfüße haben, wie die Enten, wie überhaupt die Schwimmtiere; mächtig entwickelte, aber sich fortwährend verwan­delnde Schwimmfüße wie die Enten oder wie die Wildenten. Dann haben sie eine Form, die man etwa mit der Form des Känguruhs ver­gleichen könnte, aber halb vogelartig und halb säugetierartig, große, mächtige Wesen. Durch ganze weite Gebiete solcher Wesenheiten geht man durch, wenn man den Toten folgt. Und wenn man sich nun frägt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo sind diese Wesenheiten? - so müssen Sie sich nur richtig vorstellen, wie man über das Wo solcher Wesenheiten zu denken hat, wo sie sind. Sie sind immer um uns, denn wir stehen ja drinnen in derselben Welt, in der die Toten sind; nur, sehen Sie, sind sie just in diesem Saale nicht. Da eben beginnt sozusagen der Weg einer wirklichen, ganz exakten Forschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie das Folgende. Sie gehen über eine Wiese, in der im Herbste viele Pflanzen wachsen von der Art des Colchicum autumnale, der Herbstzeitlose. Jetzt gehen Sie da, finden überall die Herbstzeit­lose. Versuchen Sie, in dem Momente, wo Sie mitten unter den Herbst-zeitlosen stehen, den Bewußtseinszustand hervorzurufen, in dem Sie dem Toten folgen können, so wie ich es geschildert habe, da sehen Sie, wie überall an der Stelle, wo eine Herbstzeitlose ist, das Wesen ist,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
165&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das ich eben geschildert habe mit diesen Schwimmfüßen und mit die­sem merkwürdigen, känguruhartigen Körper. Aus jeder Herbstzeitlose wird ein solches Wesen. Und begeben Sie sich in ein anderes Gebiet, wo die Belladonna, die schwarze Tollkirsche am Wege wächst, und ver­setzen Sie sich in den Bewußtseinszustand, von dem ich gesprochen habe, so treffen Sie dort ganz andere, furchtbar dämonische Wesen­heiten, die nun auch aus der Welt sind, von der ich eben spreche. So daß man also sagen kann: Colchicum autumnale, Belladonna, sind Me­dien, welche die nächste Welt in sich hereinlassen und welche eigent­lich mit ihrem anderen Wesen in der Welt der Toten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dies ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen: Um uns herum ist überall auch dasjenige, was wir eine andere Welt nennen. Es kommt nur darauf an, daß wir mit unserem Bewußtsein hinein­kommen, daß wir das Colchicum autumnale, die Belladonna, nicht bloß mit dem gewöhnlichen Alltagsbewußtsein sehen, sondern mit dem höheren Bewußtsein, wo es im Totenreiche steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun können Sie folgendes sagen: Hier meinetwillen ist eine Wiese, darauf wachsen die Herbstzeitlosen. - Jetzt müssen Sie weit gehen, wenn Sie in der physischen Welt sind, vielleicht einen ganzen Berg hin­auf, da oben sind die Sträucher, auf denen die Tollkirschen wachsen. Belladonna und Colchicum autumnale sind nicht nebeneinander in der physischen Welt. Aber in dieser geistigen Welt, die die nächste ist, von der ich spreche, sind sie nebeneinander. Der Raum hat eine ganz andere Anordnung. Was weit voneinander entfernt sein kann in der physi­schen Welt, kann ganz nebeneinander sein in der geistigen Welt. Die geistige Welt hat eben durchaus ihre ureignen Gesetze. Alles ist da anders. Und nehmen Sie nun das, daß Sie diese Pflanzen-ich kann mich so ausdrücken - in der Welt der Toten antreffen. Wenn Sie in den ersten Zeiten den Toten folgen, dann haben die durchaus nicht den greulichen Eindruck, den der Mensch auf der Erde hat von diesen Pflanzen, sondern sie wissen, daß das im weisen Weltenplane begrün­det ist, daß diese Dämonengestalten da sind. Wenn Sie also zunächst im Seelenlande den Toten folgen, dann finden Sie das Seelenland be­setzt mit den den Giftpflanzen entsprechenden Gestalten. Dämonen-gestalten, eben in der nächsten anderen Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
166&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommen Sie weiter gegen die Gebiete, aus denen dann die Toten heraustreten nach zehn, zwanzig, dreißig Jahren, um in ein höheres Gebiet einzutreten, dann finden Sie da erst das Entsprechende für un­sere nicht giftigen Pflanzen. Da finden Sie erst zum Beispiel Veilchen und dergleichen, was nicht giftig ist. So hat die Pflanzenwelt ihre Be­deutung hier in der physischen Welt und auch in der nächsten Welt. Nur sehen wir sie dort in anderen Formen. Dasjenige, was in wahrer Gestalt von mir geschildert worden ist im Sternengebiet, das spiegelt sich auf Erden in der Form, wie sie auf Erden eben eine Belladonna, ein Colchicum autumnale, wie sie das Veilchen hat; das spiegelt sich auch in der Welt, in die die Toten eintreten. Unmittelbar nach dem Tode spiegelt es sich so, wie ich es beschrieben habe. Alles wirkt auch auf die anderen Welten, was in einer Welt ist. Aber will man es sei­ner Wirklichkeit nach erkennen, dann muß man mit seinem Bewußt­sein in seine ureigene Welt eintreten. So ist es aber auch für die Wesen dieser anderen Welten. Was diese Wesenheiten sind, diese Elementar-wesen, die eigentlich Geschöpfe der ahrimanischen Herrscher sind, das kann man nur erkennen, wenn man eintritt in die nächste, an unsere heranstoßende Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber kommen sie heraus durch die Medien, diese Wesenheiten, machen die Medien von sich besessen und treten damit vorübergehend in unsere Welt ein. Wenn wir also diese Wesenheiten nur durch ein Medium in unserer Welt kenneiilernen, dann lernen wir sie eigentlich in einer Welt kennen, in der sie fremd sein sollten, können sie also nicht ihrer wahren Gestalt nach kennenlernen. So daß für denjenigen, der diese Wesenheiten, der ihre Offenbarungen nur durch Medien kennenlernt, gar keine Möglichkeit vorhanden ist, auf das Wahre zu kommen, weil sie sich ja in einer ihnen fremden Welt manifestieren. Es sind also unbedingt geistige Offenbarungen da; aber das Verstehen dieser geistigen Offenbarungen ist unmöglich, wenn man diese Wesen­heiten nur in einer Welt kennenlernt, der sie gar nicht angehören. Das ist das Trügerische, das im höchsten Sinne Illusionäre alles dessen, was durch das mediale Bewußtsein in die Welt tritt, daß diejenigen, die diesen Wesenheiten entgegentreten, nicht wissen, von welcher Beschaf­fenheit eigentlich diese Wesenheiten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
167&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Wesenheiten haben nun auch dadurch, daß sie auf diese Art in die Welt hereinkommen, ein ganz besonderes Schicksal. Denn sehen Sie, man lernt noch anderes kennen, wenn man so die Welt kennen­lernt, wie ich es beschrieben habe. Tritt man in die Welt der Toten ein, geht da durch den Dämonenwald von Colchicum autumnale, von Digitalis purpurea, Datura stramonium und so weiter, geht man durch dieses ganze Gebiet, dann merkt man, Veilchen, sie werden sich um­wandeln, sie werden in der Zukunft ganz andere Gestalten haben. Sie haben eine Bedeutung für die Zukunft des Kosmos. Colchicum autum­nale nimmt Teil seinem Wesen nach an dem Tod, für den es bestimmt ist. Es sind sterbende Pflanzen, die Giftpflanzen, absterbende Pflanzen, die nicht hineinragen in zukünftige Gestaltungen. In zukünftigen Epo­chen werden wiederum andere Giftwesen da sein. Aber diejenigen Wesen, die heute Giftwesen sind, sterben ab in unserer Epoche. Die Epoche dauert natürlich lange, aber diese Giftpflanzen tragen in sich die Jmpulse des Todes. Und das breitet sich auch aus über alle Vege­tation. Man schaut in der Vegetation, wenn man mit diesem Blicke schaut, Aufgehendes, sich Entwickelndes, in die Zukunft hin Impul­sierendes; Absterbendes, sich mit dem Tode Verbindendes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so ist es mit den Wesenheiten, welche die Medien von sich be­sessen machen. Sie gliedern sich gewissermaßen ab von ihren Genossen, die die Aufgabe haben, das Gegenwärtige in weite Zukünfte hinüber-zutragen, sie dringen herein durch die Medien in diese gegenwärtige Welt, verbinden sich da aber auch mit dem Schicksal des Irdischen und verlieren ihre Zukunftsaufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit aber berauben sie den Menschen in einem hohen Sinne seiner Zukunftsaufgabe. Und das ist es, was man unmittelbar vor sich hat, wenn man das mediale Wesen wirklich kennenlernt Die Zukunft soll sterben - so spricht eigentlich das mediale Wesen -, die Gegenwart soll alles sein. Und daher ist man auch, wenn man mit wirklichem Einblick in die Tatsachen und in das Wesenhafte der Welt zu einer spiritistischen Sitzung kommt, zunächst frappiert darüber, wie all das, was da im Kreise sitzt und teilnimmt an einer spiritistischen Manifesta­tion, umgeben ist von demjenigen, was einem in Form von Giftpflan­zen erscheint. Jede spiritistische Sitzung ist eigentlich eingerahmt von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
168&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einem Garten von Giftpflanzen, die nun nicht so sind wie in der Welt der Toten, die aber herumwachsen um die spiritistische Gemeinschaft, und aus deren Blüten und Früchten Dämonen sich herauserheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es, was derjenige, der hineinschaut in die anderen Welten, durchmacht bei einer spiritistischen Sitzung. Er geht eigentlich zumeist durch einen Hag, durch einen Weltenhag, der die spiritistische Ge­meinschaft umgibt, von Giftpflanzen, die aber in sich beweglich sind, wie lebendig sind, etwas Tierhaftes haben. Man erkennt nur noch an ihren Formen, daß sie Giftpflanzen sind. Man kann aber gerade daraus sehen, wie stark das, was in dieser medialen Form arbeitet, das, was fort-fließen sollte im Lauf der Menschheitsentwickelung, in der Zukunft fruchtbar werden sollte, wie das hereingebannt wird in die Gegenwart, in die es nicht gehört, und in der Gegenwart eben zum Schaden der Menschheit entwickelt wird. Das ist das innere Mysterium des medi­alen Wesens, das wir hier im Verlaufe dieser Vorträge kennenlernen sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das innere Mysterium des medialen Wesens&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann nun ganz genau, ganz exakt angeben, wo im Mediumwesen sozusagen der schwierige Punkt der Menschheitskonstitution liegt. Da werde ich Ihnen eine etwas abstrakt erscheinende Auseinandersetzung machen müssen, allein Sie werden gerade dadurch in das Wesen des Mediumistischen ein wenig hineinschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das menschliche Gehirn, wie es in der Schädelhöhlung enthalten ist, hat ein Gewicht von etwa durchschnittlich tausendfünf­hundert oder etwas mehr Gramm. Das ist eigentlich eine bedeutende Schwere. Und es ist so, daß, wenn dieses menschliche Gehirn mit seiner eigenen Schwere auf die feinen Adern im Kopfe drücken würde, die unter ihm sind, es diese Adern sofort zerquetschen würde. Wir Men­schen gehen, je nachdem wie alt wir werden, kürzer oder länger durch die Welt, und unser Gehirn wirkt nicht mit seiner Schwere, mit seinem Gewicht auf das Adernsystem, das darunter ist. Man versteht diese Sache sofort, wenn man sie in der richtigen Art auffaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
169&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 169&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie den Menschen so, wie er konstituiert ist; Sie sehen dann, daß des Menschen Rückenmarkskanal hinaufgeht und sich im Gehirn verbreitet (rot). Die ganze Anordnung ist so, daß der Rückenmarks­kanal, mit Ausnahme einiger Partien, die nicht fest, die nur halbfest ausgefüllt sind, durch Flüssigkeit ausgefüllt ist. In dieser Flüssigkeit schwimmt eigentlich das Gehirn. Das Gehirn des Menschen schwimmt in der Gehirnflüssigkeit (lila). Nun gibt es so etwas wie das archime­dische Prinzip. Sie werden es kennengelernt haben in Ihrem Physik­unterricht. Dieses archimedische Prinzip rührt her von dem alten Wei­sen Archimedes, von dem ja erzählt wird, daß er dieses Prinzip durch seine Genialität gefunden habe, als er im Bade war. Er hat das nahe­liegende Experiment gemacht: mit dem ganzen Körper ist er drinnen geblieben, die Beine hat er immer abwechselnd herausgestreckt aus dem Bad, und dadurch hat er bemerkt, daß, je nachdem die Beine drin­nen im Wasser oder draußen sind, sie für ihn ein verschiedenes Gewicht haben. Sie sind schwer, wenn sie draußen sind; gleich verlieren sie von ihrem Gewichte, wenn sie drinnen sind im Wasser. Das war für so einen Archimedes etwas ganz anderes, als für einen gewöhnlichen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
170&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein gewöhnlicher Mensch spielt damit halt herum. Der Archimedes aber machte eine große, gewaltige Entdeckung. «Heureka!» Ich hab&#039;s gefunden! - Denn er hat dabei gefunden, daß jeder Körper, der in einem anderen, in einem Medium schwimmt, also in einer Flüssigkeit schwimmt, in dieser Flüssigkeit so viel von seiner Schwere verliert, wie das Gewicht der Flüssigkeit beträgt, die er verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir uns ein Gefäß, das mit Wasser angefüllt ist, vor. Ich gebe da hinein einen festen Körper. Wenn ich den Körper dadurch, daß ich ihn aufhänge, wägbar mache, dann kann ich genau herausfinden, der Körper wird im Wasser leichter, er wiegt weniger, als er draußen wiegt. Und zwar, wenn Sie sich einen Wasserkörper vorstellen würden von derselben Größe, so wiegt der doch als Wasserkörper auch etwas. So viel der wiegt, so viel müssen Sie abziehen von dem Gewicht dieses Körpers, wenn der Körper im Wasser ist. Der Körper verliert im Was­ser so viel von seinem Gewicht, als das Gewicht eines gleich großen Wasserkörpers beträgt. Das ist das archimedische Prinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses archimedische Prinzip kommt uns als Menschen in unserer Konstitution sehr zugute; denn das Gehirn schwimmt in der Gehirn-flüssigkeit, verliert also so viel von seinem Gewichte, wie das Gewicht der Gehirnflüssigkeit beträgt, die ebenso groß ist wie das Gehirn. So ist unser Gehirn, wenn wir es in uns tragen, nicht tausendfünfhundert Gramm schwer, sondern es verliert so viel, wie ein Wassergehirn be­tragen würde, es verliert tausendvierhundertachtzig Gramm und bleibt nur etwa zwanzig Gramm schwer. Wir tragen also in Wirklichkeit nicht ein Gehirn in uns von tausendfünfhundert Gramm, sondern nur von zwanzig Gramm. Das andere geht dadurch verloren, daß das Gehirn im Gehirnwasser schwimmt nach dem archimedischen Prinzip. Da ha­ben wir also etwas in unserer Gehirnorganisation, das eigentlich viel leichter ist, als es ist. Wir tragen das Gehirn nur mit zwanzig Gramm in uns. Aber just auf diese zwanzig Gramm, die noch Gewicht haben, müssen wir sehr achtgeben. Denn diese zwanzig Gramm, die sind allein befähigt, unser Ich aufzunehmen. Alles übrige von uns haben wir wo­anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist aber der ganze Körper mit allerlei festen Bestandteilen aus­gefüllt, die auch in Flüssigkeit schwimmen, zum Beispiel die Blutkörperchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
171&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verlieren alle von ihrem Gewicht, nur ein weniges bleibt noch an Gewicht. Da ist das Ich auch drinnen, so daß das Ich im Blut ausgebreitet ist, aber nicht mit der Schwere des Blutes. Auf alles das müssen wir achtgeben, auf alles das, was noch merkbares Gewicht ent­hält, wenn wir herumgehen. Ja, meine sehr verehrten Anwesenden, Sie müssen alle furchtbar achtgeben auf dasjenige, was da sitzt im schweren Gehirn und noch schwer ist im ureigentlichen Sinne. Denn dadrinnen, da darf Ihr Ich sein. Sonst darf es nirgends sein, sonst muß überall astra­lischer Leib, Ätherleib und so weiter sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Medium ist nun ein Mensch, bei dem dieser Schwerebestandteil seiner Konstitution, also die zwanzig Gramm Gehirn, nicht mehr das Ich enthält. Aus der Schwere, aus dem Gewichte ist das Ich herausge­trieben. Da können sogleich in diese Teile diejenigen Wesen hinein, von denen ich gesprochen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sehen Sie auch etwas Besonderes an dem, was ich da darstelle. Die materialistische Denkweise möchte überall Lokalitäten aufweisen. Sie frägt: Ja, wo ist denn der Teil des Menschen, wo das Elementar-wesen Platz nimmt, wenn es sich des Mediums bemächtigt? So spricht nur der materialistische Verstand. So spricht derjenige, der mechanisch denkt und mathematisch denkt. Aber das Leben geht nicht mathema­tisch und mechanisch vor sich, sondern dynamisch. Man muß also nicht sagen: Das Medium ist besessen da oder dort, rein mathematisch oder geometrisch lokalisiert -, sondern man muß sagen: Das Medium ist besessen in dem Teile, der schwer bleibt in ihm, in dem Teile, der zur Erde hinunterzieht. - Da können die ahrimanischen Wesen hinein. Und nicht nur da, sondern auch noch woanders. Sehen Sie, das ist ja nur das Gröbste der Sache, was ich Ihnen exakt dargelegt habe, das Aller­gröbste. Es gibt ein Feineres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sehen wir auf dem physischen Plane? Da haben wir unser Auge. Vom Auge geht der Sehnerv nach rückwärts nach dem Gehirn zu. Der Sehnerv breitet sich im Auge aus, geht nach dem Gehirn zu. Der Seh­nerv behält die Grundlage der Farbenempfindung. Nun denken die Materialisten darüber nach, wie der Sehnerv die Farben da ins Gehirn hineinträgt und die Farben da auslädt. Denn die Materialisten stellen sich ja alles so vor wie eine Schiffs- oder Eisenbahnladung. Es wird da&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
172&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 172&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
außen im Sinnesorgan etwas aufgeladen, wird verfrachtet in den Ner­ven; da wird es irgendwo ausgeladen, geht in die Seele hinein - nun, so grob nicht, aber es kommt auf das hinaus. Es ist aber ganz und gar anders! Die Sache ist so, daß der Sehnerv gar nicht dazu da ist, die Farbenempfindung nach rückwärts zurück zum Gehirn zu tragen, son­dem daß er dazu da ist, sie an einem bestimmten Punkte auszulöschen. Die Farbe sitzt nur außen an der Peripherie. Der Sehnerv ist berufen, die Farbe auszulöschen, je weiter Sie nach innen kommen, so daß das Gehirn möglichst farblos ist, so daß nur ganz schwache, verschwin­dende Farben ins Gehirn hineinkommen. Nicht nur die Farbe wird ausgelöscht, sondern auch jedes Verhältnis zur äußeren Welt wird im Gehirn ausgelöscht. Hören, Sehen ist in den Sinnen. Gegen das Gehirn hin löschen Sehnerven, Gehörnerven, Wärmenerven alles dasjenige, was Sie an der Peripherie haben, bis zu einem schwachen Schatten aus. Der schwache Schatten ist in ebendemselben Verhältnis zu dem Emp­finden, wie die zwanzig Gramm zu den tausendfünfhundert Gramm. Die zwanzig Gramm, das ist ja auch nur ein Schatten des Gehirnge-wichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wenig ist das, was wir da noch haben. Wenn wir ein mächtiges, gigantisches Morgenrot haben, das in unseren Sinnen ruht, so haben wir hinten im Gehirn einen schwachen Schatten davon. Auf diesen schwachen Schatten, auf den müssen wir wieder achtgeben, denn da nur darf unser Jch hinein. In dem Augenblicke, in dem unser Ich ausgeschaltet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
173&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, in dem wir medial werden, kriecht sofort ein solches elementamisches Wesen, wie ich es geschildert habe, in diesen schwa­chen Schatten hinein odem in die schwachen Töne, die aus dem Hören kommen und so weiter. In all das, wo das Ich hineingehört, wo die äußere Sinnesempfindung ausgelöscht ist, da kriecht dieses Wesen hin­ein, da macht es das Medium von sich besessen. Und es kriecht dann bis in die Verzweigung dem Nerven, bis in die Willensgestaltung hinein, das heißt bis in jene Nerven, die in die Willensgestaltung gehen. Es kommt das heraus, daß das Medium anfängt, aktiv zu werden, weil ergriffen ist dasjenige in ihm, was nur vom Ich des Menschen ergrif­fen sein soll. Der Rest des Gehirngewichtes, der Rest dem Farbenemp­findung, dem Gehömempfindung, all dieses feine Schattenhafte, das uns wie ein Phantom ausfüllt - denn dieses zwanzig Gramm Schwere ist nur ein Phantom, diese schwachen Schatten von den Farben, die in das Innere gehen, sind phantomhaft -, in das taucht dieses Elementamwe­sen unter, und dann wird der Mensch so im ganzen, daß er vollständig ruhig mit seinem Körper daliegt, lethargisch, und all das wird in ihm tätig, was eigentlich vom Ich ausgefüllt sein soll in den schwachen, phantomhaften Schatten, die sonst eben vom Ich ausgefüllt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie sich also das Medium an. Das Medium kann nur dadurch Medium sein, daß es alles in Lethargie, in absolute Trägheit zurück-sinken läßt, was benutzt wird von dem normalen Menschen, und daß tätig wird dieses Phantom, das ich geschildert habe. Das können Sie zum Beispiel an dem Amt beobachten, wie das Medium schreibt. Es könnte natürlich auch nicht schreiben, wenn nicht dadrinnen ebenso wie im Gehirn alles leichter würde; denn alles Schwere schwimmt in einem Flüssigkeit, wird in dem Gefühl, in der Empfindung leicht, und es schreibt da in dem, worinnen, als in dem Leichten, das Ich sonst die Feder führt. Da führt in diesem Menschenphantom dann das Elemen­tarwesen die Feder beim Medium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, es ist also tatsächlich, wenn das Medium so dasitzt oder in irgendeiner anderen Weise sich manifestiert, das Hereinragen einer anderen Welt. So wie in die Bewegungen des Mediums die Wesen der anderen Welt, diese ahmimanischen Wesenheiten hereinragen können, so auch in die Ausstrahlungen, in alle Ausstrahlungen, die ich gestern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
174&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beschrieben habe. Und es sind ja immer, namentlich in den Gegenden der menschlichen Organisation, wo Drüsen sind, mächtige Flüssigkeits-ausstrahlungen vorhanden. Also in die Flüssigkeitsausstrahlungen, in die dringen dann wiederum solche Wesen der elementarischen Welt ein, ebenso in die Atmungsausstrahlungen, in die Lichtausstrahlungen. Nur dann, wenn die chemischen Ausstrahlungen kommen, dann ist ein be­wußter Verkehr vorhanden zwischen dem, der diese chemischen Aus-strahlungen benützt, und diesen Wesenheiten, die in diese chemischen Ausstrahlungen hereinkommen. Da beginnt dann eben, wie ich schon gestern charakterisiert habe, die schwarze Magie, das bewußte Arbeiten mit den Wesenheiten, die auf die Art hereinkommen, wie ich es be­schrieben habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Medium, und in der Regel auch bei demjenigen, der mit dem Medium experimentiert, ist ja eigentlich Unbewußtheit vorhanden über die eigentlichen Vorgänge. Beim schwarzen Magier tritt meistens eine volle Bewußtheit darüber auf, daß er sich in die chemischen Aus­strahlungen von Menschenwesenheiten, meistens in seine eigenen, her­einruft diese Wesenheiten der elementarischen Welt. Der schwarze Magier ist also eigentlich immer umgeben von einer Schar von Dienern, die in solchen Elementarwesen bestehen, und denen er entweder durch seine eigenen Ausstrahlungen oder durch Räucherungen, die er in sei­nen Laboratorien vollbringt, die Möglichkeit gibt, die okkult-chemi­schen Impulse hier in dieser physisch-sinnlichen Welt zu benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das führt uns eben hinein in die Erkenntnis: Geradeso wie die Belladonna hinaufwächst in eine Welt, in die sie nicht hineingehört und dadurch giftig wird, so wächst die geistige Welt durch das Me­diumwesen in unsere Welt hier herein, die wir bewohnen zwischen Ge­burt und Tod. - Aber im Grunde genommen ist die Gefahr, daß diese geistige Welt in ähnlicher Weise hereinwächst, wie wir es bei der Bella­donna beschrieben haben, jedesmal vorhanden, wo der Bewußtseins-zustand, das heißt die Ich-Erfüllung, im Menschen unterdrückt wird, wo der Mensch also in einem benommenen, ohnmachtähnlichen Zu­stande ist oder in einer wirklichen Ohnmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedesmal, wenn das Bewußtsein des Menschen nicht durch den nor­malen Schlaf, sondern durch etwas anderes herabgedämmert ist, ist die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
175&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefahr vorhanden, daß da ein Fenster sich öffnet für die Welt, die ich jetzt beschrieben habe. Und inwiefern das im Menschenleben eine un­geheuer bedeutsame Rolle spielt, daß sich solche Fenster durch die herabgedämpften Bewußtseine der Menschen eröffnen, das wollen wir dann morgen und in den nächsten Vorträgen weiterhören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= NEUNTER VORTRAG Torquay, 20. August 1924 =&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;G243,1969,SE176 Das Initiatenbewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;TI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NEUNTER VORTRAG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torquay, 20. August 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abnorme Wege in die geistige Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und deren Umwandlung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benutzung naturwissenschaftlicher Vorstellungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für den Erkenntnisweg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben gesehen, wie in diesen Betrachtungen von der Erforschung eines Zustandes im gewöhnlichen heutigen Leben, von der Erforschung des Traumlebens ausgegangen worden ist, wie dann vorgedrungen werden konnte von da aus zu der Auseinandersetzung über andere Bewußtseinszustände in der menschlichen Seele, die fähig sind, in an­dere Welten einzudringen, als die ist, die wir zwischen Geburt und Tod durchleben. Sie haben gesehen, daß wir bei dem medialen Bewußt­sein gelandet sind, bei demjenigen Bewußtsein, das den Menschen, ich kann auch sagen, in einen somnambulen Zustand führt, denn der me­diale Zustand ist immer ein somnambuler. Nun, beide Erlebnisarten, das Traumerleben und das somnambule Erleben, sind ja innere Zu­stände der Seele, die in ihrer richtigen Art auch im normalen Leben durchaus vorhanden sind und die nur, wenn sie verstärkt werden, ent­weder ins richtige oder ins falsche Fahrwasser führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir heute das Traumleben noch einmal. Wir haben ge­sehen, daß der Mensch des gewöhnlichen Bewußtseins Träume erlebt, wenn er aus dem Wachzustand in den Schlafzustand hinüberrückt, und in seinem astralischen Leibe dasjenige nachzittert, was er durchmacht in seinem Atherleibe und in seinem physischen Leibe während des Wachzustandes. Da kommen dann die chaotischen, zwar wunderbaren Traumerlehnisse, deren Deutung aber dennoch nur richtig dem Initiaten möglich ist, weil sie in ihrem gewöhnlichen chaotischen Zustande den, der nicht tiefer in dasWesen der geistigen Welt eindringt, konfus machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir haben auch gesehen, wie durch meditative und konzentrative&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
177&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ubungen dieses Gespinst des Traumlebens von einem wirklichen höheren Bewußtsein durchwoben wird. Sie müssen sich also vorstellen den Menschen, versetzt in die wunderbare chaotische Welt der Träume, aber dieses Traumleben durchströmt von Bewußtheit, so daß man so besonnen ist darüber und auch so in der Realität darinnen ist, wie man es im gewöhnlichen Leben ist. Dann schaut man in eine andere Welt, eben in die Welt, die ich Ihnen angeführt habe, wo man die Toten noch nach ihrem Tode begleiten kann. Und man fühlt sich wie auseinander-gebreitet in einer viel realeren Welt als in derjenigen, in der man ge­genwärtig ist. Nun ist die Frage diese: In welche Welt kommt man eigentlich? Auch darüber habe ich schon gesprochen; ich will jetzt nur von einem anderen Gesichtspunkte die Sache noch einmal berühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Menschen der Erde lebten einmal, so sagte ich, große Menschheitslehrer, welche nicht in physischen Körpern, sondern nur in feinen ätherischen Körpern waren, die allerdings in Luft sich ver­körpern konnten, welche auf dem Wege der Inspiration die Menschen unterrichteten und die Urkultur auf der Erde begründeten. Mit dem entsprechenden Bewußtseinszustande zurückgeschaut in alte Zeiten, findet man diese großen geistigen Urlehrer der Menschheit unter Men­schen wandeln. Diese großen Menschheitslehrer haben sich zurück­gezogen nach dem Monde, sind heute nur in der Mondensphäre zu fin­den, haben sich dort allerlei Wesen, die niemals auf die Erde gekommen sind, dienstbar gemacht, leben unter solchen Elementarwesenheiten, und sie wirken namentlich dann, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes gegangen ist, auf den Menschen, ihm begreiflich machend, wie er sich seinem Karma gemäß zu verhalten hat. Mit diesen Wesen hat man es ja auch zu tun, wenn man zunächst in die geistige Welt eindringen will. So wie man das Erdenleben nur mit Menschen, in Ge­sellschaft, in sozialem Zusammensein mit Menschen vollziehen kann, so kann man ja auch das Leben in höherer Erkenntnis nur mit anderen Wesen zusammen vollziehen. Und mit diesen Wesen, mit diesen Mon­denwesen, die, ich möchte sagen aus Erdenwesen, aus diesen Urlehrern der Menschheit geworden sind, und mit denjenigen Wesenheiten zu­sammen, welche sie sich dienstbar gemacht haben, erforscht man die zunächst an die unsrige Welt anstoßende Geisteswelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
178&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man findet dann in dieser Welt auch immer die Anhaltspunkte da­für, frühere Inkarnationen von Menschen kennenzulernen, zurückzu­gehen in frühere Erdenzeiten, um Persönlichkeiten aufzufinden, die früher gelebt haben, mit denen man entweder karmisch verbunden war oder auch nicht. Ich habe Ihnen als Beispiel dafür angeführt, wie man so allmählich in Zusammenhang kommt mit solchen Erdenwesen, die heute nicht auf der Erde verkörpert sind, Brunetto Latini, Dante, Alanus ab Insulis und anderen Persönlichkeiten, dadurch, daß man in diesem Bewußtseinszustande weiter vorgeht. Dieser Bewußtseinszu­stand ist also eine Erhellung, eine Durchleuchtung des Traumzustandes. Der Traumzustand ist sozusagen das Rudiment des gewöhnlichen Le­bens für diesen Zustand. Was ist nun der Unterschied zwischen dem Menschen in dem gewöhnlichen Bewußtsein und dem Initiaten? Diesen Unterschied können Sie sich sehr leicht klarmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch gewöhnlich schläft, so hat er seinen physischen Leib und seinen Atherleib im Bette; er ist mit seinem astralischen Leib und mit seinem Ich außer dem physischen und dem Ätherleib. Im Traum erlebt nun nur das Ich. Zwar sind die Vorgänge, die im Traum erlebt werden, im astralischen Leibe, der noch außerhalb des physischen und des Ätherleibes ist; aber erleben kann für das gewöhnliche Be­wußtsein im Traume nur das Ich. Beim Initiaten erlebt das Ich und vor allen Dingen der astralische Leib. So daß also der Unterschied zwischen dem gewöhnlichen Träumer und dem Initiaten der ist, daß der gewöhnliche Träumer, wenn er außerhalb seines physischen und seines Ätherleibes ist, nur mit seinem Jch erlebt; der Initiat erlebt auch mit dem Astralleib.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, diese Art wahrzunehmen, sie ist vor allen Dingen schon in den alten Mysterien zur Erforschung der übersinnlichen Welten stark ausgebildet worden. Sie ist dann rudimentär, dekadent weitergebildet worden durch das Mittelalter und die neuere Zeit, bis sie sich in der allerneuesten Zeit mehr oder weniger verloren hat. Einzelne Menschen haben immer dadurch, daß sie auf irgendeine Weise, sei es auf geistige Weise, sei es durch Tradition, von den alten Lehrern in den Mysterien Kunde erhalten haben, wie man das gewöhnliche Traumleben durch­leuchtet mit Bewußtsein, einzelne Menschen haben immer eine Möglichkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
179&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gehabt, in die Welten einzudringen, in die man eben auf diese Weise eindringen kann. Es ist immer eine Gefahr vorhanden für den Menschen, wenn er in diese Welten eindringen will. Denn in diesen Welten hat der Initiat zum Beispiel sofort das Gefühl, wenn er mit der imaginativen Erkenntnis da untertaucht in das, was sonst durch die Träume ausgefüllt ist, daß er die Welt verliert, daß er mit seinem Bewußtsein sozusagen ins Leere sich verliert. Er hat immer das Gefühl, fester Boden geht ihm fort, Gewicht, Schwere geht ihm fort. Er fühlt, wie er innerlich leicht wird, wie er ohne seinen Willen hinausgetragen wird in geistige Weltenfernen, wie er leicht Beherrschung über sich verlieren kann, weil alle Schwere, alles Gewicht verlorengeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit das nicht der Fall ist, dazu sind eben die Übungen da, die in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» beschrieben sind. Wer sich diesen Übungen in der richtigen Weise hin­gibt, wird finden, daß er ein seelisch beflügeltes Wesen wird, das sich dann, wenn die Schwere, das Gewicht aufhört, gewissermaßen seeli­scher Flügel bedienen kann. Das ist aber eben gerade der bedenkliche Zustand, wenn man als Initiat sozusagen seine Füße verliert und noch nicht die Flügel hat, wenn man die physischen Füße und die ätherischen Füße verliert und noch nicht die astralischen und Ich-Flügel hat. Sie verstehen, wenn ich das bildlich ausdrücke, was damit gemeint ist. Aber es ist so. Bei sorgfältigem Hineinwachsen in die Welt, die man da betritt durch die Übungen, ist natürlich jede Gefahr beseitigt, kann keine Gefahr eintreten. Der Mensch kann allmählich in diese Welten hineinwachsen, wie er durch seinen physischen und Atherleib in die gewöhnliche physische Welt hineinwächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist aber zugleich ein Zustand, in dem die Urmenschheit mehr oder weniger durch natürliche Verhältnisse war. Wir müssen diesen Zustand durch Übungen erreichen. Die Urmenschheit brauchte das nicht. Die Urmenschheit hatte natürliche Anlagen, wodurch immer ein Zustand vorhanden war, der nicht unser Wachen darstellt, sondern ein geistiges Schauen, wie ich es bei den Chaldäern beschrieben habe, und ein Zustand, der auch nicht unser Träumen darstellt, sondern ein Wahrnehmen im Imaginieren ist. Ein Mensch begegnete dem anderen. Er sah ihn nicht bloß in bezug auf seine leiblichen Konturen, sondern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
180&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er träumte um ihn herum die Aura. Aber das war die wirkliche Aura, nicht eine bloß subjektiv erträumte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wiederum, wenn er diese Gabe hatte, an einem Erdenmen­schen, der im physischen Leben ist, die Aura zu schauen, dann hatte er auch die andere Fähigkeit - denn beide sind miteinander verbun­den -, nun die Aura eines geistigen Wesens zu schauen, das nicht im physischen Leibe verkörpert ist. Und dann träumte er die Gestalt dieses geistigen Wesens. Merken Sie den Unterschied: Begegnete man in alten Zeiten einem Menschen, einem Erdenmenschen, so sah man den Erdenmenschen und imaginierte um ihn herum in einem realen Traum die Aura. Begegnete man einem Geistwesen, einem Engel- oder Elementarwesen, so sah man von vornherein die Aura geistig und träumte dazu die Gestalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben die Urmaler auch gemalt. Nur weiß man das noch nicht. Die Urmaler sahen die geistigen Wesenheiten, träumten dazu die Ge­stalten, malten ziemlich menschenähnlich noch die Wesen aus der Hier­archie der Angeloi, malten mit verschwimmendem Leibe, aber mit deutlichen Flügeln und noch mit Haupt die Archangeloi, und nur das Haupt, das geflügelte Haupt malten sie, weil sie es träumten, bei den Archai. Alle diese Dinge waren sozusagen dem alten Menschen, dem Urmenschen ganz natürlich, wie es uns heute natürlich ist, daß wir beim anderen die Nase und die Augen sehen. Heute müssen sie, weil sie allmählich in der Menschheit verlorengegangen sind, durch Übungen wiederum errungen werden. Aber es hat daher, weil das der Urmensch­heit eigen war, und weil es verhältnismäßig leicht durch Übungen immer wieder zu erringen war, dieses Gebiet viel Forschung im Laufe der Zeit gefunden. Man hat die Welt, welche sozusagen von den Mon­denwesenheiten regiert wird, immer mit einem großen Eifer durch-forscht, und die Initiaten der alten Mysterien, die auf diesem Gebiete die richtigen Forscher waren, sprechen viel gerade von dieser Welt, von ihren Begegnungen mit Toten nach ihrem Tode, von der Erfor­schung der Mondensphäre. Und dann gehen sie Perspektiven, wie von der Mondensphäre aus die Welt sich ausnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopernikus hat ja eben nur von der Erdensphäre aus sein koperni­kanisches Erdensystem begründet. Das alte ptolemäische System ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
181&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nicht falsch, sondern es ist nur von der Mondensphäre aus gesehen, und da ist es richtig. Nun ist ein Eigentümliches bei diesen Forschern, was man immer findet. Das ist, daß sie nicht weitergehen als bis zu dieser Mondensphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, es ist ja Ihnen wohl allen bekannt, daß dasjenige, was man Anthroposophische Gesellschaft nennt, zuerst drinnengestanden hat in der Theosophischen Gesellschaft. Die Theosophische Gesellschaft, die eine ähnliche Gesellschaft ist, wie es im Laufe der Zeiten viele ge­geben hat von der Art, sie hat eine reiche Literatur. Wenn Sie diese Literatur nachlesen, meine verehrten Anwesenden, dann werden Sie finden, daß - richtig oder unrichtig, darauf kommt es jetzt nicht an -die Welt beschrieben ist, von der ich eben spreche, die Welt, die man mit den Mondenwesenheiten durchforscht, die Welt der Mondensphäre. Und es hatte da für mich etwas Bedeutsames, möchte ich sagen, etwas, womit zunächst Störungen verbunden waren, als ich den Antrag be­kam, in der Theosophischen Gesellschaft zu wirken. Es bestand dar­innen, daß ich bei all denen, die in der Theosophischen Gesellschaft standen, eigentlich nur Forschungen und eine Literatur vorfand, die sich auf diese Mondensphäre bezog. Da ist gewiß vieles Unrichtige, aber es ist auch vieles außerordentlich Bedeutsame, Großartige, nament­lich in den Schriften der Blavatsky. Aber alles, was in den Schriften der Blavatsky sich vorfindet, ist so, wie es ist, aus dem Grunde, yeil sie eben in der Sphäre drinnen stand, die ich soeben beschrieben habe, und weil sie ihren Zusammenhang hatte mit Initiaten, die sich be­scheiden in dieser Mondensphäre hielten. Nun, ich kann ja sagen, ich habe manchen solchen Initiaten kennengelernt, kennengelernt, wie sol­che Geister vordringen in die Mondensphäre, und wie sie uninteressiert werden, wenn man weiterkommen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich also - es ist das ja in den Jahren 1906 bis 1909 geschehen -in meinem Buche «Geheimwissenschaft im Umriß» beschrieben habe die Erde in ihrer früheren Inkorporation Mond, früher Sonne, früher Saturn, so finden Sie, daß ich da nicht bei der Mondeninkorporation Halt gemacht habe, sondern weitergegangen bin, zurück bis zum Sa­turn; wogegen alle die Initiaten, die von diesen Dingen sprachen, Halt machten zwischen Mond und Sonne, eigentlich nur zurückgingen bis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
182&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zur Mondensphäre. Sie wurden uninteressiert, sogar zuweilen unruhig, wenn man an sie die Zumutung stellte, da weiter zurückzudringen. Das kann man nicht, sagten sie, da kommt man an eine Grenze, wo ein Schleier ist, über den man nicht hinauskommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war natürlich außerordentlich wichtig und auch interessant, zu sehen, woran das liegt. Sehen Sie, das liegt daran, daß solche Initiaten -wenn man sie gut kennenlernte, bemerkte man das bald - einen Wider­willen hatten, eine Antipathie hatten gegen das Kennenlernen der­jenigen Vorstellungsformen, welche sich auf die neuere Naturwissen­schaft beziehen. Man konnte sogar die Erfahrung machen, wenn man Vorstellungen, wie sie im Darwinismus, Haeckelismus und so weiter leben, an diese Initiaten heranbrachte, daß sie ganz unwillig wurden, das als kindisch, als tölpelhaft von dem modernen Menschen betrach­teten, und sich nicht damit befassen wollten. Brachte man Goethesche Vorstellungen an sie heran, dann waren sie anfangs nicht so unwillig, aber sie fanden doch, der drückt sich auch so aus, wie sich ein Natur-forscher der neueren Zeit ausdrückt. Und dann warfen sie die Sache auch weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz, man kam mit diesen Vorstellungen an die Initiaten gar nicht heran. Und erst als ich in diesen Jahren 1906 bis 1909 einfach die modernen naturwissenschaftlichen Vorstellungen der Seele imprä­gnierte, um sie in die Region zu bringen, wo sonst die Imaginationen sitzen, war es mir möglich, vorzudringen bis Sonne und Saturn. Ich benutzte also diese naturwissenschaftlichen Vorstellungen nicht, um mit ihnen zu erkennen so, wie Haeckel oder Huxley erkannten, son­dern ich benutzte sie als innerliche Aktivität, um über diese Begren­zung hinauszukommen, der die Initiaten in der Zeit unterlagen, als eine neuere naturwissenschaftliche Denkungsart noch nicht vorhanden war, und man daher nur innerlich durch Imprägnierung der Traum­welt mit Imaginationen in das höhere Bewußtsein hineinkam. Es ist also hier zur Abfassung meiner «Geheimwissenschaft» der Versuch gemacht worden, die ganz bewußte Vorstellungswelt, die sich sonst nur auf äußerliche Naturgegenstände bezieht, innerlich zu nehmen und damit die imaginative Welt zu imprägnieren. Da ergab sich dann die Möglichkeit, in diese ganze Kette: Saturn, Sonne, Mond einzudringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
183&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kam man dann darauf, dasjenige auf Erden zu erforschen, was auch die alten Initiaten hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erzähle diesen Erkenntnisweg aus dem Grunde, damit Sie sehen, wie solche Dinge verlaufen. Sie können sagen: Das ist etwas Persön­liches. - Aber in diesem Falle ist das Persönliche ja wirklich ganz ob­jektiv. Und wenn man etwas getadelt hat an meiner «Geheimwissen­schaft», so ist es das, daß sie wie ein mathematisches Lehrbuch ge­schrieben ist, daß ich nichts Subjektives versuchte hineinzubringen, sondern diesen ganzen Gang, wie ich ihn jetzt erzählte, mit einer mathematischen Kühle hingeschrieben habe. Aber er ist so. Er ist da­durch zustande gekommen, daß man die Denkungsweise, die seit Ko­pernikus, Galilei und so weiter da ist, die von Goethe so sehr vertieft worden ist, in dieselbe Seelenverfassung hineingetragen hat, die man sonst bei der Imagination hat. Dadurch konnte man dieses Gebiet, das immer den Initiaten zugänglich war, eben nach vorne hin, in der Zeit nach vorne hin bis zum Saturn hineintragen. So sehen Sie vielleicht an diesem Beispiel, wie es darauf ankommt, in diesen Dingen nicht nebulos, sondern ganz klar und besonnen vorzugehen, eben gerade Besonnenheit hineinzutragen da, wo sonst leicht die Besinnungslosig­keit beginnt. So haben wir also hier das Beispiel, wo das Traumleben, das sonst nur das Ich ergreift, den astralischen Leib ergreift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte auf die Frage: Worinnen besteht denn nun der Unterschied zwischen der modernen Naturwissenschaft und dem, was ich in meinem Buche «Geheimwissenschaft» gegeben habe - antworten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied besteht darinnen, daß der moderne Naturdenker nur an das Ich sich wenden kann, sofort ins Träumen kommt, wenn er aus dem Ich herauskommt, und ich konnte dem Astralleib sagen, was die Naturforscher für Vorstellungen haben; dadurch konnte der Astral­leib hineindringen in die Welten, die ich zu beschreiben hatte. Das ist ein Weg, der Ihnen ganz exakt beschrieben werden kann und der Ihnen, als Beispiel, als Exempel vielleicht viel genauer zeigen wird, wie die richtigen Wege sind gegenüber den falschen, als irgend etwas an­deres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überwindung der Karikatur naturwissenschaftlicher Methoden zur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erforschung des Mediumismus und Somnambulismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, der polarisch entgegengesetzte Zustand gegenüber dem Traum­zustand ist der Zustand des Somnambulismus oder Mediumismus. Der Träumer lebt ganz in seinem Ich und astralischen Leib; wenn er auch im astralischen Leib keine bewußten Wahrnehmungen hat, so lebt er doch darinnen. Der Träumer lebt ganz in seinem Ich und in seinem Astralleib, außerhalb seines physischen und Ätherleibes. Er ist also ver­senkt, vertieft in seine eigene Wesenheit, und, da die eigene Wesenheit zusammenhängt mit Welten, von der eigenen Wesenheit aus mit Wel­ten verbunden. Also der Träumer taucht sozusagen unter in seine eigene Wesenheit und dadurch in die Welt und in gewissem Grade auch in den physischen Organismus. Das genau Entgegengesetzte ist beim Me­dium und beim Somnambulen der Fall. Man ist auch nur in einem som­nambulen und in einem mediumistischen Zustand, wenn man mit sei­nem Ich und astralischen Leibe heraus ist außer dem physischen und Ätherleib; aber dann ist, wie ich Ihnen gestern ausgeführt habe, Ich und astralischer Leib durchdrungen von einer fremden Wesenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben wir das Medium oder die Somnambule da mit ihrer physi­schen Wesenheit; aber außerhalb des physischen und des Ätherleibes ist das Jch und der astralische Leib. Da ist das Ich unterdrückt, ge­knechtet, und der Astralleib auch, denn ein anderes Wesen, wie ich gestern beschrieben habe, sitzt darinnen. Dadurch kann aber auch das Medium nicht in der richtigen Weise zurückwirken auf den physischen und Ätherleib. Denn auch wenn wir zum Beispiel im Schlafe sind, im traumlosen Schlafe, wirken wir zurück auf den physischen Leib und Ätherleib. Wir durchdringen gewissermaßen im Wachzustand physi­schen Leib und Ätherleib von innen, im Schlafzustand schützen wir ihn von außen. Das hört auf beim Somnambulen. Das Medium, die Somnambule, sie können sich nicht kümmern um ihren physischen und Ätherleib. Die sind sozusagen verlassenes Gebiet. Das ist das Eigen­tümliche des Mediums, des Somnambulen, daß physischer und Äther-leib verlassenes Gebiet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Menschen. der für unsere heutige menschliche Gegenwart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
185&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die normale Seelenverfassung hat, betrachten, so haben auf seinen physischen und Ätherleib nur die Kräfte der Mineralien und der Pflan­zen Einfluß; nichts anderes, nur die Kräfte der Mineralien und der Pflanzen. Wenn nicht die Kräfte der Mineralien, also auch der mine­ralischen Erde, auf unseren physischen Leib wirkten, könnten wir nicht gehen, uns nicht bewegen, denn das sind die physischen Kräfte, deren wir uns bedienen. In die dürfen wir hineinkommen; das ist normaler Zustand. Aber die dürfen nicht in den Ätherleib hereinkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso ist es bei den Pflanzen. Sie dürfen in gewissem Sinne noch auf den Ätherleib wirken, aber nicht allzu stark. Aber die Kräfte, die in den Tieren die Empfindung bewirken, und die Kräfte des anderen Menschen dürfen auf den physischen Leib des Menschen und nament­lich auf den Ätherleib nicht mehr einwirken. Weil physischer Leib und Ätherleib beim Medium, beim Somnambulen verlassen sind, wirken die tierischen und irdisch-menschlichen Kräfte auf den Somnambulen, auf das Medium. Sie werden suggestiv beeinflußt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie sich der Gedanke aus dem Traume hineinsenkt, so senkt sich jetzt der Wille aus dem Menschen heraus in die Umgebung hinein. Und wir können dem Somnambulen, dem Medium suggerieren, es soll gehen. Wir können ihm suggerieren, wenn wir ihm eine Kartoffel geben, es sei eine schmackhafte Birne und so weiter. Wir gelangen un­mittelbar als Menschen suggestiv an Medien und an Somnambule in bezug auf den physischen und dadurch auf den Ätherleib heran. Und die Somnambule und das Medium tragen in ihrem Atherleib ihre phy­sische Umgebung in sich, die sie nur in ihrem physischen Leib in sich tragen sollen, wie es beim normalen Menschen der Fall ist. So ist der normale Mensch traumhaft hingegeben an die innere Geisteswelt. Und so ist die Somnambule, das Medium, hingegeben an die äußere Natur-welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum ist das Medialsein, das Somnambulsein ein normaler Zu­stand, wenn er eben normal ist; denn daß wir gehen, daß wir greifen, daß wir überhaupt im Raume etwas tun können, das ist ja bei jedem Menschen eine magisch-somnambule Verrichtung. Es darf nur nicht heraufkommen in den Ätherleib, es muß nur im physischen Leib ver­bleiben. Das Normale geht durchaus über in das Abnorme. Sehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
186&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie, so ist eigentlich der Träumende ganz in sich darinnen, das Medium und die Somnambule ganz aus sich heraus, und wir haben gewisser­maßen wie Automaten den physischen Leib und den Ätherleib des Menschen vor uns im Medium und in der Somnambulen, können auf diese wirken, weil sie nicht versorgt werden vom eigenen Ich und vom eigenen Astralleib. Und dadurch wird, ebenso wie beim Träumen­den eine innere Geistwelt erzeugt wird, bei der Somnambulen und bei dein Medium eine Verbindung mit der äußeren Naturwelt erzeugt, mit der Welt der Gestaltung, mit der Welt der Bildentstehung, mit all-dem, was anschaulich ist, was räumlich ist, was zeitlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man in die Traumeswelt hinuntertaucht, taucht man in das Gestaltenlose, in das ewig Sich-Verwandelnde ein. Wenn man in die Welt, in der die Somnambule unter suggestivem Einfluß den Willen aus­übt, eindringt, wenn also der physische Leib und der Ätherleib in diese Welt eindringen, so ist alles bestimmt, konturiert; mit ungeheurer Exakt­heit wird eigentlich alles ausgeführt, was durch äußeren Einfluß ge­schieht. Das ist die dem Träumenden ganz entgegengesetzte Welt, das ist gewissermaßen ein realisiertes, ein äußerliches, naturhaft hergestelltes Träumen, wo im Tun geträumt wird, statt daß sonst nur im inneren Erleben geträumt wird. Dieser Gegensatz, der ist nun auch bedeutsam und von höchstem Interesse, wenn man ihn betrachtet vom Initiaten­standpunkte aus. Der Jnitiat hat, wie ich Ihnen sagte, seine Schwierig­keiten, wenn er da untertaucht in die Trauinwelt, um sie imaginativ zu durchströmen; seine Schwierigkeiten hat er, weil er ja das Gefühl hat, die Schwere geht verloren, das Gewicht geht verloren, alle die Dinge der Außenwelt, die festen Boden geben, die gehen verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Initiat sich einlebt - und er muß sich nun bewußt ein-leben, er muß ein Bewußtsein dafür entwickeln, so herauszugehen, wie unbewußt die Somnambule herausgeht in die Welt -, dann hat er das Gefühl, daß er in jedem Moment bewußtlos werden kann, das Be­wußtsein verlieren kann. Das ist ja der Fall, dieses fortwährende in der Möglichkeit stehen, das Bewußtsein zu verlieren. Man hat immer die Notwendigkeit, sich stramm, straff innerlich zu halten, damit das Bewußtsein ja nicht verlorengeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte sagen, geht man in dieser Welt vor, so muß man sich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
187&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Initiat so vernünftig bewegen in dieser Welt, wie sich sonst leidlich vernünftige, anständige Menschen in unserer Welt bewegen. Ich möchte sagen, man darf es dem Initiaten nicht ansehen, daß, während er zwi­schen Menschen und Tieren und Steinen durchgeht, er zugleich in einer geistigen Welt ist, wo er mit vollem Bewußtsein drinnensteht. Denn würde er einen Augenblick nur meinen, er habe jetzt keine Füße, son­dern er fliege da durch diese Welt, so würde er sehr, sehr leicht in aller­lei Allüren hineinkommen, wodurch ihn die Mitmenschen bedenklich finden würden. Sie würden sagen: Was ist denn das für ein Verrück­ter! - Das kann geschehen, wenn er nicht innerlich straff und stramm sich hält, um das volle Bewußtsein zu behalten beim Durchgehen durch die geistige Welt, die überall da ist, wie die physisch-sinnliche da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, hier eröffnet sich ein Gebiet, das nun wiederum nicht die Domäne der Theosophischen Gesellschaft geworden ist, sondern ein Gebiet, über das sich solche «höher geartete» Naturforscher hergemacht haben, das man nennt das Gebiet für psychische Forschung, Psychical research und so weiter. Es ist das ein Gebiet, wo diejenigen Menschen, die naturwissenschaftlich sonst vorgebildet sind, aber in der Naturwis­senschaft weniger leisten können, statistische Aufnahmen machen über solche Dinge, mit Medien Versuche machen, um dahinterzukommen, wie es in der geistigen Welt ist. Da wird in allerlei Gesellschaften und von allerlei Gesichtspunkten aus eben ein Gebiet geschaffen, wo man nun von außen erforschen will, wie das vor sich geht, wenn der Mensch nicht mit seinem gewöhnlichen Bewußtsein seine Glieder bewegt oder sich verhält, sondern mit herabgedämpftem oder ganz ausgelöschtem Bewußtsein, wo andere Wesen sich seiner Seele bemächtigt haben. Da wird dann registriert, was andere Menschen tun, in denen das Be­wußtsein so heruntergedämpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben es sogar erlebt, daß für diese Art von Forschung be­geisterte Leute die Anforderung gestellt haben, ich selber soll mich mit alledem, was ich der Welt zu sagen habe, in ihren Laboratorien zur Verfügung stellen, damit sie nun auch von außen erforschen können, was da vor sich geht, was da als innere Welt vor sich geht. Es ist un­gefähr so gescheit, wie wenn einer kommt und sagt: Von Mathematik verstehe ich nichts, ich kann also nicht sagen, ob das, was der Mathematiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
188&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
behauptet, richtig oder falsch ist; aber er soll zu mir in mein psychisches Laboratorium gehen, da werde ich Versuche mit ihm ma­chen und ausprobieren, ob er ein großer Mathematiker ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungefähr so ist es. Ich weise damit also hin auf eine Domäne in der Gegenwart, wo man auch die Welt des Somnambulen, des Mediumisti­schen von außen durch die Karikatur der naturwissenschaftlichen Me­thode erforschen will, nicht eigentlich auf das Innere eingehen will. Denn ginge man auf das Innere ein, würde man sehen, daß man da im Medium und der Somnambulen ein Äußeres vor sich hat, einen Auto­maten des physischen und Ätherleibes, daß man also gar nicht eigent­lich das Geistige erforscht, sondern daß dasjenige, was man erforschen will, verlassen hat das, was man vor sich hat. Aber in diese feineren Eigentümlichkeiten der geistigen Welt wollen eben die Menschen nicht hineinsehen. Sie wollen sehr häufig nicht nur durch innere Erlebnisse, sondern in äußerlicher Anschauung das Geistige vor sich haben. Im äußeren sichtbaren, sinnlichen Wirken wollen sie das Geistige vor sich haben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das tritt manchmal noch in anderer Weise hervor. Das tritt hervor, indem solche Dinge auftreten, wie sie ja auch dann später gerade in der Zeit, als ich diesen Weg da durchgemacht habe, respektive dar­gestellt habe, in der Tlieosophischen Gesellschaft aufgetreten sind, wo man die geistige Gestalt des Christus in einer physischen Persönlichkeit gesucht hat. Man wollte in der äußeren Welt ein unmittelbares Geisti­ges haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunst als Brücke von der Materie zum Geist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß die physische Welt physische Welt sein lassen und das Geistige da suchen, wo es ist, allerdings auch da, wo die physische Welt ist, aber eben in den Sphären, die die physische Welt durchdringen und die geistig sind. Aber hier liegt noch ein anderes Gebiet. Und der Mensch in seinem gesunden Zustande fühlt sich schon berufen, die Brücke zu schlagen zwischen dem einen und dem anderen Gebiete, zwi­schen dem Gebiete innerlichen Erlebens und äußerlichen Anschauens,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
189&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zwischen der Welt, in der abnorm der Träumende ist, und der Welt, in der abnorm das Medium oder die Somnambule ist. Bringt man beide Welten zusammen, befruchtet sie gegenseitig, dann entsteht die Kunst. Denn in der Kunst wird dasjenige, was äußerlich sinnlich wahrnehmbar ist, durchgeistigt, mit den Impulsen der geistigen Welt durchsetzt; das­jenige, was innerlich seelisch wahrnehmbar ist, wird in einer äußer­lichen Verkörperung dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während daher die Theosophische Gesellschaft sich damit befaßte, eine äußerliche physische Wesenheit als Geistwesenheit hinzustellen, waren wir in der Anthroposophischen Gesellschaft dazu gedrängt, die okkulte Strömung in die Kunst einlaufen zu lassen. Die Mysterien entstanden. Die Eurythmie entstand. Die Sprachgestaltung wurde aus­gebildet. All dasjenige, was in der anthroposophischen Bewegung da entstanden ist, ist aus diesem Impuls heraus entstanden, die Brücke zu schlagen herüber vom Geistigen ins Physische, so daß das Bewußtsein herüberspielt von der Welt, die der Träumende chaotisch betritt, zu der Welt, die die Somnambule oder das Medium chaotisch betritt. In der Kunst wird beides bewußt ineinandergefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das wird man einmal einsehen. Man wird einsehen, was gemeint ist, daß zum Beispiel durch diese besonderen Bestrebungen die Sprach-gestaltung, wie sie durch Marie Steiner geübt wird, wiederum zurück-gebracht werden soll auf diejenige Stufe, die sie einmal gehabt hat, als die Menschen noch instinktiv geistig waren. Da galt Rhythmus, Takt im Sprechen mehr als der äußerliche abstrakte Wortausdruck. Das muß wieder zurückerobert werden. Und in der Eurythmie wird wieder zurückerobert der bewegte Mensch, der sich vor uns evolviert, wie der Mensch ist als geistig-seelische Wesenheit. Das ist dasjenige, was Sie in der Eurythmie sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so haben wir in der Kunst zunächst diese Brücke zu schlagen gehabt von der Welt, an die der Träumende heranstreift, zu der Welt, in der die Somnambule, das Medium herumhopsen und herumstolpern, ungeschickt sich herumbewegen. In unserer gegenwärtigen materialisti­schen Zeit steht der Träumende einsam sinnend da und weiß nichts von Gestaltungen, von stofflichen Formen, die Geistiges ausdrücken und offenbaren. Und die Somnambulen gehen herum, gleichgültig, ob&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
190&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie als Medien verehrt werden, oder ob sie im Bolschewismus reine Staatstheorien machen und gleich wie die Medien in der Welt allerlei Dinge realisieren; sie gehen in der gegenwärtigen Welt herum und ahnen nichts vom Geistigen. Das ist das Wesentliche, daß wiederge­funden werde die Brücke vom Geist in die Materie, von der Materie zum Geiste hinüber. Im Künstlerischen handelt es sich zunächst darum, diese Brücke zu schlagen, nicht mehr bloß in der äußeren Welt herumzu­stolpern und herumzuhopsen, sondern durch geistige Bewegungen, die nicht die gewöhnlichen sind, Sinn dafür zu bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen Sie den wahren, den inneren Anfang des Eurythmischen als Initiatenimpuls, und alles dasjenige, was bei uns als Kunst in der Sprachgestaltung geübt wird, ist auch aus diesem Impulse heraus. Und wenn demnächst der Kursus in Dornach über dramatische Kunst ge­halten wird, wird versucht werden, auch die Schauspielkunst wieder zurückzuführen darauf, daß auf der Bühne Geistiges sein wird. Lange Zeit hat man nur nachgedacht darüber, wie man möglichst so wie im gewöhnlichen Leben den Schauspieler auf die Bühne stellen soll. Nur komisch waren die Diskussionen in den neunziger Jahren, wo man darüber diskutierte, und sich schließlich für das Naturalistische ent­schied, ob die Schillerschen Gestalten mit den Händen in der Hosen­tasche, weil ja das einmal Mode geworden ist, ob die auch auf der Bühne in dieser Weise ihre heroenhaften Sentenzen, sagen wir, aus­sprechen sollen! Sie sehen, es gibt viel Anlaß, den Weg zu finden hinein in ein richtiges Erforschen der geistigen Welt. Und derjenige, der auf dem Gebiete der Kunst sich eröffnet, der ist ein wahrhaft nicht ganz unrichtiger Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
War es so von einer ganz besonderen Bedeutung, von der alten Initiatenwissenschaft, die sich versenkt hatte in die Mysterien des Mon­des mit alledem, was dazugehört, vorzudringen zu demjenigen, was nur durchdrungen werden kann, wenn die Errungenschaften, aber ich meine jetzt die seelischen Errungenschaften der Naturwissenschaft, hin­einimprägniert werden in den Seelenzustand, der okkult erkennen kann - so war es auf der anderen Seite von nicht minder großer Be­deutung, daß die unklaren, dilettantischen Versuche, die gemacht wer­den, um dem beizukommen, was nach Entgeistigung, wie bei der Somnambule&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
191&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und dem Medialen, sich dennoch unter geistigem Einflusse in den Formen des Geistigen bewegt -, dies zum besonderen Gebiete des Forschens zu machen. Denn diese beiden Wege müssen ja eigentlich als einer angesehen werden: das Durchstoßen von innen aus durch die besonnen gewordene Traumeswelt, und das bewußte Erfassen der Außenwelt, die die Naturwissenschaft nur durch ihre mineralischen Eigenschaften erfaßt, die auf eine dilettantische Weise erforscht wer­den sollen durch die sogenannte psychische Forschung, Psychical re­search. Es ist ein Wichtiges, weil wir im naturwissenschaftlichen Zeit­alter leben, auch diesen Weg der geistigen Forschung zu gehen, auch das andere Gebiet, das polarisch den Träumen entgegengesetzte Gebiet, geistig zu durchforschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir eine Somnambule, ein Medium vor uns haben, dann ge­schieht ja durch die Somnambule und das Medium nicht etwas, was wir gewöhnt sind aus dem gewöhnlichen Leben. Die Somnambule schreibt nicht, wie ein gewöhnlicher Mensch schreibt, bewegt sich nicht, wie ein gewöhnlicher Mensch sich bewegt, spricht nicht, wie ein ge­wöhnlicher Mensch spricht, schmeckt nicht, wie ein gewöhnlicher Mensch schmeckt, weil astralischer Leib und Ich heraus sind aus dem physischen und Ätherleib und wir es zu tun haben mit einem physi­schen und Ätherleib, die verlassen sind, und die nun unter dem Einfluß des Kosmos stehen, dem Einfluß des Kosmos hingegeben sind. Wir haben es also da mit Offenbarungen des Physischen und des Ätherischen zu tun, die nicht die gewöhnlichen Naturwirkungen sind, die aus dem Geistigen, aus der geistigen Welt herrühren. Denn es ist schließlich ja im Prinzip einerlei, ob ich vor einem Medium stehe und ihm etwas suggeriere, oder ob das Medium irgendeinem Sterneneinfluß hingege­ben ist und den aufnimmt in den Ätherleib oder einen klimatischen Ein­fluß oder den Einfluß eines Metalles und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben eine Organisation vor uns in dem Medium, die in magi­scher Weise Geistigem hingegeben ist. Das müssen wir ins Auge fassen. Da kann man dann nicht diese Wirkungen, ohne daß man das Geistige schon hat, studieren, wie es die Gesellschaften für äußere psychische Forschungen machen möchten, die in äußerlicher Weise damit experi­mentieren wollen. Da muß man hineinschauen in den geistigen Zusammenhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muß man das, was da durch das Medium oder die Somnambule oder sonst durch den Menschen vorgeht, als Vordergrund haben und im Hintergrund dasjenige sehen, was als Geistiges vorhan­den ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber alle diese Wirkungen, die im Medium auftreten, in der Som­nambule auftreten, sind verwandt mit anderen medialen Erscheinun­gen. Wenn Sie hier ein Medium sitzen haben und das in einem bestimm­ten Zustande unter Menscheneinfluß oder unter kosmischem Einfluß dies oder jenes vollführt, das heißt eigentlich, wenn hier ein physischer und ein Ätherleib dies oder jenes vollführen, dann ist das vorüberge­hend, temporär ganz dasselbe, was, durch etwas anderes bedingt, be­wirkt wird in den giftigen Pflanzen, durch die der Mensch in gewisser Weise erkrankt. Es ist nur, ich möchte sagen, die äußere vorüberge­hende Maske der Krankheit, die in dem somnambulen, in dem me­diumistischen Zustande auftritt. Und von einem gewissen Gesichts­punkte aus - das wird dann noch weiter auszuführen sein in den näch­sten Vorträgen - kann man an den Erscheinungen des Mediumismus, an den Erscheinungen des Somnambulismus, man braucht es nicht, aber man kann es, wieder dasjenige sehen, was am kranken Menschen eigent­lich dadurch vorliegt, daß in unnormaler Weise sein Ich und sein astra­lischer Leib irgendwie von einem Organ oder vom ganzen Organis­mus sich herausgezogen hat, und der Mensch so unter besondere gei­stige Einflüsse kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, weil man in alten Zeiten eingesehen hat, daß dieser Zu­sammenhang besteht, waren immer die Mysterien verknüpft mit Medi­zinischem, und weil man damals nicht so neugierig war wie heute, hat man es nicht für nötig gehalten, sich viel mit Medien und Somnambulen zu befassen, deren Wirken man begriffen hat, wie man Krankheits­zustände begriff. Man befaßte sich eben mehr von diesem Standpunkte aus, der im Medizinischen gegeben ist, mit diesen Dingen. Und das war ein Standpunkt, der wieder errungen werden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was in dilettantischer Weise als der andere Weg gerade durch die Naturerscheinungen hineinkommt ins Geistige, der andere Weg, der in dilettantischer Weise da begangen wird, der muß in richtiger Weise verfolgt werden. Es muß dasjenige, was in der Welt ist und was&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich insbesondere durch die pathologischen Zustände des Menschen und der Tiere äußert, in richtiger Art wiederum verfolgt werden. Dadurch wird man erst dazu kommen, dasjenige erforschen zu können, was die Gesellschaft für psychische Forschung erforschen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch dieser Weg ist nun betreten worden auf dem Boden der anthroposophischen Bewegung. Er ist möglich geworden dadurch, daß die pathologischen Erscheinungen in der Art verfolgt werden können, daß sich aus ihnen heraus der Zugang zur geistigen Welt eröffnet. Das ist dadurch möglich geworden, daß im Zusammenarbeiten von mir und Dr. Ita Wegman dieser Weg, der verfehlt wird von den physischen Forschungen, in der richtigen Weise versucht wird zu gehen. Es ist das möglich dadurch, daß dieses Zusammenarbeiten sich ergeben hat da­durch, daß in Ita Wegman wirklich nicht bloß jene Erkenntnisse vor­handen sind, die der heutige Arzt erwirbt, sondern diejenigen intuitiv-therapeutischen Impulse, welche unmittelbar aus dem Krankheitsbilde heraus in die geistige Welt hineingehen und von da zur Therapie kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da aber liegt der Weg, das Gebiet zu durchforschen, auf das ich hier hindeute. Und so wird hier versucht, durch dieses Arbeiten die wirk­liche initiierte Medizin auszubilden, die von selbst initiierte Natur­wissenschaft ist. Auf diese Weise wird auch der andere, richtige Weg gegenüber den falschen Wegen vor die Welt hingestellt werden. Und man wird schon sehen an dem ersten Bande des Buches, das von Frau Dr. Wegman und mir zusammen geschrieben wird, demnächst erschei­nen wird, jetzt im Drucke ist, wie dieser Weg gegangen werden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, daß sich an Beispielen am allerleichtesten zeigen läßt, wie die richtigen Wege sich von den falschen, von den irrtümlichen Wegen unterscheiden. Und auch darauf darf vielleicht hier im Zusammen-hange hingewiesen werden. Wenn ich vorher gesagt habe, es muß ein Weg in die Kunst hinein eröffnet werden, der nun wiederum das Ge­biet des Geistigen und das Gebiet des stofflich Geformten einander nahebringt, so muß ich sagen: Es scheint nach den Bedingungen der heutigen Zivilisation unmittelbar sogar das vorzuliegen, daß man erst den rechten Weg auch dazu finden wird, wenn der letztere Weg mit Bezug auf die Naturerscheinungen gegangen sein wird. - Denn es ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
194&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heute auf dem künstlerischen Gebiet die Menschheit so weit entfernt von jenem Brückenschlagen, von dem ich gesprochen habe, daß sie vielleicht erst dann überzeugt werden kann von dem Weben und Le­ben des Geistigen auch in der Kunst, wenn sie auf jene intensive Weise überzeugt werden kann von dem Wirken des Geistigen, das man be­sonders schauen kann in der Genesis des Pathologischen; wenn erst anschaulich geworden ist durch ein solches Wirken, wie das in dem Zusammenarbeiten von Ita Wegman und mir vorliegen wird, wenn erst ersichtlich sein wird, wie der Geist webt und lebt in der Materie, wie er sich in der Materie offenbart. Wenn man das auf dem Gebiete der Natur schauen wird, dann wird vielleicht auch der Enthusiasmus, der volle Enthusiasmus erwachen können dafür, daß das unmittelbar in der Kunst vor die Welt hingestellt werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde dann morgen von diesen Dingen weiter sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
195&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ZEHNTER VORTRAG Torquay, 21. August 1924 =&lt;br /&gt;
Einflüsse des außerirdischen Kosmos auf das menschliche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonnenwirkungen und Mondenwirkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe gestern darauf hingewiesen, wie die abnormen, die krank­haft auftretenden Wege in die geistige Welt - auf der einen Seite der Weg des innerlich-mystischen Vertiefens, des tieferen Hineingeratens in die Traumeswelt, und auf der anderen Seite der Weg, der mehr, ich möchte sagen, in einer karikaturhaft naturwissenschaftlichen Weise durch die Erscheinungen geht, welche sich äußerlich bei den Somnam­bulen, bei den Medien darbieten -, wie diese beiden Wege aufgegriffen und in fruchtbarer Weise fortgeführt werden müssen, wenn tatsächliche Initiationserkenntnis zustande kommen soll. Wir werden nun weiter in dieses Gebiet eindringen, wenn wir uns vor die Seele stellen, unter welchen Einflüssen von seiten des Kosmos das menschliche Bewußtsein und überhaupt mit dem menschlichen Bewußtsein zusammen die ganze menschliche Wesenheit steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können ja leicht übersehen, wie unter allem, was außer den Er­denwirkungen an Wirkungen auf Menschen vorhanden ist, die Sonnen-wirkungen und die Mondenwirkungen alles überragen. Man denkt ge­wöhnlich nicht darüber nach, allein es ist ja heute auch naturwissen­schaftlich ganz evident, daß alles auf der Erde nicht wäre, wenn nicht die Sonnenwirkungen, die vom außerirdischen Kosmos auf die Erde herabkommen, da wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sonnenwirkungen zaubern das ganze Pflanzenwesen hervor. Die Sonnenwirkungen sind notwendig für alles Tierische, aber auch für alles, was physisch und ätherisch im Menschen ist. Sonnenwirkung kann überall bemerkt werden, wo man sie nur bemerken will, und sie ist durchaus auch für die höheren Wesensglieder des Menschen bedeutsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
196&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mondenwirkung bemerkt man weniger. Sie lebt heute vielfach im Aberglauben, und was man über sie exakt wissen kann, ist entstellt dadurch, daß eben vielfach dem Aberglauben huldigende Vorstellungen über die Mondenwirkungen vorhanden sind, und daß diejenigen, die heute Wissenschaft treiben wollen, sich erhaben fühlen über allen Aber­glauben und deshalb auch alles Bedeutsame der Mondenwirkungen zu­rückweisen und es nicht in die eigentliche Wissenschaft hereinlassen wollen. Da und dort ahnt man aber, nicht nur bei den Dichtern, die da wissen, wie anregend der Mondenzauber auf die Phantasie wirkt, nicht nur bei den Liebenden, die ihre Liebesaffären gern im Mondenlichte abmachen, sondern man ahnt schon bei den Erkennenden, daß durch­aus, wenn auch ganz anders geartete, Wirkungen vom Monde aus auf die Erde stattfinden. Da kann man ja ganz besonders merkwürdige Dinge erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab in der Mitte des 19.Jahrhunderts in Deutschland zwei Ge­lehrte. Der eine hieß Schleiden, der andere Gustav Theodor Fechner. Gustav Theodor Fechner ging von ganz exaktem Standpunkte aus gern an die geheimeren Naturwirkungen sowohl im Menschen wie draußen in der großen Natur heran. Er sammelte namentlich Daten darüber, eine Art Statistik stellte er auf, wie die Regenmenge, welche an irgendeinem Orte niederfällt, zusammenhängt mit Vollmond und Neumond. Und er bekam eben heraus, seiner Ansicht nach, daß bei gewissen Mondenphasen mehr Regenmenge für irgendeinen Ort da ist als bei anderen Mondenphasen. Das vertrat er. Er genierte sich nicht, gegenüber der landläufigen Wissenschaft auch eine solche Wissenschaft geltend zu machen. Allein sein Kollege an der Universität, Professor Schleiden, der große Botaniker, war anderer Meinung, machte diese Meinung Fechners lächerlich und sagte: Von Mondenwirkungen sol­cher Art kann überhaupt nicht die Rede sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Merkwürdige aber war dieses: Die beiden Gelehrten waren ver­heiratet, und es waren damals in der noch verhältnismäßig kleinen Uni­versitätsstadt, die allerdings eine der großen Städte Deutschlands ist, noch patriarchalische Verhältnisse. Es war damals so, daß die Frauen das Regenwasser sammelten, weil sie meinten, daß das ganz besonders gut zum Wäschewaschen ist. Nun gab es also eine Frau Professor Fech­ner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
197&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und eine Frau Professor Schleiden. Und es kam dahin, daß sich in dieser Frage nicht nur die beiden Professoren unterhielten, sondern daß auch die Frauen hinter diese Frage kamen. Und siehe da, der Pro­fessor Fechner sagte zu seiner Frau: Nun ja, der Professor Schleiden glaubt ja nicht, daß die Mondenphasen Einfluß auf die Regenmenge haben; also sag&#039; einfach du, du willst diese Mondenphasen benutzen, um das Regenwasser zu sammeln, und die Frau Professor Schleiden kann ja dann in einer anderen Phase nach dir das Regenwasser sam­meln; da der Professor Schleiden nicht daran glaubt, daß die Monden­phasen Einfluß haben, so kann ja gar nichts dagegen einzuwenden sein. - Aber siehe da, die Frau Professor Schleiden wollte der Frau Professor Fechner diejenige Mondenphase nicht überlassen, von der ihr Mann nicht glaubte, daß in ihr mehr Regenwasser komme! Also es gab einen sehr netten Universitäts-Familienstreit über diese Sache. Aber er hat ja einen wissenschaftlichen Hintergrund. Und wenn wir, aber mit mehr geisteswissenschaftlichen Mitteln, an solche Wirkungen herangehen, dann kommen wir schon darauf, daß tatsächlich nicht bloß im Aberglauben, sondern in wirklicher Wissenschaft von starken Mon­denwirkungen ebenso gesprochen werden kann wie von Sonnenwir­kungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber damit haben wir gewissermaßen schon dasjenige erschöpft, was in die Tatsache hereinspielt, welche das gewöhnliche Bewußtsein des heutigen Menschen umfaßt. Der heutige Mensch lebt sozusagen unter dem Einflusse von Erde, Mond und Sonne. Der heutige Mensch ist auch in seinem Bewußtsein im wesentlichen abhängig von Erde und Mond und Sonne. Denn, wie ich schon angedeutet habe, das äußerlich Sicht­bare der Sterne ist ja nicht das Wesentliche, auch nicht das äußerlich Sichtbare der Sonne und des Mondes. Wir haben ja ausdrücklich dar­über gesprochen, wie die Mondensphäre diejenigen Wesenheiten in sich birgt, welche einstmals die großen Urlehrer der Menschheit waren. So birgt die Sonnensphäre eine große Summe von geistigen Wesenheiten. Jeder Stern ist eine Kolonie von Wesenheiten, wie die Erde die kos­mische Kolonie des Menschentums ist. Aber wie gesagt, der Mensch, der heute seine Zeit zubringt zwischen der Geburt und dem Tode, er lebt fast ausschließlich unter dem Einfluß von Erde, Sonne und Mond.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
198&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun handelt es sich darum, genauer kennenzulernen, wie der Mensch mit seinem ganzen bewußten und auch leiblichen Zustande, also mit seinem geistigen, seelischen und physischen Zustande unter dem Einflusse von Sonne und Mond lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir da die extremsten Bewußtseinszustände, zwischen de­nen der Traumzustand liegt, nehmen wir das wache Tagesbewußtsein und das bewußtseinsleere - wenn ich den Widerspruch bilden darf -, das bewußtseinsleere Schlafbewußtsein, das traumlose Schlafbewußt­sein. Wenn wir den Menschen verfolgen, wie er da sich befindet wäh­rend des Schlafes - physischer Leib und Ätherleib sind getrennt vom astralischen Leib und Ich -, dann finden wir, wie der Mensch in dem, was er aus seinem physischen und aus seinem ätherischen Leibe als astralischen Leib und Ich herausgezogen hat, zwischen dem Einschlafen und Aufwachen innerlich die Sonnenwirkungen sorgsam bewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schauen vom Aufwachen bis zum Einschlafen äußerlich auf die Sonne hin. Wir schauen ja auch auf ihre Wirkung hin, wenn eine voll­ständige Regendecke da ist; denn das, was wir von den anderen Dingen sehen, sind ja die zurückgeworfenen Sonnenstrahlen. Wir stehen wäh­rend des ganzen Wachens unter dem Einflusse der die Dinge äußer­lich bescheinenden Sonne. In dem Augenblicke, wo wir in den anderen Zustand hinüberschlafen, fängt an, für das geistige Auge schaubar, in unserem Ich und unserem astralischen Leibe das Sonnenlicht zu erglän­zen. Da haben wir zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen Sonne in uns. Sie wissen ja, es gibt gewisse Mineralien, wenn man sie unter gewissen Verhältnissen bestrahlt und läßt dann den Raum finster werden, so bewahren sie das Licht und strahlen es dann im Finstern als Nachwirkung zurück. So ist es für das geistige Anschauen mit dem menschlichen Ich und dem menschlichen Astralleibe. Sie sind gewisser­maßen übertönt von dem äußeren Sonnenlichte in dem Zustand des Wachens. Sie fangen an zu glimmen und zu leuchten, indem sie das Sonnenlicht nunmehr in sich tragen zwischen dem Einschlafen und Aufwachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So daß wir sagen können: Im Wachen ist der Mensch unter dem Einflusse der äußeren Sonnenwirkungen. Im Schlafe ist der Mensch unter dem Einflusse der Sonnenwirkung, die er nunmehr selber bis zum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
199&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufwachen in sich trägt. - Wir haben Sonne in uns, wenn wir schlafen, und lassen in der Nacht nur den physischen und den ätherischen Leib zurück. Aber im Geistigen beleuchten wir selber während des Schlafes mit dem, was wir jetzt als das aufbewahrte Sonnenlicht haben, von außen unseren physischen und unseren ätherischen Leib. Und würden wir das nicht tun, würden wir nicht von außen mit unserem bewahrten Sonnenlichte unsere Haut und bis in das Innere der Sinnesorgane hin­ein uns bestrahlen, so würde der Mensch früh ganz trocken, verdorrt werden, verwelken. Wir leisten in der Tat für Frische und Wachstum und Vitalität unseres Organismus alles dadurch, daß wir während des Schlafes durch das bewahrte Sonnenlicht von außen gegen unsere Haut und gegen unsere Sinne strahlen. Und es ist wirklich so, daß während des Schlafens der Mensch, indem er draußen ist mit seinem Ich und seinem Astralleibe, erstens seine Haut bescheint durch das Sonnenlicht, zweitens aber das Sonnenlicht durch Augen und Ohren bis zurück in die Nerven wirft. Das ist das Phänomen des menschlichen Schlafes, daß die Sonne scheint, vom menschlichen Ich und menschlichen Astralleibe aus selber in den Menschen hineingehend, auf die Haut aufstrahlend, da wo Sinnestore sind, in den Menschen hineinstrahlend (siehe Zeich­nung Seite 200, rot).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann tritt, gleichgültig ob Neumond oder Vollmond ist - denn dadurch ändern sich die Wirkungen nur, aber sie sind da bei allen Mondenphasen -, dann tritt für die Mondenwirkungen das ein, daß sie von außen an den Menschen herankommen und sich erstrecken über den physischen und den Ätherleib. So daß wir also haben: im phy­sischen und Ätherleib während des Schlafens Sonnenwirkungen vom Ich und astralischen Leib; Mondenwirkungen von außen auf den phy­sischen und Ätherleib. Sehen Sie, damit ist der Schlafzustand in bezug auf den Kosmos charakterisiert. Der Mensch steht durch sein Inneres mit der Sonne in Beziehung, steht nach außen mit dem Monde in Be­ziehung, denn astralischer Leib und Ich sind ja doch das Innere, wenn sie jetzt auch außen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wachen ist es umgekehrt. Wenn wir aufwachen, tragen wir innerlich, ganz innerlich die Mondenwirkungen in uns, und die Son­nenwirkungen kommen von außen. So daß wir sagen können: Wenn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
200&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Bild s. 200&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir wachen, so kommen die Sonnenwirkungen von außen unmittelbar an den physischen und Ätherleib heran, und das Ich und der astralische Leib im Inneren stehen unter dem Einflusse der bewahrten Monden­kräfte. Wenn wir also schematisch dieses zeichnen für das Wachen, so haben wir auf den physischen Leib und den Ätherleib die Sonnenwir­kungen, also Sonnenwirkungen von außen (gelb), innerlich vom Ich aus, innerlich auf Ich und astralischen Leib Mondenwirkungen (grün).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir tragen also, während wir wachen und uns von außen in bezug auf unseren physischen und Ätherleib die Sonnenwirkung bestrahlt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
201&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
innerlich in uns während des Wachens die bewahrten Mondenwirkun­gen. Im Ich des Menschen und im astralischen Leibe lebt die Sonne während des Schlafens und der Mond während des Wachens. Im phy­sischen und Ätherleib lebt die Sonne während des Wachens, der Mond während des Schlafens. Und dadurch, daß das so ist, auch dann ist, wenn der Mensch ein Nachtschwärmer wird und sich in der Nacht, statt zu schlafen, vorbereitet für den Kopfschmerz des nächsten Mor­gens, auch dann bleiben diese Wirkungen in derselben Weise vorhan­den; denn wenn auch die äußere Konstellation nicht beachtet wird, diese Dinge sind so, daß sie durch die eigene Trägheit, durch das Be­harrungsvermögen im Kosmos trotzdem für den Menschen so verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch, auch wenn er bei Tag schläft und bei Nacht wacht, trägt während des nächtlichen Wachens in seinem Ich und in seinem astra­lischen Leib die Mondenwirkungen; und die Sonnenwirkungen kom­men an ihn heran, nur daß sie dann in Form von Straßenlaternen, oder wenn er irgendwo auf dem Felde liegt, in Form des schwachen Sternen-lichtes und dergleichen an ihn herankommen. Aber es sind überall die Sonnenwirkungen, welche der Mensch im Schlafe bewahrt, die Mon­denwirkungen, die der Mensch im Wachen innerlich in sich trägt. Und umgekehrt ist es für den physischen und für den Ätherleib in bezug auf das Äußere des Menschen. Dieser Konstellation verdankt der Mensch sein gewöhnliches Bewußtsein zwischen Geburt und Tod. Wir werden nun sehen, wie das Aufsteigen zu anderen Bewußtseinsformen diese Sache ändert. Denn beim Initiaten wird das Verhältnis nun zu Sonne und Mond etwas geändert, immer mehr und mehr geändert, und in dieser Änderung des Verhältnisses zum Kosmos besteht der Weg in die geistige Welt hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das lebendige Erfassen der Mondensphäre&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als Ausgangspunkt eines Initia tenwe ges&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der Mensch drinnensteht in der Welt, wie er Sonne und Mond gegenübersteht mit dem gewöhnlichen Bewußtsein, das brauche ich nicht zu schildern, das kann vor jeder Seele stehen, wenn sie sich darauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
202&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
besinnt, wie der Tag ausschaut, wie man als Mensch im Tag, wie man als Mensch in der Nacht lebt. In dem Augenblicke, wo der Mensch beginnt, seine innere Seelenkraft zu verstärken für das sonst chaotische Traumbewußtsein, in dem Momente, wo er es dahin bringt, das sonst träumende Bewußtsein zu einem Werkzeug der Auffassung der Reali­tät zu machen, in demselben Momente wird der Mensch schon gewahr, wie der im Wachzustande in seinem Ich bewahrte Mond dadrinnen ist. In dem Augenblicke, wo man wirklich den Traum durch Initiaten-erkenntnis in Wirklichkeit verwandelt, fühlt man sich wie von einem zweiten Menschen durchdrungen. Aber man weiß, in diesem zweiten Menschen lebt die Kraft der Mondensphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also im beginnenden Initiatenbewußtsein sagt man sich: In mir lebt die Kraft der Mondensphäre, und sie hat eigentlich immer die Tendenz, in mir einen zweiten Menschen auszubilden, den ich dann in meinem ersten Menschen wie in einer Hülle in mir trage. Und jetzt beginnt auch schon der Kampf. Wenn nicht beim Tagbewußtsein, im wachen Bewußtsein, sondern im Schlafbewußtsein der Mond innerlich im Men­schen zu wirken beginnt - in diesem zweiten Menschen, von dem ich jetzt gerade spreche, daß er normal durch die inneren Mondenwirkun­gen ausgelöst wird, wenn der durch den wirklichen Mond in der Nacht ausgelöst wird, wenn da dieser zweite Mensch sich geltend macht im dumpfen Schlafzustande, dann will dieser zweite Mensch, der im ersten, im gewöhnlichen Menschen drinnensteckt, im Mondenlichte herum-wandeln und nimmt den ersten Menschen mit. Und jener somnambule Zustand entsteht, den wir bei den Mondenwandlern auftreten sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt stellen Sie sich vor, wenn äußerlich der Mond scheint, kann auferweckt werden der zweite Mensch, der dann in besondere magische, das heißt außergewöhnliche, von Naturwirkungen abweichende Wir­kungen hineindringt. Der Mensch wandelt herum. Stellen Sie sich die­sen Nachtwandler vor. Bei herabgedämpftem Bewußtsein tut der Mensch allerlei, was er bei gewöhnlichem Bewußtsein nicht tun würde. Er würde bei gewöhnlichem Bewußtsein im Bette ruhig liegenbleiben. Da ist sein Ort. Statt dessen wandelt er draußen herum, steigt auf Dächern herum. Er sucht dasjenige Gebiet auf, das eigentlich außer seinem physischen Leibe sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
203&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, ins Normale übersetzt, zur bewußten innerlichen Erfah­rung gebracht, ist das der Fall im beginnenden Initiatenbewußtsein; nur daß man sich da nicht der Mondenwirkung nähert, der wirklichen Mondenwirkung von außen, sondern die innerlich getragene Monden­wirkung das Bewußtsein vom zweiten Menschen ausbilden läßt. Und man muß nun alle Kraft zusammenhalten, damit einem dieser zweite Mensch jetzt nicht weggeht. Mit dem ersten Menschen würde man ruhig bleiben. Aber dieser zweite Mensch, der könnte weggehen, wesen­los in die Irre wandeln, ganz falsche Wege gehen. Man muß ihn halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eben dasjenige, was bei der Erwerbung des Initiatenbewußt­seins unbedingt eintreten muß: innere Festigkeit und Haltung, damit dasjenige, was heraus will, in einem drinnenbleibt und man es verbun­den erhält mit dem ganz gewöhnlichen, nüchternen Bewußtsein, das man in seinem physischen Leibe hat. Aber man muß fortwährend kämpfen dagegen, daß einem dieser zweite Mensch, der sich da durch das verstärkte innere Mondenwesen gebildet hat, nicht davongeht. Und dieser zweite innere Mensch, der sich da bildet, er hat eine sehr starke Anziehung zu allem, was da Stoffwechselwirkungen, Bewegungs­wirkungen sind im Menschen, zu allem, was vom Magen und anderen Organen ausgeht; zu all dem hat er eine sehr, sehr starke Anziehung. Und er nimmt diese Kräfte sehr, sehr stark in Anspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, sehen Sie, ist das Vorliegende, dasjenige, was zunächst Erfah­rung ist für das beginnende Initiatenbewußtsein, daß es einen von den zwei Wegen geht, die gegangen werden müssen: den Weg durch die Ausgestaltung der Traumeswelt, durch die Realisierung, durch die Ver­wirklichung der Traumeswelt. Und besinnt man sich nun - und man muß sich eben besinnen, wie ich jetzt auseinandergesetzt habe -, dann kommt man darauf: äußerlich ist der Tag, doch innerlich trägt man die Nacht in sich; und es erwacht mitten im Tag etwas wie eine inner­liche Nacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tritt dieses Initiatenbewußtsein auf, dann, sehen Sie, dann ist da der Tag für die äußeren Augen, für das äußere Ergreifen von Dingen; aber im Raume dieses Tages, da beginnt überall zu weben und zu leben das geistige Mondenlicht, das herumstrahlt, herumscheint, und das Gei­stige beginnt zu leuchten. Also man weiß, man setzt durch seine eigene&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
204&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seele in den Tag die Nacht hinein. Wenn das alles im vollen Bewußtsein geschieht, so geschieht, wie etwas anderes am Tage vom besonnenen Menschen verrichtet wird, wenn dieser besonnene Mensch in die Tages-wirkungen die Monden-Nachtwirkungen hereinzuzaubern vermag, dann ist er auf dem richtigen Pfad. Wenn er aber irgend etwas in sich hereinbringt ohne das volle Bewußtsein, daß da im Tage die Nacht auf­geht durch seine innerlichen Kräfte, dann gerät er auf den falschen Weg, der zuletzt ins Mediumhafte führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist also das volle Bewußtsein, die innerliche Beherrschung der Tatsache, in die man sich hineinlebt, dasjenige, was maßgebend ist, nicht die Erscheinung an sich, nicht die Tatsache an sich, sondern die Art, wie man sich in sie hineinlebt. Könnte der gewöhnliche Monden­Nachtwandler in dem Augenblicke, wo er auf dem Dache oben herum-steigt, seine volle Besonnenheit entwickeln, er wäre in diesem Moment ein Initiat. Das wird er nicht, sondern wenn Sie ihn anschreien, damit er erwacht, fällt er herunter. Wenn er nicht herunterfiele, sondern das volle Wachbewußtsein entwickelte und dann in diesem Zustand blei­ben könnte, dann wäre er ein Initiat. Dasjenige, was da auf krankhafte Weise entwickelt wird, nicht bloß in gesunder, sondern in übergesunder Weise zu entwickeln, das ist die Aufgabe der Initiationserkenntuis. Sie sehen, wie haarscharf nebeneinander stehen Falsches und Richtiges in der geistigen Welt. In der physischen Welt kann man noch, weil man da ja die grobmaschige Logik, die grobmaschige Erfahrung hat, Fal­sches vom Richtigen leicht unterscheiden. Sobald man in die geistige Welt eindringt, ist diese Unterscheidung außerordentlich schwer, hängt ganz ab von der inneren Haltung, von der inneren Besonnenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weiter, wenn der Mensch so die Nacht im Tag erweckt hat, dann verliert allmählich das Mondenlicht den Charakter des äußeren Schei­nens. Es scheint nicht mehr so äußerlich. Es bewirkt nur ein allgemeines Lebensgefühl. Aber etwas anderes tritt auf. An diesem geistigen Nacht-himmel erglänzt jetzt in wunderbarem glimmenden Lichte Merkur. Es geht der Stern Merkur in dieser in den Tag hineingezauberten Nacht wirklich auf, aber nicht so, wie man den Merkur durch das Teleskop sieht, sondern man wird gewahr: das ist etwas Lebendiges. Man kann nicht gleich die lebendigen Geistwesen, die den Merkur bewohnen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
205&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unterscheiden, aber man wird gewahr im allgemeinen an der Art und Weise, wie einem der Merkur entgegentritt, daß man es mit einer gei­stigen Welt zu tun hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird einem im Geiste das Mondenlicht zum allgemeinen Lebens-elixier, in dem man sich drinnen fühlt, dann geht allmählich der Geist-stern Merkur in dieser in den Tag hineingezauberten Nacht auf. Heraus tritt aus diesem funkelnden Dämmern und dämmernden Funkeln, in dem einem der Merkur entgegentritt, diejenige Wesenheit, die dann als das Götterwesen Merkur bezeichnet wird. Den braucht man. Den braucht man unbedingt, sonst kommt Verwirrung zustande. Man muß zunächst in der geistigen Welt dieses Wesen finden, von dem man genau weiß, es gehört zu den Merkurwesen. Und dadurch, daß man ihn ken­nenlernt, kann man den zweiten Menschen, der in einem belebt wird, nun beherrschen, willentlich beherrschen. Man braucht nicht mehr so wie ein Mondenwandler sich unbestimmten Wegen zu überlassen, sondern man kann an der Hand dieses Götterboten Merkur die be­stimmten Wege in die geistige Welt hinein tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so handelt es sich darum: Will man die richtigen Wege in die geistige Welt hinein finden, so muß man ganz bestimmte Erfahrungen zunächst machen, welche lenkend und leitend sind. Der gewöhnliche Mystiker vertieft sich in sein Inneres. Da kommt ein Gefühlsbrei zu­stande, in dem alles durcheinandergerührt ist; Gott und Welt und Engel und Teufel, sie sind ja bei dem gewöhnlichen Mystiker durch­einandergerührt. Höchstens kann es zu allgemeinen Träumen kommen, an denen man nicht unterscheiden kann, ob sie aus der Geschlechts-sphäre oder aus der Kopfsphäre sind. Im allgemeinen sind sie durch­einandergebrodelt, die Erlebnisse, oder breiartig durcheinandergerührt. Das ist die unklare, die nebulose Mystik, die den Traum nicht durch-hellt, die den Traum im Gegenteil mit größerem Chaos, das dann nur dem Initiaten verständlich ist, durchwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche Erlebnisse, wie sie beschrieben werden, wie die von Katharina von Siena und ähnliche, die so wunderbar sind, so großartig poetisch sind, die kann nur der Initiat verstehen, denn nur er weiß, was da eigentlich vorgeht. Und daher kann gesagt werden: Treibst du deine Initiation mit vollem Bewußtsein, das so klar und durchsichtig wie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
206&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Bewußtsein ist, mit dem du rechnest oder Geometrie treibst, gehst du mit dieser ganzen vollen Besonnenheit in diese Dinge hinein, so findest du den rechten Weg. - Erst dadurch, daß du weißt, du zauberst die innerliche Nacht in den äußeren Tag hinein, findest du die wirk­liche, reale geistige Welt. So wie niemand leugnen kann, daß der Mond aufgeht, daß der Merkur aufgeht in der äußeren Raumeswelt, daß das nicht erträumt, sondern real ist, so findet man das, wenn man mit vollem Bewußtsein hineingeht und Geistwesen begegnet, so, wie man in der physischen Welt Menschen begegnen kann. Und falsche Wege werden überall da gegangen, wo man den Geist suchen will, ohne sich bewußt zu werden dessen, was da in der geistigen Welt ist. Wenn man nur auf Erden bleibt und meinetwillen mit Medien experimentiert, ohne in die geistige Welt wirklich einzutreten, sondern nur an dem, was die Medien äußerlich auswirken, experimentieren will, nicht dem Geistigen wirklich begegnet, dann ist man auf falschem Wege. Alles, was nicht das Bewußtsein erweckt in der geistigen Welt, sondern im Schlafe weiterwandelt und nur die Wirkungen studieren will wie der äußerliche Okkultismus, ist auf falschem Wege. Alles dasjenige, was, indem es in die geistige Welt eintritt, sogleich der geistigen Welt als einer Realität entgegentritt, die aber geistig ist, ist auf richtigem Pfade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und, sehen Sie, so ist das innerliche, lebendig erkennende Erfassen der Mondensphäre der Ausgangspunkt des einen Initiationsweges. Und wir können sagen: Was sonst im Wachen, wo der menschliche Mond im Inneren wirkt, was sonst im Wachen nur mit Bezug auf Sonne und Mond auftritt, das tritt jetzt so auf beim Initiaten während des Wa­chens, wie es sonst im Schlafe auftritt. Der Mensch wird gewahr der Mondenwirkungen, wie wenn sie äußerlich wären. Er zaubert die Nacht in den Tag hinein. Und statt daß für die gewöhnliche Nachtbetrach­tung der ganze Himmel gleich sternenbeglänzt wird, geht zuerst gei­stig der Stern Merkur auf. Und hat man dann nach dem Wege, wie ich es geschildert habe in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», hat man es dahin gebracht, Imaginationen auszubilden, zu wirklichen Imaginationen zu kommen, so tritt einem eben in dieser Mondenwelt während des Tages die Welt der Imaginationen als Wirk­lichkeit entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
207&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber indem man in die Merkurwirkungen eintritt, gehen diese Jma­ginationen zu ihren Wesenheiten über. Man stellt jetzt nicht bloß Visionen dar, hinter denen nichts Reales ist, sondern man stellt jetzt Visionen wie Imaginationen vor - aber die gehen zu ihren entsprechen­den Wesenheiten hin. Sie können daher, wenn Sie noch nicht weit ge­nug gekommen sind in Ihrem Initiationsweg, die Vision des Archan­gelos, des Erzengels haben, aber es bleibt eine Vision. Erst wenri Sie weiterdringen, dann geht diese Vision zum Erzengel wirklich hin, und Sie schauen dann die Vision des Erzengels, der darinnensteckt. Vorerst, beim bloßen Mondenscheinen, braucht er nicht drinnenzustecken. Jetzt steckt er drinnen. Und so werden Sie sich der Merkurwirkungeri be­wußt, indem Ihre visionäre Welt in eine wahre Wahrnehmungswelt des Geistigen hineinfließt. Das alles kann nur - das muß immer wieder erwähnt werden - bei vollster Besonnenheit in richtiger Weise erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, wenn der Mensch weiter seine Meditationen treibt, sein Inneres weiter erkraftet, aktiver und aktiver macht, dann erlangt er zu der Merkurwirkung hinzu die Venuswirkung. Und siehe da, wenn die Venuswirkung auftritt, wenn in dieser in den Tag hineingezauber­ten inneren Nacht die Venus aufgeht, da verlieren sich gegenüber den Wesenheiten, die da aufgetreten sind, die in den Bildern der Imagina­tion, der realen Visionen erscheinen, da verlieren sich darinnen die Visionen, und man steht mit leerem Bewußtsein gegenüber der geistigen Welt. Man weiß, die geistigen Wesenheiten sind da. Man ist in der Venussphäre angelangt. Die geistigen Wesenheiten sind da. Man war­tet, bis einem entgegenkommt die Sonnensphäre. Das ganze ist eine Vorbereitung, um nun die Sonne ein zweites Mal zu erleben. Man tut ja das alles während des Tagwachens, wo man in den Sonnenwirkungen von außen steht. Man macht diesen Weg durch, den ich beschrieben habe, durch Mond, Merkur, Venus. Da verlieren sich die Visionen. Man dringt weiter. Der ganze Weg war ein Weg von Erde zu Mond, zu Merkur, zu Venus, zur Sonne hin. Man dringt in das Innere der Sonne. Man schaut die Sonne ein zweites Mal, geistig. Sie bleibt noch nicht, ist undeutlich, aber man weiß: man schaut sie geistig. Man schaut in das Innere der Sonne hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
208&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist so, wenn ich einen ganz groben Vergleich gebrauchen darf, wie wenn man sich sagen würde: Ich sehe dort etwas in der Ferne; ich nähere mich ihm, halte es zuerst für etwas künstlich Gemachtes, nähere mich ihm, greife es an, da fängt es mich in seinen Zähnen an der Hand. Jetzt weiß ich, das ist nicht künstlich gemacht, das ist ein wirklicher Hund. Ich werde gewahr, daß das ein Inneres war. Dieser grobe Ver­gleich kann Sie darauf aufmerksam machen, daß das etwas ist, was Realität hat. Man geht von der Erde durch die Mondenwirkungen, Merkurwirkungen, Venuswirkungen und kommt darauf, die Sonne zu schauen, so daß man merkt: sie ist ein lebendiges Geistwesen; da leben auch Wesen darinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist zunächst der Weg, der ausgebildet werden kann und der durch und durch auf jedem seiner Schritte zeigt, wie der Initiat, indem er weiterschreitet, die volle Besonnenheit bewahren muß und dann auf richtigem Wege wandelt; und wie der Mensch, wenn er nicht gewahr wird, daß er, indem er in irgendeiner Weise aus sich herausgeht, in den Kosmos tritt und daß der Kosmos geistig wird vor seinem geistigen Blick, wie er da auf falschem Wege geht. Sehen Sie, innerlich muß man den Unterschied zwischen wahren und falschen Wegen in der geistigen Anschauung kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergreifen der menschlichen Organisation in Imaginationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun habe ich bereits gestern angedeutet, wie aus einer Notwendigkeit der Zeit heraus von den verschiedensten psychisch-okkulten Gesell­schaften, welche in einer karikaturhaften Nachahmung naturwissen­schaftlicher Methoden arbeiten, gesucht wird, an äußeren Erscheinungen die geistige Welt zu erforschen. Mißverstehen Sie mich nicht, ich will nicht als Kritiker dieser Methoden auftreten, da ich zu genau weiß, wie stark die Sehnsucht sein kann, durch Beobachtung äußerer Tat­sachen auf naturwissenschaftlichem Wege in das Wesen der geistigen Welt hineinzukommen. Ich will nur zeigen, wie diese Wege in Irrtum führen und wie sich dagegen die wahren Wege verhalten müssen. Es ist durchaus begreiflich heute, weil wir im naturwissenschaftlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
209&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitalter leben und weiterleben müssen, daß Menschen auftreten, die über die geistige Welt so forschen wollen, wie man in der Naturwis­senschaft unmittelbar forscht, und die für unsicher halten andere, rein geistige Wege. Und so kommen sie darauf, zu sagen: Auf der einen Seite liegt eben die normale Welt vor; da gehen Menschen herum, die ihre Absichten ausführen, die ihnen vom äußerlichen sozialen Leben auferlegt sind; da gehen Menschen herum, die im Sinne dieses äußer­lichen sozialen Lebens denken und wirken. - Das hat weiter, weil man es gewohnt ist, nichts Besonderes. Darinnen forscht eben die Natur­wissenschaft, die sich mit den äußeren Erscheinungen, mit Wärme-, Licht-, elektrischen, magnetischen Erscheinungen und so weiter befaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun treten aber auch im Leben abnorme Tatsachen auf. Menschen verhalten sich als automatische Schreiber, als Vollführer von diesem oder jenem, wozu sie in Hypnose, durch Suggestion veranlaßt werden. Man vermutet, auf diese Weise spricht eine unbekannte Welt herein in diese gewöhnliche Welt. Man will diese äußeren Zeichen, die man da bekommt, diese abnormen Tatsachen deuten. Man will deuten, wie es kommt, wenn in New York jemand irgend etwas lebhaft denkt und erlebt und ein mit ihm in Seelengemeinschaft in Europa lebender Mensch innerlich die Nachricht davon bekommt, es weiß, wie man sonst nur durch die drahtlose Telegraphie auf äußere Weise Nachricht bekommt. Solche Erscheinungen, die man zu Hunderten, zu Tausenden anführen könnte, sie werden auf naturwissenschaftlich-äußerem, stati­stischem Wege erforscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg kann deshalb nicht zu einem Ziele führen, weil man nicht eine geistige Richtung hat, in der man gehen soll, die aber in der gei­stigen Welt selber drinnenliegen muß. Dann bleiben alle diese Erschei­nungen, so wunderbar sie sein mögen, als Aggregate in der äußeren Welt liegen, eines neben dem anderen. Man kommt überhaupt nicht zu einem Wissen, zu einer Erkenntnis, kann diese Erscheinungen nur re­gistrieren, als etwas Wunderbares anschauen, Hypothesen ersinnen über die geistige Welt, die aber keine Bedeutung haben, weil die Erscheinun­gen selber in dieser äußeren Welt, in die sie ja hereingestellt sind von einer geistigen Welt, eben nicht wirklich aussprechen, was sie sind. Wir können noch so viel mit Medien, mit äußeren naturwissenschaftlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
210&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsachen uns abgeben, die geistige Welt offenbart sich; aber sie spricht sich nicht aus über das, was sie eigentlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, da tritt dann diejenige Forschung ein, von der ich gestern sagte, daß von Dr. Wegman mit mir zusammen nun versucht wird, auch exakt sie darzustellen. Diese Forschung geht ebensowenig wie die andere Forschung, die ich jetzt eben dargestellt habe, die das innere Traumleben zu erhellen sucht, so vor, daß sie die geistige Welt ver­meidet; sondern sie geht so vor, daß sie direkt mit dem Ziele, das sich in der geistigen Welt selber eröffnet, die Erscheinungen nimmt, die sich darbieten für eine solche Forschung. Aber diese Erscheinungen liegen nicht in den zerstreuten wunderbaren Tatsachen, die uns auf die eben geschilderte Weise in der Außenwelt entgegentreten. Diese Erscheinun­gen liegen auf dem Gebiete, das der medizinisch, anatomisch und phy­siologisch Durchgebildete anschaut, wenn er von dem Begreifen der äußeren Form eines Menschenorgans, der Lunge oder der Leber oder irgendeines anderen Organs aufsteigt zu einem imaginativen Ergreifen dieses Organs, wenn er allmählich beginnt, die menschliche Organisa­tion in Imaginationen sich vor die Seele stellen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, es ist das also möglich, wenn man die Organe des Men­schen, die normalerweise nicht wie die äußeren Naturerscheinungen wirken, sondern die normalerweise so wirken wie die abnormen Er­scheinungen, wenn man diese Organe zu studieren vermag, wenn man also von einer im Menschen liegenden, wissenschaftlich-anatomischen Erkenntnis ausgehen kann, die sich dann erhebt zum geistigen Durch­schauen der menschlichen Organisation. Vom ganzen Menschen geht man aus bei der Methode, die ich vorhin geschildert habe. Von den ein­zelnen menschlichen Organen, die man durch eine geistige Anatomie ergreift und unmittelbar anschaut, geht man aus bei dem Wege, der zum Richtigen führen kann gegenüber dem Irrtümlichen, das die äuße­ren Erscheinungen auf statistisch karikiert naturwissenschaftliche Weise begreift. Daher können Sie verstehen, daß sich erst ein Mensch finden mußte, der in dieser Weise ganz regulär im Medizinischen drinnen-steht, damit die Dinge dargestellt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun handelt es sich im weiteren darum, daß in dem Augenblicke, wo in dieser Weise ein menschliches Organ von einem Menschen geistig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
211&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erfaßt wird, wo ein Mensch also dasteht, der in dieser Weise Anatomie anschaut, daß dann in seinen Gedanken dieses Ziel nicht als ein unbe­stimmtes Ziel lebt. Und jetzt geht nicht ein innerlicher Mensch auf, wie ich ihn früher beschrieben habe, sondern es geht ein äußerlicher Mensch auf, ein kosmischer Mensch, der allerdings noch nebulos erscheint, aber wie ein kosmischer Mensch, wie ein großer, gigantischer Mensch, der Mensch, wie er angeschaut wird nicht als ein Ganzes, sondern ange­schaut wird dadurch, daß man seine Organe anschaut, innerlich gei­stig umfaßt. Dadurch, daß sich diese Organe im Geiste zeigen, steht nicht mehr der Erdenmensch bloß da, sondern der Mensch, der den Kosmos umfaßt. Geradeso wie man früher hineingezaubert hat in die Tagwelt die Nachtwelt, die Mondenwelt, so zaubert man jetzt herein in den Menschen, in dasjenige, was jetzt nicht der ganze Mensch, der konturierte Mensch ist, sondern der aus seinen einzelnen Organen bestehende Mensch, in das zaubert man herein die Impulse der Saturn­sphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geradeso wie früher die Mondensphäre hereingezaubert worden ist in das gewöhnliche Tagesbewußtsein, so wird jetzt in das wissenschaft­liche Bewußtsein die Saturnsphäre hereingezaubert, und man wird ge­wahr, daß die Kräfte des Saturn in jedem Organ auf besondere Art wir­ken, daß die Kräfte des Saturn wirken in der Leber zum Beispiel am stärksten, in der Lunge verhältnismäßig sehr schwach, im Kopfe am allerwenigsten. Man wird also das Ziel gewahr, das man so aussprechen lernt: Du hast den Saturn allüberall zu suchen. Und ebenso wie man früher vorgedrungen ist durch Meditation, so dringt man jetzt durch ein Sich-Hineinleben in dieses Suchen des Saturn, des innerlichen Geist-gefüges in jedem Organe, so dringt man jetzt ein in die Jupitersphäre und lernt erkennen, wie jedes Organ eigentlich das irdische Abbild eines geistig-göttlichen Wesens ist. Der Mensch trägt innerlich in seinen Organen die Abbilder geistig-göttlicher Wesen. Der ganze Kosmos, der zuerst ein großer Mensch gewesen ist in der Saturnsphäre, der ganze Mensch wird als ein gigantisches kosmisches Wesen klar, aber indem er als die Summe, als das innerlich-organische Zusammenwirken von Göt­tergenerationen erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum ist notwendig, daß dieser Weg in voller Besonnenheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
212&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gegangen wird. Er muß so gegangen werden, daß in ihm die Kräfte wirken, die all das aufrechterhalten können. Sie müssen bedenken, das alles sind ja Wirkungen, die zunächst wie im Status nascendi leben, die da sind, aber indem sie da sind, sogleich wieder vergehen. So daß man sie ja schon leicht erfassen kann; aber es wird unmöglich, sie zu be­schreiben, sie festzuhalten, sie irgendwie gedanklich-bildhaft zu ge­stalten, wenn man dem unterliegt, was hier die Gefahr ist, daß nämlich, indem alles das, was ich Ihnen erzählt habe, hervortritt und alles gleich wiederum vor dem Bewußtsein vergeht, so daß man gar nicht dazu kommt, es anzuschauen. Sehen Sie, die modernen Menschen vom Psy­chical research, die denken ja gar nicht daran, da wirklich das Geistige heranzurufen. Sie möchten das alles laboratoriumsmäßig machen, in beliebiger Weise, indem sie A, B, C, als Menschen in das Laboratorium hineinrufen und das ausführen. So lassen sich die geistigen Realitäten nicht an die für den Menschen erkennbare Welt heranbringen, vor allen Dingen nicht diese Realitäten, die in dieser Weise erfaßt und nach und nach wirklich wissenschaftlich beschrieben werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was ich gestern von dem medizinischen Buche gesagt habe, wird nur den allerersten, elementaren Anfang darstellen können, und das wird nach langer Zeit, wenn wir nicht mehr leben werden, die aus­gebildete Wissenschaft erst werden. Aber so sehr diese Dinge auch in der geistigen Welt heute vorhanden sind, so sehr sie zum Beispiel unter den Wesen gang und gäbe sind, die nicht auf Erden, sondern in der Sonne leben, so sehr können sie auf die geschilderte Weise in das Er­denbewußtsein hereingebracht werden. Nur muß man eben nicht glau­ben, daß man laboratoriumsmäßig Versuche machen kann, und auch nicht glauben, daß man mit der abstrakten Anatomie und so weiter, wie sie in den Lehrbüchern steht, da weiterkommen könnte. Da handelt es sich darum, daß das alles durch den lebendigen Menschen geht. Warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil diese Dinge nur festgehalten werden können, wenn man sie mit denjenigen Kräften anfaßt, die auch aus dem gemeinsamen Zu­sammenstreben von Menschen zustande kommen, wenn sie sozusagen erfaßt werden mit den Kräften, die die Menschen aus ihren früheren Erdenleben in sich tragen, und diese Kräfte vor allen Dingen zum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
213&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Halten, zum Festhalten dieser Dinge benutzt werden. Dann, wenn das geschieht, tritt in jene Welt der Saturn- und Jupitersphäre dasjenige ein, was man die Marssphäre nennen kann. Von da ab beginnen die Dinge zu sprechen. Von da ab werden die Dinge offenbar durch In­spiration. Und dann kommt man wiederum zurück zur Sonne mit dem inspirierten Bewußtsein. Das ist der andere Weg, der sich heute als der­jenige ergibt, den die Naturwissenschaft fordert, den die Initiaten, von denen ich gestern gesprochen habe, gerne vermeiden möchten. Es ist ihnen unbehaglich, wenn sie auf diesen Weg kommen, der aber ge­gangen werden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn der Weg durch die Mondensphäre - das wird Ihnen auch aus den heutigen Auseinandersetzungen klar sein -, der ist ja gerade von den alten Initiaten wunderbar gegangen worden, und man hat auch wunderbare Dinge, namentlich in der «Secret Doctrine» von Helena Petrowna Blavatsky in bezug auf diesen Mondenweg. Man muß nur das Richtige vom Unrichtigen unterscheiden können; dann sind aber großartige Wahrheiten in dieser «Secret Doctrine». Aber es ist der Weg, welcher hinaufgeht durch das Mondenastrallicht, in dem Helena Pe­trowna Blavatsky in wunderbarer Weise leben konnte, und in dem ihr für ihre Interpretationen der Merkurbote ein ganz wunderbarer Füh­rer geworden ist. Man kann das sehen, wenn man ihre Auseinander­setzungen verfolgt, wie sie überall die Imagination an die richtige Stelle hinleitet. Es ist ja wunderbar bei der Blavatsky: Wenn sie eine Imagina­tion entwickelt, so ist diese Imagination da; der Merkurbote leitet sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er leitet sie hinein da, wo eine verborgene Bibliothek ist. Die Idee ent­steht in ihr; der Merkurbote leitet sie hin zu einem sorgfältig vom Vatikan bewahrten Buche; die Blavatsky liest darinnen. Und manches steht bei der Blavatsky, was sie sonst nicht hätte finden können, weil es der Vatikan sorgfältig bewahrte, weil es gut seit Jahrhunderten be­wahrt ist! Dieser Weg ist tatsächlich derjenige, der viel, viel begangen ist, und den man sorgfältig unterscheiden muß von alledem, was an fester innerer Haltung gemacht wird, wie ich es erwähnt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der andere Weg führt diejenige Bahn, die ich beschrieben habe, die rechnet mit dem modernen naturwissenschaftlichen Wege, den ja Helena Petrowna Blavatsky auch haßte wie die Nacht, das heißt, sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
214&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
haßte die Nacht, aber der gewöhnliche Mensch fürchtet Gespenster. Das ist der Weg, der gegangen werden muß in der Weise, wie ich es Ihnen gekennzeichnet habe, der sich bewußt werden muß, daß er in den karmischen Kräfteentwickelungen der Menschen die Stütze, die Stärke findet, nicht so sehr um die Erinnerungen zu bekommen, son­dern um sie festzuhalten, so daß sie beschrieben werden können. Da muß schon die gegenwärtige Wissenschaft menschlich vertieft werden, so wie ich das gestern an meiner Mitarbeiterin auf diesem Gebiete cha­rakterisiert habe. Sie sehen also, an dem Exempel kann man am besten erörtern, wie sich die richtigen Wege und die falschen Wege er­geben. Nicht durch Definitionen erreicht man das, sondern man er­reicht das dadurch, daß man an realen Beispielen die Dinge erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel noch darüber gesagt werden kann in der kurzen Zeit, werde ich mir erlauben, morgen noch hinzuzufügen zu den Dingen, um in gewissem Sinne für diesen Kursus dann einen Abschluß zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
215&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= ELFTER VORTRAG Torquay, 22. August 1924 =&lt;br /&gt;
Wie steht es mit dem Verständnis für geistige Forschung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Forschungsmöglichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wäre natürlich außerordentlich viel in direkter Fortsetzung desje­nigen zu sagen, was in diesen Vorträgen angeschlagen worden ist; allein wir wollen heute versuchen, eine Art summarischer Abrundung dieser Vorträge vor unsere Seele hinzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muß uns vor allen Dingen aus der ganzen Haltung dieser Vor­träge eine Frage vor das Seelenauge treten, das ist die Frage: Wie steht es eigentlich mit dem Verständnis der Anthroposophie, der geistigen Forschung, wie sie durch Anthroposophie in die Welt gesetzt werden soll? Wie steht es mit der Einsicht in dasjenige, was durch solche An­throposophie gegeben wird, gegenüber der Tatsache, daß doch nicht jeder Mensch in der Gegenwart unmittelbar so an jene Exerzitien, an jene Übungen herantreten kann, die ihn schnell dazu bringen, alles das, was man durch Anthroposophie hört, auch selber in den entsprechenden Welten wahrzunehmen, um es so in restloser Weise zu prüfen? Das ist ja eine Frage, die den meisten derjenigen, die zur Anthroposophie einen gewissen Drang, eine gewisse Sehnsucht haben, am Herzen liegt. Aber diese Frage wird gerade immer in einem falschen Lichte gesehen, und sie kann gerade durch das, was man als Richtiges ausspricht, wie ich es in diesen Vorträgen getan habe, erst recht in einem falschen Lichte ge­sehen werden. Man kann sagen: Ja, was sollen mir alle diese Darstel­lungen aus der geistigen Welt helfen, wenn ich nicht selber in die gei­stige Welt hineinschauen kann? - Deshalb möchte ich die betreffende Frage in die heutigen summarischen Auseinandersetzungen hineinver­weben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist eben gar nicht so, daß man sagen kann, man kann nicht eine Einsicht, nicht ein Verständnis für die Dinge erwerben, welche durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
216&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anthroposophie gegeben werden, ehe man in der geistigen Welt selber forschen kann. Man muß unterscheiden, insbesondere in der heutigen Zeit unterscheiden zwischen dem Forschen, das heißt dem Auffinden solcher Tatsachen, die den verschiedenen Welten angehören, und dem Verständnis dessen, was durch diese Forschungen gegeben wird. Und das Begreifen dieses Unterschiedes wird Ihnen vollständig aufgehen, wenn Sie bedenken, daß der Mensch, so wie er heute vor uns steht, ja verschiedenen Welten angehört, und daß er die Erlebnisse, die er hat, durchaus aus verschiedenen Welten heraus hat. Der Mensch, wie er heute ist, erwirbt sich im gewöhnlichen Leben das Bewußtsein des Alltagslebens und der gewöhnlichen Wissenschaft, von dem wir aus­gegangen sind. Dieses Bewußtsein gibt ihm während des Tagwachens einen gewissen Überblick über ein Stück Welt, über all dasjenige in der Welt, was durch die Sinne sich offenbart und was durch den Intellekt, der vom Menschen im Laufe der Zeit in der Evolution angeeignet wor­den ist, interpretiert werden kann, begriffen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jn eine an diese unmittelbar angrenzende Welt, die sich aber schon hinter der Sinneswelt verbirgt, reicht der Mensch mit seinem Verständ­nis in ganz undeutlicher Weise, wie ich es auseinandergesetzt habe, im Träumen hinein. Und in jene Welt, die der Mensch durchlebt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, erstreckt er sich mit seinem Seelen-leben auf Erden nur hinein während des traumlosen Schlafes, in wel­chem es um ihn herum seelisch finster und schwarz ist, und in welchem er ein Leben vollbringt, an das er gewöhnlich keine Erinnerungen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Bewußtsein mit seinem dreifachen Zustand, dein Wachzu­stand, dem Traumzustand, dem tiefen Schlafzustand, dieses Bewußt­sein kennt der Mensch. Aber er lebt nicht allein in den Welten, die ihm dadurch zugänglich sind. Der Mensch ist nun einmal ein Wesen, das in einer ganzen Reihe von Welten lebt. Sein physischer Leib lebt in einer anderen Welt, als sein ätherischer Leib, dieser wieder in einer anderen Welt als der astralische Leib, und all das zusammen wieder in einer anderen Welt als das Ich. Und dieses Bewußtsein: helles Wach-bewußtsein, Traumbewußtsein, schlafendes, man möchte sagen Nicht-bewußtsein, aber man muß nur sagen dumpfes Bewußtsein, diese drei Bewußtseinszustände hat eigentlich das Ich, so wie es heute ist. Und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
217&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dieses Ich, so wie es heute ist, hat dann, wenn es nach innen schaut, auch drei Zustände. Drei Zustände hat es, wenn es nach außen schaut: wa­ches Tagesleben, Traumbewußtsein, Schlafbewußtsein. Schaut es nach innen, dann hat es das helle Denkbewußtsein; es hat das schon viel trübere, dem Traumleben viel ähnlichere, als man gewöhnlich glaubt, Gefühlsbewußtsein, das Leben in Gefühlen; und es hat das dumpfe, dämmerhafte, dem Schlafleben sehr ähnliche Willensbewußtsein. Wie unser Wollen zustande kommt, ist dem gewöhnlichen Bewußtsein ganz, ganz unbekannt, eigentlich so unbekannt wie der Schlaf. Der Mensch, wenn er etwas will, hat den Gedanken; der ist klar und hell. Er entwickelt dann etwas dunkler über diesen Gedanken das Gefühl. Und dann geht der gefühlsdurchdrungene Gedanke hinunter in die Glieder. Was da vorgeht, das erlebt der Mensch mit dem gewöhnlichen Be­wußtsein nicht. Vor jener Forschung, von der ich gestern und vor­gestern gesprochen habe, nimmt sich das Wollen so aus: Während der Gedanke im Haupte etwas will und er dann durch das Gefühl hinunter-geht in den ganzen Leib, und der Mensch durch seinen ganzen Leib will, während dieser Zeit entwickelt sich im Menschen etwas wie ein feiner, subtiler, intimer Verbrennungsprozeß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch kann, wenn er zum Initiatenbewußtsein kommt, dieses durch die Wärme influenzierte Wollen erleben. Aber das bleibt für das gewöhnliche Bewußtsein ganz im Untergrunde. Das ist nur ein Beispiel dafür, wie dasjenige, was schon heraufgehoben werden kann in das Initiatenbewußtsein, doch für das gewöhnliche Bewußtsein in den Untergründen bleibt. Man wird zum Beispiel einmal folgendes ein­sehen, wenn die Dinge, die durch das gestern erwähnte Buch nach und nach in die Welt kommen werden, wirklich eingesehen werden. Man wird einsehen, daß, wenn ein Mensch etwas will und man das mit dem Initiatenbewußtsein anschaut, es so ist, wie wenn man einen äußeren Vorgang des Verbrennens einer Kerze oder überhaupt ein wärmeent­wickelndes Licht äußerlich anschaut. Geradeso wie man da von der äußeren Anschauung ein klares Bild hat, so kann man das Hinein-schlagen des Gedankens in den Willen so sehen, daß man sagt: Der Gedanke entwickelt das Gefühl, und aus dem Gefühl geht hinunter -es bewegt sich beim Menschen von oben nach unten - Wärmeentwickelung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
218&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flamme; und diese Flamme will. - Es enthüllt sich also nach und nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können geradezu dieses gewöhnliche Bewußtsein schematisch so vor uns hinstellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innen: Klares Denken Außen: Waches Tagesbewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefühlsleben Traumbewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Willensbewußtsein Schlafbewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach außen waches Tagesbewußtsein, nach innen klares Denken; nach außen Traumbewußtsein, nach innen unklares, aber warmes Gefühls­leben; nach außen Schlafbewußtsein, nach innen ganz dunkles Wil­lensbewußtsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber, wenn auch der Mensch, um in der geistigen Welt zu for­schen, das heißt, um die Tatsachen aufzusuchen, die aus der geistigen Welt heraus geoffenbart werden können, in die Notwendigkeit ver­setzt ist, sein Bewußtsein dorthin zu tragen, wo die Welt ist, in die er erkennend eindringen will, so geht doch dann, wenn die Forschungen ehrlich mitgeteilt werden, dasjenige, was an Ideen durch Worte mit­geteilt wird, in die anderen Bewußtseine hinein. Und nun können Sie vielleicht begreifen, daß es zweierlei gibt. Erstens gibt es das, daß man zum Beispiel in der Welt der menschlichen Organe forscht, wie ich es gestern auseinandergesetzt habe, daß man da mit den beim Menschen im Heranleben an die geistige Welt herankommenden Kräften die Tat­sachen, um die es sich handelt, untersucht. Da findet man die ent­sprechenden Tatsachen. Da legen sie sich für das Erkennen vor die Seele, diese Tatsachen. Da hat man sie. Da stehen also Menschen in der äußeren Welt diesen Tatsachen gegenüber. Nun werden diese Tat­sachen durch diese betreffenden Menschen mitgeteilt, sie werden der Welt dargelegt. Wenn sie durch Menschen der Welt dargelegt werden, dann sind sie mit dem gewöhnlichen Bewußtsein zu begreifen, wenn man nur die nötige Unbefangenheit dazu mitbringt. Daher war ja immer in der menschlichen Evolution die Einrichtung, daß wenige Menschen sich damit befaßt haben, die Tatsachen zu erforschen, die für die geistige Welt in Betracht kamen, und sie dann, wenn sie sie er­forscht hatten, den anderen mitgeteilt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
219&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun spricht heute gegen das in Empfangnehmen solcher Erkennt­nisse nur das eine, daß die Menschen in der Regel in einem sozialen Milieu und in einer Erziehungsentwickelung aufwachsen, die ihnen in ihren Empfindungsgewohnheiten beibringt, daß man nur an die äußere Tatsachenwelt glauben könne, an die Welt der Sinne und an das, was der Verstand erkundet aus der Welt der Sinne. Das ist eine Gewohn­heit, die so stark wirkt, daß man aus dieser Gewohnheit heraus jeder­zeit geneigt ist, zu sagen: Da ist eine Universität; an der Universität sind Leute graduiert; die lehren jetzt an der Universität, die erforschen auch gewisse Tatsachen, oder wenn andere gewisse Tatsachen der sinn­lichen Welt erforschen, so bestätigen sie es. - Man glaubt daran! Man erforscht ja diese Tatsachen der sinnlichen Welt auch nicht selber, man glaubt daran. Und gerade mit Bezug auf die heutige Naturwissenschaft sind ja die Menschen unendlich gläubig. Sie glauben Dinge, die für den, der Einsicht hat, durchaus nicht nur problematisch, sondern sicher ganz unwahr sind. Das rührt nur von einer jahrhundertealten Erzie­hung her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erziehung hatten die Menschen früherer Jahrhunderte, darf ich sagen, nicht. Da waren die Menschen dadurch, daß bei allen noch etwas heraufkam von einem Hineinschauen in die geistige Welt, von einem gefühlsmäßigen, willensmäßigen Sich-Hineinleben in die gei­stige Welt, schon noch geneigter, auch denjenigen zu glauben, die gei­stige Tatsachen erforschten. Heute sind die Menschen das einfach nicht gewöhnt, und man hat sich an eine Anschauungsweise gewöhnt, die auf dem Kontinente mehr theoretisch, in England und Amerika mehr praktisch, sich ganz eingebürgert hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Kontinente gibt es ausführliche Theorien darüber, in Eng­land und Amerika gibt es ein Gefühl dafür, das man innerlich gar nicht leicht besiegen kann. Es ist dieses: Die Menschen haben sich eingewöhnt in das, was durch Jahrhunderte heraufgekommen ist, Naturwissen­schaft, die sich auf die äußeren Sinne bezieht, zum Beispiel Astronomie, Pflanzenkunde, Tierkunde, Medizin so hinzunehmen, wie man es für sie präpariert in den anerkannten Schulen und an den anerkannten Stätten. Daran haben sich die Menschen durch Jahrhunderte gewöhnt, und heute halten sie an dem furchtbar fest. Und wenn ein Chemiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
220&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in seinem Laboratorium etwas erforscht, und man hat keine blasse Ahnung von dem, wie er das macht, aber es wird bekannt, so sagen sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist wahr, das ist Erkenntnis. - Sie sagen: Das ist kein Glaube, das ist Erkenntnis. - Es ist natürlich purer Glaube! Aber die Menschen sa­gen: Das ist Erkenntnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun auf all den Wegen, die man anwendet, um so die Sinnes-welt zu erforschen, um so mit dem Verstande die Gesetze der Sinnes-weit zu finden, auf all den Wegen findet man nichts über die geistige Welt. Aber der Menschen, die die geistige Welt ganz entbehren können, sind ja nur wenige, und die reden es sich ein, sind darin nicht ehrlich. Die Menschen haben vor allen Dingen ein Bedürfnis, auch über die geistige Welt etwas zu wissen. Sie hören heute noch nicht auf die­jenigen, die ihnen von der geistigen Welt nach heutiger Art etwas sagen können, aber sie hören auf dasjenige, was geschichtlich überkommen ist, was in den Büchern steht, was in den heiligen Schriften des Ostens, was in der Bibel steht. Sie hören auf das, weil sie nicht anders können, als irgendwie einen Bezug zur geistigen Welt zu haben. Und trotzdem alles, was in der Bibel oder in den heiligen Schriften des Ostens steht, auch nur von einzelnen Initiaten erforscht worden ist, so sagen sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das ist eine andere Art von Anschauung. Das ist nicht so, wie das Erkennen der äußeren Sinneswelt, wie das Erkennen der Wissenschaft, sondern das beruht auf einem Glauben. Da muß man glauben. - Und da machen die Menschen dann den strammen Unterschied, etwas ist Wissenschaft, etwas anderes ist Glaube. Und sie beziehen dann die Wis­senschaft auf die Sinnenwelt und den Glauben auf die geistige Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber gibt es auf dem Kontinent, namentlich unter den Theologen der evangelischen Kirche - nicht unter den Theologen der katholischen Kirche, die haben nur die Traditionen der früheren Zeit bewahrt und die unterscheiden nicht in derselben Weise wie die evangelischen Theo­logen oder wie die äußeren Wissenschafter -, da gibt es auf dem Konti­nent ganze Theorien, wie das Erkennen bis zu einem gewissen Punkte kommt, dann beginnt der Glaube. Das müsse so sein. Hier in England gibt es weniger Theorien, weil man Theorien nicht so liebt. Aber hier gibt es diese Lebenspraxis, richtig auf der einen Seite nach der Wissen­schaft hinzuhören und das für etwas zu halten, was man von der Wissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
221&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annimmt; richtig auf der anderen Seite zu leben, pietätvoll, ich will nicht sagen pietistisch, im Glauben, und die beiden Dinge streng voneinander zu trennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bringen nicht nur die Laien fertig, das bringen ja auch die Ge­lehrten fertig, schon seit langer Zeit. Newton begründete auf der einen Seite die Gravitationslehre, das heißt eine Raumesweltanschauung, welche durch dasjenige, was sie ist, jede Anschauung vom Geistigen ausschließt. Wenn die Welt so wäre, wie sie Newton angeschaut hat, so könnte sie keinen Geist enthalten. Man hat nur nicht den Mut, sich das zu gestehen. Geradesowenig wie aus einem Spinnrad jemals ein Mensch werden könnte, wie vorgestellt werden könnte in einem Spinn­rade ein Mensch, ebensowenig kann in der Newtonschen Welt ein göttlich-geistiges Walten und Weben vorgestellt werden. Man hat nur nicht den inneren Mut, die innere Courage, sich das zu gestehen. Aber nicht nur diejenigen, die so etwas aufnehmen, bringen es fertig, auf der einen Seite einer Raumesweltanschauung und einer Zeitenwelt­anschauung sich hinzugeben, die das Geistige ausschließt, sondern auch diejenigen, die selber forschen, wofür Newton ein schönes Beispiel ist, der auf der einen Seite eine Weltanschauung begründet, die alles Geistige ausschließt, auf der anderen Seite mit vollständiger Trennung der Seele davon die Apokalypse interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind die Brücken abgebrochen zwischen demjenigen, was Wissen, Erkenntnis von der äußeren Sinneswelt ist, und dem, was Wissen, Er­kenntnis von der geistigen Welt ist. Und man versucht heute sogar da, wo man Theorien liebt, das streng zu beweisen, da, wo man Theorien nicht liebt, es recht in die Empfindungs- und Denkgewohnheiten ein­zufressen, so daß man gar nicht daraus herauskommt. Dagegen ist der Verstand der Menschen, das Verstehen, die Ideenkraft, die Ideenfähig­keit heute schon so weit, wenn man sich nur darauf besinnt, wenn man sie nur recht in der Hand hat, daß dasjenige, was aus Initiationswissen­schaft hervorgeht, durch den Verstand voll begriffen werden, aber nicht erforscht werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist denn daher das Notwendige? Daß sich die Anschauung entwickele: Es muß zunächst dasjenige erforscht werden, was aus der geistigen Welt erforscht werden soll, durch diejenigen Menschen, die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
222&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ihrem gegenwärtigen Leben Kräfte zu Hilfe nehmen können aus früheren Inkarnationen, die sie befähigen, dasjenige heraufzubringen, was notwendig ist, um zu forschen; daß ferner das, was so erforscht wird, von einer Anzahl von Menschen, von immer mehr und mehr Menschen aufgenommen werde, verstanden werde in Ideen, wie es ver­standen werden kann; und daß dadurch, wenn in gesundem Verstehen das spirituell Erforschte aufgenommen wird, gerade für diese anderen Menschen aus dem Verstehen heraus die Grundlage geschaffen wird, auch wirklich in die geistige Welt hineinzuschauen. - Denn ich habe es ja oftmals ausgesprochen: Es ist der gesündeste Weg, um wirklich in die geistige Welt hineinzukommen, sich zunächst mit der Lektüre zu befassen oder mit dem Aufnehmen dessen, was aus der geistigen Welt verkündet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man diese Gedanken auf, so beleben sie sich innerlich, und der Mensch kommt hinein in das Verstehen nicht nur, sondern auch in das Erschauen, so wie es sein Karma zuläßt. Und gerade auf diesem Punkte muß man sich in die Anschauung vom Karma streng hinein-finden. Der heutige Mensch denkt nicht an Karma. Er redet davon, daß man, wie man im Laboratorium den Schwefel untersucht, so auch labo­ratoriumsgemäß untersuchen müsse, wie ein Mensch sogenannte ab­norme Erscheinungen zustande bringt. Man müsse mit dem Menschen, der abnormes Erkennen aus sich herausbringt, so experimentieren, wie man mit dem Schwefel experimentiert. Aber sehen Sie, der Schwefel hat kein Karma. Nur derjenige «Schwefel», der vom Menschen geredet wird, hat ein Karma! Der gewöhnliche mineralische Schwefel hat kein Karma. Nur die Menschen haben ein Karma. Und es kann niemals vorausgesetzt werden, daß der Mensch es in seinem Karma hat, in einem Laboratorium mit sich experimentieren zu lassen, und das müßte vorliegen, wenn die Forschungen fruchtbar werden sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher müßte zunächst Geisteswissenschaft vorliegen. Man müßte zunächst die Bedingungen untersuchen, wie es aus dem Karma hervor-geht, daß man durch einen Menschen etwas erfahren kann über die geistige Welt. Das habe ich in den späteren Auflagen meiner «Theo-sophie» am Schlusse deutlich ausgesprochen. Aber dazu ist die gegen­wärtige Welt nicht geeignet - nicht aus Unfähigkeit, sondern aus Gewohnheit -,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
223&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Dinge aufzunehmen. Aber das ist unendlich wichtig. Wichtig ist es vor allen Dingen, sich darüber klar zu sein: Du mußt nicht gleich auf Forschungswegen in die geistige Welt eingedrungen sein; sondern, wenn du nur auf dem physischen Plane hier nicht ein Ungesundes anwendest, wie ein Experimentieren mit Karma unbe­dingt nicht karmisch bedingt wäre, oder mit Medien, deren Handlungs­weise du nicht verstehst; wenn du dich hier verlässest auf dasjenige, was für diese Welt vorerst gerade das richtige Bewußtsein ist, und was ich geschildert habe als das Alltagsbewußtsein; wenn du dich auf dieses Alltagsbewußtsein richtig verlässest, dann kommst du auf ein völliges Verständnis dessen, was aus der Initiationswissenschaft heraus gesagt wird. - Und wenn man glaubt, man könne nicht ein solches Verständnis haben, ehe man selber eindringen kann, so gibt man sich einem ganz großen Irrtum hin. Und das ist wieder einer der falschen Wege, auf die man sich heute begibt, zu sagen: Was geht mich die Geistwelt an, so­lange ich nicht selber hineinschauen kann. - Hier liegt einer der aller­größten, der allergefährlichsten, der allerdeutlichsten Irrtümer vor. Dieser Irrtum muß vor allen Dingen von einer Bewegung, wie sie die Anthroposophische Gesellschaft verkörpert, scharf ins Auge gefaßt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geburt und Tod und das Böse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß der Mensch mit seinem Dasein hier in der physischen Welt ver­schiedenen Welten angehört, das kann dem unbefangenen Bewußtsein einfach daraus hervorgehen, daß die Tatsachen, die der Mensch erlebt, so wie sie nun einmal sich darstellen vor dem gesamten menschlichen Erfahren, sich so ausnehmen, daß sie überall, wo es auf Wichtigstes im Leben ankommt, an die Unverständlichkeit des Alltagsbewußtseins stoßen, anstoßen dadurch, daß sie auseinandergerückt erscheinen, wäh­rend sie für gewisse Fälle eng zusammengehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So möchte ich in dieser summarischen Betrachtung zunächst auf das Hereinkommen des Menschen in diese physische Welt und das Hinaus­gehen des Menschen hinweisen, möchte hinweisen auf Geburt und Tod. Geburt und Tod, diese zwei ja einschneidensten Ereignisse im menschlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
224&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erdenleben, sie erscheinen dem gewöhnlichen Bewußtsein aus­einandergerückt. Alles, was der Geburt vorangeht, was damit zusam­menhängt, daß der Mensch ins Erdendasein hereintritt, ist an den An­fang des Erdenlebens gestellt. Der Tod ist an das Ende des Erden-lebens gestellt. Sie scheinen auseinandergerückt zu sein. Für denjenigen, der auf dem Gebiete des geistigen Lebens forscht, rücken sie immer mehr und mehr zusammen. Denn wenn man den Weg beschreitet, den ich dadurch charakterisiert habe, daß der Mensch in die Monden-mysterien eindringt, die Nacht so hereinzaubert in den Tag, wie ich das gestern beschrieben habe, so schaut er, wie in all den Vorgängen des Geborenwerdens der physische und der Ätherleib immer sprießender und sprossender werden; wie sie aus dem kleinen Eikeim hervorgehen, wie sie sich allmählich zur menschlichen Gestalt heranbilden, wie sie auch noch während des Erdenlebens ein, man möchte sagen, aufwärts-gehendes Leben zeigen und erst in der Mitte des Erdenlebens, etwa mit dem fünfunddreißigsten Jahre, beginnen, allmählich zu verfallen, ein abwärtsgehendes Leben zu zeigen. Das schaut der Mensch ja auch äußerlich. Derjenige aber, der sich auf jenen Mondenweg begibt, von dem ich gestern gesprochen habe, der sieht nun auch, wie zu gleicher Zeit, indem ein sprießendes, sprossendes Keimesleben für das Physi­sche und Ätherische beginnt und sich weitergestaltet, ein anderes Leben, das wir zusammenfassen auf dem Gebiete der Anthroposophie als astra­lischen Leib und Ich, eigentlich erstirbt, dem Tode unterliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht, wenn man so in das mystische Leben hineinkommt, das ich gestern in seiner Konkretheit geschildert habe, nicht nur ein Ge­borenwerden des Physischen und Ätherischen, man sieht ein Sterben des Astralischen und Ich-Wesens. Man sieht den Tod sich hineinver­weben in das Leben, das Absterbende dem Aufsprossenden sich ver-mählen. Und wiederum, wenn man den Menschen mit diesem Initiaten-bewußtsein beobachtet, so sieht man dann, wenn sein Leib zerfällt, vom fünfunddreißigsten Lebensjahre an ein Beginnen des Auflebens im Astralischen und im Ich-Wesen. Nur sind diese gestört durch das, was ringsherum abstirbt im physischen und ätherischen Wesen. Aber ein wirkliches Aufleben geschieht. Und so lernt man durch diesen gei­stesforscherischen Weg den Tod schon im Leben, das Leben im Tode&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
225&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kennen. Dadurch bereitet man sich eben vor, dasjenige, was man ab­sterben sieht während des Geborenwerdens, weiter zurückzuverfolgen ins vorirdische Leben, wo es sich in seiner vollen Bedeutung, in seiner Größe zeigt. Und dadurch, daß man im absterbenden Erdenleben das Astralische und das Ich-Wesen allmählich frischer werden sieht, nur eben gefangengenommen durch das Ätherische und durch das Physi­sche, bereitet man sich wiederum vor, dem zu folgen, was durch die Pforte des Todes hinausgeht aus dem menschlichen Physischen und Ätherischen, dem zu folgen in die geistige Welt hinein. Tod und Ge­burt rücken aneinander, während sie im gewöhnlichen Bewußtsein als auseinandergerückte Tatsachen vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles aber, was so herausgeholt wird durch die Forschung aus der geistigen Welt, kann eben in der Weise, wie ich es im ersten Teil des heutigen Vortrags angedeutet habe, durchaus mit dem gewöhnlichen Bewußtsein erfaßt werden. Man muß sich nur dasjenige abgewöhnen, was dieses gewöhnliche Bewußtsein für den heutigen Tag verlangt. Sehen Sie, ich habe einen Menschen gekannt, der sagte: Der Stein fällt hinunter; wenn ich einen Stuhl aufhebe und ihn loslasse, fällt er hin­unter; alles fällt hinunter zur Erde. Da behaupten die Menschen, die Erde stünde nicht auf etwas drauf; da müßte sie doch hinunterfallen -sagte er. Und dieser Mensch beachtete nicht, daß alles, was auf der Erde ist, hinunterfallen muß, weil die Erde da ist, daß aber die Erde selber frei im Weltenraum schwebt, wie die Sterne in ihrer Totalität sich gegenseitig stützen und halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die heute behaupten, alles müsse durch die äußeren Sinne nach dem Muster der heutigen Wissenschaft bewiesen werden, die gleichen dem Menschen, der sagt: Wenn die Erde nicht auf einem großen Pflock aufruht, dann muß sie herunterfallen. - Die anthro­posophischen Wahrheiten sind eben so, daß sie sich gegenseitig stützen wie die Sterne. Darauf muß man kommen. Und ist man mit seinem gewöhnlichen Verständnisse einmal dazu gekommen, dann beginnt man tatsächlich ideenmäßig Anthroposophie zu begreifen, auch solche Dinge wie das Zusammenrücken von Geburt und Tod. Aber gehen wir weiter. Fassen wir ins Auge, wie derjenige, der zunächst gut vorbereitet ist durch das, was die gegenwärtige Wissenschaft bedeuten kann, aber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
226&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit lebendiger Empfänglichkeit sich hineinstellend, nun nicht den gan­zen Menschen erkennen lernt, sondern in der gestern ausgeführten Weise seine Organe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sehen Sie, durch diese Organerkenntnis, durch diese auf dem Initiatenweg ergriffene Organerkenntnis stellen sich nicht Geburt und Tod vor die Seele, sondern etwas ganz anderes. Vor der Organerkennt­ms haben Geburt und Tod sogar ihren gewöhnlichen Sinn verloren, denn sterben kann eigentlich nur der ganze Mensch, sterben kann nicht ein einzelnes Organ. Die Lunge zum Beispiel stirbt nicht. Das hat schon die gewöhnliche Wissenschaft heute ein bißchen an einem Zipfel erfaßt, daß, wenn der ganze Mensch gestorben ist, die einzelnen Organe in einer gewissen Weise für sich belebt werden können. Die einzelnen Organe sterben nicht, gleichgültig, ob der Mensch beerdigt oder ver­brannt wird, die einzelnen Organe suchen sich für ihr Wesen ein jedes den Weg hinaus in den Kosmos, wenn auch der Mensch in der Erde liegt und die Erde über ihm, wenn er beerdigt worden ist, ihn zudeckt; es suchen sich die Organe den Weg durch Wasser, Luft und Wärme in den Kosmos hinaus. Die Organe lösen sich in Wirklichkeit auf, sterben nicht; nur der ganze Mensch stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Tode zu sprechen beim Menschen hat nur einen Sinn in bezug auf den ganzen Menschen. Beim Tier muß man von den Organen in dem Sinne sprechen, daß sie sterben. Beim Menschen ist der Unter­schied gegenüber dem Tiere, daß die Organe sich auflösen. Sie lösen sich nur schnell auf, so, wie wenn Sie einen unreifen Apfel kochen, er in einem gewissen Sinne den Prozeß schneller durchmacht, als der reife Apfel. Das Beerdigen ist der langsame Prozeß, das Verbrennen ist der schnelle Prozeß. Die Organe können auch in ihrer Eigenart verfolgt werden, wie sie ins Unendliche hinausgehen. Aber da draußen im Kos­mos, da ziehen sie nicht ins Unendliche hinaus, sondern es kommt einem zurück dasjenige, was ich gestern geschildert habe, der große Mensch, der kosmische Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man schaut also, wenn man die Organe mit dem Initiatenbewußt­sein verfolgt, das, was im Tode mit den Organen sich wirklich voll­zieht, dieses Hinausgehen nach ihrer Verwandtschaft in die Regionen des Kosmos. Das Herz geht woandershin als die Lunge, die Leber geht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
227&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
woandershin als Lunge und Herz. Sie zerstreuen sich im Kosmos. Das kann man schauen, wenn man auf dem Initiatenwege das Organbe­wußtsein, das Bewußtsein über die Organe entwickelt. Dann erscheint dieser Mensch. Dann erscheint der Mensch, so wie er eigentlich in den Kosmos eingegliedert ist. Und im Anschauen dieses Menschen, wie er eigentlich in den Kosmos eingegliedert ist, kann sich dasjenige dar-stellen, was zum Beispiel aufeinanderfolgenden Inkarnationen zu­grunde liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht das Anschauen, das sich nicht aus dem ganzen Men­schen, sondern nur aus dem Organanschauen ergibt, um auch wiederum erkennen zu können das Zurückkommen früherer Erdenleben für die Anschauung in dieses Erdenleben. Daher war es so, daß die Leute, die auf dem Mondenwege, wie die Mystiker, die Theosophen und so wei­ter, sich hinbegaben in die geistige Welt, durchaus alles mögliche, Menschenseelen, wie sie früher gelebt haben, Götter, Geister gesehen haben, aber sie nicht eigentlich erkennen konnten, nicht darauf kom­men konnten, was sie waren, nicht in bestimmter Weise sagen konnten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Alanus ab Insulis; das ist Dante; das ist Brunetto Latini. -Die Wesenheiten waren da; sie wurden mitunter mit ganz grotesken Bezeichnungen belegt. Frühere Inkarnationen waren da. Aber man konnte nicht unterscheiden, ob es die eigenen oder fremde oder irgend­welche andere waren. So daß die geistige Welt in diese in den Tag hereingezauberte Nachtwelt hineintritt, sich aber eben dann unter dem Einfluß der Venusimpulse auflöst, und nun als geistige Welt in der Gesamtheit da ist, nicht die Bestimmtheit bekommt, die sie bekommen soll. Sehen Sie, in dieser Welt beginnt also die Möglichkeit, einzusehen, wie der Mensch im ganzen in die Welt hineingestellt ist, wie er als kosmisches Wesen existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite ist damit verbunden eine, ich möchte sagen außerordentlich tragische Erkenntnis. Denn wenn der Mensch nur der ganze Mensch wäre, wie er eben in seiner Haut hier auf der Erde er­scheint, ach, das wäre ja ein so gutes, ein so zahmes, ein so edles Wesen! Geradesowenig wie man den Tod mit dem gewöhnlichen Bewußtsein erforschen kann - begreifen kann man ihn in dem angedeuteten Sinne, aber nicht ihn erforschen -, so kann man auch nicht erforschen mit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
228&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem gewöhnlichen Bewußtsein, warum die Menschen mit ihren treu­herzigen Gesichtern - sie haben ja alle so treuherzige Gesichter -, war­um sie mit ihren treuherzigen Gesichtern auch böse werden können. Böse wird man nämlich nicht als ganzer Mensch. Die Haut ist etwas außerordentlich Braves. Böse wird man durch die einzelnen Organe. In den Organen liegt die Möglichkeit des Bösen. Und daher lernt man im Zusammenhange dieser Verwandtschaft der Organe mit den einzel­nen Weltregionen auch erkennen, aus welchen Weitregionen herkommt die Besessenheit von dem Bösen; denn eine solche liegt im Grunde ge­nommen vor selbst beim geringsten Bösen. So daß zuerst beim Men­schen auftritt aus dem Erkennen des ganzen Menschen Geburt und Tod; zweitens aus dem Erkennen der Organisation des Menschen Ver­wandtschaft mit dem Kosmos im gesunden und kranken Zustande:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kann auch diejenige Gestalt, die durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, vor die menschliche Seele nur hintreten, wenn man zuerst eine Möglichkeit hat, aus der menschlichen Organologie heraus den kosmischen Menschen anzuschauen. Denn als kosmischer Mensch kam Christus von der Sonne. Er war bis dahin noch nicht Erdenmensch. Er kam als kosmischer Mensch heran. Wie soll man einen kosmischen Menschen erkennen, wenn man sich nicht dazu erst vor­bereitet hat, den kosmischen Menschen überhaupt zu ergreifen! Gerade eine Christologie kann hervorgehen aus diesem Begreifen des kosmi­schen Menschen. Und so sehen Sie, wie die richtigen Wege hineinführen in die geistige Welt, führen zum Erkennen von Geburt und Tod, führen zum Erkennen der Verwandtschaft der menschlichen Organe mit dem Kosmos, führen zum Erkennen des Bösen, führen zum Erkennen des kosmischen Menschen: Christus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles, wenn es dargestellt wird, so daß es sich gegenseitig stützt, kann verstanden werden. Und das Verstehen ist dann der beste Weg, selber hineinzukommen in die geistige Welt, das Verstehen und Medi­tieren über dasjenige, worinnen man im Verstehen ist. Die anderen Meditationsregeln sind dann weitere Unterstützungen. Aber so ist für jeden heutigen Menschen der rechte Weg hinein in die geistige Welt. Dagegen alles Probieren auf anderen Wegen, die heute nicht durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
229&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das gewöhnliche Bewußtsein gehen und das gewöhnliche Bewußtsein bewahren, alles Probieren mit ausgeschaltetem Bewußtsein, wie beim Mediumismus, beim Somnambulismus, bei der Hypnose und so weiter, alles Untersuchen an solchen Weltenvorgängen, an die man nicht her­ankommen kann mit dem Bewußtsein im Sinne einer karikaturhaften heutigen Naturwissenschaft, alles das sind falsche Wege, denn sie füh­ren nicht in die wirkliche geistige Welt hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Offenbarung des Himmlischen im Irdischen durch die Kunst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch gefühlsmäßig aufmerksam wird - und das kann er - auf dasjenige, was durch die Forschung sich ergibt, wie ich es nun angedeutet habe, daß durch die Organerkenntnis der kosmische Mensch zurückkehrt, der Christus gewissermaßen in diesem Zurückkehren ver­standen werden kann; wenn der Mensch dieses, was der okkulten For­schung und Anschauung aufgehen kann, was in das Initiatenbewußt­sein hereingenommen werden kann an Forschung, wenn das im Men­schen gefühlsmäßig ersteht, dann ist gewissermaßen innerhalb des Irdi­schen das Himmlische durch das Gefühl in dem Ihnen angedeuteten Bewußtsein geoffenbart. Und das geschieht durch die Kunst. In der Kunst hält ein halb Unterbewußtes seelisch fest dasjenige, was aus der geistigen Welt eben auf den Rückwegen herankommt an die Menschen, auf jenen Rückwegen, die ich charakterisiert habe. Daher war es, daß zu allen Zeiten diejenigen Menschen, die durch ihr Karma dazu prä­destiniert waren, in der Kunst durch das Irdisch-Stoffliche das Gei­stige festgehalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere naturalistische Kunst ist davon abgegangen. Aber jede Höhe der Kunstentwickelung in der Menschheit stellt ein Geistiges im Sinn­lichen dar, oder, könnte man auch sagen, erhebt das Sinnliche in die Sphäre des Geistigen hinauf. Man schätzt Raffael, den Maler, deshalb so hoch, weil er, wie kein anderer in diesem Maße, imstande war, im Sinnlichen etwas darzustellen, was sich zu dem Geistigen hinauferhebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun gab es im allgemeinen in der Menschheitsentwickelung eine Strömung, welche vorzugsweise ein plastische, den bildenden Künsten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
230&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zugeneigte war. Wir müssen heute wiederum neues Leben in den bilden­den Künsten finden; aber der unmittelbare elementarische Impuls in der bildenden Kunst ist erflossen in vergangenen Zeiten. Seit längerer Zeit, seit Jahrhunderten, bildet sich der andere Impuls aus, der Impuls nach dem Musikalischen hin. Daher nehmen auch die bildenden Künste mehr oder weniger eine musikalische Form an. Das Musikalische ist in künstlerischer Beziehung die Zukunft der Menschheit, und alles Musi­kalische, das auch sonst in den redenden Künsten zutage treten kann. Der Dornacher Goetheanumbau war im Musikalischen gehalten. Da­her ist er als Architektur und Plastik und Malerei vorläufig so wenig verstanden worden. Auch derjenige, der erstehen soll, wird eben aus diesem Grunde schwer verstanden, weil das Musikalische ganz im Sinne der Menschheitsentwickelung in das Plastisch-Malerische, Bildhauer­ische hineingeführt werden muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber gerade das, was ich angedeutet habe, was für die Menschheits­entwickelung ein Höchstes ist, das Herankommen der Gestalt des Chri­stus, ja, der lebensvollen, geist-lebensvollen Gestalt des Christus, das ist etwas, was in gewissem Sinne ja wunderbar der Malerei durch die Renaissancemalerei und das, was ihr vorangegangen ist, gelungen ist, was aber künftig durch das Musikalische wird gefunden werden müssen. Sehen Sie, der Drang war da. Es war der Drang da in Richard Wagner. Und dieser Drang hat Richard Wagner zuletzt zu seinem «Parsifal» gebracht. Aber der «Parsifal» ist in bezug auf das Hereinzaubern des Christus-Impulses in die physisch-sinnliche Welt, wo er am christlich­sten sein will, doch sozusagen nur in eine symbolistische Andeutung verschwebt: die Taube erscheint und dergleichen. Die Kommunion ist symbolisch da. Es ist nicht im Elemente des Musikalischen dasjenige erreicht, was im Kosmos und im Irdischen den Christus-Impuls eigent­lich ausmacht. Das Musikalische ist aber befähigt, diesen Christus-Impuls in Tönen, in gestalteten Tönen, in durchseelten, in durchgei­stigten Tönen einmal vor die Welt hinzustellen. Läßt sich die Musik inspirieren von anthroposophischer Geisteswissenschaft, wird sie die Wege dazu finden, denn sie wird rein künstlerisch, artistisch, gefühls­mäßig enträtseln, wie in Tönen symphonisch belebt werden kann das­jenige, was im Kosmisch-Tellurischen als der Christus-Impuls lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
231&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man braucht dazu nur in einer innerlich bis ins Mystische in der Empfindung gehenden Vertiefung des musikalischen Erlebens das Ter­zengebiet in Dur vertiefen zu können. Erlebt man dies als etwas, was musikalisch ganz im Inneren des Menschen beschlossen ist, und emp­findet man dann das Quintengebiet in Dur, empfindet man das Quin­tengebiet als dasjenige, was etwas Umhüllendes hat, was etwas davon hat, daß, wenn der Mensch in die Quintengestaltung hineinwächst, er bis an die Grenze des Menschlichen und Kosmischen gelangt, wo das Kosmische in das Menschliche hereintönt, das Menschliche in das Kosmische hinaus sich sehnt, ja hinaussehnend stürmt, dann kann man gerade im Musikalischen durch das Mysterium, das zwischen dem Ter­zen- und Quintengebiete in Dur sich abspielt, etwas erleben von dem, was als Innermenschliches in das Kosmische hinaus will. Und gelangt man dann dazu, zuerst auftönen zu lassen in den Septimendissonanzen das Leben im Kosmos, wo die Septimendissonanzen sprechen als das­jenige, was der Mensch im Kosmos empfindend erleben kann, wenn er sich auf dem Wege befindet in die verschiedenen Geistesregionen hin­aus, und gelangt man dazu, die Septimendissonanzen verschweben zu lassen so, daß sie gerade durch ihr Verschweben etwas Bestimmtes an­nehmen, dann bekommen die Septimendissonanzen zuletzt im Ver-schweben etwas, was sich wie ein musikalisches Firmament dem musi­kalischen Erleben darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und findet man dann, indem man vorher schon angedeutet hat in intimen Zügen ein Moll-Erleben in dem Dur-Erleben, findet man dann in diesem Verschwehen der Septimendissonanzen, in diesem Sich-Ge­stalten der Septimendissonanzen zu einer Totalität, die in ihrer Tota­lität fast harmonisch wird, fast konsonierend wird, weil sie verschwebt, findet man darinnen die Möglichkeit, in intensivem Moll herauszube­kommen aus der Septimendissonanz, aus dem fast Harmonischen des Verschwebens der Septimendissonanzen, findet man zurück den Weg ins Quintengebiet in Moll und von da das Durchsetzen des Quinten­gebietes mit dem Moll-Terzengebiet, dann hat man auf diesem Wege erzeugt das Erleben, das musikalische Erleben der Inkarnation, und zwar gerade der Inkarnation Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn man wird finden können in diesem Sich-hinaus-Fühlen in das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
232&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem kosmischen Empfinden gegenüber nur scheinbar dissonierende Septimengebiet, das man zu einem Firmament gestaltet, indem man die Oktave wie dahinterstehend, aber nur annähernd dahinterstehend hat, hat man dieses im Erfühlen ergriffen, kehrt man dann in der an­gedeuteten Weise zurück und findet, wie in der Keimgestalt der Terzen­konsonanzen in Moll die Möglichkeit liegt, wie etwas Musikalisches die Inkarnation darzustellen, dann darf, wenn wiederum zurückge­gangen wird zum Dur auf diesem Gebiete, da das «Hallelujah» des Christus aus dieser musikalischen Gestaltung herausklingen, rein musi­kalisch, rein aus der Gestaltung der Töne heraus. Dann wird der Mensch innerhalb der Gestaltung der Töne herauszaubern in dieser Formung der Töne ein unmittelbar Übersinnliches, es für das musikalische Emp­finden hinstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Christus-Impuls kann im Musikalischen gefunden werden. Und jene Auflösung des Symphonischen in das nicht ganz mehr Musikali­sche, das bei Beethoven vorhanden war, kann wiederum zurückgeführt werden in das wirklich kosmische Walten im musikalischen Elemente. Aus einer gewissen Engigkeit und, ich möchte sagen, aus einer gewis­sen traditionellen Beschränktheit heraus hat Bruckner das versucht. Aber wie er drinnen stecken blieb, zeigt gerade die nachgelassene Sym­phonie, wenn man sie auf der einen Seite in ihrer Wunderbarkeit hat, auf der anderen Seite in einem Sich-Vortasten durch die eigentlich musikalischen Elemente und Nichtkommen zu einem vollen Erleben dieser musikalischen Elemente, die man nur erleben kann in der Weise, wie ich es jetzt angedeutet habe, wenn man im rein Musikalischen vor-schreitet und im Musikalischen drinnen das Essentielle, das Wesenhafte findet, das eine Welt in Tönen hineinzaubern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird einmal ganz gewiß, wenn die Menschheit nicht in die Deka­denz kommt, durch anthroposophische Inspiration dasjenige entstehen können, was ich angedeutet habe. Und so kann es einmal dazu kom­men - es hängt ja nur von den Menschen ab -, daß gerade im Musi­kalischen der Christus-Impuls in wahrer Gestalt auch vor die äußere Offenbarung hintritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte dieses aus dem Grunde vor Ihre Seele hinstellen, weil Sie daraus sehen können, daß Anthroposophie auf allen Gebieten hineinfließen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
233&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
will in das Leben, und es kann das geschehen, wenn das Leben auch wirklich auf der anderen Seite den Weg, den rechten Weg findet hin zu dem anthroposophischen Erfahren, zu dem anthroposophischen Erforschen. Und es wird sogar das sein können, daß dasjenige, was auf anthroposophischem Gebiet da ist, einmal wie in einem Echo aus dem Musikalischen heraustönt, wie wenn das Echo eine Lösung wäre des christologischen Rätsels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Worten möchte ich abgerundet haben dasjenige, was ich durch diese Vorträge ja nur andeuten konnte, andeuten, welche Absich­ten damit verbunden waren. Ich möchte nur noch das Wort anfügen, daß es mir gelungen sein möge, in den Seelen ein wenig anzuregen, was ich bemerklich zu machen versuchte durch diese Darstellungen anthro­posophischer Wahrheiten, daß tatsächlich diese anthroposophischen Wahrheiten Keime sein können in jeder Seele, die zu Leben erstehen können, die zu immer weiterem und weiterem Leben in der Zivilisa­tion führen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möge auch dieser Vortragszyklus ein kleiner Beitrag zu diesen weit­gehenden Absichten anthroposophischen Wollens sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
234&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Aufzeichnung Rudolf Steiners zum vierten Vortrag =&lt;br /&gt;
vom 14. August 1924&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine düster wirkende Landschaft - eckig wirkende Gebäudeformen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ragen da und dort im Umkreise empor - es ist der letzte Strahl der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonne im Entschwinden -Ankommen an einem Walde - Eingang in schmalen Gang - es wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
immer dunkler -Ganz finster -Tempelpforte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschlagen = &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Öffnen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Geistwesen: Wer seid ihr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(nur durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich leuchtend) Wir sind alt verwandt Bekannte -Ihr seid ungetreue Erdenmenschen; ihr habt eure Hü­ter vergessen -Wir haben Früchte gesammelt im Erdensein für die Ewigkeit -Vor euren Früchten vergeht mein Licht Ich halte dein Licht, so lange wir es brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Licht trägt weiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergreife, was vor dir steht = Eph[esus] G[eheim­nis] =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erlöschen des Lichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von oben Mond - &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= HINWEISE =&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;G243,1969,SE236 Das Initiatenbewußtsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;#&amp;lt;/nowiki&amp;gt;TI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HINWEISE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorträge wurden im Rahmen einer von der Anthroposophischen Gesellschaft in England veranstalteten «International Summer School&amp;gt; unter dem Titel «Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung» gehalten. Die Tagung war öffentlich. Der Titel «Das Initiatenbewußtsein» wurde von Marie Steiner für die Buchausgahe 1927 gewählt. Von ihr stammen auch die Titel der einzelnen Vorträge sowie die Überschriften der Unterabschnitte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dreiteilung der Vorträge erklärt sich daraus, daß der Redner jeden Vortrag zweimal unterbrach, um den Übersetzer George Adams-Kaufmann zu Worte kom­men zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Begrüßungs- und Abschiedsworte für die Tagung wie auch Rudolf Steiners hier nur auszugsweise wiedergegebener Artikel im Nachrichtenblatt vom 24. August 1924 «Unsere Sommerkurse in Torquay» sind abgedruckt im Band «Die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Der Wiederaufbau des Goetheanum 1924/25», Gesamtausgabe Dornach 1966, Bibl.-Nr. 37/260 a. Marie Steiners Vorwort zur ersten Auflage 1927 befindet sich nunmehr in: Marie Steiner-von Sivers «Gesammelte Schriften I: Die Anthroposophie Rudolf Steiners», Dornach 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die erwähnten Schriften von Rudolf Steiner vergleiche die Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe am Schluß des Buches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu Seit,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32 einen dreizehn ten Monat: Die alten Chaldäer hatten ein Sonnenjahr von 360 Tagen und nahmen nach sechs Sonnenjahren einen Schaltmonat hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
79 Schule von Chartres: Vergleiche hierzu die Vorträge: «Esoterische Betrach­tungen karmischer Zusammenhänge, Band III: Die karmischen Zusammen­hänge der anthroposophischen Bewegung», Gesamtausgabe Dornach 1964, Bibl.-Nr.237.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernardus Silvestris (Bernhard von Tours) gestorben um 1150.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bernhard von Chartres, gestorben zwischen 1124 und 1130.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alanus ah Insulis um 1114-1203, genannt: Doctor universalis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joachim de Fiore, gestorben 1202, Zisterzienserabt zu Floris in Kalabrien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes von Auville. In einem Notizbuch notiert Rudolf Steiner das Werk «Architrenius» (1184) von Johannes von Auville.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81 Dante Alighieri, 1265-1321.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brunetto Latini, geboren zwischen 1210-1230, gestorben 1294; italienischer Staatsn,ann, Gelehrter und Dichter. Schrieb in französischer Sprache «Li livres don Trésor», eine Enzyklopädie, die einen Überblick über das Gesamt-wissen seiner Zeit gibt. Ein Auszug aus der großen Enzyklopädie in allegori­scher Einkleidung ist der «Tesoretto» in italienischen Versen. Vergleiche auch Vortrag vom 29. Dezeinber 1918 in «Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden? Das dreifache Schattensein unserer Zeit und das neue Christus-Licht», Bibl.-Nr. 187, Gesamtausgabe Dornach 1968.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
237&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
85 Mysterien von Ephesus: Vergleiche hierzu die auf Seite 234 wiedergegebenen handschriftlichen Aufzeichnungen Rudolf Steiners aus dem Archiv der Ru­dolf Steiner-Nachlaßverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
140 Raphael-Zeitalter: Notizbucheintragung Rudolf Steiners, vormittags 18. Au­gust 1924, Torquay: 1879-1510 Gabriel /1510-1190 Samzel /1190-850 Ra­phael / 850-500 Zachariel / 500-150 Anael /150 n. Chr.-200 n. Chr. Oriphiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
141 Paracelsus, 1493-1541.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jakob Böhme, 1575-1624.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johannes Scotus Erigena: um 810 bis um 877; Übersetzer der Schriften des Dionysius Areopagita; Verfasser von »De divina praedestinatione», «De divi­sione naturae». 1225 wurde vom Vatikan das Verbrennen aller seiner Schriften angeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
146 Moriz Benedikt, 1835-1920, Kriminalanthropologe. Vergleiche »Ruten- und Pendellehre», Wien und Leipzig 1917.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
151 Albert Freiherr von Schrenck-Notzing, 1862-1929, Mediziner und Psychologe. «Materialiiationsphänomene zur mediumistischen Teleplastie», 1914; «Physi­kalische Phänomene des Mediumismui», 1920.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
152 Eliphas Levi (Abbé Alphonse Louis Constant), 1810-1875, Theologisch-okkul­ter Schriftsteller. «Dogme et Rituel de la Haute Magie» 1854-56; «La elef des Grands Mystéres», 1861.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Encausse: Schrieb unter dem Pseudonym «Papus». «Traité méthodique de Science occulte», 1891; «Traité élémentaire deMagie pratique», 1893.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
181/213 Helena Petrowna Blavatsky, 1831-1891, «Isis unveiled» (Die entsehleierte Isis), 1877, deutsch 1909; «The seeret doctrine» (Die Geheimlehre), 1887-97, deuiseh 1899.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
188 die geistige Gestalt des Christus in einer physischen Persönlichkeit: Unter dem Namen Aleyone wurde J. Krishnamurti von Annie Besant und ihrem Anhang mit Hilfe des zu diesem Zweck gegründeten Orden vom «Stern des Ostens» als der wiedergeborene Christus propagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
193 dem ersten Bande des Buches: »Grundlegendes für eine Erweiterung der Heil-kunst nach geisteswissenschaftliehen Erkenntnissen», Arlesheim 1953.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
196 Matthias Jakob Schleiden, 1804-1881, Professor der Botanik und Anthropo­logie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Theodor Fechner, 1801-1887, Physiker und Philosoph. Über den Streit beider vergleiche das Kapitel «Einfluß des Mondes auf die Witterung» in Fechners Schrift «Professor Schleiden und der Mond», Leipzig 1856.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
221 lsaak Newton, 1642-1727, englischer Naturforscher. Vergleiche seine Schrift «Philosophiae naturalis principia mathematica», London 1687.&lt;br /&gt;
232 Anton Bruckner, 1824-1896. Die letzte hinterlassene Symphonie Nr. IX in d-Moll blieb unvollendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Literatur =&lt;br /&gt;
* [[a:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung.&#039;&#039;, [[GA 243]] (2004), ISBN 3-7274-2430-3 {{Vorträge|243}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 243 Das Initiaten-Bewußtsein|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]] [[Kategorie:GA (Mitgliedervorträge)]] [[Kategorie:Gesamtausgabe]] [[Kategorie:Taschenbücher]]&lt;br /&gt;
[[en:GA 243]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10731</id>
		<title>Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe</title>
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		<updated>2024-08-04T05:43:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;FVN&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; (fvn-rs.net), hat im Juli 2023 ihren Betrieb eingestellt. Die uns übergebenen Materialien sind hier wieder frei zugänglich. Allfällige Fehler werden nach und nach bereinigt. An einer erweiterten Suchfunktion arbeiten wir, es wird aber noch dauern, bis sie einsatzfähig ist. Um ganz schnell einen gewünschten Band aufzurufen, gib einfach die GA-Nummer oben im Suchfeld ein: z.&amp;amp;nbsp;B. [[GA 3]], [[GA 15]], [[GA 122]], [[GA 217a]], [[GA 270/1]] usw. Beachte bitte, dass bei uns nur ältere Auflagen zu finden sind. Für neuere Ausgaben und Neuerscheinungen empfehlen wir die kostengünstige [https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/ Rudolf Steiner Gesamtausgabe online].&lt;br /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 1|Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften (1884 - 1897)]] &lt;br /&gt;
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|Goethes Naturwissenschaftliche Schriften&lt;br /&gt;
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|Editorische Nachworte zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften in der Weimarer Ausgabe (1891–1896)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 2|Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung mit besonderer Rücksicht auf Schiller]] (1886)&lt;br /&gt;
|{{GL|2}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 3|Wahrheit und Wissenschaft. Vorspiel zu einer «Philosophie der Freiheit»]] (1892)&lt;br /&gt;
|{{GL|3}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 4|Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung]] (1893)&lt;br /&gt;
|{{PDF|4}}, [[GA 4#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|Dokumente zur «Philosophie der Freiheit»&lt;br /&gt;
|{{GL|004a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 12|Die Stufen der höheren Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 15]]&lt;br /&gt;
|[[GA 15|Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|15}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 16|Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. In acht Meditationen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|16}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 17|Die Schwelle der geistigen Welt. Aphoristische Ausführungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|17}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 18|Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriss dargestellt]]&lt;br /&gt;
|{{GL|18}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 18a&lt;br /&gt;
|Welt- und Lebensanschauungen im neunzehnten Jahrhundert&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 19&lt;br /&gt;
| Gedanken während der Zeit des Krieges (1915) und weitere Texte zum Weltgeschehen (1917–1921)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 20|Vom Menschenrätsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|20}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 21|Von Seelenrätseln]]&lt;br /&gt;
|{{GL|21}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 22|Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen «Faust» und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie]]&lt;br /&gt;
|{{GL|22}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 23|Die Kernpunkte der sozialen Frage]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 24|Über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915 - 1921]]&lt;br /&gt;
|{{GL|24}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 25|Drei Schritte der Anthroposophie. Kosmologie, Religion und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|25}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 26|Anthroposophische Leitsätze]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 27|Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|27}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 28|Mein Lebensgang]]&lt;br /&gt;
|{{PDF|28}}, [[GA 28#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesammelte Aufsätze ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
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|[[GA 29]]&lt;br /&gt;
|[[GA 29|Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889 – 1900]]&lt;br /&gt;
|{{GL|29}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 30|Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884 - 1901]]&lt;br /&gt;
|{{GL|30}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 36|Der Goetheanumgedanke inmitten der Kulturkrisis der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|36}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 37&lt;br /&gt;
|Das lebendige Wesen der Anthroposophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen aus dem Nachlass ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 38|Briefe, Bd. 1, 1881 - 1890]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 39|Briefe, Bd. 2, 1890 - 1925]]&lt;br /&gt;
|{{GL|39}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 40|Wahrspruchworte]]&lt;br /&gt;
|{{GL|40}}&lt;br /&gt;
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|GA 40a&lt;br /&gt;
|Sprüche, Dichtungen, Mantren. Ergänzungsband&lt;br /&gt;
|{{PDF|40a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 41a&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen aus dem Alten und Neuen Testament&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 41b&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen verschiedener Werke&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 42&lt;br /&gt;
|Bühnenberarbeitungen I: Dramen Edouard Schurés&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 43&lt;br /&gt;
|Bühnenbearbeitungen II: Die Oberuferer Weihnachtspiele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 44&lt;br /&gt;
|Entwürfe, Fragmente und Paralipomena zu den vier Mysteriendramen&lt;br /&gt;
|{{GL|44}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 45]]&lt;br /&gt;
|[[GA 45|Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910]]&lt;br /&gt;
|{{GL|45}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 46&lt;br /&gt;
|Nachgelassene Abhandlungen und Fragmente 1879 – 1924&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Vorträge ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 51]]&lt;br /&gt;
|[[GA 51|Über Philosophie, Geschichte und Literatur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|51}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Berliner öffentlichen Vortragsreihen («Architektenhaus-Vorträge»)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 52]]&lt;br /&gt;
|[[GA 52|Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|52}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 53]]&lt;br /&gt;
|[[GA 53|Ursprung und Ziel des Menschen. Grundbegriffe der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|53}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 54]]&lt;br /&gt;
|[[GA 54|Die Welträtsel und die Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|54}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 55]]&lt;br /&gt;
|[[GA 55|Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|55}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 56]]&lt;br /&gt;
|[[GA 56|Die Erkenntnis der Seele und des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|56}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 57]]&lt;br /&gt;
|[[GA 57|Wo und wie findet man den Geist?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|57}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 58]]&lt;br /&gt;
|[[GA 58|Pfade der Seelenerlebnisse, Acht öffentliche Vorträge, Berlin 1909 - 1910 (TB 622)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|58}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 59]]&lt;br /&gt;
|[[GA 59|Metamorphosen des Seelenlebens, Sieben öffentliche Vorträge, Berlin 1910 (TB 603)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|59}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 60]]&lt;br /&gt;
|[[GA 60|Antworten der Geisteswissenschaft auf die großen Fragen des Daseins]]&lt;br /&gt;
|{{GL|60}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 61]]&lt;br /&gt;
|[[GA 61|Menschengeschichte im Lichte der Geistesforschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|61}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 62]]&lt;br /&gt;
|[[GA 62|Ergebnisse der Geistesforschung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|62}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 63]]&lt;br /&gt;
|[[GA 63|Geisteswissenschaft als Lebensgut]]&lt;br /&gt;
|{{GL|63}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 64]]&lt;br /&gt;
|[[GA 64|Aus schicksaltragender Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|64}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 65|Aus dem mitteleuropäischen Geistesleben]]&lt;br /&gt;
|{{GL|65}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 66|Geist und Stoff, Leben und Tod]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 67|Das Ewige in der Menschenseele]]&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Öffentliche Vorträge außerhalb Berlins und Hochschulkurse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68a&lt;br /&gt;
|Über das Wesen des Christentums&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68b&lt;br /&gt;
|Der Kreislauf des Menschen innerhalb der Sinnes-, Seelen- und Geisteswelt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|Wahrheiten und Irrtümer der Geistesforschung. Geisteswissenschaft und Menschenzukunft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69b&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
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|Tod und Unsterblichkeit im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 69e&lt;br /&gt;
|Geisteswissenschaft und die geistigen Ziele unserer Zeit&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 70a&lt;br /&gt;
|Menschenseele, Schicksal und Tod&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 71b&lt;br /&gt;
|Der Mensch als Geist- und Seelenwesen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 72&lt;br /&gt;
|Freiheit, Unsterblichkeit, Soziales Leben&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 73&lt;br /&gt;
|Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73}}&lt;br /&gt;
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|Fachwissenschaften und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 74]]&lt;br /&gt;
|[[GA 74|Die Philosophie des Thomas von Aquino.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|74}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 75&lt;br /&gt;
|Das Verhältnis der Anthroposophie zur Naturwissenschaft. Grundlagen und Methoden&lt;br /&gt;
|{{GL|75}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 76&lt;br /&gt;
|Die befruchtende Wirkung der Anthroposophie auf die Fachwissenschaften &lt;br /&gt;
|{{GL|76}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77a&lt;br /&gt;
|Die Aufgaben der Anthroposophie gegenüber Wissenschaft und Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|77a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77b&lt;br /&gt;
|Kunst und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|77b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 78&lt;br /&gt;
|Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte &lt;br /&gt;
|{{GL|78}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 79&lt;br /&gt;
|Die Wirklichkeit der höheren Welten &lt;br /&gt;
|{{GL|79}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80a&lt;br /&gt;
|Das Wesen der Anthroposophie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80b&lt;br /&gt;
|Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80c&lt;br /&gt;
|Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 81&lt;br /&gt;
|Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft. Berliner Hochschulkurs.&lt;br /&gt;
|{{GL|81}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 82&lt;br /&gt;
|Damit der Mensch ganz Mensch werde. &lt;br /&gt;
|{{GL|82}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 83&lt;br /&gt;
|Westliche und östliche Weltgegensätzlichkeit. Wege zu ihrer Verständigung durch Anthroposophie. &lt;br /&gt;
|{{GL|83}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 84&lt;br /&gt;
|Was wollte das Goetheanum und was soll die Anthroposophie? &lt;br /&gt;
|{{GL|84}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Zyklus-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Antike Mysterien und Christentum&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 88]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 88|Über die astrale Welt und das Devachan. Hörernotizen von internen Vorträgen, Berlin 1903 - 1904.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|88}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 89]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 89|Bewußtsein – Leben – Form]]&lt;br /&gt;
|{{GL|89}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90c&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Theosophie und Okkultismus&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 91&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Kosmologie und menschliche Evolution. Einführung in die Theosophie – Farbenlehre&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 92]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 92|Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|92}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93|Die Tempellegende und die Goldene Legende als symbolischer Ausdruck vergangener und zukünftiger Entwickelungsgeheimnisse des Menschen. Aus den Inhalten der Esoterischen Schule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93a|Grundelemente der Esoterik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 94]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 94|Kosmogonie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|94}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 95]]&lt;br /&gt;
|[[GA 95|Zyklus 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 95|Vor dem Tore der Theosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|95}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 96]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 96|Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft. Christliche Esoterik im Lichte neuer Geist-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|96}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 97]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 97|Das christliche Mysterium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|97}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 98]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 98|Natur- und Geistwesen, ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|98}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 99]]&lt;br /&gt;
|[[GA 99|Zyklus 2]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 100]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 100|Menschheitsentwickelung und Christus-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 101]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 101|Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 103]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 104a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 104a|Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 105]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 106]]&lt;br /&gt;
|[[GA 106|Zyklus 5]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 109|Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen. Ein Aspekt der geistigen Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 110]]&lt;br /&gt;
|[[GA 110|Zyklus 7]]&lt;br /&gt;
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|Einführung in die Grundlagen der Theosophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 112]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 112|Das Johannes-Evangelium im Verhältnis zu den drei anderen Evangelien besonders zu dem Lukas-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 113]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 113|Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder Christi.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 114]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 121|Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 122]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 122|Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte. Das Sechstagewerk im 1. Buch Moses.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 123]]&lt;br /&gt;
|[[GA 123|Zyklus 15]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 124|Zyklus 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 125]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 125|Wege und Ziele des geistigen Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|125}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 126]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Zyklus 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Okkulte Geschichte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|126}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 127]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 127|Die Mission der neuen Geistesoffenbarung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|127}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 128]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Zyklus OP]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Eine okkulte Physiologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|128}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 129]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Zyklus 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|129}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 130]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 130|Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|130}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 131]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Zyklus 19]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Von Jesus zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|131}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 132]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Zyklus 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|132}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 133]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Zyklus 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Der irdische und der kosmische Mensch.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|133}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 134]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Zyklus 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|134}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 135]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 135|Wiederverkörperung und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|135}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 136]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Zyklus 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|136}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 137]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Zyklus 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|137}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 138]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Zyklus 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Von der Initiation. Von Ewigkeit und Augenblick. Von Geisteslicht und Lebensdunkel.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|138}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 139]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Zyklus 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Das Markus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|139}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 140]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 140|Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|140}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 141]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Zyklus 37]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verhältnis zu den kosmischen Tatsachen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|141}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 142]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Zyklus 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe]]&lt;br /&gt;
|{{GL|142}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 143]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 143|Erfahrungen des Übersinnlichen. Die Wege der Seele zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|143}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 144]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Zyklus 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|144}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 145]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Zyklus 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|145}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 146]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Zyklus 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|146}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 147]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 147|Die Geheimnisse der Schwelle.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|147}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 148]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Zyklus 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|148}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 149]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Zyklus 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|149}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 150]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 150|Die Welt des Geistes und ihr Hereintragen in das physische Dasein. Das Einwirken der Toten in die Welt der Lebenden.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|150}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 151]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Zyklus 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Der menschliche und der kosmische Gedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|151}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 152]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 152|Vorstufen zum Mysterium von Golgatha.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|152}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 153]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Zyklus 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|153}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 154]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 154|Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|154}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 155]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Zyklus 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Christus und die menschliche Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|155}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 156]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 156|Okkultes Lesen und okkultes Hören.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|156}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Zyklus 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Menschenschicksale und Völkerschicksale.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Zyklus 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Schicksalsbildung und Leben nach dem Tode.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 158]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 158|Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|158}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 159]]&lt;br /&gt;
|[[(GA 159/160)]]&lt;br /&gt;
|[[GA 159|Das Geheimnis des Todes. Wesen und Bedeutung Mitteleuropas und die europäischen Volksgeister.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|159}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 161]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 161|Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|161}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 162]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 162|Kunstfragen und Lebensfragen im Lichte der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|162}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 163&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung. Imaginative Erkenntnis und Vorgänge nach dem Tode.&lt;br /&gt;
|{{GL|163}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 164&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Der Wert des Denkens für eine den Menschen befriedigende Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|164}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 165&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls.&lt;br /&gt;
|{{GL|165}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 166&lt;br /&gt;
|Zyklus 41&lt;br /&gt;
|Notwendigkeit und Freiheit im Weltengeschehen und im menschlichen Handeln. &lt;br /&gt;
|{{GL|166}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 167]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Zyklus 42]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|167}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 168&lt;br /&gt;
|Zyklus 51, 52&lt;br /&gt;
|Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten. &lt;br /&gt;
|{{GL|168}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 169&lt;br /&gt;
|Zyklus 43&lt;br /&gt;
|Weltwesen und Ichheit.&lt;br /&gt;
|{{GL|169}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Kosmische und menschliche Geschichte}}&#039;&#039;&#039;Kosmische und menschliche Geschichte, GA 170 – GA 174b&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 170&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Rätsel des Menschen, Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&lt;br /&gt;
|{{GL|170}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 171&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit, Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
|{{GL|171}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 172&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Karma des Berufes des Menschen in Anknüpfung an Goethes Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|172}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 173&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|173}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Zweiter Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|174}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Mitteleuropa zwischen Ost und West.&lt;br /&gt;
|{{GL|174a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
|{{GL|174b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 175&lt;br /&gt;
|Zyklus 44, 45&lt;br /&gt;
|Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha. Kosmische und menschliche Metamorphose.&lt;br /&gt;
|{{GL|175}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 176]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Zyklus 46, 47]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|176}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Geistige Wesen und ihre Wirkungen}}&#039;&#039;&#039;Geistige Wesen und ihre Wirkungen, GA 177 - GA 180&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 177]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Zyklus B I]], [[GA 177|Zyklus B II]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|177}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 178]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 178|Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|178}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 179]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 179|Geschichtliche Notwendigkeit und Freiheit. Schicksalseinwirkungen aus der Welt der Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|179}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 180]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 180|Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|180}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 181]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Zyklus 48, 49, 50]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Erdensterben und Weltenleben. Anthroposophische Lebensgaben. Bewußtseins-Notwendigkeiten für Gegenwart und Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|181}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 182]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 182|Der Tod als Lebenswandlung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|182}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 183]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 183|Die Wissenschaft vom Werden des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|183}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 184]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 184|Die Polarität von Dauer und Entwickelung im Menschenleben. Die kosmische Vorgeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|184}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 185|Geschichtliche Symptomatologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Zyklus D]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Entwicklungsgeschichtliche Unterlagen zur Bildung eines sozialen Urteils.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 186]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 186|Die soziale Grundforderung unserer Zeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|186}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 187]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 187|Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|187}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 188]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 188|Der Goetheanismus, ein Umwandlungsimpuls und Auferstehungsgedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|188}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 189]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 189|Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|189}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 190]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 190|Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage, in 3 Bdn., Bd. 2, Vergangenheitsimpulse und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|190}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 191]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 191|Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|191}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 192]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Zyklus 58 A und B]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|192}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 193]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 193|Der innere Aspekt des sozialen Rätsels. Luziferische Vergangenheit und ahrimanische Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|193}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 194]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 194|Die Sendung Michaels.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|194}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 195]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 195|Weltsilvester und Neujahrsgedanken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|195}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 196]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 196|Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|196}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 197]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 197|Gegensätze in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|197}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 198]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 198|Heilfaktoren für den sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|198}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 199]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 199|Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|199}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 200]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 200|Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|200}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 201]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 201|Entsprechungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos. Der Mensch, eine Hieroglyphe des Weltenalls.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|201}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 202]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 202|Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen. Die Suche nach der neuen Isis, der göttlichen Sophia.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|202}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 203]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 203|Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung durch seinen geistigen Zusammenhang mit dem Erdplaneten und der Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|203}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 204]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 204|Perspektiven der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|204}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist}}&#039;&#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, GA 205 - GA 206&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 205]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 205|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 1. Teil. Der Mensch als leiblich-seelische Wesenheit in seinem Verhältnis zur Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|205}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 206]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 206|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 2. Teil. Der Mensch als geistiges Wesen im historischen Werdegang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|206}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Anthroposophie als Kosmosophie}}&#039;&#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie, GA 207 - GA 208&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 207]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 207|Anthroposophie als Kosmosophie, 1. Teil. Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|207}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 208]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 208|Anthroposophie als Kosmosophie, 2. Teil. Die Gestaltung des Menschen als Ergebnis kosmischer Wirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|208}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 209]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 209|Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse. Das Fest der Erscheinung Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|209}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 210]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 210|Alte und neue Einweihungsmethoden. Drama und Dichtung im Bewußtseins-Umschwung der Neuzeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|210}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 211]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung|Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|211}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 212]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 212|Menschliches Seelenleben und Geistesstreben. Im Zusammenhange mit Welt- und Erdentwicklung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|212}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 213]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 213|Menschenfragen und Weltenantworten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|213}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 214]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 214|Das Geheimnis der Trinität.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|214}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 215]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 215|Die Philosophie, Kosmologie und Religion in der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|215}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 216]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 216|Die Grundimpulse des weltgeschichtlichen Werdens der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|216}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217|Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217a|Die Erkenntnisaufgabe der Jugend.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 218]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 218|Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|218}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 219]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 219|Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|219}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 220&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Lebendiges Naturerkennen. Intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung.&lt;br /&gt;
|{{GL|220}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 221]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 221|Erdenwissen und Himmelserkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|221}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 222]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 222|Die Impulsierung des weltgeschichtlichen Geschehens durch geistige Mächte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|222}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 223]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 223|Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten. Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt.]] &lt;br /&gt;
|{{GL|223}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 224]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 224|Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich-geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 229|Das Miterleben des Jahreslaufes in vier kosmischen Imaginationen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|229}}[[GA 229#Audio|Audio]] [[GA 229#Lesekreis|Lesekreis]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 230]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 230|Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 231|Der übersinnliche Mensch, anthroposophisch erfaßt.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233|Die Weltgeschichte in anthroposophischer Beleuchtung und als Grundlage der Erkenntnis des Menschengeistes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233a|Mysterienstätten des Mittelalters. Rosenkreuzertum und modernes Einweihungsprinzip. Das Osterfest als ein Stück Mysteriengeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 234]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 234|Anthroposophie. Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|234}} &lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge}}&#039;&#039;&#039;Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, GA 235 - GA 240&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 235]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 235|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd. 1]]&lt;br /&gt;
|{{GL|235}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 236|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd. 2]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 237|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd. 3, Die karmischen Zusammenhänge der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 238|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd. 4, Das geistige Leben der Gegenwart im Zusammenhang mit der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 239]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 239|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd. 5]]&lt;br /&gt;
|{{GL|239}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 240]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 240|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd. 6]]&lt;br /&gt;
|{{GL|240}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 243]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 243|Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|243}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 244&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Fragenbeantwortungen und Interviews&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(GA 245)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anweisungen für eine esoterische Schulung (Sonderausgabe)&lt;br /&gt;
|{{GL|245}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft}}&#039;&#039;&#039;Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft, GA 250 - GA 263/1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 250&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft 1902 – 1913.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 251&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1913 – 1922.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 252&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte des Johannesbau-Vereins und des Goetheanum-Vereins 1911 – 1924&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 253&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Probleme des Zusammenlebens in der Anthroposophischen Gesellschaft. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 254]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Zyklus OB]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Die okkulte Bewegung im neunzehnten Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|254}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 255b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921&lt;br /&gt;
|{{GL|255b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 257]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 257|Anthroposophische Gemeinschaftsbildung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|257}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 258]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 258|Die Geschichte und die Bedingungen der anthroposophischen Bewegung im Verhältnis zur Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|258}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 259]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 259|Das Schicksalsjahr 1923 in der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 260a]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 262]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 262|Rudolf Steiner / Marie Steiner-von Sivers: Briefwechsel und Dokumente 1901 – 1925]]&lt;br /&gt;
|{{GL|262}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1|Rudolf Steiner / Edith Maryon: Briefwechsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|263a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule}}&#039;&#039;&#039;Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule, GA 264 - GA 270&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 264]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 264|Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914. Briefe, Rundbriefe, Dokumente, Vorträge.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|264}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 265]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 265|Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904 - 1914.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 266/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band I, 1904 - 1909]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/3]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/3|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band III: 1913 und 1914; 1920 – 1923]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 267]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 267|Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild- Meditationen zur methodischen Entwicklung höherer Erkenntniskräfte. 1904 - 1924.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 269]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 269|Ritualtexte für die Feiern des freien christlichen Religionsunterrichtes. Das Spruchgut für Lehrer und Schüler der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/1|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Erster Band. 1. - 9. Stunde]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/2]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/2|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Zweiter Band 10. - 19. Stunde]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 270/3]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/3|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Dritter Band. 7 Wiederholungsstunden, 4 Einzelstunden in Prag, Bern und London (2)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270c}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit GA 270/4]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Vierter Band. Wandtafelzeichnungen]&lt;br /&gt;
|{{GL|270i}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge und Kurse zu einzelnen Lebensgebieten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Kunst ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
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|[[GA 284]]&lt;br /&gt;
|[[GA 284|Bilder okkulter Siegel und Säulen. Der Münchner Kongress Pfingsten 1907 und seine Auswirkungen.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 286|Wege zu einem neuen Baustil. &#039;Und der Bau wird Mensch&#039;.]]&lt;br /&gt;
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|Der Dornacher Bau als Wahrzeichen geschichtlichen Werdens u. künsterischer Umwandlungsimpulse.&lt;br /&gt;
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|[[GA 289|Der Baugedanke des Goetheanum]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 291a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 291a|Farbenerkenntnis. Ergänzungen zu dem Band «Das Wesen der Farben».]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 292]]&lt;br /&gt;
|[[GA 292|Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse.]] Sonderausgabe mit Bildern in 3 Bänden: {{GL|292a}}, {{GL|292b}}, {{GL|292c}}&lt;br /&gt;
|{{GL|292}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Erziehung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
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|[[GA 293]]&lt;br /&gt;
|[[GA 293|Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 294]]&lt;br /&gt;
|[[GA 294|Erziehungskunst. Methodisch-Didaktisches.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 295]]&lt;br /&gt;
|[[GA 295|Erziehungskunst. Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 296]]&lt;br /&gt;
|[[GA 296|Die Erziehungsfrage als soziale Frage.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 297]]&lt;br /&gt;
|[[GA 297|Idee und Praxis der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 297a|Erziehung zum Leben. Selbsterziehung und pädagogische Praxis.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 298]]&lt;br /&gt;
|[[GA 298|Rudolf Steiner in der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|298}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 299]]&lt;br /&gt;
|[[GA 299|Geisteswissenschaftliche Sprachbetrachtungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|299}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 300a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300a|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 1]] &lt;br /&gt;
|{{GL|300a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 300b]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300b|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 2]] &lt;br /&gt;
|{{GL|300b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 300c]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300c|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 3]]&lt;br /&gt;
|{{GL|300c}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 301]]&lt;br /&gt;
|[[GA 301|Die Erneuerung der pädagogisch-didaktischen Kunst durch Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|301}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 302]]&lt;br /&gt;
|[[GA 302|Menschenerkenntnis und Unterrichtsgestaltung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 302a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 302a|Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 303]]&lt;br /&gt;
|[[GA 303|Die gesunde Entwickelung des Menschenwesens.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 304|Erziehungsmethoden und Unterrichtsmethoden auf anthroposophischer Grundlage.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 304a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 304a|Anthroposophische Menschenkunde und Pädagogik.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 305]]&lt;br /&gt;
|[[GA 305|Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst. Spirituelle Werte in Erziehung und sozialem Leben.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 306]]&lt;br /&gt;
|[[GA 306|Die pädagogische Praxis vom Gesichtspunkte geisteswissenschaftlicher Menschenerkenntnis. Die Erziehung des Kindes und jüngerer Menschen.]]&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Medizin ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Naturwissenschaft ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über das soziale Leben und die Dreigliederung des sozialen Organismus ===&lt;br /&gt;
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|[[GA 337b|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band II: Diskussionsabende des Schweizer Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 338]]&lt;br /&gt;
|[[GA 338|Wie wirkt man für den Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus?]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 340]]&lt;br /&gt;
|[[GA 340|Nationalökonomischer Kurs. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band I.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|340}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 341]]&lt;br /&gt;
|[[GA 341|Nationalökonomisches Seminar. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band II.]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 342|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I. Anthroposophische Grundlagen für ein erneuertes christlich-religiöses Wirken.]]&lt;br /&gt;
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|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|[[GA 343]]&lt;br /&gt;
|[[GA 343|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Spirituelles Erkennen – Religiöses Empfinden – Kultisches Handeln.]]&lt;br /&gt;
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|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Dokumentarische Ergänzungen&lt;br /&gt;
|{{PDF|343a}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Vorträge für die Arbeiter am Goetheanum ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 347]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 351]]&lt;br /&gt;
|[[GA 351|Mensch und Welt. Das Wirken des Geistes in der Natur. Über das Wesen der Bienen.]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Hilfmittel und freie Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[a:|anthrowiki.at]] - viele weiterführende Informationen zur Gesamtausgabe und zu [[a:Anthroposophie|anthroposophischen]] Themen.&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/ Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[a:Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de/ Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Hier geht&#039;s zu unserer erweiterten [[Anthrolexus|Suchfunktion]].&lt;br /&gt;
* [https://biographien.kulturimpuls.org/ Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[a:Anthroposoph|Anthroposophen]] -  [http://www.kulturimpuls.org/ Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu/ Rudolf Steiner Online Archiv] - nahezu sämtliche Schriften und Aufsätze und ausgewählte Vorträge Rudolf Steiners in großteils hoher editorischer Qualität mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (&#039;&#039;[[a:Christian_Clement|Christian Clement]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] auf [http://www.anthroweb.info/ anthroweb.info] ([[a:Lorenzo_Ravagli|Lorenzo Ravagli]]).&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Sämtliche Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org/ archive.org].&lt;br /&gt;
* [https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)] mit vielen Texten Steiners zur [[a:Soziale_Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]], Philosophie und Anthroposophie wird vom [http://www.dreigliederung.de/ Institut für soziale Dreigliederung] angeboten (&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[a:Bibliothek:Rudolf_Steiner|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [http://bdn-steiner.ru/modules.php?name=Ga bdn.steiner.ru] - nahezu allen GA-Ausgaben im PDF- und/oder DOC-Format (Deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10730</id>
		<title>Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10730"/>
		<updated>2024-08-04T05:38:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* Veröffentlichungen aus dem Nachlass */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;FVN&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; (fvn-rs.net), hat im Juli 2023 ihren Betrieb eingestellt. Die uns übergebenen Materialien sind hier wieder frei zugänglich. Allfällige Fehler werden nach und nach bereinigt. An einer erweiterten Suchfunktion arbeiten wir, es wird aber noch dauern, bis sie einsatzfähig ist. Um ganz schnell einen gewünschten Band aufzurufen, gib einfach die GA-Nummer oben im Suchfeld ein: z.&amp;amp;nbsp;B. [[GA 3]], [[GA 15]], [[GA 122]], [[GA 217a]], [[GA 270/1]] usw. Beachte bitte, dass bei uns nur ältere Auflagen zu finden sind. Für neuere Ausgaben und Neuerscheinungen empfehlen wir die kostengünstige [https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/ Rudolf Steiner Gesamtausgabe online].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steiner big.jpg|mini|275px|[[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 1|Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften (1884 - 1897)]] &lt;br /&gt;
|{{GL|1}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1a-e&lt;br /&gt;
|Goethes Naturwissenschaftliche Schriften&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1f&lt;br /&gt;
|Editorische Nachworte zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften in der Weimarer Ausgabe (1891–1896)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 2|Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung mit besonderer Rücksicht auf Schiller]] (1886)&lt;br /&gt;
|{{GL|2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 3|Wahrheit und Wissenschaft. Vorspiel zu einer «Philosophie der Freiheit»]] (1892)&lt;br /&gt;
|{{GL|3}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 4|Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung]] (1893)&lt;br /&gt;
|{{PDF|4}}, [[GA 4#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 4a&lt;br /&gt;
|Dokumente zur «Philosophie der Freiheit»&lt;br /&gt;
|{{GL|004a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 5|Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|5}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 6]]&lt;br /&gt;
|[[GA 6|Goethes Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|6}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 7|Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|7}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 8|Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums]]&lt;br /&gt;
|{{GL|8}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 9|Theosophie]]&lt;br /&gt;
|{{GL|9}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 10|Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|10}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 11|Aus der Akasha-Chronik]]&lt;br /&gt;
|{{GL|11}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 12|GA 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 12|Die Stufen der höheren Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
|{{GL|12}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 13|Die Geheimwissenschaft im Umriß.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|13}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 14|Vier Mysteriendramen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|14}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 15]]&lt;br /&gt;
|[[GA 15|Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|15}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 16|Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. In acht Meditationen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|16}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 17|Die Schwelle der geistigen Welt. Aphoristische Ausführungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|17}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 18|Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriss dargestellt]]&lt;br /&gt;
|{{GL|18}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 18a&lt;br /&gt;
|Welt- und Lebensanschauungen im neunzehnten Jahrhundert&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 19&lt;br /&gt;
| Gedanken während der Zeit des Krieges (1915) und weitere Texte zum Weltgeschehen (1917–1921)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 20|Vom Menschenrätsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|20}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 21|Von Seelenrätseln]]&lt;br /&gt;
|{{GL|21}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 22|Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen «Faust» und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie]]&lt;br /&gt;
|{{GL|22}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 23|Die Kernpunkte der sozialen Frage]]&lt;br /&gt;
|{{GL|23}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 24|Über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915 - 1921]]&lt;br /&gt;
|{{GL|24}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 25|Drei Schritte der Anthroposophie. Kosmologie, Religion und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|25}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 26|Anthroposophische Leitsätze]]&lt;br /&gt;
|{{GL|26}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 27|Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|27}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 28|Mein Lebensgang]]&lt;br /&gt;
|{{PDF|28}}, [[GA 28#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesammelte Aufsätze ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
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|[[GA 29]]&lt;br /&gt;
|[[GA 29|Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889 – 1900]]&lt;br /&gt;
|{{GL|29}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 30|Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884 - 1901]]&lt;br /&gt;
|{{GL|30}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 31|Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887 bis 1901.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 32|Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884 - 1902]]&lt;br /&gt;
|{{GL|32}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 33|Biographien und biographische Skizzen 1894 - 1905. Schopenhauer - Jean Paul - Uhland - Wieland.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 34|Luzifer-Gnosis 1903-1908.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 35|Philosophie und Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1904 - 1918.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 36|Der Goetheanumgedanke inmitten der Kulturkrisis der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|36}}&lt;br /&gt;
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|GA 37&lt;br /&gt;
|Das lebendige Wesen der Anthroposophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen aus dem Nachlass ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 38|Briefe, Bd. 1, 1881 - 1890]]&lt;br /&gt;
|{{GL|38}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 39|Briefe, Bd. 2, 1890 - 1925]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 40|Wahrspruchworte]]&lt;br /&gt;
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|Sprüche, Dichtungen, Mantren. Ergänzungsband&lt;br /&gt;
|{{PDF|40a}}&lt;br /&gt;
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|GA 41a&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen aus dem Alten und Neuen Testament&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 41b&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen verschiedener Werke&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 42&lt;br /&gt;
|Bühnenberarbeitungen I: Dramen Edouard Schurés&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 43&lt;br /&gt;
|Bühnenbearbeitungen II: Die Oberuferer Weihnachtspiele&lt;br /&gt;
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|GA 44&lt;br /&gt;
|Entwürfe, Fragmente und Paralipomena zu den vier Mysteriendramen&lt;br /&gt;
|{{GL|44}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 45]]&lt;br /&gt;
|[[GA 45|Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910]]&lt;br /&gt;
|{{GL|45}}&lt;br /&gt;
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|GA 46&lt;br /&gt;
|Nachgelassene Abhandlungen und Fragmente 1879 – 1924&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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== Vorträge ==&lt;br /&gt;
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=== Öffentliche Vorträge ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 51]]&lt;br /&gt;
|[[GA 51|Über Philosophie, Geschichte und Literatur.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Berliner öffentlichen Vortragsreihen («Architektenhaus-Vorträge»)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 52]]&lt;br /&gt;
|[[GA 52|Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 53]]&lt;br /&gt;
|[[GA 53|Ursprung und Ziel des Menschen. Grundbegriffe der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 55]]&lt;br /&gt;
|[[GA 55|Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 56]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 57|Wo und wie findet man den Geist?]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 58]]&lt;br /&gt;
|[[GA 58|Pfade der Seelenerlebnisse, Acht öffentliche Vorträge, Berlin 1909 - 1910 (TB 622)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|58}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 59]]&lt;br /&gt;
|[[GA 59|Metamorphosen des Seelenlebens, Sieben öffentliche Vorträge, Berlin 1910 (TB 603)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|59}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 60]]&lt;br /&gt;
|[[GA 60|Antworten der Geisteswissenschaft auf die großen Fragen des Daseins]]&lt;br /&gt;
|{{GL|60}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 61]]&lt;br /&gt;
|[[GA 61|Menschengeschichte im Lichte der Geistesforschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|61}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 62]]&lt;br /&gt;
|[[GA 62|Ergebnisse der Geistesforschung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|62}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 63]]&lt;br /&gt;
|[[GA 63|Geisteswissenschaft als Lebensgut]]&lt;br /&gt;
|{{GL|63}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 64]]&lt;br /&gt;
|[[GA 64|Aus schicksaltragender Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|64}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 65]]&lt;br /&gt;
|[[GA 65|Aus dem mitteleuropäischen Geistesleben]]&lt;br /&gt;
|{{GL|65}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 66]]&lt;br /&gt;
|[[GA 66|Geist und Stoff, Leben und Tod]]&lt;br /&gt;
|{{GL|66}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 67]]&lt;br /&gt;
|[[GA 67|Das Ewige in der Menschenseele]]&lt;br /&gt;
|{{GL|67}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Öffentliche Vorträge außerhalb Berlins und Hochschulkurse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68a&lt;br /&gt;
|Über das Wesen des Christentums&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68b&lt;br /&gt;
|Der Kreislauf des Menschen innerhalb der Sinnes-, Seelen- und Geisteswelt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68c&lt;br /&gt;
|Goethe und die Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68d&lt;br /&gt;
|Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
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|GA 69a&lt;br /&gt;
|Wahrheiten und Irrtümer der Geistesforschung. Geisteswissenschaft und Menschenzukunft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|Erkenntnis und Unsterblichkeit&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|Tod und Unsterblichkeit im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
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|GA 69e&lt;br /&gt;
|Geisteswissenschaft und die geistigen Ziele unserer Zeit&lt;br /&gt;
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|GA 70a&lt;br /&gt;
|Menschenseele, Schicksal und Tod&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 71b&lt;br /&gt;
|Der Mensch als Geist- und Seelenwesen&lt;br /&gt;
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|GA 72&lt;br /&gt;
|Freiheit, Unsterblichkeit, Soziales Leben&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 73&lt;br /&gt;
|Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 73a&lt;br /&gt;
|Fachwissenschaften und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 74]]&lt;br /&gt;
|[[GA 74|Die Philosophie des Thomas von Aquino.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|74}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 75&lt;br /&gt;
|Das Verhältnis der Anthroposophie zur Naturwissenschaft. Grundlagen und Methoden&lt;br /&gt;
|{{GL|75}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 76&lt;br /&gt;
|Die befruchtende Wirkung der Anthroposophie auf die Fachwissenschaften &lt;br /&gt;
|{{GL|76}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77a&lt;br /&gt;
|Die Aufgaben der Anthroposophie gegenüber Wissenschaft und Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|77a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77b&lt;br /&gt;
|Kunst und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|77b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 78&lt;br /&gt;
|Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte &lt;br /&gt;
|{{GL|78}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 79&lt;br /&gt;
|Die Wirklichkeit der höheren Welten &lt;br /&gt;
|{{GL|79}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80a&lt;br /&gt;
|Das Wesen der Anthroposophie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80b&lt;br /&gt;
|Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80c&lt;br /&gt;
|Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 81&lt;br /&gt;
|Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft. Berliner Hochschulkurs.&lt;br /&gt;
|{{GL|81}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 82&lt;br /&gt;
|Damit der Mensch ganz Mensch werde. &lt;br /&gt;
|{{GL|82}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 83&lt;br /&gt;
|Westliche und östliche Weltgegensätzlichkeit. Wege zu ihrer Verständigung durch Anthroposophie. &lt;br /&gt;
|{{GL|83}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 84&lt;br /&gt;
|Was wollte das Goetheanum und was soll die Anthroposophie? &lt;br /&gt;
|{{GL|84}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Zyklus-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Antike Mysterien und Christentum&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 88]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 88|Über die astrale Welt und das Devachan. Hörernotizen von internen Vorträgen, Berlin 1903 - 1904.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|88}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 89]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 89|Bewußtsein – Leben – Form]]&lt;br /&gt;
|{{GL|89}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90c&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Theosophie und Okkultismus&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 91&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Kosmologie und menschliche Evolution. Einführung in die Theosophie – Farbenlehre&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 92]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 92|Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|92}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93|Die Tempellegende und die Goldene Legende als symbolischer Ausdruck vergangener und zukünftiger Entwickelungsgeheimnisse des Menschen. Aus den Inhalten der Esoterischen Schule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93a|Grundelemente der Esoterik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 94]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 94|Kosmogonie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|94}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 95]]&lt;br /&gt;
|[[GA 95|Zyklus 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 95|Vor dem Tore der Theosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|95}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 96]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 96|Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft. Christliche Esoterik im Lichte neuer Geist-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|96}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 97]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 97|Das christliche Mysterium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|97}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 98]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 98|Natur- und Geistwesen, ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|98}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 99]]&lt;br /&gt;
|[[GA 99|Zyklus 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 99|Die Theosophie des Rosenkreuzers.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|99}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 100]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 100|Menschheitsentwickelung und Christus-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|100}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 101]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 101|Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|101}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 102]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 102|Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|102}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 103]]&lt;br /&gt;
|[[GA 103|Zyklus 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 103|Das Johannes-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|103}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 104]]&lt;br /&gt;
|[[GA 104|Zyklus 6]]&lt;br /&gt;
|[[GA 104|Die Apokalypse des Johannes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|104}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 104a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 104a|Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
|{{GL|104a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 105]]&lt;br /&gt;
|[[GA 105|Zyklus 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 105|Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|105}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 106]]&lt;br /&gt;
|[[GA 106|Zyklus 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 106|Ägyptische Mythen und Mysterien.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|106}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 107]]&lt;br /&gt;
|[[GA 107|Zyklus A]]&lt;br /&gt;
|[[GA 107|Geisteswissenschaftliche Menschenkunde.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|107}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 108]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 108|Die Beantwortung von Welt- und Lebensfragen durch Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|108}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 109]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 109|Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen. Ein Aspekt der geistigen Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|109}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 110]]&lt;br /&gt;
|[[GA 110|Zyklus 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 110|Geistige Hierarchien und ihre Wiederspiegelung in der physischen Welt. Tierkreis, Planeten, Kosmos.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|110}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 111&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Einführung in die Grundlagen der Theosophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 112]]&lt;br /&gt;
|[[GA 112|Zyklus 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 112|Das Johannes-Evangelium im Verhältnis zu den drei anderen Evangelien besonders zu dem Lukas-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|112}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 113]]&lt;br /&gt;
|[[GA 113|Zyklus 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 113|Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|113}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 114]]&lt;br /&gt;
|[[GA 114|Zyklus 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 114|Das Lukas-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|114}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 115]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 115|Anthroposophie, Psychosophie, Pneumatosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|115}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 116]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Zyklus 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Der Christus-Impuls und die Entwicklung des Ich-Bewußtseins.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|116}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 117]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 117|Die tieferen Geheimnisse des Menschheitswerdens im Lichte der Evangelien.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|117}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 118]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 118|Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|118}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 119]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Zyklus 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Makrokosmos und Mikrokosmos.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|119}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 120]]&lt;br /&gt;
|[[GA 120|Zyklus 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 120|Die Offenbarungen des Karma.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|120}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 121]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|121}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 122]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 122|Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte. Das Sechstagewerk im 1. Buch Moses.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|122}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 123]]&lt;br /&gt;
|[[GA 123|Zyklus 15]]&lt;br /&gt;
|[[GA 123|Das Matthäus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|123}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 124]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Zyklus 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|124}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 125]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 125|Wege und Ziele des geistigen Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|125}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 126]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Zyklus 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Okkulte Geschichte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|126}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 127]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 127|Die Mission der neuen Geistesoffenbarung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|127}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 128]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Zyklus OP]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Eine okkulte Physiologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|128}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 129]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Zyklus 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|129}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 130]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 130|Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|130}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 131]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Zyklus 19]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Von Jesus zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|131}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 132]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Zyklus 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|132}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 133]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Zyklus 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Der irdische und der kosmische Mensch.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|133}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 134]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Zyklus 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|134}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 135]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 135|Wiederverkörperung und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|135}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 136]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Zyklus 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|136}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 137]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Zyklus 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|137}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 138]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Zyklus 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Von der Initiation. Von Ewigkeit und Augenblick. Von Geisteslicht und Lebensdunkel.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|138}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 139]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Zyklus 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Das Markus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|139}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 140]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 140|Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|140}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 141]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Zyklus 37]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verhältnis zu den kosmischen Tatsachen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|141}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 142]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Zyklus 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe]]&lt;br /&gt;
|{{GL|142}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 143]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 143|Erfahrungen des Übersinnlichen. Die Wege der Seele zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|143}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 144]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Zyklus 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|144}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 145]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Zyklus 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|145}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 146]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Zyklus 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|146}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 147]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 147|Die Geheimnisse der Schwelle.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|147}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 148]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Zyklus 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|148}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 149]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Zyklus 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|149}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 150]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 150|Die Welt des Geistes und ihr Hereintragen in das physische Dasein. Das Einwirken der Toten in die Welt der Lebenden.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|150}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 151]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Zyklus 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Der menschliche und der kosmische Gedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|151}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 152]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 152|Vorstufen zum Mysterium von Golgatha.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|152}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 153]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Zyklus 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|153}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 154]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 154|Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|154}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 155]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Zyklus 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Christus und die menschliche Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|155}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 156]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 156|Okkultes Lesen und okkultes Hören.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|156}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Zyklus 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Menschenschicksale und Völkerschicksale.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Zyklus 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Schicksalsbildung und Leben nach dem Tode.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 158]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 158|Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|158}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 159]]&lt;br /&gt;
|[[(GA 159/160)]]&lt;br /&gt;
|[[GA 159|Das Geheimnis des Todes. Wesen und Bedeutung Mitteleuropas und die europäischen Volksgeister.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|159}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 161]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 161|Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|161}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 162]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 162|Kunstfragen und Lebensfragen im Lichte der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|162}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 163&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung. Imaginative Erkenntnis und Vorgänge nach dem Tode.&lt;br /&gt;
|{{GL|163}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 164&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Der Wert des Denkens für eine den Menschen befriedigende Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|164}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 165&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls.&lt;br /&gt;
|{{GL|165}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 166&lt;br /&gt;
|Zyklus 41&lt;br /&gt;
|Notwendigkeit und Freiheit im Weltengeschehen und im menschlichen Handeln. &lt;br /&gt;
|{{GL|166}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 167]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Zyklus 42]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|167}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 168&lt;br /&gt;
|Zyklus 51, 52&lt;br /&gt;
|Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten. &lt;br /&gt;
|{{GL|168}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 169&lt;br /&gt;
|Zyklus 43&lt;br /&gt;
|Weltwesen und Ichheit.&lt;br /&gt;
|{{GL|169}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Kosmische und menschliche Geschichte}}&#039;&#039;&#039;Kosmische und menschliche Geschichte, GA 170 – GA 174b&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 170&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Rätsel des Menschen, Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&lt;br /&gt;
|{{GL|170}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 171&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit, Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
|{{GL|171}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 172&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Karma des Berufes des Menschen in Anknüpfung an Goethes Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|172}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 173&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|173}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Zweiter Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|174}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Mitteleuropa zwischen Ost und West.&lt;br /&gt;
|{{GL|174a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
|{{GL|174b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 175&lt;br /&gt;
|Zyklus 44, 45&lt;br /&gt;
|Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha. Kosmische und menschliche Metamorphose.&lt;br /&gt;
|{{GL|175}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 176]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Zyklus 46, 47]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|176}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Geistige Wesen und ihre Wirkungen}}&#039;&#039;&#039;Geistige Wesen und ihre Wirkungen, GA 177 - GA 180&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 177]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Zyklus B I]], [[GA 177|Zyklus B II]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|177}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 178]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 178|Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|178}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 179]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 179|Geschichtliche Notwendigkeit und Freiheit. Schicksalseinwirkungen aus der Welt der Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|179}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 180]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 180|Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|180}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 181]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Zyklus 48, 49, 50]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Erdensterben und Weltenleben. Anthroposophische Lebensgaben. Bewußtseins-Notwendigkeiten für Gegenwart und Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|181}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 182]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 182|Der Tod als Lebenswandlung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|182}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 183]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 183|Die Wissenschaft vom Werden des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|183}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 184]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 184|Die Polarität von Dauer und Entwickelung im Menschenleben. Die kosmische Vorgeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|184}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 185|Geschichtliche Symptomatologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Zyklus D]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Entwicklungsgeschichtliche Unterlagen zur Bildung eines sozialen Urteils.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 186]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 186|Die soziale Grundforderung unserer Zeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|186}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 187]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 187|Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|187}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 188]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 188|Der Goetheanismus, ein Umwandlungsimpuls und Auferstehungsgedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|188}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 189]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 189|Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|189}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 190]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 190|Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage, in 3 Bdn., Bd.2, Vergangenheitsimpulse und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|190}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 191]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 191|Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|191}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 192]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Zyklus 58 A und B]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|192}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 193]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 193|Der innere Aspekt des sozialen Rätsels. Luziferische Vergangenheit und ahrimanische Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|193}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 194]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 194|Die Sendung Michaels.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|194}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 195]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 195|Weltsilvester und Neujahrsgedanken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|195}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 196]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 196|Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|196}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 197]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 197|Gegensätze in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|197}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 198]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 198|Heilfaktoren für den sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|198}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 199]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 199|Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|199}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 200]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 200|Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|200}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 201]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 201|Entsprechungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos. Der Mensch, eine Hieroglyphe des Weltenalls.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|201}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 202]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 202|Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen. Die Suche nach der neuen Isis, der göttlichen Sophia.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|202}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 203]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 203|Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung durch seinen geistigen Zusammenhang mit dem Erdplaneten und der Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|203}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 204]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 204|Perspektiven der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|204}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist}}&#039;&#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, GA 205 - GA 206&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 205]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 205|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 1. Teil. Der Mensch als leiblich-seelische Wesenheit in seinem Verhältnis zur Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|205}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 206]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 206|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 2. Teil. Der Mensch als geistiges Wesen im historischen Werdegang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|206}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Anthroposophie als Kosmosophie}}&#039;&#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie, GA 207 - GA 208&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 207]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 207|Anthroposophie als Kosmosophie, 1. Teil. Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|207}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 208]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 208|Anthroposophie als Kosmosophie, 2. Teil. Die Gestaltung des Menschen als Ergebnis kosmischer Wirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|208}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 209]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 209|Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse. Das Fest der Erscheinung Christi.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 210|Alte und neue Einweihungsmethoden. Drama und Dichtung im Bewußtseins-Umschwung der Neuzeit.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 211]]&lt;br /&gt;
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|[[Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung|Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|211}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 212]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 212|Menschliches Seelenleben und Geistesstreben. Im Zusammenhange mit Welt- und Erdentwicklung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 215]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 215|Die Philosophie, Kosmologie und Religion in der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 216]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217|Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217a]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217a|Die Erkenntnisaufgabe der Jugend.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 218]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 218|Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|218}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 219]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 219|Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|219}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 220&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Lebendiges Naturerkennen. Intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung.&lt;br /&gt;
|{{GL|220}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 221]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 221|Erdenwissen und Himmelserkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|221}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 222]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 222|Die Impulsierung des weltgeschichtlichen Geschehens durch geistige Mächte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|222}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 223]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 223|Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten. Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt.]] &lt;br /&gt;
|{{GL|223}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 224]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 224|Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich-geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|224}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 225]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 225|Drei Perspektiven der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|225}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 226]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 226|Menschenwesen, Menschenschicksal und Welt-Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|226}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 227]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 227|Initiations-Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 228]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 229|Das Miterleben des Jahreslaufes in vier kosmischen Imaginationen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|229}}[[GA 229#Audio|Audio]] [[GA 229#Lesekreis|Lesekreis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 230]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 230|Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|230}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 231]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 231|Der übersinnliche Mensch, anthroposophisch erfaßt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|231}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 232]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 232|Mysteriengestaltungen.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233|Die Weltgeschichte in anthroposophischer Beleuchtung und als Grundlage der Erkenntnis des Menschengeistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|233}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 233a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233a|Mysterienstätten des Mittelalters. Rosenkreuzertum und modernes Einweihungsprinzip. Das Osterfest als ein Stück Mysteriengeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|233a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 234]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 234|Anthroposophie. Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|234}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge}}&#039;&#039;&#039;Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, GA 235 - GA 240&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 235]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 235|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.1]]&lt;br /&gt;
|{{GL|235}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 236]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 236|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.2]]&lt;br /&gt;
|{{GL|236}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 237]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 237|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.3, Die karmischen Zusammenhänge der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|237}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 238]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 238|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.4, Das geistige Leben der Gegenwart im Zusammenhang mit der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|238}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 239]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 239|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.5]]&lt;br /&gt;
|{{GL|239}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 240]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 240|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.6]]&lt;br /&gt;
|{{GL|240}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 243]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 243|Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|243}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 244&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Fragenbeantwortungen und Interviews&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(GA 245)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anweisungen für eine esoterische Schulung (Sonderausgabe)&lt;br /&gt;
|{{GL|245}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft}}&#039;&#039;&#039;Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft, GA 250 - GA 263/1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 250&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft 1902 – 1913.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 251&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1913 – 1922.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 252&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte des Johannesbau-Vereins und des Goetheanum-Vereins 1911 – 1924&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 253&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Probleme des Zusammenlebens in der Anthroposophischen Gesellschaft. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 254]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Zyklus OB]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Die okkulte Bewegung im neunzehnten Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|254}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 255b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921&lt;br /&gt;
|{{GL|255b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 257]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 257|Anthroposophische Gemeinschaftsbildung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|257}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 258]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 258|Die Geschichte und die Bedingungen der anthroposophischen Bewegung im Verhältnis zur Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|258}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 259]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 259|Das Schicksalsjahr 1923 in der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|259}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 260]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 260|Die Weihnachtstagung zur Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|260}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 260a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 260a|Die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Der Wiederaufbau des Goetheanum.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|260a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 261]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 261|Unsere Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|261}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 262]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 262|Rudolf Steiner / Marie Steiner-von Sivers: Briefwechsel und Dokumente 1901–1925]]&lt;br /&gt;
|{{GL|262}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1|Rudolf Steiner / Edith Maryon: Briefwechsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|263a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule}}&#039;&#039;&#039;Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule, GA 264 - GA 270&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 264]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 264|Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914. Briefe, Rundbriefe, Dokumente, Vorträge.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|264}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 265]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 265|Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904 - 1914.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 266/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band I, 1904 - 1909]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 266/3|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band III: 1913 und 1914; 1920 – 1923]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/1]]&lt;br /&gt;
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|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit GA 270/4]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Vierter Band. Wandtafelzeichnungen]&lt;br /&gt;
|{{GL|270i}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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== Vorträge und Kurse zu einzelnen Lebensgebieten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Kunst ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 271|Kunst und Kunsterkenntnis. Grundlagen einer neuen Ästhetik.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 286|Wege zu einem neuen Baustil. &#039;Und der Bau wird Mensch&#039;.]]&lt;br /&gt;
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|GA 287&lt;br /&gt;
|Der Dornacher Bau als Wahrzeichen geschichtlichen Werdens u. künsterischer Umwandlungsimpulse.&lt;br /&gt;
|{{GL|287}} &lt;br /&gt;
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|GA 288&lt;br /&gt;
|Architektur, Plastik und Malerei des ersten Goetheanum.&lt;br /&gt;
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|[[GA 289]]&lt;br /&gt;
|[[GA 289|Der Baugedanke des Goetheanum]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 291a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 291a|Farbenerkenntnis. Ergänzungen zu dem Band «Das Wesen der Farben».]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 292]]&lt;br /&gt;
|[[GA 292|Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse.]] Sonderausgabe mit Bildern in 3 Bänden: {{GL|292a}}, {{GL|292b}}, {{GL|292c}}&lt;br /&gt;
|{{GL|292}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Erziehung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Medizin ===&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Naturwissenschaft ===&lt;br /&gt;
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|[[GA 323|Das Verhältnis der verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebiete zur Astronomie. Dritter naturwissenschaftlicher Kurs: Himmelskunde in Beziehung zum Menschen und zur Menschenkunde.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 327]]&lt;br /&gt;
|[[GA 327|Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Landwirtschaftlicher Kursus.]]&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über das soziale Leben und die Dreigliederung des sozialen Organismus ===&lt;br /&gt;
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|[[GA 328|Die soziale Frage.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 329]]&lt;br /&gt;
|[[GA 329|Die Befreiung des Menschenwesens als Grundlage für eine soziale Neugestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|329}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 330]]&lt;br /&gt;
|[[GA 330|Neugestaltung des sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|330}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 331]]&lt;br /&gt;
|[[GA 331|Betriebsräte und Sozialisierung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|331}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 331a&lt;br /&gt;
|Arbeiterräte im Sinne der Dreigliederung des sozialen Organismus. &lt;br /&gt;
|{{GL|331a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 331b&lt;br /&gt;
|Kulturräte und Sozialisierung. Räteorganisation im Sinne der Dreigliederung des sozialen Organismus.&lt;br /&gt;
|{{GL|331b}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 332a&lt;br /&gt;
|Soziale Zukunft.&lt;br /&gt;
|{{GL|332a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 332b&lt;br /&gt;
|Zu sozialen und wirtschaftlichen Fragen der Gegenwart.&lt;br /&gt;
|{{GL|332b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 333]]&lt;br /&gt;
|[[GA 333|Gedankenfreiheit und soziale Kräfte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|333}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 334]]&lt;br /&gt;
|[[GA 334|Vom Einheitsstaat zum dreigliedrigen sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|334}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 335&lt;br /&gt;
|Die Krisis der Gegenwart und der Weg zu gesundem Denken.&lt;br /&gt;
|{{GL|335}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 336&lt;br /&gt;
|Die großen Fragen der Zeit und die anthroposophische Geist-Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|336}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 337a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 337a|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band I: Frage- und Studienabende des Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus in Stuttgart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|337a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 337b]]&lt;br /&gt;
|[[GA 337b|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band II: Diskussionsabende des Schweizer Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|337b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 338]]&lt;br /&gt;
|[[GA 338|Wie wirkt man für den Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|338}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 339]]&lt;br /&gt;
|[[GA 339|Anthroposophie, soziale Dreigliederung und Redekunst.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|339}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 340]]&lt;br /&gt;
|[[GA 340|Nationalökonomischer Kurs. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band I.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|340}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 341]]&lt;br /&gt;
|[[GA 341|Nationalökonomisches Seminar. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band II.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|341}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 342]]&lt;br /&gt;
|[[GA 342|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I. Anthroposophische Grundlagen für ein erneuertes christlich-religiöses Wirken.]]&lt;br /&gt;
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|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|[[GA 343]]&lt;br /&gt;
|[[GA 343|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Spirituelles Erkennen – Religiöses Empfinden – Kultisches Handeln.]]&lt;br /&gt;
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|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Dokumentarische Ergänzungen&lt;br /&gt;
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|[[GA 344]]&lt;br /&gt;
|[[GA 344|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, III. Vorträge bei der Begründung der Christengemeinschaft.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 345|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, IV. Vom Wesen des wirkenden Wortes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 346]]&lt;br /&gt;
|[[GA 346|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V. Apokalypse und Priesterwirken.]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge für die Arbeiter am Goetheanum ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 347]]&lt;br /&gt;
|[[GA 347|Die Erkenntnis des Menschenwesens nach Leib, Seele und Geist. Über frühe Erdzustände.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 348]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 349]]&lt;br /&gt;
|[[GA 349|Vom Leben des Menschen und der Erde. Über das Wesen des Christentums.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 350]]&lt;br /&gt;
|[[GA 350|Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen. Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|350}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 351]]&lt;br /&gt;
|[[GA 351|Mensch und Welt. Das Wirken des Geistes in der Natur. Über das Wesen der Bienen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|351}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 352]]&lt;br /&gt;
|[[GA 352|Natur und Mensch in geisteswissenschaftlicher Betrachtung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 353]]&lt;br /&gt;
|[[GA 353|Die Geschichte der Menschheit und die Weltanschauungen der Kulturvölker.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|353}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 354]]&lt;br /&gt;
|[[GA 354|Die Schöpfung der Welt und des Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|354}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Hilfmittel und freie Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[a:|anthrowiki.at]] - viele weiterführende Informationen zur Gesamtausgabe und zu [[a:Anthroposophie|anthroposophischen]] Themen.&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/ Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[a:Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de/ Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Hier geht&#039;s zu unserer erweiterten [[Anthrolexus|Suchfunktion]].&lt;br /&gt;
* [https://biographien.kulturimpuls.org/ Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[a:Anthroposoph|Anthroposophen]] -  [http://www.kulturimpuls.org/ Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu/ Rudolf Steiner Online Archiv] - nahezu sämtliche Schriften und Aufsätze und ausgewählte Vorträge Rudolf Steiners in großteils hoher editorischer Qualität mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (&#039;&#039;[[a:Christian_Clement|Christian Clement]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] auf [http://www.anthroweb.info/ anthroweb.info] ([[a:Lorenzo_Ravagli|Lorenzo Ravagli]]).&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Sämtliche Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org/ archive.org].&lt;br /&gt;
* [https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)] mit vielen Texten Steiners zur [[a:Soziale_Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]], Philosophie und Anthroposophie wird vom [http://www.dreigliederung.de/ Institut für soziale Dreigliederung] angeboten (&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[a:Bibliothek:Rudolf_Steiner|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [http://bdn-steiner.ru/modules.php?name=Ga bdn.steiner.ru] - nahezu allen GA-Ausgaben im PDF- und/oder DOC-Format (Deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10729</id>
		<title>Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe</title>
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		<updated>2024-08-04T05:38:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* Veröffentlichungen aus dem Nachlass */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;FVN&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; (fvn-rs.net), hat im Juli 2023 ihren Betrieb eingestellt. Die uns übergebenen Materialien sind hier wieder frei zugänglich. Allfällige Fehler werden nach und nach bereinigt. An einer erweiterten Suchfunktion arbeiten wir, es wird aber noch dauern, bis sie einsatzfähig ist. Um ganz schnell einen gewünschten Band aufzurufen, gib einfach die GA-Nummer oben im Suchfeld ein: z.&amp;amp;nbsp;B. [[GA 3]], [[GA 15]], [[GA 122]], [[GA 217a]], [[GA 270/1]] usw. Beachte bitte, dass bei uns nur ältere Auflagen zu finden sind. Für neuere Ausgaben und Neuerscheinungen empfehlen wir die kostengünstige [https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/ Rudolf Steiner Gesamtausgabe online].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steiner big.jpg|mini|275px|[[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 1|Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften (1884 - 1897)]] &lt;br /&gt;
|{{GL|1}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1a-e&lt;br /&gt;
|Goethes Naturwissenschaftliche Schriften&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1f&lt;br /&gt;
|Editorische Nachworte zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften in der Weimarer Ausgabe (1891–1896)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 2|Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung mit besonderer Rücksicht auf Schiller]] (1886)&lt;br /&gt;
|{{GL|2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 3|Wahrheit und Wissenschaft. Vorspiel zu einer «Philosophie der Freiheit»]] (1892)&lt;br /&gt;
|{{GL|3}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 4|Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung]] (1893)&lt;br /&gt;
|{{PDF|4}}, [[GA 4#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 4a&lt;br /&gt;
|Dokumente zur «Philosophie der Freiheit»&lt;br /&gt;
|{{GL|004a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 5|Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|5}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 6]]&lt;br /&gt;
|[[GA 6|Goethes Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|6}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 7|Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|7}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 8|Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 9|Theosophie]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 10|Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 11|Aus der Akasha-Chronik]]&lt;br /&gt;
|{{GL|11}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 12|GA 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 12|Die Stufen der höheren Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
|{{GL|12}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 13|Die Geheimwissenschaft im Umriß.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|13}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 14|Vier Mysteriendramen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|14}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 15]]&lt;br /&gt;
|[[GA 15|Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 16|Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. In acht Meditationen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|16}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 17|Die Schwelle der geistigen Welt. Aphoristische Ausführungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|17}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 18|Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriss dargestellt]]&lt;br /&gt;
|{{GL|18}}&lt;br /&gt;
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|GA 18a&lt;br /&gt;
|Welt- und Lebensanschauungen im neunzehnten Jahrhundert&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 19&lt;br /&gt;
| Gedanken während der Zeit des Krieges (1915) und weitere Texte zum Weltgeschehen (1917–1921)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 20|Vom Menschenrätsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|20}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 21|Von Seelenrätseln]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 22|Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen «Faust» und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 23|Die Kernpunkte der sozialen Frage]]&lt;br /&gt;
|{{GL|23}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 24|Über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915 - 1921]]&lt;br /&gt;
|{{GL|24}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 25|Drei Schritte der Anthroposophie. Kosmologie, Religion und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|25}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 26|Anthroposophische Leitsätze]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 27|Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|27}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 28|Mein Lebensgang]]&lt;br /&gt;
|{{PDF|28}}, [[GA 28#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesammelte Aufsätze ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 29]]&lt;br /&gt;
|[[GA 29|Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889 – 1900]]&lt;br /&gt;
|{{GL|29}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 30|Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884 - 1901]]&lt;br /&gt;
|{{GL|30}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 31|Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887 bis 1901.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|31}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 32|Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884 - 1902]]&lt;br /&gt;
|{{GL|32}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 33|Biographien und biographische Skizzen 1894 - 1905. Schopenhauer - Jean Paul - Uhland - Wieland.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 34|Luzifer-Gnosis 1903-1908.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 35|Philosophie und Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1904 - 1918.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 36|Der Goetheanumgedanke inmitten der Kulturkrisis der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|36}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 37&lt;br /&gt;
|Das lebendige Wesen der Anthroposophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen aus dem Nachlass ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 38|Briefe, Bd. 1, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1881 - 1890]]&lt;br /&gt;
|{{GL|38}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 39|Briefe, Bd. 2, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 - 1925]]&lt;br /&gt;
|{{GL|39}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 40|Wahrspruchworte]]&lt;br /&gt;
|{{GL|40}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 40a&lt;br /&gt;
|Sprüche, Dichtungen, Mantren. Ergänzungsband&lt;br /&gt;
|{{PDF|40a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 41a&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen aus dem Alten und Neuen Testament&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 41b&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen verschiedener Werke&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 42&lt;br /&gt;
|Bühnenberarbeitungen I: Dramen Edouard Schurés&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 43&lt;br /&gt;
|Bühnenbearbeitungen II: Die Oberuferer Weihnachtspiele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 44&lt;br /&gt;
|Entwürfe, Fragmente und Paralipomena zu den vier Mysteriendramen&lt;br /&gt;
|{{GL|44}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 45]]&lt;br /&gt;
|[[GA 45|Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910]]&lt;br /&gt;
|{{GL|45}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 46&lt;br /&gt;
|Nachgelassene Abhandlungen und Fragmente 1879 – 1924&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Vorträge ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 51]]&lt;br /&gt;
|[[GA 51|Über Philosophie, Geschichte und Literatur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|51}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Berliner öffentlichen Vortragsreihen («Architektenhaus-Vorträge»)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 52]]&lt;br /&gt;
|[[GA 52|Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|52}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 53]]&lt;br /&gt;
|[[GA 53|Ursprung und Ziel des Menschen. Grundbegriffe der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|53}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 54]]&lt;br /&gt;
|[[GA 54|Die Welträtsel und die Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 55|Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 56]]&lt;br /&gt;
|[[GA 56|Die Erkenntnis der Seele und des Geistes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 57|Wo und wie findet man den Geist?]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 58|Pfade der Seelenerlebnisse, Acht öffentliche Vorträge, Berlin 1909 - 1910 (TB 622)]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 59]]&lt;br /&gt;
|[[GA 59|Metamorphosen des Seelenlebens, Sieben öffentliche Vorträge, Berlin 1910 (TB 603)]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 60]]&lt;br /&gt;
|[[GA 60|Antworten der Geisteswissenschaft auf die großen Fragen des Daseins]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 61]]&lt;br /&gt;
|[[GA 61|Menschengeschichte im Lichte der Geistesforschung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 62]]&lt;br /&gt;
|[[GA 62|Ergebnisse der Geistesforschung]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 63]]&lt;br /&gt;
|[[GA 63|Geisteswissenschaft als Lebensgut]]&lt;br /&gt;
|{{GL|63}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 64|Aus schicksaltragender Zeit]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 66|Geist und Stoff, Leben und Tod]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 67|Das Ewige in der Menschenseele]]&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Öffentliche Vorträge außerhalb Berlins und Hochschulkurse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|Über das Wesen des Christentums&lt;br /&gt;
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|Der Mensch als Geist- und Seelenwesen&lt;br /&gt;
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|Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie&lt;br /&gt;
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|Das Verhältnis der Anthroposophie zur Naturwissenschaft. Grundlagen und Methoden&lt;br /&gt;
|{{GL|75}}&lt;br /&gt;
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|GA 76&lt;br /&gt;
|Die befruchtende Wirkung der Anthroposophie auf die Fachwissenschaften &lt;br /&gt;
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|Die Aufgaben der Anthroposophie gegenüber Wissenschaft und Leben &lt;br /&gt;
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|Kunst und Anthroposophie&lt;br /&gt;
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|Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte &lt;br /&gt;
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|Die Wirklichkeit der höheren Welten &lt;br /&gt;
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|Das Wesen der Anthroposophie&lt;br /&gt;
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|Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele&lt;br /&gt;
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|Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart&lt;br /&gt;
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|GA 81&lt;br /&gt;
|Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft. Berliner Hochschulkurs.&lt;br /&gt;
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|Damit der Mensch ganz Mensch werde. &lt;br /&gt;
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|GA 83&lt;br /&gt;
|Westliche und östliche Weltgegensätzlichkeit. Wege zu ihrer Verständigung durch Anthroposophie. &lt;br /&gt;
|{{GL|83}}&lt;br /&gt;
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|GA 84&lt;br /&gt;
|Was wollte das Goetheanum und was soll die Anthroposophie? &lt;br /&gt;
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=== Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|Titel&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|GA 87&lt;br /&gt;
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|Antike Mysterien und Christentum&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 88]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 88|Über die astrale Welt und das Devachan. Hörernotizen von internen Vorträgen, Berlin 1903 - 1904.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 120]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 121]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 122]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 122|Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte. Das Sechstagewerk im 1. Buch Moses.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 123]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 124]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Zyklus 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums.]]&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|[[GA 127|Die Mission der neuen Geistesoffenbarung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|127}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 128]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Zyklus OP]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Eine okkulte Physiologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|128}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 129]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Zyklus 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|129}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 130]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 130|Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|130}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 131]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Zyklus 19]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Von Jesus zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|131}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 132]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Zyklus 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|132}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 133]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Zyklus 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Der irdische und der kosmische Mensch.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|133}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 134]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Zyklus 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|134}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 135]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 135|Wiederverkörperung und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|135}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 136]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Zyklus 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|136}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 137]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Zyklus 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|137}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 138]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Zyklus 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Von der Initiation. Von Ewigkeit und Augenblick. Von Geisteslicht und Lebensdunkel.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|138}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 139]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Zyklus 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Das Markus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|139}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 140]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 140|Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|140}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 141]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Zyklus 37]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verhältnis zu den kosmischen Tatsachen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|141}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 142]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Zyklus 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe]]&lt;br /&gt;
|{{GL|142}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 143]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 143|Erfahrungen des Übersinnlichen. Die Wege der Seele zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|143}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 144]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Zyklus 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|144}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 145]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Zyklus 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|145}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 146]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Zyklus 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|146}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 147]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 147|Die Geheimnisse der Schwelle.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|147}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 148]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Zyklus 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|148}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 149]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Zyklus 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|149}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 150]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 150|Die Welt des Geistes und ihr Hereintragen in das physische Dasein. Das Einwirken der Toten in die Welt der Lebenden.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|150}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 151]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Zyklus 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Der menschliche und der kosmische Gedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|151}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 152]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 152|Vorstufen zum Mysterium von Golgatha.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|152}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 153]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Zyklus 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|153}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 154]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 154|Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|154}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 155]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Zyklus 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Christus und die menschliche Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|155}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 156]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 156|Okkultes Lesen und okkultes Hören.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|156}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Zyklus 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Menschenschicksale und Völkerschicksale.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Zyklus 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Schicksalsbildung und Leben nach dem Tode.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 158]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 158|Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|158}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 159]]&lt;br /&gt;
|[[(GA 159/160)]]&lt;br /&gt;
|[[GA 159|Das Geheimnis des Todes. Wesen und Bedeutung Mitteleuropas und die europäischen Volksgeister.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|159}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 161]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 161|Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|161}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 162]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 162|Kunstfragen und Lebensfragen im Lichte der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|162}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 163&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung. Imaginative Erkenntnis und Vorgänge nach dem Tode.&lt;br /&gt;
|{{GL|163}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 164&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Der Wert des Denkens für eine den Menschen befriedigende Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|164}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 165&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls.&lt;br /&gt;
|{{GL|165}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 166&lt;br /&gt;
|Zyklus 41&lt;br /&gt;
|Notwendigkeit und Freiheit im Weltengeschehen und im menschlichen Handeln. &lt;br /&gt;
|{{GL|166}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 167]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Zyklus 42]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|167}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 168&lt;br /&gt;
|Zyklus 51, 52&lt;br /&gt;
|Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten. &lt;br /&gt;
|{{GL|168}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 169&lt;br /&gt;
|Zyklus 43&lt;br /&gt;
|Weltwesen und Ichheit.&lt;br /&gt;
|{{GL|169}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Kosmische und menschliche Geschichte}}&#039;&#039;&#039;Kosmische und menschliche Geschichte, GA 170 – GA 174b&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 170&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Rätsel des Menschen, Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&lt;br /&gt;
|{{GL|170}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 171&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit, Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
|{{GL|171}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 172&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Karma des Berufes des Menschen in Anknüpfung an Goethes Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|172}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 173&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|173}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Zweiter Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|174}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Mitteleuropa zwischen Ost und West.&lt;br /&gt;
|{{GL|174a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
|{{GL|174b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 175&lt;br /&gt;
|Zyklus 44, 45&lt;br /&gt;
|Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha. Kosmische und menschliche Metamorphose.&lt;br /&gt;
|{{GL|175}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 176]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Zyklus 46, 47]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|176}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Geistige Wesen und ihre Wirkungen}}&#039;&#039;&#039;Geistige Wesen und ihre Wirkungen, GA 177 - GA 180&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 177]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Zyklus B I]], [[GA 177|Zyklus B II]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|177}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 178]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 178|Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|178}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 179]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 179|Geschichtliche Notwendigkeit und Freiheit. Schicksalseinwirkungen aus der Welt der Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|179}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 180]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 180|Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|180}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 181]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Zyklus 48, 49, 50]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Erdensterben und Weltenleben. Anthroposophische Lebensgaben. Bewußtseins-Notwendigkeiten für Gegenwart und Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|181}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 182]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 182|Der Tod als Lebenswandlung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|182}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 183]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 183|Die Wissenschaft vom Werden des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|183}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 184]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 184|Die Polarität von Dauer und Entwickelung im Menschenleben. Die kosmische Vorgeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 185]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 185|Geschichtliche Symptomatologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 185a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Zyklus D]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Entwicklungsgeschichtliche Unterlagen zur Bildung eines sozialen Urteils.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 186]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 186|Die soziale Grundforderung unserer Zeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|186}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 187]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 187|Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|187}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 188]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 188|Der Goetheanismus, ein Umwandlungsimpuls und Auferstehungsgedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|188}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 189]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 189|Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|189}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 190]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 190|Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage, in 3 Bdn., Bd.2, Vergangenheitsimpulse und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|190}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 191]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 191|Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|191}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 192]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Zyklus 58 A und B]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|192}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 193]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 193|Der innere Aspekt des sozialen Rätsels. Luziferische Vergangenheit und ahrimanische Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|193}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 194]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 194|Die Sendung Michaels.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|194}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 195]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 195|Weltsilvester und Neujahrsgedanken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|195}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 196]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 196|Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|196}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 197]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 197|Gegensätze in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|197}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 198]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 198|Heilfaktoren für den sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 199]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 199|Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|199}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 200]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 200|Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|200}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 201]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 201|Entsprechungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos. Der Mensch, eine Hieroglyphe des Weltenalls.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|201}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 202]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 202|Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen. Die Suche nach der neuen Isis, der göttlichen Sophia.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|202}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 203]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 203|Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung durch seinen geistigen Zusammenhang mit dem Erdplaneten und der Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|203}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 204]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 204|Perspektiven der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|204}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist}}&#039;&#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, GA 205 - GA 206&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 205]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 205|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 1. Teil. Der Mensch als leiblich-seelische Wesenheit in seinem Verhältnis zur Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|205}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 206]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 206|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 2. Teil. Der Mensch als geistiges Wesen im historischen Werdegang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|206}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Anthroposophie als Kosmosophie}}&#039;&#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie, GA 207 - GA 208&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 207]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 207|Anthroposophie als Kosmosophie, 1. Teil. Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|207}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 208]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 208|Anthroposophie als Kosmosophie, 2. Teil. Die Gestaltung des Menschen als Ergebnis kosmischer Wirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|208}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 209]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 209|Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse. Das Fest der Erscheinung Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|209}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 210]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 210|Alte und neue Einweihungsmethoden. Drama und Dichtung im Bewußtseins-Umschwung der Neuzeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|210}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 211]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung|Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|211}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 212]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 212|Menschliches Seelenleben und Geistesstreben. Im Zusammenhange mit Welt- und Erdentwicklung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|212}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 213]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 213|Menschenfragen und Weltenantworten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|213}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 214]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 214|Das Geheimnis der Trinität.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|214}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 215]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 215|Die Philosophie, Kosmologie und Religion in der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|215}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 216]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 216|Die Grundimpulse des weltgeschichtlichen Werdens der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|216}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217|Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217a|Die Erkenntnisaufgabe der Jugend.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 218]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 218|Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|218}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 219]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 219|Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|219}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 220&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Lebendiges Naturerkennen. Intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung.&lt;br /&gt;
|{{GL|220}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 221]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 221|Erdenwissen und Himmelserkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|221}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 222]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 222|Die Impulsierung des weltgeschichtlichen Geschehens durch geistige Mächte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|222}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 223]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 223|Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten. Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt.]] &lt;br /&gt;
|{{GL|223}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 224]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 224|Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich-geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|224}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 225]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 225|Drei Perspektiven der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|225}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 226]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 226|Menschenwesen, Menschenschicksal und Welt-Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|226}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 227]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 227|Initiations-Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
|{{GL|227}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 228]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 228|Initiationswissenschaft und Sternenerkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|228}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 229]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 229|Das Miterleben des Jahreslaufes in vier kosmischen Imaginationen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|229}}[[GA 229#Audio|Audio]] [[GA 229#Lesekreis|Lesekreis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 230]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 230|Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|230}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 231]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 231|Der übersinnliche Mensch, anthroposophisch erfaßt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|231}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 232]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 232|Mysteriengestaltungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|232}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 233]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233|Die Weltgeschichte in anthroposophischer Beleuchtung und als Grundlage der Erkenntnis des Menschengeistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|233}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 233a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233a|Mysterienstätten des Mittelalters. Rosenkreuzertum und modernes Einweihungsprinzip. Das Osterfest als ein Stück Mysteriengeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|233a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 234]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 234|Anthroposophie. Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|234}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge}}&#039;&#039;&#039;Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, GA 235 - GA 240&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 235]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 235|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.1]]&lt;br /&gt;
|{{GL|235}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 236]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 236|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.2]]&lt;br /&gt;
|{{GL|236}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 237]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 237|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.3, Die karmischen Zusammenhänge der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|237}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 238]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 238|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.4, Das geistige Leben der Gegenwart im Zusammenhang mit der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|238}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 239]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 239|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.5]]&lt;br /&gt;
|{{GL|239}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 240]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 240|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.6]]&lt;br /&gt;
|{{GL|240}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 243]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 243|Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|243}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 244&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Fragenbeantwortungen und Interviews&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(GA 245)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anweisungen für eine esoterische Schulung (Sonderausgabe)&lt;br /&gt;
|{{GL|245}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft}}&#039;&#039;&#039;Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft, GA 250 - GA 263/1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 250&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft 1902 – 1913.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 251&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1913 – 1922.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 252&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte des Johannesbau-Vereins und des Goetheanum-Vereins 1911 – 1924&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 253&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Probleme des Zusammenlebens in der Anthroposophischen Gesellschaft. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 254]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Zyklus OB]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Die okkulte Bewegung im neunzehnten Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|254}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 255b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921&lt;br /&gt;
|{{GL|255b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 257]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 257|Anthroposophische Gemeinschaftsbildung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|257}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 258]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 258|Die Geschichte und die Bedingungen der anthroposophischen Bewegung im Verhältnis zur Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|258}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 259]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 259|Das Schicksalsjahr 1923 in der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|259}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 260]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 260|Die Weihnachtstagung zur Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|260}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 260a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 260a|Die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Der Wiederaufbau des Goetheanum.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|260a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 261]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 261|Unsere Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|261}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 262]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 262|Rudolf Steiner / Marie Steiner-von Sivers: Briefwechsel und Dokumente 1901–1925]]&lt;br /&gt;
|{{GL|262}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1|Rudolf Steiner / Edith Maryon: Briefwechsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|263a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule}}&#039;&#039;&#039;Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule, GA 264 - GA 270&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 264]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 264|Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914. Briefe, Rundbriefe, Dokumente, Vorträge.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|264}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 265]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 265|Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904 - 1914.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|265}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band I, 1904 - 1909]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/3]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/3|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band III: 1913 und 1914; 1920 – 1923]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266c}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 267]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 267|Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild- Meditationen zur methodischen Entwicklung höherer Erkenntniskräfte. 1904 - 1924.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|267}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 268]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 268|Mantrische Sprüche. Seelenübungen II. 1903 - 1925.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|268}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 269]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 269|Ritualtexte für die Feiern des freien christlichen Religionsunterrichtes. Das Spruchgut für Lehrer und Schüler der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|269}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 270/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/1|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Erster Band. 1. - 9. Stunde]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 270/2]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/2|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Zweiter Band 10. - 19. Stunde]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 270/3]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/3|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Dritter Band. 7 Wiederholungsstunden, 4 Einzelstunden in Prag, Bern und London (2)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270c}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit GA 270/4]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Vierter Band. Wandtafelzeichnungen]&lt;br /&gt;
|{{GL|270i}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge und Kurse zu einzelnen Lebensgebieten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Kunst ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 271]]&lt;br /&gt;
|[[GA 271|Kunst und Kunsterkenntnis. Grundlagen einer neuen Ästhetik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|271}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 272]]&lt;br /&gt;
|[[GA 272|Geisteswissenschaftliche Erläuterungen zu Goethes «Faust», Band I: Faust, der strebende Mensch.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|272}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 273]]&lt;br /&gt;
|[[GA 273|Geisteswissenschaftliche Erläuterungen zu Goethes «Faust», Band II: Das Faust-Problem.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|273}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 274]]&lt;br /&gt;
|[[GA 274|Ansprachen zu den Weihnachtspielen aus altem Volkstum.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|274}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 275]]&lt;br /&gt;
|[[GA 275|Kunst im Lichte der Mysterienweisheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|275}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 276]]&lt;br /&gt;
|[[GA 276|Das Künstlerische in seiner Weltmission.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|276}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 277]]&lt;br /&gt;
|[[GA 277|Eurythmie. Die Offenbarung der sprechenden Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|277}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 277a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 277a|Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|277a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 278]]&lt;br /&gt;
|[[GA 278|Eurythmie als sichtbarer Gesang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|278}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 279]]&lt;br /&gt;
|[[GA 279|Eurythmie als sichtbare Sprache.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|279}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 280]]&lt;br /&gt;
|[[GA 280|Methodik und Wesen der Sprachgestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|280}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 281]]&lt;br /&gt;
|[[GA 281|Die Kunst der Rezitation und Deklamation.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|281}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 282]]&lt;br /&gt;
|[[GA 282|Sprachgestaltung und Dramatische Kunst.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|282}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 283]]&lt;br /&gt;
|[[GA 283|Das Wesen des Musikalischen und das Tonerlebnis im Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|283}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 284]]&lt;br /&gt;
|[[GA 284|Bilder okkulter Siegel und Säulen. Der Münchner Kongress Pfingsten 1907 und seine Auswirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|284}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 286]]&lt;br /&gt;
|[[GA 286|Wege zu einem neuen Baustil. &#039;Und der Bau wird Mensch&#039;.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|286}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 287&lt;br /&gt;
|Der Dornacher Bau als Wahrzeichen geschichtlichen Werdens u. künsterischer Umwandlungsimpulse.&lt;br /&gt;
|{{GL|287}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 288&lt;br /&gt;
|Architektur, Plastik und Malerei des ersten Goetheanum.&lt;br /&gt;
|{{GL|288}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 289]]&lt;br /&gt;
|[[GA 289|Der Baugedanke des Goetheanum]]&lt;br /&gt;
|{{GL|289}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 291]]&lt;br /&gt;
|[[GA 291|Das Wesen der Farben.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|291}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 291a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 291a|Farbenerkenntnis. Ergänzungen zu dem Band «Das Wesen der Farben».]]&lt;br /&gt;
|{{GL|291a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 292]]&lt;br /&gt;
|[[GA 292|Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse.]] Sonderausgabe mit Bildern in 3 Bänden: {{GL|292a}}, {{GL|292b}}, {{GL|292c}}&lt;br /&gt;
|{{GL|292}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Erziehung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 293]]&lt;br /&gt;
|[[GA 293|Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|293}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 294]]&lt;br /&gt;
|[[GA 294|Erziehungskunst. Methodisch-Didaktisches.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|294}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 295]]&lt;br /&gt;
|[[GA 295|Erziehungskunst. Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|295}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 296]]&lt;br /&gt;
|[[GA 296|Die Erziehungsfrage als soziale Frage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|296}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 297]]&lt;br /&gt;
|[[GA 297|Idee und Praxis der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 297a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 297a|Erziehung zum Leben. Selbsterziehung und pädagogische Praxis.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 298]]&lt;br /&gt;
|[[GA 298|Rudolf Steiner in der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 299]]&lt;br /&gt;
|[[GA 299|Geisteswissenschaftliche Sprachbetrachtungen]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 300a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300a|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 1]] &lt;br /&gt;
|{{GL|300a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 300b]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300b|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 2]] &lt;br /&gt;
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|[[GA 300c]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300c|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 3]]&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Medizin ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Naturwissenschaft ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 320]]&lt;br /&gt;
|[[GA 320|Geisteswissenschaftliche Impulse zur Entwickelung der Physik, I. Erster naturwissenschaftlicher Kurs: Licht, Farbe, Ton – Masse, Elektrizität, Magnetismus.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 321]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 323|Das Verhältnis der verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebiete zur Astronomie. Dritter naturwissenschaftlicher Kurs: Himmelskunde in Beziehung zum Menschen und zur Menschenkunde.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|323}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 324|Naturbeobachtung, Mathematik, wissenschaftliches Experiment und Erkenntnisergebnisse vom Gesichtspunkte der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;3&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[GA 327]]&lt;br /&gt;
|[[GA 327|Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Landwirtschaftlicher Kursus.]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Vorträge über das soziale Leben und die Dreigliederung des sozialen Organismus ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|Die großen Fragen der Zeit und die anthroposophische Geist-Erkenntnis.&lt;br /&gt;
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|[[GA 337a|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band I: Frage- und Studienabende des Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus in Stuttgart.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 337b|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band II: Diskussionsabende des Schweizer Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 338|Wie wirkt man für den Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus?]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 340|Nationalökonomischer Kurs. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band I.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 341|Nationalökonomisches Seminar. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band II.]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 342|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I. Anthroposophische Grundlagen für ein erneuertes christlich-religiöses Wirken.]]&lt;br /&gt;
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|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|[[GA 343]]&lt;br /&gt;
|[[GA 343|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Spirituelles Erkennen – Religiöses Empfinden – Kultisches Handeln.]]&lt;br /&gt;
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|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Dokumentarische Ergänzungen&lt;br /&gt;
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|[[GA 344]]&lt;br /&gt;
|[[GA 344|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, III. Vorträge bei der Begründung der Christengemeinschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|344}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 345]]&lt;br /&gt;
|[[GA 345|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, IV. Vom Wesen des wirkenden Wortes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|345}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 346]]&lt;br /&gt;
|[[GA 346|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V. Apokalypse und Priesterwirken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|346}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge für die Arbeiter am Goetheanum ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 347]]&lt;br /&gt;
|[[GA 347|Die Erkenntnis des Menschenwesens nach Leib, Seele und Geist. Über frühe Erdzustände.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|347}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 348]]&lt;br /&gt;
|[[GA 348|Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|348}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 349]]&lt;br /&gt;
|[[GA 349|Vom Leben des Menschen und der Erde. Über das Wesen des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|349}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 350]]&lt;br /&gt;
|[[GA 350|Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen. Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|350}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 351]]&lt;br /&gt;
|[[GA 351|Mensch und Welt. Das Wirken des Geistes in der Natur. Über das Wesen der Bienen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|351}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 352]]&lt;br /&gt;
|[[GA 352|Natur und Mensch in geisteswissenschaftlicher Betrachtung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|352}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 353]]&lt;br /&gt;
|[[GA 353|Die Geschichte der Menschheit und die Weltanschauungen der Kulturvölker.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|353}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 354]]&lt;br /&gt;
|[[GA 354|Die Schöpfung der Welt und des Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|354}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Hilfmittel und freie Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[a:|anthrowiki.at]] - viele weiterführende Informationen zur Gesamtausgabe und zu [[a:Anthroposophie|anthroposophischen]] Themen.&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/ Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[a:Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de/ Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Hier geht&#039;s zu unserer erweiterten [[Anthrolexus|Suchfunktion]].&lt;br /&gt;
* [https://biographien.kulturimpuls.org/ Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[a:Anthroposoph|Anthroposophen]] -  [http://www.kulturimpuls.org/ Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu/ Rudolf Steiner Online Archiv] - nahezu sämtliche Schriften und Aufsätze und ausgewählte Vorträge Rudolf Steiners in großteils hoher editorischer Qualität mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (&#039;&#039;[[a:Christian_Clement|Christian Clement]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] auf [http://www.anthroweb.info/ anthroweb.info] ([[a:Lorenzo_Ravagli|Lorenzo Ravagli]]).&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Sämtliche Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org/ archive.org].&lt;br /&gt;
* [https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)] mit vielen Texten Steiners zur [[a:Soziale_Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]], Philosophie und Anthroposophie wird vom [http://www.dreigliederung.de/ Institut für soziale Dreigliederung] angeboten (&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[a:Bibliothek:Rudolf_Steiner|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [http://bdn-steiner.ru/modules.php?name=Ga bdn.steiner.ru] - nahezu allen GA-Ausgaben im PDF- und/oder DOC-Format (Deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10728</id>
		<title>Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10728"/>
		<updated>2024-08-04T05:37:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* Veröffentlichungen aus dem Nachlass */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;FVN&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; (fvn-rs.net), hat im Juli 2023 ihren Betrieb eingestellt. Die uns übergebenen Materialien sind hier wieder frei zugänglich. Allfällige Fehler werden nach und nach bereinigt. An einer erweiterten Suchfunktion arbeiten wir, es wird aber noch dauern, bis sie einsatzfähig ist. Um ganz schnell einen gewünschten Band aufzurufen, gib einfach die GA-Nummer oben im Suchfeld ein: z.&amp;amp;nbsp;B. [[GA 3]], [[GA 15]], [[GA 122]], [[GA 217a]], [[GA 270/1]] usw. Beachte bitte, dass bei uns nur ältere Auflagen zu finden sind. Für neuere Ausgaben und Neuerscheinungen empfehlen wir die kostengünstige [https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/ Rudolf Steiner Gesamtausgabe online].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steiner big.jpg|mini|275px|[[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;160px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 1|Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften (1884 - 1897)]] &lt;br /&gt;
|{{GL|1}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1a-e&lt;br /&gt;
|Goethes Naturwissenschaftliche Schriften&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1f&lt;br /&gt;
|Editorische Nachworte zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften in der Weimarer Ausgabe (1891–1896)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 2|Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung mit besonderer Rücksicht auf Schiller]] (1886)&lt;br /&gt;
|{{GL|2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 3|Wahrheit und Wissenschaft. Vorspiel zu einer «Philosophie der Freiheit»]] (1892)&lt;br /&gt;
|{{GL|3}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 4|Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung]] (1893)&lt;br /&gt;
|{{PDF|4}}, [[GA 4#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 4a&lt;br /&gt;
|Dokumente zur «Philosophie der Freiheit»&lt;br /&gt;
|{{GL|004a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 5|Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|5}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 6]]&lt;br /&gt;
|[[GA 6|Goethes Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|6}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 7|Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|7}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 8|Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums]]&lt;br /&gt;
|{{GL|8}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 9|Theosophie]]&lt;br /&gt;
|{{GL|9}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 10|Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|10}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 11|Aus der Akasha-Chronik]]&lt;br /&gt;
|{{GL|11}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 12|GA 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 12|Die Stufen der höheren Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
|{{GL|12}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 13|Die Geheimwissenschaft im Umriß.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|13}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 14|Vier Mysteriendramen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|14}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 15]]&lt;br /&gt;
|[[GA 15|Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|15}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 16|Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. In acht Meditationen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|16}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 17|Die Schwelle der geistigen Welt. Aphoristische Ausführungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|17}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 18|Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriss dargestellt]]&lt;br /&gt;
|{{GL|18}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 18a&lt;br /&gt;
|Welt- und Lebensanschauungen im neunzehnten Jahrhundert&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 19&lt;br /&gt;
| Gedanken während der Zeit des Krieges (1915) und weitere Texte zum Weltgeschehen (1917–1921)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 20|Vom Menschenrätsel]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 21|Von Seelenrätseln]]&lt;br /&gt;
|{{GL|21}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 22|Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen «Faust» und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie]]&lt;br /&gt;
|{{GL|22}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 23|Die Kernpunkte der sozialen Frage]]&lt;br /&gt;
|{{GL|23}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 24|Über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915 - 1921]]&lt;br /&gt;
|{{GL|24}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 25|Drei Schritte der Anthroposophie. Kosmologie, Religion und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|25}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 26|Anthroposophische Leitsätze]]&lt;br /&gt;
|{{GL|26}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 27|Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|27}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 28|Mein Lebensgang]]&lt;br /&gt;
|{{PDF|28}}, [[GA 28#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesammelte Aufsätze ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 29]]&lt;br /&gt;
|[[GA 29|Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889 – 1900]]&lt;br /&gt;
|{{GL|29}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 30|Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884 - 1901]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 31|Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887 bis 1901.]]&lt;br /&gt;
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|GA 37&lt;br /&gt;
|Das lebendige Wesen der Anthroposophie.&lt;br /&gt;
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== Veröffentlichungen aus dem Nachlass ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 40|Wahrspruchworte]]&lt;br /&gt;
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|Sprüche, Dichtungen, Mantren. Ergänzungsband&lt;br /&gt;
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|GA 41a&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen aus dem Alten und Neuen Testament&lt;br /&gt;
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|GA 41b&lt;br /&gt;
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|GA 42&lt;br /&gt;
|Bühnenberarbeitungen I: Dramen Edouard Schurés&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|GA 43&lt;br /&gt;
|Bühnenbearbeitungen II: Die Oberuferer Weihnachtspiele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 44&lt;br /&gt;
|Entwürfe, Fragmente und Paralipomena zu den vier Mysteriendramen&lt;br /&gt;
|{{GL|44}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 45]]&lt;br /&gt;
|[[GA 45|Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910]]&lt;br /&gt;
|{{GL|45}}&lt;br /&gt;
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|GA 46&lt;br /&gt;
|Nachgelassene Abhandlungen und Fragmente 1879 – 1924&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge ==&lt;br /&gt;
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=== Öffentliche Vorträge ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 51]]&lt;br /&gt;
|[[GA 51|Über Philosophie, Geschichte und Literatur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|51}}&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Berliner öffentlichen Vortragsreihen («Architektenhaus-Vorträge»)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 52]]&lt;br /&gt;
|[[GA 52|Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 53]]&lt;br /&gt;
|[[GA 53|Ursprung und Ziel des Menschen. Grundbegriffe der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 54|Die Welträtsel und die Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 55]]&lt;br /&gt;
|[[GA 55|Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|55}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 56]]&lt;br /&gt;
|[[GA 56|Die Erkenntnis der Seele und des Geistes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 57|Wo und wie findet man den Geist?]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 58]]&lt;br /&gt;
|[[GA 58|Pfade der Seelenerlebnisse, Acht öffentliche Vorträge, Berlin 1909 - 1910 (TB 622)]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 59]]&lt;br /&gt;
|[[GA 59|Metamorphosen des Seelenlebens, Sieben öffentliche Vorträge, Berlin 1910 (TB 603)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|59}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 60]]&lt;br /&gt;
|[[GA 60|Antworten der Geisteswissenschaft auf die großen Fragen des Daseins]]&lt;br /&gt;
|{{GL|60}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 61]]&lt;br /&gt;
|[[GA 61|Menschengeschichte im Lichte der Geistesforschung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 62]]&lt;br /&gt;
|[[GA 62|Ergebnisse der Geistesforschung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|62}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 63]]&lt;br /&gt;
|[[GA 63|Geisteswissenschaft als Lebensgut]]&lt;br /&gt;
|{{GL|63}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 64]]&lt;br /&gt;
|[[GA 64|Aus schicksaltragender Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|64}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 65]]&lt;br /&gt;
|[[GA 65|Aus dem mitteleuropäischen Geistesleben]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 66]]&lt;br /&gt;
|[[GA 66|Geist und Stoff, Leben und Tod]]&lt;br /&gt;
|{{GL|66}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 67]]&lt;br /&gt;
|[[GA 67|Das Ewige in der Menschenseele]]&lt;br /&gt;
|{{GL|67}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Öffentliche Vorträge außerhalb Berlins und Hochschulkurse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68a&lt;br /&gt;
|Über das Wesen des Christentums&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68b&lt;br /&gt;
|Der Kreislauf des Menschen innerhalb der Sinnes-, Seelen- und Geisteswelt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68c&lt;br /&gt;
|Goethe und die Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68d&lt;br /&gt;
|Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69a&lt;br /&gt;
|Wahrheiten und Irrtümer der Geistesforschung. Geisteswissenschaft und Menschenzukunft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69b&lt;br /&gt;
|Erkenntnis und Unsterblichkeit&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69c&lt;br /&gt;
|Neues Christus-Erleben&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69d&lt;br /&gt;
|Tod und Unsterblichkeit im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69e&lt;br /&gt;
|Geisteswissenschaft und die geistigen Ziele unserer Zeit&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 70a&lt;br /&gt;
|Menschenseele, Schicksal und Tod&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 71b&lt;br /&gt;
|Der Mensch als Geist- und Seelenwesen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 72&lt;br /&gt;
|Freiheit, Unsterblichkeit, Soziales Leben&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 73&lt;br /&gt;
|Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 73a&lt;br /&gt;
|Fachwissenschaften und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 74]]&lt;br /&gt;
|[[GA 74|Die Philosophie des Thomas von Aquino.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|74}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 75&lt;br /&gt;
|Das Verhältnis der Anthroposophie zur Naturwissenschaft. Grundlagen und Methoden&lt;br /&gt;
|{{GL|75}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 76&lt;br /&gt;
|Die befruchtende Wirkung der Anthroposophie auf die Fachwissenschaften &lt;br /&gt;
|{{GL|76}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77a&lt;br /&gt;
|Die Aufgaben der Anthroposophie gegenüber Wissenschaft und Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|77a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77b&lt;br /&gt;
|Kunst und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|77b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 78&lt;br /&gt;
|Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte &lt;br /&gt;
|{{GL|78}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 79&lt;br /&gt;
|Die Wirklichkeit der höheren Welten &lt;br /&gt;
|{{GL|79}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80a&lt;br /&gt;
|Das Wesen der Anthroposophie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80b&lt;br /&gt;
|Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80c&lt;br /&gt;
|Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 81&lt;br /&gt;
|Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft. Berliner Hochschulkurs.&lt;br /&gt;
|{{GL|81}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 82&lt;br /&gt;
|Damit der Mensch ganz Mensch werde. &lt;br /&gt;
|{{GL|82}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 83&lt;br /&gt;
|Westliche und östliche Weltgegensätzlichkeit. Wege zu ihrer Verständigung durch Anthroposophie. &lt;br /&gt;
|{{GL|83}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 84&lt;br /&gt;
|Was wollte das Goetheanum und was soll die Anthroposophie? &lt;br /&gt;
|{{GL|84}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Zyklus-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Antike Mysterien und Christentum&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 88]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 88|Über die astrale Welt und das Devachan. Hörernotizen von internen Vorträgen, Berlin 1903 - 1904.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|88}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 89]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 89|Bewußtsein – Leben – Form]]&lt;br /&gt;
|{{GL|89}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90c&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Theosophie und Okkultismus&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 91&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Kosmologie und menschliche Evolution. Einführung in die Theosophie – Farbenlehre&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 92]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 92|Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|92}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93|Die Tempellegende und die Goldene Legende als symbolischer Ausdruck vergangener und zukünftiger Entwickelungsgeheimnisse des Menschen. Aus den Inhalten der Esoterischen Schule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93a|Grundelemente der Esoterik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 94]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 94|Kosmogonie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|94}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 95]]&lt;br /&gt;
|[[GA 95|Zyklus 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 95|Vor dem Tore der Theosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|95}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 96]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 96|Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft. Christliche Esoterik im Lichte neuer Geist-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|96}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 97]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 97|Das christliche Mysterium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|97}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 98]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 98|Natur- und Geistwesen, ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|98}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 99]]&lt;br /&gt;
|[[GA 99|Zyklus 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 99|Die Theosophie des Rosenkreuzers.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|99}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 100]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 100|Menschheitsentwickelung und Christus-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|100}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 101]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 101|Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|101}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 102]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 102|Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|102}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 103]]&lt;br /&gt;
|[[GA 103|Zyklus 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 103|Das Johannes-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|103}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 104]]&lt;br /&gt;
|[[GA 104|Zyklus 6]]&lt;br /&gt;
|[[GA 104|Die Apokalypse des Johannes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|104}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 104a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 104a|Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
|{{GL|104a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 105]]&lt;br /&gt;
|[[GA 105|Zyklus 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 105|Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|105}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 106]]&lt;br /&gt;
|[[GA 106|Zyklus 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 106|Ägyptische Mythen und Mysterien.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|106}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 107]]&lt;br /&gt;
|[[GA 107|Zyklus A]]&lt;br /&gt;
|[[GA 107|Geisteswissenschaftliche Menschenkunde.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 108]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 108|Die Beantwortung von Welt- und Lebensfragen durch Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|108}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 109]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 109|Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen. Ein Aspekt der geistigen Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|109}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 110]]&lt;br /&gt;
|[[GA 110|Zyklus 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 110|Geistige Hierarchien und ihre Wiederspiegelung in der physischen Welt. Tierkreis, Planeten, Kosmos.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|110}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 111&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Einführung in die Grundlagen der Theosophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 112]]&lt;br /&gt;
|[[GA 112|Zyklus 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 112|Das Johannes-Evangelium im Verhältnis zu den drei anderen Evangelien besonders zu dem Lukas-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|112}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 113]]&lt;br /&gt;
|[[GA 113|Zyklus 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 113|Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|113}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 114]]&lt;br /&gt;
|[[GA 114|Zyklus 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 114|Das Lukas-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|114}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 115]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 115|Anthroposophie, Psychosophie, Pneumatosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|115}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 116]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Zyklus 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Der Christus-Impuls und die Entwicklung des Ich-Bewußtseins.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|116}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 117]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 117|Die tieferen Geheimnisse des Menschheitswerdens im Lichte der Evangelien.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|117}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 118]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 118|Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|118}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 119]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Zyklus 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Makrokosmos und Mikrokosmos.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 120]]&lt;br /&gt;
|[[GA 120|Zyklus 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 120|Die Offenbarungen des Karma.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|120}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 121]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|121}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 122]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 122|Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte. Das Sechstagewerk im 1. Buch Moses.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|122}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 123]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 123|Das Matthäus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|123}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 124]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Zyklus 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|124}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 125]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 125|Wege und Ziele des geistigen Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|125}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 126]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Zyklus 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Okkulte Geschichte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|126}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 127]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 127|Die Mission der neuen Geistesoffenbarung.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 128]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Zyklus OP]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Eine okkulte Physiologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|128}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 129]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Zyklus 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|129}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 130]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 130|Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|130}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 131]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Zyklus 19]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Von Jesus zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|131}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 132]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Zyklus 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|132}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 133]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Zyklus 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Der irdische und der kosmische Mensch.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|133}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 134]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Zyklus 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|134}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 135]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 135|Wiederverkörperung und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|135}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 136]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Zyklus 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|136}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 137]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Zyklus 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|137}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 138]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Zyklus 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Von der Initiation. Von Ewigkeit und Augenblick. Von Geisteslicht und Lebensdunkel.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|138}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 139]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Zyklus 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Das Markus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|139}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 140]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 140|Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|140}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 141]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Zyklus 37]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verhältnis zu den kosmischen Tatsachen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|141}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 142]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Zyklus 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe]]&lt;br /&gt;
|{{GL|142}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 143]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 143|Erfahrungen des Übersinnlichen. Die Wege der Seele zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|143}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 144]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Zyklus 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|144}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 145]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Zyklus 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|145}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 146]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Zyklus 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|146}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 147]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 147|Die Geheimnisse der Schwelle.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|147}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 148]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Zyklus 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|148}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 149]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Zyklus 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|149}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 150]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 150|Die Welt des Geistes und ihr Hereintragen in das physische Dasein. Das Einwirken der Toten in die Welt der Lebenden.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|150}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 151]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Zyklus 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Der menschliche und der kosmische Gedanke.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 152]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 152|Vorstufen zum Mysterium von Golgatha.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|152}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 153]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Zyklus 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|153}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 154]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 154|Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|154}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 155]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Zyklus 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Christus und die menschliche Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|155}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 156]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 156|Okkultes Lesen und okkultes Hören.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|156}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Zyklus 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Menschenschicksale und Völkerschicksale.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Zyklus 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Schicksalsbildung und Leben nach dem Tode.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 158]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 158|Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|158}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 159]]&lt;br /&gt;
|[[(GA 159/160)]]&lt;br /&gt;
|[[GA 159|Das Geheimnis des Todes. Wesen und Bedeutung Mitteleuropas und die europäischen Volksgeister.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|159}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 161]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 161|Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|161}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 162]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 162|Kunstfragen und Lebensfragen im Lichte der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|162}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 163&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung. Imaginative Erkenntnis und Vorgänge nach dem Tode.&lt;br /&gt;
|{{GL|163}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 164&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Der Wert des Denkens für eine den Menschen befriedigende Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|164}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 165&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls.&lt;br /&gt;
|{{GL|165}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 166&lt;br /&gt;
|Zyklus 41&lt;br /&gt;
|Notwendigkeit und Freiheit im Weltengeschehen und im menschlichen Handeln. &lt;br /&gt;
|{{GL|166}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 167]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Zyklus 42]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|167}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 168&lt;br /&gt;
|Zyklus 51, 52&lt;br /&gt;
|Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten. &lt;br /&gt;
|{{GL|168}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 169&lt;br /&gt;
|Zyklus 43&lt;br /&gt;
|Weltwesen und Ichheit.&lt;br /&gt;
|{{GL|169}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Kosmische und menschliche Geschichte}}&#039;&#039;&#039;Kosmische und menschliche Geschichte, GA 170 – GA 174b&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 170&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Rätsel des Menschen, Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&lt;br /&gt;
|{{GL|170}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 171&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit, Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
|{{GL|171}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 172&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Karma des Berufes des Menschen in Anknüpfung an Goethes Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|172}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 173&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|173}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Zweiter Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|174}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Mitteleuropa zwischen Ost und West.&lt;br /&gt;
|{{GL|174a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
|{{GL|174b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 175&lt;br /&gt;
|Zyklus 44, 45&lt;br /&gt;
|Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha. Kosmische und menschliche Metamorphose.&lt;br /&gt;
|{{GL|175}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 176]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Zyklus 46, 47]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|176}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Geistige Wesen und ihre Wirkungen}}&#039;&#039;&#039;Geistige Wesen und ihre Wirkungen, GA 177 - GA 180&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 177]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Zyklus B I]], [[GA 177|Zyklus B II]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|177}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 178]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 178|Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|178}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 179]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 179|Geschichtliche Notwendigkeit und Freiheit. Schicksalseinwirkungen aus der Welt der Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|179}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 180]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 180|Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|180}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 181]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Zyklus 48, 49, 50]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Erdensterben und Weltenleben. Anthroposophische Lebensgaben. Bewußtseins-Notwendigkeiten für Gegenwart und Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|181}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 182]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 182|Der Tod als Lebenswandlung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|182}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 183]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 183|Die Wissenschaft vom Werden des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|183}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 184]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 184|Die Polarität von Dauer und Entwickelung im Menschenleben. Die kosmische Vorgeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|184}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 185]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 185|Geschichtliche Symptomatologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Zyklus D]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Entwicklungsgeschichtliche Unterlagen zur Bildung eines sozialen Urteils.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 186]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 186|Die soziale Grundforderung unserer Zeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|186}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 187]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 187|Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|187}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 188]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 188|Der Goetheanismus, ein Umwandlungsimpuls und Auferstehungsgedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|188}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 189]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 189|Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|189}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 190]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 190|Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage, in 3 Bdn., Bd.2, Vergangenheitsimpulse und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|190}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 191]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 191|Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|191}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 192]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Zyklus 58 A und B]]&lt;br /&gt;
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|{{GL|192}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 193]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 193|Der innere Aspekt des sozialen Rätsels. Luziferische Vergangenheit und ahrimanische Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|193}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 194]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 194|Die Sendung Michaels.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|194}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 195]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 195|Weltsilvester und Neujahrsgedanken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|195}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 196]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 196|Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|196}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 197]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 197|Gegensätze in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|197}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 198]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 198|Heilfaktoren für den sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|198}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 199]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 199|Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|199}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 200]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 200|Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|200}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 201]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 201|Entsprechungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos. Der Mensch, eine Hieroglyphe des Weltenalls.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|201}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 202]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 202|Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen. Die Suche nach der neuen Isis, der göttlichen Sophia.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|202}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 203]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 203|Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung durch seinen geistigen Zusammenhang mit dem Erdplaneten und der Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 204]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 204|Perspektiven der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|204}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist}}&#039;&#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, GA 205 - GA 206&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 205]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 205|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 1. Teil. Der Mensch als leiblich-seelische Wesenheit in seinem Verhältnis zur Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|205}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 206]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 206|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 2. Teil. Der Mensch als geistiges Wesen im historischen Werdegang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|206}}&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Anthroposophie als Kosmosophie}}&#039;&#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie, GA 207 - GA 208&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 207]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 207|Anthroposophie als Kosmosophie, 1. Teil. Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|207}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 208]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 208|Anthroposophie als Kosmosophie, 2. Teil. Die Gestaltung des Menschen als Ergebnis kosmischer Wirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|208}} &lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 209]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 209|Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse. Das Fest der Erscheinung Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|209}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 210]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 210|Alte und neue Einweihungsmethoden. Drama und Dichtung im Bewußtseins-Umschwung der Neuzeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|210}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 211]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung|Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|211}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 212]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 212|Menschliches Seelenleben und Geistesstreben. Im Zusammenhange mit Welt- und Erdentwicklung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|212}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 213]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 213|Menschenfragen und Weltenantworten.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 214]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 214|Das Geheimnis der Trinität.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|214}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 215]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 215|Die Philosophie, Kosmologie und Religion in der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|215}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 216]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217|Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217a]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217a|Die Erkenntnisaufgabe der Jugend.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 218]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 218|Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|218}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 219]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 219|Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|219}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 220&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Lebendiges Naturerkennen. Intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung.&lt;br /&gt;
|{{GL|220}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 221]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 221|Erdenwissen und Himmelserkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|221}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 222]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 222|Die Impulsierung des weltgeschichtlichen Geschehens durch geistige Mächte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|222}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 223]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 223|Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten. Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt.]] &lt;br /&gt;
|{{GL|223}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 224]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 224|Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich-geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|224}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 225]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 225|Drei Perspektiven der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|225}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 226]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 226|Menschenwesen, Menschenschicksal und Welt-Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|226}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 227]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 227|Initiations-Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
|{{GL|227}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 228]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 228|Initiationswissenschaft und Sternenerkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|228}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 229]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 229|Das Miterleben des Jahreslaufes in vier kosmischen Imaginationen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|229}}[[GA 229#Audio|Audio]] [[GA 229#Lesekreis|Lesekreis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 230]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 230|Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|230}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 231]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 231|Der übersinnliche Mensch, anthroposophisch erfaßt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|231}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 232]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 232|Mysteriengestaltungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|232}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 233]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233|Die Weltgeschichte in anthroposophischer Beleuchtung und als Grundlage der Erkenntnis des Menschengeistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|233}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 233a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233a|Mysterienstätten des Mittelalters. Rosenkreuzertum und modernes Einweihungsprinzip. Das Osterfest als ein Stück Mysteriengeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|233a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 234]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 234|Anthroposophie. Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|234}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge}}&#039;&#039;&#039;Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, GA 235 - GA 240&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 235]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 235|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.1]]&lt;br /&gt;
|{{GL|235}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 236]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 236|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.2]]&lt;br /&gt;
|{{GL|236}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 237]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 237|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.3, Die karmischen Zusammenhänge der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|237}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 238]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 238|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.4, Das geistige Leben der Gegenwart im Zusammenhang mit der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|238}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 239]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 239|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.5]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 240|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.6]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 243|Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|243}} &lt;br /&gt;
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|GA 244&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(GA 245)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anweisungen für eine esoterische Schulung (Sonderausgabe)&lt;br /&gt;
|{{GL|245}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft}}&#039;&#039;&#039;Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft, GA 250 - GA 263/1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 250&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft 1902 – 1913.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 251&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1913 – 1922.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 252&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte des Johannesbau-Vereins und des Goetheanum-Vereins 1911 – 1924&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 253&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Probleme des Zusammenlebens in der Anthroposophischen Gesellschaft. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 254]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Zyklus OB]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Die okkulte Bewegung im neunzehnten Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|254}}&lt;br /&gt;
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|GA 255b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921&lt;br /&gt;
|{{GL|255b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 257]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 258|Die Geschichte und die Bedingungen der anthroposophischen Bewegung im Verhältnis zur Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/1]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/1|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Erster Band. 1. - 9. Stunde]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/3|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Dritter Band. 7 Wiederholungsstunden, 4 Einzelstunden in Prag, Bern und London (2)]]&lt;br /&gt;
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|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit GA 270/4]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Vierter Band. Wandtafelzeichnungen]&lt;br /&gt;
|{{GL|270i}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge und Kurse zu einzelnen Lebensgebieten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Kunst ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 292]]&lt;br /&gt;
|[[GA 292|Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse.]] Sonderausgabe mit Bildern in 3 Bänden: {{GL|292a}}, {{GL|292b}}, {{GL|292c}}&lt;br /&gt;
|{{GL|292}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Erziehung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Medizin ===&lt;br /&gt;
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|[[GA 317]]&lt;br /&gt;
|[[GA 317|Heilpädagogischer Kurs.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|317}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 318]]&lt;br /&gt;
|[[GA 318|Das Zusammenwirken von Ärzten und Seelsorgern.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|318}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 319]]&lt;br /&gt;
|[[GA 319|Anthroposophische Menschenerkenntnis und Medizin.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|319}} &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Naturwissenschaft ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 320]]&lt;br /&gt;
|[[GA 320|Geisteswissenschaftliche Impulse zur Entwickelung der Physik, I. Erster naturwissenschaftlicher Kurs: Licht, Farbe, Ton – Masse, Elektrizität, Magnetismus.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 321]]&lt;br /&gt;
|[[GA 321|Geisteswissenschaftliche Impulse  zur Entwickelung der Physik, II. Zweiter naturwissenschaftlicher Kurs:  Die Wärme auf der Grenze positiver und negativer Materialität.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 322]]&lt;br /&gt;
|[[GA 322|Grenzen der Naturerkenntnis.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 323|Das Verhältnis der verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebiete zur Astronomie. Dritter naturwissenschaftlicher Kurs: Himmelskunde in Beziehung zum Menschen und zur Menschenkunde.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 324]]&lt;br /&gt;
|[[GA 324|Naturbeobachtung, Mathematik, wissenschaftliches Experiment und Erkenntnisergebnisse vom Gesichtspunkte der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 324a]]&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;3&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über das soziale Leben und die Dreigliederung des sozialen Organismus ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 337a|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band I: Frage- und Studienabende des Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus in Stuttgart.]]&lt;br /&gt;
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=== Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 346|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V. Apokalypse und Priesterwirken.]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Vorträge für die Arbeiter am Goetheanum ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 347|Die Erkenntnis des Menschenwesens nach Leib, Seele und Geist. Über frühe Erdzustände.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 350|Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen. Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|350}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 351]]&lt;br /&gt;
|[[GA 351|Mensch und Welt. Das Wirken des Geistes in der Natur. Über das Wesen der Bienen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|351}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 352]]&lt;br /&gt;
|[[GA 352|Natur und Mensch in geisteswissenschaftlicher Betrachtung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 353|Die Geschichte der Menschheit und die Weltanschauungen der Kulturvölker.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|353}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 354]]&lt;br /&gt;
|[[GA 354|Die Schöpfung der Welt und des Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|354}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Hilfmittel und freie Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[a:|anthrowiki.at]] - viele weiterführende Informationen zur Gesamtausgabe und zu [[a:Anthroposophie|anthroposophischen]] Themen.&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/ Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[a:Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de/ Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Hier geht&#039;s zu unserer erweiterten [[Anthrolexus|Suchfunktion]].&lt;br /&gt;
* [https://biographien.kulturimpuls.org/ Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[a:Anthroposoph|Anthroposophen]] -  [http://www.kulturimpuls.org/ Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu/ Rudolf Steiner Online Archiv] - nahezu sämtliche Schriften und Aufsätze und ausgewählte Vorträge Rudolf Steiners in großteils hoher editorischer Qualität mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (&#039;&#039;[[a:Christian_Clement|Christian Clement]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] auf [http://www.anthroweb.info/ anthroweb.info] ([[a:Lorenzo_Ravagli|Lorenzo Ravagli]]).&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Sämtliche Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org/ archive.org].&lt;br /&gt;
* [https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)] mit vielen Texten Steiners zur [[a:Soziale_Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]], Philosophie und Anthroposophie wird vom [http://www.dreigliederung.de/ Institut für soziale Dreigliederung] angeboten (&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[a:Bibliothek:Rudolf_Steiner|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [http://bdn-steiner.ru/modules.php?name=Ga bdn.steiner.ru] - nahezu allen GA-Ausgaben im PDF- und/oder DOC-Format (Deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10727</id>
		<title>Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10727"/>
		<updated>2024-08-04T05:36:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* Veröffentlichungen aus dem Nachlass */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;FVN&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; (fvn-rs.net), hat im Juli 2023 ihren Betrieb eingestellt. Die uns übergebenen Materialien sind hier wieder frei zugänglich. Allfällige Fehler werden nach und nach bereinigt. An einer erweiterten Suchfunktion arbeiten wir, es wird aber noch dauern, bis sie einsatzfähig ist. Um ganz schnell einen gewünschten Band aufzurufen, gib einfach die GA-Nummer oben im Suchfeld ein: z.&amp;amp;nbsp;B. [[GA 3]], [[GA 15]], [[GA 122]], [[GA 217a]], [[GA 270/1]] usw. Beachte bitte, dass bei uns nur ältere Auflagen zu finden sind. Für neuere Ausgaben und Neuerscheinungen empfehlen wir die kostengünstige [https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/ Rudolf Steiner Gesamtausgabe online].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steiner big.jpg|mini|275px|[[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;160px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 1|Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften (1884 - 1897)]] &lt;br /&gt;
|{{GL|1}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1a-e&lt;br /&gt;
|Goethes Naturwissenschaftliche Schriften&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1f&lt;br /&gt;
|Editorische Nachworte zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften in der Weimarer Ausgabe (1891–1896)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 2|Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung mit besonderer Rücksicht auf Schiller]] (1886)&lt;br /&gt;
|{{GL|2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 3|Wahrheit und Wissenschaft. Vorspiel zu einer «Philosophie der Freiheit»]] (1892)&lt;br /&gt;
|{{GL|3}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 4|Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung]] (1893)&lt;br /&gt;
|{{PDF|4}}, [[GA 4#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 4a&lt;br /&gt;
|Dokumente zur «Philosophie der Freiheit»&lt;br /&gt;
|{{GL|004a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 5|Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|5}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 6]]&lt;br /&gt;
|[[GA 6|Goethes Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|6}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 7|Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|7}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 8|Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 9|Theosophie]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 10|Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|10}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 11|Aus der Akasha-Chronik]]&lt;br /&gt;
|{{GL|11}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 12|GA 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 12|Die Stufen der höheren Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
|{{GL|12}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 13|Die Geheimwissenschaft im Umriß.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|13}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 14|Vier Mysteriendramen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|14}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 15]]&lt;br /&gt;
|[[GA 15|Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|15}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 16|Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. In acht Meditationen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|16}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 17|Die Schwelle der geistigen Welt. Aphoristische Ausführungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|17}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 18|Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriss dargestellt]]&lt;br /&gt;
|{{GL|18}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 18a&lt;br /&gt;
|Welt- und Lebensanschauungen im neunzehnten Jahrhundert&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 19&lt;br /&gt;
| Gedanken während der Zeit des Krieges (1915) und weitere Texte zum Weltgeschehen (1917–1921)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 20|Vom Menschenrätsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|20}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 21|Von Seelenrätseln]]&lt;br /&gt;
|{{GL|21}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 22|Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen «Faust» und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie]]&lt;br /&gt;
|{{GL|22}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 23|Die Kernpunkte der sozialen Frage]]&lt;br /&gt;
|{{GL|23}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 24|Über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915 - 1921]]&lt;br /&gt;
|{{GL|24}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 25|Drei Schritte der Anthroposophie. Kosmologie, Religion und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|25}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 26|Anthroposophische Leitsätze]]&lt;br /&gt;
|{{GL|26}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 27|Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|27}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 28|Mein Lebensgang]]&lt;br /&gt;
|{{PDF|28}}, [[GA 28#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesammelte Aufsätze ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 29]]&lt;br /&gt;
|[[GA 29|Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889 – 1900]]&lt;br /&gt;
|{{GL|29}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 30|Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884 - 1901]]&lt;br /&gt;
|{{GL|30}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 31|Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887 bis 1901.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 32|Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884 - 1902]]&lt;br /&gt;
|{{GL|32}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 33|Biographien und biographische Skizzen 1894 - 1905. Schopenhauer - Jean Paul - Uhland - Wieland.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 34|Luzifer-Gnosis 1903-1908.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 35|Philosophie und Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1904 - 1918.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 36|Der Goetheanumgedanke inmitten der Kulturkrisis der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|36}}&lt;br /&gt;
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|GA 37&lt;br /&gt;
|Das lebendige Wesen der Anthroposophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen aus dem Nachlass ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 38|Briefe, Bd. 1, |-1881 - 1890]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 39|Briefe, Bd. 2, |-1890 - 1925]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 40|Wahrspruchworte]]&lt;br /&gt;
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|Sprüche, Dichtungen, Mantren. Ergänzungsband&lt;br /&gt;
|{{PDF|40a}}&lt;br /&gt;
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|GA 41a&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen aus dem Alten und Neuen Testament&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|GA 41b&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen verschiedener Werke&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|GA 42&lt;br /&gt;
|Bühnenberarbeitungen I: Dramen Edouard Schurés&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 43&lt;br /&gt;
|Bühnenbearbeitungen II: Die Oberuferer Weihnachtspiele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 44&lt;br /&gt;
|Entwürfe, Fragmente und Paralipomena zu den vier Mysteriendramen&lt;br /&gt;
|{{GL|44}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 45]]&lt;br /&gt;
|[[GA 45|Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910]]&lt;br /&gt;
|{{GL|45}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 46&lt;br /&gt;
|Nachgelassene Abhandlungen und Fragmente 1879 – 1924&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Vorträge ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 51]]&lt;br /&gt;
|[[GA 51|Über Philosophie, Geschichte und Literatur.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Berliner öffentlichen Vortragsreihen («Architektenhaus-Vorträge»)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 52]]&lt;br /&gt;
|[[GA 52|Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 53]]&lt;br /&gt;
|[[GA 53|Ursprung und Ziel des Menschen. Grundbegriffe der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 54|Die Welträtsel und die Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 55]]&lt;br /&gt;
|[[GA 55|Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 56]]&lt;br /&gt;
|[[GA 56|Die Erkenntnis der Seele und des Geistes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 57|Wo und wie findet man den Geist?]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 58]]&lt;br /&gt;
|[[GA 58|Pfade der Seelenerlebnisse, Acht öffentliche Vorträge, Berlin 1909 - 1910 (TB 622)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|58}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 59]]&lt;br /&gt;
|[[GA 59|Metamorphosen des Seelenlebens, Sieben öffentliche Vorträge, Berlin 1910 (TB 603)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|59}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 60]]&lt;br /&gt;
|[[GA 60|Antworten der Geisteswissenschaft auf die großen Fragen des Daseins]]&lt;br /&gt;
|{{GL|60}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 61]]&lt;br /&gt;
|[[GA 61|Menschengeschichte im Lichte der Geistesforschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|61}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 62]]&lt;br /&gt;
|[[GA 62|Ergebnisse der Geistesforschung]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 63]]&lt;br /&gt;
|[[GA 63|Geisteswissenschaft als Lebensgut]]&lt;br /&gt;
|{{GL|63}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 64]]&lt;br /&gt;
|[[GA 64|Aus schicksaltragender Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|64}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 65]]&lt;br /&gt;
|[[GA 65|Aus dem mitteleuropäischen Geistesleben]]&lt;br /&gt;
|{{GL|65}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 66]]&lt;br /&gt;
|[[GA 66|Geist und Stoff, Leben und Tod]]&lt;br /&gt;
|{{GL|66}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 67]]&lt;br /&gt;
|[[GA 67|Das Ewige in der Menschenseele]]&lt;br /&gt;
|{{GL|67}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Öffentliche Vorträge außerhalb Berlins und Hochschulkurse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68a&lt;br /&gt;
|Über das Wesen des Christentums&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68b&lt;br /&gt;
|Der Kreislauf des Menschen innerhalb der Sinnes-, Seelen- und Geisteswelt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68c&lt;br /&gt;
|Goethe und die Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68d&lt;br /&gt;
|Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69a&lt;br /&gt;
|Wahrheiten und Irrtümer der Geistesforschung. Geisteswissenschaft und Menschenzukunft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|Tod und Unsterblichkeit im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 69e&lt;br /&gt;
|Geisteswissenschaft und die geistigen Ziele unserer Zeit&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 70a&lt;br /&gt;
|Menschenseele, Schicksal und Tod&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 71b&lt;br /&gt;
|Der Mensch als Geist- und Seelenwesen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 72&lt;br /&gt;
|Freiheit, Unsterblichkeit, Soziales Leben&lt;br /&gt;
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|GA 73&lt;br /&gt;
|Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie&lt;br /&gt;
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|Fachwissenschaften und Anthroposophie&lt;br /&gt;
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|[[GA 74]]&lt;br /&gt;
|[[GA 74|Die Philosophie des Thomas von Aquino.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|74}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 75&lt;br /&gt;
|Das Verhältnis der Anthroposophie zur Naturwissenschaft. Grundlagen und Methoden&lt;br /&gt;
|{{GL|75}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 76&lt;br /&gt;
|Die befruchtende Wirkung der Anthroposophie auf die Fachwissenschaften &lt;br /&gt;
|{{GL|76}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77a&lt;br /&gt;
|Die Aufgaben der Anthroposophie gegenüber Wissenschaft und Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|77a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77b&lt;br /&gt;
|Kunst und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|77b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 78&lt;br /&gt;
|Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte &lt;br /&gt;
|{{GL|78}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 79&lt;br /&gt;
|Die Wirklichkeit der höheren Welten &lt;br /&gt;
|{{GL|79}}&lt;br /&gt;
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|GA 80a&lt;br /&gt;
|Das Wesen der Anthroposophie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80b&lt;br /&gt;
|Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 80c&lt;br /&gt;
|Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 81&lt;br /&gt;
|Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft. Berliner Hochschulkurs.&lt;br /&gt;
|{{GL|81}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 82&lt;br /&gt;
|Damit der Mensch ganz Mensch werde. &lt;br /&gt;
|{{GL|82}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 83&lt;br /&gt;
|Westliche und östliche Weltgegensätzlichkeit. Wege zu ihrer Verständigung durch Anthroposophie. &lt;br /&gt;
|{{GL|83}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 84&lt;br /&gt;
|Was wollte das Goetheanum und was soll die Anthroposophie? &lt;br /&gt;
|{{GL|84}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Zyklus-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Antike Mysterien und Christentum&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 88]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 88|Über die astrale Welt und das Devachan. Hörernotizen von internen Vorträgen, Berlin 1903 - 1904.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|88}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 89]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 89|Bewußtsein – Leben – Form]]&lt;br /&gt;
|{{GL|89}}&lt;br /&gt;
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|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I&lt;br /&gt;
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|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|Theosophie und Okkultismus&lt;br /&gt;
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|Kosmologie und menschliche Evolution. Einführung in die Theosophie – Farbenlehre&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 92]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 92|Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen.]]&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|[[GA 93|Die Tempellegende und die Goldene Legende als symbolischer Ausdruck vergangener und zukünftiger Entwickelungsgeheimnisse des Menschen. Aus den Inhalten der Esoterischen Schule.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93a|Grundelemente der Esoterik.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 94|Kosmogonie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 95|Zyklus 1]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 96|Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft. Christliche Esoterik im Lichte neuer Geist-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 97]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 98]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 99]]&lt;br /&gt;
|[[GA 99|Zyklus 2]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 101]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 104a]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 105]]&lt;br /&gt;
|[[GA 105|Zyklus 4]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 106]]&lt;br /&gt;
|[[GA 106|Zyklus 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 106|Ägyptische Mythen und Mysterien.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 107]]&lt;br /&gt;
|[[GA 107|Zyklus A]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 108]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 108|Die Beantwortung von Welt- und Lebensfragen durch Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 109]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 109|Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen. Ein Aspekt der geistigen Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 110]]&lt;br /&gt;
|[[GA 110|Zyklus 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 110|Geistige Hierarchien und ihre Wiederspiegelung in der physischen Welt. Tierkreis, Planeten, Kosmos.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|110}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 111&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Einführung in die Grundlagen der Theosophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 112]]&lt;br /&gt;
|[[GA 112|Zyklus 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 112|Das Johannes-Evangelium im Verhältnis zu den drei anderen Evangelien besonders zu dem Lukas-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|112}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 113]]&lt;br /&gt;
|[[GA 113|Zyklus 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 113|Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|113}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 114]]&lt;br /&gt;
|[[GA 114|Zyklus 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 114|Das Lukas-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|114}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 115]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 115|Anthroposophie, Psychosophie, Pneumatosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|115}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 116]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Zyklus 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Der Christus-Impuls und die Entwicklung des Ich-Bewußtseins.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|116}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 117]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 117|Die tieferen Geheimnisse des Menschheitswerdens im Lichte der Evangelien.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|117}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 118]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 118|Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|118}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 119]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Zyklus 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Makrokosmos und Mikrokosmos.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|119}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 120]]&lt;br /&gt;
|[[GA 120|Zyklus 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 120|Die Offenbarungen des Karma.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|120}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 121]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|121}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 122]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 122|Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte. Das Sechstagewerk im 1. Buch Moses.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|122}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 123]]&lt;br /&gt;
|[[GA 123|Zyklus 15]]&lt;br /&gt;
|[[GA 123|Das Matthäus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|123}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 124]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Zyklus 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|124}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 125]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 125|Wege und Ziele des geistigen Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|125}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 126]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Zyklus 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Okkulte Geschichte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|126}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 127]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 127|Die Mission der neuen Geistesoffenbarung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|127}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 128]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Zyklus OP]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Eine okkulte Physiologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|128}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 129]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Zyklus 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|129}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 130]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 130|Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|130}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 131]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Zyklus 19]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Von Jesus zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|131}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 132]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Zyklus 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|132}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 133]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Zyklus 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Der irdische und der kosmische Mensch.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|133}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 134]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Zyklus 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|134}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 135]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 135|Wiederverkörperung und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|135}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 136]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Zyklus 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|136}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 137]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Zyklus 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|137}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 138]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Zyklus 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Von der Initiation. Von Ewigkeit und Augenblick. Von Geisteslicht und Lebensdunkel.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|138}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 139]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Zyklus 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Das Markus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|139}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 140]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 140|Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|140}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 141]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Zyklus 37]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verhältnis zu den kosmischen Tatsachen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|141}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 142]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Zyklus 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe]]&lt;br /&gt;
|{{GL|142}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 143]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 143|Erfahrungen des Übersinnlichen. Die Wege der Seele zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|143}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 144]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Zyklus 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|144}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 145]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Zyklus 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|145}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 146]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Zyklus 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|146}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 147]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 147|Die Geheimnisse der Schwelle.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|147}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 148]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Zyklus 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|148}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 149]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Zyklus 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|149}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 150]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 150|Die Welt des Geistes und ihr Hereintragen in das physische Dasein. Das Einwirken der Toten in die Welt der Lebenden.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|150}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 151]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Zyklus 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Der menschliche und der kosmische Gedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|151}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 152]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 152|Vorstufen zum Mysterium von Golgatha.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|152}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 153]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Zyklus 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|153}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 154]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 154|Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|154}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 155]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Zyklus 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Christus und die menschliche Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|155}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 156]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 156|Okkultes Lesen und okkultes Hören.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|156}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Zyklus 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Menschenschicksale und Völkerschicksale.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Zyklus 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Schicksalsbildung und Leben nach dem Tode.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 158]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 158|Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|158}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 159]]&lt;br /&gt;
|[[(GA 159/160)]]&lt;br /&gt;
|[[GA 159|Das Geheimnis des Todes. Wesen und Bedeutung Mitteleuropas und die europäischen Volksgeister.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|159}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 161]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 161|Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|161}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 162]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 162|Kunstfragen und Lebensfragen im Lichte der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|162}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 163&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung. Imaginative Erkenntnis und Vorgänge nach dem Tode.&lt;br /&gt;
|{{GL|163}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 164&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Der Wert des Denkens für eine den Menschen befriedigende Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|164}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 165&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls.&lt;br /&gt;
|{{GL|165}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 166&lt;br /&gt;
|Zyklus 41&lt;br /&gt;
|Notwendigkeit und Freiheit im Weltengeschehen und im menschlichen Handeln. &lt;br /&gt;
|{{GL|166}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 167]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Zyklus 42]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|167}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 168&lt;br /&gt;
|Zyklus 51, 52&lt;br /&gt;
|Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten. &lt;br /&gt;
|{{GL|168}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 169&lt;br /&gt;
|Zyklus 43&lt;br /&gt;
|Weltwesen und Ichheit.&lt;br /&gt;
|{{GL|169}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Kosmische und menschliche Geschichte}}&#039;&#039;&#039;Kosmische und menschliche Geschichte, GA 170 – GA 174b&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 170&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Rätsel des Menschen, Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&lt;br /&gt;
|{{GL|170}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 171&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit, Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
|{{GL|171}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 172&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Karma des Berufes des Menschen in Anknüpfung an Goethes Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|172}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 173&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|173}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Zweiter Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|174}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Mitteleuropa zwischen Ost und West.&lt;br /&gt;
|{{GL|174a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
|{{GL|174b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 175&lt;br /&gt;
|Zyklus 44, 45&lt;br /&gt;
|Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha. Kosmische und menschliche Metamorphose.&lt;br /&gt;
|{{GL|175}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 176]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Zyklus 46, 47]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|176}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Geistige Wesen und ihre Wirkungen}}&#039;&#039;&#039;Geistige Wesen und ihre Wirkungen, GA 177 - GA 180&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 177]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Zyklus B I]], [[GA 177|Zyklus B II]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|177}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 178]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 178|Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|178}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 179]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 179|Geschichtliche Notwendigkeit und Freiheit. Schicksalseinwirkungen aus der Welt der Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|179}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 180]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 180|Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|180}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 181]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Zyklus 48, 49, 50]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Erdensterben und Weltenleben. Anthroposophische Lebensgaben. Bewußtseins-Notwendigkeiten für Gegenwart und Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|181}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 182]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 182|Der Tod als Lebenswandlung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|182}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 183]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 183|Die Wissenschaft vom Werden des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|183}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 184]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 184|Die Polarität von Dauer und Entwickelung im Menschenleben. Die kosmische Vorgeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|184}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 185|Geschichtliche Symptomatologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Zyklus D]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Entwicklungsgeschichtliche Unterlagen zur Bildung eines sozialen Urteils.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 186]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 186|Die soziale Grundforderung unserer Zeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|186}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 187]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 187|Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|187}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 188]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 188|Der Goetheanismus, ein Umwandlungsimpuls und Auferstehungsgedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|188}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 189]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 189|Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|189}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 190]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 190|Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage, in 3 Bdn., Bd.2, Vergangenheitsimpulse und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|190}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 191]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 191|Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|191}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 192]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Zyklus 58 A und B]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|192}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 193]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 193|Der innere Aspekt des sozialen Rätsels. Luziferische Vergangenheit und ahrimanische Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|193}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 194]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 194|Die Sendung Michaels.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|194}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 195]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 195|Weltsilvester und Neujahrsgedanken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|195}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 196]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 196|Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|196}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 197]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 197|Gegensätze in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|197}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 198]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 198|Heilfaktoren für den sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|198}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 199]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 199|Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|199}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 200]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 200|Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|200}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 201]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 201|Entsprechungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos. Der Mensch, eine Hieroglyphe des Weltenalls.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|201}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 202]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 202|Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen. Die Suche nach der neuen Isis, der göttlichen Sophia.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|202}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 203]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 203|Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung durch seinen geistigen Zusammenhang mit dem Erdplaneten und der Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|203}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 204]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 204|Perspektiven der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|204}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist}}&#039;&#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, GA 205 - GA 206&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 205]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 205|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 1. Teil. Der Mensch als leiblich-seelische Wesenheit in seinem Verhältnis zur Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|205}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 206]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 206|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 2. Teil. Der Mensch als geistiges Wesen im historischen Werdegang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|206}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Anthroposophie als Kosmosophie}}&#039;&#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie, GA 207 - GA 208&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 207]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 207|Anthroposophie als Kosmosophie, 1. Teil. Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|207}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 208]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 208|Anthroposophie als Kosmosophie, 2. Teil. Die Gestaltung des Menschen als Ergebnis kosmischer Wirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|208}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 209]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 209|Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse. Das Fest der Erscheinung Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|209}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 210]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 210|Alte und neue Einweihungsmethoden. Drama und Dichtung im Bewußtseins-Umschwung der Neuzeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|210}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 211]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung|Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|211}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 212]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 212|Menschliches Seelenleben und Geistesstreben. Im Zusammenhange mit Welt- und Erdentwicklung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|212}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 213]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 213|Menschenfragen und Weltenantworten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|213}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 214]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 214|Das Geheimnis der Trinität.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|214}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 215]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 215|Die Philosophie, Kosmologie und Religion in der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|215}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 216]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 216|Die Grundimpulse des weltgeschichtlichen Werdens der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|216}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217|Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217a|Die Erkenntnisaufgabe der Jugend.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 218]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 218|Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|218}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 219]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 219|Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|219}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 220&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Lebendiges Naturerkennen. Intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung.&lt;br /&gt;
|{{GL|220}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 221]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 221|Erdenwissen und Himmelserkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|221}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 222]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 222|Die Impulsierung des weltgeschichtlichen Geschehens durch geistige Mächte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|222}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 223]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 223|Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten. Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt.]] &lt;br /&gt;
|{{GL|223}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 224]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 224|Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich-geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|224}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 225]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 225|Drei Perspektiven der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|225}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 226]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 226|Menschenwesen, Menschenschicksal und Welt-Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|226}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 227]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 227|Initiations-Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 228]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 228|Initiationswissenschaft und Sternenerkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|228}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 229]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 229|Das Miterleben des Jahreslaufes in vier kosmischen Imaginationen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|229}}[[GA 229#Audio|Audio]] [[GA 229#Lesekreis|Lesekreis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 230]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 230|Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|230}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 231]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 231|Der übersinnliche Mensch, anthroposophisch erfaßt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|231}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 232]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 232|Mysteriengestaltungen.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233a|Mysterienstätten des Mittelalters. Rosenkreuzertum und modernes Einweihungsprinzip. Das Osterfest als ein Stück Mysteriengeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|233a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 234]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 234|Anthroposophie. Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren.]]&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge}}&#039;&#039;&#039;Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, GA 235 - GA 240&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 235]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 235|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.1]]&lt;br /&gt;
|{{GL|235}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 236|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.2]]&lt;br /&gt;
|{{GL|236}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 237]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 237|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.3, Die karmischen Zusammenhänge der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|237}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 238]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 238|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.4, Das geistige Leben der Gegenwart im Zusammenhang mit der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|238}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 239]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 239|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.5]]&lt;br /&gt;
|{{GL|239}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 240]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 240|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.6]]&lt;br /&gt;
|{{GL|240}}&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
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|[[GA 243]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 243|Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|243}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 244&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Fragenbeantwortungen und Interviews&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(GA 245)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anweisungen für eine esoterische Schulung (Sonderausgabe)&lt;br /&gt;
|{{GL|245}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft}}&#039;&#039;&#039;Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft, GA 250 - GA 263/1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 250&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft 1902 – 1913.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 251&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1913 – 1922.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 252&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte des Johannesbau-Vereins und des Goetheanum-Vereins 1911 – 1924&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 253&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Probleme des Zusammenlebens in der Anthroposophischen Gesellschaft. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 254]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Zyklus OB]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Die okkulte Bewegung im neunzehnten Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|254}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 255b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921&lt;br /&gt;
|{{GL|255b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 257]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 257|Anthroposophische Gemeinschaftsbildung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|257}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 258]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 258|Die Geschichte und die Bedingungen der anthroposophischen Bewegung im Verhältnis zur Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|258}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 259]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 259|Das Schicksalsjahr 1923 in der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|259}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 260]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 260|Die Weihnachtstagung zur Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|260}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 260a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 260a|Die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Der Wiederaufbau des Goetheanum.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|260a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 261]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 261|Unsere Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|261}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 262]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 262|Rudolf Steiner / Marie Steiner-von Sivers: Briefwechsel und Dokumente 1901–1925]]&lt;br /&gt;
|{{GL|262}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1|Rudolf Steiner / Edith Maryon: Briefwechsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|263a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule}}&#039;&#039;&#039;Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule, GA 264 - GA 270&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 264]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 264|Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914. Briefe, Rundbriefe, Dokumente, Vorträge.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|264}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 265]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 265|Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904 - 1914.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|265}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band I, 1904 - 1909]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/3]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/3|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band III: 1913 und 1914; 1920 – 1923]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266c}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 267]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 267|Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild- Meditationen zur methodischen Entwicklung höherer Erkenntniskräfte. 1904 - 1924.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|267}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 268]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 268|Mantrische Sprüche. Seelenübungen II. 1903 - 1925.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|268}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 269]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 269|Ritualtexte für die Feiern des freien christlichen Religionsunterrichtes. Das Spruchgut für Lehrer und Schüler der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|269}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 270/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/1|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Erster Band. 1. - 9. Stunde]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 270/2]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/2|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Zweiter Band 10. - 19. Stunde]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 270/3]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/3|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Dritter Band. 7 Wiederholungsstunden, 4 Einzelstunden in Prag, Bern und London (2)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270c}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit GA 270/4]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Vierter Band. Wandtafelzeichnungen]&lt;br /&gt;
|{{GL|270i}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge und Kurse zu einzelnen Lebensgebieten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Kunst ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 271]]&lt;br /&gt;
|[[GA 271|Kunst und Kunsterkenntnis. Grundlagen einer neuen Ästhetik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|271}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 272]]&lt;br /&gt;
|[[GA 272|Geisteswissenschaftliche Erläuterungen zu Goethes «Faust», Band I: Faust, der strebende Mensch.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|272}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 273]]&lt;br /&gt;
|[[GA 273|Geisteswissenschaftliche Erläuterungen zu Goethes «Faust», Band II: Das Faust-Problem.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|273}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 274]]&lt;br /&gt;
|[[GA 274|Ansprachen zu den Weihnachtspielen aus altem Volkstum.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|274}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 275]]&lt;br /&gt;
|[[GA 275|Kunst im Lichte der Mysterienweisheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|275}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 276]]&lt;br /&gt;
|[[GA 276|Das Künstlerische in seiner Weltmission.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|276}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 277]]&lt;br /&gt;
|[[GA 277|Eurythmie. Die Offenbarung der sprechenden Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|277}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 277a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 277a|Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|277a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 278]]&lt;br /&gt;
|[[GA 278|Eurythmie als sichtbarer Gesang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|278}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 279]]&lt;br /&gt;
|[[GA 279|Eurythmie als sichtbare Sprache.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 280]]&lt;br /&gt;
|[[GA 280|Methodik und Wesen der Sprachgestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|280}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 281]]&lt;br /&gt;
|[[GA 281|Die Kunst der Rezitation und Deklamation.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 282]]&lt;br /&gt;
|[[GA 282|Sprachgestaltung und Dramatische Kunst.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 283]]&lt;br /&gt;
|[[GA 283|Das Wesen des Musikalischen und das Tonerlebnis im Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|283}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 284]]&lt;br /&gt;
|[[GA 284|Bilder okkulter Siegel und Säulen. Der Münchner Kongress Pfingsten 1907 und seine Auswirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|284}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 286]]&lt;br /&gt;
|[[GA 286|Wege zu einem neuen Baustil. &#039;Und der Bau wird Mensch&#039;.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|286}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 287&lt;br /&gt;
|Der Dornacher Bau als Wahrzeichen geschichtlichen Werdens u. künsterischer Umwandlungsimpulse.&lt;br /&gt;
|{{GL|287}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 288&lt;br /&gt;
|Architektur, Plastik und Malerei des ersten Goetheanum.&lt;br /&gt;
|{{GL|288}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 289]]&lt;br /&gt;
|[[GA 289|Der Baugedanke des Goetheanum]]&lt;br /&gt;
|{{GL|289}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 291]]&lt;br /&gt;
|[[GA 291|Das Wesen der Farben.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|291}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 291a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 291a|Farbenerkenntnis. Ergänzungen zu dem Band «Das Wesen der Farben».]]&lt;br /&gt;
|{{GL|291a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 292]]&lt;br /&gt;
|[[GA 292|Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse.]] Sonderausgabe mit Bildern in 3 Bänden: {{GL|292a}}, {{GL|292b}}, {{GL|292c}}&lt;br /&gt;
|{{GL|292}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Erziehung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 293]]&lt;br /&gt;
|[[GA 293|Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|293}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 294]]&lt;br /&gt;
|[[GA 294|Erziehungskunst. Methodisch-Didaktisches.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|294}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 295]]&lt;br /&gt;
|[[GA 295|Erziehungskunst. Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|295}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 296]]&lt;br /&gt;
|[[GA 296|Die Erziehungsfrage als soziale Frage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|296}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 297]]&lt;br /&gt;
|[[GA 297|Idee und Praxis der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 297a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 297a|Erziehung zum Leben. Selbsterziehung und pädagogische Praxis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|297a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 298]]&lt;br /&gt;
|[[GA 298|Rudolf Steiner in der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 299]]&lt;br /&gt;
|[[GA 299|Geisteswissenschaftliche Sprachbetrachtungen]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 300a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300a|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 1]] &lt;br /&gt;
|{{GL|300a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 300b]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300b|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 2]] &lt;br /&gt;
|{{GL|300b}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 300c]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300c|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 3]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 301]]&lt;br /&gt;
|[[GA 301|Die Erneuerung der pädagogisch-didaktischen Kunst durch Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Medizin ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Naturwissenschaft ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 320]]&lt;br /&gt;
|[[GA 320|Geisteswissenschaftliche Impulse zur Entwickelung der Physik, I. Erster naturwissenschaftlicher Kurs: Licht, Farbe, Ton – Masse, Elektrizität, Magnetismus.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 321]]&lt;br /&gt;
|[[GA 321|Geisteswissenschaftliche Impulse  zur Entwickelung der Physik, II. Zweiter naturwissenschaftlicher Kurs:  Die Wärme auf der Grenze positiver und negativer Materialität.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 322]]&lt;br /&gt;
|[[GA 322|Grenzen der Naturerkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|322}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 323]]&lt;br /&gt;
|[[GA 323|Das Verhältnis der verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebiete zur Astronomie. Dritter naturwissenschaftlicher Kurs: Himmelskunde in Beziehung zum Menschen und zur Menschenkunde.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|323}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 324]]&lt;br /&gt;
|[[GA 324|Naturbeobachtung, Mathematik, wissenschaftliches Experiment und Erkenntnisergebnisse vom Gesichtspunkte der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|324}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 324a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 324a|Die vierte Dimension. Mathematik und Wirklichkeit.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 325]]&lt;br /&gt;
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|{{GL|325}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 326|Der Entstehungsmoment der Naturwissenschaft in der Weltgeschichte und ihre seitherige Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|326}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 327]]&lt;br /&gt;
|[[GA 327|Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Landwirtschaftlicher Kursus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|327}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über das soziale Leben und die Dreigliederung des sozialen Organismus ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 328]]&lt;br /&gt;
|[[GA 328|Die soziale Frage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|328}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 329]]&lt;br /&gt;
|[[GA 329|Die Befreiung des Menschenwesens als Grundlage für eine soziale Neugestaltung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 330]]&lt;br /&gt;
|[[GA 330|Neugestaltung des sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 331]]&lt;br /&gt;
|[[GA 331|Betriebsräte und Sozialisierung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|331}}&lt;br /&gt;
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|Arbeiterräte im Sinne der Dreigliederung des sozialen Organismus. &lt;br /&gt;
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|Kulturräte und Sozialisierung. Räteorganisation im Sinne der Dreigliederung des sozialen Organismus.&lt;br /&gt;
|{{GL|331b}} &lt;br /&gt;
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|GA 332a&lt;br /&gt;
|Soziale Zukunft.&lt;br /&gt;
|{{GL|332a}}&lt;br /&gt;
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|GA 332b&lt;br /&gt;
|Zu sozialen und wirtschaftlichen Fragen der Gegenwart.&lt;br /&gt;
|{{GL|332b}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 333]]&lt;br /&gt;
|[[GA 333|Gedankenfreiheit und soziale Kräfte.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 334]]&lt;br /&gt;
|[[GA 334|Vom Einheitsstaat zum dreigliedrigen sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|334}}&lt;br /&gt;
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|GA 335&lt;br /&gt;
|Die Krisis der Gegenwart und der Weg zu gesundem Denken.&lt;br /&gt;
|{{GL|335}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 336&lt;br /&gt;
|Die großen Fragen der Zeit und die anthroposophische Geist-Erkenntnis.&lt;br /&gt;
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|[[GA 337a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 337a|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band I: Frage- und Studienabende des Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus in Stuttgart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|337a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 337b]]&lt;br /&gt;
|[[GA 337b|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band II: Diskussionsabende des Schweizer Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|337b}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 338]]&lt;br /&gt;
|[[GA 338|Wie wirkt man für den Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|338}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 339]]&lt;br /&gt;
|[[GA 339|Anthroposophie, soziale Dreigliederung und Redekunst.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|339}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 340]]&lt;br /&gt;
|[[GA 340|Nationalökonomischer Kurs. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band I.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|340}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 341]]&lt;br /&gt;
|[[GA 341|Nationalökonomisches Seminar. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band II.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|341}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 342]]&lt;br /&gt;
|[[GA 342|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I. Anthroposophische Grundlagen für ein erneuertes christlich-religiöses Wirken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|342}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|[[GA 343]]&lt;br /&gt;
|[[GA 343|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Spirituelles Erkennen – Religiöses Empfinden – Kultisches Handeln.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|343}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Dokumentarische Ergänzungen&lt;br /&gt;
|{{PDF|343a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 344]]&lt;br /&gt;
|[[GA 344|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, III. Vorträge bei der Begründung der Christengemeinschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|344}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 345]]&lt;br /&gt;
|[[GA 345|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, IV. Vom Wesen des wirkenden Wortes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|345}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 346]]&lt;br /&gt;
|[[GA 346|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V. Apokalypse und Priesterwirken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|346}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge für die Arbeiter am Goetheanum ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 347]]&lt;br /&gt;
|[[GA 347|Die Erkenntnis des Menschenwesens nach Leib, Seele und Geist. Über frühe Erdzustände.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|347}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 348]]&lt;br /&gt;
|[[GA 348|Über Gesundheit und Krankheit. Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Sinneslehre.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|348}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 349]]&lt;br /&gt;
|[[GA 349|Vom Leben des Menschen und der Erde. Über das Wesen des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|349}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 350]]&lt;br /&gt;
|[[GA 350|Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen. Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|350}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 351]]&lt;br /&gt;
|[[GA 351|Mensch und Welt. Das Wirken des Geistes in der Natur. Über das Wesen der Bienen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|351}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 352]]&lt;br /&gt;
|[[GA 352|Natur und Mensch in geisteswissenschaftlicher Betrachtung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|352}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 353|Die Geschichte der Menschheit und die Weltanschauungen der Kulturvölker.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 354]]&lt;br /&gt;
|[[GA 354|Die Schöpfung der Welt und des Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|354}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Hilfmittel und freie Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[a:|anthrowiki.at]] - viele weiterführende Informationen zur Gesamtausgabe und zu [[a:Anthroposophie|anthroposophischen]] Themen.&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/ Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[a:Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de/ Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Hier geht&#039;s zu unserer erweiterten [[Anthrolexus|Suchfunktion]].&lt;br /&gt;
* [https://biographien.kulturimpuls.org/ Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[a:Anthroposoph|Anthroposophen]] -  [http://www.kulturimpuls.org/ Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu/ Rudolf Steiner Online Archiv] - nahezu sämtliche Schriften und Aufsätze und ausgewählte Vorträge Rudolf Steiners in großteils hoher editorischer Qualität mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (&#039;&#039;[[a:Christian_Clement|Christian Clement]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] auf [http://www.anthroweb.info/ anthroweb.info] ([[a:Lorenzo_Ravagli|Lorenzo Ravagli]]).&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Sämtliche Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org/ archive.org].&lt;br /&gt;
* [https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)] mit vielen Texten Steiners zur [[a:Soziale_Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]], Philosophie und Anthroposophie wird vom [http://www.dreigliederung.de/ Institut für soziale Dreigliederung] angeboten (&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[a:Bibliothek:Rudolf_Steiner|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [http://bdn-steiner.ru/modules.php?name=Ga bdn.steiner.ru] - nahezu allen GA-Ausgaben im PDF- und/oder DOC-Format (Deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10726</id>
		<title>Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10726"/>
		<updated>2024-08-04T05:35:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* Veröffentlichungen aus dem Nachlass */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;FVN&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; (fvn-rs.net), hat im Juli 2023 ihren Betrieb eingestellt. Die uns übergebenen Materialien sind hier wieder frei zugänglich. Allfällige Fehler werden nach und nach bereinigt. An einer erweiterten Suchfunktion arbeiten wir, es wird aber noch dauern, bis sie einsatzfähig ist. Um ganz schnell einen gewünschten Band aufzurufen, gib einfach die GA-Nummer oben im Suchfeld ein: z.&amp;amp;nbsp;B. [[GA 3]], [[GA 15]], [[GA 122]], [[GA 217a]], [[GA 270/1]] usw. Beachte bitte, dass bei uns nur ältere Auflagen zu finden sind. Für neuere Ausgaben und Neuerscheinungen empfehlen wir die kostengünstige [https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/ Rudolf Steiner Gesamtausgabe online].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steiner big.jpg|mini|275px|[[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;160px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 1|Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften (1884 - 1897)]] &lt;br /&gt;
|{{GL|1}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1a-e&lt;br /&gt;
|Goethes Naturwissenschaftliche Schriften&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1f&lt;br /&gt;
|Editorische Nachworte zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften in der Weimarer Ausgabe (1891–1896)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 2|Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung mit besonderer Rücksicht auf Schiller]] (1886)&lt;br /&gt;
|{{GL|2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 3|Wahrheit und Wissenschaft. Vorspiel zu einer «Philosophie der Freiheit»]] (1892)&lt;br /&gt;
|{{GL|3}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 4|Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung]] (1893)&lt;br /&gt;
|{{PDF|4}}, [[GA 4#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 4a&lt;br /&gt;
|Dokumente zur «Philosophie der Freiheit»&lt;br /&gt;
|{{GL|004a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 5|Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|5}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 6]]&lt;br /&gt;
|[[GA 6|Goethes Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 7|Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|7}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 8|Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 9|Theosophie]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 10|Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 11|Aus der Akasha-Chronik]]&lt;br /&gt;
|{{GL|11}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 12|GA 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 12|Die Stufen der höheren Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
|{{GL|12}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 13|Die Geheimwissenschaft im Umriß.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 14|Vier Mysteriendramen]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 15|Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 16|Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. In acht Meditationen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|16}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 17|Die Schwelle der geistigen Welt. Aphoristische Ausführungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|17}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 18|Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriss dargestellt]]&lt;br /&gt;
|{{GL|18}}&lt;br /&gt;
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|GA 18a&lt;br /&gt;
|Welt- und Lebensanschauungen im neunzehnten Jahrhundert&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 19&lt;br /&gt;
| Gedanken während der Zeit des Krieges (1915) und weitere Texte zum Weltgeschehen (1917–1921)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|[[GA 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 20|Vom Menschenrätsel]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 22|Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen «Faust» und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 23|Die Kernpunkte der sozialen Frage]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 24|Über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915 - 1921]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 25|Drei Schritte der Anthroposophie. Kosmologie, Religion und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 27|Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 28]]&lt;br /&gt;
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|{{PDF|28}}, [[GA 28#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesammelte Aufsätze ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|{{GL|29}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 30|Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884 - 1901]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 31|Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887 bis 1901.]]&lt;br /&gt;
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|GA 37&lt;br /&gt;
|Das lebendige Wesen der Anthroposophie.&lt;br /&gt;
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== Veröffentlichungen aus dem Nachlass ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 40|Wahrspruchworte]]&lt;br /&gt;
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|Übersetzungen und freie Übertragungen verschiedener Werke&lt;br /&gt;
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|GA 42&lt;br /&gt;
|Bühnenberarbeitungen I: Dramen Edouard Schurés&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|GA 43&lt;br /&gt;
|Bühnenbearbeitungen II: Die Oberuferer Weihnachtspiele&lt;br /&gt;
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|GA 44&lt;br /&gt;
|Entwürfe, Fragmente und Paralipomena zu den vier Mysteriendramen&lt;br /&gt;
|{{GL|44}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 45]]&lt;br /&gt;
|[[GA 45|Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910]]&lt;br /&gt;
|{{GL|45}}&lt;br /&gt;
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|GA 46&lt;br /&gt;
|Nachgelassene Abhandlungen und Fragmente 1879 – 1924&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Vorträge ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 51]]&lt;br /&gt;
|[[GA 51|Über Philosophie, Geschichte und Literatur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|51}}&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Berliner öffentlichen Vortragsreihen («Architektenhaus-Vorträge»)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 52]]&lt;br /&gt;
|[[GA 52|Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|52}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 53]]&lt;br /&gt;
|[[GA 53|Ursprung und Ziel des Menschen. Grundbegriffe der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|53}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 54]]&lt;br /&gt;
|[[GA 54|Die Welträtsel und die Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 55]]&lt;br /&gt;
|[[GA 55|Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 56]]&lt;br /&gt;
|[[GA 56|Die Erkenntnis der Seele und des Geistes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 57]]&lt;br /&gt;
|[[GA 57|Wo und wie findet man den Geist?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|57}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 58]]&lt;br /&gt;
|[[GA 58|Pfade der Seelenerlebnisse, Acht öffentliche Vorträge, Berlin 1909 - 1910 (TB 622)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|58}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 59]]&lt;br /&gt;
|[[GA 59|Metamorphosen des Seelenlebens, Sieben öffentliche Vorträge, Berlin 1910 (TB 603)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|59}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 60]]&lt;br /&gt;
|[[GA 60|Antworten der Geisteswissenschaft auf die großen Fragen des Daseins]]&lt;br /&gt;
|{{GL|60}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 61]]&lt;br /&gt;
|[[GA 61|Menschengeschichte im Lichte der Geistesforschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|61}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 62]]&lt;br /&gt;
|[[GA 62|Ergebnisse der Geistesforschung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|62}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 63]]&lt;br /&gt;
|[[GA 63|Geisteswissenschaft als Lebensgut]]&lt;br /&gt;
|{{GL|63}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 64]]&lt;br /&gt;
|[[GA 64|Aus schicksaltragender Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|64}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 65]]&lt;br /&gt;
|[[GA 65|Aus dem mitteleuropäischen Geistesleben]]&lt;br /&gt;
|{{GL|65}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 66]]&lt;br /&gt;
|[[GA 66|Geist und Stoff, Leben und Tod]]&lt;br /&gt;
|{{GL|66}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 67]]&lt;br /&gt;
|[[GA 67|Das Ewige in der Menschenseele]]&lt;br /&gt;
|{{GL|67}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Öffentliche Vorträge außerhalb Berlins und Hochschulkurse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68a&lt;br /&gt;
|Über das Wesen des Christentums&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68b&lt;br /&gt;
|Der Kreislauf des Menschen innerhalb der Sinnes-, Seelen- und Geisteswelt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68c&lt;br /&gt;
|Goethe und die Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68d&lt;br /&gt;
|Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69a&lt;br /&gt;
|Wahrheiten und Irrtümer der Geistesforschung. Geisteswissenschaft und Menschenzukunft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69b&lt;br /&gt;
|Erkenntnis und Unsterblichkeit&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69c&lt;br /&gt;
|Neues Christus-Erleben&lt;br /&gt;
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|GA 69d&lt;br /&gt;
|Tod und Unsterblichkeit im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69e&lt;br /&gt;
|Geisteswissenschaft und die geistigen Ziele unserer Zeit&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 70a&lt;br /&gt;
|Menschenseele, Schicksal und Tod&lt;br /&gt;
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|Der Mensch als Geist- und Seelenwesen&lt;br /&gt;
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|GA 72&lt;br /&gt;
|Freiheit, Unsterblichkeit, Soziales Leben&lt;br /&gt;
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|GA 73&lt;br /&gt;
|Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73}}&lt;br /&gt;
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|Fachwissenschaften und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 74]]&lt;br /&gt;
|[[GA 74|Die Philosophie des Thomas von Aquino.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|74}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 75&lt;br /&gt;
|Das Verhältnis der Anthroposophie zur Naturwissenschaft. Grundlagen und Methoden&lt;br /&gt;
|{{GL|75}}&lt;br /&gt;
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|GA 76&lt;br /&gt;
|Die befruchtende Wirkung der Anthroposophie auf die Fachwissenschaften &lt;br /&gt;
|{{GL|76}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77a&lt;br /&gt;
|Die Aufgaben der Anthroposophie gegenüber Wissenschaft und Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|77a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77b&lt;br /&gt;
|Kunst und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|77b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 78&lt;br /&gt;
|Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte &lt;br /&gt;
|{{GL|78}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 79&lt;br /&gt;
|Die Wirklichkeit der höheren Welten &lt;br /&gt;
|{{GL|79}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80a&lt;br /&gt;
|Das Wesen der Anthroposophie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80b&lt;br /&gt;
|Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80c&lt;br /&gt;
|Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 81&lt;br /&gt;
|Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft. Berliner Hochschulkurs.&lt;br /&gt;
|{{GL|81}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 82&lt;br /&gt;
|Damit der Mensch ganz Mensch werde. &lt;br /&gt;
|{{GL|82}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 83&lt;br /&gt;
|Westliche und östliche Weltgegensätzlichkeit. Wege zu ihrer Verständigung durch Anthroposophie. &lt;br /&gt;
|{{GL|83}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 84&lt;br /&gt;
|Was wollte das Goetheanum und was soll die Anthroposophie? &lt;br /&gt;
|{{GL|84}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Zyklus-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Antike Mysterien und Christentum&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 88]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 88|Über die astrale Welt und das Devachan. Hörernotizen von internen Vorträgen, Berlin 1903 - 1904.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|88}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 89]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 89|Bewußtsein – Leben – Form]]&lt;br /&gt;
|{{GL|89}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90c&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Theosophie und Okkultismus&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 91&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Kosmologie und menschliche Evolution. Einführung in die Theosophie – Farbenlehre&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 92]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 92|Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|92}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93|Die Tempellegende und die Goldene Legende als symbolischer Ausdruck vergangener und zukünftiger Entwickelungsgeheimnisse des Menschen. Aus den Inhalten der Esoterischen Schule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93a|Grundelemente der Esoterik.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 96|Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft. Christliche Esoterik im Lichte neuer Geist-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 97]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 99]]&lt;br /&gt;
|[[GA 99|Zyklus 2]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 100]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 101]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 101|Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|101}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 103]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 104a]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 104a|Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 105]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 108]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 109|Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen. Ein Aspekt der geistigen Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 110]]&lt;br /&gt;
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|Einführung in die Grundlagen der Theosophie.&lt;br /&gt;
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|[[GA 113]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 134]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Zyklus 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|134}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 135]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 135|Wiederverkörperung und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|135}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 136]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Zyklus 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|136}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 137]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Zyklus 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|137}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 138]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Zyklus 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Von der Initiation. Von Ewigkeit und Augenblick. Von Geisteslicht und Lebensdunkel.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|138}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 139]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Zyklus 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Das Markus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|139}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 140]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 140|Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|140}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 141]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Zyklus 37]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verhältnis zu den kosmischen Tatsachen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|141}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 142]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Zyklus 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe]]&lt;br /&gt;
|{{GL|142}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 143]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 143|Erfahrungen des Übersinnlichen. Die Wege der Seele zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|143}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 144]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Zyklus 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|144}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 145]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Zyklus 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|145}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 146]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Zyklus 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|146}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 147]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 147|Die Geheimnisse der Schwelle.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|147}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 148]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Zyklus 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|148}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 149]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Zyklus 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|149}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 150]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 150|Die Welt des Geistes und ihr Hereintragen in das physische Dasein. Das Einwirken der Toten in die Welt der Lebenden.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|150}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 151]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Zyklus 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Der menschliche und der kosmische Gedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|151}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 152]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 152|Vorstufen zum Mysterium von Golgatha.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|152}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 153]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Zyklus 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|153}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 154]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 154|Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|154}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 155]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Zyklus 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Christus und die menschliche Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|155}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 156]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 156|Okkultes Lesen und okkultes Hören.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|156}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Zyklus 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Menschenschicksale und Völkerschicksale.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Zyklus 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Schicksalsbildung und Leben nach dem Tode.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 158]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 158|Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|158}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 159]]&lt;br /&gt;
|[[(GA 159/160)]]&lt;br /&gt;
|[[GA 159|Das Geheimnis des Todes. Wesen und Bedeutung Mitteleuropas und die europäischen Volksgeister.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|159}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 161]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 161|Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|161}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 162]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 162|Kunstfragen und Lebensfragen im Lichte der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|162}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 163&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung. Imaginative Erkenntnis und Vorgänge nach dem Tode.&lt;br /&gt;
|{{GL|163}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 164&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Der Wert des Denkens für eine den Menschen befriedigende Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|164}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 165&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls.&lt;br /&gt;
|{{GL|165}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 166&lt;br /&gt;
|Zyklus 41&lt;br /&gt;
|Notwendigkeit und Freiheit im Weltengeschehen und im menschlichen Handeln. &lt;br /&gt;
|{{GL|166}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 167]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Zyklus 42]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|167}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 168&lt;br /&gt;
|Zyklus 51, 52&lt;br /&gt;
|Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten. &lt;br /&gt;
|{{GL|168}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 169&lt;br /&gt;
|Zyklus 43&lt;br /&gt;
|Weltwesen und Ichheit.&lt;br /&gt;
|{{GL|169}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Kosmische und menschliche Geschichte}}&#039;&#039;&#039;Kosmische und menschliche Geschichte, GA 170 – GA 174b&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 170&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Rätsel des Menschen, Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&lt;br /&gt;
|{{GL|170}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 171&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit, Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
|{{GL|171}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 172&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Karma des Berufes des Menschen in Anknüpfung an Goethes Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|172}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 173&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|173}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Zweiter Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|174}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Mitteleuropa zwischen Ost und West.&lt;br /&gt;
|{{GL|174a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
|{{GL|174b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 175&lt;br /&gt;
|Zyklus 44, 45&lt;br /&gt;
|Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha. Kosmische und menschliche Metamorphose.&lt;br /&gt;
|{{GL|175}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 176]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Zyklus 46, 47]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|176}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Geistige Wesen und ihre Wirkungen}}&#039;&#039;&#039;Geistige Wesen und ihre Wirkungen, GA 177 - GA 180&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 177]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Zyklus B I]], [[GA 177|Zyklus B II]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|177}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 178]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 178|Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|178}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 179]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 179|Geschichtliche Notwendigkeit und Freiheit. Schicksalseinwirkungen aus der Welt der Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|179}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 180]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 180|Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|180}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 181]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Zyklus 48, 49, 50]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Erdensterben und Weltenleben. Anthroposophische Lebensgaben. Bewußtseins-Notwendigkeiten für Gegenwart und Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|181}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 182]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 182|Der Tod als Lebenswandlung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|182}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 183]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 183|Die Wissenschaft vom Werden des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|183}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 184]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 184|Die Polarität von Dauer und Entwickelung im Menschenleben. Die kosmische Vorgeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|184}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 185|Geschichtliche Symptomatologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Zyklus D]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Entwicklungsgeschichtliche Unterlagen zur Bildung eines sozialen Urteils.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 186]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 186|Die soziale Grundforderung unserer Zeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|186}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 187]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 187|Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|187}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 188]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 188|Der Goetheanismus, ein Umwandlungsimpuls und Auferstehungsgedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|188}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 189]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 189|Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|189}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 190]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 190|Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage, in 3 Bdn., Bd.2, Vergangenheitsimpulse und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|190}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 191]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 191|Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|191}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 192]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Zyklus 58 A und B]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|192}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 193]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 193|Der innere Aspekt des sozialen Rätsels. Luziferische Vergangenheit und ahrimanische Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|193}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 194]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 194|Die Sendung Michaels.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|194}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 195]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 195|Weltsilvester und Neujahrsgedanken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|195}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 196]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 196|Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|196}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 197]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 197|Gegensätze in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|197}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 198]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 198|Heilfaktoren für den sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|198}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 199]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 199|Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|199}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 200]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 200|Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|200}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 201]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 201|Entsprechungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos. Der Mensch, eine Hieroglyphe des Weltenalls.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|201}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 202]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 202|Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen. Die Suche nach der neuen Isis, der göttlichen Sophia.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|202}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 203]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 203|Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung durch seinen geistigen Zusammenhang mit dem Erdplaneten und der Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|203}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 204]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 204|Perspektiven der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|204}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist}}&#039;&#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, GA 205 - GA 206&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 205]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 205|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 1. Teil. Der Mensch als leiblich-seelische Wesenheit in seinem Verhältnis zur Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|205}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 206]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 206|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 2. Teil. Der Mensch als geistiges Wesen im historischen Werdegang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|206}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Anthroposophie als Kosmosophie}}&#039;&#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie, GA 207 - GA 208&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 207]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 207|Anthroposophie als Kosmosophie, 1. Teil. Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|207}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 208]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 208|Anthroposophie als Kosmosophie, 2. Teil. Die Gestaltung des Menschen als Ergebnis kosmischer Wirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|208}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 209]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 209|Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse. Das Fest der Erscheinung Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|209}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 210]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 210|Alte und neue Einweihungsmethoden. Drama und Dichtung im Bewußtseins-Umschwung der Neuzeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|210}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 211]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung|Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|211}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 212]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 212|Menschliches Seelenleben und Geistesstreben. Im Zusammenhange mit Welt- und Erdentwicklung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|212}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 213]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 213|Menschenfragen und Weltenantworten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|213}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 214]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 214|Das Geheimnis der Trinität.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|214}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 215]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 215|Die Philosophie, Kosmologie und Religion in der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|215}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 216]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 216|Die Grundimpulse des weltgeschichtlichen Werdens der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|216}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217|Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217a|Die Erkenntnisaufgabe der Jugend.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 218]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 218|Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|218}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 219]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 219|Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|219}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 220&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Lebendiges Naturerkennen. Intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung.&lt;br /&gt;
|{{GL|220}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 221]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 221|Erdenwissen und Himmelserkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|221}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 222]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 222|Die Impulsierung des weltgeschichtlichen Geschehens durch geistige Mächte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|222}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 223]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 223|Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten. Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt.]] &lt;br /&gt;
|{{GL|223}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 224]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 224|Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich-geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|224}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 225]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 225|Drei Perspektiven der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|225}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 226]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 226|Menschenwesen, Menschenschicksal und Welt-Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233a|Mysterienstätten des Mittelalters. Rosenkreuzertum und modernes Einweihungsprinzip. Das Osterfest als ein Stück Mysteriengeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 243|Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung.]]&lt;br /&gt;
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|GA 244&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(GA 245)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anweisungen für eine esoterische Schulung (Sonderausgabe)&lt;br /&gt;
|{{GL|245}}&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|GA 250&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft 1902 – 1913.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 251&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1913 – 1922.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 252&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte des Johannesbau-Vereins und des Goetheanum-Vereins 1911 – 1924&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 253&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Probleme des Zusammenlebens in der Anthroposophischen Gesellschaft. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 254]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Zyklus OB]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Die okkulte Bewegung im neunzehnten Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|254}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 255b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921&lt;br /&gt;
|{{GL|255b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 257]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 257|Anthroposophische Gemeinschaftsbildung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|257}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 258]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 258|Die Geschichte und die Bedingungen der anthroposophischen Bewegung im Verhältnis zur Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|258}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 259]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 259|Das Schicksalsjahr 1923 in der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 262|Rudolf Steiner / Marie Steiner-von Sivers: Briefwechsel und Dokumente 1901–1925]]&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule}}&#039;&#039;&#039;Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule, GA 264 - GA 270&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 264]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 264|Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914. Briefe, Rundbriefe, Dokumente, Vorträge.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 265|Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904 - 1914.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/1]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/1|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Erster Band. 1. - 9. Stunde]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/3]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/3|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Dritter Band. 7 Wiederholungsstunden, 4 Einzelstunden in Prag, Bern und London (2)]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit GA 270/4]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Vierter Band. Wandtafelzeichnungen]&lt;br /&gt;
|{{GL|270i}}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Vorträge und Kurse zu einzelnen Lebensgebieten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Kunst ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 292|Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse.]] Sonderausgabe mit Bildern in 3 Bänden: {{GL|292a}}, {{GL|292b}}, {{GL|292c}}&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Erziehung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 298|Rudolf Steiner in der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 300b]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300b|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 2]] &lt;br /&gt;
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|[[GA 301]]&lt;br /&gt;
|[[GA 301|Die Erneuerung der pädagogisch-didaktischen Kunst durch Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|301}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 302|Menschenerkenntnis und Unterrichtsgestaltung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 302a|Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 303]]&lt;br /&gt;
|[[GA 303|Die gesunde Entwickelung des Menschenwesens.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|303}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 304|Erziehungsmethoden und Unterrichtsmethoden auf anthroposophischer Grundlage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|304}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 304a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 304a|Anthroposophische Menschenkunde und Pädagogik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|304a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 305]]&lt;br /&gt;
|[[GA 305|Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst. Spirituelle Werte in Erziehung und sozialem Leben.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|305}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 306]]&lt;br /&gt;
|[[GA 306|Die pädagogische Praxis vom Gesichtspunkte geisteswissenschaftlicher Menschenerkenntnis. Die Erziehung des Kindes und jüngerer Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|306}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 307]]&lt;br /&gt;
|[[GA 307|Gegenwärtiges Geistesleben und Erziehung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 308|Die Methodik des Lehrens und die Lebensbedingungen des Erziehens.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 309]]&lt;br /&gt;
|[[GA 309|Anthroposophische Pädagogik und ihre Voraussetzungen.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 311|Die Kunst des Erziehens aus dem Erfassen der Menschenwesenheit.]]&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Medizin ===&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Naturwissenschaft ===&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über das soziale Leben und die Dreigliederung des sozialen Organismus ===&lt;br /&gt;
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|[[GA 337b|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band II: Diskussionsabende des Schweizer Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
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=== Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Vorträge für die Arbeiter am Goetheanum ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 351|Mensch und Welt. Das Wirken des Geistes in der Natur. Über das Wesen der Bienen.]]&lt;br /&gt;
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|{{GL|354}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Hilfmittel und freie Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[a:|anthrowiki.at]] - viele weiterführende Informationen zur Gesamtausgabe und zu [[a:Anthroposophie|anthroposophischen]] Themen.&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/ Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[a:Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de/ Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Hier geht&#039;s zu unserer erweiterten [[Anthrolexus|Suchfunktion]].&lt;br /&gt;
* [https://biographien.kulturimpuls.org/ Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[a:Anthroposoph|Anthroposophen]] -  [http://www.kulturimpuls.org/ Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu/ Rudolf Steiner Online Archiv] - nahezu sämtliche Schriften und Aufsätze und ausgewählte Vorträge Rudolf Steiners in großteils hoher editorischer Qualität mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (&#039;&#039;[[a:Christian_Clement|Christian Clement]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] auf [http://www.anthroweb.info/ anthroweb.info] ([[a:Lorenzo_Ravagli|Lorenzo Ravagli]]).&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Sämtliche Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org/ archive.org].&lt;br /&gt;
* [https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)] mit vielen Texten Steiners zur [[a:Soziale_Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]], Philosophie und Anthroposophie wird vom [http://www.dreigliederung.de/ Institut für soziale Dreigliederung] angeboten (&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[a:Bibliothek:Rudolf_Steiner|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [http://bdn-steiner.ru/modules.php?name=Ga bdn.steiner.ru] - nahezu allen GA-Ausgaben im PDF- und/oder DOC-Format (Deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10725</id>
		<title>Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10725"/>
		<updated>2024-08-04T05:19:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;FVN&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; (fvn-rs.net), hat im Juli 2023 ihren Betrieb eingestellt. Die uns übergebenen Materialien sind hier wieder frei zugänglich. Allfällige Fehler werden nach und nach bereinigt. An einer erweiterten Suchfunktion arbeiten wir, es wird aber noch dauern, bis sie einsatzfähig ist. Um ganz schnell einen gewünschten Band aufzurufen, gib einfach die GA-Nummer oben im Suchfeld ein: z.&amp;amp;nbsp;B. [[GA 3]], [[GA 15]], [[GA 122]], [[GA 217a]], [[GA 270/1]] usw. Beachte bitte, dass bei uns nur ältere Auflagen zu finden sind. Für neuere Ausgaben und Neuerscheinungen empfehlen wir die kostengünstige [https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/ Rudolf Steiner Gesamtausgabe online].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steiner big.jpg|mini|275px|[[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;160px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 1|Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften (1884 - 1897)]] &lt;br /&gt;
|{{GL|1}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1a-e&lt;br /&gt;
|Goethes Naturwissenschaftliche Schriften&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1f&lt;br /&gt;
|Editorische Nachworte zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften in der Weimarer Ausgabe (1891–1896)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 2|Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung mit besonderer Rücksicht auf Schiller]] (1886)&lt;br /&gt;
|{{GL|2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 3|Wahrheit und Wissenschaft. Vorspiel zu einer «Philosophie der Freiheit»]] (1892)&lt;br /&gt;
|{{GL|3}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 4|Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung]] (1893)&lt;br /&gt;
|{{PDF|4}}, [[GA 4#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 4a&lt;br /&gt;
|Dokumente zur «Philosophie der Freiheit»&lt;br /&gt;
|{{GL|004a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 5|Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|5}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 6]]&lt;br /&gt;
|[[GA 6|Goethes Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|6}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 7|Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 8|Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums]]&lt;br /&gt;
|{{GL|8}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 9|Theosophie]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 10|Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|10}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 11|Aus der Akasha-Chronik]]&lt;br /&gt;
|{{GL|11}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 12|GA 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 12|Die Stufen der höheren Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
|{{GL|12}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 13|Die Geheimwissenschaft im Umriß.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|13}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 14|Vier Mysteriendramen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|14}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 15]]&lt;br /&gt;
|[[GA 15|Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|15}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 16|Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. In acht Meditationen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|16}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 17|Die Schwelle der geistigen Welt. Aphoristische Ausführungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|17}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 18|Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriss dargestellt]]&lt;br /&gt;
|{{GL|18}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 18a&lt;br /&gt;
|Welt- und Lebensanschauungen im neunzehnten Jahrhundert&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 19&lt;br /&gt;
| Gedanken während der Zeit des Krieges (1915) und weitere Texte zum Weltgeschehen (1917–1921)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 20|Vom Menschenrätsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|20}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 21|Von Seelenrätseln]]&lt;br /&gt;
|{{GL|21}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 22|Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen «Faust» und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie]]&lt;br /&gt;
|{{GL|22}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 23|Die Kernpunkte der sozialen Frage]]&lt;br /&gt;
|{{GL|23}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 24|Über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915 - 1921]]&lt;br /&gt;
|{{GL|24}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 25|Drei Schritte der Anthroposophie. Kosmologie, Religion und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|25}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 26|Anthroposophische Leitsätze]]&lt;br /&gt;
|{{GL|26}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 27|Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|27}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 28|Mein Lebensgang]]&lt;br /&gt;
|{{PDF|28}}, [[GA 28#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesammelte Aufsätze ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 29]]&lt;br /&gt;
|[[GA 29|Gesammelte Aufsätze zur Dramaturgie 1889 – 1900]]&lt;br /&gt;
|{{GL|29}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 30|Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884 - 1901]]&lt;br /&gt;
|{{GL|30}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 31|Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887 bis 1901.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|31}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 32|Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884 - 1902]]&lt;br /&gt;
|{{GL|32}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 33|Biographien und biographische Skizzen 1894 - 1905. Schopenhauer - Jean Paul - Uhland - Wieland.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 34|Luzifer-Gnosis 1903-1908.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 35|Philosophie und Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1904 - 1918.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 36|Der Goetheanumgedanke inmitten der Kulturkrisis der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|36}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 37&lt;br /&gt;
|Das lebendige Wesen der Anthroposophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen aus dem Nachlass ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 38|Briefe, Bd.1, 1881-1890]]&lt;br /&gt;
|{{GL|38}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 39|Briefe, Bd.2, 1890-1925]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 40|Wahrspruchworte]]&lt;br /&gt;
|{{GL|40}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 40a&lt;br /&gt;
|Sprüche, Dichtungen, Mantren. Ergänzungsband&lt;br /&gt;
|{{PDF|40a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 41a&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen aus dem Alten und Neuen Testament&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 41b&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen verschiedener Werke&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 42&lt;br /&gt;
|Bühnenberarbeitungen I: Dramen Edouard Schurés&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 43&lt;br /&gt;
|Bühnenbearbeitungen II: Die Oberuferer Weihnachtspiele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 44&lt;br /&gt;
|Entwürfe, Fragmente und Paralipomena zu den vier Mysteriendramen&lt;br /&gt;
|{{GL|44}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 45]]&lt;br /&gt;
|[[GA 45|Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910]]&lt;br /&gt;
|{{GL|45}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 46&lt;br /&gt;
|Nachgelassene Abhandlungen und Fragmente 1879 – 1924&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Vorträge ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 51]]&lt;br /&gt;
|[[GA 51|Über Philosophie, Geschichte und Literatur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|51}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Berliner öffentlichen Vortragsreihen («Architektenhaus-Vorträge»)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 52]]&lt;br /&gt;
|[[GA 52|Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|52}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 53]]&lt;br /&gt;
|[[GA 53|Ursprung und Ziel des Menschen. Grundbegriffe der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|53}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 54]]&lt;br /&gt;
|[[GA 54|Die Welträtsel und die Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 55]]&lt;br /&gt;
|[[GA 55|Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|55}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 56]]&lt;br /&gt;
|[[GA 56|Die Erkenntnis der Seele und des Geistes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 57]]&lt;br /&gt;
|[[GA 57|Wo und wie findet man den Geist?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|57}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 58]]&lt;br /&gt;
|[[GA 58|Pfade der Seelenerlebnisse, Acht öffentliche Vorträge, Berlin 1909 - 1910 (TB 622)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|58}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 59]]&lt;br /&gt;
|[[GA 59|Metamorphosen des Seelenlebens, Sieben öffentliche Vorträge, Berlin 1910 (TB 603)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|59}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 60]]&lt;br /&gt;
|[[GA 60|Antworten der Geisteswissenschaft auf die großen Fragen des Daseins]]&lt;br /&gt;
|{{GL|60}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 61]]&lt;br /&gt;
|[[GA 61|Menschengeschichte im Lichte der Geistesforschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|61}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 62]]&lt;br /&gt;
|[[GA 62|Ergebnisse der Geistesforschung]]&lt;br /&gt;
|{{GL|62}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 63]]&lt;br /&gt;
|[[GA 63|Geisteswissenschaft als Lebensgut]]&lt;br /&gt;
|{{GL|63}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 64]]&lt;br /&gt;
|[[GA 64|Aus schicksaltragender Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|64}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 65]]&lt;br /&gt;
|[[GA 65|Aus dem mitteleuropäischen Geistesleben]]&lt;br /&gt;
|{{GL|65}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 66]]&lt;br /&gt;
|[[GA 66|Geist und Stoff, Leben und Tod]]&lt;br /&gt;
|{{GL|66}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 67]]&lt;br /&gt;
|[[GA 67|Das Ewige in der Menschenseele]]&lt;br /&gt;
|{{GL|67}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Öffentliche Vorträge außerhalb Berlins und Hochschulkurse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68a&lt;br /&gt;
|Über das Wesen des Christentums&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68b&lt;br /&gt;
|Der Kreislauf des Menschen innerhalb der Sinnes-, Seelen- und Geisteswelt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68c&lt;br /&gt;
|Goethe und die Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68d&lt;br /&gt;
|Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69a&lt;br /&gt;
|Wahrheiten und Irrtümer der Geistesforschung. Geisteswissenschaft und Menschenzukunft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69b&lt;br /&gt;
|Erkenntnis und Unsterblichkeit&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|GA 69c&lt;br /&gt;
|Neues Christus-Erleben&lt;br /&gt;
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|GA 69d&lt;br /&gt;
|Tod und Unsterblichkeit im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 69e&lt;br /&gt;
|Geisteswissenschaft und die geistigen Ziele unserer Zeit&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 70a&lt;br /&gt;
|Menschenseele, Schicksal und Tod&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 71b&lt;br /&gt;
|Der Mensch als Geist- und Seelenwesen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 72&lt;br /&gt;
|Freiheit, Unsterblichkeit, Soziales Leben&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 73&lt;br /&gt;
|Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 73a&lt;br /&gt;
|Fachwissenschaften und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 74]]&lt;br /&gt;
|[[GA 74|Die Philosophie des Thomas von Aquino.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|74}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 75&lt;br /&gt;
|Das Verhältnis der Anthroposophie zur Naturwissenschaft. Grundlagen und Methoden&lt;br /&gt;
|{{GL|75}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 76&lt;br /&gt;
|Die befruchtende Wirkung der Anthroposophie auf die Fachwissenschaften &lt;br /&gt;
|{{GL|76}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77a&lt;br /&gt;
|Die Aufgaben der Anthroposophie gegenüber Wissenschaft und Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|77a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77b&lt;br /&gt;
|Kunst und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|77b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 78&lt;br /&gt;
|Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte &lt;br /&gt;
|{{GL|78}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 79&lt;br /&gt;
|Die Wirklichkeit der höheren Welten &lt;br /&gt;
|{{GL|79}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80a&lt;br /&gt;
|Das Wesen der Anthroposophie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80b&lt;br /&gt;
|Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80c&lt;br /&gt;
|Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 81&lt;br /&gt;
|Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft. Berliner Hochschulkurs.&lt;br /&gt;
|{{GL|81}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 82&lt;br /&gt;
|Damit der Mensch ganz Mensch werde. &lt;br /&gt;
|{{GL|82}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 83&lt;br /&gt;
|Westliche und östliche Weltgegensätzlichkeit. Wege zu ihrer Verständigung durch Anthroposophie. &lt;br /&gt;
|{{GL|83}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 84&lt;br /&gt;
|Was wollte das Goetheanum und was soll die Anthroposophie? &lt;br /&gt;
|{{GL|84}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Zyklus-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Antike Mysterien und Christentum&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 88]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 88|Über die astrale Welt und das Devachan. Hörernotizen von internen Vorträgen, Berlin 1903 - 1904.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|88}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 89]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 89|Bewußtsein – Leben – Form]]&lt;br /&gt;
|{{GL|89}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90c&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Theosophie und Okkultismus&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 91&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Kosmologie und menschliche Evolution. Einführung in die Theosophie – Farbenlehre&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 92]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 92|Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|92}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93|Die Tempellegende und die Goldene Legende als symbolischer Ausdruck vergangener und zukünftiger Entwickelungsgeheimnisse des Menschen. Aus den Inhalten der Esoterischen Schule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93a|Grundelemente der Esoterik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 94]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 94|Kosmogonie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|94}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 95]]&lt;br /&gt;
|[[GA 95|Zyklus 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 95|Vor dem Tore der Theosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|95}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 96]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 96|Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft. Christliche Esoterik im Lichte neuer Geist-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|96}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 97]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 97|Das christliche Mysterium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|97}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 98]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 98|Natur- und Geistwesen, ihr Wirken in unserer sichtbaren Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|98}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 99]]&lt;br /&gt;
|[[GA 99|Zyklus 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 99|Die Theosophie des Rosenkreuzers.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|99}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 100]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 100|Menschheitsentwickelung und Christus-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|100}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 101]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 101|Mythen und Sagen. Okkulte Zeichen und Symbole.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|101}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 102]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 102|Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|102}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 103]]&lt;br /&gt;
|[[GA 103|Zyklus 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 103|Das Johannes-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|103}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 104]]&lt;br /&gt;
|[[GA 104|Zyklus 6]]&lt;br /&gt;
|[[GA 104|Die Apokalypse des Johannes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|104}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 104a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 104a|Aus der Bilderschrift der Apokalypse des Johannes]]&lt;br /&gt;
|{{GL|104a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 105]]&lt;br /&gt;
|[[GA 105|Zyklus 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 105|Welt, Erde und Mensch, deren Wesen und Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|105}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 106]]&lt;br /&gt;
|[[GA 106|Zyklus 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 106|Ägyptische Mythen und Mysterien.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|106}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 107]]&lt;br /&gt;
|[[GA 107|Zyklus A]]&lt;br /&gt;
|[[GA 107|Geisteswissenschaftliche Menschenkunde.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|107}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 108]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 108|Die Beantwortung von Welt- und Lebensfragen durch Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|108}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 109]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 109|Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen. Ein Aspekt der geistigen Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|109}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 110]]&lt;br /&gt;
|[[GA 110|Zyklus 7]]&lt;br /&gt;
|[[GA 110|Geistige Hierarchien und ihre Wiederspiegelung in der physischen Welt. Tierkreis, Planeten, Kosmos.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|110}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 111&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Einführung in die Grundlagen der Theosophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 112]]&lt;br /&gt;
|[[GA 112|Zyklus 8]]&lt;br /&gt;
|[[GA 112|Das Johannes-Evangelium im Verhältnis zu den drei anderen Evangelien besonders zu dem Lukas-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|112}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 113]]&lt;br /&gt;
|[[GA 113|Zyklus 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 113|Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|113}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 114]]&lt;br /&gt;
|[[GA 114|Zyklus 10]]&lt;br /&gt;
|[[GA 114|Das Lukas-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|114}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 115]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 115|Anthroposophie, Psychosophie, Pneumatosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|115}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 116]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Zyklus 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Der Christus-Impuls und die Entwicklung des Ich-Bewußtseins.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|116}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 117]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 117|Die tieferen Geheimnisse des Menschheitswerdens im Lichte der Evangelien.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|117}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 118]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 118|Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|118}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 119]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Zyklus 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Makrokosmos und Mikrokosmos.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|119}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 120]]&lt;br /&gt;
|[[GA 120|Zyklus 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 120|Die Offenbarungen des Karma.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|120}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 121]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|121}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 122]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 122|Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte. Das Sechstagewerk im 1. Buch Moses.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|122}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 123]]&lt;br /&gt;
|[[GA 123|Zyklus 15]]&lt;br /&gt;
|[[GA 123|Das Matthäus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|123}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 124]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Zyklus 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|124}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 125]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 125|Wege und Ziele des geistigen Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|125}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 126]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Zyklus 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Okkulte Geschichte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|126}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 127]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 127|Die Mission der neuen Geistesoffenbarung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|127}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 128]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Zyklus OP]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Eine okkulte Physiologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|128}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 129]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Zyklus 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|129}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 130]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 130|Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|130}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 131]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Zyklus 19]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Von Jesus zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|131}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 132]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Zyklus 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|132}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 133]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Zyklus 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Der irdische und der kosmische Mensch.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|133}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 134]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Zyklus 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|134}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 135]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 135|Wiederverkörperung und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|135}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 136]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Zyklus 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|136}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 137]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Zyklus 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|137}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 138]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Zyklus 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Von der Initiation. Von Ewigkeit und Augenblick. Von Geisteslicht und Lebensdunkel.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|138}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 139]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Zyklus 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Das Markus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|139}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 140]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 140|Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|140}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 141]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Zyklus 37]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verhältnis zu den kosmischen Tatsachen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|141}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 142]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Zyklus 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe]]&lt;br /&gt;
|{{GL|142}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 143]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 143|Erfahrungen des Übersinnlichen. Die Wege der Seele zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|143}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 144]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Zyklus 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|144}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 145]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Zyklus 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|145}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 146]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Zyklus 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|146}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 147]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 147|Die Geheimnisse der Schwelle.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|147}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 148]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Zyklus 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|148}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 149]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Zyklus 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|149}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 150]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 150|Die Welt des Geistes und ihr Hereintragen in das physische Dasein. Das Einwirken der Toten in die Welt der Lebenden.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|150}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 151]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Zyklus 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Der menschliche und der kosmische Gedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|151}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 152]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 152|Vorstufen zum Mysterium von Golgatha.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|152}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 153]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Zyklus 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|153}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 154]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 154|Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|154}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 155]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 155|Christus und die menschliche Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|155}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 156]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 156|Okkultes Lesen und okkultes Hören.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|156}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Zyklus 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Menschenschicksale und Völkerschicksale.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Zyklus 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Schicksalsbildung und Leben nach dem Tode.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 158]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 158|Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|158}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 159]]&lt;br /&gt;
|[[(GA 159/160)]]&lt;br /&gt;
|[[GA 159|Das Geheimnis des Todes. Wesen und Bedeutung Mitteleuropas und die europäischen Volksgeister.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 161]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 161|Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|161}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 162]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 162|Kunstfragen und Lebensfragen im Lichte der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|162}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 163&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung. Imaginative Erkenntnis und Vorgänge nach dem Tode.&lt;br /&gt;
|{{GL|163}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 164&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Der Wert des Denkens für eine den Menschen befriedigende Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|164}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 165&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls.&lt;br /&gt;
|{{GL|165}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 166&lt;br /&gt;
|Zyklus 41&lt;br /&gt;
|Notwendigkeit und Freiheit im Weltengeschehen und im menschlichen Handeln. &lt;br /&gt;
|{{GL|166}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 167]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Zyklus 42]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|167}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 168&lt;br /&gt;
|Zyklus 51, 52&lt;br /&gt;
|Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten. &lt;br /&gt;
|{{GL|168}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 169&lt;br /&gt;
|Zyklus 43&lt;br /&gt;
|Weltwesen und Ichheit.&lt;br /&gt;
|{{GL|169}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Kosmische und menschliche Geschichte}}&#039;&#039;&#039;Kosmische und menschliche Geschichte, GA 170 – GA 174b&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 170&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Rätsel des Menschen, Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&lt;br /&gt;
|{{GL|170}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 171&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit, Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
|{{GL|171}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 172&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Karma des Berufes des Menschen in Anknüpfung an Goethes Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|172}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 173&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|173}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Zweiter Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|174}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Mitteleuropa zwischen Ost und West.&lt;br /&gt;
|{{GL|174a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
|{{GL|174b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 175&lt;br /&gt;
|Zyklus 44, 45&lt;br /&gt;
|Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha. Kosmische und menschliche Metamorphose.&lt;br /&gt;
|{{GL|175}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 176]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Zyklus 46, 47]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|176}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Geistige Wesen und ihre Wirkungen}}&#039;&#039;&#039;Geistige Wesen und ihre Wirkungen, GA 177 - GA 180&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 177]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Zyklus B I]], [[GA 177|Zyklus B II]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|177}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 178]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 178|Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|178}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 179]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 179|Geschichtliche Notwendigkeit und Freiheit. Schicksalseinwirkungen aus der Welt der Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|179}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 180]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 180|Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|180}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 181]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Zyklus 48, 49, 50]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Erdensterben und Weltenleben. Anthroposophische Lebensgaben. Bewußtseins-Notwendigkeiten für Gegenwart und Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|181}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 182]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 182|Der Tod als Lebenswandlung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|182}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 183]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 183|Die Wissenschaft vom Werden des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|183}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 184]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 184|Die Polarität von Dauer und Entwickelung im Menschenleben. Die kosmische Vorgeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|184}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 185|Geschichtliche Symptomatologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Zyklus D]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Entwicklungsgeschichtliche Unterlagen zur Bildung eines sozialen Urteils.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 186]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 186|Die soziale Grundforderung unserer Zeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|186}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 187]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 187|Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|187}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 188]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 188|Der Goetheanismus, ein Umwandlungsimpuls und Auferstehungsgedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|188}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 189]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 189|Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|189}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 190]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 190|Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage, in 3 Bdn., Bd.2, Vergangenheitsimpulse und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|190}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 191]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 191|Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|191}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 192]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Zyklus 58 A und B]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|192}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 193]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 193|Der innere Aspekt des sozialen Rätsels. Luziferische Vergangenheit und ahrimanische Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|193}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 194]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 194|Die Sendung Michaels.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|194}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 195]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 195|Weltsilvester und Neujahrsgedanken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|195}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 196]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 196|Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|196}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 197]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 197|Gegensätze in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|197}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 198]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 198|Heilfaktoren für den sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|198}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 199]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 199|Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|199}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 200]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 200|Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|200}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 201]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 201|Entsprechungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos. Der Mensch, eine Hieroglyphe des Weltenalls.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|201}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 202]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 202|Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen. Die Suche nach der neuen Isis, der göttlichen Sophia.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|202}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 203]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 203|Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung durch seinen geistigen Zusammenhang mit dem Erdplaneten und der Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|203}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 204]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 204|Perspektiven der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|204}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist}}&#039;&#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, GA 205 - GA 206&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 205]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 205|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 1. Teil. Der Mensch als leiblich-seelische Wesenheit in seinem Verhältnis zur Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|205}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 206]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 206|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 2. Teil. Der Mensch als geistiges Wesen im historischen Werdegang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|206}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Anthroposophie als Kosmosophie}}&#039;&#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie, GA 207 - GA 208&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 207]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 207|Anthroposophie als Kosmosophie, 1. Teil. Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|207}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 208]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 208|Anthroposophie als Kosmosophie, 2. Teil. Die Gestaltung des Menschen als Ergebnis kosmischer Wirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|208}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 209]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 209|Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse. Das Fest der Erscheinung Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|209}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 210]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 210|Alte und neue Einweihungsmethoden. Drama und Dichtung im Bewußtseins-Umschwung der Neuzeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|210}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 211]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung|Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|211}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 212]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 212|Menschliches Seelenleben und Geistesstreben. Im Zusammenhange mit Welt- und Erdentwicklung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|212}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 213]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 213|Menschenfragen und Weltenantworten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|213}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 214]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 214|Das Geheimnis der Trinität.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|214}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 215]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 215|Die Philosophie, Kosmologie und Religion in der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|215}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 216]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 216|Die Grundimpulse des weltgeschichtlichen Werdens der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|216}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 217]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217|Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217a]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 217a|Die Erkenntnisaufgabe der Jugend.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 218]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 218|Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|218}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 219]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 219|Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|219}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 220&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Lebendiges Naturerkennen. Intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung.&lt;br /&gt;
|{{GL|220}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 221]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 221|Erdenwissen und Himmelserkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|221}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 222]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 222|Die Impulsierung des weltgeschichtlichen Geschehens durch geistige Mächte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|222}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 223]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 223|Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten. Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt.]] &lt;br /&gt;
|{{GL|223}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 224]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 224|Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich-geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|224}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 225]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 225|Drei Perspektiven der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|225}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 226]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 226|Menschenwesen, Menschenschicksal und Welt-Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|226}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 227]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 228|Initiationswissenschaft und Sternenerkenntnis.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 229]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 229|Das Miterleben des Jahreslaufes in vier kosmischen Imaginationen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|229}}[[GA 229#Audio|Audio]] [[GA 229#Lesekreis|Lesekreis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 230]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 230|Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|230}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 231|Der übersinnliche Mensch, anthroposophisch erfaßt.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 232|Mysteriengestaltungen.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233|Die Weltgeschichte in anthroposophischer Beleuchtung und als Grundlage der Erkenntnis des Menschengeistes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233a|Mysterienstätten des Mittelalters. Rosenkreuzertum und modernes Einweihungsprinzip. Das Osterfest als ein Stück Mysteriengeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|233a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 234]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 234|Anthroposophie. Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|234}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge}}&#039;&#039;&#039;Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, GA 235 - GA 240&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 235]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 235|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.1]]&lt;br /&gt;
|{{GL|235}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 236]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 236|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.2]]&lt;br /&gt;
|{{GL|236}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 237]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 237|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.3, Die karmischen Zusammenhänge der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|237}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 238]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 238|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.4, Das geistige Leben der Gegenwart im Zusammenhang mit der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|238}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 239]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 239|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.5]]&lt;br /&gt;
|{{GL|239}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 240]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 240|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.6]]&lt;br /&gt;
|{{GL|240}}&lt;br /&gt;
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|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 243]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 243|Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|243}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 244&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Fragenbeantwortungen und Interviews&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(GA 245)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anweisungen für eine esoterische Schulung (Sonderausgabe)&lt;br /&gt;
|{{GL|245}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft}}&#039;&#039;&#039;Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft, GA 250 - GA 263/1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 250&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft 1902 – 1913.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 251&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1913 – 1922.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 252&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte des Johannesbau-Vereins und des Goetheanum-Vereins 1911 – 1924&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 253&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Probleme des Zusammenlebens in der Anthroposophischen Gesellschaft. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 254]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Zyklus OB]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Die okkulte Bewegung im neunzehnten Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|254}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 255b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921&lt;br /&gt;
|{{GL|255b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 257]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 257|Anthroposophische Gemeinschaftsbildung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|257}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 258]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 258|Die Geschichte und die Bedingungen der anthroposophischen Bewegung im Verhältnis zur Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|258}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 259]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 259|Das Schicksalsjahr 1923 in der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|259}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 260]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 260|Die Weihnachtstagung zur Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|260}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 260a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 260a|Die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Der Wiederaufbau des Goetheanum.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|260a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 261]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 261|Unsere Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|261}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 262]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 262|Rudolf Steiner / Marie Steiner-von Sivers: Briefwechsel und Dokumente 1901–1925]]&lt;br /&gt;
|{{GL|262}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1|Rudolf Steiner / Edith Maryon: Briefwechsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|263a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule}}&#039;&#039;&#039;Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule, GA 264 - GA 270&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 264]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 264|Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914. Briefe, Rundbriefe, Dokumente, Vorträge.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|264}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 265]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 265|Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904 - 1914.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|265}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band I, 1904 - 1909]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/3]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/3|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band III: 1913 und 1914; 1920 – 1923]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266c}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 267]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 267|Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild- Meditationen zur methodischen Entwicklung höherer Erkenntniskräfte. 1904 - 1924.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 268]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 268|Mantrische Sprüche. Seelenübungen II. 1903 - 1925.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 269]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 269|Ritualtexte für die Feiern des freien christlichen Religionsunterrichtes. Das Spruchgut für Lehrer und Schüler der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|269}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 270/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/1|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Erster Band. 1. - 9. Stunde]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/2]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/2|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Zweiter Band 10. - 19. Stunde]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/3]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/3|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Dritter Band. 7 Wiederholungsstunden, 4 Einzelstunden in Prag, Bern und London (2)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270c}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit GA 270/4]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Vierter Band. Wandtafelzeichnungen]&lt;br /&gt;
|{{GL|270i}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge und Kurse zu einzelnen Lebensgebieten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Kunst ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 271]]&lt;br /&gt;
|[[GA 271|Kunst und Kunsterkenntnis. Grundlagen einer neuen Ästhetik.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 272|Geisteswissenschaftliche Erläuterungen zu Goethes «Faust», Band I: Faust, der strebende Mensch.]]&lt;br /&gt;
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|GA 287&lt;br /&gt;
|Der Dornacher Bau als Wahrzeichen geschichtlichen Werdens u. künsterischer Umwandlungsimpulse.&lt;br /&gt;
|{{GL|287}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 291a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 291a|Farbenerkenntnis. Ergänzungen zu dem Band «Das Wesen der Farben».]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 292]]&lt;br /&gt;
|[[GA 292|Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse.]] Sonderausgabe mit Bildern in 3 Bänden: {{GL|292a}}, {{GL|292b}}, {{GL|292c}}&lt;br /&gt;
|{{GL|292}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Erziehung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Medizin ===&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Naturwissenschaft ===&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über das soziale Leben und die Dreigliederung des sozialen Organismus ===&lt;br /&gt;
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|Soziale Zukunft.&lt;br /&gt;
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|[[GA 333|Gedankenfreiheit und soziale Kräfte.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 334]]&lt;br /&gt;
|[[GA 334|Vom Einheitsstaat zum dreigliedrigen sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|334}}&lt;br /&gt;
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|Die Krisis der Gegenwart und der Weg zu gesundem Denken.&lt;br /&gt;
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|GA 336&lt;br /&gt;
|Die großen Fragen der Zeit und die anthroposophische Geist-Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|336}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 337a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 337a|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band I: Frage- und Studienabende des Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus in Stuttgart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|337a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 337b]]&lt;br /&gt;
|[[GA 337b|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band II: Diskussionsabende des Schweizer Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|337b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 338]]&lt;br /&gt;
|[[GA 338|Wie wirkt man für den Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|338}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 339]]&lt;br /&gt;
|[[GA 339|Anthroposophie, soziale Dreigliederung und Redekunst.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|339}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 340]]&lt;br /&gt;
|[[GA 340|Nationalökonomischer Kurs. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band I.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|340}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 341]]&lt;br /&gt;
|[[GA 341|Nationalökonomisches Seminar. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band II.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|341}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|[[GA 342|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I. Anthroposophische Grundlagen für ein erneuertes christlich-religiöses Wirken.]]&lt;br /&gt;
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|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|[[GA 343]]&lt;br /&gt;
|[[GA 343|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Spirituelles Erkennen – Religiöses Empfinden – Kultisches Handeln.]]&lt;br /&gt;
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|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Dokumentarische Ergänzungen&lt;br /&gt;
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|[[GA 344]]&lt;br /&gt;
|[[GA 344|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, III. Vorträge bei der Begründung der Christengemeinschaft.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 346]]&lt;br /&gt;
|[[GA 346|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V. Apokalypse und Priesterwirken.]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge für die Arbeiter am Goetheanum ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 347]]&lt;br /&gt;
|[[GA 347|Die Erkenntnis des Menschenwesens nach Leib, Seele und Geist. Über frühe Erdzustände.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|347}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 350|Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen. Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|350}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 351]]&lt;br /&gt;
|[[GA 351|Mensch und Welt. Das Wirken des Geistes in der Natur. Über das Wesen der Bienen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|351}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 353|Die Geschichte der Menschheit und die Weltanschauungen der Kulturvölker.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 354]]&lt;br /&gt;
|[[GA 354|Die Schöpfung der Welt und des Menschen]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Hilfmittel und freie Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[a:|anthrowiki.at]] - viele weiterführende Informationen zur Gesamtausgabe und zu [[a:Anthroposophie|anthroposophischen]] Themen.&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/ Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[a:Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de/ Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Hier geht&#039;s zu unserer erweiterten [[Anthrolexus|Suchfunktion]].&lt;br /&gt;
* [https://biographien.kulturimpuls.org/ Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[a:Anthroposoph|Anthroposophen]] -  [http://www.kulturimpuls.org/ Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu/ Rudolf Steiner Online Archiv] - nahezu sämtliche Schriften und Aufsätze und ausgewählte Vorträge Rudolf Steiners in großteils hoher editorischer Qualität mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (&#039;&#039;[[a:Christian_Clement|Christian Clement]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] auf [http://www.anthroweb.info/ anthroweb.info] ([[a:Lorenzo_Ravagli|Lorenzo Ravagli]]).&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Sämtliche Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org/ archive.org].&lt;br /&gt;
* [https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)] mit vielen Texten Steiners zur [[a:Soziale_Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]], Philosophie und Anthroposophie wird vom [http://www.dreigliederung.de/ Institut für soziale Dreigliederung] angeboten (&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[a:Bibliothek:Rudolf_Steiner|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [http://bdn-steiner.ru/modules.php?name=Ga bdn.steiner.ru] - nahezu allen GA-Ausgaben im PDF- und/oder DOC-Format (Deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10724</id>
		<title>Die Rudolf Steiner Gesamtausgabe</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steiner.wiki/index.php?title=Die_Rudolf_Steiner_Gesamtausgabe&amp;diff=10724"/>
		<updated>2024-08-04T05:17:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;FVN&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners&#039;&#039;&#039; (fvn-rs.net), hat im Juli 2023 ihren Betrieb eingestellt. Die uns übergebenen Materialien sind hier wieder frei zugänglich. Allfällige Fehler werden nach und nach bereinigt. An einer erweiterten Suchfunktion arbeiten wir, es wird aber noch dauern, bis sie einsatzfähig ist. Um ganz schnell einen gewünschten Band aufzurufen, gib einfach die GA-Nummer oben im Suchfeld ein: z.&amp;amp;nbsp;B. [[GA 3]], [[GA 15]], [[GA 122]], [[GA 217a]], [[GA 270/1]] usw. Beachte bitte, dass bei uns nur ältere Auflagen zu finden sind. Für neuere Ausgaben und Neuerscheinungen empfehlen wir die kostengünstige [https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/ Rudolf Steiner Gesamtausgabe online].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Steiner big.jpg|mini|275px|[[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 1]]&lt;br /&gt;
|[[GA 1|Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften (1884 - 1897)]] &lt;br /&gt;
|{{GL|1}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1a-e&lt;br /&gt;
|Goethes Naturwissenschaftliche Schriften&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 1f&lt;br /&gt;
|Editorische Nachworte zu Goethes naturwissenschaftlichen Schriften in der Weimarer Ausgabe (1891–1896)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 2]]&lt;br /&gt;
|[[GA 2|Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung mit besonderer Rücksicht auf Schiller]] (1886)&lt;br /&gt;
|{{GL|2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 3]]&lt;br /&gt;
|[[GA 3|Wahrheit und Wissenschaft. Vorspiel zu einer «Philosophie der Freiheit»]] (1892)&lt;br /&gt;
|{{GL|3}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 4]]&lt;br /&gt;
|[[GA 4|Die Philosophie der Freiheit. Grundzüge einer modernen Weltanschauung]] (1893)&lt;br /&gt;
|{{PDF|4}}, [[GA 4#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 4a&lt;br /&gt;
|Dokumente zur «Philosophie der Freiheit»&lt;br /&gt;
|{{GL|004a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 5]]&lt;br /&gt;
|[[GA 5|Friedrich Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit]]&lt;br /&gt;
|{{GL|5}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 6|Goethes Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 7|Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 8|Das Christentum als mystische Tatsache und die Mysterien des Altertums]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 9]]&lt;br /&gt;
|[[GA 9|Theosophie]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 10|Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 11|Aus der Akasha-Chronik]]&lt;br /&gt;
|{{GL|11}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 12|GA 12]]&lt;br /&gt;
|[[GA 12|Die Stufen der höheren Erkenntnis]]&lt;br /&gt;
|{{GL|12}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 13]]&lt;br /&gt;
|[[GA 13|Die Geheimwissenschaft im Umriß.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|13}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 14|Vier Mysteriendramen]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 15|Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 16|Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen. In acht Meditationen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|16}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 17|Die Schwelle der geistigen Welt. Aphoristische Ausführungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|17}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 18|Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriss dargestellt]]&lt;br /&gt;
|{{GL|18}}&lt;br /&gt;
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|GA 18a&lt;br /&gt;
|Welt- und Lebensanschauungen im neunzehnten Jahrhundert&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|GA 19&lt;br /&gt;
| Gedanken während der Zeit des Krieges (1915) und weitere Texte zum Weltgeschehen (1917–1921)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|[[GA 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 20|Vom Menschenrätsel]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 22|Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen «Faust» und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 23|Die Kernpunkte der sozialen Frage]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 24|Über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915 - 1921]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 25|Drei Schritte der Anthroposophie. Kosmologie, Religion und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 27|Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 28|Mein Lebensgang]]&lt;br /&gt;
|{{PDF|28}}, [[GA 28#Weitere Medien|weitere Medien]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesammelte Aufsätze ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 30|Methodische Grundlagen der Anthroposophie 1884 - 1901]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 31|Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887 bis 1901.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 32|Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884 - 1902]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 33|Biographien und biographische Skizzen 1894 - 1905. Schopenhauer - Jean Paul - Uhland - Wieland.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 35|Philosophie und Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1904 - 1918.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 36|Der Goetheanumgedanke inmitten der Kulturkrisis der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|36}}&lt;br /&gt;
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|GA 37&lt;br /&gt;
|Das lebendige Wesen der Anthroposophie.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen aus dem Nachlass ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[GA 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 38|Briefe, Bd.1, 1881-1890]]&lt;br /&gt;
|{{GL|38}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 39|Briefe, Bd.2, 1890-1925]]&lt;br /&gt;
|{{GL|39}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 40|Wahrspruchworte]]&lt;br /&gt;
|{{GL|40}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 40a&lt;br /&gt;
|Sprüche, Dichtungen, Mantren. Ergänzungsband&lt;br /&gt;
|{{PDF|40a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 41a&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen aus dem Alten und Neuen Testament&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 41b&lt;br /&gt;
|Übersetzungen und freie Übertragungen verschiedener Werke&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|GA 42&lt;br /&gt;
|Bühnenberarbeitungen I: Dramen Edouard Schurés&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 43&lt;br /&gt;
|Bühnenbearbeitungen II: Die Oberuferer Weihnachtspiele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 44&lt;br /&gt;
|Entwürfe, Fragmente und Paralipomena zu den vier Mysteriendramen&lt;br /&gt;
|{{GL|44}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 45]]&lt;br /&gt;
|[[GA 45|Anthroposophie. Ein Fragment aus dem Jahre 1910]]&lt;br /&gt;
|{{GL|45}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 46&lt;br /&gt;
|Nachgelassene Abhandlungen und Fragmente 1879 – 1924&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öffentliche Vorträge ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 51]]&lt;br /&gt;
|[[GA 51|Über Philosophie, Geschichte und Literatur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|51}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Die Berliner öffentlichen Vortragsreihen («Architektenhaus-Vorträge»)&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 52]]&lt;br /&gt;
|[[GA 52|Spirituelle Seelenlehre und Weltbetrachtung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|52}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 53]]&lt;br /&gt;
|[[GA 53|Ursprung und Ziel des Menschen. Grundbegriffe der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|53}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 54]]&lt;br /&gt;
|[[GA 54|Die Welträtsel und die Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|54}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 55]]&lt;br /&gt;
|[[GA 55|Die Erkenntnis des Übersinnlichen in unserer Zeit und deren Bedeutung für das heutige Leben.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|55}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 56]]&lt;br /&gt;
|[[GA 56|Die Erkenntnis der Seele und des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|56}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 57]]&lt;br /&gt;
|[[GA 57|Wo und wie findet man den Geist?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|57}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 58]]&lt;br /&gt;
|[[GA 58|Pfade der Seelenerlebnisse, Acht öffentliche Vorträge, Berlin 1909 - 1910 (TB 622)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|58}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 59]]&lt;br /&gt;
|[[GA 59|Metamorphosen des Seelenlebens, Sieben öffentliche Vorträge, Berlin 1910 (TB 603)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|59}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 60]]&lt;br /&gt;
|[[GA 60|Antworten der Geisteswissenschaft auf die großen Fragen des Daseins]]&lt;br /&gt;
|{{GL|60}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 61]]&lt;br /&gt;
|[[GA 61|Menschengeschichte im Lichte der Geistesforschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|61}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 62]]&lt;br /&gt;
|[[GA 62|Ergebnisse der Geistesforschung]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 63|Geisteswissenschaft als Lebensgut]]&lt;br /&gt;
|{{GL|63}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 65|Aus dem mitteleuropäischen Geistesleben]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 66|Geist und Stoff, Leben und Tod]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 67]]&lt;br /&gt;
|[[GA 67|Das Ewige in der Menschenseele]]&lt;br /&gt;
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| colspan=&amp;quot;3&amp;quot; |&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Öffentliche Vorträge außerhalb Berlins und Hochschulkurse&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68a&lt;br /&gt;
|Über das Wesen des Christentums&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68b&lt;br /&gt;
|Der Kreislauf des Menschen innerhalb der Sinnes-, Seelen- und Geisteswelt&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68c&lt;br /&gt;
|Goethe und die Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 68d&lt;br /&gt;
|Das Wesen des Menschen im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69a&lt;br /&gt;
|Wahrheiten und Irrtümer der Geistesforschung. Geisteswissenschaft und Menschenzukunft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 69b&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
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|Tod und Unsterblichkeit im Lichte der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
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|GA 69e&lt;br /&gt;
|Geisteswissenschaft und die geistigen Ziele unserer Zeit&lt;br /&gt;
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|Der Mensch als Geist- und Seelenwesen&lt;br /&gt;
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|GA 72&lt;br /&gt;
|Freiheit, Unsterblichkeit, Soziales Leben&lt;br /&gt;
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|GA 73&lt;br /&gt;
|Die Ergänzung heutiger Wissenschaften durch Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73}}&lt;br /&gt;
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|Fachwissenschaften und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|73a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 74]]&lt;br /&gt;
|[[GA 74|Die Philosophie des Thomas von Aquino.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|74}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 75&lt;br /&gt;
|Das Verhältnis der Anthroposophie zur Naturwissenschaft. Grundlagen und Methoden&lt;br /&gt;
|{{GL|75}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 76&lt;br /&gt;
|Die befruchtende Wirkung der Anthroposophie auf die Fachwissenschaften &lt;br /&gt;
|{{GL|76}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77a&lt;br /&gt;
|Die Aufgaben der Anthroposophie gegenüber Wissenschaft und Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|77a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 77b&lt;br /&gt;
|Kunst und Anthroposophie&lt;br /&gt;
|{{GL|77b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 78&lt;br /&gt;
|Anthroposophie, ihre Erkenntniswurzeln und Lebensfrüchte &lt;br /&gt;
|{{GL|78}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 79&lt;br /&gt;
|Die Wirklichkeit der höheren Welten &lt;br /&gt;
|{{GL|79}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80a&lt;br /&gt;
|Das Wesen der Anthroposophie&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80b&lt;br /&gt;
|Das Innere der Natur und das Wesen der Menschenseele&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 80c&lt;br /&gt;
|Die anthroposophische Geisteswissenschaft und die grossen Zivilisationsfragen der Gegenwart&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 81&lt;br /&gt;
|Erneuerungs-Impulse für Kultur und Wissenschaft. Berliner Hochschulkurs.&lt;br /&gt;
|{{GL|81}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 82&lt;br /&gt;
|Damit der Mensch ganz Mensch werde. &lt;br /&gt;
|{{GL|82}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 83&lt;br /&gt;
|Westliche und östliche Weltgegensätzlichkeit. Wege zu ihrer Verständigung durch Anthroposophie. &lt;br /&gt;
|{{GL|83}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 84&lt;br /&gt;
|Was wollte das Goetheanum und was soll die Anthroposophie? &lt;br /&gt;
|{{GL|84}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge zur allgemeinen Anthroposophie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Zyklus-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 87&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Antike Mysterien und Christentum&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 88]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 88|Über die astrale Welt und das Devachan. Hörernotizen von internen Vorträgen, Berlin 1903-1904.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|88}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 89]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 89|Bewußtsein – Leben – Form]]&lt;br /&gt;
|{{GL|89}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 90c&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Theosophie und Okkultismus&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 91&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Kosmologie und menschliche Evolution. Einführung in die Theosophie – Farbenlehre&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 92]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 92|Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|92}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 93]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93|Die Tempellegende und die Goldene Legende als symbolischer Ausdruck vergangener und zukünftiger Entwickelungsgeheimnisse des Menschen. Aus den Inhalten der Esoterischen Schule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 93a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 93a|Grundelemente der Esoterik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|93a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 94]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 96|Ursprungsimpulse der Geisteswissenschaft. Christliche Esoterik im Lichte neuer Geist-Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
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|Einführung in die Grundlagen der Theosophie.&lt;br /&gt;
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|[[GA 113]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 116]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Zyklus 17]]&lt;br /&gt;
|[[GA 116|Der Christus-Impuls und die Entwicklung des Ich-Bewußtseins.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 117|Die tieferen Geheimnisse des Menschheitswerdens im Lichte der Evangelien.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 118]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 118|Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 119]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Zyklus 11]]&lt;br /&gt;
|[[GA 119|Makrokosmos und Mikrokosmos.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 120]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 120|Die Offenbarungen des Karma.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 121]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 121|Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 122]]&lt;br /&gt;
|[[GA 121|Zyklus 14]]&lt;br /&gt;
|[[GA 122|Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte. Das Sechstagewerk im 1. Buch Moses.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 123]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 124|Zyklus 30]]&lt;br /&gt;
|[[GA 124|Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 125]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 125|Wege und Ziele des geistigen Menschen]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 126]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Zyklus 16]]&lt;br /&gt;
|[[GA 126|Okkulte Geschichte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|126}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 127]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 127|Die Mission der neuen Geistesoffenbarung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|127}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 128]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Zyklus OP]]&lt;br /&gt;
|[[GA 128|Eine okkulte Physiologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|128}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 129]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Zyklus 18]]&lt;br /&gt;
|[[GA 129|Weltenwunder, Seelenprüfungen und Geistesoffenbarungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|129}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 130]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 130|Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|130}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 131]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Zyklus 19]]&lt;br /&gt;
|[[GA 131|Von Jesus zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|131}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 132]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Zyklus 35]]&lt;br /&gt;
|[[GA 132|Die Evolution vom Gesichtspunkte des Wahrhaftigen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|132}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 133]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Zyklus 36]]&lt;br /&gt;
|[[GA 133|Der irdische und der kosmische Mensch.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|133}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 134]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Zyklus 20]]&lt;br /&gt;
|[[GA 134|Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|134}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 135]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 135|Wiederverkörperung und Karma und ihre Bedeutung für die Kultur der Gegenwart.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|135}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 136]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Zyklus 21]]&lt;br /&gt;
|[[GA 136|Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|136}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 137]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Zyklus 22]]&lt;br /&gt;
|[[GA 137|Der Mensch im Lichte von Okkultismus, Theosophie und Philosophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|137}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 138]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Zyklus 23]]&lt;br /&gt;
|[[GA 138|Von der Initiation. Von Ewigkeit und Augenblick. Von Geisteslicht und Lebensdunkel.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|138}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 139]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Zyklus 24]]&lt;br /&gt;
|[[GA 139|Das Markus-Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|139}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 140]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 140|Okkulte Untersuchungen über das Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Die lebendige Wechselwirkung zwischen Lebenden und Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|140}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 141]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Zyklus 37]]&lt;br /&gt;
|[[GA 141|Das Leben zwischen dem Tode und der neuen Geburt im Verhältnis zu den kosmischen Tatsachen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|141}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 142]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Zyklus 25]]&lt;br /&gt;
|[[GA 142|Die Bhagavad Gita und die Paulusbriefe]]&lt;br /&gt;
|{{GL|142}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 143]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 143|Erfahrungen des Übersinnlichen. Die Wege der Seele zu Christus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|143}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 144]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Zyklus 26]]&lt;br /&gt;
|[[GA 144|Die Mysterien des Morgenlandes und des Christentums.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|144}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 145]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Zyklus 27]]&lt;br /&gt;
|[[GA 145|Welche Bedeutung hat die okkulte Entwicklung des Menschen für seine Hüllen (physischen Leib, Ätherleib, Astralleib) und sein Selbst?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|145}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 146]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Zyklus 28]]&lt;br /&gt;
|[[GA 146|Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|146}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 147]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 147|Die Geheimnisse der Schwelle.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|147}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 148]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Zyklus 38]]&lt;br /&gt;
|[[GA 148|Aus der Akasha-Forschung. Das Fünfte Evangelium.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|148}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 149]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Zyklus 31]]&lt;br /&gt;
|[[GA 149|Christus und die geistige Welt. Von der Suche nach dem heiligen Gral.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|149}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 150]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 150|Die Welt des Geistes und ihr Hereintragen in das physische Dasein. Das Einwirken der Toten in die Welt der Lebenden.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|150}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 151]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Zyklus 33]]&lt;br /&gt;
|[[GA 151|Der menschliche und der kosmische Gedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|151}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 152]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 152|Vorstufen zum Mysterium von Golgatha.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|152}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 153]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Zyklus 32]]&lt;br /&gt;
|[[GA 153|Inneres Wesen des Menschen und Leben zwischen Tod und neuer Geburt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|153}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 154]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 154|Wie erwirbt man sich Verständnis für die geistige Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|154}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 155]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Zyklus 34]]&lt;br /&gt;
|[[GA 155|Christus und die menschliche Seele.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|155}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 156]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 156|Okkultes Lesen und okkultes Hören.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|156}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Zyklus 39]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157|Menschenschicksale und Völkerschicksale.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 157a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Zyklus 40]]&lt;br /&gt;
|[[GA 157a|Schicksalsbildung und Leben nach dem Tode.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|157a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 158]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 158|Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|158}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 159]]&lt;br /&gt;
|[[(GA 159/160)]]&lt;br /&gt;
|[[GA 159|Das Geheimnis des Todes. Wesen und Bedeutung Mitteleuropas und die europäischen Volksgeister.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|159}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 161]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 161|Wege der geistigen Erkenntnis und der Erneuerung künstlerischer Weltanschauung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|161}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 162]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 162|Kunstfragen und Lebensfragen im Lichte der Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|162}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 163&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zufall, Notwendigkeit und Vorsehung. Imaginative Erkenntnis und Vorgänge nach dem Tode.&lt;br /&gt;
|{{GL|163}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 164&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Der Wert des Denkens für eine den Menschen befriedigende Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|164}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 165&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistige Vereinigung der Menschheit durch den Christus-Impuls.&lt;br /&gt;
|{{GL|165}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 166&lt;br /&gt;
|Zyklus 41&lt;br /&gt;
|Notwendigkeit und Freiheit im Weltengeschehen und im menschlichen Handeln. &lt;br /&gt;
|{{GL|166}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 167]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Zyklus 42]]&lt;br /&gt;
|[[GA 167|Gegenwärtiges und Vergangenes im Menschengeiste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|167}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 168&lt;br /&gt;
|Zyklus 51, 52&lt;br /&gt;
|Die Verbindung zwischen Lebenden und Toten. &lt;br /&gt;
|{{GL|168}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 169&lt;br /&gt;
|Zyklus 43&lt;br /&gt;
|Weltwesen und Ichheit.&lt;br /&gt;
|{{GL|169}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Kosmische und menschliche Geschichte}}&#039;&#039;&#039;Kosmische und menschliche Geschichte, GA 170 – GA 174b&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 170&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Rätsel des Menschen, Die geistigen Hintergründe der menschlichen Geschichte.&lt;br /&gt;
|{{GL|170}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 171&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit, Goethe und die Krisis des neunzehnten Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
|{{GL|171}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 172&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Karma des Berufes des Menschen in Anknüpfung an Goethes Leben &lt;br /&gt;
|{{GL|172}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 173&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Erster Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|173}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zeitgeschichtliche Betrachtungen. Das Karma der Unwahrhaftigkeit – Zweiter Teil&lt;br /&gt;
|{{GL|174}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174a&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Mitteleuropa zwischen Ost und West.&lt;br /&gt;
|{{GL|174a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 174b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges.&lt;br /&gt;
|{{GL|174b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 175&lt;br /&gt;
|Zyklus 44, 45&lt;br /&gt;
|Bausteine zu einer Erkenntnis des Mysteriums von Golgatha. Kosmische und menschliche Metamorphose.&lt;br /&gt;
|{{GL|175}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 176]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Zyklus 46, 47]]&lt;br /&gt;
|[[GA 176|Menschliche und menschheitliche Entwicklungswahrheiten. Das Karma des Materialismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|176}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Geistige Wesen und ihre Wirkungen}}&#039;&#039;&#039;Geistige Wesen und ihre Wirkungen, GA 177 - GA 180&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 177]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Zyklus B I]], [[GA 177|Zyklus B II]]&lt;br /&gt;
|[[GA 177|Die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|177}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 178]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 178|Individuelle Geistwesen und ihr Wirken in der Seele des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|178}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 179]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 179|Geschichtliche Notwendigkeit und Freiheit. Schicksalseinwirkungen aus der Welt der Toten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|179}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 180]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 180|Mysterienwahrheiten und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|180}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 181]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Zyklus 48, 49, 50]]&lt;br /&gt;
|[[GA 181|Erdensterben und Weltenleben. Anthroposophische Lebensgaben. Bewußtseins-Notwendigkeiten für Gegenwart und Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|181}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 182]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 182|Der Tod als Lebenswandlung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|182}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 183]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 183|Die Wissenschaft vom Werden des Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|183}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 184]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 184|Die Polarität von Dauer und Entwickelung im Menschenleben. Die kosmische Vorgeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|184}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 185]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 185|Geschichtliche Symptomatologie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 185a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Zyklus D]]&lt;br /&gt;
|[[GA 185a|Entwicklungsgeschichtliche Unterlagen zur Bildung eines sozialen Urteils.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|185a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 186]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 186|Die soziale Grundforderung unserer Zeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|186}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 187]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 187|Wie kann die Menschheit den Christus wiederfinden?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|187}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 188]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 188|Der Goetheanismus, ein Umwandlungsimpuls und Auferstehungsgedanke.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|188}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 189]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 189|Die soziale Frage als Bewußtseinsfrage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|189}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 190]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 190|Die geistigen Hintergründe der sozialen Frage, in 3 Bdn., Bd.2, Vergangenheitsimpulse und Zukunftsimpulse im sozialen Geschehen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|190}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 191]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 191|Soziales Verständnis aus geisteswissenschaftlicher Erkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|191}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 192]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Zyklus 58 A und B]]&lt;br /&gt;
|[[GA 192|Geisteswissenschaftliche Behandlung sozialer und pädagogischer Fragen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|192}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 193]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 193|Der innere Aspekt des sozialen Rätsels. Luziferische Vergangenheit und ahrimanische Zukunft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|193}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 194]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 194|Die Sendung Michaels.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|194}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 195]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 195|Weltsilvester und Neujahrsgedanken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|195}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 196]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 196|Geistige und soziale Wandlungen in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|196}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 197]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 197|Gegensätze in der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|197}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 198]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 198|Heilfaktoren für den sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|198}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 199]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 199|Geisteswissenschaft als Erkenntnis der Grundimpulse sozialer Gestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|199}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 200]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 200|Die neue Geistigkeit und das Christus-Erlebnis des zwanzigsten Jahrhunderts.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|200}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 201]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 201|Entsprechungen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos. Der Mensch, eine Hieroglyphe des Weltenalls.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|201}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 202]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 202|Die Brücke zwischen der Weltgeistigkeit und dem Physischen des Menschen. Die Suche nach der neuen Isis, der göttlichen Sophia.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|202}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 203]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 203|Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung durch seinen geistigen Zusammenhang mit dem Erdplaneten und der Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|203}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 204]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 204|Perspektiven der Menschheitsentwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|204}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist}}&#039;&#039;&#039;Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, GA 205 - GA 206&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 205]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 205|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 1. Teil. Der Mensch als leiblich-seelische Wesenheit in seinem Verhältnis zur Welt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|205}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 206]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 206|Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist, 2. Teil. Der Mensch als geistiges Wesen im historischen Werdegang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|206}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Anthroposophie als Kosmosophie}}&#039;&#039;&#039;Anthroposophie als Kosmosophie, GA 207 - GA 208&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 207]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 207|Anthroposophie als Kosmosophie, 1. Teil. Wesenszüge des Menschen im irdischen und kosmischen Bereich.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|207}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 208]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 208|Anthroposophie als Kosmosophie, 2. Teil. Die Gestaltung des Menschen als Ergebnis kosmischer Wirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|208}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 209]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 209|Nordische und mitteleuropäische Geistimpulse. Das Fest der Erscheinung Christi.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|209}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 210]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 210|Alte und neue Einweihungsmethoden. Drama und Dichtung im Bewußtseins-Umschwung der Neuzeit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|210}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 211]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung|Das Sonnenmysterium und das Mysterium von Tod und Auferstehung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|211}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 212]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 212|Menschliches Seelenleben und Geistesstreben. Im Zusammenhange mit Welt- und Erdentwicklung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|212}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 213]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 213|Menschenfragen und Weltenantworten.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|213}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 214]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 214|Das Geheimnis der Trinität.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|214}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 215]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 215|Die Philosophie, Kosmologie und Religion in der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|215}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 216]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 216|Die Grundimpulse des weltgeschichtlichen Werdens der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|216}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217|Geistige Wirkenskräfte im Zusammenleben von alter und junger Generation.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 217a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 217a|Die Erkenntnisaufgabe der Jugend.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|217a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 218]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 218|Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|218}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 219]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 219|Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|219}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 220&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Lebendiges Naturerkennen. Intellektueller Sündenfall und spirituelle Sündenerhebung.&lt;br /&gt;
|{{GL|220}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 221]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 221|Erdenwissen und Himmelserkenntnis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|221}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 222]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 222|Die Impulsierung des weltgeschichtlichen Geschehens durch geistige Mächte.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|222}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 223]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 223|Der Jahreskreislauf als Atmungsvorgang der Erde und die vier großen Festeszeiten. Die Anthroposophie und das menschliche Gemüt.]] &lt;br /&gt;
|{{GL|223}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 224]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 224|Die menschliche Seele in ihrem Zusammenhang mit göttlich-geistigen Individualitäten. Die Verinnerlichung der Jahresfeste.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|224}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 225]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 225|Drei Perspektiven der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 226]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 229]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 229|Das Miterleben des Jahreslaufes in vier kosmischen Imaginationen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|229}}[[GA 229#Audio|Audio]] [[GA 229#Lesekreis|Lesekreis]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 230]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 230|Der Mensch als Zusammenklang des schaffenden, bildenden und gestaltenden Weltenwortes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 231|Der übersinnliche Mensch, anthroposophisch erfaßt.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233|Die Weltgeschichte in anthroposophischer Beleuchtung und als Grundlage der Erkenntnis des Menschengeistes.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 233a]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 233a|Mysterienstätten des Mittelalters. Rosenkreuzertum und modernes Einweihungsprinzip. Das Osterfest als ein Stück Mysteriengeschichte der Menschheit.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|233a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 234]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 234|Anthroposophie. Eine Zusammenfassung nach einundzwanzig Jahren.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|234}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge}}&#039;&#039;&#039;Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, GA 235 - GA 240&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 235]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 235|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.1]]&lt;br /&gt;
|{{GL|235}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 236|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.2]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 237|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.3, Die karmischen Zusammenhänge der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|237}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 238]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 238|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.4, Das geistige Leben der Gegenwart im Zusammenhang mit der anthroposophischen Bewegung.]]&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 239]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 239|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.5]]&lt;br /&gt;
|{{GL|239}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 240]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 240|Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge, in 6 Bdn., Bd.6]]&lt;br /&gt;
|{{GL|240}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 243]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 243|Das Initiaten-Bewußtsein. Die wahren und die falschen Wege der geistigen Forschung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|243}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 244&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Fragenbeantwortungen und Interviews&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|(GA 245)&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Anweisungen für eine esoterische Schulung (Sonderausgabe)&lt;br /&gt;
|{{GL|245}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft}}&#039;&#039;&#039;Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft, GA 250 - GA 263/1&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 250&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft 1902 – 1913.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 251&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft 1913 – 1922.&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 252&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Zur Geschichte des Johannesbau-Vereins und des Goetheanum-Vereins 1911 – 1924&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 253&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Probleme des Zusammenlebens in der Anthroposophischen Gesellschaft. &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 254]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Zyklus OB]]&lt;br /&gt;
|[[GA 254|Die okkulte Bewegung im neunzehnten Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|254}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 255b&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die Anthroposophie und ihre Gegner 1919 – 1921&lt;br /&gt;
|{{GL|255b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 257]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 257|Anthroposophische Gemeinschaftsbildung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|257}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 258]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 258|Die Geschichte und die Bedingungen der anthroposophischen Bewegung im Verhältnis zur Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|258}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 259]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 259|Das Schicksalsjahr 1923 in der Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 260]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 260|Die Weihnachtstagung zur Begründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 260a]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 260a|Die Konstitution der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. Der Wiederaufbau des Goetheanum.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 261]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 262]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 262|Rudolf Steiner / Marie Steiner-von Sivers: Briefwechsel und Dokumente 1901–1925]]&lt;br /&gt;
|{{GL|262}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 263/1|Rudolf Steiner / Edith Maryon: Briefwechsel]]&lt;br /&gt;
|{{GL|263a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;{{Anker|Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule}}&#039;&#039;&#039;Aus dem Inhalt der Esoterischen Schule, GA 264 - GA 270&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 264]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 264|Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule von 1904 bis 1914. Briefe, Rundbriefe, Dokumente, Vorträge.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|264}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 265]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 265|Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 1904 - 1914.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|265}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/1|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band I, 1904 - 1909]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 266/2|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band II: 1910 – 1912]]&lt;br /&gt;
|{{GL|266b}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 266/3]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 266/3|Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band III: 1913 und 1914; 1920 – 1923]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 267]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 267|Seelenübungen mit Wort- und Sinnbild- Meditationen zur methodischen Entwicklung höherer Erkenntniskräfte. 1904 - 1924.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 268]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 268|Mantrische Sprüche. Seelenübungen II. 1903 - 1925.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 269]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 269|Ritualtexte für die Feiern des freien christlichen Religionsunterrichtes. Das Spruchgut für Lehrer und Schüler der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|269}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 270/1]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/1|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Erster Band. 1. - 9. Stunde]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/2]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 270/2|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Zweiter Band 10. - 19. Stunde]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 270/3]]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[[GA 270/3|Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Dritter Band. 7 Wiederholungsstunden, 4 Einzelstunden in Prag, Bern und London (2)]]&lt;br /&gt;
|{{GL|270c}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit GA 270/4]&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|[https://steiner.wiki/images/GA/Buecher/GA_270i.pdf#view=Fit Esoterische Unterweisungen für die erste Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft am Goetheanum, Vierter Band. Wandtafelzeichnungen]&lt;br /&gt;
|{{GL|270i}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorträge und Kurse zu einzelnen Lebensgebieten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Kunst ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 271]]&lt;br /&gt;
|[[GA 271|Kunst und Kunsterkenntnis. Grundlagen einer neuen Ästhetik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|271}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 273|Geisteswissenschaftliche Erläuterungen zu Goethes «Faust», Band II: Das Faust-Problem.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 274]]&lt;br /&gt;
|[[GA 274|Ansprachen zu den Weihnachtspielen aus altem Volkstum.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 278]]&lt;br /&gt;
|[[GA 278|Eurythmie als sichtbarer Gesang.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|278}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 279]]&lt;br /&gt;
|[[GA 279|Eurythmie als sichtbare Sprache.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|279}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 280]]&lt;br /&gt;
|[[GA 280|Methodik und Wesen der Sprachgestaltung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|280}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 281]]&lt;br /&gt;
|[[GA 281|Die Kunst der Rezitation und Deklamation.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|281}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 282]]&lt;br /&gt;
|[[GA 282|Sprachgestaltung und Dramatische Kunst.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|282}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 283]]&lt;br /&gt;
|[[GA 283|Das Wesen des Musikalischen und das Tonerlebnis im Menschen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|283}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 284]]&lt;br /&gt;
|[[GA 284|Bilder okkulter Siegel und Säulen. Der Münchner Kongress Pfingsten 1907 und seine Auswirkungen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|284}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 286]]&lt;br /&gt;
|[[GA 286|Wege zu einem neuen Baustil. &#039;Und der Bau wird Mensch&#039;.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|286}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 287&lt;br /&gt;
|Der Dornacher Bau als Wahrzeichen geschichtlichen Werdens u. künsterischer Umwandlungsimpulse.&lt;br /&gt;
|{{GL|287}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 288&lt;br /&gt;
|Architektur, Plastik und Malerei des ersten Goetheanum.&lt;br /&gt;
|{{GL|288}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 289]]&lt;br /&gt;
|[[GA 289|Der Baugedanke des Goetheanum]]&lt;br /&gt;
|{{GL|289}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 291]]&lt;br /&gt;
|[[GA 291|Das Wesen der Farben.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|291}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 291a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 291a|Farbenerkenntnis. Ergänzungen zu dem Band «Das Wesen der Farben».]]&lt;br /&gt;
|{{GL|291a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 292]]&lt;br /&gt;
|[[GA 292|Kunstgeschichte als Abbild innerer geistiger Impulse.]] Sonderausgabe mit Bildern in 3 Bänden: {{GL|292a}}, {{GL|292b}}, {{GL|292c}}&lt;br /&gt;
|{{GL|292}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Erziehung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 293]]&lt;br /&gt;
|[[GA 293|Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|293}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 294]]&lt;br /&gt;
|[[GA 294|Erziehungskunst. Methodisch-Didaktisches.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|294}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 295]]&lt;br /&gt;
|[[GA 295|Erziehungskunst. Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|295}} &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 296]]&lt;br /&gt;
|[[GA 296|Die Erziehungsfrage als soziale Frage.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|296}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 297]]&lt;br /&gt;
|[[GA 297|Idee und Praxis der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|297}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 297a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 297a|Erziehung zum Leben. Selbsterziehung und pädagogische Praxis.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|297a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 298]]&lt;br /&gt;
|[[GA 298|Rudolf Steiner in der Waldorfschule.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|298}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 299]]&lt;br /&gt;
|[[GA 299|Geisteswissenschaftliche Sprachbetrachtungen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|299}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 300a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300a|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 1]] &lt;br /&gt;
|{{GL|300a}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 300b]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300b|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 2]] &lt;br /&gt;
|{{GL|300b}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 300c]]&lt;br /&gt;
|[[GA 300c|Konferenzen mit den Lehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart 1919 bis 1924, Band 3]]&lt;br /&gt;
|{{GL|300c}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 301]]&lt;br /&gt;
|[[GA 301|Die Erneuerung der pädagogisch-didaktischen Kunst durch Geisteswissenschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|301}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 302]]&lt;br /&gt;
|[[GA 302|Menschenerkenntnis und Unterrichtsgestaltung.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 302a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 302a|Erziehung und Unterricht aus Menschenerkenntnis.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 303|Die gesunde Entwickelung des Menschenwesens.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 304]]&lt;br /&gt;
|[[GA 304|Erziehungsmethoden und Unterrichtsmethoden auf anthroposophischer Grundlage.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 304a]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 305]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 306]]&lt;br /&gt;
|[[GA 306|Die pädagogische Praxis vom Gesichtspunkte geisteswissenschaftlicher Menschenerkenntnis. Die Erziehung des Kindes und jüngerer Menschen.]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Vorträge über Medizin ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
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=== Vorträge über Naturwissenschaft ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[GA 320]]&lt;br /&gt;
|[[GA 320|Geisteswissenschaftliche Impulse zur Entwickelung der Physik, I. Erster naturwissenschaftlicher Kurs: Licht, Farbe, Ton – Masse, Elektrizität, Magnetismus.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 321]]&lt;br /&gt;
|[[GA 321|Geisteswissenschaftliche Impulse  zur Entwickelung der Physik, II. Zweiter naturwissenschaftlicher Kurs:  Die Wärme auf der Grenze positiver und negativer Materialität.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 323]]&lt;br /&gt;
|[[GA 323|Das Verhältnis der verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebiete zur Astronomie. Dritter naturwissenschaftlicher Kurs: Himmelskunde in Beziehung zum Menschen und zur Menschenkunde.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|323}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 324]]&lt;br /&gt;
|[[GA 324|Naturbeobachtung, Mathematik, wissenschaftliches Experiment und Erkenntnisergebnisse vom Gesichtspunkte der Anthroposophie.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 324a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 324a|Die vierte Dimension. Mathematik und Wirklichkeit.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 326]]&lt;br /&gt;
|[[GA 326|Der Entstehungsmoment der Naturwissenschaft in der Weltgeschichte und ihre seitherige Entwickelung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|326}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;3&amp;quot;|&amp;lt;center&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 327]]&lt;br /&gt;
|[[GA 327|Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Landwirtschaftlicher Kursus.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|327}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge über das soziale Leben und die Dreigliederung des sozialen Organismus ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
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|Kulturräte und Sozialisierung. Räteorganisation im Sinne der Dreigliederung des sozialen Organismus.&lt;br /&gt;
|{{GL|331b}} &lt;br /&gt;
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|Soziale Zukunft.&lt;br /&gt;
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|Zu sozialen und wirtschaftlichen Fragen der Gegenwart.&lt;br /&gt;
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|Die Krisis der Gegenwart und der Weg zu gesundem Denken.&lt;br /&gt;
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|GA 336&lt;br /&gt;
|Die großen Fragen der Zeit und die anthroposophische Geist-Erkenntnis.&lt;br /&gt;
|{{GL|336}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 337a]]&lt;br /&gt;
|[[GA 337a|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band I: Frage- und Studienabende des Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus in Stuttgart.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 337b|Soziale Ideen – Soziale Wirklichkeit – Soziale Praxis. Band II: Diskussionsabende des Schweizer Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 338]]&lt;br /&gt;
|[[GA 338|Wie wirkt man für den Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|338}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 339|Anthroposophie, soziale Dreigliederung und Redekunst.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|339}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 340]]&lt;br /&gt;
|[[GA 340|Nationalökonomischer Kurs. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band I.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|340}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 341]]&lt;br /&gt;
|[[GA 341|Nationalökonomisches Seminar. Aufgaben einer neuen Wirtschaftswissenschaft, Band II.]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
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|[[GA 342]]&lt;br /&gt;
|[[GA 342|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, I. Anthroposophische Grundlagen für ein erneuertes christlich-religiöses Wirken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|342}}&lt;br /&gt;
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|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|[[GA 343]]&lt;br /&gt;
|[[GA 343|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Spirituelles Erkennen – Religiöses Empfinden – Kultisches Handeln.]]&lt;br /&gt;
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|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, II. Dokumentarische Ergänzungen&lt;br /&gt;
|{{PDF|343a}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 344]]&lt;br /&gt;
|[[GA 344|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, III. Vorträge bei der Begründung der Christengemeinschaft.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|344}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 345]]&lt;br /&gt;
|[[GA 345|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, IV. Vom Wesen des wirkenden Wortes.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|345}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 346]]&lt;br /&gt;
|[[GA 346|Vorträge und Kurse über christlich-religiöses Wirken, V. Apokalypse und Priesterwirken.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|346}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorträge für die Arbeiter am Goetheanum ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 100%;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width: 70px;&amp;quot;|Bibl.-Nr.&lt;br /&gt;
|Titel&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;150px&amp;quot;|Medien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 347]]&lt;br /&gt;
|[[GA 347|Die Erkenntnis des Menschenwesens nach Leib, Seele und Geist. Über frühe Erdzustände.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|347}} &lt;br /&gt;
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|[[GA 348]]&lt;br /&gt;
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|{{GL|348}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 349]]&lt;br /&gt;
|[[GA 349|Vom Leben des Menschen und der Erde. Über das Wesen des Christentums.]]&lt;br /&gt;
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|[[GA 350]]&lt;br /&gt;
|[[GA 350|Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen. Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt?]]&lt;br /&gt;
|{{GL|350}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 351]]&lt;br /&gt;
|[[GA 351|Mensch und Welt. Das Wirken des Geistes in der Natur. Über das Wesen der Bienen.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|351}}&lt;br /&gt;
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|[[GA 352]]&lt;br /&gt;
|[[GA 352|Natur und Mensch in geisteswissenschaftlicher Betrachtung.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|352}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 353]]&lt;br /&gt;
|[[GA 353|Die Geschichte der Menschheit und die Weltanschauungen der Kulturvölker.]]&lt;br /&gt;
|{{GL|353}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[GA 354]]&lt;br /&gt;
|[[GA 354|Die Schöpfung der Welt und des Menschen]]&lt;br /&gt;
|{{GL|354}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Hilfmittel und freie Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[a:|anthrowiki.at]] - viele weiterführende Informationen zur Gesamtausgabe und zu [[a:Anthroposophie|anthroposophischen]] Themen.&lt;br /&gt;
* [http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/ Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[a:Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de/ Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Hier geht&#039;s zu unserer erweiterten [[Anthrolexus|Suchfunktion]].&lt;br /&gt;
* [https://biographien.kulturimpuls.org/ Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[a:Anthroposoph|Anthroposophen]] -  [http://www.kulturimpuls.org/ Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu/ Rudolf Steiner Online Archiv] - nahezu sämtliche Schriften und Aufsätze und ausgewählte Vorträge Rudolf Steiners in großteils hoher editorischer Qualität mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (&#039;&#039;[[a:Christian_Clement|Christian Clement]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] auf [http://www.anthroweb.info/ anthroweb.info] ([[a:Lorenzo_Ravagli|Lorenzo Ravagli]]).&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Sämtliche Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org/ archive.org].&lt;br /&gt;
* [https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)] mit vielen Texten Steiners zur [[a:Soziale_Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]], Philosophie und Anthroposophie wird vom [http://www.dreigliederung.de/ Institut für soziale Dreigliederung] angeboten (&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[a:Bibliothek:Rudolf_Steiner|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [http://bdn-steiner.ru/modules.php?name=Ga bdn.steiner.ru] - nahezu allen GA-Ausgaben im PDF- und/oder DOC-Format (Deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesamtausgabe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://steiner.wiki/index.php?title=GA_93&amp;diff=4992</id>
		<title>GA 93</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://steiner.wiki/index.php?title=GA_93&amp;diff=4992"/>
		<updated>2023-09-30T05:42:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* I  05, Das Mysterium der Rosenkreuzer, 4.11.1904 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:GA93.jpg|thumb|{{RSV|093}}]]&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
= I  01, Pfingsten, das Fest der Befreiung des Menschengeistes, 23.05.1904 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 019&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 020 [vakat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
PFINGSTEN, DAS FEST DER BEFREIUNG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DES MENSCHENGEISTES&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, Pfingstmontag, 23. Mai 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war vorauszusehen, daß heute nur eine kleine Gemeinde sich versammeln würde. Ich habe dennoch beschlossen, diesen Abend abzuhalten, um denen, welche sich heute einfinden, einiges zu sagen in Anknüpfung an das Pfingstfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich darauf eingehe, möchte ich Ihnen eines der Ergebnisse meiner letzten Londoner Reise mitteilen, das darin besteht, daß uns höchstwahrscheinlich im Herbst Frau Besant hier besuchen wird. Wir werden also Gelegenheit haben, die zu den bedeutendsten spirituellen Kräften der Gegenwart gehörende Persönlichkeit wieder zu hören. Die zwei nächsten öffentlichen Vorträge werden wir im Architektenhaus haben: heute über acht Tagen über Spiritismus und den folgenden über Somnambulismus und Hypnotismus. Dann werden die Montagsveranstaltungen wieder regelmäßig hier stattfinden. An den Donnerstagen der nächsten Zeit werde ich sprechen über Theosophische Kosmologie, über Vorstellungen, die die Theosophie zu geben hat über die Bildung des Weltgebäudes. Diejenigen, welche sich für diese Fragen interessieren, werden mannigfaltiges zu hören bekommen, was sie vielleicht noch nicht aus der gebräuchlichen theosophischen Literatur kennen. Die Vorträge über die Elemente der Theosophie möchte ich in einem späteren Zeitpunkte halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich nun heute sagen werde, entstammt einer alten okkulten Tradition. Der Stoff kann natürlich heute nicht erschöpft werden. Manches wird sogar unglaubhaft erscheinen. Ich bitte daher, die heutige Stunde als eine Episode zu betrachten, in der nichts bewiesen, sondern einfach Dinge erzählt werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen feiern heutzutage ihre Feste, ohne so recht eine Ahnung davon zu haben, was solche Feste bedeuten. In den Zeitungen, die für einen großen Teil unserer gegenwärtigen Zeitgenossen die eigentliche Quelle der Bildung und Aufklärung bedeuten, kann man die mannigfaltigsten Artikel über solche Feste lesen, ohne daß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
bei den Schreibern irgendein Bewußtsein vorhanden ist, was solch ein Fest zu bedeuten hat. Aber für Theosophen ist es notwendig, wieder auf die innere Bedeutung hinzuweisen. Und so möchte ich heute hinweisen auf die Anfangskeime eines solchen uralten Festes, auf den Ursprung des Pfingstfestes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pfingstfest ist eines der bedeutendsten und am schwersten verständlichen Feste. Im christlichen Bewußtsein erinnert es an die Ausgießung des Heiligen Geistes. Dieses Ereignis wird uns beschrieben als eine Wundergeschichte: über die Jünger und die Apostel Christi habe sich der Heilige Geist ergossen, so daß sie anfingen, in allen möglichen Zungen zu sprechen. Das heißt, daß sie zu jedem Herzen den Zugang fanden und je nach dem Verständnis der Menschen sprechen konnten Das ist eine Bedeutung des Pfingstfestes. Wenn wir es aber gründlicher verstehen wollen, müssen wir viel tiefer gehen. Das Pfingstfest als symbolisches Fest hängt mit den tiefsten Mysterien, mit den heiligsten geistigen Gütern der Menschheit zusammen. Deshalb ist es so schwer, darüber zu sprechen. Wenigstens auf einiges möchte ich indessen heute doch hindeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wofür eigentlich das Pfingstfest Symbol ist, was dem Pfingstfest zugrunde liegt, was es im tieferen Sinne bedeutet, das ist nur aufgeschrieben in einem Manuskript, das sich im Vatikan, in der Vatikanischen Bibliothek befindet und in der sorgfältigsten Weise behütet wird. In diesem Manuskript ist allerdings nicht von dem Pfingstfest, wohl aber von dem gesprochen, wofür das Pfingstfest nur das äußere Symbol ist. Dieses Manuskript hat wohl kaum jemand gesehen, der nicht in die tiefsten Geheimnisse der katholischen Kirche eingeweiht war oder es im Astrallichte zu lesen vermochte. Eine Kopie davon besitzt eine Persönlichkeit, welche von der Welt sehr verkannt worden ist, die aber heute für den Geschichtsbetrachter anfängt interessant zu werden. Ich könnte auch ebenso sagen «hat besessen» statt «besitzt», aber es entstände eine Unklarheit dadurch. Deshalb sage ich: eine Kopie besitzt der Graf von Saint-Germain, von dem wohl die einzigen Mitteilungen stammen, die es in der Welt davon gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte im Sinne der Theosophie nur andeutungsweise einiges darüber sagen. Wir werden da zu etwas geführt, was tief zusammenhängt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
mit der Evolution, mit der Entwickelung der Menschheit in der fünften Wurzelrasse. Der Mensch hat ja diejenige Form, die er heute an sich trägt, in der dritten Wurzeirasse, der alten lemurischen Zeit bekommen, sie weitergebildet durch die vierte Wurzelrasse, die Zeit der alten Atlantis, und ist dann mit dem Resultat in die fünfte Wurzelrasse eingetreten. Wer meine Atlantis-Vorträge gehört hat, wird sich erinnern, daß bei den Griechen noch eine lebhafte Erinnerung an jene Zeit vorhanden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Orientierung müssen wir einen kurzen Einblick gewinnen in zwei Strömungen innerhalb unserer fünften Wurzelrasse, die als verborgene Kräfte in den Gemütern lebendig sind und vielfach miteinander streiten: die eine Strömung findet sich am reinsten und klarsten ausgeprägt in dem, was wir die ägyptische, indische und südeuropäische Weltanschauung nennen. Alles spätere Judentum und auch das Christentum enthält etwas davon. Das hat sich aber andererseits in unserem Europa wiederum vermischt mit der anderen Strömung, die in derjenigen Weltanschauung lebt, die wir im alten Persien finden und die wir wenn wir nicht auf das hören, was uns die Anthropologen und Ethymologen sagen, sondern wenn wir auf die Sache tiefer eingehen wiederfinden können von Persien westwärts sich hinziehend bis zu den Regionen der Germanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesen zwei Strömungen möchte ich behaupten, daß sie auf zwei wichtige, zwei große spirituelle Intuitionen hindeuten, die ihnen zugrunde liegen. Die eine ist am reinsten aufgegangen den uralten Rishis. Ihnen ging auf die Intuition höhergearteter Wesen: der sogenannten Devas. Wer eine okkulte Schulung durchgemacht hat, wer forschen kann auf diesem Gebiete, der weiß, was Devas sind. Diese rein spirituellen Wesenheiten, die im Astral- und Mentalraum leben, haben eine zweifache Natur, während die Menschen eine dreifache Natur haben. Denn der Mensch besteht aus Leib, Seele und Geist. Die Devanatur aber besteht soweit wir sie verfolgen können nur aus Seele und Geist. Sie mag noch andere Glieder haben, aber wir können sie selbst mit okkulter Schulung nicht verfolgen. Ein Deva hat in seinem Inneren unmittelbar den Geist. Der Deva ist ein seelenbegabter Geist. Was Sie beim Menschen nicht sehen können, nämlich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
die Begierden, Triebe, Leidenschaften und Wünsche, die in ihm leben, die aber für den, der seine spirituellen Sinne erschlossen hat, wahrnehmbar sind als Lichterscheinungen, diese Seelenkräfte, dieser Seelenleib des Menschen, der für den Menschen sein Inneres ist und getragen wird von unserem physischen Leib, das ist der unterste Leib der Devas. Wir können ihn als ihren Körper ansehen. Die indische Intuition ging vorzugsweise auf die Verehrung dieser Devas. Der Inder sieht diese Devas überall. Er sieht sie als die schaffenden Kräfte, wenn er hinter die Kulissen unserer Welterscheinungen blickt. Diese Intuition liegt dem südlichen Weltanschauungsgürtel zugrunde. In der Weltanschauung Ägyptens kommt sie groß und gewaltig zum Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Intuition liegt der alten persischen Mystik zugrunde und rührte zur Verehrung von Wesenheiten, die auch nur zweifacher Natur sind: den Asuras. Diese haben auch das, was wir Seele nennen; aber in großartiger, titanenhafter Weise haben sie ausgebildet den physischen Leib, der ein Seelenorgan einschließt. Die indische Weltanschauung, die an der Devaverehrung festhält, sieht diese Asuras als etwas Untergeordnetes an, während diejenigen, die sich zum nördlichen Weltanschauungsgürtel bekannten, mehr an den Asuras hingen, an der physischen Natur. Daher hatte sich auch hier besonders der Drang ausgebildet, die Welt der Sinneserscheinungen in materieller Weise zu beherrschen, die Welt der Wirklichkeit durch die bis ins Höchste gehende Vervollkommnung der Technik, durch physische Künste und dergleichen zu beherrschen. Heute gibt es keine Menschen mehr, die an der Asuraverehrung festhalten; aber viele unter uns gibt es noch, die etwas von dieser Natur in sich haben. Von daher rührt der Zug nach der materiellen Seite des Lebens und das ist der Grundzug des nördlichen Weltanschauungsgürtels. Wer sich zu rein materialistischen Grundsätzen bekennt, kann sicher sein, daß er in seiner Natur etwas hat, was von diesen Asuras herrührt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Bekenner der Asuras entwickelte sich dann ein eigentümliches Grundgefühl. Es sproßte zuerst im persischen Geistesleben auf. Die Perser bekamen eine Art Furcht vor der Devanatur. Furcht, Scheu und Grauen bekamen sie vor dem, was rein geistig-seelisch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Das bewirkte, daß wir heute den großen Gegensatz erblicken zwischen der persischen und der indischen Anschauung. In der persischen Weltanschauung wurde oft gerade das angebetet, was die indische Richtung als schlecht, als etwas Untergeordnetes betrachtete, und geradezu gemieden, was der Inder als verehrungswürdig betrachtet. Innerhalb des persischen Weltgefühles entstand also diese eigentümliche Grundempfindung gegenüber einer Wesenheit, die eigentlich Devanatur hat, die aber innerhalb dieser Weltanschauung gemieden, gefürchtet wird. Kurz, es ist das Bild des Satans, das in dieser Weltanschauung auftritt. Luzifer, der Geistig-Seelische, wird ein mit Schauder erfüllendes Wesen. Darin haben wir den Ursprung zu suchen von dem, was als Teufelsglaube existiert. Diese Grundempfindung ist auch in die moderne Weltanschauung übergegangen; namentlich im Mittelalter wurde der Teufel eine gefürchtete und gemiedene Figur. Luzifer wurde also förmlich gemieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir erhalten darüber Aufschluß in dem angegebenen Manuskript. Wenn wir im Sinne desselben den Gang der Weltentwickelung verfolgen, dann finden wir, daß in der Mitte der dritten, der lemurischen Rasse, die Menschen sich mit physischem Stoff bekleidet haben. Es ist eine falsche Vorstellung, wenn die Theosophen glauben, daß die Reinkarnation keinen Anfang und kein Ende habe. Die Reinkarnation hat in der lemurischen Zeit angefangen und wird im Beginne der sechsten Rasse auch wiederum aufhören. Es ist nur eine gewisse Zeitspanne in der irdischen Entwickelung, innerhalb welcher der Mensch sich wiederverkörpert. Vorausgegangen war ein überaus geistiger Zustand, der keine Wiederverkörperung nötig machte, und folgen wird wiederum ein geistiger Zustand, der auch keine Wiederverkörperung bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Verkörperung in der dritten Rasse bestand darin, daß gleichsam der jungfräuliche Menschengeist, Atma-Buddhi-Manas, seine erste physische Verkörperung suchte. Es konnte damals die physische Entwickelung unserer Erde mit den tierartigen Wesenheiten noch nicht so weit vorgeschritten sein, die ganze tierisch-menschliche Wesenheit konnte damals noch nicht so weit sein, daß sie den Menschengeist hätte aufnehmen können. Aber ein Teil, eine gewisse Gruppe tierartiger Wesenheiten war schon so weit entwickelt, daß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
sich der Same des Menschengeistes in diese tierischen Leiber senken konnte, damit sie dem Menschenleibe die Form geben konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Individualitäten, welche dazumal sich inkarnierten, bildeten den kleinen Stamm derjenigen, die sich später als sogenannte Adepten über die ganze Welt verbreiteten. Das waren die ursprünglichen Adepten, nicht diejenigen, die wir heute Initiierte nennen. Die, welche wir heute Initiierte nennen, machten damals noch keine Inkarnation durch. Es verkörperten sich damals aber nicht alle, die menschlich-tierische Körper hätten finden können, sondern nur ein Teil. Ein anderer Teil widersetzte sich dem Gang der Inkarnation aus bestimmten Gründen. Sie warteten damit bis in die vierte Rasse hinein. Die Bibel deutet jenen Zeitpunkt in verborgener und tiefsinniger Weise an: Die Söhne der Götter fanden, daß die Töchter der Menschen schön waren und sie verbanden sich mit ihnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, es begann in jenem späteren Zeitpunkte eine Inkarnation von denjenigen, welche gewartet hatten. Wir nennen diese Gruppe «Söhne der Weisheit», und es scheint fast, als liege eine gewisse Vermessenheit und ein Stolz in ihnen. Von der kleinen Ausnahme der Adepten wollen wir jetzt absehen. Hätte sich dieser andere Teil damals auch inkarniert, so wäre der Mensch niemals zu dem klaren Bewußtsein gekommen, in dem er heute lebt. Der Mensch wäre in dumpfem Trancebewußtsein steckengeblieben. Er würde das Bewußtsein angenommen haben, das Sie heute bei Hypnotisierten, Somnambulen und so weiter finden können. Kurz, die Menschen hätten in einer Art Traumbewußtsein bleiben müssen. Aber eines hätte ihnen dann gefehlt, was außerordentlich wichtig, wenn nicht das Wichtigste war: das Freiheitsgefühl, die selbsteigene Entscheidung des Menschen über Gut und Böse aus seinem eigenen Bewußtsein, aus seinem Ich heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Genesis bezeichnet diese spätere Inkarnation in derjenigen Gestalt, die sie eben schon erhalten hat unter den Einflüssen, die von jener Empfindung herkommen, die ich charakterisiert habe dadurch, daß ich gesagt habe, daß vor dem Deva eine gewisse Scheu besteht , die Genesis bezeichnet diese spätere Inkarnierung als den «Fall» des Menschen, den Sündenfall. Der Deva wartete und sank erst herunter, als die physische Menschheit schon eine Stufe weiter entwickelt war,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
um dann erst Besitz zu ergreifen von dem physischen Leib, damit er dann ein reiferes Bewußtsein entwickeln könne, als das früher der Fall gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen Sie, daß der Mensch sich seine Freiheit dadurch erkauft hat, daß sich seine Natur verschlechterte, weil er mit der Inkarnierung wartete, bis seine Natur heruntergestiegen ist in die dichteren physiologischen Zustände. In der griechischen Mythologie hat sich ein tiefes Bewußtsein von diesem Tatbestand erhalten. Wäre der Mensch schon früher zur Inkarnation gekommen das sagt der Mythos der Griechen , dann wäre das eingetreten, was Zeus wollte, als sich die Menschen noch im «Paradiese» befanden: Er wollte sie glücklich machen, aber als unbewußte Wesen. Das klare Bewußtsein hätte dann einzig bei den Göttern gelegen und der Mensch wäre ohne das Gefühl der Freiheit geblieben. Die Auflehnung des Luzifergeistes, des Devageistes in der Menschheit, der heruntersteigen wollte, um sich aus der Freiheit heraus selbst emporzuentwickeln, ist symbolisiert in der Sage von Prometheus. Er aber muß für sein Bestreben büßen dadurch, daß fortwährend ein Adler als Symbol der Begierde an seiner Leber nagt und ihm dadurch die furchtbarsten Schmerzen verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist also tiefer heruntergestiegen und muß nun das, was er durch magische Künste und Kräfte erreicht haben würde, mit dem erreichen, was ihm selbsttätig aus dem klaren Bewußtsein der Freiheit erfließt. Aber weil er tiefer heruntergestiegen ist, muß er auch Schmerzen und Qualen erdulden. Auch dies deutet die Bibel an mit den Worten: In Schmerzen sollst du Kinder gebären, im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen , und so weiter. Das heißt nichts anderes als: der Mensch muß sich selbst mit Hilfe der Kultur wieder hochbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Repräsentanten der in Freiheit durch Kämpfe zur Kultur strebenden Menschheit hat die griechische Mythologie in Prometheus symbolisiert. In ihm hat sie dargestellt den leidenden Menschen und zugleich den Befreier. Derjenige, der des Prometheus Befreiung herbeiführt, ist Herakles, von dem uns erzählt wird, daß er sich in die eleusinischen Mysterien einweihen ließ. Wer hinabstieg in die Unterwelt, war ein Initiierter, denn das Hinabsteigen in die Unterwelt ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
der technische Ausdruck für die Initiation. Diese Fahrt nach der Unterwelt wird uns von Herakles, Odysseus und von allen denjenigen gesagt, bei denen wir es mit Eingeweihten zu tun haben, die nun die Menschen innerhalb der gegenwärtigen Entwickelung zu dem Quell ursprünglicher Weisheit, zum spirituellen Leben führen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre die Menschheit auf dem Standpunkte der dritten Rasse stehengeblieben, dann wären wir heute Traummenschen. Durch seine Devanatur hat der Mensch seine niedere Natur befruchtet. Aus seinem Selbstbewußtsein, seinem Freiheitsbewußtsein heraus muß er nun jenen Bewußtseinsfunken, den er sich damals in berechtigtem Übermut herunterholte, wieder entwickeln, also jene spirituelle Erkenntnis, die er in dem früheren unfreien Zustande nicht angestrebt hat. In der menschlichen Natur selbst liegt jene satanische Auflehnung, die als luziferisches Streben aber die Gewähr für unsere Freiheit überhaupt ist. Und aus dieser Freiheit entwickeln wir wieder spirituelles Leben. Dieses spirituelle Leben soll innerhalb der Menschheit der fünften Rasse wieder angefacht werden. Wieder soll von Initiierten dieses Bewußtsein ausgehen. Nicht ein traumhaftes, sondern ein klares Bewußtsein soll es sein. Die Herkulesse des Geistes, die Initiierten sind es, die die Menschheit vorwärtsbringen und ihr die verborgene Devanatur, die Erkenntnis des Geistigen enthüllen. Das ist auch das Streben aller großen Religionsstifter gewesen, der Menschheit wieder die Erkenntnis des Geistigen zu bringen, das sie im physiologischen Leben verloren hat. Die Atlantier hatten eine hohe physische Kultur, und unsere fünfte Rasse hat noch immer viel von dem materiellen Leben in sich. Diese materialistische Kultur unserer Zeit zeigt uns, wie sehr der Mensch sich verstrickt hat in die rein physisch-physiologische Natur, wie Prometheus in seine Ketten. Aber ebenso sicher ist es, daß der Geier, das Symbol der Begierde, der an unserer Leber nagt, beseitigt werden wird durch den spirituellen Menschen. Dahin wollen die Initiierten die selbstbewußte Menschheit führen durch solche Bewegungen, von denen die theosophische Bewegung eine ist, damit der Mensch in voller Freiheit wieder emporsteigen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Zeitpunkt, den wir als den Augenblick des Einströmens spirituellen Lebens in die selbstbewußte Menschheit zu erfassen haben,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 029&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
finden wir im Evangelium, im Neuen Testament, genau angedeutet. Im tiefsten Evangelium, das von der heutigen Theologie verkannt wird, im Johannes-Evangelium, da wo erzählt wird, daß Jesus das Laubhüttenfest besucht, wird dieser Zeitpunkt angedeutet. Der Stifter des Christentums spricht da davon, spirituelles Leben über die Menschheit auszugießen. Es ist das eine merkwürdige Stelle. Das Laubhüttenfest bestand ja darin, daß man zu einer Quelle ging, aus der Wasser floß. Dort entwickelte sich dann ein Fest, das darauf hindeutete, daß der Mensch sich wieder einmal besinnen solle auf das Spirituelle, auf die Devanatur und das geistige Streben. Das Wasser, das da geschöpft wurde, war eine Erinnerung an das Seelisch-Geistige. Nach wiederholten Absagen geht Jesus doch zu dem Fest. Und am letzten Tage des Festes geschieht folgendes (Joh. 7,37): Am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war so heißt es , trat Jesus auf und sprach: «Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke!» Diejenigen, welche tranken, feierten ein Erinnerungsfest an das spirituelle Leben. Jesus aber verbindet noch etwas anderes damit und das deutet Johannes mit den Worten an: «Wer an mich glaubet, wie die Schrift saget, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geiste, welchen empfangen sollten die, die an ihn glaubten, denn der Heilige Geist war noch nicht da; denn Jesus war noch nicht verkläret.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist nun hingedeutet auf das Pfingstmysterium, hingedeutet darauf, daß die Menschheit zu warten hat auf diesen Heiligen Geist des spirituellen Lebens. Wenn der Zeitpunkt erreicht sein wird, daß der Mensch in sich selbst den Funken des spirituellen Lebens entzünden kann, wenn die physiologische Natur des Menschen aus sich selbst den Aufstieg versuchen kann, dann wird der Heilige Geist über die Menschen kommen, die Zeit des spirituellen Erwachens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist heruntergestiegen, bis in den physischen Leib hinein, so daß er im Gegensatz zur Devanatur aus drei Prinzipien besteht: aus Geist, Seele und Leib. Der Deva steht höher als der Mensch, aber er hat nicht die physische Natur zu überwinden wie der Mensch. Diese physische Natur muß wieder verklärt werden, so daß sie das spirituelle Leben aufnehmen kann. Des Menschen physiologisches&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Bewußtsein, der physische Leib, wie er heute lebt, soll selbst den Funken des spirituellen Lebens in Freiheit in sich entzünden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Christus-Opfer ist ein Beispiel dafür, daß der Mensch aus dem physischen Leben heraus das höhere Bewußtsein entfalten kann. Im physischen Leibe lebt sein niederes Ich; aber angefacht soll es werden, damit das höhere Ich sich entwickle. Dann erst können die Ströme lebendigen Wassers auch aus diesem physischen Leibe fließen. Dann kann der Geist erscheinen, dann kann der Geist sich ausgießen. Wie abgestorben muß so der Mensch als Ich für dieses physiologische Leben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierin liegt das eigentliche Christliche und auch das tiefere Mysterium des Pfingstfestes. Der Mensch lebt zunächst in seinem niederen Organismus, in dem von den Wünschen durchdrungenen Bewußtsein. Er soll darin leben, denn nur dieses Bewußtsein konnte ihm die zielsichere Freiheit geben. Aber er darf nicht darinnenbleiben, sondern soll sein Ich heraufheben zu der Devanatur. Er soll in sich selbst den Deva zeitigen, den Deva gebären, der dann ein Heils-Geist sein wird, ein Heiliger Geist. Dazu muß er jedoch den irdischen Leib bewußt hinopfern, dazu muß er empfinden das «Stirb und Werde», damit er nicht bleibe «ein trüber Gast» auf dieser «dunklen Erde».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So stellt uns das Ostermysterium im Zusammenhang mit dem Pfingstmysterium erst eine Ganzheit dar: wie das menschliche Ich in dem großen Repräsentanten sich entäußert des niederen lebendigen Ichs, wie es dahinstirbt, um die physische Natur völlig zu verklären und sie wieder zurückzugeben den göttlichen Mächten. Die Himmelfahrt ist das Symbol dafür. Wenn der Mensch diesen physischen Leib verklärt hat, zum Geistigen zurückgebracht hat, dann ist er reif, daß sich das spirituelle Leben in ihn ergießt, daß er erleben wird das, was nach der Erklärung des größten Repräsentanten der Menschheit die «Ausgießung des Heiligen Geistes» genannt wird. Daher heißt es auch: «Drei sind, die da zeugen auf der Erde: das Blut, das Wasser und der Geist.» Das Pfingstfest ist die Ausgießung des Geistes in die Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das größte Ziel der Entwickelung ist symbolisch im Pfingstfeste ausgedrückt, nämlich daß der Mensch aus dem intellektuellen Leben wieder zu einem spirituellen Leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
vordringen soll. Wie Prometheus durch den Herakles von seinen Leiden befreit wurde, so wird es der Mensch werden durch die Kraft des Geistes. Dadurch, daß der Mensch heruntergestiegen ist in die Materie, ist er zum Selbstbewußtsein gekommen. Dadurch, daß er wieder hinaufsteigt, wird er zum selbstbewußten Deva werden. Von denen, die die Asuras verehrten und die Devas als etwas Satanisches erkannten, die nicht im tiefsten Inneren vordringen wollen, ist dieser Herunterstieg als etwas Teuflisches dargestellt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das ist in der griechischen Mythologie angedeutet. Der Repräsentant der unfreien Bewußtseinszustände ist Epimetheus der Nachdenkliche , der nicht aus voller Freiheit zur Erlösung kommen will, also der Gegner des Prometheus. Er bekommt von Zeus die Pandorabüchse, deren Inhalt Leiden und Plagen auf die Menschheit beim Öffnen herabfällt. Nur als letzte Gabe bleibt darin die Hoffnung, daß er in einem künftigen Zustande auch zu diesem höheren, klaren Bewußtsein vordringen werde. Es bleibt ihm die Hoffnung auf Befreiung. Prometheus rät ab, das zweifelhafte Geschenk des Gottes Zeus anzunehmen. Epimetheus gehorcht seinem Bruder nicht, sondern er nimmt das Geschenk an. Das Epimetheus-Geschenk ist weniger wichtig als das seines Bruders Prometheus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen wir, daß die Menschen in zwei Strömungen dahinleben. Die einen sind diejenigen, die an dem Freiheitsgefühl festhalten und trotzdem es gefährlich ist, das Spirituelle zu entwickeln es doch in Freiheit suchen. Die anderen sind diejenigen, die durch dumpfes Dahinleben und blinden Glauben ihre Befriedigung finden und in dem luziferischen Streben der Menschheit etwas Gefährliches wittern. Diejenigen, welche die äußeren Formen der Kirche begründet haben, haben das tiefste luziferische Streben entstellt. Die uralten Lehren darüber sind in geheimen Manuskripten enthalten, die in verborgenen Räumen kaum jemand gesehen hat. Einigen wenigen, die sie im Astrallichte zu sehen vermögen, und sonst noch einigen Eingeweihten sind sie zugänglich. Es ist allerdings ein gefährlicher Weg, aber es ist der einzige, der zu dem erhabenen Ziele der Freiheit führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geist des Menschen soll ein befreiter sein und kein dumpfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 032&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will auch das Christentum. Heil, heilen hängt zusammen mit heilig. Ein Geist, der heilig ist, der heilt, der befreit von Leiden und Plagen. Gesund und frei ist der Mensch, wenn er entrissen ist der Knechtung durch das Physiologische, wenn er befreit ist von dem Physiologischen. Denn der befreite Geist ist allein der gesunde, an dessen Körper kein Adler mehr nagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist das Pfingstfest aufzufassen als ein Symbol der Befreiung des Menschengeistes, als das große Symbol des menschlichen Ringens nach Freiheit, nach einem Bewußtsein in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das Osterfest ein Auferstehungsfest in der Natur ist, so ist das Pfingstfest ein Symbol für das Bewußtwerden des Menschengeistes, das Fest derjenigen, die wissen und erkennen, und davon durchdrungen die Freiheit suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen spirituellen Bewegungen in der modernen Zeit, welche zur Wahrnehmung der geistigen Welt bei klarem Tagesbewußtsein nicht in Trance, nicht im Hypnotismus hinführen, die sind es, welche zur Erkenntnis eines solchen bedeutsamen Symbols führen. Das klare Bewußtsein, daß nur der Geist befreit, das ist es, was uns vereint in der Theosophischen Gesellschaft. Nicht das Wort allein, sondern der Geist gibt ihr ihre Bedeutung. Der Geist, der ausgeht von den großen Meistern, der durchfließt durch einige wenige, die sagen können: Ich weiß, daß sie da sind, die großen Adepten, welche die Begründer der spirituellen Bewegung sind, nicht der Gesellschaft, ergießt sich in unsere Gegenwartskultur und gibt ihr die Impulse für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie einen Funken des Verständnisses für diesen Heiligen Geist wieder einfließen in das unverstandene Pfingstfest, dann wird es belebt werden und wieder Sinn bekommen. In einer sinnvollen Welt sollen wir leben. Wer gedankenlos Feste feiert, feiert sie als Anhänger des Epimetheus. Der Mensch muß sehen, was uns verbindet mit dem, was um uns ist, und auch mit dem, was unsichtbar in der Natur ist. Wir sollen wissen, wo wir stehen. Denn wir Menschen sind nicht zu einem traumhaften, halben, dumpfen Dahinleben, sondern wir sind zur freien, vollbewußten Entfaltung unserer ganzen Wesenheit bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= I  02, Der Gegensatz von Kain und Abel, Berlin, 10.06.1904 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 033&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gegensatz von Kain und Abel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 10. Juni 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon das letzte Mal habe ich darauf hingedeutet, daß sich in der Geschichte von Kain und Abel eine ganze Summe von okkulten Geheimnissen verbirgt. Auf einiges möchte ich heute hinweisen, aber gleich von vornherein betonen, daß das Verhältnis von Kain und Abel allerdings in seiner Tiefe erfaßt eine Allegorie für außerordentlich tiefe Geheimnisse ist, und wir nur imstande sein werden, aus den Voraussetzungen, die wir haben, einiges zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die fünf Bücher Moses verfolgen, so werden wir darin so manches finden, das geradezu hinweist auf die Entwickelung der Menschheit seit der lemurischen Zeit. Die Erzählung zum Beispiel von Adam und Eva und ihren Nachkommen ist nicht etwa einfach und naiv hinzunehmen. Ich bitte dabei zu berücksichtigen, daß wir es namentlich in den fünf Büchern Moses, im Enoch, in den Psalmen und einigen anderen wichtigen Kapiteln des Evangeliums, in dem Hebräerbriefe, in einigen Paulusbriefen und in der Apokalypse, durchaus mit Schriften von Eingeweihten zu tun haben, so daß wir in diesen Schriften einen okkulten Kern zu suchen haben. In den okkulten Schulen wurde überall über diesen Kern gesprochen. Wer nicht gedankenlos im höheren Sinn gedankenlos die Bibel liest, dem wird manches auffallen. Und ich möchte Sie auf etwas aufmerksam machen, was sehr leicht übersehen werden kann, aber einfach wörtlich gelesen werden muß, um zu sehen, daß hier nichts umsonst steht, und daß leicht in der Bibel über etwas hinweggelesen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie den ersten Satz im fünften Kapitel des ersten Buch Moses: «Dies ist das Buch von des Menschen Geschlecht. Da Gott den Menschen schuf, machte er ihn in Ähnlichkeit Gottes: Männlich-weiblich schuf er sie, segnete sie und nannte ihren Namen Mensch, in diesen Tagen, da er sie geschaffen hatte. Als Adam hundertdreißig Jahre gelebt hatte, zeugte er in seiner Ähnlichkeit, nach seinem Ebenbilde und nannte die Frucht auf den Namen Seth.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 034&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß wörtlich lesen. Adam selbst wird genannt ein Mensch schlechthin. Männlich-weiblich schuf Gott sie; noch nicht geschlechtlich, ungeschlechtlich. Und wie schuf er sie? In Gottes Ähnlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und außerdem im zweiten Satz: «Nach so und so viel Jahren» es sind da lange Zeiträume vorzustellen «zeugte Adam einen Sohn, Seth, nach seinem Ebenbild.» Im Anfang der adamitischen Zeit haben wir den Menschen nach Gottes Ebenbild, am Ende der adamitischen Zeit nach Adams Ebenbild, nach menschlichem Ebenbild. Früher war der Mensch dem Ebenbilde Gottes gemäß geschaffen. Später war er Adams Ebenbild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also im Anfange Menschen, die alle untereinander gleich sind, und alle sind sie nach dem Ebenbilde der Gottheit geschaffen. Sie pflanzten sich auf ungeschlechtlichem Wege fort. Wir müssen uns klar sein darüber, daß sie alle noch immer dieselbe Form haben, wie sie sie vom Ursprung her haben, so daß der Sohn dem Vater und der Enkel wieder dem Sohn ähnlich sehen. Was erst macht es, daß die Menschen sich ändern, sich differenzieren? Wodurch werden sie verschieden? Dadurch, daß an der Fortpflanzung zwei beteiligt sind. Der Sohn oder die Tochter, sie sehen auf der einen Seite dem Vater, auf der anderen Seite der Mutter ähnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie sich nun, Sie hätten eine ursprüngliche götterähnliche Rasse, und die pflanzte sich fort nicht dadurch, daß sie geschlechtlich, sondern ungeschlechtlich war: Der Nachkomme sieht immer der vorhergehenden Generation ähnlich. Es tritt keine Vermischung ein. Die Verschiedenheit trat erst auf, als die Seth-Zeit kam. Zwischen die Zeit von Adam und Seth aber fällt etwas anderes. Nämlich bevor der Übergang stattfindet von Adam zu Seth, werden zwei geboren, die wiederum wichtige Repräsentanten sind: Kain und Abel. Die stehen dazwischen, sind Übergangsprodukte. Sie sind noch nicht in der Zeit geboren, wo ausgesprochen der Charakter der geschlechtlichen Fortpflanzung vorhanden war. Das können wir entnehmen aus dem, was «Abel» und «Kain» heißt. «Abel» heißt auf Griechisch «Pneuma» und auf Deutsch «Geist», und wenn wir die sexuelle Bedeutung nehmen, so hat das einen entschieden weiblichen Charakter. «Kain» dagegen heißt fast wörtlich «das Männliche», so daß in Kain und Abel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 035&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einander gegenüberstehen das Männliche und das Weibliche. Noch nicht im rein Organischen: auf einer höheren, geistigen Stufe neigen sie zur Differenzierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bitte ich Sie, das genau festzuhalten. Ursprünglich war die Menschheit männlich-weiblich. Später wurde sie geschieden in das männliche und das weibliche Geschlecht. Das Männliche, Materielle haben wir in Kain, das Weibliche, Geistige in Abel-Seth. Die Differenzierung hat stattgefunden. Das ist symbolisiert in den Worten: Kain war ein Bebauer des Bodens und Abel war ein Hirte (1. Moses 4,2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Boden» heißt in den urältesten Sprachen so viel wie physischer Plan, und die drei Aggregatzustände des physischen Planes sind: die feste Erde, das Wasser und die Luft. «Kain wurde ein Ackerbauer», heißt in seiner urältesten Bedeutung: er lernte leben auf dem physischen Plan, er wurde Mensch auf dem physischen Plane. Das war der Charakter des Männlichen. Er bestand darin, daß er stark und kräftig war, um die Scholle des physischen Planes zu bearbeiten, und dann zurückzukehren von dem physischen zu den höheren Planen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Abel war ein Hirte.» Als Hirte nimmt man das Leben, wie es einem der Schöpfer darbietet. Man arbeitet die Herden nicht aus, sondern hütet sie bloß. Dadurch ist er der Repräsentant jenes Geschlechtes, das den Geist nicht durch den selbständig arbeitenden Verstand erlangt, sondern den Geist als Offenbarung von der Gottheit selber empfängt, ihn bloß hütet. Der Hüter der Herde, der Hüter dessen, was auf die Erde verpflanzt wird, das ist Abel. Derjenige, der selber etwas erarbeitet, das ist Kain. Kain legt die Grundlagen für das Zitherspiel und sonstige Künste (1. Moses 4,21,22).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kommt der Gegensatz, wie sie sich zur Gottheit verhalten. Abel empfängt das Geistige und bringt als Opfer das Beste, die höchste Frucht des Geistes dar. Gott wendet selbstverständlich weil es ja das ist, was er selbst auf die Erde gepflanzt hat mit Wohlgefallen seinen Blick auf das Opfer. Kain macht auf etwas anderes Anspruch. Er will sich mit den Produkten seines Verstandes an die Gottheit wenden. Das ist etwas, was der Gottheit ganz fremd ist, etwas, was der Mensch in seiner Freiheit sich errungen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 036&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kain ist der zu den Künsten und Wissenschaften strebende Mensch. Zunächst hat das keine Verwandtschaft mit der Gottheit. Eine tiefe Wahrheit ist damit ausgedrückt. Wer im Okkulten Erfahrung hat, der weiß, daß die Künste und Wissenschaften, trotzdem sie die Menschen frei gemacht haben, nicht das waren, was die Menschen zu dem Geistigen geführt hat; sie waren es gerade, was die Menschen weggeführt hat von dem eigentlich Spirituellen. Die Künste sind etwas, was auf dem eigenen Grund und Boden des Menschen, auf dem physischen Plan erwachsen ist. Das kann der Gottheit zunächst nicht wohlgefällig sein. Daraus entspringt der Gegensatz, daß der «Rauch», der Geist, den Gott selbst in die Erde gepflanzt hat, von Abel zur Gottheit emporstrebt, und daß der andere, der «Rauch» von Kain, auf der Erde bleibt. Das Selbständige bleibt auf der Erde, wie der Rauch des Kain.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist auch der Gegensatz zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen. Weiblich ist das, was inspiriert ist von dem, was von der Gottheit unmittelbar empfangen wird. Pneuma wird durch die Empfängnis errungen. Das, was Kain zu geben hat, ist menschliche Arbeit auf dem physischen Plan selbst. Das ist der Gegensatz zwischen dem weiblichen und dem männlichen Geist. Diese beiden stehen sich hier ursprünglich gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Mensch ist nicht nur physisch, sondern auch geistig Mann und Weib zugleich; er ist empfangender, sich inspirierenlassender Geist und das das Inspirierte verarbeitende, kombinierende Intellektuelle zugleich. Jetzt trennte sich das wir brauchen in dem Weiblichen und Männlichen weiterhin nur ein Symbol zu sehen , jetzt ging das Inspirationsprinzip auf diejenigen über, welche auf dem Standpunkte des Abel waren, auf die, welche Hirten und Priester blieben. Auf die anderen ging das Inspirationsprinzip nicht über; sie wurden dem Weltlichen zugewandte Wissenschafter und Künstler und beschränkten sich rein auf den physischen Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hätte nicht stattfinden können, ohne daß auch im Menschen eine Veränderung stattgefunden hat. Als der Mensch noch Mann-Weib war, da wäre es ihm nicht möglich gewesen, eine Trennung zu bewirken in spirituelle Weisheit und in intellektuelle Wissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 037&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst dadurch, daß der Mensch endgültig getrennt wurde in zwei Geschlechter, erst dadurch, daß die Menschheit geteilt wurde durch das Geschlechtliche, wurde das Gehirn auf den Standpunkt gebracht, daß es wirken konnte. Das Gehirn wurde männlich, die tiefere Wesenheit wurde das Weibliche. Der Mensch kann nur produzieren innerhalb seiner physischen Natur. Da bringt er etwas hervor, nämlich Nachkommen. Aber ein Geist, insofern er im Gehirn ist, ist männlich und produktiv auf den physischen Plan beschränkt.*) Dafür haben wir in Kain und Abel die repräsentative Darstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch nun, daß diese Spaltung eingetreten ist, ist es gekommen, daß in der Fortpflanzung des Menschengeschlechtes die Nachkommen nicht mehr bloß dem Vorfahren als solchem ähnlich sehen, sondern daß sie sich differenzierten. Ich bitte Sie, sich das Folgende vorzuhalten. Je größere Bedeutung das Sexuelle hat, desto mehr tritt Differenzierung auf. Wenn wir reine ungeschlechtliche Fortpflanzung vor uns hätten, so würden die nächsten Generationen den vorhergehenden ähnlich sehen. Eine Verschiedenheit in der Zeitfolge würde nicht stattfinden. Die Verschiedenheit entsteht nur dadurch, daß Vermischung stattfindet. Und wodurch wurde diese Vermischung möglich gemacht? Dadurch, daß das Männliche sich dem physischen Plane verschrieb. Kain wurde derjenige, welcher den Boden beackerte und veränderte. Diese äußere Verschiedenheit der Generationen wäre nicht in die Menschheit hineingekommen, wenn nicht ein Teil der Menschen heruntergestiegen wäre bis zum physischen Plan. Da war es nicht mehr wie früher, wo die Produktion von den höheren Planen heruntergestiegen ist. Jetzt wurde etwas verwoben in den Menschen dadurch, daß er sich etwas vom Physischen herausholte. Jetzt wird er ein Ebenbild dessen, was er auf dem physischen Plan erworben hat, und der Mensch trägt es hinauf zu den höheren Planen. Das Physische ist das Kainszeichen. Der physische Plan, in. seiner Wirkung auf den Menschen, ist ihm als Kainszeichen aufgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist der Mensch mit der Erde völlig verbunden, so daß ein Gegensatz zwischen Kain und Abel, ein Gegensatz zwischen Göttersohn und Sohn des physischen Planes ist, wobei die Söhne von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
___________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Siehe unter Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 038&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abel-Seth die Göttersöhne, die Söhne Kains die Söhne des physischen Planes darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden nun begreifen, daß das Ereignis von Kain und Abel zwischen Adam und Seth hineinfällt. Es ist da ein neues Prinzip in den Menschen eingetreten, das Prinzip der Erblichkeit, der Erbsünde, des der vorhergehenden Generation Unähnlichseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Göttersöhne sind aber noch geblieben. Nicht alle Abels sind aus der Welt geschafft. Und nun sehen wir, was auf die Erde gekommen ist dadurch, daß Kain auf die Frage: «Wo ist dein Bruder Abel?» antwortet: «Bin ich denn der Hüter meines Bruders?» Das hätte früher niemals ein Mensch gesagt. Das sagt nur ein Verstand, der gleichsam wie akustisch[?] auf das Spirituelle reagiert. Jetzt mischt sich das Prinzip des Kampfes, das Prinzip des Gegensatzes in das Prinzip der Liebe; jetzt ist der Egoismus geboren: «Bin ich denn der Hüter meines Bruders?»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abels, die geblieben sind, die waren die Göttersöhne; sie blieben dem Göttlichen verwandt. Aber sie mußten sich jetzt hüten, einzugehen in das Irdische. Und damit begann das Prinzip, das für denjenigen, der sich dem Göttlichen geweiht hat, zum Prinzip der Askese wird. Eine Sünde wird es, wenn er sich verbindet mit denjenigen, welche sich der Erde geweiht haben. Eine Sünde ist es, wenn «die Göttersöhne Gefallen finden an den Töchtern der Menschen aus dem Geschlechte des Kain».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus ging ein Geschlecht hervor, das gewöhnlich in den öffentlichen Büchern des Alten Testamentes nicht einmal erwähnt, sondern nur angedeutet wird: ein Geschlecht, das für physische Augen nicht wahrnehmbar ist. Es wird in der okkulten Sprache «Rakshasas» genannt und ist ähnlich den «Asuras» der Inder. Es sind das teuflische Wesen, die wirklich vorhanden waren und verführend auf die Menschen wirkten, so daß das menschliche Geschlecht selbst herabkam. Diese «Poussade» der Göttersöhne mit den Töchtern der Menschen gab ein Geschlecht, welches besonders verführend wurde für die vierte Unterrasse der Atlantier, die Turanier, und zum Untergange des Menschengeschlechtes führte. Einiges wird hinübergerettet in die neue Welt. Die Sintflut ist die Flut, welche Atlantis vernichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 039&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die verführt waren von den Rakshasas, waren nach und nach verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt muß ich etwas sagen, was Ihnen jedenfalls sehr eigenartig erscheinen wird, was aber unendlich wichtig ist zu wissen, was von einer ganz besonderen Bedeutung ist und ein okkultes Geheimnis durch viele Jahrhunderte hindurch war für die Außenwelt, und was für den Verstand der meisten unglaublich erscheinen wird, aber trotzdem wahr ist. Ich kann Ihnen die Versicherung geben, daß jeder Okkultist sich oft überzeugt in dem, was wir die Akasha-Chronik nennen, ob das so ist. Aber es ist so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Rakshasas sind vorhanden, sie sind wirklich vorhanden gewesen tätig, aktiv als Verführer der Menschen. Sie haben gewirkt auf die menschlichen Leidenschaften bis zu dem Zeitpunkte, wo sich in Jesus von Nazareth der Christus inkarnierte und in einer menschlichen Leiblichkeit das Buddhiprinzip selbst gegenwärtig geworden ist auf der Erde. Nun mögen Sie das glauben oder nicht: das hat eine kosmische Bedeutung, das hat eine Bedeutung, die hinausreicht über den irdischen Plan. Die Bibel drückt das nicht umsonst so aus: Christus ist in die Vorhölle hinabgestiegen. Da waren nicht mehr menschliche Wesen, er hatte es mit geistigen Wesen zu tun. Die Wesen der Rakshasas kamen dadurch in einen Zustand der Lähmung und Lethargie. Sie wurden gleichsam im Zaume gehalten, so daß sie unbeweglich wurden. Dies konnten sie nur dadurch werden, daß ihnen von zwei Seiten her entgegengewirkt wurde. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn in Jesus von Nazareth nicht zwei Naturen vereinigt gewesen wären: auf der einen Seite der alte Chela, der ganz verbunden war mit dem physischen Plan, der auch auf dem physischen Plane wirken konnte und durch seine Kräfte ihn im Gleichgewicht halten konnte und auf der anderen Seite der Christus selbst, ein reines Geistwesen. Das ist das kosmische Problem, das dem Christentum zugrunde liegt. Es ist damals auf okkultem Felde etwas geschehen; es ist dies die Bannung der Feinde des Menschentums, nachklingend in der Sage des Antichrist, der gefesselt wurde, aber wieder erscheinen wird, wenn ihm nicht das christliche Prinzip in seiner Ursprünglichkeit wieder entgegentritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 040&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ganze Okkultismus des Mittelalters strebte darnach, die Wirkung der Rakshasas nicht heraufkommen zu lassen. Diejenigen, welche auf höheren Planen sehen können, haben schon längst vorhergesehen, daß der Zeitpunkt, wo es geschehen kann, am Ende des 19. Jahrhunderts, an der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert, eintreten kann. Nostradamus, der in einem Turm arbeitete, der oben offen war, der auch Hilfe in der Pest brachte, war imstande, die Zukunft vorherzusagen. Er schrieb eine Anzahl prophetischer Verse, in denen Sie den Krieg von 1870 und manches über Marie-Antoinette als bereits erfüllte Prophezeiungen nachlesen können. In diesen Centurien des Nostradamus steht auch folgendes (Centurie 10,75): Wenn das 19. Jahrhundert zu Ende sein wird, wird einer der Hermesbrüder von Asien erscheinen und wird die Menschheit wieder vereinen. Die Theosophische Gesellschaft ist nichts anderes als eine Erfüllung dieser Prophezeiung des Nostradamus. Die Entgegenwirkung gegen die Rakshasas und die ursprünglichen Mysterien wieder aufzurichten, ist ein Bestreben der Theosophischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen, daß Jesus Christus nach dem Tode noch zehn Jahre auf der Erde geblieben ist. Die «Pistis-Sophia» enthält die tiefsten theosophischen Lehren, sie ist viel tiefer als Sinnetts «Esoterischer Buddhismus». Jesus war immer und immer wieder inkarniert. Ihm fällt die Aufgabe zu, das Mysterienprinzip wieder zu beleben. Dahinter steckt nicht eine kulturgeschichtliche oder physische Tatsache, sondern die Tatsache, die ich Ihnen, als dem Okkultisten wohlbekannt, auseinandergesetzt habe: der Kampf gegen die Rakshasas. Sie sehen, hier liegt ein großes und wichtiges okkultes Geheimnis verborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie können mich nun fragen: Warum wird das in allegorischer Form gesagt und nicht in offener Sprache? Ich muß hier darauf aufmerksam machen, daß diejenigen, welche große Lehrer der Menschheit waren, wie Moses, die indischen Rishis, Hermes, Christus, die ersten christlichen Lehrer, auf dem Standpunkte des Prinzips der Reinkarnation gestanden haben. Und diese allegorische Art der Mitteilung hat einen guten Sinn. Wenn zum Beispiel die Druidenpriester von «Nebelheim», von dem «Riesen Ymir» und so weiter erzählten, so war das natürlich keine Volksdichtung. Der Druidenpriester wußte vielmehr:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 041&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Menschengeist, dem ich heute die Märchen einpräge, wird, wenn er sich wieder inkarnieren wird, dazu vorbereitet sein, die Wahrheit in einer vollkommeneren Form zu erfassen. Alle diese Märchen sind unter der Voraussetzung gemacht, daß der Geist sich wieder inkarniert, um dann eben später die Wahrheit um so leichter zu erfassen. Diesen Märchen liegt nicht der Glaube, sondern die Erkenntnis, die Erfahrung der Reinkarnation zugrunde. Sogar die Verleugnung der Reinkarnation vom dritten Jahrhundert des Christentums an ist unter der Voraussetzung der Reinkarnation geschehen, weil man die Menschen so recht herunterziehen wollte in Kama-Manas, ungefähr so viel, bis alles Geistige durch die Inkarnation durchgegangen ist. Daher hatte das Christentum 1500 Jahre kein Wissen von der Reinkarnation. Wollten wir die Reinkarnationslehre weiter vorenthalten, so würden wir den Menschen ein zweites Mal diese Kenntnis vorenthalten. Das wäre aber eine große Sünde, eine Versündigung an der Menschheit. Die einmalige Vorenthaltung war aber schon notwendig, denn das eine Leben zwischen Geburt und Tod mußte den Menschen auch wertvoll gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= I  03, Die Mysterien der Druiden u. Drotten, 30.09.1904 =&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 042&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mysterien der Druiden und Drotten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 30. September 1904 (Notizen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere mittelalterlichen Erzählungen Parzival, Tafelrunde, Hartmann von Aue zeigen uns alle, obgleich gewöhnlich nur dem äußeren Sinn nach verstanden, esoterische Gestaltungen mystischer Wahrheiten. Wo ist der Ursprung zu suchen? Vor der Verbreitung des Christentums müssen wir den Ursprung suchen. In das Christentum hinein ist organisch gewachsen, was in Irland, Schottland [Lücke] gelebt hat. Wir werden an einen bestimmten Mittelpunkt geführt, von dem dieses Geistesleben ausgegangen ist. Das geistige Leben [Europas] ging aus von einer Zentralloge in Skandinavien. Drottenloge. Druiden = Eiche. Deshalb spricht man äußerlich, daß die alten Deutschen unter Eichen ihre Weisungen empfingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drotten oder Druiden waren uralte germanische Eingeweihte. In England bestanden sie bis zu Zeiten der Königin Elisabeth. Alles was wir in der Edda lesen können und in der uralten germanischen Sagenwelt finden können, geht zurück bis in die Tempel der Drotten oder Druiden. Der Dichter ist immer ein Druidenpriester. Die Sagen stellen nicht irgendein Symbol oder eine Allegorie dar, dies auch, aber noch anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Wir kennen die Sage Baldurs, wissen, daß Baldur die Hoffnung der Götter ist, daß er vom Gotte Loki getötet wird mit dem Mistelzweig. Der Gott des Lichtes getötet! Diese ganze Erzählung hat tiefen Mysteriensinn, den jeder, der eingeweiht wurde, nicht nur lernte, sondern zu erleben hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mysterien. Einweihung: Der erste Akt war benannt das Aufsuchen des Leichnams Baldurs. Es wurde gedacht, daß Baldur immer lebendig ist. Das Aufsuchen bestand in einer völligen Aufklärung über die Natur des Menschen. Denn Baldur war der Mensch, wie er verlorengegangen ist. Einstmals lebte nicht der Mensch von heute, sondern ein anderer, der nicht differenziert war, nicht hinuntergedrückt bis zum Erleben der Leidenschaften, in einer feineren flüchtigen Materie. Baldur, der leuchtende Mensch. Bei wirklichem Verständnis sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 043&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Dinge, die uns als Symbol erscheinen, in höherem Sinne zu nehmen. Dieser Mensch, der nicht untergetaucht ist in das, was wir heute Materie nennen, ist Baldur. Er wohnt in einem jeden von uns. Der Druidenpriester mußte in sich selbst diesen höheren Menschen suchen. Ihm wurde klargemacht, worin diese Differenzierung besteht, von den hohen zu den niederen [Lücke].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geheimnis aller Einweihung ist, den höheren Menschen in sich zu gebären. Was der Priester schneller durchmacht, werden die Menschen in langer Entwickelungsreihe durchmachen. Damit diese Druiden Führer der übrigen Menschen sein konnten, dazu mußten sie diese Einweihung empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefer gestiegene Mensch muß nun die Materie überwinden und jenen höheren Zustand wieder erreichen. Diese Geburt des höheren Menschen verläuft in allen Mysterien in einer bestimmten gleichen Weise. Den in der Materie untergegangenen Menschen hatte man wieder zu beleben, durch eine Reihe von Erfahrungen mußte man gehen, wirkliche Erfahrung, die wie kein sinnliches Erlebnis auf diesem Plan sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Etappen. Die erste war, daß man vor den sogenannten Thron der Notwendigkeit geführt wurde. Man stand vor dem Abgrund; erfuhr wirklich an dem eigenen Leibe, wie es sich in den niederen Naturreichen lebt. Der Mensch ist Mineral und Pflanze, aber erfahren kann der gegenwärtige Mensch heute nicht, kann nicht erleben, was die elementaren Stoffe erleben, und doch rührt das Eherne, Zwingende in der Welt davon her, daß wir auch Mineralien, Pflanzen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Stufe führte den Menschen vor alles das, was im Tierreich lebt. Alles, was an Leidenschaften, Begierden lebt, mußte man durcheinanderwogen und -wirbeln sehen. Der Mensch mußte das anschauen, weil die Einweihung den Zweck hat, hinter die Kulissen des Weltendaseins zu schauen. Der Mensch weiß nicht, daß durch seine physische Hülle nur verdeckt wird, was durch den astralen Raum wirbelt. Der Schleier der Maja ist eine wirkliche Hülle und wer eingeweiht wird, muß dahintersehen die Hüllen fallen, klar [schauen] wird der Mensch. Das ist ein besonderer Moment: der Priester wurde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
gewahr, daß sie [die Hüllen] eingedämmt hatten Triebe, die, wenn sie losgelassen würden, furchtbar wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Stufe führte zur Anschauung der großen Natur. Das ist eine Stufe, die der Mensch ohne Vorbereitung noch sehr schwer begreiflich findet. Daß da okkulte gewaltige Mächte ruhen und in diesen Naturkräften sich die Weltenleidenschaften ausdrücken, das ist etwas, was den Menschen aufmerksam macht, daß es Kräfte gibt, die er nicht einmal so erlebt wie sein eigenes Leid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Prüfung nennt man die Übergabe der Schlange durch den Hierophanten. Man kann dies nur durch die Wirkungen erklären, die von hier ausgehen. Die Tantalussage erklärt sie uns. Die Gunst, im Rate der Götter zu sitzen, kann mißbraucht werden. Es bedeutet eine Wirklichkeit, die den Menschen gewiß über sich selbst hinaushebt, aber an Gefahren bindet, die nicht übertrieben sind im Tantalidenfluch. In der Regel sagt der Mensch, er vermag nichts gegen die Naturgesetze. Diese sind Gedanken. Mit dem Gedanken, der nur ein schattenhafter Gehirngedanke ist, kann man nichts machen; mit dem schaffenden Gedanken, der die Weltendinge baut und konstruiert, dem produktiven, fruchtbaren, haben wir anstelle des passiven denjenigen, der durchsetzt ist mit spiritueller, geistiger Kraft. Eine Raupe ausgeblasen, ist Hülle der Raupe; vom [produktiven] Gedanken durchsetzt, ist sie die lebendige Raupe. In den Hüllengedanken wird wirkende, schaffende Kraft gegossen, so daß der Priester imstande ist, nicht nur die Welt anzuschauen, sondern als Magier in ihr zu wirken. Die Gefahr ist, Mißbrauch zu treiben. Er kann [Lücke].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser Stufe erhält der Okkultist eine gewisse Macht, durch die er selbst höhere Wesenheiten zu täuschen in der Lage ist. Er muß Wahrheiten nicht nur nachsprechen, sondern erfahren; entscheiden, ob etwas wahr oder falsch ist. Das heißt: die Übergabe der Schlange durch den Hierophanten. [Sie bedeutet auf geistigem Gebiet dasselbe, was im Physischen der Ansatz eines Rückenmarks bedeutet. In der Tierheit kommen wir durch die Fische, Amphibien und so weiter hinauf bis zum Gehirn der Wirbeltiere und des Menschen. Vgl. unter Hinweise.] Im Geistigen gibt es ebenso ein Rückgrat, wo es sich entscheidet, ob man ein geistiges Gehirn bekommt. Diesen Prozeß macht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 045&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Mensch durch auf dieser Stufe der Entwickelung. Er wird hinausgehoben aus Kama und versehen mit dem geistigen Rückgrat, um in die Wirbel des geistigen Gehirns gehoben zu werden. Die Windungen des Labyrinths sind auf dem geistigen Plan dasselbe, was die Windungen des Gehirns sind. Der Mensch erhält Einlaß in das Labyrinth, in die Windungen innerhalb der höheren Plane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann mußte er Verschwiegenheit schwören, ein blankes Schwert lag vor ihm und den stärksten Eid mußte er schwören. Das hieß, daß der Mensch nunmehr schweigen würde über seine Erlebnisse gegenüber dem, der nicht eingeweiht war wie er. Diese eigentlichen Geheimnisse können unmöglich ohne weiteres mitgeteilt werden. Er [der Eingeweihte] hatte aber die Möglichkeit, die Sagen so zu gestalten, daß sie der Ausdruck des Ewigen sind. Konnte man in dieser Weise sich aussprechen, hatte man natürlich über seine Mitmenschen eine große Gewalt. Wer eine solche Sage formt, prägt etwas in den menschlichen Geist ein. Was man so spricht, wird wieder vergessen und nur das allerwenigste überdauert den Tod. Ewige Wahrheiten überdauern am längsten den Tod. Vom niederen Wissenschaftlichen überdauert sehr wenig den Tod. Das Ewige ja, und erscheint wieder in einer neuen Inkarnation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druidenpriester sprach aus einem höheren Plan heraus. Waren seine Erzählungen der Ausdruck höherer Wahrheiten, wenn auch einfach, so drangen sie tief in die Seelen hinein. Er hatte einfache Menschen vor sich, aber die Wahrheiten drangen in die Seelen hinein und sie hatten etwas einverleibt, was wieder in neuen Inkarnationen geboren wird. Damals haben die Menschen Märchenwahrheiten erlebt; so haben wir heute einen präparierten Geistkörper und wenn wir heute höhere Wahrheiten begreifen, so ist es, weil wir präpariert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat diese Zeit, die im Jahre 60 aufhörte, das Geistesleben Europas vorbereitet, den Boden abgegeben, auf dem sich das Christentum hat aufbauen können. Ihre Lehren haben sich erhalten, und wer sucht, findet noch den Zugang zu dem, was in diesen Logen gelehrt wurde. Nachdem er [der Druidenpriester] seinen Schwur auf das Schwert abgelegt hatte, mußte er ein bestimmtes Getränk trinken, und zwar aus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 046&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einem Menschenschädel. Dies hatte die Bedeutung, daß der Mensch hinausgewachsen war über das Menschliche. Dieses Gefühl mußte der Druidenpriester gegenüber dem niederen Leibe haben. Was in dem Leibe lebte, mußte er so objektiv, so kalt empfinden, daß er ihn nur als ein Gefäß betrachtete. Dann wurde er eingeweiht in die höheren Geheimnisse und wie er wieder hinaufstieg in die höheren Welten. Baldur [Lücke]. Er wurde in einen Riesenpalast geführt, der überdeckt war mit funkelnden Schwertern. Ein Mann trat ihm entgegen, der sieben Blumen hinauswarf. Himmelsraum, Cherubim, Demiurg. So wurde er ein wirklicher Sonnenpriester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele lesen die Edda und wissen nicht, daß sie eine Erzählung ist von dem, was sich in den alten Drottenmysterien wirklich ereignet hat. Eine ungeheure Macht lag in den Händen der alten Drottenpriester, über Leben und Tod. Es ist eine Wahrheit, daß alles im Laufe der Zeiten korrumpiert wird. Es war einst das Höchste, Heiligste. In den Zeiten, wo das Christentum sich ausbreitete, war vieles ausgeartet und es gab viele schwarze Magier, so daß das Christentum wie eine Erlösung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alleinige Studium dieser alten Wahrheiten veranschaulicht fast den ganzen Okkultismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Stein wurde in dem Druidentempel auf den anderen gelegt wie heute, sondern genau nach astronomischen Maßen. Türen waren nach Himmelsmaß gebaut. Menschheitsbauer waren die Druidenpriester. Ein schwaches Abbild davon hat sich in den Anschauungen der Freimaurer erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lernt man die astrale Materie durchschauen, sieht man&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Sonne um Mitternacht: 1. Einweihung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übergabe der Schlange: 2. Einweihung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gang in dem Labyrinth: 3. Einweihung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= I  04, Die Prometheussage, Berlin, 7.10.1904 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 047&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prometheussage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 7. Oktober 1904)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe das letzte Mal versucht, Ihnen zu zeigen, wie die Einweihung in den alten Druidenlogen geschah. Heute möchte ich etwas ausführen, was damit zwar verwandt ist, was vielleicht aber doch scheinbar etwas weiter abliegt. Aber wir werden sehen, wie wir das Verständnis unserer Menschheitsentwickelung immer mehr und mehr in seiner Tiefe kennenlernen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben wohl aus meinen verschiedenen Freitagsvorträgen ersehen, daß die Sagenwelt der verschiedenen Völker einen tiefen Gehalt hat, und daß die Mythen der Ausdruck von tiefen esoterischen Wahrheiten sind. Nun möchte ich heute sprechen von einer der interessantesten Sagen, von einer Sage, die im Zusammenhange steht mit der ganzen Entwickelung unserer fünften Wurzelrasse. Dabei werden Sie zu gleicher Zeit sehen, wie der Esoteriker immer drei Stufen des Verständnisses der Sagenwelt durchmachen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst leben die Sagen in irgendeinem Volke, und sie werden exoterisch, äußerlich-wörtlich genommen. Dann beginnt der Unglaube an diese wörtliche Auffassung der Sagen, und es versuchen die Gebildeten eine symbolische, eine sinnbildliche Deutung der Sagen. Hinter diesen zwei Deutungen stecken aber noch fünf andere Deutungen; denn jede Sage hat sieben Deutungen. Die dritte ist diejenige, wo Sie in der Lage sind, die Sagen wiederum in einer gewissen Weise wörtlich zu nehmen. Allerdings müssen Sie erst die Sprache verstehen lernen, in der die Sagen verfaßt sind. Heute möchte ich über eine Sage sprechen, deren Verständnis nicht so leicht zu erlangen ist, über die Prometheussage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Kapitel im zweiten Bande der «Geheimlehre» von H. P. Blavatsky werden Sie etwas darüber finden, und daraus auch ersehen, welch tiefer Gehalt in dieser Sage steckt. Dennoch ist es nicht immer möglich, in gedruckten Schriften die letzten Dinge zu sagen. Heute können wir noch ein wenig über die Ausführungen in der «Geheimlehre» von H. P. Blavatsky hinausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 048&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prometheus gehört der griechischen Sagenwelt an. Er und sein Bruder Epimetheus sind die Söhne eines Titanen, Japetos. Und die Titanen selbst sind die Söhne der ältesten griechischen Gottheit, von Uranos und seiner Gemahlin, der Gaia. Uranos würde, ins Deutsche übersetzt, bedeuten «der Himmel» und Gaia «die Erde». Ich bemerke noch ausdrücklich, daß Uranos im Griechischen dasselbe ist wie Varuna im Indischen. Ein Titan also, ein Nachkomme der Söhne des Uranos und der Gaia, ist Prometheus und ebenso sein Bruder Epimetheus. Der jüngste der Titanen, Kronos, die Zeit, hat seinen Vater Uranos entthront und sich selbst der Herrschaft bemächtigt. Dafür wurde er wiederum von seinem Sohne Zeus entthront und mit allen Titanen in den Tartaros, den Abgrund oder die Unterwelt verstoßen. Nur der Titan Prometheus und sein Bruder Epimetheus hielten zu Zeus. Sie standen damals auf der Seite des Zeus und kämpften gegen die anderen Titanen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wollte Zeus aber auch das Menschengeschlecht, das übermütig geworden war, vertilgen. Da machte sich Prometheus zum Anwalt des Menschengeschlechts. Er sann darauf, wie er dem Menschengeschlecht etwas geben könne, womit es sich selbst retten könne und nicht mehr bloß angewiesen sei auf die Hilfe des Zeus. So wird uns erzählt, daß Prometheus den Menschen den Gebrauch der Schrift und der Künste gelehrt habe, namentlich aber den Gebrauch des Feuers. Dadurch aber hat er den Zorn des Zeus auf sich geladen. Er wurde wegen dieses Zornes des Zeus an den Kaukasus angeschmiedet und mußte dort lange Zeit große Qual erdulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird uns ferner noch erzählt, daß nunmehr die Götter, Zeus an der Spitze, den Hephaistos, den Gott der Schmiedekunst, veranlaßt haben, eine weibliche Bildsäule zu verfertigen. Diese weibliche Bildsäule war mit allen Eigenschaften ausgestattet, welche die äußere Dekoration des Menschengeschlechts der fünften Wurzelrasse sind. Diese weibliche Bildsäule war die Pandora. Pandora wurde veranlaßt, Gaben an die Menschheit heranzubringen, zunächst an den Bruder des Prometheus, an den Epimetheus. Zwar warnte Prometheus den Bruder, diese Gaben anzunehmen; dieser ließ sich aber dennoch bereden und nahm die Gaben der Götter an. Es wurde alles auf die Menschheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 049&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ausgeschüttet, nur eines wurde zurückbehalten: die Hoffnung. Diese Gaben sind zum größten Teile Plagen und Leiden für die Menschheit; nur die Hoffnung wurde in der Büchse der Pandora zurückbehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prometheus wird also angeschmiedet am Kaukasus, und an seiner Leber nagt fortwährend ein Geier. Hier duldet er. Er weiß aber etwas, was eine Bürgschaft für seine Rettung ist. Er weiß ein Geheimnis, das selbst Zeus nicht weiß, das dieser aber wissen will. Er verrät es indessen nicht, trotzdem Zeus den Götterboten Hermes zu ihm schickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wird uns im Laufe der Sage seine merkwürdige Befreiung erzählt. Es wird erzählt, daß Prometheus nur befreit werden kann durch das Eingreifen eines Eingeweihten, eines Initiierten. Und ein solcher Initiierter war der Grieche Herakles; Herakles, der die zwölf Arbeiten verrichtet hat. Die Verrichtung dieser zwölf Arbeiten ist die Leistung eines Initiierten. Es sind die zwölf Initiationsprüfungen, symbolisch ausgedrückt. Außerdem wird von Herakles gesagt, daß er sich in die Eleusinischen Mysterien habe einweihen lassen. Er vermag Prometheus zu retten. Es mußte sich aber noch jemand opfern, und es opferte sich für Prometheus der Kentaur Chiron. Der litt da schon an einer unheilbaren Krankheit. Er war halb Tier, halb Mensch. Er erleidet den Tod und Prometheus wurde dadurch gerettet. Das ist die äußere Struktur der Prometheussage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Sage liegt die ganze Geschichte der fünften Wurzelrasse, und es ist in ihr wirkliche Mysterienwahrheit eingeschlossen. Diese Sage wurde in Griechenland wirklich als Sage erzählt. Aber auch in den Mysterien wurde sie wirklich dargestellt, so daß der Mysterienschüler das Schicksal des Prometheus vor sich sah. Und in diesem sollte er die Vergangenheit und Zukunft der ganzen fünften Wurzelrasse sehen. Das Verständnis hierfür können Sie nur erlangen, wenn Sie eines berücksichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte der lemurischen Rasse war erst das [erreicht], was man als die Menschwerdung bezeichnet; Menschwerdung in dem Sinne, wie wir heute Menschen haben. Diese Menschheit wurde geführt von großen Lehrern und Führern, die wir als die «Söhne des Feuernebels»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 050&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bezeichnen. Heute wird die Menschheit der fünften Wurzelrasse auch geführt von großen Eingeweihten, aber unsere Eingeweihten sind anderer Art als die damaligen Führer der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Unterschied müssen Sie sich jetzt klarmachen. Es ist ein großer Unterschied zwischen den Führern der zwei vorhergehenden Rassen und den Führern unserer fünften Wurzelrasse. Auch die Führer jener Rassen waren vereinigt in einer weißen Bruderloge. Diese hatten aber ihre vorherige Entwickelung nicht auf unserem Erdplaneten durchgemacht, sondern auf anderen Schauplätzen. Sie waren auf die Erde herabgestiegen schon als reife höhere Menschen, um die Menschen, die noch in ihrer Kindheit waren, bei ihrer ersten Entstehung zu unterrichten, sie die ersten Künste zu lehren, die sie brauchten. Diese Lehrzeit dauerte durch die dritte, vierte, ja bis in die fünfte Wurzelrasse herein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese fünfte Wurzelrasse hat ihren Ursprung genommen von einem kleinen Häuflein Menschen, die ausgesondert worden waren aus der vorhergehenden Wurzelrasse. Sie wurden herangezogen in der Wüste Gobi und verbreiteten sich dann strahlenförmig über die Erde. Der erste Führer, der den Impuls gegeben hat zu dieser Menschheitsentwickelung, das war einer der sogenannten Manus, der Manu der fünften Wurzelrasse. Dieser Manu gehört noch zu jenen Führern des Menschengeschlechts, die zur Zeit der dritten Wurzelrasse herabgestiegen sind. Das war noch einer der Führer, die ihre Entwickelung nicht nur auf der Erde durchgemacht haben, sondern die ihre Reife hereingebracht haben auf unsere Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in der fünften Wurzelrasse beginnt die Entwickelung von solchen Manus, die Menschen wie wir selbst sind, die wie wir ihre Entwickelung nur auf der Erde durchgemacht haben, die sozusagen von der Pike auf sich auf der Erde entwickeln. Wir haben also Menschen, die höhere Führer- und Meisterpersönlichkeiten schon sind, und solche, die sich bemühen, Führer- und Meisterpersönlichkeiten zu werden; so daß wir innerhalb der fünften Wurzelrasse Chelas und Meister haben, die zur früheren Rasse gehören, und Chelas und Meister, die alles durchgemacht haben, was Menschen von der Mitte der lemurischen Zeit an durchgemacht haben. Einer der Meister, die die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 051&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führung der fünften Wurzelrasse haben, ist dazu ausersehen, die Führung der sechsten Wurzelrasse zu übernehmen. Die sechste Wurzelrasse wird die erste sein, die von einem Erdenbruder als Manu geleitet sein wird. Die früheren Meister, die Manus der anderen Welten, geben dem Erdenbruder die Führung der Menschheit ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufdämmern unserer fünften Wurzelrasse fällt zusammen alles das, was wir die Entwickelung der Künste nennen. Die Atlantier hatten noch ein ganz anderes Leben. Erfindungen und Entdeckungen hatten sie nicht. Sie arbeiteten in ganz anderer Weise. Ihre Technik und ihre Kunst waren ganz anders. Erst mit unserer fünften Wurzelrasse entwickelte sich das, was wir in unserem Sinne Technik und Künste nennen. Die wichtigste Erfindung ist die Erfindung des Feuers. Machen Sie sich das einmal klar. Machen Sie sich klar, was heute in unserer ausgebreiteten Technik, Industrie und Kunst von dem Feuer abhängt. Ich glaube, der Techniker wird mir Recht geben, wenn ich sage, daß ohne das Feuer gar nichts von der ganzen Technik möglich wäre, so daß wir sagen dürfen, mit der Erfindung des Feuers war die grundlegende Erfindung, der Impuls für alle anderen Erfindungen gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu müssen Sie noch nehmen, daß man unter dem Feuer in der Zeit, als die Prometheussage entstand, alles dasjenige verstand, was irgendwie mit Wärme zusammenhing. Man verstand darunter auch die Ursache des Blitzes. Die Ursachen aller Wärmeerscheinungen wurden zusammengefaßt unter dem Ausdruck des Feuers. Das Bewußtsein davon, daß die Menschheit der fünften Rasse unter dem Zeichen des Feuers steht, das drückt sich zunächst in der Prometheussage aus. Und Prometheus ist nichts anderes als der Repräsentant der ganzen fünften Wurzelrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Bruder ist Epimetheus. Zunächst übersetzen wir uns einmal die zwei Worte: Prometheus heißt auf deutsch der Vordenkende, Epimetheus heißt der Nachdenkende. Da haben Sie die zwei Tätigkeiten des menschlichen Denkens klar auseinandergelegt in den nachdenkenden Menschen und in den vordenkenden Menschen. Der nachdenkende Mensch ist derjenige, welcher die Dinge dieser Welt auf sich wirken läßt und dann hinterher denkt. Ein solches Denken ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 052&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das kama-manasische Denken. Von einem gewissen Gesichtspunkt aus gesehen heißt Kama-Manas-Denken: zuerst die Welt auf sich wirken lassen und dann hinterher denken. Der Mensch der fünften Wurzelrasse denkt heute noch hauptsächlich wie Epimetheus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern aber der Mensch nicht das, was schon da ist, auf sich wirken läßt, sondern Zukunft schafft, Erfinder und Entdecker ist, insofern ist er ein Prometheus, ein Vordenker. Niemals würden Erfindungen gemacht werden können, wenn der Mensch nur Epimetheus wäre. Eine Erfindung wird dadurch gemacht, daß der Mensch etwas schafft, was noch nicht da ist. Zuerst ist es im Gedanken da, und dann wird der Gedanke umgesetzt in die Wirklichkeit. Dieses ist das Prometheusdenken. Dieses Prometheusdenken ist innerhalb der fünften Wurzelrasse das manasische Denken. Kama-manasisches und manasisches Denken gehen wie zwei Ströme nebeneinander her in der fünften Wurzelrasse. Allmählich wird das manasische Denken immer weiter und weiter ausgebreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses manasische Denken der fünften Wurzelrasse hat noch eine besondere Eigentümlichkeit. Das verstehen wir, wenn wir zurückblicken auf die atlantische Wurzelrasse. Diese hatte mehr ein instinktives Denken, welches noch in Verbindung war mit der Lebenskraft. Die atlantische Wurzelrasse war noch imstande, aus der Samenkraft sich eine Bewegungskraft zu bilden. Wie heute der Mensch in den Kohlenlagern eine Art Reservoir hat an Kraft, die er in Dampf verwandelt zur Fortbewegung der Lokomotiven und Lasten, so hatte der Atlantier große Lager von Pflanzensamen, welche Kräfte enthielten, die er umwandeln konnte in Fortbewegungskraft, von der getrieben wurden jene Fahrzeuge, die in Scott-Elliots Broschüre über die Atlantis beschrieben werden. Diese Kunst ist verlorengegangen. Der Geist des atlantischen Menschen bezwang noch die lebendige Natur, die Samenkraft. Der Geist der fünften Rasse kann nur die leblose Natur, die im Stein, in den Mineralien liegenden Werdekräfte besiegen. So ist das Manas der fünften Wurzelrasse gefesselt an die mineralischen Kräfte, wie die atlantische Rasse gebunden war an die Lebenskräfte. Alle Prometheuskraft ist gefesselt an den Felsen, an die Erde. Daher ist auch Petrus der Fels, auf den Christus baute. Es ist dasselbe wie der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 053&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fels des Kaukasus. Der Mensch der fünften Rasse hat auf dem rein physischen Plan seine Entwickelung zu suchen. Er ist gefesselt an unorganische, an mineralische Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuchen Sie einmal, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, was es heißt, wenn man von dieser Technik der fünften Rasse spricht. Wozu ist sie da? Wenn Sie sich einen Überblick verschaffen, so werden Sie sehen, daß so großartig und gewaltig auch die Resultate sind , wenn die Verstandeskraft, das Manasische angewendet wird auf das Unorganische, das Mineralische, daß trotzdem im großen und ganzen es der menschliche Egoismus ist, das menschliche persönliche Interesse, wozu alle diese ganzen Kräfte der Erfindungen und Entdeckungen der fünften Wurzelrasse zuletzt angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen Sie von der ersten Entdeckung und Erfindung aus und gehen Sie herauf bis zum Telephon, bis zu unseren neuesten Erfindungen und Entdeckungen, so werden Sie sehen, wie zwar große und gewaltige Kräfte durch diese Erfindungen und Entdeckungen uns dienstbar gemacht worden sind, aber wozu dienen sie? Was holen wir mit Eisenbahn und Dampfschiffen aus fernen Ländern? Wir holen uns Nahrungsmittel, wir verlangen durch das Telephon Nahrungsmittel. Im Grunde ist es das menschliche Kama, das nach diesen Erfindungen und Entdeckungen in der fünften Wurzelrasse verlangt. Das ist das, was man sich in objektiver Betrachtung einmal klarlegen muß. Dann wird man auch wissen, wie jener höhere Mensch, welcher hineinversetzt wird in die Materie, in der Tat während der fünften Wurzelrasse an die Materie gefesselt ist dadurch, daß sein Kama die Befriedigung innerhalb der Materie verlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie im Esoterischen sich umsehen, so werden Sie finden, daß die Prinzipien des Menschen in Beziehung stehen zu ganz bestimmten Organen des Körpers. Ich werde Ihnen dieses Thema noch genauer ausführen; heute will ich nur anführen, mit welchen Organen unsere sieben Prinzipien in einer bestimmten Beziehung stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst haben wir das sogenannte Physische. Das steht in einer okkulten Beziehung zu dem oberen Teil des menschlichen Gesichts, zur Nasenwurzel. Der physische Bau des Menschen, der einmal angefangen hat früher war der Mensch ja bloß astral und baute sich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 054&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hinein in das Physische , nahm seinen Ursprung von dieser Partie aus. Die Physis ging aus und baute zuerst an der Nasenwurzel, so daß der Esoteriker die Nasenwurzel dem eigentlichen Physisch-Mineralischen zugeteilt erkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite ist Prana, der Ätherdoppelkörper. Ihm ist esoterisch zugeteilt die Leber. Dieses Organ steht zu ihm in einer gewissen okkulten Beziehung. Dann kommt Kama, der Astralkörper. Der hat wieder seine Tätigkeit entwickelt beim Aufbau der Ernährungs-Organe, die ihr Sinnbild im Magen haben. Würde der Astralkörper nicht diese ganz bestimmte Ausprägung haben, die er im Menschen hat, dann würde auch nicht dieser menschliche Ernährungsapparat mit dem Magen diese bestimmte Form haben, die er heute hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie den Menschen betrachten, erstens in seiner physischen Grundlage, zweitens in seinem Ätherdoppelkörper und drittens in seinem Astralkörper, so haben Sie die Grundlage, die, wie Sie sehen, gefesselt ist an das, was die mineralische Fessel der fünften Wurzelrasse ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die höheren Körper hebt sich der Mensch schon wieder heraus aus dieser Fessel und steigt zu Höherem hinauf. Kama-Manas arbeitet sich schon wieder herauf. Da befreit sich der Mensch schon wieder von der reinen Naturgrundlage. Deshalb gibt es eine okkulte Beziehung von Kama-Manas zu dem, wodurch der Mensch aus der Naturgrundlage herausgehoben, abgeschnürt wird. Dieser okkulte Zusammenhang ist der zwischen dem niederen Manas und der sogenannten Nabelschnur. Gäbe es kein Kama-Manas in der menschlichen Gestalt, dann würde der Embryo nicht in dieser Weise von der Mutter abgeschnürt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir zum höheren Manas, so hat es eine ebensolche okkulte Beziehung zum menschlichen Herzen und zum Blut. Buddhi hat eine okkulte Beziehung zu dem menschlichen Kehlkopf, zu dem Schlund und zu dem Kehlkopf. Und Atma hat eine okkulte Beziehung zu etwas, was den ganzen Menschen ausfüllt, nämlich zu dem im Menschen enthaltenen Akasha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind die sieben okkulten Beziehungen. Wenn Sie sich diese vorhalten, so haben wir als die wichtigsten für unsere fünfte Rasse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 055&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
her vorzuheben diejenigen zu dem Ätherdoppelkörper und zu Kama. Und wenn Sie das dazunehmen, was ich vorhin gesagt habe von der Beherrschung des Prana durch die Atlantier die Lebenskraft ist das, was den Ätherdoppelkörper durchzieht , so werden Sie sich sagen können, daß der Atlantier in einer gewissen Beziehung noch um eine Stufe tiefer stand. Sein Ätherdoppelkörper hatte noch die ursprüngliche Verwandtschaft mit allem Ätherischen der Außenwelt, und er beherrschte dadurch das Prana der Außenwelt. Dadurch, daß der Mensch eine Stufe höher gestiegen ist, ist die Arbeit eine Stufe tiefer geworden. Das ist ein Gesetz: daß wenn auf der einen Seite Aufstieg erfolgt, auf der anderen Seite ein Abstieg erfolgen muß. Während der Mensch früher an Kama gearbeitet hat von Prana aus, muß er jetzt mit Kama auf dem physischen Plane arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden Sie verstehen, wie tief die Prometheussage diesen okkulten Zusammenhang symbolisiert. Ein Geier nagt dem Prometheus an der Leber. Kama ist symbolisiert in dem Geier, das eigentlich wirklich die Kräfte der fünften Rasse verzehrt. Der Geier nagt dem Menschen an der Leber, an der Grundlage, und so nagt diese Kraft der fünften Rasse an der eigentlichen Lebenskraft des Menschen, weil der Mensch gefesselt ist an die mineralische Natur, an den Petrus, den Fels, den Kaukasus. Damit mußte der Mensch seine Prometheus-Ähnlichkeit bezahlen. Deshalb muß der Mensch seine eigene Natur bezwingen, damit er nicht mehr angeschmiedet ist an das Mineralische, an den Kaukasus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur diejenigen, welche während der fünften Wurzelrasse als menschliche Eingeweihte entstehen, können dem gefesselten Menschen die Befreiung bringen. Herakles, ein menschlicher Eingeweihter, muß selbst zum Kaukasus dringen, um den Prometheus zu befreien. Aber so werden die Initiierten den Menschen herausheben aus der Fesselung und opfern muß sich, was dem Untergang geweiht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opfern muß sich der Mensch, der noch im Zusammenhang ist mit dem Tierischen: der Kentaur Chiron. Der Mensch der Vorzeit muß geopfert werden. Das Opfer des Kentauren ist für die Entwickelung der fünften Rasse ebenso wichtig wie die Befreiung durch die Eingeweihten, durch die Initiierten der fünften Rasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 056&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sagt, daß in den griechischen Mysterien den Leuten die Zukunft prophezeit wurde. Darunter verstand man aber nicht ein vages, abstraktes Erzählen dessen, was in der Zukunft geschehen sollte, sondern die Angabe derjenigen Wege, die den Menschen in die Zukunft hineinführen, was der Mensch zu tun hat, um sich in die Zukunft hinein zu entwickeln. Und was sich als Menschenkraft entwickeln sollte, das wurde vorgestellt in dem großen Mysteriendrama Prometheus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hat sich nun vorzustellen unter den drei Göttergeschlechtern Uranos, Kronos und Zeus drei aufeinanderfolgende führende Wesenheiten der Menschen. Uranos heißt der Himmel, Gaia die Erde. Wenn wir zurückgehen hinter die Mitte der dritten Rasse, der Lemurier, dann haben wir noch nicht den Menschen, den wir jetzt kennen, sondern einen Menschen, den die Geheimlehre «Adam Kadmon» nennt, den Menschen, der noch ungeschlechtlich ist, den Menschen, der vorher noch nicht der Erde angehörte, der noch nicht die Organe entwickelt hat zum irdischen Schauen, der noch dem Uranischen, dem Himmel angehörte. Durch die Vermählung des Uranos mit der Gaia entstand der Mensch, der in die Materie herabstieg und damit zu gleicher Zeit in die Zeit einrückt. Kronos ( Chronos, die Zeit) wird der Herrscher des zweiten Göttergeschlechts von der Mitte der lemurischen Zeit an bis herein in den Anfang der atlantischen Zeit. Die führenden Wesenheiten symbolisierten die Griechen zuerst unter dem Uranos, später unter dem Kronos, und dann gingen sie über auf Zeus. Zeus aber ist noch einer derjenigen Führer, welche ihre Schule nicht auf der Erde durchgemacht haben. Er ist noch einer, der zu den Unsterblichen gehört, wie eben die ganzen griechischen Götter noch zu den Unsterblichen gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sterbliche Menschheit soll sich während der fünften Rasse auf eigene Füße stellen. Diese Menschheit wird repräsentiert durch den Prometheus. Sie erst brachte die menschlichen Künste und die Urkunst des Feuers. Auf sie ist Zeus eifersüchtig, da die Menschen heranwachsen zu ihren eigenen Eingeweihten, die in der sechsten Wurzelrasse die Führung in die Hand nehmen werden. Das muß sich aber die Menschheit erst erkaufen. Daher muß ihr Ureingeweihter die ganzen Leiden zunächst auf sich nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 057&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prometheus ist der Ureingeweihte der fünften Wurzelrasse, derjenige, der nicht nur in die Weisheit, sondern auch in die Tat eingeweiht ist. Er macht die ganzen Leiden durch, und er wird befreit durch denjenigen, der heranreift, um die Menschheit allmählich frei zu machen und sie hinauszuheben über das Mineralische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So stellen uns die Sagen die großen kosmischen Wahrheiten dar. Deshalb sagte ich Ihnen auch im Eingang: derjenige, der zur dritten Deutung aufsteigt, vermag sie wieder wörtlich zu nehmen [Es folgen einige unklare Sätze, vgl. unter Hinweise.] Bei der Prometheussage haben Sie das Fressen des Geiers an der Leber. Das ist ganz wörtlich zu nehmen. Der Geier frißt wirklich an der Leber der fünften Wurzelrasse. Es ist der Kampf des Magens mit der Leber. In jedem einzelnen Menschen wiederholt sich während der fünften Wurzelrasse dieser prometheische Leidenskampf. Vollständig wörtlich ist das zu nehmen, was hier in der Prometheussage ausgedrückt ist. Wäre dieser Kampf nicht da, dann wäre das Schicksal der fünften Rasse ein ganz anderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt also drei Ausdeutungen der Sagen: erstens die exoterisch-wörtliche, zweitens die allegorische der Kampf der menschlichen Natur , drittens die okkulte Bedeutung, wo wieder eine wörtliche Interpretation der Mythen eintritt. Daraus können Sie ersehen, daß diese Sagen alle wenigstens alle diejenigen, welche eine solche Bedeutung haben aus den Mysterienschulen herrühren und nichts anderes sind als die Wiedergabe dessen, was in den Mysterienschulen als das große Drama des Menschheitsschicksals dargestellt worden ist. Wie ich Ihnen bei den Druidenmysterien zeigen konnte, daß [die Sage von] Baldur nichts anderes darstellt als das, was im Inneren der Druidenmysterien sich vollzogen hat, so haben Sie im Prometheus das, was der griechische Mysterienschüler im Inneren der Mysterien erlebt hat, um Kraft und Energie zum Leben in der Zukunft zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= I  05, Das Mysterium der Rosenkreuzer, 4.11.1904 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 058&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mysterium der Rosenkreuzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 4. November 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben schon verschiedene Mythen besprochen, deren Bilder esoterische Wahrheiten enthalten. Solche Mythen wurden früher den Menschen gegeben, um ihnen gewisse Wahrheiten, solange sie noch nicht reif waren für die esoterischen Wahrheiten selbst, zuerst in bildlicher Form zu überliefern. Diese Bilder bemächtigten sich des Kausalkörpers und bereiteten so die Menschen vor, in späteren Inkarnationen die esoterischen Wahrheiten selbst zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun möchte ich Ihnen heute eine solche esoterische Darstellung zeigen, welche erst vor wenigen Jahrhunderten gegeben wurde und jetzt noch mannigfaltig fortlebt. Das ist die folgende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Beginne des 15. Jahrhunderts erschien in Europa eine Persönlichkeit, welche im Morgenlande in gewisse Geheimnisse eingeweiht worden war. Es war dies Christian Rosenkreutz. Ehe die damalige Inkarnation des Christian Rosenkreutz zu Ende gegangen war, hatte er eine Anzahl von Persönlichkeiten die kaum die Zahl zehn überstieg in den Gegenstand, in den er eingeweiht worden war, auch eingeweiht, soweit dies mit europäischen Menschen damals möglich war. Diese kleine Bruderschaft, die sich die Bruderschaft der Rosenkreuzer Fraternitas rosae crucis nannte, trug durch eine größere, mehr äußerliche Bruderschaft einen gewissen Mythus in die Welt hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christian Rosenkreutz selbst hatte damals im tiefsten Inneren der Rosenkreuzermysterien gewisse Geheimnisse dargestellt, wie sie nur wahrgenommen werden konnten von Menschen, die die notwendige Vorbereitung erfahren hatten. Aber, wie gesagt, in der kleinen Bruderschaft waren es nicht mehr wie zehn; das waren die eigentlich eingeweihten Rosenkreuzer. Was von Christian Rosenkreutz gelehrt worden ist, konnte nicht vielen Menschen mitgeteilt werden; aber es wurde dann eingekleidet in eine Art von Mythus. Seit seiner ersten Begründung im Anfang des 15. Jahrhunderts ist dieser Mythus vielfach in Bruderschaften erzählt und interpretiert worden. Erzählt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 059&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wurde er in größerem Rahmen, interpretiert aber nur im engeren Kreis, denjenigen, die reif dafür waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mythus hatte ungefähr folgenden Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab eine Zeit, da schuf einer der Elohim den Menschen; einen Menschen, den er Eva nannte. Mit Eva verband sich der Elohim selbst und es wurde von Eva Kain geboren. Darauf schuf der Elohim Jahve oder Jehova den Adam. Adam verband sich ebenfalls mit Eva und aus dieser Ehe ging Abel hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben es also bei Kain mit einem unmittelbaren Göttersohn zu tun und bei Abel mit einem Sprößling des als Mensch geschaffenen Adam und der Eva. Nun geht der Mythus weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Opfergaben, welche Abel dem Gotte Jahve darbrachte, waren dem Gotte angenehm. Aber die Opfergaben des Kain nicht, denn Kain war nicht auf direktes Geheiß von Jahve entstanden. Die Folge davon war, daß Kain den Brudermord beging. Er erschlug Abel. Deshalb wurde er von der Gemeinschaft mit Jahve ausgeschlossen. Er ging in entfernte Gegenden und wurde dort der Stammvater eines eigenen Geschlechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adam verband sich weiterhin mit Eva und zum Ersatz von Abel wurde Seth geboren, der auch in der Bibel vorkommt. So entstanden zwei Menschengeschlechter: das erste von Eva und dem Elohim abstammend, das Geschlecht Kains; und das zweite von den bloßen Menschen abstammend, die auf Geheiß des Jahve sich verbunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem Geschlecht des Kain stammen alle ab, die auf der Erde Künste und Wissenschaften ins Leben gerufen haben, zum Beispiel Methusael, der die Schrift, die Tau-Schrift erfunden hat und Tubal-Kain, der die Bearbeitung der Erze und des Eisens lehrte. So entstand in dieser Linie, direkt von dem Elohim abstammend, die Menschheit, die sich in Künsten und Wissenschaften ausbildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Geschlecht der Kains ging auch hervor Hiram. Der war der Erbe alles dessen, was innerhalb der verschiedenen Generationen der Kainssöhne an Wissen, Kunst und Technik aufgespeichert worden war. Hiram war der bedeutendste Baukünstler, den man sich denken kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 060&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der anderen Linie, aus dem Geschlechte Seths stammte Salomo, der sich auszeichnete in alledem, was von Jahve oder Jehova herrührte. Er war ausgestattet mit der Weisheit der Welt, mit alledem, was die ruhige, klare, abgeklärte Weisheit bei den Jehovasöhnen liefern kann. Dies war eine Weisheit, die man wohl mit Worten aussprechen kann, die dem Menschen tief ins Herz gehen, ihn erheben kann, aber nicht eine solche, welche das unmittelbare Objekt angreifen und etwas Wirkliches an Technik, Kunst und Wissenschaft hervorbringen kann. Es war eine Weisheit, die eine unmittelbare inspirierte Gabe des Gottes ist, nicht eine von unten herausgearbeitete, aus der menschlichen Leidenschaft, aus dem Menschenwollen hervorquillende Weisheit. Die fand sich bei den Kainssöhnen, bei denen, die unmittelbar von dem anderen Elohim abstammten. Das waren die strengen Arbeiter, die alles selbst erarbeiten wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun beschloß Salomo einen Tempel zu bauen. Er bestellte dazu als Baumeister den Sprößling der Kainssöhne: Hiram. Es war zu der Zeit, da die Königin von Saba, Balkis, nach Jerusalem kam, weil sie von dem weisen Salomo gehört hatte. Und sie war in der Tat, als sie ankam, entzückt von der erhabenen, klaren Weisheit und Schönheit des Salomo. Er warb um sie und erlangte auch ihr Jawort. Da hörte diese Königin von Saba auch von dem Tempelbau. Nun wollte sie auch den Baumeister Hiram kennenlernen. Als sie ihn sah, machte sein bloßer Blick auf sie einen ungeheuren Eindruck und nahm sie ganz gefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun entspann sich etwas wie Eifersuchtsstimmung zwischen Hiram und dem weisen Salomo. Die Folge davon war, daß Salomo gern etwas gegen Hiram getan hätte; aber er mußte ihn behalten, damit der Tempel fertig gebaut werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam nun folgendes. Der Tempel war bis zu einer ganz bestimmten Stufe fertig. Nur eines fehlte noch, was das Meisterstück des Hiram sein sollte: nämlich das Eherne Meer. Dieses Meisterstück Hirams sollte darstellen den Ozean, in Erz gegossen, und den Tempel schmücken. Alle Erzmischungen waren in wunderbarer Weise von Hiram veranlagt worden und alles war zu dem Guß vorbereitet. Nun machten sich aber drei Gesellen ans Werk, die Hiram beim Tempelbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 061&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
für unfähig befunden hatte, zu Meistern ernannt zu werden. Sie hatten ihm deshalb Rache geschworen und wollten die Ausführung des Ehernen Meeres verhindern. Ein Freund Hirams, der davon erfuhr, teilte Salomo diesen Plan der Gesellen mit, damit er ihn vereiteln würde. Aber Salomo ließ aus Eifersucht gegen Hiram der Sache ihren Lauf, weil er Hiram verderben wollte. Die Folge war, daß Hiram zusehen mußte, wie der ganze Guß zerstob, weil die drei Gesellen einen ungehörigen Stoff der Masse zugefügt hatten. Er versuchte noch durch Zugießen von Wasser das aufschäumende Feuer zu löschen, aber es wurde dadurch nur schlimmer. Während er schon nahe daran war, an dem Zustandekommen des Werkes zu verzweifeln, erschien ihm Tubal-Kain selbst, einer seiner Ahnherren. Dieser sagte ihm, er solle sich ruhig in das Feuer hineinstürzen, er sei durch das Feuer nicht verwundbar. Hiram tat es und gelangte bis zum Mittelpunkt der Erde. Tubal-Kain führte ihn zu Kain, der dort im Zustande der ursprünglichen Göttlichkeit war. Hiram wurde nun in das Geheimnis der Feuerschöpfung eingeweiht, in das Geheimnis des Erzgusses und so weiter. Er erhielt von Tubal-Kain noch einen Hammer und ein Goldenes Dreieck, das er am Halse zu tragen habe. Dann kehrte er zurück und war nun imstande, das Eherne Meer wirklich herzustellen, den Guß wieder in Ordnung zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf gewinnt Hiram die Hand der Königin von Saba. Er aber wird von den drei Gesellen überfallen und getötet. Doch ehe er starb, gelang es ihm noch, das Goldene Dreieck in einen Brunnen zu werfen. Als man nun nicht weiß, wo Hiram ist, wird er gesucht. Salomo selbst ist ängstlich und will hinter die Sache kommen. Man fürchtete, die drei Gesellen könnten das alte Meisterwort verraten und es wurde daher ein neues verabredet. Die ersten Worte, die fallen, wenn man Hiram wieder findet, sollten das neue Meisterwort sein. Als Hiram nun aufgefunden wurde, konnte er noch einige Worte sprechen. Er sagte: Tubal-Kain hat mir verheißen, daß ich einen Sohn haben werde, der viele Söhne haben wird, die die Erde bevölkern und mein Werk den Tempelbau zu Ende führen werden. Dann bezeichnete er noch den Ort, wo das Goldene Dreieck zu finden sei. Es wurde zu dem Ehernen Meer gebracht und beide an einem besonderen Ort des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 062&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempels, im Allerheiligsten, aufbewahrt. Sie können nur von denen gefunden werden, die Verständnis dafür haben, was diese ganze Tempellegende von dem Tempel des Salomo und seinem Baumeister Hiram zu bedeuten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wollen wir einmal von der Legende selbst übergehen zu einer Interpretation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Legende stellt dar das Schicksal der dritten, vierten und fünften Unterrasse unserer fünften Wurzelrasse. Der Tempel ist der Tempel der Geheimbruderschaften, respektive dasjenige, was die ganze Menschheit der vierten und fünften Unterrasse baut, und das Allerheiligste ist der Aufenthaltsort der Geheimbruderschaften. Diese wissen, was das Eherne Meer und das Goldene Dreieck bedeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben es also zu tun mit zweierlei Menschengeschlechtern: mit demjenigen, welches durch Salomo repräsentiert im Besitz göttlicher Weisheit ist, und mit dem Kainsgeschlecht, den Abkömmlingen Kains, die sich auf das Feuer verstehen und es zu behandeln wissen. Dieses Feuer ist nicht das physische Feuer, sondern das im Astralraum brennende Feuer der Leidenschaften, Triebe, Begierden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sind nun die Kainssöhne? Die Kainssöhne sind also im Sinne dieser Legende die Söhne derjenigen Elohim, welche unter der Klasse der Elohim während der Mondepoche ein wenig zurückgeblieben sind. In der Mondepoche haben wir es mit Kama zu tun. Dieses Kama oder Feuer wurde damals durchdrungen mit Weisheit. Nun gab es zwei Arten von Elohim. Die einen Elohim blieben nicht stehen bei der Ehe zwischen Weisheit und Feuer; sie gingen darüber hinaus. Und als sie den Menschen formten, waren sie nicht mehr durchdrungen von Leidenschaften, so daß sie ihn mit ruhiger, abgeklärter Weisheit ausstatteten. Das ist die eigentliche Jahve- oder Jehovareligion, die Weisheit, die ganz leidenschaftslos war. Die anderen Elohim, bei welchen noch die Weisheit mit dem Feuer der Mondperiode verbunden war, sind diejenigen, welche die Kainssöhne schufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher haben wir in den Söhnen Seths die religiösen Menschen mit der abgeklärten Weisheit und in den Kainssöhnen die, welche das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 063&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
impulsive Element haben, die sich entflammen und Enthusiasmus entwickeln können für Weisheit. Diese zwei Geschlechter schaffen durch alle Rassen hindurch, durch alle Zeiten. Aus der Leidenschaft der Kainssöhne sind alle Künste und Wissenschaften entstanden, aus der Abel-Seth-Strömung alle abgeklärte Frömmigkeit und Weisheit, ohne Enthusiasmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese zwei Typen waren immer vorhanden und das hat sich so fortgeführt bis zur vierten Unterrasse unserer Wurzelrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam die Begründung des Christentums. Dadurch wurde die frühere Frömmigkeit, die nur eine Frömmigkeit von oben war, eine Frömmigkeit, die vollständig kamafrei war. Sie wurde getaucht in das Element, das eben durch Christus auf die Erde kam. Christus ist nicht bloß die Weisheit, er ist die inkarnierte Liebe: ein hohes göttliches Kama, das zu gleicher Zeit Buddhi ist; ein rein flutendes Kama, das nichts für sich will, sondern alle Leidenschaften in unendlicher Hingabe nach außen richtet, ein umgekehrtes Kama ist. Buddhi ist umgekehrtes Kama.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch bereitet sich innerhalb des Typus der Menschen, die fromm sind, innerhalb der Söhne der Weisheit eine höhere Frömmigkeit vor, die nun allerdings enthusiastisch sein kann. Das ist christliche Frömmigkeit. Sie wird zunächst veranlagt in der vierten Unterrasse der fünften Wurzelrasse. Diese ganze Strömung ist aber noch nicht in der Lage, sich mit den Kainssöhnen zu verbinden. Sie sind zunächst noch Gegner. Würde nämlich das Christentum unbedingt schnell alle Menschen ergreifen, so würde es sie zwar mit Liebe erfüllen können, aber das einzelne menschliche Herz, das individuelle menschliche Herz wäre nicht dabei. Es wäre keine freie Frömmigkeit, es wäre nicht das Gebären des Christus in sich selbst als Bruder, sondern bloß als Herrn. Dazu müssen noch durch die ganze fünfte Unterrasse hindurch die Kainssöhne wirken. Sie wirken in ihren Initiierten und bauen den Tempel der Menschheit, aufgebaut aus weltlicher Kunst und weltlicher Wissenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen wir während der vierten und fünften Unterrasse das weltliche Element immer mehr und mehr sich entwickeln, die ganze weltgeschichtliche Entwickelung auf den physischen Plan heraustreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 064&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem weltlichen Element des Materialismus entwickelt sich das persönliche, der Egoismus, der zum Kampf aller gegen alle führt. Wenn auch das Christentum da war, so war es in gewisser Weise doch Geheimnis von wenigen. Aber es bewirkte, daß den Menschen während der vierten und fünften Unterrasse aufging: ein jeglicher ist gleich vor Gott. Das ist christlicher Grundsatz. Aber die Menschen können dies nicht ganz verstehen, solange sie im Materialismus und Egoismus befangen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Französische Revolution hat dann die Konsequenz der christlichen Lehre im weltlichen Sinne vollzogen. Die spirituelle Lehre des Christentums: alle Menschen sind gleich vor Gott, wurde durch die Französische Revolution in eine rein weltliche Lehre übertragen: alle sind hier gleich. Die neue Zeit hat das noch mehr ins Physische übersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Französischen Revolution erschien bei einer Hofdame der Königin Marie-Antoinette, der Madame dAdhémar, eine Persönlichkeit, die alle wichtigen Szenen der Revolution voraussagte, um davor zu warnen. Es war der Graf von Saint-Germain, dieselbe Persönlichkeit, die in früherer Inkarnation den Orden der Rosenkreuzer gestiftet hat. Er vertrat damals den Standpunkt: die Menschen müßten in ruhiger Weise von der weltlichen Kultur zu der wahren Kultur des Christentums geführt werden. Die weltlichen Mächte wollten sich aber die Freiheit im Sturm, in materieller Weise erobern. Zwar sah er die Revolution als notwendige Konsequenz an, aber er warnte doch davor. Er, Christian Rosenkreutz, in der Inkarnation vom 18. Jahrhundert, als Hüter des innersten Geheimnisses vom Ehernen Meer und vom heiligen Goldenen Dreieck, trat warnend auf: die Menschheit sollte sich langsam entwickeln. Doch schaute er, was vor sich gehen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Gang, den die Menschheitsentwickelung, von innen her betrachtet, während der vierten und fünften Unterrasse unserer Wurzelrasse durchmacht. Der menschliche Kulturbau, der große Tempel Salomos wurde gebaut. Aber dasjenige, was ihn eigentlich krönen soll, muß noch ein Geheimnis bleiben. Das kann nur ein Initiierter bauen. Dieser Initiierte wurde mißverstanden, verraten, getötet. Die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 065&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ses Geheimnis kann noch nicht herauskommen. Es bleibt das Geheimnis von wenigen [Initiierten] des Christentums. In dem Guß des Ehernen Meeres und dem heiligen Dreieck liegt es verschlossen. Es ist kein anderes als das Geheimnis des Christian Rosenkreutz, der vor Christi Geburt in einer sehr hohen Inkarnation verkörpert war und damals einen merkwürdigen Ausspruch getan hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie mich nun noch mit einigen Worten die Szene ausmalen, wie jener Christian Rosenkreutz vor der Französischen Revolution diese Äußerung wieder getan hat. Er sagte: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Dies hatte er schon damals gesagt, bevor es dann von Hosea gesagt und aufgeschrieben wurde. Aber es ist von Christian Rosenkreutz herrührend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Ausspruch: Wer Wind sät, wird Sturm ernten ist der Leitspruch der vierten und fünften Unterrasse unserer Wurzelrasse und sollte bedeuten: Ihr werdet den Menschen frei machen, es wird sich das inkarnierte Buddhi selbst mit dieser eurer Freiheit verbinden und die Menschen gleichmachen vor Gott. Aber der Geist (Wind bedeutet Geist = Ruach), er wird zunächst zum Sturm werden (Kampf aller gegen alle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst war das Christentum das des Kreuzes geworden, das sich hindurchentwickeln mußte durch die rein weltliche Sphäre, den physischen Plan. Nicht gleich von Anfang an war Christus am Kreuz das Symbol des Christentums. Aber als das Christentum immer mehr politisch wurde, da wurde das Symbol der gekreuzigte Gottessohn, leidend auf dem Kreuze des Weltenleibes. Das bleibt es äußerlich durch den ganzen Rest der vierten und weiter durch die fünfte Unterrasse hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst ist das Christentum gebunden an die rein materielle Kultur der vierten und fünften Unterrasse und nur dazwischen [?] besteht das eigentliche Christentum der Zukunft, das im Besitze der Geheimnisse von dem Ehernen Meer und dem Goldenen Dreieck ist. Dieses Christentum hat ein anderes Symbol; nicht mehr den gekreuzigten Gottessohn, sondern das Kreuz, von Rosen umwunden. Das wird das Symbol des neuen Christentums der sechsten Unterrasse sein. Aus dem Mysterium der Rosenkreuzerbruderschaft wird sich dieses&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 066&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christentum der sechsten Unterrasse entwickeln, das das Eherne Meer und das Goldene Dreieck kennen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiram ist der Repräsentant der Initiierten der Kainssöhne der vierten und fünften Unterrasse. Die Königin von Saba jede weibliche Figur bedeutet in der esoterischen Sprache die Seele ist die Seele der Menschheit, die zu entscheiden hat zwischen der abgeklärten, aber nicht die Erde erobernden Frömmigkeit und der die Erde erobernden Weisheit, das heißt, der durch Überwindung der Leidenschaften der Erde verbundenen Weisheit. Sie ist die Repräsentantin der wahren Menschenseele, die zwischen Hiram und Salomo mittendrin steht, und sich mit Hiram in der vierten und fünften Unterrasse verbindet, weil er noch den Tempel baut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Eherne Meer ist jener Guß, der entsteht, wenn in der entsprechenden Weise Wasser mit Erz vermischt ist. Die drei Gesellen machen es falsch, der Guß wird zerstört. Aber indem Tubal-Kain dem Hiram die Mysterien des Feuers enthüllt, ist Hiram imstande, Wasser und Feuer in der richtigen Weise zu verbinden. Dadurch entsteht das Eherne Meer. Es ist das, was das Geheimnis der Rosenkreuzer ist. Es entsteht, wenn das Wasser der ruhigen Weisheit sich verbindet mit dem Feuer des astralen Raumes, dem Feuer der Leidenschaft. Dadurch muß eine Verbindung zustandekommen, die «ehern» ist, die getragen werden kann in die folgenden Zeitalter, wenn hinzukommt das Geheimnis von dem heiligen Goldenen Dreieck, das Geheimnis von Atma-Buddhi-Manas. Dieses Dreieck, mit all dem, was es im Gefolge hat, wird der Inhalt des erneuerten Christentums der sechsten Unterrasse sein. Das wird vorbereitet durch die Rosenkreuzer und dann wird das, was im Ehernen Meer symbolisiert wird, verbunden sein mit der Erkenntnis von Reinkarnation und Karma. Dies ist die neue okkulte Lehre, die dem Christentum wieder eingefügt wird. Atma-Buddhi-Manas, das höhere Selbst, ist das Geheimnis, das offenbar werden wird, wenn die sechste Unterrasse dazu reif sein wird. Dann wird Christian Rosenkreutz nicht mehr als Warner dazustehen brauchen, sondern es wird alles, was Kampf bedeutet hat auf dem äußeren Plan, den Frieden finden durch das Eherne Meer, durch das heilige Goldene Dreieck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 067&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Gang der Weltgeschichte in die künftige Zeit hinein. Was Christian Rosenkreutz mit seiner Tempellegende durch die Bruderschaften in die Welt tragen ließ, ist das, was sich die Rosenkreuzer zur Aufgabe gestellt haben: nicht bloß religiöse Frömmigkeit zu lehren, sondern auch Wissenschaft nach außen; aber nicht nur die äußere Welt kennenzulernen, sondern auch die spirituellen Mächte und von beiden Seiten hineinzugehen in die sechste Runde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= I  06, Der Manichäismus, Berlin, 11.11.1904 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 068&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ManichÄismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 11. November 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben ja wunschgemäß etwas über Freimaurerei zu sprechen. Diese kann man aber nicht verstehen, bevor nicht die ursprünglichen Geistesströmungen betrachtet werden, die mit der Freimaurerei in der Weise in Zusammenhang stehen, daß die Freimaurerei sozusagen aus ihnen hervorgegangen ist. Eine noch wichtigere Geistesströmung als die der Rosenkreuzer war die des Manichäismus. Wir müssen also eigentlich zuerst über diese viel wichtigere Bewegung sprechen und können dann später einmal auch auf die Freimaurerei ein Licht werfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ich dazu zu sagen habe, hängt zusammen mit verschiedenen Dingen, die in das gegenwärtige und zukünftige Geistesleben hineinspielen. Und um Ihnen zu zeigen, daß man, wenn man in diesen Gebieten tätig ist, immerfort auf etwas Bezug nehmen muß, wenn auch versteckt, so möchte ich nur einleitend darauf hinweisen, daß ich bei wiederholter Gelegenheit das Faust-Problem als ein besonders wichtiges für das neue Geistesleben bezeichnet habe. Und darum ist auch im ersten Heft des «Luzifer» die moderne Geistesbewegung mit dem Faust-Problem in Zusammenhang gebracht. So wie ich es in meinem «Luzifer»-Aufsatz gebracht habe, ist nicht ohne eine gewisse Begründung auf das Faust-Problem angespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dinge, um die es sich dabei handelt, in Zusammenhang zu bringen, müssen wir also zunächst ausgehen von einer Geistesrichtung, die uns geschichtlich zuerst entgegentritt etwa im 3. Jahrhundert. Es ist dies jene Geistesrichtung, die ihren großen Bekämpfer im heiligen Augustinus gefunden hat, trotzdem er, bevor er zur katholischen Kirche übergetreten ist, Anhänger dieser Richtung war. Wir müssen sprechen über den Manichäismus, der durch eine Persönlichkeit begründet wurde, die sich selbst als Mani bezeichnete und etwa im 3. Jahrhundert nach Christi Geburt lebte. Ausgegangen ist die Bewegung von einer Gegend, die damals beherrscht wurde von den Königen Vorderasiens; sie ist also von den Gegenden des westlichen Kleinasien ausgegangen. Dieser Mani begründete eine Geistesströmung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 069&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die ja zuerst eine kleine Sekte umfaßte, die aber zu einer mächtigen Geistesströmung wurde. Die mittelalterlichen Albigenser, Waldenser und Katharer sind die Fortsetzung dieser Geistesströmung, zu der auch der ja noch für sich zu besprechende Templerorden und ebenso durch eine merkwürdige Verkettung der Verhältnisse das Freimaurertum gehören. Hier hinein gehört das Freimaurertum eigentlich, obgleich es sich mit anderen Strömungen, zum Beispiel dem Rosenkreuzertum verbunden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Geschichte, die uns von Mani erzählt wird, ist höchst einfach.*)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird gesagt, daß in den Gegenden Vorderasiens ein Kaufmann lebte, der außerordentlich gelehrt war. Er verfaßte vier bedeutsame Schriften: erstens die Mysteria, zweitens die Capitola, drittens das Evangelium, viertens den Thesaurus. Ferner wird erzählt, daß er bei seinem Tod diese Schriften hinterlassen habe seiner Witwe, die eine Perserin war. Diese Witwe wiederum hinterließ sie einem Sklaven, den sie losgekauft und freigelassen habe. Der sei der besagte Mani gewesen, der dann aus diesen Schriften seine Weisheit gezogen habe, aber außerdem in die Mysterien des Mithrasdienstes eingeweiht gewesen war. Er hat dann diese Bewegung des Manichäismus ins Leben gerufen. Man nennt den Mani auch den « Sohn der Witwe» und seine Anhänger die «Söhne der Witwe». Er selbst aber, Mani, bezeichnete sich als «Paraklet», als den von Christus der Menschheit versprochenen Heiligen Geist. Nun ist das so aufzufassen, daß er sich bezeichnete als eineInkarnation jenes Heiligen Geistes; nicht etwa meinte er, daß er der alleinige Heilige Geist sei. Er stellte sich vor, daß dieser Heilige Geist in Wiederverkörperungen erscheint und bezeichnete sich als einesolche Wiederverkörperung des Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lehre, die er verkündigte, wurde von Augustinus, als dieser zur katholischen Kirche übergetreten war, in der lebhaftesten Weise bekämpft. Augustinus stellte seine katholische Anschauung der manichäischen Lehre gegenüber, die er durch eine Persönlichkeit vertreten läßt, die er Faustusnennt. Faustus ist im Sinne des Augustinus der Kämpfer gegen das Christentum. Hier liegt der Ursprung des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Siehe unter Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 070&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
goetheschen Faust mit seiner Anschauung des Bösen. Der Name «Faust» geht zurück bis auf diese alte augustinische Lehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man erfährt von der manichäischen Lehre gewöhnlich, daß sie sich vom abendländischen Christentum unterscheide durch ihre andere Auffassung des Bösen. Während das katholische Christentum der Ansicht sei, daß das Böse beruhe auf einem Abfall vom göttlichen Ursprung, auf einem Abfall ursprünglich guter Geister von Gott, so lehre der Manichäismus, daß das Böse ebenso ewig sei wie das Gute; daß es keine Auferstehung des Leibes gebe und daß das Böse als solches kein Ende nähme. Es habe also keinen Anfang, sondern sei gleichen Ursprungs mit dem Guten, und habe auch kein Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie in dieser Weise den Manichäismus kennenlernen, so erscheint er allerdings wie etwas radikal Unchristliches und wie etwas ganz Unverständliches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wollen wir der Sache auf den Grund gehen nach den Traditionen, die von dem Mani selbst herrühren sollen und prüfen, um was es sich da eigentlich handelt. Einen äußeren Anhaltspunkt zu dieser Prüfung gibt uns die Legende des Manichäismus, eine ebensolche Legende, wie ich Ihnen neulich als Tempellegende erzählt habe. Alle solche Geistesströmungen, die mit Einweihungen zusammenhängen, drücken sich exoterisch aus in Legenden. Nur ist die Legende des Manichäismus eine große kosmische Legende, eine Legende von übersinnlicher Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wird erzählt, daß einstmals die Geister der Finsternis anstürmen wollten gegen das Lichtreich. Sie kamen in der Tat bis an die Grenze des Lichtreiches und wollten das Lichtreich erobern. Sie vermochten aber nichts gegen das Lichtreich. Nun sollten sie und hier liegt ein besonders tiefer Zug, den ich zu beachten bitte , nun sollten sie bestraft werden von dem Lichtreich. Aber in dem Lichtreich gab es nichts irgendwie Böses, sondern nur Gutes. Also hätten die Dämonen der Finsternis nur mit etwas Gutem bestraft werden können. Was geschah also? Es geschah folgendes. Die Geister des Lichtreiches nahmen einen Teil ihres eigenen Reiches und mischten diesen in das materielle Reich der Finsternis hinein. Dadurch, daß nun ein Teil des Lichtreiches vermischt wurde mit dem Reich der Finsternis, dadurch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 071&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sei in diesem Reich der Finsternis gleichsam ein Sauerteig, ein Gärungsstoff entstanden, der das Reich der Finsternis in einen chaotischen Wirbeltanz versetzte, wodurch es ein neues Element bekommen hat, nämlich den Tod. So daß es sich fortwährend selbst aufzehrt und so den Keim zu seiner eigenen Vernichtung in sich trägt. Weiter wird erzählt, daß dadurch, daß dies geschehen ist, gerade das Menschengeschlecht entstanden sei. Der Urmensch sei eben gerade das, was vom Lichtreich her gesendet worden sei, um sich mit dem Reich der Finsternis zu vermischen und das, was im Reich der Finsternis nicht sein soll, zu überwinden durch den Tod; es in sich selbst zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tiefe Gedanke, der darin liegt, ist der, daß von seiten des Lichtreiches das Reich der Finsternis überwunden werden soll nicht durch Strafe, sondern durch Milde ; nicht durch Widerstreben dem Bösen, sondern durch Vermischung mit dem Bösen, um das Böse als solches zu erlösen. Dadurch, daß ein Teil des Lichtes hineingeht in das Böse, wird das Böse selbst überwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem liegt die Auffassung vom Bösen zugrunde, die ich oftmals als die theosophische auseinandergesetzt habe. Was ist das Böse? Es ist nichts anderes als ein unzeitgemäßes Gutes. Um ein Beispiel anzuführen, das von mir schon öfters angeführt wurde: Nehmen wir an, daß wir es mit einem ausgezeichneten Klavierspieler und einem ausgezeichneten Klaviertechniker zu tun haben, die beide vollkommen sind in ihrer Art. Zuerst muß der Techniker das Instrument bauen und es dann abgeben an den Spieler. Wenn dieser ein guter Spieler ist, wird er es in entsprechender Weise benützen und so sind beide gleichsam das Gute. Wenn aber nun der Techniker anstelle des Spielers in den Konzertsaal gehen und da herumhämmern wollte, dann wäre er am unrechten Ort. Das Gute würde so zum Bösen. So sehen wir, daß das Böse nichts anderes ist als das Gute am unrechten Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn das, was in irgendeiner Zeit außerordentlich gut ist, sich weiter erhalten, starr werden wollte und nun das schon Fortgeschrittene beeinträchtigen würde in seinem Gange, so wird es jetzt zweifellos ein Böses, weil es dem Guten widerstreben würde. Nehmen wir an, die leitenden Kräfte der Mondenepoche, der lunarischen Epoche,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 072&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wenn sie dort vollkommen waren in ihrer Art und ihre Tätigkeit hätten abschließen müssen, würden sich noch länger in die Entwickelung mischen. Dann müßten sie in der irdischen Entwickelung das Böse darstellen. So ist das Böse nichts anderes als das Göttliche, denn in der anderen Zeit war das, was zur Unzeit das Böse ist, der Ausdruck des Vollkommenen, des Göttlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem tiefen Sinne haben wir die manichäische Anschauung aufzufassen, daß das Gute und Böse im Grunde genommen von derselben Art, im Grunde genommen gleich in ihrem Anfang und gleich in ihrem Ende sind. Wenn Sie diese Anschauung so auffassen, werden Sie verstehen, was eigentlich der Mani anregen wollte. Auf der anderen Seite müssen wir aber zunächst erklären, warum sich Mani selbst den « Sohn der Witwe» nannte und warum sich seine Anhänger «Söhne der Witwe» nannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir zurückgehen in die ältesten Zeiten, die vor unserer jetzigen Wurzelrasse liegen, da war die Art und Weise, wie Menschen erkannten, Wissen erwarben, eine andere. Sie werden aus meiner Schilderung der atlantischen Zeit, und jetzt, wo das nächste «Luzifer» Heft erscheint, auch aus der Schilderung der lemurischen Zeit ersehen, daß damals alles Wissen zum Teil bis in unsere Zeit hinein beeinflußt ist von demjenigen, was über der Menschheit steht. Ich habe öfters schon erwähnt, daß erst derManu, der erscheinen wird in der nächsten Wurzelrasse, ein wirklicher Menschenbruder sein wird, während die früheren Manus übermenschlich, eine Art göttliche Wesen waren. Erst jetzt reift die Menschheit heran, um einen eigenen Menschenbruder als Manu zu haben, der von der Mitte der lemurischen Zeit an alle Stadien mit durchgemacht hat. Was geschieht also eigentlich während der Entwickelung der fünften Wurzelrasse? Es geschieht das, daß diese Offenbarung, die Offenbarung von oben, die Leitung der Seele von oben sich allmählich zurückzieht und die Menschheit den eigenen Wegen überläßt, so daß sie ihr eigener Leiter wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seele wurde nun in aller Esoterik (Mystik) die «Mutter» genannt; der Unterweiser der «Vater». Vater und Mutter, Osiris und Isis, das sind die zwei in der Seele vorhandenen Mächte: der Unterweiser, derjenige, der das unmittelbar einfließende Göttliche darstellt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 073&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osiris, ist der Vater; die Seele selbst, Isis, konzipiert, empfängt das Göttlich-Geistige, sie ist die Mutter. Während der fünften Wurzelrasse zieht sich nun der Vater zurück. Die Seele ist verwitwet, soll verwitwet sein. Die Menschheit ist auf sich selbst angewiesen. Sie muß in der eigenen Seele das Licht der Wahrheit suchen, um sich selbst zu lenken. Alles Seelische wurde von jeher mit weiblichen Sinnbildern zum Ausdruck gebracht. Deshalb wird dieses Seelische welches heute im Keim vorhanden ist und später vollständig entwickelt sein wird , dieses sich selbst lenkende Seelische, das den göttlichen Befruchter nicht mehr vor sich hat, das wird von dem Mani als «Witwe» bezeichnet. Und deshalb bezeichnete er sich selbst als den «Sohn der Witwe».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mani ist es, der diejenige Stufe der menschlichen Seelenentwickelung vorbereitet, die das eigene seelische Geisteslicht sucht. Alles, was von ihm herrührt, war ein Berufen auf das eigene Geisteslicht der Seele und das war zugleich ein entschiedenes Aufbäumen gegen alles, was nicht aus der Seele, aus der eigenen Beobachtung der Seele kommen wollte. Schöne Worte rühren von dem Mani her und sind das Leitmotiv seiner Anhänger zu allen Zeiten gewesen. Wir hören: Ihr müßt abstreifen alles dasjenige, was äußere Offenbarung ist, die ihr auf sinnlichem Wege erhaltet! Ihr müßt abstreifen alles, was äußere Autorität euch überliefert; dann müßt ihr reif werden, die eigene Seele anzuschauen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augustinus dagegen vertritt das Prinzip in einem Gespräch, in dem er sich zum Gegner jenes Manichäers Faustus macht : Ich würde die Lehre Christi nicht annehmen, wenn sie nicht auf die Autorität der Kirche begründet wäre. Der Manichäer Faustus sagt aber: Ihr sollt auf Autorität hin keine Lehre annehmen; wir wollen eine Lehre nur annehmen in Freiheit. Das ist das Aufbäumen des auf sich selbst bauenden Geisteslichtes, das dann auch in der Faust-Sage in so schöner Weise zum Ausdruck gebracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben diesen Gegensatz auch in späteren Sagen im Mittelalter einander gegenübergestellt. Auf der einen Seite die Faust-, auf der anderen Seite die Luther-Sage. Luther ist der Fortsetzer des autoritativen Prinzips, Faust dagegen ist der, der sich aufbäumt, der sich auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 074&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das innere Geisteslicht stützt. Wir haben die Luther-Sage: er wirft dem Teufel das Tintenfaß an den Kopf. Was sich ihm als Böses vorstellt, wird beiseitegestellt. Und auf der anderen Seite haben wir das Bündnis des Faust mit dem Bösen. Es wird von dem Lichtreich der Funke nach dem Reich der Finsternis gesandt, um eindringend in die Finsternis, die Finsternis durch sich selbst zu erlösen, durch Milde das Böse zu überwinden. Wenn Sie es in der Weise fassen, so werden Sie auch sehen, daß dieser Manichäismus sehr wohl zurechtkommt mit der Auffassung, die wir ausgesprochen haben, von dem Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie müssen wir uns das Zusammenwirken des Guten und des Bösen vorstellen? Wir müssen es uns aus dem Zusammenklingen von Leben und Form erklären. Wodurch wird das Leben zur Form? Dadurch, daß es einen Widerstand findet; daß es sich nicht auf einmal in einer Gestalt zum Ausdruck bringt. Beachten Sie einmal, wie das Leben in einer Pflanze, sagen wir der Lilie, von Form zu Form eilt. Das Leben der Lilie hat eine Lilienform aufgebaut, ausgestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn diese Form ausgestaltet ist, überwindet das Leben die Form, geht in den Keim über, um später als dasselbe Leben in einer neuen Form wiedergeboren zu werden. Und so schreitet das Leben von Form zu Form. Das Leben selbst ist gestaltlos und würde sich nicht in sich selbst wahrnehmbar ausleben können. Das Leben der Lilie zum Beispiel ist in der ersten Lilie, schreitet weiter zur zweiten, dritten, vierten, fünften. Überall ist dasselbe Leben, das in einer begrenzten Form erscheint, webend ausgebreitet. Daß es in begrenzter Form erscheint, das ist eine Hemmung dieses allgemein flutenden Lebens. Es würde keine Form geben, wenn das Leben nicht gehemmt, wenn es nicht aufgehalten würde in seiner nach allen Seiten hin strömenden Kraft. Gerade von dem, was zurückgeblieben ist, was ihm auf höherer Stufe stehend wie eine Fessel erscheint, gerade aus dem erwächst im großen Kosmos die Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wird das, was das Leben ist, umfaßt als Form von dein, was als Leben in einer früheren Zeit vorhanden war. Beispiel: die katholische Kirche. Das Leben, das in der katholischen Kirche lebt von Augustinus bis ins 15. Jahrhundert, ist christliches Leben. Das Leben darinnen ist Christentum. Immer wieder kommt dieses pulsierende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 075&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leben heraus (Mystiker). Die Form, woher ist die Form? Die ist nichts anderes als das Leben des alten römischen Reiches. Das, was in diesem alten römischen Reich noch Leben war, ist erstarrt zur Form. Was da zuerst Republik, dann Kaiserreich war, was da gelebt hat in seinen äußeren Erscheinungen als römischer Staat, das hat sein zur Form erstarrtes Leben abgegeben an das spätere Christentum bis hin zur Hauptstadt, so wie eben früher Rom die Hauptstadt des römischen Weltreiches war. Sogar die römischen Provinzialbeamten sind durch die Presbyter und Bischöfe fortgesetzt worden. Was früher Leben war, wird später Form für eine höhere Stufe des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist es nicht mit dem Menschen geradeso? Was ist das Menschenleben? Die manasische Befruchtung ist heute des Menschen inneres Leben, das in der Mitte der lemurischen Zeit gepflanzt wurde. Die Form ist das, was samenartig herübergekommen ist aus der lunarischen Epoche. Damals, in der Mondenzeit, war kamische Entwickelung das Leben des Menschen; jetzt ist sie die Hülle, die Form. Immer ist das Leben einer vorhergehenden Epoche die Form einer späteren Epoche. In dem Zusammenklingen von Form und Leben ist zugleich das andere Problem gegeben: das des Guten und Bösen; dadurch, daß das Gute einer früheren Zeit vereint ist mit dem Guten einer neuen Zeit. Und das ist im Grunde genommen nichts anderes als eben das Zusammenklingen des Fortschreitens mit seiner eigenen Hemmung. Das ist zugleich die Möglichkeit des materiellen Erscheinens, die Möglichkeit, zum offenbaren Dasein zu kommen. Das ist unser Menschendasein innerhalb der mineralisch-festen Erde: Innenleben und das zurückgebliebene Leben der früheren Zeit zur hemmenden Form verhärtet. Das ist auch die Lehre des Manichäismus über das Böse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns von diesem Gesichtspunkt aus weiter fragen: Was will nun der Mani und was bedeutet sein Ausspruch, der Paraklet, der Geist zu sein, der Sohn der Witwe? Nichts anderes bedeutet das, als daß er vorbereiten will diejenige Zeit, in welcher in der sechsten Wurzelrasse die Menschheit durch sich selbst, durch das eigene Seelenlicht geführt werden wird und überwinden wird die äußeren Formen, sie umwandeln wird zu Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 076&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine über das Rosenkreuzertum hinübergreifende Strömung des Geistes will Mani schaffen, eine Strömung, die weitergeht als die Strömung der Rosenkreuzer. Diese Strömung des Mani strebt hinüber bis zur sechsten Wurzelrasse, die seit der Begründung des Christentums vorbereitet wird. Gerade in der sechsten Wurzelrasse wird das Christentum erst in seiner vollen Gestalt zum Ausdruck kommen. Dann erst wird es wirklich da sein. Das innere christliche Leben als solches überwindet jegliche Form, es pflanzt sich durch das äußere Christentum fort und lebt in allen Formen der verschiedenen Bekenntnisse. Wer christliches Leben sucht, wird es immer finden. Es schafft Formen und zerbricht Formen in den verschiedenen Religions-Systemen. Nicht darauf kommt es an, die Gleichheit überall zu suchen in den äußeren Ausdrucksformen, sondern den inneren Lebensstrom zu empfinden, der überall unter der Oberfläche da ist. Was aber noch geschaffen werden muß, das ist eine Form für das Leben der sechsten Wurzelrasse. Die muß früher geschaffen werden, denn sie muß da sein, damit sich das christliche Leben hineingießen kann. Diese Form muß vorbereitet werden durch Menschen, die eine solche Organisation, eine solche Form schaffen werden, damit das wahre christliche Leben der sechsten Wurzelrasse darin Platz greifen kann. Und diese äußere Gesellschaftsform muß entspringen aus der Mani-Intention, aus dem Häuflein, das der Mani vorbereitet. Das muß die äußere Organisationsform sein, die Gemeinde, in der zuerst der christliche Funke wird so recht Platz greifen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraus werden Sie entnehmen können, daß dieser Manichäismus zunächst bestrebt sein wird, vor allen Dingen das äußere Leben rein zu gestalten; denn es soll Menschen herbeiführen, die ein geeignetes Gefäß in der Zukunft abgeben werden. Daher wurde auf unbedingte reine Gesinnung und auf Reinheit ein so großes Gewicht gelegt. Die Katharer waren eine Sekte, die wie meteorartig auftrat im 12. Jahrhundert. Sie nannten sich so, weil Katharer die «Reinen» heißt. Es waren Menschen, die hinsichtlich ihrer Lebensweise und ihres moralischen Verhaltens rein sein sollten. Sie mußten die Katharsis innerlich und äußerlich suchen, um eine reine Gemeinde zu bilden, die ein reines Gefäß sein soll. Das ist es, was der Manichäismus anstrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 077&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger handelt es sich um die Pflege des innerlichen Lebens das Leben wird auch in anderer Weise fortfließen , sondern mehr um die Pflege der äußeren Lebensform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werfen wir einen Blick auf das, was sein wird in der sechsten Wurzelrasse. Da werden das Gute und das Böse einen weitaus anderen Gegensatz noch bilden als heute. Was in der fünften Runde für die ganze Menschheit eintreten wird, daß die äußere Physiognomie, die sich jeder schafft, ein unmittelbarer Ausdruck dessen sein wird, was Karma bis dahin aus dem Menschen geschaffen hat, das wird, wie ein Vorklang zu diesem Zustand, in der sechsten Wurzelrasse innerhalb des Geistigen eintreten. Bei denjenigen, bei denen das Karma einen Überschuß an Bösem ergibt, wird innerhalb des Geistigen das Böse ganz besonders hervortreten. Auf der einen Seite werden dann Menschen da sein von einer gewaltigen inneren Güte, von Genialität an Liebe und Güte; aber auf der anderen Seite wird auch das Gegenteil da sein. Das Böse wird als Gesinnung ohne Deckmantel bei einer großen Anzahl von Menschen vorhanden sein, nicht mehr bemäntelt, nicht mehr verborgen. Die Bösen werden sich des Bösen rühmen als etwas besonders Wertvollem. Es dämmert schon bei manchen genialen Menschen etwas auf von einer gewissen Wollust an diesem Bösen, diesem Dämonischen der sechsten Wurzelrasse. Nietzsches«blonde Bestie» ist zum Beispiel so ein Vorspuk davon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses rein Böse muß herausgeworfen werden aus dem Strom der Weltentwickelung wie eine Schlacke. Es wird herausgestoßen werden in die achte Sphäre. Wir stehen heute unmittelbar vor einer Zeit, wo eine bewußte Auseinandersetzung mit dem Bösen durch die Guten stattfinden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sechste Wurzelrasse wird die Aufgabe haben, das Böse durch Milde so weit als möglich wieder einzubeziehen in den fortlaufenden Strom der Entwickelung. Es wird dann eine Geistesströmung entstanden sein, welche dem Bösen nicht widerstrebt, trotzdem es in seiner dämonischsten Gestalt in der Welt auftreten wird. Verfestigt wird sich haben in denen, die die Nachfolger der Söhne der Witwe sein werden, das Bewußtsein, daß das Böse wieder einbezogen werden muß in die Entwickelung, daß es aber nicht durch Kampf, sondern nur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 078&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
durch Milde zu überwinden ist. Dieses kräftig vorzubereiten, das ist die Aufgabe der manichäischen Geistesströmung. Sie wird nicht absterben, diese Geistesströmung, sie wird in mannigfaltigen Formen auftreten. Sie tritt in Gestalten auf, die sich manche denken können, die aber heute nicht ausgesprochen zu werden brauchen. Würde sie sich lediglich auf die Pflege der inneren Gesinnung beziehen, so würde diese Strömung nicht das erreichen, was sie soll. Sie muß sich ausdrücken in der Begründung von Gemeinden, die vor allen Dingen den Frieden, die Liebe, das Nichtwiderstreben dem Bösen [durch Kampf&#039; als das Maßgebende ansehen und zu verbreiten suchen. Denn sie müssen ein Gefäß, eine Form schaffen für das Leben, das sich auch ohne sie fortpflanzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden Sie begreifen, warum Augustinus, der bedeutendste Geist der katholischen Kirche, der in seinem «Gottesstaat» geradezu die Form der Kirche ausbildete, die Form für die Gegenwart geschaffen hat, warum er notwendigerweise der heftigste Gegner der Form sein mußte, die die Zukunft vorbereitet. Da stehen sich zwei Pole gegenüber: Faustus und Augustinus. Augustinus, der auf die Kirche baut, auf die gegenwärtige Form; Faustus, der aus dem Menschen heraus den Sinn für die Form der Zukunft vorbereiten will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Gegensatz, der sich entwickelt im 3. und 4. Jahrhundert nach Christus. Er bleibt vorhanden und findet seinen Ausdruck in dem Kampf der katholischen Kirche gegen die Tempelritter, Rosenkreuzer, Albigenser, Katharer und so weiter. Sie alle werden ausgerottet vom äußeren physischen: Plan, aber ihr Innenleben wirkt weiter. Später kommt der Gegensatz in abgeschwächter, aber immer noch heftiger Form wieder zum Ausdruck in zwei Strömungen, herausgeboren aus einer abendländischen Kultur selbst, als Jesuitismus (Augustinismus) und Freimaurerei (Manichäismus). Die auf der einen Seite den Kampf führen, sind sich dessen alle bewußt, die Katholiken und Jesuiten der höheren Grade; die aber auf der anderen Seite, die im Geiste des Mani den Kampf führen, bei denen sind sich die wenigsten dessen bewußt, nur die Spitze der Bewegung ist sich dessen bewußt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So stehen sich in den späteren Jahrhunderten gegenüber Jesuitismus (Augustinismus) und Freimaurerei (Manichäismus). Das sind die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 079&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder der alten Geistesströmungen. Daher haben Sie sowohl im Jesuitismus wie im Freimaurertum eine Fortsetzung derselben Zeremonien bei den Einweihungen wie in den alten Strömungen. Die Einweihung der Kirche im Jesuitismus hat die vier Grade: coadjutores temporales, scholares, coadjutores spirituales, professi. Die Grade der Einweihung in der eigentlichen okkulten Freimaurerei sind ähnlich. Sie laufen einander parallel, verfolgen aber ganz verschiedene Richtungen.*)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Siehe unter Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= I  07, Wesen und Aufgabe der Freimaurerei, Erster Vortrag, 02.12.1904 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 080&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesen und Aufgabe der Freimaurerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Vortrag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 2. Dezember 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich einen kurzen Einblick geben in verschiedene Riten und Orden in der Freimaurerei, wie schon besprochen. Natürlich kann ich Ihnen nur das Allerwesentlichste der Freimaurerei mitteilen, weil das Gebiet ein so umfassendes ist und so unendlich viel Unwesentliches an der Sache daranhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grundlage für das ganze Freimaurertum haben wir ebenfalls in der Tempellegende von Hiram-Abiff oder Adonhiram zu sehen, von der ich Ihnen bereits bei Gelegenheit der Besprechung des Rosenkreuzerordens gesprochen habe. Das Ganze, was man Geheimnis und Tendenz der Freimaurerei nennt, spricht sich in dieser Tempellegende aus. Wir werden zu einer Art von Genesis, von Abstammungslehre des Menschen geführt. Lassen wir also die wesentlichen Züge dieser Tempellegende nochmals vor unserer Seele vorüberziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Elohim verband sich mit Eva, und aus dieser Ehe eines der göttlichen Schöpfer mit Eva ging Kain hervor. Dann schuf ein anderer Elohim nämlich Jehova oder Adonai den Adam, welcher vorzustellen ist als der ursprüngliche Mensch unserer dritten Wurzelrasse. Dieser Adam verband sich nun mit Eva, und aus dieser Ehe ging Abel hervor. So haben wir am Ursprung des Menschengeschlechtes zwei Ausgangspunkte: Kain, den direkten Sprossen eines der Elohim und Eva, und Abel, welcher sozusagen mit Hilfe eines göttlich geschaffenen Menschen, des Adam, der eigentliche Jehova-Mensch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Auffassung, die der Schöpfungsgeschichte der Tempellegende zugrunde liegt, geht davon aus, daß Jehova eine Art von Feindschaft hat gegen alles, was von den anderen Elohim und ihren Sprossen, den Feuersöhnen, kommt so nennt man in der Tempellegende die Nachkommen des Kain , und daß er Unfrieden stiftete zwischen Kain und seinem Geschlecht und Abel und seinem Geschlecht. Die Folge davon war, daß Kain den Abel tötete. Das ist die Urfeindschaft, die besteht zwischen denen, die ihr Dasein als eine Art&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 081&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Göttergabe haben und denen, die alles selbst erarbeiten. Daß Abel dem Gotte Jehova Tiere opfert, Kain aber Früchte der Erde, das zeigt auch in der Bibel den Gegensatz zwischen dem Kainsgeschlecht und dem Abelgeschlecht. Kain muß durch schwere Arbeit der Erde die Früchte, dasjenige, was notwendig ist für den Menschen, abringen, Abel nimmt das, was schon lebt, was schon vorbereitet ist zum Leben. Kains Geschlecht schafft sozusagen aus dem Unlebendigen das Lebendige. Abel nimmt das schon Lebendige, dem das Leben schon eingehaucht ist. Das Abelopfer ist dem Gotte angenehm, Kains Opfer aber nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen wir, daß in Kain und Abel zwei Menschheitsarten charakterisiert werden. Die eine Art ist die, welche das von Gott Zubereitete nimmt, die andere Art die freie Menschheit ist die, welche den Erdengrund beackert und sich müht, Lebendiges dem Unlebendigen abzugewinnen. Als solche Kainssöhne sehen sich diejenigen an, die diese Tempellegende verstehen und im Sinne dieser Legende leben wollen. Vom Geschlechte Kains stammen alle ab, welche die eigentlichen menschlichen Künste und Wissenschaften geschaffen haben: Tubal-Kain, der eigentliche ursprüngliche Baumeister und Gott der Schmiede und Werkzeuge; und auch jener Hiram-Abiff oder Adonhiram, der Held der Tempellegende. Dieser Hiram wird berufen durch König Salomo, der durch seine Weisheit berühmt ist, also zum Geschlecht der Abelkinder gehört, die ihre Weisheit als Gabe von Gott eingeflößt bekommen haben. So haben wir am Hofe von Salomo den Gegensatz wieder erneuert: Salomo der Weise und Hiram der freie Arbeiter, der seine Weisheit sich menschlich erarbeitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salomo beruft an seinen Hof Balkis, die Königin von Saba, und als sie am Hofe erscheint, erblickt sie in ihm etwas wie eine Statue, aus Gold und Edelsteinen geschaffen. Wie von den Göttern der Menschheit geschenkt, so erscheint er monumentartig der Königin Balkis. Als sie das große Werk, den salomonischen Tempel, bewundert, will sie auch den Baumeister kennenlernen und lernt ihn auch kennen. Durch einen bloßen Blick, den der Baumeister ihr zuwirft, lernt sie den ganzen Wert von Hiram kennen. Salomo faßt sogleich eine Art von Eifersucht auf Hiram. Diese steigert sich besonders, als Balkis,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 082&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Königin, verlangt, daß man ihr alle Arbeiter vorführe, welche sich am Tempelbau beteiligt haben. Salomo erklärt es für unmöglich; Hiram dagegen gewährt es. Er steigt auf einen Hügel, macht das mystische Tau-Zeichen und daraufhin strömen alle Arbeiter herbei. Der Wille der Königin ist erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salomo ist deshalb auch abgeneigt, den Verfolgern des Hiram zu widerstreben, ihnen entgegenzutreten. Ein syrischer Maurer, ein phönizischer Zimmermann und ein hebräischer Grubenarbeiter waren Hiram feindlich gesonnen. Denn diese drei Gesellen konnten von Hiram-Abiff durchaus nicht das Meisterwort erfahren. Das Meisterwort ist dasjenige, was die Gesellen fähig gemacht hätte, wirklich selbständig zu bauen. Dieses Meisterwort ist ein Geheimnis, das nur den Fähigen zuteil wurde. Sie faßten daher den Entschluß, ihm etwas anzutun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gelegenheit dazu fand sich, als Hiram-Abiff sein Meisterstück, das Eherne Meer, gießen wollte. Die Bewegung des Wassers sollte in der Form festgehalten werden. Das bewegte Meer sollte lebendig, kunstvoll festgehalten werden in der starren Form. Das ist das Wichtige. Die drei Gesellen hatten sich verabredet, am Guß etwas zu machen, so daß er, statt in die Form zu rinnen, in der Umgebung herum sich verbreitete. Hiram wollte daraufhin durch Zugießen von Wasser den Feuerguß aufhalten, wodurch aber das Metall in die Luft sprühte und als Feuerregen unter furchtbarer Gewalt wieder herunterfiel. Hiram konnte da auch nichts machen. Aber plötzlich erscholl eine Stimme: Hiram! Hiram! Hiram! Diese Stimme forderte ihn auf, sich in das Feuermeer zu stürzen. Er tat es und sank immer tiefer, bis zum Mittelpunkt der Erde, wo der Ursprung des Feuers ist. Da traf er zwei Gestalten an: den Stammvater Tubal-Kain und Kain selbst. Kain war bestrahlt von den Strahlen Luzifers, des Lichtengels. Nun übergab Tubal-Kain dem Hiram seinen Hammer, der die Zauberkraft hatte, alles wieder herzustellen, und sagte zu ihm: Du wirst einen Sohn haben, der wird ein Volk von Wissenden um sich haben, und du wirst Stammvater sein derer, die aus dem Feuer kommen, das weisheitsvoll und gedankenvoll macht. Das Eherne Meer wurde nun durch den Hammer wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hiram hatte dann die Königin Balkis wieder vor der Stadt getroffen. Sie wurde seine Gemahlin, aber er konnte die Eifersucht Salomos und die Rache der drei Gesellen nicht bannen. Die drei Gesellen erschlugen ihn. Nur das Dreieck, auf dem das Meisterwort eingegraben war, konnte er noch retten, indem er es in einen tiefen Brunnen versenkte. Dann wurde er begraben und auf seinem Grabe ein Akazienzweig gepflanzt. Der Akazienzweig verriet das Grab dem Salomo. Man fand auch das Dreieck. Es wurde verschlossen und vergraben. Nur wenige (27) wissen den Ort. [Es wurde verabredet:] Das erste Wort, das nach der Auffindung des Leichnams falle, sollte das neue Meisterwort sein. Das neue Meisterwort ist dasjenige, welches das der Freimaurer geworden ist. Sie führen ihren Ursprung mit einem gewissen Recht auf diese Tempellegende zurück, auf jene alten Tage, in denen der König Salomo den Tempel auferbaut hat als bleibendes Denkmal dessen, was das Geheimnis der fünften Wurzelrasse darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun müssen wir verstehen, was in der Freimaurerei für die Menschheit erworben, gelernt werden kann. Das ist nicht so leicht. Mancher, der etwas von den komplizierten Einweihungsriten der Freimaurerei erfährt, mag sich fragen: Ist das nicht etwas ungemein Triviales und Lappalienhaftes, was da als Einweihungszeremonie vorgeht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will Ihnen jetzt das am Aufnahmeritus bei der Johannesmaurerei vorführen. Denken Sie sich, es hätte sich jemand entschlossen, Johannesmaurer zu werden. Es gibt da drei Grade: Lehrling, Geselle und Meister. Nach diesen drei Graden beginnen die höheren Grade, welche in die okkulten Erkenntnisse hineinführen. Ich will Ihnen nun schildern, wie jemand in den Lehrlingsgrad aufgenommen wird. Wenn er zum ersten Mal in den Freimaurertempel geführt wird, dann wird er von dem Bruder Aufseher zunächst in ein dunkles, finsteres Gemach geführt. Da wird er einige Minuten allein gelassen, wo er sich seinen Gedanken zu überlassen hat. Dann werden ihm alle metallenen Gegenstände, was er an Gold, Silber und anderen Metallen bei sich hat, abgenommen, am Knie das Kleid aufgerissen, dann am linken Fuß der Absatz abgetreten. In diesem Zustande wird er in ein anderes Gemach, zu den versammelten Brüdern geführt. Dann wird ihm eine Schnur um den Hals gehängt und, nachdem ihm seine Brust entblößt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 085&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
worden ist, wird ihm ein gezücktes Schwert vor die Brust gehalten. In diesem Zustande tritt er vor den Meister. Der Meister frägt ihn, ob er noch dabei beharren will, aufgenommen zu werden. Dann wird er noch in ernster Weise ermahnt, und in der weiteren Vorbereitung wird ihm die Bedeutung des Absatzabtretens erklärt und so weiter. Drei Dinge soll er abstreifen. Hat er diese drei Dinge an sich, so kann er niemals Freimaurer werden. Es wird ihm gesagt: Hast du irgendeinen Grad von Neugierde auf etwas, so verlasse sofort das Haus. Als zweites wird ihm gesagt: Scheust du dich, alle deine Fehler und Mängel zu erkennen, so verlasse sofort das Haus. Und als drittes wird ihm gesagt: Kannst du dich nicht aufschwingen dazu, über alle Ungleichheit der Menschen hinwegzuschauen, so verlasse sofort das Haus. Diese drei Dinge werden von jedem auf das strengste gefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wird ihm eine Art von Rahmen vorgehalten, durch den er durchgeworfen wird, gleichzeitig wird ein unangenehmes Geräusch erzeugt, so daß er mit recht schlimmen Gefühlen durch den Rahmen durchsegelt. Dabei wird ihm zugerufen, daß er in die Hölle fällt. In dem Augenblicke, wo er niederfällt, wird eine Falltür zugeworfen, so daß er die Suggestion hat, als wenn er in einer ganz merkwürdigen Umgebung wäre. Es wird ihm dann eine kleine Einritzung in die Haut gemacht, so daß Blut herausfließt, gleichzeitig werden gurgelnde Laute von den Umstehenden produziert, so daß er die Meinung bekommt, als ob er viel Blut verliere. Dann kommen drei Hammerschläge des Meisters. Was er nun innerhalb der Loge nach diesem Zeitpunkte hört, muß er in strengster Weise als Geheimnis betrachten. Würde er etwas davon verraten, würde sich seine Zugehörigkeit zur Freimaurerei so verwandeln wie der Trunk, der ihm gereicht wird: süß von einer Seite, bitter von der anderen. Der Trunk ist in einem kunstvollen Gefäß, so daß er einerseits süß und durch Drehung des Gefäßes bitter werden kann. Das soll symbolisieren, wie die Wirkung des Verrates für ihn werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem dies geschehen ist, wird er in einen Raum, der nur spärlich erhellt wird, vor eine Treppe geführt. Diese Treppe ist so eingerichtet, daß sie sich bewegt, so daß man glaubt, recht tief hinuntergestiegen zu sein, während man in Wirklichkeit nur wenig hinuntergestiegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
ist. Ebenso ist es, wenn er fällt. Er fällt nur wenig, glaubt aber, in einen tiefen Brunnen gefallen zu sein. Wenn er da ist, wird ihm angezeigt, daß das eine wichtige Etappe für ihn ist. Außerdem wurden ihm vor der Treppe seine Augen verbunden. Dann werden zu dem Bruder Aufseher die Worte gesprochen: Bruder Aufseher, findest du den Bewerber würdig, in die Freimaurerei einzutreten? Wenn er bejaht, so wird er gefragt: Was erwartest du von dem Eintritt für ihn? Er hat zu antworten: Licht! Dann wird dem Kandidaten die Binde abgenommen und er befindet sich in einem erhellten Raum. Nun kommt die Grundfrage: Kennst du deinen Meister? Er antwortet: Ja, er hat eine gelbe Jacke und eine blaue Hose. Mit der blauen Hose ist die Stellung gemeint. Dann erhält er die drei Signaturen der Lehrlingschaft: Zeichen, Griff und Wort. Das Zeichen ist ein Symbol, in ähnlicher Weise wie die okkulten Zeichen [Lücke]. Der Griff besteht darin, daß ihm der besondere Handgriff gezeigt wird, mit dem er die Menschen zu begrüßen hat. Die Griffe sind anders beim Gesellen und anders beim Meister. Das Wort ist auch je nach dem Grad verschieden. Es kommt mir nicht zu, die «Worte» zu sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist der Betreffende zur Lehrlingschaft zugelassen. Beim Eintritt wird er noch gefragt: Wie alt bist du? Er antwortet: Noch nicht sieben Jahre. Er muß noch sieben Jahre der Lehrlingschaft durchmachen, und dann geht es weiter zum Gesellengrad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand so weit ist, daß er zur Meisterschaft aufrücken kann, dann ist die Einweihung etwas schwieriger. Das Wesentliche besteht aber darin, daß das, was in der Tempellegende enthalten ist, an dem Betreffenden wirklich vollzogen wird. Wer ein Meister werden will, wird in eines der Gemächer der Loge geführt, wo er sich in einen Sarg legen und das Schicksal des Baumeisters Hiram durchzumachen hat. Dann werden ihm Zeichen, Griff und Wort mitgeteilt. Als Wort dasjenige Wort, das bei der Auffindung des Leichnams des Hiram als Meisterwort gesprochen worden ist. Die Erkennungszeichen bei dem Meister sind ungeheuer kompliziert. Das Erkennen geschieht durch viele Formen und Bewegungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freimaurermeister nennen sich «Kinder der Witwe». So leitet sich diese Gemeinschaft der Meister unmittelbar von den Manichäern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 086&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab. Ich werde noch zu sprechen haben über den Zusammenhang des Manichäertums mit den Freimaurern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgabe der Freimaurerei hängt mit der Aufgabe unserer ganzen fünften Wurzelrasse zusammen. Nun können Sie natürlich von dem Standpunkte eines heutigen rationalistischen Menschen alles, was ich über die Einweihung eines Lehrlings gesagt habe, die verschiedenen Handlungen und Zeremonien wie Firlefanz, Maskerade und Komödie auffassen. Aber das ist es nicht. Alle Dinge, die ich gesagt habe, sind Vorgänge, äußerlich-symbolisch, aber in einer gewissen Beziehung Abbilder von alten okkulten Vorgängen, die sich in den Mysterien vollzogen haben, und zwar direkt auf dem astralen Plan. Solche Vorgänge also, wie sie sich symbolisch bei den Freimaurern vollziehen, vollziehen sich in den Mysterientempeln auf dem astralischen Plan. Auch die Meistereinweihung, das Hineinlegen in den Sarg und so weiter, ist tatsächlich etwas, was sich auf dem höheren Plane abspielt. Das vollzieht sich aber in der Freimaurerei bloß symbolisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann nun fragen: Wozu denn das? Der Freimaurer soll sich bewußt sein, daß auf dem physischen Plane so gearbeitet werden soll, daß man den Zusammenhang mit den höheren Welten aufrecht erhält. Es ist ein Unterschied, ob Sie in einer Gemeinschaft sind, die etwas gibt auf Symbole, die zu einer höheren Gemeinschaft führen, oder [Lücke]. Der Maurer hat vielleicht keine anderen Gedanken als der gewöhnliche Mensch, aber der Maurer hat andere Gefühle. Das Gefühl ist mit den symbolischen Vorgängen verbunden, und es ist nicht gleichgültig, ob eine solche Empfindung, ein solches Gefühl hervorgerufen wird oder nicht, weil sie einem gewissen Rhythmus auf dem astralen Plan entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sinn der ersten Handlung Abnehmen der metallenen Gegenstände ist: Der Mensch soll nichts an sich haben, was er nicht selbst erarbeitet hat. Eine Empfindung davon zu haben, ist wichtig und wesentlich für denjenigen, der schon auf das Bedeutungsvolle der Symbolik aufmerksam gemacht wurde. Er soll auch eine bleibende Erinnerung an das Zerreißen der Beinkleider am Knie haben. Er soll daran denken, daß er sich so ins Leben hineinstellen soll, als wenn er&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 087&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ganz nackend vor die Menschheit hintreten sollte. Ebenso soll das Abtreten des Absatzes, der Ferse, ihn bleibend daran erinnern, daß obgleich er stark sein wird in der Maurerei er doch noch eine Achillesferse hat. Alle folgenden Handlungen haben im Grunde genommen eine solche Bedeutung, vor allen Dingen im Zusammenhang mit jenem unheimlichen Gefühl, das hervorgerufen wird, wenn auf die Brust ein scharf geschliffenes kaltes Schwert gehalten wird. Das ist ein Gefühl, welches durch längere Zeit hindurch sich zu einer Suggestion verdichtet, so daß er sich in wichtigen Momenten erinnert, daß er eine Art von Kaltblütigkeit haben soll. Kaltblütigkeit soll dadurch suggeriert werden. Die volle Verantwortung übernehmen für das, was man tut, soll dadurch symbolisiert werden, daß man ihm eine Schnur um den Hals legt, die immer zusammengezogen werden kann. Die Geistesgegenwart soll suggeriert werden dadurch, daß diese Prozeduren mit Falltüren, mit Treppen und so weiter hervorgerufen werden. Das sind gewisse Vorgänge, die in den Mysterien aber völlig anders vollzogen werden, weil sie sich im Astralraum vollziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lehrling muß dann einen Eid leisten. Alles ist dabei schauerlich, genügen finster, der Raum nur mit einigen Flämmchen beleuchtet. Diesen Eid bitte ich, in seiner ganzen Tragweite sich vorzuhalten: «Ich schwöre, daß ich nichts dem Worte, dem Zeichen, dem Griffe nach jemals verraten werde von dem, was mir von diesem Zeitpunkt ab innerhalb dieser Loge mitgeteilt wird. Sollte ich etwas verraten, so gestatte ich jedem der Brüder, der etwas davon erfährt, mir die Kehle durchzuschneiden und die Zunge herauszureißen.» Das ist der Schwur, den die Lehrlinge leisten. Noch furchtbarer ist der Gesellenschwur, der gestattet, die Brust aufzuschneiden, das Herz herauszureißen und den Vögeln vorzuwerfen. Der Schwur des Meisters ist so schauerlich, daß er nicht wiederholt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dinge sind dazu da, um einen gewissen Rhythmus von Empfindungen im Astralkörper hervorzurufen. Das hat dann zur Folge, daß der Geist des Menschen in einer bestimmten intuitiven Weise beeinflußt wird. Diese Beeinflussung des Geistes in intuitiver Weise war in alten Zeiten die Freimaurerei ist wirklich uralt der eigentliche Zweck der freimaurerischen Einweihung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 088&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freimaurer waren in alten Zeiten wirklich Maurer. Sie verrichteten alles das, was zur Maurerei gehört. Sie waren die Tempelbauer, die Erbauer der öffentlichen Gebäude in Griechenland. In Griechenland nannte man sie Dionysiacs. Das waren diejenigen, die im Dienste des Dionysos Tempel und öffentliche Gebäude bauten. In Ägypten waren es die Pyramidenerbauer, im alten römischen Reich die Erbauer von Städten. Im Mittelalter waren es die Erbauer von Domen und Kathedralen. Sie bauten vom 13. Jahrhundert ab auch unabhängig von der Geistlichkeit. Seit jener Zeit kam dann erst der Ausdruck Freimaurer auf. Vorher waren sie im Dienste der religiösen Gemeinschaften. Sie waren eigentlich die Baumeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehen wir von dem Gedanken aus, daß sie die Erbauer der Pyramiden, der Mysterientempel, die Erbauer der Kirchen waren. Nun werden Sie sich leicht überzeugen können namentlich wenn Sie Vitruv lesen , daß die Art und Weise, wie man ehedem die Baukunst studierte, ganz verschieden war von der unsrigen. Man studierte nicht wie heute, so daß man die Dinge berechnete, sondern was man übermittelt erhielt, waren bestimmte Intuitionen, die durch Symbole ausgedrückt waren. Wenn Sie im « Luzifer» nachlesen, wie die Lemurier bauten, wie sie es im Griff hatten, dann bekommen Sie eine Ahnung davon, wie damals gebaut wurde. Wie in alten Zeiten gebaut worden ist, das kann man heute nicht mehr nachmachen. Staunend und bewundernd stehen wir vor chinesischen Bauten, vor Bauten der Babylonier und Assyrer, und wissen doch, daß sie die Mathematik unserer Zeit nicht gekannt haben. Wir haben das wunderbare Werk der Ingenieurkunst in dem Mörissee in Ägypten; ein See, der gebaut worden ist, um das Wasser aufzufangen und wenn man es brauchte, durch künstliche Kanäle über das Land hinzuleiten. Er ist nicht mit unserer heutigen Ingenieurkunst gebaut worden. Auch die wunderbare Akustik, die in die alten Bauten hineingebaut worden ist, konnte man ausführen in einer Weise, wie die heutige Baukunst es noch nicht wieder kann. Man konnte also auf intuitive, nicht nur rationell-verstandesmäßige Art bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese ganze Art der Baukunst stand in einem Verhältnis zu der Erkenntnis des ganzen Weltalls. Wenn Sie die ägyptischen Pyramiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 089&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in ihren Abmessungen nehmen, so stehen sie in Zusammenhang mit gewissen Abmessungen des Himmelsraums, Sternenentfernungen im Himmelsraum. Die ganze Konfiguration des Himmelsraumes wurde nachgebildet in solchen Gebäuden. Es war ein Zusammenhang des einzelnen Baues mit dem Himmelsdom. Jenen geheimnisvollen Rhythmus, der sich im Sternenanblick darbietet, wenn wir nicht bloß mit sinnlichen Augen sehen, sondern mit dem intuitiven Blick, der sich den höheren Verhältnissen, den rhythmischen Verhältnissen eröffnet, den bauten die ursprünglichen Baumeister in ihre Bauten hinein, weil sie aus dem Weltenall heraus bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art und Weise der Baukunst wurde damals vermittelt, so ähnlich wie in gewissen wilden Völkern man heute noch einen ganz anderen Unterricht erhält in ärztlicher Kunst, als der unsrige ist. Unser Unterricht ist Verstandesunterricht. Bei den wilden Völkerschaften wird der Arzt nicht so ausgebildet wie bei uns, sondern dadurch, daß bestimmte okkulte Kräfte bei ihm ausgebildet werden. Er muß sich einer körperlichen Zucht unterwerfen, die für nervöse und wehleidige Menschen unserer Kultur sich wie etwas Schauderhaftes ausnimmt. Sie erzieht in ihm Unempfindlichkeit für Lust und Schmerz, und wer unempfindlich ist gegenüber diesen, der hat zugleich okkulte Kräfte in sich entwickelt. Die ursprüngliche Größe in der Ausbildung des Astralkörpers war imstande, zu jener großen Kraft hinzuführen, die man als die eigentliche königliche Kunst bezeichnet hat, die schon den großen Symbolen der Himmelsabmessung entnommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bekommen Sie einen Begriff von dem, was Freimaurerei war, und Sie werden einsehen, daß sie entwachsen mußte ihrer eigentlichen Aufgabe. Sie hat ihre Bedeutung verlieren müssen in dem Maße, als die Welt rationalistisch wurde. Ihre Bedeutung hat sie gehabt in der Zeit, als die vierte Unterrasse noch entwickelt wurde. Die fünfte Unterrasse brachte es mit sich, daß die Maurerei ihre Bedeutung verlor. Jetzt sind die Freimaurer nicht mehr Maurer. Alle können jetzt aufgenommen werden. Für die Okkultisten haben die Symbole eine reale Bedeutung. Ein Symbol, das bloß Symbol, bloß Abbild ist, hat keine Bedeutung; nur ein solches, das Wirklichkeit werden kann, in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 090&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraft übergehen kann. Wenn ein Symbol auf den Geistesmenschen so wirkt, daß dadurch intuitive Kräfte freiwerden, so ist es ein wirkliches Symbol. Heute sagen die Maurer, wir haben Symbole, die bedeuten das und das. Ein okkultes Symbol ist aber ein solches, das den Willen des Menschen ergreift und in den Astralkörper übergeht. In dem Maße, wie unsere Kultur eine Verstandeskultur geworden ist, verlor die Freimaurerei ihre Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Beziehungen zum Manichäismus [Lücke]. Dann gibt es noch die Hochgrade, die bis zu neunzig, bis zu sechsundneunzig Graden gehen, die erst beim vierten Grad beginnen. Von den drei unteren hat sich die Bedeutung allmählich zurückgezogen in die höheren Grade. Etwas wie eine Art von Bodensatz ist geblieben in dem, was man den «Royal Arch» nennt, den es auch heute noch in der Freimaurerei gibt. Über diese Lichtseiten und einige Schattenseiten wollen wir dann noch sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= I  08, Wesen und Aufgabe der Freimaurerei, Zweiter Vortrag, 09.12.1904 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 091&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesen und Aufgabe der Freimaurerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweiter Vortrag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 9. Dezember 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztes Mal habe ich über Freimaurerei gesprochen und möchte auch heute etwas darüber sagen. Ich bitte dabei zu berücksichtigen, daß ich in einem etwas anderen Falle bin als gegenüber den anderen Materien, die wir abgehandelt haben und die ich noch abhandeln werde, weil ich eigentlich nur über dasjenige zu sprechen pflege, worüber ich ein irgendwie geartetes Wissen eigener Natur habe; während ich hier von vornherein betonen muß, daß ich als Nichtfreimaurer über die Freimaurerei allein vom theosophischen Standpunkte sprechen kann, und daß in Wahrheit über dasjenige, was Freimaurerei wirklich ist, ein Freimaurer sprechen müßte. Er würde es ja nicht tun; aber das ist aus anderen Gründen nicht gut möglich zu erörtern. Gleichzeitig bitte ich, die Dinge, die ich ausspreche, mit Reserve aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich sagte, daß über die Freimaurerei in ihrem innersten Wesen nur ein Freimaurer sprechen könnte, so bitte ich zu berücksichtigen, daß es wahrscheinlich trotz alledem einen solchen Freimaurer auf dem europäischen Kontinent gar nicht gibt. Das mag Ihnen etwas sonderbar erscheinen, aber es ist so. Die Freimaurerei ist schon seit dem 18. Jahrhundert in einem ganz eigentümlichen Stadium, und alles, was ich das letzte Mal erzählt habe, bitte ich so aufzufassen, daß wahrscheinlich die Dinge sich so verhalten würden, wenn die Freimaurerei noch so wäre wie im 16., 17. Jahrhundert. Da dies aber nicht der Fall ist, so ist die Freimaurerei sozusagen nur eine Art Hülse, zu der der richtige Inhalt fehlt. Sie ist zu vergleichen mit einer versteinerten Pflanze, die eigentlich nicht mehr dasjenige ist, was die Pflanze bildet, sondern nur eine Art Schale oder Kruste, die von etwas anderem gebildet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gewöhnliche, sogenannte Johannesmaurerei kommt für das, was wir zu besprechen haben, gar nicht in Betracht, denn diese Johannesmaurerei mit ihren drei Graden Lehrling, Geselle und Meister hat ihren Anfang genommen durch die Charta in Köln im&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 092&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahre 1535. Sie ist eigentlich im Grunde genommen heute nichts anderes als eine Vereinigung zur gegenseitigen Anregung in bezug auf etwas höhere Bildung und Schulung, eine Vereinigung dafür, daß sich die Mitglieder gegenseitig stützen und anregen. Allerdings sind diese drei ersten Grade sozusagen nur noch übriggebliebene Reste der ursprünglichen drei Freimaurergrade. Und wenn es heute noch geschehen würde wie früher es geschieht nicht , so würden Lehrling, Geselle und Meister so eingeweiht werden, wie ich es das letzte Mal beschrieben habe. Vorschrift ist es durchaus, daß sie so eingeweiht werden. Aber nur ein kleiner Teil weiß, daß diese Vorschriften bestehen, und ein noch kleinerer Teil weiß die Bedeutung dieser Vorschriften. Alles das, was ich gesagt habe über die Wirkung der Zeremonien auf der Astralebene ist etwas, was der Johannesmaurerei absolut unklar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun haben sowohl die großbritannischen wie auch die deutschen Johanneslogen diese drei Grade, die ich genannt habe. Und sie sind eigentlich alle in dem Zustande, den ich eben beschrieben habe. Aber es ist doch eine Möglichkeit vorhanden, schon innerhalb dieser drei Grade, einfach dadurch, daß die Symbole da sind, sozusagen auf den Grund der tieferen Weisheit zu sehen. Ein Beweis dafür mag Ihnen sein, daß ein Maurer, den Sie dem Namen nach sehr gut kennen, in einer Weise auch zu seinen Logenbrüdern gesprochen hat, die im Grunde genommen den Keim von seinem theosophischen Bewußtsein zeigt; daß er in gewissem Sinn theosophische Worte gesprochen hat, die er aber doch anwenden konnte in der damaligen Zeit in einer Freimaurerloge. Dieser Maurer ist Goethe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie werden als Theosophen sogleich etwas ungeheuer Verwandtes finden, wenn ich Ihnen zwei Strophen aus dem Freimaurergedicht lese, das bestimmt war für seine Logenbrüder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch rufen von drüben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmen der Geister &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stimmen der Meister:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versäumt nicht zu üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kräfte des Guten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 093&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier winden sich Kronen In ewiger Stille,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sollen mit Fülle,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tätigen lohnen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir heißen euch hoffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da spricht Goethe von den Meistern und er spricht das innerhalb der Loge, weil er trotzdem er weiß, daß die, die um ihn sitzen in der Loge, keine Ahnung haben von der Tiefe der Worte , weil er doch auch weiß, daß durch das Milieu, das eine Freimaurerloge hat, durch die Umgebung von Symbolen, Schwingungen erzeugt werden, die auf den Astralkörper wirken, und daß sie dadurch doch eine gewisse Wirkung haben. Das ist etwas, auf das auch heute noch diejenigen bauen, welche wissen, daß im Bewußtsein der Maurer sehr wenig davon vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas mehr Bewußtsein haben diejenigen, die über die ersten drei Grade hinaus zu den höheren Graden geführt werden. Der erste dieser Grade ist der Grad der königlichen Kunst, der Royal Arch-Grad. Dieser Grad ist dadurch charakterisiert, daß das betreffende «Kapitel» oder die «Vereinigung» schon eine ganz bestimmte Organisation hat, schon mit einer tieferen Bedeutung erfüllt ist. In diesem Grad können nämlich in den Versammlungen, namentlich in denjenigen, wo ein Neuer in die Geheimnisse eingeweiht werden soll, niemals mehr als zwölf sogenannte Genossen anwesend sein; so daß sie wirklich in der Art, wie das bei okkulten Bruderschaften der Fall ist etwas repräsentieren, was nicht sie selbst sind, sondern etwas, was geheimnisvoll unter ihnen lebt. Sie sollen nicht Personen sein, sondern Eigenschaften repräsentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Ersten, der dasjenige repräsentiert, was das Wichtigste im Kreise der Zwölf sein soll, nennt man Zerubabel. Er ist ein Führer gleich der Sonne. Von ihm strahlt das Licht aus, das auf die anderen übergehen soll. Er muß der Klügste sein und sollte auch einigermaßen in das Wesen und die Bedeutung der geheimen Wissenschaften eingeführt sein. Bei den heutigen Kreierungen in den Royal Arch-Grad ist das selten der Fall. Ich erzähle also eigentlich den Idealfall, der in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 094&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
höchst seltenen Fällen wenn geeignete Leute da sind eintreten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann schließen sich die zwei nächsten Genossen an: der Hohepriester Jeschua und der Prophet Haggai, die zusammen mit Zerubabel den Großrat bilden. Dann kommen der erste und der zweite Hauptgast, dann die beiden Schreiber Esra und Nehemia. Der nächste ist dann der Ziegeldecker oder Logenschließer, und dann kommen die sogenannten minderen Gäste. Nicht mehr als zwölf können es überhaupt sein. Diese Zwölf stellen die zwölf Zeichen des Tierkreises dar. Das Ganze soll darstellen ein Abbild des Ganges der Sonne durch die zwölf Zeichen des Tierkreises. Das erinnert schon an das, was ich Ihnen geschildert habe, daß die Maurer ausgegangen sind von der Nachbildung astronomischer Weltgesetze in einzelnen Bauten, im Dom, in Kathedralen und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zusammenkunftsort wobei es wiederum nicht immer so sein muß ist ein viereckiger Raum, überwölbt von einem Gewölbe, welches blau ist und mit Sternen bedeckt, eine Art Sternenraum wirklich darstellt. Die Aufstellung der Teilnehmer bei der Zeremonie muß eine ganz bestimmte sein. Die zuletzt Eingetretenen, die Neophyten, stehen im Norden, weil sie die Wärme noch nicht vertragen können. Im Osten steht Zerubabel. Im Westen stehen der Hohepriester Jeschua und der Prophet Haggai. Und im Süden stehen sie so, daß sie ein Seil um sich geschlungen haben; jeder hat dreimal das Seil um sich geschlungen. Es sind drei bis vier Dezimeter Abstand, dann wird das Seil um den nächsten geschlungen und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derjenige, der eingeführt wird in diesen vierten Grad der Maurerei, der der erste der höheren Grade ist und in manchen Gegenden heute noch einen Begriff gibt von dem, was die Tempellegende wirklich bedeutet, der muß drei Vorhänge passieren. Bei jedem der drei Vorhänge wird ihm eines der Geheimnisse mitgeteilt. Es wird dabei auch immer der geheime Sinn bestimmter Verse aus den Büchern Mosis mitgeteilt. Dann, wenn er die drei Vorhänge passiert hat, wird ihm mitgeteilt das Geheimnis des Tau-Zeichens, und dann wird ihm das sogenannte heilige Wort, das Meisterwort, gesagt, an dem sich die betreffenden Mitglieder des vierten Grades erkennen. Es wird ihm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 095&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann vor allen Dingen im ersten Unterricht klargemacht, wie alt die Freimaurerei ist. Das erfahren die Johannesmaurer gewöhnlich nicht, oder wenn sie es hören, haben sie nicht das geringste Verständnis für so etwas. Es wird nämlich die Geschichte der Maurerei in der folgenden Weise erzählt: Der erste wirkliche Maurer war Adam, der erste Mensch, der, als er aus dem Paradies gestoßen wurde, eine außerordentliche Kenntnis der Geometrie besaß und der erste Maurer deshalb war, weil er als erster Mensch unmittelbar von dem Licht abstammt. Der eigentliche, tiefere Ursprung liegt aber überhaupt vor der Entstehung der Menschen. Der Ursprung liegt im Lichte, und das Licht geht der Menschheit voran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist außerordentlich tief und weist für den, der es verstehen kann, auf dasjenige, was die theosophische Weisheit wieder eröffnet hat, indem sie die Entstehung des Irdischen durch die zwei ersten Wurzelrassen bis zur dritten schildert. Wer nun in der Maurerei dieses aufnimmt, nimmt etwas ungeheuer Bedeutungsvolles in sich auf. Aber bei den wenigsten ist das der Fall, weil die Maurerei heute sozusagen entartet ist. Das kommt davon her, daß man schon vom 16. Jahrhundert an wenig verstand von der eigentlichen Bedeutung der Maurerei, nämlich davon, daß ein Tempel so gebaut sein soll, daß seine Abmessungen eine Nachbildung großer himmlischer Verhältnisse sind, daß ein Dom so gebaut sein soll, daß er in seiner Akustik etwas wiedergibt von der Sphärenharmonie, wodurch die Akustik gerade kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dieser ursprünglichen Schau hat man allmählich das Bewußtsein verloren. So kam es, daß in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, als in England Desaguliers die Maurerei wieder vereinigte, man kein rechtes Bewußtsein davon hatte, daß das Wort wörtlich zu nehmen ist, daß es sich wirklich um Werkmaurerei handelt, daß ein Maurer wirklich derjenige war, der nach den Himmelsgesetzen bauen konnte Kirchen und Tempel und höhere Gebäude, denen er nicht irdische, sondern himmlische Verhältnisse einfügte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese intuitive Schau und Wiedergabe in der Maurerei ging verloren; das Bewußtsein davon, daß es etwas anderes ist, in einem Hause zu sprechen, das die Sprache in einer ganz bestimmten Weise akustisch zurückwirft und dadurch anders wirkt, ging verloren. Diejenigen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
96&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
welche die großen Dome im Mittelalter gebaut haben, das waren die großen Freimaurer. Sie waren sich dessen bewußt, daß es davon abhängt, daß das Wort, das der Priester spricht, in der richtigen Weise von den einzelnen Wänden zurückgeworfen wird, daß dadurch die ganze Gemeinde in einem Lautmeer lebte, das in sinn- und bedeutungsvollen Schwingungen wogte, die eine noch größere Bedeutung hatten für den Astralkörper als für das physische Ohr. Das ist alles verlorengegangen und mußtein der neuen Zeit verlorengehen. Das ist der Sinn dessen, wenn ich sagte, daß heute nur noch eine Hülse vorhanden ist von dem, was die Freimaurerei früher bedeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer diesen Johannesgraden existieren auch noch die Hochgrade. Und zwar haben namentlich die größeren Gemeinschaften von Großbritannien, Amerika, Italien, Ägypten und im Orient namentlich diejenigen, welche man die orientalische Maurerei, die Memphis-Maurerei nennt , diese Hochgrade mit ziemlicher Vollständigkeit. Auch in Deutschland, wo man in der Memphis-Misraim-Maurerei eine Abteilung hat, die in Zusammenhang mit der Maurerei in der ganzen Welt ist, werden die Hochgrade bearbeitet. Nur ist in Deutschland innerhalb der Johannesmaurerei so wenig Bewußtsein vorhanden von der eigentlichen Bedeutung der Hochgrade, daß die Johannesmaurer in Deutschland überhaupt die Hochgrade für einen Unsinn ansehen. Der deutsche Großorient ist daher gezwungen, überhaupt nur die Johannesmaurerei als Maurerei eigentlich gelten zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind in bezug darauf große Unterschiede zwischen der deutschen und der englischen oder großbritannischen Maurerei. In der großbritannischen Maurerei ist es so, daß durch den Toleranzvertrag vom Jahre 1813 eine Art von Ausgleich zustandegekommen ist zwischen der Johannesmaurerei mit ihren drei Graden und den Hochgraden, so daß man als Lehrling in die Johannesmaurerei eintreten und dann aufsteigen kann in den vierten, fünften, sechsten Grad, also in die Hochgrade. Die Johannesgrade werden einem in England angerechnet; das ist in Deutschland nicht der Fall. Der deutsche Großorient des Memphis- und Misraim-Ordens bearbeitet daher die drei untersten Grade selbst. Der Orient-Freimaurer muß also von vornherein die ersten drei Grade erworben haben, er muß sich auch verpflichten,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 097&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
bis zum 18. Grade mindestens aufzusteigen. Nicht früher darf er ruhen. Ein deutscher Johannesmaurer wird also nicht zu den Hochgraden der Orientmaurer zugelassen werden können. Diese Orientmaurerei ist eine stufenweise Schulung im Okkultismus. Wie ich das letzte Mal gesagt habe, ist sie ein Abbild für die Schulung der höheren Grade an den Royal Arch-Grad gliedern sich diese an , in der man eine Art astraler Schulung durchmacht, die bis zum 18., 20. Grade geht. Dann kommt dasjenige, wo man eine Art mentaler Schulung durchmacht, eine Schulung, die zu einer Art von Leben auf dem Mentalplan führt. Das sind dann die Grade bis in die sechziger, siebziger Grade hinein, und dann kommt die höchste Schulung oder die tiefste okkulte Schulung, die noch vorgenommen werden kann durch den Großorient bis zum 96. Grad.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in Deutschland nur wenige, die zum 96. Grad aufgestiegen sind. Aber trotz allem liegt hier etwas vor, was Ihnen gleich beweisen wird, wie wenig die Maurerei heute noch hat von dem, was sie einst war. Das Interessanteste dabei ist, daß diejenigen, welche bis zum 96. Grad graduiert sind, durchwegs nicht durch die maurerische Schulung durchgegangen sind, daß überhaupt kaum irgend jemand sich findet, der die ganze Schulung irgendwie durchgemacht hat. Es gibt also einige, die haben höhere Grade. Es wird ihnen erteilt der 3., der 33., der 96. Grad. Aber die, welche sie haben, haben sie nicht durch die Schulung in der Maurerei erlangt, sondern in anderen okkulten Schulen, und sie haben sich herbeigelassen, in der Maurerei ihre Schulung zum Heile der Maurerei zur Geltung zu bringen. Wenn jemand den 96. Grad hat, so hat er ihn nicht in der Maurerei durchgemacht. Man rechnet geradezu darauf, daß der Maurerei die okkulte Schulung anderer Schulen zugute kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne ist auch aufzufassen als eine Art ideales Dokument das Manifest, welches der Großorient des Memphis- und Misraim-Ritus herausgegeben hat. Ich will es Ihnen vorlesen und einige Erklärungen daran knüpfen. Das, was da gesagt wird, ist auch nicht so aufzufassen, als ob es heute durchgeführt werden könnte. Heute wird von vornherein darauf aufmerksam gemacht, daß kein Maurer auch nicht einer des 96. Grades die Verantwortung übernehmen möchte,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
die Vorschriften an irgendeinem Maurer durchzuführen, weil er sie selbst nicht durchgemacht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Von den Geheimnissen der okkulten Hochgrade unseres Ordens. Ein Manifesto des Großorientes.» «Eines der Geheimnisse, die unser Orden in seinem höchsten Grade besitzt, besteht darin, daß er dem gehörig vorbereiteten Bruder die praktischen Mittel liefert, den wahren Tempel Salomos im Menschen aufzurichten, das verlorene Wort wiederzufinden, das heißt, daß unser Orden dem eingeweihten und auserwählten Bruder die praktischen Mittel liefert, die ihn in den Stand versetzen, sich schon in diesem irdischen Leben Beweise reiner Unsterblichkeit zu verschaffen.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist einer derjenigen Punkte, der als wichtigster Punkt existiert. Der nächste Punkt ist auch ein solcher, wie er in allen okkulten Schulen existiert: keine Geisterbeschwörungen und spiritistischen Praktiken. Spiritistische Praktiken sind strengstens ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Dieses Geheimnis ist eines der wahren maurerischen Geheimnisse und eben ausschließlich im Besitze der okkulten Hochgrade unseres Ordens. Es ist auf unseren Orden durch mündliche Überlieferung von den Vätern aller wahren Freimaurerei, den weisen Männern des Ostens, überkommen und wird auch von uns nur wieder mündlich weitergegeben.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Praxis der okkulten Gesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Selbstverständlich hängt aber der Erfolg dieses praktischen Unterrichts zur Erlangung dieses Geheimnisses wiederum ganz vom Kandidaten selbst ab.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Denn was nützt es, einem Schüler, der schwimmen lernen will, die besten, erprobtesten und ausführlichsten Anleitungen zum Schwimmen zu geben, wenn er, einmal ins Wasser gelegt, nicht selbst Hände und Füße bewegt. Oder was nützt es, einem Malschüler die umfangreichste Anleitung zum Malen zu geben und ihm die feurigsten Farbentöne vorzumalen; wenn er nicht selbst den Pinsel in die Hand nimmt und selbst die Mischung der Farben zu erzielen sucht, wird er nie ein Künstler werden.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 099&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Diejenigen Brüder, welche nun dieses Geheimnis gefunden hatten, bewahrten es als ein köstliches, selbsterrungenes Eigentum, und um von den Alltagsmenschen nicht verkannt oder gar verspottet zu werden, verbargen sie es unter Symbolen, so wie wir das heute noch tun.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Symbole sind für die Maurer heute nicht mehr lesbar. Diese Symbole sind nun keine willkürlich gewählten äußeren Symbole. Es sind nicht Dinge, durch die jemand die Sache so darstellt wie ein Professor, der sagt: Ich will Ihnen etwas graphisch darstellen. Diese Symbole sind den Dingen selbst entnommen, die die Natur selbst schreibt. Der, welcher sie erkennt, welcher wirklich sie zu lesen imstande ist, kommt mit dem Inneren der Dinge in Verbindung, es führt ihn in die Sache selbst hinein. Es gibt die Sache selbst und nicht bloß symbolisiert. In der Maurerei ist niemand, der die Anleitung geben kann, zu den Dingen selbst zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Diese Symbole sind nun keine willkürlich gewählten Bilder, und beruhen nicht auf irgendeinem Zufall, sondern sie sind begründet in den Eigenschaften Gottes und des Menschen, und wir müssen sie als Urbilder betrachten. Wir werden aber nie die Form, das Gefäß, das Ritual, die Symbole für den Inhalt nehmen, sondern in der Form den geistigen Inhalt suchen,» diese Worte zeigen [Lücke], weil das Symbol selbst die Sache darstellt «und nachdem wir denselben» den geistigen Inhalt «gefunden und in uns aufgenommen haben, aus dem geistigen Inhalt die absolute Notwendigkeit der Form, des Rituals, der Symbolik erkennen.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Unsere Hochgrade geben daher dem Bruder die Möglichkeit, einen sicheren Beweis für die Unsterblichkeit des Menschen zu erlangen.» Das würden sie auch tun, wenn sie bearbeitet würden. «Das ist und war die große Sehnsucht, seitdem denkende Menschen existieren. Der Mensch bedarf dieser Überzeugung von seinem Fortleben nach dem Tode, um in diesem Leben wahrhaft glücklich sein zu können. Es haben daher auch die Mysterien aller Religionen und Weisheitsschulen sich mit dieser Frage als ihrer höchsten und vornehmsten Aufgabe beschäftigt. Das Kirchentum beschäftigt sich naturgemäß auch mit der Lösung dieser Frage vom verlorenen Wort, dem verlorenen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 0100&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
nen ewigen Leben, sie verweist den Suchenden aber immer auf den Weg der Gnade und stellt es stets als ein Geschenk und nicht als etwas Selbstzuerwerbendes oder Erworbenes hin. Unser Orden stellt es jedoch in die Möglichkeit eines jeden einzelnen Suchenden, mittels praktischer Mittel sich mit dem Weltbewußtsein, der Urschöpferkraft, bewußt und selbst gewollt schon in diesem Leben zu vereinen.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt also, den Einblick in diejenige Welt und die Vereinigung mit ihr zu ermöglichen, die sonst nur durch die Pforte des Todes eröffnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen aus alledem, daß das, was zum Tiefsten der Welt gehört, in der Freimaurerei ursprünglich vorhanden war, aber in der leeren Hülse, die sie heute ist, nicht mehr da ist. Sie müssen sich fragen: Warum? Nun: Der Sinn, der sich in der Tempellegende ausspricht, der Sinn der Werkmaurerei, mußte, wie alle intuitive Erkenntnis, verlorengehen, weil die fünfte Unterrasse die eigentliche Verstandesrasse geworden ist. Die Intuition mußte zunächst eine Weile ruhen in der Welt, und die Art und Weise, wie die Freimaurerei wirkt, ist intuitiv. Ich verweise Sie auf Vitruv und auf die wahre symbolische Anweisung zum Bauen. Diese kann aber nur derjenige befolgen, der die Intuition dafür hat. Heute sind diese symbolischen Anweisungen durch verstandesmäßige, rationelle ersetzt. Der Verstand mußte eine Weile die eigentliche Entwickelungsetappe der Menschheit bilden deshalb, weil alles, was mittlerweile an uns herangekommen ist an großen Errungenschaften der Natur, eingefügt werden mußte in den ganzen Organismus des menschlichen Schaffens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstehen Sie nur einmal, was es heißt: das ganze Mineralreich wird während unserer jetzigen Runde einbezogen in den Fortschritt unserer Entwickelung. Es wird einbezogen so, daß der Mensch allmählich mit seiner eigenen Geistigkeit die ganze Natur noch einmal durchorganisiert. Das ist der Sinn des Ehernen Meeres, daß alles in der mineralischen Natur wirklich durchorganisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Industrie arbeitet die Menschheit, um die Organisation [ev.: eigene Geistigkeit?] in die mineralische Natur hineinzuarbeiten. Wenn Sie eine Maschine betrachten [Lücke].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
So schafft also der Mensch wirklich durch seinen eigenen Geist das ganze Mineralreich um und um. Diese Umarbeitung der Natur, diese Umarbeitung des Mineralischen wird vollendet sein, wenn unsere Runde zu Ende gegangen sein wird. Dann wird die ganze mineralische Natur umgewandelt sein. Der Mensch wird ihr sein Gepräge gegeben haben, so wie er einer Menge von Metall ein Gepräge gibt, wenn er zum Beispiel eine Uhr arbeitet. Wenn dann wieder ein neuer Kreislauf eintritt, kann das Mineralreich eingesaugt, absorbiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um auf diesem Gebiete die Entwickelung vollständig fertig zu machen, muß diese ganze Denkweise, die jetzt seit dem 16. Jahrhundert die Menschheit ergriffen hat, bis ins Atom hinein sich fortpflanzen. Erst dann, wenn das verstandesmäßige Denken das Atom ergriffen hat, kann die Maurerei wieder aufleben. Auf der ersten Stufe wird die äußere Form ergriffen. Die nächste Stufe wird die sein, wenn der Mensch bis ins mineralische Atom gelernt hat zu denken, daß er imstande ist, das was im Atom lebt, zu verwenden und in den Dienst des Ganzen zu stellen. Allerdings, heute erst und vielleicht erst seit fünf Jahren hat das menschliche Denken diejenige Richtung angenommen, welche die Naturkraft bis hinein ins Atom verfolgt, und zwar muß derjenige, der das ganz genau verstehen will, die letzte Phase der verschiedenen elektrischen Stadien verfolgen. Interessant in dieser Beziehung, aber auch nur in ganz äußerlichen Andeutungen, ist die Rede, die der englische Premierminister Balfour gehalten hat über unsere gegenwärtige Weltanschauung. Was er da gesagt hat [über die neue elektrische Theorie], ist etwas ungeheuer Bedeutsames. Es ist da hingedeutet auf den ungeheuer wichtigen Wendepunkt in der Entwickelung des menschlichen Denkens. Er ist sich bis zu einem gewissen Grade dessen bewußt und spricht dies auch an einer Stelle aus. So sehen wir, wie in dem naturwissenschaftlichen Bewußtsein aufdämmert etwas von dem, was in die Zukunft hineinspielt. Der Okkultist weiß das seit 1879. Ich betone das, obwohl ich es nicht weiter begründen kann. Der Okkultist weiß, daß das kommen wird: ein neuer Ausgangspunkt aus dem Atom heraus in die mineralisch-physische Welt hinein. Das wird das sein, was in der sechsten Unterrasse in die Welt hineinkommen wird, und wodurch auch die Maurerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
wieder aufleben kann. Der Okkultist hat in der Maurerei etwas ganz Merkwürdiges, etwas Beispielloses, denn sie hat das Uralte als Einrichtung. Sie gehört zu den ältesten Überlieferungen, die sich mit genau spezialisierter Gliederung mit fast hundert Graden erhalten hat, trotzdem sie ihren Inhalt fast ganz verloren hat, trotzdem keiner der der Freimaurerei Angehörigen in Europa einen richtigen Begriff davon zu bilden imstande ist. Trotzdem: Die Sache ist da, so daß einer nur nötig haben wird, die ganze Hülse mit neuem Inhalt zu füllen. Die Sache ist da und wartet, um belebt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stichworte aus der anschließenden Besprechung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurerei von Memphis, Orientalischer Orden und der Großorientorden. Auf einem Okkultistenkongreß wurde darüber gesprochen, ob die okkulten Lehren veröffentlicht werden können oder nicht. Dadurch hat sich herausgestellt, daß zwei Richtungen existieren, eine linksstehende und eine rechtsstehende, eine freisinnige und eine konservative.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= I  09, Wesen und Aufgabe der Freimaurerei, Dritter Vortrag, 16.12.1904 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Wesen und Aufgabe der Freimaurerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dritter Vortrag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 16. Dezember 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig, über die Hochgradmaurerei zu sprechen, weil diese Lehrart sich wieder besondere Aufgaben setzt, und in der nächsten Zeit manches davon besprochen werden wird. Wir haben es im wesentlichen zu tun mit einem besonderen Ritus, nämlich mit dem, den man als vereinigten Ritus von Memphis und Misraim bezeichnet. Ich habe schon darauf hingewiesen, daß dieser Memphis- und Misraim-Ritus eine hohe Anzahl von Graden hat, daß fünfundneunzig Grade durchgemacht werden müssen, und gewöhnlich die höchsten Leiter eines Großorients namentlich des Großorients von Deutschland und von Großbritannien und Amerika den 96. Grad haben. Diese Grade sind so, daß sie etwa bis zum Ende der achtziger Grade in einer Weise eingeteilt sind, wie ich es gleich auseinandersetzen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa vom 87. Grad angefangen, beginnen die eigentlichen okkulten Grade, in die nur diejenigen eingeweiht werden können, welche sich dem wirklichen Okkultismus widmen. Immer mache ich den Vorbehalt, daß es auf dem Kontinente wohl niemand gibt, der wirklich diese Grade alle durchgemacht hat, oder der wirklich eine okkulte Freimaurerschulung durchgemacht hat. Aber das schadet bei der Maurerei nicht besonders viel, weil sie ihre Aufgabe erst wieder erhalten wird und dann werden auch die Organisationen da sein, die Hülle wird da sein, die man braucht, um das zu erreichen, was erreicht werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun muß ich verschiedene Freimaurerströmungen und ihre Tendenz angeben, wenn ich auch nur in Kürze etwas andeuten will. Zunächst ist einmal zu berücksichtigen, daß die ganze Hochgradmaurerei zurückführt auf eine Persönlichkeit, die vielfach genannt wird, aber auch sehr viel verkannt wird. Namentlich ist sie verkannt worden von den Geschichtsschreibern des 19. Jahrhunderts, die keine Ahnung davon haben, in welch schwierige Lagen der Okkultist im Leben kommen kann. Es handelt sich um die Persönlichkeit des von wenigen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 104&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erkannten, viel berüchtigten Cagliostro. Der sogenannte Graf Cagliostro, in dem sich eine Individualität verborgen hat, welche nur den eingeweihtesten Okkultisten in ihrer wahren Eigenart bekannt ist, versuchte zunächst in London die Freimaurerei auf eine neue Stufe zu stellen. Denn sie war schon im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts ziemlich auf dem Standpunkte, auf dem ich sie charakterisiert habe. In London gelang es dazumal nicht. Er versuchte es dann in Rußland und auch im Haag. Überall mißlang es aus ganz bestimmten Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber gelang es ihm, in Lyon aus einer Reihe dort lebender Freimaurer eine Philaletenloge zu begründen mit okkultem Inhalt, und zwar die Loge, welche genannt wurde Loge zur «Triumphierenden Weisheit». Der Zweck dieser Loge ist von Cagliostro angegeben worden. Was Sie aber darüber lesen können, ist nichts anderes als etwas von unverständigen Leuten Geschriebenes. Dasjenige, was darüber gesagt werden kann, sind ja eigentlich auch nur Andeutungen. Es handelte sich bei Cagliostro um ein zweifaches: erstens um den Unterricht zum Zwecke der Herstellung des sogenannten Steines der Weisen; zweitens um die Eröffnung des Verständnisses für das mystische Fünfeck, für das mystische Pentagramm. Nun kann ich Ihnen nur andeutend sagen, was diese zwei Dinge zu bedeuten haben. Es kann viel gespottet werden darüber, aber sie sind nicht nur symbolisch zu nehmen, sondern beruhen auf Tatsachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein der Weisen hat einen bestimmten Zweck, der von Cagliostro angegeben wurde: er sollte das menschliche Leben auf 5527 Jahre verlängern. Das erscheint dem Freigeist lächerlich. Tatsächlich ist es aber möglich, durch besondere Schulung das Leben ins Unermeßliche zu verlängern dadurch, daß der Mensch lernt, nicht mehr in seinem physischen Körper zu leben. Derjenige, der sich aber vorstellen wollte, daß den Adepten kein Tod im gewöhnlichen Sinne des Wortes treffe, der würde sich etwas Falsches darunter vorstellen. Auch wer glaubt, daß ein Adept nicht von einem Ziegelstein getroffen und erschlagen werden kann, auch der würde sich etwas Falsches vorstellen. Das würde allerdings nur dann gewöhnlich eintreten, wenn der Adept es zuläßt. Nicht um den physischen Tod handelt es sich, sondern um Folgendes. Der physische Tod desjenigen, der für sich selbst den Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 105&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Weisen erkannt und ihn herauszusetzen verstanden hat, ist für ihn nur ein scheinbares Ereignis. Für die anderen Menschen ist er ein wirkliches Ereignis, das einen großen Abschnitt in seinem Leben bedeutet. Für den, der in der Weise, wie Cagliostro es mit seinen Schülern gewollt hat, es versteht, den Stein der Weisen zu benützen, ist der Tod nur ein scheinbares Ereignis. Er bildet nicht einmal einen besonders wichtigen Abschnitt im Leben; er ist nämlich etwas, was nur für die anderen da ist, die etwa den Adepten beobachten können, und die sagen, daß er stirbt. Er selbst stirbt aber in Wirklichkeit gar nicht. Die Sache ist vielmehr so, daß der Betreffende gelernt hat, überhaupt nicht in seinem physischen Körper zu leben; daß er gelernt hat, alle diejenigen Vorgänge, die im Momente des Todes im physischen Körper plötzlich vor sich gehen, nach und nach während seines Lebens vor sich gehen zu lassen. Es hat sich mit dem Körper des Betreffenden alles schon vollzogen, was sich sonst im Tode vollzieht. Dann ist der Tod nicht mehr möglich, denn der Betreffende hat längst gelernt, ohne den physischen Körper zu leben. Er legt den physischen Körper in ähnlicher Weise ab, wie man einen Regenmantel auszieht, und zieht einen neuen Körper an, wie man einen neuen Regenmantel anzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, einen kleinen Begriff werden Sie sich wohl daraus bilden können. Das ist der eine Unterricht, den Cagliostro überlieferte der Stein der Weisen , der den physischen Tod zu einer Bedeutungslosigkeit herabsinken läßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite war die Erkenntnis des Pentagramms. Das ist die Fähigkeit, die fünf Körper des Menschen voneinander zu unterscheiden. Wenn jemand sagt: Physischer Körper, Ätherkörper, Astralkörper, Kama-Manas-Körper, Kausalkörper, so sind das bloß Worte oder, wenn es hoch kommt, abstrakte Begriffe. Damit ist aber noch nichts getan. Der Mensch, der heute lebt, kennt in der Regel kaum den physischen Körper; erst derjenige, der das Pentagramm kennt, lernt die fünf Körper kennen. Einen Körper erkennt man nicht, wenn man in ihm lebt, sondern erst dann, wenn man ihn als Objekt hat. Das ist dasjenige, was einen Durchschnittsmenschen unterscheidet von dem, der durch eine solche Schule gegangen ist, daß für ihn die fünf Körper&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 106&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Objekte geworden sind. Der gewöhnliche Mensch lebt ja auch in diesen fünf Körpern. Aber er lebtdarinnen, er kann nicht heraustreten und sie anschauen. Höchstens seinen physischen Körper kann er anschauen, wenn er an seinem Leibe heruntersieht oder ihn im Spiegel sich beschaut. Die Schüler Cagliostros würden, wenn sie richtig seine Methode befolgt hätten, dazu gekommen sein, wozu einzelne Rosenkreuzer gekommen sind, die im Grunde genommen in einer Schule waren, die dieselbe Tendenz hatte. Sie waren in einer Schule der großen europäischen Adepten, die dahin führte, daß die fünf Körper Wirklichkeiten wurden, nicht bloß Begriffe blieben. Das nennt man das «Pentagramm-Kennen» und «Moralische Wiedergeburt».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will nicht sagen, daß die Schüler des Cagliostro es nicht zu etwas gebracht haben. Sie haben es im allgemeinen dahin gebracht, den Astralleib zu begreifen. Cagliostro war äußerst geschickt, ihnen eine Anschauung vom Astralleib beizubringen. Lange bevor die Katastrophe über ihn hereinbrach, war es ihm gelungen, außer der Schule in Lyon auch Schulen in Paris, Belgien und Petersburg und einigen anderen Orten Europas zu errichten, aus denen später wenigstens einigermaßen solche Leute hervorgegangen sind, die den Grundstock abgegeben haben für diejenigen, welche es bis zum 18., 19., 20. Grade der Hochgradmaurerei gebracht haben. So hat immerhin der Graf Cagliostro, bevor er in den Kerkern von Rom sein Leben beendigen mußte, einen bedeutenden Einfluß auf die okkulte Maurerei in Europa genommen. Die Welt sollte über Cagliostro im Grunde genommen gar nicht urteilen. Ich deutete schon an, daß es im allgemeinen so ist, wenn die Leute über Cagliostro sprechen, wie wenn der afrikanische Hottentotte von der Einrichtung der Hochbahn spricht, weil es nicht einzusehen ist, in welchem Verhältnis die äußeren, scheinbar unmoralischen Taten zu den Weltereignissen standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bemerkte schon früher, daß die Französische Revolution hervorgegangen ist aus den geheimen Vereinigungen der Okkultisten und daß, wenn man die Strömungen weiter verfolgt, man sie verfolgen könnte bis in die Schule der Adepten hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist möglich, daß das, was geschildert ist als Roman von Mabel Collins in dem Buch «Flita», schwer zu verstehen ist. Sie schildert da&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in einer sehr grotesken Weise, wie ein Adept an einem verborgenen Orte das Weltenschachbrett vor sich hat und die Figuren spielen läßt, und wie er sozusagen das Karma eines Kontinentes auf einem sehr einfachen Kärtchen bestimmte. Das ist nicht unmittelbar so, wie es da geschildert wird, sondern etwas viel Grandioseres als dies geht in der Tat vor sich, wovon das in «Flita» Geschilderte nur ein verzerrtes Abbild ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, die Französische Revolution ist durchaus aus solchen Dingen hervorgegangen. Bekannt ist eine Geschichte, die in Büchern der Gräfin d&#039;Adhémar enthalten ist. Da wird gesagt, daß vor dem Ausbruch der Französischen Revolution die Gräfin d&#039;Adhémar, eine Hofdame der Marie-Antoinette, den Besuch erhielt eines Grafen von Saint-Germain. Er wollte sich melden lassen bei der Königin und um Audienz bei dem König bitten. Der Minister Ludwig XVI. aber war der Feind des Grafen Saint-Germain; er konnte daher nicht an den König herankommen. Der Königin hat er aber mit großer Schärfe und Genauigkeit geschildert, was für große Gefahren bevorstehen. Aber seine Warnungen sind ja leider nicht beachtet worden. Er hat dazumal das große Wort gesprochen, das auf Wahrheit beruht: «Wer Wind sät, der wird Sturm ernten», und er setzte hinzu, daß er dieses Wort schon vor Jahrtausenden gesagt und es dann Christus wiederholt hat. Das war ein Wort, das für jeden Außenstehenden unverständlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber der Graf Saint-Germain hatte recht. Nur noch ein paar Züge will ich hinzufügen, die durchaus richtig sind. In Büchern über den Grafen Saint-Germain können Sie lesen, daß er 1784 am Hofe des Landgrafen von Hessen gestorben ist, der dann einer der vorgerücktesten deutschen Freimaurer gewesen ist. Er hat ihn bis zu seinem Tode gepflegt. Die Gräfin d&#039;Adhémar erzählt aber in ihren Memoiren, daß er lange nach dem Jahre 1784 ihr erschienen sei, daß sie ihn noch sechsmal lange nach dieser Zeit gesehen habe. In Wahrheit ist er damals im Jahre 1790 bei einigen Rosenkreuzern in Wien gewesen und hat das gesagt, was auch richtig war: daß er sich auf fünfundachtzig Jahre nach dem Orient zurückzuziehen habe, und nach fünfundachtzig Jahren werden jene seine Tätigkeit in Europa wieder wahrnehmen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 108&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 ist das Gründungsjahr der Theosophischen Gesellschaft. Diese Dinge hängen alle in einer bestimmten Weise zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Schule, die der Landgraf von Hessen begründet hat, handelte es sich wesentlich um diese zwei Dinge: um den Stein der Weisen und um die Erkenntnis des Pentagramms. In einer etwas veränderten Gestalt lebt nun die damals von dem Landgrafen von Hessen begründete Maurerei fort. Nämlich diese ganze Maurerei, wie ich sie geschildert habe, nennt man die des ägyptischen Ritus, des Ritus von Memphis und Misraim. Dieser führt seine Entstehung zurück auf den König Misraim, der von Assyrien vom Oriente herübergezogen war, und nach der Eroberung Ägyptens in die ägyptischen Mysterien eingeweiht wurde. Das sind Geheimnisse, die noch aus der alten Atlantis stammen. Von da ab gab es eine fortdauernde Tradition. Die neue Freimaurerei ist nur eine Fortsetzung dessen, was damals in Ägypten begründet worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor ich auf Einzelheiten eingehe, möchte ich sagen, daß die Hochgradmaurerei eine solche ist, die sich auch intimer ganz wesentlich unterscheidet von der gewöhnlichen Johannesmaurerei. Die gewöhnliche Johannesmaurerei beruht nämlich auf einer Art demokratischem Prinzip, und wenn das demokratische Prinzip in Erkenntnisdingen gehandhabt werden soll, so ist es selbstverständlich, daß es dazu führt, daß die versammelten Brüder im wesentlichen nichts anderes machen, als daß jeder seine Meinung vorbringt. Die Wahrheit ist aber nichts, worüber man Meinungen haben kann. Eine Wahrheit weiß man, oder man weiß sie nicht. Es kann niemand sagen, daß die drei Winkel im Dreieck 725 Grad haben statt 180.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Menschen zusammensitzen und reden, so reden sie über ihre Meinung, auch unter Umständen über die höchsten Dinge. Aber alles das ist auf dem Plane der Täuschung und ebenso unzutreffend wie dasjenige, was der sagt, der nicht weiß wie groß die Winkelsumme im Dreieck ist, der nur eine Meinung davon hat. Ebenso wie man nicht diskutieren kann, ob die Winkelsumme eines Dreiecks so oder so viel Grade hat, ebensowenig kann man diskutieren über höhere Wahrheiten. Deshalb ist das demokratische Prinzip in Erkenntnisdingen unmöglich, weil es auf keiner Unterlage beruht. Das, was die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Hoch gradmaurerei von der Johannesmaurerei unterscheidet, das ist: daß man stufenweise die Wahrheit erkennen kann. Wer erkannt hat, der kann nicht mehr verschiedener Meinung sein. Man hat erkannt, oder man hat nicht erkannt. Die sechsundneunzig Grade haben also eine gewisse Berechtigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Spitze steht das sogenannte souveräne Sanktuarium, das identisch ist mit dem, was man bei der Maurerei den Großorient nennt, der im Besitze der eigentlichen okkulten Erkenntnisse ist und den Weg kennt und die Sprache dessen, was im Manifest der Maurerei gelesen werden kann, und das ermöglicht, die Stimme der «Weisen Männer des Ostens» zu hören. Wenn er diese Stufe erreicht hat, so ist er allerdings imstande, die Stimme der weisen Meister zu vernehmen. Bis dahin muß man sich aber durchgearbeitet haben, so daß man im Besitze eines ganz bestimmten Wissens ist, ferner im Besitze ganz bestimmter innerer Qualitäten, innerer Eigenschaften, die sich durchaus nicht bloß decken mit den gewöhnlichen bürgerlichen Tugenden, sondern etwas viel Intimeres und Bedeutungsvolleres sind. Ich bemerke, daß [im Verhältnis] zu alledem, wovon hier die Rede ist, das, was in theoretischer und praktischer Beziehung in theosophischen Büchern mitgeteilt wird, nur ein elementarer Teil ist, so daß das Theoretische der Hochgradmaurerei weit über das hinausgeht, was in der populären Theosophie verbreitet werden kann. Das, was da verbreitet werden kann, beruht auf der Erlaubnis [von seiten] der Adepten, bis zu einem gewissen Grad in der Popularisierung der Erkenntnis zu gehen. Aber es ist nicht möglich, alle Erkenntnisse zu verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist richtig, daß die Menschheit über manche Entdeckung in der nächsten Zeit sehr erstaunt sein wird. Aber sie werden etwas verfrüht kommen und deshalb manches Unheil stiften. Die Theosophische Gesellschaft hat im wesentlichen die Aufgabe, auf solche Dinge vorzubereiten. Zum Beispiel war das, was ich eingangs bezeichnet habe als die Erkenntnis des Steines der Weisen, schon einmal viel verbreiteter als es heute ist, und zwar schon zu einer gewissen Zeit der atlantischen Bevölkerung. Da war wirklich die Möglichkeit, den Tod zu überwinden, etwas, was gang und gäbe war. Ich möchte nur bemerken, daß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
ich nicht gern gerade jetzt schon diese Wahrheit habe drucken lassen wollen. Daher sind im «Luzifer» an der Stelle, wo das stehen soll bei der Besprechung der atlantischen Zeit, Punkte gemacht für das, was noch nicht mitgeteilt werden kann. Ganz kann es auch nicht ausgesprochen werden. In der «Theosophical Review» ist von seiten eines sehr vorgeschrittenen Mediums eine ganz ähnliche Mitteilung verzeichnet worden, die genau dieselbe Sache in einer etwas anderen Form enthält. Die Überwindung des Todes in der atlantischen Zeit ruht natürlich im Gedächtnisse der Individualitäten, ohne daß sie es wissen. Es sind heute viele Menschen wiedergeboren, die in einer früheren Inkarnation jene Zeit durchgemacht haben, und die durch ihr eigenes Gedächtnis auf solche Erkenntnisse hingeführt werden. Das wird ja zunächst zu einer Art Überschätzung gewisser medizinischer Entdeckungen führen. Man wird glauben, daß die naturwissenschaftliche Medizin solche Entdeckungen gemacht hat. In Wahrheit werden die Menschen durch ihr Gedächtnis aus der atlantischen Zeit her darauf geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewisse Dinge werden reif werden in der nächsten Zeit, und deshalb wird darüber gesprochen werden. Das macht notwendig, daß man einsieht die Notwendigkeit des stufenweisen Aufrückens in der Erkenntnis. Dieses stufenweise Aufrücken wird daher mit Recht betont von denjenigen, welche heute den Misraim- und Memphis-Ritus wieder aufleben lassen wollen. Wenn dies auch in den nächsten Jahren mißglückt, so darf man nicht glauben, daß Mißerfolge in solchen Dingen etwas zu bedeuten haben. An der Spitze der amerikanischen Misraim-Bewegung steht ein Mann, dessen bedeutsamer Charakter eine gewisse Garantie bildet für die Standhaftigkeit im Vorrücken. Das ist der ausgezeichnete Maurer John Yarker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für eine Gestalt die Sache in Großbritannien und Deutschland annehmen wird, ist heute schwer zu sagen. Sie werden einsehen, daß man für solche Dinge mit dem betreffenden Menschenmaterial rechnen muß, und daß daher auch die deutsche Bewegung wenn sie mit solchen Dingen zu tun haben soll mit dem rechnen muß, was in dieser Richtung darin ist. Wenn wirkliche Okkultisten an solchen Dingen beteiligt werden sollen, so müssen sie von der einen oder anderen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 111&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Richtung engagiert sein. Sie werden sich nicht immer an diesen Dingen beteiligen können. Auch die Meister, wenn sie so etwas vorschreiben, werden sich nach großen umfassenden Gesetzen zu richten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie also etwas über deutsche Misraim-Memphis-Richtung hören, so dürfen Sie nicht glauben, daß dies heute schon eine Bedeutung für die Zukunft hat. Es ist nur der Rahmen, in den einmal ein gutes Bild hineingesetzt werden kann. Dieser deutsche Misraim-Orden steht unter der Oberleitung eines gewissen Reuß, der wohl die eigentliche Führung in Großbritannien und Deutschland heute inne hat. Dann wirkt auch in dieser Richtung der bekannte Carl Kellner. Die eigentliche schriftstellerische Arbeit liegt wohl in der Hand des Dr. Franz Hartmann, der mit der Feder diesem Misraim-Ritus am allermeisten dient. Das ist das, was Ihnen in diesem oder jenem Fragment von da oder dort zuströmen kann von dieser Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann nun nur im allgemeinen eine Charakteristik geben von dem, um was es sich hier handelt. Der Lehrarten dieses Misraim-Ritus sind vier. Die sechsundneunzig Grade können somit in vier verschiedenen Lehrarten oder Disziplinen erreicht werden. Diese vier Disziplinen, durch die man aufsteigt, sind: Erstens die sogenannte symbolische Lehrart oder Disziplin. Dadurch können gewisse Symbole als Tatsachen erkannt werden. Es wird der Betreffende eingeführt in die okkulten Naturgesetze, durch die ganz bestimmte Wirkungen in zyklischen Bewegungen in der Menschheit hervorgerufen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Lehrart oder Disziplin ist die sogenannte philosophische. Es ist die ägyptisch-hermetische. Sie ist eine mehr theoretische Lehrart. Die dritte Lehrart ist die sogenannte mystische, die mehr auf innerlicher Entwickelung beruht und die, wenn richtig angewendet, vor allen Dingen zur entsprechenden Handhabung des Steines der Weisen führen würde, nämlich zur Überwindung des Todes. Das ist im wesentlichen auch angedeutet in dem einen Satz, den ich Ihnen vorgelesen habe und der besagt, daß sich in der Freimaurerei jeder überzeugen kann von der Unsterblichkeit. Es kommt aber, wie die Kabbala sagt, darauf an, ob er das verlangt oder nicht. Die vierte Lehrart ist die kabbalistische. Sie besteht darin, daß man die Prinzipien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 112&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Weltordnung in ihrer Wahrheit und Wirklichkeit erkennt, die zehn Grund [Lücke].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf jedem der vier Wege kann man zu den höheren Erkenntnissen durch den Misraim-Ritus aufsteigen. Es ist aber wohl niemand innerhalb der Freimaurerei da, der heute die Verantwortung übernehmen würde, jemandem wirkliche Anleitung zu geben, weil die Betreffenden die Dinge nicht selbst durchgemacht haben, sondern die ganze Sache ein Provisorium ist und nur einen Rahmen schaffen soll für etwas, das noch kommen soll. Es ist möglich, daß dieser Rahmen ausgefüllt wird mit okkultem Wissen. Okkultes Wissen soll in die Formen gegossen werden, die da sind. Daß Formen da sind in der Welt, das ist wichtig. Wenn Sie geschmolzenes Metall haben und keine Form, so können Sie mit ihm nichts anderes anfangen, als es zu einem Klumpen herauslaufen zu lassen. So ist es auch mit den geistigen Strömungen. Es ist wichtig, daß diese Formen da sind, in die man das geistige Metall wird hineingießen können. Das ist symbolisiert im Ehernen Meer. Das wird erkannt werden, wenn dasjenige, was jetzt nur scheinbar vegetiert, Gestalt für die Öffentlichkeit erlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztes Mal habe ich Ihnen aus einer Rede des englischen Premierministers Balfourvorgelesen. Es ist da bereits aufmerksam darauf gemacht, daß gewisse Dinge heute physikalische Wahrheiten sind, die uralte okkulte Erkenntnisse sind. Wenn Sie in Blavatskys «Geheimlehre» nachlesen, werden Sie dort eine Stelle finden über die Elektrizität, welche buchstäblich dasselbe besagt wie das, worauf die Physiker jetzt nach und nach kommen. Was Sie aber finden, ist eine bloße Ahnung von dem, um was es sich handelt. Es handelt sich um das physikalische Atom. Bis vor vier, fünf Jahren ist von aller äußeren nicht der okkultistischen Wissenschaft dieses verkannt worden. Man hat es für eine raumerfüllende Masse gehalten. Heute fängt man an, dieses physikalische Atom als dasjenige zu erkennen, was es wirklich ist. Man kommt darauf, daß dieses physikalische Atom sich so verhält zur Kraft der Elektrizität, wie sich ein Klumpen Eis verhält zum Wasser, aus dem es gefroren ist. Wenn Sie sich Wasser vorstellen, das zu Eis gefriert, so ist das Eis auch Wasser. Und so ist das physikalische Atom nichts anderes als gefrorene Elektrizität. Wenn Sie dies&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 113&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ganz begreifen und die Mitteilungen, die bis vor wenigen Jahren in sämtlichen wissenschaftlichen Schriften über die Atome enthalten waren, durchgehen und sie für Blech ansehen, dann werden Sie ungefähr die richtige Vorstellung gewinnen. Erst seit dieser kurzen Zeit kann sich die Physik eine Vorstellung bilden von dem, was das physikalische Atom ist. Es verhält sich nämlich wie ein Eisklumpen zu der Wassermenge, aus der er gefroren ist. Das physikalische Atom ist kondensierte Elektrizität. Die Rede von Balfour betrachte ich als etwas außerordentlich Wichtiges.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist [Lücke] etwas, was seit dem Jahr 1875 [1879?] herausgebracht ist. Die Tatsache ist bei den Okkultisten schon seit Jahrtausenden bekannt. Nun fängt man an zu wissen, daß das physikalische Atom kondensierte Elektrizität ist. Aber es handelt sich noch um ein zweites: zu wissen, was Elektrizität selber ist. Das ist noch unbekannt. Sie wissen nämlich eines nicht: wo das Wesen der Elektrizität gesucht werden muß. Dieses Wesen der Elektrizität kann nicht gefunden werden durch irgendwelche äußere Experimente oder durch äußere Anschauung. Das Geheimnis, welches gefunden werden wird, ist, daß Elektrizität genau dasselbe ist wenn man auf einem gewissen Plan zu beobachten versteht , was der menschliche Gedanke ist. Der menschliche Gedanke ist dasselbe Wesen wie die Elektrizität: das eine Mal von innen, das andere Mal von außen betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nun weiß, was Elektrizität ist, der weiß, daß etwas in ihm lebt, das in gefrorenem Zustande das Atom bildet. Hier haben Sie die Brücke vom menschlichen Gedanken zum Atom. Man wird die Bausteine der physischen Welt kennenlernen, es sind kleine kondensierte Monaden, kondensierte Elektrizität. In dem Augenblicke, wo die Menschen diese elementarste okkulte Wahrheit von Gedanke, Elektrizität und Atom erkannt haben werden, in dem Augenblicke werden sie etwas erkennen, was das Wichtigste sein wird für die Zukunft und für die ganze sechste Unterrasse. Sie werden mit den Atomen bauen können durch die Kraft des Gedankens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies wird die geistige Strömung sein, die wieder hineingegossen werden muß in die Formen, die seit Jahrtausenden von den Okkultisten geschaffen worden sind. Aber weil die menschliche Rasse die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 110&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstandesentwickelung durchmachen mußte und absehen mußte von der eigentlichen inneren Arbeit, sind sie Hülsen geworden, aber als Formen geblieben, und es wird die richtige Erkenntnis hineingegossen werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der okkulte Forscher gewinnt die Wahrheit von der einen Seite, der physische Forscher von der anderen Seite. Ebenso wie die Maurerei aus der Werkmaurerei, aus dem Dom- und Tempelbau hervorgegangen ist, ebenso wird man künftig bauen müssen mit den kleinsten Bausteinen, mit den kondensierten Elektrizitätsmengen. Das wird eine neue Maurerei nötig haben. Dann wird sich die Industrie nicht mehr so abspielen können wie jetzt. Sie wird so chaotisch werden und nur auf reinen Kampf ums Dasein hinarbeiten können, solange man nicht weiß [Lücke].*) Dann würde möglich sein, daß in Berlin jemand mit der Droschke in der Stadt fahren kann, während in Moskau stattfindet das Unheil, das er von Berlin aus verursacht hat. Und kein Mensch würde eine Ahnung davon haben, daß dieser Mensch das verursacht hat. Die drahtlose Telegraphie ist ein Anfang davon. Was ich ausgeführt habe, ist Zukunft. Nur zwei Möglichkeiten sind vorhanden: Entweder die Dinge gehen chaotisch weiter, so wie die Industrie und Technik bisher vorgegangen ist. Dann führt es dazu, daß der, welcher im Besitze dieser Dinge ist, großes Unheil anrichten kann, oder es wird in die moralische Form der Maurerei gegossen.**)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Im Stenogramm ist hier eine Lücke; in einer Ausschrift in Klartext findet sich als Ergänzung: [was als Gedanke in diese Hülsen hineingegossen werden muß. Weiß man das aber],&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;**&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Dieser letzte Satz lautet in den Notizen von Marie Steiner-von Sivers: «Diese Dinge gehen entweder chaotisch so weiter wie bisher Industrie und Technik, oder harmonisch, wie es das Ziel der Maurerei ist, dann wird die höchste Entwickelung erreicht.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Warum die katholische Kirche der Freimaurerei so gegnerisch gegenübersteht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Die katholische Kirche will nicht das, was in der Zukunft kommen soll. Pius IX. war eingeweiht in die Freimaurerei. Im Kapitel von Clermont hat er versucht, eine Verbindung zwischen den Jesuiten und der Freimaurerei herzustellen. Das ist nicht gelungen, und daher ist die alte Feindschaft zwischen diesen beiden geblieben. Unsere Jesuiten wissen wenig von diesen Dingen, und auch die vom Klerus wissen nicht, um was es sich handelt. Der wirkliche Klerus [größere Lücke].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trappisten müssen schweigen, denn man weiß, daß durch das Schweigen für das nächste Leben eine bedeutende Fähigkeit, begeistert zu reden, veranlagt wird. Das ist allerdings nur bei der Erkenntnis der Wiederverkörperung verständlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= I  10, Der den Geheimgesellschaften zugrunde liegende Gedanke, 23.12.1904 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 116 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der den Geheimgesellschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zugrunde liegende Gedanke von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Evolution und Involution&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 23. Dezember 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe bisher in einer Reihe von Vorträgen über Geheimschulen, geheime Verbindungen gesprochen, und es scheint mir jetzt doch das Richtige zu sein, wenn ich diesen ganzen Zyklus von Vorträgen über geheimwissenschaftliche Vereinigungen abschließe, bevor wir das nächste Mal zu etwas anderem übergehen. In acht Tagen werde ich sprechen über die Bedeutung derjenigen Festtage, die sich im Kirchenjahr an Weihnachten anschließen; vor allen Dingen über das minder bedeutende Fest Neujahr und das bedeutsame Fest der Epiphanie [werde ich sprechen], also über die Feste, welche sich an das Weihnachtsfest anschließen. Heute will ich also einen mehr abschließenden Vortrag halten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie könnten die Frage stellen: Worin besteht die tiefere Bedeutung solcher geheimwissenschaftlicher Vereinigungen und deren ganzer Zweck in bezug auf die Weltentwickelung? Wenn ich darauf antworten soll, so wäre es das, daß sie zusammenhängen mit der ganzen Art und Weise, wie die Wesen überhaupt sich entwickeln, wie die Wesen in der Welt einen Fortschritt machen. Wenn Sie sich entwickeln wollen, so wissen Sie, daß dazu verschiedene Übungen nötig und vorhanden sind. Sie haben gehört von Hathajoga, von Rajajoga und anderen Übungen; Sie haben gehört von verschiedenen geheimwissenschaftlichen Verbindungen, die auf die verschiedenste Weise ihre Leute eingeweiht haben und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies alles, so könnte jemand sagen, wäre doch auch zu erreichen ohne solche geheime Verbindungen. Nun aber kann ich Ihnen darauf erwidern und Sie werden im Laufe der Stunde einsehen, daß das so ist , daß es ohne solche Verbindungen in der Welt nicht abgehen kann. Aber es ist unmöglich um es geradeheraus zu sagen in dem Stile, wie zum Beispiel das Manifest der Freimaurer gehalten ist, das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 117 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iich Ihnen vor vierzehn Tagen vorgelesen habe, in der Öffentlichkeit zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann zu dem, was man gewöhnlich unter Unsterblichkeit versteht, nicht gelangen, ohne Anteil zu nehmen an den Geheimwissenschaften. Allerdings, die Ergebnisse der Geheimwissenschaften dringen in der verschiedensten Weise in die Welt hinaus. In den Religionen ist ein großer Teil des Geheimwissens vorhanden, und alle diejenigen, welche in einer Religionsgemeinschaft mit innerer Anteilnahme leben, nehmen auch teil an diesem Wissen und bereiten sich vor, der vollen Unsterblichkeit teilhaftig zu werden. Aber es ist noch etwas anderes, sich im konkreten Erleben mit vollem Bewußtsein das Wissen dieser Unsterblichkeit und das Gefühl der Zusammengehörigkeit mit der geistigen Welt zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle haben schon sehr oft gelebt; aber nicht alle haben ein Bewußtsein davon, daß sie so und so oft gelebt haben. Dieses Bewußtsein werden Sie sich nach und nach erringen, und es hängt davon ab, ob man sein Leben mit vollem Bewußtsein führt. Nicht das war der Sinn des Geheimwissens, den Menschen ein dumpfes Fortleben, sondern ein volles, klares, von Bewußtsein erfülltes Fortleben im Geist als Erkenntnis zu vermitteln. Und da gibt es ein großes Gesetz, nämlich ein Gesetz, das besagt, wovon das Fortschreiten des Bewußtseins in allen künftigen Lebensstadien abhängt. Es trägt nämlich alles dasjenige zur Entwickelung des Bewußtseins bei, was der Mensch nicht für sich selbst allein zur Erlangung dieses Bewußtseins leistet. Es ist dies scheinbar ein paradoxer Satz: Alles dasjenige trägt zur Erhaltung [Entwickelung?] des Bewußtseins eines Wesens bei, was dieses Wesen leistet, ohne daß das Wesen es abgesehen hat auf die Entwickelung des eigenen Bewußtseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie sich zum Beispiel einmal, ein Baumeister baut ein Haus. Er baut dieses Haus nicht für sich, sondern er stellt sich die Aufgabe, dieses Haus zu bauen aus einem Grunde, der gar nichts mit ihm selbst zu tun hat. Daß das in den seltensten Fällen der Fall ist, wissen Sie. Scheinbar arbeiten sehr viele Menschen nicht für sich; aber in Wirklichkeit arbeiten sie doch für sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie einen Rechtsanwalt. Scheinbar arbeitet er für seine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 118 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iich Ihnen vor vierzehn Tagen vorgelesen habe, in der Öffentlichkeit zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klienten. Ein Teil seiner Arbeit wird selbstlos sein können; aber der eigentliche Grundnerv der Sache liegt in der Erlangung des Lebensunterhaltes. Soviel nämlich bei seiner ganzen Geschäftsführung lediglich bestimmt ist für seinen eigenen Lebensunterhalt, so viel wie ein Geschäft nur das Mittel ist zu dem Zwecke, das Leben zu erhalten, so viel geht unweigerlich als geistiger Gewinn verloren. Dagegen trägt alles dasjenige, was hineingebaut wird in die Objektivität, was verknüpft wird mit einem anderen, dazu bei, unser Bewußtsein in der künftigen Entwickelung zu erhalten. So ist das wohl klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Sie nun die Freimaurer. In der ursprünglichen Anlage haben sie gerade den Leuten das eingeschärft: Baut solche Gebäude, die gar nichts beitragen, gar nichts zu tun haben mit dem eigenen Unterhalt. Dasjenige, was bis zuletzt noch geblieben ist von der alten guten Freimaurerei, das sind gewisse Wohltätigkeitsanstalten. Es zeigt sich auch jetzt nachdem das geheime Wissen, das lebendige Verwurzeltsein in der uralten Weisheit, den Logen abhanden gekommen ist an den noch erhaltenen Wohlfahrtseinrichtungen eine wenn auch leere, so doch durch die Tradition noch vorhandene und weitergepflegte Humanität. Das ist aber etwas, was zur Freimaurerei gehört hat: selbstlos tätig sein! Was die Freimaurerei ursprünglich getan hat, war, daß sie ihre Mitglieder angehalten hat, zu arbeiten im Dienste der Menschheit, hineinzubauen in die objektive Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir leben jetzt in derjenigen Runde, die wir die mineralische nennen können. Und unsere Aufgabe darin ist, diese ganze mineralische Welt durch und durch mit unserem eigenen Geist zu durchsetzen. Fassen Sie das einmal genauer. Sie bauen ein Haus. Sie nehmen die Bausteine von irgendeinem Steinbruch. Sie hauen sie so zu, daß sie in das Haus hineinpassen und so weiter. Was verbinden Sie mit dem rohen Stoff, den Sie aus dem Mineralreich herausnehmen? Sie verbinden den rohen Stoff mit dem menschlichen Geist. Wenn Sie eine Maschine bauen, so haben Sie Ihren Geist in die Maschine hineingelegt. Die einzelne Maschine geht zwar zugrunde, sie wird zu Staub, sie wird einmal zermalmt sein. Keine Spur wird mehr davon vorhanden sein. Aber das, was sie geleistet hat, geht nicht spurlos vorüber,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 119 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iich Ihnen vor vierzehn Tagen vorgelesen habe, in der Öffentlichkeit zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern geht bis in die Atome hinein. Jedes Atom trägt eine Spur Ihres Geistes und wird diese Spur forttragen. Es ist nicht gleichgültig, ob ein Atom einmal in einer Maschine darinnen gewesen ist oder nicht. Dadurch, daß ein Atom in der Maschine darinnen gewesen ist, ist das Atom verändert worden. Und diese Veränderung, die Sie dem Atom dadurch beigebracht haben, geht ihm nie wieder verloren. Das andere ist, daß Sie dadurch, daß Sie das Atom verändert haben, Ihren Geist mit der mineralischen Welt verbunden haben, daß Sie dadurch dem allgemeinen Bewußtsein einen bleibenden Stempel aufgedrückt haben. Geradesoviel wird von uns mit hineingenommen in die andere Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also so, daß alle Geheimwissenschaft aus der Erkenntnis besteht, wie man außer sich selbst selbstlos handeln muß, um in sich selbst die größte Erhöhung seines Bewußtseins zu haben. Bedenken Sie, daß diejenigen, welche das sehr klar wußten, so weit selbstlos waren, daß sie dafür gesorgt haben, daß ihr Name nicht auf die Nachwelt gekommen ist. Ein Beispiel dafür ist die «Theologia deutsch». Niemand weiß, wer sie geschrieben hat. Außen steht nur darauf: «Der Frankfurter.» Der sorgte also dafür, daß auch nicht einmal sein Name erraten werden konnte. Er hat so gearbeitet, daß er lediglich in die objektive Welt etwas hineingefügt hat, ohne selbst auf Ehre oder auf die Erhaltung des Namens irgendwelchen Anspruch zu erheben. Um dies mit etwas anderem zu vergleichen, sei erwähnt: Die Meister sind in der Regel nicht gerade historische Persönlichkeiten, sie inkarnieren [inkorporisieren] sich manchmal, wenn es notwendig ist, in historische Persönlichkeiten; aber es ist bis zu einem gewissen Grade ein Opfer. Der Grad ihres Bewußtseins ist nicht mehr vereinbar mit einem Wirken für sich selbst. Und ein Wirken für sich selbst ist schon die Erhaltung des bloßen Namens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Regel ist eine schwierig einzusehende. Aber Sie werden es nun begreifen, daß die Freimaurer darauf hinzielen, möglichst viel in der Welt so zu tun, daß ihre Taten eingegraben sind in den großen Domen, in gesellschaftlichen Einrichtungen und Organisationen, oder daß ihre Taten da sind in Wohltätigkeitsanstalten. Denn die selbstlosen Taten sind die eigentlichen Begründer der Unsterblichkeit:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 120 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Iich Ihnen vor vierzehn Tagen vorgelesen habe, in der Öffentlichkeit zu sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese ist der Reflex der selbstlosen Taten in der Außenwelt. Es brauchen keine sehr großen Taten zu sein. Wenn jemand in selbstloser Weise jemandem einen Pfennig schenkt, so ist das eine Tat, die in derselben Weise aufzufassen ist. Aber es kommt nur soviel in die Unsterblichkeit hinüber, als Selbstlosigkeit dabei ist. Und die wenigsten sind selbstlos. Wenn es einem zum Beispiel ein Wohlgefühl verschafft, so kann das Wohltun sehr egoistisch sein. Das Wohltun entspringt häufig den selbstischen Interessen. Wenn ein Armer, der unter uns wohnt, keinen Braten zur Weihnachtszeit hat, und ich fühle das Bedürfnis, ihm auch etwas zu geben, damit ich mich bei meinem Braten gerechtfertigt fühle, so ist das eben egoistisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter konnte man von vielen Domen und Bildern nicht sagen, dieser oder jener hat sie gebaut oder gemalt. Erst in unserer Unterrasse fängt man an, einen so großen Wert mit einem einzelnen menschlichen Namen zu verbinden. Die früheren Zeiten haben einen geringeren Wert auf die einzelnen menschlichen Namen gelegt. Die Zeiten waren noch spiritueller. Und die Spiritualität ist auf die Wirklichkeit gerichtet, während unsere Zeit auf den Schein gerichtet ist, das unmittelbar Zeitliche erhalten wissen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wollte ich Ihnen nur zeigen, worauf es solchen Geheimgesellschaften ankam. Es kam ihnen darauf an, sich selbst, soweit sie Persönlichkeiten waren, vollständig auszuschalten, und das, was sie taten, in der Wirkung ausleben zu lassen. Und nun werden Sie auch den Kernpunkt des Geheimnisses erkennen. Es handelt sich viel weniger darum, daß irgend etwas geheimgehalten wird; es handelt sich darum, seinen Anteil geheimzuhalten. Dadurch, daß jemand seinen Anteil geheimhält, sichert er sich die Unsterblichkeit. Die Regel heißt also klar und deutlich: So viel du selbst in die Welt hineinlegst, so viel gibt dir die Welt an Bewußtsein wieder zurück. Das hängt mit den allergrößten Weltgesetzen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle haben eine Seele und Sie alle haben einen Geist. Diese Seele und dieser Geist sind einmal zu den höchsten Vollendungsstufen berufen. Aber Sie waren auch schon da, bevor Ihr physischer Körper da war; ja, Sie waren da, bevor Sie in der ersten physischen Inkarnation vorhanden waren. In physischer Inkarnation waren Sie in&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 121 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den vorhergehenden Rassen erst zur Zeit der hyperboräischen und polarischen Rasse vorhanden. Vorher aber waren Sie rein seelische Wesen. Und als seelische Wesen waren Sie ein Teil der Weltenseele, und als Geist waren Sie ein Teil des allgemeinen Weltengeistes. Der Weltengeist und die Weltenseele waren um Sie ausgebreitet, so wie jetzt die Natur. So wie jetzt die Mineralwelt, die Pflanzenwelt, die Tierwelt um Sie herum sind, so war um Sie herum die Seelenwelt und die Geisteswelt ausgebreitet. Und was dazumal draußen war, das ist jetzt Ihre Seele: Sie haben das, was zuerst äußerlich war, verinnerlicht. Was heute Ihr Inneres ist, das war einmal draußen ausgebreitet. Das ist aber jetzt Ihre innere Seele geworden. Und einmal war auch der Geist so ausgebreitet. Und das, was jetzt um Sie herum ausgebreitet ist, das wird Ihr inneres Leben werden. Das, was heute Mineralreich ist, das saugen Sie auf, und es wird Ihr Inneres werden. Das Pflanzenreich wird Ihr Inneres werden; das saugen Sie auf. Sie erscheinen mit dem, was in der Natur Sie umgibt, als mit Ihrem Inneren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden Sie begreifen, wie das mit dem ersten Beispiel zusammenhängt: Sie bauen die Kirche für andere, nicht für sich selbst. Sie können eine große, schöne und herrliche Welt aufsaugen, wenn Sie sie groß, schön und herrlich machen. Etwas für das höhere Selbst zu tun, ist nicht selbstisch, weil man es nicht bloß für sich tut. Dieses höhere Selbst wird ja vereinigt sein mit allen übrigen höheren Selbsten, so daß es gleichzeitig für alle ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist es, was die Freimaurer wußten. Der Freimaurer wußte, wenn er mitbaute an der Vergeistigung der mineralischen Welt und «bauen» heißt nichts anderes als die mineralische Welt vergeistigen , daß dies einstmals der Inhalt seiner Seele sein wird. Das ist das Bedeutsame: Gott hat uns einstmals die Natur gemacht, die uns umgibt als mineralische, pflanzliche und tierische Natur. Diese werden wir aufnehmen. Wir können nichts dafür, daß sie da ist, wir können sie uns nur aneignen. Aber was wir selbst in der Welt verfertigen, das ist das, was durch uns selbst unser künftiges Sein darstellen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mineralische Welt als solche nehmen wir wahr; was wir aus ihr machen, das werden wir künftig sein. Was wir aus der Pflanzenwelt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 122 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
machen, das werden wir künftig ebenfalls sein. Ebenso ist es mit der Tierwelt und ebenso mit der Menschenwelt. Gründen Sie eine Wohltätigkeitsanstalt oder tragen Sie etwas dazu bei, so werden Sie das, was Sie dazu beitragen, sein. Tut der Mensch nichts, was er auf diese Weise in seine Seele von außen wieder einsaugen könnte, so bleibt sie leer. Daher muß in der Menschheit die Möglichkeit da sein, daß so viel wie nur möglich die drei Reiche oder die vier Reiche der Natur denn der Mensch gehört auch dazu durchgeistigt werden. Das ist die Aufgabe der Geheimgesellschaften aller Zeiten gewesen: Geist in alle Außenwelt zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie begreifen, daß das so sein muß. Nehmen Sie ein Kind, das beginnt lesen und schreiben zu lernen. Die Gerätschaften sind zunächst um das Kind ausgebreitet. Heute beginnt das Kind lesen zu lernen. In ihm ist noch nichts da, doch der Lehrer, die Fibel und alles sonstige ist da. Nun geht das so fort, bis das, was außen war, in das Kind hineinkommt. Und das Kind bekommt die Fähigkeit, zu lesen. So ist es auch mit der Natur. Wir werden das, was in der Natur um uns herum ausgebreitet ist, später in uns haben. Wir sind Seelen, stammen von der Weltenseele und haben sie, als sie um uns herum ausgebreitet war, eingesogen. Der Geist ist auch so eingesogen worden, und die Natur wird von uns ebenso eingesaugt werden, um als wirkende Fähigkeit in uns zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der große Gedanke, der den Geheimgesellschaften zugrunde liegt, daß alles Fortschreiten auf Involution und Evolution beruht. Involution ist das Einsaugen, Evolution ist das Ausgeben. Zwischen diesen beiden wechseln alle Weltenzustände. Jetzt atmen Sie die Natur ein, indem Sie sie sehen, hören, riechen, schmecken. Was Sie sehen, geht nicht spurlos an Ihnen vorüber. Das Auge geht zugrunde, der Gegenstand geht zugrunde; aber das, was Sie gesehen haben, bleibt. Jetzt werden Sie verstehen, daß in gewissen Zeiten es notwendig sein kann, daß ein Verständnis für solche Dinge vorhanden ist. Wir gehen einer Zeit entgegen, in der, wie ich neulich schon andeutete, das Verständnis bis ins Atom hinein kommen wird. Man wird begreifen auch in der populären Meinung , daß das Atom nichts anderes ist als geronnene Elektrizität. Der Gedanke selbst ist aus derselben Substanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 123 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man wird in der Tat so weit kommen, noch ehe die fünfte Unterrasse zu Ende geht, daß man imstande sein wird, bis ins Atom hineinzuwirken. Wenn man nur erst die Stofflichkeit zwischen dem Gedanken und dem Atom begreifen kann, so wird man auch bald das Hineinwirken ins Atom verstehen. Und nichts wird mehr für gewisse Wirkungsarten verschlossen sein: Ich werde hier stehen und unbemerkt auf einen Knopf, den ich in der Tasche trage, drücken können, um einen Gegenstand in weiter Ferne, sagen wir in Hamburg, in die Luft zu sprengen, so wie Sie jetzt schon drahtlos telegraphieren können, indem Sie hier eine Wellenbewegung hervorbringen und sie an einer anderen bestimmten Stelle in bestimmter Weise zum Ausdruck bringen können. Das wird in dem Momente eintreten können, wo die okkulte Wahrheit, daß Gedanke und Atom aus derselben Substanz bestehen, im praktischen Leben durchgeführt sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist unmöglich, sich auszudenken, was in einem solchen Falle geschehen würde, wenn die Menschheit dann nicht bis zur Selbstlosigkeit gelangt wäre. Nur durch das Erringen der Selbstlosigkeit wird es möglich sein, die Menschheit vom Rande des Verderbens zurückzuhalten. Der Untergang unserer gegenwärtigen Wurzelrasse wird herbeigeführt werden durch den Mangel an Moralität. Die lemurische Rasse ist durch Feuer zugrunde gegangen, die atlantische durch Wasser; unsere wird zugrunde gehen durch den Krieg aller gegen alle, das Böse, durch den Kampf der Menschen untereinander. Die Menschen werden sich selbst im gegenseitigen Kampf vernichten. Und es wird das Trostlose sein trostloser als andere Untergangsarten , daß die Menschen selbst die Schuld daran tragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kleines Häuflein wird sich hinüberretten in die sechste Wurzelrasse. Dieses kleine Häuflein wird zur vollständigen Selbstlosigkeit sich entwickelt haben. Die anderen werden alles Raffinement in der Durcharbeitung und Dienstbarmachung der physischen Naturkräfte anwenden, aber ohne den nötigen Grad der Selbstlosigkeit erlangt zu haben. Sie werden den Kampf aller gegen alle inaugurieren, und das bildet den Grund des Untergangs unserer Wurzelrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namentlich in der siebenten Unterrasse wird dieser Kampf aller gegen alle sich in der furchtbarsten Weise austoben. Starke, gewaltige&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 124 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kräfte werden ausgehen von Entdeckungen, die den ganzen Erdball zu einer Art selbstfunktionierendem elektrischem Apparat umgestalten werden. Auf eine Weise, über die nicht gesprochen werden kann, wird das kleine Häuflein geschützt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt werden Sie sich noch klarer vorstellen können, als wie es nach dem, was ich das letzte Mal darüber habe aussprechen können, der Fall war, warum gesucht wird die gute Form und wieso das Freimaurertum zu dem Bewußtsein kommt, einen Bau aufführen zu müssen, der der Selbstlosigkeit entspricht. Leichter kann man sich mit guten alten Formen in die Zukunft hinüberretten, hinüberretten zu dem kleinen Häuflein der neuen Menschheit, als aus dem Chaos heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann heute leicht spotten über die leeren Formen, aber sie haben doch eine große Bedeutung. Sie sind angepaßt der Struktur unserer Entwickelung. Zuletzt haben wir es dabei doch zu tun mit notwendigen Stufen in der menschlichen Natur und der seelischen Fortentwickelung. Bedenken Sie: Wir sind in der fünften Unterrasse der fünften Wurzelrasse; noch zwei Unterrassen der fünften Wurzelrasse haben wir durchzumachen. Dann kommen sieben Unterrassen der sechsten Wurzelrasse und sieben Unterrassen der siebenten Wurzelrasse, die wir noch durchzumachen haben. Das gibt zusammen sechzehn Stufen künftiger Entwickelung. Diese sechzehn Stufen haben die Menschen noch zu durchlaufen. Derjenige, der noch etwas erfährt über die Zustände, die da möglich sind, ist in gewissem Grade eingeweiht. Die Grade entsprechen in gewisser Weise den Geheimnissen zukünftiger Rassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf unserem Globus haben Sie sieben Wurzelrassen, und jede Wurzelrasse hat sieben Unterrassen. Das macht also zusammen neunundvierzig Zustände. Auf dem nächsten Globus haben Sie wieder neunundvierzig Zustände. So bekommen Sie für die Erforschung der Geheimnisse der nächsten Entwickelungsphasen bestimmte Stufen. Nichts anderes sollten die Hochgrade der Freimaurerei ursprünglich sein als ein Ausdruck für je eine künftige Entwickelungsstufe der Menschheit. Damit ist tatsächlich etwas gegeben in der Freimaurerei, was sehr schön gewesen ist, nämlich, daß derjenige, der einen Grad erreicht hatte, wußte, wie er sich hineinzustellen hat in die Zukunft,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 125 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so daß er eine Art Pionier sein konnte. Er wußte auch, daß der, welcher höhere Grade hatte, mehr wirken kann. Man kann also diese Einteilung nach Graden sehr gut machen, denn sie entspricht den Tatsachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn also in diese Formen wieder ein neuer Inhalt mit einem neuen Wissen hineingegossen werden könnte, so wäre das sehr gut. Dann würde die Freimaurerei auch wieder durchdrungen werden von wirklichem Geist. Zum Ganzen gehört aber Inhalt und Form. Heute liegt die Sache aber so, wie ich gesagt habe: Die Grade sind da, aber niemand hat die Grade wirklich erlangt. Trotzdem ist es nicht unnötig, daß sie da sind. Sie werden künftig wieder belebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fünfte Unterrasse ist eine reine Verstandesrasse, eine Rasse des Egoismus. Wir sind jetzt auf dem Höhepunkt des Egoismus. Der Verstand ist das Egoistischste, und der Verstand ist das Grundmerkmal unserer Unterrasse. Wir müssen also durch den Verstand emporsteigen zur Spiritualität, die früher dagewesen ist [Lücke].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geheimnis des Geheimnisses also ist, daß der Mensch sein Ego geheimzuhalten versteht, daß er nicht sein Ego, sondern seine Taten als das Maßgebende betrachtet. Sein Tun und die Überwindung des Ego durch die Tat, das ist das eigentliche Geheimnis des Geheimnisses. Das Ego soll geheimbleiben in der Tat. Das gehört zum ersten Grad: die Ausmerzung des Ego aus dem fortlaufenden Karma. Dasjenige, was vom Karma auf das Ego zurückfällt, wird dadurch vom Karma ausgelöscht. Nation, Rasse, Geschlecht, Stand, Religionsbekenntnis, alle diese Dinge sind etwas, was arbeitet an dem menschlichen Egoismus. Erst wenn der Mensch alle diese Dinge überwunden hat, wird er egoismusfrei werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Astralkörper können Sie eine ganz bestimmte Farbe nachweisen für jede Nation, für jede Rasse, für jedes Zeitalter. Überall finden Sie da eine Grundfarbe, die der Mensch als Angehöriger dieser Einteilung, dieser Differenzierungen hat. Diese gilt es erst abzustreifen. Die Theosophische Gesellschaft arbeitet an dem Ausgleich der Farben der Astralleiber ihrer Mitglieder. Sie sollen gleichfarbig werden, gleichfarbig in bezug auf diese Grundfarbe. Diese Grundfarbe bildet ein bestimmter Stoff [Lücke].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 126 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diesen Ausgleich herzustellen, dazu werden tatsächlich blutige Kriege gehören, dann solche, die sich als volkswirtschaftliche Kriege abspielen, als Ausbeutungskriege, als Geld- und Industrieunternehmungen, als Überwältigungen, wobei man immer mehr und mehr imstande sein wird, tatsächlich durch bestimmte Vorrichtungen Menschenmassen in Bewegung zu setzen, sie einfach zu zwingen. Der Einzelne wird mehr und mehr Macht bekommen über bestimmte Menschenmassen. Denn der Gang der Entwickelung ist nicht der, daß wir demokratischer werden, sondern daß wir brutal aristokratisch werden, indem der Einzelne immer mehr Macht gewinnen wird. Wenn da nicht die Veredlung der Sitten stattfindet, so muß das zu den brutalsten Dingen führen. Das wird auch kommen, so wie die Wasserkatastrophe für die Atlantier gekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= II  11, Über den verlorenen u.wiederzuerrichtenden Tempel, Erster Vortrag, 15.05.1905 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 127&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 128 [vakat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 129&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den verlorenen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wieder zu errichtenden Tempel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Zusammenhang mit der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzesholz- oder Goldenen Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Vortrag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 15. Mai 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns heute mit einer großen Allegorie auseinandersetzen und einen Gegenstand behandeln, der in den Geheimlehren gewöhnlich genannt wird das Bild oder die Lehre von dem verlorengegangenen und wiederzuerbauenden Tempel. In früheren Vorträgen habe ich auseinandergesetzt, warum man in der Geheimlehre ausgeht von solchen Bildern; heute werden wir sehen, welche Unsumme von Vorstellungen durch dieses Bild eine Abkürzung erhalten. Ich werde dabei auch ein Thema berühren müssen, das von seiten derer, die von Theosophie wenig oder gar nichts wissen, sehr mißverstanden wird. Es gibt Leute, welche nicht verstehen, daß Theosophie und Praxis zusammengehören, daß sie das ganze Leben hindurch zusammen wirken müssen. Ich werde also zu sprechen haben von den Beziehungen zwischen der Theosophie und der ganzen Praxis des Lebens. Denn im Grunde genommen müssen wir bei dem Thema von dem verlorengegangenen und wiederaufzurichtenden Tempel von der alltäglichsten Arbeit mitsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde dabei allerdings in der Lage eines Professors sein, der seine Schüler für einen Tunnelbau vorbereiten will. Wenn man einen Tunnel bauen will, so ist das ja etwas eminent Praktisches. Es kann wohl jemand sagen, ein Tunnel ist leicht zu bauen. Da fängt man einfach an, auf der einen Seite in den Berg hineinzugraben, meißelt das Loch weiter aus, bis man auf der anderen Seite wieder herauskommt. Daß so etwas zu glauben eine Torheit wäre, das sieht jeder ein. Nur auf anderen Gebieten des Lebens will man das nicht immer einsehen. Wer einen Tunnel bauen will, muß selbstverständlich zunächst einmal die höhere Mathematik beherrschen. Dann lernt man, wie es technisch zu machen ist. Ohne die praktischen Ingenieurwissenschaften, ohne die Kunst des ganzen Nivellements, würde man nicht imstande sein,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
eine Richtung beim Hineinbauen in den Berg einzuhalten. Dann muß man die Grundbegriffe der Geologie kennen, die verschiedenen Lagerungen der Gesteine, die Richtung der Wasser- und Metalladern im Berge und so weiter. Es wäre eine Torheit zu glauben, daß man ohne diese Vorkenntnisse einen Tunnel zu bauen in der Lage wäre und daß ein gewöhnlicher Maurer einen ganzen Tunnel bauen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ebensolche Torheit wäre es, wenn man vom Standpunkt des gewöhnlichen Lebens aus glaubte, an den Bau der menschlichen Gesellschaft herangehen zu können. Diese Torheit wird aber nicht nur von vielen Menschen, sondern auch mit unzähligen Büchern begangen. Jeder glaubt sich heute berufen, zu wissen und bestimmen zu können, wie man die soziale Ordnung, wie man den Staat am besten reformieren könnte. Die kaum etwas gelernt haben, schreiben ausführliche Bücher, wie die beste Gesellschaftsform gestaltet sein soll und fühlen sich dann auch dazu berufen, Reformbewegungen ins Leben zu rufen. So gibt es Reformbewegungen auf allen möglichen Gebieten. Aber alles, was da gemacht wird, ist genau so, wie wenn einer mit Hammer und Meißel einen Tunnel durchstechen wollte. Alles das kommt aus dem Nichtwissen dessen, daß es große Gesetze gibt, welche die Welt beherrschen und aus dem Geistesleben hervorgehen. Das eigentliche Malheur unserer Zeit ist dieses Nichtwissen, daß es für den Bau des menschlichen Staats- und Gesellschaftsorganismus ebenso große Gesetze gibt wie für den Tunnelbau, die man erst kennen muß, um das Nötigste, das Alltäglichste im Gesellschaftsorganismus zu vollbringen. Ebenso wie man beim Tunnelbau erst das Zusammenwirken aller Naturkräfte kennen muß, so muß, wer auch nur daran denken will, mit Sozialreformen anzufangen, die Gesetze des sozialen Zusammenwirkens kennen. Er muß sich beschäftigen mit dem Wirken von Seele auf Seele, und herantreten an den Geist. Daher ist die Theosophie dasjenige, was jeder praktischen Tätigkeit im Leben zugrunde liegen muß. Die Theosophie ist die eigentliche Praxis des Lebens; und erst derjenige, der ausgeht von den theosophischen Prinzipien und von da übergeht in die Praxis des Lebens, kann sich berufen fühlen, im sozialen Leben wirken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher müßte die Theosophie in alle Zweige des Lebens hineindringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 131&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatsmänner, Sozialreformer und so weiter sind nichts ohne die theosophischen Grundlagen, ohne die theosophischen Prinzipien. Daher ist heute alle Arbeit auf diesem Gebiete, alles was heutzutage baut am sozialen Körper, äußerstes Stückwerk, vollkommenes Chaos für den, der die Dinge überschaut. Für einen, der die Sache versteht, nimmt sich das, was die Sozialreformer heute tun, so aus, wie wenn einer Steine behaut, sie aufeinanderhäuft und dann glaubt, daß daraus von selbst ein Haus würde. Erst muß einmal ein Plan von dem Haus gemacht sein. Ebenso ist es aber, wenn man behaupten wollte, daß sich die Dinge im sozialen Leben von selber gestalten. Man kann nicht die Gesellschaft reformieren, ohne die Gesetze der Theosophie zu kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gesinnung, welche in Gemäßheit eines Planes arbeitet, nennt man Freimaurerei. Nichts anderes wollten die mittelalterlichen Freimaurer, welche mit der Geistlichkeit verhandelten und Verträge abschlossen, wie man zu bauen hat, nichts anderes wollten sie, als das äußere Leben so zu gestalten, daß es mit dem gotischen Dom zusammen ein Abbild des großen geistigen Baues der Welt ist. Nehmen Sie den gotischen Dom. Er zeigt eine Fülle von tausend und abertausend Einzelheiten, ist aber gebaut nach einer Idee, die viel umfassender ist als der Dom an sich. Zur vollen Einheit muß das göttliche Leben hineinströmen, wie das Sonnenlicht durch die farbigen Scheiben in den Raum dringt. Und wenn der mittelalterliche Prediger auf der Kanzel dann so sprach, daß Gotteslicht in die Herzen seiner Zuhörer eindrang, wie das Licht durch die bunten Scheiben in die Kirche dringt, dann standen die Schwingungen, die entstanden durch das Wort des Predigers, im Einklang mit dem großen göttlichen Leben. Und im Dome selbst setzte sich fort das Leben einer solchen Predigt, die aus dem geistigen Leben geboren war. Ebenso sollte das ganze äußere Leben umgestaltet werden zum Tempel der Erde, zum Abbild des ganzen geistigen Baues der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir noch weiter zurückgehen, dann finden wir, daß gerade diese Denk- und Gesinnungsweise die urälteste des Menschengeschlechts ist. Ein Beispiel sei angeführt, um zu zeigen, wie die Gesinnung beschaffen ist, die ich meine. Unsere Zeit ist die Zeit des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 132&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
chaotischen Zusammenwirkens der Menschen. Jeder will, was er im Sinne hat. Dieser Zeit ging eine andere voran, die der alten Priesterstaaten. Ich habe öfters gesprochen von den Unterrassen unserer fünften Wurzelrasse. Die erste war die alte indische Kultur, die zweite die persisch-medische, die dritte die babylonisch-assyrisch-chaldäisch-ägyptisch-semitische, die vierte die griechisch-lateinische. Wir sind jetzt in der fünften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst die vierte und fünfte Unterrasse sind gebaut auf die Klugheit des Menschen, des einzelnen Menschen. Ein großes Denkmal für die Überwindung der alten Priesterkultur durch die Klugheit des einzelnen Menschen haben wir in der Kunst: in der Laokoongruppe. In dem Priester Laokoon, von Schlangen umwunden die Schlangen als Symbol der Klugheit --, ist dargestellt, wie die Weltklugheitskultur überwindet die alte Priesterkultur, in der man andere Ansichten hatte von Wahrheit und Weisheit und von dem, was geschehen soll. Es war die Überwindung der dritten durch die vierte Unterrasse. Noch in einem anderen Symbol wird das dargestellt: in der Sage vom trojanischen Pferd. Die Klugheit des Odysseus hat das trojanische Pferd gebaut, wodurch die trojanische Priesterkultur gestürzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Hervorgehen des alten römischen Staates aus der uralten trojanischen Priesterkultur schildert die Sage von Äneas. Dieser war einer der ausgezeichnetsten Verteidiger Trojas, der dann herübergekommen ist nach Italien. Dort wurde von seinen Nachkommen der Grund zum alten Rom gelegt. Sein Sohn Ascanius gründete Alba Longa und es werden nun von der Geschichte vierzehn Könige bis zu Numitor und Amulius aufgeführt. Numitor wird von seinem Bruder Amulius des Thrones beraubt, sein Sohn wird getötet und seine Tochter Rhea Silvia zu einer Priesterin der Vesta bestimmt, damit das Geschlecht des Numitor aussterbe. Und als Rhea Silvia die Zwillinge Romulus und Remus geboren, befiehlt Amulius, sie in den Tiber zu werfen. Die Kinder werden gerettet, von einer Wölfin gesäugt und von dem königlichen Hirten Faustulus auferzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von sieben Königen Roms wird dann in der Geschichte gesprochen: Romulus, Numa Pompilius, Tullus Hostilius, Ancus Martius, Tarquinius Priscus, Servius Tullius, Tarquinius Superbus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Diese ersten sieben Könige Roms hatte man früher nach der Darstellung des Livius als reale einzelne Persönlichkeiten angenommen. Heute wissen die Historiker, daß diese sieben Könige niemals existiert haben. Es handelt sich also um eine Sage, aber was dieser zugrunde liegt, davon haben die Geschichtsschreiber keine Ahnung. Die Grundlage der Sage ist folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Priesterstaat Troja gründete eine Kolonie, die Priesterkolonie Alba Longa (Alba = Priestergewand). Es war eine Kolonie für einen Priesterstaat und Amulius ist dessen letzte Priesterdynastie. Von da geht eine jüngere Priesterkultur aus, die dann abgelöst wird durch eine Weltklugheitskultur. Die Geschichte meldet nichts mehr von dieser Priesterkultur. Der Schleier, der sich über die Priesterkultur der ersten römischen Geschichte ausbreitet, wird durch die Theosophie gelüftet. Die sieben römischen Könige stellen nichts anderes dar als die sieben Prinzipien, wie wir sie aus der Theosophie kennen. So wie der menschliche Organismus aus den sieben Gliedern besteht Sthula-Sharira, Linga-Sharira, Kama-Rupa, Kama-Manas, höheres Manas, Buddhi, Atma , so dachte man sich auch den gesellschaftlichen Organismus, wie er in der Zeit sich aufbaut, in einer siebengliedrigen Folge. Und nur wenn er nach dem Gesetz der Siebenzahl aufgebaut ist, die aller Natur zugrunde liegt, kann er gedeihen. Der Regenbogen hat auch sieben Farben, rot, orange, gelb, violett, grün, blau, indigo. Ebenso sind es sieben Töne: Prim, Sekund, Terz, Quart, Quint und so weiter und auch die Gewichtszahlen der Atome in der Chemie befolgen die Regelmäßigkeit der Siebenzahl. Und das geht durch die ganze Welt. Deshalb war es selbstverständlich für die Hüter der alten Weisheit, daß auch der Bau der menschlichen Gesellschaft nach einem solchen Gesetz geregelt sein müsse. Sieben Etappen, sieben Glieder, sind diese sieben römischen Könige nach einem ganz genauen Plan. So wurde damals auch nicht anders eine Geschichtsepoche inauguriert. Es wurde ein Plan aufgestellt, weil man das Gegenteil für einen Unsinn gehalten haben würde, und ein Gesetz darüber geschrieben. Dieser Plan war anfangs wirklich da. Jeder wußte es, daß die Weltgeschichte nach einem ganz genauen Plan gerichtet war. Ein jeder wußte: Wenn ich im dritten Abschnitt der vierten Epoche bin, so habe ich mich nach dem und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
dem zu richten. So hatte man noch im alten Rom anfangs einen Priesterstaat mit einem Plan als Grundidee der Kultur, der aufgezeichnet war in den Büchern, die man die Sibyllinischen Bücher nennt. Diese sind nichts anderes als der ursprüngliche Plan, welchem das Gesetz der siebengliedrigen Epoche zugrunde liegt, und in dem im Anfange des römischen Reiches noch nachgesehen wurde, wenn es nötig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man nahm als Vorbild zum Grundbau den physischen Körper. Das ist nicht so vernunftlos. Heute ist man geneigt, den physischen Körper als etwas Untergeordnetes zu betrachten. Man sieht mit einer gewissen Verächtlichkeit auf das Physische herunter. Das ist aber nicht berechtigt, denn unser physischer Körper ist das Erhabenste an uns. Nehmen Sie ein einziges Stück Knochen. Betrachten Sie nur einmal richtig einen Oberschenkelknochen, so können Sie sehen, wie wunderbar er zusammengesetzt ist. Der beste Ingenieur, der größte Techniker könnte so etwas Vollkommenes nicht herstellen, wenn ihm dieses Problem gestellt würde, wie mit dem geringsten Materialaufwand die größtmöglichste Tragfähigkeit zu erreichen ist. Und so ist der ganze menschliche Körper in der vollkommensten Weise zusammengesetzt. Dieser physische Körper ist wirklich das Vollkommenste, das man sich denken kann. Der Anatom wird auch immer mit größter Bewunderung vom menschlichen Herzen sprechen, das in wunderbarer Weise funktioniert, obwohl der Mensch sein ganzes Leben lang beinahe weiter nichts tut, als Herzgifte zu sich zu nehmen. Vor allem Alkohol, Tee, Kaffee und so weiter üben in unglaublicher Weise Attacken auf dieses Herz aus. Aber so wunderbar ist dieses Herz gebildet, daß es bis ins hohe Alter hinein dem widerstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der physische Leib, dieser niederste Körper hat also das größte Maß an Vollkommenheit. Unvollkommener dagegen sind die höheren Körper, die es in der Entwickelung der Vollkommenheit noch nicht so weit gebracht haben: der Ätherkörper und der Astralkörper, der fortwährend verstößt gegen unseren physischen Körper durch die Attacken unserer Begierden, Leidenschaften und Wünsche. Dann folgt als viertes das eigentliche Baby, das menschliche Ich, welches als irrendes Irrlicht erst von der Zukunft erwarten muß, in sich solche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Gesetze zu bekommen, die ihm eine Richtschnur bieten, wie sie der physische Körper längst schon hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun einen sozialen Bau gliedern, so muß dasjenige da sein, was den Grundbau fest macht. Daher läßt die Sage Romulus, den ersten römischen König, der das erste Prinzip darstellt, als den Gott Quirinus in den Himmel erhoben werden. Der zweite König, Numa Pompilius, das zweite Prinzip, entspricht der gesellschaftlichen Ordnung; er brachte Gesetze für das allgemeine Leben. Der dritte König, Tullus Hostilius, entspricht den Leidenschaften. Unter ihm beginnt das, was die Attacken gegen die göttliche Natur richtet, was Unfrieden, Streit, Krieg hervorruft, wodurch Rom groß wurde. Unter dem vierten König, Ancus Martius, beginnen die Künste, das, was aus Kama-Manas hervorgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun können die vier niederen Prinzipien nicht aus sich heraus die höheren, das fünfte, sechste und siebente Prinzip erzeugen. Auch das wird in der römischen Geschichte dargestellt. Der fünfte römische König, Tarquinius Priscus, ist nicht aus dem römischen Gliederbau herausgeboren, sondern als etwas Höheres aus der Kultur der Etrusker in die römische Kultur hineinversetzt. Der sechste König, Servius Tullius, entspricht dem sechsten Gliede des menschlichen Zyklusgesetzes, der Buddhi. Ihm ist es möglich, Kama, das sinnlich-physische Korrelat von Buddhi zu regeln. Er stellt den Gesetzeskanon dar. Der siebente König, Tarquinius Superbus, das erhabenste Prinzip, ist der, welcher fallen muß, weil es nicht möglich ist, die Erhabenheit, den Schwung der gesellschaftlichen Ordnung aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der römischen Geschichte finden wir es ausgedrückt, daß dem Bau des Staates ebenso ein Plan zugrunde liegen muß, wie jedem anderen Bau in der Welt. Daß die Welt ein Tempel ist, daß das gesellschaftliche Leben ebenso gegliedert und organisiert sein muß, auch Säulen haben muß wie ein Tempel und daß die großen Weisen die Säulen dieses Tempels sein müssen: diese Gesinnung ist es, die die uralte Weisheit durchdringt. Das ist keine Weisheit, die man bloß lernt, sondern die man hineinbaut in die menschliche Gesellschaft. Die sieben Prinzipien wurden richtig gehandhabt. Nur wer das ganze Wissen, die ganze Weisheit in sich aufnimmt, kann arbeiten am Bau der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Gesellschaft. Wir würden als Theosophen nur wenig leisten, wenn wir es nicht weiter brächten, als den Menschen zu betrachten, wie er sich aus diesen und jenen Gliedern zusammensetzt. Nein, erst dann erfüllen wir unsere Pflicht, wenn wir selbst [im Alltäglichen] ausführen die Prinzipien der Theosophie. Man muß sie handhaben, so daß jeder Handgriff, jede Fingerbewegung, jeder Schritt im Leben Ausdruck, Siegelabdruck des Geistes ist. Dann bauen wir an dem Tempel, der verlorengegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehört aber, daß man sich bewußt wird dessen, was ich neulich gesagt habe, wie notwendig es ist, von dem Großen und Umfassenden der Weltgesetze etwas in uns aufzunehmen. In unseren Denkgewohnheiten muß leben die Weisheit, die uns von dem Großen in das Einzelne führt, ebenso wie auch beim Hausbau nicht schon ein Stein auf den anderen gesetzt wird, bevor der ganze Plan des Hauses fertig ist. Diese Forderung muß gestellt werden, wenn unsere Welt nicht ein Chaos sein soll. Wir werden als Theosophen erkennen, daß das Gesetz in der Welt herrschen muß, wenn wir erkennen, daß jeder Schritt, jede Handlung ein Siegelabdruck der geistigen Welt ist. Dann bauen wir an dem Tempel. Das ist die Bedeutung des Tempelbaues: was wir uns vornehmen zu tun, muß gesetzmäßig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer mehr ist der Menschheit verlorengegangen das Wissen, daß der Mensch sich hineinbauen soll in den großen Weltentempel. Menschen können heutzutage geboren werden und sterben, ohne eine Ahnung davon zu haben, daß sich in uns Gesetze ausleben, daß alles was wir tun, von den Gesetzen der Welt beherrscht wird. Unsere ganze gegenwärtige Zeit ist eine verlorene Zeit, weil die Menschen nicht wissen, daß sie nach Gesetzen zu leben haben. Daher haben die Priesterweisen der alten Zeiten auf Mittel gesonnen, um von den großen Gesetzen der geistigen Welt etwas hinüberzuretten in die neue Kultur. Es war sozusagen ein Kniff der großen Weisen, daß sie die gesetzmäßige Ordnung in viele Zweige des Lebens hineingeheimnißt haben, ja sogar bis in das Spiel hinein, dessen sich die Menschen bedienen zu ihrer Erholung nach des Tages Last. In den Karten, in den Figuren des Schachspiels und in der Gesetzmäßigkeit, in der man spielt, finden wir einen Abklatsch, wenn auch nur einen schwachen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
von dem, was ich die gesetzmäßige Ordnung genannt habe. Wenn Sie sich mit jemandem zum Kartenspiel hinsetzen wollen, so wird es nicht gehen, wenn Sie nicht die Gesetze, die Art und Weise wie man spielt, kennen. Und dieses ist wirklich ein Abklatsch großer Weltgesetze. Was man in der Kabbala die Sephirot nennt, was wir die sieben Prinzipien in ihrer verschiedenen Gestaltung nennen, das finden Sie auch in der Art und Weise, wie die Karten beim Spielen aufeinandergelegt werden müssen. Bis in die Reize des Spiels haben die Weisen die großen Gesetze hineinzulegen verstanden, damit die Menschen wenigstens spielend einen Abklatsch haben von der Weisheit. Für denjenigen, der wenigstens Karten spielen kann, gehen seine gegenwärtigen Inkarnationen nicht ganz verloren. Das sind so Geheimnisse, wie die großen Weisen in die Räder der Zeitläufe eingreifen. Sagt man den Menschen, daß sie sich nach den großen Gesetzen richten sollen, so tun sie es nicht. Wenn man aber die Gesetze in Dinge hineinlegt, wo sie es gar nicht merken, so kann man manchmal noch einen Tropfen dieser Gesinnung in sie hineingießen. Wenn Sie diese Gesinnung haben, dann bekommen Sie eine Vorstellung davon, was in der großen Allegorie vom verlorenen Tempel symbolisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den geheimen Orden, zu denen auch der Freimaurerorden gehört, hat man in der Tempellegende etwas geschaffen, was mit diesem verlorengegangenen und wiederaufzurichtenden Tempel zusammenhängt. Die Tempellegende ist sehr tief, aber auch die heutigen Freimaurer haben gewöhnlich keine Ahnung davon. Auch ein Freimaurer wird sich heute von der Mehrzahl der Menschen nicht groß unterscheiden; auch er nimmt gewöhnlich nicht sonderlich viel mit in das neue Leben. Aber wenn er die Tempellegende in sich leben läßt, so nützt es schon viel. Denn wer die Tempellegende aufnimmt, nimmt etwas auf, was sein Denken in einer gewissen Weise gesetzmäßig formt. Und auf das gesetzmäßige Denken kommt es an. Diese Tempellegende ist folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einstmals vermählte sich einer der Elohim mit Eva und daraus ging Kain hervor. Ein anderer Elohim, Adonai oder Jehova- Jahve, schuf darauf den Adam. Dieser vermählte sich seinerseits wieder mit Eva und aus dieser Ehe ging Abel hervor. Adonai stiftete Unfrieden zwischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
denen, die zur Familie des Kain, und denen, die zur Familie des Abel gehörten, was zur Folge hatte, daß Kain den Abel erschlug. Aber aus der neuen Verbindung des Adam mit Eva ging das Seth-Geschlecht hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben wir also zweierlei Menschengeschlechter. Die einen sind die ursprünglichen Abkömmlinge des Elohim, die Kainssöhne, man nennt sie auch die Söhne des Feuers. Sie sind diejenigen, die die Erde bebauen, aus der unlebendigen Erde heraus schaffen und sie umgestalten durch die Kunst der Menschen. Enoch, einer der Kainsnachkommen, hat den Menschen die Kunst gelehrt, Steine zu behauen, Häuser zu bauen, die Gesellschaft zu organisieren, bürgerliche Gesellschaften zu gründen. Ein anderer der Nachkommen Kains ist Tubal-Kain, der die Metalle bearbeitete. Aus diesem Geschlecht stammte auch der Baumeister Hiram-Abiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abel war ein Viehhirte. Er hielt an dem fest, was er vorfand und nahm die Welt, wie sie war. Das ist immer schon der Gegensatz zwischen den Menschen. Die einen halten an der Welt fest, wie sie ist, die anderen wollen aus dem Unlebendigen ein neues Lebendiges durch die Kunst formen. Andere Völker haben den Ahnherrn dieser Söhne des Feuers in der Prometheussage hingestellt. Die Söhne des Feuers sind es, welche aus den umfassenden Weltgedanken heraus Weisheit, Schönheit und Güte in die Welt hineinbauen sollen, um die Welt zum Tempel zu gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König Salomo war ein Abkömmling aus dem Geschlechte des Abel. Er konnte selbst den Tempel nicht bauen; ihm fehlte die Kunst. Deshalb berief er den Baumeister Hiram-Abiff, den Abkömmling aus dem Geschlechte des Kain. Salomo war von göttlicher Schönheit. Und als die Königin von Saba zu ihm kam, glaubte sie ein Bild von Gold und Elfenbein zu sehen. Sie kam, um sich mit ihm zu vermählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jehova nennt man auch den Gott der Form, den Gott, der das Lebendige zur lebendigen Macht geschaffen hat im Gegensatz zu dem anderen Elohim, der schafft, um aus Leblosem das Lebendige hervorzuzaubern. Wem gehört die Zukunft? das ist die große Frage der Tempellegende. Würden sich die Menschen nach der Jehova-Religion entwickeln, so würde alles Leben in der Form ersterben. Man nennt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
das in der okkulten Wissenschaft den Übergang in die achte Sphäre. Jetzt aber ist der Zeitpunkt gekommen, daß der Mensch selbst das Tote zum Leben erwecken muß. Das geschieht durch die Kainssöhne, durch diejenigen, welche sich nicht auf das verlassen, was vorhanden ist, sondern selbst in Formen schaffen. Die Kainssöhne formen selbst am Bau der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Königin von Saba den Tempel sieht und frägt, wer der Baumeister sei, sagt man ihr, es sei Hiram. Und als sie ihn dann sieht, erscheint er ihr sogleich als derjenige, der eigentlich für sie bestimmt ist. Nun wird König Salomo eifersüchtig; ja, er verbindet sich mit drei Gesellen, welche unfähig waren, Meister zu werden, um das größte Meisterwerk Hirams, das «Eherne Meer», zu vereiteln. Ein Guß sollte dieses, sein größtes Meisterwerk hervorbringen. Menschlicher Geist sollte sich mit dem Metall verbinden. Von den drei Gesellen war der eine ein syrischer Bauhandwerker, der zweite ein phönizischer Zimmermann und der dritte ein hebräischer Grubenarbeiter. Die Verschwörung gelingt: sie machten den Guß zunichte, indem sie Wasser zugossen. Es sprühte alles auseinander. Aus Verzweiflung will sich nun der Baumeister selbst in die Glut des Feuers stürzen. Da hörte er eine Stimme aus dem Mittelpunkt der Erde. Sie kam von Kain selbst, der ihm zurief: hier habe er den Hammer der göttlichen Weltenweisheit, mit dem könne das Ganze wieder hergestellt werden. Und Kain gab ihm den Hammer. Der Geist des Menschen ist dasjenige, was der Mensch hineinbaut in den Astralkörper, wenn er ihn nicht so behält, wie er ihn erhalten hat. Diesen Bau soll Hiram jetzt aufrichten. Es wird ihm aber nach dem Leben getrachtet. Das wollen wir das nächste Mal weiter ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis hierher wollte ich die Legende führen, um zu zeigen, wie in den ursprünglichen okkulten Bruderschaften der Gedanke lebte, daß der Mensch eine Aufgabe hat; die Aufgabe, die leblose Welt aufzubauen und sich nicht zu begnügen mit dem, was schon da ist. Weisheit ist dadurch, daß sie in die leblose Welt einfloß, zur Tat geworden, damit die Welt ein Abglanz der urewigen Geistigkeit sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weisheit, Schönheit, Stärke sind die drei Grundworte aller Freimaurerei. Die äußere Welt so umzugestalten, daß sie ein Kleid des&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 140&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geistigen ist, das ist die Aufgabe. Das verstehen heute selbst die Maurer nicht mehr und glauben, daß der Mensch an seinem eigenen Ich arbeiten solle. Sie halten sich für besonders klug, wenn sie sagen, im Mittelalter wären nicht die Werkmaurer die freien Maurer gewesen. Aber gerade die Werkmaurer waren es immer gewesen, denn das äußere Bauwerk sollte ein Abbild des Geistigen werden, des Tempels der Welt, der aus der intuitiven Weisheit aufgebaut werden soll. Dieser Gedanke wurde früher den großen Bauwerken zugrunde gelegt und bis in die Einzelheiten hinein verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einem Beispiel will ich Ihnen die Überlegenheit der Weisheit über den Verstand zeigen. Nehmen wir einen alten gotischen Dom und beachten wir die wunderbare Akustik. Heute kann man sie nicht mehr nachmachen, weil jenes tiefe Wissen darüber verlorengegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der berühmte Mörissee in Ägypten ist ebenso ein Wunderwerk des menschlichen Geistes gewesen. Er war nicht ein natürlicher See, sondern künstlich angelegt nach den Intuitionen der Weisen, damit das Wasser, wenn es reichlich floß, aufgespeichert und bei Wassermangel ins ganze Land gesendet werden konnte. Das war ein Wunderwerk der Kanalisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch so nach derselben Weisheit schaffen wird, wie die göttlichen Kräfte die Natur geschaffen haben, als sie das Physische in weiser Art aufbauten, dann wird der Tempel aufgebaut. Nicht darauf kommt es an, wieviel wir im einzelnen aus unserer Weisheit heraus zu schaffen vermögen, sondern die Gesinnung müssen wir nur haben, die weiß, daß nur aus der Weisheit der Tempel der Menschheit aufgebaut werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir heute so durch die Städte gehen, dann ist dort ein Schuhladen, daneben eine Apotheke, neben dieser eine Käsehandlung und neben der Käsehandlung ein Geschäft mit Spazierstöcken. Wenn wir uns nicht just etwas kaufen wollen, was geht uns dann das an? Wie wenig setzt das äußere Leben einer solchen Stadt fort, was wir fühlen, denken und empfinden! Wie ganz anders war dies im Mittelalter. Wenn da der Mensch durch die Straßen ging, sah er die Fassaden der Häuser im Stile der Gesinnung und dem Charakter der Bewohner gebaut. Jedes Türschloß drückte aus, was der Mensch, seinem Geiste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 141&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
entsprechend, in Liebe geformt hatte. Gehen Sie zum Beispiel durch eine Stadt wie Nürnberg: da finden Sie noch den Grundstock dessen, wie es damals war, und dann nehmen Sie im Gegensatz dazu die moderne Abstraktion, die den Menschen nichts mehr angeht. Das ist die materialistische Zeit und ihr chaotisches Schaffen, zu der man allmählich aus einer früheren spiritualistischen Zeit überging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist herausgeboren aus einer Natur, an der einst die Götter geformt haben, so daß alles sich in den großen Weltenbau, in den großen Tempel, hineinfügte. Es gab einst eine Zeit, in der Sie kein Stück auf dieser Erde hätten ansehen können, ohne sich sagen zu müssen: Göttliche Wesenheiten haben diesen Tempel gebaut bis zu der Stufe, da der physische Körper des Menschen zu Ende gebaut war. Dann nahmen die höheren Prinzipien (die psychischen Kräfte) von ihm Besitz und dadurch kam die Unordnung, das Chaos in die Welt hinein. Wünsche, Begierden, Leidenschaften haben Unordnung in den Tempel der Welt hineingebracht. Erst wenn aus des Menschen Willen heraus wieder Gesetzmäßigkeit sprechen wird, in einer höheren und schöneren Weise wie einstmals die Götter an der Natur geschaffen haben, erst wenn der Mensch den Gott in sich selbst erstehen lassen wird, so daß er wie ein Gott an dem Tempel bauen kann, dann wird er den verlorengegangenen Tempel wiedergewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir denken würden, daß nur die bauen sollten, die bauen können, so wäre das nicht richtig. Nein, auf die Gesinnung kommt es an, selbst wenn man sehr viel weiß. Hat man aber die Gesinnung, in dieser Richtung zu denken, und geht dann an soziale, an technische und juristische Reformen, dann baut man an dem verlorengegangenen und wiederzuerrichtenden Tempel. Fängt man aber Reformen, und mögen sie noch so gut gemeint sein, ohne diese Gesinnung an, so richtet man nur weiteres Chaos an. Denn der einzelne Stein ist nichts nütze, wenn er nicht in den ganzen Plan hineinpaßt. Reformieren Sie an der Justiz, der Religion oder sonst etwas, solange man nur das Einzelne sieht ohne die Gesinnung zum Ganzen zu haben, ist es nur ein Niederreißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist die Theosophie nicht nur Theorie, sondern Praxis, das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 142&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerpraktischste in der Welt. Zu glauben, daß die Theosophen Einsiedler seien, die nicht an der Welt bauen, ist ein Irrtum. Könnten wir es dazu bringen, daß die Menschen an Sozialreformen auf theosophischer Grundlage herangehen, so würden viele rascher und sicherer alles das erreichen, was sie wollen. Denn ohne daß etwas gegen die Einzelbewegungen gesagt werden soll, im einzelnen getrieben führen sie doch zu nichts anderem als zu Fanatismus. Alle einzelnen Reformbestrebungen Friedensapostel, Abstinenzler, Vegetarier, Tierschützler und so weiter nützen erst, wenn sie alle zusammengehen. Ihr Ideal können sie eigentlich nur in einer großen allgemeinen Bewegung haben, die in der Vereinigung zu dem Alltempel führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die Idee, die der Allegorie vom verlorenen und wiederzuerrichtenden Tempel zugrunde liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notizen aus der Fragenbeantwortung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Wie war das mit den Kainssöhnen und Abelsöhnen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Die Kainssöhne sind die unreiferen; die Abelsöhne sind die überreifen. Die Abelsöhne wenden sich zu den höheren Sphären, wenn sie diese Inkarnationen hinter sich haben. Die Abelsöhne sind die Solarpitris; die Kainssöhne sind die reifsten Mondpitris&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Warum haben sich so viele mystische und maurerische Vereinigungen gebildet?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Alle höhere Arbeit ist nur in einer Vereinigung zu leisten. Die Tafelrunde des Artus hat in der Regel zwölf umfaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Kennen Sie das Werk von Albert Schäffle?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: Albert Schäffle hat ein Werk über Soziologie geschrieben und die Darstellung, die er gibt, ist viel freimaurerischer, als das, was aus den Freimaurerlogen hervorgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= II  12, Über den verlorenen u.wiederzuerrichtenden Tempel, Zweiter Vortrag, 22.05.1905 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 143&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den verlorenen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wieder zu errichtenden Tempel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Zusammenhang mit der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzesholz- oder Goldenen Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweiter Vortrag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 22. Mai 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch einige Betrachtungen über den verlorengegangenen Tempel. Als das größte Symbol haben wir den Salomonischen Tempel anzusehen. Es handelt sich zunächst einmal darum, dieses Sinnbild zu verstehen. Aus der Bibel kennen Sie ja den Hergang, wie er entstanden ist. Wir haben es dabei nicht mit bloßen Sinnbildern zu tun, sondern tatsächlich mit äußeren Wahrheiten, in denen aber zugleich eine tiefe weltgeschichtliche Symbolik zum Ausdruck kommt. Und diejenigen, die den Tempel bauten, waren sich bewußt, was sie dabei zum Ausdrucke bringen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum der Tempel gebaut wurde, wollen wir uns vor Augen führen. Und Sie werden sehen, daß jedes Wort, das die Bibel darüber bringt, ein tief bedeutsames Sinnbild ist. Sie müssen dabei nur daran denken, in welcher Zeit der Bau stattgefunden hat. Halten wir uns vor allem das biblische Wort vor Augen, was der Tempel sein soll. Jahve richtet an David das Wort: «Ein Haus für meinen Namen.» Also ein Haus für den Namen «Jahve». Und nun machen wir uns klar, was der Name «Jahve» bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alte Judentum ist sich zu einer gewissen Zeit über das Heilige des Namens «Jahve» klargeworden. Was heißt das? Das Kind lernt in einer bestimmten Zeit seines Lebens das Wort «Ich» gebrauchen. Vorher betrachtet es sich als eine Sache. So wie es andere Sachen benennt, so benennt es auch sich selbst mit einem objektiven Namen. Erst später lernt es das Wort «Ich» gebrauchen. Für große Geister ist der Augenblick, in dem sie zum ersten Mal im Leben das «Ich» in sich erfahren, sich zum ersten Mal dessen bewußt werden, etwas Bedeutungsvolles. Jean Paul erzählt dieses Geschehnis von sich. Er stand als kleiner Knabe einmal an einer Scheune im Hofe; da erlebte er zum ersten Mal sein Ich. Und so klar und feierlich war ihm dieser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 144&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Augenblick, daß er davon sagt: «Wie in das verhangene Allerheiligste habe ich da in mein Innerstes hineingeblickt.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen haben sich durch viele Rassen hindurch entwickelt und haben sich bis zur atlantischen Zeit alle so objektiv aufgefaßt; erst während der atlantischen Rasse entwickelte sich der Mensch dahin, daß er zu sich «Ich» sagen konnte. Die alten Juden haben das in eine Lehre gefaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist durch die Reiche der Natur hindurchgegangen. Das Ich-Bewußtsein ging zuletzt in ihm auf. Astral-, Äther- und physischer Leib und das Ich bilden zusammen das pythagoräische Quadrat. Und das Judentum fügte zu diesem das göttliche Selbst hinzu, das von oben herunter zu uns kommt, im Gegensatz zu dem Ich von unten. So war aus dem Viereck ein Fünfeck entstanden. So empfand das Judentum den Herrn seines Volkes, und etwas Heiliges war es daher, den «Namen» auszusprechen. Während andere Namen, wie zum Beispiel Elohim oder Adonai mehr und mehr populär wurden, durfte nur der gesalbte Priester im Allerheiligsten den Namen «Jahve» aussprechen. Zur Zeit Salomos war es, daß das alte Judentum zur Heiligkeit des Jahve-Namens kam, zu diesem «Ich», das im Menschen wohnen kann. Die Aufforderung Jahves an die Menschen müssen wir als eine solche nehmen, die den Menschen selbst zu einem Tempel des heiligen Gottes gemacht wissen wollte. Jetzt haben wir eine neue Auffassung von der Gottheit erhalten, die nämlich: den Gott, der in der Brust des Menschen, im tiefsten Heiligtum des menschlichen Selbst verborgen ist, zum moralischen Gott zu machen. Der menschliche Leib wurde so zu einem großen Sinnbild für das Allerheiligste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun sollte ein äußeres Sinnbild errichtet werden, weil der Mensch ein Haus Gottes ist. Ein Symbol, die Versinnbildlichung des eigenen menschlichen Leibes, sollte der Tempel sein. Daher wurden die Bauleute gerufen Hiram-Abiff , die die weltlichen Künste verstanden haben, die den Menschen selbst zu einem Gott umgestalten konnten. Zwei Bilder in der Bibel sind damit verbunden: das eine ist die Arche Noah, das andere der Salomonische Tempel. Beide sind in einer Weise dasselbe und doch wieder grundverschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 145&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arche Noah ist erbaut worden, damit sich der Mensch hinüberretten konnte in den jetzigen Zustand seines Daseins. Vor Noah lebte der Mensch in der atlantischen und lemurischen Zeit. Da hatte er noch nicht das Schiff gebaut, mit dem er über die Wasser des Astralen in das irdische Dasein kommen konnte. Von den Wassern des Astralen ist der Mensch gekommen, die Arche Noah trägt ihn hinüber. Die Arche stellt das Gebäude dar, welches die unbewußten göttlichen Kräfte gebaut hatten. Es gibt Abmessungen, wonach die Maße der Arche übereinstimmen mit den Maßen des menschlichen Körpers und mit den Maßen des Salomonischen Tempels auch wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Arche Noah ist der Mensch hinausgewachsen, und nun soll er selbst das höhere Ich mit einem Haus umgeben, das durch seinen Geist, durch seine Weisheit, durch salomonische Weisheit geschaffen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir treten ein in den Salomonischen Tempel. Das Tor ist schon charakteristisch. Das Viereck galt als ein altes Symbol. Der Mensch ist nun heute aus dem Zustand der Vierheit in den der Fünfheit getreten als der fünfgliedrige Mensch, der sich seines höheren Selbstes bewußt wird. Der innere göttliche Tempel ist so geformt, daß er den fünfgliedrigen Menschen umschließt. Das Quadrat ist heilig. Das Tor, die Bedachung und die Seitenpfosten geben zusammen ein Fünfeck. Wenn der Mensch erwacht aus der Vierheit, das ist, wenn er in das Innere hineingeht das Innere ist das Wichtigste des Tempels , da sieht man eine Art Altar; wir erblicken zwei Cherubim, welche wie zwei schützende Geister über der Bundeslade, dem Allerheiligsten, schweben; denn das fünfte Prinzip, welches noch nicht heruntergestiegen ist, soll von den beiden höheren Wesenheiten Buddhi und Atma in Schutz genommen werden. Das ist der Eintritt in die manasische Entwickelung des Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze Innere ist mit Gold ausgekleidet, weil das Gold von jeher das Symbol der Weisheit ist. Nun tritt die Weisheit in das manasische Stadium. Palmblätter finden wir als das Friedenssymbol. Das stellt eine gewisse Epoche des Menschen dar und ist hier als etwas hingestellt, was erst später, im Christentum, zum Ausdruck gekommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 146&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist. Jetzt hatten es die Tempelleiter in sich bewahrt und auf diese Art etwas für später Beschlossenes hier ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später, im Mittelalter, lebte die Idee des Salomonischen Tempels von neuem in den Tempelrittern auf, die den Gedanken des Tempels hinübertragen wollten in das Abendland. Aber man hat die Tempelritter damals nicht verstanden. (Gegen Jacob von Molay, Großmeister.) Wenn wir die Tempelritter verstehen wollen, müssen wir tief in die Geschichte der Menschheit hineinschauen. Was man in den Prozeßakten den Templern vorgeworfen hat, beruht nur auf einem großen Mißverständnis. Die Tempelritter sagten damals: Alles, was wir bisher erlebt haben, ist eine Vorbereitung zu dem, was der Erlöser gewollt hat. Denn sie sagten: Es gibt eine Zukunft des Christentums, eine neue Aufgabe. Und wir haben die Aufgabe, die verschiedenen Sekten des Mittelalters und die Menschen überhaupt auf jenes Zukünftige vorzubereiten, wo das Christentum in einer neuen Klarheit erstehen wird, in dem, was der Erlöser eigentlich gewollt hat. Wir haben das Christentum in der vierten Unterrasse aufgehen sehen, in der fünften wird es sich weiterentwickeln, aber in der sechsten soll es erst die wiederauferstandene Glorie feiern. Das haben wir vorzubereiten. Wir müssen die Seelen der Menschen so lenken, daß ein echtes, wahres, reines Christentum zum Ausdruck kommt, in dem der Name des Höchsten seinen Wohnsitz hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jerusalem sollte der Mittelpunkt werden und von dort aus das Geheimnis über das Verhältnis des Menschen zu Christus in alle Welt strömen. Was als Symbol in dem Tempel dargestellt war, sollte eine lebendige Wirklichkeit werden. Von den Templern wurde gesagt, und man machte es ihnen zum Vorwurf, daß sie einen gewissen Sternendienst, ebenso einen Sonnendienst errichtet hätten. Dahinter aber liegt ein großes Mysterium. Das Meßopfer war früher nichts anderes als ein großes Mysterium. Die Messe zerfiel in zwei Teile, in die sogenannte kleine Messe, an der alle teilnehmen durften, und war diese zu Ende, und die breite Masse hatte sich entfernt, so erfolgte die große Messe, die nur für diejenigen bestimmt war, die die okkulte Schulung durchmachen wollten, die den «Pfad» betreten wollten. In dieser großen Messe vollzog sich zuerst die Abbetung des Apostolikums;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 147&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dann wurde gezeigt die Entwickelung des Christentums in der ganzen Welt, und wie das Christentum mit dem großen Gang der Weltentwickelung zusammenhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsachen der Erde waren nicht immer die gleichen wie heute, sondern unsere Erde war einstmals verbunden mit der Sonne und mit dem Monde. Die Sonne hat sich gleichsam abgespalten und unsere Erde dann von außen beschienen; dann hat der Mond sich abgespalten. So war die Erde früher eine ganz andere Art von Wohnplatz für den Menschen. Damals war der Mensch physisch noch ganz anders. Das ganze Leben des Menschen auf der Erde wurde aber anders, als Sonne und Mond sich von der Erde trennten. Da gab es erst Geburt und Tod; da trat erst die Reinkarnation auf; da erst stieg die menschliche Ichheit, die Individualität, in den physischen Körper hinab und reinkarnierte sich in fortlaufender Folge. Das wird einst wieder aufhören. Die Erde wird sich wieder mit der Sonne verbinden, und dann wird der Mensch seine weitere Entwickelung auf der Sonne verleben können. Wir haben so eine gewisse Stufenleiter, wie der Mensch mit der Sonne zusammengeht. Solche Dinge hängen mit dem Fortschreiten der Sonne über das Himmelsgewölbe zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wird in der Welt alles, was geschieht, in den folgenden Stadien noch einmal kurz wiederholt. Alles hat sich wiederholt, auch die Entwickelung der Globen in der ersten, zweiten und dritten Wurzelrasse. Dann ereignete sich, daß der Mensch in die Inkarnation stieg. Von der zweiten zur dritten Wurzelrasse hat sich die Sonne abgespalten, in der dritten der Mond. Nun entwickelt sich die Erde von der dritten bis zur sechsten Wurzelrasse, wo dann die Sonne wieder mit der Erde verbunden sein wird. Dann wird eine neue Epoche beginnen, wo der Mensch auf einer viel höheren Stufe angelangt sein und sich nicht mehr inkarnieren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Religion kam diese Lehre über den Gang der Entwickelung in die Welt hinaus in Gestalt der Geschichte von der Arche Noah. Was in der Zukunft geschehen soll, wurde in der Lehre vorausgenommen. Die Vereinigung der Sonne mit der Erde ist vorausverkündet in der Erscheinung des Christus auf der Erde. Mit solchen Lehren und so weiter ist es immer so: einige Zeit lang ist das, was&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 148&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geschieht, eine Wiederholung des Vergangenen. Dann beginnt die Lehre eine Vorverkündigung für die Zukunft zu sein. Die einzelnen Unterrassen hängen nun mit Bezug auf die Entwickelung der Bewußtseinsstufen der Völker zusammen mit dem Gang der Sonne am Himmelsgewölbe. Wenn Sie sich ein Stück des Tierkreises aufzeichnen, so bekommen Sie ein Bild für den Gang der Sonne über das Himmelsgewölbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen, daß die Zeit, in welcher die dritte Unterrasse von der vierten abgelöst wurde, mit dem Zeichen des Widders oder des Lammes zusammengebracht wird. Das assyrisch-babylonische Zeitalter faßte das für seine Zeit Bemerkenswerte in dem Stierzeichen zusammen, das vorhergegangene persische Zeitalter wird markiert vom Sternbild der Zwillinge. Und würden wir noch weiter zurückgehen, so würden wir in der Zeit der Sanskritkultur zum Krebs kommen. Diese Zeit, in welcher die Sonne am Tage des Frühlingsanfanges im Krebs aufging, wurde eine Umkehrzeit der Menschheit. Atlantis war versunken und die erste Unterrasse der fünften Wurzelrasse aufgegangen. Diese Umkehr wurde mit dem Krebs bezeichnet. Das nächste Zeitalter beginnt dann, als die Sonne in den Zwillingen aufgeht. Der weitere Gang der Geschichte führt uns in die vorderasiatisch-ägyptische Kultur, als die Sonne im Stier aufgeht. Und als die Sonne noch weiter vorrückt, beginnt die vierte Unterrasse, die die griechische Sage mit dem Widder, mit dem Lamm in Zusammenhang bringt. (Die Jasonsage vom Herüberholen des Widderfelles.) Auch noch in den ersten Zeiten des Christentums wurde der Heiland selbst als Lamm dargestellt. Er nennt sich selbst das Lamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben die Zeit der ersten bis vierten Unterrasse verfolgt. Die Sonne schritt am Himmel vor, und jetzt, wo wir selbst an einem kritischen Punkt sind, treten wir in das Zeichen der Fische ein. Dann wird die Zeit kommen, in der Zeit der sechsten Unterrasse, wo die Menschen innerlich so gereinigt sein werden, daß sie selbst für das Göttliche ein Tempel sein werden. Dann wird die Sonne in das Zeichen des Wassermanns treten. So geht die Sonne, die eigentlich nur der äußere Ausdruck unseres eigenen geistigen Lebens ist, ihren Gang am Himmelsgewölbe. Wenn die Sonne im Frühlingsanfang im&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 149&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wassermann aufgehen wird, dann wird sie erst in ihrer vollen Klarheit verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So verlief die große Messe, bei der die Uneingeweihten entfernt worden waren. Denen, die geblieben waren, legte man dar, daß das Christentum, das als Saat angefangen hat, in der Zukunft noch etwas ganz anderes als Frucht bringen soll und daß mit dem «Wassermann» Johannes gemeint war, der wie ein Senfkorn das Christentum als Saat ausstreute. Aquarius oder Wassermann heißt dasselbe wie Johannes, der mit Wasser taufte, um die Menschen vorzubereiten, daß sie die Feuertaufe des Christus empfangen können. Daß ein «Johannes-Aquarius » kommen wird, der den alten Johannes erst zur Wahrheit machen und einen Christus verkünden wird, der den Tempel wiedererneuert, wenn der große Zeitpunkt gekommen sein wird, wo der Christus neuerdings zur Menschheit sprechen wird, diesen Zeitpunkt dann zu verstehen, das wurde in den Tiefen der Mysterien der Templer gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weiter sagten die Templer: Jetzt sind wir an einem Zeitpunkt, wo die Menschen noch nicht reif sind, die große Lehre zu verstehen, noch müssen wir sie auf den Täufer Johannes vorbereiten, der mit Wasser tauft. Das Kreuz wurde vor den hingestellt, der Templer werden wollte, und ihm wurde gesagt: Du sollst dieses Kreuz jetzt verleugnen, um es später zu verstehen, erst ein Petrus werden, erst wie Petrus, der Fels, der den Herrn verleugnet hat, die Lehre verleugnen. Das wurde als eine Vorschule dem zukünftigen Templer beigebracht. Fassen wir einmal dieses Lernen des Petrus-Stadiums ins Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man versteht so wenig in den weiteren Kreisen von dem allem, daß man selbst die Buchstaben am Kreuz nicht in der richtigen Weise zu deuten imstande ist. Plato spricht davon, daß die Weltenseele an das Kreuz des Weltenleibes gekreuzigt sei. Das Kreuz symbolisierte die vier Elemente. Das Pflanzen-, Tier- und Menschenreich sind mit den vier Elementen aufgebaut. Am Kreuze steht: Jam = das Wasser = Jakobus; Nour = das Feuer, das sich auf Christus selbst bezieht; Ruach die Luft, Symbol für Johannes; und das vierte Jabeschah = Erde, Fels, für Petrus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 150&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Kreuze steht also dasselbe, was in den Namen der [drei] Apostel ausgedrückt ist, während mit dem einen Namen «J.N.R. J.» Christus selbst gemeint ist. «Erde» ist das, wohin zunächst das Christentum selbst gebracht werden sollte, zu jenem Tempel, wohin sich der Mensch selbst gebracht hat, um für das Höhere eine Umhüllung zu sein. Aber dieser Tempel [Lücke im Text, siehe Hinweise].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweimal «kräht der Hahn», der das Symbol für des Menschen niederes und auch für sein höheres Ich ist. Das erste Mal «kräht der Hahn», wenn der Mensch heruntersteigt und sich im Stofflichen materialisiert; das zweite Mal, wenn er wieder heraufsteigt, wenn er den Christus verstehen gelernt hat, wenn der Wassermann erschienen ist. Das wird in der sechsten Unterrasse sein. Dann wird der Mensch im Geiste begreifen, was er werden soll. Das Ich wird dann eine gewisse Stufe überschritten haben, wenn im höchsten Sinne das verwirklicht ist, was der Salomonische Tempel darstellt, wenn der Mensch selbst ein Tempel für «Jahve» ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorher aber hat der Mensch noch drei Stadien der Läuterung durchzumachen. Das Ich ist in einer dreifachen Umhüllung: erstens im Astralkörper, zweitens im Ätherkörper, drittens im physischen Körper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 151&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem wir im Astralkörper sind, haben wir zum ersten Mal das göttliche Ich verleugnet, beim Ätherkörper zum zweiten Mal, und das dritte Mal beim physischen Körper. Der erste Hahnenschrei ist die dreifache Verleugnung durch die dreifache Umhüllung des Menschen. Und wenn er dann durch die drei Körper hindurchgegangen ist, wenn das Ich seine größte sinnbildliche Verwirklichung in Christus gefunden hat, dann ruft der Hahn zum zweiten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Sich-Hinaufringen zum eigentlichen Verständnis des Christus erst das Petrus-Stadium durchmachen , diese tiefen Ideen konnte keiner der Templer, die damals gefoltert wurden, den Richtern klarmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Templer kamen also zuerst dahin, als wenn sie das Kreuz abgeschworen hätten. Nachdem dem Templer dies alles dargestellt worden war, zeigte man ihm eine symbolische Gestalt des göttlichen Wesens in einer ehrwürdigen Mannesgestalt mit einem großen Barte. (Symbol des Vaters.) Wenn die Menschen sich hinaufentwickelt und eigene Führer in den Meistern erhalten haben werden, wenn diejenigen da sein werden, die die Menschen führen können, dann wird vor den Menschen als das Wort des führenden Vaters, der Meister stehen, der die Menschen zum Begreifen des Christus hinführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann wurde den Templern gesagt: wenn sie dies verstanden haben, dann sind sie reif, an dem großen Tempel der Welt mitzubauen. Sie müssen mitwirken daran, alles so einzurichten, daß der große Bau ein Wohnplatz ist für unsere eigentliche tiefere Ichheit, unsere innere Bundeslade.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir das alles überschauen, so haben wir Bilder, die eine große Bedeutung haben. Und derjenige, in dessen Seele diese Bilder Leben gewinnen, wird immer mehr zum Schüler jener großen Meister heranreifen, die diesen Bau des Menschheitstempels vorbereiten. Und solche großen Vorstellungen wirken als Kräfte in unserer Seele, daß wir dadurch die Läuterung durchmachen, die uns zum lebendigen Leben im Geiste führen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Zug des Mittelalters, der bei den Tempelrittern erscheint, finden wir auch in zwei Tafelrunden, der des Königs Artus und derjenigen des Heiligen Grals. Das alte Weltliche war in König Artus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 151&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tafelrunde zu finden, während das eigentlich Geistliche der christlichen Ritterschaften in denjenigen vorbereitet werden sollte, die das Geheimnis des Heiligen Grals hüteten. Merkwürdig ist es, wie objektiv und ruhig die Menschen des Mittelalters über die aufgehende Macht (Frucht) und äußere Form des Christentums gedacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie die Lehren der Templer verfolgen, so ist da etwas im Mittelpunkte, was als etwas Weibliches verehrt wurde. Dieses Weibliche nannte man die göttliche Sophia, die göttliche Weisheit. Manas ist das fünfte Prinzip, das geistige Selbst des Menschen, das aufgehen soll, dem ein Tempel errichtet werden sollte. Und wie das Fünfeck vom Eingang des Salomonischen Tempels den fünfgliedrigen Menschen charakterisiert, ebenso charakterisiert dieses Weibliche die Weisheit des Mittelalters. Dante hat mit seiner «Beatrice» nichts anderes als diese Weisheit zur Darstellung bringen wollen. Nur der versteht Dantes «Göttliche Komödie», der sie von dieser Seite betrachtet. Daher finden Sie auch bei Dante dieselben Symbole, die bei den Templern, den christlichen Ritterschaften, den Gralsrittern und so weiter zum Ausdruck kommen. Alles was geschehen soll, wird schon lange vorher von den großen Eingeweihten vorbereitet, die dasjenige, was in der Zukunft geschehen soll, in der Weise sagen, wie es in der Apokalypse geschehen ist, damit die Seelen vorbereitet werden für dieses Geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweierlei Strömungen haben wir nach der Sage beim Eingang des Menschengeschlechtes in die Welt: Die Kainskinder, die einer der Elohim mit Eva gezeugt, die Kinder der Welt, bei denen wir die großen Künste und äußeren Wissenschaften finden. Das ist die eine Strömung, die geächtet wurde und dann durch das Christentum geheiligt werden soll, wenn das fünfte Prinzip in die Welt gekommen ist. Die andere Strömung sind die Gotteskinder, die den Menschen gebracht haben bis zur Erfassung des fünften Prinzips. Es sind die, die Adam geschaffen hat. Dann wurden die Kainssöhne aufgerufen, um jetzt dasjenige in einer Hülle einzufassen, was die Gottessöhne, die Abel-Seth-Kinder geschaffen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Bundeslade ist der heilige Name des Jahve geborgen. Aber das, was die Welt umgestalten soll, was für das Allerheiligste die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 153&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umhüllung schaffen soll, das soll wieder hergestellt werden durch die Kainssöhne. Gott hat des Menschen Leib geschaffen, darin geht des Menschen Ich auf und zerstört zunächst diesen Tempel. Der Mensch kann sich nur retten, wenn er sich zuerst das Haus baut, das ihn hinüberträgt über die Wasser der Leidenschaften, wenn er sich die Arche Noah baut. Dieses Haus muß der Mensch wieder aufrichten. So baut am Äußeren, was als die Kainskinder in die Welt gekommen ist, und was die Gotteskinder gebracht haben, das baut am Inneren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Aufgang unserer Rasse machten sich schon diese zwei Strömungen geltend [Lücke im Text, siehe Hinweise].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann erst verstehen wir die Theosophie, wenn wir sie als Testament auffassen, das, was als der Salomonische Tempel aufgezeichnet und was als Zukünftiges zu erwarten ist, vorzubereiten. Vorbereiten sollen wir den neuen Bund anstelle des alten Bundes. Der alte ist der Bund des schöpferischen Gottes, wo das Göttliche am Menschentempel schafft. Der neue ist derjenige, wo der Mensch selbst den Weisheitstempel um das Göttliche herumhüllt, wo er ihn wieder herstellt, damit dieses Ich eine Zuflucht auf dieser Erde findet, wenn es befreit aus der Materie auferstehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So tief sind die Symbole, und so war die Erziehung, die die Templer der Menschheit angedeihen lassen wollten. Die Rosenkreuzer sind nichts anderes als die Fortsetzer des Templerordens ; sie wollten nichts anderes als die Tempelritter und was auch die Theosophie will: sie alle arbeiten am großen Tempel der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= II  13, Über den verlorenen u.wiederzuerrichtenden Tempel, Dritter Vortrag, 29.05.1905 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 154&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den verlorenen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wieder zu errichtenden Tempel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Zusammenhang mit der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzesholz- oder Goldenen Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dritter Vortrag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 29. Mai 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kreuzesholzlegende und die weltgeschichtliche Bedeutung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Salomonischen Tempels&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem wir schon einige Male über das Christentum und seine Entwickelung in der Gegenwart und Zukunft gesprochen haben, sind wir soweit gekommen, daß wir heute auch einmal die Bedeutung des Kreuzsymboles nicht so sehr geschichtlich als tatsächlich zu betrachten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen ja, was für eine umfassende sinnbildliche Bedeutung das Kreuzsymbol für das Christentum hat; und heute möchte ich nun gerade den Zusammenhang des Kreuzsymboles mit der weltgeschichtlichen Bedeutung des Salomonischen Tempels beleuchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt ja eine sogenannte heilige Legende über die ganze Entwickelung des Kreuzes, und zwar haben wir darin weniger das Kreuzeszeichen oder die allgemeine Weltsymbolik des Kreuzes vor Augen, als vielmehr jenes bestimmte, besondere Kreuz, von dem der Christ spricht, jenes Kreuz eben, an dem der Christus Jesus gekreuzigt worden ist. Nun wissen Sie aber auch, daß das Kreuz ein allgemein menschliches Symbol ist, und es sich nicht nur im Christentum, sondern in den religiösen Anschauungen und Sinnbildern aller Völker findet, so daß seine Bedeutung eine allgemein menschliche sein muß. Was uns aber heute besonders interessiert, das ist, wie das Kreuzsymbol diese grundlegende Bedeutung im Christentum erhalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die christliche Legende über das Kreuz ist folgende; von ihr gehen wir aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz oder der Baum, aus dem das Holz des Kreuzes genommen worden ist, ist nicht einfach Holz, sondern so erzählt die Legende war ursprünglich ein Sproß vom Baume des Lebens, der für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 155&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adam, den ersten Menschen, abgeschnitten worden ist. Durch Adams Sohn Seth wurde dieser Sproß in die Erde gepflanzt, und dieser junge Baum hat drei Stämme getrieben, die miteinander verwachsen sind. Später habe sich Moses den berühmten Stab auch aus diesem Holz gearbeitet. Dann spielt in der Legende dasselbe Holz wiederum eine Rolle im Zusammenhang mit dem Jerusalemtempel des Königs Salomo. Es sollte nämlich beim Tempelbau als ein wichtiger Pfeiler verwendet werden. Aber da stellte sich etwas Eigentümliches heraus. Es zeigte sich, daß er in keiner Weise hineinpassen wollte. Er ließ sich in den Tempel nicht einfügen und so legte man ihn denn als Brücke über einen Fluß. Hier kam er wenig zur Geltung, bis jene Königin von Saba kam, die, als sie darüberging, sah, um was es sich bei diesem Brückenholz handelte. Sie hat auch hier wiederum zuerst gefunden, was dieses Brückenholz bedeutet, das da zwischen den zwei Gebieten, dem diesseitigen und dem jenseitigen Ufer, zum Überschreiten des Flusses lag. Sodann wurde aus diesem Holz das Kreuz gezimmert, an dem der Erlöser gehangen hat, und dann hat es seine verschiedenen weiteren Wanderungen angetreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen also, daß es sich in dieser Legende um etwas handelt, was mit der Entstehung und Entwickelung des Menschengeschlechts zusammenhängt. Adams Sohn Seth soll jenen Sproß dem Baum des Lebens entnommen haben, der dann drei Sprosse trieb. Diese drei Sprosse symbolisieren die drei Prinzipien, die drei ewigen Mächte der Natur, Atma, Buddhi, Manas, die zusammengewachsen sind und jene Dreiheit bilden, die die Grundlage von allem Werden und aller Entwickelung ist. Sehr charakteristisch ist es, daß Seth, jener Sohn Adams, der an die Stelle des von Kain getöteten Abel getreten ist, diesen Sproß in die Erde einpflanzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen, daß wir es einerseits zu tun haben mit der Kainsströmung und andererseits mit der Strömung der Abel-Seth-Nachkommen. Die Kainssöhne, die die äußere Welt bearbeiten, pflegen vorzüglich die Wissenschaften, die Künste. Sie sind es, die aus der äußeren Welt die Bausteine zu dem Tempel herbeitragen. Durch ihre Kunst sollte der Tempel gebaut werden. Die Nachkommen aus dem Geschlechte von Abel-Seth sind die sogenannten Gottessöhne, die das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 156&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
eigentliche Spirituelle der Menschennatur pflegen. Diese beiden Strömungen waren immer in einer Art Gegensatz. Auf der einen Seite haben wir das weltliche Treiben der Menschen, das Ausgestalten jener Wissenschaften, die der menschlichen Behaglichkeit oder dem äußeren Leben überhaupt dienen; auf der anderen Seite stehen die Gottessöhne, die sich mit der Ausgestaltung der höheren Attribute der Menschen beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns dabei klarmachen, daß diejenige Anschauung, aus der die heilige Kreuzeslegende hervorgegangen ist, streng unterscheidet zwischen dem, was durch Wissenschaft und Technik bloß äußeres Bauen am Weltentempel ist, und dem, was als religiöse Durchtränkung, als religiöser Einschlag für die Heiligung des ganzen Menschheitstempels wirkt. Erst dadurch, daß dieser Menschheitstempel eine höhere Aufgabe erhält, daß sozusagen das äußere Gebäude, das nur einer bloßen Nützlichkeit dient, sich zum Ausdruck des Gotteshauses gestaltet, wird das äußere Gebäude eine Umhüllung für das spirituelle Innere, in dem die höheren Aufgaben der Menschheit gepflegt werden. Erst dadurch, daß die Stärke zum Streben zur göttlichen Tugend, daß die äußere Form zu der Schönheit, daß das Wort, das dem äußeren Verkehr der Menschen dient, in den Dienst der göttlichen Weisheit gestellt wird, also erst dadurch, daß das Weltliche zum Göttlichen umgeformt wird, erreicht es seine Vollendung. Sind die drei Tugenden Weisheit, Schönheit und Stärke die Hüllen des Göttlichen, dann wird der Tempel der Menschheit vollendet sein. So stellte sich die Anschauung, welche im Sinne dieser Legende wirkt, die Sache vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen uns also ganz im Sinne der Legende vorstellen, daß bis zum Erscheinen des Christus Jesus auf Erden zwei Strömungen vorhanden waren. Die eine, die den weltlichen Tempel baute, die die Taten der Menschen ausprägte, damit dann später das göttliche Wort, das durch den Christus Jesus auf die Erde gekommen war, aufgenommen werden konnte. Ein Wohnhaus sollte bereitet werden der Erscheinung des göttlichen Wortes auf der Erde. Daneben sollte sich einstweilen das Göttliche selbst als eine Art von Nebenströmung in der zweiten Strömung durch die Zeiten heraufentwickeln. Daher unterschied man die Menschensöhne, das Kainsgeschlecht, die das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 157&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weltliche vorbereiten sollten, von den Gottessöhnen, den Söhnen des Abel-Seth, die das Göttliche pflegten, bis beide Strömungen die Ehe miteinander eingehen konnten. Christus Jesus vereinigte diese beiden Strömungen. Der Tempel sollte erst äußerlich errichtet werden, bis dann in Christus Jesus der erschien, der ihn in drei Tagen von neuem aufrichten konnte. Auf der einen Seite haben wir also die Strömung der Kainssöhne und auf der anderen Seite die Strömung der Nachkommen von Abel-Seth, welche beide die Entwickelung der Menschheit vorbereiten, damit dann der Gottessohn die beiden Seiten vereinigen, die beiden Strömungen zu einer einzigen machen konnte. Das ist in tiefsinniger Weise in der heiligen Legende zum Ausdruck gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seth selbst ist derjenige, der jenen Sproß, den er für Adam dem Baume des Lebens entnommen hat, in die Erde pflanzte und einen dreisprossigen Baum züchtete. Was bedeutet dieser dreisprossige Baum? Zunächst nichts anderes als die Dreiheit Atma, Buddhi, Manas, die dreifache höhere Natur des Menschen, die in die niederen Prinzipien eingepflanzt wird. Aber im Menschen ist sie zunächst wie verschleiert; der Mensch ist zunächst durch seine drei Körper, den physischen, ätherischen und astralischen Körper, wie eine äußere Umhüllung der eigentlichen göttlichen Dreiheit Atma, Buddhi, Manas. Sie müssen sich also vorstellen, daß die Dreiheit von physischem, ätherischem und astralischem Leib wie eine äußere Darstellung der oberen Kräfte Atma, Buddhi, Manas ist. Und so wie der Künstler äußere Formen gestaltet, eine bestimmte Idee in Farben darstellt, so stellen auch diese drei Hüllen gleichsam ein Kunstwerk dar. Wenn Sie sich vorstellen, daß die höheren Prinzipien wie die Idee eines Kunstwerkes sind, so haben Sie halbwegs eine Vorstellung von dem, was das Leben dieser drei Körper ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wohnt ja der Mensch in seiner physischen, ätherischen und astralischen Hülle mit seinem Ich, durch das er diese dreifache Natur so umwandeln soll, damit die drei höheren Prinzipien hier auf der Erde ihren entsprechenden Wohnplatz erhalten und sich heimisch fühlen können. Dafür sollte der alte Bund sorgen. Er sollte durch die Künste des Kainsgeschlechtes Menschensöhne in die Welt bringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 158&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;gt;und durch diese Menschensöhne sollte alles Äußere geschaffen werden, was dem physischen, ätherischen und astralischen Leibe dient. Was ist das alles?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was dem physischen Leib dient, ist zunächst alles, was durch die technischen Künste eingerichtet wird zur Befriedigung des physischen Leibes und zu seiner Behaglichkeit. Was wir dann an gesellschaftlichen, staatlichen Einrichtungen und Organisationen haben in bezug auf das Zusammenleben der Menschen, was sich auf Ernährung und Fortpflanzung bezieht, dient zum Aufbau des Lebensleibes. Und auf den Astralkörper wirkend haben wir das Gebiet der sittlichen Vorschriften, der Ethik, was die Triebe und Leidenschaften in Ordnung bringen, die astralische Natur regeln und auf eine höhere Stufe heben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So bauten die Kainssöhne den ganzen alten Bund hindurch diesen dreistufigen Tempel auf. Er ist, so wie er sich zusammensetzt aus unseren äußeren Einrichtungen Sie können dabei an unsere Wohnungen, Werkzeuge, an das Gesellschafts- und Staatswesen, die sittlichen Einrichtungen denken , in allem diesem ist er der Bau der Kainssöhne, der den unteren Gliedern der menschlichen Natur dient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben arbeitete die andere Strömung, welcher die Göttersöhne, ihre Schüler und ihre Nachfolger vorstehen. Von dorther haben wir die Diener der göttlichen Weltordnung, die Diener der Bundeslade. In ihnen haben wir etwas, was als eigene Strömung hergeht neben den Dienern der Welt. Sie nahmen eine besondere Stellung ein. Erst als der Salomonische Tempel errichtet war, sollte ja die Bundeslade hineingestellt werden, das heißt, alles andere sollte gleichsam hingeordnet werden zu der Bundeslade, sich um sie gruppieren. Alles was früher weltlich war, sollte ein äußerer Ausdruck, ein Bau werden für das, was die Bundeslade für die Menschheit bedeutet. Derjenige wird sich am besten den Tempel Salomos vorstellen, der sich ihn vorstellt als etwas, was äußerlich, als Physiognomie zum Ausdruck bringt, was die Bundeslade als Seele sein soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die äußeren drei Körper des Menschen belebt hat, ihnen das Leben gegeben hat, ist von den Göttersöhnen entlehnt dem Baum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 159&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Lebens. Das ist sinnbildlich ausgedrückt in jenem Bauholz, das später zum Kreuz Christi verwendet worden ist. Den Göttersöhnen war es zuerst gegeben. Was taten sie damit? Was bedeutet im tieferen Sinn das Kreuzesholz? Es liegt eine ungeheuer tiefe Bedeutung in dieser heiligen Legende vom Kreuzesholz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Aufgabe hat denn überhaupt der Mensch bei seiner irdischen Entwickelung? Er soll seine jetzigen drei Körper, die er erhalten hat, um eine Stufe höher hinaufheben. Also, er soll den physischen Körper hinaufheben in ein höheres Reich und er soll auch den Äther- und Astralleib hinaufheben in ein höheres Reich. Diese Entwickelung obliegt dem Menschen. Das ist ihr eigentlicher Sinn: unsere drei Körper zu drei höheren Gliedern der ganzen göttlichen Weltordnung zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höher als dasjenige, was der Mensch zunächst physisch hat, liegt ein anderes Reich. Welchem Reich aber gehört der Mensch seiner physischen Natur nach an? Seiner physischen Natur nach gehört er auf der gegenwärtigen Stufe seiner Entwickelung dem Mineralreich an. Die physischen, chemischen, mineralischen Gesetze herrschen in unserem physischen Leib. Aber auch seiner geistigen Natur nach gehört er dem Mineralreich an, denn er begreift mit seinem Verstande nur das Mineralreich. Das Leben als solches lernt er erst allmählich begreifen. Gerade deshalb leugnet die offizielle Wissenschaft das Leben, weil sie noch in dieser Entwickelungsphase ist, daß sie nur das Tote, das Mineralische begreift. Sie ist dabei, dieses in der feinsten Weise zu begreifen. Daher begreift sie auch den menschlichen Körper nur insofern, als er ein Totes, ein Mineralisches ist. Sie behandelt ihn im Grunde wie ein totes Produkt, mit dem man arbeitet wie mit einem Stoff im chemischen Laboratorium. Man führt andere Stoffe in ihn ein, wie man in eine Retorte Stoffe einführt. Auch wenn der Arzt, der heute ganz in der mineralischen Wissenschaft erzogen ist, an dem menschlichen Körper herumoperiert, ist es so, als wenn dieser nichts anderes wäre als ein maschinelles Produkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben es also in zweifacher Beziehung mit dem Leib des Menschen auf der Stufe des mineralischen Reiches zu tun: der Mensch ist seinem physischen Leib nach in dem Mineralreich verwirklicht und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 160&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
er begreift mit dem bloßen Verstande auch nur das Mineralreich. Das ist eine notwendige Durchgangsstufe für den Menschen. Wenn er aber nicht bloß auf den Verstand, sondern auf die Intuition, die spirituelle Kraft sich verläßt, dann werden wir uns klar sein, daß wir einer Zukunft entgegengehen, in der unser toter, mineralischer Leib entgegenarbeitet einem Lebendigen. Und unsere Wissenschaft muß da vorangehen, muß vorbereiten, was mit dem leiblichen Wesen in Zukunft geschehen soll. Sie muß in der nächsten Zukunft selbst etwas werden, was das Lebendige in sich enthält, sie muß das, was auf der Erde lebt, als etwas Lebendiges begreifen. Denn in einem tieferen Sinne ist es wahr, daß die Gedanken der Menschen es sind, die das Künftige vorbereiten. Mit Recht sagt daher ein alter indischer Spruch: Was du heute denkst, das wirst du morgen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze Weltensein entspringt nicht aus dem toten Stofflichen, es entspringt aus dem lebendig Gedanklichen. Was äußerer Stoff ist, ist ein Ergebnis des lebendig Gedanklichen, so wie das Eis ein Ergebnis des Wassers ist. Die stoffliche Welt ist gleichsam gefrorene Gedanken. Wir müssen sie wiederum auflösen in ihre höheren Elemente, indem wir das Leben in den Gedanken ergreifen. Wenn wir das Mineralische in das Lebendige hinaufleiten können, wenn wir den Gedanken der ganzen Menschennatur umgestalten, dann erreichen wir, daß unsere Wissenschaft eine Wissenschaft des Lebens und nicht des toten Stoffes wird. Wir rücken damit das unterste Prinzip zunächst in unserem Verständnis und später auch in Wirklichkeit hinauf in das nächste Reich. Und so rücken wir ein jedes Glied der menschlichen Natur das ätherische und das astralische ebenfalls um eine Stufe höher hinauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was der Mensch einstmals gewesen ist, das nennen wir in der theosophischen Sprache die drei Elementarreiche. Diese gehen unserem mineralischen Reich, in dem wir heute leben, voran, das heißt, dem Reich, in dem unsere Wissenschaft sich erschöpft und in dem unser physischer Körper lebt. Die drei Elementarreiche sind verflossene Stadien. Erst in ihren Anfängen sind aber die drei höheren Reiche, die sich auf dem Mineralreich aufbauen: das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 161&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Reiche muß das unterste Prinzip des Menschen noch ebenso durchlaufen, wie es heute das mineralische Reich durchläuft. So wie der Mensch heute seiner physischen Natur nach im Mineralreich wohnt, so wird er später im Pflanzenreich wohnen und dann zu noch höheren Reichen aufsteigen. Heute stehen wir unserer physischen Natur nach im Übergangsstadium vom Mineral- zum Pflanzenreich, unserer ätherischen Natur nach im Übergang vom Pflanzen- zum Tierreich und unserer astralischen Natur nach im Übergang vom Tierreich zum Menschenreich. Und erst mit dem, was wir als Ansatz haben aus der Weisheitsregion, wo wir mit unserer eigenen Natur hinausragen aus dem, was astralische Natur ist, da ragen wir über die drei Reiche hinaus in das göttliche Reich hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist also der Mensch in einem Aufstieg begriffen. Aber nicht eine äußere Einrichtung, nicht ein äußerer Bau bewirkt das, sondern das Lebendige selbst, das in uns erwacht, das nicht bloß die äußeren Bausteine zusammensetzt, sondern gestaltend, wachsend wirkt. Diese Kraft des Lebens muß in die Entwickelung eingreifen und sie muß zunächst des Menschen Innerstes ergreifen; sein religiöses Leben muß von dem Lebendigen ergriffen werden. Deshalb war es wie eine Vorbereitung, was die Kainssöhne während des alten Bundes für die unteren Glieder der Menschennatur geleistet haben und wie ein prophetischer Hinweis auf die Zukunft war es, was die Propheten, die Hüter der Bundeslade, geleistet haben. Das Göttliche sollte aber nun heruntersteigen in die Bundeslade, in die Seele, um als Allerheiligstes in dem Tempel selbst zu wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese lebendigen Kräfte, die verwandelnd und umgestaltend wirken, die in der Umgestaltung der Natur lebendig wirkenden Kräfte, sie waren schon dem ersten Menschen, Adam, mitgegeben worden vom Baum des Lebens. Aber sie waren anvertraut denjenigen, die sich nicht mit dem äußeren Bau beschäftigten, den Gottessöhnen, den Söhnen von Abel und Seth. Durch das Christentum sollten nun diese Kräfte Allgemeingut werden. Die beiden Strömungen sollten sich miteinander verbinden. Und christlich ist heute im Grunde genommen alles, was von der Anschauung ausgeht, daß kein Äußeres, kein Tempel, kein Haus, keine Gesellschaftseinrichtung entstehen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 162&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sollten, die nicht durchglüht sind von innerem Leben, von der lebendigmachenden anstelle der bloß zusammensetzenden mineralischen Kraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Versuch, der gemacht wurde, um die niedere Natur des Menschen hinaufzuleiten zur höheren, war, wie wir gesehen haben, der Salomonische Tempel. Das Fünfeck war als das große Symbol am Eingang zu sehen, denn zum fünften Prinzip sollte der Mensch streben, das heißt, die menschliche Natur sollte sich aus den niederen Prinzipien zu dem Höheren hinaufentwickeln, sollte ihre einzelnen Glieder veredeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier kommen wir zu jener tiefen Bedeutung, die das Kreuz hat und die bewirkte, daß es als Symbol jene grundsätzliche und tatsächliche Bedeutung im Christentum gefunden hat. Was ist das Kreuz? Drei Reiche sind es, zu denen die Menschennatur hinaufstrebt: das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenreich. Heute ist der Mensch im Mineralreich verwirklicht, dazu gehört Pflanze, Tier, Mensch. Fassen Sie das so auf, wie es in allen Weisheitsbekenntnissen heißt, daß der Mensch als seelisch-geistiges Wesen ein Teil der Allseele ist, dessen, was zum Beispiel Giordano Bruno die Weltseele genannt hat. Vielleicht wie ein Tropfen der Weltseele, die wir als großes Meer uns denken, ist die einzelne Seele. Nun hat schon Plato davon gesprochen, daß die Weltenseele an den Weltenleib gekreuzigt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltenseele, wie sie sich im Menschen ausprägt, ist heute ausgespannt im mineralischen Reich. Sie soll sich darüber erheben, sich hinaufgestalten zu den drei höheren Reichen. Dazu muß sie in den nächsten drei Runden noch verkörpert werden im Pflanzen-, Tier- und Menschenreich. Die vierte Runde ist nichts anderes als die Verkörperung der Menschenseele im Mineralreich, die fünfte Runde diejenige im Pflanzenreich, die sechste diejenige im Tierreich, und erst die siebente Runde ist die Verkörperung im eigentlichen Menschenreich, wo der Mensch ganz ein Ebenbild der Gottheit sein wird. Bis dahin hat er noch dreimal den Weltenleib zu seiner Hülle zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blicken wir auf diese Menschenzukunft hin, so stellt sie sich uns als eine dreifache Stofflichkeit oder Materialität dar: als pflanzliche,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 163&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
tierische und menschliche. Diese menschliche ist aber nicht diejenige Stofflichkeit, die wir heute haben, denn das ist die mineralische, denn der Mensch ist ja heute erst in dem mineralischen Zyklus angelangt. Erst wenn das unterste Reich das Menschenreich sein wird, wenn es keine niederen Wesen mehr geben wird, wenn der Mensch alle Wesen erlöst haben wird durch die Kraft seines eigenen Lebens, dann wird er in der siebenten Runde angelangt sein, wo Gott ruht, weil der Mensch selbst schafft. Dann ist der siebente Schöpfungstag da, wo der Mensch ein Ebenbild Gottes geworden sein wird. Das sind die Stufen in der Schöpfungsgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sind heute Pflanze, Tier und Mensch, wie sie vor uns dastehen, erst die Keime zu dem, was sie werden sollen. Die Pflanze ist heute erst eine sinnbildliche Hindeutung auf etwas, was in höherer Glorie und Klarheit erst im nächsten menschlichen Entwickelungszyklus erscheinen soll. Und wenn der Mensch die Tierheit überwunden, abgestreift haben wird, dann wird er etwas sein, wovon er heute auch erst nur eine Andeutung ist. So sind Pflanzen-, Tier- und Menschenreich die drei stofflichen Reiche, die der Mensch noch zu durchlaufen hat; sie sind sein Weltenleib und die Seele hat an diesen Weltenleib gekreuzigt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun machen Sie sich einmal den Gegensatz zwischen Pflanze, Tier und Mensch klar. Die Pflanze ist das genaue Gegenbild des Menschen. Es hat dies eine sehr tiefe, sinnvolle Bedeutung, wenn wir die Pflanze als das genaue Gegenbild des Menschen und den Menschen als die umgekehrte Pflanzennatur auffassen. Die äußere Wissenschaft beschäftigt sich mit solchen Dingen nicht, sie nimmt die Dinge, wie sie sich den äußeren Sinnen darbieten. Die Wissenschaft aber, welche mit Theosophie etwas zu tun hat, betrachtet die Bedeutung der Dinge in ihrem Zusammenhang mit der ganzen übrigen Entwickelung. Denn jedes Ding ist, wie Goethe sagt, nur als ein Gleichnis aufzufassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze hat ihre Wurzel im Boden und entfaltet die Blätter und Blütenorgane der Sonne zu. Die Sonne hat heute in sich die Kraft, die mit der Erde einmal verbunden war. Die Sonne hat sich ja von unserer Erde getrennt. Die ganze Sonnenkraft also ist etwas, womit unsere Erde einst durchsetzt war. Da lebte die Kraft der Sonne in der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 164&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze sucht heute noch, indem sie ihre Blütenorgane der Sonnenkraft entgegenhält, jene Zeiten auf, in denen die Sonnenkraft mit der Erde verbunden war. Sonnenkraft heißt Ätherkraft der Pflanze. Indem die Pflanze ihre Fortpflanzungsorgane der Sonne entgegenhält, zeigt sie ihre tiefe Verwandtschaft mit der Sonne; ihr Fortpflanzungsprinzip ist okkult verknüpft mit der Sonnenkraft. Das Haupt der Pflanze dagegen, das in dem Dunkel der Erde steckt, ist zugleich verwandt mit der Erde. Erde und Sonne sind zwei Gegenpole in der Entwickelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist die umgekehrte Pflanze; sie hat die Geschlechtswerkzeuge der Sonne zugekehrt, den Kopf nach unten. Beim Menschen ist es genau umgekehrt: er trägt den Kopf nach oben, den höheren Welten zugewandt, um den Geist aufzunehmen, die Geschlechtsorgane hat er nach unten. Das Tier steht mitten darinnen, steht zwischen Pflanze und Mensch. Es hat die halbe Wendung erst gemacht und bildet so gewissermaßen einen Querriegel zu der Richtungslinie von Pflanze und Mensch. Es trägt sein Rückgrat in horizontaler Richtung, dadurch die Linie, die durch Pflanze und Mensch gebildet wird, in Kreuzesform durchschneidend. Denken Sie sich das Pflanzenreich nach unten wachsend, das Menschenreich nach oben und das Tierreich so waagerecht wachsend, dann haben Sie aus Pflanzen-, Tier- und Menschenreich das Kreuz gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist das Kreuzsymbol. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stellt die drei Lebensreiche dar, in die der Mensch einzutreten hat. Pflanzen-, Tier- und Menschenreich sind die drei nächsten stofflichen Reiche. Aus dem Mineralreich wächst das ganze heraus; es ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 165&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heute die Grundlage. Das Tierreich steht wie eine Art von Stauung zwischen dem Pflanzen- und dem Menschenreich und die Pflanze ist eine Art Gegenbild des Menschen. Damit hängt es zusammen, daß des Menschen Leben, dasjenige, was im Menschen physisch lebt, seine beste Verwandtschaft findet mit dem, was in der Pflanze lebt. Das könnte in vielen Vorträgen tief begründet werden, heute kann ich das nur andeuten. Wenn der Mensch seine physische Lebenstätigkeit erhalten will, so kann er es am besten durch die Pflanzennahrung, weil er dann aufnimmt, was ursprünglich mit der physischen Lebenstätigkeit der Erde eine Verwandtschaft hat. Die Sonne ist die Trägerin der Lebenskraft und die Pflanze ist das, was der Sonnenkraft entgegenwächst. Und der Mensch muß dieses, was in der Pflanze lebt, mit seiner Lebenskraft vereinigen. So sind seine Ernährungsstoffe okkult mit der Pflanze gleich. Das Tierreich stellt eine Stauung, eine Zurückstauung dar. Es unterbricht daher in Kreuzesform den Fortgang der Entwickelung, um einen neuen Ansatz zu beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mensch und Pflanze sind einander entgegengesetzt, aber miteinander verwandt. Das Tierische aber und was im Astralleib zunächst zum Ausdruck kommt, ist das Tierische ist eine Durchkreuzung der zwei Prinzipien des Lebens. Der menschliche Ätherleib wird auf einer höheren Stufe die Grundlage abgeben für den unsterblichen Menschen, der nicht mehr dem Tode unterworfen sein wird. Der Ätherkörper löst sich heute noch mit dem Tode des Menschen auf. Je mehr der Mensch sich aber vervollkommnet und läutert von innen heraus, desto mehr erhält er an Beständigkeit, desto weniger geht er zugrunde. Alles, was in bezug auf diesen Ätherkörper gearbeitet wird, trägt zu seiner Unsterblichkeit bei. In diesem Sinne ist es richtig: je natürlicher die Entwickelung und je mehr sie auf die Kräfte des Lebens hingeleitet wird es ist damit nicht hingedeutet auf das Genitalische und das Leidenschaftliche des Tieres , desto mehr bemächtigt sich des Menschen die Unsterblichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Tierische ist ein Strom, der das menschliche Leben unterbricht, es war jene Verzögerung, die notwendig war zur Umkehr des Lebensstromes. Der Mensch mußte sich eine Zeitlang mit dem Tierischen verbinden, weil die Umkehr stattfinden mußte. Aber er muß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 166&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich davon wieder freimachen und wieder in den Strom des Lebens einlenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Beginn unserer Menschwerdung war uns die Kraft des Lebens mitgegeben. Das ist symbolisch ausgedrückt in der Legende damit, daß Adams Sohn Seth von dem Baum des Lebens den Sproß nimmt, den die Göttersöhne dann weiter kultivieren, jene dreifache Menschennatur, die veredelt werden soll. Dann formt sich Moses seinen Stab aus diesem Holz des Lebens. Dieser Mosesstab ist nichts anderes als das äußere Gesetz. Was ist aber äußeres Gesetz?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Äußeres Gesetz ist vorhanden, wenn derjenige, der einen äußeren Bau aufrichten soll, einen Plan hat das sind die gesetzmäßigen Zusammenhänge auf dem Papier , und dann werden die äußeren Bausteine seinem Plane gemäß behauen und aufeinandergefügt. Auch das, was als Gesetz einem Staatenplan zugrunde liegt, ist äußeres Gesetz. Die Menschen stehen unter dem Stabe des Moses. Auch der, der aus Furcht oder aus Hoffnung auf Belohnung die Sittengesetze befolgt, befolgt nur das äußere Gesetz. Aber auch derjenige befolgt nur das äußere Gesetz, der die Wissenschaft nur in einer äußeren Weise betrachtet. Denn was hat er anderes als äußere Gesetze! Alle Gesetze, die wir in der Wissenschaft kennenlernen, sind solche äußeren Gesetze. Durch diese können wir aber nicht jenen Übergang zu der höheren Menschennatur finden, sondern nur das Gesetz des alten Bundes befolgen, das ist der Stab des Moses. Aber ein Vorbild sollte dieses äußere Gesetz sein für das innere Gesetz. Der Mensch soll lernen, dem Gesetz im Inneren zu folgen. Es muß dieses innere Gesetz der Impuls des Lebens werden beim Menschen, aus dem inneren Gesetz heraus muß er lernen, das äußere Gesetz zu befolgen. Nicht der verwirklicht das innere Gesetz, der einen Bauplan anfertigt, sondern der, der aus innerlichem Impuls heraus den Tempel baut, so daß also die Seele übergeht in die Zusammenfügung der Bausteine. Nicht der lebt in dem inneren Gesetz, der den staatlichen Gesetzen nur folgt, sondern der, dem sie Impuls seines Lebens sind, weil sie mit seiner Seele verwachsen sind. Und nicht derjenige ist ein sittlicher Mensch, der die Sittengebote aus Furcht oder wegen Belohnung befolgt, sondern der, welcher sie befolgt, weil er sie liebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 167&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange die Menschen nicht reif waren, die Gesetze innerlich aufzunehmen, solange in dem Gesetz der Stab des Moses vorhanden ist, der die Menschen unter ein Joch zwang, so lange lag das Gesetz in der Bundeslade. Bis dann das paulinische Prinzip, das Prinzip der Gnade über die Menschen kam und er die Möglichkeit bekam, frei zu werden vom Gesetz. Darin liegt die Tiefe der paulinischen Auffassung, daß sie einen Unterschied macht zwischen Gesetz und Gnade. Wenn das Gesetz von Liebe durchglüht ist, wenn sich die Liebe mit dem Gesetz verbunden hat, dann ist es die Gnade. So ist der paulinische Unterschied zwischen Gesetz und Gnade aufzufassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun können wir die Legende vom Kreuz auch noch weiter verfolgen. Als Brücke zwischen zwei Ufern wird das Holz verwendet, weil es als Pfeiler in den Salomonischen Tempel nicht taugte. Dies war eine Vorbereitung. Die Bundeslade war im Tempel, aber das fleischgewordene Wort war noch nicht da. Als Brücke über einen Fluß wird das Kreuzesholz gelegt, aber erst die Königin von Saba erkannte den Wert des Holzes für den Tempel, der im Bewußtsein der ganzen Menschenseele leben soll. Nun wird dasselbe Holz verwendet, um das Kreuz, an dem der Erlöser hängt, daraus zu zimmern. Derjenige, der die beiden früheren Strömungen vereinigt, der die weltliche und die spirituelle Strömung ineinanderlaufen läßt, der Christus ist selbst vereint mit dem lebendigen Kreuz. Daher kann er das Holz des Kreuzes tragen als etwas, was er auf seinen Rücken nimmt, als etwas, was außer ihm lebt. Er ist selbst vereint mit dem Holz der Brücke, daher kann er das tote Holz auf sich nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch ist jetzt eingezogen in die höhere Natur. Früher lebte er in der niederen Natur. Im Sinne des Christentums lebt er jetzt in der höheren Natur und das Kreuz die niedere Natur trägt er wie ein Fremdes weiter durch seine innere lebendige Kraft. Jetzt wird die Religion lebendige Kraft in der Welt, jetzt hört das Leben in der äußeren Natur auf, das Kreuz wird völlig Holz. Der äußere Leib wird nun zum Vehikel der inneren lebendigen Kraft. Da vollzieht sich das große Geheimnis: das Kreuz wird auf den Rücken genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schön und bedeutsam hat auch unser großer Dichter Goethe in dem «Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie» die Idee&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 168&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Brücke zum Ausdruck gebracht da, wo er eine Brücke bauen läßt, indem die Schlange sich wie eine lebendige Brücke über den Fluß legt. Alle tiefer Eingeweihten haben dieses selbe Symbol für ein und dieselbe Sache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben wir die heilige Legende vom Kreuz in ihrer tiefen inneren Bedeutung kennengelernt. Wir haben gesehen, wie der Umschwung vorbereitet wurde, welcher sich durch das Christentum vollzogen hat und sich durch die Verchristlichung der Welt immer mehr und mehr vollziehen muß in der späteren Zeit. Wir haben gesehen, wie das Kreuz, insofern es Abbild der äußeren drei Körper ist, abstirbt, wie es nur eine äußere Verbindung zwischen den drei niederen und den drei höheren Reichen, zwischen den beiden Ufern, die durch den Strom getrennt sind, herstellen kann Pfeiler im Salomonischen Tempel konnte das Kreuzesholz nicht werden bis es der Mensch als sein eigenes Symbol erkennt. Erst dann, wenn er sich selbst opfert, seinen eigenen Körper zum Tempel macht und fähig wird, das Kreuz selbst zu tragen, ist die Verbindung der zwei Strömungen ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher haben auch die christlichen Kirchen das Kreuzeszeichen schon in ihrer Anlage. Damit soll ausgedrückt sein, daß das lebendige Kreuz hineingeheimnißt ist in den äußeren Tempelbau. Jene zwei Strömungen aber, auf der einen Seite das göttlich Lebendige und auf der anderen Seite das weltlich Mineralische, haben sich in eins zusammengefügt in dem am Kreuze hängenden Erlöser, wo die höheren Prinzipien im Erlöser selbst, die niederen im Kreuze liegen. Und daß fortan dieser Zusammenhang ein organischer, ein lebendiger sein soll, drückt besonders tief der Apostel Paulus aus. Ohne das, was wir heute durchgenommen haben, kann man die Schriften des Apostel Paulus nicht verstehen. Ihm war es klar, daß jener alte Bund zu Ende gehen muß, welcher einen Gegensatz zwischen dem Menschen und dem Gesetz errichtet. Erst wenn der Mensch das Gesetz mit sich vereinigt, es auf seinen Rücken nimmt, es trägt, dann wird es keinen Widerspruch mehr geben zwischen der inneren Menschennatur und dem äußeren Gesetz. Dann ist das erreicht, was das Christentum erreichen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 169&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Die Sünde ist durch das Gesetz in die Welt gekommen.» Das ist ein tiefer Ausspruch des Paulus. Wann ist die Sünde in der Welt? Wenn eben ein Gesetz da ist, das übertreten werden kann. Wenn aber das Gesetz so mit der menschlichen Natur vereinigt ist, daß das, was der Mensch tut, das Gute ist, dann kann es keine Sünde geben. Nur so lange widerspricht der Mensch dem Kreuzgesetz, als es nicht in ihm lebt, solange es äußerlich ist. Daher sieht Paulus den Christus am Kreuz als die Überwindung des Gesetzes und die Überwindung der Sünde an. Ein Fluch ist es, am Holze des Kreuzes zu hangen, das heißt, dem Gesetze zu verfallen. Sünde und Gesetz gehören zusammen nach dem alten Bund, Gesetz und Liebe gehören zusammen nach dem neuen Bund. Es ist ein negatives Gesetz, welches verbunden ist mit dem alten Bund; ein positives Gesetz, das lebt, ist aber das Gesetz des neuen Bundes. Der hat das Gesetz des alten Bundes überwunden, der es mit seinem eigenen Leben vereinigt hat. Der hat es aber auch geheiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist gemeint mit jenen paulinischen Worten, die im Galater-Brief (3. Kapitel, 1113) zu lesen sind: «Daß aber durch das Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar, denn der Gerechte wird seines Glaubens leben. Das Gesetz aber gründet sich nicht auf den Glauben, sondern der Mensch, der es tut, wird dadurch leben. Christus aber hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns, denn es steht geschrieben: Verflucht ist jedermann, der am Holze hänget.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Wort «Holze» verbindet Paulus die Begriffe, die wir heute behandelt haben. So müssen wir immer tiefer eindringen in dasjenige, was die großen Eingeweihten gesagt haben. Nicht dadurch nähern wir uns dem Christentum, daß wir es sozusagen unseren Anforderungen anpassen, anpassen dem dem Höheren abgeneigten materialistischen Verstande von heute, sondern dadurch, daß wir uns immer mehr und mehr in die Höhen des Geistigen erheben. Denn das Christentum ist aus der Einweihung heraus geboren, und erst dann werden wir es verstehen und daran glauben können, daß unendliche Tiefen in dem Christentum enthalten sind, wenn wir nicht mehr der Meinung sind, wir müßten dem heutigen Verstand das Christentum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 170&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
annähern, sondern wenn der dem Höheren abgeneigte materialistische Verstand sich wieder zum Christentum erhebt. Der heutige Verstand muß sich vom Mineralisch-Toten zum Lebendig-Geistigen erheben, wenn er das Christentum verstehen will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe diese Anschauungen vorgetragen, um zum Begriffe des neuen Jerusalem zu kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragenbeantwortung *)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Ist diese Legende schon sehr alt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort: In den Mysterien war diese Legende schon ausgebildet, aber nicht aufgeschrieben. Die antiochischen Mysterien waren Adonismysterien. Darin wurde gefeiert die Kreuzigung, die Grablegung und die Auferstehung als äußeres Abbild der Einweihung. Es tritt da schon die Klage der Frauen am Kreuze auf, die bei uns wiedererschienen sind in Maria und Maria von Magdala. Da ist eine Version verknüpft worden, die ähnlich war in der Legende, die ähnlich auch bei den Apis- und Mithrasmysterien und dann auch bei den Osirismysterien zu finden ist. Was da noch apokalyptisch ist, ist im Christentum erfüllt. So wie Johannes die Zukunft in seiner Offenbarung darstellt, so ähnlich verwandeln sich die alten Apokalypsen in neue Legenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; * *&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legende ist mittelalterlich-historisch, aber schon in aller Ausführlichkeit in den Gnostikern aufgeschrieben. Auch der weitere Weg des Kreuzes ist da angegeben. Aber auch in der mittelalterlichen Legende sind dafür Andeutungen. Die mittelalterlichen Legenden zeigen weniger klar den Weg zum Mysterienwesen. Aber wir können sie alle zurückverfolgen. Diese Legende knüpft an an die Adonismysterien, an die antiochische Legende. Da wurde die Kreuzigung, Grablegung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Der erste Text stammt aus der Nachschrift Seiler, der zweite aus der Nachschrift Reebstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 171&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Auferstehung äußeres Abbild der inneren Einweihung. Auch die klagenden Frauen treten schon dort auf und da ist eine Version verknüpft, die sehr ähnlich der Osiris-Legende ist. Alles was in diesen Legenden apokalyptisch ist, das ist im Christentum erfüllt. Die Königin von Saba ist die tieferblickende, die die eigentliche Weisheit erkennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= II  14, Über den verlorenen u.wiederzuerrichtenden Tempel, Vierter Vortrag, 05.06.1905 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 172&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den verlorenen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und wieder zu errichtenden Tempel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Zusammenhang mit der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreuzesholz- oder Goldenen Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vierter Vortrag&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, Pfingstmontag, 5. Juni 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Allegorie vom verlorenen und wiederzugewinnenden Wort im Zusammenhang mit dem Pfingstfest&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Allegorien und Symbolen, von denen wir in diesen Stunden sprechen wollten, gehört auch das Sinnbild von dem sogenannten verlorenen und wiederzugewinnenden Wort. Von dem verlorenen und wiederzugewinnenden Tempel haben wir gesprochen. Um so besser werden wir heute daran anknüpfen können eine kurze Betrachtung über das verlorene und wiederzufindende Wort, insofern nämlich dieses Thema ein wenig zusammenhängt mit der sinnbildlichen Bedeutung des Pfingstfestes. Zwar habe ich schon vor einem Jahr manches von den Dingen, die ich heute vorbringen werde, zum Vortrag gebracht. Da aber auch einige unter uns sind, die vielleicht den vorjährigen Vortrag nicht gehört haben, so dürfte es nicht unnötig sein, von neuem auf diese Dinge hinzuweisen, vor allem weil wir imstande sind, jedes Jahr eine solche Angelegenheit zu betrachten und gründlicher und eingehender zu behandeln. Manches, was im Vorjahr nicht möglich gewesen ist zu sagen, ist heute vielleicht möglich, da wir manches hinzugelernt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pfingstfest hängt nämlich mit dem Sinnbild zusammen, das man sowohl in der Kirche wie auch in der Freimaurerei als das Symbol vom verlorenen und wiederzugewinnenden Wort bezeichnet. Damit berühren wir aber christliche Mysterien von einer wirklich außerordentlichen Tiefe. Wir berühren damit noch einmal, und zwar gründlicher als das vor acht Tagen der Fall sein konnte, die Sendung und Mission des weisen Salomo und die ganze zukünftige Bedeutung der christlichen Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pfingstfest hängt zusammen mit der Auffassung des innersten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 173&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesens des Menschen, wie sie auch im ursprünglichen Christentum vorhanden war, die aber dem Christentum, das in den verschiedenen Kirchen des Abendlandes lebt, nach und nach verlorengegangen ist. Das Pfingstfest ist das Fest, welches den Menschen jedes Jahr aufs neue an seine Befreiung, an das, was wir die Freiheit der Menschenseele nennen, erinnern soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ist der Mensch in Wirklichkeit zu dem gekommen, was wir seine Freiheit nennen, das heißt, zu seiner Möglichkeit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, in Freiheit das Gute oder auch das Böse zu vollbringen? Sie wissen, daß der Mensch eine lange Entwickelungsreihe durchgemacht hat, bevor er auf der Stufe angelangt ist, auf der er heute steht, und daß wir die Mitte der Entwickelung überschritten haben. Ungefähr in der Mitte der atlantischen Rasse, die unserer Rasse voranging, liegt auch die Mitte der ganzen menschlichen Entwickelung. Jetzt haben wir diese Mitte bereits überschritten und dadurch sind wir die ersten Missionare der zweiten Hälfte, die ersten Sendboten eines aufsteigenden Bogens. Während die Menschheit bis in die atlantische Zeit hinein auf dem absteigenden Bogen, in einer Art absteigenden Entwickelung begriffen war, bis sie sich am tiefsten hineinversenkte in das materielle Leben, steigt sie jetzt wieder hinauf zur geistigen Entwickelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir Menschen vor der Mitte unserer Erdenentwickelung nicht besaßen, war die Wahlfreiheit zwischen Gut und Böse. Bei den untergeordneten Naturreichen können wir auch nicht von Gut und Böse sprechen. Lächerlich wäre es, davon zu sprechen, ob sich das Mineral kristallisieren will oder nicht. Es kristallisiert sich, wenn die Bedingungen dazu vorhanden sind. Lächerlich wäre es auch zu fragen, ob die Lilie blühen will oder nicht, oder auch beim Löwen zu fragen, ob er freiwillig davon absehen will, andere Wesen zu fressen und zu töten. Erst beim Menschen und erst in unserer Entwickelungsphase sprechen wir von dem, was wir Wahlfreiheit nennen. Ein Unterscheidungsvermögen zwischen Gut und Böse schreiben wir nur dem Menschen zu. Und wie der Mensch nun dieses Unterscheidungsvermögen erhielt, das wird in der Bibel dargestellt in dem großen Symbol des Sündenfalles, in dem Verführungsakt, wo der Eva der Teufel oder&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 174&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luzifer erscheint und sie überredet, von dem Baum der Erkenntnis zu essen. Dadurch ist die Wahlfreiheit über den Menschen gekommen und damit hat er den zweiten Teil seines Entwickelungsweges beschritten. So wenig wie wir beim Mineral, bei der Pflanze und beim Tier nach Gut und Böse fragen können, so wenig können wir beim Menschen vor jener Mitte der Weltentwickelung nach Freiheit, nach Gut und Böse fragen. Damit hängt ein anderes zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In aller Esoterik wird unsere gegenwärtige Welt und was damit zusammenhängt, als der Kosmos der Liebe bezeichnet. Und diesem Universum der Liebe ist der Kosmos oder das Universum der Weisheit vorangegangen. Das wollen wir in einem etwas tieferen Sinne betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen, kosmologisch ging unserer Erdenentwickelung die Mondenentwickelung voran. Ein noch weiterer Vorfahr unserer Erde war die Sonne, ein noch weiterer der Saturn. Der Mensch hat diese drei Entwickelungsphasen durchgemacht: Saturn, Sonne, Mond. Unsere Erde hat bis jetzt drei Zyklen durchgemacht, in denen sie wiederholt hat in der ersten Runde die Saturnentwickelung, in der zweiten Runde die Sonnenentwickelung und in der dritten Runde die Mondenentwickelung. Eine jede solche Runde beginnt damit, daß der Planet in einer außerordentlich feinen Stofflichkeit, dem Mentalstoff sich entwickelt. In einem solchen Stoff war die Erde vorhanden, als sie ihre vierte Runde, also den gegenwärtigen Zyklus begann. Nun begann sie zunächst wieder die drei vorhergehenden Runden zu wiederholen: den Zyklus Saturn im Arupa, den Zyklus Sonne im Rupa, und dann im Astralen die Mondrunde oder den Mondenzyklus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Erde machte also frühere materielle Zustände noch einmal durch, ehe sie die jetzige physische Dichtigkeit erreichte. Vor unserem jetzigen Zustand war sie astral. Den astralen Globus bezeichnen wir auch als eine Art Kosmos der Weisheit. Jeder Kosmos (Globus) ist wiederum eingeteilt in sieben Perioden. So haben wir in unserem Globus sieben Rassenzyklen: die polarische, die hyperboräische, die lemurische, die atlantische und dann die arische Rasse, in der wir sind. Die sechste und siebente Rasse werden noch kommen. Dann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 175&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird die Erde wieder in den astralen Zustand übergehen. Diese Rassenzyklen stellen sieben aufeinanderfolgende Perioden unserer physischen Entwickelung auf der Erde dar. Ebenso stellt sich uns die astrale Vorgängerin in sieben aufeinanderfolgenden Perioden dar, die diesen sieben Rassen entsprechen. Es ist aber nicht ganz richtig, hier von Rassen zu sprechen. Die Formen, die damals gelebt haben, kann man nicht gut Rassen nennen. Immer von Rassen zu sprechen, geht im Gebrauch der Analogie zu weit. Es waren andere Formen, die sich bildeten. In der esoterischen Sprache nennt man diese vorhergehenden astralen Perioden das Reich der Weisheit, und ihre Formen nennt man die sieben Perioden der Weisheit, in der die sieben Könige der Weisheit, die sieben Könige der Dynastie Salomos geherrscht haben. Denn in jeder dieser Perioden lebte ein Wesen ähnlicher Art, wie die Seele Salomos, wie die Seele es war, die in Salomo inkarniert war. Dieser Kosmos der Weisheit wurde abgelöst von dem eigentlich irdischen Kosmos, dem Kosmos der Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun seien wir uns klar darüber, was nach unserer ganzen Vorstellung während der Erdgestaltung geschah. Als die Erde sich zu gestalten begann, war sie noch vereinigt mit der Sonne und dem, was wir jetzt Mond nennen. Mit diesen zwei Körpern bildete die Erde einen einzigen Körper. Zuerst trennte sich die Sonne von der Erde ab. Dadurch wurde das ganze Leben auf der Erde ein anderes. Während vorher nicht die Rede sein konnte von Tod, weil fortgesetztes materielles Leben da war, trat jetzt der Tod ein. Etwa in der Form, wie wir ihn bei einem aus Zellen zusammengesetzten Pflanzenkörper kennen. Solange die Pflanze aus einer einzigen Zelle besteht, tritt kein Zerfallen ein, wenn das nächste geboren wird. Anders ist es, wenn ein ganzer Organismus zusammengesetzt ist. Dieser zerfällt in seine Teile, und der einzelne Teil ist nicht mehr das ganze Leben. Solch ein Tod trat erstmals ein, als die Sonne sich von der Erde ablöste. Als Folge der Mondablösung entstand die Spaltung der Geschlechter in der Mitte der lemurischen Rasse. Die Abtrennung des Mondes bewirkte die Teilung des Männlich-Weiblichen in nur Männliches und nur Weibliches. Dadurch bekamen die Menschen auch die Gestalt, die sie jetzt in der Welt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 176&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist nun während dieser wichtigen kosmischen Ereignisse, als zuerst die Sonne und dann der Mond sich abspalteten, geschehen? Wenn wir uns das einmal klarmachen wollen, wird es gut sein darauf hinzuweisen, daß damals die Erde von einer sehr dünnen, aber schon physischen Materie in eine immer dichtere und dichtere sich verwandelte. Die erste physische Materie, in der alle Menschen auf der Erde vorhanden waren, war Äthermaterie, eine sehr feine Materie, feiner als unser Gas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir unterscheiden auf unserer Erde jetzt drei Stoffarten: die festen, die flüssigen und dann die gasförmigen Körper, die man früher Luft genannt hat. Dann unterscheiden wir esoterisch die vier Ätherarten: erstens den Feueräther, der bewirkt, daß die Körper mit Wärme durchzogen werden können; zweitens den Lichtäther; drittens den chemischen Äther, der bewirkt, daß die Atome sich nach gewissen Zahlengesetzen mischen die Wahlverwandtschaft der Atome , und viertens den physischen oder Lebensäther. Vier Ätherarten also, die die Erde beleben. Im wesentlichen hat sich die Erde in diesen Ätherarten zunächst entwickelt. Dann hat sie sich aus diesem Äther heraus verdichtet. Diese Verdichtung geschah erst während der lemurischen Epoche. Vorher hat man es mit der Äthererde zu tun, die noch ganz anderen Kräften zugänglich war als unsere heutige physische Erde. Dies möchte ich Ihnen einmal klarmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, daß diese Äthererde verschiedenen Kräften zugänglich war, dann seien Sie sich klar, daß auch alle Wesen, was an Pflanzen, Tieren und Menschen lebte, in ihrem Innersten diesen Kräften zugänglich waren. Der Äther ist dem zugänglich, was wir in der esoterischen Sprache bezeichnen als das «Wort», das «Weltenwort». Ich kann Ihnen auch an einem Vorgange der Einweihung klarmachen, wie der Äther zu dem steht, was wir das «Wort» nennen. Wie Sie wissen, besteht der Mensch aus dem physischen, dem Äther- und Astralleib, und dann aus dem eigentlichen Ich. Der Ätherleib wird sichtbar, wenn man sich den physischen Körper fortsuggeriert. Aber der Mensch vermag, so wie er heute ist, auf seinen physischen Körper gar nicht einzuwirken. Er kann nicht das kleinste Blutkörperchen bewegen. Von hohen kosmischen Kräften wird der physische Körper&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 177&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
beherrscht. Heute sind es höhere Wesenheiten, die hier Macht ausüben können; der Mensch wird es später können. Wenn die Menschen die Kräfte ihres eigenen physischen Körpers werden beherrschen können, von denen der Materialist als von Naturkräften spricht, dann wird er ein Gott geworden sein. Ihm heute dieses zuzusprechen, wäre Götzendienst, denn in Wahrheit haben wir es mit hohen Wesenheiten zu tun, die den physischen Körper beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Menschen die Feueräthermaterie beherrschen können, können sie alles Physische beherrschen. Wenn sie das menschliche Physische beherrschen, dann können sie auch das übrige Physische beherrschen. Diese Kraft bezeichnet man als Vaterkraft, als den «Vater». Alles also, wodurch eine Wesenheit mit unserer Erde in Zusammenhang steht, wodurch sie die physische Materie beherrschen kann. Wenn ein Mensch bis in den physischen Leib hinein solche Vaterkräfte auszuüben vermag, so bezeichnet man dies als Atma. So wird Atma dem Physischen zugeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweite Wesensglied ist der Ätherleib, der entspricht dem Sohnesprinzip oder dem Logos, dem «Wort». Wie der physische von Atma, so kann dieser Ätherleib von Buddhi bewegt, innerlich gestaltet, in Vibrationen von dem Sohnesprinzip versetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dritte Glied ist der Astralleib. Anfangs können wir auch ihn nicht beherrschen, und noch die wenigsten haben heutzutage eine bedeutende Macht über ihren Astralleib. In dem Maße, wie der Mensch von innen heraus den Astralleib beherrschen kann, nennen wir ihn mit Manas begabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte der lemurischen Zeit begann der Mensch an seinem Astralleib zu arbeiten. Wenn Sie einen Menschen betrachten könnten, der auf der Stufe steht, wo die lemurische Rasse begann, also zweigeschlechtlich, so finden Sie, daß dessen Körper von außen aufgebaut wird. Seit der Mitte der lemurischen Zeit beginnt nun der Mensch selbst an seinem Astralleib zu arbeiten. Alles was der Mensch von seinem Ich aus hineinarbeitet, was er durch Pflichten und Gebote zur Überwindung der rohen Begierden und Leidenschaften tut, trägt bei zur Veredelung des Astralleibes. Wenn er dann ganz durchdrungen sein wird mit der Arbeit des eigenen Ich, dann können wir ihn nicht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 178&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mehr Astralleib nennen, dann ist er Manas geworden. Wenn der ganze Astralleib in Manas verwandelt ist, kann der Mensch beginnen in den Ätherleib hineinzuarbeiten, ihn in Buddhi zu verwandeln. Was er da hineinarbeitet, ist nichts anderes als das individualisierte Wort, das die christliche Esoterik auch den « Sohn» oder « Logos» nennt. Wenn der Astralleib zu Manas wird, nennt sie dies den «Heiligen Geist», und wenn der physische Leib Atma geworden ist, nennt sie dies «Vater».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hier im kleinen mit dem Menschen geschieht, geschah auch im großen mit der Welt draußen. Diese Weltgeheimnisse vollzog man schon in den Mysterien bei der Einweihung, man vollzog so etwas, was die Menschen allgemein erst in einer fernen Zukunft sein werden. Schon in den ägyptischen Mysterien konnte nur der eingeweiht werden, der seinen ganzen Astralleib durchgearbeitet hatte, so daß der Astralleib vollständig von dem Ich aus geleitet werden konnte. Ein solcher Mensch stand so vor dem Einweihungspriester: er hatte keinen Einfluß auf den physischen Leib und auch keinen auf den Ätherleib; aber sein Astralleib war sein eigenes Geschöpf. Nun wurde ihm gezeigt, wie er auf den Äther- und auf den physischen Leib einwirken kann. Der physische Leib wurde in einen lethargischen Zustand versetzt drei Tage und drei Nächte mußte er in diesem Zustand bleiben , und während dieser Zeit war der Ätherleib herausgehoben. Und da der Einzuweihende mächtig geworden war in bezug auf den Astralleib, so konnte er nun die Macht gewinnen, auf den Ätherleib einzuwirken. Was er im Astralischen hatte, konnte er lernen in den Ätherleib hineinwirken zu lassen. Das waren die drei Tage der Grablegung und Auferstehung in einem Ätherleib, der ganz und gar durchsetzt ist von dem, was man den Heiligen Geist nennt. Man nannte einen solchen Eingeweihten einen mit dem Logos, dem «Wort» begabten Menschen. Dieses «Wort» ist nichts anderes als die Weisheit, Manas, das in den Astralleib hineingearbeitet ist. Niemals kann die Weisheit in den Ätherleib kommen, wenn nicht vorher der Astralleib damit durchdrungen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Erde war es ebenso. Bevor nicht die ganze Erde im Astralen so weit gebracht war, konnte dieser Vorgang nicht eintreten. Der Zustand,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 179&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in dem der Einzuweihende sein mußte in den ägyptischen Mysterien, entspricht dieser Zeit des astralen Globus, von dem ich gesprochen habe, daß er der unmittelbare Vorgänger der Erde ist. Das ist der Globus der Weisheit. Da wird von den kosmischen Mächten hineingearbeitet alle Weisheit. Und dieses Hineinversetzen der Weisheit in den Erdglobus selbst, das macht es möglich, daß nach der Spaltung der Sonne und des Mondes von der Erde, von oben, von höheren Sphären wieder etwas hineingearbeitet wird, wie bei der Einweihung im kleinen. So vollzog sich der Prozeß im großen, wie er sich im kleinen bei der Einweihung vollzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siebenmal ist der astrale Erdglobus von den Weisen in der Art des Salomo regiert worden. Dann umgab sich die Erde von außen mit dem Ätherleib und kristallisierte, konstituierte irdische Materie. Da wurde das «Wort» hineingelegt. Dieses Wort ist dann wie begraben in der irdischen Materie, aber es muß wieder auferweckt werden. Dies ist auch der schöne Sinn in dem Mythos von dem Gotte Dionysos. Die heilige Weisheit unseres Erdenvorgängers ist hineingelegt in alle Erdenwesen unserer irdischen Welt. Nehmen Sie dies so tief, als es Ihnen möglich ist. Nehmen Sie den menschlichen Ätherleib, wie ihn jeder Mensch hat. Wenn Sie ihn als Hellseher ansehen, so hat er ungefähr die Form wie der physische Leib. Wenn der Mensch stirbt, löst sich der physische Leib auf und der Ätherleib auch; der physische Körper im Physischen und der Ätherleib im allgemeinen Weltenäther. Dieser Ätherleib ist aber sehr kunstvoll gebaut worden für die Menschen von der Weisheit, die ihn vorher hineingesetzt hat vom astralen Globus. Dieser Ätherleib zerstiebt nach dem Tode. Nur der Ätherleib, der von innen aufgebaut ist, der ist ein lebendiger, ein ewig bleibender. Es ist der Ätherleib des Chela, und der löst sich nach dem Tode nicht auf. Wenn Sie den heutigen Kulturmenschen sterben sehen, sehen Sie den Ätherleib noch einige Zeit, dann löst er sich auf. Beim Chela bleibt er. Der Verzicht des Chela auf Devachan besteht darin, daß der Chela sich auf der Astralebene aufhält und dort von seinem Ätherleib Gebrauch macht. Bei gewöhnlichen Menschen muß bei der Wiedergeburt ein neuer Ätherleib geformt werden; daß einer gebaut werden kann, das wird im Devachan erreicht. Der Ätherleib,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 180&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den sich der Chela von innen heraus aufgebaut hat, geht nicht mehr verloren, wohl aber der von der kosmischen Weisheit von außen aufgebaute, denn der löst sich wieder auf. So ist es auch mit dem Ätherkörper der Pflanzen und Tiere. Was heute noch Ätherleib ist, ist aufgebaut worden aus den kosmischen Kräften, die auf diesem Astralglobus unserer Erde in sie hineingeflossen sind. Diese Weisheit, die Sie in der astralen Erde finden, wird in der Mythe von Dionysos ausgedrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun hatte sich in der lemurischen Epoche das Dichtere herauszubilden. Da mußte das Vaterprinzip hineingearbeitet werden. Das ist das letzte, was sich unserer Erdenstofflichkeit bemächtigte. Was da hineingearbeitet ist, ist tief verborgen in der physischen Welt. Zuerst arbeitete sich der Heilige Geist in die Astralmaterie hinein. Dann arbeitete der mit der astralen Materie verbundene Geist in die Äthermaterie hinein, das ist der Sohn; und dann kommt der Vater, der die physische Dichtigkeit beherrscht. So wird in dreifacher Stufe der Makrokosmos aufgebaut: Geist, Sohn und Vater, und der Mensch, indem er sich wieder hinaufarbeitet, geht von dem Geist durch den Sohn zum Vater. Alles das geschieht unter Führung in der Entwickelung auf der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur lemurischen Zeit war das einzige die äußere Entwickelung. Da war diese Dreieinigkeit eingezogen in unsere physische Entwickelung. In der arischen Epoche kam in die Vorstellung der Menschen als Religion dasjenige hinein, was sich früher vollzogen hatte und wiederholte sich stufenweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sind in der fünften Unterrasse der arischen Wurzelrasse. Vier andere Unterrassen gingen voran. Die erste Unterrasse ist die alte indische. Diese ehrwürdige alte Rasse wurde geführt von den heiligen Rishis. Von denen können wir uns nur eine schwache Vorstellung machen. Von ihrer Religion haben wir Kenntnis aus den Nachrichten, die uns von den Veden überkommen sind. Viel größer und gewaltiger war die Lehre der Rishis als unsere heutige Überlieferung davon. Erst während der dritten Unterrasse sind Aufzeichnungen gemacht worden, die uns in den Veden erhalten sind. Die ursprüngliche Religion der Rishis hatte große Traditionen von den göttlichen Vorfahren der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 181&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, den Astralinitiierten der Dynastie Salomos. Die großen Intuitionen, die nicht bloß Kunde und Kenntnis bringen von den Gesetzen der Erde, sondern von den Urbildern, die selbst diese Weisheiten geschaffen haben, diese Urbilder lebten im Geist der alten indischen Rishis. Das war die erste Religion, die des Heiligen Geistes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Religion wurde gepflegt in Vorderasien. Da verehrte man als Wiederholung dessen, als zum ersten Male der Sohn seinen Einfluß auf die Erde geltend machte, das zweite Prinzip. Da tritt zugleich beim Sohnesprinzip das Herunterstoßen gewisser Wesenheiten auf. Es gibt keine höhere Entwickelung, ohne daß andere heruntergestoßen werden in die Tiefe. Das Mineral-, das Pflanzen- und das Tierreich sind auf diese Weise heruntergestoßen worden. Das ist die große Tragik, daß, wer sich höher entwickelt, eine ungeheuere Verantwortlichkeit auf sich nimmt. Jeder Heilige bedingt, daß eine große Anzahl Wesen heruntergestoßen werden. Wenn ein solches Herunterstoßen nicht stattfände, so gäbe es keine Entwickelung. Damit ein Mensch selbst höher entwickelt wird, muß er fortgesetzt Wesen hinunterstoßen. Darum ist alle Entwickelung schlecht und verwerflich, wenn sie aus Eigennutz geschieht; sie ist nur berechtigt um der Entwickelung der anderen Wesen willen. Nur wer die Hinuntergestoßenen wieder hinaufholen will, ist der Entwickelung fähig. So war jene Entwickelung, die auf der Erde auftrat, und die schon auf anderen Weltkörpern vorbereitet worden war, jene Entwickelung zur Begabung des Ätherleibes mit dem Logos, dem Wort, verknüpft mit dem Herunterstoßen anderer, mit der Erdenentwickelung zusammenhängender Wesen. Diese stellte man sich vor als Widersacher, als luziferisches Prinzip. So haben wir gerade in der persischen Religion diese Zweiheit: neben dem Prinzip des Guten das Prinzip des Bösen auftretend. Arbeitet der Mensch, und überhaupt ein Wesen, manasisch in sich hinein, so ist das ein Gutes. Immer aber stellt sich ihm das Böse entgegen. Ormuzd und Ahriman, das sind die Namen für das Gute und Böse in der persischen Religion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Stufe tritt uns bei den Chaldäern, den Babyloniern, den Assyrern, den Ägyptern entgegen, bei denen geistig eine Wiederholung der dritten Stufe der Gottheit vorhanden ist. Daher tritt uns hier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 182&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und seit jener Zeit bei allen Völkern die Dreiheit, die Dreieinigkeit der Gottheit entgegen. Die zweite Unterrasse hatte noch keine dreieinige Gottheit, und die erste schon gar nicht. Nun wird in diesem Dreifachen nach und nach der Aufstieg für die ganze Menschheit vorbereitet. Die Eingeweihten machen den Weg vorher [Lücke].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den drei ersten Unterrassen waren es religiöse Widerspiegelungen dessen, was in den makrokosmischen Vorgängen gewirkt hatte. Nun kommt ein neuer Auf bau: erst Weisheit, dann Sohn und dann Vater. Das Aufleuchten der Weisheit geschah in der vierten Unterrasse, in dem semitischen Volk, das aus der dritten Unterrasse heraus in die vierte hineinwächst, und aus ihm wächst dann das Christentum heraus. Bei den Eingeweihten des jüdischen Volkes finden wir den ganzen Hergang gewesener Vorgänge der Erde, alle Vorgänge, die sich im großen im Überirdischen abgespielt haben, noch einmal wiederholt in dem Elemente des Intellektes. Dort entwickelt sich das, was wir den unteren Geist nennen, Kama-Manas, das wieder mit anderer Kraft begabt werden muß. Diese Begabung, dieser Einschlag ist Christus selbst, das fleischgewordene Wort, das auf das zukünftige Wort hindeutet, wo alle Menschen imstande sein werden, ihren Ätherleib vom Astralleib aus zu beherrschen, wenn sie im Ätherleibe das Wort so bewegen, daß es in ihnen ein lebendiges wird. Die Möglichkeit dieser Entwickelung in der Zukunft ist in der Erscheinung des fleischgewordenen Wortes in der vierten Unterrasse vorausgenommen. Damit der Logos in dem Ätherkörper inkarniert werden kann, muß die ganze Menschheit die Herrschaft über den Äther erlangt haben. Das ist als ein Urimpuls von dem im Fleische inkarnierten Christus ausgegangen. Wenn der Mensch durch die Kraft des Sohnes hindurchgegangen sein wird, dann kommt er zum Vater.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun müssen die Stufen wieder hinaufgestiegen werden, durch die nach und nach von der ganzen Menschheit das erreicht wird, was gleichsam bei Christus im Fleisch erschienen war. In dem Geiste, der sich im Judentum entwickelt hat, mußte das höhere Manas entfacht werden. Daher beginnt die neue Ära mit dem Herunterkommen des Heiligen Geistes, der die Menschen dazu führen wird, daß in der sechsten Unterrasse das, was heute in dem Christentum nur angedeutet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 183&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ist, das Christus-Prinzip, seine Vollendung findet. «Niemand kommt zum Vater denn durch mich», sagt der Sohn. Er sandte der Menschheit den Geist, der sie vorbereiten sollte für die Zeit, wo Gut und Böse sich in der sechsten Unterrasse scheiden werden. Niemals hätte der Mensch diesen Impuls entwickelt, ohne jenen anderen Einschlag, den wir das sogenannte böse Prinzip genannt haben. Der Mensch mußte einen freien Willen bekommen, dann konnte sein Verstand zu einer Entscheidung zwischen Gut und Böse aufgerufen werden. Dieser Einschlag des Herabsteigens des Geistes vollzieht sich am Pfingstfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geist, Sohn und Vater sind in der Erde wie begraben: im physischen Körper der Vater, im Ätherkörper der Sohn und im Astralkörper der Geist. Aber der Mensch hat sein «Ich» ausgebildet, ist selbstbewußt geworden. Nun muß er lernen, herunterzuwirken bis auf das Physische. Das wird in der Zukunft sein. In der gegenwärtigen Zeit arbeitet der Mensch in seinen Astralleib hinein. Das Symbol dafür ist die Ausgießung des Heiligen Geistes in die Köpfe derjenigen, die die Führer der Menschheit sein sollen. Was diesen Geist aufgenommen hat, ist etwas im Menschen, was mit diesem Geist verwandt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehe der Sohn wirksam werden konnte das war in der hyperboräischen Zeit , mußte von dem allgemeinen Geistprinzip ein Teil abgespalten, heruntergestoßen werden und andere Bahnen wandeln. Das ist in der Schlange ausgedrückt, dem Symbol der Erkenntnis, dem Luzifer-Prinzip. Dieser Funke des Geistes war es, der den Menschen zu einem freien Wesen machte und ihn befähigte, aus eigenem Antrieb das Gute zu wollen. Dieser Geist, der zu den Menschen heruntergekommen ist am großen Pfingstfeste, ist verwandt mit jenem Geist, welcher heruntergestoßen wurde, und der auch im Prometheus verkörpert ist, welcher den Funken wieder angefacht hat, damit unser Ich sich entschließen kann, dem Geiste zu folgen, wie es später dem Sohne und noch später dem Vater folgen wird. Der Mensch konnte zwar böse werden, aber andererseits konnte er nur auf Kosten dessen, daß er böse werden konnte, zur Götterwelt wieder hinaufgeführt werden, aus der er stammt. Das ist der Zusammenhang des Pfingstfestes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit dem luziferischen Prinzip. Daher ist das Pfingstfest auch das Prometheus- und Freiheitsfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt werden Sie auch den Zusammenhang der sieben salomonischen Könige der Vorerde von denen König Salomo in der Bibel wie der Nachkomme erscheint mit den Kainssöhnen einsehen. Die Weisheit wurde zuerst der Menschheit von außen überliefert. Dann sollte sie aus dem Inneren quellen. Salomo baute den Tempel, aber nur mit Hilfe des Hiram-Abiff. Mit diesem Kainssohne im Bunde eignete er sich die Künste an, die zum Aufbau des Tempels notwendig sind. So laufen die Strömungen, die getrennt in der Welt gehen, wieder zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Sonne sich von der Erde abspaltete, wurde das Wort in der Erde begraben. Es wird wieder auferstehen, wenn die Erde bis zur sechsten Wurzelrasse wird vorgeschritten sein. Der Mensch wird dieses Wort aus der Erde auferwecken. Aber in ihm muß vorher der Geist leben, der das Wort in ihm selbst erklingen läßt. Das haben die Apostel beim Pfingstfest errungen. In «Licht auf den Weg» steht: «Erwirb dir das Wissen, und dir wird die Sprache» die Sprache kommt mit dem echten Wissen, das herunterkommt wie der Feuerfunke auf die Apostel beim heiligen Pfingstfeste. Wenn das innere Wort kommt, das mit dem heiligen, göttlichen Worte Verwandtschaft hat und das sich in alles Ätherische hineinsenkt, um es zu beleben, dann redet der Mensch nicht mehr aus sich selbst, sondern aus dem göttlichen Geiste heraus. Dann ist er Bote der Gottheit und verkündet aus freiem Willen das innere Wort der Gottheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wurde das innere Wort bei den Aposteln lebendig; so wirkte es aus ihnen heraus. Das feurige Wort verkündeten sie und fühlten sich als Boten der Gottheit. Deshalb schwebt der Heilige Geist in Form feuriger Zungen über ihnen. Sie bereiten die Menschheit vor zum Empfang des Logos. Der große Initiierte Christus Jesus ging voran. Der Heilige Geist folgte und befruchtete die Astralkörper, daß sie reif wurden, ihren Ätherleib unsterblich zu machen. Ist dies erreicht, dann ist das Christus-Prinzip in die Menschheit eingezogen. Das meinten auch die Eingeweihten, die etwa wie Heraklit davon sprachen: Wenn du dem Irdischen entflohen, zum freien Äther&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 185&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
emporsteigst im Unsterblichkeitsglauben , wirst ein unsterblicher Geist du sein, dem Tode dem Physischen entronnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein jeder Mensch wird in der Mitte der sechsten Wurzelrasse diesen Punkt erreichen. Jetzt aber unterliegt er noch dem Tode, weil sein Ätherleib noch nicht Unsterblichkeit erlangt hat. Im Christentum ist das Geheimnis enthalten, wie der Mensch sich nach und nach hinaufentwickeln kann zu der Auferstehung des Ätherleibes. Hier hängt dieses dritte der großen Feste mit den zwei anderen christlichen Festen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte hier einmal die unendliche Tiefe des Pfingstfestes auseinandersetzen und zeigen, wie der Mensch nach und nach das lebendige Gefühl für die Umwelt bekommt, daß er verwandt ist mit allen Dingen, die um ihn herum sind und mit allem, was um ihn herum vorgeht. In der Benennung der Wochentage finden Sie niedergelegt, was um uns herum vorgegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch begeht das Pfingstfest am besten, wenn er sich klarmacht, welche tiefen Wahrheiten die Weisen in ein solches Fest wie das Pfingstfest hineingelegt haben. Und ein Fest begehen, heißt eigentlich: Im Geiste sich mit dem Weltengeist verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= II  15, Der Logos und die Atome, Berlin, 21.10.1905 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 186&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Logos und die Atome&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Lichte des Okkultismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 21. Oktober 1905 (Notizen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Grundempfindung muß uns durchdringen, wenn wir wahres Verständnis für Theosophie haben wollen: daß wir nämlich in der theosophischen Strömung die Seele erweitert erhalten, das Herz umfassender, gehobener fühlen zu höheren Aufgaben, zum Mitwirken an den Angelegenheiten der Welt, wovon man keine Ahnung hat, wenn man nicht etwas weiß vom Okkultismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird oft gesprochen von der großen Absicht, durch die theosophische Bewegung hinzulenken die Menschheit auf jenen Punkt, wo in der Zukunft eine neue Menschenrasse aufgehen wird, wo nicht mehr unser jetziger Verstand die Hauptrolle spielen wird in der Welt, sondern wo er befruchtet von Buddhi sein wird. Wir müssen mitarbeiten an dieser großen Weltenströmung und haben dadurch eine große Verantwortlichkeit gegenüber der theosophischen Bewegung. Die Aufgabe des Theosophen erstreckt sich in die ferne Zukunft. Wir begeben uns nicht in ein Wolkenkuckucksheim dabei, sondern was wir erfahren über eine solche ferne Zukunft, das ist in uns kräfteweckend, das ist in uns etwas erzeugend, was wir auch für den Alltag gebrauchen können. Anders handelt jemand, der auch nur zehn Minuten des Tages diese großen Weltenperspektiven durch den Kopf ziehen läßt, als der, der im Alltag aufgeht. Er kann etwas hineinbringen in die Gegenwart, was neu, produktiv und originell ist. Auf dem Hineinbringen von Originellem in die Menschheit beruht alle Entwickelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen ausgehen von etwas, was sich an das Wirken der Devas anschließt. Devas sind Wesen, welche auf einer höheren Stufe stehen als der Mensch und die imstande sind, auf höheren Stufen des Daseins zu wirken. So finden wir die Devas, wenn wir als Seher die höheren Plane betreten. Wir finden Devas auf dem Astralplan, auf dem Rupaplan, auf dem Arupaplan und weiter hinauf. Was bedeutet das Wirken der Devas für die Welt, in welcher wir selbst sind? Wir gehen bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 187&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beantwortung dieser Frage davon aus, daß wir uns fragen: Was ist der Zweck unseres menschlichen Daseins, dieser fortdauernden Reinkarnationen? Der Mensch käme umsonst und zwecklos in die Welt herein, wenn er nicht bei jeder Hereinkunft eine besondere Lektion lernen, eine besondere Aufgabe erfüllen könnte. Jedesmal muß sich die Erde so weit geändert haben, daß der Mensch eine Situation antrifft, die er bei seiner früheren Verkörperung noch nicht angetroffen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okkult rechnet man eine Verkörperung aus einer männlichen und einer weiblichen bestehend. Zwischen 2600 bis 3000 Jahren liegen zwei solche zusammengehörige Verkörperungen. Die Erfahrungen, die der Mensch auf der heutigen Stufe der Evolution in der Welt macht, sind so verschieden bei Mann und Weib, daß es sehr notwendig ist, diese zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veränderungen, die zwischen zwei Inkarnationen eines Menschen in der Welt bewirkt werden, diese Veränderungen sind für einen außerhalb der theosophischen Welt stehenden Menschen eigentlich ziemlich unbegreiflich. Tatsächlich finden aber die Menschen nicht nur moralisch, sondern auch physisch ganz andere Verhältnisse. Für den, der okkult zurückblickt, haben sich in den letzten dreitausend Jahren auch die physischen Verhältnisse wesentlich verändert. In der Zeit der alten Griechen, der Griechen Homers, 800 vor Christus, da würden wir vorhergehende Inkarnationen von uns durchschnittlich antreffen. Damals waren ganz andere geographische und klimatische Verhältnisse, eine wesentlich andere Pflanzenwelt und auch eine andere Tierwelt. In diesen Reichen gehen [ständig] wesentliche Veränderungen vor. Ein äußerer Ausdruck für diese Veränderungen ist das Fortschreiten der Sonne am Himmelsgewölbe. Zwölf Sternbilder haben wir und die Sonne rückt mit dem Frühlingsanfangspunkt immer von einem zum andern vor. Vor 8000 Jahren ging die Sonne zum erstenmal im Sternbild des Krebses auf. Die Zeit, während der die Sonne durch ein Sternbild durchgeht, diese Zeit, die da verfließt, dauert etwa 2600 Jahre. Das ist auch die Zeit zwischen zwei Inkarnationen des Menschen. Ungefähr um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert rückte die Sonne aus dem Sternbild des Widders in das Sternbild der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 188&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fische vor, so daß sie jetzt im Frühjahr im Sternbild der Fische aufgeht.*)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen, die noch Sinn für Okkultismus hatten, wußten etwas von dem Zusammenhang im Leben des Menschen mit diesen Veränderungen am Firmament. Früher, ehe die Sonne in das Zeichen des Widders trat, herrschte in Asien der Stierdienst (Mithras, Apis). Dann folgte die Verehrung des Widders, die damit beginnt, daß die Sage von Jason und dem Goldenen Vlies entsteht. Christus nennt man das «Lamm Gottes ». Noch weiter zurück findet man das persische Symbol, die Zwillinge. Dies hängt zusammen mit der damaligen [persischen] Kultur [und ihrer Anschauung] des Guten und des Bösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Sonne unter anderen Verhältnissen auf die Erde hereinscheint, sind auch immer andere Verhältnisse da. Daher führt das Erstehen der Sonne in einem neuen Sternbild auch jedesmal eine neue Inkarnation herbei. Oben am Himmel das Fortschreiten der Sonne, unten auf der Erde eine Veränderung der klimatischen Verhältnisse, der Vegetation und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer bewirkt das? Der Theosoph muß es fragen, denn Wunder gibt es für den Theosophen nicht. Es gibt Tatsachen auf höheren Planen, aber keine Wunder. Gegenüber der Frage des Zusammenhanges des Menschen mit den Erscheinungen auf der Erde muß man einen höheren Standpunkt einnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tode ist der Mensch in Kamaloka. Wir fragen nicht: Haben die Tiere und Pflanzen Bewußtsein, sondern wir fragen: Wo haben sie ihr Bewußtsein? Wir wissen, daß die Tiere ihr Bewußtsein in Kamaloka, auf dem Astralplan, haben, die Pflanzen auf dem Rupaplan, die Mineralien auf dem Arupaplan. Der Mensch hat sein Bewußtsein auf dem physischen Plan. Man nehme an, der Mensch käme jetzt nach Kamaloka. Dann ist er an demselben Orte, wo die Tiere ihr Bewußtsein haben. Dann steigt er hinauf in das Devachan, wo die Pflanzen ihr Bewußtsein haben. Auf der heutigen Evolutionsstufe ist der Mensch nicht imstande, auf das Reich der Tiere oder auf das Pflanzenreich einen Einfluß auszuüben. Diesen Einfluß hat er aber&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Siehe unter Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 189&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wohl in den unteren Partien des Devachanplanes. Seine Genossen sind dort alle, die ein devachanisches Bewußtsein haben. Das sind Kräfte, Wesenheiten, die aus dem Devachan heraus schaffen, die das Wachsen und Gedeihen der Pflanzenwelt bewirken. Vom Devachanplan aus wird das ganze Leben der Pflanzen dirigiert. Von dort aus tut der Mensch mit beim Schaffen und Umwandeln der Pflanzen. Es erwachsen ihm dort Kräfte, so daß er tatsächlich auf die Vegetation einen Einfluß gewinnt. Aber zum Regieren dieser Tätigkeit sind nun die Devas da. Er wird gelenkt von ihnen, so daß er mitarbeiten kann an der Transformation der Pflanzenwelt. Die Kräfte, die der Mensch heute in einer Inkarnation gesammelt hat, die benutzt er im Devachan zur Umgestaltung der Pflanzenwelt. Wie sich während der Devachanzeit des Menschen Daseinskräfte ändern, so ändert er mit die Vegetation auf der Erde. Vom Devachan aus ändert der Mensch tatsächlich die Umgebung, die um ihn erwächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sich lange aufhalten im Devachan, arbeiten auch mit an der Veränderung der physischen Kräfte. Wenn man eine Million Jahre zurückgeht in Deutschland, findet man noch vulkanische Gebirge; die Alpen als niedrige Hügelwellen. Die spätere Veränderung ist durch die Menschen vom Arupaplan aus herbeigeführt worden, damit sie später eine ihnen passende physische Konfiguration in Europa vorfinden. Das Wirken des Menschen im Weltenall ist dasjenige von innen gesehen, was wir in der Umwelt von außen sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir dazu, wie in anderer Gestalt auf noch höheren Planen umgestaltend gewirkt wird in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man liest oft vom Herabströmen des Logos und fragt sich, wie das [vorzustellen] ist, wie man zu einer Vorstellung kommen kann über den Logos, zu einer Vorstellung, die etwas mehr ist als ein bloßes Wort. Wir wollen uns nun den Zusammenhang des Logos mit dem Kleinsten vor Augen führen. Eine Beschreibung nicht Spekulationen gebe ich Ihnen von Ergebnissen uralter okkulter Forschungen, wie sie überliefert wurden, namentlich in den okkulten Schulen Deutschlands ausgebildet worden sind, besonders vom 14. Jahrhundert an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man über das Atom nachdenkt, so fällt uns ein, daß das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 190&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atom ein sehr kleines Ding ist. Jedem ist klar, daß das kleine Ding, das man Atom nennt, niemals von irgendeinem Mikroskop, selbst wenn es sehr vollkommen ist, gesehen worden ist. Die okkulten Bücher geben aber Beschreibungen der Atome, Bilder von Atomen. Wo sind diese Bilder hergenommen? Wie kann man nun als Okkultist etwas über die Atome wissen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, stellen Sie sich vor, wenn es möglich wäre, das, was ein Atom ist, zum Wachsen zu bringen, so daß es immer größer und größer werden würde, bis es so groß ist wie die Erde, dann würde man eine sehr komplizierte Welt finden. Innerhalb dieses kleinen Dinges würde man viele Bewegungen und mancherlei Erscheinungen wahrnehmen. Man halte diesen Vergleich fest, daß das Atom so vergrößert wäre wie die Erde. Wenn es wirklich möglich wäre, das Atom so zum Wachsen zu bringen, so könnten wir alle einzelnen Vorgänge darin beobachten. Nur der Okkultist ist imstande, das Atom so zum Wachsen zu bringen und es im Inneren zu betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir zweitens alles menschliche Treiben auf der Erde, von den untersten Bildungsstufen des Menschen angefangen, mit seinen Trieben und Leidenschaften, aufsteigend zu sittlichen Idealen, Religionsgemeinschaften und so weiter, so sehen wir, daß die Menschen gleichsam Fäden zwischen sich spinnen, die sich von Mensch zu Mensch schlingen und immer höhere und höhere Gemeinschaften entstehen: die Familie, der Stamm und weiter ethnische und staatliche Gemeinschaften, und schließlich Religionsgemeinschaften. In diesen kommt schon zum Ausdruck die Wirkung der höheren Individualitäten. Solche Gemeinschaften sind aus der Quelle und dem Born der einheitlichen Weltenweisheit heraus entstanden durch einen Religionsstifter. Die Religionen stimmen alle [im tieferen] überein, weil sie Stifter haben, die zu der großen Loge gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine besondere weiße Loge, welche zwölf Mitglieder hat, von denen sieben besonders wirken, und von diesen werden dann Religionsgemeinschaften begründet. Solche waren Buddha, Hermes, Pythagoras und so weiter. Der große Plan der ganzen Menschheitsentwickelung wird tatsächlich spirituell ausgebaut in der weißen Loge, die so alt wie die ganze Menschheit ist. Ein gleichmäßiger Plan der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 191&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führung des ganzen Menschheitsfortschrittes tritt uns da entgegen. Alle anderen Gemeinschaften sind nur Verzweigung; auch Familiengemeinschaften und so weiter sind alle verknüpft mit dem großen Plan, der uns hinaufführt in die Loge der Meister. Da wird gesponnen und gewoben der Plan, nach dem sich die ganze Menschheit entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfolgen wir alles das, was weiter geschieht. Da müssen wir erst einen Spezialplan, nämlich den Plan unserer Erde, kennenlernen. Betrachten wir die vierte Erdenrunde, in der wir stehen. Sie ist dazu bestimmt, das Reich des Minerals immer mehr und mehr menschlich umzuwandeln. Man bedenke, wie der menschliche Verstand die mineralische Welt schon umgewandelt hat, bis zu der Umwandlung hinauf, die wir im Kölner Dom sehen, bis zur technischen Maschine. Unsere Menschheit hat die Aufgabe, die ganze mineralische Welt zu einem reinen Kunstwerk umzugestalten. Die Elektrizität weist uns schon hin in okkulte Tiefen des Stoffes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch die mineralische Welt neu aufgebaut hat aus seinem Inneren heraus, dann wird das Ende unserer Erde gekommen sein; dann ist die Erde ans Ende der physischen Entwickelung gelangt. Der Spezialplan, nach dem das Mineralreich umgewandelt wird, lebt in der Loge der Meister. Heute ist dieser Plan schon fertig, so daß, wenn man diesen einsieht, man sehen kann, was für Wunderbauten, Wundermaschinen und so weiter aus dieser mineralischen Welt noch entstehen werden. Wenn die Erde am Ende des physischen Globus angelangt sein wird, wird die ganze Erde eine innere Struktur, ein inneres Gefüge haben, das der Mensch selbst ihr gegeben hat, so daß sie ein Kunstwerk geworden ist, nach dem Plane der Meister der weißen Loge. Ist das geschehen, dann geht die Erde in ihren astralen Zustand über. Das ist etwas Ähnliches, wie wenn die Pflanze anfängt zu verwelken. Das Physische vergeht; alles geht ins Astrale hinein. Bei dem Hineingehen in die astrale Welt geht das Physische immer mehr zusammen, wird ein immer kleinerer Kern, der umgeben ist vom Astralischen, in den Rupa- und dann in den Arupazustand übergeht und dann verschwindet in einen schlafähnlichen Zustand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist dann vom Physischen übrig? Wenn die Erde in den Arupazustand übergegangen ist, so ist darin noch ganz zusammengedrängt ein kleiner Abdruck der ganzen physischen Entwickelung von dem, was unter dem Plane der Meister aufgebaut, gleichsam eine ganz kleine Miniaturausgabe dessen, was die mineralische Erde einstmals war. Dies ist das, was [vom Physischen] herübergeht. Das Physische ist da nur als diese kleine Miniaturausgabe früherer Entwickelungen vorhanden, das Arupa aber groß. Wenn dies herübergeht aus dem Devachanzustande, vermehrt es sich in unzählige gleiche Dinge nach außen. Und wenn die Erde wieder in den physischen Zustand herübergeht, dann besteht sie aus unzähligen solcher kleinen Kügelchen, welche ein Abdruck sind dessen, was die Erde früher war. Aber alle sind verschieden geartete Kügelchen, führen jedoch auf dasselbe zurück. So wird die neue physische Erde der fünften Runde aus solchen unzähligen kleinen Teilen bestehen, welche alles das enthalten, was die Meister als Ziel der mineralischen Welt, als Plan in ihrer Loge haben. Jedes Atom der fünften Runde enthält den ganzen Plan der Meister. Heute arbeiten die Meister das Atom der fünften Runde im großen aus. Alles was in der Menschheit vorgeht, das wird zusammengedrängt in ein Resultat: das ist das Atom der fünften Runde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher, wenn wir den blick richten auf das Atom, das heute besteht, und gehen zurück in der Akasha-Chronik, dann sehen wir, daß das Atom von heute einen Wachstumsprozeß durchmacht. Es wächst immer mehr und mehr; es geht immer mehr und mehr auseinander [Lücke im Text] und es enthält die in der dritten Runde durcheinanderwogenden Kräfte der Menschheit. Daran können wir den Plan der Meister der dritten Erdenrunde betrachten. Was erst ganz außerhalb ist, das wird ganz innerhalb, und im kleinsten Atom sehen wir ein Spiegelbild des Planes der Meister. Diese kleinen Spezialplane sind nichts anderes als ein Stück des ganzen Menschheitsplanes. Wenn man das so betrachtet, daß der Plan der einen Runde das Atom der nächsten Runde ist, dann sieht man das Gefüge des großen Welten-planes. So geht der große Weltenplan hinauf in immer höhere Stufen, zu Wesenheiten, die immer höhere Pläne des Weltenbaues haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir diesen Plan betrachten, so haben wir den dritten Logos. So schlüpft der Logos fortwährend hinein in das Atom. Erst ist er draußen und wird zum Anordnungsplan für das Atom, und dann wird das Atom ein Abbild dieses Planes. Der Okkultist zeichnet einfach den Plan aus der Akasha-Chronik über die früheren Runden auf und erforscht so das Atom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher haben nun höhere Wesen diesen Plan? Darauf bekommen wir eine Antwort, wenn wir bedenken, daß es noch höhere Stufen der Entwickelung gibt, wo die Pläne entworfen werden. Da wird die Weltentwickelung vorgezeichnet. Hingewiesen wird auf die höheren Stufen bei den Alten, zum Beispiel bei Dionysius, dem Schüler des Apostels Paulus, und auch bei Nicolaus Cusanus. Er erkannte: Höher als alles Wissen und Erkennen ist das Nichterkennen. Aber dieses Nichtwissen ist ein Überwissen und dieses Nichterkennen ist ein Übererkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nicht mehr auf das sehen, was wir als Gedanken und Begriffe von der Welt erhalten, sondern uns zu dem wenden, was hinaufsprießt, zu der Kraft im Inneren, dann finden wir etwas noch Höheres. Die Meister können den [dritten] Logos spinnen, weil sie noch höher gestiegen sind, als es die Natur des Denkens ist. Wenn die höheren Kräfte entwickelt sind, dann erscheint das Gedachte bei solchen Wesenheiten als etwas anderes. Es ist dann so wie bei uns das ausgesprochene Wort. Der Gedanke, der für den Meister die innerste Wesenheit ausmacht, kann selbst der Ausdruck einer höheren Wesenheit sein, wie das Wort der Ausdruck des Gedankens ist. Wenn wir selbst den Gedanken ansehen als das Wort eines noch höheren Wesens, dann nähern wir uns dem Begriff des Logos. Das Wissen, aus dem Gedanken herausgeholt, steht auf einem noch höheren Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem einen Ende der Welt befindet sich das Atom. Es ist ein Abbild des aus der Tiefe des Geistes der Meister hervorgegangenen Planes, der der Logos ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun die Umgestaltung der Menschheit selbst in der großen Weltenperiode suchen, dann werden wir wieder hineingeführt in die Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der Mensch heruntergestiegen ist, hinabgetaucht bis auf den physischen Plan, so ist es auch mit der ganzen Welt. Was das menschliche Selbst vorwärtsbringt, das liegt um den Menschen herum in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 194&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann aber werden wir heruntergeführt in die niederen Pläne, die aber selbst die höheren Pläne enthalten die Loge der Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Meistern lebt heute der Geist der Erde, und dieser Geist der Erde wird sein das physische Kleid des nächsten Planeten. Das Kleinste was wir tun, wird seine Wirkung im kleinsten Atom des nächsten Planeten haben. Dies Gefühl gibt uns erst einen vollen Zusammenhang mit der Loge der Meister. Das soll einen Mittelpunkt der Theosophischen Gesellschaft geben, weil wir wissen, was die Wissenden wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Goethe vom Erdgeist spricht, so spricht er eine Wahrheit. Der Erdgeist, er webt an dem Kleide des nächsten Planeten. «In Lebensfluten im Tatensturm» webt der Geist [der Erde] das Kleid der nächsten planetarischen Gottheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Ergänzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später, wiederum zur Generalversammlungszeit, sprach Rudolf Steiner im Vortrag Berlin, 21. Oktober 1907 (Bibl.-Nr. 101) noch einmal über das Atom in dem Sinne, wie von einem Planeten geistig auf den anderen herübergewirkt wird, wie also «vom Mond auf die Erde und wiederum von der Erde auf ihren Nachfolger, den Jupiter» herübergewirkt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in Frage kommende Auszug lautet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie alle wissen, daß die Erde geführt wird in einer gewissen Beziehung von der sogenannten weißen Loge, in der hochentwickelte Menschen-Individualitäten und Individualitäten noch höherer Art vereinigt sind. Was tun die da? Sie arbeiten; sie führen die Erdenentwickelung; während der Führung der Erdenentwickelung arbeiten sie einen ganz bestimmten Plan aus. Das ist tatsächlich der Fall, daß während der Entwickelung eines jeden Planeten von den führenden Mächten ein bestimmter Plan ausgebildet wird. Während sich die Erde entwickelt, wird in der sogenannten weißen Loge der Erde der Plan für das Einzelnste dessen aufgestellt, wie sich der Jupiter entwickeln muß, der die Erde ablöst. Der ganze Plan wird in allen Einzelheiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 195&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
entwickelt. Und darin besteht der Segen und das Heil der Fortentwickelung, daß im Einklang mit diesem Plan gehandelt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun eine planetarische Entwickelung zu Ende geht, wenn also unsere Erde am Ende ihrer planetarischen Entwickelung angelangt sein wird, dann werden auch die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen fertig sein mit dem Plan, den sie für den Jupiter auszuarbeiten haben. Und jetzt am Ende einer solchen Planetenentwickelung geschieht etwas höchst Eigentümliches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Plan wird durch eine Prozedur zu gleicher Zeit unendlich verkleinert und unendlich vervielfältigt. So daß von dem ganzen Jupiterplan unendlich viele Exemplare, aber ganz «en miniature», vorhanden sind. So war es auch auf dem Monde: der Plan der Erdenentwickelung war da, unendlich vervielfältigt und verkleinert. Und wissen Sie, was das ist, dieser verkleinerte Plan, was da im Geistigen ausgearbeitet worden ist? Das sind die wirklichen Atome, die der Erde zugrunde liegen. Und die Atome, die dem Jupiter zugrunde liegen werden, sie werden wiederum der ins Kleinste umgesetzte Plan sein, der jetzt in der führenden weißen Loge ausgearbeitet wird. Nur wer diesen Plan kennt, kann auch wissen, was ein Atom ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie dieses Atom, das der Erde zugrunde liegt, nach und nach erkennen wollen, so werden Ihnen zur Erkenntnis dieses Atoms eben diejenigen Weisheiten entgegentreten, die von den großen Magiern der Welt ausgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun können wir natürlich über diese Dinge nur andeutungsweise sprechen, aber wir können wenigstens etwas geben, was uns einen Begriff gibt von dem, um was es sich hier handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist in gewisser Weise zusammengesetzt aus diesen ihren Atomen. Ein jedes Wesen, Sie selbst alle sind zusammengesetzt aus diesen Atomen. Und Sie stehen dadurch in Einklang mit der ganzen Erdenentwickelung, daß Sie in unendlicher Zahl den verkleinerten Erdenplan in sich tragen, der früher ausgearbeitet worden ist. Dieser Erdenplan konnte auf dem vorhergehenden planetarischen Zustand unserer Erde, dem Monde, nur dadurch ausgearbeitet werden, daß führende Wesenheiten gewirkt haben in Einklang mit der ganzen planetarischen Entwickelung durch Saturn, Sonne, Mond hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 196&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun handelte es sich aber darum, den unendlich vielen Atomen das mitzugeben, was sie in die richtigen Verhältnisse bringt, sie in der richtigen Weise zusammenordnet. Ihnen das mitzugeben, war den führenden Geistern des Mondes nur möglich, wenn sie die Erdenentwickelung in eine ganz bestimmte Bahn lenkten, was ich öfter schon gesagt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Erde nach der Mondentwickelung wieder hervortrat, da war sie eigentlich noch nicht «Erde», sondern Erde plus Sonne plus Mond; ein Körper, den Sie erhalten würden, wenn Sie die Erde mit Sonne und Mond zusammenrührten und einen einzigen Körper daraus machten. Das war die Erde zunächst. Dann trennte sich zuerst die Sonne und damit auch alle diejenigen Kräfte, die für den Menschen zu dünn und geistig waren und unter deren Einfluß er sich viel zu schnell vergeistigt haben würde. Wenn der Mensch nur gestanden haben würde unter dem Einfluß der Kräfte, die in diesem Sonnen-Monden-Erdenkörper zusammen enthalten waren, dann hätte er sich nicht bis in die physische Materialität herunterentwickelt und er hätte dann nicht jenes Selbst-, jenes Ich-Bewußtsein erlangen können, das er erlangen mußte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= III  16, Das Verhältnis Okkultismus zur theosoph.Bewegung =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 199 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das VerhÄltnis des Okkultismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zur Theosophischen Bewegung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 22. Oktober 1905 (nachmittags)*)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte noch einmal bekanntgeben, daß ich mir gestatten werde, morgen früh einen Vortrag zu halten über gewisse gegenwärtige okkulte Fragen im Zusammenhang mit der Freimaurerei. Und das soll geschehen, nach altem okkultem Usus, getrennt für Herren und Damen. Um zehn Uhr wird der Vortrag für Herren stattfinden, um halb zwölf Uhr für Damen. Sie werden vielleicht fragen, warum dieser Usus besteht, der erst in der theosophischen Weltanschauung überwunden werden wird. Das wird sich aus dem Inhalt der Vorträge ergeben, und ich möchte mir noch erlauben zu bemerken, daß morgen Abend der Besant-Zweig seine ordentliche Versammlung haben wird um acht Uhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun möchte ich also über das Verhältnis des Okkultismus zur theosophischen Bewegung und einige andere damit zusammenhängende Fragen sprechen. Es ist oft und oft darüber gesprochen worden, ob die theosophische Bewegung, insbesondere insofern sie sich in der Theosophischen Gesellschaft zum Ausdruck bringt, eine okkulte Bewegung sei, oder ob man von allem Okkultismus in der theosophischen Bewegung absehen müsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die theosophische Bewegung als solche, insofern sie sich in der Theosophischen Gesellschaft zum Ausdruck bringt, kann keine okkulte Bewegung sein. Eine okkulte Bewegung hat andere Voraussetzungen, als diejenigen sind, die in der Theosophischen Gesellschaft zum Ausdruck kommen können. Okkulte Gesellschaften hat es zu allen Zeiten gegeben. Diese hatten vor allen Dingen eines notwendig: nämlich, daß sie durch die ganze Art ihres Strebens eine Art von hierarchischer Gliederung hatten. Das heißt, daß die Mitglieder einer solchen Gesellschaft, einer solchen Bruderschaft, nach Graden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Im Anschluß an die Generalversammlung der Deutschen Sektion der Theosophischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 200&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geordnet waren. Jeder Grad, vom ersten bis hinauf in die neunziger Grade, hatte seine ganz bestimmte Aufgabe. Innerhalb jeden Grades gab es ganz bestimmte Aufgaben. Niemand konnte vorher in einen höheren Grad befördert werden, bis er die Aufgaben des niederen Grades erfüllt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann nur ganz im allgemeinen andeuten, warum das so ist. Da müssen wir nämlich überhaupt über die Aufgaben solcher okkulten Bruderschaften sprechen. Die verehrten Freunde, die über solche Dinge mich schon öfter haben sprechen hören, werden mich heute um so besser verstehen. Okkulte Bruderschaften sind Führerbruderschaften der Menschheit. Sie haben die Aufgabe, die Dinge der Zukunft vorzubereiten. Alles was in der Zukunft geschehen soll, bereitet sich ja schon in der Gegenwart vor, findet in der Gegenwart seinen Ausdruck als Idee, als Plan und wird dann in der Zukunft verwirklicht. Selbst wenn Sie auf dem äußeren physischen Plan die Entwickelung des Menschengeschlechtes ansehen, so werden Sie doch finden, daß Dinge, die später eine Verwirklichung erfuhren, viel früher in Köpfen und Seelen von führenden Persönlichkeiten und Individualitäten als Idee aufkeimten und nach Ausdruck rangen. Nehmen Sie zum Beispiel die Dampfmaschine: Sie werden finden, wenn Sie die Sache zurückverfolgen, wie sich die Dampfmaschine aus den einfachsten Tatsachen heraus entwickelt hat; wie schon der mit kochendem Wasser gefüllte Kochtopf die Idee der Dampfmaschine enthält, die sich dann von dieser einfachsten Form bis zum kompliziertesten Mechanismus fortsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind aber Kleinigkeiten gegenüber dem großen Menschheitsbau, den wir vor uns haben. Die wichtigsten Dinge setzen viel größere und viel bedeutungsvollere Perspektiven voraus. Sie setzen voraus, daß dasjenige, was in weiter ferner Zukunft geschehen soll, in gewisser Weise heute schon vorbereitet wird. Wie kann so etwas geschehen? Dadurch, daß man es in der Hand hat, heute schon die Kräfte in die Welt hineinzulegen, welche in der Zukunft wirksam werden sollen. Alles was in der Zukunft hier auf dem physischen Plan geschehen wird, das bereitet sich bereits viel früher, als es hier auf dem physischen Plane geschieht, auf dem Astralplane und auf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 201 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dem Devachanplan vor; so daß tatsächlich ferne, zukünftige Ereignisse, ihrer Kraft nach, in den höheren Planen und Welten verfolgt werden können. Aber der Mensch kann nicht gut in die Zukunft hineinwirken, wenn er nicht, aus der Kenntnis der wirkenden Kräfte heraus, diese Wirkung vorbereitet. Der Mensch ist ein selbstbewußtes Geschöpf und muß sein Geschick selbst in die Hand nehmen. Deshalb hat es immer fortgeschrittene Brüder unseres Menschengeschlechtes gegeben, welche nicht bloß auf dem physischen Plane sehen können, sondern auch auf höheren Planen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuchen wir zu begreifen, was das heißt: auf höheren Planen voraussehen. Nehmen wir an, Sie haben einen Teich mit Wasser. Sie können voraussehen, daß der Teich, wenn die Temperatur sinkt, eingefroren sein wird, daß darauf Schlittschuhläufer und so weiter sein können. In ähnlicher Weise haben wir es mit dem Verhältnis des sogenannten astralen Planes zum physischen Plane, das heißt, zu unserer Welt zu tun. Wenn man nämlich die Vorgänge auf dem astralen Plane verfolgt, dann kann man in der Tat mit Hilfe des astralen Ereignisses dasjenige sehen, was in späterer Zeit, gleichsam als Verdichtung davon, da sein wird. Und so kann man aus den astralen Ereignissen dasjenige ersehen, was später auf dem physischen Plane verdichtet auftritt. Nichts anderes sind die physischen Begebenheiten als so verdichtete Ereignisse, die sich vorher in den höheren Welten zugetragen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel: Im ganzen Altertum gab es Mysterien. Diese hatten die Aufgabe, einzelne Menschen aufzunehmen und sie einzuweihen in die Geheimnisse des Daseins, oder wie Johannes der Apokalyptiker sagt zu zeigen, was «in Kürze», das heißt, in der Zukunft geschehen soll. In solchen Tempelstätten wurden diejenigen Schüler, die in den ersten Grad aufgenommen werden sollten, unterrichtet. Es gab dann auch einen Unterricht für höher und immer höher entwickelte Schüler. Die erste Stufe war die, daß die Betreffenden ihren Astralleib läuterten. Dies bestand darin, daß sie nicht bloß die gewöhnliche bürgerliche Ethik sich zu eigen machten. Die bürgerliche Ethik wurde vorausgesetzt; das was hier in Betracht kommt, mußte in strenger Pflichterfüllung befolgt werden. Wenn der Schüler dann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 202 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mehr und mehr zu höheren Idealen aufstieg, aus den Leidenschaften und Trieben des gewöhnlichen Lebens hinaufstieg zu den Wünschen, die über allem Kleinlichen des Menschen stehen, und seine Lust und Unlust so reinigte, daß die großen, weltumfassenden Angelegenheiten des Menschengeschlechtes die seinigen wurden, wenn er über sich hinaus mitfühlte und mitempfand, dann war er auf dem Wege, das, was man die Reinigung des Astralkörpers nannte, zu vollziehen. Dann durfte er auch in die dichteren Leiber eingreifen. Er durfte an seinem Ätherkörper arbeiten, er durfte nicht nur die weiche, biegsame und schmiegsame astrale Materie in seinem Geist- und seinem Seelenkörper umgestalten, sondern er durfte hineinarbeiten in seinen Ätherleib. Dann war er das, was man einen Chela nennt. Ein solcher Chela ist derjenige, der nicht nur höhere Pflichten anerkennt, der nicht nur die Reinigung so weit vorgenommen hat, daß er die menschlichen Pflichten zu den seinigen gemacht hat, sondern so weit ist, daß er hinausgewachsen ist über die niederen und höheren Angelegenheiten der einzelnen Völker, selbst der einzelnen Bekenntnisse. Sein Blick ist auf das Leben der ganzen Menschheit gerichtet. Und durch den nunmehr durchorganisierten Ätherkörper wird er ein Teilnehmer an den großen Angelegenheiten des Erdenbaues. Dazu mußte folgendes geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es mußte der Chela alle die Kräfte lahmlegen, welche ihn an der Arbeit an seinem Ätherleib hinderten. Wenn Sie einen Menschen vor sich haben, so hat er ja den physischen Körper, Ätherkörper und Astralkörper. Der Chela hat seinen Astralkörper geläutert und darf hineinarbeiten in seinen Ätherleib. Sie werden begreifen, warum der Mensch diese Reinigung seines Astralleibes durchführen muß. Was geschieht denn, wenn der Astralleib gereinigt ist? Was dringt da ein in den Ätherleib? Dasjenige, was im Astralleib veranlagt ist. Die Dinge, die im Astralleibe leben, drücken sich dem Ätherleib ein. Solange Sie am Astralleib arbeiten, können Sie die Fehler immer wieder umarbeiten: die Astralmaterie ist dünn und weich; Sie können das immer wieder ins Gleichgewicht bringen. Hat ein Mensch aber als Chela den Ätherleib zu entwickeln begonnen, dann drücken sich diese Eigenschaften in den Ätherleib ein, und dieser ist viel dauernder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 203 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch würde dadurch, daß er das irdisch Fehlerhafte dauerhaft macht, zu einem gefährlichen Mitgliede der Menschheit werden. Daher die immerwährende Betonung der notwendigen Reinigung. Dieser Ätherleib wird durch die Kräfte, die auf ihn wirken, beeindruckt. Denken Sie ihn sich getrennt von dem physischen Körper, so hat er eine ganz andere Elastizität. Wenn er darinnen steckt, so hält er diesen in der Form; aber er ist, solange er darinnen weilt, zunächst zu schwach, um das in sich hineinzudrücken, was als Astralität durch die Katharsis durchgegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher hat man das Altertum hindurch folgendes machen müssen. Man mußte jene die Elastizität des Ätherleibes verhindernden Kräfte zunächst beseitigen. Das geschah dadurch, daß der ganze physische Leib in einen lethargischen Zustand gebracht wurde. Der Mensch lag da, und der Ätherleib wurde herausgeholt aus dem physischen Leibe. Der physische Körper blieb dann wie tot liegen und der Ätherleib wurde nach seinen eigenen Kräften geformt. Das ist die Grablegung. Der Betreffende wurde drei bis dreieinhalb Tage in lethargischen Zustand versetzt. Und dann konnte er am Ätherleib arbeiten. Und dann, nachdem er den Ätherleib dem Astralleib entsprechend geformt hatte, kehrte er zurück in den physischen Leib. Dann hatte er das innere Leben in sich erweckt, dann war er ein Auferstandener, und er bekam einen neuen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war eine Handlung auf dem Astralplan. Alles das, was ich beschrieben habe, ging auf dem Astralplan vor sich; der physische Leib hatte dabei nichts zu tun. Dieses Ereignis wiederholte sich in allen alten Mysterien. Jeder Eingeweihte kannte es. Stellen Sie es sich nun verdichtet vor, herabgeholt auf den physischen Plan, so daß etwas geschehen ist mit diesem Ereignis, das sich früher nur astral zugetragen hat. Vergleichsweise so, wie wenn Sie zum Beispiel da, wo Sie früher Wasser hatten, jetzt ein Stück Eis haben. Viele solche astralen Ereignisse müssen zusammenfallen, zusammenfließen, damit die physische Verdichtung einst möglich wird. Dadurch, daß durch die Erscheinung Christi dasjenige auf dem physischen Plane sich ereignete, was vorher oft und oft in den Mysterienstätten auf dem astralen Plane sich abgespielt hatte, ist das Mysterium von Golgatha historisch möglich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 204 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
geworden, es hat herabgeholt werden können auf den physischen Plan. An diesem Beispiel lernen wir begreifen, wie in okkulten Bruderschaften tatsächlich die Zukunft vorbereitet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nun fragen: Was geschieht denn da eigentlich? so ist zu antworten: Gewiß, in Gedanken, in der Idee kann man sehr vieles erfassen. Aber die Idee hat keine Wirklichkeit. Die Idee ist nichts anderes als das, was auf den physischen Plan von den höheren Planen heruntergeholt wird. Was der Mensch darüber denkt, ist aber das Wirkungsloseste dabei, weil dieses nur auf dem physischen Plane vorhanden ist. Anders ist es, wenn dieser Idee etwas entgegengebracht wird, das auch aus den höheren Sphären stammt. Nehmen Sie zum Beispiel die Lehre der Sphärenmusik des Pythagoras, wie er sie seinen Schülern beigebracht hat. Die Philosophen suchen die okkulte Musik des Pythagoras als ein ganz einfaches System darzustellen. Der Verstand kann das schnell auffassen. Aber ihm kam es darauf an, daß der Schüler erst dann dazu kam, wenn sein Gemüt, seine Stimmung dafür vorbereitet waren. So ist es auch unmöglich, demjenigen, der keinen Sinn hat für Bilder, die dem Astralischen entstammen, das Bild der Sixtinischen Madonna von Raffael in seinem tieferen Sinne erklären zu wollen. Das Gefühl, das Gemüt muß sich an ihm hinaufranken. Dasjenige, was sonst in der Idee kalt läßt, erscheint ihm hier im Bild künstlerisch lebensvoll als der göttliche Weltgedanke, als dasjenige, wonach die göttlichen Kräfte die Welt geschaffen haben, und eine einfache Linie wird zu etwas Heiligem! Dadurch daß die Gedanken sich um das Element des Göttlichen herumschlingen, wird der Gedanke entgegengebracht göttlicher Einwirkung. So handelt es sich bei einer solchen Schulung darum, den Menschen gradweise darauf vorzubereiten, wie er sich den großen Weltgedanken nähern kann, wie er sie zu empfangen hat. Dann verbindet er allmählich mit dem Eindringen in diese großen Weltgedanken jene wirksame, aber sonst okkulte Kraft, welche im Astralen schon vorher die Zukunft für den physischen Plan vorbereitet. Hat der führende Menschenbruder vielleicht Schüler bei sich, welche an solchen geistdurchdrungenen Ideen hängen, dann sind diese eine Kraft, die auch ihm vorwärts hilft in seinem Wirken für die äußere Welt; es entstehen die großen spirituellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 205 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentralstätten des geistigen Wirkens. Sie sehen also, daß tatsächlich dasjenige, was ich Okkultismus genannt habe, mit dem Fortschritt der Menschheit sehr viel zu tun hat. Und in unserer Zeit haben wir eine ganz besonders wichtige Aufgabe. Versuchen wir mit ein paar Worten nur hinzudeuten darauf, wie wir zu dieser unserer Aufgabe gekommen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stehen innerhalb der großen Wurzelrasse der Menschheit, welche diese Erde bevölkert, seitdem aus den Fluten des Meeres emporgestiegen ist der Boden, den wir heute bewohnen. Seitdem die atlantische Rasse allmählich zu verschwinden begonnen hat, seitdem ist die große arische Wurzelrasse diejenige, welche herrschend ist auf der Erde. Wenn wir uns selbst betrachten, so sind wir hier in Europa die fünfte Unterrasse der großen arischen Wurzelrasse. Die erste Unterrasse lebte in urferner Vergangenheit im alten Indien. Und die heutigen Inder sind Nachkommen jener ersten Unterrasse, deren Geistesleben noch vorhanden ist in den uralten Veden der Inder. Die Veden sind indessen nur Nachklänge der alten Rishikultur. Damals ist ja noch keine Schrift dagewesen; da gab es nur Tradition. Dann kamen die zweite, die dritte und die vierte Unterrasse. Die vierte Unterrasse hat das Christentum aufgenommen. Dann sehen wir, daß um die Mitte des Mittelalters die fünfte Unterrasse sich gebildet hat, zu der wir und die angrenzenden Völker gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alten Inder der ersten Unterrasse lebten unter anderen Bedingungen als wir und waren im Grunde genommen auch anders organisiert. Selbst die heutigen Nachkommen, die heutigen Inder, sind wesentlich anders organisiert als unsere europäischen Völker. Wer als Okkultist die Unterschiede untersucht, der findet, daß im alten indischen Volke der Ätherkörper viel weniger an den physischen Körper gefesselt ist, sich nicht so dicht in den physischen Körper hineinversenkt hat, sondern daß er viel leichter vom Astralkörper zu beeinflussen ist. Damit hängt es zusammen, daß die indische Rasse leicht etwas vom Astralkörper auf den Ätherkörper überleiten kann, daß diese indische Rasse leicht in den Ätherkörper hineinarbeiten kann. Das heißt nichts anderes, als daß durch okkulte Schulung der Inder leichter zu gewissen höheren Anschauungen kommen kann. Je leichter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 206 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Ätherkörper beeinflußt werden kann durch den Astralkörper, desto leichter ist es mit Bildern, ohne abstrakte Begriffe, auf den Ätherkörper einzuwirken. Um so leichter ist es dem, welcher im Astralen die Jogaschulung durchmacht, durch Bildvorstellungen zu den höheren Gebieten in Beziehung zu kommen. Diese wirken auf den Ätherkörper, der noch weich ist, ein. Man hat da nicht nötig, in strengen Begriffen zu arbeiten, sondern mit höchst einfachen Bildvorstellungen kann man an der Seele eines indischen Menschen arbeiten, und er wird zu sehr hohen Entwickelungsstufen kommen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die verschiedenen Unterrassen hindurch hat sich das Menschengeschlecht geändert. Unser Ätherkörper ist heute viel stärker unter dem Einfluß des physischen Körpers, als dies bei den alten Indern der Fall war. Und so kommt es, daß wir viel stärker und innerlicher arbeiten müssen, um den Ätherleib zu beeinflussen. Wir können nicht zu halb traumhaften Vorstellungen greifen. Wir müssen alles einer scharfen Konzentration unterziehen, an unserem Inneren arbeiten durch starke seelische Konzentrierung in das reine Übersinnliche, nicht bloß durch bildhafte Begriffe. Eine solche Vorstellung, die eine starke Konzentration unseres inneren Wesens bewirkt, kann dann viel kräftiger auf den an den physischen Körper gefesselten Ätherleib wirken. Damit der Astralleib auf den Ätherleib wirken konnte, mußte er in früheren Zeiten aus dem Ätherleibe heraus sein. Jetzt aber kann der Ätherleib auch innerhalb des physischen Leibes vom Astralleib aus beeinflußt werden. Würden wir dasselbe Experiment machen, das in den alten Mysterienstätten üblich war, und die Lethargie herbeiführen, so würden wir imstande sein, auf den Ätherleib einzuwirken. Aber wenn das Erdenbewußtsein, die Beweglichkeit des Denkens wieder zurückkehrten, würde diese sogleich wieder dasjenige auslöschen, was der Astralleib in den Ätherleib eingedruckt hat. Wir müssen den Ätherleib stark beeinflussen, wenn wir wollen, daß er das, was wir ihm eingeprägt haben, beibehält. Die okkulte Aufgabe ist heute eine andere geworden, sie ist jetzt mehr eine innerliche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so sehen Sie auch, wie im Laufe der Zeit große Unterschiede in den einander folgenden okkulten Schulen auftreten. Das Jogasystem der Inder ist etwas anderes als die Schulung der Rosenkreuzer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 207 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rosenkreuzerschulung ist berechnet auf das, was ich Ihnen jetzt auseinandergesetzt habe. Außerdem tritt noch etwas anderes ein. Es mußte, damit überhaupt ein solcher Fortschritt geschehen konnte, auf die Verstandeskraft eingewirkt werden. Viel mehr als früher wurde der Verstand angespannt, der dann, durch die Kraft der inneren Konzentration, sein Hinübergeführtwerden zum Erfassen des Übersinnlichen entwickeln kann. Es mußte in der neueren Zeit also viel mehr in Begriffen gelehrt werden; es mußte Gewicht gelegt werden auf die Verstandesausbildung und auf das abstrakte Vorstellungsvermögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichen Sie einmal die Wandlungen in der Kultur von der alten indischen bis zu unserer Zeit. Im alten Indien haben Sie eine hohe Intuition und eine geringe äußere Auswirkung der Zivilisation; jetzt, in unserer Zeit, ist es umgekehrt. Das bewirkt, daß auch die Stellung des Okkultismus allmählich eine ganz andere wird; das bewirkt, daß vieles von dem, was früher geheimgehalten wurde, heute allgemeines Wissensgut geworden ist. Viele, viele solche Erkenntnisse und Begriffe waren früher innerhalb der okkulten Bruderschaften bewahrt worden, und es kam der Mensch an diese Dinge erst heran, wenn er sein ganzes Herz umgewandelt hatte. Heute hat der Okkultist dies nicht mehr in der Hand. Er muß vieles von dem, was man früher für spätere Stufen der Schulung aufbewahrt hatte, jetzt als schon durch die Kultur der Außenwelt offenbar geworden, erkennen. Damit muß der Mysterieneingeweihte rechnen. Und so mußten viele Wahrheiten, die in den okkulten Schulen gelehrt worden sind, allmählich herausgetragen werden auf den physischen Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon das, was in den heutigen Elementarschulen gelehrt wird, würde uns hinwegführen von dem Geistigen, wenn nicht von einer anderen Seite her okkulte Hintergründe dazuträten. In früheren Zeiten wußte der Schüler, daß hinter dem, was er in der Schule und der Gelehrtenwelt als Lehrstoff erhielt, noch etwas Höheres ist, und daß er selbst vielleicht einst zu diesem höheren Wissen würde kommen können. Er wußte, daß er ein Glied ist innerhalb eines geistigen Organismus. Heute nimmt man in der demokratischen Welt viele Begriffe auf, die nicht zu solcher Einsicht führen. Daher mußte dem Bau des äußeren demokratischen Wissens gleichsam die Spitze der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 208 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pyramide hinzugefügt werden. Das elementare Wissen von den in der Welt verborgenen Kräften war nun gegeben worden. Es fehlte noch die zu einer geistigen Weltanschauung führende Spitze. Und um diese zu geben, mußte eine weltumfassende Bewegung begründet werden. Die theosophische Bewegung war als eine solche gedacht. Daher entschloß man sich in gewissen Bruderschaften, als die Popularisierung der bisher verborgenen Weistümer immer weiter und weiter vor sich gegangen war, der Welt so viel von den hinter ihr stehenden Geheimnissen mitzuteilen, als nötig war, um das Wissen der äußeren Welt mit dem umfassenden okkulten Wissen der Bruderschaften in Einklang zu bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier stehen wir an dem Punkte, wo wir den Zusammenhang der theosophischen Bewegung und der Theosophischen Gesellschaft mit dem Okkultismus sehen können. Die Theosophische Gesellschaft ist keine okkulte Bewegung, keine okkulte Bruderschaft, denn sie ist auf demokratischer Grundlage errichtet, wo ein jeder gleichwertiges Mitglied mit den andern ist. Doch etwas anderes ist es, wie man die Aufgabe der Theosophischen Gesellschaft erfassen soll. Die Aufgabe der Gesellschaft ist auf dem physischen Plan. Will man diese voll erfassen, so muß man hinaufsehen können in die höheren Welten. Aber darum handelt es sich nicht, daß der Theosoph schon hinaufsehen kann in die höheren Welten, sondern es handelt sich darum, daß innerhalb der Bewegung auch okkulte Kräfte entwickelt werden, damit die Theosophische Gesellschaft eine Stätte sein könne, von welcher der Okkultismus ausstrahlen kann und zur Sprache kommt. Es ist etwas anderes, ob eine Gesellschaft eine okkulte Bruderschaft ist, oder ob sie sich sagt: Wir sind zwar keine okkulte Bruderschaft, aber in unserer Gesellschaft kommt der Okkultismus wieder zur Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute, wo im Grunde genommen die ganze Menschheit sehnsüchtig aufschaut zu den höheren Welten, ohne die Wege dahin zu finden, heute muß dementsprechend ein noch weiterer Teil der okkulten Kenntnisse popularisiert werden. Und diese Aufgabe hat der Okkultismus innerhalb der Theosophischen Gesellschaft. Immer haben geistige Bewegungen befruchtend gewirkt auf die Entfaltung der Kultur auch auf dem physischen Plan. Ihr äußerer Ausdruck ist nichts anderes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 209 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als die irdische Verwirklichung dessen, was geistig vorbereitet worden war. Was ist es denn anderes, wenn wir zum Beispiel die Werke von Michelangelo und Leonardo da Vinci ins Auge fassen? In diesen Werken haben Sie in Farben und Formen etwas Geistiges an die Wand hingezaubert: durchsetzt ist das Bild von dem, was zuerst als Spirituelles in der Seele des Künstlers lebte. Das Spirituelle geht voraus demjenigen, was später als sein Ausdruck in der materiellen Welt erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die materialistische äußere Kultur ist nur der Abdruck der materialistisch gewordenen inneren Gesinnung der Menschen. Seit 1850 breitet sich in den zivilisierten Staaten die rein materialistische Städtekultur aus. Wir sehen das Große, das sie auf dem physischen Plan geleistet hat; wir sehen aber auch, was sie nicht hat leisten können. Im Künstlerischen zum Beispiel hat sie keinen wirklich neuen Stil hervorgebracht, den einen ausgenommen: und das ist der Stil des Warenhauses. Dieser ist etwas, was im Verhältnis zu unserer äußeren Zivilisation innerlich wahr ist. Alles andere, was aus alten Zeiten übernommen wird, hat keine Beziehung zur Jetztzeit. Erst wenn wir eine Gesellschaft gebildet haben, deren Mitglieder ergriffen sind von einer spirituellen Kraft, wie sie früher im Christentum gelebt hat, und wie sie in den besten christlichen Seelen noch als Sehnsucht lebt und wiedergewonnen werden kann, dann werden wir wieder eine spirituelle Kultur haben. Und eine solche Kultur wird wieder Künstler auf allen Gebieten des Lebens hervorbringen. Lassen Sie die Theosophie in den Seelen der Menschen leben, dann wird sie wieder als Stil, als Kunst aus den Seelen herausströmen, sie wird da sein auch für unsere Augen und Ohren. Es wird die Welt wieder ein äußerer Ausdruck sein können des Spirituellen, wenn es heute in einer solchen Gesellschaft schon dargelebt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne könnte die Theosophische Gesellschaft der Gestaltung der ferneren Kultur dienen. Sind wir beieinander, so müssen wir uns klar sein, daß wir wie Zellen sind, die sich zusammenschließen müssen zur Ausgestaltung einer künftigen Kultur. In unseren Seelen werden diejenigen Kräfte vorbereitet, welche künftig die Welt so umbilden werden, daß sie ein physischer Abdruck werden wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 210 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
unserer heutigen Stimmungen und Lebensanschauungen. Alles was heute offenbar wird und sich manifestiert, ist ehemals okkult gewesen. Wie heute die Elektrizität eine offenbare Kraft ist, so war sie einst eine okkulte Kraft. Und was heute noch okkult ist, das ist dazu bestimmt, eine treibende Kraft für die Zukunft zu werden. Genau ebenso wie vor Jahrmillionen dieser unser Menschenkörper vorbereitet worden ist aus Kräften, die in unserer Umgebung sind, so bereitet sich heute in uns ein höherer Körper vor, ein Körper der Zukunft; doch erst in einer fernen Zeit wird dieser Körper der Zukunft der unsrige sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verfolgen wir einmal ein wenig unseren Entwickelungsweg zurück. Was war einst da? Ein dumpfes Menschenbewußtsein ringsum die Welt, die anders ausgesehen hat als die unsrige , das wie ein traumhafter Spiegel war. Ein träumendes Bewußtsein hatten die Menschen. Und auch als die Entwickelung ihres Gemeinwesens weiterschritt, hatten sie keine Parlamente, die auf Meinungsaustausch beruhen; nichts Derartiges hatten sie. Es spiegelte sich bloß alles in dem Bewußtsein, das im Menschen aufstieg. Und die heutigen Körperorgane, wodurch sind sie entstanden? Dadurch, daß jene Kräfte an den Menschen gearbeitet haben. So wie die Tiere in den finsteren Höhlen von Kentucky ihre Sehkraft verloren, weil sie sie nicht brauchten, so organisierten die äußeren Kräfte auch dasjenige, was wir als Auge und als Ohr haben. Diese sind durch die Schall- und Lichtkräfte ausgebildet und aus unserem Organismus herausentwickelt worden. Aus dem, was jetzt in uns lebt, wird sich unser geistiger Organismus in der Zukunft entwickeln. Diejenigen Dinge, die als Ausdruck unserer spirituellen Kultur vor uns stehen, die Kirchen und so weiter, die Kulturwerke, die uns Schönheit und Wahrheit vermitteln, sie werden sich einprägen in unsere höheren Wesensglieder. Und wenn diese sich einst entfalten werden zu einem selbsteigenen Leben, dann wird das, was als Schönheit und Wahrheit in der äußeren Kultur lebt, in unserem Inneren aufsteigen. Was Augen und Ohren jetzt wahrnehmen, das sind Bausteine für die Organisierung einer höheren Zukunft. Betrachten wir die Welt von diesem Gesichtspunkt aus, dann gewinnt das menschliche Innere eine ganz andere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 211 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir stehen damit vor einer Tatsache, die in einfacher Weise begreiflich machen kann, was man Joga oder innere Schulung nennt. Aus den Worten, die ich gesprochen habe, werden Sie entnehmen können, daß dasjenige, was die Welt einst geschaffen hat, was in der Welt gewirkt und gekraftet hat, früher von unserem Inneren aufgenommen worden ist. Was heute in mir ist, war einstmals außer mir: das ist der Grundgedanke der okkulten Schulung. Ehe unser physischer Körper war, war schon unser Ätherleib vorhanden. Unser Ätherleib wiederum ist ein Gebilde, das von unserem Astralleibe geformt worden ist. Und davon geht die Jogaschulung aus. Wer sich auf die Jogaschulung einläßt, steigt hinab in seinen Ätherleib und weiß, daß er im Ätherleib die Kraft findet, die einst vor Jahrmillionen ihn aufgebaut hat. Langsam hat sich der physische Körper herausgehoben aus der Grundlage des Ätherleibes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur in großen Zügen kann ich beschreiben, wie das Hinuntersteigen in den Ätherleib vor sich geht. Da gibt es gewisse Strömungen im Ätherleibe, welche die Vorboten sind für die physischen Körperorgane. Die Nervenstränge des sympathischen Systems, das bis in den Rücken verläuft, die Nervenknoten des sympathischen Nervensystems, das sind Teile, die ätherisch vor Urzeiten herausgebildet wurden. Das ist ein Vorgang, der sich abgespielt hat in grauer Vorzeit. Dann, nachdem der Mensch weiter und weiter vorgeschritten ist, gab es eine Zeit, wo sich herausbildete innerhalb dieses Körpers, der nun in sich die Anlage zum physischen Nervensystem hatte, das Gebilde, welches uns fähig macht zur Entfaltung der inneren Körperwärme, zur Bereitung des warmen Blutes. Das ist wiederum ein späteres Gebilde aus dem Ätherkörper, der dann schon stark von den Kräften des Astralleibes beeinflußt war. Und aus dem, was wir hernach als Grundlage des Gehirns vorfinden, hat sich der Rückenmarksstrang herausgebildet wiederum aus dem Ätherleibe heraus, als dem anderen Pol des Ätherleibes, der sich auf der einen Seite zum Gehirn herausbildete, auf der anderen Seite zur inneren Blutwärme. Das ist in der Vergangenheit geschehen. An dieser Bildung des Menschen haben nicht nur die Naturkräfte gearbeitet, sondern auch höhere geistige Wesenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 212 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn nun der Jogi stufenweise hinuntersteigt in diesen Ätherleib, dann dringt er hinein in die Zeiten der Vergangenheit, wo seine geistige Ursprungsform von diesen Kräften und Wesenheiten beeinflußt worden ist und dasjenige hervorgebracht hat, was heute in uns lebt. Wenn der Mensch so hinuntergestiegen ist in das Leben, dann kann er beim Hinabstieg jenen Punkt noch einmal erreichen. Er steigt vom Kopfe abwärts in die unteren Gebiete hinunter, die in den ältesten Zeiten aufgebaut worden sind, und dann wieder zurück in seinen Kopf. Das ist eine Beschreibung des okkulten Erkenntnisweges, wenn auch nur eine spärliche Beschreibung. Weiteres kann in den okkulten Schulen gegeben werden. So bildete der Schüler der Mysterienweisheit die Fähigkeit aus, in die früheren Zeiten hineinzublicken; dann kommt die Zeit, wo er die okkulte Pilgerschaft unternehmen kann. Er erreicht dies auf dem Wege einer bestimmten Übung, durch die er sein persönliches Selbst überwindet und dadurch aufhört, das kleine gebundene Ich zu sein. Erst dann kann er den Aufstieg in das Universum vollziehen. Noch einmal steigt er hinunter, indem er die Weltkraft so mitnimmt, in das Meer der Vergangenheit. In aufsteigender Linie kann er allmählich hinauf kommend dann im einzelnen den Weg verfolgen, den er so zurückgelegt hat. Langsam und allmählich lernt der Mensch hinunterschreiten in das Meer seiner Bildekräfte, und zuletzt kommt er an einen Punkt, der in der Nähe des Ursprungs liegt. So muß es den Menschen ergangen sein, denen zuerst das Auge erstand, um den Blick ins Weltall zu lenken. Dann geht dem Schüler auf der Zusammenfluß des Ich mit dem großen Welten-Ich. Und nun muß er lernen, zu sagen zu dem kleinen Ich: Ich bin nicht du.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist ein wichtiger Moment, wo er sich klarmacht, was dies heißt: Ich bin nicht du. Das ist ein Moment, wo man anfängt zu begreifen, daß es höhere Kräfte in der Natur gibt als das Denken, daß es außer ihm etwas gibt, was man nicht mit den Gedanken der Gegenwart ausdrücken kann, was aber bewirkt, daß bei zwei Menschen, die über dasselbe sprechen können, die Rede des einen klar aber öde, die des anderen durchpulst ist von dem warmen Licht, das die Zukunft schaffen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 213 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Schüler so weit ist, dann kann er in noch anderer Weise lernen, als er bis jetzt lernen konnte. Er erlebt da etwas ganz Besonderes. Ihm tritt in der übersinnlichen Welt ein geistiges Wesen entgegen: er trifft diejenige Individualität, welche mit ihm früher schon einmal verbunden war. Das ist ein großes wichtiges Mysterium, daß sich gewisse Stufen unseres Daseins wiederholen. Wir steigen bewußt auf vom Manas zu den höheren Kräften. Wir sind einst aus geistigen Welten heruntergestiegen, und damals hat dasselbe Wesen etwas in uns hineingesenkt, dem wir jetzt wieder begegnen auf der jenem Punkte in der Vergangenheit entsprechenden Stufe, auf welcher es damals mit uns war. Es ist der Lehrer, der sogenannte Guru. Wir trafen ihn damals zum ersten Mal; jetzt treffen wir ihn wieder, wenn wir das, was er in unsere Seelen versenkt hat und wir unbewußt empfangen haben, bewußt auffassen können. Und steigen wir dann weiter hinunter, so treffen wir die Geister, die mitgebaut haben an uns vor Äonen. Wir treffen die zwölf Geister: die Geister des Willens, die Geister der Weisheit, die Geister der Form, die Geister der Bewegung, die Geister der Persönlichkeit oder des Egoismus, die Geister des Feuers oder der Wärme, die Geister der Dämmerung oder des Zwielichts und so weiter. Das alles bietet sich unserem Geistessinn dar bei diesem Abstieg in das Universum, auf dieser Pilgerfahrt. Und das allein macht es uns möglich, einen Blick in die Zukunft zu tun, das macht es uns möglich vorauszunehmen, was «in Kürze» geschehen soll, wie der Apokalyptiker sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist die Aufgabe des Okkultismus. Sie ist zu lösen, weil diese Lösung notwendig ist. Bewegungen, welche idealistisch sind, welche ethisch sind, gibt es genug. Die Bewegung aber, die man Theosophie nennt, unterscheidet sich von anderen dadurch, daß der Okkultismus bewußt in dieser Bewegung zu Wort kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ist das Verhältnis des Okkultismus zur Theosophie klargelegt. Die Theosophische Gesellschaft kann nie eine okkulte Bruderschaft sein wollen. Was ihr Kraft geben muß zur Erfüllung ihrer Aufgabe, was ihr das Leben geben muß, das können nur Dinge sein, die aus dem Okkultismus herausströmen. Deshalb wird die Theosophische Gesellschaft gedeihen, wenn man Verständnis haben wird für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 214 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Pflege okkulter Lehren und okkulten Lebens. Das ist noch keine Forderung, daß die Mitglieder selbst Okkultisten sein sollen. Wenn aber die Theosophische Gesellschaft vergessen sollte, daß in ihr dieses Blut pulsiert, dann mag sie eine interessante Gesellschaft sein, aber das, was mit ihr gewollt worden ist von den erhabenen Mächten, die an ihrem Ausgangspunkt gestanden haben, wird sie nicht leisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies versteht, wird der Theosophischen Gesellschaft nimmermehr den okkulten Charakter nehmen wollen. Doch wird, wer so in der Theosophischen Gesellschaft steht, in eine zwiespältige Lage gebracht. Er wird das Ohr richten müssen nach der Seite, von woher die okkulten Wahrheiten zu uns strömen, und auf der anderen Seite die Aufmerksamkeit auf das äußere exoterische Leben der Gesellschaft richten. Trennen muß man diese Dinge streng voneinander; niemals dürfen sie miteinander vermischt werden. Aber man darf auch nicht, wenn man von der äußeren Theosophischen Gesellschaft spricht, von den okkulten Persönlichkeiten, die am Ausgangspunkt stehen, sprechen. Niemals mischen sich diejenigen Mächte, welche auf dem höheren Plane leben, und die der Menschheitsentwickelung wegen außerhalb des physischen Leibes leben, in diese Angelegenheiten ein. Niemals geben sie etwas anderes als&#039; Impulse. Wenn wir in sachlicher Weise für die Ausbreitung der Theosophischen Gesellschaft wirken, stehen uns immer die großen Individualitäten, die wir Meister nennen, zur Seite; wir dürfen uns an sie wenden und sie durch uns sprechen lassen. Wenn es sich um die Verbreitung des okkulten Lebens handelt, dann sprechen die Meister. Handelt es sich nur um die Organisation der Gesellschaft, dann überlassen sie das denjenigen, die auf dem physischen Plane leben. Das ist der Unterschied zwischen der okkulten Strömung und dem Rahmen der theosophischen Organisation. Lassen Sie mich den Unterschied dessen, was als innerer spiritueller Strom geht, und was sich auslebt durch die einzelnen Persönlichkeiten, so ausdrücken, wie es vielleicht am besten ausgedrückt werden kann: Wenn es sich um das spirituelle Leben handelt, dann sprechen die Meister, handelt es sich um die bloße Organisation, dann ist Irrtum möglich, denn da schweigen die Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= III  17, Freimaurerei und Menschheitsentwicklung I, Berlin, 23.10.1905 (nur vor Männern) =&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 215&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freimaurerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und MenschheitsentwickeLUNG I&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 23. Oktober 1905 (zehn Uhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nur vor Männern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe Sie gebeten, zu einer kleinen Besprechung über okkulte Fragen zu kommen aus dem Grunde, weil man der Ansicht sein muß, daß derjenige, der sich an der theosophischen Bewegung beteiligt, sich nicht nur über die äußeren Dinge, die in Programmen ausgesprochen sind, klar sein muß, sondern auch darüber, wozu diese theosophische Bewegung führen kann. Nun sind diejenigen okkulten Strömungen, die in der theosophischen Bewegung leben, in der Tat in gewisser Beziehung verwandt mit früheren okkulten Strömungen. Namentlich eine derselben, die noch in die Gegenwart hereinreicht, soll es sein, an die wir heute anknüpfen: die Freimaurerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen, daß es in der Freimaurerei, wenigstens bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, streng verpönt war, irgendwelche weiblichen Mitglieder zu haben. Das hatte damals seinen guten Grund. Wenn nämlich einmal in der Weltentwickelung der Grund wegfallen wird, warum die Freimaurer keine weiblichen Mitglieder hatten, dann wird auch die Zeit gekommen sein, daß die Arbeit der Freimaurerei auf dem physischen Plane abgelöst wird von der theosophischen Arbeit. Vorläufig ist die theosophische Arbeit eine Vorbereitungsarbeit. An der theosophischen Arbeit werden Männer und Frauen in gleichem Maße teilnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich nun kurz sagen möchte, warum die Frauen von der Freimaurerei ausgeschlossen sein sollten, so könnte ich das nur so sagen, daß man seine Geheimnisse nicht gerade dem Gegner verrät; daß man ihm nicht gerade seinen Feldzugsplan schickt. Das tut man in keiner Kriegsführung. Und es wird sich uns zeigen, daß es sich in der Freimaurerei in einer gewissen Beziehung um eine Gegnerschaft gegen die Frauenwelt handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Freimaurerei ist die Fortsetzung uralter Geheimbünde und Bruderschaften. Solche Geheimbünde, wenigstens in der Form, in der sie fortleben in der Freimaurerei, haben ihren Ursprung genommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 216&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
men gleich beim ersten Aufgehen der vierten Unterrasse unserer fünften Wurzelrasse, also derselben Unterrasse, aus der später das Christentum entsprungen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie wissen, daß man die äußere Abfassung der Bibel nur ein paar Jahrhunderte vor Christi Geburt zurückverlegt, und das mit Recht. Aber Tradition war die biblische Offenbarung jahrtausendelang schon vorher. Früher war es nicht Usus, daß man solche Sachen aufschrieb, sondern daß man sie von Mund zu Mund fortpflanzte. Daher hat es etwas für sich, anzunehmen, daß die Geheimnisse, die von Moses der Priesterschaft anvertraut worden sind, erst später aufgeschrieben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun fällt in die Zeit, in der die Bibel als Dokument aufgetreten ist in der Weltgeschichte, auch die äußere Abfassung und das Auftreten dessen, was man die freimaurerische Legende nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Weltentwickelung ist es immer als ein Gesetz zu betrachten, daß das, was früher geschehen ist, später kurz wiederholt wird. Jeder Mensch wiederholt im Mutterleibe die Stadien, die die Rasse bereits durchlaufen hat. Jeder Planet wiederholt in den ersten Stadien die bereits durchlaufenen Entwickelungsstufen. Immer wird kurz wiederholt, was früher schon da war. So ist es auch mit den Rassen. Deshalb sind die erste, zweite, dritte Unterrasse unserer fünften Wurzelrasse die Wiederholung früherer irdischer Verhältnisse, nur auf einem bestimmten höheren Gebiete. Was von der lemurischen Rasse angefangen durch die Atlantis hindurch sich entwickelt hat, wurde auf einem gewissen höheren Gebiete in unseren drei Unterrassen wiederholt. So daß wir also eine Wiederholung dessen haben, was vorher in der lemurischen Zeit auf einem untergeordneten Gebiet vorhanden war. Es war dies bevor die Zweigeschlechtlichkeit entstand eine Art Doppelgeschlechtlichkeit; eine Eingeschlechtlichkeit, insofern als im Einzelwesen beide Geschlechter vertreten waren. Dann folgte erst die Trennung in die zwei Geschlechter. Also Männlich-Weibliches wurde dann erst ein Männliches und Weibliches. Auf geistigem Gebiete wiederholt sich nun etwas Ähnliches in unserer Wurzelrasse. Tatsächlich hat diejenige Erkenntnis, diejenige Weisheit, die dem alten, dem vorvedischen Indien eigen war, etwas Männlich-Weibliches und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 217&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
dadurch zugleich etwas, was ganz unabhängig war von irgendeiner Zweiheit, von irgendeinem äußerlichen Prinzip. Dann kam die Kultur der zweiten Unterrasse. Diese ist eine im eminentesten Sinne zweigeschlechtliche geistige Kultur. Daher tritt da der Dualismus auf: Ormuzd und Ahriman, Gut und Böse. Das alles mischt sich in die Erkenntnisse hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wollen wir uns einmal klar werden, wie das gekommen ist. Das ist so gekommen, daß zunächst, bevor es ein männliches und weibliches Geschlecht gab, eine Zweigeschlechtlichkeit in dem einen Individuum vorhanden war. Wir müssen nun fragen: Was war in dem einen Individuum das Befruchtetwerdende und was war das Befruchtende? In der alten griechischen Mythologie wird Zeus dargestellt mit mächtigen Frauenbrüsten. Es drückt sich darin eine Wahrheit aus, die in den alten Mysterien bekannt war und die uns auch die Urkunden lehren, daß das Geschlecht wenn ich es so nennen darf , das unserem unmittelbar vorangegangen ist, äußerlich-physisch nicht dem männlichen, sondern dem weiblichen Geschlecht ähnelte. So daß wir also vor der äußeren Trennung beide Geschlechter in einem Individuum haben, das äußerlich im physischen Ausdruck und im ganzen Empfinden und Wesen weiblich war. Wir haben es also am Ursprunge des Menschengeschlechtes zu tun mit einem nach der weiblichen Seite hingeneigten, zweigeschlechtlichen Individuum. Das männliche Geschlecht ist erst später hervorgegangen. Nun müssen wir uns klar sein, daß in diesem Individuum, das die beiden Geschlechter in sich selbst hat, auch ein Befruchtendes, ein männlicher Same da war. Das Weib hatte den Mann in sich. Wenn wir uns das klarmachen, daß das Weib den Mann in sich hatte, dann können wir uns auch nach unseren gewöhnlichen naturwissenschaftlichen Begriffen vorstellen, daß die Fortpflanzung gesichert war. Daß dies damals durch das Weib geschehen ist, das wollen wir einmal festhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun trat die Zeit ein, in welcher die Dinge auseinandergehen sollten. Welchen Charakter hatte nun im Weibe eigentlich das Befruchtende, das, was die Weibnatur da auf dem physischen Plan befruchtete? Das, was auf das Weibliche als Same wirkte, das war das Männliche; und das war das Geistige, die Weisheit. Das Weib gab den&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Stoff, der Geist gab die Form. Ausgestaltung auf dem physischen Plan ist verwirklichte Weisheit. Im Weibe wirkte die Weisheit. Nun differenzierten sich die beiden, indem die zwei Dinge, die früher zusammengewirkt hatten, als zwei getrennte Pole auftraten. Was früher in ein einziges Organ des Menschen zusammengedrängt war, trennte sich, und dadurch entstand eine Zweiheit in der Menschenbildung. Diese Zweiheit entstand so, daß zunächst in dem einen Individuum die Fruchtbarkeit, die Möglichkeit, daß das weibliche Ei sich fortpflanzte, aufhörte. Das weibliche Ei verlor die Möglichkeit, aus dem eigenen Körper befruchtet zu werden. So haben wir es zu tun mit einem unfruchtbar gewordenen Weiblichen und einem darüberstehenden Geistigen. Es geschah durch Abspaltung der physischen Organe die Trennung der beiden Geschlechter, und die Möglichkeit der Befruchtung wird nun durch das andere Geschlecht gegeben. Zwei Individuen entstehen, das eine mit physischer Weiblichkeit und das andere mit physischer Männlichkeit: Die Weisheit hat beim Manne weiblichen, beim Weibe männlichen Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trennung ist ein genauer Vorgang, den man verfolgen kann. Wir müssen uns aber da mit Andeutungen begnügen. Wir haben es also mit männlich gefärbter Weisheit im Weibe und weiblich gefärbter Weisheit im Manne zu tun. Diese weiblich gefärbte Weisheit ist passiv, ist geeignet aufzunehmen, zu hören, zu schauen, aufzunehmen, was ringsherum ist. Die männlich gefärbte Weisheit, die aktive Weisheit, bringt hervor. Daher haben wir eine zweifache Weisheit: die weibliche Weisheit, die aktiv ist und die natürlich auch auf die Männer übertragen wird; so daß es auch genügend Männer gibt, die die weibliche Weisheit übernehmen. Unten schreitet das Geschlecht fort, und oben haben wir es mit einer aktiven Intuition zu tun, die vom Weibe stammt und mit einer passiven Erkenntnis, die entschieden männlichen Charakter trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stellt die alte Mysterienlehre dar als den Gegensatz der Abelsöhne oder Göttersöhne und der Kainssöhne oder Menschensöhne. Abel repräsentiert die weibliche aktive Intuition. Daher ist er nicht imstande, etwas von außen aufzunehmen, das verarbeitet werden soll. Er nimmt auf das Göttliche, das ihn durchströmt, das in sein Intuitives&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 219&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einfließt. Das symbolisiert der «Tierhüter»: Er hegt und pflegt das Leben, wie Intuition das göttliche Weisheitsleben pflegt. Kain hat die männliche Weisheit, die von außen aufnimmt. Sie nimmt sich des Erdbodens an, um zu ackern; das Material ist draußen. Er wird der «Ackerbauer». Was vollbringt nun diese Kainsweisheit, diese Kainswissenschaft, da sie als passive Wissenschaft nur aufnehmend ist? Was vollbringt sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nun eine sehr interessante wichtige Legende, in der diese Wahrheiten für die Freimaurerei symbolisch zum Ausdruck kommen. Das ist die Tempellegende. Und daß es diese gibt, hat folgenden Grund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel selbst, das Alte Testament, ist hervorgegangen aus der weiblichen, der intuitiven Weisheit, sie trägt deren Grundcharakter. Das Alte Testament ist weibliche Weisheit. Die männliche Weisheit brachte es nicht zur Intuition. Sie beschränkte sich auf das Bauen und Arbeiten; sie nahm Steine und machte Gebäude, sie nahm Metalle und machte Gerätschaften. Die Tempellegende stellt das so dar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Elohim befruchtete die Eva, und da entstand Kain. Nachher schuf Jehova ein anderer der Elohim, auch Adonai genannt den Adam. Und Adam erzeugte mit Eva den Abel. Diese Legende stellt nun die Kainsweisheit der biblischen Weisheit entgegen, so daß wir beim Aufgehen der vierten Unterrasse zwei einander entgegenstehende Strömungen haben: die Bibel als weibliche Weisheit und die Tempelweisheit als die männliche Opposition dagegen. Das was der Mann [die männliche Weisheit?] wollte, wurde der weiblichen Weisheit schon in der vorchristlichen Zeit entgegengestellt. Das weitere ist so, daß Kain seinen Bruder Abel erschlägt. Das steht auch in der Tempellegende. Jehova machte Streit zwischen Kains Geschlecht und Abels Geschlecht, und Kain tötete den Abel. Das heißt nichts anderes [Hier folgen in der Nachschrift einige sehr unklare Sätze.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was war die Folge davon, daß diese Kainsweisheit entstand? Die Folge davon war, daß das Fruchtbare, das sich durch die eigene Weisheit fortpflanzte, getötet wurde. Indem Kain den Abel tötete, tötete männliche Erkenntnis in ihm das, was durch die Götter hervorgebracht worden war: die Möglichkeit der Fortpflanzung aus sich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
selbst. Das heißt, es wird dadurch, daß auf den Mann die Erkenntnis übergeht, der Abel in ihm ertötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ein Vorgang im Menschen selbst. Durch die männliche Erkenntnis wird die hervorbringende Kraft, wird Abel getötet. Nun stehen einander feindlich gegenüber die Nachkommen des Kain und das Geschlecht derer, die an die Stelle des Abel gesetzt werden, die Nachkommen des Seth. Die Nachkommen des Kain sind diejenigen, welche ihre männliche Weisheit verwenden auf den Bau der äußeren Welt; die passive Weisheit wird zum Bau der äußeren Welt verwendet. Nicht die göttliche Weisheit strömt auf sie hernieder. Aus dem Freien muß sie mauern an der Welt. Sie hat keine göttliche Intuition. Durch Probieren, durch Erfahrung entsteht das Zusammenfügen der rein mineralischen Produkte der Erde. So wird aus diesem Kains-geschlechte Tubal-Kain geboren, und so wird später Hiram-Abiff oder Adon-Hiram aus diesem Geschlecht geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe mir vorbehalten *)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Abeliten finden Sie den stärksten Repräsentanten in Salomo. In der dritten Unterrasse hatten sie ihre Repräsentanten alle in den Priestern. Die alte Priesterweisheit war die intuitive Weisheit. Diese Weisheit, die vorher im Weibe als Befruchtung gewirkt hat, war umgewandelt auf einer höheren Stufe zu der geistigen Weisheit. Und aus dieser Priesterweisheit ist die Bibel hervorgegangen. Eine weibliche Weisheit ist die Bibel auf diese Weise geworden. Diese weibliche Weisheit ist imstande, über das Göttliche große Offenbarungen zu geben; zu sagen, wie es sich mit den Engeln und Geistern verhält. Zu schaffen auf der Erde ist Sache der Kainssöhne. Darum ist auch Tubal-Kain der Urvater der Schmiede. Daher muß Salomo den Hiram-Abiff berufen, der ihm den Tempel bauen kann. Er baut dem König Salomo, dem Nachfolger der alten Priesterweisheit, den Tempel, ihm, dem Salomo, der die Priesterweisheit umsetzt in äußere Macht. Es ging das Königtum als äußere Institution aus der Priesterherrschaft hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salomo ließ also den Hiram-Abiff kommen. Und so wird der Salomonische Tempel gebaut. Nun kommt aber die Königin von Saba&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Siehe unter Hinweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
an den Hof des Königs Salomo, und es wird dort eine Art Verlobung zwischen beiden gefeiert. Es wird ihr auch der Tempel gezeigt, und sie verlangt den Baumeister dieses herrlichen Tempels kennenzulernen. Als sie den Baumeister dieses herrlichen Tempels kennenlernt, da geht in ihr etwas ganz Eigentümliches vor. Ein Blick von Hiram-Abiff fiel auf sie, und das wirkte in ihr entzündend. Und das zweite, was vorging, war das Folgende. Als sie die Arbeiter sehen will und wie das alles vor sich geht auf dem physischen Plan, da nimmt Hiram-Abiff das Tau-Zeichen, hält es in die Luft empor, und die Arbeiter laufen alle zusammen wie die Ameisen. Sie wird dadurch dem Salomo abtrünnig. Einige Gesellen des Hiram-Abiff, die Hiram nicht zu Meistern machen wollte, kommen dem Salomo zu Hilfe. Und diese wollten nun das Meisterstück des Hiram, den Guß des Ehernen Meeres, verhindern. Statt daß ein Kunstwerk entstand, strömten nun die Feuerströme nach allen Seiten auseinander. Hiram bemühte sich, das Ganze durch Wasser zu dämpfen; aber er brachte es dadurch erst recht in Verwirrung. Ein Feuerregen sprüht hernieder und alle kommen hinein. Auch Hiram-Abiff. Eine Stimme ruft ihm aber zu, keine Angst zu haben, denn daraus werde sein größter Erfolg hervorgehen. Nun wird er von einer Gestalt nach dem Mittelpunkt der Erde geführt. Da trifft er Kain selbst, zu dem er durch Tubal-Kain den Schöpfer der Schmiedekunst geführt worden ist. Da wird ihm nun eine wichtige Weisheit offenbart. Es wird ihm gesagt: Erkenne du nun den eigentlichen Jehova, der die Ursache ist, daß du da bist. Aber Jehova haßt die Feuersöhne und will sie vernichten; er will seine eigene Hervorbringung vernichten. Aber ihr habt nichts zu fürchten. Dir wird ein Sohn geboren werden, den du nicht selbst sehen wirst, aus dem aber ein Geschlecht hervorgehen wird, aus dem eine neue Feueranbetung auf der Erde entstehen wird. Mit dem Hammer, der ihm von Tubal-Kain gegeben wird, ist er daraufhin imstande, das projektierte Eherne Meer zustande zu bringen und sich dadurch noch mehr die Zuneigung der Königin von Saba zu erwerben. Dieser erscheint bei einem Spaziergang ein Vogel in der Luft, der das mystische Tau-Zeichen zeigt. Daran erkennt die Amme der Königin, daß unter diesem Zeichen des Tau die Zukunft der Weisheit verborgen ist. Bei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
einem Feste, bei dem sich Salomo berauscht hatte, zieht ihm die Königin von Saba den Verlobungsring wieder von der Hand. Hiram-Abiff aber wird von den Gesellen überfallen und getötet. Er ist nur noch imstande, das verborgene Wort auf ein goldenes Dreieck zu schreiben und dieses zu verbergen. Es wird später gesucht und eingeschlossen in einen Stein, der Würfelgestalt hat. Auf diesem Stein, der das verborgene Wort verhüllt, stehen die Zehn Gebote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die Tempelweisheit, welche die männliche Wissenschaft der weiblichen Weisheit entgegengesetzt hat. Das sind Dinge, die nur erklärt, die nur auf ihren okkulten Gehalt hin untersucht zu werden brauchen, um den tiefen Gehalt zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denken Sie sich, Hiram-Abiff wird zum Urvater seines Geschlechts geführt. Da erhält er eine Instruktion: es wird ihm gesagt, Jehova ist ein Feind der Feuersöhne. Welches sind die Feuersöhne? Das sind die, welche erst entstehen konnten durch die Trennung der Geschlechter, durch die Einwirkung des physischen Mannes auf ein physisches Weib. Das Feuer ist die Wirkungskraft des männlichen Samens. Im männlichen Samen lebt das Feuer im okkulten Sinne. Diese Grundkraft mußte Jehova schaffen, damit das Geschlecht fortgepflanzt werden konnte. Jehova schuf die Feuersöhne, was nur möglich war auf Grund dieses Feuers. Daher ist er der Feind des Neuen. Er war es, der die alte Art der Fortpflanzung fortlebte. Es war also ein Ausfluchtsmittel, was da geschaffen worden ist, und daher hatte er sich wieder den Priestern zugewendet und hat sie zu seinen Verkündigern gemacht. Er hat seine Macht und die Herrlichkeit der eigenen Weisheit durch die Priesterweisheit verkündigen lassen. Durch die Priesterweisheit ist die Weisheit Jehovas verkündigt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiram-Abiff ist also dazu berufen, das Eherne Meer, das heißt, die Verwandlung des Mineralreiches durch die Kunst zu übernehmen. Auch wird ihm gesagt, daß ihm ein Sohn geboren werden wird, der, wenn er ihn auch nicht selbst sehen kann, ein neues Geschlecht hervorbringen wird. Dieser Sohn ist nichts anderes als das neue Geschlecht, das einmal treten soll an die Stelle des alten, des jetzigen; das neue Geschlecht, bei dem es nicht mehr nötig ist, daß beide Geschlechter sich miteinander verbinden, sondern wiederum die Fortpflanzung durch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 223&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
das eine menschliche Individuum bewirkt werden kann. Da wird auf eine ferne Zukunft hingewiesen. Die alte weibliche Kultur wurde abgelöst von der männlichen. Das Weibliche als physische Gestalt wird absterben. Dann muß das Männliche eine Kraft in sich haben, ein Individuum aus sich selbst hervorzubringen. Und wo sitzt diese Kraft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher war Männliches und Weibliches in einem Individuum. Und als diese beiden sich trennten, entstand ein Herauswinden des heutigen Individuums. Es entstand der obere Teil. Das was [heute] oberer Teil ist, war damals mit den Sexualorganen vereinigt. Das was heute Sexualorgan ist, ist die Hälfte der damaligen [Hervorbringungs-]Kraft. Daher ist auch die Kraft, die im Kehlkopf sitzt, die andere Hälfte. Die Sprache bringt heute noch nichts hervor. Sie muß erst durchdrungen werden von der Kainsweisheit und muß dann so hervorbringen. Wenn der Mensch die Kraft erlangt haben wird, daß sein Kehlkopf so weit sein wird, daß sein Wort schaffend wird, so daß er durch das Wort seinesgleichen hervorbringen wird, dann wird die ganze produktive Kraft übergehen auf das männliche Geschlecht. Es wird dann auf die Menschen übergehen, was einstmals durch die Götter geschaffen wurde. Wann ist das Wort verlorengegangen? Als die Zweigeschlechtlichkeit entstand. Es ist vergraben, verborgen. Die Kainssöhne haben es nur bei ihrem Urvater gehabt. Hiram-Abiff sollte wenigstens die Prophetie davon erhalten. Er wurde aber gleich darauf getötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort ist vergraben, aber es ist da. Wäre es nicht vergraben, so wäre der Mensch selbstschöpferisch, wie der Elohim selbstschöpferisch ist. Daher ist das «Wort» in der Freimaurerei nicht das richtige, sondern das falsche «Wort». Das richtige Wort ist verborgen. Die Zehn Gebote sind eingegraben auf dem Stein, der das verborgene Wort enthält. Was sind die Zehn Gebote? Das sind die Gesetze der sittlichen Weltordnung. Die halten den äußeren Verkehr aufrecht, wie er jetzt ist unter dem Einfluß von Menschen aus beiden Geschlechtern. Solcher Gebote bedarf es nicht, wenn es keine zwei Geschlechter mehr gibt. Es ist diejenige Menschenordnung, die unter dem Einfluß der beiden Geschlechter entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben wir in dem Freimaurertum die Bewahrung des Andenkens an das verlorengegangene Wort, das errungen werden soll innerhalb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 224&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
derjenigen, die in der Freimaurerei arbeiten, und das nur dann errungen werden kann, wenn die passive männliche Weisheit in sich selbst die Aktivität erweckt. Deshalb sagt die Freimaurerei: Alles, was nicht aus der eigenen über die Welt verbreiteten Wissenschaft hervorgebracht wird, stammt noch aus den alten Zeiten weiblicher Priesterherrschaft. Diese wollen wir nicht bloß übernehmen [überwinden?], sondern auch einen neuen Wirbel des Daseins beginnen; wir sollen selbst der männlichen Kainserkenntnis die Intuition geben. Das würde unmöglich sein, wenn man dem Manne die Kraft nehmen würde dadurch, daß man das Weib zum Mitwisser des Geheimnisses machte. In dem Augenblick, wo vor Frauen gesprochen würde, würde das Ganze unwirksam sein müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist also eine Notwendigkeit gewesen, daß das ganze weibliche Geschlecht von der Freimaurerei ausgeschlossen war. Es hängt das damit zusammen, daß das Organ des Wortes mit der Geschlechtlichkeit, der Sexualität zusammenhängt. Deshalb mutiert auch der Mann, wenn er geschlechtsreif wird. Das Mutieren ist nichts anderes als der Ausdruck der alten Zusammengehörigkeit von Sprachorgan und Geschlechtsorgan. Jetzt werden Sie auch fassen, was der Freimaurer sagt: Es ist überhaupt nur der Mann dazu berufen, das verlorengegangene Wort auszusprechen und es umzugießen; nur der männlich gebaute Kehlkopf ist imstande, dasjenige zu sagen und zu wissen, was durch das verlorengegangene Wort wieder erreicht werden kann. Wenn wir es so auffassen, wird man begreifen, daß man es dem Weibe nicht gestattete, das Neue durch den Mund zu führen. Es ist komisch, von Gelehrten als Grund angeführt zu sehen: die Frauen werden nicht aufgenommen, weil sie alles ausklatschen. Der weibliche Kehlkopf ist als ein Rudiment stehengeblieben. Der männliche Kehlkopf ist es aber, der sich zum Zukunftsorgan bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, daß es sich um tiefe und bedeutsame Zusammenhänge handelt, und daß der Ausdruck «Maurer» in einem möglichst wörtlichen Sinne zu nehmen ist. Daher waren die Maurer in der griechischen und römischen Zeit die Erbauer dessen, was Schönheit ausdrücken soll. Dome, Tempel und andere bedeutende Bauwerke wurden von diesen Baumeistern erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 225&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sache ist nun so, daß selbstverständlich ein Teil dessen, was geleistet worden ist durch den Freimaurerbund, doch wieder von der alten Priesterweisheit her genommen werden mußte. So haben Sie wieder eine Mischung von weiblicher Weisheit und männlichem Streben. Im Grunde genommen ist das Geheimnis der Freimaurerei dasjenige, was noch nicht enthüllt ist, was noch gar nicht da ist, was man also auch nicht verraten kann, da es noch nicht da ist. Es ist dasjenige, was ausgesprochen werden wird, wenn einmal dem Worte die Produktionskraft innewohnen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind einige Worte, welche dem Okkultisten den Gedanken der Freimaurerei klarmachen werden. Noch bis ins 18. Jahrhundert hinein hat man gewußt, daß die Dinge so sind. Erst als man den Zusammenhang mit den höheren Welten verloren hatte, verlor man auch in der Freimaurerei das Bewußtsein dessen, was man verloren hatte. Und doch wieder nicht. Man verwässerte die Maurerei, man sagte, man wisse nicht mehr die Bedeutung. Man muß sich aber klar sein darüber, daß alles, was da existiert als Symbole, der alten Priesterweisheit entstammt, und daß das, was in den Symbolen darinnensteckt, erst noch herauskommen muß. Die eigentliche weibliche Weisheit geht allmählich ganz verloren. Daher hat man die sogenannten Hochgrade, die Bewahrer der weiblichen Weisheit, verschwinden lassen. Übriggeblieben ist nur noch das, was man die Johannesmaurerei nennt, die sich nur noch mit weltlichen Dingen beschäftigt und nur davon etwas versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber doch auch wieder ganz natürlich, denn es mußte ja, indem der Materialismus sich entwickelte, die Priesterweisheit verlorengehen. Was kann nun geschehen? Die alte Weisheit ist fort. Wir sollen im Äußeren leben. Was ist die Folge davon? Dies, daß erst dann wieder etwas Besseres hineinkommen kann, wenn eine Weisheit kommt, die wiederum ungeschlechtlich ist, die nicht mehr zusammenhängt mit der weiblichen und männlichen Weisheit, nicht mehr mit dem weiblichen Bibeltum, nicht mehr mit der männlichen Tempellegende. Dieser Weisheit begegnen wir in der Theosophie. In dieser Weisheit verstehen sich beide Geschlechter. Da arbeitet am Weibe der Mann, der im Weibe ist, und da arbeitet am Mann dasjenige, was&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
wiederum ungeschlechtlich ist. Da begegnen sich in der Erkenntnis des höheren Planes das Männliche und das Weibliche. Es ist also ganz natürlich, daß die eigentliche okkulte Grundlage als Freimaurerei gebracht worden ist, und daß ein neuer Ansatz gemacht worden ist. So etwas nennt man einen «Wirbel»:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So schlingen sich wirklich die Dinge in unserer Zeit zusammen. So müssen wir das ineinanderlaufend denken. Daher hat sich die Theosophie weder gestützt auf die Bibellegende, noch auf die Tempellegende, sondern den Weisheitskern in allem aufgesucht, der wieder hergestellt werden muß, ungeschlechtlich. Nun sehen Sie, wie die Theosophie das Friedenstiftende, das Harmonie-Herbeiführende ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ist in unserer Wurzelrasse dies zusammengefügt? Unsere Wurzelrasse wiederholt, was früher schon da war. Den Gegensatz dessen, was in der lemurischen Zeit schon da war, brachte sie zum deutlichen Ausdruck auf geistigem Gebiet. Opposition mußte sich deshalb herausstellen, weil das weibliche Geschlecht früher war und in absteigender Linie ist, während das männliche Geschlecht in aufsteigender Linie ist und die Samenkraft in sich sucht, die das Weib in sich hat. Wenn wir in den unteren Regionen bleiben, so müssen wir durch den Okkultismus genau unterscheiden: Wer Rassenmensch der Atlantier ist, braucht nicht zugleich auch Seelenmensch der Atlantier zu sein. So ist auch die Seele nicht an das Geschlecht gebunden. Die Seelen des weiblichen Geschlechts bewegen sich hindurch, bis sie die von den Männern sich selbst gemachten Körper mitbewohnen können und ein Geschlecht auf der Erde sein wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange die Männer noch dem Weiblichen in Opposition gegenüberstanden, mußten sie schweigen. Der Zusammenhang der Geschlechter wurde dadurch vorbereitet, daß im 18. Jahrhundert die Adoptionslogen gegründet wurden. Im Jahre 1775 wurde die erste&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
gegründet. Da wurde eine Maurerei getrieben, welche andere Symbole als die männliche Maurerei hatte. Dadurch aber, daß solche Adoptionslogen der männlichen Freimaurer auch Frauen aufnahmen, wurde der Zusammenhang der Geschlechter vorbereitet. Mitglied einer solchen Adoptionsloge war auch die Begründerin unserer Gesellschaft. Da spielt also auch die Sache hinein, die als Anfang der Theosophie bezeichnet werden muß. Die Theosophie ist also eine Weltaufgabe, die mit okkulten Strömungen zusammenhängt und aus dem Freimaurertum heraus arbeiten muß. Es könnte sogar noch einmal aufgeweckt werden und uns helfen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist der tiefere Gedanke: daß auf theosophischem Gebiete diese einseitige männliche Bestrebung überwunden werden muß. Es gibt schon im ganzen Mittelalter eine großartige Vorbereitung für das Erzeugen des anderen Geschlechts im Manne auf geistige Weise. Der Mann erzeugt durch Konzentration in sich zuerst als Gedanke, was später in ihm als Sein entstehen soll. Daher entstand im ganzen Mittelalter als Vorbereitung dazu der Marien-Kultus. Der ist nichts anderes als die Konzentration zur Erzeugung des Weiblichen im Männlichen, während beim Weibe der Jesus-Kult dem gleichen Zweck dient. Der Marien-Kult hat aus dieser Grundlage seinen Ursprung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden Sie einsehen, welche Verwirrung eintreten mußte, als ein Orden auftrat, der mit alle dem brach und die weibliche Weisheit wieder zurückerobern will. Es geht um die Herrschaft der Welt, die erobert werden soll. Will jemand die alte Weisheit lassen, wie sie ist, so muß er die Welt für die alten Kräfte erobern. Einen solchen Orden gibt es: Es ist der Jesuitenorden. Er hat sich bewußt diese Aufgabe gestellt. Daher -stehen sich so schroff gegenüber Jesuiten und Freimaurer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= III  18, Freimaurerei und Menschheitsentwicklung II, Berlin, 23.10.1905 (nur vor Frauen) =&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 228&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freimaurerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und MenschheitsentwickeLUNG II&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 23. Oktober 1905 (halb zwölf Uhr)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Nur vor Frauen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dinge, die wir heute besprechen wollen, sind bisher nicht vor Frauen besprochen worden. Daher ist es eigentlich eine Kühnheit, wenn ich heute darüber zu Ihnen spreche. Aber gewisse okkulte Strömungen machen es nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb dieser Strömungen gibt es manche Dinge intimer Art, die bis vor kurzem nicht vor Frauen besprochen werden durften, weil die okkulten Bruderschaften die den Zweck hatten, diese intimen Dinge zu pflegen das strenge Gebot hatten, keine weiblichen Mitglieder aufzunehmen. Das, was sie in der Welt zu tun hatten, sollten sie nicht unter Mitarbeit des weiblichen Elementes machen. Bis vor kurzem ist dieses Gebot pünktlich eingehalten worden. Heutzutage nun ist die einzige Möglichkeit, einen Ausgleich zwischen den zwei Geschlechtern zu schaffen, nur in der Theosophischen Gesellschaft gegeben. Hier ist auch allein die Stätte, wo über diese Dinge vor Frauen gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fragen nun: Warum hat diese Trennung der Geschlechter stattgefunden, die in den Freimaurerlogen zu einem so grotesken Ausdruck gekommen ist? Wenn man verstehen will, warum eigentlich diese Spaltung gepflogen worden ist, so muß man das mit einem etwas grotesken Vergleich ausdrücken: Wenn sich zwei Mächte bekriegen, so würde es sehr töricht sein, wenn der eine Feldherr dem anderen, feindlichen, seinen Feldzugsplan verraten wollte, bevor der Krieg beginnt. Genauso würde es bedeuten, dem Feinde die Waffen auszuliefern, wenn man in der Freimaurerei die Frauen herangezogen hätte. Denn um einen Krieg handelt es sich bei den Freimaurern, und zwar um den Krieg gegen den weiblichen Geist, um eine scharfe Opposition gegen den weiblichen Geist als solchen. Dieser Kampf war notwendig, ja, die okkulte Freimaurerei ist geradezu zu diesem Zweck gegründet worden. Daher war es Usus, über die okkulten Dinge vor den Geschlechtern getrennt zu reden. Es muß erst eine Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 229&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gefunden werden, in der von diesen Dingen zu Frauen gesprochen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründung der Freimaurerei geht in ferne Vergangenheit zurück. Sie entstand beim Beginn der vierten Unterrasse unserer jetzigen fünften Wurzelrasse. Zu derselben Zeit wurde auch erst das Alte Testament niedergeschrieben, welches uns Aufschluß über diese Dinge gibt. Es wird gesagt, daß höhere Geister dem Moses die Offenbarungen gemacht haben, die er dann niedergeschrieben habe. Die Kenntnis der höheren Tatsachen war aber schon viel früher vorhanden und wurde von Geschlecht zu Geschlecht mündlich, von Priestermund zu Priestermund, weitergegeben, bis sie von Esra dem die Niederschrift dieser Dinge zugeschrieben wird schriftlich dokumentiert worden ist. Als das Alte Testament nun anfing, durch die Priesterschaft eine Macht zu werden, da entstand in der Bruderschaft der Freimaurer aus einer bestimmten Ursache heraus eine gewaltige Opposition gegen dieses Priesterbuch, die Bibel. Sie ist sicher immer dagewesen, und sie war notwendig. Wir müssen uns klarmachen, warum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seien wir uns einig darüber, daß alles, was auf dem physischen Plan vor sich geht, zuerst in einer gewissen Weise frühere Tatsachen wiederholen muß. Es findet auf der Erde stets eine Wiederholung der Ereignisse früherer Zeiten statt. Der Mensch muß vor der Geburt die Stadien durchmachen, die er in seinem dumpfen Tierbewußtsein früher durchgemacht hat. So war zum Beispiel auch die Renaissancezeit des Mittelalters eine Wiederholung der alten griechischen Zeit. Auch bei den planetarischen Vorgängen finden wir solche Wiederholungen. Bevor die Erde das wurde, was sie heute ist, mußte sie erst die Wiederholung früherer Zustände durchmachen, ehe sie in der vierten Runde ein selbständiger Planet, eben unsere Erde wurde. So wiederholen sich, wenn neue Tatsachen in der Welt auftreten sollen, immer die früheren Stufen in einer neuen Form. So hat der Geist der Menschen in der fünften Wurzelrasse eine Wiederholung der lemurischen Rasse durchgemacht, wo der Mensch noch eingeschlechtlich war und dann zweigeschlechtlich wurde, was einen großen Einfluß auf seine geistige Entwickelung hatte. In der dritten Unterrasse der fünften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Wurzelrasse, der babylonisch-ägyptischen Zeit, hat sich nun nach und nach wiederholt auf dem Gebiete des geistigen Lebens, was in der lemurischen Zeit mit dem physischen Menschen vorgegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor es Männliches und Weibliches gab, war beides vereinigt, dann traten die zwei Geschlechter auseinander. Dieselbe Sache haben wir in der fünften Wurzelrasse in bezug auf die geistige Entwickelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
III. Wurzelrasse: Spaltung der physischen Entwickelung in männlich und weiblich, in zwei Geschlechter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V. Wurzelrasse: Spaltung der geistigen Entwickelung in männlichen Geist und weiblichen Geist; in Jehovadienst oder Priesterschaft und Freimaurerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Unterrasse, in der indischen Kultur ist noch alles erhaben über den physischen Plan. Die uralte indische Weisheit, die aus der ersten Unterrasse der fünften Wurzelrasse stammt, hängt geistig vor allem zusammen nicht mit dem heutigen physischen Plan, sondern mit den Zuständen früherer Zeit, wo der Mensch noch männlich-weiblich war. Daher wird dort auch noch gar nicht Bezug genommen auf die Tatsache der Geschlechter. Von einem dualistischen Prinzip ist in ihr nicht die Rede; dieses trat erst in der folgenden Unterrasse auf. Die Veden sind aus viel späterer Zeit. Bei der zweiten Unterrasse tritt schon eine gewaltige Spaltung auf. Das, worin sich diese Spaltung äußert, das stellt uns das Alte Testament in einem wunderbaren Bilde dar. Sehr schön und deutlich steht es in der Genesis: Bevor Jahve den Menschen geschaffen hat, schuf er auf der Erde Früchte, Tiere und so weiter und zuletzt schuf er den Menschen, Adam, und diesen teilte er dann in zwei Geschlechter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 231&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Darstellung beruht auf okkulter Erkenntnis der physischen Tatsachen. Nun stellt selbstverständlich alle okkulte Weisheit einen Zusammenhang dar zwischen physischen Tatsachen und der späteren geistigen Weisheit. Denn die physischen Tatsachen sind aus der göttlichen Weisheit hervorgegangen, und die Weisheit geht später wieder aus dem physischen Leben, aus dem Menschen hervor. Es ist ein Zusammenhang da zwischen Weisheit, Erkenntnis und dem physischen Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze befruchtende und fruchtbringende Kraft, die einen neuen Menschen hervorbringt, war früher in einem Geschlecht vereinigt. Dann wird der Mensch geteilt in männlich und weiblich. Welchem Geschlecht kommt der eigentliche Anspruch auf die Zeugungskraft zu? Es ist das Weibliche. Daher wird in der ältesten griechischen Mythologie Zeus, der als Vater der Menschheit verehrt wurde, mit einer Frauenbüste, mit einer weiblichen Büste dargestellt. Zeus als übermenschliches Wesen war dem weiblichen Geschlecht näher. Das weibliche Geschlecht war also das erste, das frühere, und hatte damals in sich die Kraft, das ganze menschliche Individuum hervorzubringen. Diese hervorbringende Kraft war vorhanden in dem eingeschlechtlichen Menschen, der in seiner physischen äußeren Form sich eben mehr der Form des Weibes näherte. In diesem eingeschlechtlichen Menschen war das Befruchtende die Weisheit, das Geistige selbst, und eine spätere Wiederholung davon ist die Befruchtung des weiblichen Geistes mit inspirierter Weisheit. Dieser Mensch der eingeschlechtlichen Zeit war das Ergebnis des im Weibe gegebenen Stoffes und der Befruchtung mit dem göttlichen Geiste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun müssen Sie sich klarmachen, was das war, wodurch das Weib den Menschen hervorbringen konnte. Physisch haben wir zunächst das Weib, das befruchtet wird von oben. Was das Befruchtende war, war der göttliche Geist im Weibe. Als die Spaltung der Geschlechter stattfand, trat die Differenzierung so ein, daß sich zunächst für das weibliche Geschlecht die geistigen Befruchtungsorgane in Weisheitsorgane verwandelten. Die männliche Kraft, die das Weib in sich hatte, die verwandelte die schöpferische Kraft in die Organe der Weisheit. So blieb dem Weibe die Hälfte der hervorbringenden Kraft; dem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 232&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manne blieb die schöpferische physische Kraft. Durch diese Trennung entstanden physisch das Rückenmark und das Gehirn mit den Nervensträngen, dargestellt in dem Baum des Lebens und dem Baum der Erkenntnis. Das Organ der Weisheit ist ausgebildet in den Rückgratringen mit dem Rückenmark und dessen Ausdehnung im Gehirn. Von da an ist eine Zweiheit im Menschen: Das sind die zwei Bäume in der biblischen Urkunde, der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun passen sich die neuen Wesen dieser Umwandlung an. Nicht alle früheren weiblichen Individuen haben nachher die weibliche Form angenommen. In dem einen Teil trat die weibliche Seite, die Möglichkeit, Menschen hervorzubringen, zurück, und es bleibt ihm als Ersatz die Kraft der Befruchtung in einer ganz anderen Weise zurück. Die physische Natur hatte sich gespalten in ein Befruchtendes und ein zu Befruchtendes. Ebenso hat sich auch die geistige Natur gespalten. Bei den weiblichen Individuen hat der Geist männlichen Charakter und Färbung; beim Manne hat das Geistige einen weiblichen Charakter. Das ist noch das Weib im Manne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die biblische Legende stellt das sehr genau dar. Es wird bekanntlich dem zweigeschlechtlichen Menschen verboten, vom Baume der Erkenntnis zu essen. Die Kraft, die Jehova in den Menschen gelegt hatte, war: seine Weisheit im Weibe wirken zu lassen. «Du sollst nicht essen vom Baume der Erkenntnis», heißt soviel wie: Du sollst nicht die befruchtende Kraft abtrennen und selbständig machen. Denn dadurch geht dem Weibe die Jahvekraft, die befruchtende Kraft, verloren. Als das Weib vom Baume der Erkenntnis aß, legte es den Grund dazu, selbständig in der Weisheit zu werden und somit aufzuhören, ein unselbständiges Werkzeug Jehovas zu bleiben, wie dieser es geplant hatte. So aber verlor es mit der Jehovakraft die Kraft, sich selbst mit Weisheit zu befruchten. Es setzte diese Kraft aus sich heraus, indem es [von dem Baume der Erkenntnis] aß und dem Manne von dem Apfel gab. So wurde das Weib vom Manne abhängig. Es war Luzifer, der den Menschen auf diesen Weg brachte, um ihn selbständig zu machen. Dem widersetzte sich Jehova und erließ deshalb das Verbot, vom Baume der Erkenntnis zu essen. Das&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 233&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weib aber ißt und gibt dem Manne. Der ißt auch, und dann folgt die Strafe, von Jehova verhängt. Neue Leiber müssen entstehen, die das Karma des vorigen Lebens austragen, der Tod und das Geborenwerden kommen in die Welt. Das Weib ist nun nicht mehr durch sich selbst fruchtbar, sondern ist unfruchtbar geworden. Und damit, daß die Befruchtung von außen kommt, ist auch die Möglichkeit eines solchen Todes in die Welt gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Bilde der biblischen Paradieses-Erzählung wird uns dieser tiefe Zusammenhang dargestellt. Alte Priestertraditionen waren Inhalt dieser Bilder geworden, alte Priesterweisheit war in diesen Bildern anschaulich verkörpert. Das Weib ist dann unfruchtbar geworden in bezug auf geistige Weisheit, indem es nach physischer Erkenntnis verlangte. Es gab dem Manne, er aß auch, sie wurden schuldig und aus dem Paradiese, zu dessen Entstehung sie nichts getan hatten, vertrieben. Das ist die alte Priestertradition über die Entstehung der Geschlechter. Es liegt eine tiefe Kenntnis vom Zusammenhange der tatsächlichen Vorgänge darinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was war nun geschehen dadurch, daß das Weibliche sich vom Männlichen abspaltete? In welchem Geschlechte hat sich der Schatten der produktiven geistigen Weisheitskraft mehr erhalten, im männlichen oder im weiblichen? Wir haben gesehen, daß die weibliche Weisheit eigentlich einen männlichen Charakter hat: das ist das Schaffende, das Produktive, die Intuition, das was originell ist, was hervorbringt. Dieselbe göttliche Kraft, die früher befruchtend im Weibe gewirkt hat, um den physischen Menschen hervorzubringen, wirkt nun befruchtend auf die Erkenntnis des göttlichen Wesenskernes im Menschen. Um diesen Vorgang zu fördern, wirken die Religionen durch Wort und Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das weibliche Wesen wird physisch unfruchtbar, das heißt, es kann keine Nachkommen aus sich heraussetzen wie ehedem. Der männliche, passive Geist ist derjenige, der geistig unfruchtbar ist, aber der Mann ist der, der physisch befruchten kann. Geistig läßt er sich nun befruchten durch alles das, was in der Welt ist. Er wird nun geistig befruchtet, um selbst physisch befruchten zu können. Die ganze Welt dringt zunächst auf ihn ein. Er wird befruchtet geistig, das Weib&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
physisch. Das Weib dagegen ist geistig selbst befruchtend; der Mann wird geistig befruchtet. Dadurch, daß man draußen alles sammelte und kombinierte, wurde die männliche Weisheit befruchtet. So entstand die Männerweisheit, die darauf bedacht war, die weltliche Weisheit zu sammeln. Die war wirklich zunächst nicht vorhanden, wie die früher von oben einströmende. Sie mußte erst gesammelt werden aus der Erkenntnis der physischen Welt. Die weibliche Weisheit dagegen ging faktisch auf die Priesterschaft über. Die Priesterweisheit wurde das Gut, welches ursprünglich von der alten weiblichen Weisheit herstammte. Jehova konnte das menschliche Geschlecht ja nur dadurch erhalten, daß er es in die zwei Geschlechter spaltete. Es entstanden zwei Oppositionen: Freimaurerei und Priesterherrschaft, die symbolisiert sind durch Kain und Abel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist ein Unterschied zwischen der weiblichen Priesterweisheit und dem männlichen Streben. Das wird uns dargestellt in der Legende von Kain und Abel. Abel war ein Hirte; er beschäftigte sich mit dem Leben, das schon da ist: Er ist das Symbol der angestammten göttlichen Kraft, die im Menschen als Weisheit wirkt, die er sich nicht selbst erwirbt, die in ihn einströmt. Kain schafft Neues aus dem heraus, was die Umwelt bietet: Er repräsentiert die passive männliche Weisheit, die erst befruchtet werden muß von außen; die in die Welt hinausgeht, um zu sammeln und zu schaffen aus der gesammelten Weisheit. Kain erschlug den Abel; das heißt: die männliche Weisheit wehrt sich gegen die weibliche Weisheit, denn sie fühlt, daß sie die physische Weisheit erobern und umformen muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Opposition nun aufzunehmen, das setzten sich die alten Freimaurer als Ideal vor. Sie wollten der weiblichen Weisheit, die auf die Priesterschaft übergegangen war, entgegenarbeiten durch die männliche Weisheit. Die Bibel in ihren großen Bildern war anzusehen als die auf die Priesterschaft übertragene intuitive weibliche Weisheit; der wollten sie entgegensetzen die vom Manne selbst erworbene Weisheit. Dieser Kampf gegen die Priesterweisheit war der Ausdruck der Opposition der Freimaurer. Man mußte dabei diejenigen, die mitwirkten, freihalten von einem jeglichen Einflusse weiblicher Weisheit. Es hatte dieser Kampf zu tun mit der physischen Entwickelung, und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
235&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
es war deshalb notwendig für die Freimaurer, sich von jedem Verkehr mit dem weiblichen Geschlechte fernzuhalten in bezug auf ihre Arbeit. Sie wußten, daß ihre Opposition gegen den weiblichen Geist nur durchgeführt werden könnte, wenn sie nicht gestört würden durch weibliche Gedanken. Man mußte das Positive hinstellen und überhaupt vermeiden, daß ein störendes Element dazwischen kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freimaurertum schuf nun als Gegensatz zur Bibellegende die Tempellegende. Diese sollte das Kampfesschwert gegen die Priesterschaft darstellen. Diese Tempellegende wollen wir uns nun vor die Seele stellen. Sie hat folgenden Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich schuf einer der Elohim den Kain, indem er sich selbst mit Eva verband. Dem stellte entgegen der Elohim Jahve den Adam. Dieser verband sich mit Eva, und daraus ging Abel hervor. Kain erschlug den Abel, Jehova machte darauf das Geschlecht des Kain untertan dem Geschlecht des Abel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt: ursprünglich wandte sich die weltliche Weisheit gegen die Priesterweisheit und unterlag, denn in Seth wurde das Abelprinzip fortgesetzt, und alle weltliche Weisheit wurde der Priesterweisheit unterworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wird erzählt, wie die Nachkommen des Kain die Erde eroberten, wie sie die Künste ausbildeten. Musik, Künste und Wissenschaften wurden von ihnen gepflegt. Tubal-Kain (1. Moses 4, 2122), der Meister von Erz und Eisenwerk, Jubal, von dem die Pfeifer und Geiger hergekommen sind, Hiram, der Erbauer des Salomonischen Tempels (1. König, 7,13), zählten zu Kains Nachkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mit Hiram wären wir an der Grenze zwischen der dritten und vierten Unterrasse angelangt, wo die Priesterherrschaft überging in die Königsherrschaft. Es entstand das Königtum von Gottes Gnaden, dessen Repräsentant der König Salomo war. Salomo hatte seine Macht nicht erhalten durch Arbeit auf dem physischen Plan, sondern durch das, was von Gottes Gnaden gekommen ist. Die Priesterweisheit ging über auf die Königsherrschaft. So wird diese als die Nachfolgerin der Priesterherrschaft angesehen, die unfähig war, aus sich selbst heraus für die Menschheit das für den Erdenfortschritt Notwendige zu tun. Aus den Abkömmlingen Kains mußte derjenige, der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 236&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den Tempel bauen sollte, geholt werden, weil er selbsterarbeitete Gedanken besaß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Legende erzählt nun weiter, daß die Königin von Saba, Balkis, verlobt war mit König Salomo. Sie kam zu ihm und staunte den Tempelbau an, er ihre Weisheit. Sie verlangte den Baumeister selbst zu sehen, denn sie konnte nicht begreifen, daß durch Menschenweisheit dieser wunderbare Bau entstanden sei. Hiram kam und machte schon allein durch seinen Blick einen mächtigen Eindruck auf sie. Nun verlangte sie auch die Arbeiter am Tempel zu sehen. Als Salomo sagt, daß das nicht gehe, da macht Hiram das mystische Tau-Zeichen in die Luft, und alsbald strömen die Arbeiter herbei. In dem mystischen Tau-Zeichen liegen die Kräfte, durch welche die Kainssöhne arbeiten auf dem physischen Plan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Gesellen des Hiram sind unzufrieden, weil er sie nicht zum Meistergrad befördert hat. Sie beschließen, dem Hiram zu schaden. Sie wollen sein Hauptwerk zerstören. Er will nämlich das Eherne Meer ausführen: das ist ein großes Kunstwerk, das aus einem flüssigen Elemente, aus geschmolzenem Erz, gegossen werden soll. Das ist ein Symbol des großen Kunstwerkes, zu dem das ganze Mineralreich umgearbeitet werden soll: die Aufgabe unseres Manvantaras. Die drei Gesellen tun folgendes: sie bringen den Guß des Ehernen Meeres in Unordnung. Hiram versucht durch Zugießen von Wasser den Guß wieder in Ordnung zu bringen: da zerstiebt alles in einem feurigen Sprühregen. Als Hiram verzweifelt sich verloren glaubt, wird er durch eine Gestalt, in der er Tubal-Kain erkennt, in den Mittelpunkt der Erde geführt. Dort wird ihm gesagt: Jehova oder Adonai ist nichts anderes als ein Feind der Feuergeister. Er will die Feuergeister vernichten. Dir aber wird ein Sohn geboren werden, den du zwar selbst nicht sehen wirst, der aber ein neues Geschlecht auf die Erde bringen wird. Nun gibt ihm Tubal-Kain einen Hammer, womit er den Guß des Ehernen Meeres zu Ende führen kann. Die drei Gesellen aber ermorden ihn. Vor seinem Tod haucht er noch ein Wort aus, das er auf ein goldenes Dreieck schreibt, und versenkt es. Man versteht das Wort nicht. Dies Wort ist das verlorene Wort der Freimaurer. Hiram wird beerdigt, ein Akazienzweig wird auf sein Grab gepflanzt. Das Dreieck&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 237&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird noch einmal ausgegraben, aber niemand weiß es zu würdigen. Es wird wieder versenkt und ein Würfel darauf gesetzt, auf welchem die Zehn Gebote geschrieben stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was heißt nun: Jehova haßt die Feuersöhne? Es sind diejenigen Menschen, die auf dem Wege der Eingeschlechtlichkeit hervorgebracht sind (Kain). Die Weisheit ist in ihnen mit Kama, dem irdischen kamischen Feuer vermischt. Diejenigen, die sich dem weiblichen Priestertum zugewendet haben, sind die Abelsöhne. Hiram wird verheißen: Du wirst einen Sohn haben, der ein neues Geschlecht begründen wird. Du wirst ihn zwar nicht kennen. Dieses neue Geschlecht soll herbeigeführt werden, wenn das verlorene Wort wieder seine Kraft erhält, wenn es in neuer Weise entsteht. Dieses Wort wieder entstehen zu lassen, daran arbeitet die okkulte Tradition, die im Freimaurertum verkörpert ist. Sie arbeitet daran, daß im männlichen Elemente zu dem Passiven das Aktive hinzutreten kann, daß sie selbst das Befruchtende wieder erlange im Geiste, um aus dem Passiven ein Aktives zu machen, damit die Kainssöhne aus sich selbst etwas hervorbringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tradition bildete sich aus: Die weibliche war die ursprüngliche Kraft. Sie hat der Welt alles gegeben, was an Weisheit in der Welt war. Sie hat aber einen Teil der physischen Produktionskraft verloren und auf das Männliche übertragen. Nun vergeistigt sich wieder alles und bei der Vergeistigung sucht die männliche Kraft die Herrschaft an sich zu reißen. Das männliche Element des Denkens sucht das Weibliche zu überdauern. Es wird aber eine Zeit kommen, wo wieder Geschlechtslosigkeit eintreten wird, und es handelt sich bei dem Kampfe darum, welches von den beiden Geschlechtern diese Geschlechtslosigkeit zuerst erobert. Das Freimaurertum strebt danach, daß das männliche Geschlecht, besser gesagt der männliche Geist, das Weibliche überdauern möge, die Geschlechtslosigkeit erobern möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nun einen okkulten Zusammenhang zwischen der Kraft der Sprache und der geschlechtlichen Produktionskraft. Das «Wort» hat alles hervorgebracht. Es lebte ursprünglich im Menschen. Dann hat der Mensch es verloren. Er kann nicht mehr selbständig schaffen, weil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 238&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihm das Wort fehlt. Nur der kann es wissen, der bei der Schöpfung zugegen war. Tubal-Kain wußte es und gab es dem Hiram. Dies Wort muß derjenige an sich reißen, der wieder Hervorbringungskraft haben will. Die wirkliche produktive Kraft muß sich mit dem Wort vereinigen. Das Wort wird den Menschen der Zukunft hervorbringen. Dann wird der Sohn des Hiram wirklich zu sehen sein. Das Feuer, die göttliche Kraft, wird dann in neuer Weise erstehen. Ein neues Geschlecht wird das alte ablösen. In der alten hebräischen Sprache gibt es ein Wort, ein Mantram, von dem gesagt wird, daß es, genügend stark ausgesprochen, die Welt hervorbringt. So wird der Mensch, wenn das Wort genügend gesteigert ist, durch die Sprache selbst den geistigen Menschen hervorbringen. Jetzt begreifen wir, was im Baume der Erkenntnis dargestellt ist: Die Schlange ist das, was sich im Rückgrat als Rückenmark hinaufwindet. Die Erkenntnis im Physischen ist die, die aus dem Nervensystem entspringt. «Es wird Feindschaft sein zwischen dir und dem Weibe, zwischen ihrem Samen und deinem Samen»: damit ist die Feindschaft zwischen dem Samen des Physischen, der physischen Erkenntnis, und dem Samen des Geistigen, der geistigen Erkenntnis gemeint. Das Geistige, das Weib, zermalmt zwar der Schlange den Kopf, aber erst, nachdem diese es in die Ferse gestochen hat. Es ist das, was aus dem Mittelpunkt der Erde zu den Füßen dringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Mannesreife wird die Sprachkraft eine andere. Das wurde als Vorbote angesehen für den neuen Sohn des Hiram (2. Chronik 2,13). Darauf hinzuwirken, diesen Sohn aus dem männlichen Geschlechte zu erzeugen, der durch die Kraft des Kehlkopfes entstehen soll, das war das Ideal, das sich die Freimaurer gestellt hatten. Alles was auf Erden später im Physischen entstanden ist, hat seinen Ursprung im Geistigen. Im Urbeginne wirkte nur das, was vom göttlichen Geiste auf der Erde entstand. Dann entstand auf der einen Seite die weibliche Bilder- und Priesterweisheit, auf der anderen Seite die bildlose Kainsweisheit. Und es ist interessant, daß, als gesucht wurde ein bildlicher Inhalt für die Kainsweisheit, daß da die männliche Weisheit eine Anleihe macht bei der weiblichen Weisheit: die Tempellegende und der ganze Inhalt der Freimaurerei stammt aus der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 239&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
alten Priesterweisheit, der Offenbarung von Oben. Das wurde in Symbole gehüllt. Aber die Symbole wurden nach und nach nicht mehr verstanden. Alles Okkulte verschwand nach und nach aus der Freimaurerei. Die drei Johannesgrade sind ganz auf den physischen Plan berechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da wir gesehen haben, warum diese geistigen Strömungen nebeneinander hergingen, so werden wir auch die Bedeutung der theosophischen Bewegung verstehen. Sie bereitet auf geistigem Gebiet vor, was später auf dem physischen Plan geschehen wird: die Wiedervereinigung der Geschlechter. Auch die geteilte Weisheit muß wieder in die einegöttliche Weisheit zusammenfließen. Im Menschen muß durch die theosophische Weisheit ein Ausgleich gefunden werden zwischen der religiösen Priesterweisheit und der freimaurerischen Weisheit. Die Weisheit der Zukunft muß geholt werden aus dem höheren Menschen heraus, der in beiden Menschen gleich lebt, dem weiblichen und dem männlichen. Das zu entwickeln, worauf es ankommt, worauf der physische Plan gar keinen Einfluß mehr hat, das ist der Zweck der theosophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Theosophie ist tatsächlich die männlich-weibliche Weisheit, die für beide Geschlechter gleich gültige Weisheit. Durch die Lehre von der Reinkarnation erkennt man, daß dasjenige, was bei jeder neuen Wiederverkörperung zum Ausdruck kommt, nicht die Persönlichkeit des jeweiligen Erdenlebens ist, sondern daß der Kausalkörper, die Entelechie, sich geschlechtslos aufbaut. Wenn wir uns dieser bewußt werden, so lebt in uns geistig auf, was über dem Geschlechtlichen steht, was unabhängig ist von dem, worauf sich die Gegnerschaft der beiden Strömungen gegründet hat. So ist die Theosophie die ausgleichende Bewegung, und sie allein kann den Ausgleich herbeiführen. Erst in der Theosophie kann man von einem Okkultismus sprechen, der beide Geschlechter gleichmäßig angeht. Nur von da aus kann man sich einen wirklichen Ausgleich zwischen beiden Geschlechtern denken. Nur die theosophische Bewegung kann das vollziehen. Alles andere ist eine Nachwirkung der früheren Zweigeschlechtlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Freimaurertum stellt sich die Aufgabe, das Zukünftige vorzubereiten. Deshalb wurde schon im 18. Jahrhundert abgesehen von dem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 240&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
früheren vollständig ausschließenden Prinzip. Und 1775 wurde eine erste sogenannte «Adoptionsloge» gegründet: eine Frauenloge, weil man das Gesetz des Ausgleichs der Geschlechter erkannte. Und so wurde ein Zusammenhang hergestellt zwischen Männern und Frauen, indem eine Frauenloge gegründet wurde. Aber jedes Mitglied einer Frauenloge mußte von einem Manne in einer Männerloge adoptiert sein. Einer solchen Adoptionsloge gehörte auch H. P. Blavatsky an. Aus der Freimaurerei selbst heraus wurde also jener theosophische Versuch gemacht. Dies zeigt Ihnen, daß dem, was richtig ist, stets ein Versuch vorangeht; nur der Grund, warum ein solcher Versuch gemacht wird, kann nicht gleich verstanden werden. Aber man kann auch nicht verlangen, daß das, was in der Welt als Grundkraft ist, gleich immer wirklich verstanden wird: es kann sein, daß man die eine oder die andere Strömung bevorzugt. Deshalb werden die beiden Strömungen wohl noch lange nebeneinander herfließen. Es könnte, um ein ruhiges Ausgleichen zu bewirken, nötig sein, in die Freimaurerei hineinzugießen, was sie hinüberführt zur theosophischen Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden Sie auch begreifen, warum die Kirche im Mittelalter ein ganz bestimmtes Ideal entwickeln mußte. Die Freimaurerei schuf ihr Ideal der Zukunft, die Kirche schuf ihr Ideal der Zukunft. Mit der Freimaurerei hatte sie nichts zu tun. Als Ideal lebte in der Kirche der Christus, also ein männliches Ideal. Dieses männliche Ideal konnte der okkulten Strömung innerhalb der Kirche nicht genügen. Der Mann brauchte zu dem Passiven auch das Aktive, er mußte das, was ihm selbst fehlte, sich hinzudenken. Er brauchte als Konzentrationsmittel etwas, was ihn ergänzte. Mann war er schon, das Weib mußte er hinzudenken. Der Okkultist, der etwas von den Dingen verstand, der nicht Freimaurer war, mußte das Weib denken. So entstand aus dem Mönchstum bewußt der Marienkultus. Dieser kam als dritte Strömung zu der Kirche, das heißt zu dem Priestertum und dem Freimaurertum hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Strömungen hatten im Grunde genommen dasselbe Ziel: das Unabhängigwerden der Menschen von den Geschlechtern. Aber die Art der Arbeit, um das Ziel zu erreichen, war eine verschiedene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 241&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der christliche Okkultist suchte in dem Weibe das männliche Prnzip, um es sich einzuverleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muß sich klar sein darüber, daß der wahre innere Mensch unabhängig ist vom Geschlechte, welches trennt; daß er daher durch beide Geschlechter hindurchgeht in den verschiedenen Verkörperungen. Und nun müssen Sie bedenken, daß bei der Freimaurerei der Kampf auf dem äußeren physischen Plan geführt wurde, damit alle Individualitäten, die sich in weiblichen Körpern inkarnieren, allmählich zum Männlichen hinübergeführt werden sollen, so daß das Männliche länger dauert als das Weibliche. Es soll das Weibliche überdauern, weil dieses das Frühere war. Das schwebte der Maurerei als Ideal vor; aber das war eine Einseitigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was schwebt nun der Theosophie als Ideal vor? Das Ideal der Theosophie ist: durch die Weisheit, die von den höheren Planen kommt, auch auf dem physischen Plan ein menschliches Geschlecht herbeizuführen, welches über der Geschlechtlichkeit steht. Daher ist die Theosophie auch eine Weisheit, die nicht in Religionen differenziert ist, sich nicht auf eine besondere Religion stützt, sondern zurückgreift auf die uralte Weisheit, die die Welt geschaffen hat und die an die Stelle derjenigen Weisheit tritt, welche als Priesterweisheit in den verschiedenen Religionen differenziert ist. Sie mußte das tun, weil die Priesterweisheit eine im Laufe der Zeit vollendete Aufgabe erfüllt hat. Theosophie aber will die Zukunft erobern, das was noch entstehen soll gegenüber dem, was früher war. Sie ist in gewisser Weise eine Fortsetzung der alten Priesterweisheit, der Mysterien, und steht dabei doch in einem gewissen Gegensatz zu ihr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegner der theosophischen Bewegung würden diejenigen sein, welche starr an der alten Priesterweisheit hängen wollten, welche versuchen würden, sie zu konservieren, sie sozusagen einzubalsamieren in ihrer alten Gestalt. Der höhere Plan für die Weltengestaltung ist: sie hinüberzuführen in den neuzeitlichen Geist, der die Zukunft zu schaffen hat. Die allererste Morgenröte zur Bildung einer neuen Weisheit, die da kommen soll, ging auf in einer Zeit, die das neuzeitliche Geistesleben hereinbrachte in die Menschheitsentwickelung im 15. Jahrhundert durch die Rosenkreuzer. Es handelte sich darum, daß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 242&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ein neuer Einschlag in die Welt kam. Ihr Thema lautete: die alte Priesterweisheit muß in ein Neues übergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab auch Mächte, welche die Welt für die alte Priesterweisheit zurückerobern wollten. Deshalb wurde ein Orden gegründet zu dem Zwecke, die Erde für die alte Priesterweisheit wieder zu gewinnen. Dieser Orden [der Jesuitenorden] wählte im Gegensatz zu dem Marienkultus das Männerideal. Er benutzte die okkulten Kräfte, um etwas wie einen Wall aufzurichten, um alles selbständig ausströmende Leben niederzuhalten, um das festzuhalten, was sich heraufranken will an dem Kreuz. Er vertritt das männliche Prinzip: er vertritt das Kreuz allein ohne die Rosen. Ein anderer Orden aber fügte dem Kreuze die Rosen hinzu, aus denen neues Leben sprießt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir zwei neuzeitliche Strömungen. Die eine hat das Alte in die Gegenwart hineingesetzt und will dadurch den Fortschritt mit aller Gewalt hemmen. Die andere hat das alte Kreuz mit Rosen umgeben, hat ein neues Reis hineingesenkt: das Kreuz von Rosen umrankt. Diese beiden Strömungen gingen nebeneinander: der eine Orden mit dem Kreuz ohne die Rosen; der andere, welcher die Rosen am Kreuz verehrt ein Neues, das kommen soll. Das sind die Rosenkreuzer. Auf dieser Strömung baut sich die theosophische Bewegung auf; sie entstammt dem neuen, grünenden Reis der Rose, das in die Zukunft hinein wachsen soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben wir gesehen, wie dieser Kampf entstand, zu dem die Frauen nicht zugelassen wurden. Unsere Aufgabe ist es, die Kluft zwischen den Freimaurern und den Rosenkreuzern zu überbrücken. Die Arbeit ist schwer, aber sie muß getan werden. Sie besteht darin: zur Erkenntnis des höheren übergeschlechtlichen Menschen zu gelangen. Es ist schwer, sich dazu durchzuringen, aber es ist möglich, und es wird gelingen, es wird zur Wirklichkeit werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= III  19, Die Beziehung der okkulten Erkenntnisse zum alltägl. Leben, 23.10.1905 =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 243 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehung der okkulten Erkenntnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zum alltÄglichen Leben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 23. Oktober 1905 (abends)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich einiges sagen, was als Fortsetzung mancher Fragen, die in diesen Tagen Ihnen vor die Seele getreten sind, gelten kann. Heute möchte ich manches ausführen, was vielleicht durch Bemerkungen in den vorhergehenden Tagen angeregt sein dürfte. Es ist so viel gesprochen worden über die Beziehungen des Okkultismus zur Theosophie, der Esoterik zur Theosophie und so weiter, aber noch nichts von der Beziehung der Theosophie zum alltäglichen Leben. Ich habe schon vor acht Tagen angedeutet, daß ich gerade über dieses Thema noch einige Worte sprechen möchte. Und zwar möchte ich heute einmal die Aufmerksamkeit auf weniger hohe Gesichtspunkte hinlenken, sondern davon sprechen, wie die okkulten Erkenntnisse in das Leben des Alltags unmittelbar hineinspielen und wie tatsächlich durch die theosophische Weltanschauung unser Blick nicht bloß über weite Zeiten und Räume hingelenkt wird, sondern wie wir auch durch die Begriffe des Okkultismus über die alltäglichsten Fragen einen ganz anderen Aufschluß gewinnen können, als das ohne solche Begriffe möglich wäre. Wir werden dann sehen, wie irrtümlich die Meinung ist, der wir so oft begegnen, nämlich daß der Okkultismus etwas Unpraktisches und dem gewöhnlichen Alltagsleben ungemein Fernstehendes sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eine andere Frage werden wir noch berühren. Es ist die Frage: Wie kann derjenige, der es noch nicht dazu gebracht hat was jedem Menschen in Zukunft aber beschieden sein wird , Einblicke in die höheren Welten zu tun, wie kann er sich von dem Standpunkte, den jeder Mensch mit einer normalen Bildung einnimmt, die Überzeugung davon verschaffen, daß die theosophischen Lehren Wahrheit sind und die Bestrebungen der Theosophie eine wirkliche Berechtigung haben? Die Beweise brauchen durchaus nicht bloß aus der okkulten Beobachtung gewonnen zu sein, ja, sie können gar nicht eher daraus gewonnen werden, bevor sie nicht aus einem anderen Gebiete geholt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 244 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind, dem des alltäglichen Lebens. Das bereitet uns vor, uns auch die Überzeugung von den höheren Gebieten des Daseins zu verschaffen. Was sich immer zugetragen hat, das trägt sich auch heute noch zu in unserem alltäglichen Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Menschen zurückverfolgen bis in die frühesten Zeiten seines Entstehens, so finden wir, daß er seinen Ursprung aus einer viel feineren, geistigeren Materie genommen hat als die ist, aus der er heute besteht. Der heutige Mensch zeigt uns der Form nach in der Hauptsache drei Körper: den physischen Körper, den Äther- und den Astralkörper. Der Ätherkörper ist eine Art Urbild des physischen Körpers. Der Astralkörper, die aurische Hülle, die den Menschen umgibt und durchdringt, ist dasjenige Gebilde, in welchem sich das Gemütsleben, das Instinkt- und Leidenschaftsleben sowie jeder Gedanke Ausdruck verschafft. Aus dem noch undifferenzierten Astralkörper hat sich im Grunde genommen der ganze Mensch im Laufe der Zeit herausgebildet. Wenn wir genügend weit zurückgehen, bis zu frühen Urepochen der Menschheit, dann finden wir, daß die physische und ätherische Substanz, die den heutigen Menschen durchsetzt, aufgelöst ist in dem ursprünglichen Astralkörper des Menschen, wie ein Samenkorn in der Erde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Mensch ist sozusagen verdichtet aus der astralen Grundsubstanz. Dieser Vorgang findet heute noch alltäglich statt. Wenn zwei Menschen sich gegenüberstehen, so sind es zunächst die beiden Astralkörper, die sich gegenüberstehen in Liebe oder Haß, Wohlwollen oder Mißfallen, Zorn oder Güte, abstoßend oder anziehend. Das alles sind Erscheinungen, die sich zwischen den Astralkörpern abspielen. Der Verkehr zwischen den Menschen ist ein fortwährender Austausch von Zuständen und Verhältnissen der Astralkörper. Wenn ich einem anderen Menschen gegenüberstehe, dann erfährt mein physischer Körper keine große Veränderung, auch der Ätherkörper nicht, wohl aber der Astralkörper. Wenn ein Mensch zu mir etwas sagt, das haßerfüllt ist, so gehen die haßerfüllten Ströme in meinen Astralkörper ein und verändern denselben. Ich muß dasjenige, was von ihm ausströmt, in meinen eigenen Astralkörper aufnehmen, und dieser bekommt dann ganz andere Eigenschaften, je nachdem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 245 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mir von dem anderen Liebe, Geduld oder Zorn und Ungeduld zuströmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Erzieher und dem Kinde spielt sich etwas ganz Ähnliches ab. Es ist ein großer Unterschied, ob ein Erzieher liebevoll oder ob er ein engherziger Egoist ist. In dem kindlichen Astralkörper haben wir etwas, was anders aussieht als der Astralkörper des Erwachsenen. Der Astralkörper des Kindes ist licht und hell, er zeigt sich uns als etwas Jungfräuliches im Vergleich zu dem Astralkörper, wie er sich im Laufe des Lebens entwickelt. Was ist der Astralkörper des Kindes? Wie eine undifferenzierte Lichtwolke erscheint er, die erst nach und nach gestaltet wird. Es ist noch wenig in ihn eingegraben, was ihn mehr und mehr in sich bestimmt macht, so daß noch alles mögliche aus ihm geboren werden kann. Er wird geformt durch die Vorstellungen, die das Kind aus der Umgebung aufnimmt. Sie gehen in ihn ein und färben ihn und machen ihn anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nachdem, was für Vorstellungen das Kind aufnimmt, ob von materialistischen oder idealistischen Gesichtspunkten ausgehend, strömen andere Gebilde in den Astralkörper des Kindes ein und formen ihn. Es tritt dann immer mehr eine Erfüllung der Seele mit solchen Vorstellungen ein. Wenn das Kind lieblos behandelt wird, tritt das Echo dieser Lieblosigkeit im Astralkörper des Kindes in Erscheinung. Er schließt sich dann wie mit einer Haut gegen die Außenwelt ab. Das alles zeigt uns, daß tatsächlich ein fortwährendes Umbilden des Astralkörpers stattfindet und daß der Verkehr mit den Menschen auf dieses Umbilden einen großen Einfluß hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind hat also noch einen gleichförmigen, aber eine unendliche Fülle von Möglichkeiten enthaltenden Astralkörper. Nehmen Sie den Astralkörper eines Kindes an, der einem idealistischen Erzieher gegenübersteht, der selbst eine harmonische Seele hat und mit Hingabe in die Welt hineinblickt und empfänglich ist für deren Schönheit und Erhabenheit, einem Erzieher, der imstande ist, in sich selbst ein Abbild der Schönheit der Welt zu schaffen. Ein solcher Erzieher wird auch die Eigenschaft entwickeln, auf die Anlagen der kindlichen Seele einzugehen. Er bildet dann im Kinde weiche und empfängliche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 246 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebilde aus und sendet in diese Ströme hinein, die von dem eigenen Astralstoff des Kindes aufgelöst werden. Ein solcher in sich selbst harmonisch gebildeter Erzieher sendet dem Kinde fortwährend harmonische Ströme zu. Wie selbstverständlich fließt dann die Charaktereigenschaft des Erziehers in das Kind über, und damit fließt auch über alle jene Weltharmonie, die er in Form der Schönheit aus der Umgebung entnommen hat. Was er Großes aufnimmt, als edler Mensch und guter Beobachter, das sendet er als Erzieher in die Natur des Kindes und bringt diese dadurch zu harmonischer Entwickelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir dagegen an, der Erzieher stehe dem Kinde als egoistischer, pedantischer Mensch gegenüber, als Mensch mit engen, eigensinnigen Vorstellungen und Begriffen. Diese Eigenschaften rufen in seinem eigenen Astralleibe Gebilde hervor, die ihn wie in einer festen Kruste eingeschlossen erscheinen lassen, ihn zu einem durch und durch festen, schwerbeweglichen Gebilde machen. Dann sendet er Strahlenströme aus, die fest in sich geschlossen sind, so daß es dem Astralkörper des Kindes unmöglich ist, sie aufzulösen. Sie verletzen höchstens wie ein Pfeil den Astralkörper des Kindes, können aber nicht aufgelöst werden und gehen einfach durch denselben hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder nehmen Sie etwas noch Alltäglicheres an. Zwei Menschen sprechen miteinander. Man kann zwei solche Menschen sehr gut in bezug auf die Wirkungen ihrer Astralkörper aufeinander durch das gegenseitige Aufeinandereinsprechen beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der astralen Substanz, im Astralen bildet sich immer etwas Neues. Ich will Ihnen dies in folgender Weise begreiflich machen. Der Mensch baut durch seine Vorstellungen fortwährend Gebilde in den Astralkörper hinein. Diese zeigen sich in den mannigfaltigsten Formen. Die astrale Substanz, die zwischen den einzelnen Gebilden unbenützt bleibt, nennt man eine intermediäre Astralsubstanz, im Gegensatz zu derjenigen, die sich zu Gebilden gestaltet hat. Diese intermediäre Astralsubstanz ergänzt sich fortwährend aus der Astralsubstanz unserer Umgebung, strömt fortwährend ein und aus, wird fortwährend erneuert. Aber die Gebilde bleiben fest, die der Mensch durch die Art seiner Empfindungen, Gedanken und Willensentschlüsse ausgebildet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 247 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir also an, zwei Menschen stehen vor uns und führen ein gewöhnliches Gespräch miteinander. Der eine von ihnen hat starre, feste Begriffe ausgebildet, die auch sehr feste Gebilde in der Astralsubstanz erzeugt haben. Der andere spricht auf ihn ein und versucht, ihm etwas klarzumachen. Worauf beruht dieses einem anderen etwas klarzumachen? Es beruht darauf, daß er seinen eigenen Begriff in die astrale Substanz des anderen Menschen hineinsendet. Dieser Begriff, dieser Gedanke strömt dann zunächst in die fremde Astralsubstanz hinein. Dort muß er sich erst durch die Zwischensubstanz auflösen und sich entsprechend den bereits vorhandenen Formen wieder erzeugen und umgebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir nun an, der eine versuche dem anderen etwas klarzumachen, zum Beispiel, was sich auf Reinkarnation bezieht. Der andere hat sich aber über Reinkarnation bereits einen festen Begriff gebildet. Nehmen wir an, er sei ein befangener Mensch und habe sich den Begriff gebildet, daß sie etwas Törichtes und Unsinniges sei. Dieser Gedanke hat in seiner Astralsubstanz geschwebt. Nun kommt der Gedanke des ersteren und löst sich in der intermediären Astralsubstanz des anderen auf, müßte sich aber in die bei ihm bereits bestehenden Gedankenformen umbilden können. Das geht aber nicht, weil sein Begriff zu starr, zu fest ist. Er kann den ihm zugesandten Gedanken nicht in seine Gedankenform umbilden, und deshalb versteht er ihn nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je mehr sich ein Mensch die Beweglichkeit der Begriffe erhält, so daß diese immer von der sie umgebenden Zwischensubstanz aufgelöst werden können, desto mehr Verständnis wird er dem anderen Menschen entgegenbringen. Davon rührt es her, daß es so schwierig ist, akademisch gebildeten Leuten theosophisches Leben zu vermitteln. Die auf der Universität aufgenommenen Begriffe erzeugen starre, feste, in. sich abgeschlossene Gebilde, die nicht leicht auflösbar sind. Mit solchen Gebilden erfüllt, kommt der Akademiker gewöhnlich zum theosophischen Vortrag und ist dann unfähig, theosophisches Leben zu erfassen. Ganz anders würde es sein, wenn er so erzogen wäre, daß er sich bei allen Begriffen sagte: Ja, es könnte möglicherweise auch anders sein, denn wir haben ja nur einen geringen Grad&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 248 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
von Erfahrung, und manches, was wir jetzt für richtig halten, wird in der Zukunft noch korrigiert werden müssen. Würde er das tun, dann wäre die Seele noch aufnahmefähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir noch einen anderen Fall. Ein Mensch steht einem anderen mit Gefühlen der Verehrung gegenüber. Wie nimmt sich für den Beobachter, der mit astralen Sinnen begabt ist, die Verehrung aus? Verehrung heißt, solche Gedanken aussenden, welche sich in die Substanz des fremden Astralkörpers hineinsenkt und sie gleichsam aufsaugt. Wenn Sie nämlich einen verehrenden Gedanken haben, so kommt dieser dadurch zum Ausdruck, daß Sie selbst die Verehrung als ausströmende Wärme dem anderen entgegenbringen. Diese von Ihnen ausströmende Wärme hat in der astralen Welt ihr Spiegelbild, das sich in bläulicher Farbe als die Gedankenform der Verehrung und Devotion zeigt. Das warme, verehrende Gefühl erzeugt eine Gedankenform, die bläulichen Charakter trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist es aber, was bläulich erscheint? Das können Sie erkennen, wenn Sie in den unendlichen finsteren Weltenraum hinausschauen. Er erscheint Ihnen blau infolge der erleuchteten Atmosphäre. Ebenso erscheint Ihnen [im Astralen durch den Gedanken der Verehrung] etwas, was vorher finster ist, und nun umleuchtet ist von dem warmen, hellen Gefühl der Verehrung, auch in dieser bläulichen Farbe. Man umschließt einen dunklen Raum mit dem Gefühl der Verehrung und der dunkle Kern erscheint dann als bläulich, ähnlich wie Ihnen in der Flamme ein blauer Kern erscheint, der vom Licht umzogen ist. So ist es auch mit dem Verehrungsgedanken. Er ist ein von Wärme durchflossener leerer Raum. Sendet man den Gedanken der Verehrung einem anderen entgegen, so bietet man ihm dadurch die Gelegenheit, sein eigenes Wesen in diesen leeren Raum einströmen zu lassen. So spielt sich der Ausgleich zwischen dem Verehrenden und dem Verehrten ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stehen Sie einem anderen dagegen gegenüber mit dem Gefühle des Neides, dann lebt in Ihnen eine andere Gedankenform, die Sie ihm entgegenbringen. Sie senden dann die rote Gedankenform des Egoismus, der Selbstliebe aus. Diese umschließt ihrerseits wieder eine andere Gedankenform, die voll ist von der Vorstellung des eigenen Selbstes,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 249 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die vielleicht durch Ehrgeiz erzeugt wurde. Dieser drückt sich nicht in einem leeren Raum, in einem Hohlgebilde aus, sondern in einer ganz erfüllten Form, in die nichts mehr hinein kann. Sie ist rings umschlossen von dem Gefühl der Kälte und hat die entgegengesetzte Gedankenform, nämlich ringsherum einen bläulichen Kreis, in der Mitte einen roten Kern. Die Kälte der blauen Farbe stößt alles zurück, was hinein will, und die eitle rote Gedankenform bleibt wie sie ist. Sie nimmt nichts an. So steht der Neidische, der nicht verehren kann, dem anderen gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, was sich in unserem Astralleibe abspielt, ist nichts anderes als das Ergebnis des Alltagslebens. Was sich im Astralkörper abspielt, kann nur der sehen, der darauf trainiert ist. Aber die Wirkungen dieser Vorgänge im Astralkörper sind im Physischen fortwährend da, und von diesen kann sich jeder durch das Leben überzeugen. Jeder kann folgende Probe machen, indem er sich sagt: Ich lasse es ganz dahingestellt, ob die Mitteilungen des Okkultisten wahr oder falsch sind. Aber ich will sie unbefangen prüfen. Ich kann so leben, als ob diese Mitteilungen auf Richtigkeit beruhten. Ich kann mich dann meinen Mitmenschen gegenüber dementsprechend verhalten, und wenn ich das vorsichtig tue, dann werde ich ja sehen, ob das Leben mir in jedem einzelnen Falle bestätigt, was der Okkultist sagt. Und das Leben wird Ihnen das in jedem Fall bestätigen. Sie werden einen ungeheuren Gewinn davon haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich das durchdenkt und zum Beispiel sich als Erzieher nicht nur mit seinen pädagogischen Begriffen und Ideen durchdringt, und nicht nur durch das wirkt, was er sagt, sondern auch durch das, was er fühlt, empfindet und denkt, wer sich durchdringt mit dem Bewußtsein, daß zwei Astralkörper aufeinander einwirken und weiß, was bei dem Gegenüberstehen dieser Astralkörper vor sich geht, der weiß auch, daß er die Pflicht hat, sich immer besser und besser zu machen. In dem Grade, wie er besser wird, wirkt er auch besser auf die Anlagen des Kindes ein. Er tötet nicht die Anlagen, sondern holt sie heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es bedeutet noch etwas ganz anderes, als nur zu wissen, daß es eine Wahrheit, eine Wirklichkeit ist, was uns durch die Verehrung eines&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 250 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
anderen Menschen, der verehrungswürdig ist, entgegengebracht wird; es bedeutet noch etwas anderes, zu erleben: wenn wir unzählige solcher Gedankenformen, umhüllt von Wärme, anderen Menschen zusenden, so wachsen wir durch die Größe des anderen Menschen. Es ist das noch etwas ganz anderes, als solche Dinge nur äußerlich mit dem Verstande zu erfassen, als nur zu wissen, was sie darstellen. So lernen wir im Okkultismus das Leben mit größerem Ernst erfassen, lernen erkennen, daß das, was nicht handgreiflich ist, was nicht mit Sinnen wahrgenommen werden kann, doch eine Wirklichkeit hat. Wir lernen die ganze Tragweite und Bedeutung unserer seelischen Welt verstehen und würdigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es mag vielleicht der eine oder andere sagen, das sind ja schematische Umgestaltungen. Nein, das sind sie nicht! Wir müssen ganz anders durchdrungen werden von der Tragweite unserer Taten und von der Verantwortlichkeit, die uns das Leben auferlegt. Das alleralltäglichste Leben ist es, was auf diese Weise vom Okkultismus beeinflußt werden kann. Derjenige, der weiß, was infolge von Gedanken und Gefühlen in der unsichtbaren Welt erfolgt, der bringt es schließlich dahin, daß es ihm ebenso wichtig wird, einem anderen Menschen kein böses Gefühl entgegenzusenden, wie es ihm wichtig ist, ihn nicht mit Flintenkugeln zu traktieren. Er weiß, daß es ebenso schlimm ist für den astralen Menschen, einen Haßgedanken auf ihn zu werfen, wie es für den physischen Menschen schädlich ist, wenn ein Ziegelstein auf ihn geworfen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verstehen kann man dies sehr bald; fühlen und erleben werden es diejenigen, welche in solchen Zusammenkünften sich zusammenfinden, wie es die theosophischen sind. Sie bringen dann daraus einen neuen Quell des Lebens mit. Sie können sich sagen, daß es für die anderen eine einfache Wirklichkeit gibt, für uns eine dreifache. Der andere fühlt die Wirklichkeiten nur aus der Sinnenwelt und denkt sich nichts Böses dabei, wenn er sagt: Gedanken sind zollfrei! Wer aber durch die theosophische Weltanschauung durchgegangen ist, der kann nicht mehr sagen, Gedanken sind zollfrei, sondern der ist überzeugt, daß er dafür verantwortlich ist, was er den anderen Menschen gegenüber denkt und fühlt. Dieses Verantwortungsgefühl tragen Sie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 251 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als schönste Frucht der theosophischen Weltanschauung in die Welt hinaus. Wenn wir auch noch Anfänger, Probierer sind, so wirken wir doch schon aus der verborgenen, okkulten Welt heraus in die sichtbare hinein. Wir verschönern und verbessern die Welt von den verborgenen Gebieten des Daseins aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die eine Seite, wie wir das Leben verstehen. Aber es gibt noch andere. Der Mensch lebt nicht allein als Individuum in der Welt, er gehört auch einer Familie, einem Stamm, einem Volk, also einer Gesamtheit an. Er ist eigentlich nur seinem physischen und seinem Ätherkörper nach so abgegrenzt. Ich habe schon gesagt, daß ein Astralkörper fließende Grenzen hat, daß die Zwischensubstanz fortwährend geneigt ist, Strömungen von außen aufzunehmen und sich zu erneuern. Wenn wir aber bedenken, daß wir einem Volk, einem Stamm, einer Familie angehören, dann bekommt die Sache noch einen weiteren Gesichtspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir den Astralkörper des einzelnen Menschen betrachten, so unterscheidet sich fast jeder von dem Astralkörper des anderen der Grundfärbung nach. Er hat eine gewisse Schattierung, die sich nach außen als Temperament äußert. Das Temperament kommt also in. einer gewissen Grundfarbe zum Ausdruck. Der Mensch steht auf diese Weise zu seiner ganzen Umgebung in Beziehung, indem sich der Charakter der Familie, des Stammes oder Volkes, denen er angehört, in der Grundfarbe ausprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann da als Okkultist interessante Beobachtungen machen, wenn man zum Beispiel eine Stadt wieder besucht, die man vielleicht vor zehn Jahren gesehen hat. Wenn man die jungfräulichen Astralkörper der Kinder betrachtet, so findet man, daß diese außer der persönlichen Grundfarbe noch eine andere Grundfarbe haben. Hat man nun bei dem ersten Besuch diese jungfräulichen Astralkörper der Kinder genau angeschaut und vergleicht sie mit denen jener Kinder, die nach zehn Jahren in der Stadt leben, so findet man, daß sich deren Aussehen verändert hat. Es gibt etwas in der menschlichen Individualität, das so fortschreitet wie die Entwickelung der Stadt, des Stammes oder Volkes. Das kommt davon her, daß die Strömungen von einem Kollektiv-Astralkörper, der mich von außen umgibt,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 252 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
fortwährend mit meinem eigenen in Wechselwirkung steht, der in diesem Kollektiv-Astralkörper lebt. Daher haben wir auch ein Volkstemperament, das sich in dem gemeinsamen Astralkörper des Volkes ausdrückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Volk und jede andere Gemeinschaft hat einen solchen Astralkörper, und dieser strömt in die Astralkörper der einzelnen Menschen ein. Das ist der Grund, weshalb eine gewisse Disharmonie entstehen kann zwischen den einzelnen Menschen und der Aufgabe des ganzen Volkes. Es gehen nämlich nicht immer alle Entwickelungsanlagen in der Welt den gleichen Gang. Das Umfassendere eilt sehr häufig demjenigen voraus, was weniger umfassend ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir zum Beispiel ein Volk. Ein Volk ist nicht ein beliebig in der Welt zusammengewürfeltes Gebilde, nicht etwas, was durch Zufall erzeugt wurde, sondern jedes Volk hat seine bestimmte Aufgabe im Entwickelungsgang der Menschheit. Wer ein Volk von einem höheren Gesichtspunkt aus betrachtet, der kann sich sagen, daß jedes Volk eine bestimmte Aufgabe hat und daß auch seinem Volke eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen obliegt. Er kann sich sagen: Ich gehöre diesem Volke an, so daß ich mit ihm der gemeinschaftlichen Volksaufgabe dienen muß, und ich kann ihr so dienen, weil in mir eine Astralität lebt, welche dem ganzen Volke angehört. Diese Bestimmung des Volkes ist auf dem Astralplane deutlich ausgedrückt, sie ist ein bestimmter Gedanke, etwas, das auf Planen, die höher sind als der Astralplan, lebt. Um die Gedanken der Weltordnung zu studieren, muß man über den astralen Plan hinaufsteigen zu dem mentalen Plane.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vierte Unterrasse zum Beispiel, aus der unsere Rasse hervorgegangen ist, entwickelte sich aus einem kleinen Kreise von Menschen in Asien und bildete sich zu der hebräisch-griechisch-lateinischen Rasse aus. Diese hatte die Aufgabe, die erste Mission des Christentums vom Völkerstandpunkte aus zu erfüllen. Der Gedanke dieser Rasse war der, das Christentum in seiner ersten Etappe über Europa und die angrenzenden Gebiete zu verbreiten. Das ist ein Völkergedanke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In früheren Zeiten galt der umfassende Gedanke von Reinkarnanation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 253 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und Karma. Dann trat ein Umschwung ein und die Menschen wurden in der Vorstellung erzogen, daß das eine physische Leben von Wichtigkeit sei. In der griechischen Kunst tritt das deutlich hervor, indem sie den Sinn für die äußere Form ausgebildet hat. Darin lag die Veredelung des physischen Planes für die äußeren Sinne. In dem römischen Volke kam dann das Recht zur Entwickelung, welches sich unmittelbar auf dem physischen Plan auslebt. Das Christentum endlich durchdringt dieses Recht mit einer Moral, so daß ein einziges Erdenleben eine solche Wichtigkeit erlangt, daß eine ganze Ewigkeit davon abhängig gemacht wird. Das ist ein einseitiger Gedanke, aber er war richtig und notwendig. Die katholischen Völker haben die Mission der Verbreitung des Christentums übernommen und sie nach dem Norden Europas getragen, wodurch die germanischen Völker eine neue Mission empfingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sehen also, daß ein Volksgedanke lebt im ganzen Volke, und jeder einzelne gehört diesem Gedanken zu. Was früher auf dem Gebiete der plastischen Kunst an schönen Formen der Sinnenwelt in der griechischen Kunst ausgebildet worden ist, was als Recht ausgebildet und später zur Moralität vertieft wurde, das haben wir in unserer Zeit zum Nutzen der Bürger herausgebildet zum technischen Leben. Städte wurden gegründet, sie wuchsen und blühten und bildeten so eine eigene Kultur heraus, die Kultur des Bürgertums. Aus dieser ging dann eine Nützlichkeitsmoral hervor, die den Anstoß gab zur Entwickelung einer einseitigen Wissenschaft, die den Höhepunkt in unserer jetzigen Zeit erreicht haben dürfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierin können wir das Wirken eines devachanischen Prinzips erkennen. Das ist das Umfassende bei diesen Veränderungen im Laufe der Entwickelung, das uns zeigt, in welcher Weise ein Volksgedanke wirkt. Wie dieser Gedanke zum Ausdruck kommt, das hängt von dem gemeinsamen Astralkörper des Volkes ab, von dem Volkstemperament. Die Kunst zum Beispiel wäre bei einem anderen Volke als dem griechischen in einer ganz anderen Weise zum Ausdruck gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obgleich nun der Volksgedanke in jedem einzelnen lebt, so geht der einzelne doch nicht im Volksgedanken auf. Er bringt daneben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 254 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
noch seine Persönlichkeit zum Ausdruck. Hier zeigt sich uns nun etwas ganz Merkwürdiges und Eigentümliches. Leichter ist es zunächst für den Menschen, sich in die Gedankenwelt seines Volkes, in seine devachanische Bestimmung hineinzufinden, als den Ausgleich zwischen den eigenen Gefühlen und den Gefühlen dieses Volkes zu bewirken. Es ist das nicht so leicht, namentlich für solche, welche schon eine gewisse höhere Bildung und Gesittung errungen haben. Auf den niederen Entwickelungsstufen ist dieser Ausgleich der Gefühle zwischen Mensch und Volk eher möglich, weil da immer eine größere Einordnung des individuellen Empfindens in das allgemeine Volksempfinden stattfindet. Auf je niedrigerer Stufe der einzelne steht, um so stärker kommt das Volksempfinden, der Volksgedanke bei ihm zum Ausdruck, in ähnlicher Weise, wie das Tier ein Abdruck der Tiergattung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch sich aber entwickelt, so hebt er seinen eigenen Astralkörper heraus, er wird differenzierter, bestimmter. Und dann ist es möglich, daß sein Astralkörper diejenige Form der Mentalität aufzunehmen imstande ist, welche über der Stufe der Mentalität seines Volkes liegt. Wenn man das, was von dieser höheren Stufe herunter-leuchtet, verstandesmäßig oder gedanklich erfaßt, so kann man leicht die Ideale ergreifen. Manchmal kommt es auch vor, daß die Gefühle des Astralkörpers eines Menschen nicht so weit entwickelt sind wie seine Gedanken. Die Gedanken eines Volkes können so mächtig auf die Gedanken eines einzelnen einwirken, daß sie ihn ergreifen, bevor er sich sonst genügend entwickelt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Individuen, bei denen dies zutrifft, sind ideale Schwärmer, sind die Märtyrer für den Fortschritt eines Volkes. Sie sind es deshalb, weil sie selbst dem vorauseilen, was ihr sonstiger Astralkörper tatsächlich ist, weil sie ihre ganze edlere Seele dem einen Ideale in selbstloser Weise zuwenden. Wenn, solche Menschen dann mit Tod abgehen, dann tritt ihre unentwickelte Astralität mit um so größerer Stärke hervor; dann tritt das, was nicht in dem Ideale des Volkes war, in Wirkung, denn sie haben es in Zukunft nur mit ihrer eigenen Entwickelung zu tun. Wenn ein solcher Mensch, der im Leben ein großer und edler Idealist war, der sich dem Ideale seines Volkes gewidmet hat,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 255 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gestorben ist, wird er übertönt von dem in ihm noch vorhandenen persönlichen Element. Dann treten die niedrigen Eigenschaften seines Astralkörpers ganz hervor. Nehmen Sie nun an, ein solches Menschenwesen ist zum Märtyrer geworden. Er hat Edles geschaffen, ist aber von seinem Volke mißhandelt worden, wie manchmal solche fortgeschrittenen Naturen mißhandelt werden. Dann wird er gewöhnlich zwar trotzdem während seines Lebens kühn und mutig seinem Ideale nachgehen, nicht nach rechts und nicht nach links schauen. Ist er aber gemartert oder gar getötet worden wegen seines Ideals, dann treten unmittelbar nach seinem Tode die Rachegedanken auf. In Kamaloka bleibt dann übrig, was er als Persönliches zurückgedrängt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Volk, das auf diese Weise seine Idealisten behandelt, schafft sich schlimme Kräfte in Kamaloka, die auf das Volk zurückwirken. Rußland hat sich solche schlimmen Kräfte geschaffen. Seit Jahren hat es gewisse edle Persönlichkeiten mit der Knute mißhandelt. Die niedrigen Kräfte dieser Persönlichkeiten sind nun in Kamaloka wirksam als Feinde dessen, was in Rußland lebt, als Feinde derer, für die sie sich im Leben geopfert haben. Man konnte sehen, daß solche Märtyrer, die jüngst verstorben waren, jetzt kämpften auf Seite der Japaner gegen ihr eigenes Volk. Dies ist eine Tatsache, welche uns verständlich wird, wenn wir in die tiefer wirkenden Kräfte des Seelenlebens hineinsehen. Die Erscheinungen der Zukunft werden uns klar, wenn wir sie von diesem Standpunkte aus betrachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir leben als Mitglieder germanischer Völkerschaften, eingeschlossen im Osten von slawischen, im Westen von englisch-amerikanischen Völkerschaften. Beide, die amerikanischen und die slawischen Völkerschaften sind aufgehende Rassen, welche in der Zukunft ihren Zweck zu erfüllen haben, Rassen, die erst am Anfang ihres Volksgedankens stehen. Der Grundcharakter der slawischen Völker drückt sich aus in der spirituellen Veranlagung. Versuchen Sie die slawische Kultur zu verstehen, und Sie werden finden, daß sie zu einer spirituellen Kultur hinneigt, daß sich da etwas Spirituelles herauflebt. Diese slawischen Völker mußten sich zunächst mit den im Osten liegenden Volksstämmen auseinandersetzen, mit den Chinesen und Japanern. Das sind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 256 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überbleibsel früherer Völkerschaften der Atlantier, wie überhaupt alle Mongolen die Überreste der spätatlantischen Kultur sind. Sie haben Astralkörper, welche selbst schon zur Spiritualität neigen. Mit diesen haben sich die slawischen Völker auseinanderzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Amerika haben wir etwas Ähnliches. Der Materialismus ist da auf die Spitze getrieben und radikal ausgebildet in allen Anschauungen des Volkes. Das führte in der neueren Epoche dazu, den Geist selbst in materieller Weise aufzufassen. Während bei den slawischen Völkern einzelne Persönlichkeiten auftreten, wie Tolstoi, die schön und groß, aus der spirituellen Seele heraus, die Entwickelung anzuregen versuchen, bemüht sich das amerikanische Volk, das Seelische und Geistige in materieller Weise zu fassen. Daher finden wir bei ihm einen stark materiellen Spiritualismus und Spiritismus. Der Geist wird bei ihnen in genau derselben Weise gesucht, wie sie nach physischen Wahrheiten suchen. Aber gerade in der Art des Suchens liegt der Unterschied. Versuchen Sie das Geistige mit Augen zu schauen, so wird es psychisch und diese psychische Seite hat sich in Amerika stark entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die amerikanischen Völker haben sich mit einem anderen Volkselement auseinanderzusetzen, das von der Atlantis herstammt und mit psychischen Anlagen begabt ist. Dieses Volkselement lebt in den Negervölkern. Die Art und Weise, wie diese beiden Völker zusammenwachsen, ist charakteristisch. Das Psychische hat sich mit dem Psychischen auseinanderzusetzen, das Spirituelle mit dem Spirituellen. So haben wir einen spirituellen Volksgedanken im Osten und einen psychischen im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben Wissenschaft und Kunst auf dem äußeren Plane erlebt, nun soll auch der Geist wieder emporgehoben werden. Das kann auf zweifache Art geschehen: entweder auf die spirituelle oder auf die psychische Weise. Die spirituelle Weise ist Fortschritt, die psychische ist Rückschlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, wie hier die Welt verständlich wird, wenn wir sie von der okkulten Grundlage aus betrachten. Wiederum braucht man nicht zu sagen, wir können uns von diesen Dingen nicht überzeugen. Man nehme nur das, was sich wirklich abspielt. Man wird probeweise zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 257 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
der Überzeugung geführt werden, wenn man das psychische Weltbild und die psychische Forschung mit dem Weltbilde des Okkultismus vergleicht. Versuchen wir das Weltbild des Okkultismus zu verstehen, dann wird uns auch immer mehr die Erscheinungswelt begreiflich. Eine solche okkult-spirituelle Weltanschauung läßt uns keine Lücke im Begreifen der Welt. Daraus werden wir dann den Glauben an die okkulte Welt gewinnen, von der die Okkultisten berichten und durch diesen erziehen wir in uns ein Element, das uns höher heben wird. Das ist kein blinder Glaube, sondern ein probierender Glaube. Mit jedem Erfahrungszuwachs wird dieser Glaube stärker und berechtigter, immer fester und sicherer. Und wenn der Glaube diese Sicherheit in sich selbst erzeugt hat, erzeugt er auch die Anlage zum Wissen. Immer hat man probiert, bevor man zum Wissen aufgestiegen ist. Wer das Wissen haben will vor dem Forschen, gleicht dem, der die Frucht haben wollte vor dem Samen. Das Wissen soll von uns selbst erworben werden. Wüßten wir schon, so brauchten wir nicht zu forschen. Das, was den Forschern an Gewißheit und Sicherheit fehlt, muß die Gewißheit und Sicherheit des Glaubens ergänzen. So müssen sie zusammenwirken, und so werden sie zuletzt in Einheitlichkeit erzeugen, was uns als Einheitliches entgegentreten muß: die Frucht der Erfahrung, das Wissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hören wir die Okkultisten und sagen wir dazu weder ja noch nein. Betrachten wir es aber als Grundlage unseres eigenen Lebens und unserer Lebenshaltung; betrachten wir es so, als ob ihre Forschungen brauchbare Leiter für unser Leben wären, dann werden wir finden, daß sie uns Führer sein werden durch das Leben und zuletzt hinleiten zu einem inneren Wissen und einem Leben, das uns durchströmt, dann werden wir finden, daß sie uns Führer von Vertrauen sein werden zur Forschung, zur Befriedigung und zum harmonischen Leben in sich selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= III  20, Die königliche Kunst in einer neuen Form, 02.01.1906 (Vor Männern und Frauen gemeinsam) =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 258&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kÖnigliche Kunst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in einer neuen Form&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berlin, 2. Januar 1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vor Männern und Frauen gemeinsam)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute möchte ich über einen Gegenstand zu Ihnen sprechen, der sehr vielen Mißverständnissen ausgesetzt ist und über den außerordentlich viele Irrtümer in der Welt verbreitet sind. Die meisten von Ihnen wissen, daß ich bei Gelegenheit unserer diesjährigen Generalversammlung über dasselbe Thema bereits gesprochen habe, und daß ich damals, einem alten okkulten Usus zufolge, vor Männern und Frauen getrennt vortrug. Aus bestimmten Gründen, die vielleicht aus dem Vortrage selbst noch klarer werden können, habe ich heute von diesem alten okkulten Usus Abstand genommen, und zwar deshalb, weil gerade die Gründe, die mich heute und auch damals bewogen haben, über diesen Gegenstand zu Ihnen zu sprechen, damit zusammenhängen, daß über kurz oder lang hoffentlich über kurz mit diesem alten Usus überhaupt gebrochen werden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich sagte: viele Mißverständnisse sind über diesen Gegenstand verbreitet. Ich brauche aus meinem eigenen Leben nur auf eine Tatsache hinzuweisen, die Ihnen zeigen wird, daß es wirklich heute nicht gerade leicht ist, über geradezu abenteuerliche und abergläubische Vorstellungen hinauszukommen, die in bezug auf diese Sache existieren; und andererseits brauche ich nur darauf hinzuweisen, wie leicht es möglich ist, sich diesen außerordentlichen Dingen gegenüber ganz unglaublich zu blamieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tatsache aus meinem Leben möchte ich einfach erzählen. Sie werden sie vielleicht kaum für glaublich halten, und dennoch ist sie wahr. Es sind jetzt vielleicht siebzehn oder achtzehn Jahre her, da war ich in einer Gesellschaft von Universitätsprofessoren und einigen recht begabten Dichtern. Unter den Professoren befanden sich auch einige Theologen von der Theologischen Fakultät der Universität des betreffenden Ortes. Es waren Katholiken. In dieser Gesellschaft wurde nun allen Ernstes folgendes erzählt. Von einem dieser Theologen, der ein sehr gelehrter Herr war, ging das nicht unbegründete Gerücht,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 259&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
daß er abends nicht mehr ausgehe, weil er glaube, daß da die Freimaurer herumgehen. Der Betreffende vertrat ein ausgebreitetes Fach. Aber nicht er war der Erzähler, sondern ein anderer. Der erzählte nun, daß während seiner Anwesenheit in Rom eine Anzahl von Mönchen eines bestimmten Ordens es waren elf, zwölf oder dreizehn sich anheischig gemacht haben, folgendes Geschehen zu beeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Paris hätte einmal ein sehr bedeutender Bischof eine Predigt gehalten, in welcher er über die furchtbare Gefahr des Freimaurerordens in der Welt sprach. Daraufhin trat nach der Predigt ein Mann zu ihm in die Sakristei und sagte, er wäre Freimaurer und er möchte ihm Gelegenheit geben, sich eine Versammlung des Bundes einmal anzusehen. Der Bischof willigte ein und sagte sich: Ich will mir aber einige geweihte Reliquien mitnehmen, damit ich geschützt bin. Nun wurde ein Ort verabredet. Der Betreffende führte den Bischof in die Loge, wo ihm ein verborgener Platz angewiesen wurde, von dem aus er jedoch alles beobachten konnte, was sich da abspielte. Er setzte sich in Positur, hielt vor sich hin seine geweihten Reliquien und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Was er nun sah, wurde in der folgenden Weise erzählt; ich betone, daß unter denen, die damals in der Gesellschaft waren, einige dabei waren, die die Sache als diskutabel ansahen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Loge wäre eröffnet worden sie hätte in Wirklichkeit den Namen « Satansloge» getragen, während sie nach außen hin einen ganz anderen Namen hatte , und es wäre eine merkwürdige Gestalt erschienen. Nach altem Usus woher er den Usus wußte, hat er nicht erzählt sei sie nicht gegangen; Geister gehen ja bekanntlich nicht, sondern sollen nach manchen Auffassungen gleiten. Diese merkwürdige Gestalt hätte die Sitzung eröffnet. Was dann vorgegangen wäre, wollte der Bischof absolut nicht erzählen, es wäre zu furchtbar gewesen. Er hätte aber die ganze Kraft der Reliquien angerufen, und da sei es wie Donnergepolter durch alle Reihen gegangen, der Ruf erscholl: Wir sind verraten! und der, der die Sitzung gehalten hatte, verschwand. Kurz, es war ein glänzender Sieg der bischöflichen Kräfte über das, was da vermutlich getan werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 260&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wurde also [in der Gesellschaft] als eine ganz ernsthafte Sache diskutiert. Daraus mögen Sie ersehen, daß es in unserer Zeit Menschen gibt, die vielleicht gelehrtere Herren waren als manche andere, die große Namen haben, und die dennoch auf dem Standpunkt stehen, daß derartige Vorgänge sich in der Freimaurerei ereignen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sache ist nun so, daß in der Mitte der achtziger Jahre ein französisches Buch erschienen ist, das in ganz grausiger Weise die Geheimnisse der Freimaurerei darstellt, allerdings mehr grausig als geheimnisvoll. Namentlich wurde in demselben darauf hingewiesen, wie die Freimaurer Teufelsmessen halten. Dieses Buch wurde in Szene gesetzt von einem französischen Journalisten namens Leo Taxil. Er hat besonders viel Staub aufgewirbelt dadurch, daß er dann noch eine Miss Vaughan als Zeugin ins Feld führte. Die Folge davon war, daß die Kirche die Freimaurer mit ihren nächtlichen Umtrieben für so gefährlich hielt, daß sie es für nötig fand, einen Weltbund gegen die Freimaurer ins Leben zu rufen. In Trient wurde eine Art Konzil abgehalten. Es war kein wirkliches Konzil, es wurde aber das zweite Trienter Konzil genannt. Es war von zahlreichen Bischöfen und Hunderten von Priestern beschickt; ein Kardinal präsidierte. [Der Kongreß wurde ein großer Erfolg für Taxil.] Dann wurden aber doch Gegenschriften verfaßt und daraufhin erklärte Herr Taxil, daß der ganze Inhalt seiner Bücher sowie die darin angeführten Personen eine Erfindung von ihm seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, es gibt genug Gelegenheiten, sich bei solchen Dingen eine große Blamage zuzuziehen. Dies war eine der schlimmsten Blamagen, die sich eine in der Welt weitverbreitete Körperschaft zugezogen hat. Daraus müssen Sie wenigstens den einen Schluß ziehen, daß man eigentlich recht wenig über die Freimaurerei weiß. Denn wüßte man sonderlich. viel, könnte man sich leicht darüber unterrichten, so wäre es selbstverständlich, daß solches Zeug nicht geredet und getan werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In weiteren Kreisen des Publikums herrscht ja heute diese oder jene Meinung über die Freimaurerei. Es ist heutzutage ja auch gar nicht so schwer, sich eine Meinung zu bilden, da doch eine ziemlich reiche Literatur besteht, die zum Teil von solchen geschrieben ist, die viele&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 261&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dokumente erforscht haben, zum Teil aber auch Dinge enthält, von denen der Freimaurer sagen würde, daß sie von Verrätern in die Außenwelt gekommen seien. Wer sich mit dieser Literatur einigermaßen beschäftigt, wird sich von dem, um was es sich da handelt, einen gewissen Begriff machen. Indessen, einen richtigen Begriff davon zu bekommen ist ganz ausgeschlossen, und zwar deshalb, weil heute in noch erhöhterem Maße richtig ist, was Lessing, der selbst im Freimaurerbund war, gesagt hat. Als er nämlich aufgenommen worden war, fragte ihn der Meister vom Stuhl: Nun sehen Sie doch selbst, daß Sie in keine Dinge eingeweiht werden, die besonders staats- oder religionsfeindlich sind? Und Lessing antwortete: Ja, ich muß gestehen, solche Dinge habe ich nicht erfahren. Ich wäre allerdings froh, wenn ich so etwas erfahren hätte, denn dann hätte ich doch wenigstens etwas erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist der Ausspruch eines Menschen, der mit richtigem Verstande die Sache ansehen konnte und der gestand, daß er durch das, was da getrieben worden ist, gar nichts erfahren hat. Sie können daraus aber wenigstens den Schluß ziehen, daß diejenigen, die außerhalb der Maurerei stehen, nichts wissen, daß aber auch diejenigen, welche innerhalb stehen, nichts Erhebliches wissen; sie kommen gewöhnlich zu dem Resultat, daß sie nichts besonderes profitiert haben. Und dennoch wäre es durchaus falsch, eine solche Schlußfolgerung zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun gibt es noch eine andere Meinung, die indessen nicht viel mit dem eigentlich Freimaurerischen zu tun hat. Es gibt eine Schrift, 1875 erschienen, worin der Verfasser behauptet, daß der erste Freimaurer Adam gewesen wäre. Man kann allerdings bei dem Suchen nach dem Stifter einer Genossenschaft kaum weiter zurückgehen als bis auf den ersten Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere behaupten, daß die Freimaurerei eine alte ägyptische Kunst sei, kurz, dasjenige, was man immer die «Königliche Kunst» genannt hat, und auch diese wird von einigen bis in die urältesten Zeiten zurückgeführt. Endlich sind viele Riten so nennt man die Art und Weise, wie sich die Freimaurer symbolisch betätigen mit ägyptischen Namen belegt, so daß Sie schon in diesen Namen den Hinweis darauf haben, daß es sich um etwas handelt, was aus der alten ägyptischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 262&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kultur herrührt. Jedenfalls ist die Meinung in und außerhalb der Maurerei verbreitet, daß sie etwas Uraltes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist die Maurerei etwas, was den Menschen schon zum Nachdenken veranlassen kann. Selbst an den Namen knüpfen sich zwei voneinander ganz verschiedene Auffassungen. Die eine behauptet und das ist keine sehr große Partei innerhalb der Freimaurer , daß alle Maurerei aus der Werkmaurerei, aus der Kunst, Gebäude zu erstellen, hervorgegangen sei; während die andere Partei das für eine kindlich-naive Auffassung erklärt und behauptet, daß die Freimaurerei in Wahrheit immer eine seelische Kunst gewesen sei und die von der Werkmaurerei hergenommenen Symbole wie zum Beispiel Schurzfell, Hammer, Kelle, Meißel, Zirkel, Lineal, Winkelmaß, Senkblei, Wasserwaage und so weiter als Sinnbilder für die innere Arbeit am Menschen selbst zu betrachten seien. So daß unter dem Ausdruck « Maurerei» nichts anderes als das Bauen an dem inneren Menschen, die Arbeit an der eigenen Vervollkommnung zu verstehen sei. Wenn Sie heute mit einem Freimaurer sprechen, so können Sie erleben, daß man Ihnen sagt, es sei eine kindlich-naive Anschauung, zu glauben, daß die Freimaurerei jemals etwas zu tun gehabt hätte mit Werkmaurerei. Es habe sich vielmehr niemals um etwas anderes gehandelt als um das Bauen an dem Wundertempel, der der Schauplatz der menschlichen Seele ist, um die Arbeit an dieser Menschenseele selbst, die vervollkommnet werden soll, und um die Kunst, die man dazu anwenden muß. Dies alles sei dann, um es nicht vor profanen Augen bloßzustellen, in diesen Symbolen ausgedrückt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von unserem heutigen Gesichtspunkte aus aufgefaßt, sind beide Anschauungen ganz und gar falsch. Und zwar aus dem Grunde, weil bezüglich der ersten Anschauung, der heutige Mensch wenn er davon spricht, daß die Freimaurerei aus der Werkmaurerei hervorgegangen sei sich das nicht mehr so bedeutsam denkt als es eigentlich gedacht werden muß; und weil die zweite Anschauung, daß die Symbole nur dazu da sind, um als Sinnbilder der Arbeit an der Seele zu dienen auch wenn sie von der Majorität des Freimaurerbundes wie etwas unumstößlich Sicheres hingestellt wird , im richtigen Sinne aufgefaßt, ein Unsinn ist. Viel richtiger ist es, daß die Freimaurerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 263&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit der Werkmaurerei zusammenhängt, indessen nicht in der Art und Weise, wie man die Maurerei und Baukunst heute auffaßt, sondern in wesentlich tieferem Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt innerhalb der Maurerei heute überall zwei Richtungen. Die eine ist vertreten durch die weitaus größere Anzahl derjenigen, die sich heute Maurer nennen. Und dieser weitaus größte Teil behauptet nun, daß alle Maurerei umfaßt werde durch das, was sie die sogenannte symbolische oder Johannesmaurerei nennen, die äußerlich zunächst dadurch charakterisiert wird, daß sie in die drei Grade zerfällt: den Lehrlings-, den Gesellen- und den Meistergrad; über das Innerliche werden wir gleich noch etwas zu sagen haben. Neben dieser Johannesmaurerei gibt es noch eine große Anzahl von Maurern, die behaupten, daß diese Johannesmaurerei nur ein Niedergangsprodukt der allgemeinen, großen maurerischen Idee sei. Ein Abfall von dieser großen maurerischen Idee sei es, wenn behauptet wird, es umfasse die Maurerei nur diese drei symbolischen oder Johannesgrade, während doch das Wesentliche, die große Bedeutung der Maurerei in den sogenannten Hochgraden liege, die am reinsten bewahrt seien in dem sogenannten schottischen oder angenommenen Ritus, in welchem in gewisser Beziehung konserviert werde das, was man den ägyptischen Ritus, den Misraim- oder Memphisritus nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So haben wir zwei einander entgegenstehende Richtungen: die Johannesmaurerei und die Hochgradmaurerei. Die Johannesmaurer behaupten, daß die Hochgradmaurerei nichts weiter sei als ein Firlefanz, gegründet auf menschliche Eitelkeit, die sich darin gefällt, etwas Besonderes, geistig Aristokratisches für sich zu haben durch das Hinaufsteigen von Grad zu Grad, und damit groß zu tun, im Besitze des 18., 20. oder noch höheren Grades zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie haben jetzt schon ein ziemliches Bündel von Dingen kennengelernt, die geeignet sind, Mißverständnisse herbeizuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochgradmaurerei führt sich zurück auf die alten Mysterien, auf die Einrichtungen, wie sie von unserer Theosophie, soweit es möglich ist, beschrieben worden sind und beschrieben werden: auf Einrichtungen, wie sie in uralten Zeiten bestanden haben und auch heute noch bestehen, und die den Menschen das höhere übersinnliche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Wissen bewahrten. Dieses dem Menschen zugängliche übersinnliche Wissen wurde jenen, die Zugang gewinnen konnten zu diesen Mysterienstätten, vermittelt, indem in ihnen gewisse übersinnliche Kräfte entwickelt wurden, die die Anschauung der übersinnlichen Welt ermöglichten. Innerhalb dieser Urmysterien sie sind heute anders geworden und wir wollen darüber jetzt nicht sprechen waren auch die Urkeime enthalten für alle spätere Geisteskultur. Denn, was in diesen Urmysterien vorgeführt worden ist, war nicht dasjenige, was heute die menschliche Kultur ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie die heutige Kultur erfassen wollen, und sich in sie vertiefen, so werden Sie finden, daß sie in drei Gebiete zerfällt: in das Gebiet der Weisheit, das Gebiet der Schönheit und das Gebiet der Stärke. In diesen drei Worten ist in der Tat der ganze Umfang der Geisteskultur enthalten. Man nennt sie daher auch die drei Säulen der menschlichen Kultur. Sie sind dasselbe wie die drei Könige in Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie: der goldene, der silberne und der eherne König. Damit hängt es zusammen, daß man die Freimaurerei die «Königliche Kunst» nennt. Heute sind diese Kulturgebiete voneinander getrennt. Die Weisheit ist im wesentlichen in dem enthalten, was wir Wissenschaft nennen; die Schönheit ist im wesentlichen in dem inkarniert, was wir die Kunst nennen; und was man, freimaurerisch gesprochen, die Stärke nennt, ist enthalten in dem gegliederten, organisierten sozialen Zusammenleben der Menschen in dem Staate. Das alles faßt der Maurer zusammen als das Verhältnis des Willens zu diesen drei Gliedern: Weisheit, Schönheit, Stärke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was sie den Menschen geben sollten, floß in uralten Zeiten den Mysterienkandidaten aus der Anschauung der Mysteriengeheimnisse zu. Wir blicken da auf eine Zeit zurück, in der es Religion, Wissenschaft und Kunst noch nicht getrennt gegeben hat, sondern wo sie noch vereinigt waren. In der Tat, wer übersinnlich, astral anzuschauen vermag, hat die drei Glieder nicht getrennt vor sich: Weisheit, Schönheit und der Umkreis der Willensimpulse sind für ihn eine Einheit. Auf den höheren Gebieten des Schauens gibt es keine abstrakte Wissenschaft. Es gibt nur eine solche, die in Bildern, in dem lebt, was&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
nur ein schattenhaftes Dasein in der Welt hat, und schattenhaft in der Imagination zum Ausdruck kommt. Nicht beschrieb man das, was in abstrakter Weise in Büchern, in dieser oder jener Schöpfungsurkunde zu lesen ist [über den Ursprung der Welt und des Menschen], sondern man führte es in lebendigen Bildern, farbenprächtig und tönend, an dem Auge des Schülers vorbei. Und was er da als Weisheit empfand, das war zu gleicher Zeit Kunst und Schönheit, war das, was in einem noch viel höheren Maße die Gefühle erregte, die wir haben, wenn wir vor erhabenen Kunstwerken stehen. Wahrheits- und Schönheitstrieb, Weisheits- und Kunsttrieb und auch das religiöse Moment haben sich gleichzeitig entwickelt. Das Künstlerauge schaute auf zu dem, was sich [in den Mysterien] abspielte, und der, welcher fromm sein wollte, fand in diesen höheren Vorgängen, die vor seinen Augen sich abspielten, den Gegenstand seiner religiösen Inbrunst. Religion, Kunst, Wissenschaft waren eins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann kam die Zeit, in der sich diese Einheit in drei Kulturgebiete trennte, die Zeit, in der der Verstand seine eigenen Wege ging. In der Zeit, wo die Mysterien, die ich eben geschildert habe, ihre Bedeutung verloren, entstand die Wissenschaft. Sie wissen, daß die abendländische Philosophie und Wissenschaft, die eigentliche Wissenschaft mit Thales beginnt. Das ist die Zeit, als sie sich aus der einstigen Fülle des Mysterienlebens heraus entwickelte. Da begann auch das, was man im abendländischen Sinne als Kunst auffaßt: aus den Mysterien heraus entwickelte sich dann die griechische dramatische Kunst. Während man es in Indien bis zum ägyptischen Kultus zu tun hatte mit der leidenden und sterbenden Gottheit, hat man es bei den großen griechischen Tragödiendichtern bei Äschylos, Sophokles und so weiter mit einzelnen Personen zu tun, welche Abbilder sind der großen Gottheit, durch welche der Mysterienschüler in seinen Dramen die leidende, kämpfende, darbende Gottheit rekonstruiert und so den Gott den schauenden Menschen vorführt in seinen menschlichen Abbildern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer verstehen will, was Aristoteles mit der Reinigung, der Katharsis meinte, der muß den Begriff aus dem Astralen, aus den Geheimnissen der Mysterien heraus erklären. Die Ausdrücke, die er [als Erklärung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
für die Tragödie gebraucht, sind ein schattenhafter Abglanz dessen, was der Schüler in den Mysterien lernte. Erinnern Sie sich, wie Lessing nachforschte über die Seelenkräfte der Furcht und des Mitleids, die durch die Tragödie erregt werden sollen. Das hat seit Lessing den Gegenstand für manche große und gelehrte Diskussion abgegeben. In Wahrheit wurden diese Gefühle in [dem Mysterienschüler] erregt, wenn ihm der Gott in seinem Weltengange vorgeführt wurde. Da wurden die Leidenschaften, die in der Menschenseele vorhanden sind, geradezu aufgerüttelt, herausgeholt, wie man ein Fieber herausholt, und bis zu ihrem Höhepunkt gebracht. Dadurch trat die Reinigung ein, um dann zur Wiedergeburt schreiten zu können. Das alles trat in schattenhaften Abbildern in den alten griechischen Tragödien auf. Ebenso wie die Wissenschaft, so hat sich auch die Kunst aus diesen alten Mysterien heraus entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diese alten Mysterien leiten die Hochgradmaurer ihren Ursprung zurück. In ihren Hochgraden haben sie nichts anderes als eine Nachbildung der Hochgrade der Mysterien, in welche die Mysterienschüler nach und nach eingeweiht worden sind. Nun können wir es auch begreifen, warum sich die Johannesmaurerei so sehr darauf versteift, daß es solche Hochgrade nicht mehr geben soll. Tatsächlich haben innerhalb der Freimaurerei in den letzten Jahrhunderten die Hochgrade mehr oder weniger ihre Bedeutung verloren. Was sich in den letzten Jahrhunderten in der Kultur abgespielt hat, ist zum großen Teil ohne Impuls von dieser Seite gekommen. Aber es gab eine Zeit, in welcher gerade von dem, was die Freimaurerei sein soll, die großen Kulturimpulse ausgegangen sind. Um das zu verstehen, müssen wir ein klein wenig tiefer hineinschauen in ein Zeitalter, auf das ich hier schon öfter hingewiesen habe, heute aber in freimaurerischem Sinne hinweisen möchte: nämlich auf das 12. Jahrhundert unserer europäischen Kulturentwickelung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals spielte für die ganze moderne Kultur der Okkultismus, der unter den mannigfaltigsten Namen auftrat, eine viel größere Rolle, als man sich das heute überhaupt denken kann. Aber alle diese verschiedenen Namen tun heute nichts mehr zur Sache, und ich will Ihnen auch sagen, warum. An einem Beispiel aus der Freimaurerei selbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
will ich Ihnen zeigen, warum diese Namen nichts Wesentliches zum Verständnis der Sache beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, was ich nun erzähle, kann jeder, der Lehrling in der Freimaurerei wird, schon erleben, und da diese Dinge wenigstens dem Namen nach bekannt sind, so kann ich das wohl auch sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein üblicher Brauch ist das sogenannte «Decken». Wenn die Loge eröffnet wird, der Meister seinen Platz eingenommen hat und der Türaufseher an der Türe steht, dann ist die erste Frage des Meisters: Bruder Aufseher, ist die Loge gedeckt? Der Maurer, die diesen Ausdruck: «Ist die Loge gedeckt?» verstehen, sind wahrscheinlich sehr wenige. Da aber die Sache einfach ist, so kann ich Ihnen die Erklärung dieses Ausdrucks schon geben. Damals, in der Zeit, von der ich spreche, hieß Freimaurer sein soviel wie in heftigster Opposition zu stehen gegen alles, was die äußere, offizielle Macht hat. Daher war es notwendig, daß das Wirken des Freimaurerordens mit außerordentlich großer Vorsicht gepflegt wurde. Gerade aus diesem Grunde war es damals notwendig, daß die Freimaurerei unter verschiedenen Namen auftrat, die harmlos erschienen. Man nannte sich unter anderem auch Johannesbrüder und so weiter. Heute ist ein großer Teil dessen verwirklicht, was dazumal die Freimaurerei angestrebt hat. Heute ist sie selbst offiziell eine Macht in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie mich fragen, worin eigentlich die Freimaurerei besteht, so muß ich Ihnen mit abstrakten Worten sagen: sie besteht darin, daß ihre Mitglieder einige Jahrhunderte die Ereignisse vorherdenken, die die Welt voranbringen sollen; daß sie die hohen Ideale der Menschheit in ganz bewußter Weise ausarbeiten, so daß diese Ideale nicht bloß abstrakte Ideen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn heute ein Maurer von Idealen redet und man ihn fragt, was er mit den höchsten Idealen meint, so sagt er: Die höchsten Ideale sind Weisheit, Schönheit und Stärke ; was aber bei genauerer Betrachtung meist nichts als Phrase ist. Wenn dazumal oder auch heute, von denen, die davon wirklich etwas verstehen, die Rede ist von diesen Idealen, so ist bei solchen Menschen von etwas ganz Bestimmtem die Rede; von etwas so Bestimmtem, das sich zum Verlaufe der Ereignisse in den nächsten Jahrhunderten so verhält, wie der Gedanke&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
eines Baumeisters, der eine Fabrik baut, zu dieser Fabrik, wenn sie gebaut ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals [im 12. Jahrhundert] war es gefährlich, dasjenige [im voraus] zu wissen, was seither geschehen ist. Daher war es auch notwendig, harmlos klingende Namen als Decknamen zu benützen. Und davon kommt auch dieser Ausdruck: Ist diese Loge gedeckt? was soviel heißt wie: Sind nur solche hier anwesend, die wirklich Bescheid wissen in diesen Dingen, die der Zukunft der Menschheitsentwickelung durch die Freimaurerei einverleibt werden sollen? Denn jeder mußte sich sagen, treten wir in die Öffentlichkeit, dann darf uns niemand als Maurer erkennen. Diese früher notwendige Vorsichtsmaßregel hat sich bis in unsere Zeit hinein erhalten. Ob viele Maurer wissen, was damit gemeint ist, ist fraglich. Die meisten meinen, es sei irgendeine formelle Redensart, oder legen sie in mehr oder weniger geistreichem Sinne aus. So könnte ich Ihnen noch unzählige Beispiele anführen, welche Ihnen zeigen würden, wie äußere Verhältnisse dazu geführt haben, praktische Maßregeln anzuwenden, aus denen man sich heute bemüht, tiefsinnige symbolische Auslegungen herauszuholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun aber zu dem eigentlichen Kern dessen, was man dazumal im 12. Jahrhundert gewollt hat. Das ist ausgedrückt in der symbolisch tief bedeutsamen Sage vom Heiligen Gral, von jenem wundersamen Gefäß, das aus dem fernen Morgenlande stammen und die Kraft haben soll, Menschen zu verjüngen, Totes zum Leben zu rufen und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist nun der Heilige Gral jetzt freimaurerisch gesprochen und was ist dasjenige, was der ganzen Sage zugrunde liegt? Wir kommen am leichtesten dazu, zu erkennen, was der Sage zugrunde liegt, wenn wir uns vergegenwärtigen ein Symbol gewisser freimaurerischer Vereinigungen, das in denkbar plumpster Weise heute mißverstanden wird. Es ist ein Symbol, das aus dem Geschlechtsleben entnommen ist. Es ist durchaus wahr, daß gerade dasjenige, was zu den tiefsten Geheimnissen der Freimaurerei gehört, aus dem Geschlechtsleben hergenommene Symbole hat, und daß viele, die heute solche Symbole zu deuten versuchen, nur ihrer eigenen schmutzigen Phantasie folgen, wenn sie diese Symbole in geistig unreinem Sinne auffassen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Ausdeutung dieser Geschlechtssymbole&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
in nächster Zeit keine geringe Rolle spielen wird, und daß gerade dies in nächster Zeit zeigen wird, wie schlimm es den alten freimaurerischen, großen Geheimnissen in der heutigen Zeit ergeht, und auf der anderen Seite, wie notwendig es in dieser heutigen Zeit ist, die reine, edle und tiefe Grundlage der freimaurerischen Symbole hehr und unangetastet zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diejenigen, die meinen neulichen Vortrag bei der Generalversammlung angehört haben, wissen, daß es mit der eigentlichen ursprünglichen Bedeutung dieser Symbole zusammenhängt, warum man bis vor kurzer Zeit keine Frauen zur Maurerei zugelassen hat, und warum bis vor kurzem über solche Dinge nur getrennt zu Männern und Frauen gesprochen werden konnte. Andererseits wissen Sie auch, daß diese Symbole zusammenhängen und das betone ich noch ganz besonders mit den zwei durch die ganze Welt gehenden und auch bis in die höchsten geistigen Gebiete hinaufragenden großen Strömungen, die uns als das Gesetz der Polarität auch in den Kräften des Männlichen und Weiblichen entgegentreten. Innerhalb derjenigen Kultur, die für uns in Betracht kommt, drückt die freimaurerische Sprache in dem weiblichen Prinzip auf geistigem Gebiete auf dem geistigen Gebiete, welches für die Kulturentwickelung zunächst in Betracht kommt das Priesterprinzip aus. Die Priesterherrschaft wird durch das Weibliche ausgedrückt. Das männliche Prinzip ist dagegen alles dasjenige, was der Widerpart dieser Priesterherrschaft ist, so aber, daß dieser Widerpart nicht minder das Heiligste, das Edelste, das Größte und Geistigste in der Welt zu vertreten hat. Zwei Strömungen sind es also, mit denen wir es zu tun haben: eine weibliche und eine männliche Strömung. Den Repräsentanten der weiblichen sieht der Maurer in Abel, den der männlichen in Kain.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit kommen wir auf den Grundgedanken der Maurerei, der nun allerdings alt, uralt ist. Die Maurerei ist in alten Zeiten als Widerpart der Priesterkultur entstanden. Nun müssen wir uns aber auch dasjenige, was unter Priesterkultur verstanden worden ist, in der richtigen Weise klarmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das, worum es sich hier handelt, hat nichts mit kleinlicher Opposition gegen Kirchen oder Glaubensbekenntnisse zu tun. Priesterart&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 270&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
kann nämlich bei vollkommenstem Laientum auftreten. Aber auch dasjenige, was heute als Wissenschaft auftritt und in vielen geistigen Zünften herrscht, ist nichts anderes als das, was man, maurerisch ausgedrückt, das Priesterelement nennt; und anderes wiederum ist im tiefsten Sinne maurerisch. Wir müssen uns also die Dinge in ihrer ganzen Tiefe vorstellen, wenn wir sie richtig erkennen wollen. Daß das, was in der Wissenschaft auftritt, vielfach dasjenige ist, was der Maurer als Priesterelement bezeichnet, möchte ich Ihnen an einem Beispiele klarmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer wird heute, wenn er Mediziner ist, nicht furchtbar hohnlachen, wenn man ihm von dem Heilwert der Quelle von Lourdes redete? Andererseits, welcher Mediziner wird es nicht als selbstverständlich betrachten, daß es für gewisse Leute das Rationellste ist, wenn sie nach Wiesbaden oder Karlsbad gehen? Ich weiß, daß ich etwas furchtbar Ketzerisches ausspreche; ich vertrete aber nicht das Priesterprinzip und auch nicht die Medizin; aber es wird schon eine Zeit kommen, wo man unbefangen über beide urteilen wird. Und wenn es heute eine wirkliche Medizin gäbe, so gehörte zu den Dingen, die der Arzt verordnet, auch mit der Glaube an die Heilkraft. Dann wären aber die Gründe, aus welchen er jemanden nach Karlsbad schickt, dieselben wie die, wenn ein anderer jemanden nach Lourdes schickt. Nennen Sie es auf der einen Seite die größte Frömmigkeit, auf der anderen Seite den krassesten Aberglauben: es ist letzten Endes dieselbe Sache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was einem solcherart verstandenen Priesterprinzip zugrunde liegt, können wir bezeichnen als ein den Dingen nicht bis auf den Grund Gehen, als ein Hinnehmen der Dinge, wie sie sich von irgendwoher in der Welt darbieten, und mit diesem Gegebenen zufrieden sein. Das Symbol für dasjenige, wofür der Mensch nichts kann, das eigentliche Sinnbild für das, was dem Menschen im wahrsten Sinne des Wortes geschenkt wird, das ist vom Geschlechtsleben hergenommen worden. Da ist der Mensch produktiv. Aber was sich in dieser Produktionskraft ausdrückt, hat nichts mit menschlicher Kunst, nichts mit menschlichem Wissen zu tun und nichts mit menschlichem Können. Da ist ausgeschlossen, was sich in den drei Säulen der «Königlichen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 271&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kunst» zum Ausdrucke bringen läßt. Wenn daher gewisse Freimaurer die geschlechtlichen Symbole vor das Menschengeschlecht hinstellen, so wollen sie damit sagen: Darin drückt sich die menschliche Natur aus, nicht wie der Mensch sie gemacht hat, sondern so, wie sie ihm von den Göttern gegeben worden ist. Dies findet seinen Ausdruck in Abel, dem Jäger und Hirten, der das Opfertier, das Opferlamm opfert, also das, wozu er selbst nichts getan hat um es hervorzubringen, was ohne ihn geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kain dagegen, was opfert er? Er opfert das, was er selbst erarbeitet hat, was er an Früchten des Feldes gewonnen hat, indem er den Erdengrund beackert. Er opfert dasjenige, wozu menschliche Kunst, Wissen und Weisheit nötig war; dasjenige, was man überschauen können muß, wo einem klar sein muß, was man selbst gemacht hat, was sich in geistigem Sinne auf die Freiheit, auf die Selbstbestimmung des Menschen gründet. Das muß man sich erkaufen mit der Schuld, damit, daß man zunächst das von der Natur oder von den göttlichen Mächten geschenkte Lebendige tötet, so wie Kain den Abel getötet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Schuld geht der Weg zur Freiheit. Alles, was hervorgebracht wird in der Welt und woran der Mensch höchstens tätig sein kann durch seine Zutat , alles, was dem Menschen von den göttlichen Mächten geschenkt wird, was da ist, ohne daß er selbst dabei rastlos Hand anzulegen braucht, das ist uns zunächst in den Reichen der Natur gegeben, über die wir keine Herrschaft haben, in den Reichen der Natur, deren Kräfte der menschlichen Mitwirkung entzogen sind: im Pflanzen-, Tier- und Menschenreiche, insofern es sich in diesen Reichen um das physische Hervorbringen handelt. Alle Fortpflanzungskraft in diesen Reichen ist uns von der Natur geschenkt. Insofern wir das Lebendige zu unserem Gebrauche hinnehmen, indem wir die Welt, die sich aufbaut aus dem Lebendigen, zu unserem Wohnplatze machen, opfern wir das gegebene Opfertier, wie Abel das ihm gegebene Opfertier opferte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Symbol dieser drei Reiche ist das Kreuz. Der untere Balken symbolisiert das Pflanzenreich, der mittlere, der Querbalken, das Tierreich, der obere das Menschenreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Die Pflanze ist mit der Wurzel in den Erdboden hineingesenkt und richtet in der Blüte dasjenige nach aufwärts, was der Mensch nach abwärts gerichtet hat. Was in der Blüte zum Vorschein kommt, ist das Sexuelle, das Geschlechtliche der Pflanze. Der nach abwärts gerichtete Teil, die Wurzel, ist der in die Erde versenkte Kopf der Pflanze. Das Tier ist die halbgewendete Pflanze und trägt das Rückgrat horizontal zu dem Erdboden. Die ganz umgewendete Pflanze, so daß das Untere nach oben gerichtet ist, ist der Mensch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Anschauung liegt allen Mysterien des Kreuzes zugrunde. Und wenn uns die Theosophie zeigt, wie der Mensch im Laufe seiner Entwickelung durch die verschiedenen Reiche, durch das Pflanzen-, Tier-und Menschenreich hindurchgehen muß, dann ist das dasselbe, was Plato mit den schönen Worten ausdrückt: Die Weltenseele ist an das Kreuz des Weltenleibes geschlagen. Die Menschenseele ist ein Funke der Weltenseele, und der Mensch als physischer Mensch ist zu gleicher Zeit Pflanze, Tier und physischer Mensch. Indem die Weltenseele sich auseinandergespalten hat in die einzelnen Funken der Menschenseelen, ist sie gewissermaßen an das Weltenkreuz geschlagen worden, an das, was in den drei Reichen Pflanzen-, Tier- und Menschenreich zum Ausdruck kommt. In diesen Reichen wirken Kräfte, die der Mensch nicht meistert. Will er Meister werden, dann muß er ein neues Reich zu seinem Ureigensten machen, das nicht im Kreuze ausgedrückt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich über diesen Gegenstand rede, dann wird oft gefragt: Wo bleibt denn das Mineralreich? Das Mineralreich ist nicht im Kreuze symbolisiert. Denn es ist dasjenige Reich, in welchem sich der Mensch schon heute in heller, lichter Klarheit äußern kann, wo er die Kunst des Wägens und Zählens, der Geometrie und Arithmetik, kurz alle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 273&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Dinge, die der unorganischen Natur angehören, auf das Unorganische, das mineralische Reich anwenden lernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie einen Tempel vor sich haben, so wissen Sie, daß ihn der Mensch aufgerichtet hat mit Richtmaß, Zirkel, Dreieck, Senkblei und Wasserwaage und endlich mit den Gedanken, die die unorganische Natur dem Architekten in der Geometrie und Mechanik überliefert hat. Und wenn Sie den ganzen Tempel durchdringen, so werden Sie finden, daß dieser Tempel, sofern er unlebendig ist, aus menschlicher Freiheit und Kopfarbeit hervorgegangen ist. Das können Sie aber nicht sagen, wenn Sie eine Pflanze oder ein Tier der menschlichen Betrachtung unterwerfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen Sie, daß das, was der Mensch meistert, worin er Meister sein kann, bis heute das Reich des Unlebendigen ist. Und alles, was der Mensch aus dem unlebendigen Reiche in Harmonie und Ordnung überführt, ist das Symbol seiner königlichen Kunst auf Erden. Was er mit dieser seiner königlichen Kunst in dieses Mineralreich hineinlegt, das ist der Ausfluß und die Inkarnation der göttlichen Weisheit zunächst gewesen. Gehen Sie zurück in die Zeit der alten Chaldäer, der alten Ägypter, wo man nicht bloß mit dem Verstande gebaut hat, sondern alles mit hohen Empfindungen durchdrang, da hat man die Bemeisterung der unorganischen Natur als «Königliche Kunst» empfunden. Und deshalb hat man diese Bemeisterung der Natur dann als «freie Maurerei» bezeichnet. Mag dies zunächst als Phantasie erscheinen, es ist aber mehr als das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen Sie sich einmal den Augenblick, den Zeitpunkt unserer Erdenentwickelung vor, wo noch kein Mensch Hand angelegt hatte an die Gestaltung der unorganischen Natur, wo der ganze Erdball dem Menschen überliefert war, so wie er aus der Natur entlassen worden ist! Und was ist dann geschehen? Blicken Sie zurück auf den Bau der ägyptischen Pyramiden, wie da Stein auf Stein durch Menschenwerk zusammengefügt worden ist. Durch menschliches Denken ist das, was die Natur geformt hat, in neue Formen verwandelt worden. So hat die menschliche Weisheit die Erde umgebildet. Das empfand man als die eigentliche Mission des freien, des bauenden Menschen auf der Erde. Durch die mannigfaltigen Werkzeuge haben des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 274&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kräfte seit den Urzeiten bis in unsere Zeit hinein, wo die menschliche Kraft ohne mechanische Vermittlung bis in die fernsten Fernen wirken kann, die allmähliche Umgestaltung des Mineralischen aus menschlicher Weisheit heraus bewirkt. Und das ist die erste Säule, die Säule der Weisheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas später sehen wir die zweite Säule einsetzen: die Säule der Schönheit, der Kunst. Durch die Kunst wird ebenfalls der menschliche Geist in den unlebendigen Stoff ergossen, wodurch wieder eine Beseelung (Besiegung) des in der Natur befindlichen Unlebendigen stattfindet. Versuchen Sie einmal sich zu vergegenwärtigen, wie, allmählich übergehend, die Weisheit in der Kunst die leblose Natur bemeistert, und Sie werden sehen, wie Stück um Stück desjenigen, was ohne Betätigung des Menschen da ist, durch den Menschen selbst umgestaltet wird. Stellen Sie sich meinetwegen in phantastischer Weise den Moment vor, in dem die ganze Erde von menschlicher Hand umgestaltet sein wird, in dem die ganze Erde ein weisheitsvolles und schönheitsstrahlendes Kunstwerk geworden sein wird, aufgebaut von Menschenhand, ersonnen von Menschenweisheit! Phantastisch mag es erscheinen; es ist aber mehr als das. Denn es ist die Mission des menschlichen Geschlechtes auf Erden, den Erdball künstlerisch umzugestalten. Das haben Sie ausgedrückt in der zweiten Säule, der Säule der Schönheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu können Sie nehmen als die dritte Säule die Gestaltung des Menschengeschlechts im Staats- und Völkerleben und Sie haben die Ausbreitung des Menschengeistes innerhalb der Welt; Sie haben sie auch hier im Reiche des Unlebendigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum haben die mittelalterlichen Menschen des 12. Jahrhunderts, rückblickend auf die alte Weisheit, sich gesagt, daß die Weisheit der alten Zeiten aufbewahrt ist in Marmordenkmälern, die Weisheit der Gegenwart aber noch in der menschlichen Brust ruht. Sie tritt dann beim Künstler heraus und wird durch die Arbeit seiner Hände zum Kunstwerk. Was der Künstler empfindet, prägt er dem ungeformten Stoffe ein, meißelt es aus dem toten Stein heraus. In dem toten Stein lebt dann zwar nicht, aber erscheint das Seeleninnere des Menschen. Alles in der Kunst ist dieser Mission gewidmet. Gleichgültig ob der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Bildhauer den Marmor meißelt, ob der Maler Farben, Licht und Schatten verteilt, es ist immer eine Bemeisterung der unlebendigen, der unorganischen Natur. Und auch der Staatsmann formt die Natur [?] immer haben Sie soweit nicht dasjenige in Betracht kommt, was Pflanzen-, Tier- und Menschenkraft ist es mit dem eigenen Geiste des Menschen zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So blickte der mittelalterliche Denker des 12. Jahrhunderts zurück auf die alte chaldäische okkulte Weisheit, auf die griechische Kunst und Schönheit, und auf die Stärke in dem Staatsgedanken des Römischen Reiches. Das sind die drei großen weltgeschichtlichen Säulen: Weisheit, Schönheit, Stärke. Goethe stellte sie dar in seinem «Märchen» durch die drei Könige: durch den goldenen die okkulte Weisheit; durch den silbernen die Schönheit, wie in Griechenland; durch den ehernen die Stärke, die im römischen Staatsgedanken ihren weltgeschichtlichen Ausdruck fand und dann in die Organisation der christlichen Kirche überging. Und das Mittelalter mit seinem Chaos durch das Treiben der Völkerwanderung und seinen gemischten Stilen kommt in dem ungestalten gemischten König, der aus Gold, Silber und Erz gebildet ist, zum Ausdruck. In ihm ist durcheinandergeworfen, was auf die verschiedenen Kulturen des Altertums verteilt war. Erst später müssen sich wieder die einzelnen Kräfte aus dem Chaos heraus zu einer höheren Stufe entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese einzelnen Kräfte auf eine höhere Stufe überzuführen aus Menschenkräften heraus, setzten sich diejenigen zur Aufgabe, die im Mittelalter den Heiligen Gral als ihr großes Symbol ansahen. Der Heilige Gral sollte etwas wesentlich Neues sein, obgleich er in seiner Symbolik zunächst an uralte, sagenhafte Überlieferungen mit ihren Sinnbildern anknüpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist nun der Heilige Gral? Für denjenigen, der diese Sage richtig versteht, bedeutet er und das läßt sich sogar literarisch nachweisen folgendes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher hat der Mensch lediglich das Unlebendige in der Natur bemeistert. Die Verwandlung der lebendigen Kräfte, die Verwandlung dessen, was in der Pflanze sproßt und wächst, was in der tierischen [und menschlichen] Fortpflanzung erscheint, liegt außerhalb seiner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
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Seite 276&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht. Diese geheimnisvollen Kräfte der Natur muß der Mensch unangetastet lassen. Da kann er nicht eingreifen. Was durch diese Kräfte entsteht, kann von ihm nicht völlig durchschaut werden. Der Künstler kann zwar einen Zeus in wunderbarer Schönheit schaffen, aber er kann diesen Zeus nicht ganz durchschauen. In Zukunft wird der Mensch eine Stufe erreichen, wo er auch das kann. So wahr es ist, daß der Mensch die Herrschaft über die unlebendige Natur errungen hat, die Schwerkraft beherrscht mit Wasserwaage und Senkblei, die Richtungskräfte der Natur beherrscht mit demjenigen, was ihm in der Geometrie und Mechanik zur Verfügung steht, so wahr ist es, daß er in Zukunft durch sich selbst beherrschen wird das, was er heute nur als Geschenk der Natur oder der göttlichen Mächte hat: das Lebendige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem Abel in der Vergangenheit das, was er aus göttlicher Hand empfangen hatte, opfert, opfert er auch auf dem Gebiete des Lebendigen nur das, was er von der Natur empfangen hat. Kain dagegen hat das geopfert, was er durch eigene Arbeit der Erde als Früchte seines Fleißes abgerungen hat. Deshalb tritt in dieser Zeit [im Mittelalter] eine wesentlich neue Richtung in der Maurerei auf. Und diese Richtung ist die, die man mit dem Sinnbilde des Heiligen Gral bezeichnet: die Kraft der Selbstopferung. Schon öfter habe ich gesagt: Harmonie innerhalb der Menschheit wird nicht dadurch geschaffen, daß man sie predigt, sondern dadurch, daß man sie begründet. Wo wirkliche Kräfte in der Menschennatur erweckt sind, gibt es keine Unbrüderlichkeit mehr. In dem, was in den Freimaurersymbolen zum Ausdruck kommt, haben Majorität und Minorität keine Bedeutung. Streit kann es da nicht geben, denn es handelt sich nur um Können oder Nichtkönnen. Keine Majorität kann entscheiden, ob das Senkblei oder die Wasserwaage benutzt werden soll; da muß die Sache entscheiden. Darin sind alle Menschen brüderlich, da finden sich alle zusammen. Darüber kann kein Streit sein, wenn jeder den Weg des Objektiven geht, den Weg, der in der Erwerbung der höheren Kräfte besteht. So ist der Bund [der Freimaurer] selbstverständlich ein Bund der Brüderlichkeit, der sich in ausgedehntestem Maße auf das den Menschen Gemeinsame in der unlebendigen Natur stützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 277&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind aber nicht mehr alle Kräfte in der unlebendigen Natur vorhanden. Manches, was einst da war, ist wiederum verschwunden, weil in dem Zyklus der Natur, in dem wir uns gegenwärtig befinden, und den wir Erde nennen, die materielle Erkenntnis im Vordergrunde steht und die intuitive verlorengegangen ist. Nur auf eine Tatsache möchte ich hier hinweisen: es ist in der Baukunst völlig abhanden gekommen, wirklich akustische Gebäude erstellen zu können. Diese Kunst hat man aber früher verstanden. Wer ein Gebäude nur äußerlich zusammenkonstruiert, wird niemals eine Akustik zustandebringen. Wer aber intuitiv denkt, mit seinem Denken in höheren Gebieten wurzelt, wird den akustischen Bau herzustellen vermögen. Diejenigen, die das wissen, die wissen auch: ebenso wie die Schwerkraft, wie Licht und Elektrizität von den Menschen in der unlebendigen Natur erobert worden sind, so werden auch diejenigen Kräfte in der Zukunft erobert werden müssen, über die wir heute noch gar keine Herrschaft haben, was die äußere Natur betrifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn auch unsere Zeit noch nicht dahin gekommen ist, in der äußeren lebendigen Natur herrschen zu können, wenn auch jene Kulturepoche noch nicht erreicht ist, wo auch die lebendigen, die leben-gebenden Kräfte gemeistert werden, so gibt es doch heute schon die Vorschule dazu, die inauguriert wurde durch jene Bewegung, die man die Loge vom Heiligen Gral genannt hat. Die Zeit wird aber kommen, und es ist ein ganz bestimmter Zeitpunkt, wo die Menschen, abweichend von ihrer heutigen Neigung, einsehen werden, daß man über innere tiefere Seelenkräfte nicht durch Majoritätsbeschlüsse entscheiden kann, daß es unmöglich ist, über das umfangreiche Gebiet der Liebe, über das, was man empfindet, was man fühlt, durch Abstimmung etwas auszumachen. Diejenige Kraft, die in allen Menschen einheitlich lebt und die sich im Intellektuellen ausdrückt in jener großen Einheit, über die es keinen Streit geben kann, nennt man Manas. Und wenn es die Menschen so weit gebracht haben werden, daß sie nicht nur dem Verstande nach zusammenstimmen, sondern auch in ihrem Empfinden und Fühlen, in ihrem tiefsten Seelenleben harmonieren, daß sie sich finden in dem, was edel und gut ist, in Liebe sich zusammenfinden im Objektiven, im Gemeinsamen, so wie sie sich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 278&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
heute schon streitlos zusammenfinden in dem, daß zwei mal zwei vier und drei mal drei neun sind, dann ist die Zeit gekommen, wo die Menschen auch das Lebendige werden bemeistern können. Einigkeit, objektive Einigkeit im Empfinden und Fühlen, ein wirklich über die Menschheit ausgegossenes objektives Leben in der Liebe, das ist die Voraussetzung für die Bemeisterung des Lebendigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bemeisterung des Lebendigen war einmal vorhanden so sagen diejenigen, welche im 12. Jahrhundert die Bewegung des Heiligen Gral begründet haben , sie war vorhanden bei den Göttern, die den Kosmos schufen und sich herabsenkten, um dem Menschen die Keimanlage für diese göttlichen Kräfte zu geben, die sie selber hatten: so daß der Mensch heute ein werdender Gott ist, da sich in seinem Inneren etwas befindet, das hinaufstrebt, dahin, wo einst die Götter gestanden haben. Heute ist der Verstand, der Intellekt die herrschende Kraft; die Liebe {Buddhi] wird es in Zukunft werden, und in noch fernerer Zeit wird der Mensch die Atmastufe erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Gesamtkraft (Gemeinsamkeitskraft), die dem Menschen Macht gibt über dasjenige, was durch das Kreuz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
symbolisiert wird, sie wird insofern es sich um diese Kraft bei den Göttern handelt ausgedrückt durch ein Symbol, nämlich durch das Dreieck mit der Spitze nach unten. Und insofern sich diese Kraft in der Menschennatur ausdrückt, wie sie samenhaft zu der göttlichen Kraft hinaufstrebt, wird sie symbolisiert durch ein Dreieck, dessen Spitze nach oben geht. Die Götter haben sich aus dem Menschen herausgehoben und sich von ihm entfernt; aber sie haben in ihm zurückgelassen das Dreieck, das sich in ihm weiterentwickeln wird. Dieses Dreieck ist auch das Symbol des Heiligen Gral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|Die Kraft bei den Göttern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Die Kraft bei den Menschen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Das Symbol des &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Heiligen Gral *)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Siehe hierzu unter Hinweise auf Seite 346.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 279&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Form des Dreiecks drückte der mittelalterliche Okkultist das Symbol des Heiligen Grales aus, das Sinnbild für die Erweckung der Meisterschaft im Lebendigen. Dazu bedarf es keiner gemeinsamen Kirche, die in starrer Organisation sich um den Erdball schlingt; eine solche kann wohl der einzelnen Seele etwas geben; sollen aber alle Seelen zusammenklingen, so muß in jeder einzelnen die Kraft des Gral erweckt werden. Demjenigen, der in sich diese Kraft des Gral erwecken will, nützt es nichts, wenn er sich zu den offiziellen kirchlichen Mächten wendet, ob sie ihm vielleicht etwas sagen könnten, sondern er muß nicht viel fragen und aus sich selbst heraus diese Kraft erwecken. Von der Dumpfheit geht der Mensch aus und steigt auf durch den Zweifel zu der Kraft. Dieser Pilgerweg der Seele wird ausgedrückt in der Gestalt des Parzival, der zum Heiligen Gral pilgert. Das ist eine der mannigfaltigen, tieferen Bedeutungen der Gestalt des Parzival.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nützt es meinem Wissen, wenn eine noch so große Körperschaft durch ihre obrigkeitlichen Organe die Wahrheit der Mathematik verkündigt? Will ich Mathematik verstehen lernen, so muß ich mich selbst damit beschäftigen und mir das Verständnis dafür aneignen. Und was nützt es, wenn eine Körperschaft die Kraft des Kreuzes enthält? Will ich die Kraft des Kreuzes, die Bemeisterung des Lebendigen anwenden, dann muß ich sie mir selbst erringen. Das kann mir ein anderer nicht sagen, nicht durch Worte mitteilen; er kann es mir höchstens im Symbole zeigen, das leuchtende Symbol des Gral geben, nicht aber in Verstandesformeln sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Erfüllung dieses mittelalterlichen Okkultismus würde somit dasjenige sein, was sich in den mannigfaltigsten Bewegungen in Europa geltend macht: das Streben nach Individualität in der Religion, das Loskommen von der starren, einheitlichen Kirchenorganisation. Sie können es schwerlich erkennen, was alles in dieser Richtung Wolfram von Eschenbachs «Parzival» zugrunde liegt. Was erst in der Reformation zum Ausdruck gekommen ist, das liegt schon alles im Symbol des Heiligen Gral. Wer eine Empfindung für die große Bedeutung dessen hat, was uns in dieser Symbolik entgegentreten kann, der wird den großen, tiefen Kulturwert einer solchen Symbolik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 280&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einsehen. Nicht aus dem laut Tönenden, nicht aus dem Tumultuarischen heraus wird das Große in der Welt geboren, sondern aus dem Intimen, dem Stillen. Nicht mit Kanonendonner wird die Menschheit in der Entwickelung vorwärts gebracht, sondern aus der Kraft dessen, was intim in solchen geheimen Gesellschaften geboren wird, aus der Kraft dessen, was in solchen weltumspannenden Symbolen ausgedrückt ist, an denen sich die Menschheit aufrichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch unzählige Quellen ist seit jener Zeit in die Herzen der Menschen eingeflossen dasjenige, was jene gedacht haben, die in der Mitte des 12. Jahrhunderts in die Mysterien des Heiligen Gral eingeweiht waren, die sich vor der Welt unter Decknamen verbergen mußten, aber eigentlich die Vorbereiter, der Sauerteig der Kultur in den letzten vierhundert Jahren waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So leben in den okkulten Gesellschaften die Bewahrer großer Geheimnisse und derjenigen Kräfte, die fortwirken in der Menschheitsentwickelung. Nur andeuten kann ich, was da eigentlich vorliegt; denn die Sache selbst geht tief, tief in das okkulte Gebiet hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diejenigen, welche wirklich den Zugang zu solchen Mysterien gewinnen, ergibt sich als praktische Konsequenz ein freier Überblick über dasjenige, was [in der Zukunft] in der Welt geschieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langsam und allmählich greifen in den gegenwärtigen Entwickelungszyklus der Menschheit die organischen, die lebendigen Kräfte ein. Es wird eine Zeit kommen, so phantastisch es auch dem heutigen Menschen erscheinen mag, wo der Mensch nicht mehr nur Bilder malen, nicht mehr nur leblose Skulpturen anfertigen wird, sondern wo er imstande sein wird, dasjenige lebendig zu erschaffen, was er heute nur malen, mit Farbe und Meißel gestalten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber weniger phantastisch erscheinen wird, ist die Tatsache, daß schon heute im Wirken des sozialen Lebens die erste Morgenröte der Verwendung der lebendigen Kräfte beginnt: das eigentliche Geheimnis, das sich um den Gral herumschlingt. Das letzte Ereignis auf sozialem Gebiet, das durch die alte Maurerei herbeigeführt wurde, war die Französische Revolution, in der mit den Ideen Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit konsequent die Grundidee der alten Maurerei auf sozialem Gebiete in die Öffentlichkeit kam. Die das wissen, wissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 281&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
auch, daß durch unzählige Kanäle die Ideen, die vom Gral ausgegangen sind, verbreitet wurden und die eigentlich wirkenden Kräfte in der Französischen Revolution waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur als ein mißglückter, als ein unmöglicher Versuch, als letzter, ich möchte sagen, verzweifelter Kampf innerhalb der zu Ende gehenden Menschheitswelle steht das da, was man heute Sozialismus nennt. Er kann ein wirklich positives Resultat nicht herbeiführen. Was durch ihn erreicht werden soll, kann nur durch das lebendige Wirken erreicht werden; die Säule der Stärke genügt nicht. Der Sozialismus kann nicht mehr durch unlebendige Kräfte bemeistert werden. Die Ideen der Französischen Revolution, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit waren die letzten Ideen, die aus dem Unlebendigen flossen. Unfruchtbar, dem Sterben geweiht ist alles dasjenige, was noch in demselben Geleise bleibt. Denn das heute in der Welt bestehende große Übel, das ungeheure Elend, das mit so furchtbarer Gewalt zum Ausdruck kommt in dem, was man die soziale Frage nennt, kann nicht mehr mit dem Unlebendigen gemeistert werden. Dazu bedarf es einer königlichen Kunst; und diese königliche Kunst ist es, die inauguriert worden ist in dem Symbol des Heiligen Gral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch muß durch diese königliche Kunst etwas in seine Hand bekommen, was ähnlich ist derjenigen Kraft, die in der Pflanze sproßt, derjenigen Kraft, die der Magier verwendet, wenn er die Pflanze, die vor ihm steht, schneller wachsen macht. In ähnlicher Weise muß von dieser Kraft ein Teil verwendet werden zum sozialen Heil. Diese Kraft, die beschrieben worden ist von solchen, die etwas von den rosenkreuzerischen Geheimnissen wissen, wie zum Beispiel von Bulwer in seinem Zukunftsroman «Vril», ist gegenwärtig aber noch in elementarem Keimzustande. Sie wird in der Freimaurerei der Zukunft der eigentliche Inhalt der höheren Grade sein. Die königliche Kunst wird in der Zukunft eine soziale Kunst sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiederum ich möchte sagen, wegen des Umfassenden, Umspannenden der Idee muß ich etwas sagen, was Uneingeweihten phantastisch erscheinen wird. Ewig, unvergänglich ist dasjenige, was der Mensch als die von seiner Seele ausgehende Form dem Stoffe auf unserem Erdenrund aufprägt. Wenn auch äußerlich der geformte Stoff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 282&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zerfällt, unvergänglich ist dasjenige, was die königliche Kunst seit uralten Zeiten in Pyramiden, Tempeln und Kirchen geformt hat. Was der Menschengeist im Stoff geformt hat, das bleibt als fortwirkende Kraft in der Welt vorhanden. Das wird dem vollständig klar, der in solche Dinge eingeweiht wird. Der gotische Dom von Köln zum Beispiel vergeht; daß aber die Atome einmal in dieser Form da waren, ist von weittragender Bedeutung. Diese Form selbst ist das Unvergängliche, das fortan im Fortentwickelungsgange der Menschheit so mitwirkt wie die lebendige Kraft, die in der Pflanze ist, im Fortentwickelungsgang der Natur! Der Maler, der heute ein Bild malt, der sein Seelenblut in den toten Stoff hineinprägt, er schafft auch etwas, was in mehr oder weniger kurzer Zeit in tausend Atome zerstoben sein wird. Daß er es aber geschaffen hat, daß in den Stoff etwas aus seiner Seele eingeflossen ist, daß überhaupt etwas geformt worden ist, das hat einen unvergänglichen, bleibenden Wert, das hat Ewigkeitswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Staaten und alle anderen Gemeinschaften der Menschen entstehen und vergehen vor unseren Augen. Aber was die Menschen aus ihrer Seele heraus als solche Gemeinschaften gebildet haben, das sind die von den Menschen hineingelegten Ideen mit Ewigkeitswert, mit ewig fortwirkender Bedeutung. Und wenn dieses Menschengeschlecht in neuer Form einst wieder auf der Erde erscheinen wird, dann wird es die Früchte dieser Elemente von Ewigkeitswert erblicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer heute den Blick zum Sternenhimmel hinaufrichtet, der erblickt eine wunderbare Harmonie. Diese Harmonie ist geworden, sie war nicht immer da. Genau ebenso wie wir heute Stein auf Stein legen, wenn wir einen Dom bauen, Farbe neben Farbe setzen, wenn wir Bilder malen, Gesetz nach Gesetz ausprägen, wenn wir Gesellschaften organisieren, so haben einst auch bildende Wesenheiten gearbeitet an dem, was uns heute als Kosmos entgegentritt. Nicht Mond noch Sonne würden leuchten, kein Tier und keine Pflanze würde sich fortpflanzen, wenn nicht alles, was uns im Kosmos entgegentritt, von Wesen bearbeitet worden wäre, wenn nicht Wesen vorher gewesen wären, welche ebenso gearbeitet haben, wie wir heute an der Umformung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 283&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des Kosmos arbeiten. Wie wir heute am Kosmos durch Weisheit, Schönheit, Stärke bauen, so haben einst auch die Wesenheiten, die nicht zum jetzigen Menschenreich gehören, am Kosmos gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Harmonie ist immer das Ergebnis von Disharmonien früherer Zeiten. Wie die Steine zum griechischen Tempel geformt worden sind, wie sie dadurch in andere Formen überflossen und aus der verwirrenden Mannigfaltigkeit der geordnete Bau wurde, wie das Farbendurcheinander auf der Palette im Bilde sinnvoll zusammengestellt ist, so war das ganze Materielle chaotisch in anderen Verbindungen, bevor es der bildende Geist zu diesem Kosmos geformt hat. Auf neuer Stufe wiederholt sich dasselbe, und am klarsten selbst im Kleinsten wirkt nur derjenige richtig, der das Größte überschaut. Alles was in der Welt für den Fortschritt des Menschengeschlechts wirklich Bedeutung gehabt hat, ist mit Umsicht und Einsicht, mit Einweihung in die großen Gesetze des Weltenplanes entstanden. Was der Tag schafft, ist vergänglich. Unvergänglich aber ist dasjenige, was aus der Erkenntnis der ewigen Gesetze in den Tag hineingeschaffen wird. Aus der Erkenntnis der ewigen Gesetze in den Tag hineinschaffen, das bedeutet soviel wie frei maurern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So sehen Sie, daß in der Tat dasjenige, was uns entgegentritt in Kunst, Wissenschaft und Religion, soweit es nicht ein Geschenk der Götter ist und sich im Symbol des Kreuzes ausdrückt, hervorgegangen ist aus freier Maurerei. Aus ihr ist entsprungen, was wirklich gebaut worden ist in der Welt. Daher hängt die Maurerei zunächst mit alledem zusammen, was Menschenhand in der Welt geformt hat, was aus dem rohen, unlebendigen Stoff die Kultur geschaffen hat. Gehen Sie auf das zurück, was die Kulturepochen im großen erzeugt haben, sehen Sie sich zum Beispiel Homers Dichtungen an! Was ist in ihnen enthalten? Das, was die Eingeweihten den Menschen gelehrt haben als die großen, weltumspannenden Ideen. Die großen Künstler haben nicht ihren Stoff erfunden, sie haben vielmehr das, was die ganze Menschheit umspannt, in Formen gebracht. Ist ein Michelangelo denkbar ohne die christlichen Gedankenkräfte? Versuchen Sie in ähnlicher Weise dasjenige, was tiefe, wirklich einschneidende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 284&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedeutung in der Kultur erlangt hat, auf seinen Ursprung zurückzuverfolgen, und Sie werden überall zurückgeführt werden auf dasjenige, was von der Initiation, von der Einweihung ausgegangen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles muß schließlich durch eine Schule gehen. Die letzten vier Jahrhunderte waren auch eine Schule für die Menschheit: die Schule der Gottverlassenheit, in der es nur ein menschliches Probieren, von einem gewissen Standpunkte aus ein Zurückgehen auf das Chaos gibt. Heute probiert ein jeder, ohne daß er den Zusammenhang mit den höheren Welten kennt, mit Ausnahme derjenigen, die wieder den Zusammenhang mit den geistigen Welten gesucht und gefunden haben. Heute lebt fast jeder ganz für sich, ohne daß er etwas von dem wirklichen, alles durchdringenden gemeinsamen Aufbau merkt. Das hat auch die furchtbare Unbefriedigtheit auf allen Gebieten hervorgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was uns not tut, ist eine Erneuerung des Gralsrittertums in einer modernen Form. Derjenige, der dem nähertreten kann, wird dadurch die wirklichen Kräfte kennenlernen, welche heute im Entwickelungsgang der Menschheit noch verborgen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dasjenige, was heute zahlreiche Menschen, die die alten Symbole nehmen und sie nicht verstehen, in den Geschlechtssymbolen in mißverständlicher Weise hinstellen, kommt dem richtigen Verständnis des freimaurerischen Gedankens nicht nahe. Das Verständnis ist in dem zu suchen, was gerade die bloße Naturkraft ablöst: das Lebendige in ähnlicher Weise zu bemeistern und zu durchdringen, wie der Geometer das Unlebendige mit Lineal, Zirkel, Wasserwaage und so weiter bemeistert und durchdringt; das Lebendige so zu schaffen, wie derjenige, der einen Tempel baut, die unlebendigen Steine zusammenfügt. Das ist der große Zukunftsgedanke der Maurerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der Freimaurerei ein uraltes Symbol, das sogenannte Tau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Tau-Zeichen spielt in der Freimaurerei eine große Rolle. Es ist im Grunde genommen nichts anderes als das Kreuz, an dem der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 285&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
obere Balken weggelassen ist. Das Mineralreich ist weggelassen, um überhaupt das Kreuz zu bekommen; der Mensch beherrscht es bereits. Läßt man das Pflanzenreich in Aktion treten, so erhält man das nach oben gerichtete Kreuz *) Das, was aus der Erde, aus der Seele heraus als Macht über die Erde sich entfaltet, ist das Symbol der zukünftigen Maurerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer meinen vorigen Vortrag über die Maurerei gehört hat, wird sich erinnern, wie ich damals anführte, daß in der freimaurerischen Legende von Hiram-Abiff erzählt wird, daß er an einem bestimmten Punkte mit dem Tau-Zeichen eingriff. Die Königin von Saba wünschte, daß er die Arbeiter, die am Tempelbau beschäftigt waren, nochmals zusammenrufe. Auf Salomos Wink erschienen niemals die in sozialer Gemeinschaft zusammenwirkenden Leute. Auf das Tau-Zeichen hin von Hiram-Abiff erhoben erschienen die Leute von allen Seiten. Dieses Tau-Zeichen symbolisiert eine ganz neue Macht, die auf die Freiheit gegründet ist und in der Erweckung einer ganz neuen Naturkraft besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An die Bemerkung, mit der ich das letzte Mal schloß, darf ich wohl jetzt nochmals anknüpfen. Ich sagte Ihnen, wozu die so große Bemeisterung der unlebendigen Natur führt. Ohne viel Phantasie kann man sich das, worum es sich handelt, mit einem Beispiel vor Augen führen: Die drahtlose Telegraphie wirkt in die Ferne von der Aufgabestelle zur Aufnahme-Empfangsstelle. Man kann da, wenn man will, den Apparat in Bewegung setzen und auf große Entfernungen Wirkungen auslösen und sich dadurch verständigen. Eine ähnliche Kraft, wie sie bei dieser drahtlosen Telegraphie wirkt, wird dem Menschen in späterer Zeit auch ohne Apparat zur Verfügung stehen, wodurch es ihm möglich sein wird, in weiter Entfernung große Verheerungen anzurichten, ohne daß man den Ausgangspunkt dieser Zerstörungen wird entdecken können. Wenn dann der Höhepunkt dieser Entwickelung erreicht sein wird, dann wird es schließlich dazu kommen, daß sie sich überschlägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was durch das Tau ausgedrückt wird, ist eine Triebkraft, die nur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; Siehe unter Hinweise auf Seite 347.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 286&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in Bewegung gesetzt werden kann durch die Macht der selbstlosen Liebe. Sie wird selbst dazu verwendet werden können, Maschinen zu treiben, welche aber stillstehen werden, wenn egoistische Menschen sie bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht ist Ihnen bekannt, daß Keely einen Motor konstruiert hat, der nur ging, wenn er selbst dabei war. Er hat damit den Leuten nichts vorgemacht, denn er hatte in sich selbst jene treibende Kraft, die aus dem Seelischen hervorgeht und Mechanisches in Bewegung setzen kann. Eine Antriebskraft, die nur moralisch sein kann, das ist die Idee der Zukunft; die wichtigste Kraft, die der Kultur eingeimpft werden muß, wenn sie sich nicht selbst überschlagen soll. Das Mechanische und das Moralische werden sich durchdringen, weil dann das Mechanische ohne das Moralische nichts ist. Hart vor dieser Grenze stehen wir heute. Nicht bloß mit Wasser und Dampf, sondern mit spiritueller Kraft, mit spiritueller Moral werden in Zukunft die Maschinen getrieben werden. Diese Kraft ist symbolisiert durch das Tau-Zeichen und wurde schon poetisch angedeutet durch das Bild des Heiligen Gral. Wie der Mensch nicht mehr nur angewiesen ist darauf, zu benützen, was ihm die Natur freiwillig hergibt, sondern wie er die Natur formt und umgestaltet, wie er zum Werkbaumeister des Unlebendigen geworden ist, so wird er zum Werkbaumeister des Lebendigen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als etwas, das erobert werden muß, steht das alte geschlechtliche Symbol am Ausgang der Maurerei. Wie wenn ein mit wild wachsendem Gras bedeckter, aus dem Felsen herausgeschlagener Stein hingestellt würde neben eine wunderbar ausgestaltete Statue eines Bildhauers, so können Sie das alte Geschlechtssymbol der Maurerei neben die neue Symbolik der zukünftigen Maurerei hinstellen. Das haben diejenigen, die einigermaßen eingeweiht waren in die königliche Kunst, gewußt. Zum Beispiel hat dies Goethe im zweiten Teil des «Faust» in der Episode des Homunkulus in wunderbarer Weise zum Ausdruck gebracht. Darin liegen noch viele Mysterien, die erst gehoben werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Dinge sollen darauf hinweisen, daß die Menschheit vor einer neuen Entwickelungsepoche der okkulten königlichen Kunst steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 287&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am wenigsten wissen diejenigen, die heute offiziell das Freimaurertum vertreten, was dieses zukünftige Freimaurertum sein wird. Am wenigsten wissen sie, daß etwas ganz Neues anstelle der alten, von ihnen so vielfach mißverstandenen Symbole treten wird, und daß diese eine ganz neue Bedeutung erhalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wahr es ist, daß in der Vergangenheit alles wirklich Große aus der königlichen Kunst hervorgegangen ist, so wahr ist es, daß alles wirklich Große der Zukunft aus der Pflege der königlichen Kunst hervorgehen wird. Gewiß, heute kann jeder Schuljunge den pythagoräischen Lehrsatz beweisen, entdecken konnte ihn nur Pythagoras, weil er Meister in der königlichen Kunst war. So ist es auch mit der Zukunft der königlichen Kunst. So sehen Sie, daß die maurerische Kunst an einem Wendepunkt der Entwickelung steht und daß sie im engsten Zusammenhange ist mit dem, was in der Gralsloge tätig war und was als Heil erscheinen kann in den furchtbaren Kämpfen, die uns heute umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kämpfe sind erst im Anfang. Die Menschheit weiß nicht, daß sie auf einem Vulkane tanzt. Aber sie tanzt auf einem Vulkan. Es beginnen diejenigen Revolutionen auf unserer Erde, die eine neue Phase der königlichen Kunst notwendig machen. Diejenigen, welche nicht gedankenlos dahinleben, werden wissen, was sie zu tun haben; werden wissen, daß sie mitzuwirken haben an der Entwickelung unserer Erde. Darum muß in gewisser Weise diese uralte königliche Kunst in einer neuen Form geschildert werden und das Uralte begleiten. In diesem Uralten liegt trotzdem eine unversiegliche Kraft. Die den neuen freimaurerischen Gedanken erfassen, werden wieder Funken schlagen aus den alten freimaurerischen Symbolen. Dann wird sich auch zeigen, daß das Herumstreiten über Johannes- oder Hochgradmaurerei keine Bedeutung hat gegenüber dem Bestreben der wahren Maurerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu ist notwendig was uns zum Ausgangspunkte wieder zurückführt die Frage zu beantworten: Was war die königliche Kunst bisher? Diese königliche Kunst war bisher die Seele unserer Kultur. Und diese unsere Kultur hat zwei Grundeigenschaften. Einerseits ist sie aufgebaut auf diejenigen Kräfte in der menschlichen Seele, welche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 288&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sich mit dem Unlebendigen beschäftigen, und andererseits auf diejenigen Kräfte unter den Menschen, die vorzugsweise dieses Bemeistern des Unlebendigen sich zu ihrer Aufgabe machen einfach vermittels der durch ihren Organismus hervorgerufenen Kräfte: das sind die Männer. Daher war die königliche Kunst bisher eine Männerkunst. Die Frauen waren daher ausgeschlossen und konnten nicht daran teilnehmen. Abgesondert, getrennt wurden die Arbeiten in den Logen verrichtet wie im einzelnen, darauf kommt es nicht an von dem, was sich auf die Familie, die Fortpflanzung der reinen Naturgrundlage des Menschengeschlechtes bezieht. In der Freimaurerei wurde daher ein Doppelleben geführt: die großen Ideen, die in der Loge zum Ausdruck kamen, durften nicht verquickt werden mit dem, was im Zusammenhange mit der Familie steht. Die Logenarbeit, als sich auf das innerste Seelenleben beziehend, lief neben der Pflege des Zusammenlebens in der Familie einher. Im Kampfe lag die eine Strömung mit der anderen. Ausgeschlossen waren die Frauen von der Maurerei. Das hörte in dem Augenblicke auf, als die Freimaurerei nicht mehr nach rückwärts schaute, sondern den Blick vorwärts richtete. Denn gerade dasjenige wurde als weibliche Strömung bezeichnet, was von außen [?] zufloß ; dasjenige wurde von der Maurerei als etwas Priesterliches bezeichnet, was von Natur aus da war. Und das sah das Maurerische bisher als das Feindliche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mann ist seiner Natur nach der Repräsentant der im Unlebendigen schaffenden Kraft, während die Frau die Repräsentantin der lebendig schaffenden, das Menschengeschlecht aus der Naturgrundlage heraus fortentwickelnden Kräfte darstellt. Dieser Gegensatz muß überwunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was in der Zukunft bewirkt werden soll, wird nur bewirkt werden können, wenn dasjenige in der Welt überwunden ist, was sich auf die alten Symbole stützt, die gerade im Geschlechtlichen ausgedrückt sind. Die heute veraltete Freimaurerei hat deshalb diese Symbole, weil sie gerade damit sagen will: dies müssen wir überwinden; aber es muß dieses Geschlechtliche bestehen bleiben draußen in den Institutionen, die sich auf das Natürliche beziehen; nur abgesondert kann man das überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 289&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baumeister, der Künstler, der Staatsmann, sie alle haben nichts zu tun in ihrer Denkweise selbstverständlich, ich bitte das zu erwägen mit der Naturgrundlage der Geschlechtlichkeit. Sie arbeiten alle mit dem Verstande, mit dem Intellekt, an der Bemeisterung der unlebendigen. Kräfte. Das wird ausgedrückt in den freimaurerischen Symbolen. Diese Naturgrundlage in ferner Zukunft zu überwinden, die Kräfte des Lebendigen zu bemeistern wie seit den fernen Zeiten der lemurischen Rasse der Mensch angefangen hat, die unlebendigen Kräfte zu bemeistern , das wird in neuen Symbolen zum Ausdruck kommen. Dann wird nicht bloß im Gebiet des Leblosen, sondern auch im Gebiete des Lebendigen die Naturgrundlage überwunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir das bedenken, dann erscheinen uns die alten geschlechtlichen Symbole gerade als dasjenige, was im weitesten Sinne überwunden werden muß, und dann finden wir in dem Gedanken der Vereinigung von männlichen und weiblichen Geisteskräften dasjenige, was in Zukunft das Schaffende, das eigentlich Wirkende sein soll. Das äußere Ereignis für diesen Fortschritt in der Freimaurerei ist daher der Eintritt des weiblichen Geschlechtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einen sinnigen Brauch in der Freimaurerei, der auf diese Sache Bezug hat. Wer in die Loge eingeführt wird, bekommt zwei Paar Handschuhe: das eine Paar, damit er es selbst anziehe, das andere Paar dagegen soll er derjenigen anziehen, die er am liebsten hat. Damit soll angedeutet werden, daß sich beide nur mit Handschuhen anfassen sollen, damit sinnliche Regungen nichts zu tun haben mit dem, was die Freimaurerei angeht. Auch in einem anderen Symbol ist dieser Gedanke ausgedrückt: Das Schurzfell ist das Symbol für die Überwindung des Sexuellen. Das wird zugedeckt mit dem Schurzfell. Wer diese tiefe Idee in der Freimaurerei nicht erkennt, wird auch keine Ahnung davon haben können, was das Schurzfell eigentlich bedeutet. Mit der Freimaurerei im engeren Sinn kann man das Schurzfell nicht in Verbindung bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben also auf der einen Seite die Überwindung des Natürlichen durch den frei schaffenden Geist, auf der anderen Seite aber auch die Trennung durch die Handschuhe. Die Handschuhe werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 290&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wir aber schließlich auch ausziehen können nach Überwindung des Niederen, mit Aufwendung der unmittelbaren freien geistigen Kraft beider Geschlechter. Dann wird wirklich erst dasjenige, was sich heute in der Geschlechtlichkeit äußert, schließlich überwunden sein. In einem freien, durchaus freien menschlichen Schaffen, in einem Zusammenwirken von Mann und Frau an dem großen Menschheitsbau werden die Handschuhe nicht mehr ausgeteilt werden, weil sie sich frei die Hände reichen können, weil jetzt Geist zu Geist spricht, nicht Sinnlichkeit zu Sinnlichkeit. Das ist die große Zukunftsidee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn heute jemand anknüpfen will an die alte Maurerei, so ist er nur dann auf der Höhe des freimaurerischen Gedankens für die Gestaltung der Zukunft des Menschengeschlechts, wenn er in diesem Sinne wirkt und trotz des Alters dieses Ordens Verständnis hat für das, was die Zeiten von uns fordern. Wenn es möglich sein wird, Verständnis zu finden für das, was man das Geheimnis der königlichen Kunst nennt, so wird zweifellos die Zukunft uns die Wiedergeburt der alten, guten, herrlichen, heute aber heruntergekommenen Freimaurerei bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Wege, auf denen der Okkultismus in die Menschheit dringen wird, wird die wiedererstehende Freimaurerei sein. Gerade dadurch zeichnet sich das Allerbeste aus, daß es am meisten den Fehlern seiner Tugenden ausgesetzt ist. Und kann man auch heute die Freimaurerei nur als eine Karikatur der großen königlichen Kunst bezeichnen, so dürfen wir doch nicht verzagen in dem Bemühen, die in ihr schlummernden Kräfte wieder aufzuwecken: eine Arbeit, die uns obliegt auf einem Gebiete, das mit der theosophischen Bewegung parallel läuft. Wenn wir die Frage, die auf uns lastet, nicht pfuschermäßig betrachten, sondern wirklich aus den Tiefen des Weltwirkens erfassen wollen, wenn wir erfassen wollen, was in den Seelen der Geschlechter, im Kampfe der Geschlechter heute zum Ausdruck kommt, dann werden wir sehen, daß aus diesen Kräften die bildende Kraft für die Zukunft fließen muß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles, was man heute herumredet, ist nichts. Beantworten kann man diese Fragen nicht, wenn die Antwort nicht aus den Tiefen geschöpft wird. Was als soziale oder als Frauenfrage heute in der Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 291&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Existiert, ist nichts, wenn es nicht aus den Tiefen der Weltenkräfte erkannt und mit ihnen in Einklang gebracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wahr es ist, daß große Taten in der Vergangenheit aus der Maurerei herausgeholt worden sind, so wahr ist es, daß die künftigen großen praktischen Taten aus den Tiefen der zukünftigen maurerischen Ideen herausgeholt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den folgenden Seiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Notizbucheintragungen Rudolf Steiners zum Vortrag Berlin, 2 Januar 1906 (Notizbuch Archiv-Nr. 225).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 292&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 293&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= III  Über Goethe und sein Verhältnis zum Rosenkreuzertum (1906) =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 294&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Goethe und sein VerhÄltnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zum Rosenkreuzertum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Rosenkreuzer-Mysterium Goethes einzudringen gibt es zwei Wege, einen exoterischen und einen esoterischen oder okkulten. Der esoterische ergibt sich durch Studium derjenigen Dichtungen Goethes, die ein äußerer Ausdruck seiner rosenkreuzerischen Gesinnung und seines diesbezüglichen Wissens sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dahin gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Das Gedicht «Geheimnisse». Es stellt dar das Mysterium der Loge der 12 mit dem 13. an der Spitze. Der Inhalt ist eine Hindeutung auf die Erlebnisse im Vorhof der rosenkreuzerischen Parcival-Einweihung (Gral-Initiation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Grundlage im «Faust». Homunkulus ist der Astralleib; der Gang zu den «Müttern» ist die Darstellung der Aufsuchung des «goldenen Dreiecks» und des «verlorengegangenen Wortes».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Stellen im «Wilhelm Meister», die «Wanderung und Wandelung der Seele» darstellend bis zur Erweiterung des Bewußtseins zum kosmischen Schauen (Kontemplation der kosmischen Vorgänge. Makariens Vision ist solche Kontemplation).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie stellt dar die alchymistische Initiation, in der von Christian Rosenkreutz gestifteten Form: das was in richtiger Schrift nicht nach der mangelhaften Tradition der Logen geschrieben wird der 030 Grad (vulgär in Maurersprache der 30. Grad). Dieses Märchen enthält in symbolischer Sprache alle Geheimnisse dieses Grades, wie die Herkules-Sage alle Geheimnisse des Royal-Arch-Grades enthält, der in richtiger Schrift geschrieben wird 013 Grad und welcher auch der 4. genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Wichtiges über Rosenkreuz-Initiation enthält auch das Gedicht «Pandora ».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 295&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mittel, um auf esoterisch-okkultem Wege in Goethes Rosenkreuzertum einzudringen, werden gegeben bei der Einweihung (Initiation) in den wirklichen 020 Grad, der auch um das Geheimnis zu verhüllen so geschrieben wird 6 3 Grad und gelesen 6 x 3 = 18. Grad (Rose-Croix). Da wird auf okkultem Wege gezeigt, daß Goethe zwischen seinem Leipziger und Straßburger Aufenthalt eine Initiation erhalten hat, welche aber erst allmählich fruchtbar in ihm geworden ist, und die es ihm ermöglichte, eine ganz bestimmte rosenkreuzerische Mission zu erfüllen. Man kann darüber mehr nicht niederschreiben; mündlich könnte man noch einiges darüber sagen: noch mehr nur in einer wahren rosenkreuzerischen Loge des 6 3 = 6 x 3 = 18. Grades.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Text liegt nur in der Handschrift von Marie Steiner-von Sivers vor. Vermutlich wurde er von Rudolf Steiner niedergeschrieben für Edouard Schuré um 1906 herum, da sich diese Niederschrift bei Marie Steiner unmittelbar anschließt an diejenige eines von Rudolf Steiner für Schuré 1906 niedergeschriebenen Textes «Zeichen und Entwickelung der drei Logoi in der Menschheit» (abgedruckt in «Nachrichten der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung» Nr.14, Michaeli 1965, sowie in «Die Apokalypse des Johannes», Bibl.-Nr. 104, 6. Auflage GA 1979).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 296 [vakat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= IV  ANHANG, Hinweise, 1. Teil =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 297&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Titel des Bandes, die Inhaltsangaben und die Hinweise stammen vom Herausgeber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben zu den Textunterlagen finden sich jeweils am Beginn der Hinweise für den betreffenden Vortrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werke Rudolf Steiners, welche in der Gesamtausgabe (GA) erschienen sind, werden in den Hinweisen mit Bibliographie-Nummer und Erscheinungsjahr der letzten Auflage angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vortrag Berlin, 23. Mai 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen: Stenographische Notizen von Franz Seiler und stenographische Kurznotizen von Walter Vegelahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Text: Bei diesen nur in gekürzter Form festgehaltenen Ausführungen über den Beginn der irdischen Menschheitsentwickelung ist zu berücksichtigen, daß es sich teilweise ohne daß dies im Text besonders deutlich wird um eine Interpretation von Darstellungen in H. P. Blavatskys «Geheimlehre», Band II handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Seite:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|Es war vorauszusehen, daß  heute nur eine kleine Gemeinde sich versammeln würde: Vermutlich war der Vortrag kurzfristig angesagt worden, da Rudolf  Steiner soeben von einer Reise nach London zurückgekehrt war.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|Frau Besant wieder zu hören: Annie Besant, 18471933, von 1907  an Präsidentin der Theosophical Society, sprach anläßlich der Begründung der  Deutschen Sektion im Oktober 1902 schon einmal in Berlin. Im September 1904  machte sie auf Einladung Rudolf Steiners eine Vortragsreise durch  verschiedene deutsche Städte. Ihre englisch gehaltenen Vorträge wurden von  ihm auf deutsch referiert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|zwei nächsten öffentlichen  Vorträge dann werden die Montagsveranstaltungen wieder regelmäßig hier  stattfinden: Diese beiden öffentlichen Vorträge  vom 30. Mai und 6. Juni 1904 (enthalten in «Spirituelle Seelenlehre und  Weltbetrachtung», Bibl.-Nr. 52, GA 1972) fanden nur ausnahmsweise montags  statt; sonst fanden an den Montagabenden regelmäßig Mitgliedervorträge statt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|werde ich sprechen über  Theosophische Kosmologie: Drei Vorträge, 26. Mai,  2. und 9. Juni 1904 (bisher ungedruckt).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 298&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|21&lt;br /&gt;
|Vorträge über die Elemente  der Theosophie: Gemeint sind die schon für April  angekündigt gewesenen Vorträge über Grundbegriffe der Theosophie, die dann im  Herbst gehalten wurden. Siehe «Ursprung und Ziel des Menschen. Grundbegriffe  der Geisteswissenschaft», Bibl.-Nr. 53, GA 1980.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|Manuskript, das sich im  Vatikan befindet eine Kopie besitzt der Graf von Saint-Germain: Dies war durch H. P. Blavatskys «Geheimlehre» (1888) öffentlich  bekannt. In Band II (deutsche Ausgabe Leipzig o. J., Seite 249f.) heißt es: «Nun  enthält das vatikanische Kabbala-Manuskript dessen einziges Exemplar (in  Europa) im Besitze des Grafen Saint-Germain gewesen sein soll die  vollständigste Darlegung der Lehre »&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|oder es im Astrallichte zu  lesen vermochte: Hier deutete Rudolf Steiner wohl  auf die den Zuhörern bekannte Fähigkeit Blavatskys, seltene Manuskripte im  Astrallicht lesen zu können, wie es zum Beispiel in den 1893 erschienenen  «Reminiscences of H. P. Blavatsky and The Secret Doctrine» von Constance  Wachtmeister u. a. beschrieben wurde.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|22&lt;br /&gt;
|Graf von Saint-Germain: Eine der rätselhaftesten und umstrittensten Gestalten des 18.  Jahrhunderts. Sein Geburts- und Todesjahr, wie auch sein eigentlicher Name  sind nicht bestimmt anzugeben. Nach Rudolf Steiners Vortrag in Neuchâtel, 27.  September 1911, in «Das esoterische Christentum und die geistige Führung der  Menschheit», Bibl.-Nr.130, GA 1977, wurde der Name nicht nur einer  Persönlichkeit beigelegt, sondern auch anderen. In dem wahren Träger des  Namens lebte die Individualität des Christian Rosenkreutz. Siehe hierzu den  Vortrag vom 4. November 1904 (in diesem Band) und Hinweise dazu.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|meine Atlantisvorträge: Es handelt sich um im Januar 1904 gehaltene Vorträge, von denen  jedoch keine Nachschriften existieren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: Zur Orientierung  müssen wir: Dieser Abschnitt lautet in den  Notizen von Vegelahn: «Zur Orientierung müssen wir einen kurzen Einblick  gewinnen in zwei Strömungen der heutigen Zeit, die in den Gemütern der  fünften Rasse verborgen sind und sich vielfach streiten. Die eine Strömung,  die sich am reinsten in den indischen und südeuropäischen Bekenntnissen  wiederfindet, die Weltanschauung, die auch dem Judentum und den Babyloniern  zugrunde liegt; und die andere ist enthalten in den Bekenntnissen und  Anschauungen der Perser westwärts von Persien bis hin zu den Regionen der  Germanen.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 299&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23/24&lt;br /&gt;
|zwei Strömungen südlicher  nördlicher Weltanschauungsgürtel: Siehe hierzu  «Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder  Christi» (5. Vortrag, München 27. August 1909), Bibl.-Nr.113, GA 1960.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|23ff&lt;br /&gt;
|Devas: Indische Bezeichnung für Götter des Devachan, der himmlischen Welt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|24ff&lt;br /&gt;
|Asuras: Indisch. Suras = Götter (von Asu = Atem) wurden zu Nichtgöttern, zu  Ungöttern = A-Suras. In den alten östlichen Religionen und auch später von  Rudolf Steiner als Name für satanische Wesenheiten gebraucht. Im Zusammenhang  dieses Vortrages ist jedoch jener Aspekt der Asuras gemeint, wie er in  Blavatskys «Geheimlehre» (zum Beispiel in Band II, Abteilung IV: über den  Mythus von den gefallenen Engeln in seinen verschiedenen Aspekten, deutsche  Ausgabe Seite 525) charakterisiert wird: «Esoterisch sind die Asuras, die in  der Folgezeit in böse Geister und niedere Götter umgewandelt wurden, welche  ewig im Kampfe mit den großen Gottheiten liegen die Götter der geheimen  Weisheit. In den ältesten Teilen des Rigveda sind sie die Geistigen und die  Göttlichen, indem der Ausdruck Asura auf den höchsten Geist angewendet wurde  und dasselbe war, wie der große Ahura der Zoroastrier. Es gab eine Zeit, da  die Götter Indra, Agni und Varuna selber zu den Asuras gehörten.» Erst in der  atlantischen Zeit, beim übergang von der lemurischen zur atlantischen Zeit  wurden .diese ursprünglich hohen Götter zu Ungöttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In den Notizen von Rudolf Steiners  Vortragsreihe über «Planetarische Entwickelung» (1. Vortrag, Berlin, 17.  Oktober 1904) heißt es zu diesem Thema: «Wollen wir die Stellung des  geistigen Evolutionsprinzipes begreifen, müssen wir eine bedeutungsvolle  Begebenheit in der atlantischen Rasse feststellen. Die im Anfange geistige  Wesen waren, die erschienen nun als die Empörer, die Aufrührer, die sich  jetzt ihre Unabhängigkeit erobern wollten. Suras wurden jetzt zu Asuras. Bis  zu diesem Zeitpunkt waren sie latent auf der Erde. Es sind diejenigen Mächte,  welche gerade in der gegenwärtigen Epoche die intellektuelle und geistige  Seite der Menschheit vertreten. Diese Natur Luzifers ist diejenige, die auch  das Christentum in den ersten Jahrhunderten vertreten hat. Zwei Dokumente  gibt es davon, eines im Vatikan und eine Abschrift davon hat der  initiierteste Christ des Abendlandes: der Graf von Saint-Germain.» Die  Notizen dieser Vortragsreihe sind gesamthaft abgedruckt in «Beiträge zur  Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Nrn. 67/68, 69/70, 71/72 und 78.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|25&lt;br /&gt;
|Zu dem Abschnitt: «Wir  erhalten darüber Aufschluß »: Bei diesem  Abschnitt ist besonders zu berücksichtigen, daß der Text der Nachschrift  mangelhaft ist. Siehe hierzu Blavatskys «Geheimlehre», Band II, Abschnitt:  Die Geschichte der vierten Rasse.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 300&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|26&lt;br /&gt;
|Die Söhne der Götter fanden,  daß die Töchter der Menschen schön waren: Moses  1, 6,12. Siehe auch Blavatskys «Geheimlehre», Band II, 2. Teil, Abteilung IV  «Über den Mythos von den gefallenen Engeln in seinen verschiedenen Aspekten».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|symbolisiert in der Sage von  Prometheus: Auch hier knüpft Rudolf Steiner an  Blavatskys «Geheimlehre», Band II, an.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|27&lt;br /&gt;
|In Schmerzen sollst du Kinder gebären: Moses 1, 3,16.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|das «Stirb und Werde», damit  er nicht bleibe ein trüber Gast auf dieser dunklen Erde: Frei wiedergegebene Zeilen aus dem Goethe-Gedicht «Selige Sehnsucht»  des Zyklus «West-östlicher Diwan»: « Und solang du das nicht hast / Dieses  Stirb und Werde / Bist du nur ein trüber Gast / Auf der dunklen Erde.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|30&lt;br /&gt;
|Drei sind, die da zeugen auf  der Erde: das Blut, das Wasser und der Geist: 1.  Epistel Johannes 5,7. Schon im Vortrag vom 29. April 1904 hatte Rudolf  Steiner diese Epistelstelle ausführlich erläutert. Danach sind mit Blut und  Wasser nicht die heutigen materialistischen Begriffe zu verbinden. Wenn es  heißt: Drei sind, die da zeugen im Himmel: Vater, Wort und Heiliger Geist und  diese Drei sind eins so heißt das theosophisch gesprochen: Atma, Buddhi,  Manas, die drei oberen Prinzipien. Und wenn es weiter heißt: Drei sind, die  da zeugen auf Erden: Der Geist, das Wasser und das Blut, so bedeutet dies die  drei unteren Prinzipien, die drei seelischen Elemente. Mit Blut ist das  unterste Glied der Seele, das Astrale gemeint, nicht unser physisches Blut.  «Die jüdische Esoterik glaubt, daß die Bewegung des Blutes vom Astralkörper  herrührt, und das ist richtig. Alle Einflüsse, die nicht unmittelbar durch  die Seele gehen, sondern etwas Körperliches noch bewirken, das nennt die  jüdische Esoterik das Blut. Es ist das Tätige, das Treibende. Wir nennen nur  den roten Saft, der durch den Körper strömt, das Blut.» Mit Wasser sei in  jeder Geheimsprache Kama gemeint, die Gefühle, Leidenschaften, Begierden usw.  «Und nun will ich Ihnen sagen, warum das Wasser genannt wird. Sie müssen sich  schon einmal vertraut machen mit der Vorstellung, daß die Menschheit sich  heute gewöhnt hat, sich vieles materialistischer vorzustellen, als es in  früheren Zeiten der Fall war. Wenn Sie sich einen alten Kabbalisten  vorstellen, so sah der in diesem Wasser nicht bloß das fließende Element,  sondern ein Gleichnis, und er kam dazu auf folgende Art. Er sagt sich, im  Wasser leben diejenigen Tiere, die wir zu den ursprünglichsten rechnen  müssen. Aus dem flüssigen Element ging ursprünglich das Tierische hervor:  Seetiere, Quallen, Amphibien. Diese gingen dann aus dem&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 301&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Wasser heraus ans Land. Nirgends entstanden  Leidenschaften und Gefühle, als aus dem Wasser Wir unterscheiden die untere  Seele, die das Blut wallen macht und wo wir Lust und Unlust empfinden, die  eigentlichen inneren Schmerzen. Und das nennt er das Wasser, weil er dieses  Seelenelement aus dem Wasser herleitet. Dann kommt noch die denkende Seele,  der Geist»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|31&lt;br /&gt;
|in geheimen Manuskripten die sie im  Astrallichte zu sehen vermögen: Siehe Hinweise zu Seite 22.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|32&lt;br /&gt;
|die großen Meister die  großen Adepten, welche die Gründer der spirituellen Bewegung sind nicht der  Gesellschaft: Hierzu äußerte sich Rudolf Steiner  am 2. Januar 1905 brieflich an ein in die Esoterische Schule aufzunehmendes  Mitglied in ähnlicher Weise: « Sie wissen, daß hinter der ganzen  theosophischen Bewegung hochentwickelte Wesen stehen, die wir Meister oder Mahatma  nennen. Diese erhabenen Wesen haben den Weg bereits zurückgelegt, den die  übrige Menschheit noch zu gehen hat. Sie wirken nun als die großen Lehrer der  Weisheit und des Zusammenklanges der Menschheitsempfindungen. Sie sind heute  bereits tätig auf den höheren Planen (Ebenen), zu denen sich die übrigen  Menschen im Laufe nächster Entwicklungszeiten, sogenannter Runden  hinauforganisieren werden. Auf dem physischen Plane wirken sie durch die von  ihnen beauftragten Boten, deren erster H. P. Blavatsky war, das heißt für die  theosophische Bewegung erster. Eine äußere Organisation oder Gesellschaft  begründen die Meister weder, noch stehen sie einer solchen vor. Die  Theosophische Gesellschaft ist zwar von ihren Begründern (H. P. Blavatsky,  Olcott u. a.) ins Leben gerufen, um das Werk der Meister auf dem physischen  Plan zu fördern, doch haben auf die Gesellschaft selbst als solche diese  Meister selbst nie einen Einfluß genommen. Sie ist  nach Wesen und Führung das Werk von Menschen rein auf dem physischen Plane.»  Siehe den Band «Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der  Esoterischen Schule 19041914», GA 264, sowie auch die Ausführungen im Vortrag  vom 22. Oktober 1905 in dem vorliegenden Band.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 10. Juni 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen: Stenographische Notizen von Franz Seiler und Walter Vegelahn sowie  langschriftliche Kurznotizen von Marie Steiner-von Sivers.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|Schon das letzte Mal habe  ich darauf hingedeutet: Am Schluß des Vortrages  vom 27. Mai 1904 mit der Bemerkung: «Das nächste Mal werde ich eine der  bedeutsamsten Erzählungen durchnehmen, die Sie oftmals gehört haben, deren  innere Bedeutung aber so unendlich tief ist wie kaum etwas anderes: die  Geschichte von Kain und Abel.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 302&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|das Verhältnis von Kain und  Abel eine Allegorie für außerordentlich tiefe Geheimnisse: Siehe auch hierzu Blavatskys «Geheimlehre», II. Band (Seite 131 f.:  Der göttliche Hermaphrodit), aber auch Rudolf Steiners spätere Vorträge  «Welche Bedeutung hat die okkulte Entwickelung des Menschen für seine Hüllen  physischen Leib, Ätherleib, Astralleib und sein Selbst?», Bibl.-Nr.145, GA  1974.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|Enoch: Apokryphe Schrift.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|33&lt;br /&gt;
|Nehmen Sie den ersten Satz  im fünften Kapitel des ersten Buch Moses: Rudolf  Steiner gibt den Satz frei wieder. In der Luther-Übersetzung lautet er: «Dies  ist das Buch von des Menschen Geschlecht. Da Gott den Menschen schuf, machte  er ihn nach dem Gleichnis Gottes; und schuf sie einen Mann und ein Weib und  segnete sie und hieß ihren Namen Mensch zur Zeit, da sie geschaffen wurden.  Und Adam war hundertunddreißig Jahre alt und zeugte einen Sohn, der seinem  Bild ähnlich war und hieß ihn Seth.» Rudolf Steiner betonte später öfter, daß  die Stelle «und schuf sie einen Mann und ein Weib» sachgemäß übersetzt lauten  müsse: «und schuf sie männlich-weiblich». Siehe zum Beispiel «Ägyptische  Mythen und Mysterien» (8. Vortrag), Bibl.-Nr.106, GA 1978; oder auch «Die  Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte» (11. Vortrag), Bibl.-Nr.122,  GA 1976.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|34&lt;br /&gt;
|Abel heißt auf Griechisch «Pneuma» und auf  Deutsch «Geist» und hat einen entschieden weiblichen Charakter: Siehe hierzu auch «Das  Matthäus-Evangelium» (5. Vortrag), Bibl.-Nr.123, GA 1978.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|37&lt;br /&gt;
|Das Gehirn wurde männlich: Diese Passage scheint unklar festgehalten worden zu sein, man  vergleiche hierzu die Ausführungen in den Vorträgen vom 23. Oktober 1905 und  2. Januar 1906 (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|38&lt;br /&gt;
|Eine Sünde ist es, wenn «die Göttersöhne  Gefallen finden an den Töchtern der Menschen»: Siehe Hinweis zu Seite 26.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|38&lt;br /&gt;
|Daraus ging ein Geschlecht  hervor, das gewöhnlich in den öffentlichen Büchern des Alten Testamentes  nicht einmal erwähnt, sondern nur angedeutet wird: Moses 1, 6,4 lautet in der  Übersetzung Luthers: «Es waren auch zu den Zeiten  Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder Gottes zu den Töchtern der Menschen  eingingen, und ihnen Kinder zeugeten, wurden daraus Gewaltige in der Welt  und. berühmte Männer.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|38&lt;br /&gt;
|«Rakshasas» ähnlich den  «Asuras» der Inder: Nach H. P. Blavatskys  «Geheimlehre» gibt es in der esoterischen Philosophie des Ostens auch für  dieses Geschlecht der Rakshasas mehrfache Deutungen. In Band II, Seite 301  der deutschen Ausgabe, werden sie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 303&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Riesendämonen ähnlich den Titanen Griechenlands  genannt. In dem in der Bibliothek Rudolf Steiners befindlichen Werk des  englischen Okkultisten C. G. Harrison «Das transzendentale Weltenall», 1.  deutsche Ausgabe 1897, das von Rudolf Steiner für diese damaligen Vorträge  ebenfalls herangezogen wurde, ohne daß dies aus den Notizen selber deutlich  wird, heißt es im 5. Vortrag: «Die halbmenschlichen Geschöpfe, die Nachkommen  gefallener Engel, sind in den indischen Schriften als die Asuras bekannt,  werden manchmal Rakshasas oder Dämonen genannt.» Dies verdeutlicht, daß  Rudolf Steiner unter «Asuras» in dem Vortrag vom 10. Juni 1904 andere Kräfte  versteht als im Vortrag vom 23. Mai 1904.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|39&lt;br /&gt;
|Die Wesen der Rakshasas  kamen dadurch in einen Zustand der Lähmung und Lethargie: Diese Passage lautet in den Notizen von Marie Steiner-von Sivers:  «Die Rakshasas traten in den Zustand der Lähmung dadurch, daß ihnen von zwei  Seiten entgegengewirkt wurde: der alte Chela, der verbunden war mit dem  physischen Plan und ein reines geistiges Wesen, Christus. Von zwei Seiten  wurde also die Kraft in Lähmung gehalten. Es entstand etwas Kosmisches. Jene  Spannkraft, jene Energie der Lage durfte nicht in die Energie der Wirksamkeit  hineingeraten das ist das Christus-Prinzip im Kampfe gegen den Antichrist.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Bei C. G. Harrison a.a.O. heißt es  hierzu: «Die Asuras sind ihrer Natur nach feurig oder dynamisch und ihre  Macht zum Bösen war furchtbar. Diese wurde für immer durch die Erscheinung  Jesus Christus vernichtet und sie werden nun, wie der hl. Judas Thaddäus  annimmt, in ewigen Ketten gehalten, bis zum Gerichte des großen Tages. In  wissenschaftlichen Ausdrücken erklärt, werden sie im Schache gehalten,  unfähig sich rückwärts oder vorwärts zu bewegen, zwischen der Erde und der  achten Sphäre, an dem latenten Punkte, auf dem die Anziehung beider auf allen  Gebieten die gleiche ist, bis zum großen Tage des Zusammentreffens der  Achsen, wobei sie unwiderstehlich in den Wirbel der letzteren einbezogen  werden. Dieser Satz des hl. Judas ist in unglücklicher Weise mißverstanden  und es ist unterstellt worden, daß er sich auf Lucifer und den ersten Fall  der Engel beziehe; daraus entstanden die Mythen Miltons und des  Mittelalters.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|40&lt;br /&gt;
|Nostradamus: Eigentlich Michel de Notre-Dame (15031566). Astronom und Arzt in  Frankreich. Berühmt durch seine in französischen Versen verfaßten  Prophezeiungen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|40&lt;br /&gt;
|Marie-Antoinette, 17551793: Tochter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia und  seit 1774 Königin von Frankreich. Sie endete, nicht achtend der Warnungen  Saint-Germains, auf dem Schafott.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 304&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|40&lt;br /&gt;
|Sie wissen, daß Jesus  Christus nach dem Tode noch zehn Jahre auf der Erde geblieben ist: Rudolf Steiner setzte hier voraus die Kenntnis der Publikationen des  englischen Theosophen G. R. S. Mead «Pistis Sophia. A gnostic gospel», London  1896; «Fragments of a faith forgotten», London and Benares 1900, deutsch  «Fragmente eines verschollenen Glaubens», Berlin 1902 mit einer Inhaltsangabe  der «Pistis Sophia», welche mit der Mitteilung beginnt, daß Jesus nach seiner  Auferstehung elf Jahre lang bei seinen Jüngern geblieben sei und sie  unterrichtet habe.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|40&lt;br /&gt;
|Die Pistis Sophia: Titel einer dem Gnostiker Valentinus zugeschriebenen Schrift, die  durch den Engländer Askew (daher auch Codex Askewianus) nach England kam und  erstmals 1851 in lateinischer Übertragung in Berlin von Petermann  veröffentlicht wurde. 1895 erfolgte die erste französische, 1896 durch Mead  die erste englische und 1905 durch Carl Schmidt die erste deutsche  Übersetzung unter dem Titel «Koptisch-gnostische Schriften 1. Band».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|40&lt;br /&gt;
|Sinnetts «Esoterischer  Buddhismus»: «Esoteric Buddhism», 1883, deutsch  «Die esoterische Lehre oder Geheimbuddhismus», Leipzig 1884. Siehe hierzu  «Die okkulte Bewegung im 19. Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur»,  Bibl.-Nr. 254, GA 1969.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|40&lt;br /&gt;
|Druidenpriester «Nebelheim»  «Riese Ymir»: Siehe hierzu die Notizen vom  Vortrag 30. September 1904 (in diesem Band) sowie «Grundelemente der  Esoterik» (1. und 31. Vortrag), Bibl.-Nr. 93 a, GA 1976.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|41&lt;br /&gt;
|Reinkarnation weil man die Menschen so recht  herunterziehen wollte in Kama-Manas: Siehe hierzu «Grundelemente der Esoterik» (23.  Vortrag), Bibl.-Nr. 93a, GA 1976.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 30. September 1904 (Notizen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen:Es liegen lediglich die kurzen Notizen von Marie Steiner-von Sivers  vor. Die beiden in eckige Klammern gesetzten Sätze auf Seite 44 sind in den  Originalnotizen stark korrumpiert und vom Herausgeber redigiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Zur Ergänzung werden auf Seite 358ff.  die Darstellungen über die Druiden und die skandinavischen Mysterien aus  Charles William Heckethorn «Geheime Gesellschaften, Geheimbünde und  Geheimlehren», deutsche Ausgabe Leipzig 1900, angeführt. Das Buch gehört zur  Bibliothek Rudolf Steiners, ist mit Anstreichungen von seiner Hand versehen  und wurde offensichtlich für diesen und andere Vorträge dieses Bandes  benutzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 305&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 30. September 1904 (Notizen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen: Stenographische Notizen von Franz Seiler sowie langschriftliche  Notizen von Marie Steiner-von Sivers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Prometheussage hat sich Rudolf Steiner  auch später noch geäußert. Zum Beispiel in «Ägyptische Mythen und Mysterien» (10.  Vortrag), Bibl.-Nr.106, GA 1978; in «Der irdische und der kosmische Mensch»  (7. Vortrag), Bibl.-Nr.133, GA 1964; in «Gegenwärtiges und Vergangenes im  Menschengeiste» (Vortrag vom 18. April 1916), Bibl.-Nr.167, GA 1962; in  «Metamorphosen des Seelenlebens» (Vortrag vom 21. Oktober 1909), Bibl.-Nr.  59, GA 1971.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Vortrag über die Prometheussage  folgten noch die Vorträge über die Argonautensage und die Odyssee, Die  Siegfriedsage und der Trojanische Krieg, abgedruckt in «Esoterik und  Weltgeschichte in der griechischen und germanischen Mythologie», Dornach  1955. Sie erscheinen innerhalb der Gesamtausgabe in anderem Zusammenhang.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|47&lt;br /&gt;
|meine verschiedenen  Freitagsvorträge: Im Jahre 1904 sprach Rudolf  Steiner außer an den fortlaufenden Zweigabenden, die montags stattfanden,  jeweils noch freitags vor einem sehr kleinen Kreis, der sich in der Wohnung  von Fräulein Klara Motzkus in der Schlüterstraße versammelte. Das Hauptthema  waren Mythen und Sagen. Nicht von allen Vorträgen, die dort gehalten worden  sind, haben sich Nachschriften erhalten, höchstens sehr mangelhafte Notizen.  Die Vorträge dieses vorliegenden Bandes vom Jahre 1904 mit Ausnahme des  ersten vom 23. Mai 1904 sind alle in diesem Freitagskreis gehalten worden;  die Vorträge vom Jahre 1905/06 wurden im Montagskreis des offiziellen  Berliner Zweiges gehalten; die Oktobervorträge 1905 vor dem  Generalversammlungspublikum der deutschen Sektion.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|50&lt;br /&gt;
|Manu: Der Name kommt von der Sanskritwurzel «man» denken. In der  indisch-theosophischen Terminologie werden damit hohe geistige Wesen  bezeichnet, denen die Bildung neuer Rassen obliegt. über den Manu der fünften  Wurzelrasse oder des nachatlantischen Zeitraums siehe Rudolf Steiners Werke  «Aus der Akasha-Chronik», Bibl.-Nr.11, GA 1973; «Die Geheimwissenschaft im  Umriß», Bibl.-Nr.13, GA 1977; «Das Prinzip der spirituellen Ökonomie im  Zusammenhang mit Wiederverkörperungsfragen», Bibl.-Nr.109/111, GA 1979.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|51&lt;br /&gt;
|Das Bewußtsein davon, daß die Menschheit der  fünften Rasse unter dem Zeichen des Feuers steht, das drückt sich zunächst in  der Prometheussage aus: In Blavatskys «Geheimlehre» (3. Band, «Esoterik»,  Seite 330&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 306&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|der deutschen Ausgabe) wird darauf  hingewiesen, daß Prometheus ein Symbol und eine Personifikation der gesamten  Menschheit ist in bezug «auf ein Ereignis, das während ihrer Kindheit  stattfand die Feuertaufe sozusagen , das ein Mysterium innerhalb des großen  prometheischen Mysteriums ist, das gegenwärtig nur in seinen breiten  allgemeinen Zügen erwähnt werden kann.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|52&lt;br /&gt;
|Scott Elliots Broschüre über  die Atlantis: «Atlantis», Leipzig o. J. Vgl. auch  Rudolf Steiner über die atlantischen Vorfahren in «Aus der Akasha-Chronik»,  Bibl.-Nr.11, GA 1973.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|56&lt;br /&gt;
|Adam Kadmon: Vgl. hierzu den Vortrag Oxford, 22. August 1922 in «Das Geheimnis  der Trinität», Bibl.-Nr. 214, GA 1970.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|57&lt;br /&gt;
|Zu dem Abschnitt: So stellen uns die Sagen [Es folgen einige unklare Sätze]: Diese  Sätze lauten: «Jede Sage verändert sich. Sie kommt aus dem Urältesten und  verändert sich an einer ganz bestimmten Stelle. Die gibt es in jeder Sage,  auch die, wo sie wieder wörtlich zu nehmen ist.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 4. November 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen: Notizen von Mathilde Scholl sowie langschriftliche Notizen von Marie  Steiner-von Sivers.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|58&lt;br /&gt;
|Im Beginne des 15.  Jahrhunderts: In den Nachschriften heißt es «14.»  Jahrhunderts. Rudolf Steiner zählte gelegentlich die Jahrhunderte in der Art,  wie sie die Italiener zählen: Quattrocento 15. Jahrhundert. In einer  handschriftlichen Niederschrift von 1907 dagegen heißt es: «Christian  Rosenkreutz ging in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts » Vgl. «Briefwechsel  und Dokumente 19011925», Bibl.-Nr. 262, GA 1967.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|58&lt;br /&gt;
|Christian Rosenkreutz: Eine von der äußeren Geschichte nicht als historisch angesehene  Persönlichkeit des 14./15. Jahrhunderts, legendär bekannt aus zwei anonymen  Rosenkreuzerschriften «Fama Fraternitatis oder Entdeckung der Bruderschaft  des Hochlöblichen Ordens des R. C.», Kassel 1614, und «Confessio  Fraternitatis oder Bekandtnus der löblichen Bruderschaft des hochgeehrten  Rosen Creutzes», Kassel 1615, und nach diesen ein Deutscher adeliger Abkunft,  der von 1378 bis 1484 lebte. Der Name tritt erstmals auf in der 1604  verfaßten und handschriftlich verbreiteten, 1616 anonym erschienenen Schrift  «Chymische Hochzeit: Christiani Rosenkreutz. Anno 1459», deren Verfasser  Johann Valentin Andreae von Rudolf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 307&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Steiner als Inspirationsträger des Christian  Rosenkreutz dargestellt wird. Siehe Rudolf Steiner, Die Chymische Hochzeit  des Christian Rosenkreutz in «Philosophie und Anthroposophie, Gesammelte Aufsätze  19041918», Bibl.-Nr. 35, GA 1965. Der Aufsatz ist auch enthalten in der  Übertragung der Chymischen Hochzeit ins Neudeutsche von Walter Weber, Basel  1978. Nach Rudolf Steiner war Christian Rosenkreutz eine wirklich historische  Persönlichkeit. Vgl. hierzu auch «Das esoterische Christentum und die  geistige Führung der Menschheit», Bibl.-Nr. 130, GA 1977.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|58&lt;br /&gt;
|Seit seiner ersten  Begründung im Anfang des 15. Jahrhunderts ist dieser Mythos vielfach in  Bruderschaften erzählt und interpretiert worden:  Es ist hervorhebenswert, daß Rudolf Steiner hier den Ursprung der  Tempellegende auf Christian Rosenkreutz im 14./15. Jahrhundert zurückführt.  Über die Wege, auf denen die Legende vom Rosenkreuzertum her in die  Freimaurerei Eingang gefunden hat, hat er sich jedoch nicht geäußert. In der  Freimaurerei selber ist der Ursprung der Legende ungeklärt. Allgemein wird  angenommen, daß sie im 18. Jahrhundert entstanden sei, weil sie damals zum  erstenmal literarisch in Erscheinung trat. Wenn auch vermutet wird, daß sie  schon früher zum Gedankengut der Maurerei gehört habe, so ist dies jedoch  dokumentarisch nicht nachweisbar. Als literarische Wiedergabe der  Tempellegende diente Rudolf Steiner offensichtlich auch hier die Fassung bei  Heckethorn, «Geheime Gesellschaften, Geheimbünde und Geheimlehren», Leipzig  1900. Siehe den Text auf Seite 363f.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|64&lt;br /&gt;
|Vor der Französischen  Revolution erschien bei einer Hofdame der Königin Marie-Antoinette, der  Madame dAdhémar, eine Persönlichkeit der Graf von Saint-Germain: Als historische Quelle hierfür gelten die 1836 in Paris erschienenen  «Souvenirs sur Marie-Antoinette, Archiduchesse dAutriche, Reine de France, et  sur la cour de Versailles par Madame la Comtesse dAdhémar, Dame du Palais»,  die damals von dem Schriftsteller Etienne-Léon, Baron de Lamothe-Langon  veröffentlicht wurden. Rund 50 Jahre später wurden durch H. P. Blavatsky und  deren Freunde diese Erinnerungen der Vergessenheit entrissen. Eines der mehr  als seltenen Exemplare der Erinnerungen fand sich in der Bibliothek einer  Tante von H. P. Blavatsky in Odessa. Henry Steel Olcott, der 1875 mit  Blavatsky die Theosophische Gesellschaft gegründet hatte, schrieb in seinen  1895 erschienenen «Old diary leaves the true story of the Theosophical  Society», Band I, Seite 241: «If Mme. de Fadeef H. P. Bs aunt could only be  induced to translate and publish certain documents in her famous library, the  world would have a nearer approach to a true history of the Pre-revolutionary  European mission of this Eastern Adept than has until now been available.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 308&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die englische Theosophin Isabella  Cooper-Oakley veröffentlichte einige Jahre später einen ersten Auszug, dessen  deutsche Übersetzung in der Zeitschrift «Die Gnosis» (1. Jahrg. Nr. 20 vom  15. Dezember 1903) erschienen ist. (Siehe den letzten Hinweis zu Seite 107,  Vortrag 16. Dezember 1904.) In ihrem 1912 herausgegebenen Buch «The Comte of  Saint-Germain The secret of Kings» erschienen alle den Grafen von  Saint-Germain behandelnden Teile aus den Souvenirs der Madame d&#039;Adhémar. In  deutscher Übersetzung finden sich die wesentlichsten Teile in Karl Heyer,  «Aus dem Jahrhundert der Französischen Revolution»,  Manuskriptvervielfältigung Kreßbronn 1937. 2. Auflage 1956.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|64&lt;br /&gt;
|Graf von Saint-Germain  Christian Rosenkreutz: Die geistige Identität  dieser beiden Gestalten ist ein Forschungsergebnis Rudolf Steiners. Es findet  sich außerdem dargestellt im Vortrag Neuchâtel, 27. September 1911 in «Das  esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit», Bibl.-Nr.130,  GA 1977.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|65&lt;br /&gt;
|Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Dies hatte er  schon damals gesagt, bevor es dann von Hosea gesagt und aufgeschrieben wurde: Hosea 8,7. Siehe auch  den Hinweis zu Seite 107.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|65&lt;br /&gt;
|Kreuze des Weltenleibes: Siehe den Hinweis zu Seite 149.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 11. November 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen: Neu überprüfte stenographische Notizen von Franz Seiler; Notizen von  Mathilde Scholl; langschriftliche Notizen von Marie Steiner-von Sivers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Text: Aus allen Unterlagen geht deutlich hervor, daß es sich um eine  gekürzte Wiedergabe handelt. Der Schluß des Vortrages ist von allen nur noch  ganz fragmentarisch festgehalten. Auf einer handschriftlichen Abschrift der  Schollschen Notizen findet sich die Bemerkung, daß der Inhalt später zum 3.  Grad der symbolisch-kultischen Abteilung gehörte. Der besondere Wert dieser  Notizen liegt heute darin, daß sie im Gesamtwerk die einzige eingehendere  Darstellung des Manichäismus bedeuten. Als literarische Quelle benutzte  Rudolf Steiner das in seiner Bibliothek befindliche und von ihm im Juli 1903  in seiner Zeitschrift «Luzifer» (vgl. Hinweis zu Seite 68) als bedeutsam  besprochene Werk von Eugen Heinrich Schmitt, «Die Gnosis Grundlagen der  Weltanschauung einer edleren Kultur», 1. Band Leipzig 1903. In dem Kapitel  über den Manichäismus hat sich Rudolf Steiner die für seinen Vortrag  benützten Stellen angestrichen. Der Vortrag wurde in dem gleichen Jahr  gehalten, in dem die ersten manichäischen Originalhandschriftenreste aus  Turfan veröffentlicht wurden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 309&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|Faust-Problem: Siehe «Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen Faust  und durch das Märchen von der Schlange und der Lilie», Bibl.-Nr. 22, GA 1979;  sowie «Geisteswissenschaftliche Erläuterungen zu Goethes Faust», Band I und  II (insbesondere Vortrag vom 3. November 1917 in Band II über Faust und das  Böse), Bibl.-Nrn. 272 und 273, GA 1967.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|erstes Heft des «Luzifer»  «Luzifer»-Aufsatz: Die erste Nummer des von  Rudolf Steiner herausgegebenen «Luzifer», Zeitschrift für Seelenleben und  Geisteskultur, Theosophie, mit dem Eröffnungsartikel «Luzifer» erschien im  Juni 1903. Innerhalb der Gesamtausgabe enthalten in «Luzifer-Gnosis.  Grundlegende Aufsätze zur Anthroposophie und Berichte aus der Zeitschrift  Luzifer und Luzifer-Gnosis 19031908», Bibl.-Nr. 34, GA 1960.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|Augustinus: Der große lateinische Kirchenvater Augustinus (354430 n. Chr.) war  seinem eigenen Bekenntnis gemäß vor seiner sogenannten «Bekehrung» fast neun  Jahre Anhänger der Manichäer. Siehe auch Vortrag Dornach, 26. Dezember 1914  in «Okkultes Lesen und okkultes Hören», Bibl.-Nr.156, GA 1967.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|68&lt;br /&gt;
|Persönlichkeit, die sich  selbst als Mani bezeichnete und etwa im 3. Jahrhundert lebte: Ursprünglich soll Mani «Corbicius» geheißen haben. Er gab sich den  Namen «Mani», der nach Eugen Heinrich Schmitt (siehe oben unter «Zum Text»)  soviel bedeutet wie «ein Äon der Mandäer: Diana rabba, der ungefähr den Sinn  des verheißenen Trösters, des Paraklet hat». Manis Lebensdaten werden  allgemein auf 215 oder 216 bis 276 oder 277 n. Chr. festgelegt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|die mittelalterlichen Albigenser,  Waldenser und Katharer sind die Fortsetzung dieser Geistesströmung, zu der  auch der Templerorden und ebenso das Freimaurertum gehören: Laut Charles William Heckethorn «Geheimgesellschaften, Geheimbünde  und Geheimlehren», deutsche Ausgabe Leipzig 1900, gelten die im Mittelalter  in Europa weitverbreiteten Ketzerbewegungen als «Sproß des Manichäismus», die  «ihrerseits die Keime der Templer, der Rosenkreuzer und aller Vereinigungen»,  die den «Kampf gegen kirchliche oder staatliche Unterdrückung» fortsetzten,  befruchteten. über die Verbindung von Manichäismus und Freimaurerei heißt es  bei Heckethorn (S. 410): «Die Träger des maurerischen Meistergrades nennen  sich die Kinder der Witwe die Bezeichnung [knüpft] vielleicht an die  Manichäersekte an, deren Bekenner sich Söhne der Witwe nannten.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Nach Joseph Schauberg «Vergleichendes  Handbuch der Symbolik der Freimaurerei mit besonderer Rücksicht auf die  Mythologien und Mysterien des Altertums», Band III Seite 368 (in der  Bibliothek&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 310&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Rudolf Steiners), zeigen fast alle  maurerischen Symbole, daß «der Glaube und Dienst der alten Bauleute ein  orientalischer Lichtglaube und Lichtdienst, eine Art Parsismus oder  Sabäismus, vielleicht auch Manichäismus gewesen sei».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|Der ja noch für sich zu  besprechende Templerorden: Es liegen keinerlei  Unterlagen vor, wonach das damals in diesem Zusammenhang geschehen wäre.  Siehe auch Hinweis zu Seite 145.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|Hier hinein gehört das  Freimaurertum eigentlich, trotzdem es sich mit den Rosenkreuzern verbunden  hat: Der Ursprung der Freimaurerei und ihr  Zusammenhang mit dem Rosenkreuzertum ist in der freimaurerischen Literatur  selbst ein umstrittenes und ungeklärtes Thema, während es von der  eigentlichen Geschichtswissenschaft bisher kaum angegangen wurde. Erste  Versuche von dieser Seite, wenngleich ausschließlich vom rationellen und  aspirituellen Gesichtspunkt sind die Schrift von Hans Schick «Das ältere  Rosenkreuzertum Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte der Freimaurerei»,  1942, und die Schrift von Frances A. Yates «Aufklärung im Zeichen des  Rosenkreuzes», deutsche Ausgabe Stuttgart 1975.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|69&lt;br /&gt;
|Die äußere Geschichte, die  uns von Mani erzählt wird, ist höchst einfach: An  diesem Punkt dürften die Ausführungen Rudolf Steiners besonders mangelhaft  notiert worden sein. Er basiert hier auf einer Legende, die er später in  einem internen Vortrag (nach Notizen ohne Ort und Datum) noch einmal  erzählte: In den genannten Notizen ist der Wortlaut wie folgt festgehalten:  «Im dritten nachchristlichen Jahrhundert trat zunächst in Babylonien auf Mani  oder Manes, der Begründer des Manichäismus. Eine eigentümliche Legende  erzählt über ihn das folgende: Skythianos und Therebinthus oder Buddha waren  seine Vorgänger. Der letztere war der Schüler des Erstgenannten. Nach dem  gewaltsamen Tode des Skythianos flieht er mit dessen Büchern nach Babylonien.  Auch ihm ergeht es schlecht; nur eine alte Witwe nimmt seine Lehre an. Sie  erbt seine Bücher und hinterläßt diese ihrem Pflegesohn, der im Alter von zwölf  Jahren steht und den sie als siebenjährigen Sklavenknaben an Kindesstatt  angenommen hat. Dieser, der auch wiederum ein Sohn der Witwe genannt werden  kann, tritt mit 24 Jahren auf als Manes, der Begründer des Manichäismus.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Ausführlich behandelt und quellenmäßig  belegt findet sich diese Legende in dem Werk von D. Chwolson «Die Ssabier und  der Ssabismus», Band I, Petersburg und Leipzig 1856, Seite 130 ff. (Der  ausführliche Quellenapparat wird im folgenden jedoch nicht zitiert.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Nachdem es nun festgestellt ist, daß der  Manichäismus aus dem Mendai&#039;smus hervorgegangen ist, wollen wir versuchen  eine andere von den Kirchenvätern in bezug auf Mâni aufbewahrte Nachricht zu  beleuchten. Nach Epiphanius, Cyrillus Hierosolymitanus, Socrates&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 311&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|und dem Verfasser der Acta Disputationis S.  Archelai nämlich, mit denen Theodoretus, Suidas und Cedrenus zum Teil  übereinstimmen, war Mini nicht der eigentliche Gründer des Manichäismus,  sondern er hatte seine Vorläufer in der Person eines gewissen Scythianus und  in dessen Schüler Terebinthus, der sich nachher Buddha nannte. Ein jeder,  heißt es ferner, welcher sich von der Irrlehre Minis lossagen wollte, mußte  zugleich Zarades (Zoroaster), Buddha und Scythianus abschwören. Letzterer war  nach den Actis ein Scythe aus Scythien weshalb er wohl auch jenen Namen  führte; sein eigentlicher Name war also nicht Scythianus , sei zur Zeit der  Apostel aufgetreten und habe die Lehre von den zwei Prinzipien zu verbreiten  angefangen. Er soll seiner Herkunft nach, heißt es endlich, ein Saracene  gewesen sein und habe eine Frau aus der oberen Thebais geheiratet,  derentwegen er sich in Ägypten niederließ, wo er mit der Weisheit der Ägypter  bekannt wurde. Ungefähr dasselbe berichten auch Epiphanius, Socrates und  Cyrillus Hierosolymitanus. Nur bemerkt ersterer, daß er aus der Gegend der  Saracenen herstamme, in Arabien erzogen wurde und Reisen nach Indien und  Ägypten gemacht hätte, und letzterer sagt von ihm ausdrücklich, daß er mit Juden-  und Christentum nichts gemein hätte. Er selbst oder sein Schüler Terebinthus  habe vier Schriften verfaßt, welche letzterer nach seiner Auswanderung nach  Babylon, bei seinem Tode an eine Witwe vererbt hätte. Mini, der Sklave dieser  Witwe war, sei durch dieselbe in Besitz jener Schriften gekommen, deren  Lehren er dann für die seinigen ausgab. Theodoretus, Suidas und Cedrenus  berichten von Terebinthus und Mini dasselbe, nur identifizieren sie letzteren  mit Scythianus; Theodoretus bemerkt sogar, daß Mini deshalb auch Scythianus  genannt wurde, weil er Sklave war, und Suidas und Cedrenus sagen von ihm, daß  er seiner Herkunft nach ein Brachmane war. Baur meint, .daß diese beiden  Vorläufer des Mâni, Scythianus und TerebinthusBuddha, unmöglich für  historische Personen gehalten werden können: schon der auffallende  Anachronismus, den Scythianus in das Zeitalter der Apostel zu setzen, und  doch schon kurz nachher seinen Nachfolger Manes auftreten zu lassen, muß uns  die historische Wahrheit der Erzählung sehr verdächtig machen. Dies ist aber  eine durchaus unrichtige Voraussetzung. Das Zeitalter der Apostel reicht bis  Traian, der 117 starb, denn erst unter der Regierung desselben starb nach  Eusebius der Evangelist Johannes; wenn es also heißt, daß Scythianus im  Zeitalter der Apostel aufgetreten ist, so sind damit nur die letzten  Lebensjahre des erwähnten Apostels gemeint. Als Beweis dafür kann eine Stelle  aus Suidas dienen, wo es heißt: der Kaiser Nerva (regierte seit 97 1 Jahr und  4 Monate) habe den Evangelisten Johannes aus seinem Verbannungsort Patmus  zurückgerufen und nach Ephesus zurückgeführt; damals, fügt Suidas hinzu, ist  das Dogma der Manichäer zum Vorschein gekommen, indem Manes seine Häresis  öffentlich vortrug. Letztere Nachricht beruht aber sicher auf einer Verwechslung;  denn an einer andern Stelle sagt Suidas selbst, daß Manes zur Zeit des  Kaisers Aurelian (reg. von 271-275) aufgetreten sei. Suidas hat aber ohne  Zweifel in seiner Quelle gefunden, daß Scythianus zur Zeit des Nerva seine  dualististische&lt;br /&gt;
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|Lehre verkündigt hat, und da er wie oben  bemerkt wurde, Scythianus mit Manes irrtümlicherweise identifiziert, so hat  er letztern statt des erstem substituiert. Scythianus trat also demnach mit  seiner Lehre zur Zeit des Nerva, d. h. im Jahre 97, auf. Sein Schüler  Terebinthus-Buddha kann also bis 170 oder 180 und sogar länger gelebt haben.  Mini aber scheint um 190 geboren zu sein. En-Nedim teilt nämlich nach  Mohammed ben Ihâq Sahrmâni, der uns sonst weiter unbekannt ist, die Nachricht  mit, daß Mâni vor Schâbûr ben Ardsir (also Sapores I.) im zweiten  Regierungsjahre des römischen Kaisers (Trebonianus) Gallus (trat seine  Regierung im November 251 an) und zwar, wie en-Nedim nach der Aussage der  Manichäer hinzufügt, am 1. April, also im April des Jahres 253, aufgetreten  sei. Da aber Mini nach en-Nedim, bevor er vor Schâbûr auftrat, vierzig Jahre  lang im Lande herumgestreift ist und Anhänger geworben hat und da er, wie  oben mitgeteilt wurde, in seinem vierundzwanzigsten Lebensjahre mit seiner  Lehre aufgetreten ist, so folgt daraus, daß seine Geburt um das Jahr 190 p.  Chr. zu setzen ist. Nach den Berichten der oben erwähnten Kirchenväter trat  Mini nicht in unmittelbare Berührung mit Terebinthus, sondern er kam als siebenjähriger  Knabe in das Haus der Witwe, in deren Händen die Schriften des damals schon  verstorbenen Terebinthus sich befanden. Die Chronologie stimmt also demnach  sehr gut und Scythianus und Terebinthus-Buddha könnten also wohl alle beide  historische Personen sein; nur vermutet Baur aus Gründen, die vieles für sich  haben, daß diese beiden identisch sind, was wohl sein könnte, da Mini, wie  bemerkt, mit keinem von beiden in unmittelbare Berührung kam. Nun bleiben  aber die Fragen zu beantworten: wer war Scythianus? und woher hat er seine  dualistischen Lehren empfangen? Die Acta sagen ausdrücklich, daß er ein  Scythe aus Scythien war und dennoch wird er allgemein Saracenus genannt. Wir  erklären uns diesen Widerspruch auf folgende Weise: er stammte aus irgendeiner  nordöstlichen Gegend Parthiens, die in späterer Zeit mit dem generellen Namen  Scythien bezeichnet wurde, und ist nachher nach Vorderasien, und zwar nach  dem südlichen Mesopotamien und nach dem nordöstlichen Arabien ausgewandert  (woher der Name Saracenus herkommt), wo er zur Zeit des Nerva mit seiner  dualistischen Lehre auftrat und so ein Vorläufer Minis wurde. Auf eine  ähnliche Weise hat sich auch Baur ausgesprochen. Elhasaih oder Elchasai oder  Elkesai, der Stifter der Sekte der Babylonischen Ssabier des Corâns oder der  Mendaiten stammte gleichfalls aus dem nordöstlichen Parthien, ist in  derselben Gegend und genau zu derselben Zeit mit seinem Dualismus  aufgetreten, wo der sogenannte Scythianus dieselbe Lehre verkündigt hat, und  war ebenfalls, wie oben bewiesen wurde, in gewisser Hinsicht Vorläufer des  Mâni. Liegt hier nicht die Vermutung auf der Hand, daß der nach seinem  Vaterlande so benannte Scythianus mit dem Elhasaih des en-Nedim, Elchasai des  Pseudorigines und Elkesai des Epiphanius und Theodoretus identisch ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Gesagten ist der Einfluß des  Parsismus auf den Mendai&#039;smus außer allem Zweifel, was schon von Lorsbach  vermutet&lt;br /&gt;
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|wurde. Baur will in den Nachrichten über  Scythianus und Terebinthus-Buddha, die er, wie bemerkt, beide identifiziert  und deren historische Existenz er leugnet, ferner in der oben erwähnten  Abschwörungsformel der zur Kirche sich bekehrenden Manichäer, bei der  dieselben sich unter andern auch von Buddha lossagen mußten, und in vielen  andern Punkten Andeutungen über das Vordringen des Buddhismus und über den  Einfluß desselben auf den Manichäismus finden. Ein so frühzeitiger Einfluß  des Buddhismus in Vorderasien ist allerdings möglich; denn en-Nedim sagt  ausdrücklich, daß der Buddhismus schon vor Mâni auch in Transoxiana  eingedrungen ist. Weber findet es sogar höchst wahrscheinlich, daß die  buddhistischen Missionare, von ihrem frischen Religionseifer getrieben, sich  zu dieser Zeit (der griechischen Herrschaft in Indien) auch schon über die  weiteren westlichen iranischen Länder verbreitet haben. Weber fügt jedoch  hinzu, daß eigentliche Data hierüber fehlen. An einer andern Stelle bemerkt  er der bedeutende Einfluß, den der Buddhismus auf die Lehre des Mani ausgeübt  hat, ist leicht erklärlich durch die hohe Blüte desselben unter den  Yueitchi-Fürsten (Indoscythen), deren Herrschaft sich ja zeitweilig auch über  einen großen Teil der östlichen iranischen Provinzen erstreckte. Wir glauben  auch, daß die Nachrichten des Mâsudî von den Reisen des Bûdâsp (Buddha) nach  Segestân, Zabulistân und Kermân auf eine frühzeitige Verbreitung des  Buddhismus in Persien hinweisen. Wenn nun demnach Scythianus, der unserer  Ansicht nach eine wohl vielfach bezeugte historische Person ist, Verbreiter buddhistischer  Lehren war, so müßte man, nach der obigen Auseinandersetzung, bei den  Mendaiten auch buddhistische Elemente suchen und buddhistischen Einfluß  wahrnehmen. Vielleicht rühren die vielfachen Aussagen der mohammedanischen  Schriftsteller, daß Bûdâsp, d. h. Buddha, der Stifter der Religion der  Ssabier war, von einem historisch wirklich stattgefundenen Einfluß des  Buddhismus auf die Mendaiten her, die doch von den Mohammedanern ursprünglich  Ssabier genannt wurden. Man kennt aber bis jetzt weder die genetische  Entwicklung des Buddhismus, noch die des Mendaismus hinlänglich, um schon  jetzt über den Einfluß des erstem auf den letztem bestimmte Ansichten  aufstellen zu können und wir wollen daher nur leise Andeutungen und Winke den  künftigen Forschern geben, die vielleicht die Auffassung des Gegenstandes  fördern können.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die neuesten Forschungen diese Legende  nicht mehr berücksichtigen, weil sie anderes über Manis Herkunft zu berichten  haben, so wird die Legende doch nicht hinfällig, wenn sie als die Beschreibung  der «geistigen» Herkunft Manis verstanden wird. Vgl. den Hinweis zu Seite 72  (Warum sich Mani selbst den Sohn der Witwe nannte) und Rudolf Steiners  Vortrag München, 31. August 1909, 9. Vortrag in «Der Orient im Lichte des  Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder Christi», Bibl.-Nr.113, GA  1960.&lt;br /&gt;
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|Mani der außerdem in die  Mysterien des Mithradienstes eingeweiht gewesen war: Nach Franz Cumont «Die Mysterien des Mithra», 1. französische  Ausgabe 1899, deutsch 1923, S. V und 5.197 war der Manichäismus der Erbe der  Mithramysterien und setzte deren Werk fort.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|Mani bezeichnete sich als  Paraklet als Heiligen Geist als eine Inkarnation jenes Heiligen Geistes: Siehe hierzu ebenfalls Vortrag München, 31. August 1909 in «Der  Orient im Lichte des Okzidents», Bibl.-Nr. 113.&lt;br /&gt;
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|Augustinus stellte seine  katholische Anschauung der manichäischen Lehre gegenüber, die er durch eine  Persönlichkeit vertreten läßt, die er Faustus nennt: In der Schrift «Contra Faustum». Über Faustus vgl. Bruckner «Faustus  von Mileve», Basel 1901, nach dem Faustus als bedeutendster Vertreter des  Manichäismus im römischen Kulturkreis gilt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|die Legende des Manichäismus  eine große kosmische Legende: Bei Eugen Heinrich  Schmitt (a.a.O. S. 595) wird die Legende wie folgt wiedergegeben:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|«Während die Mächte der Finsternis in wilder  Wut einander verfolgten und auffraßen, gelangten sie einst bis an die Grenze  ihres Gebietes. Hier erblickten sie einige Strahlen des Lichtreichs und  wurden von dem herrlichen Anblick so bezaubert, daß sie ihre Zwistigkeiten  untereinander aufzugeben beschlossen, und darüber berieten, was zu tun sei,  um sich des ihnen zum ersten Male erschienenen Gutes zu bemächtigen, von dem  sie früher gar keinen Begriff hatten. Ihre Begierde darnach war so groß, daß  sie sich, so viel ihrer waren, zum Angriffe rüsteten. So schildert den  Vorgang Titus von Bostra; wesentlich in gleicher Weise Alexander von Lycopolis.  In der Hyle (der Materie) sei einmal die Begierde erwacht, an den oberen Ort  emporzuklimmen; da habe sie voll Verwunderung den göttlichen Lichtglanz  erblickt und alsbald beschlossen, denselben an sich zu reißen. (Vgl. Gfrörer,  Kircheng. I, S. 467.) Über die Anstalten, die nun das bedrohte Lichtreich  traf, berichten die Akten des Archelaus. (Acta disputationis cum Maneto c.7.  Vgl. Ebend.) Als der Vater des Lichtes gewahrte, daß die Finsternis gegen  seine heilige Erde eindringe, ließ er eine Kraft von sich ausgehen, welche  die Mutter des Lebens heißt, diese ihrerseits erzeugte aus sich den  Urmenschen, der angetan mit den fünf reinen Elementen: Licht, Feuer, Wind,  Wasser, Erde wie ein gewappneter Held herabstieg und gegen die Finsternis  kämpfte. Manes selbst nannte die von Gott ausgehende Kraft die allgemeine  Seele oder Weltseele. Wir erkennen hier wieder dieselbe Gestalt, die bei  Bardesanes und anderen Gnostikern als die himmlische Mutter oder als Heiliger  Geist erscheint. (Bei Titus von Bostra I, 29. VgL Baur. Manichäism., S. 51.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Bei dem Angriff der Hyle, sagte  Alexander von Lycopolis, sei Gott über ihre Bestrafung zu Rate gegangen. Da  er aber nichts&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|hatte, womit er sie strafen konnte, weil im  Hause Gottes nichts Böses ist, sandte er eine Kraft aus, diese Seele, gegen  die Materie und vermischte dieselbe mit der ganzen Materie, auf daß der Tod  die Materie verzehre durch die Kraft dieser Trennung, dieser inneren Spaltung  und Zerrissenheit also, die das Reich der Stofflichkeit durchzog, infolge des  Eindringens der göttlichen Kraft. Es erinnert das an den Satz Christi: Ein  Reich, welches in sich selbst uneinig ist, wird zerstört. (Luk. 11,17.) Die  letztere Darstellungsweise enthält die tiefere esoterische Bedeutung des  Bildes von obigem Kampfe. Nicht Gewalt mit Gewalt, nicht Böses mit Bösem kann  dieses milde Himmelslicht, dessen Moral Christus verkündete, vergelten. Sein  Sieg mußte in ganz anderer Weise erfolgen: in der Gestalt einer stillen Zersetzung,  in welcher sein Lichtstoff als Gärungshefe gewissermaßen, als Sauerteig, den  Teig der Materie durchdringt, wie gleichfalls das Evangelium diesen Prozeß  des Lichtkampfes in wundersam sinniger Weise beschreibt. Die Bilder Manis  drücken ganz dasselbe aus, was das Evangelium Christi, nur ausführlicher und  in einer Vertiefung, die der gereifteren geschichtlichen Lage entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Es ist daher auch ganz derselbe  Gedanke, der sich ausspricht in der weiteren Darstellung des manichäischen  Heldengedichtes. Im Streit mit den feindlichen Mächten vermag der himmlische  Held, der gleich dem Proteus der griechischen Sage, unter der Hülle der  verschiedenen Elemente sich verbergend, fortwährend seine Gestalt wechselt,  dann doch dem Ansturm der hylischen Mächte nicht zu widerstehen. Die Dämone  schlagen ihn nieder und bemächtigen sich seiner Waffenrüstung, ja sie reißen  viele Teile seiner Lichtnatur an sich und er wäre völlig in ihre Gewalt  geraten, wenn er nicht zum Vater, zum Urlicht gefleht hätte. Dieser sendet  ihm den Geist des Lebens (pneuma zoon) zu Hilfe, der ihm die rettende Rechte  bietet und ihn aus der Finsternis wieder nach den Höhen des Lichtes emporzog.  Daher kommt es, fügen die Akten des Archelaus bei, (cap. 7) daß die  Manichäer, wenn sie sich begegnen, sich die rechte Hand reichen, zum Zeichen,  daß sie aus der Finsternis erlöst sind, denn im Finstern, sagt Manes, wohnen  alle Ketzereien. Die Stelle ist besonders interessant, weil sie offen den  Gegenstand jenes Bildes bezeichnet, die Ketzerei, das heißt die kirchliche,  satanische Lehre, die das Lichtgewand, die äußeren Formen der Christusidee  sich anzueignen gewußt hat, um damit täuschend auch die besseren Gemüter  gefangen zu nehmen. Es sind das die geraubten Lichtteile des Urmenschen, der  in der Gewalt der Verworfenheit schmachtenden Menschheit, jener  Verworfenheit, die durch diesen Raub den Schein der Heiligkeit annahm. Es ist  das jedoch nur eine Seite der Bedeutung des Mythus, welcher Naturentwicklung  und Geschichte in gleicher Weise umfaßt. Die edelsten Teile des Urmenschen,  dessen Söhne gleichsam, befestigt der Geist des Lebens nun am Firmamente als  Sonne und Mond. Diese sind die Symbole des allerleuchtenden Lichtes und  Lebens, des Christus und des Paraklet, während die sonstigen Sterne als das  zerstreute, das verendlichte Licht, als die am Himmel befestigten Dämone der  Nacht erscheinen. Dieser Geist des Lebens erscheint als der die Elemente der  Materie bändigende&lt;br /&gt;
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|Geist, als Geist, der ihnen Maß und Grenze  setzt. Er führte daher auch den Namen Weltbaumeister bei den Manichäern und  spielt im wesentlichen die Rolle, die der Horos oder Horothathos der  Grenzpfahlsetzer bei Valentinus spielt. Derjenige Teil des göttlichen Lebens  und Lichtes jedoch, der in den Gestaltungen der Natur, in der Pflanzen- und  Tierwelt und Menschenwelt gefangen ist, führt den Namen: der leidende Jesus:  Jesus patibilis. Jesus ist im Sinne der Manichäer diese göttliche Gestalt  nur, wenn er sein Leiden nicht bloß engselbstisch in dem Leibe erkennt, den  man etwa auf dem Berge bei Jerusalem an das Kreuz geheftet hatte, sondern er  ist der Erlöser der Welt nur, indem Er sich selbst, sein göttliches Leben in  all den leidenden Wesen erkennt, in einer Welt, die seines erlösenden  Lichtgedankens harrt. Und nichts ist bezeichnender für die Roheit der  Grundanschauung der konstantinischen Kirchen, daß ihr größter Vertreter,  jener große Augustin in diesem Gedanken nichts anderes zu sehen sittlich  befähigt ist, als eine Schmähung und Befleckung und Erniedrigung des  göttlichen Lichtes, über welche die Manichäer zu erröten alle Ursache hätten.  Wir haben dagegen gesehen, mit welcher Feinheit sich Manichäus der Aufgabe  entledigt hat, einen Kampf des Göttlichen mit dem Hylischen, dem Bösen, dem  Gewalttätigen und Dämonischen zu versinnlichen und wie schön er in seiner  Darstellung jene heilige Majestät gewaltloser Milde zu wahren und jenem  Aufdämmern einer edleren Kulturform Gestalt zu verleihen gewußt hat, wovon  der rohe Römersinn eines Augustinus keine Ahnung hatte.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|warum sich Mani selbst den  «Sohn der Witwe» nannte: Der Manichäismusforscher  Hans Heinrich Schaeder schreibt in seiner Untersuchung über «Urform und  Fortbildungen des manichäischen Systems» in der Sammlung «Vorträge 19241925  der Bibliothek Warburg», Leipzig-Berlin 1927: «Was Sohn der Witwe ist, wissen  wir nicht.» Rudolf Steiner dagegen erklärt den Ausdruck noch eingehender als  in dem hier in Betracht kommenden Vortrag als eine Mysterienbenennung in den  Vorträgen vom Februar 1913 «Die Mysterien des Morgenlandes und des  Christentums». Bibl.-Nr. 144, GA 1960.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|meine Schilderung der  atlantischen Zeit und der lemurischen Zeit: Die  Darstellungen in der Zeitschrift «Luzifer». Siehe «Aus der Akasha-Chronik»,  Bibl.-Nr.11, GA 1973.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|72&lt;br /&gt;
|Manu: Siehe Hinweis zu Seite 50.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|Schöne Worte rühren von dem  Mani her: Rudolf Steiner gibt hier frei wieder,  was Eugen Heinrich Schmitt (a.a.O. Seite 562/563 von Rudolf Steiner  angestrichen) wie folgt anführt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Es wird daher eine sehr wichtige Probe dafür  sein, daß der Manichäismus, wie ihn die Eingeweihten verstanden, wie er  innere geheime esoterische Lehre war, keine Umformung persischer Volksfabeln,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|sondern eine auf Geistesanschauung gegründete,  eine echt gnostische Lehre war, wenn wir auch nur mit einer Stelle den  Nachweis liefern, daß die Manichäer die Quelle der Erkenntnis und die  Bürgschaft für die Wahrheit nicht in. einem äußeren Autoritätsglauben (etwa  weil es Mani gesagt), sondern unmittelbar in der Innenanschauung der Seele  gesucht haben. Und diese Stelle können wir in der Tat nachweisen. Mani selbst  leitet seinen grundlegenden Sendbrief (Epistola fundamenti) mit den folgenden  Worten ein:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Dies sind Worte des Heiles und der  ewigen lebendigen Quelle. Wer sie vernimmt und an sie vorerst glaubt, und was  sie mitteilen bewahrt, wird nimmermehr dem Tode verfallen und ein wahrhaft  ewiges und herrliches Leben genießen. Denn in der Tat ist selig zu sprechen,  dem durch diese göttliche Lehre die Erkenntnis (die Gnosis) zu Teil ward,  durch welche befreit, er in das ewige Leben eingeht. Der Friede des  unsichtbaren Gottes und die Kenntnis der Wahrheit wird mit ihren Brüdern und  Lieblingen sein, die an die himmlischen Gebote ebenso glauben, wie dieselben befolgen.  Und zur Rechten des Lichtes wird sie euch schauen und euch entziehen allen  böswilligen Anfällen und allen Fallstricken der Welt; die Sanftmut des  Heiligen Geistes wird in Wahrheit euren inneren Sinn eröffnen, auf daß ihr  mit euren eigenen Augen eure Seele sehen werdet. (Die letzteren Worte lauten  im lateinischen Texte bei Augustinus De actis cum Felixe L. I c. 14 Migne  Aug. Opp. omnia Tomas VIII. S.530 folgendermaßen: Pietas vero Spiritus sancti  intima vestri pectoris adaperiat, ut ipsis oculis videatis vestras animas.)»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|Augustinus dagegen Ich würde die Lehre Christi  nicht annehmen:  Contra epist. Manich. 5.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|Der Manichäer Faustus sagt: In Augustinus Schrift «Contra Faustum» VI, 8 antwortet Faustus,  nachdem Augustinus (nach Johannes 20, 27,29) diejenigen, die nicht sehen und  doch glauben, als die Seligeren anpreist: «Wenn du glaubst, daß hiermit  gesagt sei, daß wir ohne Vernunft und Urteil glauben sollten, so magst du  seliger sein ohne Vernunft, ich aber werde mich damit begnügen, mit  Vernunfteinsicht selig zu werden.» Zitiert nach Eugen Heinrich Schmitt a.a.O.  Seite 561, von Rudolf Steiner angestrichen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|Faust-Sage: Vergleiche Herman Grimm «Die Entstehung des Volksbuches von Dr.  Faust» in «Fünfzehn Essays», dritte Folge, Berlin 1882.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|Luther-Sage: Es ist eine bekannte Sage, daß Luther während seines Aufenthaltes  auf der Wartburg in Thüringen als «Junker Jörg» unter dem Schutze Friedrichs  des Weisen (1521/22) dem Teufel, der ihm erschienen sei, das Tintenfaß an den  Kopf geworfen habe.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|73&lt;br /&gt;
|Luther ist der Fortsetzer  des autoritativen Prinzips: Martin Luther,  14831546. Der große Inaugurator der deutschen Reformation war,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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 Seite 318&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|ehe er das Ordensleben verließ,  Augustinermönch. Siehe Rudolf Steiners Vorträge «Luther» und «Luther, der  Januskopf» Berlin, 11. und 18. September 1917 in «Menschliche und  menschheitliche Entwickelungswahrheiten. Das Karma des Materialismus»,  Bibl.-Nr.176, GA 1964.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|74&lt;br /&gt;
|Das Zusammenklingen von  Leben und Form: Über die Begriffe Leben und Form  hatte Rudolf Steiner zur Zeit dieses Vortrages schon verschiedentlich  gesprochen. Siehe «Ursprung und Ziel des Menschen Grundbegriffe der  Geisteswissenschaft» (Vorträge 3. November und 1. Dezember 1904), Bibl.-Nr.  53, GA 1980; «Grundelemente der Esoterik» (27. Vortrag, 30. Oktober 1905),  Bibl.-Nr. 93a, GA 1976.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|76&lt;br /&gt;
|Eine über das  Rosenkreuzertum hinübergreifende Strömung des Geistes will Mani schaffen: In einer Niederschrift vom Jahre 1907 schreibt Rudolf Steiner, daß  innerhalb der Strömung des Rosenkreuzertums als «ein höherer Grad» die  Initiation des Manes angesehen wird, die «in der wahren Erkenntnis von der  Funktion des Bösen» besteht. Siehe «Briefwechsel und Dokumente 19011925»,  Seite 15, Bibl.-Nr. 262, GA 1967.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Was in der fünften Runde: Unter «Runden» sind zu verstehen die sieben Lebensstufen, auch  «Reiche» genannt (1., 2., 3. Elementarreich, 4. Mineral-, 5. Pflanzen-, 6.  Tier- und 7. Menschenreich), durch die eine Planetenentwicklung hindurchgeht.  Vgl. hierüber «Die Apokalypse des Johannes», Bibl.-Nr.104, GA 1979.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|Nietzsches «Blonde Bestie»: Friedrich Nietzsche (18441900) brachte zum Beispiel in seiner  Schrift «Zur Genealogie der Moral» den Begriff der «Blonden Bestie» auf, der  viel Beachtung gefunden hat. Aber, so sagt Rudolf Steiner an anderer Stelle  (Vortrag Dornach 6. Oktober 1917 in «Die spirituellen Hintergründe der  äußeren Welt Der Sturz der Geister der Finsternis», Bibl.-Nr.177, GA 1977),  «verstanden haben die Menschen wenig davon Es war schon der Teufel, der den  Menschen die Versuchung eingegeben hat, als Nietzsche-Anhänger selber Blonde  Bestien zu sein Aber wenn die Menschen auch keine Blonden Bestien im Sinne  Nietzsches geworden sind es ist doch schon etwas geworden aus diesen die  Sozialität zerstörenden Impulsen des 19. Jahrhunderts in diesem 20.  Jahrhundert.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|77&lt;br /&gt;
|achte Sphäre: Diesen schwierigen okkulten Begriff hatte Rudolf Steiner damals kurz  vorher schon erläutert, zum Beispiel am 31. Oktober 1904 folgender Art: «In  der ersten Hälfte der vierten Runde erwirbt der Mensch erst die Fähigkeit,  seine Sinne zu dem Mineralreich in Beziehung zu setzen. In der zweiten Hälfte  der vierten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
 Seite 319&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Runde erlöst er das Mineralreich. Aber ein  Teil desselben bleibt zurück, wird ausgeschieden, da es für den Menschen  nicht mehr brauchbar ist. Das bildet die achte Sphäre, die für die  Menschenentwickelung nicht mehr brauchbar ist, sondern nur für höhergeartete  Wesenheiten.» (Aus bisher ungedruckten Notizen.) Im Jahre 1915 hat Rudolf  Steiner noch einmal ausführlich den Begriff der «achten Sphäre» behandelt.  Vgl. «Die okkulte Bewegung im 19. Jahrhundert und ihre Beziehung zur  Weltkultur», Bibl.-Nr. 254, GA 1969.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|78&lt;br /&gt;
|Jesuitismus und  Freimaurerei: Zu diesen nur noch stichwortartigen  Notizen vgl. die ausführlichen Darstellungen Rudolf Steiners in «Heilfaktoren  für den sozialen Organismus», Bibl.-Nr.198, GA 1969.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|78f.&lt;br /&gt;
|So stehen sich (Schluß des  Vortrages): Im Seilerschen Stenogramm finden sich  nach dem Vortrag noch einige Sätze. Es ist nicht erkenntlich, ob es sich  dabei um die Antwort auf eine Frage gehandelt hat: «In der 6. Wurzelrasse  erscheint der Christus selbst das tausendjährige Reich, ursprünglich steht  der Äon, im Lateinischen steht [saeculum] saeculorum. In der 6. Wurzelrasse  wird also sowohl das Böse als auch das Gute entfaltet sein [Lücke]. Der  Keely-Motor ist wohl zu früh gekommen. Ein einzelner wird in der 7.  Unterrasse so viel Kräfte haben, daß er tausende und tausende mit einem  Schlag zu töten vermag.» Vgl. hierzu den Hinweis zum Vortrag vom 2. Januar  1906 (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 2. Dezember 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen: Stenographische Notizen von Franz Seiler sowie langschriftliche  Notizen von Marie Steiner-von Sivers. Für den Druck wurde das Seilersche  Originalstenogramm neu überprüft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|bei Gelegenheit der Besprechung des  Rosenkreuzerordens: Im Vortrag vom 4. November 1904 (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|80&lt;br /&gt;
|was man Geheimnis und Tendenz der Freimaurerei  nennt, spricht sich in dieser Tempellegende aus: Die Tempellegende bildet den Mittelpunkt  des Meistergrades (3. Grad) der Freimaurerei.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|83&lt;br /&gt;
|Ich will Ihnen jetzt das am  Aufnahmeritus bei der Johannesmaurerei vorführen:  Hierfür benutzte Rudolf Steiner das mit entsprechenden Anstreichungen von  seiner Hand versehene Werk von Charles Heckethorn «Geheime Gesellschaften,  Geheimbünde und Geheimlehren», siehe Hinweis zum Vortrag 30. September 1904.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zur Fortsetzung der Hinweise bitte »weiter«  blättern.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= IV  ANHANG, Hinweise, 2. Teil =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 320&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Fortsetzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Seite:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|86&lt;br /&gt;
|Ich werde noch zu sprechen haben über den  Zusammenhang des Manichäismus mit den Freimaurern: Es ist nicht bekannt, daß dies noch  erfolgte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|In Griechenland nannte man  sie Dionysiacs: Nach Heckethorn a.a.O. Seite 396  wurden die Architekten- und Ingenieurverbände in Griechenland «Dionysiacs» genannt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|Vitruv: Vitruvius Pollio, Königsbaumeister unter Cäsar und Augustus,  verfaßte zwischen 16 und 13 v.Chr. nach griechischen Quellen und eigener  Erfahrung «De architectura» in zehn Büchern.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|88&lt;br /&gt;
|Wenn Sie im «Luzifer»  nachlesen: Rudolf Steiner bezieht sich hier auf  seine Aufsätze «Aus der Akasha-Chronik», Bibl.-Nr.11, GA 1973 (Kap.: Die  lemurische Rasse), die damals laufend in der Zeitschrift «Luzifer», später  «Luzifer-Gnosis», erschienen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|90&lt;br /&gt;
|Von Beziehungen zum Manichäismus [Lücke]: Vgl. Hinweis zu Seite  86.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|90&lt;br /&gt;
|Hochgrade die erst beim  vierten Grad beginnen Royal Arch: Der Grad vom  Royal Arch (= Königliches Gewölbe) gilt gemäß dem Toleranzvertrag vom Jahre  1813 als vierter Grad. Siehe Hinweis zu Seite 96 und die Aufzeichnungen «Über  Goethe und sein Verhältnis zum Rosenkreuzertum» (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 9. Dezember 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen: Stenographische Notizen von Franz Seiler. Für den Druck wurde das  Originalstenogramm neu überprüft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|91&lt;br /&gt;
|ich als Nichtfreimaurer: Rudolf Steiner ging erst zwei Jahre später (1906) eine rein formale  Beziehung zur Misraim-Memphis-Maurerei ein. Näheres hierzu in dem  Dokumentationsband «Zur Geschichte und aus den Inhalten der  erkenntniskultischen Abteilung der Esoterischen Schule 19041914», GA 265.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|91f.&lt;br /&gt;
|Charta in Köln im Jahre  1535: Nach dem in der Bibliothek Rudolf Steiners  enthaltenen Werk von Friedrich Heldmann «Die drei ältesten geschichtlichen  Denkmäler der teutschen Freymaurerbrüderschaft» bildet die Kölner Charta von  1535 mit den ältesten Statuten der Straßburger Bauhütte vom Jahre 1459 und  ihrer Revision vom Jahre 1563 das älteste Dokument der deutschen  Freimaurerei. Von Heckethorn u. a. wird sie jedoch für apokryph bzw.  gefälscht gehalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 321&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|92&lt;br /&gt;
|dieser Maurer ist Goethe: Goethe wurde 1780 Mitglied der Loge «Amalia» in Weimar. Siehe auch  die Ausführungen über «Goethe und sein Verhältnis zum Rosenkreuzertum» (in  diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|92f.&lt;br /&gt;
|zwei Strophen aus dem  Freimaurergedicht: Es sind die beiden letzten  Strophen aus dem Gedicht Goethes «Symbolum».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|Royal Arch-Grad: Bei der Schilderung dieses Grades folgt Rudolf Steiner wiederum der  Darstellung bei Heckethorn.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|Zerubabel: Der höchste Würdenträger des Royal Arch-Grades. Der Name bedeutet  soviel wie «Herr des Lichts, Sonne». Er baut den Tempel Salomonis wieder auf  und stellt daher die wiedererstandene Sonne vor. (Heckethorn a.a.O. Seite  411.) Der Name Zerubabel knüpft vermutlich an den Zerubabel des Alten  Testamentes an, weil dieser aus dem Geschlecht Davids stammende Fürst der aus  der babylonischen Gefangenschaft heimkehrenden Juden den Bau des Tempels von  Jerusalem zu Ende führte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|93&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: Ich erzähle also eigentlich den Idealfall: Auf diesen Satz folgt in  der Nachschrift noch der unklare Satz: «Es ist nur eine Art Erinnerung, ein  Zeichen der Erinnerung daran, aber die Wirkung fehlt.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|94&lt;br /&gt;
|diesen vierten Grad der  Maurerei, der der erste der höheren Grade ist und in manchen Gegenden [?]  noch einen Begriff gibt von dem, was die Tempellegende wirklich bedeutet: Nach Heckethorn (a.a.O. Seite 399) muß die Johannesmaurerei «ohne  den Royal Arch-Grad als unvollständig angesehen werden, denn in demselben  kommt das von Hiram weggeworfene ursprüngliche Meisterwort wieder zum  Vorschein, während der Meistergrad bloß das von den Entdeckern der Leiche  Hirams eingeführte Ersatzwort kennt».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|95&lt;br /&gt;
|Es wird nämlich die  Geschichte der Maurerei in der folgenden Weise erzählt. Der erste wirkliche  Maurer war Adam: Die Freimaurerei «erklärt ihren  Ursprung für gleichzeitig mit der Entstehung der Welt, denn das Licht war  früher vorhanden als der Mensch, für den es erst eine angemessene Wohnstätte  vorbereiten mußte; das Licht aber ist Endzweck und Symbol der Freimaurerei.  Edward Spratt, ein irischer Schriftsteller, stellte in seinem  Konstitutionenbuch für irländische Logen (1751) Adam als den ersten  Freimaurer hin, der auch nach seiner Vertreibung aus dem Paradiese große  Kenntnisse besaß, namentlich in der Geometrie.» (Heckethorn a. a. O. Seite  394.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|95&lt;br /&gt;
|John Theophilus Desaguliers, 16831744. Von 1719 ab Großmeister der ersten englischen Großloge.  Desaguliers gilt als die stärkste Persönlichkeit des sogenannten «Revival»,  der Wiedererweckungsperiode&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 322&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|der Freimaurerei. Als namhafter Wissenschafter  (Schüler von Isaac Newton) wird er u.a. zu denen gezählt, die die Grundlagen  der Elektrizitätslehre vorbereiteten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|96&lt;br /&gt;
|orientalische Maurerei: Mit orientalischer Maurerei, die auch ägyptische Maurerei genannt  wird, ist die Misraim-Memphis-Maurerei gemeint. Siehe den Hinweis zu Seite  103.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|96&lt;br /&gt;
|Auch in Deutschland, wo man  in der Memphis-Misraim-Maurerei eine Abteilung hat, die in Zusammenhang mit  der Maurerei der ganzen Welt ist: Rudolf Steiner  bezieht sich hier auf die Angabe in der «Historischen Ausgabe der Oriflamme»  des «Schottischen, Memphis- und Misraim-Ritus der Freimaurerei» (1904), Seite  17, wonach damals freundschaftliche Beziehungen mit 12 Großorienten und  Suprême Grand Conseils des Alten und Angenommenen Schottischen Ritus und den  Souveränen Sanktuarien von Amerika, Ägypten, Rumänien, Spanien, Kuba, Neapel  und Palermo bestanden. In Deutschland war damals die Memphis- und  Misraim-Maurerei als sogenannt «irregulär» jedoch nicht anerkannt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|96&lt;br /&gt;
|durch den Toleranzvertrag  vom Jahre 1813 eine Art von Ausgleich entstanden ist zwischen der  Johannesmaurerei und der Hochgradmaurerei: In der  Schlußakte vom 1. Dezember 1813 heißt es: «Es wird erklärt und ausgesprochen,  daß die reine Alte Maurerei nur aus drei Graden und nicht mehr besteht,  nämlich dem des Lehrlings, des Gesellen und des Meistermaurers, mit Einschluß  des hohen Ordens des Heiligen Royal Arch. Aber dieser Artikel soll keine Loge  oder kein Kapitel verbinden, eine Versammlung in irgendeinem der Grade des  Ritterordens zu halten gemäß den Verfassungen des genannten Ordens.» Zitiert  nach Heinrich Boos «Geschichte der Freimaurerei», 2. Auflage Aarau 1906,  Seite 163, in der Bibliothek Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|97&lt;br /&gt;
|Manifest, welches der  Großorient des Memphis- und Misraim-Ritus herausgegeben hat: «Historische Ausgabe der Oriflamme. Der Schottische, Memphis- und  Misraim-Ritus der Freimaurerei. A. D. 1904, Berlin.» Das Manifest wurde von  Rudolf Steiner in diesem Vortrag vollständig vorgelesen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|100&lt;br /&gt;
|Vitruv: Siehe Hinweis zu Seite 88.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|101&lt;br /&gt;
|Rede, die der englische  Premierminister Balfour gehalten hat: Die am 17.  August 1904 in der British Association gehaltene Rede Balfours erschien noch  im gleichen Jahr auf deutsch unter dem Titel «Unsere heutige Weltanschauung»,  Leipzig 1904. Zur Zeit des Vortrages war sie bereits von Rudolf Steiner in  der Novembernummer seiner Zeitschrift «Luzifer-Gnosis» unter der Rubrik «Die  Kultur der Gegenwart&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 323&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|im Spiegel der Theosophie» besprochen worden.  Auch sind darin die entsprechenden Stellen von Balfour und von Blavatsky  einander gegenübergestellt. Die Besprechung findet sich innerhalb der  Gesamtausgabe in «Luzifer-Gnosis», Bibl.-Nr. 34, GA 1960. Vgl. auch die  Hinweise zu Seite 112.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|101&lt;br /&gt;
|Der Okkultist weiß das seit  1879. Ich betone das, obwohl ich es nicht weiter begründen kann: Später hat Rudolf Steiner über die entscheidende Bedeutung des  Jahres 1879 öfter ausführlich gesprochen; zum Beispiel in «Die spirituellen  Hintergründe der äußeren Welt. Der Sturz der Geister der Finsternis»,  Bibl.-Nr.177, GA 1977.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|102&lt;br /&gt;
|Okkultistenkongreß zwei  Richtungen eine linksstehende und eine rechtsstehende: Siehe hierzu Rudolf Steiners ausführliche Darstellungen in «Die  okkulte Bewegung im 19. Jahrhundert und ihre Beziehung zur Weltkultur»,  Bibl.-Nr. 254, GA 1969. Für diese Angabe benutzte Rudolf Steiner  offensichtlich die Publikation des Engländers C. G. Harrison «Das  transzendentale Weltall», deutsch 1897.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 16. Dezember 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlagen: Stenographische Notizen von Franz Seiler und langschriftliche  Notizen von Marie Steiner-von Sivers. Für den Druck wurde das Seilersche  Originalstenogramm neu überprüft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|103&lt;br /&gt;
|vereinigte Ritus von Memphis  und Misraim: Auch orientalische oder ägyptische  Maurerei genannt. Der Memphis-Ritus soll nach der Ordenssage das Werk eines  Ormus sein, der im Jahre 46 durch St. Markus zum Christentum bekehrt wurde.  Im 12. Jahrhundert sollen die Ritter von Palästina diese maurerische Weisheit  nach Schottland gebracht und dort eine Großloge gegründet haben. Den  Misraim-Ritus führt die Ordenssage zurück auf Misraim, einen Sohn Harns. Er  kam nach Ägypten, nahm das Land in Besitz und nannte es nach seinem Namen  (Misraim oder Mizraim = alter Name für Ägypten). Von ihm soll die Lehre von  Isis, Osiris, Typhon usw. ausgegangen sein. Vgl. Schuster «Die geheimen  Gesellschaften, Verbindungen und Orden» (2. Band, Leipzig 1906, Seite 30/31).  Nach Heckethorn a.a.O. (Seite 422) wurde die ägyptische Maurerei von  Cagliostro gegründet. Mit neuen Grundlagen soll sie zu Beginn des 19.  Jahrhunderts von Italien ausgegangen sein, während die Memphis-Maurerei als  Nachahmung des Misraim-Ritus 1839 in Paris begründet und gegen Ende des 19.  Jahrhunderts mit dem Misraim-Ritus vereinigt worden sein soll. Seitdem lautet  die Bezeichnung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 324&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|«Memphis-Misraim». Für Deutschland hatte John  Yarker (vgl. Hinweis zu Seite 110) als Souveräner General-Großmeister in und  für Großbritannien und Irland der Vereinigten Schottischen, Memphis-und  Misraim-Riten im Jahre 1902 einen Großorient (Großloge) gestiftet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|104&lt;br /&gt;
|Der sogenannte Graf  Cagliostro: Graf Alexander Cagliostro, angeblich  identisch mit dem Sizilianer Joseph Balsamo. was von Cagliostro selbst immer  auf das Entschiedenste bestritten wurde , gestorben 1795 in den Kerkern des  Vatikans, gilt, ebenso wie der Graf von Saint-Germain, als eine der  umstrittensten Gestalten des 18. Jahrhunderts. In einem Lebensbericht von  François Ribadeau Dumas «Cagliostro», deutsch Bechtle Verlag München 1966,  wurde der Versuch gemacht, ihm Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Zum  Beispiel wird aus dem Protokoll des Inquisitonsgerichtes zitiert, daß «es  nicht gelungen ist, gegen Cagliostro auch nur einen einzigen Zeugen auftreten  zu lassen, der Balsamo gekannt hätte». Ferner wird angeführt als Cagliostros  «gelehrter Historiograph» Dr. Marc Haven «Le maître inconnu Cagliostro»:  «Niemand hat bewiesen, daß Balsamo und Cagliostro ein- und derselbe ist:  weder Morande noch Goethe, noch der Kommissar Fontaine, noch der Prozeß des  hl. Offiziums haben ein Dokument beibringen können, das jeden Zweifel  ausschließt.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|104&lt;br /&gt;
|das menschliche Leben auf  5527 Jahre zu verlängern: In den Notizen von  Marie Steiner-von Sivers heißt es «5530 Jahre»; bei Heckethorn a.a.O. «5557  Jahre» (vgl. den ersten Hinweis zu Seite 110). Nach Ribadeau-Dumas (a.a.O.  Seite 303) soll Cagliostro eine Anzahl von Werken, u.a. «Die Kunst, das Leben  zu verlängern», hinterlassen haben. Sie sind, abgesehen vom ägyptischen  Ritual, verschwunden. «Wenn sie nicht verbrannt wurden, müßten sie sich im  Archiv des Vatikans befinden. Hoffen wir, daß die Vatikanbibliothek diese  seltsamen Dokumente, auf die Cagliostro so oft anspielte und die ihn  rechtfertigen könnten, im Zuge der neuen Ideen der ökumenischen Bewegung und  der Versöhnung mit den getrennten Brüdern eines Tages herausgibt.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|Ich bemerkte schon früher,  daß die Französische Revolution hervorgegangen ist: Es geschah dies sicherlich im Vortrag vom 4. November 1904, wenn  auch in den Notizen diese Bemerkung nicht festgehalten ist.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|106&lt;br /&gt;
|Mabel Collins «Flita»: Mabel Collins (Pseudonym für Mrs. Kenningdale-Cook), 18511927, eine  der besten Schriftstellerinnen der Theosophischen Gesellschaft. Zum  Erscheinen der deutschen Übersetzung des Romans «Flita, Wahre Geschichte  einer schwarzen Magierin» schrieb Rudolf Steiner eine Besprechung. Siehe  «Luzifer-Gnosis», Bibl.-Nr. 34, GA 1960.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 325&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Büchern der Gräfin dAdhémar:  Graf von Saint-Germain: Siehe den Hinweis zu  Seite 64 (Vortrag vom 4. November 1904).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|«Wer Wind sät, der wird Sturm ernten», und er  setzte hinzu, daß er dieses Wort zwar schon vor vielen Jahrtausenden gesagt  habe, und dann habe es der Christus wiederholt: Nach den Aufzeichnungen der  Madame dAdhémar sagte der Graf zu ihr: «Madame, wer Wind sät, erntet Stürme;  Jesus hat es im Evangelium gesagt, vielleicht nicht vor mir, aber schließlich  bleiben seine Worte geschrieben, man hat nur die meinigen sich zunutze machen  können.» Zitiert nach Heyer «Aus dem Jahrhundert der Französischen  Revolution», Ausgabe 1956, Seite 97. Diese Worte finden sich jedoch nicht im  Neuen, sondern nur im Alten Testament bei dem Propheten Hosea 8,7: «Denn sie  säen Wind und werden Ungewitter einernten.» Siehe hierzu die Darstellungen im  Vortrag vom 4. November 1904 (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|In Büchern über den Graf  Saint-Germain können Sie lesen, daß er 1784 am Hofe des Landgrafen von Hessen  gestorben ist: Er gilt als am 27. Februar 1784 in  Eckernförde gestorben. Als Beleg gilt ein Eintrag im Totenregister der St.  Nikolaikirche in Eckernförde, wonach er am 2. März 1784 «still beigesetzt»  worden sei.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|Landgraf von Hessen: Prinz Karl, 17441836, Sohn des regierenden Landgrafen Friedrich II.,  dänischer General und Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein.  1824 erschien seine freimaurerische Schrift «La pierre zodiacale du temple de  Dendérah», und 1861 in Kopenhagen, deutsche Übersetzung Kassel 1866, seine  1816/17 diktierten «Memoires de mon temps». Der darin enthaltene Bericht über  den Grafen von Saint-Germain, zitiert nach Gustav Berthold Volz, «Der Graf  von Saint-Germain», 1923, S. 353ff., siehe Seite 367ff. in diesem Band.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|die Gräfin dAdhémar erzählt aber in ihren  Memoiren:  Siehe Hinweis zu Seite 64.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|107&lt;br /&gt;
|In Wahrheit ist er damals im  Jahre 1790 in Wien gewesen: Rudolf Steiner  stützte sich hier offensichtlich auf einen Aufsatz von Isabella Cooper-Oakley  in der Zeitschrift «Gnosis», 1. Jg., Nr. 20 vom 15. Dezember 1903. Die hier  in Frage kommende Schilderung lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Franz Gräffer hinterließ uns die seltsame  Schilderung einer Durchreise Saint-Germains nach Wien. Leider vermag uns die  Schilderung nicht vollauf zu befriedigen. Gräffer gesteht selbst, daß sie  lange nachher, am 15. Juni 1843, geschrieben wurde. Ein unwiderstehlicher  Drang trieb mich, sagt er, diese Dinge aufzuzeichnen, und die Tatsachen, die  ich erzähle, sind niemals irgendwo eingetragen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 326&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|worden. Der aufmerksame Leser wird mehr als  eine Lücke in der absonderlichen Erzählung entdecken. Nichtsdestoweniger  folgt sie, wie sie ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Eines Tages verbreitete sich die  Nachricht, daß der rätselhafte Graf Saint-Germain in Wien sei. Dieser Name  elektrisierte uns; der Kreis unserer Adepten bebte: Saint-Germain in Wien!  Kaum hatte sich Rudolf (Gräffer, der Bruder Franz&#039;) von dieser überraschenden  Nachricht erholt, als er auch schon nach seinem Landhäuschen in Himberg  läuft, wo er seine Papiere hat und sich mit einem an den Grafen Saint-Germain  gerichteten Empfehlungsschreiben des genialen Abenteurers Casanova, den er in  Amsterdam gekannt hatte, versieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Er eilt in sein Bureau zurückzukommen,  wo ihm ein Angestellter sagt: Vor etwa einer Stunde ist ein Edelmann  gekommen, dessen Anblick uns alle betroffen hat. Er sagte französisch, wie zu  sich selbst, ohne unserer zu achten: ,Ich bin im Fedalhofe im Zimmer, das  Leibniz im Jahre 1713 bewohnte.&#039; Wir wollten sprechen, da war er  verschwunden. Wir blieben wie versteinert zurück&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In fünf Minuten zum Fedalhof Das  Leibniz-Zimmer ist leer. Niemand weiß, wann der amerikanische Herr nach Hause  kommen wird. Was das Reisegepäck anbelangt, so bemerkt man nur eine kleine  eiserne Kassette. Es ist Mittagszeit. Aber wer dachte ans Essen? Irgend etwas  veranlaßte Gräffer, den Baron Linden zu holen. Er findet ihn in der Ente. Sie  fahren nach der Landstraße und, durch eine dunkle Ahnung bestimmt, lassen sie  mit verhängten Zügeln fahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Man öffnet das Laboratorium, ein  Schrei des Staunens entfährt beiden. Saint-Germain sitzt am Tische und liest  in einem Werke von Paracelsus. Sie verharren lautlos an der Schwelle. Der geheimnisvolle  Besucher schließt gemächtlich das Buch und erhebt sich langsam. Die beiden  Männer wissen, daß diese Erscheinung niemand anderer sein kann, als der  Wundermann. Die Beschreibung des Angestellten war nur ein Schatten der  Wirklichkeit. Leuchtender Glanz schien den Grafen zu umschließen; Würde und  Erhabenheit strömten von ihm aus. Der Graf geht ihnen entgegen, sie treten  ein. Mit gemessenem Tone, aber ohne Steifheit sagt er französisch zu Gräffer:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Sie haben ein Empfehlungsschreiben des  Herrn von Seingalt; das ist überflüssig. Ich wußte, daß Sie zu dieser Stunde  hier sein würden. Sie haben noch einen anderen Brief von Brühl. Aber den  Maler wird man nicht retten können, seine Lunge ist zerstört, er wird am 8.  Juli 1805 sterben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Am Schlusse des Gespräches erstarrte  Saint-Germain durch einige Sekunden hindurch zur Statue; seine unsäglich  ausdrucksvollen Augen wurden farblos und erloschen. Alsbald belebte sich sein  ganzes Wesen. Er machte ein Zeichen mit der Hand, als wollte er sein Gehen  anzeigen und sagte: Ich reise morgen abends. Man benötigt mich dringend in  Konstantinopel. Dann gehe ich nach England, um zwei Erfindungen  vorzubereiten, die Ihr nächstes Jahrhundert haben sollt (Eisenbahn und  Dampfschiffe). Sie werden notwendig werden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 327&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Die Jahreszeiten werden sich allmählich  ändern, erst der Frühling, dann der Sommer. Das ist das stufenweise  Fortschreiten des Stillstandes der Zeiten, die Verkündigung des Zyklusendes.  Ich sehe all das. Die Astronomen und die Meteorologen verstehen davon nichts,  glauben Sie es mir; man muß, wie ich, in den Pyramiden studiert haben. Ich  werde gegen das Ende des Jahrhunderts aus Europa verschwinden und mich in die  Regionen des Himalaja begeben. Ich werde mich ausruhen, ich muß ruhen. Man  wird mich in 85*) Jahren Tag für Tag sehen. Lebt wohl, ich liebe Euch. Nach  diesen feierlich gesprochenen Worten machte der Graf noch ein Zeichen mit der  Hand. Die beiden Adepten verließen das Zimmer in höchstem Erstaunen. Ein heftiger  Guß, von Donner begleitet, ging gleichzeitig nieder. Sie kehrten instinktiv  ins Laboratorium zurück, um unter Dach zu sein. Sie öffneten die Türe,  Saint-Germain war nicht mehr drinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Wir wissen von anderer Seite, daß die  beiden Gräffer persönliche Freunde Saint-Germains und Rose-Croix-Mitglieder  waren. Trotzdem das Datum des oberwähnten Zusammentreffens nicht angegeben  ist, so klärt uns eine Stelle derselben Schrift annähernd darüber auf. Dort  lesen wir: Saint-Germain kam 88, 89 und 90 nach Wien, woselbst wir die  unvergeßliche Ehre hatten, ihn zu treffen.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|109&lt;br /&gt;
|was im Manifest der Maurerei  gelesen werden kann: Vgl. den Vortrag vom 9.  Dezember 1904 (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|110&lt;br /&gt;
|Daher sind im «Luzifer» an  der Stelle Punkte gemacht: Bezieht sich auf die  Ausführungen «Aus der Akasha-Chronik» in der Zeitschrift «Luzifer-Gnosis»  (Dezember 1904). Siehe «Aus der Akasha-Chronik», Kap. «Die Trennung der  Geschlechter», Bibl.-Nr.11, GA 1973.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|110&lt;br /&gt;
|In der «Theosophical Review»  ist eine ganz ähnliche Mitteilung verzeichnet worden, die genau dieselbe  Sache in einer etwas anderen Form enthält: Der  Artikel erschien in Nr. 208 vom Dezember 1904 und ist nur mit «E» gezeichnet.  Die in Frage kommenden Passagen lauten in deutscher Übersetzung (übersetzt  von R. Friedenthal, Dornach):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«F. [derjenige, der durch das Schreibmedium  sprach], obwohl ein Politiker und ein Mann der Welt, ist ein begeisterter  Menschenfreund. Er erklärte sich als sehr besorgt, denn bald würde eine  wichtige Entdeckung gemacht werden, die den Ärzten eine größere Macht geben  würde als sie sie jetzt haben, und das würde zu einer vermehrten Grausamkeit  bei Tierexperimenten führen. Denn der Mann, der die Entdeckung machen würde,  würde glauben, daß er sie durch Vivisektion erlangt hätte. Aber merken Sie sich  wohl, es ist nicht so; es ist keine Entdeckung, nur eine Erinnerung; denn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 *) Das wurde im Jahre 1790 gesagt. Ob  durch Koinzidenz oder nicht, 85 Jahre später, 1875, wurde die Theosophical  Society gegründet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 328&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|der Entdecker war ein Atlantier und die  Atlantier hatten viel größere medizinische Kenntnisse als wir, der Körper  hatte für sie keine Geheimnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie beherrschten die Elemente, machten schönes  Wetter oder Sturm, wie es ihnen beliebte. Kinder gab es nicht, denn durch  eine unnatürliche Kraftanstrengung erlangten sie das große Geheimnis, Leben  hervorzurufen ohne materielle Vereinigung der beiden Kräfte. Die Seele kehrte  zurück und reinkarnierte sich durch eine Willensanstrengung, wobei sie ihre  Form den natürlichen Elementen entnahmen ohne anderes Mittel. Dies war es,  was letztlich ihrer Macht ein Ende bereitete. Denn das durfte nicht so  weitergehen. Das ist schwach angedeutet in der hebräischen Legende durch den  Lebensbaum. Es war kein Fortschritt mehr möglich und darum mußte diese  Zivilisation in eine Katastrophe einmünden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie stürzten das Gleichgewicht der Schöpfung  um und zerstörten ihre eigene Kultur. Die materielle Ursache war, daß sie der  Erde die Lebenskräfte entzogen und alle Vorräte des Lebensstromes  erschöpften. Dies führte zu Naturkatastrophen und der Sturm brach aus,  unwiderstehlich, fürchterlich, und verschlang sie. Die Titanen wetteiferten  mit den Göttern, die besiegt wurden. Alle Religionen erzählen diese  Geschichte zur Warnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Eure Erde ist ein lebendes Wesen und  wenn Ihr den Lebensstrom anzapfen könnt, dann könnt Ihr alle Wunder bewirken.  Die Atlantier sind in manchen Fällen die heutigen Seelen, aber sie sind  entthront Sie mußten in das gewöhnliche Leben zurückkehren, in dem sie als  ein gewöhnliches Kind geboren wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will jetzt noch etwas mehr von der  wunderbaren Kraft von Atlantis sprechen, damit Sie verstehen, was der Mensch  einmal gewesen ist und was er in künftigen Zeiten wieder sein wird; denn um  die Wahrheit zu sagen, in Atlantis gab es materielle Vollkommenheit und zu  dieser kann die Menschheit niemals zurückkehren, aber die Vollkommenheit wird  wieder erlangt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben der höchsten Klassen in Atlantis war  sehr einfach, denn Nahrung wurde eigentlich aus der Luft allein entnommen.  Wie Orchideen nahmen die Herrscher und insbesondere die Priester ihre  Lebensnotwendigkeiten aus der Substanz der Atmosphäre. Fragen Sie einen  Botaniker und Sie werden sehen, daß ich recht habe. Sie  können dies nicht tun, denn Sie sind nicht selbstgeschaffen (self  materialised); Sie sind Kreatur, geboren und nicht durch Ihren eigenen Willen  entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war die Entdeckung des großen  Geheimnisses, dasjenige des Lebensbaumes, welche die Dinge  vereinfachte und dieses Geheimnis werden Sie nie wieder erlangen, bis Sie  nicht aufhören, die Macht um ihrer selbst willen anzustreben. Es ist das  Geheimnis von Geburt und Tod. Ich kenne es teilweise, aber nicht ganz, denn  ich bin nicht gut genug, als daß man mir erlauben könnte, dieser wunderbaren  Kraft teilhaftig zu werden. Wenn ich es könnte, wäre ich sogleich in  Versuchung, es Ihnen zu enthüllen, denn es wäre, so Gott wollte, das Glück  für alle Ewigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will aber etwas zu beschreiben versuchen  und ein Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 329&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|geben. Ein Mensch erneuert sich total in 7  Jahren; nach einiger Zeit nimmt er jedoch ab und gerät langsam in Zersetzung.  Der Grund hierfür ist Unwissenheit, denn wenn er imstande wäre, das  Einfließen von neuen Bestandteilen zu regulieren, so würde er niemals  schlechtere, sondern bessere Bestandteile wählen, und die Atome würden  ständig durch seinen Willen polarisiert werden. Der Mensch ist in einer  einzigen Zelle enthalten. Diese Zelle ist unsterblich und geht von Generation  zu Generation, wobei sie immer neue Formen schafft, in denen ein menschlicher  Geist sich offenbaren kann. Wenn diese Zelle in dem Körper zurückgehalten wird  und keine Fortpflanzung oder Verschwendung von Kraft stattfindet, dann ist  kein Grund, warum der Mensch nicht ewig leben sollte während eines Zyklus. In  seinen Kindern reproduziert sich der Mensch jedoch und zerstört so seine  eigene materielle Existenz. Ein Adept, der heiratet, wird zu einem  niedrigeren Wesen, das dem Tod ausgesetzt ist. Dies ist Wahrheit. Jeder Mann  oder jede Frau, die hervorbringen (creates), kann das nur tun durch  Weitergabe (handing on) ihrer Unsterblichkeit. Der Mensch ist ein Geist und  der Geist ist das Zentrum der materiell gewordenen Form. Die Menschheit als  Ganzes akzeptiert den Tod als eine Notwendigkeit und suggeriert sich den  Glauben, daß man sterben muß. Aber dafür ist kein Grund, wenn die Zelle  intakt gehalten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Überdenken Sie dies und Sie werden verstehen,  daß dieses eine der hauptsächlichsten christlichen Lehren ist, die verdorben  worden ist. Christus ist von den Toten auferstanden, um die erste Frucht des  Lebens zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nehme Bezug auf die neue Entdeckung, die  gemacht werden wird und von der ich gesprochen habe. Sie war einmal bekannt  und wird von dem vom Schicksal bestimmten Menschen wieder entdeckt werden und  er wird als ein Wohltäter der Menschheit begrüßt werden. In den alten  atlantischen Tagen, als die Geheimnisse des Körpers der herrschenden Kaste  der Menschheit enthüllt wurden, lernte man es in einer viel schrecklicheren  Weise als durch Vivisektion, nämlich durch die Verdummung der Seele, wodurch  die Kraft der Entwicklung in einem Wesen zerstört wurde. Gott sei Dank wissen  Sie davon nichts, sonst würde die Welt wieder von Teufeln bewohnt sein. »&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|110&lt;br /&gt;
|An der Spitze der  amerikanischen Misraim-Bewegung steht der ausgezeichnete Maurer John Yarker: Yarker, 18331913, war Engländer und wirkte auch innerhalb der englischen  Freimaurerei. Wenn hier von ihm als an der Spitze der «amerikanischen»  Misraim-Bewegung stehend gesprochen ist, so aufgrund der von ihm mitverfaßten  Darstellung in der «Historischen Ausgabe der Oriflamme», Berlin 1904, wonach  nur Amerika einen rechtmäßigen Charter besaß und Yarker 1872 «vom S.G.C. 33°  in New York zum Großrepräsentanten und Freundschaftsgaranten bei dem  Manchester Großorient des Schottischen Ritus und Souveränen Sanktuarium des  Memphis- und Misraim-Ritus» ernannt worden war. Yarker war als bedeutender  freimaurerischer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 330&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Schriftsteller hochgraduiert in  verschiedensten Zusammenhängen und u. a. «Souveräner General-Großmeister in  und für Großbritannien und Irland der Schottischen, Memphis- und  Misraim-Maurerei» und hatte im Jahre 1902 einen Großorient für Deutschland  gestiftet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|111&lt;br /&gt;
|eines gewissen Reuß: Theodor Reuß, 18551923. Von Yarker für die Einführung des  Memphis-Misraim-Ritus in Deutschland autorisiert. Vgl. hierzu den Dokumentationsband  «Zur Geschichte und aus den Inhalten der erkenntniskultischen Abteilung der  Esoterischen Schule 19041914», GA 265.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|111&lt;br /&gt;
|der bekannte Carl Kellner, 18511905, österreichischer Erfinder und Großindustrieller. Nach  Hugo Göring in der Januarnummer 1895 der Zeitschrift «Sphinx» (Organ der  Deutschen Theosophischen Gesellschaft, herausgegeben von Hübbe-Schleiden) war  er der Erfinder der Cellulosefabrikation und arbeitete mit dem Arzt Dr. Franz  Hartmann zusammen. Kellner war Souveräner Ehren-General-Großmeister in  Großbritannien und Deutschland für den Memphis- und Misraim-Ritus und  zeichnete als solcher für die «Historische Ausgabe der Oriflamme» von 1904.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|111&lt;br /&gt;
|Franz Hartmann, 18381912: Nach einem abenteuerlichen Leben und persönlicher  Bekanntschaft mit H. P. Blavatsky gründete er 1897 die sogenannte «Leipziger»  Theosophische Gesellschaft. Herausgeber der theosophischen Zeitschrift  «Lotusblüten». Siehe auch Rudolf Steiner «Mein Lebensgang», Bibl.-Nr. 28, GA  1962, und «Briefe» II, Dornach 1953.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|111&lt;br /&gt;
|Der Lehrarten dieses  Misraim-Ritus sind vier: Nach Heckethorn (a. a.  O. Seite 423) gehen diese auf Cagliostro zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112&lt;br /&gt;
|Letztes Mal habe ich Ihnen  aus einer Rede des englischen Premierministers Balfour vorgelesen: Dies ist in den vorliegenden Notizen nicht festgehalten worden. Zur  Rede selber vgl. den Hinweis zu Seite 101 und den folgenden Hinweis.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|112f.&lt;br /&gt;
|Man kommt darauf, daß dieses  physikalische Atom nichts anderes ist als gefrorene Elektrizität Die Rede von  Balfour betrachte ich als etwas außerordentlich Wichtiges: Dies bezieht sich auf folgenden Text bei Balfour «Unsere heutige  Weltanschauung», Leipzig 1904: «Gegenwärtig gibt es aber bereits Gelehrte,  die in der Materie selbst, in der Substanz aller Dinge um uns, nichts weiter  als geronnene Elektrizität erblicken; die da glauben, daß das elementare Atom  des Chemikers, das wir mit unseren Sinneswerkzeugen längst nicht mehr  wahrzunehmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 331&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|vermögen, nichts anderes ist, als wieder nur  ein System von zusammengehörigen Monaden oder Subatomen; daß diese Monaden  ihrerseits keineswegs bloß von Elektrizität erfüllte Materie, sondern  schlankweg Elektrizität selbst sind Wenn aber die Materie derart in  Atomgruppen und diese wieder in elektrische Monadensysteme zerfallen, woraus  setzen sich dann schließlich diese kleinsten elektrischen Einheiten zusammen?  Niemand weiß es. Akzeptiert man aber die Hypothese, die Professor Larmor  bietet, dann sind diese Monaden nichts weiter als Modifikationen des  allgegenwärtigen Äthers; Modifikationen, welche man etwa mit Knoten innerhalb  einer Masse vergleichen könnte Eines bleibt unanfechtbar, daß man sich  nämlich diese Monaden unabhängig vom Äther nicht denken kann Wir stehen somit  hier vor einer ganz außerordentlichen Umwälzung»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|115&lt;br /&gt;
|Pias IX. war eingeweiht in  die Freimaurerei: Giovanni Maria, Graf  Maetai-Feretti, 17921878, Papst seit 1846, ist der Verkünder der Dogmen von  der unbefleckten Empfängnis und der Unfehlbarkeit der Päpste. Er bekämpfte  die Freimaurerei in mehreren Kundgebungen, jedoch ist seine Zugehörigkeit zur  Maurerei umstritten. Im Internationalen Freimaurerlexikon von Lennhoff/Posner  heißt es: «Das Freimaurermuseum in Bayreuth besitzt eine offensichtlich  gefälschte Photographie des Papstes, der über der päpstlichen Stola ein  gesticktes Freimaurerband trägt. Die Falschmeldung von der Zugehörigkeit des  Papstes zum Bunde tauchte zur Zeit seiner Wahl und später wiederholt auf, so  daß er ihr selbst 1849 entgegentreten mußte.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 23. Dezember 1904&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Stenographische Notizen von Franz Seiler. Für den Druck wurde das  Originalstenogramm neu überprüft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|In acht Tagen werde ich  sprechen: Vortrag vom 30. Dezember 1904 über das  Dreikönigsfest. Abgedruckt in «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe»,  Nr. 60, Weihnachten 1977.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|116&lt;br /&gt;
|es ist unmöglich um es geradeheraus zu sagen  in dem Stile, wie zum Beispiel das Manifest der Freimaurer gehalten ist, das  ich Ihnen vor vierzehn Tagen vorgelesen habe, in der Öffentlichkeit zu  sprechen:  Das Manifest wurde ganz vorgelesen im Vortrag vom 9. Dezember 1904. Über den  Stil für die Öffentlichkeit siehe Rudolf Steiner «Mein Lebensgang» (32.  Kap.), Bibl.-Nr. 28, GA 1962.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|Theologia deutsch: Um 1380. Erstausgabe von Luther (fragmentarisch) Wittenberg 1516,  vollständige Ausgabe 1518. Erste deutsche Übersetzung von Joh. Arndt 1597.  Gegenüberstellung von Urtext einer aus dem Jahre 1497 stammenden Handschrift  und neudeutscher Übersetzung durch Franz Pfeiffer, 3. Auflage Gütersloh 1875.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 332&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|119&lt;br /&gt;
|Die Meister sind in der Regel nicht gerade  historische Persönlichkeiten: Siehe hierzu den Hinweis zu Seite 32.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|125&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: Diese Grundfarbe bildet ein bestimmter Stoff: Im Stenogramm folgen  an dieser Stelle aus einer größeren Lücke nur noch die Worte: «und der hält  die Menschen zurück, was sie zur Vereinigung bringt» Für den Abdruck in «Was  in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht Nachrichten für deren  Mitglieder» (Nr. 47 vom 23. November 1947) wurde dieser Satz so korrigiert:  «Diese Grundfarbe bildet ein bestimmter Kundalini genannter Stoff, und der  hält im Menschen dasjenige zurück, was zu dem Geist selber führt.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 15. Mai 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Stenographische Notizen von Franz Seiler, Walter Vegelahn und Berta  Reebstein-Lehmann.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|129&lt;br /&gt;
|In früheren Vorträgen habe  ich auseinandergesetzt: Zum Beispiel in den  Vorträgen vom 30. September und 4. November 1904 (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|132&lt;br /&gt;
|Laokoongruppe: Siehe hierzu die Ausführungen im Vortrag München, 14. März 1910, in  «Metamorphosen des Seelenlebens», Bibl.-Nr. 59, GA 1971.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|132&lt;br /&gt;
|Sage vom trojanischen Pferd: Siehe Vortrag vom 28. Oktober 1904, abgedruckt in «Esoterik und  Weltgeschichte in der griechischen und germanischen Mythologie», Dornach  1955.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|Darstellung des Livius: Titus Livius, geb. 59 v.Chr. Seine Lebensarbeit: Die Geschichte Roms  in 142 Büchern, in denen er als erster Römer die wechselvollen Schicksale der  Stadt und des Reiches, von der Gründung Roms angefangen bis zu Drusus 9 n.  Chr., schildert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|Alba = Priestergewand: Das älteste, von den ägyptischen und hebräischen Priestern entlehnte  Gewand der katholischen Geistlichkeit, ein bis auf die Füße reichendes Hemd  mit gegen die Hände spitz zulaufenden Ärmeln, das bei kirchlichen Funktionen  über den Talar gezogen wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|Die sieben römischen Könige  stellen nichts anderes dar als die sieben Prinzipien, wie wir sie aus der  Theosophie kennen: Daraus ist nicht zu schließen,  daß es die sieben römischen Könige gar nicht gegeben habe. Jedenfalls heißt  es im Vortrag Dornach, 7. September 1924 in GA Bibl.-Nr. 238, daß diese  sieben römischen Könige es wirklich gegeben habe.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 333&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|133&lt;br /&gt;
|Sthula-Sharira,  Linga-Sharira, Kama-Rupa, Kama-Manas, höheres Manas, Buddhi, Atma: Diese theosophisch-indischen Bezeichnungen ersetzte Rudolf Steiner  bald durch die deutschen: physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich,  Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|138&lt;br /&gt;
|Prometheussage: Siehe auch den Vortrag vom 7. Oktober 1904 (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|138&lt;br /&gt;
|Jehova nennt man auch den  Gott der Form: Siehe hierzu Vortrag vom 25.  Oktober 1905 in «Grundelemente der Esoterik», Bibl.-Nr. 93a, GA 1976.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|139&lt;br /&gt;
|achte Sphäre: Siehe Hinweis zu Seite 77.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|140&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: Das verstehen heute selbst die Maurer nicht mehr und glauben, daß  der Mensch an seinem eigenen Ich arbeiten solle: An dieser Stelle heißt es in  den Notizen von Seiler «seinem egoistischen Ich», während es bei Vegelahn und  Reebstein «geistigen Ich» heißt, was durch einen Hör- oder Schreibfehler für  «eigenen Ich» entstanden sein könnte.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|142&lt;br /&gt;
|Könnten wir es dazu bringen,  Sozialreformen auf theosophischer Grundlage zu pflegen: Siehe hierzu Rudolf Steiners Aufsatz aus derselben Zeit «Theosophie  und soziale Frage» in «Luzifer-Gnosis», Bibl.-Nr. 34, GA 1960, in dem er zum  erstenmal seine Ideen zur sozialen Frage darstellt. Siehe aber auch die  Schrift aus dem Jahre 1919 «Die Kernpunkte der sozialen Frage in den  Lebensnotwendigkeiten der Gegenwart und Zukunft», Bibl.-Nr. 23, GA 1976.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|142&lt;br /&gt;
|Albert Schäffle Werk über  Soziologie: Albert Eberhard Friedrich Schäffle,  18311903, Nationalökonom, schrieb zahlreiche soziologische Schriften. In anderem  Zusammenhang erwähnt Rudolf Steiner sein Werk «Bau und Leben des sozialen  Körpers», 4 Bände, Tübingen 18751878.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 22. Mai 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Stenographische Notizen von Walter Vegelahn und Berta  Reebstein-Lehmann.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|143&lt;br /&gt;
|Salomonischer Tempel jedes  Wort, das die Bibel darüber bringt: 1. Buch der  Könige 5., 6., 7. und 8. Kap. und 2. Buch der Chronika, 1.7. Kap.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|143&lt;br /&gt;
|Jean Paul erzählt dieses  Geschehnis von sich: Jean Paul (Pseudonym für  Jean Paul Friedrich Richter), 17631825, Dichter, Romanschriftsteller und  Denker. Das Erlebnis berichtet er in «Wahrheit aus Jean Pauls Leben.  Kindheitsgeschichte von ihm selbst geschrieben», 3 Hefte in 2 Bänden, Breslau  18261828,1. Heft Seite 53.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 334&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|144&lt;br /&gt;
|durfte nur der gesalbte  Priester im Allerheiligsten den Namen «Jahve» aussprechen: «Nur einmal im Jahre, nämlich am Versöhnungstage, sprach ihn der  Hohepriester im Allerheiligsten (Levit. 16,30) nach seinen wirklichen Lauten  aus.» Hans Ludwig Held, in einer Studie über den unaussprechlichen Namen  Gottes «Vom Golem und Schein» in der Vierteljahresschrift «Das Reich»,  herausgegeben von Alexander von Bernus, Januar 1917.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|144&lt;br /&gt;
|das eine ist die Arche Noah, das andere der  Salomonische Tempel. Beide sind in einer Weise dasselbe und doch wieder  verschieden:  Gemäß den Notizen vom Vortrag Köln, 28. Dezember 1907 (GA 101) führte Rudolf  Steiner dort darüber folgendes aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Würden wir Jahrtausende in Betracht ziehen  statt Jahrhunderte, so würden wir sehen, wie sich selbst die menschlichen  Körperformen nach den Gedanken und Empfindungen und Vorstellungsmaßen von  Jahrtausenden vorher richten; und die großen leitenden Mächte in der  Entwickelung geben der Menschheit zur rechten Zeit die richtigen  Vorstellungen, damit selbst die menschliche Gestalt umgebildet wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher ist denn eigentlich die ganze heutige  Länge und Breite und Höhe des physischen Leibes entstanden? Es ist eine  Wirkung dessen, was zuerst im Astralleib und Ätherleib vorhanden war. Da  waren zuerst die Gedanken, Bilder, Empfindungen usw. Nun werden Sie das, was  ich zu sagen habe, besser verstehen, wenn Sie sich erinnern an einen Vorgang,  der unmittelbar nach dem physischen Tode eintritt. Da tritt das ein, daß der  physische Leib zunächst von dem Ätherleib und dem Astralleib verlassen wird.  Der Schlaf besteht darin, daß der Astralleib und das Ich fortgehen und der  Ätherleib und der physische Leib im Bette liegenbleiben. Der Tod unterscheidet  sich vom Schlaf dadurch, daß der physische Leib allein im Bette liegenbleibt,  und der Ätherleib mit den andern Gliedern des Menschen fortgeht. Da tritt  eine eigentümliche Erscheinung ein, was man als eine Empfindung beschreiben  könnte, die aber mit einer gewissen Vorstellung verknüpft ist: Der Mensch  fühlt, wie wenn er wachsen würde und dann tritt jenes Erinnerungstableau ein;  aber zunächst fühlt er, wie wenn er nach allen Richtungen sich ausdehnen  würde , er nimmt nach allen Richtungen Dimensionen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Sehen seines Ätherleibes in großen  Dimensionen ist eine sehr wichtige Vorstellung; denn in den atlantischen  Zeiten mußte diese Vorstellung erweckt werden, als der Ätherleib noch nicht  mit dem physischen Leibe in so enger Verbindung war wie bei dem  nachatlantischen Menschen. Da mußte diese Vorstellung, die heute nach dem  Tode bei dem Menschen eintritt, erst erweckt werden. Wenn man sich ungefähr  jene Größen vorstellt, welche der Mensch heute erlebt, wenn er nach dem Tode  so wächst, dann hat er die Ursache, die Gedankenform gebildet, um seinen  physischen Leib&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 335&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|etwa in die heutige Form zu bringen. Wenn also  dem Menschen da, wo der Ätherleib noch zuweilen getrennt war von dem  physischen Leib, die richtigen Maße vorgehalten wurden, so nahmen sie die  Formen an, die der physische Leib heute hat. Und diese Formen wurden angeregt  vor allem von denen, welche die Leiter der Menschheitsentwickelung sind. In  den verschiedenen Flutsagen, vor allem auch in der biblischen Flutsage, ist  die genaue Angabe darüber enthalten. Wenn Sie sich den Menschen von  denjenigen Formen ungefähr umschrieben denken, die sein Ätherleib haben muß,  damit in der richtigen Weise der physische Leib des Menschen gebildet wird, dann  haben Sie die Größe der Arche Noah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum wird in der Bibel genau das Maß der  Arche Noah angegeben? Damit dieser Mensch, der den Übergang bilden soll von  der atlantischen Zeit in die nachatlantische, ein Gebilde hat 50 Ellen breit,  30 Ellen hoch, 300 Ellen lang , wie es der Mensch um sich haben muß, damit er  aus Länge, Breite und Höhe die richtige Gedankenform bildet, die die Ursache  abgibt, daß der nachatlantische Körper in der richtigen Weise gebildet werde.  Da haben Sie ein Symbol, aus dem die Maße Ihres heutigen Leibes stammen und  die Wirkungen sind der Gedankenform, die Noah erlebte in der Arche. Man hat  ihn nicht umsonst in die Arche hineingesetzt und diese so beschrieben;  sondern man hat die Arche so bauen lassen, damit der menschliche Organismus in  der richtigen Weise in der nachatlantischen Zeit ausgebaut würde. Durch  wirksame Symbole wurde die ganze Menschheit erzogen. Sie tragen heute in den  Maßen des physischen Leibes die Maße der Arche Noah in sich. Wenn der Mensch  seine Hände nach oben ausstreckt, haben Sie in den Maßen der Arche Noah die  Maße für den heutigen menschlichen Leib. Nun war der Mensch aus der  atlantischen Zeit in die nachatlantische übergegangen. In der Rasse, die die  unsrige ablösen wird, in der sechsten, wird der menschliche Leib wieder ganz  anders gestaltet sein, und auch heute muß der Mensch diejenigen  Gedankenformen erleben, welche in der Lage sind, für die nächste der Rassen  die Ursachen abzugeben, daß dann der Körper die richtigen Maße erhält. Das  muß dem Menschen vorgeführt werden. Heute ist der Mensch in den Maßen von 50  zu 30 zu 300 gebaut. Künftig wird er ganz anders gebildet sein. Wie wird nun  heute dem Menschen die Gedankenform gegeben, wonach er die künftige Form des  Menschen bildet? Das ist auch schon gesagt. Das ist in den Maßen des  Salomonischen Tempels. Und diese Maße des Salomonischen Tempels stellen dar,  wenn sie sich in der physischen Form realisiert haben, in tiefer Symbolik die  ganze Organisation der physischen Form des Menschen der nächsten, der  sechsten Rasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle die Dinge, die in der Menschheit wirksam  sind, geschehen von innen, nicht von außen. Was in irgendeiner Zeit Gedanke  und Empfindung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 336&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|ist, ist in der nächsten Zeit äußere Form. Und  die Individualitäten, welche die Menschheit leiten, müssen viele Jahrtausende  vorher in die Menschheit die Gedankenform einpflanzen, die nachher äußerliche  Wirklichkeit sein soll. Da haben Sie die Funktionen der Gedankenformen, die  angeregt werden durch solche symbolische Gestalten. Sie haben eine sehr reale  Bedeutung.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|145&lt;br /&gt;
|Es gibt Abmessungen, wonach  die Maße der Arche übereinstimmen mit den Maßen des menschlichen Körpers und  mit den Maßen des Salomonischen Tempels: Die von  Rudolf Steiner hier gemeinte literarische Quelle ließ sich nicht feststellen.  In der «Cabbala» des Agrippa von Nettesheim (Ausgabe Scheible, Stuttgart  1855) heißt es im Kapitel «Von dem Maß, dem Verhältnis und der Harmonie am  menschlichen Körper»: « Ja Gott selbst wies Noah an, seine Arche nach dem  Maße des menschlichen Körpers zu bauen, gleichwie er selbst der ganzen  Weltmaschine die Symmetrie des Menschen verlieh, und daher heißt jene die  große, dieser die kleine Welt. In obiger Beziehung bestimmen einige  Mikrokosmologen das Maß des menschlichen Körpers zu sechs Fuß, den Fuß zu  zehn Graden, den Grad zu fünf Minuten; dies beträgt sechzig Grade dreihundert  Minuten, und eben so viele geometrische Ellen war, nach Mosis Beschreibung,  die Arche lang, gleichwie nun aber die Länge des menschlichen Körpers  dreihundert Minuten, seine Breite fünfzig und seine Tiefe dreißig beträgt, so  war auch Noahs Arche nicht nur dreihundert Ellen lang, sondern auch fünfzig  Ellen breit und dreißig tief oder hoch, woraus sich bei beiden ein  sechsfaches Verhältnis der Länge zur Breite, ein zehnfaches zur Tiefe oder  Höhe, und ein Verhältnis der Breite zur Tiefe ergibt, wie fünf zu drei.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner wies Franz Coci in seiner Schrift  «Ausführliche Berechnung der drei Seitenverhältnisse bei der Arche Noes vom  geometrischen und mechanischen Standpunkte» (übersetzt aus dem Polnischen von  Wenzel Bauernöpl, Bilin 1899) mathematisch nach, daß «Das einzige passende  und mögliche Verhältnis zwischen der Breite und Höhe eines vierseitigen,  innen hohlen Körpers, damit dieser dem verhältnismäßig kleinsten  Materialverbrauch den möglichst größten Fassungsraum (Rauminhalt) und  gleichzeitig die größte Stabilität erreiche, wäre das, daß man für die Breite  5 genau 5.322232 und für die Höhe 3 genau 2.967768 gleiche Teile nehme. Und  in diesen Verhältnissen war die Arche Noes auch wirklich gebaut.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|145&lt;br /&gt;
|Zu dem Abschnitt: Wir treten ein in den Salomonischen Tempel: Dieser Abschnitt ist  nach den Notizen von Berta Reebstein-Lehmann wiedergegeben. Bei Vegelahn ist  dieser Passus sehr lückenhaft. Zum Beispiel steht nach dem Satz «der  fünfgliedrige Mensch, der sich seines höheren Selbstes bewußt wird» nur noch:  «Der Tempel ist so geformt, daß er den fünfgliedrigen Menschen umschließt.  Das ist das wichtigste des Tempels. Das Quadrat ist heilig, das&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 337&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Dach, die Bedachung und die Seitenpfosten  geben zusammen Vor dem Altar standen zwei Cherubim.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|146&lt;br /&gt;
|Tempelritter: Siehe die späteren ausführlichen Darstellungen Rudolf Steiners in  «Innere Entwicklungsimpulse der Menschheit. Goethe und die Krisis des 19.  Jahrhunderts», Bibl.-Nr.171, GA 1964.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|148&lt;br /&gt;
|Zu dem Abschnitt: Wir haben die Zeit der ersten bis vierten Unterrasse verfolgt: Der  Text ist ganz offensichtlich nur unvollständig festgehalten worden. über den  Zusammenhang der Unterrassen (Kulturepochen) mit dem Gang der Sonne durch den  Tierkreis vgl. Rudolf Steiners Vortrag vom 8.1.1918 in «Mysterienwahrheiten  und Weihnachtsimpulse. Alte Mythen und ihre Bedeutung», Bibl.-Nr. 180, GA  1966.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|149f.&lt;br /&gt;
|Zu dem Abschnitt: Man  versteht so wenig in den weiteren Kreisen: Es ist  zu berücksichtigen, daß die Ausführungen nur sehr mangelhaft festgehalten  worden sind. Am Schluß des Abschnittes steht in den Notizen von Vegelahn nur  noch: «Aber dieser Tempel », während es in den Notizen von Reebstein. heißt:  «Aber diesen Tempel versteht noch nicht der Mensch», was offensichtlich auch  unvollständig sein dürfte. Vielleicht sollte es heißen: «Aber diesen Tempel  versteht noch nicht der Mensch zu bauen.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|149&lt;br /&gt;
|Plato spricht davon, daß die  Weltenseele an das Kreuz des Weltenleibes gekreuzigt sei: Rudolf Steiner führt dieses Bild häufig an. Die Darstellung Platons  im «Timaios», auf die er hier Bezug nimmt, ist Bestandteil eines komplexen,  stufenweise entwickelten Dialogs über die Entstehung der Welt (Kap. 8 u. 9;  34 b 37 c). Der von Rudolf Steiner hier angeführte Wortlaut findet sich darin  nicht in dieser Formulierung. Ein anderer Beleg für  dieses Bild ist eine Stelle in der Schrift des Wiener Philosophen und  Geistlichen Vincenz Knauer: «Die Hauptprobleme der Philosophie in ihrer  Entwickelung und ihrer theilweisen Lösung von Thales bis Robert Hamerling»,  Wien und Leipzig 1892. Rudolf Steiner hat in seinem erhalten gebliebenen  Exemplar dieses Buches folgende Stelle auf S. 96 kräftig angestrichen: «Der  Mythus berichtet hierüber im Timäos, Gott habe diese Weltseele in Kreuzesform  durch das Universum gelegt und darüber den Weltenleib ausgespannt.»  Auffallenderweise ist es hier der «Mythus», der das im Timaios berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder Platons «Timaios», auf den sich Rudolf  Steiner im Text bezieht, noch Vincenz Knauers «Hauptprobleme der  Philosophie», wo er die entsprechende Stelle kräftig angestrichen hatte,  scheinen allerdings Quellen für das hier angeführte  Bild zu sein. Vielmehr hat wohl Rudolf Steiner bei diesen Philosophen eine  (etwas modifizierte) Spur des von ihm selbständig gefundenen Bildes entdeckt,  was denn auch die Abweichung gegenüber den Darstellungen bei Plato und Knauer  erklären würde. Diese Methode, seine geistigen Erkenntnisse durch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 338&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|historische Überlieferungen zu  veranschaulichen und zu belegen, beschreibt er in seiner Autobiographie «Mein  Lebensgang» (Kap. XXVI):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«An meiner Stellung zum Christentum wird voll  anschaulich, wie ich in der Geisteswissenschaft gar nichts auf dem Wege  gesucht und gefunden habe, den manche Menschen mir zuschreiben. Die stellen  die Sache so hin, als ob ich aus alten Überlieferungen die Geist-Erkenntnis  zusammengestellt hätte. Gnostische und andere Lehren hätte ich verarbeitet.  Was im Christentum als mystische Tatsache an Geist-Erkenntnis gewonnen ist,  das ist aus der Geistwelt selbst unmittelbar herausgeholt. Erst um Zuhörern  beim Vortrag, Lesern des Buches den Einklang des geistig Erschauten mit den  historischen Überlieferungen zu zeigen, nahm ich diese vor und fügte sie dem  Inhalte ein. Aber nichts, was in diesen Dokumenten steht, habe ich diesem  Inhalte eingefügt, wenn ich es nicht erst im Geiste  vor mir gehabt habe.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|153&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: Beim Aufgang  unserer Rasse machten sich schon diese zwei Strömungen geltend: In dem Text von Vegelahn ist hier nur bruchstückhaft festgehalten «  zwei Strömungen geltend, die alten, die herkamen als die Götter selbst noch  am Bau der Welt waren, die zweiten die immer bauen werden soll in diesem  Weisheitstempel»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 29. Mai 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Stenographische Notizen von Franz Seiler, Walter Vegelahn, Berta  Reebstein-Lehmann sowie langschriftliche Notizen von Marie Steiner-von  Sivers.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|154&lt;br /&gt;
|Es gibt ja eine sogenannte  heilige Legende über die ganze Entwickelung des Kreuzes: Die Kreuzesholzlegende, wie sie sich in der aus dem 13. Jahrhundert  stammenden Legendensammlung «Legenda aurea» des Jacobus de Voragine findet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|155&lt;br /&gt;
|Moses berühmten Stab: Auch nach einer Überlieferung aus der hebräischen Mystik ist jener  mit dem unaussprechlichen Gottesnamen beschriebene Stab des Moses nichts  anderes als der Baum des Lebens. Seine Geschichte wird in den «Sagen der  Juden» (gesammelt von Micha Josef bin Gorion, Ausgabe Insel-Verlag Frankfurt  a.M. 1962, Seite 431) so geschildert:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 339&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Als Moses von dem Medianiter Reguel (Jetro),  der ihn gefangengesetzt hatte, wieder freigelassen worden war, ging Moses in  den Garten und dankte dafür Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie er so betete, erblickte er sich gegenüber  einen herrlichen Stab, mit Saphirsteinen besetzt, der aus der Erde wuchs. Er  trat nahe heran, und siehe, der unverstellte Name Gottes war auf ihm  eingeschnitten. Er sprach den Namen aus, ergriff den Stab und riß ihn heraus  aus der Erde, so leicht, wie man ein Sträuchlein herausreißt. Das war der  Stab, mit dem alle göttlichen Werke vollbracht worden waren, nachdem  vollendet worden war die Schöpfung von Himmel und Erde und all ihrem Heer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nämlich Gott den ersten Menschen aus dem  Garten Eden vertrieben hatte, da nahm Adam diesen Stab in die Hand und baute  den Acker, aus dem er gebildet war. Der Stab gelangte dann zu Noah, und  dieser übergab ihn Sem und seinem Geschlecht, bis er danach an Abraham, den  Hebräer, kam. Als aber Abraham alles, was sein war, seinem Sohne Isaak  übergab, gab er ihm auch diesen Stab. Danach geschah es, daß Isaaks Sohn  Jakob nach Mesopotamien floh; er hatte nichts denn diesen Stab, da er über  den Jordan ging. Er kehrte dann zu seinem Vater zurück, allein den Stab  vergaß er nicht und nahm ihn mit, als er nach Ägypten hinabfuhr. Er schenkte  ihn Joseph als ein Teil mehr über den andern Brüdern,*) das er mit Gewalt seinem Bruder Esau entrissen hatte. Nach dem Tode  Josephs kamen die Fürsten Ägyptens in das Haus des Regenten, und sein Stab  wurde Eigentum des Medianiters Reguel. Dieser verpflanzte ihn dann in seinen  Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nunmehr versuchten sich alle Helden der  Keniter daran, den Stab aus der Erde zu reißen, denn, welchem es gelänge, der  sollte Zippora als Gemahlin heimführen. Allein keiner vermochte es zu  vollbringen. Also blieb der Stab im Garten Reguels stecken, bis der kam, mit  dem das Recht war. Da nun Reguel den wundersamen Stab in der Hand Moses  gewahrte, staunte er über die Maßen und gab ihm seine Tochter Zippora zum  Weibe.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|162&lt;br /&gt;
|Nunmehr versuchten sich alle Helden der  Keniter daran, den Stab aus der Erde zu reißen, denn, welchem es gelänge, der  sollte Zippora als Gemahlin heimführen. Allein keiner vermochte es zu  vollbringen. Also blieb der Stab im Garten Reguels stecken, bis der kam, mit  dem das Recht war. Da nun Reguel den wundersamen Stab in der Hand Moses  gewahrte, staunte er über die Maßen und gab ihm seine Tochter Zippora zum  Weibe.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|162&lt;br /&gt;
|Plato daß die Weltenseele: Siehe Hinweis zu Seite 149.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 *) Anspielung auf 1. Buch Mose 48, 22.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 340&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|163&lt;br /&gt;
|Denn jedes Ding ist, wie  Goethe sagt, nur als ein Gleichnis aufzufassen:  «Faust» II. Teil Schlußchor: «Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|167&lt;br /&gt;
|Goethe in dem «Märchen von  der grünen Schlange und der schönen Lilie»: Siehe  hierzu «Goethes Geistesart in ihrer Offenbarung durch seinen Faust und durch  das Märchen von der Schlange und der Lilie», Bibl.-Nr. 22, GA 1979; sowie die  beiden Vorträge über Goethes geheime Offenbarung, exoterisch und esoterisch  in «Wo und wie findet man den Geist?», Bibl.-Nr. 57, GA 1961.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|169&lt;br /&gt;
|«Die Sünde ist durch das Gesetz in die Welt  gekommen»:  Paulus, Römer 5,13 und 8,2.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 5. Juni 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Stenographische Notizen Walter Vegelahn, Berta Reebstein-Lehmann  sowie langschriftliche Notizen von Marie Steiner-von Sivers. Es ist zu  beachten, daß die Notizen teilweise stark mangelhaft sind und nicht als  wortwörtliche Wiedergaben betrachtet werden dürfen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|172&lt;br /&gt;
|Zwar habe ich schon vor  einem Jahr: Im Vortrag vom 23. Mai 1904 (in  diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|173&lt;br /&gt;
|aufsteigender absteigender  Bogen: Ein theosophischer Terminus dafür, daß  eine jegliche Entwicklung in Zyklen verläuft, und zwar zuerst in  niedersteigender Richtung, also auf dem absteigenden Bogen, d.h. aus  Geistigem in Stofflichkeit, um dann in aufsteigender Richtung, auf dem  aufsteigenden Bogen vom Stoff zum Geist zurückzukehren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|kosmologisch ging unserer  Erdenentwickelung voran: Zu den hier folgenden  Darstellungen siehe die grundlegenden Schriften «Aus der Akasha-Chronik»,  Bibl.-Nr. 11, GA 1973, und «Die Geheimwissenschaft im Umriß», Bibl.-Nr.13, GA  1977.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|174&lt;br /&gt;
|Runde Arupa Rupa Astral  Globus: Hierzu ist zu vervollständigen, daß die  Entwicklung des Erdplaneten durch 7 sogenannte Runden oder Reiche (1., 2., 3.  Elementarreich, 4. Mineralreich, 5. Pflanzen-, 6. Tier-, 7. Menschenreich)  geht. Jede Runde oder Reich geht wiederum durch 7 Formzustände, auch Globen  genannt (arupa-mental, rupa-mental, astral, physisch, plastisch-astral, intellektuell,  archetypisch). Jeder Globus oder Formzustand geht wiederum durch 7 Perioden,  in unserem derzeitigen Globus Wurzelrassen genannt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 341&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|182&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: Die Eingeweihten machen den Weg vorher (Lücke): Hier folgen noch  einige in allen Notizen nur unklar festgehaltene Sätze. In der Nachschrift  von Vegelahn lauten sie: «Dann wird der Astralleib von dem Manasischen  durchzogen, Buddhi tritt in den Ätherleib und das Vaterprinzip in den  physischen Leib. Das wirkt soweit durch, daß ein Gehirn sich ausbilden kann,  bis zu dem Punkt, wo das Wesen Ich sagen lernt. Das war bei den Ursemiten der  Fall.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|184&lt;br /&gt;
|In «Licht auf den Weg»  steht: Schrift der Theosophin Mabel Collins  (18511927) mit dem Untertitel «Schrift zum Frommen derer, welche, unbekannt  mit des Morgenlandes Weisheit, unter deren Einfluß zu treten begehren».  Rudolf Steiner schrieb 1903/04 eine Exegese dazu, siehe «Anweisungen für eine  esoterische Schulung», GA 266.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|184&lt;br /&gt;
|Heraklit Wenn du dem  Irdischen entflohen: Von Rudolf Steiner frei  zitiert nach Vincenz Knauer «Die Hauptprobleme der Philosophie in ihrer  Entwicklung und teilweisen Lösung von Thales bis Hamerling», 1892 (Seite 97).  Da heißt es über die vom Leibe abgeschiedene Seele des Menschen: «So lesen  wir bereits in dem Lehrgedichte Heraklits:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du befreit vom Leibe zum freien Äther  emporsteigst, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Wird ein unsterblicher Gott sie sein,  dem Tode entronnen.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|185&lt;br /&gt;
|In der Benennung der  Wochentage: Siehe hierzu die schriftliche  Darstellung Rudolf Steiners in «Briefwechsel und Dokumente 19011925»,  Bibl.-Nr. 262, GA 1967.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 21. Oktober 1905 (Notizen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Stenographische Notizen Walter Vegelahn, Berta Reebstein-Lehmann  sowie langschriftliche Notizen von Marie Steiner-von Sivers. Es ist zu  beachten, daß die Notizen teilweise stark mangelhaft sind und nicht als  wortwörtliche Wiedergaben betrachtet werden dürfen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|186&lt;br /&gt;
|Devas: Götter der Devachan-, d. h. himmlischen Welt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|187&lt;br /&gt;
|Die Zeit, während der die  Sonne durch ein Sternbild geht dauert etwa 2600 Jahre: Später hat Rudolf Steiner diese Zeitangabe genauer präzisiert.  Danach vollendet der Frühlingspunkt der Sonne seinen Kreislauf durch den  Tierkreis in 12 x 2160 = 25 920 Jahre, einem platonischen Weltenjahr. Die  Wiederverkörperungen hängen im allgemeinen mit diesen Epochen von 2160 Jahren  zusammen. Ausführlicher dargestellt im Vortrag Dornach, 9. April 1923 in «Vom&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 342&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Leben des Menschen und der Erde Über das Wesen  des Christentums», Bibl.-Nr. 349, GA 1961. Über die Wanderung des  Frühlingspunktes im platonischen Weltenjahr vergleiche man Joachim Schultz  «Rhythmen der Sterne», Dornach 1977, S. 65ff.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|190&lt;br /&gt;
|Die okkulten Bücher geben  aber Beschreibungen der Atome, Bilder von Atomen:  Rudolf Steiner bezieht sich hier offenbar auf die Abbildungen von Atomformen,  wie sie in der theosophischen Literatur erschienen waren. Gerade zur Zeit  dieser Ausführungen war eine Studie von Annie Besant und C. W. Leadbeater aus  dem Jahre 1895 «Occult Chemistry» mit Abbildungen neu erschienen. Einige  davon waren auch in Annie Besants meistgelesenem Werk «The ancient Wisdom»  (2. Auflage 1899) abgebildet. Der erste, der in dieser Weise Atomformen  wiedergab, war der Amerikaner Babbitt in seinem Werk «The principles of Light  und Color» (1878), der in der Besant-Leadbeater Studie auch erwähnt wird.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|190&lt;br /&gt;
|Es gibt eine besondere weiße  Loge, welche zwölf Mitglieder hat, von denen sieben besonders wirken: Näheres hierzu in dem Dokumentationsband «Zur Geschichte und aus den  Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule 1904-1914», GA 264.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|192&lt;br /&gt;
|die neue physische Erde der  fünften Runde: «Runde» ist die theosophische  Bezeichnung für die 7 Phasen des Lebens, von Rudolf Steiner auch  «Lebensbereiche» (1., 2., 3. Elementarreich, 4. Mineralreich, 5. Pflanzen-,  6. Tier-, 7. Menschenreich) genannt. Jedes Reich geht wiederum durch 7  Formzustände: arupa, rupa, astral, physisch, plastisch, intellektuell, archetypisch.  Wir befinden uns jetzt auf der 4. Stufe des 4. Reiches (Mineralreich). Mit  der neuen physischen Erde der Runde ist somit die 4., die physische Stufe des  5. Reiches (Pflanzenreich) gemeint. Vgl. «Die Apokalypse des Johannes»,  Bibl.-Nr.104, GA 1979.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|193&lt;br /&gt;
|Dionysius Areopagita: In der Apostelgeschichte 17,34 als Schüler des Paulus erwähnt. Unter  seinem Namen erschienen Ende des 5. Jahrhunderts in Syrien die Schriften «Von  der himmlischen Hierarchie» und «Von der kirchlichen Hierarchie», die im 9.  Jahrhundert von Scotus Erigena aus dem Griechischen ins Lateinische  übertragen wurden. Deutsche Ausgabe «Des heiligen Dionysius Areopagita  angebliche Schriften», übersetzt von J. G. V. Engelhardt, Sulzbach 1823;  Dionysius Areopagita, «Die Hierarchie der Engel und der Kirche», München  1955.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|193&lt;br /&gt;
|Nicolaus Cusanus, 1401-1464: Deutscher Mystiker. Vgl. Rudolf Steiner «Die Mystik im  Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen  Weltanschauung», GA Bibl.-Nr. 7.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|194&lt;br /&gt;
|wenn Goethe vom Erdgeist spricht: «Faust», I. Teil,  Studierzimmer.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 343&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 22. Oktober 1905&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Stenographische Nachschrift von Franz Seiler, für den Druck  vorbereitet von Marie Steiner.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|199&lt;br /&gt;
|Ich möchte noch einmal  bekanntgeben: Die erste Bekanntgabe erfolgte  sicherlich während der vorangegangenen Generalversammlung der Deutschen  Sektion der Theosophischen Gesellschaft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|199&lt;br /&gt;
|Besant-Zweig (damaliger Name des Berliner  Zweiges) seine ordentliche Versammlung haben wird: Gemeint ist der regelmäßige Zweigabend.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|204&lt;br /&gt;
|Lehre der Sphärenmusik des  Pythagoras: Ein Grundzug der Weltanschauung des  Pythagoras (um 582 bis um 500 v. Chr.) war, daß die Welt als ein harmonisch  geordnetes Ganzes (Sphärenharmonie) gedacht wurde.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|205&lt;br /&gt;
|Veden der Inder: Veda, d. h. «heiliges Wissen», nennt sich die Gesamtheit der  ältesten in der Sanskritsprache abgefaßten religiösen Schriften der Hindus,  denen ein überirdischer Ursprung zugeschrieben wird. Es handelt sich um eine  umfangreiche Literatur, die lange Zeit nur mündlich weitergegeben wurde. Die  vedischen Überlieferungen. gliedern sich hauptsächlich in 1. die Sanhitas, 2.  die Brahmanas und 3. die Aranyakas und Upanishads. Die Sanhitas sind  «Sammlungen» von Liedern, Opferformeln und Zaubersprüchen. Man unterscheidet  vier derartige Sammlungen, die man allgemein vereinfacht die «vier Veden»  nennt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|210&lt;br /&gt;
|So wie die Tiere in den  finstern Höhlen von Kentucky ihre Sehkraft verloren: Dieses Beispiel wird von Rudolf Steiner sehr oft angeführt. In den  amerikanischen Höhlen stieß man zuerst auf das Phänomen der rudimentären  Organe. Siehe Darwin «Entstehung der Arten», 5. Kapitel: Gesetze der  Abänderung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 23. Oktober 1905 (nur für  Männer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Stenographische Nachschrift von Franz Seiler. Für den Druck wurde  das Originalstenogramm neu überprüft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|215&lt;br /&gt;
|daß es in der Freimaurerei, wenigstens bis zum  Ende des 17. Jahrhunderts, streng verpönt war, irgendwelche weiblichen  Mitglieder zu haben: Vgl. Hinweis zu Seite 226 «Adoptionslogen».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 344&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|216&lt;br /&gt;
|äußere Abfassung der Bibel: Im 5. Jahrhundert vor Christus durch den jüdischen Schriftgelehrten  Esra nach der Rückkehr der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|217&lt;br /&gt;
|in der alten griechischen  Mythologie wird Zeus dargestellt mit mächtigen Frauenbrüsten: Es gibt einen Zeustyp, von dem sich im kleinasiatischen Raum noch  einige Darstellungen erhalten haben, bei dem der Oberkörper mehrere Brüste  oder Buckel aufweist, ähnlich dem Oberkörper der berühmten Statue der Artemis  Ephesia: Relief des «Zeus Stratios» und Münzbilder u.a. des «Zeus Labrandeus»  von Karien.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|220&lt;br /&gt;
|das ist ein Vorgang im  Menschen selbst: Siehe hierzu die späteren  Darstellungen Rudolf Steiners in «Welche Bedeutung hat die okkulte  Entwickelung des Menschen für seine Hüllen physischer Leib, Ätherleib,  Astralleib und sein Selbst?», Bibl.-Nr. 145, GA 1976.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|220&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: Ich habe mir  vorbehalten: Franz Seiler hat sein Stenogramm an  dieser Stelle so übertragen: «Ich habe mir vorbehalten, eine Neigung zu  erzählen von denen aus Abels und denen aus Kains Geschlecht.» Bei der  Neuprüfung des Stenogramms zeigte sich, daß der Satz auch so gelesen werden  könnte: «Ich habe mir vorbehalten, eine Einigung zu erzielen zwischen denen  aus Abels und denen aus Kains Geschlecht.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|226f.&lt;br /&gt;
|Adoptionslogen 1775 wurde  die erste gegründet: Als im Anfang des 18.  Jahrhunderts in Frankreich mehrere Vereinigungen entstanden, die in den  Äußerlichkeiten der Freimaurerei ähnelten und die auch Frauen aufnahmen,  entstanden in der Freimaurerei selber die sogenannten Adoptionslogen. Der  Name bedeutet, daß jede solche Loge von einer regelrechten Maurerloge  adoptiert werden mußte, das heißt, jede Würdenträgerin von einem männlichen  Würdenträger gleichen Ranges unterstützt wird. Die Eröffnung der ersten  Adoptionsloge erfolgte 1775 in Paris, nachdem der Großorient von Frankreich  ein die Leitung der Adoptionslogen regelndes Statut erlassen hatte.  (Heckethorn a.a.O. Seite 449 f.)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|227&lt;br /&gt;
|Mitglied einer solchen  Adoptionsloge war auch die Gründerin unserer Gesellschaft: Dies bezieht sich auf H. P. Blavatsky (18311891), der nach dem  Erscheinen ihres ersten großen Werkes «Isis Unveiled» im Jahre 1888 von John  Yarker (vgl. Hinweis zu Seite 110) der höchste Adoptionsgrad der  Memphis-Misraim-Maurerei verliehen wurde.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 345&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 23. Oktober 1905 (nur für  Frauen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Dem Text wurde die ausführlichste von vier verschiedenen  Nachschriften zugrunde gelegt, ergänzt durch die drei anderen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|229&lt;br /&gt;
|Esra: Vgl. Hinweis zu Seite 216.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|231&lt;br /&gt;
|Zeus mit einer Frauenbüste dargestellt: Vgl. Hinweis zu Seite  217.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|235&lt;br /&gt;
|mit Hiram waren wir an der  Grenze zwischen der dritten und vierten Unterrasse angelangt: Hiram fällt in die Regierungszeit Salomos, die von 993 bis 953 v.  Chr. gerechnet wird. Den Beginn der vierten Unterrasse setzt Rudolf Steiner  auf 747 v. Chr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|236&lt;br /&gt;
|Manvantara: Indisch-theosophischer Ausdruck für einen großen kosmischen  Entwicklungszeitraum.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|238&lt;br /&gt;
|In der alten hebräischen  Sprache gibt es ein Wort, ein Mantram, von dem gesagt wird, daß es genügend  stark ausgesprochen, die Welt hervorbringt:  Gemeint sein dürfte der unaussprechliche Name Gottes, der nach Hans Ludwig  Held in «Von Golem und Schem» («Das Reich», 1. Jahrg., Buch 4, Januar 1917)  «eine schwierige Formelfolge gewesen sei, die etwa dem 12-, 42- oder  72buchstabigen Namen entsprochen habe» dessen Wissen «das Geheimnis von den  Werken Gottes oder Gottes Tun von Anfang bis zum Ende enthülle» (a. a. O. S.  528).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|238&lt;br /&gt;
|«Es wird Feindschaft sein zwischen dir und dem  Weibe, zwischen ihrem Samen und deinem Samen»: 1. Moses 3,15.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|240&lt;br /&gt;
|Adoptionslogen einer solchen gehörte auch H.  P. Blavatsky an: Vgl. Hinweis zu Seite 226.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 23. Oktober 1905 (abends)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Stenographische Nachschrift von Franz Seiler, ergänzt durch  Nachschriften von drei anderen, unbekannten Zuhörern.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|243&lt;br /&gt;
|Ich habe schon vor acht Tagen  angedeutet: Beim letzten Mitgliedervortrag des  Berliner Zweiges (Montag, 16. Oktober). Da machte Rudolf Steiner bei der  Ankündigung der nächsten Veranstaltungen die Bemerkung: «In der Versammlung  am nächsten Montag werde ich sprechen über Okkultismus, Esoterik und  Theosophie. Ich bitte darauf aufmerksam zu machen, daß dieses Thema mit den  augenblicklichen Strömungen zusammenhängen wird. Ich bitte, so viel wie  möglich auch auswärtige Mitglieder einzuladen.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 346&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Vortrag Berlin, 2. Januar 1906&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Textunterlage: Es liegen mehrere Nachschriften vor:.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|a)&lt;br /&gt;
|eine Handschrift unbekannter Herkunft  (ausführlichster Text);&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|b)&lt;br /&gt;
|die maschinengeschriebene Reinschrift des  Stenogramms von Franz Seiler, Berlin. Hiervon liegt auch das  Originalstenogramm vor. Dessen Neuüberprüfung ergab, daß es lückenhaft ist  und von Seiler bei der Übertragung frei ergänzt und geglättet wurde,  teilweise durch die Nachschrift a), die ihm offensichtlich zur Verfügung  gestanden haben muß;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|c)&lt;br /&gt;
|eine stark gekürzte Nachschrift unbekannter  Herkunft, textlich weitgehend übereinstimmend mit der Nachschrift a);&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|d)&lt;br /&gt;
|eine stark gekürzte und Lücken markierende  Nachschrift von Berta Reebstein;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|e)&lt;br /&gt;
|Notizen von Marie Steiner-von Sivers;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|f)&lt;br /&gt;
|Notizen unbekannter Herkunft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dem Druck wurde die Nachschrift a) zugrunde  gelegt unter Hinzuziehung der mit dem Stenogramm neu verglichenen Nachschrift  b) und der anderen Vorlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Textstellen, die in allen  Nachschriften nur mangelhaft festgehalten sind, werden im folgenden  nachgewiesen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zu den Zeichen im Text:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Das Hexagramm als Symbol des Heiligen Gral&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Ausführungen hierzu (Seite 278) scheinen  unklar festgehalten worden zu sein. Es fällt auf, daß nur von dem Dreieck  gesprochen wird und nicht vom .Hexagramm. Aber im Stenogramm  Seiler ist nach dem Satz: «In der Form des Dreiecks drückte der mittelalterliche  Okkultist das Symbol des Grals aus, das Symbol für die Erweckung der  Meisterschaft im Lebendigen», das Hexagramm gezeichnet und kann nur während  des Stenographierens selbst gezeichnet worden sein. So wie die beiden  Dreiecke und das Hexagramm hier im Buchdruck wiedergegeben sind, sind sie der  Nachschrift d) (Reebstein) entnommen, da diese die meisten Zeichnungen  aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 In den Notizen f) ist das Zeichen mit  dem dazugehörigen Text so festgehalten:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|menschl. Kraft&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|«Dies Dreieck ist das Symbol des Heiligen    Gral und auch das Symbol der Erweckung der Meisterschaft im Lebendigen. Das    ist die Christuskraft, die beschrieben ist als Vril im Zanoni. Sie ist    jetzt im elementaren Keimzustand und sie wird das sein, was die königliche    Kunst in Zukunft als eigentlichen Inhalt für die Hochgrade enthalten wird.    Der Mensch muß sie sich ganz allein, ohne viel zu fragen, erringen.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|göttl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Kraft&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 347&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Notizen f) enthalten auch noch eine  Variante, die sich in den anderen Nachschriften nicht findet: «Alles, was  hervortritt in Kunst, Wissenschaft und Religion, soweit es nicht ein Geschenk  der Götter ist und deshalb im Symbol des Kreuzes ausgedrückt wird, ist der  Freimaurerei entsprungen. Somit also das Zeichen der Freimaurerei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Kain und&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Abel.»&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die anderen Nachschriften haben diese Zeichen  überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu der Deutung des Hexagramms als Symbol  vergleiche man Rudolf Steiners Vortrag vom 12. Januar 1924 in  «Mysterienstätten des Mittelalters», Bibl.-Nr. 233a, GA 1979. Eine  persönliche Äußerung Rudolf Steiners vermittelte Alexander Strakosch (in  «Mitteilungen aus der anthroposophischen Arbeit in Deutschland», 12. Jg.,  Heft 4, laufende Nr. 46, Weihnachten 1958): In dem 1911 für die anthroposophische  Arbeit errichteten Haus in Stuttgart, Landhausstraße 70, war im oberen Teil  der Saalfenster das Hexagramm angebracht. Strakosch, der dort das Pentagramm  erwartet hatte, frug Rudolf Steiner danach und erhielt die Antwort, «das  Hexagramm sei eigentlich das Zeichen für den Christus und die  Venusentwickelung».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Das Tau-Zeichen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Die Erklärungen dazu (Seite 284f.) sind  fragmentarisch und in allen Nachschriften verschieden festgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachschrift a)  lautet der Text: «Dieses Tau-Zeichen spielt in der Freimaurerei eine große  Rolle. Es ist im Grunde genommen nichts andres als das Kreuz, an dem der  obere Balken weggenommen ist. Im übertragenen Sinne ist also das Mineralreich  weggelassen. Um aber überhaupt das Kreuz zu bekommen, lassen Sie das  Pflanzenreich in Aktion treten, wodurch Sie das nach oben gerichtete Kreuz  erhalten .»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Text und Zeichen scheinen fraglich. Marie  Steiner, die einmal die Nachschrift a) vorkorrigierte, hat dieses Zeichen  weggelassen und es so ersetzt: «Um aber überhaupt das Kreuz zu bekommen, läßt  man das Pflanzenreich in Aktion treten, wodurch das nach oben gerichtete  Kreuz erhalten wird ().»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachschrift b)  lautet der Text: «Dieses Tau-Zeichen spielt in der Freimaurerei eine große  Rolle. Das ist nichts anderes als das Kreuz. Nur ist der eine der Balken  weggelassen. Das Mineralreich ist weggelassen, um überhaupt das Kreuz zu  bekommen. Lassen Sie das Pflanzenreich in Aktion treten, so bekommen Sie das  nach oben gerichtete Kreuz .» Im  Stenogramm ist nach «um überhaupt das Kreuz zu bekommen» eine Lücke. Dafür  ist nach «das nach oben gerichtete Kreuz» das Zeichen eingesetzt ,  aber in die Reinschrift nicht übernommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nachschrift d)  heißt es nur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
«Das Tau spielt eine große Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Es ist nichts anderes als das Kreuz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Wenn Pflanze Produktionskraft »&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 348&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Auffallend ist, daß zwar das Tau gezeichnet  ist, aber nicht das umgekehrte, obwohl diese Nachschrift sonst alle Zeichen  wiedergibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Notizen f) heißt  es: «Das Tau ist das Kreuz, an dem der obere Balken weggenommen ist. Das  Mineralreich ist weggelassen, der Mensch beherrscht es bereits. Dann lasse  man das Pflanzenreich in Aktion treten, dann erhält man das BILD. Das was aus  der Erde heraus, aus der Seele heraus als Macht über die Erde sich entfaltet,  ist das Symbol der zukünftigen Freimaurerei.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die anderen Nachschriften haben diese  Ausführung nicht festgehalten.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|258&lt;br /&gt;
|Es sind jetzt vielleicht  siebzehn oder achtzehn Jahre her: Rudolf Steiner  bezieht sich hier auf seinen Verkehr im Kreise der Dichterin Marie Eugenie  delle Grazie in Wien in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Siehe  hierzu «Mein Lebensgang», Bibl.-Nr. 28, GA 1962.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|260&lt;br /&gt;
|Das wurde als eine ganz  ernsthafte Sache diskutiert: Die Veranlassung  dazu lag in der damaligen Auseinandersetzung zwischen Kirche und Freimaurerei  durch das aufsehenerregende Werk von Leo Taxil über Teufelszeremonien der  Freimaurer («Die Drei-Punkte-Brüder»), das zur Zeit der Diskussion bereits in  etwa 100000 Exemplaren abgesetzt gewesen sein soll. Siehe den folgenden  Hinweis.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|260&lt;br /&gt;
|Die Sache ist nun so Leo  Taxil: Rudolf Steiner bezieht sich hier auf den  berühmt gewordenen Taxil-Vaughan-Schwindel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leo Taxil (Pseudonym für Gabriel Jogand  Pagès), 18541907, von Jesuiten erzogen und seit den siebziger Jahren bekannt  als antiklerikaler Schriftsteller und Gründer von zahlreichen  Freidenkervereinen, trat 1881 der Pariser Loge «Le Temple de lHonneur  Françai» bei, wurde jedoch kurz darauf ausgestoßen, weil er Briefe der :. Br.  Victor Hugo und Louis Blanc gefälscht haben soll. Im April 1885 inszenierte  er seine reumütige Rückkehr zur Kirche. In Befolgung der Enzyklika Leo XIII.  vom 20. April 1884 «Humanum genus», in der zur Entlarvung der Freimaurer als  Teufelsverbündete aufgefordert wurde, begann er mit seinem Hauptwerk «Les  Frères Trois-Points» (Paris 1885, deutsch von H. Gruber S. J. «Die  Drei-Punkte-Brüder», Paderborn 1886-1887) und in weiteren Schriften seine  Entlarvungskampagne mit seinem erdichteten freimaurerischen System  «Palladismus» und wurde 1887 von Leo XIII. sogar in Privataudienz empfangen.  Sein und seiner beiden weiteren Mitspieler, dem Deutschen Karl Hacks  (Pseudonym: Dr. Bataille; Schwager des Verlegers der ultramontanen «Kölnischen  Volkszeitung») und dem Italiener Domenico Margiotta beispielloser Erfolg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 349&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|in den Kreisen der katholischen Kirche  erreichte den Höhepunkt, als Taxil die Zeugin Miss Diana Vaughan erfand  («Miss Diana Vaughan. Mémoires dune Expalladiste. Publication mensuelle.»  Lieferungswerk 18951897). Unter Mitwirkung höchster kirchlicher Würdenträger  gründete Taxil 1895 eine Antifreimaurerunion, die für September 1896 einen  ersten internationalen Antifreimaurerkongreß nach Trient einberief. An dem  Kongreß nahmen 36 Bischöfe, 50 bischöfliche Delegierte und über 700 meist  Priesterwürden bekleidende Logengegner teil. Den Vorsitz führten Kardinal  Fürstbischof Haller von Salzburg und der Führer des katholischen Adels in  Deutschland, Fürst Karl zu Löwenstein. Der Kongreß wurde zu einer  öffentlichen Kundgebung für die Enthüllungen Taxils und der Miss Vaughan, nur  wenige Skeptiker verlangten Beweise. Der erste, der die Taxiliade zu  enthüllen begann, war der Freimaurer Gottfried Joseph Findel mit seiner  bereits 1896 erschienenen Schrift «Katholischer Schwindel». Allgemein jedoch  gilt H. Gruber S. J., der selbst lange an Taxil geglaubt hatte, mit seinem  dreiteiligen Werk «Leo Taxils Palladismus-Roman» als der erste. Das Werk  erschien jedoch erst 1897. Nunmehr gestand Taxil in einer großen Versammlung  in Paris am 19. April 1897, daß alles ein von ihm inszenierter Schwindel war,  der Teufel Bixtru und die Teufelsbraut Miss Vaughan niemals existiert haben.  Nach dem «Allgemeinen Handbuch der Freimaurerei», Band II (MZ) der 3. Auflage  (1901), S. 449 (Stichwort Taxil), erfolgte Taxils Selbstenthüllung früher als  beabsichtigt war, «weil er nach eigenem Geständnis die Mystifikation nach dem  Erscheinen von Findels Schrift nicht gut weiterführen konnte». Lit.: Graf von  Hoensbroech, Das Papsttum in seiner sozial-kulturellen Wirksamkeit, 2 Bde.,  Leipzig 1900, Band 1, Seite 338ff. Karl Heise, Entente-Freimaurerei und  Weltkrieg, 2./3. Auflage Basel 1920, Seite 24/25. Friedrich Hasselbacher,  Entlarvte Freimaurerei, Band 1V, Berlin 1939.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|was Lessing, der selbst  Freimaurer war, gesagt hat: Nach Mönckeberg, «G.  E. Lessing als Freimaurer», Hamburg 1880, soll Lessing nach der Aufnahme in  die Loge am 15. Oktober 1771 in Hamburg auf die Frage des Meisters vom Stuhl  v. Rosenberg: «Nun! Sie sehen doch, daß ich die Wahrheit gesagt? Sie haben  doch nichts wider die Religion oder den Staat gefunden!», geantwortet haben:  «Ha, ich wollte, ich hätte dergleichen gefunden. Das sollte mir lieber sein.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Es gibt eine Schrift 1875  erschienen , worin der Verfasser behauptet, der erste Freimaurer sei Adam  gewesen: Es ließ sich nicht feststellen, auf  welche Schrift Rudolf Steiner sich hier bezog. Jedoch nach Heckethorn a.a.O.  findet sich diese Angabe bereits in dem 1751 erschienenen «Konstitutionenbuch  für irländische Logen».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 350&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|263&lt;br /&gt;
|sogenannten schottischen  oder angenommenen Ritus, in welchem in gewisser Beziehung konserviert werde  das, was man den ägyptischen Ritus, den Misraim- oder Memphis-Ritus nennt: So lautet der Satz nach Stenogramm Seiler. In der Handschrift a)  steht: «sogenannten schottischen? oder jenem Ritus, welcher in gewisser  Beziehung dem gleicht, den man den ägyptischen, den Misraim- oder  Memphis-Ritus nennt.» Nachschrift Reebstein hat nur: «Schottischen oder  angenommenen Ritus Memphis-Ritus.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|264&lt;br /&gt;
|Goethes Märchen: Siehe Hinweis zu Seite 167.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|265&lt;br /&gt;
|Das Künstlerauge schaute auf  zu dem, was sich (in den Mysterien) abspielte: In  der Nachschrift a) steht anstelle von «in den Mysterien» «in der geistigen  Welt»; im Stenogramm Seiler fehlen diese Worte. Für seine Übertragung hat er  sie offensichtlich aus der Nachschrift a) übernommen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|265&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: «Während man es in Indien: Der Satz ist in allen Nachschriften  unvollständig. Er ist im Druck so wiedergegeben, wie ihn Marie Steiner in der  Nachschrift a) korrigiert hat.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|265&lt;br /&gt;
|Wer verstehen will, was  Aristoteles mit der Reinigung, der Katharsis meinte wie Lessing nachforschte  : Vgl. auch den Aufsatz «Aristoteles über das  Mysteriendrama» in «Luzifer-Gnosis», Bibl.-Nr. 34, GA 1960; «Gesammelte  Aufsätze zur Dramaturgie 18891900», Bibl.-Nr. 29, GA 1960; «Sprachgestaltung  und dramatische Kunst. Dramatischer Kurs», Bibl.-Nr. 282, GA 1969.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|268&lt;br /&gt;
|in der symbolisch tief  bedeutsamen Sage vom Heiligen Gral: Rudolf  Steiner sprach in der Zeit dieser Ausführungen öfter über das Geheimnis des  Gral, z. B. Berlin, 19. Mai 1905 (in «Was in der Anthroposophischen  Gesellschaft vorgeht Nachrichten für deren Mitglieder», 1936, Nr.4750);  Landin, 29. Juli 1906, und Kassel, 16. Januar 1907, beide in «Das christliche  Mysterium», Bibl.-Nr. 97, GA 1967.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|268&lt;br /&gt;
|meinen neulichen Vortrag: Doppelvortrag vom 23. Oktober 1905 (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|268&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: «Andererseits wissen Sie auch, daß diese Symbole zusammenhängen»:  Der Satz ist nicht wortwörtlich. Die verschiedenen Nachschriften weichen  voneinander ab. Wortlaut der Nachschrift a): «Andrerseits wissen Sie auch,  daß diese Symbole zusammenhängen und das betone ich noch ganz besonders mit  den zwei durch die ganze Welt gehenden und auch bis in die höchsten Gebiete  hinaufragenden Kräften des Männlichen und Weiblichen.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seiler-Reinschrift hat denselben Wortlaut,  jedoch das Stenogramm weist eine Lücke auf.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 351&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|In der Nachschrift d) (Reebstein) heißt es:  «Die Symbole hängen zusammen mit den durch die ganze Welt gehenden Fragen,  welche Bedeutung Grundkräfte des Männlichen und Weiblichen.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Notizen von Marie Steiner-von Sivers  heißt es: «Die zwei Geschlechter sind nur ein Ausdruck für die zwei großen  Strömungen, die uns als das Gesetz der Polarität entgegentreten.» Der  gedruckte Wortlaut ist vom Herausgeber sinngemäß redigiert.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|272&lt;br /&gt;
|Plato Die Weltenseele ist an das Kreuz des  Weltenleibes geschlagen: Vgl. hierzu Hinweis zu Seite 149.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|274&lt;br /&gt;
|wodurch wieder eine Beseelung (Besiegung) des  in der Natur befindlichen Unlebendigen stattfindet: Nachschrift a) und b) haben «Beseelung»,  dagegen Nachschrift d) «Besiegung».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: «Und auch der Staatsmann formt die Natur [?] »: Das fragliche Wort  «Natur» enthalten sowohl die Nachschriften a) und b). In den anderen  Nachschriften fehlt dieser Passus.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: «Und das Mittelalter mit seinem Chaos»: Der Satz ist in den  Nachschriften a) und b) unvollständig und wurde auf Grund der Vorlagen d) und  e) ergänzt.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|275&lt;br /&gt;
|das läßt sich sogar  literarisch nachweisen: Rudolf Steiner hat hier  offensichtlich (gemäß seinen Ausführungen im Vortrag Berlin, 19. Mai 1905,  vgl. unter Hinweis zu Seite 268) die Sage «Der arme Heinrich» von Hartmann  von Aue (um 1165 bis um 1215) im Auge, der dem Zeitalter von Wolfram von  Eschenbach angehört. Rudolf Steiner weist auch später noch des öfteren auf  diese Dichtung hin, z. B. in «Alte und neue Einweihungsmethoden» (Vortrag  Dornach, 26. Februar 1922), Bibl.-Nr. 210, GA 1967.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|276&lt;br /&gt;
|Kain dagegen hat das  geopfert, was er durch eigene Arbeit der Erde als Früchte seines Fleißes  abgerungen hat: Dieser Satz steht nur in der  Nachschrift a). Die Nachschrift d) (Reebstein) enthält noch den Satz, den  alle anderen Nachschriften nicht haben: «Abel ist derjenige, der in Zukunft  das Heilige durch die Seele zu schaffen vermag.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|278&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: «Diese Gesamtkraft (Gemeinsamkeitskraft), die dem Menschen Macht  gibt über dasjenige, was durch das Kreuz symbolisiert wird»: Die Nachschrift  a) hat «Gemeinsamkeitskraft», in der Reinschrift Seiler steht «Gesamtkraft»,  im Stenogramm kann jedoch auch Gemeinsamkeitskraft gelesen werden. In der  Nachschrift d) (Reebstein) heißt der ganze Passus: «Objektive Liebe war  vorhanden bei den Göttern, die den Kosmos schufen. Etwas Übermenschliches  regt sich, was heute Verstand ist, wird später Liebe sein. Manas, Buddhi,  Atma ist eine Gesamtkraft, die Macht gibt über das Kreuz!»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 352&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|279&lt;br /&gt;
|Zu dem Satz: «Und was nützt es, wenn eine Körperschaft die Kraft des Kreuzes  enthält? Will ich die Kraft des Kreuzes»: Die Nachschrift a) hat anstelle von  «Kreuzes» das Wort «Christus», dagegen Reinschrift und Stenogramm Seiler  sowie die Nachschrift d) (Reebstein) haben «Kreuzes».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|279&lt;br /&gt;
|Wolfram von Eschenbachs  «Parzival»: Entstanden ca. 1200 bis 1210,  Erstdruck 1477. Dann lange verschollen und wieder bekannt um 1750. Kritische  Ausgabe von Lachmann (1833) und zahlreiche weitere Ausgaben.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|281&lt;br /&gt;
|Bulwer in seinem Zukunftsroman  «Vril»: Edward George Earl Bulwer-Lytton  (18031873), «The Coming Race» (1870), deutsch «Vril oder eine Menschheit der  Zukunft», übersetzt auf Veranlassung Rudolf Steiners von Guenther Wachsmuth,  Stuttgart 1922, Neuaufl. Dornach 1958. In einer Fragenbeantwortung nach dem  Vortrag Leipzig, 13. Oktober 1906 (in «Das christliche Mysterium», Bibl.-Nr.  97, GA 1967) heißt es auf die Frage nach der Bedeutung des Romans «Vril» von  Edward Bulwer: «Alles, was es früher in der Welt gab, kommt wieder. Der  Vril-Kraft liegt etwas Besonderes zugrunde. Jetzt kann der Mensch eigentlich  nur die Kräfte der mineralischen Natur benutzen. Schwerkraft ist mineralisch,  Elektrizität ebenfalls mineralisch. Den Bau von Eisenbahnen verdanken wir der  Steinkohle. Was aber der Mensch nicht versteht zu benützen, das ist die  pflanzliche Kraft. Die Kraft, die in einem Getreidefeld die Halme  herauswachsen läßt, ist noch eine latente Kraft, und diese wird der Mensch  ebenso in seinen Dienst zwingen wie die Kraft der Steinkohle. Das ist Vril. Es  ist dieselbe Kraft, die die Fakire noch benützen. Sie leben im Atavismus  Ahnenzustandsmerkmal.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|285&lt;br /&gt;
|Wer meinen vorigen Vortrag  über die Maurerei gehört hat: Gemeint ist der  Doppelvortrag vom 23. Oktober 1905 (in diesem Band).&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|285&lt;br /&gt;
|An die Bemerkung, mit der  ich das letzte Mal schloß: Im Vortrag vom 28.  Dezember 1905 (bisher ungedruckt) heißt es: «Lassen Sie mich die  Betrachtungen des alten Jahres abschließen mit dem Hinweis, den ich schon  einmal gemacht habe [in den Vorträgen vom Dezember 1904 in diesem Band]. Viel  Zerstörungswerk wird um uns herum geleistet, vieles, was den aufmerksamen  Betrachter, auch wenn er nicht Hellseher ist, darauf hinweisen könnte, daß  wir am Anfange eines großen Zerstörungswerkes sind in bezug auf das äußere  Materielle, das sich im verflossenen Jahrhundert entwickelt hat, denn nur bis  zu einem gewissen Punkte geht die materielle Entwickelung.»&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|GA 93 Die Tempellegende und die Goldene  Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Seite 353&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|286&lt;br /&gt;
|Keely einen Motor  konstruiert hat: Der Amerikaner John Worrell  Keely (geb. 1837) machte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als  Erfinder des Selbstmotors, des sogenannten Keely-Motors, von sich reden. Eine  Abhandlung über seine Experimente findet sich in P. Blavatskys «Geheimlehre»,  1. Band (IX. «Die kommende Kraft»), aus dem Englischen der 3. Auflage Leipzig  o. J., S. 604ff In Rudolf Steiners Vortragswerk finden sich verschiedentlich  Äußerungen dazu, z.B. im Vortrag Berlin, vom 20. Juni 1916 (in «Weltwesen und  Ichheit», Bibl.-Nr.169, GA 1963). In diesem während des Ersten Weltkrieges  gehaltenen Vortrag äußerte Rudolf Steiner u.a.: «Es war noch ein Ideal. Gott  sei Dank, daß es damals ein Ideal war, denn was wäre dieser Krieg geworden,  wenn wirklich dieses Keelysche Ideal sich dazumal verwirklicht hätte!» Vgl.  auch Vortrag Dornach 1. Dezember 1918, in «Die soziale Grundforderung unserer  Zeit. In geänderter Zeitlage», Bibl.-Nr.186, GA 1963.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|286&lt;br /&gt;
|Diese Kraft ist symbolisiert  durch das Tau-Zeichen und wurde schon poetisch angedeutet durch das Bild des  Heiligen Grals: Die Nachschriften a) und b) haben  beide «durch das Tau des Heiligen Grals», die andern Nachschriften haben  diese Passage nicht. «Bild des Heiligen Grals» ist die Korrektur von Marie  Steiner; vielleicht aber handelt es sich um einen Schreibfehler, und es müßte  vielleicht heißen «durch die Taube des Heiligen Grals».&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|286&lt;br /&gt;
|Goethe im zweiten Teil des  «Faust» in der Episode des Homunkulus Darin liegen noch viele Mysterien, die  erst gehoben werden müssen: Vgl. hierzu die  späteren Vorträge «Geisteswissenschaftliche Erläuterungen zu Goethes Faust»,  2 Bände, Bibl.-Nr. 272 und 273, GA 1967.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|290&lt;br /&gt;
|eine Arbeit, die uns obliegt  auf einem Gebiete, das mit der theosophischen Bewegung parallel läuft: Rudolf Steiner bezieht sich hier auf die bald darauf eingerichtete  symbolisch-kultische Abteilung seiner Esoterischen Schule. Vgl. hierzu «Mein  Lebensgang», Bibl.-Nr. 28, GA 1962, sowie den in Vorbereitung befindlichen  Dokumentationsband zur Geschichte der, Esoterischen Schule Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= IV  ANHANG, Sonderhinweis zu Atom im Zusammenhang mit der Freimaurerei =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 354 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonderhinweis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu den in diesen Vorträgen gemachten Äußerngen über das Atom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
im Zusammenhang mit dr Freimaurerei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gesamtwerk Rudolf Steiners finden sich die verschiedensten Äußerungen über Atomismus, das Atom und zukünftige neue Naturkräfte. Sollen nicht schwerwiegende Mißverständnisse entstehen, müssen diese verschiedenen Äußerungen differenziert beurteilt werden. Vor allem muß unterschieden werden seine Kritik der Atomtheorie als Weltanschauung von seinen Äußerungen über die Natur des Atoms vom Standpunkt des Okkultismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik der Atomtheorie als Weltanschauung, bereits einsetzend in zwei seiner frühesten Abhandlungen «Einzig mögliche Kritik der atomistischen Begriffe» (1882) und «Die Atomistik und ihre Widerlegung» (1890)*), zielt darauf, daß es nicht angeht, im Atom «das Grundprinzip allen Daseins» sehen zu wollen. So wie beim Telegramm Draht und Elektrizität nur Vermittler der Sache selbst sind, so könnten auch Atome nur als Vermittler oder Träger von Geistwirkungen verstanden werden. Diese Grundhaltung zieht sich durch sein ganzes Werk. Auch noch in einer seiner letzten Schriften, in seiner Selbstbiographie «Mein Lebensgang» (32. Kapitel), heißt es: «Atome oder atomistische Strukturen können nur Ergebnisse von Geistwirkungen, von organischen Wirkungen sein.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um etwas völlig anderes handelt es sich bei den Äußerungen über das Atom in den vorliegenden Vorträgen. Hier wurde für einen sehr kleinen Kreis vom Standpunkt des Okkultismus über das Atom als den Urbaustoff der Natur im Zusammenhang mit der Freimaurerei gesprochen. Denn so, wie durch die freimaurerische Kultsymbolik ursprünglich der Naturdienst geheiligt werden sollte, so wollte Rudolf Steiner durch die von ihm mit diesen Vorträgen vorbereitete kultsymbolische Abteilung seiner Esoterischen Schule Verständnis dafür erwecken, daß «der Laboratoriumstisch künftig zum Altar» werden und dem ganzen Sozialleben der Selbstlosigkeitsimpuls eingepflanzt werden muß, soll unsere vom Nützlichkeitsprinzip beherrschte Kultur nicht im Egoismus untergehen. Daher veröffentlichte er damals gleichzeitig das aus dem Okkultismus heraus aufgewiesene «soziale Hauptgesetz» der Zukunft, das lautet: «Das Heil einer Gesamtheit von zusammenarbeitenden Menschen ist um so größer, je weniger der Einzelne die Erträgnisse seiner Leistungen für sich beansprucht, das heißt je mehr er von diesen Erträgnissen an seine Mitarbeiter abgibt und je mehr seine Bedürfnisse nicht aus seinen Leistungen, sondern aus den Leistungen der andern befriedigt werden.»**)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Abgedruckt in «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Nr. 63, Michaeli 1978.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;**&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) In dem Aufsatz «Theosophie und soziale Frage» (Oktober 1905) in «Luzifer-Gnosis», Bibl.-Nr. 34, auch als Sonderdruck unter dem Titel «Geisteswissenschaft und soziale Frage».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 355 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nicht aus dem Okkultismus, sondern aus der äußeren Wissenschaft kommende Veranlassung, um über das Atom vom okkulten Standpunkt zu sprechen, resultierte aus der Voraussicht dessen, was durch die neuesten physikalischen Erkenntnisse von der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert auf die Menschheit zukommen würde. Die Einsicht, daß die moderne Naturerkenntnis und Technik Entwicklungsstadien zueilt, welche nur dann zum Heile der Menschheit ausschlagen können, wenn die Seelen der Menschen im Sinne der geisteswissenschaftlichen Lebensauffassung vertieft sein werden, hatte Rudolf Steiner grundsätzlich dazu bestimmt, für die öffentliche Verbreitung des Geheimwissens einzutreten. Daß die Physik damals anfing, den Zusammenhang von Atom, Elektrizität und Äther zu erforschen, erkannte Rudolf Steiner als einen ungeheuer wichtigen Wendepunkt in der Entwicklung des menschlichen Denkens, weil er als Okkultist wußte, daß «ein neuer Ausgangspunkt aus dem Atom heraus in die mineralisch-physische Welt hinein» kommen werde. (16. Dezember 1904, in diesem Band.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Grunde maß er einer in diese Richtung weisenden Rede des damaligen englischen Premierministers Balfour eine außerordentliche Bedeutung bei. Diese Rede, gehalten am 14. August 1904 in der British Association, erschien noch im gleichen Jahr auf deutsch unter dem Titel «Unsere Weltanschauung», Leipzig 1904. Zu der Zeit, als Rudolf Steiner in den Vorträgen vom Dezember 1904 auf diese Rede hinwies, hatte er sie schon in der Novembernummer seiner Zeitschrift «Luzifer-Gnosis» besprochen. (Siehe Bibl.-Nr. 34.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Voraussage, in den drei Vorträgen vom 9., 16. und 23. Dezember 1904, daß der Mensch bis in das Atom hinein denken lernen und imstande sein werde, dessen Kraft anzuwenden, ist aber nicht nur die Warnung verbunden vor den schweren Gefahren, die drohen, wenn diese Kraft nicht selbstlos in den Dienst des Ganzen gestellt werde, sondern auch noch der Hinweis darauf, als dem «Wichtigsten für die Zukunft», daß mit den Atomen als «den kleinsten Bausteinen» in zukünftigen Zeiten wird gebaut werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese zweite, nicht weiter ausgeführte Andeutung, wird etwas konturierter durch die Notizen vom 21. Oktober 1905 und die angefügte Ergänzung aus dem Vortrag vom 21. Oktober 1907, wonach der Okkultist imstande ist, das Atom «wachsen» zu lassen.* Gleichzeitig ist auch von der Fähigkeit des Verkleinerns die Rede. Den damaligen Zuhörern waren dies nicht völlig unbekannte Gedanken. Denn in der Literatur der Theosophical&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Viele Jahre später, im Vortrag Berlin 22. Juni 1915 in «Menschenschicksale, Völkerschicksale», Bibl.-Nr. 157, GA 1960, kam Rudolf Steiner wieder im Zusammenhang mit der Jupiterentwicklung auf die Atome zu sprechen und erwähnt dabei die nun hier veröffentlichten Vorträge. Wörtlich heißt es dort: «Ich habe über das Atom, als zubereitet aus dem ganzen Kosmos heraus, früher einmal gesprochen. In jenen älteren Vorträgen können Sie das wiederfinden, die ganz im Anfange unseres Berliner Wirkens gehalten wurden.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 356 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Society, insbesondere von C. W. Leadbeater und Annie Besant, war viel von der Kraft des Vergrößerns und Verkleinerns als einem besonders auszubildenden Vermögen des ätherischen Hellsehens die Rede; zumeist im Zusammenhang mit der Schilderung hellseherischer Untersuchungen von Atomen. Gerade im Jahre 1905 hatte Annie Besant darüber verschiedentlich gesprochen und geschrieben. Auch war eine von beiden gemeinsam veröffentlichte Studie aus dem Jahre 1895 über «Occult Chemistry» zu dieser Zeit neu erschienen.*) Rudolf Steiner lehnte diese Darstellungsart als materialistischen Spiritualismus genau so ab, wie die naturwissenschaftliche Atomistik als Grundlage einer Weltanschauung, denn auch in dieser theosophischen Literatur wurden die Atome als Grundprinzip des Daseins betrachtet, statt sie als Ergebnisse und Vermittler von konkreten Geistwirkungen zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus demselben Grunde sprach er auch nicht über eine nur äußerliche Technik der ätherischen Vergrößerung und Verkleinerung, sondern davon, daß von unserem 20. Jahrhundert ab langsam und allmählich ein ätherisches Hellsehen als eine neue natürliche Fähigkeit der Menschen auftreten werde und dadurch der im Ätherischen wiedererscheinende Christus wird wahrgenommen werden können.**) Dann werde es auch Chemiker und Physiker geben, die nicht mehr lehren werden, daß es nur stoffliche Atome gibt, sondern daß die Materie aufgebaut ist in dem Sinne, wie «der Christus sie nach und nach angeordnet hat».***)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daß es sich bei der Andeutung in zukünftigen Zeiten werde mit den Atomen gebaut werden können um die Bemeisterung der ätherischen, der lebendigen Kräfte handelt, wird deutlich aus dem Vortrag vom 2. Januar 1906 (in diesem Band). In einem etwas später gehaltenen Vortrag (München, 4. Dezember 1907, enthalten in GA 98) findet sich dies noch einmal ganz klar ausgesprochen, wenn es heißt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
« Wenn der Mensch einmal soweit an sich gearbeitet haben wird, daß er auf der ersten Stufe des Hellsehens ist, dann wird ihm das Leben der Pflanzen, werden ihm die Gesetze des Lebens geradeso klar sein, wie es uns jetzt die Gesetze der mineralischen Welt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Setzen Sie eine Maschine zusammen, bauen Sie ein Haus, so sind diese nach den Gesetzen der mineralischen Welt gebaut. Eine Maschine ist nach den Gesetzen der mineralischen Welt gebaut, eine Pflanze aber können wir nicht so bauen. Wenn Sie eine Pflanze haben wollen, müssen Sie diese Arbeit den Wesenheiten überlassen, die der Natur zugrunde liegen. Später wird man Pflanzen im Laboratorium herstellen können, aber erst dann, wenn das für den Menschen ein Sakrament, eine heilige Handlung sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Später erweitert und mit dem Titelzusatz «Atomlehre» auch auf deutsch erschienen. Ein Exemplar befindet sich in der Bibliothek Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;**&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Siehe «Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt», Bibl.-Nr. 118, GA 1977.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;***&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Siehe «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit» (Kap. III), Bibl.-Nr. 15, GA 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 357 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
wird. Alle Herstellung des Lebendigen wird dem Menschen erst dann erlaubt sein, wenn. er so ernst und geläutert sein wird, daß ihm der Laboratoriumstisch zum Altar wird. Vorher wird nicht das Geringste davon verraten werden, wie die lebendigen Wesen zusammengefügt sind. Mit anderen Worten: Das Ich als erkennendes lebt im Mineralreich und wird aufsteigen zum Pflanzenreich und wird dieses dann ebenso begreifen lernen wie heute das Mineralreich. Später wird es auch die Gesetzmäßigkeit des.. Tierreiches und dann die des Menschenreiches begreifen lernen. Alle Menschen werden lernen, das Innere der Pflanze, des Tieres und des Menschen zu begreifen; das sind Zukunftsperspektiven. Was man wirklich begreift, das kann man auch darstellen, zum Beispiel eine Uhr. Der heutige Mensch wird niemals etwas aus der lebendigen Natur darstellen können ohne Hilfe der Wesenheiten, die hinter der Natur stehen, solange es nicht eine sakramentale Handlung für ihn sein wird.»*)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) In «Über das Zusammenwirken unserer sichtbaren Welt mit geistigen Wesenheiten», Freiburg i.Br. 1952. Innerhalb der Gesamtausgabe vorgesehen für Bibl-Nr. 98.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= IV  ANHANG, Ergänzungen =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 358&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ErgÄnzungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Werk von Charles William Heckethorn «Geheime Gesellschaften, Geheimbünde und Geheimlehren» (deutsche Ausgabe Leipzig 1900) werden nachfolgend die Darstellungen über die Druiden und die Skandinavischen Mysterien (siehe Vortrag vom 20. September 1904), sowie die Schilderung der Tempellegende wiedergegeben. Das Buch, welches sich in der Bibliothek Rudolf Steiners befindet, trägt Anstreichungen von seiner Hand und wurde offensichtlich von ihm im Zusammenhang mit den in diesem Band enthaltenen Vorträgen benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIE DRUIDEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etymologisches Tempel Einweihungsorte Riten Lehren Politische und richterliche Macht - Priesterinnen Verfall und Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geheimlehren der Druiden ähnelten vielfach denen der morgenländischen Priester des Altertums und zerfielen in exoterische und esoterische. Sowohl in Gallien als auch in Britannien geübt, erlangten die druidischen Riten ihre größte Ausbildung in dem letzteren Lande, wo die Insel Anglesey als ihr Hauptsitz galt. Gewöhnlich wird das Wort «Druiden» vom griechischen  (= Eiche) abgeleitet, einem Baum, der als besonders heilig verehrt wurde; doch läßt es sich auch vom gälischen «druidh» ableiten, das einen «weisen Mann» oder «Zauberer» bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tempel, in denen die Druiden ihr heiliges Feuer aufbewahrten, standen zumeist auf Anhöhen und in dichten Eichenhainen. Ihre Bauart war entweder kreuzförmig, weil das Kreuz als das Sinnbild der Wiedergeburt betrachtet wurde, oder kreisrund, weil der Kreis das Weltall bedeutete, oder flügelförmig, um die Bewegung des göttlichen Geistes anzudeuten, oder schlangenartig, weil die Schlange das Symbol des druidischen Osiris Hu bildete, oder eirund, um an das Welt-Ei zu erinnern, aus dem nach der Überlieferung vieler Völker das Weltall, nach anderen Überlieferungen das erste Menschenpaar hervorging. Der Bau wurde aus unbehauenen Steinen aufgeführt, deren Zahl sich nach gewissen astronomischen Berechnungen richtete. Der Mittelstein war größer als alle übrigen und genoß als Vertreter der Gottheit hohe Ehren. Besonders hervorragend waren die Steintempel von Stonehenge, Avebury und Shap in England. Wo kein Steinmaterial zur Verfügung stand, traten an dessen Stelle rohe Erdaufschüttungen; in solchen Fällen bestand der Tempel aus einem von Gräben umgebenen hohen Wall. An die Herstellung dieser Tempelhügel wandte man eine Riesenarbeit; so z. B. würde heutzutage nach Stukeleys Berechnung das Aufwerfen eines Hügels wie der Silbury-Hill etwa zwanzigtausend Pfund Sterling kosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Allerheiligste der Mysterien nannte man einen Kromlech oder Dolmen. Es wurde als Pastos (Ort der Einweihung oder Wiedergeburt) benutzt und bestand aus drei aufrecht stehenden Steinen, auf denen ein flacher Querstein lag, so daß eine Art Zelle entstand. Doch bildeten diese Kromlechs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 359&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder Dolmens nur einen kleinen Teil der ausgedehnten Räume, die zum Einweihungsapparat notwendig waren. Der Gesamtsitz der Mysterien hieß Coer Sidi und umfaßte eine lange Reihe von an den eigentlichen Tempel angebauten Gebäuden mit zahlreichen Gemächern, Zellen, Gewölben, Bädern, kunstvollen Gängen usw., die mit den in allen Mysterien üblichen Vorrichtungen zur Erschreckung und Erprobung der Einweihungskandidaten versehen und in der Regel unterirdisch waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druidismus umfaßte alle zu seiner Zeit in jenen Ländern bekannten religiösen und philosophischen Studien. Die Riten bezogen sich unzweifelhaft auf astronomische Tatsachen. Die Hauptgottheiten lassen sich in zwei zusammenfassen: eine männliche und eine weibliche, den großen Vater und die große Mutter: Hu und Ceridwen, die in jeder Hinsicht Osiris und Isis oder Bacchus und Ceres etc. entsprechen. Die Einweihungsfeierlichkeiten fanden vierteljährlich statt; die genaue Zeit hing vom Lauf der Sonne ab, namentlich vom Eintritt der Wenden und der Gleichen. Das Jahresfest wurde am Vorabend des 1. Mai abgehalten und mit dem Anzünden von Freudenfeuern auf sämtlichen Steinhügeln und Kromlechs des ganzen Landes eingeleitet. Dieselben brannten die Nacht hindurch und um sie herum wurden zu Ehren der Sonne, die damals vermeintlich aus dem Grabe stieg, Tänze mit Chorgesang aufgeführt. Das ausgelassene Fest fand seine Fortsetzung bis zur Mittagszeit des ersten Mai; sobald das Tagesgestirn im Zenith stand, zogen sich Priester und Publikum in die Wälder zurück, um sich den schlimmsten Orgien hinzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die feierliche Einweihung von Kandidaten erfolgte um Mitternacht und umfaßte drei Grade: die Eubaten, die Barden und die Druiden. Der Aufnahmebewerber wurde in einen Sarg gelegt, womit der Tod Hus, das heißt der Sonne, angedeutet werden sollte, während seine Auferstehung im dritten Grade das Wiedererscheinen der Sonne versinnbildlichte. Die Erprobungen seines Mutes ähnelten den bei den anderen Mysterien des Altertums üblich gewesenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fest des 25. Dezember wurde mit dem Anzünden großer Hügelfeuer behufs Verkündigung des Geburtstages des Sonnengottes gefeiert. An diesem Tage so glaubte man begann er, nach der vermuteten Wintersonnwende, zu wachsen und allmählich aufzusteigen. Dieses Fest begingen nicht nur die Druiden, sondern die ganze alte Welt. Die Feuer stellten die Kraft und Glut der Sonne dar, während das benutzte Immergrün die Einwirkung der erneuten Macht des Tagesgestirns auf die Vegetation darstellte. Die Feier der Sommersonnwende fand am 24. Juni statt. Auch die christliche Kirche hat diese heidnischen Festtage übernommen, den einen als Weihnachtstag, den andern als Sankt- Johannistag, nur daß an die Stelle der einstigen astronomischen Bedeutung eine theologische getreten ist. Der Gebrauch von Immergrün in christlichen Kirchen zur Weihnachtszeit bildet eine Fortsetzung der gleichen Sitte der Druiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptlehren der Druiden betrafen ein einziges höchstes Wesen, ein Jenseits mit Belohnungen und Strafen, die Unsterblichkeit der Seele und die Seelenwanderung. Ferner glaubten sie, daß das Wasser das eigentliche Urprinzip sei und vor der Schöpfung in unbefleckter Reinheit vorhanden war. Diese Ansicht stand offenbar im Widerspruch mit einer anderen ihrer Lehren: daß nämlich der Tag aus der Nacht hervorging, weil die letztere (= das Chaos) vor der Erschaffung des ersteren bestand. Sie hegten auch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 360&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Anschauung, daß die Zeit nur ein aufgefangenes Bruchstück der Ewigkeit sei und daß es eine endlose Reihe von Welten gebe. Im großen ganzen glichen ihre Lehren denen der Pythagoräer. Hohe Verehrung zollten sie den Zahlen 3, 7, 19 ( = der Mondzyklus) und 147 der letzteren, weil sie das Ergebnis der Multiplikation der zweiten Potenz von 7 (49) mit 3 ist. Auch auf das Wahrsagen hielten sie große Stücke; sie bedienten sich dabei des Vogelfluges, der Menschenopfer, der weißen Pferde, des Kreiseziehens des Wassers, sowie des Loseziehens. Doch besaßen sie auch beträchtliche wissenschaftliche Kenntnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Macht der Druiden überstieg häufig die der Herrscher. Sie waren die einzigen Ausleger der Religion und hatten die Aufsicht über alle Opferungen; ohne ihre Genehmigung durfte keine Privatperson ein Opfer darbringen. Sie besaßen das Recht, die Exkommunikation zu verhängen die furchtbarste Strafe nächst der Todesstrafe , von deren Folgen nicht einmal die höchsten obrigkeitlichen Personen ausgenommen waren. Ohne Zustimmung der Druiden konnte der große Reichsrat weder Krieg erklären noch Frieden schließen. Sie schlichteten alle Streitigkeiten durch unabänderliche Entscheidungen und durften auch zum Tode verurteilen. Ihre Altäre schwammen in Menschenblut. Zuweilen brachten sie ganze Mengen von Männern, Frauen und Kindern, die in große Türme aus Flechtwerk gesperrt waren, als Brandopfer dar, die zugleich zur Erhöhung des Ansehens dieser ehrsüchtigen und blutdürstigen Priesterschaft dienten. Sie zogen es weil angeblich den Göttern angenehmer vor, Verbrecher zu opfern; mangelte es jedoch an solchen, so «begnügten» sie sich mit Unschuldigen. Solche Opfer wurden insbesondere am Vorabend eines Krieges oder zu Zeiten eines großen nationalen Unglücks oder zur Erlangung der Genesung gefährlich erkrankter hochstehender Persönlichkeiten dargebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weißgekleideten Priesterinnen, die einen Metallgürtel trugen, weissagten die Zukunft aus der Beobachtung der Naturerscheinungen, noch lieber aber aus den Menschenopfern. Zu ihren Aufgaben gehörte die Tötung der Kriegsgefangenen und der von den Druiden zum Tode verurteilten Personen; aus den rauchenden Eingeweiden der Umgebrachten und aus der Art, in der das Blut aus den Wunden floß, zogen sie ihre prophetischen Schlüsse. Viele von ihnen führten ein Leben ewiger Keuschheit, während andere sich der größten Zügellosigkeit hingaben. Sie wohnten auf einsamen, meerumspülten Felsen, und ihre Wohnungen wurden von den Seeleuten für Tempel voll unnennbarer Wunder gehalten. Manche dieser Priesterinnen wahrsagten den Schiffern, die ihnen alle erdenklichen Kräfte zuschrieben; dies gilt namentlich von den neun Priesterinnen, die auf der Insel Sena oder Liambis nach der Sage der Geburtsort Merlins lebten. Die in der Nähe der Loiremündung wohnenden Druidenpriesterinnen pflegten alljährlich ihren Tempel zu zerstören und einen neuen zu bauen; passierte es nun einer, daß sie etwas von dem neuen «heiligen» Baumaterial fallen ließ, so stürzten sich die übrigen unter gellendem Geschrei auf sie, um sie in Stücke zu zerreißen und ihre blutigen Glieder umherzustreuen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je weiter die Römer vordrangen, desto mehr verfiel die Macht der Druiden. Schließlich wurden sie 61 n.Chr. in ihrer Hauptveste auf der Insel Anglesey von Suetonius Paulinus der unter Nero Gouverneur von Britannien war angegriffen, gründlich geschlagen und in großen Mengen auf den Scheiterhaufen verbrannt, welche sie selbst für die Römer vorbereitet&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 361&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hatten, die sie gefangen zu nehmen gedachten. In Gallien erhielten sie sich namentlich auf dem Kap Finisterre und in der Nähe der Insel Sena um etwa zweihundert Jahre länger, bis das Überhandnehmen des Christentums sie endgültig verdrängte. War aber der Druidismus als solcher auch beseitigt, so blieben viele ihrer Religionsgebräuche doch noch lange bestehen; in Britannien z. B. erwies es sich noch unter Kanut (11. Jahrhundert) als notwendig, dem Volk die Anbetung der Sonne, des Mondes und des Feuers zu verbieten. In der Freimaurerei leben noch jetzt manche druidischen Übungen fort; dieselbe ist im Grunde nichts anderes als Gestirnverehrung, und einzelne Fachschriftsteller wollen beweisen, daß die Freimaurerei bald nach dem Edikt Kanuts und infolge desselben gegründet wurde, sowie daß der Grund der überaus strengen Geheimhaltung eben in dem gänzlichen Verbot des Druidismus zu suchen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SKANDINAVISCHE MYSTERIEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drotten Ihre Ausrottung Das Rituale Astronomische Auslegung Das Julefest&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die altskandinavische Priesterschaft hieß die «Drotten» und wurde von Sigge ins Leben gerufen, einem skythischen Prinzen, der nach der Legende später den Namen Odin angenommen haben soll. Diese Körperschaft bestand aus zwölf Personen, die übrigens auch das Richteramt versahen; hierin ist der Ursprung der zuerst in England, später in vielen anderen Ländern aufgekommenen zwölfgliedrigen Geschwornengerichte zu suchen. Ihre Macht war so groß, daß sie die zur Opferung bestimmten Menschen nach Belieben auswählen durften sogar den Herrscher, wenn es ihnen paßte. Hieraus ergab sich das allseitige Bestreben, sich mit diesen allmächtigen Priestern auf guten Fuß zu stellen; und da der Orden auf eine einzige Familie beschränkt blieb, wurde er ungeheuer reich. Seine Willkürwirtschaft überstieg schließlich alle Grenzen und nur darum, weil es derselben ein Ende zu machen versprach, wurde das Christentum in Skandinavien mit großer Begeisterung aufgenommen. Vom Durst nach Rache für die angehäufte Unbill, die sie erlitten, angetrieben, tötete die Bevölkerung die Drotten, riß ihre Paläste und Tempel nieder, zerbrach die Standbilder ihrer Götzen und zerstörte alles Drum und Dran des gotischen Aberglaubens. Nur was der Vernichtung durch Menschenhand widerstand, blieb bestehen: einige Kromlechs, einige großartige Rohstein-Denkmäler, mehrere in Naturfelsen gehauene Höhlenreihen und eine kleine Anzahl natürlicher Grotten, welche Einweihungszwecken gedient hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ganze Rituale hatte eine astronomische Bedeutung. Die Einweihungsstätten waren, wie bei den meisten übrigen Mysterien, natürliche oder auch künstliche Höhlen und der Aufnahmebewerber mußte sich den schrecklichsten Erprobungen unterziehen; diese recht grausam zu gestalten, ließen sich die Priester angelegen sein. Der Kandidat hatte aber im Gegensatz zu den morgenländischen Mysterien nicht sieben, sondern neun (neun ist die Quadratzahl der geheimnisvollen Dreizahl) unterirdische Räume zu durchwandern. Er empfing die Weisung, den Leichnam Baldrs, des skandinavischen Osiris, zu suchen, der von Loki, dem Fürsten der Finsternis, getötet worden war; und er hatte die Aufgabe, den toten Sonnengott mit Aufbietung aller Mittel ins Leben zurückzurufen. Dies gelang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 362&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ihm denn auch gewöhnlich, worauf er im Allerheiligsten auf ein nacktes Schwert einen feierlichen Verschwiegenheitseid leisten und denselben durch das Trinken von Met aus einem Menschenschädel bekräftigen mußte. Schließlich wurde ihm das auch von den Skandinaviern heiliggehaltene Kreuzzeichen aufgedrückt und ein Zauberring das Geschenk Baldrs des Guten übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Gesang der «Edda», offenbar eine Schilderung der mit der Einweihung in die Mysterien verbundenen Zeremonien, heißt es, daß der Kandidat bestrebt sei, die im Besitz der Götter (Asen) befindlichen Kenntnisse zu erlangen. Er entdeckt einen Palast, dessen unermeßlich großes Dach mit goldenen Schilden bedeckt ist. Sodann begegnet er einem Mann, der damit beschäftigt ist, sieben Blumen aufwärts zu schleudern. Der Palast bedeutet die Welt, das Dach den Himmel, die goldenen Schilde sind die Sterne, die sieben Blumen sind die sieben Planeten. Nach seinem Namen gefragt, antwortet der Kandidat: «Gangler», d. h. Wanderer, hier jemand, der rings umher geht, um der Menschheit Lebensbedürfnisse zu spenden. Damit ist die Sonne gemeint, die der Einweihungsbewerber darstellt. Der Palast ist der des Königs; so nannten die alten Mystagogen das Tagesgestirn. Der Wanderer erblickt alsbald drei Sitze; auf dem niedrigsten thront Har, der «erhabene König», auf dem mittleren Jafuhar, «der dem Erhabenen Gleiche», auf dem höchsten Sitze die Dreizahl. Diese drei Sitzenden entsprechen den von den Neulingen der eleusinischen Geheimnisse erblickten Persönlichkeiten: dem Hierophanten, dem Fackelträger (Daduchus) und dem Altarpriester (Epibomit); sie entsprechen auch dem Meister und dem ersten und zweiten Aufseher der Freimaurerei sinnbildlichen Vertretern der Sonne, des Mondes und des großen Weltenbaumeisters (Demiurgos). Aber die skandinavische Dreieinigkeit wird gewöhnlich durch den Obergott Odin, dessen erstgebornen Sohn Thor (den Vermittler zwischen Odin und den Menschen, den Besitzer unbegrenzter Macht über das Weltall, weshalb sein Haupt von zwölf Sternen umgeben dargestellt wurde) und den Hermaphrodit Freya vertreten, welch letztere man mit allerlei Abzeichen der Herrschaft über Liebe und Ehe ausstattete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dem Neophyten erteilten Weisungen enthielten auch die Belehrung, der größte und älteste Gott heiße «alfader» (= Allvater) und habe zwölf Beinamen. Diese erinnern an die zwölf Attribute der Sonne, die zwölf Konstellationen und die zwölf höchsten Gottheiten Ägyptens, Griechenlands und Roms. Zu den Göttern der skandinavischen Mythologie gehörte Baldr der Gute, dessen Geschichte, wie schon erwähnt, den Gegenstand der Einweihungszeremonien bildete. Baldr entspricht dem orientalischen Mithras, dem Geliebten der Sonne. Er sieht die ihm drohende Gefahr vorher, denn er träumt davon. Die anderen Götter der Walhalla des Olymps der alten Skandinavier denen er seine Furcht mitteilt, beruhigen ihn und lassen, damit ihm nichts geschehen könne, alle Dinge der Natur den Eid leisten, daß sie ihm nichts zuleide tun werden; nur die Mistel wird wegen ihrer außerordentlichen Harmlosigkeit nicht zum Schwur herangezogen. Zum Zeitvertreib bewerfen die Götter Baldr mit allerlei gefährlichen Dingen, ohne ihn zu verletzen. Höder der Blinde ( = das Schicksal) beteiligt sich anfänglich nicht an der Unterhaltung; aber Loki der Böse ( die Finsternis, der Winter) gibt ihm einen Mistelzweig in die Hand und beredet ihn, denselben zu schleudern. Die Folge ist, daß Baldr tot niederfällt. Deshalb&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 363&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
halb pflegten die Druiden Skandinaviens, Galliens und Britanniens um die Wintersonnwende Mistelzweige zu sammeln; sie schnitten dieselben mit einem gebogenen Messer ab, um den Abschnitt des Tierkreises anzudeuten, unter dessen Walten die Ermordung Baldrs stattfand. In Snorros Edda findet sich eine andere Sage, wonach Odin getötet wurde und Freya, die skandinavische Isis oder Venus, ausging, um seinen Leichnam zu suchen genau dieselbe Legende, welche die Ägypter von Osiris und Isis, die Griechen von Ceres und Proserpina erzählten; auch die astronomische Bedeutung ist die gleiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Hauptfeiertage der Skandinavier, wie der Druiden, war das Fest der Wintersonnwende. Da es sich hier um die längste Nacht des Jahres handelte, schrieb man ihr die Erschaffung der Welt aus der Urfinsternis heraus zu und nannte sie «Mutter-Nacht». Dieses Fest hieß «Jule» (aus Helios = Sonne verdorben) und wurde mit Freudenbezeigungen gefeiert. In England &#039;und Schottland gebraucht man für Weihnachten noch heute das Wort «yule» fast ebenso häufig wie das Wort «christmas».&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIE TEMPELLEGENDE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Salomo sich zum Bau des Tempels entschlossen hatte, ließ er Baukünstler kommen, teilte sie in Gruppen und stellte sie unter den Befehl des ihm von dem befreundeten und verbündeten König von Tyrus, Hiram, gesandten Architekten Adoniram oder Hiram Abiff. Nach der Überlieferung war die Abstammung der Erbauer des mystischen Tempels die folgende. Einer der Elohim (Urgeister) ehelichte Eva, die ihm einen Sohn namens Kain gebar; aber Jehovah oder Adonai, ebenfalls einer der Elohim, schuf Adam und verband ihn mit Eva, die nun Abel gebar. Zur Strafe für den Ungehorsam Evas unterwarf Adonai die Söhne Kains der Familie Abels. Während Kain trotz seines eifrigen Ackerbaus wenig Ertrag erzielte, hütete Abel in Muße seine Herden. Jehovah verwarf die Opfergaben Kains und erregte Zwietracht zwischen den aus dem Feuer entstandenen Söhnen der Elohim und den bloß aus der Erde hervorgegangenen Menschen. Die Folge war, daß Kain Abel tötete. Nun verfolgte Adonai Kains Söhne und machte die edle Familie, welche die Künste und Wissenschaften aufgebracht hatte*), den Söhnen Abels untertan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enoch, ein Sohn Kains, lehrte die Menschen die Kunst, Steine zu behauen, Häuser zu bauen und bürgerliche Gesellschaften zu bilden. Enochs Sohn Irad und sein Enkel Mehujael errichteten Dämme und machten aus Zederstämmen Balken. Ein andrer Sproß Kains, Methusael, ersann die heiligen Buchstaben, die Tau-Bücher und das sinnbildliche T, an dem die vom Feuer herstammenden Arbeiter einander erkannten. Lamech, dessen Weissagungen den Profanen unverständlich sind, hatte vier Kinder: Jabal, der als Erster die Bearbeitung der Kamelhaut lehrte; Jubal, den Erfinder der Harfe; Naamah, die Mutter der Spinnerei und Weberei; Tubal-Kain, der den ersten Schmelzofen errichtete, der erste Metallarbeiter war und in den Bergen unterirdische Höhlen grub, um sein Geschlecht gegen die Sintflut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__________&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) Die Puránas lobpreisen begeistert die Intelligenz der Nachkommen Kains und die Vollkommenheit, zu der sie die Künste des bürgerlichen Lebens brachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 364&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu schützen. Trotz dieser Höhlen kamen nur Tubal-Kain und sein Sohn mit dem Leben davon. Die Gattin Harns, des zweiten Sohnes Noäh, verliebte sich in den Sohn Tubal-Kains und machte ihn zum Vater Nimrods, der die Jagd erdachte und Babylon gründete. Adoniram, ein Nachkomme Tubal-Kains, schien von Gott berufen zur Führung der Miliz der freien Männer, welche die Söhne des Feuers mit den Söhnen des Gedankens, des Fortschritts und der Wahrheit verbinden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiram erbaute den wunderbaren Tempel Salomonis, errichtete den herrlichen goldenen Königsthron und führte viele prachtvolle Bauten auf. Aber trotz seiner Größe fühlte er sich vereinsamt und unverstanden. Wenige liebten, viele haßten ihn; auch Salomo war ihm gram, denn er beneidete ihn um sein Genie und seinen Ruhm. Der König seinerseits war auf der ganzen Erde ob seiner hohen Weisheit berühmt so sehr, daß eines Tages die Königin von Saba, Balkis, nach Jerusalem kam, um ihn zu begrüßen und die Wunder seiner Herrschaft kennen zu lernen. Sie fand ihn auf einem vergoldeten Zedernthron in vergoldeter Gewandung sitzen und hielt ihn im ersten Augenblick für eine Goldstatue mit Elfenbeinhänden. Er bereitete ihr einen überaus festlichen Empfang und zeigte ihr seinen Palast und den großartigen Tempel. Während sie alles begeistert bewunderte, nahm ihre eigene Schönheit das Herz des Königs so sehr gefangen, daß er ihr schon nach kurzer Zeit seine Hand anbot. Erfreut, den stolzen Mann erobert zu haben, gabe sie ihm ihr Jawort. Bei ihrem zweiten Besuch des Tempels wiederholte sie den Wunsch, den geheimnisvollen Baukünstler zu sehen, der so Herrliches vollbracht. Salomo verzögerte die Erfüllung dieses Wunsches möglichst lange, mußte sich jedoch schließlich dazu bequemen, Hiram Abiff vorführen zu lassen. Dieser warf der Königin von Saba einen Blick zu, welcher ihr Innerstes erbeben ließ. Alsbald gewann sie ihre Fassung wieder und nahm Hiram gegen den Unwillen und die Eifersuchtsanwandlung Salomos in Schutz. Als sie die beim Tempelbau beschäftigten Arbeitermassen beisammen zu sehen verlangte, erklärte der König dies für unmöglich. Da stieg Adoniram auf einen Stein, um besser gesehen zu werden, machte in der Luft mit der rechten Hand das symbolische Tau-Zeichen und sofort eilten von allen Seiten die sämtlichen Arbeiter herbei. Die hierüber höchlich erstaunte Balkis bereute insgeheim, die Werbung des Königs angenommen zu haben, denn sie entbrannte in Liebe zu dem mächtigen Architekten. Der eifersüchtige Salomo beschloß nun, Hiram zu demütigen und zu Grunde zu richten, weil er in ihm einen Nebenbuhler erblickte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Tempelarbeitern befanden sich drei Gesellen, die gegen Hiram eingenommen waren, weil er sich wegen ihrer Untüchtigkeit und Trägheit geweigert hatte, sie zu Meistern zu befördern: der syrische Maurer Fanor, der phönikische Zimmermann Amru und der hebräische Grubenarbeiter Metusael. Dieses Kleeblattes bediente sich Salomo gegen Hiram und die Verschworenen faßten den Plan, das Gelingen des Gusses des ehernen Meeres zu verhindern einer Leistung, die bestimmt war, dem Ruhm Hirams die Krone aufzusetzen. Der junge Arbeiter Benoni, ein besondrer Verehrer seines Meisters, kam hinter die böse Absicht jener Drei und verriet sie an den König, damit dieser sie vereitle. Als es zum Guß kam, dem auch Balkis beiwohnte, und die flüssigen Erzmassen nach Öffnung des Schmelzofens sich in die Riesenform ergossen, flossen sie über die letztere&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 365&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
hinweg und strömten auf dem Erdboden fort, sodaß die versammelte Menge die Flucht ergreifen mußte, um nicht verbrannt zu werden. Vergeblich versuchte Hiram, der eine göttergleiche Ruhe bewahrte, durch Anwendung großer Wassermassen den Feuerstrom aufzuhalten. Die Mischung des Wassers mit dem Feuer erzeugte heiße Dämpfe, welche aufstiegen, um als totbringender Feuerregen wieder niederzufallen. Der unglückliche Bauherr wollte bei einem treuen Herzen Trost suchen und daher mit Benoni sprechen; aber er konnte ihn nicht finden, denn der edle Jüngling war umgekommen, als er die Niederlage des Meisters zu verhindern trachtete, weil er sah, daß Salomo sie trotz der Warnung nicht verhindert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hiram verblieb auf dem Schauplatz seines Unglücks; in seinen Gram versunken, achtete er nicht des lebensgefährlichen Herannahens des Feuermeeres. In erster Reihe dachte er an die bittere Enttäuschung der Königin von Saba, die gekommen war, um ihn zu dem erwarteten großen Triumph zu beglückwünschen. Plötzlich ertönte von oben eine seltsame Stimme, welche ausrief: «Hiram! Hiram! Hiram!» Aufblickend, sah er hoch in der Luft eine Riesengestalt schweben, die ihn ansprach: «Sei ohne Furcht, mein Sohn, denn ich habe dich unverbrennbar gemacht; stürze dich in die Flammen!» Er betrat den Schmelzofen, ohne sich zu verletzen; ja, er empfand ein unbeschreibliches Entzücken, als er, von einer unwiderstehlichen Kraft angetrieben, immer weiter vordrang. «Wohin führst du mich?» fragte er. «In den Mittelpunkt der Erde, in die Seele der Welt, ins Reich des großen Kain, wo die Freiheit herrscht. Dort hört der tyrannische Neid Adonais auf; dort können wir, seines Zornes spottend, die Frucht vom Baum der Erkenntnis kosten; dort ist das Heim deiner Väter.» «Wer bin ich und wer bist du?» «Ich bin der Vater deiner Väter, ich bin Tubal-Kain, der Sohn Lamechs.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tubal-Kain führte Hiram ins Heiligtum des Feuers ein, wo er ihm die Schwächen und niedrigen Leidenschaften Adonais darlegte, der seinem eignen Geschöpf feindlich gesinnt sei und es unerbittlich zum Tod verurteile, um sich an den Feuergeistern zu rächen, die es den Menschen mit Wohltaten überhäuft haben. Hiram stand bald vor seinem Urvater Kain, in dessen Schönheit sein Erzeuger, der Lichtengel, sich widerspiegelte. Kain, dessen edle Gesinnung den Neid Adonais erregt hatte, erzählte Hiram von den Leiden, die der grausame Jehovah über ihn verhängte. Plötzlich erscholl die Stimme des «Abkömmlings Tubal-Kains und seiner Schwester Naamah»: «Dir wird ein Sohn geboren werden, den du zwar nicht sehen wirst, dessen zahlreiche Nachkommen jedoch dein Geschlecht verewigen werden. Dem Geschlecht Adams überlegen, wird das deinige die Herrschaft der Welt erringen. Viele Jahrhunderte lang wird es seinen Mut und seine hohen Fähigkeiten dem Dienste des stets undankbaren Geschlechtes Adams widmen, bis schließlich die besten die stärksten werden und auf Erden die Feueranbetung wieder einführen. Deine unbesiegbaren Abkömmlinge werden die Macht der Könige, der Helfer Adonais bei seiner Willkürherrschaft, zerstören. Gehe, mein Sohn, die Feuergeister sind mit dir!» Tubal-Kain übergab ihm den Hammer, mit dem er selbst so viel Großes vollbracht hatte, und fügte hinzu: «Dieser Hammer und die Feuergeister sollen dir dazu verhelfen, das durch menschliche Dummheit und Bosheit unvollendet gebliebene Werk schleunig zu beenden.» Kaum wieder auf der Erdoberfläche,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Seite 366&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erprobte Hiram die wunderbare Kraft des kostbaren Hammers und bei Morgenanbruch war der Guß des ehernen Meeres vollkommen gelungen. Der Künstler und Balkis waren entzückt und das herbeieilende Volk bestaunte die geheime Macht, durch welche das gestrige Unglück in einer Nacht wettgemacht worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald darauf ging Balkis eines Tages in Begleitung ihres Gefolges außerhalb Jerusalems spazieren und begegnete unterwegs Hiram, der allein und in Gedanken versunken war. Die beiden gestanden einander ihre Liebe. Als Had-had (der bei der Königin von Saba das Amt eines Boten der Feuergeister versehende Vogel) Hiram in der Luft das mystische T-Zeichen machen sah, umflog er sein Haupt und ließ sich dann auf seinem Handgelenk nieder. Da rief Sarahil, die einstige Amme der Königin: «Die Weissagung ist erfüllt! Had-had erkennt den Gatten, den die Feuergeister für Balkis bestimmt haben und dessen Liebe allein sie annehmen darf!» Das Paar zögerte nun nicht länger, sich zu verloben und beriet dann über die weiteren Maßregeln. Hiram sollte Jerusalem zuerst verlassen und sich nach Arabien begeben, wohin Balkis ihm folgen wollte, sobald es ihr gelungen sein werde, die Wachsamkeit des Königs zu täuschen und zugleich ihre Verlobung mit ihm rückgängig zu machen. Beides gelang ihr, als Salomo sich eines Tages berauschte; sie zog ihm den Verlobungsring vom Finger. In seiner Eifersucht gab er den drei Gesellen, die den Guß des ehernen Meeres verdorben hatten, den Wink, daß ihm die Beseitigung des Nebenbuhlers erwünscht wäre. Vor der geplanten Abreise erschien Hiram nochmals im Tempel und hier wurde er von den Dreien erschlagen. Doch gelang es ihm vor dem Aushauchen des letzten Seufzers, das goldne Dreieck, das er um den Hals trug und auf dem das Meisterwort eingraviert war, in einen tiefen Brunnen zu werfen. Die Mörder hüllten den Leichnam ein, begruben ihn auf einem einsamen Hügel und pflanzten einen Akazienzweig aufs Grab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Hiram sich sieben Tage lang nicht zeigte, mußte Salomo, wenngleich ungern, dem Wunsche des Volkes nachgeben und ihn suchen lassen. Drei Meister entdeckten die Leiche, und da sie jene drei Gesellen des Mordes verdächtigten, weil sie wußten, daß Hiram ihnen den Meistergrad verweigert hatte, beschlossen sie vorsichtshalber, das Meisterwort abzuändern. Das erstbeste Wort, welches während der Emporhebung des Leichnams zufällig fallen würde, sollte das künftige Meisterwort werden. Als nun einer von ihnen sah, daß sich die Haut vom Körper loslöste, rief er aus: «Makbenach!» (etwa «Bruder erschlagen» oder «Fleisch vom Knochen getrennt») und so wurde «Makbenach» zum Kennwort des Meistergrades. Man erwischte die drei Mörder und sie entleibten sich, um nicht in die Hände der Gerechtigkeit zu fallen; ihre Köpfe wurden dem König überbracht. Da sich das goldne Dreieck nicht bei der Leiche Hirams vorfand, forschte man danach und fand es schließlich in jenem Brunnen. Salomo ließ es auf einen dreieckigen Altar legen, der sich in einem geheimen Gewölbe unterhalb des entlegensten Teiles des Tempels befand; um das goldne Dreieck noch besser zu verbergen, stellte man darauf einen kubischen Stein, der die zehn Gebote enthielt. Schließlich wurde das Gewölbe, dessen Vorhandensein nur 27 Erwählten bekannt war, zugemauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 367&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DER GRAF VON SAINT-GERMAIN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(aus Gustav Berthold Volz «Der Graf von Saint-Germain»)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzung zu Hinweis 107, Seite 325&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei meiner Rückkehr aus Berlin und Hanau sah ich in Altona den berüchtigten Grafen Saint-Germain, welcher mir seine Freundschaft zuzuwenden schien, besonders als er hörte, daß ich kein Jäger sei und auch keine anderen Liebhabereien habe, welche dem Studium der höheren Naturwissenschaften hinderlich sind. Er sagte mir damals: «Ich werde Sie in Schleswig besuchen, und Sie sollen sehen, was wir zusammen für große Dinge ausrichten werden.» Ich gab ihm zu verstehen, daß ich viele Gründe hätte, die Gunst, die er mir erweisen wolle, für den Augenblick nicht anzunehmen. Er entgegnete: «Ich weiß, daß ich zu Ihnen kommen muß, und ich muß Sie sprechen.» Ich wußte kein anderes Mittel, um den Erörterungen auszuweichen, als ihm zu sagen, der Oberst Koeppern, welcher krank zurückgeblieben war, würde mir in einigen Tagen folgen und er möchte mit diesem darüber reden. Dann schrieb ich an Koeppern einen Brief, um ihm zu sagen, er möchte sein Möglichstes tun, um dem Grafen Saint-Germain zuvorzukommen und ihm, soviel als möglich, abzuraten, hierher zu kommen. Koeppern kam nach Altona und sprach mit ihm, aber der Graf antwortete ihm: «Sie können sagen, was Sie wollen, ich muß nach Schleswig gehen und werde nicht davon abstehen. Das Übrige wird sich finden. Sie werden Sorge tragen, mir dort eine Wohnung bereit zu halten usw.» Koeppern teilte mir dies Ergebnis ihrer Unterhaltung mit, welches ich nicht billigen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte übrigens bei der preußischen Armee viele Erkundigungen über diesen ungewöhnlichen Mann eingezogen und hatte besonders mit meinem Freund, dem Obersten Frankenberg, über ihn gesprochen. Dieser sagte mir: «Sie können überzeugt sein, daß er kein Betrüger ist, und daß er große Kenntnisse besitzt. Er war in Dresden, als ich mit meiner Frau dort war. Er wollte uns Beiden wohl. Meine Frau wollte ein Paar Ohrgehänge verkaufen; ein Juwelier bot ihr eine Kleinigkeit dafür. Sie sprach in Gegenwart des Grafen davon, welcher zu ihr sagte: Wollen Sie sie mir zeigen? Was sie auch tat. Dann sagte er: Wollen Sie mir dieselben für einige Tage anvertrauen? Er gab sie ihr zurück, nachdem er sie verschönert hatte. Der Juwelier, welchem sie meine Frau darauf zeigte, sagte: Das sind schöne Steine; die sind ganz anders als die, welche Sie mir früher zeigten! und er bezahlte mehr als das Doppelte dafür.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saint-Germain kam bald darauf nach Schleswig. Er sprach mit mir von großen Dingen, welche er zum Besten der Menschheit tun wolle usw. Ich hatte keine Lust dazu, aber zuletzt machte ich mir ein Gewissen daraus, Kenntnisse, die in jeder Hinsicht wichtig waren, auf Grund einer vermeintlichen Weisheit oder aus Geiz zurückzuweisen, und ich wurde sein Schüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sprach viel von der Verschönerung der Farben, welche fast nichts kostete, von der Verbesserung der Metalle, indem er hinzufügte, daß man durchaus kein Gold machen müsse, selbst wenn man es verstände, und diesem Grundsatz blieb er unbedingt treu. Die Edelsteine kosten den Einkaufspreis; aber wenn man ihre Verbesserung versteht, so wird ihr Wert unendlich gesteigert. Es gibt fast nichts in der Natur, was er nicht zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 368&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
verbessern und nützlich zu machen verstand. Er vertraute mir fast alle seine Kenntnisse von der Natur der Dinge an, aber nur die Anfangsgründe, und ließ mich dann durch Versuche die Mittel zu Erreichung des Zwecks selbst suchen und freute sich ungemein über meine Fortschritte. So machte er es in bezug auf die Metalle und die Steine; aber die Farben teilte er mir wirklich mit, sowie einige andere sehr wichtige Kenntnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man wird vielleicht neugierig sein, seine Geschichte kennen zu lernen, und ich will sie durchaus wahrheitsgetreu mit seinen eigenen Worten wiedergeben und nur die nötigen Erklärungen hinzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie er mir erzählte, war er 88 Jahre alt, als er hierher kam, und er starb in einem Alter von 92 oder 93. Er sagte mir, er sei der Sohn des Fürsten Rakoczy von Siebenbürgen und dessen erster Gattin, einer Tököly. Er wurde unter den Schutz des letzten Medici gestellt, der ihn als Kind in seinem eigenen Zimmer schlafen ließ. Als er hörte, daß seine beiden Brüder, Söhne der Prinzessin von Hessen-Rheinfels oder Rotenburg, wenn ich mich nicht irre, sich dem Kaiser Karl VI. unterworfen und nach dem Kaiser und der Kaiserin die Namen San Carlo und Santa Elisabetta erhalten hätten, sagte er zu sich selbst: «Gut, dann will ich mich Sanctus Germanus, den heiligen Bruder, nennen.»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann allerdings seine Herkunft nicht verbürgen; aber daß er von dem letzten Medici außerordentlich begünstigt wurde, das habe ich auch von anderer Seite gehört. Dieses Haus war, wie bekannt, in den höchsten Wissenschaften bewandert, und es ist nicht zu verwundern, daß er dort seine ersten Kenntnisse schöpfte. Aber er behauptete, die Kräfte der Natur durch seinen eigenen Fleiß und seine Untersuchungen erforscht zu haben. Er kannte die Kräuter und Pflanzen aus dem Grunde und hatte Arzneien erfunden, deren er sich ständig bediente, und welche sein Leben und seine Gesundheit verlängerten. Ich habe noch alle seine Rezepte, aber nach seinem Tode eiferten die Ärzte sehr heftig gegen seine Wissenschaft. Wir hatten einen Arzt Lossau, welcher Apotheker gewesen war, und dem ich jährlich 1200 Taler gab, um die Arzneien zuzubereiten, welche der Graf Saint-Germain ihm vorschrieb, unter anderen und vorzugsweise seinen Tee, den die Reichen gegen Bezahlung und die Armen umsonst erhielten. Letztere genossen auch die Pflege dieses Arztes, welcher eine Menge Leute heilte und welchem meines Wissens niemand starb. Aber nach dem Tode desselben ward ich der Äußerungen müde, die ich von allen Seiten zu hören bekam, nahm alle meine Rezepte zurück und ersetzte Lossau nicht wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbenfabrik wollte Saint-Germain hier im Lande gründen. Die des verstorbenen Otte in Eckernförde stand leer und verlassen. Ich hatte somit Gelegenheit, diese Gebäude vor der Stadt billig zu kaufen, und setzte den Grafen Saint-Germain dorthin. Auch kaufte ich Seidenzeuge, Leinen usw. Außerdem waren vielerlei Gerätschaften zu einer solchen Fabrik erforderlich. Ich sah dort nach der Art, wie ich es gelernt und in einer Tasse selbst versucht hatte, 15 Pfund Seide in einem großen Kessel färben. Das gelang vollkommen. Man kann also nicht sagen, daß es im Großen nicht gehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unglück wollte, daß der Graf Saint-Germain, als er nach Eckernförde kam, unten in einem feuchten Zimmer wohnte, wo er einen sehr starken Rheumatismus bekam, von welchem er sich trotz aller seiner Heilmittel nie wieder ganz erholte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 369&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich besuchte ihn oft in Eckernförde und kehrte nie ohne neue höchst interessante Belehrungen zurück, da ich mir häufig die Fragen aufschrieb, welche ich ihm vorlegen wollte. In seiner letzten Lebenszeit fand ich ihn eines Tages sehr krank und, wie er glaubte, auf dem Punkte zu sterben. Er schwand zusehends dahin. Nachdem ich in seinem Schlafzimmer das Mittagessen eingenommen hatte, mußte ich mich allein vor sein Bett setzen, und er sprach dann viel rückhaltsloser über viele Dinge, sagte mir vieles voraus und ersuchte mich, so bald wie möglich wiederzukommen, was ich auch tat. Indes fand ich ihn bei meiner Rückkehr weniger krank, dafür aber desto schweigsamer. Als ich 1783 nach Kassel ging, sagte er mir, daß ich, im Fall er während meiner Abwesenheit sterben sollte, ein versiegeltes Billet von seiner Hand finden würde, welches mir genügen werde. Aber dieses Billet fand sich nicht; vielleicht hatte er es ungetreuen Händen anvertraut. Oftmals bin ich in ihn gedrungen, mir noch während seines Lebens das mitzuteilen, was er mir in diesem Billet hinterlassen wollte. Dann ward er traurig und rief: «Ach, wie unglücklich würde ich sein, mein lieber Prinz, wenn ich zu sprechen wagte!»&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war vielleicht einer der größten Weltweisen, welche je gelebt haben. Er liebte die Menschheit; Geld verlangte er nur, um es den Armen zu geben. Er liebte selbst die Tiere, und sein Herz beschäftigte sich nur mit dem Glück anderer. Er glaubte, die Welt dadurch zu beglücken, daß er ihr zu billigeren Preisen neue Vergnügungen, schönere Stoffe und schönere Farben verschaffte; denn seine herrlichen Farben kosteten fast nichts. Ich habe nie einen Mann von klarerem Geiste gesehen, und dabei besaß er eine Gelehrsamkeit, besonders in der Geschichte, wie ich selten gefunden habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war in allen Ländern Europas gewesen, und ich kenne fast keines, wo er sich nicht längere Zeit aufgehalten hätte. Er kannte sie alle von Grund aus. In Konstantinopel und in der Türkei war er oft gewesen. Frankreich schien jedoch das Land zu sein, welches er am meisten liebte. Er wurde Ludwig XV. bei der Frau von Pompadour vorgestellt und nahm auch an den kleinen Soupers des Königs teil. Ludwig XV. hatte viel Vertrauen zu ihm. Er benutzte ihn unter der Hand, um einen Frieden mit England zu unterhandeln, und schickte ihn nach dem Haag. Es war die Gewohnheit Ludwigs XV., ohne Vorwissen seiner Minister Emissäre zu benutzen, die er jedoch im Stiche ließ, sobald sie entdeckt wurden. Der Herzog von Choiseul hatte von seinen Umtrieben Kunde erhalten und wollte ihn festnehmen lassen. Er flüchtete aber noch bei Zeiten. Er vertauschte nun den Namen Saint-Germain mit dem eines Grafen Welldone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine philosophischen Grundsätze über Religion waren der reine Materialismus, den er aber so scharfsinnig vorzutragen wußte, daß es schwer war, ihm siegreiche Beweise entgegenzustellen; aber ich hatte öfters das Glück, die Mängel der seinigen darzutun. Er war nichts weniger als ein Verehrer Christi, und da er sich in bezug auf diesen Äußerungen erlaubte, die mir unangenehm waren, so sagte ich zu ihm: «Mein lieber Graf, es hängt von Ihnen ab, ob Sie an Jesus Christus glauben wollen oder nicht; aber ich gestehe Ihnen offen, daß Sie mir vielen Kummer verursachen, wenn Sie bei mir gegen Den sprechen, welchem ich so gänzlich ergeben bin.» Er blieb einen Augenblick nachdenklich und antwortete: «Jesus Christus ist Nichts; aber Ihnen Kummer verursachen, das ist Etwas. Also verspreche ich Ihnen, nie wieder darüber mit Ihnen zu reden.» Auf seinem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 370&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sterbebette, während meiner Abwesenheit, trug er eines Tages Lossau auf, mir, wenn ich von Kassel zurückkäme, zu sagen, daß Gott ihm die Gnade erwiesen habe, ihn seine Ansicht noch vor seinem Tode ändern zu lassen, und fügte hinzu, er wisse, wieviel Freude mir das machen und daß ich noch viel für sein Glück in einer anderen Welt tun werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= IV  ANHANG, Namenregister =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 371&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personenregister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
historischer Personen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; = ohne Namensnennung im Text&lt;br /&gt;
{| &amp;lt;!--class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
|dAdhémar, Gräfin 64, 107 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Aeschylos 265&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Aristoteles 265&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Augustinus 68-70, 73, 74, 78&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Balfour, Arthur James 101, 112, 113 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Besant, Annie 21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Blavatsky, Helena Petrowna 47, 112,  240&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Bruno, Giordano 162&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Buddha 190&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Bulwer-Lytton, Edward George Earl 281&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cagliostro, Graf Alexander 104-106 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Collins, Mabel 106&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Cusanus, Nicolaus 193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dante, Alighieri 152&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Desaguliers, John Theophilus 95  Dionysius Areopagita 193&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Elisabeth, Königin von England  42 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frankfurter, der 117&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Goethe, Johann Wolfgang von 30*, 69, 92, 93,  162, 163, 167, 194, 264, 275, 280&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hartmann, Franz 111 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Hartmann von Aue 42 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Heraklit 184&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Homer 187, 283&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jean Paul (Jean Paul Friedrich Richter) 143&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keely, John Worrell 286 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Kellner, Carl 111&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Lessing, Gotthold Ephraim 261, 266 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Livius, Titus 132&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Ludwig XVI. 107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Luther, Martin 73, 74&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marie-Antoinette, Königin von Frankreich 40,  64, 107 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Michelangelo Buonarroti 209, 283 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Molay, Jacob von 14-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nietzsche, Friedrich 77&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Nostradamus (Michel de Notre-Dame) 40&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pius IX., Papst (Graf Giovanni Maria Maetai-Feretti)  115&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Plato 149, 162, 272&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Pythagoras 144, 190, 204, 287&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Raffael Santi 204 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Reuß, Theodor 111&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schäffle, Albert 142&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Saint-Germain, Graf von 22, 64, 107 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Scott-Elliot, W. 52 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Sinett, Alfred Percy 40 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Sophokles 365&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taxil, Leo 260&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Thales von Milet 265 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Tolstoi, Leo 256&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vaughan, Miss 260&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 da Vinci, Leonardo 209 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Vitruvius, Pollio 80, 88, 100&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfram, von Eschenbach 279 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yarker, John 110&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 372 [vakat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= IV  ANHANG, Rudolf Steiner über die Vortragsnachschriften =&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 373&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Vortragsnachschriften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Rudolf Steiners Autobiographie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Mein Lebensgang« (35. Kap., 1925)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es liegen nun aus meinem anthroposophischen Wirken zwei Ergebnisse vor; erstens meine vor aller Welt veröffentlichten Bücher, zweitens eine große Reihe von Kursen, die zunächst als Privatdruck gedacht und verkäuflich nur an Mitglieder der Theosophischen (später Anthroposophischen) Gesellschaft sein sollten. Es waren dies Nachschriften, die bei den Vorträgen mehr oder weniger gut gemacht worden sind und die wegen mangelnder Zeit nicht von mir korrigiert werden konnten. Mir wäre es am liebsten gewesen, wenn mündlich gesprochenes Wort mündlich gesprochenes Wort geblieben wäre. Aber die Mitglieder wollten den Privatdruck der Kurse. Und so kam er zustande. Hätte ich Zeit gehabt, die Dinge zu korrigieren, so hätte vom Anfange an die Einschränkung «Nur für Mitglieder» nicht zu bestehen gebraucht. Jetzt ist sie seit mehr als einem Jahre ja fallen gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier in meinem «Lebensgang» ist notwendig, vor allem zu sagen, wie sich die beiden: meine veröffentlichten Bücher und diese Privatdrucke in das einfügen, was ich als Anthroposophie ausarbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mein eigenes inneres Ringen und Arbeiten für das Hinstellen der Anthroposophie vor das Bewußtsein der gegenwärtigen Zeit verfolgen will, der muß das an Hand der allgemein veröffentlichten Schriften tun. In ihnen setzte ich mich auch mit alle dem auseinander, was an Erkenntnisstreben in der Zeit vorhanden ist. Da ist gegeben, was sich mir in «geistigem Schauen» immer mehr gestaltete, was zum Gebäude der Anthroposophie allerdings in vieler Hinsicht in unvollkommener Art wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diese Forderung, die «Anthroposophie» aufzubauen und dabei nur dem zu dienen, was sich ergab, wenn man Mitteilungen aus der Geist-Welt der allgemeinen Bildungswelt von heute zu übergeben hat, trat nun aber die andere, auch dem voll entgegenzukommen, was aus der Mitgliedschaft heraus als Seelenbedürfnis, als Geistessehnsucht sich offenbarte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da war vor allem eine starke Neigung vorhanden, die Evangelien und den Schrift-Inhalt der Bibel überhaupt in dem Lichte dargestellt zu hören, das sich als das anthroposophische ergeben hatte. Man wollte in Kursen über diese der Menschheit gegebenen Offenbarungen hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seite 374&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem interne Vortragskurse im Sinne dieser Forderung gehalten wurden, kam dazu noch ein anderes. Bei diesen Vorträgen waren nur Mitglieder. Sie waren mit den Anfangs-Mitteilungen aus Anthroposophie bekannt. Man konnte zu ihnen eben so sprechen, wie zu Vorgeschrittenen auf dem Gebiete der Anthroposophie. Die Haltung dieser internen Vorträge war eine solche, wie sie eben in Schriften nicht sein konnte, die ganz für die Öffentlichkeit bestimmt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich durfte in internen Kreisen in einer Art über Dinge sprechen, die ich für die öffentliche Darstellung, wenn sie für sie von Anfang an bestimmt gewesen wären, hätte anders gestalten müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So liegt in der Zweiheit, den öffentlichen und den privaten Schriften, in der Tat etwas vor, das aus zwei verschiedenen Untergründen stammt. Die ganz öffentlichen Schriften sind das Ergebnis dessen, was in mir rang und arbeitete; in den Privatdrucken ringt und arbeitet die Gesellschaft mit. Ich höre auf die Schwingungen im Seelenleben der Mitgliedschaft, und in meinem lebendigen Drinnenleben in dem, was ich da höre, entsteht die Haltung der Vorträge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nirgends auch nur in geringstem Maße etwas gesagt, was nicht reinstes Ergebnis der sich aufbauenden Anthroposophie wäre. Von irgend einer Konzession an Vorurteile oder Vorempfindungen der Mitgliedschaft kann nicht die Rede sein. Wer diese Privatdrucke liest, kann sie im vollsten Sinne eben als das nehmen, was Anthroposophie zu sagen hat. Deshalb konnte ja auch ohne Bedenken, als die Anklagen nach dieser Richtung zu drängend wurden, von der Einrichtung abgegangen werden, diese Drucke nur im Kreise der Mitgliedschaft zu verbreiten. Es wird eben nur hingenommen werden müssen, daß in den von mir nicht nachgesehenen Vorlagen sich Fehlerhaftes findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Urteil über den Inhalt eines solchen Privatdruckes wird ja allerdings nur demjenigen zugestanden werden können, der kennt, was als Urteils-Voraussetzung angenommen wird. Und das ist für die allermeisten dieser Drucke mindestens die anthroposophische Erkenntnis des Menschen, des Kosmos, insofern sein Wesen in der Anthroposophie dargestellt wird, und dessen, was als «anthroposophische Geschichte» in den Mitteilungen aus der Geist-Welt sich findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Literatur =&lt;br /&gt;
* [[a:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]: &#039;&#039;Die Tempellegende und die Goldene Legende &#039;&#039;, [[GA 93]] (1991), ISBN 3-7274-0930-4 {{Vorträge|093}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GA}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 93 Die Tempellegende und die Goldene Legende|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA|GA 093]] [[Kategorie:GA (Mitgliedervorträge)|GA 093]] [[Kategorie:Gesamtausgabe|GA 093]]&lt;br /&gt;
[[en:GA 93]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
	</entry>
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		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2023-09-27T10:11:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sophia Hoffnung: /* Weitere Hilfmittel und freie Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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|Du wirst erstaunt und vielleicht auch etwas irritiert sein, &#039;&#039;nicht&#039;&#039; auf den erwarteten Seiten gelandet zu sein, sondern hier bei uns! Im folgenden Abschnitt steht, wie es dazu gekommen ist und wie es weitergeht.&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unser Anliegen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Steiner - Joseph Rolletschek 1894 Weimar.jpg|mini|[[a:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner (1861-1925)]], Gemälde von Joseph Rolletschek, 1894 Weimar]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf Steiner Gesamtausgabe online 12M.jpg|thumb|{{RSV-Link|https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/}}|link=https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/]]&lt;br /&gt;
ist es, das an Umfang und geistiger Tiefe beispiellose Werk [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. Denn dieses Werk ist, wie Rudolf Steiner selbst betonte, das geistige Eigentum der gesamten Menschheit. Jeder, der das will, kann darin wertvolle Anregungen für sein Leben finden - ganz individuell, freilassend und undogmatisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GZ|Der Mensch verdankt, was er aus seinen Fähigkeiten schaffen kann, der menschlichen Sozietät, der menschlichen sozialen Ordnung. Es gehört einem in Wahrheit nicht. Warum verwaltet man sein sogenanntes geistiges Eigentum? Bloß deshalb, weil man es hervorbringt; dadurch, daß man es hervorbringt, zeigt man, daß man die Fähigkeiten dazu besser hat als andere. So lange man diese Fähigkeiten besser hat als andere, so lange wird man im Dienste des Ganzen am besten dieses geistige Eigentum verwalten. Nun sind die Menschen wenigstens darauf gekommen, daß sich nicht endlos forterbt dieses geistige Eigentum; dreißig Jahre nach dem Tode gehört das geistige Eigentum der gesamten Menschheit. Jeder kann dreißig Jahre nach meinem Tode drucken, was ich hervorgebracht habe; man kann es in beliebiger Weise verwenden, und das ist recht. Ich wäre sogar einverstanden, wenn noch mehr Rechte wären auf diesem Gebiet.|330|97}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erhalt und die gewissenhafte Pflege des Gesamtwerks Rudolf Steiners ist der 1943 von [[A:Marie Steiner|Marie Steiner]] begründeten [[A:Rudolf Steiner Nachlassverwaltung|Rudolf Steiner Nachlassverwaltung]] und dem [[A:Rudolf Steiner Archiv|Rudolf Steiner Archiv]] zu verdanken, das seit 2002 im  [[A:Haus Duldeck|Haus Duldeck]] in unmittelbarer Nähe des [[A:Goetheanum|Goetheanums]] auf dem [[A:Dornach (SO)|Dornacher]] Hügel untergebracht ist. Die Herausgabe der Werke Rudolf Steiners obliegt dem [[A:Rudolf Steiner Verlag|Rudolf Steiner Verlag]], der mit einer gewaltigen Arbeitsleistung und hohem finanziellen Einsatz daran arbeitet sämtliche im Rudolf Steiner Archiv verfügbaren Materialien bis zum Jahr 2025 bis zum letzten Notizzettel herauszugeben und in Form der [https://www.steinerverlag.com/ch/ga-online/ Rudolf Steiner Gesamtausgabe online] auch über das Internet kostengünstig zugänglich zu machen. Ein wahrhaftes Jahrhundertprojekt findet damit seinen krönenden Abschluss und kann für das intensivere Studium und den wissenschaftlichen Umgang mit dem Gesamtwerk Rudolf Steiners nur wärmstens empfohlen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herzstück von Steiners Werk ist die &#039;&#039;&#039;[[Rudolf Steiner Gesamtausgabe]]&#039;&#039;&#039;, die wir hier soweit als möglich allen Menschen frei zugänglich machen wollen. Beachten Sie aber bitte, dass wir hier nur ältere Ausgaben der Werke Rudolf Steiners verfügbar machen können. Wir dürfen dabei auf die Arbeit vieler fleißiger Menschen aufbauen, die sich bereits darum bemüht haben. Zu nennen ist hier insbesondere Ole Blente, der über lange Jahre die «[[Freie Verwaltung des Nachlasses Rudolf Steiners]]» (fvn-rs.net) mit dem von Rudolf Saacke bereitgestellten Material aufgebaut und nun uns zur weiteren Betreuung übergeben hat. Seine Website und viele weitere Materialien wurden auf dem Server des Vereins Uranos e.V. (Thierry Cassegrain, Günter Kreidl) gehostet, der im Juli 2023 seinen Betrieb einstellen musste. Praktisch über Nacht sind wir mit steiner.wiki online gegangen und wollen dafür sorgen, dass die gesammelten Schätze nicht verloren gehen und in neu gestalteter und erweiterter Form wieder zugänglich werden. Das betrifft insbesondere folgende Websites:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* fvn-rs.net Freie Verwaltung des Nachlasses von Rudolf Steiner.&lt;br /&gt;
* steiner-klartext.net - ein privates Rudolf Steiner-Archiv.&lt;br /&gt;
* steinerdatenbank.de - bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen verfügbaren Online-Ausgaben der Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um unserem Ziel näher zu kommen, ist noch viel zu tun. Wir bitten um Nachsicht und Geduld, wenn es noch etwas dauern wird, bis alle Materialen zugänglich sind! Die &#039;&#039;&#039;[[Rudolf Steiner Gesamtausgabe]]&#039;&#039;&#039; ist in der PDF- und eBook-Version (epub, mobi) bereits wieder verfügbar. An einer auch auf Smartphones gut lesbaren html-Textfassung arbeiten wir noch. Musterbeispiele gibt es dazu aber schon (→ [[GA 4]], [[GA 122]], [[GA 347]]). Die [[Rudolf Steiner im Klartext|Klartextnachschriften]] und bibliografischen Angaben werden folgen. Auch die Suchfunktion von steinerdatenbank.de soll wiederhergestellt und weiter ausgebaut werden, bedarf aber einer Neuprogrammierung, die noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Eine komfortablere Zugriffsmöglichkeit für das [[Lexikon Anthroposophie]] von Urs Schwendener auf [http://anthrolexus.de anthrolexus.de] wurde bereits eingerichtet. Es handelt sich aber erst um eine vorläufige Version, die noch einiger Verbesserungen bedarf.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Derzeit gibt es &#039;&#039;&#039;{{NUMBEROFARTICLES}}&#039;&#039;&#039; [[Spezial:Allpages|Artikel]] und  &#039;&#039;&#039;{{NUMBEROFFILES}}&#039;&#039;&#039; [[Spezial:Dateien|Bilder und Dateien]] in unserer Datenbank.--&amp;gt;{| class=&amp;quot;notiz centered&amp;quot;&lt;br /&gt;
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* [http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/ Handbuch zum Werk Rudolf  Steiners] - &#039;&#039;Christian Karls&#039;&#039; bewährtes Standardwerk zur Orientierung  im [[a:Gesamtausgabe|Gesamtwerk Steiners]] zum kostenfreien Download als PDF ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbuch.pdf Download] 38 MB); jetzt auch in englischer Version ([http://www.rudolf-steiner-handbuch.de/images/Handbook.pdf Download] 32 MB) verfügbar.&lt;br /&gt;
* [http://www.anthrolexus.de/ Urs Schwendener: &#039;&#039;Lexikon Anthroposophie&#039;&#039;] - Nachschlagewerk  unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners. Hier geht&#039;s zu unserer erweiterten [[Anthrolexus|Suchfunktion]].&lt;br /&gt;
* [https://biographien.kulturimpuls.org/ Biographien bedeutender Anthroposophen] - Biographien, Bilder und  Bibliographien zu mehr als 1300 [[a:Anthroposoph|Anthroposophen]] -  [http://www.kulturimpuls.org/ Forschungsstelle Kulturimpuls].&lt;br /&gt;
* [http://anthroposophie.byu.edu/ Rudolf Steiner Online Archiv] - nahezu sämtliche Schriften und Aufsätze und ausgewählte Vorträge Rudolf Steiners in großteils hoher editorischer Qualität mit [http://anthroposophie.byu.edu/suche.html Volltextsuche] im Gesamtwerk (&#039;&#039;[[a:Christian_Clement|Christian Clement]]&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [http://www.anthroweb.info/rudolf-steiner-werke.html Grundlegende Werke Rudolf Steiners] auf [http://www.anthroweb.info/ anthroweb.info] ([[a:Lorenzo_Ravagli|Lorenzo Ravagli]]).&lt;br /&gt;
* [http://archive.org/search.php?query=creator%3A%22Rudolf+Steiner%22&amp;amp;sort=titleSorter Sämtliche Schriften und Vorträge Rudolf Steiners] auf [http://archive.org/ archive.org].&lt;br /&gt;
* [https://www.dreigliederung.de/steiner/onlinegesamtwerk Sozialwissenschaftliche Ausgabe (SWA)] mit vielen Texten Steiners zur [[a:Soziale_Dreigliederung|sozialen Dreigliederung]], Philosophie und Anthroposophie wird vom [http://www.dreigliederung.de/ Institut für soziale Dreigliederung] angeboten (&#039;&#039;Sylvain Coiplet&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[a:Bibliothek:Rudolf_Steiner|Online-Bibliothek]] - ausgewählte Werke Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
* [http://bdn-steiner.ru/modules.php?name=Ga bdn.steiner.ru] - nahezu allen GA-Ausgaben im PDF- und/oder DOC-Format (Deutsch)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sophia Hoffnung</name></author>
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